zwissTEX GmbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
André Schäfer seit 5.9.2024 | Prokura |
Michael Buschle seit 25.10.2022 | Geschäftsführer |
Mark Seewald seit 12.1.2022 | Prokura |
Harald Braun seit 12.1.2022 | Prokura |
Ulrike Neubauer seit 23.11.2020 | Geschäftsführer |
Frank Fridolin Britzelmaier seit 2.8.2019 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
Fischer Textil GmbHAufgelöst | 66.67% |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Dr. Zwissler Holding AGGerstettenKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021KONZERNLAGEBERICHT 2021der Dr. Zwissler Holding AG, Gerstetten-HeldenfingenA. Grundlagen des Konzerns A.1 Geschäftsmodell des Konzerns Die Dr. Zwissler Holding AG mit Sitz in 89547 Gerstetten-Heldenfingen, Heuchlinger Str. 33-35, gliedert sich in den Teilkonzern der zwissTEX GmbH und den Teilkonzern der zwissSUN GmbH auf. Unter der zwissTEX GmbH sind alle Beteiligungsunternehmen zusammengefasst, die die textile Flächenfertigung und -veredelung zum Branchenschwerpunkt haben. Es werden Hightech-Gewirke für die Automobilindustrie bis hin zu modernen technischen Textilien für zahlreiche andere Branchen gefertigt. Daneben besteht der Teilkonzern der zwissSUN GmbH, hier wurden die Beteiligungsunternehmen mit den Branchenschwerpunkten des Sonnen- und Regenschutzes zusammengefasst. Die zwissTEX GmbH hält Beteiligungen an folgenden Tochtergesellschaften:
Über die zwissTEX GmbH besteht eine mittelbare Beteiligung zu 40 % an der Feinjersey Colours GmbH & Co. KG, Rankweil, Österreich. Über die zwissTEX Germany GmbH besteht eine mittelbare Beteiligung zu 66,7 % an der Fischer Textil GmbH (i.L.) in Gerstetten-Heldenfingen, eine 100 % Beteiligung an der Freetime Zoeppritex s.r.l. in Prato/Italien sowie eine 67,0 % Beteiligung an der Firma Trendintex s.r.l. (i.L.) in Prato/Italien. Des Weiteren besteht mittelbar über die zwissTEX Germany GmbH ein 25 %iges Joint Venture an der chinesischen Ningbo Roekona Zoeppritex Texline Co., Ltd. Dieses Joint Venture hält 100 % der Anteile an der Texline Investment Co., Limited, Hongkong, die ihrerseits wiederum 100 % der Anteile an der Ningbo Tex Line Automotive Textiles Co., Ltd., China, hält. Die zwissSUN GmbH hält Beteiligungen an folgenden Tochtergesellschaften:
Mittelbar über die Nova Hüppe GmbH besteht eine 30 % Beteiligung an der Alfons Hannig GmbH. Mittelbar über die Leiner GmbH besteht eine 100 % Beteiligung an der Leiner Oberflächentechnik GmbH und eine 100 % Beteiligung an der Schirmherrschaft Vertriebs GmbH. A.2 Forschung und Entwicklung Innerhalb des Konzerns wird dem Bereich Forschung und Entwicklung ein sehr hoher Stellenwert beigemessen. So werden, um die Innovationsfähigkeit im Unternehmen an den Bedürfnissen der Kunden ausrichten zu können, sowohl zwischen den Schwestergesellschaften der zwissTEX GmbH als auch der zwissSUN GmbH institutionalisierte Innovationsworkshops abgehalten. Auch werden mit ausgewählten Kunden ausführliche Gespräche zu Produktentwicklungen geführt. A.3 Führung Mit Aufsichtsratsbeschluss vom 4. Mai 2020 wurde Frau Dr. Ulrike Neubauer zum 16. Juli 2020 in den Vorstand bestellt. Mit Aufsichtsratsbeschluss vom 20. Januar 2021 wurde Herr Günter Eizenhöfer zum 1. Februar 2021 als CSO in den Vorstand bestellt. B. Wirtschaftsbericht B.1 Wirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Das deutsche Bruttoinlandsprodukt ist im Jahr 2021 um knapp 3 % gestiegen. Die Wirtschaft konnte sich nach dem pandemiebedingten Einbruch in 2020 somit wieder etwas erholen. Die Wirtschaftsleistung des Vorkrisenniveaus wurde jedoch nicht erreicht. Auch die deutsche Textil- und Bekleidungsindustrie konnte von dem Wachstum profitieren und wieder leicht steigende Umsätze verzeichnen. Für den europäischen Automobilmarkt war das Jahr 2021 ein sehr schwieriges Jahr. Die Pkw-Zulassungen waren erneut um 2 % gegenüber dem Vorjahr rückläufig. Der Mangel an Halbleitern und die Knappheit weiterer Vorprodukte und Rohstoffe belastete die Automobilindustrie stark. Die deutsche Automobilindustrie war besonders stark betroffen: Hierzulande sanken die Neuzulassungen um mehr als 10 %. Der Bereich Sonnenschutz profitierte hingegen im Jahr 2021 sogar von einer steigenden Nachfrage, da verstärkt Investitionen in Haus & Heim getätigt wurden. Für das Jahr 2021 rechnet der Internationale Währungsfonds (IWF) mit einem Wachstum der deutschen Wirtschaft von 3,5 %. Das Niveau von vor der Krise wird somit erst 2022 erreicht. Für das Jahr 2022 rechnete der Internationale Währungsfonds (IWF) Anfang des Jahres noch mit einem Wachstum der deutschen Wirtschaft von rund 4 %. Inzwischen wird davon ausgegangen, dass aufgrund des russischen Einmarschs in die Ukraine und der Sanktionen des Westens das Wirtschaftswachstum nur noch rund halb so groß ausfallen wird. B.2 Geschäftsverlauf Die Dr. Zwissler-Gruppe konnte im Jahr 2021 den Umsatz des Vorjahres deutlich übertreffen. Die begonnene Aussteuerung der Alcantara-Artikel an die VAG-Gruppe, aber auch die Auswirkungen der Corona-Pandemie ebenso wie der Chip-Krise waren im Teilkonzern zwissTEX im automobilen Sektor deutlich spürbar und führten zu einem weiteren Umsatzrückgang im Vergleich zum Vorjahr. Dieser Rückgang im Teilkonzern zwissTEX konnte jedoch durch gestiegene Umsätze im Teilkonzern zwissSUN überkompensiert werden. Die Entwicklung des Umsatzvolumens zeigt folgendes Bild:
B.3 Ertragslage
