Stammdaten

Register
Amtsgericht Jena HRB 300538
Eingetragen
18.11.1990
Branche
Herstellung von Werkzeugmaschinen für die MetallbearbeitungHerstellung von Maschinen für die Metallerzeugung, von Walzwerkseinrichtungen und GießmaschinenHerstellung von Metallkonstruktionen
Gegenstand
Metallbearbeitung, insbesondere im Bereich der Zulieferung im Maschinenbau

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Jens Voigt
seit 18.1.2006
Geschäftsführer
Eckhard Voigt
seit 18.1.2006
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (2)

NameAnteil
0.00%
0.00%

Gesellschafter
Beta

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Eckhard Voigt
An der Schwarza 6
12.800 €
50.00%
Jens Voigt
Ilmenauer Str. 4
12.800 €
50.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Voigt Systemtechnik GmbH

Großbreitenbach

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

LAGEBERICHT FüR DAS GESCHäFTSJAHR 2023

1. Grundlagen der Gesellschaft

Die inhabergeführte Firma Voigt Systemtechnik GmbH wird von den Brüdern Eckhard und Jens Voigt als geschäftsführende Gesellschafter seit ihrer Gründung im Jahr 1990 geleitet.

Das Unternehmen hat sich als hochspezialisierter Lohn- und Metallbearbeiter im Bereich der spanenden Fertigung am Markt etabliert. Die wesentlichen Geschäftsfelder sind Fräsen, Drehen, Bohren, Schleifen, Sägen, Schweißen sowie verschiedene Verfahren zur Oberflächenveredelung (Pulvern, Glasperlenstrahlen, Designschleifen, Polieren). Die dabei durchgeführten Prozesse werden stetig auf ihre Zuverlässigkeit hin geprüft und überwacht.

Der Großteil der Kunden hat die Fertigungsprozesse der Voigt Systemtechnik GmbH aufwendig auditiert und die Firma als Lieferant für ihre z.T. sehr sensiblen Produkte freigegeben.

Bei der Firma Voigt arbeiten aktuell (im August 2024) 128 Mitarbeiter.

2. Konjunkturelle Rahmenbedingungen

Die deutsche Wirtschaft war im Jahresverlauf 2023 von einer wirtschaftlichen Stagnation bei gleichzeitig hohen, wenn auch im Jahresverlauf rückläufigen Inflationsraten geprägt. Ursächlich für diese schwächer als zu Jahresbeginn erwartete Entwicklung waren vor allem die Nachwirkungen der massiven Kaufkraftverluste im Zuge der Energiepreiskrise, die den privaten Konsum geschwächt haben. Hinzu kommt die deutlich geringere Wachstumsdynamik der Weltwirtschaft sowie die dämpfenden Effekte der geopolitischen Spannungen und Krisen. Aufgrund dieser schwierigen Rahmenbedingungen konnte die deutsche Wirtschaft im Jahr 2023 nicht wachsen. Die Veränderung des Bruttoinlandsprodukts betrug 2023 preis-, saison- und kalenderbereinigt 0,0 % (Quelle: Statistisches Bundesamt).

In den folgenden Absätzen wird speziell auf die konjunkturelle Entwicklung der beiden Hauptbranchen der Kunden der Voigt Systemtechnik GmbH eingegangen, da diese wesentlichen Einfluss auf die gesamte wirtschaftliche Entwicklung der Gesellschaft haben:

Medizintechnik

Die deutsche Medizintechnikindustrie hat nach Angaben des Statistischen Bundesamtes im Jahr 2023 einen Umsatz von 40,4 Milliarden Euro erwirtschaftet. Das entspricht einem nominalen Zuwachs um 5,1 Prozent. Gleichzeitig sind aber die Erzeugerpreise dieses Bereichs um 5,9 Prozent gestiegen.

