Stammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Jean-François Fougère seit 15.9.2025 | Prokura |
Daniela Fuß seit 2.1.2024 | Prokura |
Jens Greger seit 30.7.2015 | Prokura |
LL.M., Ralf Oliver Dr. Schlegel seit 19.2.2014 | Geschäftsführer |
Petrus Thomas Adrianus (Piet) van der Zande seit 29.8.2012 | Geschäftsführer |
Heiko von Bachmann seit 27.7.2012 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
Thermo Fisher Scientific C.V. | 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Beteiligungen
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 5.03% |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Phadia GmbHFreiburg im BreisgauJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023A) Grundlagen der Gesellschaft1. Konzernzugehörigkeit Die Gesellschaft gehört zum US-amerikanischen Konzern der Thermo Fisher Scientific Inc., einem weltweit tätigen und führenden Anbieter und Lieferant für wissenschaftliche Anwendungen mit Börsennotierung in den USA (New York Stock Exchange: "TMO"). Ziel und Mission des Thermo Fisher Konzerns ist es, den Kunden zu ermöglichen, die Welt gesünder, sauberer und sicherer zu machen. Dabei unterstützt der Gesamtkonzern seine Kunden dabei, die Forschung im Bereich der Biowissenschaften zu beschleunigen, komplexe analytische Herausforderungen zu lösen, die Produktivität in ihren Laboren zu steigern und die Patientengesundheit durch Diagnostik oder die Entwicklung und Herstellung neuer Therapien zu verbessern. Der Thermo Fisher Konzern hat im Geschäftsjahr 2023 Umsätze von USD 42,9 Mrd. (Vorjahr: USD 44,9 Mrd.) erzielt und beschäftigt weltweit mehr als 120.000 Mitarbeiter. Der Konzern unterteilt seine weltweiten Aktivitäten in die Segmente "Analytical Instruments", "Specialty Diagnostics", "Life Science Solutions" und "Laboratory Products and Biopharma Services". Quelle: Homepage Thermo Fisher Scientific Inc., USA Die Phadia GmbH ist Bestandteil des Konzernhauptsegments "Specialty Diagnostics Division". Ihre Alleingesellschafterin ist die Thermo Fisher Scientific C.V., mit Sitz in Amsterdam/Niederlande. 2. Geschäftsmodell der Gesellschaft Die Phadia GmbH ist in die zwei Geschäftsbereiche Commercial Organization (CO) und Center of Excellence Autoimmunity (CoE AI) untergliedert. Der Geschäftsbereich Commercial Organization ist verantwortlich für den Verkauf und den Vertrieb der Immundiagnostik-Produkte in Deutschland. Wesentliche Abteilungen des Geschäftsbereiches sind das Marketing, Vertrieb, Technischer Service, Medizinischer Wissenschaftlicher Support sowie die Auftragsannahme für den deutschen Markt. Die zwei wesentlichen Produktlinien sind Diagnostika zur Bestimmung von Allergien und Autoimmunkrankheiten. Im August 2017 wurde der Vertriebsbereich auf die neugegründete konzerneigene Gesellschaft Thermo Fisher Diagnostics GmbH mit Sitz in Hennigsdorf übertragen. Seither handeln Mitarbeiter der Commercial Organziation auch für diese Gesellschaft. Der zweite Geschäftsbereich der Phadia GmbH ist das CoE Center of Excellence "Autoimmunität (CoE AI)". Das CoE AI beinhaltet die Entwicklung, Registrierung und Produktion der Produktlinie Autoimmunität im Auftrag der Phadia AB sowie die Ausübung von Zentralfunktionen wie Allgemeine Verwaltung und das zentrale Marketing zur Unterstützung des weltweiten Vertriebs der Produktlinie AI. Die Verwaltungsfunktionen Finance, IT, Human Resources und Facility sind organisatorischer Bestandteil des Geschäftsbereiches CoE AI mit Dienstleistungsfunktion für die Vertriebsorganisation CO. Der weltweite Vertrieb der Produktlinie Autoimmunität außerhalb des deutschen Marktes erfolgt über Phadia AB, Schweden. Die unter den eingetragenen Markennamen ImmunoCAPTM Blood Tests, EliATM Autoimmune Assays, ImmunoCAPTM ISAC und ImmunoCAPTM Rapid vertriebenen Produkte werden je nach Kundenbedarf bezüglich Automatisierungsgrad und Durchsatzvolumen auf den Phadia eigenen Geräteplattformen PhadiaTM100, PhadiaTM 200, PhadiaTM250, PhadiaTM1000 und PhadiaTM2500 eingesetzt. Dabei ist der ImmunoCAP ISAC Allergen-Chip der erste In-vitro-Test, mit dem 112 Allergenkomponenten auf einem Chip getestet werden können. 3. Steuerungssysteme Die Geschäftsführung verwendet zur Steuerung und Überwachung der Geschäftstätigkeit die finanziellen Leistungsindikatoren "Umsatzerlöse" und "operatives Ergebnis (EBIT - Earnings before interest and taxes)" welches nach US-Rechnungslegungsvorschriften ermittelt wird. In diesem Zusammenhang werden außerdem die Verkaufs- und Produktionsvolumina, Lieferzuverlässigkeit, Bestände sowie Produktions-, Forschungs- und Entwicklungskosten als regelmäßige Kennzahlen erhoben. Wesentlicher nicht finanzieller Leistungsindikator ist die Kundenzufriedenheit, die über den Customer Allegiance Score (CAS) ermittelt wird. Dieser wird auf Ebene der Thermo Fisher Diagnostics GmbH, die für den Bereich IDD als Vertriebsgesellschaft fungiert, gemessen. Aus diesen Ergebnissen werden Rückschlüsse auf die Produktqualität der Phadia GmbH gezogen. Insofern ist dieser Wert auch für die Phadia GmbH von Bedeutung. Darüber hinaus wird die Mitarbeiterzufriedenheit anhand jährlicher Befragungen erhoben und ausgewertet. 4. Forschung und Entwicklung Die Entwicklungstätigkeiten basieren auf der ständigen Verbesserung unserer Produkte, um den hohen Standard auch für die Zukunft zu sichern. Weiterhin haben sie zum Ziel, das Produktangebot zur Diagnostik innerhalb der Krankheitsfelder Gastro/Celiac, Rheumatoid Arthritis, Anti-Phospholipid Syndrom, Liver, Diabetes, Thyroid, Infectious Bowel Diseases, Pernicious anaemia, Vasculites/kidney, IgA Deficiency und Connective Tissue Diseases zu erweitern beziehungsweise zu vervollständigen sowie vorhandene Produkte international zu registrieren, um so regelmäßig neue, innovative und kundenorientierte Lösungen zu schaffen. Die Gesellschaft ist vollständig in das globale Forschungs- und Entwicklung-Netzwerk des Thermo Fisher-Konzerns eingebunden. Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung liegen für das abgelaufene Geschäftsjahr nach internen Aufzeichnungen mit TEUR 9.552 über dem Vorjahresniveau von TEUR 8.771. Diese werden auf Grund vertraglicher Vereinbarung vollumfänglich an die Phadia AB in Schweden weiterbelastet. Die Gesellschaft beschäftigt zum Jahresende 71 Mitarbeiter (Vorjahr 66) in der Forschung und Entwicklung. 5. Umwelt- und Arbeitsschutz Es ist erforderlich, dass die weltweit verkauften Thermo Fisher Scientific-Produkte sowohl länderspezifische Sicherheitsbestimmungen als auch die internationalen Sicherheitsstandards erfüllen. Thermo Fisher Scientific ist ein weltweit führendes Unternehmen im Dienste der Wissenschaft und mit dieser Position geht ein hohes Verantwortungsbewusstsein gegenüber der globalen Gemeinschaft in Bezug auf Gesundheit und Sicherheit der Mitarbeiter und den Schutz der Umwelt einher. Bei der Entwicklung von Produkten und der Gestaltung von Produktionsprozessen wird auf geringen Rohstoff- und Energieverbrauch besonders geachtet. Die Produktionsanlagen werden regelmäßig auf Umweltverträglichkeit überprüft und weiterentwickelt. B. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen, Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Der Anstieg der Weltproduktion im Geschäftsjahr 2023 - gemessen auf Basis von Kaufpreisparitäten - beläuft sich nach Einschätzung von Wirtschaftsforschungsinstituten auf + 3,1 %. Nachdem die Weltwirtschaft im ersten Quartal 2023 deutlich angezogen hatte, expandierte sie im Sommerhalbjahr nur moderat. Im vierten Quartal ließ das Expansionstempo nochmals nach. Die Weltkonjunktur verlangsamte sich somit erneut gegen Ende des Jahres 2023. Die Industrieproduktion zeigt weltweit - trotz verbesserter Rahmenbedingungen durch die Beendigung der restriktiven Corona-Politik in China - im Jahresdurchschnitt nur einen Zuwachs von 0,9 %. Der Welthandel erlebte im ersten Halbjahr 2023 - nicht zuletzt durch die Krisen im Nahen Osten - einen Tiefpunkt. In der zweiten Jahreshälfte zeigte sich eine allmähliche Stabilisierung. Nach wie vor ist der Welthandel durch Einschränkungen bei der Nutzung des Suez Kanals und der damit verbundenen erheblichen Verlängerung der Transportwege zwischen Europa und Asien, zumindest kurzfristig beeinträchtigt. Die Entwicklung im Jahr 2023 verlief international betrachtet unterschiedlich. In den USA, einem bedeutenden Markt für den Thermo Fisher Konzern, war ein robuster Anstieg des Wirtschaftswachstums von rund +2,5 % zu verzeichnen. Im Vergleich zum Anstieg in den USA, entwickelte sich die Situation im Euroraum deutlich schwächer. Hier wird der Anstieg des Bruttoinlandsprodukts für das Jahr 2023 nur mit +0,5 % beziffert. In China - einem strategisch ebenfalls wichtigen Markt für Thermo Fisher - konnte ein Wirtschaftswachstum von moderaten 5,2% erreicht werden. Nach Beendigung der Null-Covid-Politik dürften im Wesentlichen strukturelle Probleme die wirtschaftliche Expansion beeinträchtigen. Quelle für Prozentzahlen und Aussagen: ifw Kiel: Kieler Konjunkturbericht Welt Q1/2024, Stand März 2024 In Deutschland stagniert die Wirtschaftsleistung. Die Veränderung des preisbereinigten Bruttoinlandsproduktes im Jahr 2023 verglichen mit dem ohnehin schwachen Vorjahr liegt bei - 0,3 %. Besonders betroffen ist die Wertschöpfung in der Industrie und in der Bauwirtschaft. Lediglich der private Konsum und die rückläufige Inflation wirkten sich positiv auf die deutsche Wirtschaftsleistung aus. Quelle: ifo Konjunkturprognose Frühjahr 2024 Die gesamtwirtschaftliche Situation stellt sich somit im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023 weniger positiv dar als im Vorjahr. Auf einzelne Branchen bezogen, können sich jedoch unterschiedliche Sichtweisen ergeben. Die deutsche In-Vitro-Diagnostik Branche hat sich - im Einklang mit der gesamtwirtschaftlichen Situation im Berichtsjahr - ebenfalls weniger positiv entwickelt als im Vorjahr und verzeichnet einen Rückgang beim Marktvolumen von 5,5 %. Die Gesellschaft ist also gegen den Markttrend gewachsen und konnte ihre Stellung am Markt ausbauen. * Quelle: Statistik des Verbands VDGH Trotz weniger günstiger Rahmenbedingungen ist die Entwicklung der Phadia GmbH im Geschäftsjahr 2023 als durchaus positiv zu bezeichnen, was zu einer entsprechenden Auswirkung auf die Höhe der Umsatzerlöse geführt hat. 2. Geschäftsverlauf 2023 Das Geschäftsjahr 2023 verlief positiv. Die prognostizierten Erwartungen ("Anstieg der Umsatzerlöse im mittleren bis hohen einstelligen Prozentbereich, der sich auch auf das EBIT durchschlagen wird") konnte in Bezug auf die Umsatzerlöse nicht ganz, in Bezug auf das EBIT jedoch vollumfänglich erreicht werden. Die Gesellschaft erzielte Umsatzerlöse von TEUR 78.224 (Vorjahr TEUR 75.584) bei einem EBIT von TEUR 11.246 (Vorjahr TEUR 10.267) und einem Jahresergebnis von TEUR 8.969 (Vorjahr TEUR 7.072). Bezogen auf die Umsatzerlöse wurde eine Steigerung im mittleren bis hohen einstelligen Prozentbereich prognostiziert. Der Gesamtumsatz beläuft sich im Geschäftsjahr auf TEUR 78.224 gegenüber TEUR 75.584 im Vorjahr, was nicht ganz im Einklang mit der Prognose zu einer Steigerung von 3,5 % in Summe führte. Bei den produktbezogenen Umsätzen konnte ein weiteres Wachstum von 6,7 % gegenüber dem Vorjahr erreicht werden. Weniger stark gewachsen sind die Umsätze aus Kostenweiterbelastungen an verbundene Unternehmen, woraus insgesamt der Anstieg um 3,5 % resultiert. In Bezug auf das EBIT wurde die Prognose übertroffen. Grund hierfür sind im Wesentlichen geringere Weiterbelastungen von verbundenen Unternehmen. Geschäftsentwicklung Die Gesellschaft blickt auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2023 zurück. Das Geschäftsvolumen konnte erneut ausgeweitet und das Vorjahresergebnis übertroffen werden. Der Gesellschaft ist es gelungen, ihre Stellung im Markt zu halten. Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren: Die finanziellen Steuerungskennzahlen "Umsatzerlöse" und "EBIT" sind nach beiden Verfahren identisch und somit hiervon nicht beeinflusst. Sie stellen sich wie folgt dar:
