Stammdaten

Register
Amtsgericht Hamburg HRB 75517
Vorher
Avanti Personalleasing GmbH
Eingetragen
16.5.2000
Branche
Sonstige Überlassung von ArbeitskräftenVermittlung von ArbeitskräftenBefristete Überlassung von Arbeitskräften
Gegenstand
Die entgeltliche Überlassung von eigenen Mitarbeitern an Dritte zur Ausführung von Dienstleistungen aller Art sowie alle damit in engerem und weiterem Zusammenhang stehenden Geschäfte unter Beachtung der Vorschriften des Arbeitnehmerüberlassungsgesetzes, insbesondere unter Ausnutzung von Datensystemen sowie die Arbeits- und Personalvermittlung.

Historie

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Management

NameRolle
Frank Schulz
seit 8.1.2026
Geschäftsführer
Geschäftsführer
Benjamin Menkel
seit 29.10.2025
Prokura
Prokura
Roberto Harwatta
seit 16.11.2020
Prokura
Peter Lau
seit 16.11.2020
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
House of HR NVBEL
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

House of Healthcare GmbH
Germany
205.000 €
100.00%

Beteiligungen

NameAnteil
No data available

Konzern- und Jahresabschlüsse

avanti GmbH

Hamburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2019 bis zum 31.12.2019

Lagebericht 2019

avanti GmbH - Hamburg

I Grundlagen des Unternehmens

Klassische Geschäftsfelder der avanti GmbH sind:

Arbeitnehmerüberlassung Outplacementberatung

Personalvermittlung Weiterbildung/Fortbildungsmaßnahmen

Headhunting

Realisiert werden alle Dienstleistungen an den Standorten Hamburg, Berlin, Köln, Stuttgart, München, Bremen, Frankfurt, Düsseldorf, Rostock, Hannover, Lübeck, Nürnberg und Leipzig.

Des Weiteren ist avanti noch mit 80% Gesellschaftsteilhaber an der Firma e-recruit GmbH. Hier wird ausschließlich Recruiting, Headhunting und Personalvermittlung betrieben. Beide Firmen arbeiten in vielen Fällen symbiotisch zusammen.

Weiterhin ist avanti mit 100 % an der Converum GmbH und mit 50% an der Dock22 GmbH beteiligt.

II Geschäftsverlauf und Rahmenbedingungen

1. Gesamtwirtschaftliche Entwicklung und Geschäftsergebnis

Die gesamte Zeitarbeitsbranche profitiert im hohen Maße von der guten gesamtwirtschaftlichen Situation in Form einer hohen Personal-Nachfragesituation.

Im Jahr 2019 wurden Umsatzerlöse in Höhe von € 69.120.795 erzielt.

Umsatzentwicklung:

2018 in T-€ 67.876

2019 in T-€ 69.120 -----) Steigerung von % 1,83

Der Jahresüberschuss verringert sich von T-€ 2.776 um T-€ 1.047 auf T-€ 1.729.

Wesentliche nichtfinanzielle Leistungsindikatoren sind unsere Arbeitnehmer.

Bei avanti betrug der Anteil der weiblichen Beschäftigten ca. 69%, demnach männliche Beschäftigte 31%. Auch im Führungsbereich von avanti sind mehr Frauen als Männer verantwortlich tätig. Einstiegsgehälter und Tantiemen sind für beide Geschlechter gleich. Die Höhe der Vergütung richtet sich ausschließlich nach Aufgabe und Eignung der Mitarbeiter.

2. Branchenspezifische Entwicklung

Das Jahr 2019 war ein schwieriges Jahr für die Personaldienstleistung in Deutschland, der Markt insgesamt ist um 15-20% geschrumpft. Unter diesem Gesichtspunkt ist das moderate Wachstum in 2019 gerade noch zufriedenstellend.

Avanti ist durch sein überregionales Niederlassungsnetz in der Lage, nahezu überall in Deutschland Geschäfte auch im großen Umfang abzuwickeln.

Mit nun insgesamt über 2.000 Mitarbeitern gehört avanti in die größten 10% unserer Branche.