Der Umsatzzuwachs 2023 resultierte maßgeblich aus der positiven Entwicklung des Auslandsgeschäfts, das um rund sechs Prozent stieg und einen Wert von knapp 27,4 Milliarden Euro erreichte. Zulegen konnten insbesondere die Exporte in andere EU-Länder (+10 Prozent) sowie in die USA (+4 Prozent), dem wichtigsten Zielland der deutschen Medizintechnik. Vergleichsweise schwach zeigten sich dagegen die Exporte nach China (+1,5 Prozent). Mehr als zwei Drittel des Branchenumsatzes werden inzwischen im Ausland erwirtschaftet.

Das Inlandsgeschäft blieb weiterhin herausfordernd. Mit 13 Milliarden Euro lag der Inlandsumsatz nur um drei Prozent über dem Wert des Jahres 2022. Auf dem deutschen Markt stellt die finanzielle Schieflage vieler deutscher Kliniken eine Herausforderung dar. Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) verzeichnete bereits zum Jahresende 2023 deutlich mehr Insolvenzen als üblich und rechnet 2024 mit einem Rekordinsolvenzjahr (Quelle: Deutscher Industrieverband SPECTARIS).

Die Zahl der Beschäftigten stieg um ein Prozent auf 161.400 Mitarbeitende.

Angesichts der großen gesellschaftlichen Bedeutung des Gesundheitssystems und der demographischen Entwicklung wird dennoch erwartet, dass sich die Medizintechnik-Branche trotz der bestehenden Risiken nahezu konjunkturunabhängig und weiterhin positiv entwickeln wird.

Analytik

2023 erzielten die rund 330 deutschen Hersteller von Analysen-, Bio- und Labortechnik einen Umsatz von 11,22 Milliarden Euro. Das entspricht einem Rückgang von 4,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Mit einem Inlandsumsatz von etwa 5,26 Milliarden Euro und einem Auslandsumsatz von 5,96 Milliarden Euro lag die Exportquote bei 53 Prozent. Positive Impulse kamen aus dem internationalen Geschäft (+ 12,9 %). Die Beschäftigtenzahl lag mit 52.600 Mitarbeitenden ebenfalls leicht unter dem Vorjahresniveau.

33 Prozent der deutschen Exporte von Analysen-, Bio- und Labortechnik gehen aktuell in Länder der Europäischen Union. Auf die Geschäfte mit den USA und China entfallen inzwischen rund 16 bzw. knapp 14 Prozent der Ausfuhren. Dank der starken regionalen Diversifizierung gelingt es den Herstellern, sowohl der hohen Bedeutung Europas, der USA und Chinas gerecht zu werden, als auch die steigende Nachfrage zahlreicher Schwellenländer zu bedienen (Quelle: Deutscher Industrieverband SPECTARIS).

Die aus dem Bereich der Analytik von der Firma Voigt belieferten Hersteller von medizinischen Testgeräten verzeichneten 2023 weiterhin eine positive Entwicklung, die sich - wenn auch mit abnehmender Dynamik - voraussichtlich auch in den Folgejahren fortsetzen wird.

3. Geschäftsverlauf

Umsatz und Ertragslage

Die Voigt Systemtechnik GmbH ist zu ca. 95 Prozent in Deutschland tätig, liefert aber auch nach Kanada, Thailand, Rumänien, in die Schweiz und nach Österreich. Sie führt spezielle Lohnarbeiten auf CNC-Anlagen nach Kundenzeichnungen aus und liefert einbaufertige Bauteile oder komplette Baugruppen.

Im Jahr 2023 konnte die GmbH mit einem Gesamtumsatz von 13,6 Mio. Euro den prognostizierten Umsatz von 14,0 bis 14,5 Mio Euro nicht erreichen. Die Gründe für diese Entwicklung lagen im Wesentlichen in der deutlich abnehmenden Dynamik der deutschen Wirtschaft, die sich allgemein in der Industrie negativ auf die erzielbaren Preise auswirkte. Diese Entwicklung war zum Prognosezeitpunkt im Jahr 2022, welches umsatz- und ertragsseitig ein Rekordjahr der Gesellschaft darstellte, nur schwer vorhersehbar.

