Esprit Europe GmbHLiquidiert
40878 Ratingen, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Benedikt Gatt seit 20.8.2024 | Prokura |
Esther Rüffer seit 20.8.2024 | Prokura |
Christian Dr. Gerloff seit 3.6.2024 | Geschäftsführer |
Christian Stoffler seit 3.6.2024 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
Esprit Europe B.V. | 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Beteiligungen
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% | |
Esprit Europe Services GmbHAufgelöst | 100.00% |
Esprit Wholesale GmbHAufgelöst | 100.00% |
Esprit Card Services GmbHAufgelöst | 100.00% |
Esprit Global Image GmbHAufgelöst | 50.00% |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Esprit Europe GmbHRatingenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.12.2020 bis zum 30.06.2021Lagebericht für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Dezember 2020 bis zum 30. Juni 2021A. Grundlagen des UnternehmensGeschäftsmodell des Unternehmens Die ESPRIT Gruppe ist ein internationaler Lifestyle-Konzern, der seine Produkte unter dem international etablierten Markennamen ESPRIT über ihre Vertriebskanäle Großhandel, eigener Einzelhandel und Internet-Shop verkauft. Das Geschäftskonzept der ESPRIT Gruppe wird gekennzeichnet von Design, Marketing und Verkauf von Produkten. Die ESPRIT Gruppe positioniert sich im umsatzstarken, mittleren Preissegment, so dass eine breite Zielgruppe erreichbar ist. Die Esprit Europe GmbH leitet eine Gruppe von ESPRIT-Unternehmen, die insbesondere in der Entwicklung, Herstellung und dem Vertrieb von Modebekleidungsartikeln, Accessoires, Kosmetikartikeln sowie Lifestyle-Artikeln tätig sind. Gegenstand des Unternehmens ist die Erbringung von Dienstleistungen an Gesellschaften der ESPRIT Gruppe, insbesondere in den Bereichen Verwaltung und Beratung, Informationssysteme, Recht, Controlling, strategische Planung/Unternehmensfinanzierung, Zahlungsabsicherung, Finanzbuchhaltung, Architektur, Werbung sowie Personalwesen. Da die Gesellschaft nur Dienstleistungen für andere Konzerngesellschaften erbringt, ist die Entwicklung der Gesellschaft sowie deren Chancen und Risiken direkt mit denen der ESPRIT Gruppe verknüpft. Daher sind die nachfolgenden Ausführungen, die sich auf die weltweite ESPRIT Gruppe beziehen, auch auf die Esprit Europe GmbH anzuwenden. Die Esprit Europe GmbH hat keine eigenen Produktionsstätten, die ein Umweltmanagement erfordern. Forschung und Entwicklung Die Esprit Europe GmbH unterhält keine Forschungs- oder Entwicklungseinheiten. Rumpfgeschäftsjahr Mit Gesellschafterbeschluss vom 02. Juni 2021 hat die Gesellschaft das Geschäftsjahr auf den 1. Dezember 2020 bis 30. Juni 2021 geändert. Es handelt sich demnach um ein Rumpfgeschäftsjahr. Im Lagebericht wird bei stichtagsbezogenen Aussagen der 30. Juni 2021 dem 30. November 2020 als Vorjahreswert gegenübergestellt. Die Vergleichbarkeit des Rumpfgeschäftsjahres mit dem Vorjahr ist bei zeitraumbezogenen Angaben aufgrund zwei aufeinanderfolgender unterschiedlicher Rumpfgeschäftsjahre eingeschränkt. B. Angaben zu Geschäftsverlauf und Lage der GesellschaftGesamtwirtschaftliche Entwicklung Im Kalenderjahr 2020 ist die gesamtwirtschaftliche Leistung der deutschen Volkswirtschaft preisbereinigt um 5,0 % gesunken. Es handelt sich hierbei um den stärksten Rückgang seit der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise in den Jahren 2008 und 2009. Der Grund für den starken Einbruch im Jahr 2020 ist die weltweite Corona-Pandemie mit dem einhergehenden Shutdown der Wirtschaft. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist im 4. Quartal 2020 gegenüber dem 3. Quartal 2020 - preis-, saison- und kalenderbereinigt - um 0,3 % gestiegen. Im Verlauf des Jahres hatte sich die deutsche Wirtschaft nach dem historischen Einbruch des BIP um 9,7 % im 2. Quartal 2020 im 3. Quartal zunächst erholt (+8,5 %). Im 4. Quartal wurde diese Erholung durch die zweite Corona-Welle und den erneuten Lockdown zum Jahresende gebremst. Das Bruttoinlandsprodukt ist im 1. Quartal 2021 gegenüber dem 4. Quartal 2020 - preis-, saison- und kalenderbereinigt - um 1,8 % gesunken und im 2. Quartal 2021 gegenüber dem 1. Quartal 2021 - preis-, saison- und kalenderbereinigt - um 1,6 % gestiegen. Damit erholte sich die deutsche Wirtschaft im 2. Quartal wieder. Für das gesamte Jahr 2021 ist das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 2,7 % höher als im Jahr 2020 (auch kalenderbereinigt). Die konjunkturelle Entwicklung war auch im Jahr 2021 stark abhängig vom Corona-Infektionsgeschehen und den damit einhergehenden Schutzmaßnahmen. Trotz der andauernden Pandemiesituation und zunehmender Liefer- und Materialengpässe konnte sich die deutsche Wirtschaft nach dem Einbruch im Vorjahr erholen, wenngleich die Wirtschaftsleistung das Vorkrisenniveau noch nicht wieder erreicht hat. Im Vergleich zum Jahr 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie, war das BIP 2021 noch um 2,0 % niedriger. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2022 um 1,9 % höher als im Vorjahr. Kalenderbereinigt betrug das Wirtschaftswachstum 2,0 %. Die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland war im Jahr 2022 geprägt von den Folgen des Kriegs in der Ukraine wie den extremen Energiepreiserhöhungen. Hinzu kamen verschärfte Material- und Lieferengpässe, massiv steigende Preise beispielsweise für Nahrungsmittel sowie der Fachkräftemangel und die andauernde, wenn auch im Jahresverlauf nachlassende Corona-Pandemie. Trotz dieser nach wie vor schwierigen Bedingungen konnte sich die deutsche Wirtschaft im Jahr 2022 insgesamt gut behaupten. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist im 1. Quartal 2023 gegenüber dem 4. Quartal 2022 - preis-, saison- und kalenderbereinigt - um 0,3 % gesunken und im 2. Quartal 2023 gegenüber dem 1. Quartal 2023 - preis-, saison- und kalenderbereinigt - nicht weiter gesunken (0,0 %). (Quelle: Destatis) Branchenentwicklung Im Dezember 2020 haben die Großhandelsunternehmen kalender- und saisonbereinigt real 4,0 % und nominal 4,6 % mehr Umsatz erwirtschaftet als im November 2020. Gegenüber dem Vorjahresmonat stieg der Umsatz im Dezember 2020 real um 8,8 % und nominal um 7,5 %. Der Großhandel mit Konsumgütern (Konsumtionsverbindungshandel) setzte im 1. Quartal 2021 real 0,9 % und nominal 1,8 % mehr um als im 1. Quartal 2020 und im 2. Quartal 2021 real 7,7 % und nominal 9,3 % mehr um als im 2. Quartal 2020. Die Umsätze im Konsumtionsverbindungshandel von Gebrauchs- und Verbrauchsgütern stiegen im Jahr 2021 gegenüber dem Vorjahreszeitraum real um 6,5% und nominal um 8,2%. Der Einzelhandel (stationär und online) erzielte 2021 1,8% mehr Umsatz als im Jahr 2020, wobei der stationäre Einzelhandel Umsatzeinbußen von -0,7% hinnehmen musste. Besonders betroffen war der Bekleidungshandel. Im Vergleich zu 2020 sank der Einzelhandel mit Textilien, Bekleidung, Schuhen und Lederwaren sogar um 9%. Der Großhandel mit Konsumgütern (Konsumtionsverbindungshandel) erzielte von Januar bis November 2022 real 1,3 % mehr Umsatz als im selben Zeitraum des Jahres 2021. Sowohl im Großhandel mit Gebrauchs- und Verbrauchsgütern als auch im Großhandel mit Lebensmittel stiegen die Umsätze zum Vorjahreszeitraum um 1,8 % beziehungsweise 1,1 % an. Der Großhandel mit Bekleidung und Schuhen erwirtschaftete in den ersten elf Monaten des Jahres 2022 ein Plus von 17,6 %. Nach Aufhebung der Corona-Schutzmaßnahmen verbuchte der Einzelhandel mit Textilien, Bekleidung, Schuhen und Lederwaren im Jahr 2022 besonders hohe Zuwächse gegenüber dem Vorjahr, die jedoch nicht ausreichten, die coronabedingten Verluste der beiden Vorjahre zu kompensieren. Die Einzelhandelsunternehmen in Deutschland haben im Jahr 2022 real (preisbereinigt) 0,6 % weniger und nominal (nicht preisbereinigt) 7,8 % mehr umgesetzt als im Vorjahr. Während die realen Umsätze im ersten Halbjahr 2022 gegenüber dem 1. Halbjahr 2021 noch um 3,1 % stiegen, waren sie in der zweiten Jahreshälfte mit einem Minus von 4,1 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum deutlich rückläufig. Ursächlich für den realen Umsatzeinbruch im Jahr 2022 dürften in erster Linie die deutlich gestiegenen Verbraucherpreise unter anderem für Lebensmittel und Energie sein. Zudem hatte der deutsche Einzelhandel im Jahr 2021 noch einen Rekordumsatz erwirtschaftet. Dabei verzeichnete der Einzelhandel mit Textilien, Bekleidung, Schuhen und Lederwaren unter allen erfassten Einzelhandelsbranchen mit einem Plus von real 27,0 % den größten Umsatzzuwachs zum Vorjahr. Trotz dieses starken Zuwachses konnte die Branche die coronabedingten Verluste der beiden Vorjahre noch nicht vollständig wettmachen: Die Umsätze im Einzelhandel mit Textilien, Bekleidung, Schuhen und Lederwaren lagen im Jahr 2022 mit einem Minus von real 7,6 % noch immer deutlich unter dem Niveau des Jahres 2019. Im Onlinehandel lagen die Umsätze im Jahr 2022 real um 8,5% und nominal um 3,6% unter dem Jahr 2021. Die Einzelhandelsunternehmen in Deutschland haben im 1. Halbjahr 2023 real (preisbereinigt) 4,5 % weniger umgesetzt als im 1. Halbjahr 2022. Im Vergleich hierzu stiegen die nominalen (nicht preisbereinigten) Umsätze um 3,6 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Die Differenz zwischen den nominalen und realen Ergebnissen spiegelt das deutlich gestiegene Preisniveau im Einzelhandel wider. Besonders hoch fiel der Umsatzrückgang im Internet- und Versandhandel aus, der im Zeitraum von Januar bis Juni 2023 ein Minus von real 7,3 % und nominal von 2,6 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum verbuchte. (Quelle: Destatis) Somit bleibt die größte Herausforderung im Handel, eine optimale Verknüpfung zwischen Online- und Offlinehandel herzustellen. So müssen die Vorteile des stationären Handels, wie Beratung oder weiterführende Servicedienstleistungen, mit den Vorteilen des Onlinehandels, wie 24-Stunden-Shopping oder größere Warenverfügbarkeit, kombiniert werden. Ein perfektes Zusammenspiel zwischen Online- und Offlinehandel wird zunehmend ein Erfolgsfaktor im Handel werden. Die Kunden informieren sich sowohl bei offline als auch bei online-Käufen zunehmend im Internet. Eine gute Verknüpfung zwischen Online- und Offlinehandel kann die Entwicklung der Kundenloyalität, Kundenfrequenz und damit letztlich des Kundeneinkaufes somit deutlich positiv beeinflussen. Die Esprit Europe GmbH ist indirekt von den gesamtwirtschaftlichen- und Branchenentwicklungen betroffen, da sie Dienstleistungen an Gesellschaften der ESPRIT Gruppe erbringt. Eine geringere Nachfrage nach Konsumgütern der Esprit Gesellschaften wirkt sich damit indirekt in einer geringeren Nachfrage nach Dienstleistungen aus. Geschäftsverlauf Der vorliegende Jahresabschluss betrifft das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Dezember 2020 bis zum 30. Juni 2021. Die angegebenen Vorjahreszahlen stammen aus dem Jahresabschluss der Gesellschaft für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Juli 2020 bis zum 30. November 2020. Die Vergleichbarkeit des Rumpfgeschäftsjahres mit dem Vorjahr ist insofern bei zeitraumbezogenen Angaben eingeschränkt. Trotz Corona-Pandemie und den damit einhergehenden wirtschaftlichen Einschränkungen hat sich der im Rumpfgeschäftsjahr 2020 beobachtete Umsatzrückgang im Rumpfgeschäftsjahr 2021 nicht fortgesetzt. Im Berichtszeitraum sind die Umsatzerlöse der Gesellschaft aufgrund einer höheren Weiterverrechnung von Management- und Verwaltungsleistungen um 25,3% auf T€ 57.002 (Vorjahr T€ 45.505) gestiegen. Zugleich wirkten sich die im Rahmen des Insolvenzverfahrens eingeleiteten Restrukturierungsmaßnahmen positiv auf das Jahresergebnis aus. Die Gesellschaft hat im Rumpfgeschäftsjahr ein positives Ergebnis vor Zinsen und Steuern in Höhe von T€ 1.237 (Vorjahr T€ 852.713) und ein Jahresergebnis in Höhe von T€ 1.197 (Vorjahr T€ 846.978) erzielt. Der Rückgang des Jahresergebnisses ergibt sich im Wesentlichen aus der Erfassung des Sanierungsgewinns in Höhe von T€ 851.640 im Vorjahr. Die Umsatzerlöse und das Ergebnis vor Zinsen und Steuern entsprechen unter Berücksichtigung der handelsrechtlichen Anpassungen der Darstellung im Prognosebericht des Vorjahres. Das Jahresergebnis erachten wir als zufriedenstellend. Finanzielle Leistungsindikatoren Die wichtigsten, kontinuierlich überwachten Kennzahlen und Leistungsindikatoren sind in der folgenden Tabelle dargestellt: - in T€ -