Der Konzern erzielte 2021 einen Umsatz von 190,6 Mio. EUR (Vorjahr: 178,2 Mio. EUR). Dies entspricht einem Anstieg von 7,0 % gegenüber dem Vorjahr. Die Materialaufwandsquote liegt mit 63,7 % in etwa auf dem Niveau des Vorjahres (64,0 %). Der leichte Rückgang ist insbesondere auf den höheren Umsatzanteil des Teilkonzerns zwissSUN zurückzuführen, der eine geringere Materialquote aufweist. Die Personalaufwendungen sind im Vergleich zum Vorjahr um 3,3 Mio. EUR gestiegen. Von diesem Anstieg entfallen 2,0 Mio. EUR auf den personalintensiveren Teilkonzern zwissSUN. Um das gestiegene Volumen bewältigen zu können, war ein signifikanter Personalaufbau erforderlich. Im Teilkonzern zwissTEX ist der Anstieg der Personalaufwendungen i.W. auf die Restrukturierungsmaßnahmen der zwissTEX Germany zurückzuführen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen liegen um 5,9 Mio. EUR unter dem Niveau des Vorjahres. Gründe hierfür sind u.a. gegenüber dem Vorjahr um rund 3,5 Mio. EUR niedrigere unrealisierte Währungseffekte (teilweise gegenläufiger Effekt bei den sonstigen betrieblichen Erträgen). Zudem verringerten sich die Raumkosten von 5,5 Mio. EUR in 2020 auf 4,7 Mio. EUR in 2021. Des Weiteren schlugen geringere Forderungsverluste zu Buche (2021: 0,3 Mio. EUR, Vorjahr: 1,2 Mio. EUR). Die Aufwendungen für Schadenersatz/Garantie haben sich ebenfalls deutlich reduziert (2021: 0,2 Mio. EUR, Vorjahr: 0,8 Mio. EUR). Auch bei den Lizenzgebühren gab es eine deutliche Reduktion (2021: 0,0 Mio. EUR, Vorjahr: 0,6 Mio. EUR). Im Vorjahr war zudem als Sondereffekt die erstmalige Bildung einer Drohverlustrückstellung (1,2 Mio. EUR) entalten. Gegenläufig erhöhten sich in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen insbesondere die Frachtkosten (+1,0 Mio. EUR gegenüber Vorjahr) und die Aufwendungen für Leiharbeiter (+1,2 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahr). Der Rückgang der Abschreibungen ist bedingt durch einen Sondereffekt aus dem Vorjahr. In 2020 wurde ein Darlehen in Höhe von TEUR 361 zu 100 % wertberichtigt und Vorräte der italienischen Tochter Trendintex srl, Prato, Italien in Höhe von TEUR 443 abgewertet. Die Ertragssteuern liegen weit über dem Vorjahreswert. Steuerliche Gewinne einzelner Gesellschaften können nicht mit steuerlichen Verlusten anderer Gesellschaften verrechnet werden. Im Konzernlagebericht des Vorjahres wurde für 2021 ein leichter Umsatzanstieg gegenüber 2020 prognostiziert. Diese Erwartung hat sich mit einem Anstieg von 7,0 % erfüllt. Ferner wurde im Konzernlagebericht des Vorjahres ein deutlich positives EBIT für 2021 prognostiziert. Auch diese Vorhersage ist mit einem EBIT von 8,9 Mio. EUR eingetroffen. Historische Ergebnisse:
B.4 Vermögens- und Finanzlage
Die Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen betrugen in 2021 5,9 Mio. EUR (Vorjahr: 6,4 Mio. EUR). Hierin sind überwiegend Ersatzinvestitionen sowie der Neubau einer Lagerhalle samt Kauf des Grundstücks der Nova Hüppe GmbH enthalten. Gegenläufig wurden insbesondere Immobilien (der Losberger Vermietungs GbR sowie der Fischer Textil GmbH i.L.) verkauft. Der Buchgewinn beträgt TEUR 3.784. Der Rückgang bei den Finanzanlagen beinhaltet die Wertberichtigung auf die Beteiligung an der Feinjersey Colours GmbH & Co. KG, Rankweil, Österreich. Die Vorräte erhöhten sich um 2,0 Mio. EUR. Dies ist insbesondere auf den mit dem höheren Volumen verbundenen Bestandsaufbau im Teilkonzern zwissSUN zurückzuführen. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen lagen aufgrund des geringeren Umsatzvolumens im Teilkonzern zwissTEX sowie der Saisonalität der Umsätze im Teilkonzern zwissSUN unter dem Wert des Vorjahres. Den darin enthaltenen Risiken wurde durch ausreichende Abwertungen und Wertberichtigungen Rechnung getragen. Bei den sonstigen Aktiva ist der Rückgang im Wesentlichen auf zum Bilanzstichtag geringere Bankguthaben zurückzuführen. Darüberhinaus ergibt sich aus der Verrechnung aktiver und passiver latenter Steuern ein passiver Saldo, so dass der Ausweis aktiver latenter Steuern entfällt. Die Eigenkapitalquote erhöhte sich aufgrund des Jahresüberschusses und der niedrigeren Bilanzsumme auf 26,6 % (Vorjahr: 26,1 %). Die Rückstellungen lagen aufgrund von Auflösungen etwas unter dem Niveau des Vorjahres. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen lagen volumen- und stichtagsbedingt unter dem Vorjahresniveau. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben sich zum Stichtag um 1,2 Mio. EUR verringert. Gegenläufig reduzierten sich die Bankguthaben um 1,0 Mio. EUR. Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit war im Jahr 2021 mit 2,1 Mio. EUR positiv. Darin spiegelt sich im Wesentlichen der erzielte Jahresüberschuss wider. Ebenfalls positiv war - aufgrund mehrerer Immobilienverkäufe - der Cashflow aus Investitionstätigkeit in Höhe von 3,1 Mio. EUR. Durch den Cashflow aus Finanzierungstätigkeit in Höhe von -5,9 Mio. EUR (in dem u.a. die Ausschüttung des anteiligen Buchgewinns der verkauften Losberger-Immobilie an die konzernexternen Miteigentümer enthalten ist, aber auch Darlehenstilgungen und bezahlte Zinsen), ergibt sich ein negativer Gesamt-Cashflow von -0,7 Mio. EUR. Der Finanzmittelbestand (flüssige Mittel minus Kontokorrentverbindlichkeiten) weist einen Saldo in Höhe von TEUR 2.180 (Vorjahr: TEUR 2.921) aus. Die wesentlichen zwissTEX Gesellschaften nutzen ein bankenbezogenes Cash-Pooling zur Vereinfachung der Finanz- und Liquiditätssteuerung mit der Konzernmutter. Dadurch können die Vorteile der engen operativen Zusammenarbeit auch im Finanzierungs- und Liquiditätsbereich genutzt werden. Zur Verbesserung der Liquiditätsstruktur wurden zum 1. April 2020 bzw. 1. Oktober 2019 Leasingverträge über den Neubau des Verwaltungs- bzw. Produktionsgebäudes in Gerstetten-Heldenfingen mit Kaufoption nach einer Laufzeit von mindestens 19 Jahren (erster Optionszeitpunkt) bzw. 29 Jahren (zweiter Optionszeitpunkt) abgeschlossen. Vorteile dieses Immobilien-Leasings sind insbesondere die für die Konzerngesellschaften fehlende Kapitalbindung bei der Beschaffung von betriebsnotwendigem Anlagevermögen sowie das fehlende Verwertungsrisiko und die Möglichkeit der kurzfristigen Sicherung des aktuellen technischen Entwicklungsstandes. Die in diesem Zusammenhang stehende finanzielle Verpflichtung (insb. Leasingrate und Einzahlungen in das Mieterdarlehen) beträgt zum ersten Optionszeitpunkt TEUR 19.894. Die wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren zur Steuerung des Konzerns sind die Umsatzerlöse und das EBITDA. Unsere wirtschaftliche Lage kann insgesamt aufgrund der aktuellen Rahmenbedingungen als zufriedenstellend bezeichnet werden. Aufgrund unserer guten Marktpositionierung im Bereich zwissSUN, der guten Diversifikation im Bereich der technischen Textilien in Verbindung mit