Oventrop GmbH & Co. KG

59939 Olsberg, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Arnsberg HRA 4050
Vorher
F. W. Oventrop GmbH & Co. KG
Eingetragen
29.5.1952

Finanzübersicht

Historie

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Beteiligungen

NameAnteil
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

OV Verwaltungs-GmbH

Olsberg

Konzernabschluss zum 31. Dezember 2021

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021

Aktivseite

EUR 31.12.2021
EUR
Vorjahr
TEUR
A. Anlagevermögen      
I. Immaterielle Vermögensgegenstände      
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 1.980.491,83   2.246
2. Geschäfts- oder Firmenwert 51.555,00   72
3. Geleistete Anzahlungen 9.472.782,01 11.504.828,84 6.349
II. Sachanlagen      
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 33.193.426,54   30.015
2. Technische Anlagen und Maschinen 10.678.859,63   11.560
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 12.275.692,98   13.001
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 3.745.118,96 59.893.098,11 4.401
III. Finanzanlagen      
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 25.002,00   25
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 19.367.662,42 19.392.664,42 19.463
    90.790.591,37 87.132
B. Umlaufvermögen      
I. Vorräte      
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 26.456.569,57   15.757
2. Unfertige Erzeugnisse 23.564.240,64   19.916
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 26.918.461,89   26.828
4. Geleistete Anzahlungen 223.841,96 77.163.114,06 70
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände      
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 17.505.000,64   16.659
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr EUR 9.116,12 (Vj. TEUR 54)      
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 3.969,28   0
3. Sonstige Vermögensgegenstände 7.467.160,54 24.976.130,46 4.126
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr EUR 239.677,41 (Vj. TEUR 259)      
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks   29.076.389,72 37.260
C. Rechnungsabgrenzungsposten   1.250.095,03 1.155
D. Aktive latente Steuern   288.130,00 87
    223.544.450,64 208.990

Passivseite

     
EUR 31.12.2021
EUR
Vorjahr
TEUR
A. Eigenkapital      
I. Gezeichnetes Kapital/Kapitalanteile      
1. Gezeichnetes Kapital der OV Verwaltungs-GmbH 28.800,00   29
2. Kapitalanteile der Kommanditisten der Oventrop GmbH & Co. KG 15.840.000,00 15.868.800,00 15.840
II. Kapitalrücklage   2.079.300,37 2.801
III. Gewinnrücklagen   65.613.070,19 63.820
IV. Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung   2.144.808,33 1.021
V. Konzern-Bilanzgewinn   4.037.109,18 4.954
VI. Nicht beherrschende Anteile   581.968,18 499
    90.325.056,25 88.964
B. Rückstellungen      
1. Rückstellungen für Pensionen 96.998,00   242
2. Steuerrückstellungen 1.043.285,91   0
3. Sonstige Rückstellungen 6.717.531,58 7.857.815,49 5.234
C. Verbindlichkeiten      
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 16.161.248,52   16.464
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 1.268.278,15 (Vj. TEUR 911)      
-davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr EUR 14.892.970,37 (Vj. TEUR 15.553)      
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 2.171.794,59   1.616
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 14.864.716,86   9.768
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 14.864.716,86 (Vj. TEUR 9.725)      
-davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr EUR 0,00 (Vj. TEUR 43)      
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 0,00   13
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 0,00 (Vj. TEUR 13)      
5. Sonstige Verbindlichkeiten 91.914.827,36   86.530
- davon aus Steuern EUR 1.807.907,11 (Vj. TEUR 3.116)      
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 1.410.189,44 (Vj. TEUR 925)      
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 27.683.661,45 (Vj. TEUR 26.223)      
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr EUR 64.231.165,91 (Vj. TEUR 60.306)   125.112.587,33  
D. Rechnungsabgrenzungsposten   179.915,59 90
E. Passive latente Steuern   69.075,98 69
    223.544.450,64 208.990

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für 2021

EUR 2021
EUR
Vorjahr
TEUR
1. Umsatzerlöse 281.585.484,06       246.172
2. Erhöhung (Vj. Verminderung) des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 2.400.182,17   283.985.666,23 - 3.335
3. Andere aktivierte Eigenleistungen     1.701.538,04   1.355
4. Sonstige betriebliche Erträge     2.012.120,09   1.326
- davon aus Währungsumrechnung EUR 44.291,92 (Vj. TEUR 28)          
      287.699.324,36   245.518
5. Materialaufwand:          
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 150.280.925,42     - 124.470
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 4.675.175,39 - 154.956.100,81 - 4.196
6. Personalaufwand:          
a) Löhne und Gehälter 66.679.933,91     - 63.398
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 13.997.139,73     - 12.873
- davon für Altersversorgung EUR 145.206,71 (Vj. TEUR 722)   - 80.677.073,64    
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen   - 9.840.162,43 - 8.962
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen   - 32.084.799,88 - 31.097
- davon aus Währungsumrechnung EUR 192.530,73 (Vj. TEUR 340)          
9. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens     390.935,43   272
10. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge     156.504,02   207
11. Abschreibungen auf Finanzanlagen und Wertpapiere des Umlaufvermögens   - 201.678,03 - 126
12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen   - 4.067.279,47 - 3.776
- davon aus Aufzinsung EUR 10.938,97 (Vj. TEUR 17)          
13. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag   - 1.662.199,87 - 1.036
- davon Aufwand für latente Steuern EUR 28.870,00 (Vj. TEUR 566)          
- davon Ertrag aus latenten Steuern EUR 230.000,00 (Vj. TEUR 0)          
14. Ergebnis nach Steuern     4.757.469,68 - 3.937
15. Sonstige Steuern   - 467.162,52 - 441
16. Konzernjahresüberschuss (Vj. -fehlbetrag) vor Berücksichtigung nicht beherrschender Anteile     4.290.307,16 - 4.378
17. auf nicht beherrschende Anteile entfallende Anteile am Konzernjahresüberschuss (Vj. -fehlbetrag)   - 82.816,25 - 65
18. Konzernjahresüberschuss (Vj. -fehlbetrag)     4.207.490,91 - 4.443
19. Einstellung in Rücklagen (Vj. Entnahme)   - 1.126.993,00   4.443
20. Gutschrift Gesellschafterdarlehenskonten   - 2.629.650,77   0
21. Konzern-Gewinnvortrag     3.586.262,04   4.954
22. Konzern-Bilanzgewinn     4.037.109,18   4.954

Konzernanhang 2021

A. Abgrenzung des Konsolidierungskreises und Konsolidierungsmethoden einschließlich Währungsumrechnung

I. Einleitung

Die OV Verwaltungs-GmbH ist in das Handelsregister des Amtsgerichts Arnsberg unter der Nummer HRB 3860 eingetragen. Sitz der Gesellschaft ist Olsberg. Sie ist Mutterunternehmen eines Konzerns i. S. v. § 290 HGB. Es besteht Konzernrechnungslegungspflicht, da die gesetzlichen Größenkriterien (§ 293 Abs. 1 HGB) an zwei aufeinander folgenden Konzernabschlussstichtagen erfüllt waren.

II. Konzernanteilsbesitz und Konsolidierungskreis

1. Angaben zum Konzernanteilsbesitz gem. § 313 Abs. 2 HGB

Der Konzernanteilsbesitz umfasst Anteile an folgenden Gesellschaften:

(1) OV Verwaltungs-GmbH, Olsberg (D),

(2) Oventrop GmbH & Co. KG, Olsberg (D),

(3) Oventrop Sàrl, Wasselone (F),

(4) Oventrop UK Ltd., Basingstoke (GB),

(5) Oventrop Sp. z o.o., Ozarów Maz. (PL),

(6) Oventrop (Schweiz) GmbH, Dietikon (CH),

(7) Oventrop S.r.l., I-Calderara di Reno (BO) (I),

(8) Oventrop (China) HVAC Technology Co., Ltd., Beijing (PRC),

(9) Oventrop Corp., East Granby, CT (USA),

(10) Oventrop Armatür Ve Sistemleri Ticaret Limited Sirketi, Maltepe/Istanbul (TR),

(11) Oventrop (Tianjin) HVAC Equipment Co., Ltd., Tianjin (PRC),

(12) Oventrop Iberica SL, Madrid (ES),

(13) KRING GmbH, Haiger (D),

(14) OOO Oventrop RUS, Moskau (RUS),

(15) OV-Tec GmbH, Scheeßel (D),

(16) Oventrop Polen Systeme Sp. z o.o. (PL).

Bis auf die nur 76 % umfassende Beteiligung an der zu (13) genannten Gesellschaft KRING GmbH beträgt der Konzernanteilsbesitz jeweils 100 % des gezeichneten Kapitals.

2. Konsolidierungskreis und Veränderungen gegenüber dem Vorjahr

Von den unter A. II. 1. genannten Konzernunternehmen werden bis auf die unter den Nummern (7), (10) und (12), genannten Tochterunternehmen nach den Grundsätzen der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss einbezogen.

Die unter den Nummern (7) und (10) genannten Gesellschaften haben ihre aktive Geschäftstätigkeit bereits eingestellt. Die unter Nummer (12) genannte spanische Tochtergesellschaft wurde in 2017 gegründet und war im Berichtsjahr nur in geringfügigem Umfang aktiv tätig (s. dazu auch nachfolgend Punkt 3).

Die unter der Nummer (16) genannte Gesellschaft wurde in 2021 gegründet und erstmals 2021 konsolidiert. Die unter der Nummer (7) genannte Gesellschaft wurde ab 2021 nicht mehr konsolidiert (Veränderung des Konsolidierungskreises).

Ergänzende Angaben zur Herstellung der Vergleichbarkeit der Vorjahreszahlen des Konzernabschlusses 2021 waren wegen des geringen Geschäftsumfangs der genannten Gesellschaften nicht erforderlich.