Die Materialaufwandsquote reduzierte sich von 36 % auf 31 %.

Alle weiteren Kosten konnten der Umsatzentwicklung entsprechend angepasst werden, so dass das Geschäftsjahr mit einem Jahresergebnis in Höhe von 224,5 TEUR abschließt.

Produktion

Der Schwerpunkt der Produktion lag auch 2023 weiterhin in der Medizintechnik (Teile für Operationstische und MRT-Anlagen) und in der Analytik (Teile für Analysegeräte der Medizin- und Umwelttechnik). Der Fokus der Vertriebsbemühungen wird auch zukünftig auf diesen beiden konjunkturunabhängigen Branchen liegen. Natürlich werden auch die Geschäftsbeziehungen zu den Kunden anderer Branchen weiter gepflegt und ausgebaut.

Beschaffung

In der GmbH existiert ein elektronisch verwaltetes Bestell- und Lagersystem. Eine Mitarbeiterin ist hauptamtlich mit der Aufgabe des strategischen Einkaufs betraut.

Der Qualitätssicherungsstandard DIN ISO 9001 wird eingehalten und laufend überprüft.

Der im Jahr 2022 stark gestiegene Bestand an Rohmaterial, Fertigwaren und unfertigen Erzeugnissen konnte im Jahr 2023 wieder reduziert werden. Die teilweise unterbrochenen Lieferketten und auch die Preise für Rohmaterialien normalisierten sich im Jahresverlauf.

Investitionen

Der Standort der Investitionen ist der Firmensitz in Großbreitenbach.

Im Jahr 2023 wurde in zwei neue Bearbeitungszentren investiert. Des Weiteren wurden die Lichtkuppeln einer Produktionshalle erneuert und auch laufende Erhaltungsmaßnahmen fanden regelmäßig statt.

Finanzierungsmaßnahmen

Die beiden neuen Fräsmaschinen wurden fristenkongruent über Mietkauf finanziert. Die baulichen Investitionen wurden über ein neues Sparkassendarlehen mit einer Laufzeit von 10 Jahren finanziert.

Im kurzfristigen Finanzierungsbereich wurde bereits vor Jahren eine Factoring-Lösung eingeführt.

Ziel ist die Sicherstellung der ständigen Zahlungsfähigkeit sowie das Vorhalten eines finanziellen Puffers für unvorhersehbare Ereignisse. Des Weiteren sollen Forderungsausfälle ausgeschlossen werden.

Die Liquidität des Unternehmens war im Jahr 2023 jederzeit sichergestellt.

Mitarbeiter

In der GmbH waren 2023 durchschnittlich 141 Mitarbeiter beschäftigt. Die Firma arbeitet je nach Abteilung weitgehend im 2-3 Schichtsystem. Die Entlohnung erfolgt ohne tarifvertragliche Bindung auf Gehalts- oder Stundenlohnbasis.

Umweltschutz und Arbeitssicherheit

Umweltschutz und Arbeitssicherheit werden regelmäßig durch das Amt für Arbeitsschutz und medizinische Betreuung geprüft.

Leistungsindikatoren sind der Umsatz und die Auftragslage.

4. Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung

Die Firma Voigt schaut trotz zunehmend negativer politischer und wirtschaftlicher Rahmenbedingungen weiterhin positiv in die Zukunft. Nach wie vor liegen die Stärken und die Chancen der zukünftigen Entwicklung in der hohen Fertigungstiefe, der Flexibilität und der hohen Qualität der Produkte.