der globalen Strategie, sehen wir viele Chancen in der Zukunft für unsere Unternehmensgruppe. B.5 Nicht finanzielle Leistungsindikatoren Neben finanziellen Leistungsindikatoren werden auch nicht finanzielle Leistungsindikatoren zur Steuerung der Einzelfirmen herangezogen. Aufgrund der Diversität des Konzernverbunds (unterschiedliche Geschäftsfelder und Firmengrößen, produzierende und nicht-produzierende Unternehmen) gibt es unterschiedliche Leistungsindikatoren, die für die Einzelunternehmen dabei im Fokus stehen. Wichtige nichtfinanzielle Kennzahlen, die insbesondere von den größeren Produktionsunternehmen des Konzerns betrachtet werden, sind Produktionsmengen, Reklamationsquoten, ökologische Kennzahlen (wie z.B. der Energieverbrauch) und Kennzahlen aus dem Bereich Mitarbeiter und Soziales (z.B. Altersstruktur der Mitarbeiter, Anzahl Fortbildungstage, Arbeitsunfälle). Der Konzern unterliegt generell keiner gesetzlichen Verpflichtung, einen jährlichen Nachhaltigkeitsbericht zu erstellen. Die zwissTEX Germany GmbH als größtes Unternehmen des Konzernverbunds erstellt im Rahmen der ISO 14001 (Umweltmanagement) jährlich eine Öko-Bilanz. Durch Investitionen in alternative Energieerzeugung (Photovoltaik, Kraft-Wärme-Kopplung), durch die Summe kleiner Einsparmaßnahmen in den Prozessketten der Produktion und auch durch eine umsichtige Strommix-Wahl konnte die zwissTEX Germany GmbH seit 2014 den Ausstoß von über 7.600 Tonnen Kohlenstoffdioxid vermeiden. Einheitliche konzernweite Erhebungen nicht finanzieller Leistungsindikatoren wurden für das Jahr 2021 aus den oben genannten Gründen nicht durchgeführt. C. Prognose-, Chancen- und Risikobericht C.1 Prognosebericht Der Internationale Währungsfonds (IWF) rechnet nach dem Corona-Krisenjahr für das Jahr 2022 wieder mit einem Aufschwung von 2,1 % für die deutsche Wirtschaft. Vor dem russischen Einmarsch in die Ukraine und den vom Westen verhängten Sanktionen lag die Wachstumsprognose allerdings noch fast doppelt so hoch. Für den überwiegend in Deutschland tätigen Teilkonzern zwissSUN GmbH herrscht weiterhin ein gutes Geschäftsklima, da weiterhin mit verstärkten Investitionen in Haus & Heim zu rechnen ist. Die Automobilindustrie blickt skeptisch in die Zukunft. Der Verband der Automobilindustrie (VDA) rechnete im Februar 2022 für das Jahr 2022 zwar mit einem Anstieg von 7 % bei den Neuzulassungen. Aber selbst mit einem derartigen Zuwachs läge der Absatz immer noch deutlich niedriger als in den Jahren vor der Pandemie. Auch die anhaltende Knappheit von Vorprodukten und Rohstoffen sowie gestiegene Energiepreise werden das Wirtschaftswachstum wohl weiterhin beeinträchtigen. Diese Prognoseunsicherheiten schlagen sich auch in einer konservativen Umsatz- und Ergebnisplanung des Teilkonzerns zwissTEX nieder. Wie in den vergangenen Geschäftsjahren bereits begonnen, wird die Dr. Zwissler Holding AG auch in den kommenden Geschäftsjahren ihre Strategie der Segmentkonzentration auf die technischen Textilien, insbesondere im Bereich Non-Automotive sowie auf den Sonnenbereich weiter vorantreiben. Die Fokussierung auf die Entwicklung von innovativen Produkten gehört zum erklärten Ziel der Unternehmensgruppe, um Marktchancen im Bereich der technischen Textilien frühzeitig zu nutzen. Bei der Abwicklung der Geschäftsprozesse spielt die Informationstechnologie eine zentrale Rolle. Informationsdaten zu verdichten und diese aussagekräftig, zeitnah, umfassend und vollständig bereit zu stellen, gewinnt immer größere Bedeutung. In der aktuellen Planung für das Jahr 2022 wird für den Gesamtkonzern Umsatzerlöse von rund 160 Mio. EUR prognostiziert und ein EBITDA, das deutlich über dem Niveau von 2021 liegen wird. Diese Veränderungen resultieren neben der verbesserten Kostenstruktur im Wesentlichen aus den geplanten Maßnahmen zur Rückführung von Bankdarlehen. Aufgrund der Schließung des Produktionsstandorts Wörnitz bei der zwissTEX Germany GmbH rechnen wir mit rückläufigen Produktionsmengen. Dies führt wiederum zu einem niedrigeren Energieverbrauch, der zur Kompensation steigender Energiepreise beiträgt. Ferner erwarten wir für das Geschäftsjahr 2022 eine erneut niedrige Reklamationsquote, die im Konzern bei unter einem Prozent liegen wird. Zur Ablösung eines Teils der Kreditlinien, die zum Jahresende 2022 auslaufen, hat die Konzernmuttergesellschaft, die Dr. Zwissler Holding AG, eine Veräußerung eines Konzernunternehmens geplant und einen strukturierten M&A-Prozess eingeleitet. Die Rückflüsse aus dieser Transaktion sollen bestehende Darlehensverbindlichkeiten im zwissTEX-Bereich signifikant zurückführen. Der Vorstand geht nach jetziger Erwartung davon aus, dass diese Transaktion trotz der geopolitischen Umstände erfolgreich durchgeführt werden kann. Diese Transaktion ist in der obigen EBITDA-Erwartung nicht berücksichtigt. C.2 Chancenbericht Die Unternehmensgruppe der Dr. Zwissler Holding AG sieht in der Fokussierung ihrer Kerngeschäfte, verbunden mit der Diversifizierung innerhalb der Teilkonzerne, zwissTEX und zwissSUN, und der damit erklärten Strategie der Internationalisierung für die Zukunft ihre Chance. Der Erfolg der Unternehmensgruppe hängt im Wesentlichen von den Mitarbeitern, ihrer Motivation und ihrem Knowhow ab. Dem konsequenten Einbringen neuer Vorschläge und Ideen der Mitarbeiter ist die Weiterentwicklung der Gruppe zu verdanken. Zur Absicherung der Entwicklungs- und Wachstumsziele wurde im Jahr 2019 im Wesentlichen in die Erweiterung des Neubaus der zwissTEX GmbH am Standort in Gerstetten-Heldenfingen als auch in das Middle Management investiert sowie konzernweit in die Aus- und Weiterbildung. Das Erreichen der Qualitätsführerschaft ist über die gesamte Gruppe ein erklärtes Ziel. Ergänzend dazu wird dafür gesorgt, dass Produktions- und Entwicklungsanlagen immer auf technisch hohem Stand bleiben. Die Reklamationsquote liegt deutlich unter 1%, es ist Aufgabe aller Mitarbeiter den hohen Qualitätsstandard kontinuierlich aufrecht zu erhalten. Durch den Ausbau der Qualitätssicherungsbereiche sowie durch intensive Schulungen ist beabsichtigt, Garantie- und Kulanzfälle auch