Aufwendungen und Erträge von außergewöhnlicher Größenordnung oder Bedeutung sind in den Posten der Gewinn- und Verlustrechnung und somit auch in den Leistungsindikatoren nicht enthalten. Als nicht finanzielle Leistungsindikatoren werden im Wesentlichen die Kundenzufriedenheit (CAS-Wert) und Mitarbeiterzufriedenheit herangezogen. Die Kennzahl Kundenzufriedenheit wird regelmäßig anhand von Kundenumfragen per E-Mail in den Bereichen Field Service, Order Fulfillment, Technical Support und Training gemessen. In 2023 lag dieser bei 88,7 (Vorjahr 89,1) und bewegt sich somit konstant auf sehr hohem Niveau. Die Kennzahl Mitarbeiterzufriedenheit wird auf Basis einer jährlichen Befragung ausgewertet und zeigt einen leichten Rückgang der Resonanz im Vergleich zum Vorjahr (Antwortquote 77%, Vorjahr 80%). Der Involvement Index EIS liegt bei 71 (Vorjahr 75). 3. Lage der Gesellschaft Zur Darstellung der Lage der Gesellschaft werden im Folgenden Ausführungen zur Ertragslage und hier insbesondere zur Umsatzentwicklung sowie zur Finanz- und Vermögenslage des Geschäftsjahres 2023 gemacht. Die Vorjahreszahlen werden zu Vergleichszwecken herangezogen. 3.1 Ertragslage Umsatzentwicklung Der Umsatz auf dem deutschen Markt stieg im Vergleich zum Vorjahr um 10,6 % auf TEUR 36.510 (Vorjahr TEUR 33.012). Die Umsatzerlöse beinhalten mit TEUR 54.389 Produktumsätze (Vorjahr TEUR 50.961), mit TEUR 23.566 (Vorjahr TEUR 24.362) Weiterbelastungen an verbundene Unternehmen und mit TEUR 269 (Vorjahr TEUR 260) sonstige Umsatzerlöse. Entwicklung Materialaufwand Der Materialaufwand hat sich von TEUR 23.268 im Vorjahr auf TEUR 28.225 im laufenden Geschäftsjahr erhöht. Bezogen auf die Gesamtleistung (Umsatzerlöse zuzüglich Bestandsveränderung) ist ein Anstieg von 30,9 % auf 35,9 % Punkte zu verzeichnen. Dies ist im Wesentlichen auf gestiegene Beschaffungskosten zurückzuführen. Entwicklung Personalaufwand und Mitarbeiter Die Anzahl der durchschnittlich Beschäftigten von 269 ist im Vergleich zum Vorjahr (270) leicht reduziert. Die Anzahl der Auszubildenden betrug zum Jahresende 5 (Vorjahr: 3). Die Gesellschaft unterliegt der tarifvertraglichen Bindung der chemischen Industrie. Die wöchentliche Regelarbeitszeit beträgt 37,5 Stunden. Der Personalaufwand sank im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 2.181. Dies ist im Wesentlichen auf niedrigere Boni zurückzuführen. EBIT / Jahresergebnis Die vorstehend beschriebenen Effekte in Verbindung mit leicht gesunkenen sonstigen betrieblichen Aufwendungen spiegeln sich in einem Anstieg des EBITs von TEUR 10.267 auf TEUR 11.246 wider. Infolge des deutlich verbesserten Zinsergebnisses (TEUR +1.777 im laufenden Geschäftsjahr verglichen mit TEUR -113 im Vorjahr) hat sich der Jahresüberschuss von TEUR 7.072 im Vorjahr auf TEUR 8.969 im laufenden Geschäftsjahr erhöht. 3.2 Vermögenslage Die Vermögensstruktur der Phadia GmbH wird vom Umlaufvermögen und darin insbesondere von Forderungen gegen verbundene Unternehmen dominiert. Dies steht im Einklang mit dem Geschäftsmodell der Gesellschaft, die ihren Verkauf über eine konzerninterne Vertriebsgesellschaft tätigt. Insgesamt ist die Bilanzsumme von TEUR 105.487 auf TEUR 119.568 gestiegen. Das Anlagevermögen ist mit TEUR 26.859 auf Vorjahresniveau (Vorjahr TEUR 24.210) und vollumfänglich durch Eigenkapital gedeckt. Beim Sachanlagevermögen stehen Investitionen von TEUR 3.589 planmäßige Abschreibungen von TEUR 1.208 gegenüber. Die Investitionen sind hauptsächlich für die Erweiterung der Produktionsanlage und Modernisierung der Arbeitsplätze angefallen. Die Phadia GmbH hält unverändert zum Vorjahr einen 5,025 %-Anteil bzw. TEUR 15.855 an der B.R.A.H.M.S. GmbH mit Sitz in Hennigsdorf. Die Gesellschaft gehört zu 100 % zum Thermo Fisher-Konzern und verfügt über ein Eigenkapital in Höhe von TEUR 617.111 (Vorjahr TEUR 617.111). Das Jahresergebnis der Gesellschaft vor Ergebnisabführung beträgt TEUR 152.876 (Vorjahr TEUR 140.409). Der Anstieg der Bilanzsumme resultiert aus dem Umlaufvermögen und hier insbesondere aus Forderungen gegen verbundene Unternehmen von TEUR 70.752 auf TEUR 82.738 im laufenden Geschäftsjahr, davon entfallen TEUR 13.723 auf den Anstieg des Cashpool-Guthabens. 3.3 Finanzlage Finanzierung Die Versorgung mit Liquidität wird durch den Thermo Fisher-Konzern sichergestellt. Die Gesellschaft ist in das konzernweite Cashpool-System einbezogen. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten das Cashpool-Guthaben mit TEUR 79.265 (Vorjahr TEUR 65.452). Es existieren keine konzernfremden Finanzierungen durch Kreditinstitute. Investitionen und daraus resultierender Finanzbedarf Die Gesellschaft hat im Bereich der immateriellen Vermögensgegenstände und des Sachanlagevermögens im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023 TEUR 3.867 (Vorjahr TEUR 1.250) investiert. Wesentliche finanzielle Verpflichtungen aus begonnenen oder geplanten Investitionen und damit verbundene Finanzierungsvorhaben bestehen nicht. Gesamtaussage zur Finanzlage: Die Gesellschaft kann über ihre Einbeziehung in das konzernweite Cashpool-System auf interne Finanzierungsquellen zurückgreifen bzw. trägt über ihr Cashpool-Guthaben zur Konzernfinanzierung bei. Nach Ansicht der Geschäftsleitung ist die Gesellschaft in der Lage, jederzeit fristgerecht ihren Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. Kapitalstruktur Das Eigenkapital dominiert die Passivseite der Bilanz. Die Eigenkapitalquote beträgt zum Bilanzstichtag 80,8 % (Vorjahr 83,1 %) und ist als überdurchschnittlich hoch zu bezeichnen. Die sonstigen Rückstellungen sind von TEUR 4.767 im Vorjahr auf TEUR 4.513 im laufenden Geschäftsjahr gesunken. Dies resultiert überwiegend aus niedrigeren Verpflichtungen im Zusammenhang mit Aktienoptionsvereinbarungen. Gegenläufig wirkt die Rückstellung für Restrukturierung in Höhe von TEUR 841 (Vorjahr TEUR 0), die im Zusammenhang mit Umstrukturierungsmaßnahmen in der Vertriebsorganisation und der Rechtsabteilung gebildet wurde. Die Verbindlichkeiten insgesamt belaufen sich auf TEUR 9.381 im laufenden Geschäftsjahr (Vorjahr TEUR 6.699) und betreffen nur 7,8 % (Vorjahr 6,4 %) der Bilanzsumme. Gesamtaussage zur Lage: Insgesamt sieht die Geschäftsleitung die Geschäftsentwicklung und Lage der Phadia GmbH positiv für das abgelaufene Geschäftsjahr, wenngleich die Erwartungen eines mittleren bis hohen prozentuellen Anstiegs der Umsatzerlöse nicht ganz erreicht worden ist. Die Einbeziehung in den weltweiten Thermo Fisher Scientific-Konzern, der insbesondere die Liquidität der Gesellschaft durch das konzernweite Cashpool-System sichert, spielt dabei eine erhebliche Rolle. C. Chancen- und Risikobericht1. Chancenbericht Wesentliche Chancen, deren Chancenpotential für die Gesellschaft als "mittel bis hoch" eingeschätzt wird, sind gegeben durch