Die Chancen und Risiken sind eng mit der Konjunktur- und Branchenentwicklung verbunden. Diese Entwicklungen werden ständig verfolgt und - sofern notwendig und möglich- wird entsprechend gegengesteuert. Im Unternehmen ist aufgrund der über Jahrzehnte gewachsenen Kundenstruktur sowie einer hohen Eigenkapitalquote von 51 % ausreichend Substanz vorhanden, um marktwirtschaftliche Konjunkturschwankungen und Krisen ausgleichen zu können.

Der Auftragseingang ist trotz Rezession in der Industrie weiterhin stabil. Es besteht aktuell ein Auftragsvorlauf von ca. 9 Mio. Euro. Die Abwicklungsdauer je Auftrag hängt stark vom Auftragsumfang ab und beträgt in der Regel 6-12 Wochen.

Der Umsatz des Jahres 2024 wird sich nach aktuellem Stand zwischen 12,0 und 12,5 Mio. Euro bewegen.

5. Forschung und Entwicklung

Die Firma ist in Geschäftsbereichen tätig, welche die Erforschung neuer Technologien erfordert.

Dabei wird mit Hochschulen und Institutionen, z.B. dem Fraunhofer-Institut Dresden oder der TU-Ilmenau eng kooperiert.

 

Großbreitenbach, den 25.09.2024

gez. Jens Voigt

gez. Eckhard Voigt

Handelsbilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 3.461.716,97 3.500.677,94
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 9.144,50 6.347,50
II. Sachanlagen 3.082.572,47 3.124.330,44
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 826.865,44 882.605,94
2. technische Anlagen und Maschinen 2.047.274,50 2.033.033,50
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 185.550,00 208.691,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 22.882,53
III. Finanzanlagen 370.000,00 370.000,00
B. Umlaufvermögen 6.485.941,01 6.363.352,76
I. Vorräte 3.088.558,99 3.467.276,73
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1.538.192,42 1.798.280,29
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 19.200,00 12.800,00
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 1.859.189,60 1.097.795,74
C. Rechnungsabgrenzungsposten 105.511,91 87.575,88
D. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung 367,52
Aktiva 10.053.169,89 9.951.974,10

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 5.087.428,87 4.862.955,61
I. Gezeichnetes Kapital 25.600,00 25.600,00
II. Gewinnvortrag 4.837.355,61 3.738.583,61
III. Jahresüberschuss 224.473,26 1.098.772,00
B. Rückstellungen 705.812,69 724.693,45
C. Verbindlichkeiten 4.256.901,63 4.364.325,04
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.464.112,40 1.241.617,56
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 1.365.497,68 1.179.124,39
2. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 716.327,57 735.014,01
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 716.327,57 735.014,01
3. sonstige Verbindlichkeiten 2.076.461,66 2.387.693,47
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 2.076.461,66 2.387.693,47
D. Rechnungsabgrenzungsposten 3.026,70
Passiva 10.053.169,89 9.951.974,10

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 9.199.333,39 10.374.337,90
2. Personalaufwand 6.012.821,47 5.876.961,20
a) Löhne und Gehälter 4.878.693,19 4.802.549,09
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.134.128,28 1.074.412,11
davon für Altersversorgung 128.090,91 97.730,44
3. Abschreibungen 670.906,89 653.208,63
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 670.906,89 653.208,63
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 2.149.717,18 2.252.793,71
davon Aufwendungen nach Artikel 67 Absatz 1 und 2 EGHGB 1.756,00 1.756,00
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 9.400,00 9.403,00
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 59.186,05 63.312,14
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 83.227,96 430.528,49
8. Ergebnis nach Steuern 232.873,84 1.106.936,73
9. sonstige Steuern 8.400,58 8.164,73
10. Jahresüberschuss 224.473,26 1.098.772,00

Anhang Offenlegung

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine "mittelgroße" Kapitalgesellschaft.

Der Jahresabschluss wurde auf der Grundlage der Regelungen des Handelsgesetzbuches und des GmbH-Gesetzes aufgestellt.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Die Aufstellung der Bilanz erfolgt vor Berücksichtigung der Gewinnverwendung.