3. Inanspruchnahme der Wahlrechte gemäß § 296 Abs. 2 und § 311 Abs. 2 HGB

Wegen untergeordneter Bedeutung für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Einblicks in die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns wurde für die unter A. II. 1. Nummern (10) und (12) genannten Tochterunternehmen sowohl auf eine Einbeziehung in den Konzernabschluss im Wege der Vollkonsolidierung als auch auf eine Bilanzierung als assoziiertes Unternehmen verzichtet. Die genannten Tochterunternehmen wurden daher zu den Anschaffungskosten bzw. ihrem niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert.

4. Anmerkung zur Behandlung der Oventrop GmbH & Co. KG im Rahmen des Konzernabschlusses

Die OV Verwaltungs-GmbH ist die einzige Komplementärin der Oventrop GmbH & Co. KG. Da zwischen den Gesellschaftern der OV Verwaltungs-GmbH und den Kommanditisten der Oventrop GmbH & Co. KG Gesellschafter- und Beteiligungsidentität besteht, erfolgt in der Konzernbilanz den tatsächlichen wirtschaftlichen Gegebenheiten entsprechend (§ 297 Abs. 2 HGB) ein zusammengefasster Ausweis der gezeichneten Kapitalien (Kapitalanteile) der beiden genannten Gesellschaften als Eigenkapital des Konzerns.

5. Geschäftsjahr von Mutter- und Tochterunternehmen

Kalenderjahr

III. Konsolidierungsmethoden einschließlich Währungsumrechnung

1. Angewandte Methoden für das Geschäftsjahr 2021

Die Kapitalkonsolidierung erfolgte für Erwerbsvorgänge vor dem 01. Januar 2010 nach der Buchwertmethode (§ 301 Abs. 1 Nr. 1 HGB a. F. i. V. m. Art. 66 Abs. 3 Satz 4 EGHGB), für Erwerbsvorgänge nach dem genannten Stichtag nach der danach ausschließlich zulässigen Neubewertungsmethode (§ 301 HGB n. F.). Konsolidierungszeitpunkt war für die unter A. II. 1. Nummern (1) bis (9) und (13) jeweils der Erwerbszeitpunkt der betreffenden Anteile bzw. der Zeitpunkt des Anfalls nachträglicher Anschaffungskosten. Für die unter A. II. 1. Nummern (11), (14) und (15) genannten Tochterunternehmen erfolgte die Vollkonsolidierung auf den Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung in den Konzernabschluss (§ 301 Abs. 2 Satz 4 HGB).

Die ausschließlich aktivischen Unterschiedsbeträge aus der Konsolidierung von Tochterunternehmen fielen in Höhe von TEUR 896 (Vj.: TEUR 896) an und waren als Firmenwerte anzusehen, die bis auf den Firmenwert aus der Erstkonsolidierung des zu (13) genannten Tochterunternehmens (TEUR 64) vollständig zu Lasten früherer Geschäftsjahre zu verrechnen waren. Der Firmenwert zu (13) wird beginnend mit dem Geschäftsjahr 2019 über einen Zeitraum von vier Jahren abgeschrieben.

Im Rahmen der Schuldenkonsolidierung wurden sämtliche Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den einbezogenen Unternehmen weggelassen. Die Schuldenkonsolidierung zum 31.12.2021 war erfolgsneutral. Konsolidierungspflichtige Haftungsverhältnisse lagen nicht vor (zu Haftungsverhältnissen von Konzernunternehmen gegenüber Konzernfremden siehe unten B. III. 5.).

Im Zuge der Aufwands- und Ertragskonsolidierung wurden Umsatzerlöse, sonstige betriebliche Erträge wie ggf. das Beteiligungs- und Zinsergebnis des Konzerns nach den Grundsätzen der Einheitstheorie, nach der der Konzernabschluss wie ein Jahresabschluss für ein fiktives, rechtlich einheitliches Unternehmen aufzustellen ist, miteinander verrechnet.

Unter Berücksichtigung des § 304 Abs. 2 HGB konsolidierungspflichtige Zwischengewinne fielen im Anlage- und Umlaufvermögen (Vorräte) an. Diese wurden durch Ansatz der betroffenen Anlagegüter und Vorratsbestände zu den um Zwischenerfolge bereinigten Konzern-Anschaffungs- und -herstellungskosten eliminiert.

Die Währungsumrechnung für Zwecke des Konzernabschlusses erfolgt mit Einführung des § 308a HGB für Konzernabschlüsse und § 256a HGB für Jahresabschlüsse nach der "modifizierten Stichtagsmethode" gem. den Vorgaben der genannten Vorschriften. Wie in § 308a HGB vorgeschrieben, erfolgt ab 2010 der offene Ausweis der sich ergebenden "Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung" im Eigenkapital. Der Posten "Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung" umfasst die Unterschiedsbeträge aus der vorgeschriebenen Umrechnung der verschiedenen Eigenkapitalposten (ohne Jahresergebnis) zu historischen Wechselkursen, die Umrechnungsdifferenzen aus der Umrechnung der Posten der Gewinn- und Verlustrechnung zu Durchschnittskursen und die währungsbedingten Aufrechnungsbeträge aus der Schuldenkonsolidierung.

2. Abweichungen von Konsolidierungsmethoden, Begründung und Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns

Die im Vorjahr angewandten Konsolidierungsmethoden wurden stetig angewendet.

B. Erläuterungsteil

I. Gliederung und Ausweis

Die Konzernbilanz und die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung sind nach den gesetzlichen Schemata gem. §§ 266, 275 i. V. m. § 298 HGB gegliedert, wobei für die Ergebnisrechnung das Gesamtkostenverfahren gewählt wurde.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, Grundlagen der Konzernrechnungslegung

1. Allgemeine Grundsätze

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind den Tochterunternehmen von dem Mutterunternehmen in Form von Konzern-Bilanzierungsrichtlinien vorgegeben. Danach waren die Jahresabschlüsse der Tochterunternehmen für Zwecke des Konzernabschlusses unter Beachtung des Grundsatzes der Wesentlichkeit an die im Einzelabschluss des Mutterunternehmens angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden anzupassen ("Handelsbilanz II").

Der Konzernabschluss für das Geschäftsjahr wurde nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches (§§ 290 ff. HGB) aufgestellt. Ergänzende gesellschaftsvertragliche Vorschriften einbezogener Unternehmen wurden entsprechend berücksichtigt, soweit dieses mit den Grundsätzen der Konzernrechnungslegung vereinbar war.

2. Einzelne Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Von dem Aktivierungswahlrecht für selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände wurde kein Gebrauch gemacht.

Die immateriellen Vermögensgegenstände und die Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen angesetzt. Die Abschreibungen werden entsprechend der branchenüblichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände verrechnet.

Firmenwerte aus der Kapitalkonsolidierung werden gem. § 309 HGB im Wege planmäßiger und außerplanmäßiger Abschreibungen erfolgswirksam verrechnet.

Vermögensgegenstände des Anlagevermögens von geringem Wert werden im jeweiligen Zugangsjahr auch für die handelsrechtliche Bilanzierung in entsprechender Anwendung des § 6 Abs. 2a EStG abgeschrieben.

Die Finanzanlagen sind mit ihren Anschaffungskosten angesetzt, soweit nicht Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorzunehmen waren.

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Waren werden zu Einstandspreisen unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet. Die unfertigen Erzeugnisse und die fertigen Erzeugnisse werden entsprechend dem Produktionsfortschritt zu Herstellkosten, das sind die bei der Produktion angefallenen Kosten (progressive Methode) bewertet. In die Herstellungskosten werden neben den Material- und Fertigungseinzelkosten auch die notwendigen Anteile der Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie Abschreibungen einbezogen. Anteilige Verwaltungskosten, anteilige Kosten des sozialen Bereichs und Fremdkapitalkosten werden nicht als Herstellungskosten angesetzt.

Die geleisteten Anzahlungen und die Forderungen des Umlaufvermögens werden zu Nennwerten bilanziert.

Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch Pauschal- und Einzelwertberichtigungen zu Forderungen angemessen Rechnung getragen.

Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten sind zu Nennwerten bewertet.

Von dem Aktivierungswahlrecht für aktive latente Steuern gem. § 274 HGB wird in den Jahresabschlüssen ("Handelsbilanz II") der konsolidierten Unternehmen kein Gebrauch gemacht.

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen der inländischen Konzernunternehmen wurden pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB). Dieser Zinssatz beträgt 1,87 %. Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen der inländischen Konzernunternehmen wurden Rentensteigerungen von jährlich 1,0 % zugrunde gelegt. Es wurden die Sterbetafeln nach Prof. Dr. Klaus Heubeck zugrunde gelegt ("Richttafeln 2018 G").

Soweit Pensionsrückstellungen auf ausländische Tochterunternehmen entfallen, wurden diese teilweise abweichend bewertet, dabei konnte wegen untergeordneter Bedeutung der Auswirkungen auf die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Einblicks in die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns gemäß § 308 Abs. 2 Satz 3 HGB auf eine Vereinheitlichung der Bewertung verzichtet werden.

Die Steuer- und sonstigen Rückstellungen sind so bemessen, dass sie allen erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen Rechnung tragen. Sie sind mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden abgezinst.

Rückstellungen für Verpflichtungen aus Altersteilzeit werden nach Maßgabe des Blockmodells gebildet. Die Bewertung der Rückstellungen für Altersteilzeit erfolgt unter Zugrundelegung eines Rechnungszinssatzes von 0,34 % p.a. und auf der Grundlage der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck nach versicherungsmathematischen Grundsätzen. Der angesetzte durchschnittliche Marktzinssatz ergibt sich aus den vergangenen sieben Jahren. Die Rückstellungen für Altersteilzeit wurden für zum Bilanzstichtag bereits abgeschlossene und zukünftige potenzielle Altersteilzeitvereinbarungen gebildet. Sie enthalten Aufstockungsbeträge und bis zum Bilanzstichtag aufgelaufene Erfüllungsverpflichtungen der Gesellschaft.