künftig auf niedrigem Niveau zu halten. Innerhalb unserer Abteilung IMS (Integrierte Managementsysteme) sind in den einzelnen Tochtergesellschaften entsprechende Qualitätsstandards eingeführt worden. Es wird aktuell mit den zertifizierten Standards gemäß ISO 9001, IATF 16949, ISO 14001, ISO 50001, Öko-Tex-Standard 100 sowie bluesign gearbeitet. Ergänzend wurde bereits 2016 ein Nachhaltigkeitsmanagement eingeführt, welches seit dem Jahr 2019 auch die Tochterunternehmen des Teilkonzerns zwissSUN integriert. C.3 Risikobericht Zum Zeitpunkt der Berichterstellung ist sicher das größte Risiko die erschwerte Prognosefähigkeit im Zusammenhang mit den gesamtwirtschaftlichen Folgen von kriegerischen Auseinandersetzungen, wie aktuell der Einmarsch in die Ukraine oder die Ausbreitung der Corona Pandemie. Diese stellen auch weiterhin eine nicht zu unterschätzende Gefahr dar, die sich in vielfältiger Weise, insbesondere aber durch mögliche Produktionsstillstände und dementsprechend reduzierte Pkw-Produktionsmengen, negativ auf das Unternehmen auswirken kann. Schwer einschätzbar sind neben der Absatzentwicklung und der Beeinträchtigung der Produktion, die Entwicklung der Beschaffungsmärkte und die Beständigkeit der Zulieferketten. Grundsätzlich ist das Geschäftsmodell der Dr. Zwissler Holding AG mit den noch überwiegenden Umsätzen im automobilen Sektor unmittelbar abhängig von der Entwicklung der Automobilindustrie. Neben den aktuellen Marktentwicklungen der Branche - hier insbesondere Lieferkettenbrüchen aufgrund einzelner Komponenten - bestehen weiter stetig steigende Energie- und Umweltauflagen sowie eine stark steigende Ressourcenbindung auf die von Kunden geforderten ganzheitlichen Qualitäts- und Sicherungsauflagen. Zudem bestehen durch internationalisierte Lieferketten unserer Zulieferer zunehmen spürbare Risiken im Beschaffungsumfeld. Deutlich gestiegene Preise für Rohstoffe und Transportdienstleistungen erzeugen somit einen starken Preisdruck auf unsere eigenen Kostenstrukturen. Viele Staaten fördern und fordern gezielt den sogenannten "local content". Hier besteht grundsätzlich die Gefahr, dass mit Hilfe industriepolitischer Maßnahmen Wettbewerbsverzerrungen erzeugt werden. Sollte sich die europäische Union nicht zu entsprechenden Freihandelsabkommen entschließen, könnte sich daraus durch erhöhte Zollabgaben oder Einfuhrbeschränkungen in die jeweiligen Länder ein weiterer Standortnachteil öffnen. Auch bestehen weiterhin globale Risiken, wie beispielsweise Handelsstreitigkeiten zwischen den USA und China sowie geopolitische Spannungen und kriegerische Auseinandersetzungen wie aktuell in der Ukraine, die die Weltwirtschaft negativ beeinflussen könnten. Derartige Spannungen könnten auch das Wachstum der zwissTEX-Firmen in diesen Märkten drosseln; darüber hinaus erwarten wir jedoch keine wesentlichen negativen Effekte. Beschaffungsrisiken durch die immer wieder auftretenden erheblichen Preisschwankungen, die nicht an Kunden durchgereicht werden können, wird durch kontinuierliche Gespräche mit den Lieferanten und dem Abschluss von langfristigen Lieferverträgen versucht entgegenzuwirken. Die Dr. Zwissler Holding AG und die zwissTEX Gesellschaften im Konzernverbund sind Kreditnehmerinnen im Rahmen eines Konsortialkreditvertrags vom 14. Dezember 2018, geändert durch 1. Änderungsvertrag vom 15. Juli 2019 und 2. Änderungsvertrag vom 20. Juli 2020 über insgesamt TEUR 30.000. Die Konditionen des Konsortialkreditvertrags sind abhängig von den Finanzkennzahlen Verschuldungsgrad und Eigenkapitalquote. Die Laufzeit des Konsortialvertrags endet am 14. Dezember 2022. Eine vorzeitige (einseitige) Kündigung des Konsortialkreditvertrags durch die Kreditgeber ist bei Verletzung der vereinbarten Finanzkennzahlen grundsätzlich möglich. Der Kredit valutiert zum 31. Dezember 2021 mit TEUR 27.239. Im Falle einer Kündigung sowie sofern am Fälligkeitstag keine ausreichend Liquidität für eine Rückzahlung zur Verfügung steht bzw. keine Verlängerung oder Anschlussfinanzierung besteht, stellt dies ein bestandsgefährdendes Risiko für den Konzern dar. In der Planung der Zwissler-Gruppe sind entsprechende Maßnahmen definiert, um die Kredite am Laufzeitende fristgerecht zurückführen zu können. Entsprechend dem derzeitigen Stand der geplanten Maßnahmen bzw. dem Forecast für das laufende Geschäftsjahr geht der Vorstand mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon aus, dass die Voraussetzungen für eine Bilanzierung unter der Going-Concern Prämisse gegeben sind. Die steigende Internationalisierung, insbesondere der Aufbau der Produktion in Mexiko, führt zu einem erhöhten Wechselkursrisiko. Um dem entgegen zu wirken, wird der weitere Auf- und Ausbau der geschlossenen Währungskreisläufe fokussiert. Die internen IT-Abteilungen der Konzerngesellschaften haben sich aufgrund der Häufungen hinsichtlich von Cyber-Kriminalität im wirtschaftlichen Umfeld mit entsprechenden Sicherheitskonzepten aufgestellt. Epidemien oder Pandemien, wie zuletzt das sich Ausbreiten des Coronavirus (Covid-19), stellen auch weiterhin eine nicht zu unterschätzende Gefahr dar, die sich in vielfältiger Weise negativ auf das Unternehmen auswirken kann. Die Gesellschaften der Gruppe haben sich daher mit den entsprechenden Konzepten und Sicherheitsvorkehrungen auf mögliche erneute Bedrohungen vorbereitet. Um essentielle unternehmerische Risiken rechtzeitig zu erkennen, zu bewerten und entsprechende Handlungsmöglichkeiten zu gestalten, werden wirksame Steuerungs- und Kontrollsysteme eingesetzt, die im monatlichen Berichtswesen gebündelt werden. Für unerwartet auftretende, wesentliche Risiken gibt es eine sofortige Berichterstattungspflicht der Fachabteilungen an die Geschäftsführung sowie der Geschäftsführungen an die Konzernzentrale. Mit Unterstützung der Bereiche Finance und Qualitätsmanagement leitet der Vorstand daraus notwendige Entscheidungen ab und überwacht die Umsetzung und Wirksamkeit der getroffenen Maßnahmen. Die im Konzern eingesetzten Finanzinstrumente im Sinne von § 315 Abs. 2 HGB umfassen Forderungen bzw. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Guthaben bei Kreditinstituten, Finanzanlagen des Anlagevermögens sowie Fremdwährungspositionen. Eine valide Prognose im Hinblick auf mögliche Ausfälle ist nach heutiger Sicht nicht möglich. Die Konzerngesellschaften fokussieren sich mehr denn je auf das Forderungsmanagement. Die in den Finanzinstrumenten enthaltenen Preisänderungs-, Ausfall- und Liquiditätsrisiken sowie Zahlungsstromschwankungen werden unterjährig regelmäßig und umfassend bewertet. Risiken werden zudem nötigenfalls durch Einzelwertberichtigungen und Rückstellungen im Konzernabschluss berücksichtigt. Risiken aus weiteren Finanzinstrumenten, insbesondere derivaten Finanzinstrumenten, bestehen nicht, da derartige Finanzinstrumente aktuell von den Konzernfirmen nicht eingesetzt werden. Trotz der geschilderten Unsicherheiten und Unwägbarkeiten gehen wir davon aus, dass 2022 für die Dr. Zwissler-Gruppe ein positives Jahr wird und die Planziele erreicht werden können. Durch die durchgeführten Restrukturierungsmaßnahmen und die Fokussierung des Konzerns auf seine Kernkompetenzen blickt der Konzern gestärkt in die Zukunft.
Gerstetten, den 27. Juni 2022 Dr. Zwissler Holding AG Vorstand KONZERNBILANZ zum 31. Dezember 2021der Dr. Zwissler Holding AG, Gerstetten-HeldenfingenAKTIVA
PASSIVA
KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG vom 1. Januar 2021 bis 31. Dezember 2021der Dr. Zwissler Holding AG, Gerstetten-Heldenfingen
KONZERNANHANG 2021der Dr. Zwissler Holding AG, Gerstetten-Heldenfingen1. Unternehmenskreis der Dr. Zwissler Holding AG In den Konzernabschluss der Dr. Zwissler Holding AG (Amtsgericht Ulm, HRB Nr. 661097) wurden die in der Aufstellung des Anteilsbesitzes in Anlage 4 zu diesem Anhang aufgeführten Unternehmen einbezogen. Der Firmensitz laut Registergericht ist Gerstetten. 2. Allgemeine Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze 2.1 Bilanzierung und Bewertung Die Aufstellung des Konzernabschlusses und die Bewertung erfolgen unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit (Going Concern). Zu bestandsgefährdenden Risiken verweisen wir auf die Ausführungen im Konzernlagebericht. Die in den vorliegenden Konzernabschluss einbezogenen Jahresabschlüsse zum 31. Dezember 2021 sind nach den handelsrechtlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen des HGB sowie den ergänzenden Vorschriften des GmbHG und Aktiengesetzes ggf. nach Anpassungen über die Handelsbilanz II aufgestellt worden. Der Konzernabschluss wurde in EUR aufgestellt, die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wurde gemäß § 275 Abs. 2 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. Die wesentlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden gegenüber dem Vorjahr unverändert beibehalten. Die in den Jahresabschlüssen der einbezogenen Unternehmen angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze wurden - sofern rechtlich zulässig - beibehalten. Bilanzierungs- und Bewertungswahlrechte wurden, soweit dem nicht landesspezifische Vorschriften entgegenstehen, einheitlich ausgeübt. Die Auswirkungen der abweichenden landesspezifischen Vorschriften sind von untergeordneter Bedeutung. 2.2 Anlagevermögen Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen sind zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Die planmäßigen Abschreibungen sind entsprechend der betriebsindividuellen Nutzungsdauer ermittelt worden. Die Nutzungsdauern betragen zwischen 3 und 50 Jahren. Generell wurde die lineare Abschreibungsmethode angewandt. Aktivierte Entwicklungsleistungen werden - analog zum Vorjahr - unter der Position selbstgeschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte ausgewiesen. Der Gesamtbetrag der Forschungs- und Entwicklungskosten des Geschäftsjahres der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen beläuft sich auf TEUR 1.383 (Vj.: TEUR 1.603), der davon auf die selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens entfallende Betrag liegt bei TEUR 438 (Vj.: TEUR 627). Hierauf wurden passive latente Steuern gebildet. Per 31. Dezember 2021 waren Entwicklungsleistungen in Höhe von TEUR 1.250 Buchwert (Vj.: TEUR 957) aktiviert, die gegenläufigen passiven latenten Steuern betrugen TEUR 357 (Vj.: TEUR 273). Es bestand somit zum Bilanzstichtag eine Ausschüttungssperre gemäß § 268 Abs. 8 HGB i.H.v. TEUR 893 (Vj: TEUR 684). Zugänge zum beweglichen Anlagevermögen werden pro rata temporis abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter bis EUR 800,00 wurden im Geschäftsjahr 2021 - analog dem Vorjahr - sofort abgeschrieben. Die Finanzanlagen sind grundsätzlich zu Anschaffungskosten/Nominalbeträgen bewertet. Bei voraussichtlich dauerhaften Wertminderungen wurden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Nachhaltige Wertsteigerungen wurden durch Zuschreibungen bis höchstens zu den Anschaffungskosten/Nominalbeträgen berücksichtigt. 2.3 Vorräte Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie der Waren erfolgt zu Anschaffungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips und unter Berücksichtigung von Gängigkeitsabschlägen. Unfertige und fertige Erzeugnisse wurden zu Herstellungskosten bewertet. In die Herstellungskosten werden neben den unmittelbar zurechenbaren Kosten auch notwendige Gemeinkosten und durch die Fertigung veranlasste Abschreibungen einbezogen. Der Grundsatz der verlustfreien Bewertung wurde beachtet und Gängigkeitsabschläge vorgenommen. Fremdkapitalkosten wurden nicht einbezogen. 2.4 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Bei der Bewertung der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände, welche mit dem Nennwert angesetzt werden, sind alle erkennbaren Risiken in Form von Einzel- und Pauschalwertberichtigungen berücksichtigt. 2.5 Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten Der Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert angesetzt. 2.6 Rechnungsabgrenzungsposten Der Rechnungsabgrenzungsposten umfasst Ausgaben/Einnahmen vor dem Stichtag, die Aufwand/Ertrag für bestimmte Zeiträume nach dem Stichtag darstellen. 