Verder Scientific B.V.
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Yasin Gür seit 23.4.2024 | Prokura |
Michael Wendlik seit 26.3.2021 | Prokura |
Holger Artur Neumann seit 25.5.2020 | Prokura |
Jürgen Dr. Pankratz seit 7.11.2003 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 50.00% |
Eigentümerstruktur und Kapitalverteilung des Unternehmens
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Retsch GmbHHaanJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2010 bis zum 31.12.2010Lagebericht zum Jahresabschluss per 31.12.2010 der Retsch GmbH1. WirtschaftsberichtGesamtwirtschaftliche Lage Die Erholung der Weltwirtschaft, die bereits im 2. Halbjahr 2009 begonnen hatte, setzte sich in 2010 fort. Das weltweite Wirtschaftswachstum lag nach derzeitigen Schätzungen bei ca. 4,8% (Vorjahr: -0,9%). Dieses Wachstum wird 2011 aber an Schwung verlieren. Mit ca. 3,6% Wachstum (Vorjahr: -4,7%) beim realen Bruttoinlandsprodukt hat Deutschland eine führende Rolle innerhalb der Eurozone inne (Euro-Länder insgesamt: 1,7%). Es wird damit gerechnet, dass 2011 das Vorkrisenniveau erreicht wird. Getragen wird dieses überproportionale Wachstum durch den Export. Der schwache Euro - verursacht durch überhöhte Staatsverschuldungen in einigen Euro-Ländern - sowie die konstant niedrigen Lohnstückkosten haben die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft erhöht. Im vergangenen Jahr sank die Zahl der Arbeitslosen um weitere 260.000 auf zuletzt etwas mehr als 3 Millionen (saisonbereinigt). Dies war das niedrigste Niveau seit 1992. Die Arbeitslosenquote verringerte sich auf zuletzt 7,5%. Auch die während der Weltwirtschaftskrise sprunghaft angestiegene Zahl der Kurzarbeiter erreichte wieder Vorkrisenniveau. Branchenumfeld Die Branche der Analysen- und Labortechnik durchlief die Weltwirtschaftskrise mit relativ geringen Störungen. Trotz Einbußen erwies sich der Geschäftsverlauf als erstaulich stabil. Obwohl Unternehmen 2009 Umsatzrückgänge von durchschnittlich 8,5% zu verzeichnen hatten, werden für 2010 wieder Wachstumsraten von bis zu 10% prognostiziert. Als wichtigster Eckpfeiler der Branche gilt weiterhin der Export. Hierbei konnten die meisten Hersteller sukzessive steigende Absatzzahlen insbesondere in den USA und China verzeichnen. Indien als Wachstumsmarkt setzte seinen Weg Richtung wirtschaftlicher Erholung fort. Unsicherheiten zeigten sich aber auf einigen europäischen Märkten. Unternehmensentwicklung Die Retsch GmbH stellt Laborgeräte für die Probenaufbereitung und Partikelgrößenanalyse her. Die Marktführerschaft im Segment der Labormühlen konnte das Unternehmen in 2010 behaupten. Im Bereich des Marktsegments Siebe & Siebmaschinen konnte die niederländische Verder-Gruppe, zu deren Laboratory Division das Unternehmen gehört, seine Marktstellung durch den Zukauf der englischen Endecotts-Gruppe weiter verstärken. Für die Retsch GmbH ergeben sich eine Vielzahl von Ansatzpunkten zur Zusammenarbeit und Effizienzsteigerung. Nachdem das Unternehmen 2009 in Folge der Weltwirtschaftskrise einen Umsatzrückgang von 15% vermelden musste, konnte dieser Rückgang in 2010 fast vollständig aufgeholt werden. Zu dieser Entwicklung haben die Inlands- und Auslandskunden gleichermaßen beigetragen. Außerordentlich positiv entwickelten sich auch die Auftragseingänge. Nach zunächst etwas verhaltenem Beginn zogen die Auftragseingänge ab Juni stark an, so dass letztendlich ein neuer Rekord verzeichnet wurde. Gegenüber dem Vorjahr legten die Auftragseingänge insgesamt um 21% zu. Durch die hohen Auftragseingänge und dem damit verbundenen höherem Produktionsvolumen hat sich die angespannte Raumsituation am Standort weiter verschärft. Die Effizienz der Produktionsabläufe ist beeinträchtigt. Dies führte zu der Entscheidung die