Analytik Jena GmbH+Co. KG
Selbe AdresseHerstellung von pharmazeutischen Grundstoffen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Maria Aksenova seit 12.10.2017 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Endress+Hauser Management AG | 100.00% |
Analytik Jena GmbH+Co. KGEigenbeteiligung | 0.00% |
Endress+Hauser Beteiligung AG | 0.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
AJZ Engineering GmbHJenaJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.10.2014 bis zum 31.12.2014Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Oktober 2014 bis 31. Dezember 2014Lagebericht für das Rumpfgeschäftsjahr 20141. Darstellung des Geschäftsverlaufs Die AJZ Engineering GmbH plant und realisiert sowohl als Ingenieurbüro als auch als Generalunternehmer Investitionsprojekte in Forschung, Lehre, Umwelt und Medizin. Die Kernkompetenz liegt hierbei einerseits in der Medizin- und Laborplanung als Ingenieurbüro, das vorwiegend auf dem deutschen Markt tätig ist. Anderseits ist AJZ Engineering als Generalunternehmer in der komplexen Ausrüstung von Einrichtungen des Gesundheitswesens sowie von Laboren für Forschung, Lehre, Industrie und staatliche Überwachungsorganisationen vorwiegend im Ausland tätig. Schwerpunktmärkte im Ausland sind vor allem Russland, die zentralasiatischen GUS Staaten, Algerien, Libyen und die Golfstaaten. In allen diesen Auslandsmärkten besteht ein wachsender Investitionsbedarf in den Marktsegmenten, in denen AJZ Engineering tätig ist. Für die erfolgreiche Realisierung dieser Investitionsvorhaben werden Generalunternehmer angefragt, die die Einhaltung einer nachhaltigen Qualität, der Termine und Kosten garantieren. AJZ Engineering GmbH hat für eine Vielzahl solcher Vorhaben Angebote eingereicht und damit die Grundlagen geschaffen, entsprechende Aufträge zu erhalten. Diese grundsätzlich positiven Entwicklungen wurden im abgelaufenen Kalenderjahr 2014 einschließlich des Rumpfgeschäftsjahres vom 1. Oktober bis 31. Dezember 2014 in den für AJZ Engineering relevanten internationalen Märkten von politischen Ereignissen überlagert, die unmittelbare negative Auswirkungen auf die beiden Schlüsselprojekte Föderales Zentrum für Nierentransplantation und Dialyse in Wolshkij / Russische Föderation und FDCC Laborzentrum in Tripolis / Libyen haben. Im Ergebnis des im Frühjahr im Zusammenhang mit der Ukraine einsetzenden internationalen Konflikts wurde der Haushalt der Russischen Föderation für 2014 neu geordnet und damit die geplante Bereitstellung finanzieller Mittel für die Projektfortführung in Wolshkij bis Ende August 2014 erheblich verzögert. Damit waren die vorgesehenen terminlichen Abläufe und Umsätze im Rumpfgeschäftsjahr (Oktober bis Dezember 2014) nur mit entsprechenden Verzögerungen realisierbar. Darüber hinaus hat sich die politische Situation in Nordafrika nach den dort 2012 erfolgten politischen Veränderungen nicht so stabilisiert, dass die Realisierung der Vorhaben, speziell in Libyen nur mit großen Verzögerungen fortgesetzt werden konnte, was dazu führte, dass die für das Rumpfgeschäftsjahr geplanten Umsätze von mehr als 2 Mio. Euro noch nicht realisiert werden konnten. Die teilweise bewaffnet geführten Auseinandersetzungen behinderten die Arbeiten in Libyen massiv und verzögerten somit die Fortführung des Projekts Zentrallabor für Lebensmittel- und Arzneimittelkontrolle in Tripolis erheblich. Ebenso konnten Aufträge, für die AJZ Engineering bereits Zuschläge erhalten hat, nicht realisiert werden, weil die Abläufe durch die instabile Lage sich stetig verzögern, obwohl durch die Kunden mit entsprechenden Akkreditiven die notwendigen Zahlungssicherheiten beigebracht wurden. Ausdruck dieser Entwicklungen sind die erreichten Ergebnisse. Im Rumpfgeschäftsjahr 2014 konnte so nur ein Umsatz von 458 TEUR erreicht werden. Das positive Ergebnis des Rumpfgeschäftsjahres von 92 TEUR resultiert überwiegend aus einem Forderungsverzicht des Gesellschafters Analytik Jena AG in Höhe von 5.000 TEUR. Der Forderungsverzicht war notwendig geworden, weil sich bedingt durch die deutliche Abwertung der russischen Währung Rubel gegenüber Euro und Dollar aus der Fremdwährungsumrechnung der zum Stichtag aktivierten Unfertigen Leistungen, wesentliche Währungsverluste ergaben. Die sich insbesondere in den Monaten November und Dezember 2014 im Vergleich zum vorherigen Abschluss nochmals beschleunigende Abwertung des Rubelkurses hat das Ergebnis des Rumpfgeschäftsjahres extrem negativ beeinflusst. Der Auftragsbestand der AJZ beinhaltet in Russland überwiegend öffentliche