Herstellung von Kautschuk, Kautschukmischungen und Halbzeug daraus
Krewel Meuselbach GmbHLiquidiert
53783 Eitorf, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Karl-Josef Kurt Dr. Schmidt seit 7.8.2024 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Beteiligungen
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Krewel Meuselbach GmbHEitorfJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2021KREWEL MEUSELBACH GMBH, EITORFAKTIVA
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2021
ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2021KREWEL MEUSELBACH GMBH, EITORFI. ALLGEMEINE ANGABEN ZUM JAHRESABSCHLUSS Die Gesellschaft ist unter der Firma Krewel Meuselbach GmbH mit Sitz in Eitorf unter der Geschäftsanschrift Krewelstraße 2, 53783 Eitorf im Handelsregister des Amtsgerichts Siegburg unter der Registernummer HRB 752 eingetragen. Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen GmbH im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB auf. Die Gliederung der Bilanz und der - nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellten - Gewinn- und Verlust-Rechnung erfolgt nach den §§ 266 und 275 HGB. Geschäftszweigbedingte Abweichungen von den gesetzlichen Gliederungsschemata sind nicht erforderlich. II. ANGABEN ZU DEN BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN Die Bewertung entspricht den gesetzlichen Vorschriften und den Grundsätzen ordnungsmäßiger Bilanzierung (insbesondere Realisationsprinzip, Imparitätsprinzip und Grundsätze der Periodenabgrenzung und Einzelbewertung). Der Grundsatz der formellen Bilanzkontinuität ist erfüllt. Der Grundsatz der Stetigkeit gemäß §§ 246 Abs. 3, 252 Abs. 1 Nr. 6 und 265 Abs. 1 HGB wird beachtet. Der Jahresabschluss wurde unter der Prämisse der Unternehmensfortführung erstellt. Dies setzt voraus, dass in der andauernden Verlustsituation die Finanzierung der Gesellschaft weiter aufrecht erhalten werden kann. Hierzu hat die Gesellschaft liquiditätssichernde Maßnahmen ergriffen. Wir verweisen diesbezüglich auf unsere Ausführungen im Lagebericht unter der Überschrift "Bestandsgefährdete Risiken". Das Anlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige nutzungsbedingte Abschreibungen, angesetzt. Für Maschinenwerkzeuge besteht ein Festwert. Außerordentliche Wertverluste werden durch außerplanmäßige Abschreibungen berücksichtigt. Die Abschreibungen werden bei Gebäuden linear über die Nutzungsdauer von 15 bis 50 Jahren, beim beweglichen Anlagevermögen sowohl nach der linearen als auch nach der degressiven Methode vorgenommen; die Nutzungsdauer beträgt dabei zwischen 3 und 15 Jahren. Zugänge im laufenden Geschäftsjahr werden zeitanteilig abgeschrieben. Anlagenzugänge werden linear abgeschrieben. Für geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten von mehr als EUR 250,00 bis EUR 1.000,00 wird gemäß § 6 Abs. 2 a EStG ein steuerlicher Sammelposten gebildet, der aus Vereinfachungsgründen auch handelsrechtlich angesetzt und über fünf Jahre abgeschrieben wird. Nach Ablauf von fünf Jahren wird ein Abgang unterstellt. Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis EUR 250,00 werden aufgrund der steuerlichen Regelung nicht innerhalb des Anlagevermögens ausgewiesen, sondern als sofort abziehbarer Aufwand erfasst (§ 6 Abs. 2 EStG). Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind zu Anschaffungskosten bzw. zu den geringeren Stichtagspreisen bewertet. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse werden grundsätzlich zu Herstellungskosten bewertet. In die Herstellungskosten werden neben den direkt zurechenbaren Material- und Fertigungskosten auch angemessene Fertigungsgemeinkosten einschließlich Abschreibungen einbezogen. Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer und der verminderten Verwertbarkeit ergeben, sind durch Einzel- und Pauschalabwertungen in ausreichendem Umfange berücksichtigt. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind grundsätzlich zum Nennwert angesetzt. Bei erkennbaren Ausfallrisiken sind Einzelwertberichtigungen gebildet. Für latente Risiken, Zinsverluste und Beitreibungskosten ist eine angemessene Pauschalwertberichtigung gebildet. Forderungen und Guthaben, die nicht auf EURO lauten, werden mit den im Zeitpunkt der Verbuchung geltenden Referenzkursen der fremden Währungen in EURO erfasst; soweit der Stichtagskurs niedriger liegt, wird dieser grundsätzlich für die Bewertung der Forderungen und Guthaben herangezogen. Bei einer Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger werden auf fremde Währung lautende Forderungen und Guthaben grundsätzlich zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet. Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten werden mit dem Nennwert angesetzt. Fremdwährungsguthaben sind mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag bewertet. Als Rechnungsabgrenzungsposten sind auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Aktive latente Steuern wurden nicht aktiviert. Das gezeichnete Kapital ist zum Nennbetrag angesetzt; das Kapital ist in voller Höhe eingezahlt. Der Eigenkapitalausweis umfasst satzungsmäßige Gewinnrücklagen. Die Rückstellungen werden auf der Grundlage der aktuellen Fassung des § 253 HGB ermittelt. Anzusetzen ist hierbei der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendige Erfüllungsbetrag gem. § 253 Abs. 1 HGB. Sonstige Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags passiviert. Bei Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden künftige Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt und eine Abzinsung auf den Bilanzstichtag vorgenommen. Als Abzinsungssätze werden die den Restlaufzeiten der Rückstellungen entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssätze der vergangenen sieben Geschäftsjahre verwendet, wie sie von der Deutschen Bundesbank gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung monatlich ermittelt und bekannt gegeben werden. Hiervon abweichend werden Jubiläumsrückstellungen entsprechend § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB pauschal mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Verbindlichkeiten und erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen sind mit den Erfüllungsbeträgen angesetzt. Verbindlichkeiten, die nicht auf EURO lauten, werden mit den im Zeitpunkt der Verbuchung geltenden Referenzkursen der fremden Währungen in EURO erfasst; soweit der Stichtagskurs höher liegt, wird dieser grundsätzlich für die Bewertung der Verbindlichkeiten herangezogen. Bei einer Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger werden auf fremde Währung lautende Verbindlichkeiten grundsätzlich zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet. III. ANGABEN ZU DEN POSTEN DER BILANZ 1. Anlagevermögen Die Entwicklung der Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und der kumulierten Abschreibungen je Anlageposten im Jahre 2021 ist in einem Anlagegitter auf der folgenden Seite dargestellt. 2. Vorräte Die Vorräte enthalten Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe (EUR 3.710.603,57), Unfertige Erzeugnisse (EUR 553.786,34) und Fertige Erzeugnisse und Waren (EUR 3.020.638,68). 3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen sind zum Nennwert bewertet. Forderungen in fremder Währung werden nach den Vorgaben des § 256a HGB bewertet. Danach sind auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Schulden mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umzurechnen. Zahlungsgestörte Forderungen werden im Wert berichtigt, um das Risiko eines Ausfalles zu berücksichtigen. Des Weiteren wird dem allgemeinen Kreditrisiko durch Bildung einer Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten Forderungen aus dem laufenden Lieferungs- und Leistungsverkehr. 4. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten Der Barbestand an Geldmitteln sowie die Guthaben bei Kreditinstituten sind mit dem Nennwert angesetzt. 5. Latente Steuern Gemäß § 274 Abs. 1 HGB wurde auf den Ansatz der nachfolgend dargestellten aktiven latenten Steuern verzichtet.
Aus den vorstehenden Bewertungsunterschieden ermittelt sich der Wert der aktiven latenten Steuern mit 31,50 % von EUR 4.300.216,00 = EUR 1.354.568,04 (i.Vj. EUR 1.225.543,41). 6. Bilanzverlust Der Bilanzverlust entwickelt sich wie folgt:
7. Rückstellungen für Pensionen Die Pensionsrückstellungen wurden nach § 252 Abs. 1 sowie § 253 Abs. 1 und Abs. 2 HGB berechnet. Die Ermittlung erfolgte nach der Projected Unit Credit Method (PUC-Methode). Der Berechnungszins beträgt 1,87% (i.Vj. 2,30%). Es wurden zukünftige Lohn- und Gehaltssteigerungen von 2,0% sowie ein künftiger Rententrend von 1,0% angesetzt. Für die Berechnungen wurden die Richttafeln von Dr. Klaus Heubeck 2018 G verwendet. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des siebenjährigen und des zehnjährigen Durchschnittszinssatzes beläuft sich auf EUR 643.896,00. Dieser Unterschiedsbetrag unterliegt gemäß § 253 Abs. 6 HGB einer Ausschüttungssperre. 8. Sonstige Rückstellungen
Jubiläumsrückstellungen werden nach Maßgabe der "PUC"-Methode bewertet. Die Bewertung der Rückstellung für Jubiläumszahlungen erfolgt unter Zugrundelegung eines Rechnungszinssatzes von 1,35% (i.Vj. 1,60%) und auf der Grundlage der Richttafeln 2018 G von Dr. Klaus Heubeck nach versicherungsmathematischen Grundsätzen. Bei der Ermittlung der Rückstellung für Jubiläumszahlungen wurden jährliche Lohn- und Gehaltssteigerungen von 2,00 % (i.Vj. 2,00%) angesetzt. 9. Verbindlichkeiten Die ausgewiesenen Verbindlichkeiten werden mit den Erfüllungsbeträgen angesetzt. Sie setzen sich wie folgt zusammen und haben folgende Restlaufzeiten:
In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von EUR 51.823,12 (i.V. EUR 100.297,14) enthalten. IV. ANGABEN ZU DER GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG 1. Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt:
V. SONSTIGE ANGABEN 1. Durchschnittliche Anzahl der beschäftigten Arbeitnehmer Im Jahresdurchschnitt 2021 wurden 141 Mitarbeiter beschäftigt, davon 108 in Eitorf, 31 in Gehren und weitere 2 im Ausland. Im Vorjahr waren im Jahresdurchschnitt 151 Mitarbeiter beschäftigt. 2. Außerbilanzielle Geschäfte und sonstige finanzielle Verpflichtungen Verpflichtungen aus Leasingverträgen:
Es handelt sich um die Zahlungsverpflichtungen auf der Grundlage bestehender schuldrechtlicher Verträge. 3. Anteile an verbundenen Unternehmen
4. Geschäftsführung Herr Torsten Förster, Kaufmann, Hannover (ab 24.11.2022) Herr Thomas Quadt, Kaufmann, Eitorf (bis 24.11.2022) 5. Beirat Stimmberechtigte Mitglieder des Beirats sind zum 31.12.2021: Herr Uwe Köstens, Unternehmensberater; Vorsitzender (ab 24. September 2021) Herr Dr. Günter Auerbach, Geschäftsführer Herr Carsten Stubbe, Apotheker Ausgeschieden in 2021: Herr Detlev Bisterfeld, Pharmakaufmann, Vorsitzender (bis 14. September 2021) 6. Aufwendungen für Organmitglieder Die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführer entfällt unter Hinweis auf § 286 Abs. 4 HGB. Die Beiratsmitglieder haben für Ihre Tätigkeit im Kalenderjahr 2021 Bezüge in Höhe von TEUR 240,0 (i.Vj. TEUR 242,6) erhalten. 7. ErgebnisverwendungsvorschlagDie Geschäftsführung schlägt vor, den Bilanzverlust in Höhe von EUR 8.530.290,99 auf neue Rechnung vorzutragen. 8. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Abschlussstichtag Die militärischen Auseinandersetzungen in der Ukraine ab dem 24. Februar 2022 stellen ein einschneidendes Ereignis dar, das auch in der globalen Wirtschaft und damit auch in der Rechnungslegung unserer Gesellschaft deutliche Spuren hinterlassen wird. An den Güter- und Finanzmärkten waren die Reaktionen sofort spürbar. Deren Konsequenzen für Osteuropa zeigen sich bereits unmittelbar, werden aber auch langfristig erhebliche Konsequenzen für die Weltwirtschaft haben. Aussagen, wie lange sich die Krise zeitlich erstrecken wird, die sich darüber hinaus durch weitere Aktionen auch verschärfen kann, sind gegenwärtig kaum möglich. Die Mitgliedsländer der Gemeinschaft unabhängiger Staaten (GUS) sind für unsere Gesellschaft die wichtigsten Exportländer. Ein möglicher Zusammenbruch der Lieferketten könnte für unsere Gesellschaft bestandsgefährdende Risiken mit sich bringen. Des Weiteren könnten Forderungsausfälle und der Verlust von in Russland gelagerten Artikeln in signifikanter Höhe drohen. Auch Wertberichtigungen auf den Beteiligungsbuchwert unserer Tochtergesellschaft wären denkbar. Hinzu kommen Wechselkursrisiken, die sich bereits unmittelbar gezeigt haben. Auch andere für die Gesellschaft wichtige Absatzmärkte, wie Belarus und Ukraine, sind von diesen Risiken betroffen, wenngleich der russische Markt derzeit entscheidend für die zukünftige Entwicklung unserer Gesellschaft ist. Aktuell sind Arzneimittel nicht von Sanktionen betroffen, sodass weiterhin Bestellungen sowohl aus Russland wie auch aus Belarus und der Ukraine eingehen. Die Lieferfähigkeit in die o. g. Länder ist, wenn auch mit erheblich höheren Transportkosten verbunden, weiterhin gegeben. Die Nachfrage nach den Produkten ist nach wie vor gut. Zudem drohen derzeit keine Zahlungsausfälle, auch wenn teilweise Währungsverluste hingenommen werden mussten.
Eitorf, den 31. März 2022 / 25. November 2022 Torsten Förster, Geschäftsführer
LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2021KREWEL MEUSELBACH GMBH, EITORF1.0 Grundlagen des Unternehmens Die Krewel Meuselbach GmbH ist ein international agierendes Familienunternehmen mit eigener Herstellung in Deutschland und einer intensiven Verbindung zu den Regionen der Standorte. Dieses Fundament gibt uns die Kraft, uns in einem dynamischen und teilweise sehr verändernden Pharmamarkt im In- und Ausland den Herausforderungen zu stellen. Die Bewältigung der fortwährenden Herausforderungen wurde und wird durch die in 2020 aufgekommene und sich im gesamten Kalenderjahr 2021 fortgesetzte Coronapandemie erschwert. Moderne Gesundheitsprodukte, basierend auf einem hohen Know-How gepaart mit einer langjährigen