Durch die bestehenden Geschäftsbeziehungen, die Einbindung in den weltweiten Thermo Fisher-Konzern und das vorhandene technische Know-How sind auch zukünftig erhebliche Potentiale erkennbar. Wesentliche Chancen (sowie Risiken) aus der Einbeziehung in den Konzernverbund Grundsätzlich besteht für eine Gesellschaft, die finanziell und operativ eng in einen internationalen Konzern eingebunden ist, ein gewisses Risiko in Bezug auf ihre Eigenständigkeit und ihre wirtschaftlichen Entfaltungsmöglichkeiten, da die Konzernstrategie mit dem Interesse einer einzelnen Gesellschaft nicht immer einher gehen wird. Es besteht das Risiko, dass Maßnahmen, die aus Konzernsicht sinnvoll erscheinen, sich nachteilig auf die Einzelgesellschaft auswirken könnten. Die Konzerngesellschaften sind somit in gewisser Weise von Entscheidungen, die auf übergeordneten Ebenen getroffen werden, abhängig. Andererseits bietet insbesondere die finanzielle Eingliederung in eine finanzstarke, übergeordnete Organisation wesentliche Chancen. Als Produktionsgesellschaft ist die Phadia GmbH zu einem gewissen Grad abhängig von der Beschaffungs- und Vertriebsstrategie des Konzerns. Dies kann sowohl ein Risiko als auch eine Chance darstellen. Die Einbindung in den Konzern eröffnet internationale Beschaffungs- und Absatzwege, Zugang zu Forschungs- und Entwicklungsergebnissen bzw. konzernweite Unterstützung bei eigenen Entwicklungen neuer Produkte und Verfahren. Darüber hinaus erfolgt eine finanzielle Absicherung unter dem internationalen Cashpooling System. Die Phadia GmbH sieht ein gewisses theoretisches Risiko, leitet von ihrer Einbindung in den Thermo Fisher-Konzern jedoch überwiegend Chancen ab. 2. Risikomanagementsystem Die Gesamtpalette von operativen Risiken in den Geschäftsbereichen Ein- und Verkauf, Personal, Produktion, Qualitätsmanagement sowie im Finanzwesen sind Bestandteil des Konzerncontrollings. Eine standardisierte, monatliche Finanzberichterstattung aller Konzerngesellschaften, unter Berücksichtigung von Analysen zu Budgetabweichungen, liefert einen zeitnahen Informationsfluss und eröffnet die Möglichkeit, korrigierende Maßnahmen einzuleiten. 2.1 Risikobericht Im Folgenden werden Risiken im Hinblick auf ihre Bedeutung für die Gesellschaft gewichtet. Der Betrachtungszeitraum entspricht dem Prognosezeitraum. Globale Risikolage und Einfluss aktueller Krisenherde (Russland/Ukraine und Nahost) (Risikoeinschätzung: mittel) Die Gesellschaft hat absatzseitig keine Berührungspunkte mit den Krisenregionen in Osteuropa und im Nahen Osten. Beschaffungsseitig zeichnete sich zu Beginn des Geschäftsjahres 2023 im Hinblick auf die Verfügbarkeit von Rohstoffen bzw. in Bezug auf die Entwicklung der Energiepreise eine gewisse Entspannung ab. Insofern ist gegenwärtig von einer leichten Verbesserung der Gesamtsituation auszugehen. Es könnten sich jedoch - sollte die geopolitische Lage in Osteuropa oder in Nahost und hier insbesondere die Beeinträchtigung der Transportwege - weiterhin angespannt bleiben oder sich weiter verschlechtern - erneut nachhaltige Beeinträchtigungen im Bereich der Lieferketten verbunden mit Preisanstiegen bei Energie und industriellen Vorprodukten ergeben. Die Phadia GmbH ist bestrebt, etwaige Preiserhöhungen bestmöglich abzufedern, es kann jedoch nicht ausgeschlossen werden, dass sich diese Preiserhöhungen nachteilig auf die wirtschaftliche Entwicklung der Phadia GmbH auswirken. Währungsrisiko (Risikoeinschätzung: mittel) Für die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sowie für die Verbindlichkeiten besteht ein Preisrisiko im Wesentlichen aus Wechselkursschwankungen, da diese Bilanzpositionen teilweise aus Transaktionen in Fremdwährung resultieren. Währungsrisiken sind durch Käufe im / Verkäufe in das Ausland gegeben, insbesondere die erheblichen US-Dollar-Schwankungen können Einfluss auf das Ergebnis nehmen. Es erfolgen derzeit keine Absicherungen dieser Geschäfte, was zu einer mittleren Risikoeinschätzung führt. Cyber und IT Risiken (Risikoeinschätzung: mittel) Eine erhebliche Störung oder Verletzung der Sicherheit unserer Informationstechnologiesysteme oder ein Verstoß gegen Datenschutzgesetze könnte sich nachteilig auf unser Geschäft auswirken. Als Teil unserer ständigen Bemühungen, unsere derzeitigen Informationssysteme zu aktualisieren, implementieren wir regelmäßig neue Enterprise-Resource-Planning-Software und andere Softwareanwendungen, um bestimmte unserer Geschäftsvorgänge zu verwalten. Während wir Funktionen implementieren und hinzufügen, können Probleme auftreten, die wir nicht vorhergesehen haben. Solche Probleme könnten unsere Fähigkeit beeinträchtigen, Angebote zu erstellen, Kundenbestellungen entgegenzunehmen und unser Geschäft anderweitig zeitnah zu führen. Wenn wir Systeme aktualisieren oder ändern, kann es zu Dienstunterbrechungen, Datenverlust oder eingeschränkter Funktionalität kommen. Wenn unsere neuen Systeme außerdem keine genauen Preis- und Kostendaten liefern, könnten unsere Betriebsergebnisse und Cashflows nachteilig beeinflusst werden. Wir verlassen uns auf unsere Informationstechnologiesysteme, um elektronische Informationen (einschließlich sensibler Daten wie vertraulicher Geschäftsinformationen und personenbezogener Daten von Mitarbeitern, Kunden