Stammdaten

Register
Amtsgericht Montabaur HRB 1913
Eingetragen
25.4.1978
Branche
BeteiligungsgesellschaftenHerstellung von Haushalts- oder Hauswirtschaftsartikeln aus KunststoffenHerstellung von Baubedarfsartikeln aus Kunststoffen
Gegenstand
ist Herstellung und Vertrieb von Artikeln für Haushalt, Bad und Do-It-Yourself. Die Firma darf andere Unternehmen gleicher oder ähnlicher Art übernehmen, vertreten und sich an solchen Unternehmen beteiligen. Sie darf Zweigniederlassungen errichten.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Marc Ridder
seit 2.9.2005
Geschäftsführer
Dirk Busch-Ridder
seit 2.9.2005
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

Identifizierte Personen (3)

NameAnteil
40.00%
40.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
1.500.000 DM
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Ridder GmbH

Singhofen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

Die RIDDER GmbH ist im Bereich der Produktion und des Vertriebs von Artikeln der Sicherheit und dekorativer Einrichtungsgegenstände im Bad tätig. Die wesentlichen Kundenzielgruppen der RIDDER GmbH sind vornehmlich die Großformen des Einzelhandels (Baumärkte, SB-Warenhäuser, Möbelhandel, Internetshops und Discounter) im europäischen In- und Ausland.

2. Forschung und Entwicklung

Da die Gesellschaft hauptsächlich im Großhandel tätig ist, haben Forschung und Entwicklung eine untergeordnete Bedeutung. Konzentriert wird sich auf neueste Produktionsmethoden, Materialveränderungen /-optimierungen sowie die kommenden Mode- und Einrichtungstrends. Unser Spritzgießzentrum unterliegt einer ständigen Anpassung an neueste Produktionsverfahren.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen

Im Kalenderjahr 2023 ist die Weltwirtschaft um 3,1% gewachsen und die deutsche Wirtschaft um 0,3 % geschrumpft. Der deutsche Einzelhandel wuchs mit 2,3 % (nominal) deutlich besser als die Gesamtwirtschaft. Die Baumärkte entwickelten sich mit 3,1% negativ.

2. Geschäftsverlauf

Das Jahr 2023 war durch den nach wie vor vorhandenen Krieg in der Ukraine und die überdurchschnittliche Inflation ein weiteres schwieriges Jahr. Hinzu gesellten sich die Personalengpässe in allen Bereichen und somit auch hier überproportional gestiegene Kosten. Von daher sank der Einzelhandel (ohne Lebensmittel) preisbereinigt um 3,1% zum Vorjahr.

Diese Entwicklung spiegelte sich in einer erheblichen Reduzierung des Aktionsgeschäfts wider.

Die Hauptwarengruppe Assistent behauptet die Spitzenposition unter den Hauptwarengruppen.

Auf Beschaffungsseite wurde der Bezug in USD durch Devisentermingeschäfte abgesichert. Die tatsächliche Entwicklung des Dollarkurses führte dazu, dass der abgesicherte Kurs im Vergleich zum tatsächlichen Kurs zu leicht niedrigeren Bezugskosten führte. Die internationale Lieferkettenproblematik entspannte sich in 2023. Insbesondere die Containerkosten reduzierten sich erheblich.

Durch die in der Vergangenheit getroffenen Maßnahmen in der Beschaffung und Lagerhaltung konnten wir in 2023 eine mengenmäßige Lieferquote von 98,1 % erreichen.

3. Lage

a. Ertragslage

Das Rohergebnis ist gegenüber dem Vorjahr um T€ 298 gestiegen. Der Personalaufwand ist aufgrund erhöhter Aufwendungen für Altersversorgung sowie Lohn- und Gehaltssteigerungen gestiegen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind um T€ 384 gesunken. Dies resultiert insbesondere aus gesunkenen Ausgangsfrachten und Kosten für Leihkräfte.

Die geplanten Erlöse wurden aufgrund geringerer Erlöse im Aktionsgeschäft nicht erreicht. Das Jahresergebnis beträgt T€ 825 vor Steuern.

Der Finanzaufwand ist insbesondere aufgrund der geringeren Abzinsung der Pensionsrückstellungen wesentlich gesunken. Des Weiteren hat sich die Inanspruchnahme der Kreditlinie erheblich reduziert, was den Zinsaufwand ebenfalls senkt.

b. Finanzlage

Der Finanzbedarf für das operative Geschäft ist durch Eigenkapital und bestehende Kreditlinien stets gedeckt.