Umzugspläne in das im Frühjahr 2009 zunächst gestoppte Neubauprojekt in Haan-Gruiten wieder aufzunehmen. Bereits in 2009 wurde begonnen in der Russischen Föderation ein Joint Venture zu gründen. Dieses Unternehmen wurde am 31.03.2010 als Gesellschaft mit beschränkter Haftung in St. Petersburg registriert. Im Gründungsjahr konnte trotz entsprechender Anlaufkosten ein ausgeglichenes Ergebnis erzielt werden. Die Gespräche zur Gründung einer Gesellschaft in Spanien wurden fortgesetzt. Mit der Messermühle GM 300 und der Schneidmühle SM 300 wurden zwei Produktinnovationen in den Markt eingeführt. Die erfolgreiche Marketing-Kampagne "Superheroes" wurde fortgesetzt. 2. Ertrags- und Vermögenslage des UnternehmensErtragslage Entsprechend zur Erhöhung des Umsatzes war auch ein Anstieg beim Rohergebnis auf 24,4 Mio. € (Vorjahr: 21,3 Mio. €) zu verzeichnen. Der Materialeinsatz in Relation zum Umsatz erhöhte sich aber um 0,5 Prozentpunkte. Die Ursache liegt in einem veränderten Produktmix. Der Anteil von Produkten mit geringerem Deckungsbeitrag hat überproportional in Relation zum Umsatz zugenommen. Die sonstigen betrieblichen Erträge steigerten sich per Saldo um 0,1 Mio. €. Innerhalb dieses Postens wurden nach § 277 Abs. 5 HGB erstmals Kurserträge in Höhe von 0,4 Mio. € ausgewiesen. Eine Verringerung innerhalb dieses Postens um 0,3 Mio. € ergab sich im Wesentlichen daraus, dass weniger Entwicklungsleistungen an den Lizenzgeber abgerechnet wurden. Der Personalaufwand erhöhte sich trotz gesunkener Mitarbeiterzahl von 5,4 Mio. € auf 5,5 Mio. €. Die Ursachen lagen in höheren erfolgsabhängigen Bonuszahlungen in Folge des guten Geschäftsjahres und in der Lohn- und Gehaltserhöhung die zum 01.01.2010 durchgeführt wurde. Die betrieblichen Kosten stiegen um 0,7 Mio. € von 6,0 Mio. € auf 6,7 Mio. €. Der Anstieg geht im Wesentlichen auf höhere Lizenzkosten und den gem. § 277 Abs. 5 HGB erstmaligen Ausweis von Kursaufwendungen unter diesem Posten in Höhe von 0,5 Mio. € zurück. Bereinigt um den Ausweis der Kursaufwendungen ergibt sich eine moderate Kostensteigerung von 4%. Die Abschreibungen lagen mit 0,3 Mio. € auf Vorjahresniveau. Die Investitionen lagen mit knapp 0,6 Mio. € wieder über den Abschreibungswerten. Dabei stellten die Investitionen für ein Update der bestehenden Unternehmenssoftware den größten Einzelposten dar. Daneben wurden hauptsächlich Werkzeuge für die Produktion angeschafft. Auf Grund des signifikant gestiegenen Rohertrags konnte eine nachhaltige Verbesserung des Betriebsergebnisses auf den Rekordwert von 11,8 Mio. € erzielt werden. Im Jahr 2010 hat die Tochtergesellschaft in der USA eine Ausschüttung in Höhe von 0,3 Mio. US$ an die Retsch GmbH vorgenommen. Die Wechselkurse zeigten in 2010 eine eher ungünstige Entwicklung, was zu einem Währungsaufwand in Höhe von 0,1 Mio. € führte. Der Jahresüberschuss in Höhe von 12,0 Mio. € wurde gemäß des Gewinnabführungsvertrages mit der Verder Holding GmbH komplett abgeführt. Vermögenslage Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat sich die Finanzstruktur der Gesellschaft wie folgt entwickelt:
Die Verder-Gruppe in Deutschland hat ihre liquiden Mittel in einem Cash-Pool zusammengeführt. Bis Anfang 2010 war die Retsch GmbH die Cash-Pool führende Gesellschaft. Diese Rolle wurde nunmehr von der Verder Holding GmbH übernommen. Daraus resultiert die Abnahme der liquiden Mittel um knapp 2,3 Mio. €. Insgesamt wurde die Bilanzsumme trotz Umsatzwachstum um 2,5 Mio. € verkürzt. Die Eigenkapitalquote, die das Verhältnis von Eigenkapital zur Bilanzsumme widerspiegelt, stieg daher auf 27%. Das Working Capital der Gesellschaft weist per 31.12.2010 folgende Veränderungen auf:
In Folge der geänderten Pool-Führerschaft verringerte sich auch das Umlaufvermögen. Neben den liquiden Mitteln konnten insbesondere die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen sowie die sonstigen Vermögensgegenstände signifikant vermindert werden. Dem steht eine Erhöhung bei den Vorräten gegenüber. Dieser Anstieg erfolgte aber planmäßig um das gestiegene Auftragsvolumen termingerecht bedienen zu können. Finanzlage / Cash-Flow Auch im Geschäftsjahr 2010 erwirtschaftete die Gesellschaft hohe Liquiditätsüberschüsse die im Rahmen des Gewinnabführungsvertrages an die Muttergesellschaft Verder Holding GmbH abgeführt wurden. Im Geschäftsverlauf gab es keine außergewöhnlichen Vorgänge. Die Zusammensetzung des Cash-Flows kann aus der folgenden Aufstellung entnommen werden:
Gesamtbeurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Die Gesellschaft hat sich 2010 im Marktumfeld sehr gut behauptet und ihre Marktposition weiter gestärkt. Die Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft ist geordnet und solide. Insgesamt stellt sich die Lage der Gesellschaft außerordentlich positiv dar. 3. NachtragsberichtIn der Zeit zwischen dem Bilanzstichtag (31.12.2010) und dem Aufstellungstag (17.03.2011) sind keine Ereignisse eingetreten, die wesentlichen Einfluss auf die Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage haben. Der Auftragsbestand per Ende Februar liegt deutlich über dem entsprechenden Vorjahreswert. Die Auftragseingänge erreichten in den ersten beiden Monaten des neuen Geschäftsjahres das Vorjahresniveau. 4. RisikoberichtAllgemein Die Gesellschaft verfügt über ein detailliertes Berichtssystem, das über alle Bereiche des betrieblichen Geschehens Auskunft gibt. Es dient sowohl der Berichterstattung an die Muttergesellschaft in den Niederlanden als auch als Frühwarnindikator im laufenden Prozess. Die betriebswirtschaftlichen Instrumente wurden durch eine produktgruppenbezogene Deckungsbeitragsrechnung ergänzt, so dass diesbezügliche Fehlentwicklungen erkannt werden. Absatzmarkt Die Gesellschaft ist in allen wichtigen Absatzmärkten direkt oder indirekt vertreten. Über 80% des Umsatzes werden im Ausland erzielt. Die wichtigsten Absatzmärkte sind Nordamerika, China, Frankreich, Japan und Italien. Als Vertriebskanäle stehen sowohl die der Labor-Division angegliederten Gesellschaften in Japan, USA, Großbritannien, Italien und China als auch die Niederlassungen der anderen Divisionen der Verder-Gruppe zur Verfügung, so dass der Umsatz geografisch breit gestreut ist. 2010 wurde zusätzlich ein Joint Venture in Russland gegründet, das seine Geschäftstätigkeit im 2. Quartal aufgenommen hat. Die Expansion mittels Joint Venture bzw. eigener Tochtergesellschaften wird fortgesetzt. Der Branchen-Mix ist gleichfalls sehr ausgeglichen. Eine Abhängigkeit von einem spezifischen Absatzmarkt ist derzeit nicht erkennbar. Beschaffungsmarkt Die anziehende Weltwirtschaft führte auf den Beschaffungsmärkten zunächst zu stark steigenden Lieferzeiten. Das Unternehmen hat darauf mit einer Ausweitung seiner Lagerhaltung reagiert. Im Laufe des Jahres sind auch die Beschaffungspreise unter Druck geraten. Die meisten dieser Preiserhöhungen konnten aber bisher abgewehrt werden. Weiter wird versucht neue Lieferquellen im In- und Ausland zu erschließen. Eine besondere Rolle spielt dabei China. Bereits im Vorjahr wurde innerhalb der dortigen Retsch-Organisation eine Einkaufsabteilung gegründet. Mittlerweile stellen sich die ersten Erfolge ein. Finanzwirtschaftliche Risiken Die Gesellschaft benötigt derzeit keine Kredite von Geldinstituten, sondern verfügt über einen stetigen Mittelzufluss aus dem operativen Geschäft. Der Neubau und die Finanzierung der Unternehmenszentrale in Haan-Gruiten erfolgt durch die Retsch B.V. & Co. KG. Das Unternehmen wird das Gebäude auf Basis eines langfristigen Mietvertrags von der Retsch B.V. & Co. KG mieten. Für Forderungen aus Lieferung und Leistung gilt weiterhin, dass zur Minimierung des Ausfallrisikos, in Abhängigkeit von Art und Höhe der jeweiligen Leistung, Sicherheiten verlangt, Kreditauskünfte oder Referenzen eingeholt oder historische Daten aus bisherigen Geschäftsbeziehungen, insbesondere dem Zahlungsverhalten, zur Vermeidung von Zahlungsausfällen genutzt werden. Die Währungsrisiken bezüglich US-Dollar, britischen Pfund und japanischen Yen hatte die Gesellschaft 2010 mit Devisenterminkontakten abgesichert. 