Umsatzwachstum und Mitarbeiterzahlen sind in 2019 kongruent zueinander gestiegen.

Durch steigende gesetzliche Anforderungen an die Umsetzung von Equal-Pay und der steigenden Größe des Unternehmens haben wir konsequent den internen Bereich weiter gestärkt, mehr internes Personal im Bereich von Verwaltung und Buchhaltung wurde eingestellt. Dieser finanzielle Aufwand schlägt sich klar im Verhältnis Mehrumsatz zu Ertrag nieder.

Des Weiteren haben wir in 2019 die Rekrutierung erheblich in den Niederlassungen durch Neueinstellungen gestärkt, weiterhin wurden große Investitionen im Bereich Multimedia und Homepage erbracht.

III Lage des Unternehmens

1. Vermögenslage

Die Bilanzsumme beträgt am 31.12.2019 T-€ 10.563 (Vorjahr: T-€ 11.980).

Die Eigenkapitalquote hat sich von 21,69% aus dem Vorjahr auf 19,83 % in 2019 vermindert.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind von T- € 5.002 auf T-€ 5.257 gestiegen.

Die sonstigen Rückstellungen haben sich aufgrund wesentlich geringerer Rückstellungen für Personalkosten von T- € 4.598 auf T- € 3.687 verringert.

2. Ertragslage der Gesellschaft

Der Gewinn Rückgang zum Vorjahr ist im Wesentlichen durch Investitionen in die Zukunft (deutlich erhöhter EDV Aufwand, Abschreibungen und Raumkosten) und durch erhöhte Personalkosten durch Abfindungen zu erklären.

Avanti war auch 2019 in der Lage den im Verhältnis zum Wettbewerb guten Deckungsbeitrag pro verkaufter Stunde der Vorjahre zu bestätigen.

Die gesamte Kostensituation hat sich in diesem Jahr kongruent zum Wachstum verhalten, es gibt keinerlei auffällige Entwicklungen in einem Kostensegment.

Durch die mittlerweile gute strategische Positionierung in vielen deutschen Großstädten verfügen wir über eine sehr gute Marktstellung und gute Synergieeffekte. Wir erwarten für die Folgejahre ein weiteres moderates Wachstum und eine langfristig ausgelegte Ergebniserhöhung.

3. Finanzlage der Gesellschaft

Unsere Finanzlage ist als gut und stabil zu bezeichnen. Das gesamte Zahlungssystem ist darauf ausgerichtet, unsere Verbindlichkeiten innerhalb der vereinbarten Fristen zu begleichen.

Verbindlichkeiten und Forderungen stehen sich in einem angemessenen Verhältnis gegenüber, die Liquiditätslage ist durch die kreditversicherte Umsatzfinanzierung mit der nahezu sofortigen Realisierung der Umsätze als gut zu bewerten.

Investitionen werden aus dem laufenden Geschäftsbetrieb finanziert. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestehen derzeit nicht.

IV Bericht über die voraussichtliche Entwicklung mit ihren wesentlichen Chancen und Risiken

1. Prognosebericht

Für 2020 erwarten wir ein leicht erhöhtes Betriebsergebnis.

Aufgrund der Verkleinerung des Marktes in 2019 erwarten wir zukünftig eine Erhöhung des Preisdrucks und ein Sinken der Margen in nicht hochqualifizierten Personalbereichen. Wir sehen uns durch die Erschließung von neuen Geschäftsfeldern im Pharma- und Medizintechnik Bereich gut gerüstet für ein schlechter werdendes Umfeld.

Am 11. März 2020 hat die WHO (Weltgesundheitsorganisation) den Ausbruch des Coronavirus "Covid-19" als weltweite Pandemie eingestuft. Diese weltweite Entwicklung hat deutliche wirtschaftliche Auswirkungen auf deutsche Unternehmen, bspw. aufgrund von Einschränkungen in Produktion und Handel oder aufgrund von Reisebeschränkungen. Die deutsche Regierung und Regierungen weltweit haben dazu Maßnahmen ergriffen, um die Ausbreitung des Virus einzudämmen, die aktuell zu starken gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Restriktionen führt.