2.7 Latente Steuern Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasipermanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlust- und Zinsvorträge werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbelastung und -entlastung mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet, aber nicht abgezinst. Hierbei wird das Wahlrecht der §§ 298 Abs. 1, 274 Abs. 1 HGB für eine sich aus den Einzelabschlüssen ergebende Netto-Steuerentlastung in Anspruch genommen und diese angesetzt. Latente Steuern aus Konsolidierungsmaßnahmen werden mit den latenten Steuern aus den Einzelabschlüssen saldiert bzw. diesen hinzugerechnet und der sich ergebende Betrag als Saldo bilanziert. 2.8 Rückstellungen Die Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und erkennbaren Risiken. Die Bewertung erfolgt mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit über einem Jahr wurden nach § 253 Abs. 2 HGB abgezinst. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichend objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Die Rückstellungen für Jubiläumsverpflichtungen werden versicherungsmathematisch unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten (Richttafeln Heubeck 2018 G) unter Annahmen einer versicherungsmathematischen Gleichverteilung ermittelt. Bei der Ermittlung der Rückstellungen wurden jährliche Lohn- und Gehaltssteigerungen von 2,2 % und ein jährlicher Anstieg der gesetzlichen Beitragsbemessungsgrenzen von 2,0% unterstellt. Die Rückstellungen werden pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank im Monat Dezember veröffentlichten Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB). Dieser Zinssatz beträgt 1,35 %. 2.9 Verbindlichkeiten Die Bewertung der Verbindlichkeiten erfolgt jeweils mit dem Erfüllungsbetrag. 2.10 Währungsumrechnung Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung in den Einzelabschlüssen werden gemäß § 256a HGB bewertet. 2.11 Gewinn- und Verlustrechnung Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB erstellt. Postenbezeichnungen und Gliederung wurden den Besonderheiten des Konzerns angepasst. 3. Konsolidierungsgrundsätze Der Konzernabschluss ist auf den 31. Dezember 2021 aufgestellt worden. Für die Kapitalkonsolidierung innerhalb des Unternehmenskreises der Dr. Zwissler Holding AG wurde als Erstkonsolidierungszeitpunkt der 1. Januar 1995, bei späterer erstmaliger Einbeziehung von Tochterunternehmen der Beginn des Jahres der Einbeziehung oder der 31. Dezember des jeweiligen Jahres gewählt. Die Erstkonsolidierung wurde bis einschließlich dem Jahr 2009 nach der Buchwertmethode gem. § 301 Abs. 1 Nr. 1 HGB a.F. durch Verrechnung der Wertansätze der Anteile mit dem jeweiligen, ggf. anteiligen Eigenkapital der Tochterunternehmen durchgeführt. Erstkonsolidierungen ab dem Geschäftsjahr 2010 erfolgen nach der Neubewertungsmethode. Im Geschäftsjahr 2020 wurde die Schirmherrschaft Vertriebs GmbH erstmals rückwirkend zum 1. Januar 2020 als konsolidiertes Unternehmen in den Konzernabschluss einbezogen. Im Rahmen der Erstkonsolidierung ist ein negativer Unterschiedsbetrag i.H.v. TEUR 126 entstanden. Dieser wurde mit dem Eigenkapital verrechnet. Im Rahmen der Neubewertung waren keine immateriellen Vermögensgegenstände anzusetzen. Im Rahmen der Schuldenkonsolidierung wurden die Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den einbezogenen Unternehmen gegeneinander aufgerechnet. Zum 31. Dezember 2021 enthielten die bei den einbezogenen Unternehmen bilanzierten Vorräte und Sachanlagen keine wesentlichen Zwischengewinne aus konzerninternen Lieferungen. Eine Zwischengewinneliminierung im Vorrats- bzw. Anlagevermögen war deshalb nicht erforderlich. Aufwendungen und Erträge aus internen Geschäften zwischen den einbezogenen Unternehmen wurden eliminiert. Für die Anteile konzernfremder Gesellschafter ist in Höhe ihres unmittelbaren Anteils am gezeichneten Kapital, den offenen Rücklagen und in Höhe ihres unmittelbaren Anteils am Ergebnis ein Ausgleichsposten für nicht beherrschende Anteile ausgewiesen worden. Auf fremde Währung lautende Bilanzen von Tochtergesellschaften wurden mit Ausnahme des Eigenkapitals (historischer Kurs) mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Die Umrechnung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgte mit dem Durchschnittskurs. Eine sich ergebende Umrechnungsdifferenz wird innerhalb des Eigenkapitals unter dem Posten "Eigenkapitaldifferenz aus der Währungsumrechnung" ausgewiesen. Anlässlich der Schuldenkonsolidierung auftretende Währungsdifferenzen werden ergebnisneutral im Posten "Eigenkapitaldifferenz aus der Währungsumrechnung" im Eigenkapital berücksichtigt. Bei Zurückführung der konzerninternen Kreditbeträge erfolgt eine erfolgswirksame Auflösung. Diese Bilanzierungsmethode führt aus Sicht des Vorstands zu einer besseren Darstellung der Ertragslage. 4. Einzelangaben zu den Posten der Konzernbilanz und der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung 4.1 Anlagenspiegel Die Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr ist im Konzernanlagenspiegel dargestellt. Positionen im Anlagevermögen, die im laufenden Geschäftsjahr sowie im Vorjahr Buchwerte in Höhe von EUR 0,00 ausweisen, werden in der Bilanz nicht gesondert ausgewiesen. 4.2 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Forderungsspiegel Zusammensetzung und Restlaufzeiten:
Die in den Klammern ausgewiesenen Beträge entsprechen den Vorjahreszahlen. 4.3 Eigenkapital Das Grundkapital des Mutterunternehmens betrug am 31. Dezember 2021 EUR 1.184.000,00 und war eingeteilt in 118.400 Stückaktien. In der ordentlichen Hauptversammlung vom 29. Juli 2021 wurde beschlossen, das Grundkapital der Dr. Zwissler Holding AG gegen Bareinlage von EUR 1.110.000 um EUR 74.000 auf EUR 1.184.000 zu erhöhen. Das im Zuge der Kapitalerhöhung beschlossene Aufgeld in Höhe von EUR 999.000 wurde in die Kapitalrücklage eingestellt. Siehe dazu Anlage 7 4.4 Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:
4.5 Verbindlichkeitenspiegel Zusammensetzung und Restlaufzeiten: In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit i.H.v. TEUR 169 (Vj.: TEUR 248) und aus Steuern i.H.v. TEUR 995 (Vj.: TEUR 414) enthalten.