Aufträge bzw. Staatsaufträge, die in Rubel fakturiert werden müssen, wodurch die AJZ in wesentlichem Umfang dem Währungsrisiko ausgesetzt ist. Die Geschäftstätigkeit war auch im Rumpfgeschäftsjahr auf die Absicherung der Realisierung des vorliegenden Auftragsbestandes ausgerichtet. In Folge der bei den Schlüsselprojekten eingetretenen Verzögerungen wurden die Kostenstrukturen weiter optimiert und Aufwendungen für Investitionen und Vertrieb weiter reduziert. Unter der Nutzung jener Ressourcen, die für die vertragsgerechte Realisierung der vorliegenden Aufträge vorgehalten werden mussten, wurde die Projektentwicklung für ausgewählte Vorhaben vorangetrieben. Dies führte u.a. zu Auftragszugängen in Deutschland und Russland. Aussichtsreiche Chancen hat das Unternehmen bei folgenden Vorhaben, um weitere Aufträge zu erhalten:
Bei den Schwerpunktvorhaben wurden im Rumpfgeschäftsjahr folgende Ergebnisse erreicht: Föderales Zentrum für Nierentransplantation und Dialyse (FZNTD) in Wolshkij / Russland Infolge der Ereignisse in der Ukraine hat sich die Bereitstellung der Mittel (zunächst 1.800 Mio. Rubel, ca. 26 Mio. Euro) aus dem föderalen Haushalt bis Ende August 2014 verzögert. Die verbleibende Zeit bis zum Ende des Rumpfgeschäftsjahres reichte nicht aus, weitere Teilprojekte wie ursprünglich geplant zur Abrechnung zu bringen. Die Arbeiten zur Fertigstellung des Gebäudekomplexes und zur Ausrüstung mit hochmoderner Medizintechnik wurden intensiviert, um die Inbetriebnahme des Föderalen Zentrums für Nierentransplantation und Dialyse in 2016 abzusichern. Die Finanzierung dafür ist durch Regierungsbeschluss gesichert. Das finanzielle Ergebnis wird dabei durch die hohe Abwertung des Rubels gegenüber dem Euro weiter belastet werden, auch wenn es gelingen sollte, in Abstimmung mit dem Kunden auf der Ausgabenseite, dieser Entwicklung entgegen zu wirken, indem der Anteil russischer Subunternehmer, die gegen russische Währung liefern und leisten, erhöht wird. Aufgrund der weiteren Abwertung des russischen Rubels geht die Geschäftsführung nicht mehr davon aus, dass die ursprünglich geplante Gewinnmarge realisierbar sein wird. Bei einem angenommenen mittelfristigen Wechselkurs von 76 Rubel zum Euro ist das Projekt zum 31. Dezember 2014 hinsichtlich des geplanten materiellen Abschlusses der wesentlichen Leistungen für den Bau- und Medizinvertrag bis Ende 2015 verlustfrei bewertet. FDCC Laborzentrum Tripolis / Libyen Die Arbeiten für das Projekt FDCC Laborzentrum konnten zunächst wie vorgesehen weitergeführt werden, jedoch hat sich durch die entgegen unseren Erwartungen auch in Tripolis wieder verschlechternde Sicherheitslage die Fortführung erneut verzögert. Im Juni 2014 wurden mit unserem Auftraggeber Festlegungen zur Fortsetzung der Arbeiten getroffen, in deren Ergebnis die Abläufe angepasst und die Verlängerung des Vertrages und seiner Zahlungssicherheit, Akkreditiv, bis November 2015 vereinbart wurden. Die im Juli auf Tripolis übergreifenden bewaffneten Auseinandersetzungen haben uns gezwungen, die Arbeiten vor Ort vorübergehend einzustellen. Insgesamt wurden bisher Leistungen in Höhe von 1.438 TEUR dem Kunden in Rechnung gestellt, sodass noch 14 Mio. Euro realisiert werden müssen. In Folge der unverändert schwachen staatlichen Strukturen und der darüber hinaus bestehenden zeitaufwendigen Bearbeitung der Vorgänge im libyschen Finanzsektor wurde das Akkreditiv als Zahlungssicherheit zwar durch den Kunden wieder operativ gestellt, aber infolge der ungeklärten Frage der Übernahme der Verlängerungskosten für das Akkreditiv, konnte es für die Realisierung der überfälligen Zahlungen aus der Realisierung 2014 noch nicht in Anspruch genommen werden. Obwohl die Sicherheitslage in Tripolis nach wie vor angespannt ist, müssen wir davon ausgehen, dass der Kunde die Fortsetzung der Realisierungen auf der Baustelle fordern wird, sobald es die Verhältnisse zulassen. Die Vorbereitungen für diesen Fall wurden getroffen. Nach wie vor planen wir die Lieferung der im Auftrag vereinbarten Ausrüstungen im III. und IV. Quartal des Geschäftsjahres 2015, sodass ein positiver operativer Cashflow aus dem Vorhaben erreicht werden kann. Realisierung von Planungsaufträgen im In- und Ausland Im In- und Ausland wurden die vorliegenden Planungsaufträge (Auftragswerte insgesamt ca. 3 Mio. Euro) weitergeführt. Dazu zählen u.a.:
Der größte Teil der Planungsprojekte konnte noch nicht endabgerechnet werden, die Abschlagsrechnungen haben aber dazu beigetragen, den Cashflow zu verbessern. Diese Entwicklung wird sich auch in den darauffolgenden Geschäftsjahren fortsetzen. 2. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Das Anlagevermögen mit einem Gesamtwert von TEUR 397,1 verringerte sich gegenüber dem Vorjahr (TEUR 442,3) um TEUR 45,2. Die Vorräte (verrechnet mit den erhaltenen Anzahlungen) haben sich von TEUR 17.516,6 (2013/2014) auf TEUR 18.918,0 (2014) mit fortschreitender Abarbeitung der Schlüsselprojekte erhöht. Im Rumpfgeschäftsjahr sind zusätzlich Wertberichtigungen von TEUR 2.216 vorgenommen worden. Die Abwertung des Rubel hatte einen wesentlich Einfluss auf den Rückgang der erhaltenen Anzahlungen, welche sich um TEUR 2.306,2 auf TEUR 45.054,2 reduzierten. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände verringerten sich um TEUR 693,4 auf TEUR 4.203,6 (Vorjahr: TEUR 4.897,0). Die Guthaben bei Kreditinstituten verringerten sich zum Bilanzstichtag um TEUR 297,8 auf TEUR 106,0 (Vorjahr: TEUR 403,8). Die Liquidität der AJZ Engineering GmbH wurde bis zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2014 durch die Ausgabe von weiteren kurzfristigen Darlehen durch die Analytik Jena AG untersetzt. Unter Abzug des Forderungsverzichtes (EUR 5,0 Mio.) auf Darlehen die Analytik Jena der AJZ Engineering gewährt hatte, betragen die Finanzierungsverbindlichkeiten gegenüber der Analytik Jena AG zum Stichtag 7,8 Mio. Euro (Vorjahr: 9,6 Mio. Euro). Auf der Passivseite verringerten sich die sonstigen Rückstellungen um insgesamt TEUR 976,1 auf TEUR 3.073,8, was insbesondere auf den Verbrauch von Rückstellungen für ausstehende Rechnungen zurückzuführen ist. Die Verbindlichkeiten erhöhten sich von TEUR 24.482,7 (2013/2014) auf TEUR 25.661,8 (2014). Obwohl sich die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten um TEUR 20,0 auf TEUR 7.471,1 (Vorjahr: TEUR 7.491,1) reduziert haben, konnte eine weitere Reduzierung der Verbindlichkeiten nicht im geplanten Umfang erreicht werden, da sich die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um TEUR 4.288,1 auf TEUR 9.062,4 (Vorjahr: TEUR 4.774,3) stichtagsbedingt erhöhten. Dafür verringerten sich allerdings die Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter Analytik Jena AG um TEUR 1.625,9 auf TEUR 8.451,2 unter Berücksichtigung des Forderungsverzichts der Analytik Jena AG. Das negative Bruttoergebnisses vom Umsatz (TEUR 2.866,7) resultiert einerseits aus der Abwertung des Rubels sowie andererseits aus vorgenommenen Wertberichtigungen für verschiedene Projekte (TEUR 2.215,0). Insbesondere die Verwaltungsaufwendungen (TEUR 553,5) und die Währungsverluste (TEUR 1.165,0) haben zu einem negativen Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit in Höhe von TEUR 4.907,7 beigetragen. Das positive Ergebnis des Rumpfgeschäftsjahres von TEUR 92 resultiert aus einem Forderungsverzicht auf Darlehen des Gesellschafters Analytik Jena AG in Höhe von 5.000 TEUR, welches in den außerordentlichen Erträgen ausgewiesen ist. Zum 31. Dezember 2014 besteht eine bilanzielle Unterdeckung in Höhe von TEUR 5.127,8. Wesentliche Ursache hierfür ist insbesondere die langfristige Bearbeitung des Projektes Wolshkij. Der Abbau des "Nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrags" soll künftig insbesondere durch Überschüsse aus den geplanten Projekten in Zusammenarbeit mit dem neuen Gesellschafter ATG erfolgen. Voraussetzung dafür ist die verlustfreie Bearbeitung des Großprojektes Wolshkij bis zum erwarteten Projektende. Die Fortführung der AJZ Engineering GmbH ist auf der Grundlage der vorliegenden Planungsrechnungen für das Jahr 2015 überwiegend wahrscheinlich. Die Finanzierung der AJZ Engineering GmbH ist durch seitens des Gesellschafters Analytik Jena AG ausgereichte Darlehen bis zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2014 untersetzt. Zur Unternehmensfortführung der AJZ Engineering GmbH ist die künftige fortdauernde Finanzierung durch die Analytik Jena AG zur Abarbeitung des Projekts erforderlich. 