Die Folgen der Pandemie und der staatlichen Maßnahmen zu ihrer Eindämmung haben unmittelbar und mittelbar auch Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit unserer Gesellschaft. Aufgrund der aktuellen Corona-Krise ist die Prognose zur gesamtwirtschaftlichen Entwicklung für das kommende Geschäftsjahr 2020 insbesondere für die weitere Entwicklung und die derzeit bestehenden Beschränkungen in Deutschland mit hoher Unsicherheit verbunden.

Um in den Krankenhäusern Kapazitäten für Corona Patienten vorzuhalten, wurden insbesondere in den Monaten ab Mitte März bis Mitte Mai 2020 viele Operationen verschoben, sodass der Bedarf an Zeitarbeitern drastisch sank. Dies führte in unserem Unternehmen zeitweise zu Kurzarbeit. Seit August ist in den Krankenhäusern wieder Normalität eingekehrt und die Nachfrage nach Zeitarbeit ist wieder gestiegen.

Stand Juli 2020: Covid-19/Corona hat die Wirtschaftswelt fest im Griff. In wirtschaftlich unsicheren Zeiten wird als erstes das Fremdpersonal reduziert. Es gibt erhebliche Verwerfungen und Minderumsätze innerhalb der Branche. Wir haben im Verhältnis zu 2019 kumuliert einen Minderumsatz von ca. - € T2.000, durch eine bessere Kostenstruktur stehen wir im Ergebnis aber besser da.

In wirtschaftlich guten Zeiten ist die Personalrekrutierung aufgrund der hohen Personalnachfragesituation traditionell erschwert.

Der aktuell niedrige Arbeitslosenstand grenzt den Bewerbermarkt weiter ein, die Rekrutierung von geeigneten Bewerbern nimmt heute einen höheren Stellenwert ein als noch vor einigen Jahren.

Durch ein sehr gutes crossmediales Recruiting und auch durch unsere Tochterunternehmen stehen wir diesen Herausforderungen gut gerüstet gegenüber, was sich am überdurchschnittlichen Wachstum der letzten Jahre gut ablesen lässt.

Langfristig sind durch politische Veränderungen schwierigere Marktbedingungen zu erwarten, dem gegenüber sind wir durch ein breites Portfolio an Dienstleistungen und durch eine sehr hohe Fachkräftequote gut aufgestellt.

2. Risikobericht

Dienstleister im Personalwesen unterliegen insbesondere Risiken im Bereich der konjunkturellen Entwicklung und damit einhergehend der schlechteren Personalnachfragesituation.

Weiterhin sind starke Veränderungen auf Gesetzgeberseite im Bereich des AÜG (Arbeitnehmerüberlassungsgesetz) zu erwarten.

Durch unsere strategische Ausrichtung in Richtung qualifiziertem Personal (ca. 95%) treten wir diesen zu erwarteten Veränderungen gut gerüstet gegenüber.

Wir werden auch zukünftig in der Lage sein, sämtlichen Verpflichtungen fristgerecht nachkommen zu können.

Die langfristigen Folgen der wirtschaftlichen Verwerfung des Virus sind zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht in voller Tragweite absehbar, es entsteht dadurch ein Risiko für die Weltwirtschaft und Konjunktur.

3. Chancenbericht

Durch unsere sehr gute Fachkräftequote (insbesondere im medizinischen Bereich) und der stetig guten Geschäftsentwicklung sehen wir uns die Zukunft gut aufgestellt. Wir werden den eingeschlagenen Weg konsequent fortsetzen. Die Eröffnung von neuen Standorten oder Beteiligungen ist für die Zukunft avisiert. Ein weiterer Ausbau von qualifiziertem Personal wird hierbei eindeutig das Ziel sein.