4.6 Passive latente Steuern Aufgrund von Differenzen zwischen den handelsrechtlichen und den steuerrechtlichen Wertansätzen bei den Rückstellungen wurden aktive latente Steuern gebildet. Passive latente Steuern aus der Aktivierung von Entwicklungsaufwendungen wurden mit den aktiven latenten Steuern saldiert. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt mit Durchschnittssätzen zwischen 28% und 30%. Latente Steuern aus Konsolidierungsvorgängen liegen nicht vor.
4.7 Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse gliedern sich nach Tätigkeitsbereichen und geographisch bestimmten Märkten wie folgt auf:
4.8 Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten periodenfremde Erträge von TEUR 5.392 (Vorjahr.: TEUR 692), die überwiegend aus der Veräußerung von Anlagevermögen sowie der Auflösung von Rückstellungen resultieren. In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 137 (Vorjahr: TEUR 2.973) enthalten. In den sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung sind Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von TEUR 237 (Vorjahr: TEUR 352) enthalten. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen von TEUR 398 (Vorjahr: TEUR 1.427) enthalten, die überwiegend aus der Anpassung der Wertberichtigungen auf Forderungen resultieren. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 127 (Vorjahr: TEUR 3.627) enthalten. In den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind Aufwendungen aus latenten Steuern in Höhe von TEUR 716 (Vorjahr: TEUR 843) enthalten. Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung sind im Berichtsjahr wie folgt angefallen:
Im Geschäftsjahr 2021 wurden außergewöhnliche Erträge aus Anlageabgängen in Höhe von 4,1 Mio EUR (Vorjahr: 0,4 Mio EUR) erzielt. Die Aufwendungen durch Abwertung (2,1 Mio. EUR) entfallen komplett auf die Abwertung der Beteiligung an der Feinjersey Colours GmbH & Co. KG, Rankweil, Österreich. 5. Ergänzende Angaben 5.1 Haftungsverhältnisse
Der Vorstand der Muttergesellschaft geht in Anbetracht der guten Lage der betreffenden Gesellschaften davon aus, dass mit einer Inanspruchnahme aus den Haftungsverhältnissen nicht zu rechnen ist. 5.2 Außerbilanzielle Geschäfte und sonstige finanzielle Verpflichtungen Aus Finanzierungsgründen bestehen nach dem Abschlussstichtag fällige, nicht abgezinste Verpflichtungen aus Dauerschuldverhältnissen in Höhe von insgesamt TEUR 25.795 (Vorjahr: TEUR 28.860). Der Großteil des Betrags entfällt auf den zwissTEX-Neubau (Werk 2) am Standort Heldenfingen. Der Immobilien-Leasingvertrag enthält ein Ankaufsrecht zum 30. September 2038 und zum 30. September 2048. Es bestehen Mietverträge mit einer jährlichen Verpflichtung in Höhe von TEUR 1.787 (Vorjahr: TEUR 1.855). Die Miet- und Leasingverträge führen zu einer Verbesserung der Eigenkapitalquote. Weitere Vorteile bestehen in der kurzen Vertragsbindung, da die Maschinen bei technischem Fortschritt leicht ausgetauscht werden können. Risiken bestehen in der unkündbaren Grundmietzeit sowie den höheren Refinanzierungskosten. Vorteile des enthaltenen Immobilien-Leasing sind insbesondere die für die Konzerngesellschaften fehlende Kapitalbindung bei der Beschaffung von betriebsnotwendigem Anlagevermögen sowie das fehlende Verwertungsrisiko. Die wesentlichen Mietverträge haben folgende Mindestlaufzeiten:
5.3 Sonstige Angaben Das für das Geschäftsjahr als Aufwand erfasste Honorar des Konzernabschlussprüfers schlüsselt sich wie folgt auf:
Entwicklungsgefährdende und bestandsgefährdende Tatsachen: Bezüglich möglicher bestandsgefährdender Risiken wird auf die Darstellung in Abschnitt "C.3 Risikobericht" des Lageberichts verwiesen. 5.4 Vorstand Mit dem Aufsichtsratsbeschluss vom 4. Mai 2020 wurde Frau Dr. Ulrike Neubauer zum 16. Juli 2020 als CFO in den Vorstand bestellt. Mit Aufsichtsratsbeschluss vom 20. Januar 2021 wurde Herr Günter Eizenhöfer zum 1. Februar 2021 als CSO in den Vorstand bestellt. Auf die Angabe der im Geschäftsjahr gewährten Organbezüge (einschließlich der Bezüge des Aufsichtsrats) wurde gemäß § 314 Abs. 3 S. 2 i.V.m. § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. 5.5 Aufsichtsrat Der Aufsichtsrat hatte in 2021 folgende Zusammensetzung:
Im abgelaufenen Geschäftsjahr waren im Durchschnitt 736 (Vorjahr: 702) Arbeitnehmer beschäftigt. Davon waren 450 Arbeiter und 286 Angestellte (Vorjahr: 417 und 285). Der Vorstand der Dr. Zwissler Holding AG schlägt vor, das Ergebnis auf neue Rechnung vorzutragen. Die Dr. Zwissler Holding AG, Gerstetten-Heldenfingen, stellt als Mutterunternehmen für den größten und kleinsten Konsolidierungskreis den Konzernabschluss auf. Der Konzernabschluss wird im Bundesanzeiger veröffentlicht. 5.6 Nachtragsbericht Die zwissTEX Germany GmbH hat per 15. März 2022 ihre Anteile an der italienischen Tochtergesellschaft FreeTime Zoeppritex srl zum Buchwert komplett verkauft. Die zwissSUN GmbH hat rückwirkend zum 01.01.2022 ihre Anteile an der Losberger Sonnenschutz GmbH zum Buchwert komplett verkauft. Das Eigenkapital reduzierte sich von Q4/2021 zu Q1/2022 um 1,0 Mio. EUR, obwohl im Q1/2022 ein positiver Jahresüberschuss von 0,7 Mio. EUR erzielt wurde. Grund hierfür sind Entkonsolidierungseffekte aus dem Verkauf der italienischen Tochter FreeTime srl. Die zwissTEX Germany verkauft zudem 15 % ihrer bisherigen 25 %-Beteiligung am chinesischen Joint Venture Ningbo Roekona Zoeppritex Tex Line Co. Ltd., an die anderen Miteigentümer des Joint Ventures. Der Buchgewinn aus dieser Transaktion beläuft sich auf 4,275 Mio. EUR. Durch die Veräußerungen soll einerseits eine Fokussierung auf das Kerngeschäft erfolgen. Zum anderen stärkt dies auch die Liquiditätssituation des Konzerns. Aufgrund einer im Rahmen der Restrukturierung durchgeführten Werkstrukturplanung wurde entschieden, den Standort Wörnitz künftig nicht weiter als Produktionsstandort zu betreiben. Die Immobilie in Wörnitz wird zwischenzeitlich an externe Untermieter weitervermietet.