Erfahrung, ermöglichen Krewel Meuselbach, seine Produkte auf höchstem Qualitätsniveau zu fertigen. Unser Ziel ist es, die bestehende Produktpalette stetig weiterzuentwickeln. Dabei liegt der Schwerpunkt der Produktausrichtung auf pflanzlichen Alternativen. Zweigniederlassungen Der Hauptstandort inklusive der Verwaltung hat folgende Anschrift: Krewel Meuselbach GmbH Krewelstraße 2 53783 Eitorf Die Zweigniederlassung befindet sich in Thüringen unter folgender Anschrift: Krewel Meuselbach GmbH Xavier-Vorbrüggen-Str. 6 98694 Ilmenau 1.1 Geschäftsverlauf und Rahmenbedingungen Die traditionsreichen Marken sind überwiegend Phytopharmaka. Diese bestehen aus einem oder mehreren Wirkstoffen im Sinne des Stoffbegriffs des Arzneimittelrechts, die wiederum in der Regel ein komplexes Gemisch aus verschiedenen Pflanzeninhaltsstoffen darstellen. Die Entwicklung des Absatzmarktes für Phytopharmaka ist in den letzten Jahren rückläufig. Betrug der Absatzmarkt in 2018 noch 120 Millionen Einheiten, so waren es in 2019 117 Millionen Packungen und in 2020 103 Millionen Packungen, was laut BPI auf die Auswirkungen der Coronapandemie zurückzuführen ist (Quelle: Pharmadaten des Bundesverbandes der pharmazeutischen Industrie, Stand 10.12.2021). Der überwiegende Anteil wurde rezeptfrei von den Apotheken an den Endverbraucher abgegeben (Selbstmedikation). Die Anzahl der Apotheken in Deutschland war auch in 2021 weiter rückläufig und lag laut der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände e. V. unter 18.500. Der Vertrieb der OTC-Produkte in Deutschland erfolgte in 2021 direkt oder indirekt über unseren Vertriebspartner und den pharmazeutischen Großhandel. Weiterhin ist Krewel Meuselbach Lohnhersteller für Arzneimittel verschiedener international tätiger Pharmaunternehmen. Für die Firma Hermes Arzneimittel GmbH, Pullach im Isartal, wird ein umfangreiches Sortiment an OTC-Produkten hergestellt. Die Basis bildet ein langfristiger Lohnherstellungsvertrag, der die Produktion dieser Arzneimittel in den Betrieben von Krewel Meuselbach sicherstellt. In Vertriebskooperation übernimmt die Firma Hermes Arzneimittel GmbH den Vertrieb unseres Produktes Hedelix. Auch im gesamten Geschäftsjahr 2021 war die Covid 19-Pandemie noch das vorherrschende Thema in Deutschland und damit auch bei Krewel Meuselbach. Die durch die Politik umgesetzten sehr einschneidenden Maßnahmen und Entscheidungen machten sich bemerkbar. Der wiederholte totale Ausfall des Frühjahrsgeschäftes - fehlende Erkältungssaison - und die im Ausland verhängten Ausgangssperren und Versammlungsverbote wirkten sich im ersten Tertial des Geschäftsjahres 2021 massiv aus. Durch das durchgehende und konsequent umgesetzte Hygienekonzept an beiden Standorten konnten wir eine größere Ausbreitung von Infektionen innerhalb der Belegschaft verhindern und die Produktionsaufträge zeitgerecht fertigen. Mit Abschluss des Serialisierungs- und Aggregationsprojektes sind wir seit April 2021 in der Lage, unsere Produkte anforderungskonform an unsere Kunden im Raum RUS/GUS zu versenden. Ebenso ist es gelungen, die in 2019 aufgetretenen Lieferausfälle wichtiger Rohstoffe mit Hilfe und Unterstützung von Zweitlieferanten aufzufangen, die es uns ermöglichten, einen kontinuierlichen und geregelten Produktionsverlauf zu gewährleisten. Der Fehlbetrag vor Steuern und Finanzergebnis (EBIT) belief sich auf Mio. € -3,1 (i. Vj. Mio. € -3,0), was überwiegend dem Ausfall der Erkältungssaison und den daraus resultierenden Absatzmengen sowie damit einhergehend den fehlenden Umsätzen geschuldet ist. Vor diesem Hintergrund betrachtet die Geschäftsführung die Entwicklung im Kalenderjahr 2021 als nicht zufriedenstellend. Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl gemäß § 267 Abs. 5 HGB in den Betrieben in Eitorf und Ilmenau sowie den internationalen Repräsentanzen betrug 141 Mitarbeiter (in 2020: 151 Mitarbeiter). Auch im Kalenderjahr 2021 kam es weiterhin weltweit auf Grund der Coronapandemie zu Kontaktverboten und drastischen Einschränkungen im Geschäfts- und Privatleben. Nach einer spürbaren Beruhigung der Pandemielage im Sommer 2021 hat sich die Lage ab Herbst 2021 mit neu aufgetretenen Varianten des Coronavirus wieder erheblich verschlechtert, was wiederum zu einem Eingriff durch die Politik in viele Bereiche des öffentlichen und wirtschaftlichen Lebens führte. Zwar war die Impfquote im Herbst bei vielen Bürgerinnen und Bürgern bereits recht hoch, jedoch kam es durch die neuen Coronavarianten vermehrt zu Impfdurchbrüchen, was eine dritte Impfung erforderte. Damit einhergehend stand unser Unternehmen großen Herausforderungen in der Beschaffung von Primär- und Sekundärpackmitteln