Die Gesellschaft zieht keine nicht-finanziellen Leistungsindikatoren zur Steuerung heran. Ertragslage Im Vergleich zum Vorjahr stiegen die Umsatzerlöse im Berichtszeitraum um T€ 11.498 auf T€ 57.002. Die Umsätze stammen aus der Weiterverrechnung von Management- und Verwaltungsleistungen in Höhe von T€ 55.085 (Vorjahr T€ 43.419) und aus der Lieferung von Shop-Einrichtungen und anderen Materialien der ESPRIT Gruppe in Höhe von T€ 1.917 (Vorjahr T€ 2.086). Die Ursache für den Anstieg der Umsatzerlöse liegt neben dem längeren Zeitraum des Rumpfgeschäftsjahres in der höheren Weiterverrechnung von Management- und Verwaltungsleistungen. Der Rückgang der sonstigen betrieblichen Erträge um T€ 851.239 auf T€ 3.910 ist im Wesentlichen auf die aufgrund der Beendigung des Insolvenzverfahrens erfassten Sanierungsgewinne in Höhe von T€ 851.640 im Vorjahr zurückzuführen. Der Materialaufwand ist um T€ 1.849 auf T€ 9.338 und die sonstigen Aufwendungen sind um T€ 9.235 auf T€ 50.337 gestiegen. Die sonstigen Aufwendungen beinhalten Personalaufwendungen in Höhe von T€ 20.709 (Vorjahr T€ 16.241), Abschreibungen in Höhe von T€ 2.783 (Vorjahr T€ 2.028) und sonstige betriebliche Aufwendungen in Höhe von T€ 26.845 (Vorjahr T€ 22.833). Aufgrund von höheren Abfindungszahlungen und einem längeren Berichtszeitraum sind die Personalaufwendungen im Vergleich zum Vorjahr um T€ 4.468 gestiegen. Kompensierend hat sich eine niedrigere Mitarbeiterzahl ausgewirkt. Der Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen um T€ 4.012 resultiert im Wesentlichen aus höheren Aufwendungen aus der Weiterberechnung von Management- und Verwaltungsleistungen (T€ 7.735, Vorjahr T€ 238) sowie höheren Aufwendungen für IT-Dienstleistungen und IT-Wartungen (T€ 8.989, Vorjahr (T€ 6.981). Zugleich sind die Rechts- und Beratungskosten, die im Vorjahr vor allem im Zuge des Insolvenzverfahrens angefallen sind, von T€ 8.096 auf T€ 1.457 zurückgegangen. Das Zinsergebnis ist von T€ -2.839 im Vorjahr auf T€ -35 im Berichtszeitraum gestiegen. Die Verbesserung des Zinsergebnisses liegt vor allem an dem Wegfall der Verzinsung von erwarteten Steuernachzahlungen sowie der Verzinsung von Insolvenzansprüchen aus dem vorigen Berichtszeitraum. Für Steuern vom Einkommen und vom Ertrag ergibt sich im Berichtsjahr ein Aufwand in Höhe von T€ 2 (Vorjahr: T€ 2.852). Der Vorjahreszeitraum ist durch Steuernachzahlungen für vergangene Veranlagungszeiträume belastet. Insgesamt sank das Jahresergebnis der Esprit Europe GmbH für das Rumpfgeschäftsjahr 2021 von T€ 846.978 auf T€ 1.197. Der Rückgang resultiert im Wesentlichen aus dem Wegfall des im Vorjahr erfassten Sanierungsgewinns. Finanzlage Die Gesellschaft verfügt unverändert über ein gezeichnetes Kapital in Höhe von T€ 5.113 und Kapitalrücklagen in Höhe von T€ 131.113. Die Gesellschaft verfügt zum Bilanzstichtag über ein Eigenkapital in Höhe von T€ 84.431. Die liquiden Mittel in Höhe von T€ 5.466 (Vorjahr T€ 9.487) betreffen Forderungen gegen Kreditinstitute. Bis zum Antrag des Insolvenzverfahrens wurden überschüssige finanzielle Mittel grundsätzlich bei der Cash-Pool-Führerin der Esprit Europe Services GmbH, Ratingen, angelegt. Die Anlage und Finanzierung erfolgten zu marktüblichen Konditionen. Mit Beendigung des Insolvenzverfahrens (30. November 2020) wurde das Cash-Pooling, mit der Esprit Europe Services GmbH als Cash-Pool-Führerin, wieder aufgenommen. Die Planung der ESPRIT Gruppe, der Esprit Europe Services GmbH als Cash-Pool-Führerin sowie der Gesellschaft sieht mittelfristig eine positive Ertragssituation vor, der Liquiditätsbedarf ist über den Planungshorizont bis Ende Dezember 2024 gedeckt. Zudem wurde zwischen der Esprit Europe Services GmbH und der Esprit Corporate Services Limited ein Kreditvertrag mit einem Gesamtkreditrahmen von T€ 15.000 vereinbart. Die Laufzeit des Vertrages endet am 31. Dezember 2024 und dient zusätzlich zur Absicherung der Liquidität. Die Geschäftsführung sieht die Liquidität als gesichert an. Vermögenslage Die Bilanzsumme zum 30. Juni 2021 liegt mit T€ 109.911 um T€ 7.060 über dem Vorjahreswert. Der Nettobuchwert des Anlagevermögens verminderte sich im Berichtsjahr vor allem infolge planmäßiger Abschreibungen um T€ 2.429 auf T€ 31.258. Der Anstieg der Forderungen gegen verbundene Unternehmen um T€ 16.524 auf T€ 49.723 ergibt sich zum einen aus um T€ 13.349 höheren Forderungen aus Lieferungs- und Leistungsbeziehungen. Zum anderen bestehen aus der Wiederaufnahme des Cash-Poolings nach dem Insolvenzverfahrens zum Bilanzstichtag Cash-Pool Forderungen in Höhe von T€ 6.953 (Vorjahr T€ 0). Zugleich sind die Forderungen aus abgeschlossenen Stundungsvereinbarungen um T€ 2.837 auf T€ 10.635 gesunken. Die Verringerung der sonstigen Vermögensgegenstände um T€ 2.685 auf T€ 20.971 ist maßgeblich auf niedrigere Banksicherheiten in Höhe von T€ 15.945 (Vorjahr T€ 17.022) zurückzuführen. Die sonstigen Rückstellungen haben sich im Berichtjahr um T€ 3.135 auf T€ 6.547 verringert. Der Rückgang resultiert vor allem aus einer niedrigeren Rückstellung für ausstehende Eingangsrechnungen in Höhe von T€ 1.263 (Vorjahr T€ 2.120) sowie niedrigeren Personalrückstellungen in Höhe von T€ 4.052 (Vorjahr T€ 4.658). Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind um T€ 736 auf T€ 3.286 gesunken. Zudem erhöhten sich die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um T€ 4.626 auf T€ 7.276. Der Anstieg der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultiert im Wesentlichen aus einer Weiterberechnung von Managementleistungen der Esprit Far East Ltd. an die Esprit Europe GmbH. Die sonstigen Verbindlichkeiten erhöhten sich im Berichtsjahr um T€ 5.105 auf T€ 6.960. Dieser Anstieg ist vorwiegend auf gestiegene Umsatzsteuerverbindlichkeiten in Höhe von T€ 6.405 (Vorjahr T€ 542) zurückzuführen. Lage wesentlicher deutscher Esprit Europe GmbH Beteiligungen Esprit Wholesale GmbH Gegenstand der Esprit Wholesale GmbH ist der Groß- und Einzelhandel mit Textilien, insbesondere mit modischer Oberbekleidung und anderer Bekleidung, Schuhen, Kosmetika, Accessoires und Lifestyle Artikeln. Die Gesellschaft verkauft ESPRIT-Produkte an Großhandelskunden. Hierzu zählen unter anderem Einzelhandelsgeschäfte, die Marken verschiedener Hersteller führen ("Multilabel"), Facheinzelhändler (insbesondere für Lederwaren und Schuhe) sowie Onlineversandhändler. Die Flächenkonzepte bestehen aus Franchise-Stores, Shop-in-Stores und Identity-Cornern. Im Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Dezember 2020 bis 30. Juni 2021 wurden Umsatzerlöse von T€ 89.218 (Vorjahr: T€ 83.713) erzielt. Die Ursache für den Anstieg liegt vor allem an der kürzeren Vergleichsperiode sowie an niedrigeren Nachlässen auf den Verkaufspreis. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern reduzierte sich um T€ 35.312 auf T€ 6.362 (Vorjahr T€ 41.675) aufgrund des im Vorjahr erfassten Sanierungsgewinnes in Höhe von T€ 52.901. Den Geschäftsverlauf erachten wir aufgrund der Umsatzverbesserung und des positiven Ergebnisses als zufriedenstellend. Die Gesellschaft verfügt unverändert über ein gezeichnetes Kapital in Höhe von T€ 5.000 sowie über eine Kapitalrücklage in Höhe von T€ 23.159. Die Eigenkapitalquote beträgt zum Bilanzstichtag 65,9%. Esprit Europe Services GmbH Die Esprit Europe Services GmbH, Ratingen, übt den zentralen Einkauf für die globale ESPRIT Gruppe im eigenen Namen und auf eigene Rechnung aus. Die Gesellschaft betreibt die Beschaffung, die Lagerhaltung sowie die Logistik und verkauft die beschafften Produkte weiter an die jeweiligen Groß- und/oder Einzelhandelsgesellschaften der Gruppe. Als Einkaufsgesellschaft sowie Lager- und Logistikdienstleister ist sie der zentrale Unternehmer für die globale ESPRIT Gruppe. Die Gesellschaft ist weder Eigentümer noch Betreiber von eigenen Produktionsstätten. Die Corona-Pandemie und die damit einhergehenden wirtschaftlichen Einschränkungen und Folgen (u.a. Lockdowns und Konsumzurückhaltung des Endverbrauchers) führten im Rumpfgeschäftsjahr zu einem Umsatzrückgang um 21,3 % auf T€ 228.459 (Vorjahr T€ 290.198). Die Gesellschaft hat im Rumpfgeschäftsjahr ein deutlich negatives Ergebnis vor Zinsen und Steuern in Höhe von T€ -22.386 (Vorjahr Gewinn T€ 370.816) erzielt. Der Rückgang des Ergebnisses vor Zinsen und Steuern ergibt sich im Wesentlichen aus dem Wegfall des im Vorjahr erfassten Sanierungsgewinns in Höhe von T€ 448.629. Den Geschäftsverlauf erachten wir als nicht zufriedenstellend. Die Gesellschaft verfügt unverändert über ein gezeichnetes Kapital in Höhe von T€ 2.700 und Kapitalrücklagen in Höhe von T€ 201.375. Das Eigenkapital beträgt im Berichtsjahr T€ 205.523 (Vorjahr T€ 227.838). Die Eigenkapitalquote beträgt zum Bilanzstichtag 70,0 %. C. Chancen und Risiken der künftigen EntwicklungRisikomanagement Unternehmerisches Handeln ist zwangsläufig mit dem Eingehen von Risiken verbunden, deren Kontrolle zu der gewöhnlichen Aufgabe der Geschäftsleitung zählt. Die Esprit Europe GmbH ist in das Risikomanagementsystem der ESPRIT Gruppe eingebunden, deren Ziel es ist, den wirtschaftlichen Erfolg sicherzustellen und etwaige entwicklungsbeeinträchtigende Tatsachen oder bestandsgefährdende Entwicklungen frühzeitig zu erkennen. Risiken der künftigen Entwicklung Corona-Pandemie Nach den Kalenderjahren 2020 sowie 2021, welche insbesondere durch Restriktionen aufgrund der Corona-Pandemie geprägt waren, wurden die Maßnahmen der Corona-Pandemie in Deutschland sowie in den anderen EU-Ländern durch die Regierung Anfang 2022 angepasst und zurückgenommen. Vom 1. Oktober 2022 bis 7. April 2023 galt ein neuer Rechtsrahmen für die Corona-Schutzmaßnahmen. Die Schutzmaßnahmen sahen im Wesentlichen das Tragen von FFP2 Masken im Fernverkehr, Krankenhäuser und Arztpraxen vor. Diese letzten Corona-Schutzmaßnahmen sind im April 2023 ausgelaufen. Das Ergebnis 2022 wurde insofern nicht im gesamten Geschäftsjahr von den Corona Restriktionen negativ beeinflusst. Die Geschäftsführung geht davon aus, dass die Auswirkungen der Corona-Pandemie das Ergebnis 2023 weniger stark beeinflussen werden. Die Geschäftsführung der Gesellschaft und das Management der ESPRIT Gruppe ist zum aktuellen Zeitpunkt davon überzeugt, dass das im Rahmen der Insolvenz entwickelte Zukunftskonzept sowie weitere Investitionen in die Marke, Produktqualität sowie die Erschließung neuer Märkte, die Geschäftstätigkeit der ESPRIT Gruppe sichert. Die Planung der ESPRIT Gruppe und der Gesellschaft sieht mittelfristig eine positive Ertragssituation vor, der Liquiditätsbedarf ist über den Planungshorizont bis Dezember 2024 gedeckt. Voraussetzung für diese Annahme und Prämisse der Planungen ist, dass es nicht erneuten flächenabhängigen Begrenzungen der Kundenzahl im Einzelhandel sowie Schließungen der Retail- und Wholesale-Flächen kommen wird. Entscheidend ist zudem, dass die Kostensenkungsmaßnahmen wie geplant umgesetzt werden können sowie die Investitionen in die Marke, Produktqualität sowie die Erschließung neuer Märkte von den Konsumenten angenommen wird. Inflation Der Konflikt in der Ukraine führte zu einer zunehmenden Inflation, insbesondere im Lebensmittel- und Energiemarkt. Die gestiegenen Preise könnten sich negativ auf die Konsumentennachfrage auswirken. Die ESPRIT Gruppe begegnet diesem Risiko durch Marktbeobachtung, um zeitnah Maßnahmen festlegen und regieren zu können. Wechselnde Vorlieben der Konsumenten Die Märkte für die Produkte der ESPRIT Gruppe unterliegen dem wechselnden Geschmack des Verbrauchers, einem starken Wettbewerb, sind saisongebunden und erfordern es, ständig neue Designs und Styles zu kreieren und zu vermarkten. Die Nachfrage für bestimmte Produkte hängt von der Popularität des jeweiligen Designs, den Besonderheiten eines bestimmten Marktes, den Vermarktungs- und Anzeigenkampagnen und der allgemeinen wirtschaftlichen Lage ab. Die ESPRIT Gruppe könnte jedoch nicht immer in der Lage sein, Änderungen im Geschmack der Verbraucher und in der Nachfrage jeweils zutreffend vorherzusagen und Kollektionen zu entwickeln, die in jedem ihrer Märkte erfolgreich sind. Fehleinschätzungen bei der Vorhersage und Reaktion auf den geänderten Geschmack des Verbrauchers und die Nachfrage könnten unter anderem zu niedrigeren Verkaufszahlen, höheren Lagerbeständen und niedrigeren Gewinnspannen führen. Aus diesem Grund fand im Rahmen der Vertikalisierung des Geschäftsmodells eine Umstellung der Apparel Divisionen auf vier Hauptsaisons, begleitet von zwei Übergangssaisons statt. Hintergrund ist, dem Kunden pro Saison ein übergeordnetes Saisonkonzept zu präsentieren, jedoch aufgrund der monatlichen Auslieferung von neuen Waren flexibel auf die Kundenwünsche reagieren zu können. Dabei wird die Einkaufsentscheidung für einen Teil der jeweiligen Kollektion deutlich später getroffen. Diese "Fast-to-Market"-Produktentwicklung sowie eine