Gerstetten, den 27. Juni 2022 Dr. Zwissler Holding AG Vorstand AUFSTELLUNG DES ANTEILSBESITZES zum 31. Dezember 2021der Dr. Zwissler Holding AG, Gerstetten-Heldenfingen1. In den Konzernabschluss einbezogene Unternehmen
1) Bei diesen Gesellschaften bestehen
Ergebnisabführungsverträge.
2. Anteilsbesitz außerhalb des Konsolidierungskreises
*) Die Nichteinbeziehung erfolgt aufgrund der
untergeordneten Bedeutung (§ 296 Abs. 2 HGB).
KONZERNANLAGENSPIEGEL zum 31. Dezember 2021der Dr. Zwissler Holding AG, Gerstetten-Heldenfingen
KONZERNKAPITALFLUSSRECHNUNG vom 1. Januar 2021 bis 31. Dezember 2021der Dr. Zwissler Holding AG, Gerstetten-HeldenfingenDie Kapitalflussrechnung wurde nach der indirekten Methode gemäß den Grundsätzen des Deutschen Rechnungslegungsstandards Nr. 21 (DRS 21) erstellt.
KONZERNEIGENKAPITALSPIEGEL vom 1. Januar 2021 bis 31. Dezember 2021der Dr. Zwissler Holding AG, Gerstetten-Heldenfingen
Unter Inanspruchnahme von DRS 22.21 wird auf die Aufstellung eines Eigenkapitalspiegels für das Vorjahr verzichtet. BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Dr. Zwissler Holding AG Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der Dr. Zwissler Holding AG und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Dr. Zwissler Holding AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit Wir verweisen auf die Angaben im Konzernanhang sowie in Punkt "C.3 Risikobericht" des Konzernlageberichts, in denen die gesetzlichen Vertreter beschreiben, dass sich die Gesellschaft in Bezug auf einen Konsortialkreditvertrag in einer angespannten Finanzierungssituation befindet. Wie im Konzernanhang und in Punkt "C.3 Risikobericht" des Konzernlageberichts dargelegt, zeigen diese Ereignisse und Gegebenheiten, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und die ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt. Unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten-falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und Konzernlageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Neu-Ulm, 27. Juni 2022 SGP Schneider
Geiwitz GmbH
Bohnert, Wirtschaftsprüfer Lörcher, Wirtschaftsprüfer Bericht des Aufsichtsrats zum Geschäftsjahr 2021Der Aufsichtsrat hat auch im Geschäftsjahr 2021 die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben ordnungsgemäß wahrgenommen. Insbesondere haben wir die Arbeit des Vorstands kontinuierlich überwacht und ihn bei der Leitung und strategischen Weiterentwicklung des Unternehmens sowie bei wesentlichen Entscheidungen beratend begleitet. Darüber hinaus fand ein regelmäßiger Informationsaustausch zwischen dem Aufsichtsratsvorsitzenden und dem Vorstand statt. Auf diese Weise war der Aufsichtsrat stets informiert über die beabsichtigte Geschäftspolitik, die Unternehmensplanung einschließlich Finanz-, Investitions- und Personalplanung, die Rentabilität der Gesellschaft und den Gang der Geschäfte sowie die Lage der Gesellschaft und des Konzerns insgesamt. Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2021 insgesamt 9 ordentliche und außerordentliche Sitzungen abgehalten. Der Aufsichtsrat war bei allen Sitzungen vollzählig anwesend, teilweise per Video-/ Telefonkonferenz.
Der Vorstand hat den Jahresabschluss der Dr. Zwissler Holding AG sowie den Konzernabschluss der Dr. Zwissler Holding AG für das Geschäftsjahr 2020 nach handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt. Die von der Hauptversammlung als Abschlussprüfer gewählte und vom Aufsichtsrat beauftragte SGP Schneider Geiwitz GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft mit Sitz in Neu-Ulm hat den Jahresabschluss sowie den Konzernabschluss geprüft und jeweils einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt. Der Jahresabschluss der Dr. Zwissler Holding AG zum 31.12.2020 sowie der Konzernabschluss zum 31.12.2020 der Dr. Zwissler Holding AG wurden dem Aufsichtsrat zeitgerecht zur eigenen Prüfung übermittelt. Der Jahresabschluss zum 31.12.2020 sowie der Konzernabschluss zum 31.12.2020 der Dr. Zwissler Holding AG wurden in der Aufsichtsrats-Sitzung vom 30.07.2021 durch den bestellten Prüfer vorgestellt und eingehend erörtert. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss der Aktiengesellschaft und den Konzernabschluss sowie den Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstandes beraten und geprüft. Nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung erhob der Aufsichtsrat keine Einwendungen, stellte fest, dass dem Prüfungsergebnis des Abschlussprüfers zuzustimmen ist und beschloss am 30.07.2021: Der Jahresabschluss der Dr. Zwissler Holding AG für das Geschäftsjahr 2020 wird in vorliegender Fassung festgestellt. Der Konzernabschluss der Dr. Zwissler Holding AG für das Geschäftsjahr 2020 wird in vorliegender Fassung gebilligt. Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Unternehmensgruppe für die im Jahr 2021 erfolgreich geleistete Arbeit.
Gerstetten, den 01.07.2022 Der Aufsichtsrat Dr. Jochen Wolf, Vorsitzender des Aufsichtsrats |
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