 

Hamburg, im August 2020

gez. Frank Hartung, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

31.12.2019
EUR
31.12.2018
EUR
A. Anlagevermögen 1.093.247,75 1.126.657,00
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 454.989,01 446.454,00
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutz- und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 454.989,01 446.454,00
II. Sachanlagen 580.758,74 622.703,00
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 580.758,74 622.703,00
III. Finanzanlagen 57.500,00 57.500,00
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 45.000,00 45.000,00
2. Beteiligungen 12.500,00 12.500,00
B. Umlaufvermögen 9.427.343,13 10.832.687,49
I. Vorräte 17.115,14 22.128,67
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 17.115,14 22.128,67
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 6.918.422,07 6.806.994,59
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 5.257.248,15 5.002.953,54
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 52.750,33 8.675,97
3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 15.295,12 15.189,35
4. sonstige Vermögensgegenstände 1.593.128,47 1.780.175,73
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 917.932,87 883.187,08
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 2.491.805,92 4.003.564,23
C. Rechnungsabgrenzungsposten 43.198,89 20.983,53
Bilanzsumme, Summe Aktiva 10.563.789,77 11.980.328,02

Passiva

31.12.2019
EUR
31.12.2018
EUR
A. Eigenkapital 2.095.275,01 2.599.121,26
I. gezeichnetes Kapital 205.000,00 205.000,00
II. Bilanzgewinn 1.890.275,01 2.394.121,26
davon Gewinnvortrag 161.155,31 161.155,31
B. Rückstellungen 3.444.600,65 4.929.526,92
1. Steuerrückstellungen 57.237,00 331.332,70
2. sonstige Rückstellungen 3.387.363,65 4.598.194,22
C. Verbindlichkeiten 5.023.914,11 4.451.679,84
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 84,90 0,00
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 84,90 0,00
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 284.795,66 136.284,00
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 284.795,66 136.284,00
3. sonstige Verbindlichkeiten 4.739.033,55 4.315.395,84
davon aus Steuern 1.886.398,56 1.912.080,77
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 362.087,70 356.237,23
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 4.739.033,55 4.315.395,84
Bilanzsumme, Summe Passiva 10.563.789,77 11.980.328,02

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2019 - 31.12.2019
EUR
1.1.2018 - 31.12.2018
EUR
1. Umsatzerlöse 69.120.795,30 67.876.190,90
2. sonstige betriebliche Erträge 2.445.062,50 1.656.969,83
3. Materialaufwand 6.520,07 2.982,94
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 5.013,53 -4.271,04
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 1.506,54 7.253,98
4. Personalaufwand 62.153.581,19 59.473.858,19
a) Löhne und Gehälter 52.584.112,77 50.449.062,78
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 9.569.468,42 9.024.795,41
davon für Altersversorgung 57.213,64 60.791,49
5. Abschreibungen 535.161,17 407.582,42
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 535.161,17 407.582,42
6. sonstige betriebliche Aufwendungen 6.136.899,10 5.495.765,54
7. Erträge aus Beteiligungen 6.950,00 0,00
8. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 4.281,43 823,61
davon aus verbundenen Unternehmen 664,90 465,38
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 38.128,21 0,40
10. Steuern vom Einkommen und Ertrag 941.961,57 1.354.528,90
11. Ergebnis nach Steuern 1.764.837,92 2.799.265,95
12. sonstige Steuern 35.718,22 22.800,00
13. Jahresüberschuss 1.729.119,70 2.776.465,95

Ergebnisverwendung

1.1.2019 - 31.12.2019
EUR
1.1.2018 - 31.12.2018
EUR
13. Jahresüberschuss 1.729.119,70 2.776.465,95
14. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 161.155,31 161.155,31
15. Vorabausschüttung / beschlossene Ausschüttung GJ 0,00 543.500,00
16. Bilanzgewinn 1.890.275,01 2.394.121,26

Anhang

1. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die avanti GmbH mit Sitz im Mühlenstieg 17, 22041 Hamburg, ist im Handelsregister des Amtsgerichtes Hamburg unter der Registernummer HRB 75517 eingetragen.

Der Jahresabschluss der avanti GmbH, Hamburg zum 31. Dezember 2019 ist nach den handelsrechtlichen Vorschriften der §§ 242 ff HGB unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für große Kapitalgesellschaften aufgestellt.

Für die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 2 HGB) gewählt.

Zu den gemäß § 284 Abs. 2 Nr. 1 HGB erforderlichen Angaben zu den angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden ist anzuführen, dass Gliederung und Bewertung den handelsrechtlichen Vorschriften entsprechen.