In der Bilanz zum 31. Dezember 2021 wurde das Deckungsvermögen nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit einem beizulegenden Zeitwert (Kurswert zum Bilanzstichtag) in Höhe von TEUR 1.543 mit der Rückstellung für Altersteilzeit mit ihrem Erfüllungsbetrag von TEUR 2.647 saldiert. Die Anschaffungskosten des Deckungsvermögens betragen TEUR 1.548. Die zu verrechnenden Aufwendungen und Erträge waren von untergeordneter Bedeutung.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihren Erfüllungsbeträgen angesetzt.

Passive latente Steuern gem. § 274 HGB ("Handelsbilanz II") sowie aktive und passive latente Steuern gem. § 306 HGB aus Konsolidierungsmaßnamen werden abgegrenzt.

Gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 15 HGB ist bei Anwendung von § 254 HGB (Bewertungseinheiten) darüber in dem in der genannten Vorschrift dargelegten Umfang zu berichten. Gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 11 HGB ist über den Einsatz derivativer Finanzinstrumente zu informieren.

Die Gesellschaft ist im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit unter anderem Währungsrisiken ausgesetzt. Deren Absicherung erfolgt im Wesentlichen durch den Einsatz derivativer Finanzinstrumente. Es handelt sich um Devisentermingeschäfte. Ihr Einsatz erfolgt nach einheitlichen Richtlinien, unterliegt strengen internen Kontrollen und bleibt mit wertmäßig geringen Ausnahmen auf die Absicherung des operativen Geschäfts der Gesellschaft sowie der damit verbundenen Geldanlagen und Finanzierungsvorgänge beschränkt. Ziel des Einsatzes von derivativen Finanzinstrumenten ist, in Bezug auf Ergebnis und Zahlungsmittelflüsse die Fluktuationen zu reduzieren, die auf Veränderungen von Wechselkursen zurückgehen.

Zur Absicherung von Grundgeschäften werden derivative Finanzinstrumente regelmäßig bei bestehenden Forderungen oder Verbindlichkeiten in Fremdwährungen bzw. geplanten Transaktionen in Fremdwährung (Absicherung des Auftragseingangs) eingesetzt. Sofern die gesetzlichen Voraussetzungen vorliegen, werden Bewertungseinheiten i. S. d. § 254 HGB gebildet. Zur bilanziellen Abbildung der wirksamen Teile der gebildeten Bewertungseinheiten wird die sog. Einfrierungsmethode (kompensatorische Bewertung) angewendet. Die Effektivität der Sicherungsbeziehungen wird zu jedem Bilanzstichtag prospektiv und retrospektiv anhand des Abgleichs der Zahlungseingänge in Fremdwährung und des tatsächlichen Fremdwährungseinganges festgestellt.

Es wurden folgende Bewertungseinheiten gebildet:

Devisentermingeschäfte

Art der gebildeten Bewertungseinheit: Mikro-Hedge.

Art des abgesicherten Risikos: Wertänderungsrisiko (Währungsrisiken aufgrund von Fremdwährungsschwankungen (RMB, PLN und GBP)).

In die Bewertungseinheit sind zum Abschlussstichtag erwartete Zahlungseingänge in RMB in Höhe von insgesamt 5.000.000,00, Zahlungseingänge in GBP in Höhe von insgesamt 900.000,00 und Zahlungseingänge in PLN in Höhe von 6.000.000,00 einbezogen worden. Für die avisierten Zahlungseingänge aus Kundenforderungen wurden jeweils einzelne Devisenterminkontrakte abgeschlossen, deren Laufzeiten der erwarteten Fälligkeit der Grundgeschäfte entsprechen.

Zum Abschlussstichtag ergibt sich die Höhe der mit der gebildeten Bewertungseinheit abgesicherten Risiken aus der unterlassenen Abwertung der Forderungen in RMB, PLN und GBP auf den niedrigeren Devisenkassamittelkurs und dem geplanten errechneten Verlustrisiko aus den erwarteten nachteiligen Wertänderungen der zukünftigen Umsätze.

Die gegenläufigen Wertänderungen der Devisenterminkontrakte gleichen sich aus, da Grund- und Sicherungsgeschäft demselben Risiko ausgesetzt sind. Es besteht Währungsidentität, da den (zukünftigen) Forderungen in RMB, PLN und GBP zum Fälligkeitszeitpunkt sich ausgleichende Verbindlichkeiten in der jeweiligen Fremdwährung zu einem festen Euro-Kurs gegenüberstehen. Sobald absehbar wird, dass es zu zeitlichen Verschiebungen beim Zahlungsausgleich der Kundenforderungen oder der Abwicklung der Auftragseingänge kommt, werden die Laufzeiten der entsprechenden Devisenterminkontrakte angepasst.

Das Nominalvolumen der zur Absicherung von Fremdwährungstransaktionen abgeschlossenen Devisenterminkontrakte beläuft sich zum 31. Dezember 2021 auf TEUR 3.024 bei beizulegenden Zeitwerten von TEUR 3.017 (davon positive Marktwerte in Höhe von TEUR 54 sowie negative Marktwerte in Höhe von TEUR 48). Grundlage für die Ermittlung der Wirksamkeit (Effektivität) der Bewertungseinheit ist die Übereinstimmung der bewertungsrelevanten Parameter von Grund- und Sicherungsgeschäft. Die Wirksamkeit wird prospektiv festgestellt. Verlustspitzen werden imparitätisch im Aufwand erfasst. Die beizulegenden Zeitwerte der derivativen Finanzinstrumente werden mit marktüblichen Bewertungsmethoden unter Berücksichtigung der am Bewertungsstichtag vorliegenden Marktdaten (Marktwerte) ermittelt. Devisenkontrakte im Speziellen werden einzeln auf Basis des Austauschbetrages mit den aktuellen Marktterminkursen am Abschlussstichtag im Vergleich zu den vereinbarten Termin- bzw. Kontraktkursen bewertet. Die Marktterminkurse richten sich nach den Kassakursen unter Berücksichtigung von Terminauf- und -abschlägen.

Die Anwendung der dargestellten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden erfolgte unter Beachtung des Grundsatzes der Wesentlichkeit.

3. Abweichungen von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, Begründung und Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns

Änderungen der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind im Berichtsjahr nicht vorgenommen worden, ebenso wenig Sachverhaltsgestaltungen, die geeignet sind, die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzernabschlusses wesentlich zu beeinflussen.

4. Ausweisstetigkeit

Dem Grundsatz der Ausweisstetigkeit wurde grundsätzlich Rechnung getragen, nur der Ausweis des Eigenkapitals wurde bezüglich der Vorjahreszahlen an den Ausweis per 31.12.2021 angepasst (Konzern-Bilanzgewinn). Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wurde um die Darstellung der im Konzern-Bilanzgewinn verrechneten Einzelbeträge ergänzt.

III. Erläuterungen und Aufgliederungen zu einzelnen Posten des Konzernabschlusses

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist auf der folgenden Seite dargestellt:

Entwicklung des Konzern-Anlagevermögens

Anschaffungs-/Herstellungskosten
Stand Vorjahr
EUR
währungsbedingte Veränderung
EUR
Stand am 01.01.2021
EUR
+ Zugang - Abgang +/- Umbuchung
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 6.400.983,56 +65.834,87 6.466.818,43 +653.100,83
2. Geschäfts- oder Firmenwert 108.717,36 0,00 108.717,36 0,00
3. Geleistete Anzahlungen 6.349.347,02 0,00 6.349.347,02 +3.123.434,99
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 12.859.047,94 +65.834,87 12.924.882,81 +3.776.535,82
II. Sachanlagen        
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 60.535.463,62 +142.349,55 60.677.813,17 +988.788,33
        -3.153,75
        U +3.681.534,22
2. Technische Anlagen und Maschinen 92.868.145,54 +220.497,81 93.088.643,35 +1.694.469,39
        -2.724.164,17
        U +223.857,46
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 57.690.594,75 +114.720,60 57.805.315,35 +3.713.004,26
        -1.503.179,73
        U +230.141,55
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 4.401.325,32 +1.172,39 4.402.497,71 +3.520.512,69
        -42.358,21
        U -4.135.533,23
Summe Sachanlagen 215.495.529,23 +478.740,35 215.974.269,58 +9.916.774,67
        -4.272.855,86
        U 0,00
III. Finanzanlagen        
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 983.943,20 0,00 983.943,20 0,00
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 21.778.998,44 0,00 21.778.998,44 0,00
Summe Finanzanlagen 22.762.941,64 0,00 22.762.941,64 0,00
Summe Anlage-        
vermögen 251.117.518,81 +544.575,22 254.662.094,03 +13.693.310,49
        -4.272.855,86
Anschaffungs-/Herstellungskosten
Veränderung Konsolidierungskreis
EUR
Stand am 31.12.2021
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte -54.800,42 7.065.118,84
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 108.717,36
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 9.472.782,01
Summe immaterielle Vermögensgegenstände -54.800,42 16.646.618,21
II. Sachanlagen    
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken -149.158,48 65.195.823,49
     
     
2. Technische Anlagen und Maschinen -28.426,22 92.254.379,81
     
     
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung -256.695,90 59.988.585,53
     
     
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 3.745.118,96
     
     
Summe Sachanlagen -434.280,60 221.183.907,79
     
     
III. Finanzanlagen    
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 2.562.057,18 3.546.000,38
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 21.778.998,44
Summe Finanzanlagen 2.562.057,18 25.324.998,44
Summe Anlage-    
vermögen 2.072.976,16 263.155.524,82
     