Die Gesellschaft war zu jeder Zeit in der Lage, Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen.

operativer Cashflow T€ 2.134
investiver Cashflow T€ -98
Finanz-Cashflow T€ -3.086

Den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von T€ 572 stehen liquide Mittel in Höhe von T€ 17 gegenüber. Durch die Verringerung der Vorräte und der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen reduzierten sich die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten erheblich, was sich positiv auf den Zinsaufwand auswirkte.

c. Vermögenslage

Bei den immateriellen Vermögensgegenständen handelt es sich überwiegend um EDV-Software.

Die Sach- und technischen Anlagen beinhalten hauptsächlich Gebäude-, Maschinen- und Produktionseinrichtungen. Die Anlagen sind durch ständige Wartung und Pflege oder Ersatzbeschaffung auf einem aktuellen Stand. Die Investitionen in das Sachanlagevermögen betrugen im Jahr 2023 T€ 111. Die Investitionsquote beträgt bezogen auf die historischen Anschaffungswerte 2,2 %. Den Investitionen stehen Abschreibungen in Höhe von T€ 95 gegenüber.

Die Vorräte sind wie in den Vorjahren in Abhängigkeit zur Umschlagshäufigkeit bewertet. Im Vergleich zum Vorjahr haben sich die Vorräte um T€ 1.236 reduziert.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich um T€ 511 reduziert. Die Wertberichtigungen zu Forderungen sind gemäß ihrer Altersstruktur pauschal bemessen. Einzelrisiken werden gesondert bewertet.

Die Eigenkapitalquote beträgt 27,6 %.

Die Pensionsrückstellungen resultieren aus der betrieblichen Versorgungsordnung. Diese Versorgungsordnung ist für Neuzugänge ab dem 01.01.2005 geschlossen. Im Geschäftsjahr 2013 wurde die Versorgungsordnung gekündigt. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter können keine weiteren Ansprüche erdienen.

d. Mitarbeiter

Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter betrug 55 Personen im Jahr 2023. Gegenüber dem Vorjahr hat sich der Personalbestand um zwei Personen reduziert.

Die eingeführte flexible Arbeitszeit hat sich auch in 2023 bewährt. So konnte der Personaleinsatz bedarfsgerecht gesteuert werden.

RIDDER fördert die zielgerichtete Qualifizierung des Personals in Form finanzieller Hilfen. Mehrere Mitarbeiter besuchen Fort-/Weiterbildungsmaßnahmen.

Ausbildung hat bei RIDDER einen hohen Stellenwert. Vier junge Menschen werden derzeit in den Ausbildungsberufen Industriekaufmann/Industriekauffrau, Fachkraft für Lagerlogistik und Mediengestalter ausgebildet.

e. Umweltschutz

Die Vorschriften für den Umweltschutz werden eingehalten.

Auch wenn bei RIDDER keine Produktionsverfahren im Einsatz sind, die die Umwelt gefährden könnten, genießt der Umweltschutz besondere Aufmerksamkeit. Gemeinsam mit den von uns beauftragten Unternehmen für Arbeitssicherheit ist RIDDER permanent bemüht, umweltschutzrelevante Hilfsstoffe durch ökologisch unkritische Produkte zu ersetzen und die Ressourceneffizienz zu steigern.

4. Finanzielle Leistungsindikatoren

Kennzahlen:

2023
T€
2022
T€
Rohergebnis 6.685 6.387
Eigenkapital 2.045 1.439
Jahresüberschuss 606 179

5. Gesamtaussage

Die Entwicklung des Rohergebnisses war aufgrund des Rückgangs des Wareneinsatzes positiv. Der Jahresüberschuss wird zusätzlich durch sinkende betriebliche Aufwendungen und den sinkenden Zinsaufwand aus den Pensionsrückstellungen entlastet.

Das für 2023 prognostizierte Rohergebnis wurde trotz geringerer Netto-Erlöse überschritten, was sich aus den geringeren Eingangsfrachten ergibt.

III. Prognosebericht

Bedingt durch eine Vielzahl weiterhin verunsichernder Faktoren (national wie international) gehen wir nicht von einer sich stark erholenden gesamtwirtschaftlichen Lage aus. Die Rahmenbedingungen sind alles andere als positiv zu bewerten.

Somit wird sich auch das Konsumverhalten nicht ins Positive entwickeln. Besonders der innerdeutsche Markt wird weiterhin mit schwachen Impulsen leben müssen.