und anderen Geschäftspartnern) zu verarbeiten, zu übertragen und zu speichern und eine Vielzahl kritischer Geschäftsprozesse zu verwalten oder zu unterstützen und Aktivitäten (z. B. Interaktion mit Lieferanten, Verkauf unserer Produkte und Dienstleistungen, Erfüllung von Bestellungen und Rechnungsstellung, Einziehung und Durchführung von Zahlungen, Versand von Produkten, Bereitstellung von Dienstleistungen und Support für Kunden, Verfolgung von Kundenaktivitäten, Erfüllung vertraglicher Verpflichtungen und sonstige Geschäftstätigkeit). Unsere Systeme können anfällig für Schäden oder Unterbrechungen durch Naturkatastrophen, Stromausfälle, Telekommunikationsausfälle, Terroranschläge, Computerhackerangriffe, Computerviren, Ransomware, Phishing, Computer-Denial-of-Service-Angriffe, unbefugten Zugriff auf Kunden- oder Mitarbeiterdaten oder Geschäftsgeheimnisse und andere Versuche sein, unseren Systemen zu schaden. Trotz aller Vorsichtsmaßnahmen, die wir treffen, können solche Probleme unter anderem zu Störungen unserer Dienstleistungen führen, die unserem Ruf und unseren finanziellen Ergebnissen schaden könnten. Unsere wichtigsten Geschäftspartner sind ähnlichen Risiken ausgesetzt, und jede Verletzung ihrer Systeme könnte sich negativ auf unsere Sicherheitslage auswirken. Beschaffungsmarktrisiko (Risikoeinschätzung: niedrig) Engpässe in der Rohstoffversorgung, steigende Preise und Transportkosten oder unterbrochene Lieferketten stellen ein Risiko für die Produktion und den Handel der Produkte des Unternehmens dar. Durch die Integration in die weltweite Thermo Fisher-Gruppe kann das Unternehmen dieser Entwicklung jedoch teilweise entgegenwirken. Absatz- und Ausfallrisiko (Risikoeinschätzung: niedrig) Das Absatzrisiko wird vor dem Hintergrund des am Bilanzstichtag vorhandenen Auftragsbestands sowie der monatlich vorhandenen Budgetkontrollen zur Umsatzentwicklung nach bisherigen Erkenntnissen als gering eingeschätzt. Zur Erhaltung der Wettbewerbsfähigkeit wird das Produktsortiment kontinuierlich überprüft und weiterentwickelt. Das Ausfallrisiko aus Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen besteht in der Gefahr des Ausfalls von Vertragspartnern. Da aufgrund der Vertriebsstruktur die Forderungen nahezu ausschließlich mit verbundenen Unternehmen bestehen, wird hier ein geringes Risiko gesehen. Liquiditätsrisiko (Risikoeinschätzung: niedrig) In Folge der soliden Finanzlage und der Einbeziehung in das Cashpool des Konzerns wird das Liquiditätsrisiko als gering eingestuft. Das Liquiditätsrisiko für den konzernweiten Cashpool ist auf Ebene des Gesamtkonzerns der Thermo Fisher Scientific Inc. in den USA zu beurteilen. Nach gegenwärtiger Einschätzung lassen sich hieraus keine wesentlichen Liquiditätsrisiken ableiten. Rechtliche Risiken (Risikoeinschätzung: niedrig) Es bestehen derzeit keine nennenswerten Rechtsstreitigkeiten, die einer Risikovorsorge bedürfen. Mögliche weitere niedrige Risiken (die zum Teil bei den Vertriebsgesellschaften anfallen können):
2.2 Gesamtrisikoeinschätzung Die Geschäftsleitung sieht ein global erhöhtes Risiko im Einklang mit der aktuellen weltpolitischen Entwicklung hauptsächlich in Folge bestehender Unsicherheiten über den weiteren Verlauf geopolitischer Konflikte und deren Auswirkungen. Ein Risiko für das künftige Fortbestehen des Unternehmens wird auf Basis der Auftragslage, der Branchensituation, der Geschäftsstruktur und der finanziellen Eingliederung in den Thermo Fisher Cashpool nicht gesehen. D. Prognosebericht1. Allgemeine Wirtschaftsprognosen Derzeitigen Wirtschaftsprognosen zur Folge wurde im Geschäftsjahr 2024 auf der Grundlage der Quartalszahlen Q4/2024 ein Anstieg des Weltwirtschaftswachstums von + 3,2 % für das Geschäftsjahr 2024 erreicht. Für das Folgejahr wird mit einem Anstieg in ähnlicher Höhe (+3,1 %) gerechnet. Im Euroraum wurde für 2024 ein Wirtschaftswachstum von +0,8 % erreicht. Für das Jahr 2025 wird eine leichte Verbesserung prognostiziert (+0,9 % Wachstum). Die USA weisen in 2024 ein robustes Wachstum von 2,8 % aus, gefolgt von einer ebenfalls positiven Prognose von 2,4 % für das Jahr 2025. China erreichte im Kalenderjahr 2024 ein Wachstum von 4,9 %. Für 2025 wird ein leicht geringerer Anstieg von 4,4 % prognostiziert. In Deutschland wurde in 2024 das zweite Jahr in Folge ein negatives Wachstum von -0,2 % erzielt, gefolgt von einem angenommenen Nullwachstum im Folgejahr. Quelle: ifw Kiel: Kieler Konjunkturbericht Q4/2024 (Welt und Deutschland), Stand Dezember 2024 Die Prognosen hängen unter anderem von der weiteren Entwicklung geopolitischer Auseinandersetzungen und den damit verbundenen, internationalen Auswirkungen, sowie der Inflations- und Zinsentwicklung ab und sind dementsprechend mit Unsicherheiten behaftet. 2. Prognose in Bezug auf die Entwicklung der Gesellschaft Aufgrund der insgesamt unsicheren Rahmenbedingungen, aber vor dem Hintergrund eines soliden Auftragsbestands und unter Berücksichtigung vorläufiger Zahlen des aktuellen Geschäftsjahres zeichnet sich für das Unternehmen für den Berichtszeitraum 2024 eine durchweg positive Geschäftsentwicklung ab. Anhand vorläufiger Zahlen ist für das Geschäftsjahr 2024 von einem Anstieg der Finanzkennzahlen "Umsatz" bzw. "EBIT" / "Operative Ergebnis" im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich auszugehen. Das ist im Wesentlichen auf die weitere Komplettierung des Produktportfolios und der daraus resultierenden Kunden- und Auftragsgewinnung zurückzuführen. Die Liquidität gilt wie oben beschrieben als gesichert. Für das Geschäftsjahr 2025 wird eine ähnliche Entwicklung für die Umsatzerlöse und das EBIT (Anstieg im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich bezogen auf das Jahr 2024) prognostiziert. Darüber hinaus liegt der CAS-Wert für das Jahr 2024 auf einem Niveau von 89,3. Für das Jahr 2025 wird ein weiterhin hohes Niveau von größer gleich 86 erwartet. Allerdings sind - vor dem Hintergrund der gesamtwirtschaftlichen Situation - Prognosen mit gewissen Unsicherheiten behaftet.