3. Chancen- und Risikobericht AJZ Engineering unterhält ein gut ausgebautes Chancen- und Risikomanagementsystem. Ziel dieses Systems ist die frühzeitige Erkennung von Einflüssen, die sich aus der Teilnahme am Wirtschaftsleben und den damit verbundenen Abhängigkeiten zwangsläufig ergeben. Verantwortlich für die Umsetzung dieses Systems zeichnet der kaufmännische Bereich der AJZ Engineering GmbH, der standardisierte Prozesse zum Informationsaustausch und für die Genehmigungsprozesse unter Beachtung der Anforderungen des Compliance Systems entwickelt hat. Geschäftsführung und Management haben direkten Zugriff auf diese Informationen und stimmen in regelmäßigen Sitzungen ihre Entscheidungen darauf ab. Diese Vorgehensweise stellt sicher, dass das Unternehmen seine Chancen optimal nutzen und Risiken gezielt erkennen kann. Allerdings war der drastische Verfall des Ölpreises, der maßgeblich zur Abwertung des Rubels beigetragen hat, nicht vorhersehbar, sodass darauf nur begrenzt reagiert werden konnte. Das Unternehmen hat sich in den vergangenen Jahren zunehmend internationaler aufgestellt und insbesondere in den osteuropäischen und arabischen Ländern erfolgreich neue Absatzmärkte erschlossen. Zu beachten ist allerdings, dass die Internationalität neben Chancen auch zusätzliche Risiken mit sich bringt. Während die allgemeinen politischen Risiken (Länderrisiken) teilweise durch staatliche EULER-Hermes-Kreditversicherungen abgesichert werden können, haben insbesondere Währungsschwankungen und der globale Wettbewerb zum Teil erhebliche Auswirkungen auf die erzielbaren Margen. Neben vertraglichen Regelungen versucht AJZ Engineering, diese Risiken vor allem über die langjährigen Kundenbeziehungen und die allgemeine Nähe zum Kunden einzuschränken und zu beherrschen. Zu den finanziellen Unternehmensrisiken gehören neben den erwähnten Währungsschwankungen insbesondere Liquiditätsrisiken und potentielle Abhängigkeiten von einzelnen Kreditinstituten sowie Zinsänderungsrisiken. Gerade das abgelaufene Geschäftsjahr hat aber erneut verdeutlicht, dass Unsicherheiten in den Projektabläufen, unerwartete Verzögerungen bzw. zeitliche Unterschiede zwischen Zahlungsströmen und die Größenordnung der Projekte der AJZ Engineering GmbH insbesondere in Russland ein nicht unerhebliches und nicht vollständig zu eliminierendes Währungsrisiko für das Unternehmen mit sich bringen kann. Die Arbeitsanordnungen hinsichtlich der Liquiditätsplanung und von Währungsabsicherungen wurden weiter an die aktuellen Anforderungen angepasst, um solchen Risiken noch besser entgegenwirken zu können. AJZ Engineering pflegt intensive und langjährige Geschäftsbeziehungen mit verschiedenen Großbanken und kann eine jahrzehntelange Erfahrung in der Abwicklung und Finanzierung von internationalen Planungs- und Ausrüstungsprojekten nachweisen. Voraussetzung für die finanzielle Handlungsfähigkeit ist hierfür weiterhin die Bereitstellung der Banklinien im bisherigen Umfang, ggfs. auch mit Unterstützung durch die Muttergesellschaft. Das Management geht unverändert davon aus, dass die langjährigen Bankenpartner ihr Engagement insbesondere in Anbetracht der durch die Muttergesellschaft Analytik Jena AG gestellten Sicherheiten und der positiven Geschäftsaussichten gegenwärtig nicht reduzieren bzw. ganz auflösen werden. Unveränderte Zielstellung ist gleichwohl die Schaffung von Voraussetzungen zur schrittweisen eigenständigen Deckung des Finanzbedarfs bzw. die Realisierung von Alternativlösungen dazu. Gegen Wagnisse, die Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben könnten, wurden im Unternehmen sinnvolle Maßnahmen ergriffen. Der wirtschaftliche Erfolg der AJZ Engineering GmbH ist insbesondere von der langjährigen Branchenerfahrung sowie der Kompetenz und der Führungsqualität der leitenden Mitarbeiter abhängig. Die weitere Strukturierung des Unternehmens in Richtung des Ausbaus der Kernkompetenzen in der Medizin- und Laborplanung sowie im dazugehörigen Projektmanagement wurde fortgesetzt. Hier konnte für die Projektleitung des Vorhabens FZNTD Wolshkij im Geschäftsjahr 2013/2014 bereits eine Neubesetzung mit einer erfahrenen Führungskraft realisiert werden. Diese kritischen Erfolgsfaktoren für die zukünftige Unternehmensentwicklung sind erkannt und weitere Aktivitäten sind durch die Geschäftsführung vorbereitet oder bereits in Umsetzung. Als bestandsgefährdendes Risiko für die weitere Entwicklung der AJZ Engineering muss die Abwicklung des Projektes "Föderales Zentrum für Nierentransplantation und Dialyse" in Wolshkij, insbesondere aufgrund der nicht vorhersehbaren negativen Volatilität des Währungskurses des Rubel, angesehen werden. Die bisherigen erheblichen Verzögerungen im Projektablauf, bedingt durch die Finanzierungsprobleme beim Auftraggeber, dem Ministerium für Gesundheit der Russischen Föderation, haben zu einem entsprechenden Bestandsaufbau bei diesem Vorhaben geführt und werden erhebliche Auswirkungen auf das wirtschaftliche Ergebnis des Projektes haben. Gegenwärtig gehen wir davon aus, dass die Mehraufwendungen und Vorleistungen, die durch die Verzögerungen in der Ausführung des Projektes (ca. 4 Mio. EUR) entstanden sind, durch