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2018 wurde gemäß Gesellschafterbeschluss vom 28. Juni 2019 festgestellt.

2. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Das Anlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen (Nutzungsdauer zwischen 3 und 13 Jahren) angesetzt. Immaterielle Wirtschaftsgüter haben eine Nutzungsdauer von 3 Jahren und werden linear abgeschrieben.

Auf Grund einer Betriebsprüfung für die Jahre 2014 bis 2017 wurden die Nutzungsdauern einiger Vermögensgegenstände angepasst.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt.

Forderungen wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken mit dem Nominalwert angesetzt.

Liquide Mittel wurden zum Nennbetrag angesetzt.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tage darstellen; die Auflösung des Posten erfolgt entsprechend dem Zeitablauf.

Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Einzelheiten können dem Rückstellungsspiegel entnommen werden.

Verbindlichkeiten wurden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

3. Angaben zur Bilanz

Brutto-Anlagenspiegel

Die Aufgliederung und Entwicklung der Anlagenwerte ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2019
Euro
Zugänge
Euro
davon FK-Zinsen
Euro
Abgänge
Euro
Umbuchungen
Euro
Anschaffungs-, Herstellungskosten 31.12.2019
Euro
Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 515.952,69 192.964,07 0,00 593,10 0,00 708.323,66
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 515.952,69 192.964,07 0,00 593,10 0,00 708.323,66
Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.602.917,35 271.124,34 0,00 161.793,77 0,00 1.712.247,92
Summe Sachanlagen 1.602.917,35 271.124,34 0,00 161.793,77 0,00 1.712.247,92
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 45.000,00 0,00 0,00 0,00 0,00 45.000,00
Beteiligungen 12.500,00 0,00 0,00 0,00 0,00 12.500,00
Summe Finanzanlagen 57.500,00 0,00 0,00 0,00 0,00 57.500,00
Summe Anlagevermögen 2.176.370,04 464.088,41 0,00 162.386,87 0,00 2.478.071,58
kumulierte Abschreibungen 01.01.2019
Euro
Abschreibungen Geschäftsjahr
Euro
Zugänge
Euro
Abgänge
Euro
Umbuchungen
Euro
kumulierte Abschreibungen 31.12.2019
Euro
Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 69.498,69 180.478,75 3.891,31 534,10 0,00 253.334,65
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 69.498,69 180.478,75 3.891,31 534,10 0,00 253.334,65
Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 980.214,35 354.682,42 7.986,02 161.579,77 0,00 1.181.303,02
Summe Sachanlagen 980.214,35 354.682,42 7.986,02 161.579,77 0,00 1.181.303,02
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 1.049.713,04 535.161,17 11.877,33 162.113,87 0,00 1.434.637,67
Zuschreibungen Geschäftsjahr
Euro
Buchwert 31.12.2019
Euro
Buchwert 31.12.2018
Euro
Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 454.989,01 446.454,00
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 454.989,01 446.454,00
Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 49.813,84 580.758,74 622.703,00
Summe Sachanlagen 49.813,84 580.758,74 622.703,00
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 45.000,00 45.000,00
Beteiligungen 0,00 12.500,00 12.500,00
Summe Finanzanlagen 0,00 57.500,00 57.500,00
Summe Anlagevermögen 49.813,84 1.093.247,75 1.126.657,00

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Restlaufzeiten sind für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen unter einem Jahr, für sonstige Vermögensgengestände in Höhe von EUR 917.932,87 (Vorjahr EUR 883.187,08) beträgt die Laufzeit mehr als ein Jahr.