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: Voigt Systemtechnik GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Großbreitenbach
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Jena
Register-Nr.: 300538

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Entgeltlich erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

In die Herstellungskosten wurden neben den unmittelbar zurechenbaren Kosten auch notwendige Gemeinkosten und durch die Fertigung veranlasste Abschreibungen einbezogen.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen.

Bewegliche Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens mit Anschaffungskosten zwischen 150,01 € und 1.000,00 € wurden auch für die Handelsbilanz entsprechend den steuerlichen Vorschriften über 5 Jahre abgeschrieben (Poolabschreibung), da die Werte insgesamt von untergeordneter Bedeutung sind.

Bei der Bestimmung der Abschreibungsmethode wurde der tatsächliche Werteverzehr des Anlagevermögens beachtet.

Die Abschreibungen des Sachanlagevermögens erfolgten grundsätzlich zeitanteilig.

Die Finanzanlagen wurden wie folgt angesetzt und bewertet:

Die Ausleihungen wurden mit dem Nennwert bewertet.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt.

In die Herstellungskosten wurden die Einzelkosten und die angemessenen Gemeinkosten des Material- und Fertigungsbereichs sowie anteilige Verwaltungsgemeinkosten und Fremdkapitalzinsen einbezogen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet.

Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten wurden zum Nennwert angesetzt.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten sind in Höhe der abzugrenzenden Beträge angesetzt worden.

Für ungewisse Verbindlichkeiten aus Pensionsverpflichtungen wurden Rückstellungen gebildet. Die Rückstellungsbildung wurde gem. § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags bewertet.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Als Rechnungsabgrenzungsposten sind auf der Passivseite Einnahmen vor dem Abschlußstichtag ausgewiesen, soweit sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden.

Angaben zur Bilanz

Zusätzliche Angaben von Posten zur Bilanz gem. § 327 Ziff. 1, Satz 2 HGB

Auf der Aktivseite 2023
EUR
2022
EUR
A. Sachanlagen
1. Grundstücke 826.865,44 882.605,94
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.047.274,50 2.033.033,50
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 185.550,00 208.691,00
4. Anlagen im Bau 22.882,53 0,00
B. Finanzanlagen
1. sonstige Ausleihungen 370.000,00 370.000,00
Auf der Passivseite
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.464.112,40 1.241.617,56

Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens

Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

Die kumulierten Abschreibungen betrugen zum Beginn des Geschäftsjahres: 8.537.026,35 €
Die kumulierten Abschreibungen betrugen am Ende des Geschäftsjahres: 9.100.400,45 €
Die Abschreibungen des Geschäftsjahres betrugen: 670.906,89 €

Anlagenspiegel zum 31.12.2023

Voigt Systemtechnik GmbH Metallbearbeitung, 98701 Großbreitenbach

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2023
EUR
Zugänge Abgänge -
EUR
Umbuchg.
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten u.Werten 61.760,08 5.174,40
Summe Immaterielle Verm.gegenstände 61.760,08 5.174,40
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.382.870,93 1.556.005,49
2. technische Anlagen und Maschinen 7.912.823,02 552.889,02
98.284,50-
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.310.250,26 51.181,97
9.430,29
4. geleistete Anzahlungen u.Anlagen im Bau 0 22.882,53
Summe Sachanlagen 11.605.944,21 626.953,52
107.714,79-
III. Finanzanlagen
1. sonstige Ausleihungen 370.000,00 0
Summe Finanzanlagen 370.000,00 0
Summe Anlagevermögen 12.037.704,29 632.127,92
107.714,79-
kum.Abschreibg. Zuschreibungen 31.12.2023
EUR
Buchwert 31.12.2023
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten u.Werten 57.789,98 9.144,50
Summe Immaterielle Verm.gegenstände 57.789,98 9.144,50
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 826.865,44
2. technische Anlagen und Maschinen 6.320.153,04 2.047.274,50
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.166.451,94 185.550,00
4. geleistete Anzahlungen u.Anlagen im Bau 0 22.882,53
Summe Sachanlagen 9.042.610,47 3.082.572,47
III. Finanzanlagen
1. sonstige Ausleihungen 370.000,00
Summe Finanzanlagen 370.000,00
Summe Anlagevermögen 9.100.400,45 3.461.716,97

Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände

Sämtliche Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr in Höhe von T€ 19 (Vorjahr T€ 13) enthalten.

Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung

Die Rückstellung für Altersteilzeitverpflichtungen in Höhe von 104.037,72 € wurde mit den Aktivwerten der Insolvenzversicherung in Höhe von 104.037,72 € saldiert, so dass sich ein aktiver Unterschiedsbetrag in Höhe von 0 € ergibt.

Ausschüttungssperre

Der Gesamtbetrag, der gem. § 268 Abs. 8 HGB der Ausschüttungssperre unterliegt, beträgt 1.212,00 €.

Im Einzelnen gliedert sich der Gesamtbetrag wie folgt:

Gesamtbetrag gemäß Ausschüttungssperre
EUR
Unterschiedsbetrag gem.§ 253Abs. 6 HGB 1.212,00
Aktivierung latenter Steuern 0,00
Aktivierung von Vermögensgegenständen zum beizulegenden Zeitwert 0,00
Gesamtbetrag 1.212,00

Pensionsrückstellungen

Zur Bewertung der Pensionsrückstellungen hat die Gesellschaft ein versicherungsmathematisches Gutachten unter Berücksichtigung der nach dem Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz geltenden Bewertungsvorschriften für Pensionsrückstellungen nach der Projected Unit Credit-Methode erstellen lassen. Dabei wurde ein Zinssatz von 1,82 % zugrunde gelegt. Zudem wurden die Sterbetafeln nach Heubeck aus dem Jahr 2018 verwendet.

Es wird erstmalig die verpflichtende Neuregelung des IDW RH FAB 1.021 "Handelsrechtliche Bewertung von Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen aus rückgedeckten Direktzusagen" berücksichtigt. Danach sind rückgedeckte Pensionsverpflichtungen und die darauf entfallenden Rückdeckungsversicherungen bei Kongruenz künftig in gleicher Höhe zu bewerten. Zur Vermittlung eines besser den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wendet die Gesellschaft dabei das Aktivprimat an, d.h. der steuerliche Aktivwert der Rückdeckungsversicherung bestimmt die Höhe der bilanzierten Pensionsverpflichtung. Nicht kongruent abgedeckte Teile der Pensionsverpflichtungen werden weiterhin zum notwendigen Erfüllungsbetrag gem. § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB angesetzt.

Bei den Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen ergibt sich zwischen dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren ein Unterschiedsbetrag im laufenden Geschäftsjahr in Höhe von EUR 1.212,00.

Verrechnung von Vermögensgegenständen und Schulden

Die Position "Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung" berücksichtigt die Vermögensgegenstände zur Saldierung mit Pensionsrückstellungen und die Rückstellung für Pensionen zur Saldierung. Zur Abdeckung des Risikos wurden Rückdeckungsversicherungen abgeschlossen. Dem entsprechend ergibt sich gemäß § 246 Abs. 2 HGB folgender saldierte Ausweis in der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung:

Pensionsrückstellung zum 31.12.2023 463.695,13 €
Aktivwert (=Zeitwert) Rückdeckungsversicherung zum 31.12.2023 312.007,13 €
Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung zum 31.12.2023 151.688,00 €
Personalaufwand aus Pensionsverpfl. 1.690,51 €
Personalaufwand aus Rückdeckungsvers. 4.066,63 €
Personalaufwand (saldiert) 5.757,14 €
Zinsaufwand aus Pensionsverpflichtung 2.793,00 €
Zinsertrag aus Rückdeckungsversicherung 0,00 €
Zinsaufwand (saldiert) 2.793,00 €

Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit > 5 Jahre und der Sicherungsrechte

Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren beträgt EUR 647.896,91 (Vorjahr: EUR 621.964,68).