Abschreibungen
Stand Vorjahr
EUR
währungsbedingte Veränderung
EUR
Stand am 01.01.2021
EUR
+ Zugang - Abgang +/- Umbuchungen (U)
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 4.155.168,14 +35.169,14 4.190.337,28 +949.090,16
2. Geschäfts- oder Firmenwert 36.733,36 0,00 36.733,36 +20.429,00
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 4.191.901,50 +35.169,14 4.227.070,64 +969.519,16
II. Sachanlagen        
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten auf fremden Grundstücken 30.520.853,93 +81.642,86 30.602.496,79 +1.549.400,32
        -341,68
2. Technische Anlagen und Maschinen 81.307.820,58 +106.364,46 81.414.185,04 +2.839.929,03
        -2.650.687,67
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 44.689.983,52 +86.133,72 44.776.117,24 +4.481.313,92
        -1.294.322,71
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Sachanlagen 156.518.658,03 +274.141,04 156.792.799,07 +8.870.643,27
        -3.945.352,06
III. Finanzanlagen        
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 958.942,20 0,00 958.942,20 0,00
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 2.315.663,82 0,00 2.315.663,82 +201.678,03
        -106.005,83
Summe Finanzanlagen 3.274.606,02 0,00 3.274.606,02 +201.678,03 *
        -106.005,83
Summe Anlagevermögen 163.985.165,55 +309.310,18 164.294.475,73 +10.041.840,46
        -4.051.357,89
Abschreibungen
Veränderung Konsolidierungskreis
EUR
Stand am 31.12.2021
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte -54.800,43 5.084.627,01
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 57.162,36
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00
Summe immaterielle Vermögensgegenstände -54.800,43 5.141.789,37
II. Sachanlagen    
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten auf fremden Grundstücken -149.158,48 32.002.396,95
     
2. Technische Anlagen und Maschinen -27.906,22 81.575.520,18
     
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung -250.215,90 47.712.892,55
     
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00
Summe Sachanlagen -427.280,60 161.290.809,68
     
III. Finanzanlagen    
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 2.562.056,18 3.520.998,38
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 2.411.336,02
     
Summe Finanzanlagen 2.562.056,18 5.932.334,40
     
Summe Anlagevermögen 2.079.975,15 172.364.933,45
     

* Abschreibungen gemäß § 277 Abs. 3 S. 1 HGB

Buchwerte
Stand am 31.12.2021
EUR
Stand am 31.12.2020
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 1.980.491,83 2.245.815,42
2. Geschäfts- oder Firmenwert 51.555,00 71.984,00
3. Geleistete Anzahlungen 9.472.782,01 6.349.347,02
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 11.504.828,84 8.667.146,44
II. Sachanlagen    
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 33.193.426,54 30.014.609,69
2. Technische Anlagen und Maschinen 10.678.859,63 11.560.324,96
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 12.275.692,98 13.000.611,23
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 3.745.118,96 4.401.325,32
Summe Sachanlagen 59.893.098,11 58.976.871,20
III. Finanzanlagen    
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 25.002,00 25.001,00
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 19.367.662,42 19.463.334,62
Summe Finanzanlagen 19.392.664,42 19.488.335,62
Summe Anlagevermögen 90.790.591,37 87.132.353,26

2. Sonstige Aktiva

Der zum Bilanzstichtag ausgewiesene Bestand der Vorräte entfällt ganz überwiegend auf inländische Konzernunternehmen, für die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beträgt der auf inländische Gesellschaften entfallende Anteil mehr als die Hälfte, die sonstigen Vermögensgegenstände sind überwiegend den inländischen Konzerngesellschaften zuzuordnen.

Der aktivische Abgrenzungsposten für latente Steuern wurde gem. § 306 HGB im Zusammenhang mit ergebniswirksamen Konsolidierungsmaßnahmen gebildet.

3. Passiva

Wegen des Eigenkapitalausweises der Oventrop GmbH & Co. KG wird auf die Anmerkung zu Punkt A. II. 4. des Anhangs verwiesen. Das gezeichnete Kapital der OV Verwaltungs-GmbH (EUR 28.800,00) und die Kapitalanteile der Kommanditisten der Oventrop GmbH & Co. KG (EUR 15.840.000,00) werden danach zusammengefasst ausgewiesen.

Der Unterschiedsbetrag aus der Neubewertung der Rückstellungen für Pensionen aufgrund der Anwendung eines abweichenden Diskontierungszinssatzes ergibt sich wie folgt:

31.12.2021
EUR
Buchwert der Rückstellung für Pensionen zum 31.12.2021, als Barwert ermittelt mit dem durchschnittlichen Marktzins der vergangenen zehn Jahre 95.717,00
Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 S. 1 HGB zum 31.12.2021 2.696,00
Barwert ermittelt mit dem durchschnittlichen Marktzins der vergangenen sieben Jahre zum 31.12.2021 98.413,00

Die Steuerrückstellungen entfallen auf eine inländische Konzerngesellschaft.

Die sonstigen Rückstellungen, die ganz überwiegend auf die inländischen Konzerngesellschaften entfallen, betreffen im Wesentlichen Aufwendungen für Gewährleistungs- und Reklamationsverpflichtungen, Verluste aus Einkaufskontrakten und Personalkostenabgrenzungen einschließlich Altersteilzeit. Zur Verrechnung mit Deckungsvermögen gem. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB; Hinweis auf Abschnitt B. II. 2.

Erläuterung der Verbindlichkeiten:

Restlaufzeit bis zu einem Jahr
TEUR
Gesamt 31.12.2021
TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.268 16.161
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 2.172 2.172
( * formelle Angabe, da zum Bilanzstichtag bereits eingegangen)    
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 14.865 14.865
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten 27.684 91.915
  45.989 125.113

Von den ausgewiesenen Verbindlichkeiten hat ein Teilbetrag in Höhe von 57,7 Mio. EUR eine Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren.

Sicherheiten für Verbindlichkeiten sind für Teile der Verbindlichkeiten des Konzerns in Form von eingetragenen Grundschulden in Höhe von 11,3 Mio. EUR bestellt. Die damit besicherten Verbindlichkeiten valutierten zum 31.12.2021 in Höhe von 16,2 Mio. EUR.

Die sonstigen Verbindlichkeiten, die weitgehend auf inländische Konzerngesellschaften entfallen, enthalten Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern i. S. v. § 298 Abs. 1 HGB i. V. m. § 42 Abs. 3 GmbHG, § 264c Abs. 1 HGB in Höhe von 64,9 Mio. EUR (Vj. 60,8 Mio. EUR).

Die Bilanzposition Passive latente Steuern betrifft Abgrenzungen gem. § 274 HGB auf der Ebene der konsolidierten Jahresabschlüsse, passive latente Steuern gem. § 306 HGB aus Konsolidierungsmaßnahmen fielen im Berichtsjahr nicht an.

4. Ausleihungen, Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern gem. § 298 Abs. 1 HGB i. V. m. § 42 Abs. 3 GmbHG, § 264c Abs. 1 HGB

Soweit Ausleihungen, Forderungen oder Verbindlichkeiten zwischen den Gesellschaftern von in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften mit beschränkter Haftung (deutschen Rechts) und haftungsbeschränkten Personenhandelsgesellschaften i. S. v. § 264a HGB zum Bilanzstichtag bestanden, ist dieses durch einen entsprechenden Positivvermerk bei der Erläuterung der einschlägigen Bilanzposten angegeben.

5. Haftungsverhältnisse und Angaben dazu

Am Bilanzstichtag bestehen Gewährleistungsbürgschaften in Höhe von TEUR 25 (Vj. TEUR 21).

6. Art und Zweck sowie Risiken und Vorteile von nicht in der Konzernbilanz enthaltenen Geschäften (§ 314 Abs. 1 Nr. 2 HGB)

Anzugeben sind solche für die Beurteilung der Finanzlage notwendigen außerbilanziellen Geschäfte des Mutterunternehmens und von vollkonsolidierten Tochterunternehmen. Die im Oventrop-Konzern bestehenden außerbilanziellen Geschäfte wie Factoring, Konsignationslagervereinbarungen, Leasingverträge u. ä. sind unbedeutend.

7. Sonstige finanzielle Verpflichtungen (§ 314 Abs. 1 Nr. 2a HGB)

Anzugeben sind sonstige finanzielle Verpflichtungen des Mutterunternehmens und von vollkonsolidierten Tochterunternehmen, deren Kenntnis für die Beurteilung der Finanzlage des Konzerns von Bedeutung ist und die nicht unter die Angabepflicht zu Nr. 5 fallen oder als Haftungsverhältnis (§ 251 HGB) anzugeben sind. Das Obligo aus bestellten Investitionsgütern beläuft sich auf 6,7 Mio. EUR. Die finanziellen Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen sind unbedeutend.

8. Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

Die konsolidierten Umsatzerlöse des Konzerns teilen sich auf:

2021
Mio. EUR
nach Regionen  
- Inland 159.133
- Ausland 122.452
  281.585

Gegliedert nach Sparten entfielen im Berichtsjahr rd. 88 % der Umsatzerlöse auf den Handel und rd. 12 % auf Industriekunden.

Zum Personalaufwand ergänzend die Angabe der im Konzern im Jahresdurchschnitt beschäftigten Arbeitnehmer (ohne angestellte Geschäftsführer von Konzerngesellschaften):

2021
Arbeitnehmer  
- Inland 1.042
- Ausland 237
  1.279

9. Ergänzende Angaben zur Konzern-Kapitalflussrechnung

Die seit 2005 als Teil des Konzernabschlusses aufzustellende Konzern-Kapitalflussrechnung wurde in Anlehnung an den "Deutschen Rechnungslegungs Standard Nr. 21 (DRS 21)" aufgestellt und ist nach dem Konzern-Anhang gesondert abgedruckt. Als "Finanzmittelfonds" werden die liquiden Mittel ("Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten, Schecks") abzüglich des Teilbetrages der "Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten", der jederzeit fällig ist (Kontokorrent), verwendet. Der letztgenannte Teilbetrag belief sich zum 31.12.2021 auf TEUR 0 (Vj. TEUR 0).