Veränderung im Stock-Management ermöglicht es noch schneller als bisher auf Veränderungen der Nachfrage zu reagieren, da Produkte schneller entwickelt und produziert werden können und die bedarfsgerechte Allokation der Ware zu den Stores erst sehr spät im Prozess stattfindet. Zusätzlich fokussiert sich Gruppe auf die Hauptmarke Esprit. Die Sortimente der Labels Collection und EDC/White Label wurden ab Januar 2023 mit dem Beginn des Einkaufs der Kollektionen für das dritte Quartal in das übergreifende Angebot von Esprit aufgenommen. Dieser Schritt soll zu einem schlanken Markenauftritt und einer klaren Markenwahrnehmung führen. Wettbewerb Die ESPRIT Gruppe ist wesentlichem Wettbewerb von global und regional agierenden Markenbekleidungsfirmen und von Einzelhändlern ausgesetzt, die Bekleidung unter ihren Eigenmarken vermarkten. Erfolgsgrößen sind insbesondere die Gewinnung von Marktanteilen in einem stark fragmentierten Markt, die Produktvermarktung unterstützt von der Schaffung eines Markenbildes und die Standortsuche für Einzelhandelsflächen. Der Verlust von Marktanteilen, eine fehl gerichtete Produktvermarktung und die Nicht-Verfügbarkeit von geeigneten Einzelhandelsflächen könnte zu niedrigeren Verkaufszahlen und einer Verschlechterung des Markenbildes führen. Die ESPRIT Gruppe begegnet diesen Risiken durch Branchen- und Marktstudien, einer stringenten Markenpflege und -verteidigung sowie der Weiterentwicklung der Produktpalette. Internationaler Einkauf Derzeit wird der überwiegende Teil der Produkte der ESPRIT Gruppe im asiatischen Raum hergestellt, die übrigen Produkte in europäischen Ländern und anderen Regionen der Welt. Demgemäß ist das Geschäft der ESPRIT Gruppe den Risiken ausgesetzt, die allgemein mit der Geschäftstätigkeit im Ausland verbunden sind. Der Geschäftsbetrieb könnte daher etwa von politischer oder wirtschaftlicher Instabilität in diesen Regionen nachteilig beeinflusst werden. Dies könnte eine Unterbrechung des Handels mit diesen Ländern oder zusätzliche Vorschriften in Bezug auf Importe oder Auferlegung zusätzlicher Steuern, Zölle oder anderer Abgaben auf Importe zur Folge haben. Durch die starke Verwurzelung im asiatischen Raum hat die ESPRIT Gruppe in ausreichendem Maße eigene Ressourcen vor Ort, die umgehend auf Veränderungen reagieren können, sowie ein selektives Netzwerk von verlässlichen Herstellern. Die ESPRIT Gruppe arbeitet bereits mit zwei weltweit renommierten Beschaffungspartnern mit komplementären Fähigkeiten für bestimmte Regionen, um das Lieferantenportfolio zu optimieren und die Produktqualität und den Wert der Produkte für die Kunden zu erhöhen. Das fokussierte Hersteller-Portfolio und die straff organisierte Prozesskette in der Beschaffung ermöglicht der ESPRIT Gruppe, rasch und ausreichend flexibel auf etwaige Veränderungen im Beschaffungs- und Absatzbereich zu reagieren. Chancen der künftigen Entwicklung Optimierung des Vertriebskanals und der Produktqualität Der Gruppenumsatz ist in drei Hauptbereiche unterteilt: Großhandel, E-Commerce und eigene Einzelhandelsgeschäfte. Dieses Geschäftsmodell ermöglichte es uns, einige der Auswirkungen der Pandemie abzuschwächen, da unsere eigene Markenwebsite und E-Commerce-Partner von Drittanbietern auch während des Lockdowns weiter Handel trieben. Im Zuge eines markenbasierten, kundenorientierten und datengesteuerten Ansatzes, um das Erlebnis der Verbraucher mit der Marke online und offline zu verbessern, befindet sich ein neues Filialkonzept in der Entwicklung. Parallel hierzu wird die Online-Präsenz aktualisiert, um eine höhere Kundenorientierung zu generieren und neue Kunden für die Produkte von ESPRIT zu gewinnen. Weiterhin sind viele Initiativen zur Verbesserung des Wholesale-Modells, mit dem Ziel die Wholesale-Kunden besser betreuen zu können, entwickelt worden. So wird beispielsweise eine gründliche Segmentierung des Partnerportfolios vorgenommen, um für jeden Kundentyp den richtigen Service zu ermöglichen. ESPRIT hat sich zum Ziel gesetzt, vom Konzept bis zur Fertigstellung verantwortungsvoll zu arbeiten und wann immer möglich, Fasern und Materialien zu verwenden, die recycelbar oder regenerativ für die Umwelt sind. Die Nachhaltigkeitsstrategie der Marke für ihre Produkte basiert auf den Prinzipien der Kreislaufwirtschaft, wie ESPRIT entwirft und herstellt, wie die Materialien ausgewählt werden und wie die Marke den menschlichen Ressourcen hilft. Als Pionier der Öko-Mode wird ESPRIT weiterhin eng mit seinen Lieferanten zusammenarbeiten, um sicherzustellen, dass die von ESPRIT verwendeten Materialien, die nachhaltigsten Optionen sind. Mit Esprit Futura ist im dritten Quartal 2022 ein neues Zentrum für Geschäftsinnovationen und technologische Exzellenz in Amsterdam entstanden, welches die globale digitale Forschung und Entwicklung vorantreiben soll und die darauf abzielt, das Kundenerlebnis durch die Umwandlung von Daten in Erkenntnisse neu zu gestalten. Zusätzlich wird im Amsterdam Hub ein Denim Innovation Design Centre eingerichtet, um unsere Designkapazitäten im Bereich Denim zu verbessern. Damit wird der Amsterdamer Hub eine Schlüsselrolle bei der Unterstützung des kontinuierlichen Wachstums von ESPRIT auf dem europäischen Markt spielen. Zudem erfolgten insbesondere im ersten Halbjahr 2023 mehr Investitionen in die Marke Esprit sowie in die Erschließung neuer Märkte, insbesondere USA und Kanada. Die neue Kollektion, die im Wesentlichen im vierten Quartal 2023 verfügbar sein wird, konzentriert sich auf nachhaltigere Materialien, hochwertige Produkte und mehr Farben. Zusammenfassung der Chancen und Risiken Die Risiken der Gesellschaft sind im Wesentlichen geprägt durch die Corona-Pandemie sowie der Inflation und die damit ggf. verbundenen Veränderungen der Marktnachfrage. Darüber hinaus resultieren Risiken aus dem Wettbewerb mit anderen Markenbekleidungsfirmen und der internationalen Beschaffung. Chancen bestehen insbesondere in der Ausweitung des Geschäftsmodells über die verschiedenen Vertriebskanäle (Omnichannel Geschäft) sowie der Erschließung neuer Märkte als auch dem Relaunch der Marke Esprit. Die Planung der ESPRIT Gruppe und der Gesellschaft sieht mittelfristig eine positive Ertragssituation vor, der Liquiditätsbedarf ist über den Planungshorizont bis Dezember 2024 gedeckt. E. PrognoseberichtDie