Freiburg im Breisgau, 25. Juni 2025 Phadia GmbH Die Geschäftsführung Petrus van der Zande Heiko von Bachmann Dr. Ralf Oliver Schlegel Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023I. Allgemeine AngabenAngaben zum Unternehmen:
Die Phadia GmbH ist eine große Kapitalgesellschaft i.S.v. § 267 Abs. 3 HGB. Der Jahresabschluss wurde nach den für alle Kaufleute geltenden handelsrechtlichen Vorschriften der §§ 242 ff. HGB sowie den ergänzenden Vorschriften für Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff. HGB) unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. Die Aufwendungen und Erträge werden auf das Geschäftsjahr abgegrenzt. Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. Der Jahresabschluss wurde unter der Annahme der Unternehmensfortführung aufgestellt. Aus Gründen der Übersichtlichkeit ist der Anhang in TEUR aufgestellt. Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang anzubringen sind, im Anhang aufgeführt. II. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenDie Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze sind gegenüber dem Vorjahr unverändert. Hinsichtlich des Ausweises haben sich folgende Änderungen ergeben: Aufwendungen für Verbrauchsmaterial, Verschrottungskosten und Preisabweichungen wurden im Vorjahr in Höhe von TEUR 2.061 unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen. Der entsprechende Betrag des laufenden Geschäftsjahres beträgt TEUR 2.945. Der Ausweis im laufenden Geschäftsjahr erfolgt unter den Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und bezogene Waren. Hinsichtlich dieser beiden Posten der Gewinn- und Verlustrechnung ist somit die Vergleichbarkeit mit dem Vorjahr eingeschränkt. Anlagevermögen Entgeltlich von Dritten erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten (§ 255 Abs. 1 HGB) angesetzt und werden über die voraussichtliche Nutzungsdauer von 3 bis 10 Jahren linear abgeschrieben. Im Zugangsjahr erfolgt die Abschreibung zeitanteilig. Geleistete Anzahlungen auf immaterielle Vermögensgegenstände werden zum Nennwert bilanziert. Soweit die beizulegenden Werte einzelner immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. Im Berichtszeitraum sind keine außerplanmäßigen Abschreibungen angefallen. Das Sachanlagevermögen wird mit Anschaffungskosten (§ 255 Abs. 1 HGB), soweit abnutzbar, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen bewertet. Die Herstellungskosten (§ 255 Abs. 2 HGB) für selbst erstellte Anlagen enthalten alle direkt dem Herstellungsprozess zurechenbaren Kosten. Fremdkapitalkosten werden in die Herstellkosten nicht einbezogen. Gebäude werden über 10 bis 35 Jahre, technische Anlagen und Maschinen werden über 3 bis 10 Jahre, andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung überwiegend über 3 bis 10 Jahre linear abgeschrieben. Im Jahr des Bezugs erfolgt die Abschreibung zeitanteilig. Soweit die beizulegenden Werte einzelner Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. Im laufenden Geschäftsjahr sind keine außerplanmäßigen Abschreibungen angefallen. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis EUR 250 werden im Jahr ihres Zugangs sofort abgeschrieben. Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten von mehr als EUR 250 bis EUR 1.000 werden als Sammelposten erfasst und entsprechend der gesetzlichen Vorschriften des § 6 Abs. 2a EStG über 5 Jahre linear abgeschrieben. Geleistete Anzahlungen auf Sachanlagen sind mit dem Nennwert bewertet. Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Zeitwert bei voraussichtlich dauerhafter Wertminderung angesetzt. Abschreibungen aufgrund dauerhafter Wertminderung waren nicht erforderlich. Vorräte Die Bewertung der in den Vorräten enthaltenen Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie der Handelswaren erfolgt entsprechend dem Niederstwertprinzip entweder zu Anschaffungskosten (§ 255 Abs. 1 HGB) oder zu niedrigeren beizulegenden Zeitwerten zum Bilanzstichtag. Vorhersehbaren Risiken wird durch angemessene Bewertungsabschläge Rechnung getragen. Es wird die FIFO-Methode angewandt. Die Bewertung der fertigen und unfertigen Erzeugnisse erfolgt zu Herstellungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert gemäß § 253 Abs. 4 Satz 2 HGB. In die Herstellungskosten (§ 255 Abs. 2 HGB) werden die Materialeinzel- und gemeinkosten, die Fertigungseinzel- und gemeinkosten, die Sondereinzelkosten der Fertigung sowie der Werteverzehr des Anlagevermögens eingerechnet. Zinsen für Fremdkapital werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Abwertungen für Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer und / oder geminderter Verwertbarkeit ergeben, werden in angemessenem und ausreichendem Umfang vorgenommen. Forderungen und übrige Aktiva Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennwert oder mit dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Die Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt. Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen, sind unter den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten ausgewiesen. Latente Steuern werden auf die Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz angesetzt, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Aktive und passive latente Steuern werden saldiert ausgewiesen. Im Fall eines Aktivüberhangs der latenten Steuern zum Bilanzstichtag wird von dem Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB kein Gebrauch gemacht. Der Berechnung der latenten Steuern liegt ein effektiver Steuersatz von 30,88% zugrunde (15,83% für die Körperschaftsteuer einschließlich Solidaritätszuschlag und 15,05% für die Gewerbesteuer), der sich voraussichtlich im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen ergeben wird. Eigenkapital Das gezeichnete Kapital ist zum Nennwert bilanziert. Rückstellungen Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen im Rahmen von unmittelbaren Versorgungszusagen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnung nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Heubeck bewertet. Zum 31. Dezember 2023 werden die Pensionsverpflichtungen mit dem 10-jährigen Durchschnittszinssatz von 1,83 % (Vorjahr 1,78 %) abgezinst. Der anzuwendende Diskontierungszinssatz wird von der Deutschen Bundesbank nach Maßgabe der Rückstellungsabzinsungsverordnung (RückAbzinsV) ermittelt und monatlich bekannt gegeben. Am 31. Dezember 2023 betrug der eigentlich anzuwendende Zinssatz 1,82 %; eine Anpassung war aufgrund der nur geringfügigen Zinsdifferenz nicht notwendig. Gemäß der Vereinfachungsregel des § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB eine pauschale Restlaufzeit von 15 Jahren unterstellt. Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden jährliche Lohn- und Gehaltssteigerungen von 3,0 % (Vorjahr 3,0 %) zuzüglich 0,1 % Zuschlag für die Berücksichtigung von Karriereeffekten sowie einen Abschlag für Fluktuation in Höhe von 0,1 % p.a. unterstellt. Der Trend für die Beitragsbemessungsgrenze wurde mit 3,0 % und Rentensteigerungen mit jährlich 2,1 % (Vorjahr 2,1 %) berücksichtigt. Für laufende Renten wurde ein Inflationsausgleich von 12,0 % berücksichtigt. In Höhe des Differenzbetrages der Diskontierung der Verpflichtung mit dem 7-jährigen Durchschnittszinssatz besteht grundsätzlich eine Ausschüttungssperre. Erfolgswirkungen aus einer Änderung des Diskontierungszinssatzes werden im Finanzergebnis erfasst. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen decken alle erkennbaren Risiken und Verpflichtungen ab. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Die Rückstellung für Jubiläumszuwendungen wurde mit dem notwendigen Erfüllungsbetrag zum Bilanzstichtag angesetzt. Der Bewertung lagen die Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Heubeck zum Zinssatz von 1,76 % (Vorjahr 1,44 %) und die Annahme von Gehaltssteigerungen von 3,0 % (Vorjahr 3,0 %) zugrunde. Die sonstigen Rückstellungen enthalten Beträge für den voraussichtlichen Verpflichtungsumfang der Gesellschaft aus Aktienoptionen und anderen aktienbasierten Vergütungen (Restricted Stock Units, "RSU"), die bestimmten Mitarbeitern der Phadia GmbH von der Thermo Fisher Scientific Inc., Waltham, USA, gewährt wurden. Die Gesellschaft hat sich vertraglich verpflichtet, der Thermo Fisher Scientific Inc., sämtliche Aufwendungen, die im Zusammenhang mit der Ausübung dieser Aktienoptionen oder "RSUs" entstehen, zu ersetzen. Der Verpflichtungsumfang bei Aktienoptionen besteht aus der Differenz zwischen dem künftigen Ausübungspreis und einer vom Mitarbeiter zu leistenden Zuzahlung. Im Fall gewährter RSUs entfällt die zu leistende Zuzahlung und es besteht somit ein Verpflichtungsumfang in Höhe des voraussichtlichen Börsenkurses zum Ausübungszeitpunkt pro gewährter Einheit zzgl. der über den Erdienungszeitraum aufgelaufenen Dividenden (Dividendenäquivalent). Die Rückstellung für ausgeübte Aktienoptionen oder RSUs wird mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt und beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 953 (Vorjahr TEUR 356). Die Rückstellung für den noch nicht ausgeübten Verpflichtungsumfang in Höhe von TEUR 243 (Vorjahr TEUR 1.307) wird folgendermaßen ermittelt: Der Erfüllungsbetrag für RSUs wird ratierlich über den Erdienungszeitraum (von in der Regel bis zu 3,5 Jahren) angesammelt. Der Verpflichtungsumfang für gewährte Aktienoptionen richtet sich nach folgenden Kriterien: Aktienoptionen, die bereits ausübbar sind, werden mit ihrem inneren Wert (Börsenkurs am Bilanzstichtag abzüglich der vom Mitarbeiter zu leistenden Zuzahlung) bewertet. Für noch nicht ausübbare Aktienoptionen wird das Verfahren nach Black-Scholes mit folgenden Annahmen zugrunde gelegt:
Verbindlichkeiten Der Ausweis der Verbindlichkeiten erfolgt grundsätzlich mit dem Erfüllungsbetrag. Fremdwährungsumrechnung Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst. Dabei wird ein konzernweit festgelegter und in regelmäßigen Abständen aktualisierter Konzernkurs verwendet. Die Bilanzposten werden zum Stichtag wie folgt bewertet: Kurzfristige Fremdwährungsforderungen sowie liquide Mittel oder andere kurzfristige Vermögensgegenstände in Fremdwährungen werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Langfristige Fremdwährungsforderungen werden unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips entweder zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag oder mit dem niedrigeren historischen Kurs zum Transaktionszeitpunkt umgerechnet. Kurzfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Langfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten werden unter Berücksichtigung des Vorsichtsprinzips entweder zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag oder mit dem höheren Kurs zum Transaktionszeitpunkt umgerechnet. III. Erläuterungen zur Bilanz1. Aktiva Die Veränderungen der einzelnen Posten des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023 sind in der Entwicklung des Anlagevermögens (Anlage zum Anhang) dargestellt. Die Finanzanlagen betreffen unverändert zum Vorjahr einen 5,025 %-Anteil in Höhe von TEUR 15.855 an der B.R.A.H.M.S. GmbH mit Sitz in Hennigsdorf. Die Gesellschaft gehört zu 100 % zum Thermo Fisher Konzern und verfügt über ein Eigenkapital in Höhe von EUR 617,1 Mio (Vorjahr EUR 617,1 Mio). Das Jahresergebnis der Gesellschaft vor Ergebnisabführung beträgt EUR 152,9 Mio (Vorjahr EUR 140,4 Mio). Vorräte
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und die Forderungen gegen verbundene Unternehmen haben zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 82.738 (Vorjahr TEUR 70.752) resultieren aus Forderungen aus dem Intercompany Cashpool in Höhe von TEUR 79.265 (Vorjahr TEUR 65.542) und dem Liefer- und Leistungsverkehr in Höhe von TEUR 3.473 (Vorjahr TEUR 5.300). Die sonstigen Vermögensgegenstände weisen einen Betrag von TEUR 390 (Vorjahr TEUR 1.757) aus. Die Posten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bestehen aus Rückdeckungsansprüchen zur Altersversorgung von TEUR 40 (Vorjahr TEUR 80). Im Vorjahr war eine Steuerforderung aus Körperschaftsteuer und Gewerbesteuer für das Geschäftsjahr 2021 in Höhe von TEUR 1.515 enthalten, die im laufenden Geschäftsjahr ausgeglichen wurde. Aufgrund einer Cashpooling-Vereinbarung innerhalb des Konzerns weist die Gesellschaft wie im Vorjahr zum Bilanzstichtag keinen Saldo aus Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten aus. Der Verrechnungsbestand aus dem Cashpooling zum 31. Dezember 2023 wird wie im Vorjahr innerhalb der Forderungen gegen verbundene Unternehmen ausgewiesen. Hinsichtlich der latenten Steuern bestehen im Wesentlichen Unterschiede in der Bewertung von Pensionsrückstellungen und sonstigen Rückstellungen sowie bei nicht realisierten Währungskurseffekten auf kurzfristige Fremdwährungsforderungen oder -verbindlichkeiten und bei Abschreibungen auf Sachanlagen, die zu einem Aktivüberhang an latenten Steuern zum Bilanzstichtag führen. 