Der Gesamtbetrag der durch Pfandrechte und ähnliche Rechte gesicherten Verbindlichkeiten beträgt EUR 1.864.112,40.

Angaben zu Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern

Der Betrag der Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern beläuft sich auf EUR 716.327,57 (Vorjahr: EUR 735.014,01).

Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten Verbindlichkeiten gemäß § 251 HGB

Die Voigt Systemtechnik GmbH hat eine Bürgschaft gegenüber einem Kreditinstitut in Höhe von 1.500.000,00 € und eine Grundschuld in Höhe von 531.835,06 € unterzeichnet. Weiterhin bürgt die Gesellschaft für Verbindlichkeiten aus Mietleasingverträgen in Höhe von 492.678,87 €.

Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte

Ein nicht in der Bilanz enthaltenes Geschäft ist das echte Factoring von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Dadurch wird die Liquidität gestärkt. Zugleich wird die Ertragslage aufgrund der Vergütung an den Factor belastet. Bei Beendigung des Factorings kann es aufgrund dann fehlender Vorfinanzierung zu einem Liquiditätsengpass kommen. Zum Stichtag ist ein Betrag in Höhe von TEUR 1.186 gefactort. Die Zinsen und sonstigen Aufwendungen an den Factor betragen im Berichtsjahr TEUR 45.

Sonstige Angaben

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:

Arbeitnehmergruppen Zahl
Arbeiter 117
Angestellte 22
leitende Angestellte/ Geschäftsführer 2
Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer beträgt damit 141
vollzeitbeschäftigte Mitarbeiter 125
teilzeitbeschäftigte Mitarbeiter 16

Angaben zu Leasing- und Mietverträgen

Der Gesamtbetrag der zukünftigen Leasingraten aus bestehenden Verträgen beträgt EUR 182.012,29.

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus unbefristeten Mietverträgen belaufen sich derzeit auf EUR 26.100,00 pro Jahr.

Namen der Geschäftsführer

Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

Erster Geschäftsführer: Jens Voigt ausgeübter Beruf: Ingenieur
Zweiter Geschäftsführer: Eckhard Voigt ausgeübter Beruf: Ingenieur

Bei den Gesamtbezügen der Geschäftsführer wird von der Schutzklausel gem. § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht.

Unterschrift der Geschäftsführung

 

Großbreitenbach, den 25.09.2024

gez. Jens Voigt

gez. Eckhard Voigt

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 16.10.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 der Voigt Systemtechnik GmbH, Großbreitenbach, wird wegen der Inanspruchnahme von Erleichterungen nur teilweise offengelegt. Der nachfolgend aufgeführte Bestätigungsvermerk bezieht sich auf den vollständigen Jahresabschluss und Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 der Voigt Systemtechnik GmbH, Großbreitenbach.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Voigt Systemtechnik GmbH,

Prüfungsurteile

Ich habe den Jahresabschluss der Voigt Systemtechnik GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs - und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus habe ich den Lagebericht der Voigt Systemtechnik GmbH für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Ich habe meine Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IdW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Ich bin von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IdW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung übe ich pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifiziere und beurteile ich die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, plane und führe Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlange Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinne ich ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteile ich die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehe ich Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls ich zu dem Schluss komme, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, bin ich verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, mein jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Ich ziehe meine Schlussfolgerung auf der Grundlage der bis zum Datum meines Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteile ich Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteile ich den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

• führe ich Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehe ich dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteile die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen gebe ich nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Ich erörtere mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die ich während meiner Prüfung feststelle.

 

Berg, den 30. September 2024

Claudia Kirchner, Wirtschaftsprüfer

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