10. Ergänzende Angaben zum Konzern-Eigenkapitalspiegel

Der als Teil des Konzernabschlusses aufzustellende Konzern-Eigenkapitalspiegel wurde gemäß dem "Deutschen Rechnungslegungs Standard Nr. 22 (DRS 22)" aufgestellt und ist nach dem Konzern-Anhang gesondert abgedruckt. Von den in DRS 22.60 genannten Eigenkapitalbestandteilen ("Kapitalrücklage, Gewinnrücklagen, Gewinnvortrag/Verlustvortrag, Konzernjahresüberschuss/-fehlbetrag") unterliegen bei der Gesellschaft - soweit sie zum Stichtag solche Posten ausweist - TEUR 57 gesetzlichen oder satzungsmäßigen Ausschüttungssperren.

IV. Sonstige Angaben zum Konzernabschluss

1. Hinweis zur Befreiung von der Pflicht zur Aufstellung eines Jahresabschlusses sowie dessen Prüfung und Offenlegung nach den für Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften für Personenhandelsgesellschaften i. S. v. § 264a HGB

Die Oventrop GmbH & Co. KG, Olsberg, ist in den vorliegenden Konzernabschluss der OV Verwaltungs-GmbH (Mutterunternehmen) einbezogen worden. Die OV Verwaltungs-GmbH ist persönlich haftende Gesellschafterin der genannten Kommanditgesellschaft. Durch Offenlegung des Konzernabschlusses beim Betreiber des Bundesanzeigers (§ 325 Abs. 3 HGB) und zusätzliche Mitteilung der Oventrop GmbH & Co. KG an den Betreiber des Bundesanzeigers, welche Gesellschaft ihr Mutterunternehmen ist und dass die Voraussetzungen des § 264b HGB vorliegen, tritt für die genannte Kommanditgesellschaft Befreiung von den Rechnungslegungs-, Prüfungs- und Offenlegungspflichten nach § 264b HGB ein.

2. Gesamtbezüge der aktiven und ehemaligen Organmitglieder des Mutterunternehmens

Hierzu wird auf die Anwendung der Schutzklausel des gem. § 314 Abs. 3 Satz 2 i. V. m. § 286 Abs. 4 HGB verwiesen.

3. Gesamthonorar Konzernabschlussprüfer für das Geschäftsjahr

Für Abschlussprüfungsleistungen wurden TEUR 66 und für sonstige Leistungen TEUR 1 berechnet.

4. Latente Steuern

Zwischen den handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenstände und Schulden in den Bilanzen der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen bestehen temporäre bzw. quasi-permanente Differenzen, die isoliert betrachtet zu einer aktiven latenten Steuer führen, bei folgenden Posten der Bilanz:

- Rückstellungen für Pensionen,

- sonstige Rückstellungen (Altersteilzeit, Jubiläumszuwendungen, Gewährleistung).

Zu passiven latenten Steuern führen isoliert betrachtet Wertunterschiede im Wesentlichen bei folgenden Posten der Bilanz:

- Sachanlagen (insbesondere Grundstücke und Bauten, andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung),

- sonstige Rückstellungen (Archivierung).

Steuerliche Verlustvorträge waren nicht zu berücksichtigen. Von dem Aktivierungswahlrecht gem. § 274 HGB wird konzerneinheitlich kein Gebrauch gemacht.

Für die Berechnung der latenten Steuern werden die für das jeweilige Konzernunternehmen maßgeblichen Steuersätze verwendet, diese betrugen rd. 16 % (Gewerbesteuer von Personenhandelsgesellschaften, Inland) bzw. 27 % (Ertragsteuern Kapitalgesellschaften, Ausland). Es wird davon ausgegangen, dass die genannten Steuersätze im Zeitpunkt des Abbaus der Bewertungsdifferenzen noch Gültigkeit haben.

Aus Konsolidierungsmaßnahmen ergaben sich gem. § 306 HGB zu bilanzierende aktive Steuerlatenzen bei der Zwischenerfolgseliminierung. Es wird ein Steuersatz von rd. 16 % zu Grunde gelegt (Gewerbesteuer von Personenhandelsgesellschaften, Inland). Es wird davon ausgegangen, dass der genannte Steuersatz im Zeitpunkt des Abbaus der Bewertungsdifferenzen noch Gültigkeit hat.

Bilanziell werden latente Steuern wie folgt ausgewiesen:

Aktive latente Steuern
TEUR
Passive latente Steuern
TEUR
31.12.2020 87 68
Veränderung (+/-) 201 1
31.12.2021 288 69

5. Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahrs eingetreten und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind, unter Angabe ihrer Art und ihrer finanziellen Auswirkungen (§ 285 Nr. 33 HGB) (Nachtragsbericht)

Folgende Vorgänge von besonderer Bedeutung sind nach dem Geschäftsjahr 2021 eingetreten und nicht in der Konzern-Bilanz oder Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung enthalten:

Zuletzt haben wir (im Konzern-Lagebericht) über die ab Frühjahr 2020 eingetretene Coronapandemie und über die zu erwartenden Auswirkungen auf das Wirtschaftsleben und damit auch auf den Oventrop-Konzern berichtet. Aktuell ist in diesem Sinne ("Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind") festzustellen, dass es wegen des erneuten starken Anstiegs der Coronainfektionen im Frühsommer 2022 wegen der zu erwartenden hohen Krankenstände und der coronabedingten weltweiten Lieferengpässe zu einer Vergrößerung der Probleme gekommen ist bzw. weiterhin kommen wird. Beträchtlich verstärkt werden die genannten negativen Effekte durch die eingetretene kriegerische Eskalation der Ukraine-Krise. Besonders hinzuweisen ist auf den massiven Anstieg der Energiepreise und die möglichen Folgen der Sanktionen gegen Russland. Diese Entwicklungen sind als die weitere Entwicklung des Oventrop-Konzerns beeinträchtigende Einflüsse zu bewerten.

Da die weitere Entwicklung im Detail nicht abzusehen ist, überprüfen wir ständig die vorhandenen Informationen sowie ihre möglichen Auswirkungen auf unser Unternehmen. Notfallpläne und präventive Maßnahmen für unser Unternehmen sind erarbeitet. Die Auswirkungen auf die wirtschaftliche Entwicklung unserer Konzerngesellschaften können heute nicht abgeschätzt werden.

6. Wiedergabe des Vorschlages für die Verwendung des Ergebnisses des Mutterunternehmens

Da ein Ergebnisverwendungsbeschluss bei Aufstellung des Konzernabschlusses nicht vorlag, wäre gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 26 HGB auf den Ergebnisverwendungsvorschlag zum Jahresabschluss 2021 der OV Verwaltungs-GmbH abzustellen. Die OV Verwaltungs-GmbH ist zum 31.12.2021 eine Kleinstkapitalgesellschaft gem. § 267a HGB und stellt somit keinen "Anhang", in den der Ergebnisverwendungsvorschlag der Geschäftsführung aufzunehmen wäre, als Teil ihres Jahresabschlusses auf. Die Angaben zur Ergebnisverwendung entfallen daher.

7. Geschäftsführung des Mutterunternehmens

Mutterunternehmen des Oventrop-Konzerns ist die OV Verwaltungs-GmbH mit Sitz in Olsberg.

Geschäftsführer dieser Gesellschaft sind:

Herr Jochen Fähnrich, Olsberg, und

Herr Dipl.-Kfm. MCom Johannes Rump, Brilon.

Die Herren üben die Tätigkeit als Geschäftsführer hauptberuflich aus.

Das gezeichnete Kapital der OV Verwaltungs-GmbH beläuft sich zum 31. Dezember 2021 auf EUR 28.800,00.

 