2011 wird die Absicherung auf US-Dollar und japanischen Yen beschränkt sein. Auf die Absicherung des britischen Pfund wird verzichtet, da sich auf Grund der Einbindung der Endecotts-Gruppe Möglichkeiten zum "Natural-Hedging" ergeben. Rechtliche Risiken Die Gesellschaft stützt seine Entscheidungen in den unterschiedlichsten steuerlichen, wettbewerbs-, patent-, vertragsrechtlichen Regelungen auf qualifizierte rechtliche Beratung von Externen. Sonstige Risiken Für andere Risiken wie der ganzen oder teilweisen Zerstörung der Gebäude und Produktionsanlagen oder Schäden aus Umweltverschmutzung sowie Produkthaftpflichtschäden hat das Unternehmen diverse Versicherungen abgeschlossen, um daraus resultierende finanzielle Schäden zu minimieren. Gesamtbewertung der Risikosituation Die Gesamtsituation der Gesellschaft wird regelmäßig analysiert und gesteuert. Bestandsgefährdende oder die Entwicklung der Gesellschaft beeinträchtigende Tatsachen sind derzeit nicht bekannt. 5. PrognoseberichtGesamtwirtschaftliche Situation Alle bekannten Prognosen deuten daraufhin, dass das globale Wachstum 2011 an Schwung verlieren wird. Insbesondere in Asien wird mit einem Rückgang der Wachstumsraten gerechnet; in Japan werden sogar stagnierende Zahlen erwartet. Die Entwicklung in den USA stellt sich uneinheitlich dar. Die Eurozone ist mit Blick auf die Krisenländer Portugal, Irland, Griechenland und Spanien belastet. Insgesamt wird der Export sicher an Fahrt verlieren. Für Deutschland wird gleichfalls mit einer Abschwächung des Wachstums gerechnet. Sollten die derzeitigen Unruhen in den nordafrikanischen Staaten auf die erdölproduzierenden Länder auf der arabischen Halbinsel übergreifen, muss mit einer extremen Verteuerung des Erdölpreises gerechnet werden. In diesem Fall ist - zumindest vorübergehend - mit einem massiven Rückgang des weltweiten Wirtschaftswachstums zu rechnen. Die Folgen des Erdbebens und der Atomkatastrophe in Japan können derzeit noch nicht eingeschätzt werden. Wirtschaftliche Prognose der Retsch GmbH Im Rahmen unserer Planungen gehen wir von einem Umsatzwachstum von knapp 6% aus. Der hohe Auftragsbestand zu Beginn des Geschäftsjahres sichert diese Planung nach unten ab. Auf Grund der zum Jahreswechsel am Markt durchgesetzten Preiserhöhung sowie innerbetrieblicher Optimierung wird mit einer weiteren Verbesserung der Ertragslage gerechnet. Chancen der künftigen Entwicklung Die Gesellschaft wird auch 2011 nach lukrativen Marktnischen Ausschau halten, die derzeit noch nicht mit eigenen Produkten besetzt sind. Die aktuelle Akquisitionsstrategie der Verder-Gruppe zur Ausweitung und Ergänzung der Produktpalette wirkt dabei unterstützend. Die Entwicklungsaktivitäten werden aber zukünftig vermehrt in der Produktpflege bzw. -optimierung liegen. Der Aufbau weiterer Tochtergesellschaften und Joint Venture wird zu einer Verbesserung der weltweiten Marktdurchdringung führen. Durch gezielte Marketingaktivitäten werden wir auch zukünftig den Bekanntheitsgrad der Marke "Retsch" weiter stärken. Gesamteinschätzung der zukünftigen Lage Unter Berücksichtigung der aufgezeigten Chancen und Risiken erwarten wir, dass sich die Ertrags- und Vermögenslage der Gesellschaft auch in den kommenden Jahren positiv darstellt.