Wir gehen davon aus, dass die Personal-, Energie- und innereuropäischen Logistikkosten weiter ansteigen, die Handelshemmnisse mit Asien weiter zunehmen werden, was in Konsequenz zu weiteren Erhöhungen der Bezugspreise von Produkten aus Asien und damit zu einer wieder ansteigenden Inflation führen wird.

Die permanente Anpassung aller Ressourcen an den tatsächlichen Bedarf wird zu internen Kostenentlastungen führen. Hierbei sind insbesondere die Anpassungen der variablen Lohnkosten und die Investitionen zu nennen. Die von staatlicher Seite beschlossenen Lohnanpassungen führen hingegen zu fortwährenden Kostensteigerungen.

Die Liquidität ist durch das vorhandene Kapital sowie die zugesagte Kreditlinie der Hausbanken verbunden mit einem strikten Forderungsmanagement gesichert.

In diesem schwierigen Umfeld konnten wir in 2023 bereits Aktionsgeschäfte für 2024 abschließen, sodass wir von einem gestiegenen Rohergebnis von T€ 6.771 ausgehen.

IV. Chancen- und Risikobericht

1. Risikobericht

• Risikomanagement-System

Entwicklungen, die den Fortbestand unserer Gesellschaft gefährden oder wesentlich beeinträchtigen, werden rechtzeitig durch Einsatz eines effizienten BI-Systems erkannt und mit entsprechenden Korrekturmaßnahmen verbunden.

• Gesamtwirtschaftliche Risiken

Zu den für RIDDER wichtigen allgemeinen Risiken gehören vor allem solche, die sich aus der konjunkturellen Entwicklung der relevanten Märkte sowie aus den wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen ergeben (hier besonders die Wechselkursveränderungen von Dollar zum Euro).

In den rechtlichen und steuerrechtlichen Rahmenbedingungen sind derzeit keine wesentlichen Risiken erkennbar.

Der zum Zeitpunkt der Berichterstattung stattfindende Krieg in der Ukraine hat lediglich geringe Auswirkungen auf den Geschäftsverlauf, da keine nennenswerte Kunden in der Ukraine ansässig sind und unsere Produkte keinen Sanktionen unterliegen. Auch der Umsatzanteil mit Russland und Belarus ist unwesentlich.

• Branchen- und Wachstumsrisiken

Die fortschreitende Konzentration und die Europäisierung im Handel bieten für RIDDER Chancen und Risiken. Dem Druck auf die Verkaufspreise und Konditionen stehen die Chancen des internationalen Wachstums und der Nutzung von Synergien mit den Handelspartnern gegenüber. Diese nutzt RIDDER mit seinen Großkunden auf der Grundlage von Listungsverträgen durch die stetige Ausdehnung seiner Handelsmarkenstrategie auf die europäischen Märkte zu Lasten der Markenartikelindustrie.

• Produktions- und Beschaffungsrisiken

Im Produktionsbereich hat RIDDER die Wahrscheinlichkeit eines Ausfalls seiner Anlagen durch gezielte Investitionen, kontinuierliche Instandhaltung, Brandschutz- und andere Vorsorgemaßnahmen weitestgehend reduziert. Für Großschäden und Betriebsunterbrechungen sind entsprechende Versicherungen abgeschlossen. Einem eventuellen Ausfall von Lieferanten begegnet RIDDER durch regelmäßigen Kontakt zu alternativen leistungsfähigen Lieferquellen. Bestandsgefährdende Risiken aus den Bereichen Beschaffung, Fertigung, Entwicklung und Umweltschutz sind nicht erkennbar.

• Risiken aus der Finanzierung

Die Liquidität wird durch ein striktes Forderungsmanagement gewährleistet. Ein klar formuliertes System des Forderungsmanagements inklusive einer abgeschlossenen Warenkreditversicherung sichert RIDDER die Verfügbarkeit notwendiger Liquidität sowie die Planbarkeit anstehender Investitionen. Ein zeitnahes, transparentes Reporting trägt zusätzlich dazu bei, Finanzierungsrisiken zu begrenzen.

• Rechtliche Risiken

Produkt-, Haftungs- und Umweltrisiken begrenzt RIDDER durch praktizierte Qualitätssicherung. Zusätzlich reduzieren abgeschlossene Versicherungen die finanziellen Folgen eventueller Schäden. Darüber hinaus sind derzeit keine wesentlichen rechtlichen Risiken erkennbar.