Olsberg, 31.08.2022

OV Verwaltungs-GmbH

gez. Jochen Fähnrich

gez. Johannes Rump

Konzern-Kapitalflussrechnung 2021

2021 2020
TEUR TEUR TEUR TEUR
Konzernjahresergebnis   +4.207   -4.443
+ Ertragsteueraufwand   +1.663   +1.036
+ Planmäßige Abschreibungen auf Immaterial- und Sachanlagevermögen, ohne Abschreibung auf Unterschiedsbetrag aus Kapitalkonsolidierung   +9.824   +8.946
-/+ Wechselkursbedingte Wertsteigerung/ -verminderung des Anlagevermögens   -235   +623
+ Abschreibungen auf Unterschiedsbetrag        
Kapitalkonsolidierung   +16   +16
+ Abschreibungen auf Finanzanlagen und Um- laufvermögen soweit nicht liquiditätswirksam   +202   +126
-/+ Auflösung/Zuführung Pensionsrückstellungen und andere langfristige Rückstellungen   -145   -72
= Cash-Flow vor Ertragsteuern   +15.532   +6.232
- Steuern vom Ertrag   -1.663   -1.036
= Cash-Flow nach Ertragsteuern   +13.869   +5.196
+/- Zunahme/Abnahme der mittel- und kurzfristigen Rückstellungen   +2.526   -953
-/+ Zunahme/Abnahme der Vorräte -14.593   +5.719  
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen -891   -631  
Übrigen Forderungen einschließlich der Rechnungsabgrenzungsposten -3.591 -19.075 +912 +6.000
+/- Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus/gegenüber Kreditinstituten (kurzfristig) +357   -463  
abzüglich: davon auf Zunahme/Abnahme des jederzeit fälligen Teilbetrages entfallend Lieferungen und Leistungen/Anzahlungen (kurzfristig) 0 +5.696   0 +1.311  
Übrige Verbindlichkeiten (kurzfristig) +1.415 +7.468 +4.764 +5.612
+/- Rundungsdifferenz   -5   +2
Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit   +4.783   +15.857
- Auszahlungen für Anlageinvestitionen   -13.693   -20.503
+ Anlagenabgang durch Erweiterung        
Konsolidierungskreis   0   +190
+/- Anlagenabgang/-zugang durch Verminderung        
Konsolidierungskreis   +7   0
+ Abgang Anlagevermögen einschließlich Anpassung der Anteile an assoziierten Unternehmen   +221   +1.536
Cash-Flow aus Investitionstätigkeit   -13.465   -18.777
-/+ Tilgung/Aufnahme mittel- und langfristig fälliger Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten -661   +9.897  
Sonstigen Gläubigern u. Gesellschaftern        
(ohne Gutschrift aus Jahresergebnis) +1.375 +714 +2.641 +12.538
-/+ Abnahme/Zunahme des Konzerneigenkapitals        
(ohne Gutschrift aus Jahresergebnis)   -216   -1.046
Cash-Flow aus Finanzierungstätigkeit   +498   +11.492
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds   -8.184   +8.572
2021 2020
TEUR TEUR TEUR TEUR
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode        
Liquide Mittel (+) +37.260   +28.688  
Jederzeit fälliger Teilbetrag der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (-) 0 +37.260 0 +28.688
Finanzmittelfonds am Ende der Periode        
Liquide Mittel (+) +29.076   +37.260  
Jederzeit fälliger Teilbetrag der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (-) 0 +29.076 0 +37.260
-/+ Abnahme/Zunahme des Finanzmittelfonds   -8.184   +8.572

Konzern-Eigenkapitalspiegel für die Zeit vom 01. Januar 2020 bis 31. Dezember 2021

Eigenkapital des Mutterunternehmens
alle Angaben
in TEUR
Kapitalanteile Kapitalanteile Nicht eingeforderte ausstehende Einlagen Summe
Stand am 01.01.2020 15.869 0 15.869
Erhöhung/Herabsetzung      
der Kapitalanteile 0 0 0
Einforderung/Einzahlung bisher nicht eingeforderter Einlagen 0 0 0
Gutschrift auf Gesellschafter-      
konten im Fremdkapital 0 0 0
Einstellungen in/Entnahmen aus Rücklagen 0 0 0
Währungsumrechnung 0 0 0
Sonstige Veränderungen 0 0 0
Änderung des Konsolidierungskreises * 0 0 0
Konzernjahresüberschuss/ -fehlbetrag 0 0 0
Rundung 0 0 0
Stand am 31.12.2020/ 01.01.2021 15.869 0 15.869
Erhöhung/Herabsetzung      
der Kapitalanteile 0 0 0
Einforderung/Einzahlung bisher nicht eingeforderter Einlagen 0 0 0
Gutschrift auf Gesellschafterkonten im Fremdkapital 0 0 0
Einstellungen in/Entnahmen aus Rücklagen (1) 0 0 0
Einstellungen in/Entnahmen aus Rücklagen (2) 0 0 0
Währungsumrechnung 0 0 0
Sonstige Veränderungen 52 0 52
Änderung des Konsolidierungskreises ** -52 0 -52
Konzernjahresüberschuss/ -fehlbetrag 0 0 0
Rundung 0 0 0
Stand am 31.12.2021 15.869 0 15.869
Eigenkapital des Mutterunternehmens
alle Angaben
in TEUR
Rücklagen Kapitalrücklage gem. Gesellschaftsvertrag Rücklage gem. Gesellschaftsvertrag Gewinnrücklagen Sonstige Gewinnrücklagen Summe Summe
Stand am 01.01.2020 2.928 63.107 12.169 75.276 78.204
Erhöhung/Herabsetzung der Kapitalanteile 0 0 0 0 0
Einforderung/Einzahlung bisher nicht eingeforderter Einlagen 0 0 0 0 0
Gutschrift auf Gesellschafterkonten im Fremdkapital 0 0 0 0 0
Einstellungen in/Entnahmen aus Rücklagen 0 -3.302 -3.712 -7.014 -7.014
Währungsumrechnung 0 0 0 0 0
Sonstige Veränderungen -127 0 0 0 -127
Änderung des Konsolidierungskreises * 0 0 0 0 0
Konzernjahresüberschuss/ -fehlbetrag 0 0 0 0 0
Rundung 0 0 0 0 0
Stand am 31.12.2020/ 01.01.2021 2.801 59.805 8.457 68.262 71.063
Erhöhung/Herabsetzung der Kapitalanteile 0 0 0 0 0
Einforderung/Einzahlung bisher nicht eingeforderter Einlagen 0 0 0 0 0
Gutschrift auf Gesellschafterkonten im Fremdkapital 0 0 0 0 0
Einstellungen in/Entnahmen aus Rücklagen (1) 0 1.127 -3.776 -2.649 -2.649
Einstellungen in/Entnahmen aus Rücklagen (2) 0 0 0 0 0
Währungsumrechnung 0 0 0 0 0
Sonstige Veränderungen 2.267 0 -56 -56 2.211
Änderung des Konsolidierungskreises ** -2.989 0 56 56 -2.933
Konzernjahresüberschuss/ -fehlbetrag 0 0 0 0 0
Rundung 0 0 0 0 0
Stand am 31.12.2021 2.079 60.932 4.681 65.613 67.692
Eigenkapital des Mutterunternehmens
alle Angaben
in TEUR
Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung Gewinnvortrag/Verlustvortrag Konzernjahresüberschuss/-fehlbetrag, der dem Mutterunternehmen zuzurechnen ist Summe
Stand am 01.01.2020 1.651 1.880 -3.585 94.019
Erhöhung/Herabsetzung der Kapitalanteile 0 0 0 0
Einforderung/Einzahlung bisher nicht eingeforderter Einlagen 0 0 0 0
Gutschrift auf Gesellschafterkonten im Fremdkapital 0 0 0 0
Einstellungen in/Entnahmen aus Rücklagen 0 0 3.585 -3.429
Währungsumrechnung -629 0 0 -629
Sonstige Veränderungen 0 3.074 0 2.947
Änderung des Konsolidierungskreises * 0 0 0 0
Konzernjahresüberschuss/ -fehlbetrag 0 0 -4.443 -4.443
Rundung 0 0 0 0
Stand am 31.12.2020/ 01.01.2021 1.022 4.954 -4.443 88.465
Erhöhung/Herabsetzung der Kapitalanteile 0 0 0 0
Einforderung/Einzahlung bisher nicht eingeforderter Einlagen 0 0 0 0
Gutschrift auf Gesellschafterkonten im Fremdkapital 0 0 -2.630 -2.630
Einstellungen in/Entnahmen aus Rücklagen (1) 0 0 -1.127 -3.776
Einstellungen in/Entnahmen aus Rücklagen (2) 0 0 4.443 4.443
Währungsumrechnung 1.123 0 0 1.123
Sonstige Veränderungen 0 -3.129 0 -866
Änderung des Konsolidierungskreises ** 0 2.212 -450 -1.223
Konzernjahresüberschuss/ -fehlbetrag 0 0 4.207 4.207
Rundung 0 0 0 0
Stand am 31.12.2021 2.145 4.037 0 89.743
Nicht beherrschende Anteile Konzern-
Nicht beherrschende Anteile vor Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung und Jahresergebnis Auf nicht beherrschende Anteile entfalende Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung Auf nicht beherrschende Anteile entfallende Gewinne/ Verluste Summe Eigenkapital Summe
Stand am 01.01.2020 530 0 -96 434 94.453
Erhöhung/Herabsetzung der Kapitalanteile 0 0 0 0 0
Einforderung/Einzahlung bisher nicht eingeforderter Einlagen 0 0 0 0 0
Gutschrift auf Gesellschafterkonten im Fremdkapital 0 0 0 0 0
Einstellungen in/Entnahmen aus Rücklagen 0 0 0 0 -3.429
Währungsumrechnung 0 0 0 0 -629
Sonstige Veränderungen 0 0 0 0 2.947
Änderung des Konsolidierungskreises * 0 0 0 0 0
Konzernjahresüberschuss/ -fehlbetrag -96 0 161 65 -4.378
Rundung 0 0 0 0 0
Stand am 31.12.2020/ 01.01.2021 434 0 65 499 88.964
Erhöhung/Herabsetzung          
der Kapitalanteile 0 0 0 0 0
Einforderung/Einzahlung bisher nicht eingeforderter Einlagen 0 0 0 0 0
Gutschrift auf Gesellschafterkonten im Fremdkapital 0 0 0 0 -2.630
Einstellungen in/Entnahmen aus Rücklagen (1) 0 0 0 0 -3.776
Einstellungen in/Entnahmen aus Rücklagen (2) 0 0 0 0 4.443
Währungsumrechnung 0 0 0 0 1.123
Sonstige Veränderungen 0 0 0 0 -866
Änderung des Konsolidierungskreises ** 0 0 0 0 -1.223
Konzernjahresüberschuss/ -fehlbetrag 0 0 83 83 4.290
Rundung 0 0 0 0 0
Stand am 31.12.2021 434 0 148 582 90.325

* Die in 2019 erfolgte Erstkonsolidierung des Tochterunternehmens KRING GmbH, an der ein Konzernanteilsbesitz in Höhe von 76 % besteht, führte abgesehen vom Jahresergebnis 2019 nicht zu Zugängen/Abgängen beim Konzern-Eigenkapital, da das (sonstige) konzerneigene Eigenkapital dieses Tochterunternehmens vollständig im Rahmen der Kapitalkonsolidierung aufzurechnen war.