die russische Seite beglichen werden. Diese Mehraufwendungen wurden entsprechend den vertraglichen Regelungen dem Auftraggeber angezeigt. Das russische Gesundheitsministerium hat bereits Verhandlungsbereitschaft signalisiert. Mit der Einordnung der Finanzierung in Höhe von insgesamt ca. 110 Mio. EUR für die Fertigstellung des Vorhabens in den 3-Jahreshaushalt 2013 bis 2015 der Russischen Föderation bis Anfang 2016 wurde die gesetzliche Grundlage für die finanzielle Absicherung der Realisierung der bei AJZ Engineering GmbH vorliegenden Verträge für die Fertigstellung des Föderalen Zentrums für Nierentransplantation und Dialyse geschaffen. Daraus ergibt sich auch die Chance für die AJZ Engineering GmbH, bei Einhaltung der überarbeiteten Budgets und der konsequenten Umsetzung der für die nächsten Realisierungsetappen vorbereiteten Subunternehmerverträge, das Vorhaben trotz Verzögerungen und der zwischenzeitlichen Abwertung des Rubel mit einem Ergebnis abzuschließen, dass dem Unternehmen ermöglichen wird, seine Entwicklung erfolgreich fortzusetzen. Bis zum Stichtag der Aufstellung dieses Jahresabschlusses hat sich der Wechselkurs des Rubels zum Euro weiter zu Ungunsten der AJZ Engineering GmbH auf 72 Rubel zum Euro entwickelt. Die AJZ Engineering GmbH geht davon aus, dass sich der Wechselkurs mittelfristig über die Restlaufzeit des Projektes bei einem Wert um rund 76 Rubel zum Euro bewegen wird. Bei diesem Wechselkurs kann das Vorhaben ohne wesentliche Verluste beendet werden. Ein weiterer Verfall des Wechselkurses oder eine Störung des russischen Finanzsystems wird in Anbetracht des Projektumfangs des Wolshkij-Projekts auch künftig einen erheblichen negativen Einfluss auf die Ergebnisse der AJZ Engineering GmbH haben, da das Projekt wie beschrieben einen signifikanten Fremdwährungsanteil beinhaltet, der aufgrund der unsicheren Projektabläufe und Zahlungsströme im Wesentlichen unbesichert ist. Das maximal mögliche Risiko aus dem Projekt wird zum 31. Dezember 2014 mit dem Haftungsumfang für bestehende Kredit- und Avallinien auf rund TEUR 11.258 beziffert. Von einem Verlust in dieser vollen Höhe geht die Geschäftsführung zum heutigen Zeitpunkt jedoch nicht aus. Mit der Gewinnung eines weiteren Gesellschafters, ATG Consulting & Controlling AG, mit Sitz in Hamburg, der im Portfolio weitere Medizintechnik-Firmen hat und dadurch im relevanten Markt der AJZ Engineering GmbH über sehr gute Kenntnisse und Erfahrungen verfügt, wird eine Stabilisierung der Geschäftsprozesse im Unternehmen einhergehen. ATG Consulting & Controlling AG hat mit Wirkung zum 1. Oktober 2014 50 % der Gesellschafteranteile übernommen und wird sich auch mit der Bereitstellung von umfangreichen Mitteln auf die Entwicklung des Neugeschäftes der AJZ Engineering GmbH konzentrieren, während sich Analytik Jena weiter im bisherigen Umfang bei der erfolgreichen Realisierung des vorliegenden Auftragsbestandes engagieren wird. Auf Grund der Bedeutung der erfolgreichen Realisierung des vorliegenden Auftragsbestandes wurde Analytik Jena daher das "goldene Share" zur Ausübung der Kontrollmehrheit überlassen. ATG wurde über eine Call and Put Option die Übernahme der restlichen Gesellschafteranteile nach Abschluss der Schlüsselprojekte in Russland und Libyen garantiert. ATG verbindet mit dem Einstieg in die AJZ Engineering GmbH die Intensivierung des Projektgeschäftes in Märkten wie der Eurasischen Zollunion, Nah-Ost, Nordafrika und in Deutschland. Dazu plant man sein bestehendes Netzwerk und die finanziellen Ressourcen in die Entwicklung des Geschäftes einzubringen. Mit Frau Anna Fisch, die im Oktober 2014 in die Geschäftsführung der AJZ Engineering GmbH eingetreten ist, wurde durch ATG eine erfahrene Geschäftsführerin implementiert und der Wechsel in der Geschäftsführung eingeleitet. 4. Voraussichtliche Entwicklung In einem sehr schwierigen Umfeld konnten im Verlauf des Geschäftsjahres 2014 die wesentlichen Voraussetzungen zur Stabilisierung der wirtschaftlichen Situation geschaffen werden. Dazu zählt die Vereinbarung der weiteren Realisierungsabläufe bis zur Fertigstellung der beiden Schlüsselprojekte in Wolshkij und Tripolis, die den wesentlichen Anteil des zum Teil bis in das Jahr 2016 hinein realisierungsfähigen Auftragsbestands in Höhe von rund 75 Mio. EUR (Vorjahr 80 Mio. EUR) darstellen. Hierfür liegen bestätigte Anträge vom Bund (über Exportkreditgarantien Euler Hermes) zur Indeckungnahme des Ausfuhrgeschäftes sowie der notwendigen Avale und Bürgschaften in Höhe von insgesamt ca. 55 Mio. EUR vor. Für das sich