2. Chancenbericht

Mit der Fokussierung auf Innovationen in Produkte, Prozesse und die Ausweitung unserer Kundenzielgruppen eröffnen sich Chancen, solide und profitabel zu wachsen. Hierbei liegt der Schwerpunkt auf der Ausweitung der Produktgruppe "Assistent", der neuen Accessoires sowie neuer Produktgruppen und dem verstärkten Engagement im Internethandel, Möbelhandel, Discount und Export.

3. Gesamtaussage

Alle heute erkannten Risiken, priorisiert nach ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit, sind mit kompensierenden Maßnahmen unterlegt und führen zu keiner erkennbaren Existenzgefährdung des Unternehmens. Zusätzliche Risiken, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten, sind derzeit nicht erkennbar.

V. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Schwankende Währungskorrelationen haben Einfluss auf Markterfolge und Bruttoerträge importierender Unternehmen. RIDDER bezieht Waren nicht nur aus der Eurozone, sondern im Wesentlichen in US-Dollar. RIDDER macht von Devisentermingeschäften Gebrauch, um Währungsrisiken zu reduzieren.

 

Singhofen, 31. Juli 2024

RIDDER GMBH

Geschäftsleitung

Dirk Busch-Ridder

Marc Ridder

Bilanz zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

31.12.2023
31.12.2022
A. ANLAGEVERMÖGEN 196.533,78 176.314,21
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 15.701,51 28.047,51
II. Sachanlagen 180.832,27 148.266,70
B. UMLAUFVERMÖGEN 7.197.128,75 9.907.618,44
I. Vorräte 4.991.144,64 6.227.420,22
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 2.188.837,08 2.684.909,21
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 17.147,03 995.289,01
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 8.316,27 53.850,43
7.401.978,80 10.137.783,08

PASSIVA

31.12.2023
31.12.2022
A. EIGENKAPITAL 2.044.911,07 1.438.934,82
I. Gezeichnetes Kapital 766.937,82 766.937,82
II. Kapitalrücklage 330.491,80 330.491,80
III. Gewinnrücklagen 51.380,74 51.380,74
IV. Gewinnvortrag 290.124,46 111.001,68
V. Jahresüberschuss 605.976,25 179.122,78
B. RÜCKSTELLUNGEN 3.722.007,35 3.868.090,67
C. VERBINDLICHKEITEN 1.635.060,38 4.830.757,59
- davon gegenüber Kreditinstituten: € 572.498,71 (Vorjahr: € 3.500.000,00)
- davon gegenüber verbundenen Unternehemen: € 82.989,97 (Vorjahr: € 87.370,48)
- davon aus Steuern: € 47.307,39 (Vorjahr: € 25.439,11)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: € 4.904,60 (Vorjahr: € 4.973,71)
7.401.978,80 10.137.783,08

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2023

2023
2022
1. Rohergebnis 6.684.998,77 6.387.058,07
2. Personalaufwand 2.994.341,26 2.675.871,85
a) Löhne und Gehälter 2.403.089,42 2.227.153,49
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 591.251,84 448.718,36
- davon für Altersversorgung: € 198.991,17 (Vorjahr: € 67.780,61)
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 95.200,39 134.248,51
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen 2.698.169,74 3.081.958,17
5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 29.552,47 4,18
- davon aus Abzinsung: € 12.050,00 (Vorjahr: € 0,00)
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 86.391,03 208.316,03
- davon an verbundene Unternehmen: € 7.761,09 (Vorjahr: € 10.731,85)
- davon aus Abzinsung: € 0,00 (Vorjahr: € 107.370,00)
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 218.735,41 95.428,32
8. Ergebnis nach Steuern 621.713,41 191.239,37
9. Sonstige Steuern 15.737,16 12.116,59
10. Jahresüberschuss 605.976,25 179.122,78

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

A. Allgemein

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde entsprechend den gesetzlichen Bestimmungen des Handelsgesetzbuches §§ 242 ff. erstellt.

Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 2 HGB auf. Die Gesellschaft ist im Handelsregister B des Amtsgerichts Montabaur unter der Nummer HRB 1913 eingetragen. Die Darstellung des Jahresabschlusses wurde gegenüber dem Vorjahr unverändert beibehalten.

B. Bilanz

1. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bilanz wurde entsprechend dem in § 266 HGB vorgegebenen Gliederungsschema aufgestellt. Die Ausübung von Bilanzierungswahlrechten und die angewandten Bewertungsmethoden werden nachfolgend bei den einzelnen Bilanzpositionen dargestellt.