** Die in 2021 erfolgte Erstkonsolidierung der Tochterunternehmen Oventrop Polen Systeme Sp. z. o. o. an der ein Konzernanteilsbesitz in Höhe von 100% besteht, führte abgesehen vom Jahresergebnis 2021 nicht zu Zugängen/Abgängen beim Konzern-Eigenkapital, da das (sonstige) konzerneigene Eigenkapital dieses Tochterunternehmens vollständig im Rahmen der Kapitalkonsolidierung aufzurechnen war. Die zum 01.01.2021 erfolgte Entkonsolidierung des Tochterunternehmens OVENTROP S.R.L. ist oben dargestellt.

Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2021

1. Grundlagen des Konzerns

Oventrop ist ein mittelständisches Familienunternehmen und einer der führenden europäischen Hersteller von Armaturen, Reglern und Systemen für die Haustechnik. Am Konzernsitz Olsberg und im benachbarten Brilon entwickelt, produziert und vertreibt die Oventrop GmbH & Co. KG mit etwa 1.000 Mitarbeitern (Jahresdurchschnitt 2021) ein umfangreiches Produktprogramm für die Bereiche Heizen, Kühlen und Trinkwasser. Der Konzernumsatz betrifft zum überwiegenden Teil die Sparte Handel, etwa 12 % geht an Industriekunden. In Deutschland und Ländern mit ähnlichen Vertriebsstrukturen werden die Handelsartikel ausschließlich an Großhändler verkauft. Im Export findet der Vertrieb über zurzeit sieben ausländische Tochtergesellschaften mit insgesamt ca. 230 Mitarbeitern sowie zahlreiche Handelsvertretungen statt.

2. Wirtschaftsbericht

a) Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die Weltwirtschaft hat sich 2021 von der Coronakrise erholt. Die globale Wirtschaftsleistung nahm real um 5,9 % zu. Die deutsche Wirtschaft hatte, wie auch in anderen Ländern, ab dem Frühjahr mit Liefer- und Materialengpässen und daraus folgenden zum Teil massiven Preiserhöhungen zu kämpfen. Auch die weiterhin in mehreren Wellen das Land durchziehende Corona-Pandemie machte den Unternehmen zu schaffen. Trotzdem erholte sich die deutsche Wirtschaft nach der Abwärtsbewegung im Jahr 2020 und wuchs preisbereinigt um 2,7 %. Das Vor-Corona-Niveau wurde damit noch nicht wieder erreicht.

In der Bauwirtschaft kam zu den genannten Problemen noch allgemeiner Personalmangel hinzu. Der Umsatz der Bauunternehmen stieg nur nominal um 1,2 %, real ging er um 6 % zurück. Unsere Branche wich davon ab: In der deutschen Gebäudearmaturenindustrie stiegen die Umsätze in 2021 durchschnittlich um 8 %, in der deutschen Heizungsarmaturenindustrie sogar um durchschnittlich 20 %.

b) Geschäftsverlauf

Der Konzernumsatz in 2021 betrug 281,6 Mio. Euro und lag damit um 35,4 Mio. Euro oder 14,4 % über dem Vorjahr. Er überstieg damit die Erwartungen. Er entfiel zu 57 % auf inländische Kunden und zu 43 % auf Kunden im Ausland.

Im Inland stieg der Konzernumsatz von 137,1 Mio. Euro um 16,0 % auf 159,1 Mio. Euro. Von diesem Betrag entfallen 129,2 Mio. Euro auf unsere Produkte, das entspricht einem Anstieg um 9,6 %. Hier profitieren wir von der im Jahr 2021 andauernden Hochkonjunktur im Bausektor und hohen Auftragsbeständen im Unternehmen. Ein Betrag von 29,9 Mio. Euro des Konzernumsatzes im Inland entfällt auf Erlöse aus dem Verkauf von Altmetall. Diese stiegen gegenüber dem Vorjahr um 55,7 %, worin sich die in 2021 ungewöhnlich stark gestiegenen Metallpreise widerspiegeln.

Der Konzernumsatz im Ausland stieg von 109,1 Mio. Euro um 12,3 % auf 122,5 Mio. Euro und liegt nach dem Rückgang im Jahr 2020 nun über dem Umsatz des Vor-Corona-Jahres 2019. Allerdings verlief die Entwicklung in den einzelnen Ländern zum Teil stark unterschiedlich. Die Summe der Außenumsätze aller Tochtergesellschaften lag mit umgerechnet 76,2 Mio. Euro 14,6 % über dem Vorjahr.

c) Ertragslage

Die Gesamtleistung betrug im Jahr 2021 285,7 Mio. Euro. Sie ist gegenüber dem Vorjahr um 41,5 Mio. Euro gestiegen.

Der Materialeinsatz betrug 2021 155,0 Mio. Euro und damit 54,2 % (Vorjahr 52,7 %) der Gesamtleistung.

Der Personalaufwand stieg in 2021 um 4,4 Mio. Euro auf 80,7 Mio. Euro. Im Jahresdurchschnitt 2021 waren ca. 1.280 Personen im Konzern beschäftigt. Die Personalaufwandsquote sank im Jahr 2021 von 31,2 % auf 28,2 % der Gesamtleistung.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betrugen in 2021 32,1 Mio. Euro gegenüber 31,1 Mio. Euro im Vorjahr. Im Verhältnis zur Gesamtleistung sank die Quote von 12,7 % auf 11,3 %.

Die planmäßigen Abschreibungen auf Immaterial- und Sachanlagevermögen betrugen 3,4 % (im Vorjahr 3,6 %) der Gesamtleistung. Die Zins- und Finanzaufwendungen (ohne Abschreibungen) betrugen 1,4 % der Gesamtleistung gegenüber 1,6 % im Vorjahr.

Das Konzernergebnis 2021 beträgt 4,2 Mio. Euro und liegt damit 8,6 Mio. Euro über dem Vorjahr.

Das Ergebnis vor Abschreibungen, Zinsen und Steuern, das sogenannte EBITDA, beträgt 7,2 % (Vorjahr 4,1 %) der Gesamtleistung. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern, das sogenannte EBIT, beträgt 3,7 % (Vorjahr 0,4 %) der Gesamtleistung. Die Umsatzrentabilität, gemessen als Jahresergebnis vor Ertragsteuern im Verhältnis zur Gesamtleistung, beträgt im Jahr 2021 +2,1 % (Vorjahr -1,4 %).

d) Finanzlage

Die Eigenkapitalquote betrug am 31.12.2021 40,4 % (Vorjahr 42,6 %) und liegt damit über dem Durchschnitt vergleichbarer Unternehmen.

Der Cash-Flow vor Ertragsteuern im Konzern belief sich 2021 auf 15,5 Mio. Euro (Vorjahr 6,2 Mio. Euro). Insbesondere die Zunahme der Vorräte in Höhe von 14,6 Mio. Euro und die Zunahme der kurzfristigen Verbindlichkeiten in Höhe von 7,1 Mio. Euro führten zu einem Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit in Höhe von 4,8 Mio. Euro (Vorjahr 15,9 Mio. Euro).

Die Umschlagshäufigkeit der Vorräte (Verhältnis der Gesamtleistung zu den Vorräten) betrug 2021 3,7 (Vorjahr 3,9). Die Umschlagshäufigkeit der Forderungen (Verhältnis der Gesamtleistung zu den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen) betrug 16,3 (Vorjahr 14,7).

Eine ausreichende Überdeckung des Liquiditätsbedarfs der Konzerngesellschaften war und ist zu jedem Zeitpunkt gewährleistet.

e) Vermögenslage

Die Bilanzsumme erhöhte sich zum Stichtag 31.12.2021 gegenüber dem Vorjahr um 14,6 Mio. Euro auf 223,5 Mio. Euro. 40,7 % (Vorjahr 41,7 %) des Aktivvermögens ist langfristig gebunden.

f) Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Aufgrund der hohen Fertigungstiefe und der breiten Produktpalette benötigen wir, um unserem Anspruch an Qualität und Innovation gerecht zu werden, einen hohen Anteil an engagierten und qualifizierten Mitarbeitern. Die betriebliche Ausbildung in der Stammgesellschaft Oventrop GmbH & Co. KG hat deshalb bei uns weiterhin einen hohen Stellenwert. So haben wir dort neu den Ausbildungsgang Fachinformatiker/-in Systemintegration angeboten und insgesamt vier neu geschaffene Ausbildungsplätze besetzt. Am Stichtag 01.09.2021 beschäftigten wir dort 64 Auszubildende.

Da wir auch bei der Anwerbung von Arbeitskräften im Wettbewerb stehen, wollen wir unseren Mitarbeitern möglichst attraktive Arbeitsplätze bieten. So haben wir in unserer Stammgesellschaft Betriebsvereinbarungen über flexible Arbeitszeiten für Angestellte sowie über mobiles Arbeiten für alle Tarifmitarbeiter abgeschlossen.

Der Gesundheitsschutz der Mitarbeiter hat für uns einen hohen Stellenwert. Seit 2017 betreiben wir in der Stammgesellschaft ein betriebliches Gesundheitsmanagement. Im Berichtsjahr stellte uns die Corona-Pandemie bezüglich Gesundheitsschutz vor besondere Herausforderungen. Um die Ansteckungsgefahr im Unternehmen unter Aufrechterhaltung der Produktion so gering wie möglich zu halten, haben wir in Abstimmung zwischen Geschäftsleitung und Betriebsrat eine Vielzahl von Maßnahmen getroffen und immer wieder an die aktuelle Pandemielage angepasst. Sie waren teils organisatorischer Natur, z. B. Schichtentrennung, mobiles Arbeiten, teils baulicher Natur, z. B. die Installation von Trennwänden und Lüftungsgeräten, oder betrafen von allen Mitarbeitern zu befolgende Verhaltensanordnungen bzw. -empfehlungen wie das Tragen von Schutzmasken, Abstandhalten, Lüften und regelmäßige Durchführung von Corona-Selbsttests.