sowie diversen Rohstoffen gegenüber, was auch eine drastische Preissteigerung in diesen Sektoren zur Folge hatte. Somit bestand und besteht die Aufgabe des Unternehmens darin, seine Attraktivität in den Absatzmärkten wieder zu steigern und ein restriktives Kostenmanagement über alle Bereiche des Unternehmens fortzusetzen. In diesen immer schwieriger werdenden Zeiten haben sich die Gesellschafter dazu entschlossen, nicht nur eine Veränderung im Beirat des Unternehmens vorzunehmen, sondern gleichzeitig die Unternehmensberatung enomyc GmbH mit der Wirtschaftlichkeitsanalyse des Unternehmens zu beauftragen, um alle unternehmensspezifischen Möglichkeiten aufzuzeigen und zukunftsträchtige Aussagen zu treffen. Die Ergebnisse der Wirtschaftlichkeitsanalyse wurde der Geschäftsführung, dem Beirat und den Gesellschaftern am Ende des Geschäftsjahres 2021 zur Prüfung übergeben. Auf dieser Grundlage besteht Einigkeit zwischen allen Beteiligten, notwendige Schritte umzusetzen, um die Firma Krewel Meuselbach zukünftig zu erhalten. 1.2. Lage des Unternehmens Ertragslage Die Bruttoumsätze vor Abzug der Erlösschmälerungen stagnierten im Vergleich zum Vorjahr bei Mio. € 29,9. Die Gründe, warum die Gesellschaft hinter ihren Planwerten gelegen hat, liegen in den deutlichen Minderumsätzen in unseren Exportländern und in der Lohnherstellung - insbesondere bei den Umsätzen mit der Firma Hermes Arzneimittel GmbH. Hier schlugen, wie schon erwähnt, die weltweit grassierende Coronapandemie und damit einhergehend die auch in 2021 nahezu komplett ausgefallene Erkältungswelle im Frühjahr zu Buche. Insgesamt lagen die Umsatzerlöse unter Berücksichtigung der Erlösschmälerungen mit Mio. € 23,4 leicht unter den Vorjahresumsätzen. Die Exportquote stieg im Vergleich zu 2020 von 53% auf 55%. Der Bestand an fertigen und unfertigen Erzeugnisse veränderte sich im Berichtszeitraum gegenüber dem Vorjahr von Mio. € 4,7 auf Mio. € 3,6, was im Wesentlichen auf die guten Absätze im letzten Quartal 2021 zurückzuführen ist. Im Ergebnis reduzierte sich die Gesamtleistung um Mio. € 0,5 auf Mio. € 22,4. Der Wareneinsatz blieb mit Mio. € 7,0 nahezu unverändert. Leicht rückläufig entwickelten sich weiterhin die Personalkosten von Mio. € 11,9 auf Mio. € 11,4. Mitarbeiterabgänge im Laufe des Berichtsjahres wurden konsequent im Hinblick auf die Nachbesetzung geprüft und Stellen, wo möglich, eingespart. Weiterhin hat sich die Gesellschaft im Berichtzeitraum einem strikten Kostenmanagement über alle Bereiche hinweg unterzogen. Die operativen Aufwendungen reduzierten sich in 2021 von Mio. € 9,3 in 2020 auf Mio. € 7,5, wobei auch Wechselkursgewinne realisiert wurden. Die Abschreibungen entsprachen in etwa dem Vorjahr. Auch die von den inländischen Tochtergesellschaften aufgrund bestehender Ergebnisabführungsverträge übernommenen Ergebnisse waren unverändert zum Vorjahreszeitraum. Nach Berücksichtigung von Steuererstattungen verblieb ein Jahresfehlbetrag in Höhe von Mio. € 3,2. Im Geschäftsjahr 2020 lag der Fehlbetrag bei Mio. € 3,7. Wesentliche Kennzahlen der Ergebnisrechnung veränderten sich wie folgt:
1 Bezugsgröße Gesamtleistung 2 Bezugsgröße Umsatzerlöse Finanzlage Die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft war unterjährig jederzeit gegeben. Der Geschäftsbetrieb wurde finanziert aus der vorhandenen Liquidität und dem Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit. Das bestehende Bankdarlehen wurde planmäßig zurückgeführt. Kapitalflussrechnung (TEUR)
Zum Bilanzstichtag verfügte die Gesellschaft über frei verfügbare liquide Mittel in Höhe von Mio. Euro 6,9 (i. Vj. Mio. Euro 5,4). Die derzeit eingeschränkten Renditen lassen es nicht zu, bei überschaubarem Risiko nennenswerte Zinserträge zu erzielen. Aus Gründen der Vorsicht bevorzugt die Geschäftsführung risikoarme Anlageformen. Vermögenslage Im Berichtsjahr sank die Bilanzsumme von Mio. € 32,0 im Vorjahr auf Mio. € 27,4 in 2021. Das ausgewiesene Anlagevermögen ging abschreibungsbedingt wiederum leicht zurück. Aufgrund der sich allgemein abzeichnenden Gesamtsituation wurden Investitionen in das Sachanlagevermögen auch im Geschäftsjahr 2021 auf das Nötigste beschränkt. Weiterhin deutlich rückläufig zeigt sich in 2021 das Umlaufvermögen fast über alle Positionen hinweg. Das Eigenkapital verringerte sich durch den Jahresfehlbetrag auf Mio. € 9,7. Die Rückstellungen betrugen im abgelaufenen Geschäftsjahr nahezu unverändert Mio. € 13,0. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen waren stichtagsbedingt höher. Durch quartalsweise Tilgung reduzierten sich die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten von Mio. € 1,9 auf Mio. € 1,1.