Rückstellungen

Die Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

Steuerrückstellungen:

Gewerbesteuer EUR 57.237,00 (Vorjahr EUR 202.233,00)

Körperschaftsteuer EUR 0,00 (Vorjahr EUR 129.099,70)

Sonstige Rückstellungen:

Tantieme Niederlassungsleiter EUR 1.578.140,36 (Vorjahr EUR 3.004.288,99)

Urlaubsrückstellung extern Mitarbeiter EUR 914.917,32 (Vorjahr EUR 795.451,97)

Arbeitszeitkonten externe Mitarbeiter EUR 724.125,33 (Vorjahr EUR 641.368,60)

Urlaubsrückstellung interne Mitarbeiter EUR 136.580,64 (Vorjahr EUR 118.984,66)

Abschluss- und Prüfungskosten EUR 33.600,00 (Vorjahr EUR 33.600,00)

Sonstige Rückstellungen EUR 0,00 (Vorjahr EUR 4.500,00)

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten in Höhe von EUR 5.023.914,11 haben alle eine Laufzeit unter einem Jahr.

Art der Verbindlichkeit zum Gesamt davon mit einer Restlaufzeit
31.12.2019 TEuro < 1 J.
TEuro
1 bis 5 J.
TEuro
< 5 J.
TEuro
gegenüber Kreditinstituten 0,1 0,1 0,0 0,0
aus Lieferungen und Leistungen 284,8 284,8 0,0 0,0
sonstige Verbindlichkeiten:
Verbindlichkeiten aus Lohn- u. Gehalt 2.420,7 2.420,7 0,0 0,0
Verbindlichkeiten soziale Sicherheit 362,1 362,1 0,0 0,0
Verbindlichkeiten Lohn- und Kirchensteuer 590,6 590,6 0,0 0,0
Verbindlichkeiten aus Steuern u. Abgaben 389,7 389,7 0,0 0,0
Umsatzsteuer 2019 906,1 906,1 0,0 0,0
Sonstige 69,8 69,8 0,0 0,0
Summe 5.023,9 5.023,9 0,0 0,0

Sicherheiten wurden nicht gestellt.

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse sind gegenüber dem Vorjahr von EUR 67.876.190,90 um 1,8 % auf EUR 69.120.795,30 gestiegen.

Personalaufwand

Der Personalaufwand ist im gleichen Zeitraum von EUR 59.473.858,19 um 4,5 % auf EUR 62.153.581,19 gestiegen.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen handelt es sich im wesentlichen um Raumkosten in Höhe von EUR 1.484.099,79 (Vorjahr: EUR 1.288.952,84) für die zwölf Niederlassungen, Fahrzeugkosten EUR 1.138.499,67 (Vorjahr: EUR 1.092.877,11), Kosten für Stellenanzeigen, Recruiting und Wartung der EDV Anlagen EUR 1.656.957,82 (Vorjahr: EUR 1.382.662,14), sowie periodenfremde Aufwendungen EUR 44.543,50 (Vorjahr: EUR 96.654,43), die sich aus Nachzahlungen für Handelskammerbeiträge, Nachzahlungen aus Betriebskostenabrechnungen für Vorjahre und Nachzahlungen aus einer Sozialversicherungsprüfung zusammen setzen.

Sonstige Angaben

Beteiligungsverhältnisse und Anteile an verbundenen Unternehmen

Die Gesellschaft hält am Bilanzstichtag Beteiligungen und Anteile an verbundenen Unternehmen im Sinne des § 271 Abs. 1 u. 2 HGB an der e-recruit GmbH, Hamburg in Höhe von 80 % des Stammkapitals (Stammkapital EUR 25.000,00). Für das Geschäftsjahr 2019 weist die Gesellschaft einen Jahresfehlbetrag in Höhe von EUR 4.078,16 aus. Weiterhin hält die avanti GmbH am Bilanzstichtag an der Converum GmbH, Hamburg eine Beteiligung in Höhe von 100 % des Stammkapitals (Stammkapital EUR 25.000,00). Für das Geschäftsjahr 2019 hat die Gesellschaft einen Jahresüberschuss in Höhe von EUR 44.610,69 erzielt. An der Dock 22 GmbH, Hamburg hält die avanti GmbH eine Beteiligung in Höhe von 50 % des Stammkapitals (Stammkapital EUR 25.000,00). Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr 2019 einen Jahresüberschuss in Höhe von EUR 195.544,41 erzielt.

Die Beteiligung an der e-recruit GmbH wurde mit Notarvertrag vom 17. Februar 2020 verkauft, Erwerber sind Herr Frank Hartung und Herr Florian Hermes.

Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten sonstigen finanziellen Verpflichtungen

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen weitere sonstige finanzielle Verpflichtungen. Im Einzelnen beinhalten diese Verpflichtungen folgende Sachverhalte:

Bestehende Mietverträge für dreizehn Niederlassungen:

Laufzeit bis Jahresmiete
Hamburg 30.11.2026 333.350,00 EUR
Köln 31.10.2026 164.000,00 EUR
Berlin 31.03.2026 181.600,00 EUR
München 30.04.2021 148.200,00 EUR
Stuttgart 31.12.2020 131.200,00 EUR
Leipzig 30.09.2021 48.250,00 EUR
Düsseldorf 31.12.2023 40.100,00 EUR
Frankfurt 31.03.2020 75.100,00 EUR
Bremen 31.07.2021 60.500,00 EUR
Hannover 31.03.2022 47.400,00 EUR
Lübeck 30.11.2022 35.300,00 EUR
Rostock 31.08.2020 20.100,00 EUR
Nürnberg 30.06.2024 53.200,00 EUR
Summe 1.338.300,00 EUR

Aus Kfz-Leasingverträgen mit Laufzeiten von drei Jahren resultieren finanzielle Verpflichtungen in Höhe von EUR 1.800.000,00 jährlich, bis zum Ende der Laufzeit.

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer

31.03.2019 30.06.2019 30.09.2019 31.12.2019
Leitende Angestellte 3 3 3 3
Interne Mitarbeiter 205 217 231 228
Externe Mitarbeiter 1.751 1.737 1.802 1.778
Summe 1.959 1.957 2.036 2.009

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter betrug 1.991.

Geschäftsführung

Die Geschäftsführung wurde im Berichtsjahr von Herrn Frank Hartung, Kaufmann, Hamburg, ausgeführt.

Vergütungen der Geschäftsführer

Die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wird unter Bezugnahme auf § 286 Abs. 4 HGB unterlassen.

Angaben zu Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern

Sachverhalte 2019 2018
Forderungen 0,00 EUR 7.088,30 EUR

Abschlussprüferhonorar

Der Abschlussprüfer erhielt in 2019 ein Honorar in Höhe von EUR 11.500,00 für Abschlussprüferleistungen. Weitere Honorare fielen nicht an.

Gewinnverwendung

Die Geschäftsführung beschließt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung:

Der Jahresüberschuss beträgt Euro 1.729.119,70.

Einschließlich des zu berücksichtigenden Gewinnvortrages ergibt sich ein Betrag von Euro 1.890.275,01, der zu verwenden ist. Auf neue Rechnung werden Euro 1.890.275,01 vorgetragen.

Nachtragsbericht

Die weltweite Ausbreitung des Coronavirus SARA-CoV-2 hat im ersten Halbjahr 2020 stetig zugenommen. Es ist davon auszugehen, dass die Ertragslage der avanti GmbH im Wirtschaftsjahr 2020 dadurch wesentlich beeinflusst wird. Der Prognosebericht nimmt hierzu ausführlich Stellung.

 

Hamburg, im August 2020

gez. Frank Hartung, Geschäftsführer

Angabe der Ausleihungen, Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern

1.1.2019 - 31.12.2019

Der Betrag der sonstigen Vermögensgegenstände gegenüber Gesellschaftern beträgt 0,00 EUR.

1.1.2018 - 31.12.2018

Der Betrag der sonstigen Vermögensgegenstände gegenüber Gesellschaftern beträgt 7.088,30 EUR.

sonstige Berichtsbestandteile

 

gez. Frank Hartung, Geschäftsführer

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 14.08.2020 festgestellt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die avanti GmbH, Hamburg

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der avanti GmbH, Hamburg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2019 und der Gewinn- und Verlustrechnung vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der avanti GmbH, Hamburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2019 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 und vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung des gesetzlichen Vertreters für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Der gesetzliche Vertreter ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der gesetzliche Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftiger Weise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von dem gesetzlichen Vertreter zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hamburg, den 11. September 2020

Neubert & Persson GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Beatrix Neubert, Wirtschaftsprüfer

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