Die Umrechnung in EURO erfolgt nach folgenden Grundlagen:

Bei Valutaforderungen und -verbindlichkeiten erfolgt die Bewertung nach Maßgabe des Wechselkurses zum Bilanzstichtag, soweit diese eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr haben.

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind gegenüber dem Vorjahr unverändert beibehalten worden. Soweit Abweichungen bestehen, sind sie und ihr Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage bei der jeweiligen Bilanzposition erläutert.

2. Anlagevermögen

Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen

Die erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten (nur Sachanlagen) abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Anteilige Fremdkapitalzinsen wurden nicht aktiviert. Die Abschreibungen erfolgen nach der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer. Die Zugänge werden pro rata temporis abgeschrieben. Die Nutzungsdauer wird bei den einzelnen Vermögensgegenständen wie folgt unterstellt:

Vermögensgegenstände Nutzungsdauer
Software, Lizenzen 3 Jahre
Technische Anlagen und Maschinen 6 - 14 Jahre
Werkzeuge 3 Jahre
Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 - 14 Jahre

Geringwertige Vermögensgegenstände bis € 800,00 werden im Jahr des Zugangs in voller Höhe abgeschrieben.

Die Aufgliederung der Anlageposten und ihre Entwicklung im Geschäftsjahr 2023 ist im Anschluss an den Anhang (Anlage A) dargestellt.

3. Umlaufvermögen

a) Vorräte

Die Bestandsermittlung der Vorräte erfolgte durch körperliche Aufnahme zum Abschlussstichtag.

Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, Handels- und Fremdware erfolgte zu Anschaffungskosten, die der unfertigen und fertigen Erzeugnisse zu Herstellungskosten bzw. mit dem niedrigeren am Bilanzstichtag beizulegenden Wert gem. §§ 252 ff. HGB unter Beachtung steuerlicher Vorschriften. Der niedrigere beizulegende Wert wird über ein pauschales Verfahren nach der Umschlagshäufigkeit der einzelnen Artikel ermittelt.

Anteilige Fremdkapitalzinsen wurden nicht aktiviert.

b) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind grundsätzlich zu Nominalwerten angesetzt. Die Wertberichtigungen zu Forderungen aus Lieferungen und Leistungen berücksichtigen die erfahrungsgemäßen Risiken aus diesen Forderungen.

Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bestehen in Höhe von T€ 6 (Vorjahr: T€ 0).

4. Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft beträgt € 766.937,82. Ausschüttungsgesperrte Beträge bestehen gem. § 253 Abs. 6 HGB in Höhe von T€ 73. Die Geschäftsführung schlägt vor, das Ergebnis auf neue Rechnung vorzutragen.

5. Rückstellungen

Pensionsrückstellungen

Die Rückstellungen für Pensionen werden in handelsrechtlich zulässiger Höhe ausgewiesen. Der Betrag ermittelt sich nach versicherungsmathematischen Grundsätzen mittels der sog. "Projected-Unit-Credit-Methode" auf Basis des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) unter Zugrundelegung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck. Es wird die geänderte Vorschrift des § 253 Abs. 2 HGB angewandt und ein Rechnungszinssatz im 10-Jahres-Durchschnitt in Höhe von 1,82 % zugrunde gelegt. Der Unterschiedsbetrag zum 7-Jahres-Durchschnitt beträgt T€ 73. Die Aktivwerte der Rückdeckungsversicherungen in Höhe von T€ 1.986 wurden mit den Pensionsrückstellungen verrechnet. Zinserträge aus dem Deckungsvermögen wurden in Höhe von T€ 71 mit dem Zinsaufwand aus Abzinsung verrechnet.

6. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten wurden mit den jeweiligen Erfüllungsbeträgen bilanziert. Währungsverbindlichkeiten wurden mit den zum Bilanzstichtag bestehenden Wechselkursen bewertet.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in voller Höhe durch Forderungsabtretung sowie Sicherungsübereignung der Vorräte abgesichert.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sowie die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen habe eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die übrigen Verbindlichkeiten haben in Höhe von T€ 268 eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr und in Höhe von T€ 500 eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren sind keine enthalten.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten in Höhe von T€ 65 Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern (Vorjahr: T€ 83).

C. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde entsprechend den Vorschriften gem. § 275 Abs. 2 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

D. Sonstige Angaben

1. Durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer

Arbeitnehmergruppen 2023 2022
Angestellte 27 27
- davon Mini-Job (2) (2)
Arbeiter 28 30
- davon Mini-Job (1) (1)
55 57

2. Mitglieder der Geschäftsführung

Nachname Vorname Ausgeübter Beruf Vertretungsberechtigung
Busch-Ridder Dirk Kaufmann alleine
Ridder Marc Kaufmann alleine

3. Gesamtbezüge der Geschäftsführung

Von der Befreiungsmöglichkeit nach § 286 Abs. 4 HGB wird Gebrauch gemacht.

E. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

1. Verbindlichkeiten aus Besserungsschein

Aufgrund der angespannten finanziellen Lage der Gesellschaft hat ein verbundenes Unternehmen die monatliche Miete gegen Besserungsschein reduziert. Die Reduzierung beläuft sich zum Bilanzstichtag auf gesamt T€ 1.747. Die Mietforderungen leben in der Höhe wieder auf, in der das gesamte Eigenkapital die Summe von T€ 2.750 übersteigt.

2. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

bis zu einem Jahr
zwischen einem und fünf Jahren
mehr als fünf Jahre
Leasing Pkw 22.817,76 14.071,71 0,00

3. Derivative Finanzinstrumente

Die Gesellschaft nutzt Devisentermingeschäfte ausschließlich zur Absicherung von Währungsrisiken aus zu erwartenden Zahlungsausgängen, die in Fremdwährung erfolgen. Bewertungseinheiten wurden nicht gebildet. Die Buch- und Marktwerte der derivativen Finanzinstrumente stellen sich wie folgt dar:

31.12.2023 Nominalwert
T€
31.12.2023 Marktwerte
T€
31.12.2023 Buchwerte
T€
31.12.2023 Bilanzposten
T€
Devisentermingeschäfte
Negative Marktwerte 4.575 -95 0 0

Die Marktwerte der derivativen Finanzinstrumente spiegeln die geschätzten Beträge wider, die das Unternehmen zahlen müsste oder erhalten würde, um die laufenden Verträge am Bilanzstichtag glattzustellen. Der Marktwert für die genannten Derivate bestimmt sich wie folgt:

Währungsderivate: Der Marktwert der Devisentermingeschäfte wurde über den Devisenkurs zum Bilanzstichtag bestimmt.

Eine Drohverlustrückstellung über T€ 95 wurde gebildet.

 

Singhofen, 27. August 2024

Ridder GmbH

Dirk Busch-Ridder

Marc Ridder

ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
1. Jan. 2023
Zugänge
Abgänge
31. Dez. 2023
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 242.801,25 3.923,60 0,00 246.724,85
II. SACHANLAGEN
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.902.801,61 0,00 0,00 1.902.801,61
Technische Anlagen und Maschinen 1.831.496,66 20.613,74 17.226,11 1.834.884,29
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 951.625,18 90.894,62 36.033,24 1.006.486,56
4.685.923,45 111.508,36 53.259,35 4.744.172,46
4.928.724,70 115.431,96 53.259,35 4.990.897,31
KUMULIERTE ABSCHREIBUNGEN
1. Jan. 2023
Zugänge
Abgänge
31. Dez. 2023
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 214.753,74 16.269,60 0,00 231.023,34
II. SACHANLAGEN
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.902.796,61 0,00 0,00 1.902.796,61
Technische Anlagen und Maschinen 1.793.460,81 17.475,74 17.225,11 1.793.711,44
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 841.399,33 61.455,05 36.022,24 866.832,14
4.537.656,75 78.930,79 53.247,35 4.563.340,19
4.752.410,49 95.200,39 53.247,35 4.794.363,53
NETTOBUCHWERTE
31. Dez. 2023
31. Dez. 2022
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 15.701,51 28.047,51
II. SACHANLAGEN
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 5,00 5,00
Technische Anlagen und Maschinen 41.172,85 38.035,85
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 139.654,42 110.225,85
180.832,27 148.266,70
196.533,78 176.314,21

Bestätigungsvermerk für das Geschäftsjahr 2023

An die Ridder GmbH, Singhofen

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Ridder GmbH, Singhofen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Ridder GmbH, Singhofen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

 

Koblenz, 27. August 2024

ETL-Heimfarth & Kollegen GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Helmut Heimfarth, Wirtschaftsprüfer

Sandro Minafra, Wirtschaftsprüfer

Weitere Angaben

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde in der Gesellschafterversammlung am 23. September 2024 festgestellt. Der Jahresüberschuss wird auf neue Rechnung vorgetragen.

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