Wir fördern die Bindung der Mitarbeiter an das Unternehmen auch durch soziale Leistungen. Etwa 30 % unserer Mitarbeiter in der Stammgesellschaft sind länger als 25 Jahre bei Oventrop beschäftigt. Auch in den meisten der Tochtergesellschaften sind viele Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen seit vielen Jahren beschäftigt und ist die Fluktuation verhältnismäßig gering.

Die Anforderungen der Datenschutz-Grundverordnung werden von uns erfüllt. Wir haben einen externen Dienstleister zum Datenschutzbeauftragten bestellt. Dieser erstattet jährlich einen Bericht, zuletzt am 05.05.2022 für das Berichtsjahr 2021, über die Fortschritte des Unternehmens bei der Umsetzung der Datenschutzvorschriften und den Stand des Unternehmens am Ende des Berichtszeitraums.

Im Rahmen unseres Engagements für Umweltschutz betreiben wir auch ein Energiemanagement nach DIN EN ISO 50001.

Oventrop ist führend im Design von Armaturen und Systemen für effizientes Wärmen und Kühlen und sauberes Trinkwasser. Seit vielen Jahren erhalten Oventrop-Produkte regelmäßig von verschiedenen Institutionen Designpreise. Im Berichtsjahr erhielt die Weiterentwicklung unserer Marke Oventrop als "Best of Best" in der Kategorie "Brand Revival of the Year" die höchste Auszeichnung des German Brand Awards.

3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

Im laufenden Jahr 2022 stieg der Umsatz in den ersten sechs Monaten im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um ca. 10 %. Der Auftragseingang stieg nur um ca. 1 %. Es besteht jedoch ein mehrere Monate reichender Auftragsbestand.

Die aus dem Vorjahr bekannten Einflussfaktoren anhaltende Baukonjunktur, Arbeitskräftemangel bei den ausführenden Unternehmen, Materialengpässe bei den Zulieferern, fortdauernde Corona-Pandemie prägten die Geschäftsentwicklung auch im ersten Halbjahr dieses Jahres. Seit Beginn des Angriffskriegs Russlands auf die Ukraine am 24.02.2022 und den daraufhin gegen Russland verhängten Sanktionen sind die Energiepreise stark angestiegen und haben sich das Geschäftsklima und die Investitionsneigung spürbar eingetrübt. Die künftige Entwicklung und der Umfang der Auswirkung auf unsere Branche und das Kaufverhalten unserer Kunden sind zurzeit nicht absehbar.

Auch die Entwicklung unserer Kosten, insbesondere bzgl. Material und Energie, ist angesichts der erwähnten Verknappungen und der inzwischen herrschenden Inflation nur eingeschränkt vorhersehbar. Hinzu kommt: Unsere Vorräte bestehen insgesamt etwa zur Hälfte ihres Gewichts aus Kupfer. Da der am Bilanzstichtag geltende Tagespreis für Kupfer die Bewertung unserer Vorräte maßgeblich beeinflusst, kann sich die Entwicklung des Kupferpreises entsprechend positiv oder negativ auf unser Jahresergebnis auswirken.

Trotz dieser unterschiedlichen und in ihrer Höhe ungewissen Einflüsse auf die Ertrags- und Aufwandssituation rechnen wir für das laufende Jahr mit einem positiven Konzernergebnis in der Größenordnung des Vorjahrs.

Im Hinblick auf mögliche Einschränkungen der Erdgasversorgung des Unternehmens unserer Stammgesellschaft Oventrop GmbH & Co. KG als Folge von reduzierten Gaslieferungen aus Russland haben wir einen Gasnotfallplan erstellt, den wir kontinuierlich weiterentwickeln. Dieser sieht organisatorische und technische Maßnahmen zur Einsparung von Erdgas und zur Ersetzung von Erdgas durch andere Energieformen vor. Die Maßnahmen werden unverzüglich umgesetzt. Damit gehen wir davon aus, im Falle einer Rationierung von Erdgas unser operatives Geschäft weitgehend aufrechterhalten zu können.

Die Corona-Pandemie beschäftigt uns zwar weiterhin. Nach derzeitigem Kenntnisstand halten wir die Folgen für den Oventrop-Konzern allerdings mit den getroffenen, oben erwähnten Maßnahmen für beherrschbar.

Die vor vier Jahren begonnenen systematischen Maßnahmen zur Produktivitätssteigerung einerseits und zur Reduzierung von Kosten in allen Unternehmensbereichen andererseits führen wir, erforderlichenfalls unter Pandemie-Bedingungen, fort.

Lieferungen und Leistungen an unsere ausländischen Tochtergesellschaften wickeln wir vollständig in deren Landeswährungen ab, d. h. wir fakturieren in der jeweiligen Währung. Die uns daraus erwachsenden Wechselkursrisiken sichern wir durch entsprechende Währungstermingeschäfte ab, indem wir Fremdwährung in bestimmter Höhe zu einem bestimmten Preis zu einem bestimmten zukünftigen Zeitpunkt verkaufen.

Zur Absicherung der für ein produzierendes Unternehmen typischen Sachschadens- und Haftpflicht-, insbesondere Produkthaftungsrisiken, haben wir weitreichende Versicherungsverträge abgeschlossen. Das gilt auch für das Risiko des Ausfalls von Kundenforderungen.

Produkte und Systeme für die Anwendungen Heizen, Kühlen und Trinkwasser werden auch künftig in allen Ländern der Erde benötigt und eingesetzt werden. Diese Einschätzung wird für Deutschland durch die von der neuen Bundesregierung beschlossenen Klimaschutzziele gestützt. Allerdings wandeln sich in diesem Markt zunehmend die Anforderungen an die Produkte, die verwendeten Technologien sowie Art und Funktion des Vertriebs. Die Entwicklung der Digitalisierung betrifft dabei einerseits sowohl den Herstellungsprozess als auch den Vertrieb, andererseits auch die Produkte selbst: Sie werden zunehmend digital vernetzt und erhalten dadurch eine neue Wertigkeit.

Oventrop stellt sich auf diese Herausforderungen ein. So bauen wir z. B. eigene Kompetenzen zur Entwicklung internetfähiger Produkte auf. Ebenso prüfen wir Kooperationsmöglichkeiten. Unsere Abteilung "Digitale Geschäftsentwicklung" entwickelt eine umfassende Digitalisierungsstrategie für das Unternehmen. Des Weiteren investieren wir derzeit in einem mehrjährigen Prozess in eine moderne leistungsfähige IT-Infrastruktur. Wir sehen deshalb gute Chancen, auch künftig im Gebäudeausrüstungsmarkt anspruchsvolle und wettbewerbsfähige Lösungen anbieten zu können.

Die Vermögens- und Finanzlage einschließlich der Liquidität der Gesellschaft ist weiterhin solide. Mit den oben beschriebenen bzw. erwähnten eingeleiteten Maßnahmen werden wir unsere Wettbewerbs- und Ertragsfähigkeit für die Zukunft sichern. In einer Gesamtbeurteilung der Chancen und Risiken sehen wir den Oventrop-Konzern deshalb gut aufgestellt.

4. Bericht über Forschung und Entwicklung

Die eigene Entwicklung und Herstellung hochwertiger, innovativer Produkte gehören zu den Kernkompetenzen unseres Unternehmens. Die Anforderungen daran sind durch die fortschreitende Digitalisierung sowie die Individualisierung und die zunehmende Systemintegration der Produkte gekennzeichnet. Ziel ist dabei die Realisierung von Entwicklungsprojekten unter strikter Einhaltung festgelegter Termine, Qualitätsanforderungen und Kosten.

Die Leitmesse unserer Branche, die ISH in Frankfurt, fand im März 2021 bedingt durch die Corona-Pandemie erstmals virtuell statt. Wir präsentierten in kurzen Videosequenzen, auf Themenseiten und in Live-Chats unsere neuen Produkte, u. a. unsere Trinkwasserstation "Regudis W-HTE" mit elektrischem Durchlauferhitzermodul, die Raumtemperaturregler der "ClimaCon"-Serie und Erweiterungen bzw. Ergänzungen unserer "HydroControl"-Strangventile.

In unserem Entwicklungslabor haben wir unter Ausnutzung von Erfahrungen aus unseren Produktionsabteilungen das Shopfloor-Management aufgebaut und damit Voraussetzungen für höhere Effektivität und Effizienz geschaffen.

Um trotz gestörter Lieferketten unsere Produktion aufrechtzuerhalten und damit die Verfügbarkeit unserer Produkte sicherzustellen, mussten wir ad hoc alternative Materialien, Zukaufteile und Lieferanten suchen und prüfen sowie die damit verbundenen weiteren Maßnahmen ergreifen. Das hat die Ressourcen der Entwicklungsabteilung im Berichtsjahr erheblich in Anspruch genommen.

Insgesamt bewegen sich unsere Aufwendungen für Forschung und Entwicklung auf dem Niveau der Vorjahre.

 

gez. Geschäftsführung

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die OV Verwaltungs-GmbH, Olsberg

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der OV Verwaltungs-GmbH, Olsberg, - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Konzernanhang, der Konzern-Kapitalflussrechnung und dem Konzern-Eigenkapitalspiegel einschließlich der Darstellung der Konzernbilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der OV Verwaltungs-GmbH, Olsberg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2021 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Attendorn, den 1. September 2022

ATTENDORNER TREUHAND GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Heimeroth, Wirtschaftsprüfer

Datum der Billigung des Konzernabschlusses

Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2021 der OV Verwaltungs-GmbH wurde in der Gesellschafterversammlung am 23. November 2022 gebilligt.

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