2.0 Bericht zur voraussichtlichen Entwicklung (Prognosebericht) mit den wesentlichen Chancen und Risiken (Chancen- und Risikobericht) Prognosebericht Mit Abschluss des Geschäftsjahres ergab sich ein Fehlbetrag in Höhe von Mio. € 3,2. Dieser lag damit im Rahmen der prognostizierten Erwartungen. Die positive Rubelkursentwicklung sowie das Erreichen der gesteckten Ziele im Inland (ohne Lohnfertigung) einerseits und die pandemiebedingten Umsatzausfälle andererseits waren dafür maßgeblich. Die erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen der Gesellschaft und der Firma Hermes Arzneimittel GmbH wurde dank eines sehr hohen Engagements auf beiden Seiten erfolgreich fortgeführt, wenngleich die Pandemie und deren Eindämmung im Hinblick auf den Erkältungsmarkt weiterhin einen starken negativen Einfluss genommen haben. Auch im laufenden Geschäftsjahr 2022 geht die Geschäftsführung trotz einiger positiver Tendenzen von einem Fehlbetrag aus. Alle relevanten Einschätzungen und Annahmen wurden dabei berücksichtigt. Dennoch ist die Finanzierung der Gesellschaft planmäßig bis zum Ende des Geschäftsjahres 2022 sichergestellt. Das Bankdarlehen wurde vorzeitig abgelöst. Dieser Liquiditätsabfluss wurde bereits in den Planungen berücksichtigt. Diese Angaben basieren auf vorausschauenden Aussagen über zukünftige Entwicklungen, die auf aktuellen Einschätzungen des Managements beruhen. Solche Aussagen sind gewissen Risiken und Unsicherheiten unterworfen, die größtenteils außerhalb des Einflussbereichs der Krewel Meuselbach GmbH liegen. Die nicht im Einflussbereich der Gesellschaft liegenden Risiken beeinflussen das Gesamtergebnis. Die Prognosen sind aufgrund der Auswirkungen der weltweiten Coronapandemie sowie des Ukrainekonflikts und der Sanktionen derzeit zwangsläufig mit erhöhten Unsicherheiten behaftet. Chancenbericht Die Geschäftsführung ist weiterhin der Überzeugung, dass die Marken der Krewel Meuselbach GmbH im In- und Ausland sowie die Qualität der im Auftrag gefertigten Produkte einen guten Ruf genießen und auch zukünftig für ausreichende Umsätze und Einnahmen stehen. Diese Überzeugung wird vom Ausbau der Geschäftsbeziehungen zu bestehenden Exportkunden wie auch der stetige Gewinnung neuer Kunden weltweit getragen. Die solide Kapitalausstattung und die damit verbundene Fähigkeit, Verbindlichkeiten fristgerecht zu erfüllen ist infolge der fortdauernden Ertragslage zwar belastet aber noch Garant für ein gutes Ansehen bei Lieferanten, Kunden und Beschäftigten. Die Geschäftsführung wird im kommenden Geschäftsjahr den Fokus auf die Arbeit des Ausschusses für Geschäftsentwicklung legen. Ihr Augenmerk ist auf die stetige Verbesserung bestehender Produkte (lifecycle Management), aber auch auf die Weiterentwicklung der etablierten Produktpalette gerichtet. Produktneueinführungen auf dem größten Exportmarkt in Russland werden vorangetrieben. Durch die Schaffung der Möglichkeiten von Produktneueinführungen und der stetigen Verbesserung und Weiterentwicklung bestehender Produkte können vorhandene Absatzmöglichkeiten gestärkt und neue erschlossen werden. Durch eine geeignete Kooperation mit einem strategischen Partner bzw. Investor könnte die Verbreitung gerade der neuen Produkte gestärkt werden. Zudem könnten sich insgesamt neue Absatzmärke erschließen lassen. Risikobericht Strukturelle Risiken Die Gesellschaft ist gesetzlich verpflichtet, auf wesentliche Risiken der zukünftigen Entwicklung, die bestandsgefährdende oder wesentliche Einflüsse auf die Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage haben können, hinzuweisen. Wenn auch die Finanzierung für das Kalenderjahr 2022 nach unseren derzeitigen Unternehmensplanungen gesichert ist, die Gesellschaft sich weiterhin auf die ausschließlich notwendigen Investitionen beschränkt sowie die geldpolitischen Maßnahmen wie Zahlungszielverkürzungen bei den Kunden konsequent umsetzt, bleibt ein strukturelles Risiko für die Gesellschaft bestehen. Auch die Prüfung zur Veräußerung von nichtbetriebsnotwendigem Anlagevermögen kann das bestandsgefährdende Risiko dauerhaft nicht mindern. Ukrainekonflikt Die militärischen Auseinandersetzungen in der Ukraine ab dem 24. Februar 2022 stellen ein einschneidendes Ereignis dar, das auch in der globalen Wirtschaft und damit auch in der Rechnungslegung unserer Gesellschaft deutliche Spuren hinterlassen wird. An den Güter- und Finanzmärkten waren die Reaktionen sofort spürbar. Deren Konsequenzen für Osteuropa zeigen sich bereits unmittelbar, werden aber auch langfristig erhebliche Konsequenzen für die Weltwirtschaft haben. Aussagen, wie lange sich die Krise, die sich darüber hinaus durch weitere Aktionen auch verschärfen kann, zeitlich erstrecken wird, sind gegenwärtig kaum möglich. Die Mitgliedsstaaten der Gemeinschaft unabhängiger Staaten (GUS) sind für unsere Gesellschaft die wichtigsten Exportländer. Ein möglicher Zusammenbruch der Lieferketten könnte für unsere Gesellschaft bestandsgefährdende Risiken mit sich bringen. Des Weiteren könnten Forderungsausfälle und der Verlust von in Russland gelagerten