an das Rumpfwirtschaftsjahr 2014 anschließende Kalenderjahr 2015 planen wir mit einem Umsatz von über 40 Mio. Euro. Wir gehen davon aus, dass nach Steuern damit ein leicht positiver Ergebnisbeitrag erzielt werden kann. Neben den im Auftragsbestand vorhandenen realisierungsfähigen Vorhaben, wie Föderales Zentrum für Nierentransplantation und Dialyse in Wolshkij, Russland, oder Laborzentrum FDCC, Libyen, erwarten wir Auftragseingänge und Ergebnisbeiträge bei weiteren Ausrüstungsprojekten, an denen AJZ Engineering GmbH schon über einen längeren Zeitraum arbeitet und welche sich im Endstadium der Zuschlagserteilung befinden. Insgesamt ist so das Potential vorhanden, dass die AJZ Engineering GmbH in den kommenden Jahren mit Umsätzen von mehr als 30,0 Mio. EUR wieder positive Ergebnisse insbesondere aus neuen Aufträgen erzielen kann. Für die Liquidität des Unternehmens rechnen wir im nachfolgenden Geschäftsjahr aufgrund der Währungsentwicklung des Rubels aus dem Wolshkij Projekt mit einem weiterhin angespannten operativen Cashflow. Der Fortbestand der AJZ Engineering GmbH ist daher von der fortdauernden Finanzierung durch die Gesellschafterin Analytik Jena AG, insbesondere in Bezug auf die Abarbeitung des Projekts Wolshkij, das durch die Risiken eines weiteren Verfalls des Wechselkurses des Rubels oder einer Störung des russischen Finanzsystems besonders beeinflusst ist, abhängig. 5. Zweigniederlassungen der Gesellschaft Die AJZ Engineering unterhält Zweigniederlassungen in Sankt Petersburg und Wolshkij/Wolgograder Gebiet, die im Wesentlichen die operative Projektausführung der russischen Projekte realisiert. Mit der Erhöhung der Anzahl der Projekte in Russland und des Umfangs dieser Projekte gewinnen die Zweigniederlassungen immer größere Bedeutung für den wirtschaftlichen Erfolg der Muttergesellschaft. In Dubai unterhält AJZ Engineering eine Zweigniederlassung, welche für die Realisierung der laufenden Projekte in VAE und der Nah-Ost Region sowie für die Entwicklung neuer Projekte mit dem Ziel, entsprechende Aufträge zu sichern, verantwortlich ist.
Jena, 03.08.2015 AJZ Engineering GmbH Dipl.-Ing. Günter Liepelt, Geschäftsführer Bilanz zum 31. Dezember 2014Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Oktober 2014 bis 31. Dezember 2014
Anhang für das Rumpfgeschäftsjahr 2014A. Grundsätzliche Angaben und Erläuterungen Der Jahresabschluss der AJZ Engineering GmbH, Jena für das Rumpfgeschäftsjahr vom 01.10.2014 bis 31.12.2014 (2014) wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften wurden die Regelungen des GmbH-Gesetzes beachtet. Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 2 HGB auf. Mögliche Erleichterungen bei der Aufstellung des Jahresabschlusses wurden teilweise in Anspruch genommen. Gesellschafter der AJZ Engineering GmbH jeweils zu 50 % sind die Analytik Jena AG Jena (Anteil am Stammkapital = 50 %) und die ATG Consulting & Controlling AG (Anteil am Stammkapital = 50 %) Nach § 242 HGB ist die Gesellschaft verpflichtet, einen Jahresabschluss zu erstellen. Der vorliegende Jahresabschluss wurde entsprechend §§ 242 ff. HGB erstellt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Umsatzkostenverfahren gewählt. Das Geschäftsjahr ist ein Rumpfgeschäftsjahr vom 01.10. bis 31.12.2014, danach erfolgt die Anpassung des Geschäftsjahres an das Kalenderjahr in Anlehnung an das Konzernmutterunternehmen Endress+Hauser (Deutschland) AG+Co. KG mit Sitz in Weil am Rhein. Eine Vergleichbarkeit mit den Vorjahreszahlen ist deshalb nur eingeschränkt möglich. B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Gegenstände des immateriellen Anlagevermögens und des Sachanlagevermögens wurden zum Bilanzstichtag mit den fortgeführten Anschaffungskosten gem. § 253 Abs. 1 HGB bewertet. Der Firmenwert wird nach § 253 Abs. 3 HGB über eine Nutzungsdauer von 15 Jahren abgeschrieben. Die Zugänge zum Anlagevermögen wurden zu Anschaffungskosten gemäß § 255 Abs. 1 HGB bilanziert. Die Abschreibungen erfolgen planmäßig linear entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer. Gegenstände des beweglichen Anlagevermögens mit Anschaffungskosten bis 410,00 EUR wurden ab dem 01.10.2013 im Jahr der Anschaffung in voller Höhe abgeschrieben. Bis 30.09.2012 wurde für Gegenstände, deren Anschaffungskosten 150,00 EUR aber nicht 1.000,00 EUR übersteigen, ein Sammelposten gebildet. Dieser wird im Jahr der Bildung sowie in den folgenden vier Wirtschaftsjahren zu je einem Fünftel gewinnmindernd aufgelöst. Die Finanzanlagen wurden mit den Anschaffungskosten einschließlich Anschaffungsnebenkosten bewertet. Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert am Abschlussstichtag wurden, sofern notwendig, vorgenommen. Unfertige Leistungen wurden zu Herstellungskosten gem. § 255 Abs. 2 HGB bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Anteilige Finanzierungskosten wurden in die Herstellungskosten einbezogen. Kosten der allgemeinen Verwaltung sowie Aufwendungen für soziale Einrichtungen, für freiwillige soziale Leistungen und für betriebliche Altersversorgung wurden nicht eingerechnet. Die geleisteten Anzahlungen auf Bestellungen wurden zu Nominalwerten bewertet. Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen wurden gemäß § 268 Abs. 5 HGB offen von dem Posten Vorräte abgesetzt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden zu Nominalwerten abzüglich erforderlicher Wertberichtigungen bewertet. Zur Abdeckung des allgemeinen Ausfallrisikos wurde eine Pauschalwertberichtigung auf die nicht einzelwertberichtigten Nettoforderungen aus Lieferungen und Leistungen gebildet. Die liquiden Mittel wurden zum Nominalwert angesetzt. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet Beträge, die gem. § 250 Abs. 1 HGB Aufwand für Zeiträume nach dem Abschlussstichtag darstellen. Rückstellungen wurden nach den Grundsätzen des § 249 HGB mit den nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbeträgen bemessen. Die Verbindlichkeiten wurden mit den Erfüllungsbeträgen passiviert. Vermögensgegenstände und Schulden wurden, soweit sie in Fremdwährung erfasst wurden entsprechend § 256a HGB, mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet. C. Erläuterungen zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung I. Erläuterungen zur Bilanz 1. Die Entwicklung des Anlagevermögens ergibt sich aus dem Anlagenspiegel. 2. Die Vorräte enthalten Wertberichtigungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert in Höhe von 2.215 TEUR. 3. Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind Forderungen gegen den Gesellschafter (11 TEUR; Vj. 41 TEUR) aus sonstigen Leistungen enthalten. Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten im Wesentlichen sonstige Forderungen und Steuerforderungen der Niederlassung St. Petersburg. 4. Die Fristigkeiten der Verbindlichkeiten ergeben sich aus dem Verbindlichkeitenspiegel. Sämtliche Verbindlichkeiten sind innerhalb eines Jahres fällig. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen ausschließlich gegenüber dem Gesellschafter Analytik Jena AG und beinhalten mit TEUR 7.820 Finanzverbindlichkeiten sowie mit TEUR 631 Weiterberechnungen. Über Darlehen in Höhe von TEUR 1.000 hat die Gesellschafterin Rangrücktritt erklärt. 5. Für ungewisse Verbindlichkeiten wurden Rückstellungen in der Höhe gebildet, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig sind, um die Verpflichtungen zu erfüllen. Die Steuerrückstellungen betreffen Steuern der Niederlassung St. Petersburg gegenüber dem russischen Staat. 6. Sämtliche bestehende Bankverbindlichkeiten und in Anspruch genommene Avale der AJZ sind durch Bürgschaften bzw. Schuldbeitritte der Analytik Jena AG in Höhe von insgesamt 20.451 TEUR (Vorjahr: 23.985 TEUR) besichert. Davon bestehen in Höhe von 11.258 TEUR (Vorjahr 15.375 TEUR) Hermes-Kreditversicherungen. Die AJZ geht von der planmäßigen Fortführung der Projekte aus und erwartet keine Inanspruchnahme der Bürgschaften. II. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Für die Darstellung wurde das Umsatzkostenverfahren gem. § 275 Abs. 3 HGB gewählt. Der Personalaufwand des Geschäftsjahres gliedert sich wie folgt:
Es gab im Wirtschaftsjahr Erträge in Höhe von 3 TEUR (Vorjahr: 13 TEUR) und Aufwendungen in Höhe von 98 TEUR (Vorjahr: 0 TEUR), die einem anderen Geschäftsjahr zuzurechnen sind (§ 277 Abs. 4 S. 3 HGB). In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von 24 TEUR (Vorjahr: 26 TEUR) enthalten. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von 1.165 TEUR (Vorjahr: 948 TEUR) enthalten. Es sind Zinsen und ähnliche Aufwendungen in den Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen in Höhe von 58 TEUR (Vorjahr: 539 TEUR) und in den Vertriebskosten in Höhe von 2 TEUR (Vorjahr: 4 TEUR) enthalten. Die außerordentlichen Erträge (5.000 TEUR) resultieren aus dem mit Wirkung zum 31.12.2014 durch den Gesellschafter Analytik Jena AG vereinbarten Darlehensverzicht mit Besserungsschein. III. Haftungsverhältnisse / sonstige finanzielle Verpflichtungen Zum Bilanzstichtag bestanden sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen in folgender Höhe:
Die Analytik Jena AG hat im Dezember 2014 einen Forderungsverzicht mit Besserungsschein über 5.000 TEUR vereinbart. Der durch den Gesellschafter erklärte Verzicht ist dergestalt auflösend bedingt, dass der Anspruch auf Rückzahlung des Darlehenskapitals samt Zinsen in dem Umfang wieder neu auflebt, in welchem die AJZ nach dem 31.12.2014 einen handelsrechtlichen Bilanzgewinn erzielt, jedoch nur, wenn und soweit sich dieser Bilanzgewinn aus dem Jahresüberschuss oder Liquiditätsüberschuss ergibt und wenn und soweit das Wiederaufleben der Forderung nicht zu einer Überschuldung oder Zahlungsunfähigkeit der AJZ führt. IV. Sonstige Angaben 1. Geschäftsführung und Aufwendungen für Organe Organe der Gesellschaft sind die Geschäftsführer und die Gesellschafterversammlung. Geschäftsführer waren im Rumpfgeschäftsjahr:
Die für ihre Tätigkeit im Geschäftsjahr gewährten Gesamtbezüge betragen 49 TEUR (Vorjahr 211 TEUR). Herrn Dipl.-Kfm. Stefan Döhmen darf die Gesellschaft als Prokurist gemeinsam mit einem Geschäftsführer vertreten. Gesellschafter der AJZ Engineering GmbH sind die Analytik Jena AG sowie die ATG Consulting und Controlling AG, mit Sitz in Hamburg, zu jeweils 50 % Anteil am Stammkapital. 2. Beteiligungen Die AJZ Engineering GmbH ist an der AJZ Engineering Algérie S.a.r.l, Algerien mit einem Anteil am Stammkapital von 85 % (193.980,89 EUR) beteiligt. Zum 30.09.2014 betrug das Eigenkapital 161 TEUR und der Jahresfehlbetrag -29 TEUR. Weiterhin besteht eine Beteiligung an der AJ Comércio e Assessoria de Projétos Ltda., Brasilien mit einem Anteil am Stammkapital von 50 % (137.500,00 EUR). Zum 30.09.2012 betrug das Eigenkapital -116 TEUR und das Jahresergebnis 0 TEUR. Die Beteiligung wurde auf einen Buchwert von 1 EUR abgeschrieben. Ein aktuell verwertbarer Jahresabschluss lag zur Auswertung für Zwecke der Angaben über die Anteilsbesitzverhältnisse nicht vor. Die AJZ Engineering GmbH hält 100 % der Anteile an der AJZ Engineering Libya Ltd., Libyen (100.000,00 EUR). Ein verwertbarer Jahresabschluss lag zur Auswertung für Zwecke der Angaben über die Anteilsbesitzverhältnisse nicht vor. Ferner hält die AJZ Engineering GmbH 100 % der Anteile an der TOO AJZ Engineering GmbH, Kasachstan (4.000,00 EUR). Derzeit werden von der Gesellschaft keine wirtschaftlichen Aktivitäten vollzogen. Weiterhin ist die AJZ Engineering GmbH mit 49% an der OOO Medstroj BMT, Russland beteiligt. Der Anteil am Stammkapital von 49% (6.805,00 EUR) wurde eingezahlt. Diese Unternehmen werden in der Bilanz als verbundene Unternehmen bzw. Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, ausgewiesen. Folgende Arbeitsgemeinschaften bestehen im Berichtsjahr: Mit der Firma multiplan Weimar GmbH mit Sitz in Weimar besteht die ARGE Planungsgemeinschaft Campus Fachhochschule Jena. Die Beteiligung an der ARGE beträgt 50 %. Die Haftung ist unbeschränkt. Die ARGE ist nicht mehr operativ tätig, insoweit sind keine Haftungsrisiken zu erwarten. 3. Angabe der Zahl der beschäftigten Arbeitnehmer Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer belief sich auf 98 (Vorjahr: 99) Arbeitnehmer, davon 98 (Vorjahr: 99) Angestellte. 4. Konzernabschluss Der Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen wird zum 31.12.2014 von der Analytik Jena AG, Jena, erstellt und im Bundesanzeiger bekannt gemacht. Das Mutterunternehmen, das den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen aufstellt, ist die Endress+Hauser (Deutschland) AG+Co. KG mit Sitz in Weil am Rhein. Die oberste Anteilseignerin ist die Schweizer Familie Endress.
Jena, 03.08.2015 AJZ Engineering GmbH gez. Dipl.-Ing. Günter Liepelt, Geschäftsführer Entwicklung des Anlagevermögens im Rumpfgeschäftsjahr 1. Oktober bis 31. Dezember 2014
Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der AJZ Engineering GmbH, Jena, für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Oktober 2014 bis 31. Dezember 2014 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der Geschäftsführung der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der Geschäftsführung sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Ohne dieses Urteil einzuschränken, weisen wir auf die Darstellung im Lagebericht im Abschnitt "4. Voraussichtliche Entwicklung" hin: Dort ist ausgeführt, dass der Fortbestand der Gesellschaft von der fortdauernden Finanzierung durch die Analytik Jena AG insbesondere in Bezug auf das Schlüsselprojekt Wolshkij abhängig ist.
Leipzig, den 3. August 2015 KPMG
AG
Lauer, Wirtschaftsprüfer Nötzel, Wirtschaftsprüferin |
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