Haan, den 17.03.2011 Andries Verder Dr. Jürgen Pankratz BILANZ zum 31. Dezember 2010Retsch GmbH HaanAKTIVA
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG vom 01.01.2010 bis 31.12.2010Retsch GmbH, Haan
Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2010Allgemeine AngabenDer Jahresabschluss 2010 der Retsch GmbH, Haan, wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) aufgestellt. Bei der erstmaligen Aufstellung des Jahresabschlusses nach dem Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG) wurden die Vorjahresvergleichszahlen auf Grund des Wahlrechts des Art. 67 Abs. 8 Satz 2 EGHGB nicht angepasst. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren angewendet. Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenErworbene immaterielle Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und sofern sie der Abnutzung unterlagen linear entsprechend ihrer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer zeitanteilig abgeschrieben. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und soweit abnutzbar, entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer um lineare Abschreibungen (pro rata temporis) vermindert. Für seit dem Jahr 2008 angeschaffte geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten zwischen Euro 150,-- und Euro 1.000,-- wurde entsprechend den steuerlichen Vorschriften ein Sammelposten gebildet, welcher in fünf gleichen Jahresraten abgeschrieben wird. Anteile an verbundenen Unternehmen sind zu Anschaffungskosten ausgewiesen. Das Vorratsvermögen ist mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet. Abschläge für Nichtgängigkeit sind berücksichtigt. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sowie die Sonstigen Vermögensgegenstände sind mit dem Nominalwert ausgewiesen. Dabei sind erkennbare Einzelrisiken durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko, der Skontoinanspruchnahme, den Kosten von Mahnverfahren und des Zinsverlustes durch den verspäteten Eingang von Forderungen wird in Form einer Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen. Der Kassenbestand sowie die Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert angesetzt. Für bekannte Risiken und ungewisse Verpflichtungen enthält die Bilanz im angemessenen Umfang Rückstellungen. Die Rückstellungsbildung wurde gem. § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags bewertet. Die Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Fremdwährungsguthaben oder Fremdwährungsverbindlichkeiten sind mit den folgenden Umrechnungskursen umgerechnet:
Angaben zur BilanzAnlagevermögen Die Aufgliederung und Entwicklung der Anlagenwerte ist aus dem Anlagengitter zu entnehmen. Der Geschäftswert aus dem Asset deal vom 04.05.2005 wird über 15 Jahre linear abgeschrieben, da eine langfristige Nutzung angenommen wird. Die Angaben zu den Beteiligungsunternehmen, an denen die Gesellschaft mehr als 20 % der Anteile besitzt, unterbleibt in Anwendung von § 286 Abs. 3 Nr. 2 HGB. Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen mit Teuro 1.091 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Sie enthalten in Höhe von Teuro 8.706 (im Vorjahr TEuro 9.665) Forderungen gegenüber dem Gesellschafter. Kapital Das eingetragene Stammkapital beträgt DEM 50.000,--. Pensionsähnliche Rückstellungen Zur Ermittlung der Pensionsrückstellung wurde das Anwartschaftsbarwertverfahren angewendet. Für die Berechnungen wurden folgende Annahmen getroffen:
Aus der geänderten Bewertung von Pensionsrückstellungen nach BilMoG ergab sich eine gegenüber dem Vorjahresansatz niedrigere Bewertung der pensionsähnlichen Rückstellungen. Es wurde von dem Wahlrecht nach Art. 67 Abs. 1 Satz 2 EGHGB Gebrauch gemacht, den höheren Vorjahresansatz beizubehalten. Der Betrag der Überdeckung der pensionsähnlichen Rückstellung beträgt Euro 210.370,00. Verrechnung von Altersvorsorgeverpflichtungen mit Rückdeckungsvermögen Für die Saldierung von Schulden aus Altersteilzeitverpflichtungen mit verrechnungsfähigen Vermögenswerten in Form eines europäischen Geldmarktfonds als Treuhanddepot wurden folgende Werte ermittelt:
Die Anschaffungskosten der verrechneten Vermögenswerte entsprechen im Wesentlichen dem angesetzten Zeitwert zum Bilanzstichtag. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen beinhalten übliche Vorgänge aus den Bereichen:
Verbindlichkeiten Sämtliche Verbindlichkeiten sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig. Die Verbindlichkeiten gegen verbundene Unternehmen betreffen in Höhe von TEuro 222 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Sie enthalten in Höhe von TEuro 10.551 (im Vorjahr TEuro 6.540) Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter. Angaben zur Gewinn- und VerlustrechnungAbschreibungen Auf das als Anlage beigefügte Anlagengitter wird verwiesen. Sonderabschreibungen und außerplanmäßige Abschreibungen wurden nicht vorgenommen. Steuern Mit der Verder Holding GmbH, Haan, (als herrschendes Unternehmen) ist am 01.08.2005 ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag geschlossen worden, welcher ab dem 01.01.2006 wirkt. Die Steuern vom Einkommen und Ertrag betreffen mit Teuro 2,5 im Rahmen der körperschaftsteuerlichen Organschaft bei der Verder Holding GmbH anrechenbare Kapitalertragsteuern und mit TEuro -0,2 Steuerertrag für Vorjahre. Sonstige AngabenSonstige finanzielle Verpflichtungen Die Gesellschaft hat eine Patronatserklärung zu Gunsten der Tochtergesellschaft Retsch Italia srl. zur Eröffnung einer Kreditlinie abgegeben. Zum Bilanzstichtag besteht bei der Tochtergesellschaft ein entsprechender Saldo in Höhe von TEuro 112 (im Vorjahr: TEuro 203). Mit einer Inanspruchnahme aus der Patronatserklärung ist nicht zu rechnen. Außerdem bestehen die üblichen Verpflichtungen aus Miet-, Leasing-, Lizenzverträgen. Derivative Finanzinstrumente Im Geschäftsjahr wurden für das Jahr 2011 Kurssicherungsgeschäfte im Volumen von 180 Mio. YEN und 3,9 Mio USD abgeschlossen. Bei der Bewertung mit aktuellen Marktwerten ergeben sich zum Abschlussstichtag insgesamt negative Marktwerte in Höhe von TEuro 17. Mitarbeiter Im Berichtszeitraum waren im Unternehmen im Quartalsdurchschnitt folgende Mitarbeiter beschäftigt:
Geschäftsführung Im Geschäftsjahr 2010 wurden die Geschäfte geführt durch:
Die Angabe zu den Bezügen der Geschäftsführer unterbleibt in Anlehnung an § 286 (4) HGB. Konzernzugehörigkeit Die Gesellschaft ist in den Konzernabschluss der Verder International B.V. (Vleuten, Niederlande; Handelskammer von Utrecht Nr. 30204158) eingebunden. Gemäß § 291 (2) HGB hat dieser Konzernabschluss befreiende Wirkung auf die Retsch GmbH. Der Konzernabschluss ist nach den Vorschriften des Dutch-GAAP aufgestellt. Die Gesellschaft wurde im Rahmen der Vollkonsolidierung in den Abschluss einbezogen.
Haan, den 17. März 2011 ANLAGENGITTER FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2010
VERBINDLICHKEITENSPIEGEL ZUM 31.12.2010
BestätigungsvermerkNach dem abschließenden Ergebnis unserer Prüfung erteilen wir dem Jahresabschluss zum 31.12.2010 der Retsch GmbH den folgenden uneingeschränkten Bestätigungsvermerk: Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers: Wir haben den Jahresabschluss, bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang, unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Firma Retsch GmbH für das Geschäftsjahr vom 01.01. bis 31.12.2010 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung des Jahresabschlusses nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrages liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des Jahresabschluss wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung und Jahresabschluss überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrages und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Dillingen, den 31.03.2011 W+ST
Wirtschaftsprüfung AG & Co. KG
Helmut Ternig, Wirtschaftsprüfer Dieter Schneider, Wirtschaftsprüfer |
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