Artikeln in signifikanter Höhe drohen. Auch Wertberichtigungen auf den Beteiligungsbuchwert unserer Tochtergesellschaft wären denkbar. Hinzu kommen Wechselkursrisiken, die sich bereits unmittelbar gezeigt haben. Auch andere für die Gesellschaft wichtige Absatzmärkte, wie Belarus und Ukraine, sind von diesen Risiken betroffen, wenngleich der russische Markt derzeit entscheidend für die zukünftige Entwicklung unserer Gesellschaft ist. Aktuell sind Arzneimittel nicht von Sanktionen betroffen, sodass weiterhin Bestellungen sowohl aus Russland als auch aus Belarus und der Ukraine eingehen. Die Lieferfähigkeit in die o. g. Länder ist, wenn auch mit erheblich höheren Transportkosten verbunden, weiterhin gegeben. Die Nachfrage nach den Produkten ist nach wie vor gut. Zudem drohen derzeit keine Zahlungsausfälle, auch wenn teilweise Währungsverluste hingenommen werden mussten. Bestandsgefährdende Risiken Die nunmehr seit mehr als zwei Jahren andauernde Coronapandemie, die militärischen Auseinandersetzungen in der Ukraine sowie die Sanktionen beeinflussen das Wirtschaftsleben weltweit. Immer neue Verordnungen, extreme Inzidenzwerte in vielen Ländern, die fortwährende Verunsicherung in der Bevölkerung sowie immer neue auftretende Virusvarianten tragen nicht zu einer wirtschaftlichen Konsolidierung bei. Die Folge sind Lieferengpässe und erhöhte Rohstoffpreise. Auch wenn die Gesellschaft als pharmazeutischer Hersteller weiterhin von behördlichen Auflagen verschont geblieben ist und die innerbetrieblichen Maßnahmen stets der aktuellen Entwicklung angepasst hat, haben wir als Spezialist für Erkältungskrankheiten die Auswirkungen der Pandemie auch im abgelaufenen Geschäftsjahr massiv zu spüren bekommen. Durch den nahezu kompletten Ausfall der Erkältungssaison im Berichtszeitraum wurden - wie schon im Vorjahr - die Ziele erneut verfehlt und die Gesellschaft musste erneut ein negatives Ergebnis ausweisen. Hinzu treten strukturelle Risiken aus unserer Produktpalette und den belieferten Märkten. Aus der andauernden Verlustsituation resultiert das bestandsgefährdende Risiko, dass die Verluste nicht mehr finanziert werden können. Um den vorhandenen Risiken entgegenzuwirken, ist die Geschäftsführung im ständigen Austausch mit dem Beirat und den Gesellschaftern. Sämtliche risikominimierende Maßnahmen werden gemeinsam abgestimmt und beschlossen. Oberstes Ziel ist die Sicherstellung der Liquidität. Hierzu erfolgt eine permanente lückenlose Überwachung der Liquidität und des Forecast. In der aktuellen Situation hat eine engmaschige Liquiditätsplanung für die Gesellschaft eine hohe Priorität, weshalb sich die Gesellschaft externer Berater bedient, um die notwendige Qualität der Planung sicherzustellen. Um möglichen zukünftigen Risiken zu begegnen, wird auch weiterhin konsequent die Umsetzung der umfangreichen liquiditätssichernden Maßnahmen (z.B. durch Anpassen der Zahlungsziele, stringentes Kostenmanagement) betrieben. Politische Eingriffe, z.B. Einfuhr- bzw. Zollbeschränkungen für Arzneimittel und geldpolitische Einflüsse, waren in der Vergangenheit noch nicht gegeben, können aber für die Zukunft nicht ausgeschlossen werden. Übrige Risiken Die zunehmende Anspannung auf dem Rohstoff- und Energiemarkt macht sich deutlich bemerkbar. So hat die Gesellschaft erhebliche Preisanstiege z. B. bei Papier, Rohstoffen, Gas, Öl und Strom zu verzeichnen, welche sich unmittelbar auf die Margen auswirken. Darüber hinaus verzeichnet die Gesellschaft größere Hemmnisse und Lieferungsverzögerungen bei Rohstoff- und Materialbestellungen, welche sich unmittelbar auf die Fertigungsplanung auswirken und die Produktion an beiden Standorten vor große Herausforderungen stellt. Hierzu wurden bereits Maßnahmen ergriffen, um die Aufrechterhaltung des Geschäftsbetriebes sicherzustellen. Bislang kam es zu keinen Ausfällen in der Lieferfähigkeit. Der internationale Vertrieb der hochwertigen Arzneimittel läuft weiter. Darüber hinaus muss die Geschäftsführung im kommenden Jahr ein besonderes Augenmerk auf die Verlängerung des EU sowie EAWU GMP-Zertifikates richten. Grundsätzlich ist ein Zuwachs an Regularien und Anforderungen zu verzeichnen. Zur Vorbereitung auf die Besonderheiten der erstmaligen EAWU GMP-Inspektion wurden bereits mit Hilfe eines russischen Dienstleisters Betriebsbesichtigungen (sog. Mock-Audits) durchgeführt. Aus Sicht dieses erfahrenen Dienstleisters sind an beiden Standorten bauliche Veränderungen erforderlich, um die angestrebte Verlängerung des GMP-Zertifikates durch das Russische Handelsministerium erwirken zu können. Die Baumaßnahmen an beiden Standorten sind für unsere Gesellschaft mit Investitionen verbunden. Gleichwohl bildet dieses Zertifikat die generelle Grundlage für den Export der Produkte nach und damit den Vertrieb der Produkte in Russland und den Mitgliedsstaaten der EAWU. Der prozentuale Umsatzanteil (am Gesamtumsatz) in Höhe von 35% im für die Gesellschaft damit wichtigsten Absatzmarkt Russland am Gesamtumsatz unterstreicht die hohe Priorisierung dieser Maßnahmen und begründet uneingeschränkt