aktuellen Entwicklungen aufgrund des Ausbruchs des Krieges in der Ukraine durch die russische Invasion am 24. Februar 2022 haben als wertbegründende Tatsachen keine Auswirkungen auf den Jahresabschluss von der Esprit Europe GmbH zum 30. Juni 2021. Das Unternehmen weist in beiden Ländern keine wesentlichen Risiken (Vermögenswerte, Barmittel) auf. Außerdem ist das Geschäft in diesen Ländern für die Gruppe unbedeutend. Gleichwohl führen die hohen Preise für Energie und die hohe Inflation zu einem verminderten verfügbaren Einkommen bei den Verbrauchern und können sich daher negativ auf die Konsumentennachfrage auswirken. Das tatsächliche Ausmaß der möglichen Folgen, insbesondere in Bezug auf die Konsumentennachfrage nach Bekleidung in der bevorstehenden Saison ist unklar und kann vom Unternehmen nur schwer vorhergesagt werden. Das Management arbeitet weiter an einer besseren Marktpositionierung. Die ESPRIT Gruppe hält am Omnichannel-Vertrieb fest, jedoch mit einem geringeren Anteil des Einzelhandelsgeschäfts, da im Rahmen der Umsetzung des Restrukturierungsplans unrentable Geschäfte geschlossen wurden. Zudem sieht die Strategie eine Verbesserung der Großhandelspartnerschaften und des E-Commerce-Geschäfts vor. Zu den derzeitigen finanziellen Schwerpunkten der Gruppe gehören ein konsequentes Kosten- und Working-Capital-Management sowie die Generierung von Cashflows. Grundsätzlich werden niedrigere Kundenfrequenzen in den Geschäften, das sich verändernde Konsumverhalten, ein geringeres zur Verfügung stehendes Einkommen, der herausfordernde Wettbewerb massive Auswirkungen auf die Umsatz- und Ergebnisentwicklung haben. Die Esprit Europe GmbH erbringt innerhalb der ESPRIT Gruppe administrative Dienstleistungen für die deutschen und europäischen Gesellschaften. Über eine Konzernumlage erhält die Gesellschaft eine entsprechende Vergütung für die erbachten Leistungen. Die Entwicklung der Gesellschaft steht damit in direkter Abhängigkeit zu der Entwicklung der Gruppe. Wir erwarten für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Juli 2021 bis zum 31. Dezember 2021 nach IFRS und vor handelsrechtlichen Anpassungen Umsatzerlöse in Höhe von T€ 43.772 und ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern in Höhe von T€ 51 sowie einen -Jahresfehlebtrag von T€ 9.576 aufgrund der Abschreibung von Finanzanlagen. Für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 erwarten wir nach IFRS und vor handelsrechtlichen Anpassungen einen signifikanten Anstieg der Umsatzerlöse und einen signifikanten Anstieg des Ergebnisses vor Zinsen und Steuern im Vergleich zum Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Juli 2021 bis 31. Dezember 2022 aufgrund des längeren Berichtszeitraums. Für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 erwarten wir nach IFRS und vor handelsrechtlichen Anpassungsbuchungen einen leichten Anstieg der Umsatzerlöse sowie einen leichten Anstieg des Ergebnisses vor Zinsen und Steuern im Vergleich zum Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis 31. Dezember 2022.
Ratingen, den 25. August 2023 Man Yi Yip, Geschäftsführer Bilanz zum 30. Juni 2021Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Dezember 2020 bis 30. Juni 2021
Anhang für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Dezember 2020 bis zum 30. Juni 2021I. Allgemeine AngabenDie Esprit Europe GmbH, Ratingen, ist im Handelsregister des Amtsgerichtes Düsseldorf unter HRB 28967 eintragen und hat ihren Firmensitz auf der Esprit-Allee 1 in 40882 Ratingen, Deutschland. Der vorliegende Jahresabschluss betrifft das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Dezember 2020 bis zum 30. Juni 2021. Die angegebenen Vorjahreszahlen stammen aus dem Jahresabschluss der Gesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2020 bis zum 30. November 2020. Die Vergleichbarkeit des Rumpfgeschäftsjahrs mit dem Vorjahr ist bei zeitraumbezogenen Angaben aufgrund zwei aufeinanderfolgender unterschiedlicher Rumpfgeschäftsjahre eingeschränkt. Der Jahresabschluss wird nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches für große Kapitalgesellschaften und des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs 2 HGB gegliedert. Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang anzubringen sind, im Anhang aufgeführt. Der Jahresabschluss wurde unter der Annahme der Unternehmensfortführung aufgestellt. Es besteht ein Cash-Pooling zwischen der Esprit Europe GmbH und der Esprit Europe Services GmbH als Cash-Pool-Führerin. Die Planung der ESPRIT Gruppe, der Esprit Europe Services GmbH als Cash-Pool-Führerin sowie der Gesellschaft sieht mittelfristig eine positive Ertragssituation vor, der Liquiditätsbedarf ist über den Planungshorizont bis Ende Dezember 2024 gedeckt. Zudem wurde zwischen der Esprit Europe Services GmbH und der Esprit Corporate Services Limited ein Kreditvertrag mit einem Gesamtkreditrahmen von T€ 15.000 vereinbart. Die Laufzeit des Vertrages endet am 31. Dezember 2024 und dient zusätzlich zur Absicherung der Liquidität. II. Angaben zu den Bilanzierungs-, Bewertungs- und Ausweismethoden1. Bilanzierung und Bewertung der Aktivposten Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten bewertet und planmäßig über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Der Abschreibungszeitraum für immaterielle Vermögensgegenstände beträgt 3 Jahre für Standardsoftware und 10 Jahre für das ERP-System. Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken werden im Wesentlichen zwischen 3 und 15 Jahren und andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung zwischen 3 und 14 Jahren abgeschrieben. Die Abschreibung erfolgt nach der linearen Methode. Geringwertige Wirtschaftsgüter werden in einen Sammelposten eingestellt, der linear über 5 Jahre abgeschrieben wird. Soweit den Anlagegegenständen am Bilanzstichtag ein niedrigerer Wert beizulegen ist, werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Geleistete Anzahlungen werden zum Nennwert bilanziert. Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten oder bei einer voraussichtlich dauernden Wertminderung zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Das Wahlrecht zur außerplanmäßigen Abschreibung bei einer voraussichtlich nicht dauernden Wertminderung gem. § 253 Abs. 3 Satz 6 HGB findet keine Anwendung. Bei Wegfall der Gründe für einen niedrigeren Wertansatz werden entsprechende Zuschreibungen vorgenommen. Die Vorräte sind zu Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten und abzüglich Anschaffungspreisminderungen gemäß § 255 Abs. 1 HGB bewertet. Vorräte bei externen Lagerhaltern werden mit einer pauschalen Abwertung von 10 % zur Berücksichtigung von Risiken nach dem Niederstwertprinzip bilanziert. Die geleisteten Anzahlungen auf Vorräte werden zum Nennwert bilanziert. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind mit dem Nennbetrag angesetzt. Erkennbaren Einzelrisiken wird durch Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Das allgemeine Kreditrisiko, Zinsverluste und Mahnkosten werden durch eine Pauschalwertberichtigung berücksichtigt. Forderungen gegen bzw. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten gemäß § 271 Abs. 2 HGB Salden der Esprit Europe GmbH gegen sämtliche Unternehmen, die in den Konzernabschluss der Esprit Holdings Limited, Hamilton/Bermuda, einbezogen werden. Die flüssigen Mittel sind zum Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. 2. Bilanzierung und Bewertung der Passivposten Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert. Steuerrückstellungen werden für bis zum Bilanzstichtag entstandene und noch nicht veranlagte Steuern in Höhe der erwarteten Steuerschuld abzüglich geleisteter Steuervorauszahlungen gebildet. Die sonstigen Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Kosten- und Preissteigerungen werden berücksichtigt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Die Verbindlichkeiten sind zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. 3. Fremdwährungsumrechnung Auf fremde Währung lautende Forderungen und Verbindlichkeiten werden zum Zugangszeitpunkt mit dem Monatsdurchschnittskurs des Vormonats erfasst. Auf fremde Währung lautende Forderungen und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger werden gemäß § 256a HGB mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wird dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Imparitätsprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet. Gewinne und Verluste aus der Fremdwährungsumrechnung werden erfolgswirksam erfasst. III. Erläuterungen zur Bilanz1. Anlagevermögen Die Zusammensetzung und Entwicklung des Anlagevermögens ergeben sich aus dem beigefügten Anlagenspiegel für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Dezember 2020 bis zum 30. Juni 2021. Unter den Finanzanlagen werden die Anteile der Gesellschaft am Kapital folgender Gesellschaften ausgewiesen:
1 Daten zum 31.12.2021 (nach IFRS) 2 Daten zum 31.12.2021 (nach HGB) 3 Daten zum 30.06.2021 (nach HGB) 4 Daten zum 31.12.2014 (nach HGB) 5 Die Umrechnungskurse zum Stichtag betragen (Quelle: Bloomberg) 1 GBP = 1,1773 EUR, 1 USD = 0,88465 EUR, 1 DKK = 0,13447 EUR, 1 SEK = 0,097351 EUR, 1 NOK = 0,09869 EUR, 1 PLN = 0,21674 EUR 2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr, sofern nicht anders vermerkt. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen:
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von T€ 7.854 sowie das Darlehen in Höhe von T€ 1.500 haben eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Zum Bilanzstichtag bestehen Forderungen gegen die alleinige Gesellschafterin Esprit Europe B.V., Amsterdam, in Höhe von T€ 8.118 (Vorjahr T€ 7.385) aus Lieferungen und Leistungen. Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten vor allem als Sicherheiten dienende Bankguthaben in Höhe von T€ 15.945 (Vorjahr T€ 17.022), debitorische Kreditoren und geleistete Anzahlungen in Höhe von T€ 4.962 (Vorjahr T€ 6.223) sowie Steuerforderungen in Höhe von T€ 352 (Vorjahr T€ 352). 3. Guthaben bei Kreditinstituten Die Gesellschaft finanziert sich seit Beginn des Berichtsjahres über die Cash-Pooling Vereinbarung mit der Esprit Europe Services GmbH. Die Guthaben bei Banken beliefen sich zum 30. Juni 2021 auf T€ 5.466 (Vorjahr T€ 9.487). 4. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten Als aktive Rechnungsabgrenzungen werden im Wesentlichen Vorauszahlungen für IT-Dienstleistungen und Softwareleasing ausgewiesen, die auf den Zeitraum nach dem Bilanzstichtag entfallen. 5. Eigenkapital Die Gesellschaft verfügt unverändert über ein gezeichnetes Kapital in Höhe von T€ 5.113 und Kapitalrücklagen in Höhe von T€ 131.113. Die Gesellschaft hat das Rumpfgeschäftsjahr mit einem Jahresüberschuss in Höhe von T€ 1.197 abgeschlossen. Die Gesellschaft verfügt zum Bilanzstichtag über ein Eigenkapital in Höhe von T€ 84.431. 6. Steuerrückstellungen Zum Bilanzstichtag bestehen Rückstellungen für Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer in Höhe von T€ 1.409 (Vorjahr T€ 1.406). 7. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen beinhalten vor allem Rückstellungen für Personal in Höhe von T€ 4.052 (Vorjahr T€ 4.658), ausstehende Eingangsrechnungen in Höhe von T€ 1.918 (Vorjahr T€ 2.557). 8. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten sind unverändert zum Vorjahr sämtlich innerhalb eines Jahres fällig. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen:
Zum Bilanzstichtag bestehen keine Verbindlichkeiten gegenüber der alleinigen Gesellschafterin Esprit Europe B.V., Amsterdam (Vorjahr T€ 0). Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten vor allem Verbindlichkeiten aus Lohn- und Kirchensteuer in Höhe von T€ 452 (Vorjahr T€ 840), aus Umsatzsteuer in Höhe von T€ 6.405 (Vorjahr T€ 542) und aus Sozialversicherungen in Höhe von T€ 2 (Vorjahr T€ 72). IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung1. Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse setzen sich wie folgt zusammen:
Die Umsätze teilen sich auf folgende geographisch bestimmte Märkte auf:
2. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge umfassen Sanierungsgewinne aus dem Insolvenzverfahren in Höhe von T€ 530 (Vorjahr T€ 851.640). Darüber hinaus sind in diesem Posten periodenfremde Erträge in Höhe von T€ 2.983 (Vorjahr T€ 726) enthalten, die im Wesentlichen aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von T€ 2.957 (Vorjahr T€ 706) stammen. Aus der Fremdwährungsumrechnung resultieren Erträge in Höhe von T€ 200 (Vorjahr T€ 524), davon zum Bilanzstichtag noch nicht realisiert T€ 193 (Vorjahr T€ 440). 3. Personalaufwand Die Personalaufwendungen enthalten Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von T€ 7 (Vorjahr T€ 8). 4. Abschreibungen Bei den Abschreibungen des Berichtsjahres handelt es sich um planmäßige Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen in Höhe von T€ 2.783 (Vorjahr T€ 2.028). 5. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten vor allem Aufwendungen aus der Weiterberechnung von Leistungen anderer ESPRIT Gruppengesellschaften in Höhe von T€ 7.735 (Vorjahr T€ 238), Aufwendungen für Rechts- und Beratungskosten in Höhe von T€ 1.457 (Vorjahr T€ 8.096), für Dienstleistungen und Wartung im Bereich IT in Höhe von T€ 8.989 (Vorjahr T€ 6.981), für Raumkosten in Höhe von T€ 3.072 (Vorjahr T€ 2.248) und für Werbekosten in Höhe von T€ 1.915 (Vorjahr T€ 1.490). Insgesamt werden in diesem Posten T€ 8 (Vorjahr T€ 2) periodenfremde Aufwendungen ausgewiesen, die aus Verlusten bei Anlagenabgängen resultieren. Aus der Fremdwährungsumrechnung resultieren Aufwendungen in Höhe von T€ 173 (Vorjahr T€ 1.836), davon zum Bilanzstichtag noch nicht realisiert T€ 39 (Vorjahr T€ 1.290). 6. Erträge aus Beteiligungen Im Vorjahr resultieren die Erträge aus Beteiligungen in Höhe von T€ 650 aus einer Ausschüttung des verbundenen Unternehmens Esprit Handelsgesellschaft m.b.H., Salzburg/Österreich. 7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge enthalten Zinserträge von verbundenen Unternehmen in Höhe von T€ 4 (Vorjahr T€ 5). 8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen Zinsaufwendungen an verbundene Unternehmen betragen im Berichtsjahr T€ 22 (Vorjahr T€ 0). 9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Der im Berichtsjahr ausgewiesene Aufwand aus Steuern in Höhe von T€ 2 (Vorjahr T€ 2.852) enthält einen periodenfremden Steuerertrag für bereits vergangene Veranlagungszeiträume in Höhe von T€ 1 (Vorjahr Aufwand in Höhe von T€ 1.446). 10. Jahresüberschuss Der Jahresüberschuss des Rumpfgeschäftsjahres 2020/2021 beträgt T€ 1.197 (Vorjahr T€ 846.978). Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss des Rumpfgeschäftsjahres 2020/2021 auf neue Rechnung vorzutragen. V. Sonstige Angaben1. Geschäftsführung Seit Beginn des Rumpfgeschäftsjahres 2020/2021 waren folgende Personen als Geschäftsführer der Gesellschaft tätig:
2. Bezüge der Geschäftsführung Die Bezüge der Geschäftsführung belaufen sich im Rumpfgeschäftsjahr 2021 auf T€ 2.274 (Vorjahr T€ 628). 3. Mitarbeiter Im Zeitraum vom 1. Dezember 2020 bis zum 30. Juni 2021 waren im Durchschnitt 391 (Rumpfgeschäftsjahr 2020 444) Mitarbeiter beschäftigt. Es handelt sich um 376 (Vorjahr 427) Angestellte und 15 (Vorjahr 17) leitende Angestellte. 4. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Sonstige finanzielle Verpflichtungen aus langfristigen Verträgen belaufen sich zum Bilanzstichtag auf T€ 16.712 (Vorjahr T€ 14.339), von denen T€ 3.128 innerhalb eines Jahres, T€ 13.010 innerhalb von fünf Jahren und T€ 574 über 5 Jahre fällig sind. Sie beruhen auf mietvertraglichen Verpflichtungen vor allem für die Verwaltungsgebäude am Sitz der Gesellschaft sowie Lagerflächen und Gästewohnungen. Hierbei handelt es sich um sogenannte Operating-Lease-Verträge, die zu keiner Bilanzierung der Objekte beim Leasingnehmer führen. Der Vorteil dieser Verträge liegt in der geringen Kapitalbindung im Vergleich zum Erwerb und im Wegfall des Verwertungsrisikos. Risiken könnten sich aus den Vertragslaufzeiten ergeben, sofern die Objekte nicht mehr vollständig genutzt werden können, wofür es aber derzeit keine Anzeichen gibt. 5. Honorar für den Abschlussprüfer Das berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers für das Rumpfgeschäftsjahr 2020/21 teilt sich wie folgt auf:
6. Konzernzugehörigkeit Alleinige Gesellschafterin ist die Esprit Europe B.V., Amsterdam/Niederlande. Der Jahresabschluss der Esprit Europe GmbH wird in den nach IFRS aufgestellten Konzernabschluss der Esprit Holdings Ltd., Clarendon House, Church Street, Hamilton HM 11, Bermuda, die den Konzernabschluss für den kleinsten sowie größten Kreis von Unternehmen aufstellt, einbezogen. Der Konzernabschluss der Esprit Holdings Ltd., Bermuda, kann auf der Webseite " www.esprit.com" unter dem Pfad "investor relations" oder im Hongkong head office 27th Floor, China United Centre, 28 Marble Road, North Point, Hong Kong, eingesehen werden. Im elektronischen Register ist der Abschluss auf der Website der Hong Kong Exchanges and Clearing Limited ("http://www.hkexnews.hk") unter dem Stock Code 00330 hinterlegt. 7. Nachtragsbericht Der Ausbruch des Krieges in der Ukraine durch die russische Invasion am 24. Februar 2022 haben als wertbegründende Tatsachen keine Auswirkungen auf den Jahresabschluss der Esprit Europe GmbH zum 30. Juni 2021. Das Unternehmen weist in beiden Ländern keine wesentlichen Risiken (Vermögenswerte, Barmittel) auf. Außerdem ist das Geschäft in diesen Ländern für die Gruppe unbedeutend. Gleichwohl führen die hohen Preise für Energie und die hohe Inflation zu einem verminderten verfügbaren Einkommen bei den Verbrauchern und können sich daher negativ auf die Konsumentennachfrage auswirken. Das tatsächliche Ausmaß der möglichen Folgen, insbesondere in Bezug auf die Konsumentennachfrage nach Bekleidung in der bevorstehenden Saison ist unklar und kann vom Unternehmen nur schwer vorhergesagt werden.
Ratingen, den 25. August 2023 Esprit Europe GmbH, Ratingen Man Yi Yip, Geschäftsführer Entwicklung des Anlagevermögens für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Dezember 2020 bis 30. Juni 2021
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Esprit Europe GmbH, Ratingen Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Esprit Europe GmbH, Ratingen, - bestehend aus der Bilanz zum 30. Juni 2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Dezember 2020 bis 30. Juni 2021 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Esprit Europe GmbH für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Dezember 2020 bis 30. Juni 2021 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Köln, den 7. September 2023 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Bernd Boritzki, Wirtschaftsprüfer Clivia Döll, Wirtschaftsprüferin Der Jahresabschluss zum 30. Juni 2021 wurde am 8. September 2023 festgestellt. |
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