die erheblichen Investitionen. Sämtliche zuvor genannten Risiken, die notwendigen Maßnahmen und Investitionen zur Verlängerung des GMP-Zertifikates für den EAWU-Absatzmarkt bedeuten für die Gesellschaft erhöhte Risiken, die die Gesellschaft vor große Herausforderungen stellen. Dennoch sind die Maßnahmen unumgänglich, da ansonsten eine Verlängerung des GMP-Zertifikates nicht erfolgen könnte und dies ein Risiko für die Geschäftsgrundlage darstellt. Aus diesem Grunde haben Gesellschafter und Beirat in der Beirats- und Gesellschafterversammlung am 25. April 2022 die Investitionen genehmigt und den Geschäftsführer angewiesen, die notwendigen Maßnahmen durchzuführen bzw. umzusetzen. Um diesen Herausforderungen mittel- und langfristig zu begegnen, haben Gesellschafter und Beirat dem Wunsch der Geschäftsführung entsprochen und die Suche nach einem strategischen Partner aufgenommen. Das gemeinsame Ziel ist es, dass die Gesellschaft gemeinsam mit dem neuen strategischen Partner die Auslastung und damit den Fortbestand der Gesellschaft langfristig sichert. Auch die im abgelaufenen Geschäftsjahr bereits konsequent durchgeführten Analysen in Bezug auf die laufenden Ausgaben der Gesellschaft werden im kommenden Geschäftsjahr ebenfalls stetig auf deren betriebliche Notwendigkeit geprüft, um weiteres Kostensenkungspotenzial zu heben. In dem erwarteten Planungsszenario ist davon auszugehen, dass die Finanzierung der Gesellschaft auch im Geschäftsjahr 2022 sichergestellt ist. Insgesamt liegt noch eine beherrschbare Situation vor. Aufgrund der aktuell politisch angekündigten Lockerungen in Bezug auf die Coronasituation, damit einhergehend einer bereits jetzt erkennbare Zunahme von Erkältungskrankheiten in den Absatzmärkten, ist eine Erreichung der Planwerte realistisch. Die durch die Gesellschaft und die Geschäftsführung initiierte Suche nach einer strategischen Partnerschaft bzw. einem Investor soll mittelfristig zu einer erkennbaren Steigerung der Wirtschaftlichkeit der Gesellschaft beitragen. Die Geschäftsführung ist von dem eingeschlagenen Weg überzeugt und wird dabei vom Beirat und dem Gesellschafterkreis unterstützt. Die Geschäftsführung weist darauf hin, dass es sich bei den obigen Ausführungen um Annahmen handelt und die tatsächliche Entwicklung davon abweichen kann. Die Geschäftsführung beobachtet laufend die Märkte, um die Chancen und Risiken zu erkennen und hierauf zu reagieren. Hierbei verhält sich die Geschäftsführung grundsätzlich risikoavers. Das Unternehmen hat sich auf die möglichen Szenarien eingestellt. Eine endgültige Prognose kann jedoch nicht gänzlich sichergestellt werden. Forschung und Entwicklung Die wissenschaftliche Weiterentwicklung der traditionsreichen pflanzlichen Arzneimittel des Unternehmens wurde in 2021 ebenso fortgesetzt wie die stetige Anpassung der hochwertigen Arzneimittel an die sich permanent ändernden regulatorischen Auflagen. Auf der Grundlage zunehmender Anforderungen durch den Gesetzgeber und damit durch die Behörden im In- und Ausland, durch die Kunden, aber auch gegenüber Lieferanten nehmen qualitätssichernde Maßnahmen einen immer höheren Stellenwert ein. Damit kommt der Abteilung Qualitätssicherung eine wachsende Bedeutung und Verantwortung zu. Gleichzeitig muss darüber hinaus auch der Fokus auf den steigenden regulatorischen und galensichen Anforderungen liegen, um stetig verbesserte, marktkonforme Rezepturen und Darreichungsformen zu entwickeln und damit die Attraktivität der Produkte zu steigern. Zusätzliche notwendige klinische Studien wurden und werden aktuell in Abhängigkeit von spezifischen Zulassungsvorhaben vorbereitet.
Eitorf, den 31. März 2022 / 25. November 2022 Torsten Förster, Geschäftsführer Der Jahresabschluss wurde am 20. Dezember 2022 festgestellt. Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Krewel Meuselbach GmbH, Eitorf Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Krewel Meuselbach GmbH, Eitorf, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Krewel Meuselbach GmbH, Eitorf, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit Wir verweisen auf die Angaben der Geschäftsführung im Anhang sowie im Abschnitt Risikobericht des Lageberichts, in denen die gesetzlichen Vertreter beschreiben, dass in der weiteren Finanzierung der andauernden Verlustsituation der Gesellschaft ein bestandsgefährdendes Risiko zu sehen ist. Wie im Anhang und im Lagebericht dargelegt, deuten diese Ereignisse und Gegebenheiten zusammen mit den anderen dort ausgeführten Sachverhalten auf das Bestehen einer wesentlichen Unsicherheit hin, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und die ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt. Unsere Prüfungsurteile sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Beirats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Beirat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Mönchengladbach, den 25. November 2022 WWS
WIRTZ, WALTER, SCHMITZ GMBH
Germund, Wirtschaftsprüfer Dr. Viefers, Wirtschaftsprüfer |
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