2. Passiva Eigenkapital Das Stammkapital beträgt wie im Vorjahr TEUR 8.025. Die Kapitalrücklage in Höhe von TEUR 15.436 hat sich zum Vorjahr nicht verändert. Es handelt sich um eine sonstige Zuzahlung im Sinne von § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB. Der Bilanzgewinn setzt sich aus dem Gewinnvortrag von TEUR 64.172 und einem Jahresergebnis von TEUR 8.969 zusammen. Rückstellungen Der Berechnung der Pensions- und Jubiläumsrückstellungen sowie der Rückstellung für Verpflichtungen aus nicht ausgeübten Aktienoptionen liegen versicherungsmathematische Gutachten zugrunde. Der Erfüllungsbetrag der Pensionsverpflichtungen beträgt TEUR 6.087 (Vorjahr TEUR 6.060). Die rückstellungspflichtigen Altersversorgungsverpflichtungen aus Pensionszusagen entsprechen dem Erfüllungsbetrag, da kein zu verrechnendes Deckungsvermögen vorhanden ist. Bei den Pensionsrückstellungen ergibt sich aus der Anwendung des 10-jährigen Durchschnittszinssatzes im Vergleich zur Anwendung des 7-jährigen Durchschnittszinssatzes zum Bilanzstichtag ein Unterschiedsbetrag von TEUR 54 (Vorjahr TEUR 294). Dieser Differenzbetrag ist gemäß § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB n.F. grundsätzlich ausschüttungsgesperrt. Weiterhin bestehen unmittelbare Pensionszusagen, deren Höhe sich gemäß Mitteilungen der Versicherungen ausschließlich nach dem zugrundeliegenden Deckungsvermögen bestimmen. Diese Zusagen werden als wertpapiergebundene Versorgungszusagen angesehen. Das Deckungsvermögen in Höhe von TEUR 229 (Vorjahr TEUR 225) wird gemäß § 253 Abs. 1 Satz 4 HGB mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet und entspricht den fortgeführten Anschaffungskosten. Da die Zusagen die Voraussetzungen von § 253 Abs. 1 Satz 3 HGB erfüllen, wird die Pensionsrückstellung in Höhe des beizulegenden Zeitwertes angesetzt. Das Deckungsvermögen erfüllt die Voraussetzungen des § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB und wird mit der Pensionsrückstellung saldiert. In diesem Zusammenhang anfallende Zinsaufwendungen sowie Erträge aus Deckungsvermögen betragen TEUR 9 (Vorjahr TEUR 9) und sind saldiert im Finanzergebnis ausgewiesen. Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:
Verbindlichkeiten Sämtliche Verbindlichkeiten sind unbesichert und haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen mit TEUR 6.171 (Vorjahr TEUR 4.237) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten hauptsächlich Verbindlichkeiten aus Steuern von TEUR 300 (Vorjahr TEUR 209) und Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit von TEUR 5 (Vorjahr TEUR 17). IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung1. Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse beinhalten Verkäufe von Produkten und Dienstleistungen, vermindert um die Erlösschmälerungen. Gliederung nach Tätigkeitsbereichen:
Gliederung nach geografischen Märkten:
2. Sonstige betriebliche Erträge Unter den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Währungsumrechnung von TEUR 321 (Vorjahr TEUR 249) ausgewiesen. Es sind außerdem periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen von TEUR 93 (Vorjahr TEUR 364) enthalten. 3. Personalaufwand Die Gesellschaft weist TEUR 739 (Vorjahr TEUR 1.217) für Altersversorgung und Unterstützung aus. Im Zusammenhang mit der Restrukturierung im Vertriebs- und Verwaltungsbereich sind Aufwendungen in Höhe von TEUR 1.337 (Vorjahr TEUR 0) für die Freistellung von Mitarbeitern enthalten. Hierbei handelt es sich um einen Effekt von außergewöhnlicher Größenordnung oder Bedeutung. 4. Sonstige betriebliche Aufwendungen Unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Währungsumrechnung von TEUR 23 (Vorjahr TEUR 319) ausgewiesen. Darüber hinaus enthält dieser Posten im Wesentlichen Aufwendungen für Fremdleistungen mit TEUR 2.473 (Vorjahr TEUR 1.016), Instandhaltung und Reparaturen mit TEUR 1.270 (Vorjahr TEUR 1.171), Marketingkosten mit TEUR 1.121 (Vorjahr TEUR 1.440), sonstige Personalkosten mit TEUR 747 (Vorjahr TEUR 752), Weiterbelastungen von verbundenen Unternehmen mit TEUR 733 (Vorjahr TEUR 631), Lizenzgebühren mit TEUR 710 (Vorjahr TEUR 637), KFZ-Kosten mit TEUR 589 (Vorjahr TEUR 601), Frachtkosten mit TEUR 484 (Vorjahr TEUR 426) sowie Reisekosten mit TEUR 309 (Vorjahr TEUR 316). 5. Zinserträge und -aufwendungen Die Zinserträge in Höhe von TEUR 1.907 (Vorjahr TEUR 70) bestehen mit TEUR 1.865 (Vorjahr TEUR 70) von verbundenen Unternehmen. Darüber hinaus sind TEUR 42 aus Diskontzinssatzänderungen im Zusammenhang mit der Aufzinsung von Rückstellungen enthalten. Der Zinsaufwand in Höhe von TEUR 130 (Vorjahr TEUR 183) setzt sich im Wesentlichen aus Beträgen aus der Aufzinsung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 113 (Vorjahr TEUR 180) und Zinsaufwendungen an verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 17 (Vorjahr TEUR 3) zusammen. Die Erträge aus dem Deckungsvermögen in Höhe von TEUR 9 (Vorjahr TEUR 9) wurden gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit Aufwendungen aus der Aufzinsung von Pensionsverpflichtungen in gleicher Höhe saldiert. 6. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag in Höhe von TEUR 4.007 (Vorjahr TEUR 3.036) betreffen mit TEUR 4.075 Aufwendungen für das laufende Geschäftsjahr und mit TEUR 68 Erträge für Vorjahre. V. Sonstige AngabenSonstige finanzielle Verpflichtungen Der ursprüngliche, am 30. November 2016 ausgelaufene Mietvertrag für das Biotechnikum II, das für die Produktion und Entwicklung der Produktlinie Autoimmunität genutzt wird, wurde vorzeitig gekündigt. Das Gebäude wurde am 31. August 2015 von der Unternehmensgruppe erworben und ist im Rahmen eines gewerblichen Mietvertrags mit einer Laufzeit von 10 Jahren bis zum 31. August 2025 an die Phadia GmbH vermietet. Daraus ergeben sich künftige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von insgesamt TEUR 1.087, von denen TEUR 612 innerhalb eines Jahres und TEUR 475 in mehr als einem Jahr fällig sind. Es bestehen keine Verpflichtungen mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren. Alternativ könnte die Produktion und Entwicklung auch in einem anderen Gebäude erfolgen, das für den Laborbetrieb ausgelegt ist. Neben den sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus dem Gebäudeleasing bestehen künftige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen sowie Abnahmeverpflichtungen aus langfristigen Dienstleistungsverträgen mit Dritten in Höhe von TEUR 474, von denen TEUR 244 innerhalb eines Jahres fällig sind und TEUR 230 innerhalb von mehr als einem Jahr fällig sind. Es bestehen keine Verpflichtungen mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren. Mögliche Risiken ergeben sich aus den Kündigungsrechten, da die Verträge in der Regel für längere Laufzeiten abgeschlossen und nur aus wichtigem Grund gekündigt werden können. Vorteile ergeben sich aus der Einsparung von administrativen Aufgaben, der verbesserten Liquidität und dem Wegfall des Realisierungsrisikos. Ausschüttungsgesperrte Beträge Bei den Pensionsrückstellungen ergibt sich aus der Anwendung des 10-jährigen Durchschnittszinssatzes im Vergleich zur Anwendung des 7-jährigen Durchschnittszinssatzes zum Stichtag 31. Dezember 2023 ein Unterschiedsbetrag von TEUR 54 (Vorjahr TEUR 294). Dieser Differenzbetrag ist gemäß § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB grundsätzlich ausschüttungsgesperrt. Abschlussprüferhonorare Das Gesamthonorar des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2023 beträgt TEUR 28 und bezieht sich ausschließlich auf Prüfungsleistungen. Anzahl der Mitarbeiter Die Anzahl der Mitarbeiter ohne Auszubildende und Geschäftsführer betrug im Jahresdurchschnitt 269 (Vorjahr 270).
Organe der Gesellschaft Geschäftsführung: Die Geschäftsführung wurde im Berichtszeitraum durch folgende Personen ausgeübt:
Die Geschäftsführer Herr van der Zande und Herr Dr. Schlegel sind einzelvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Hinsichtlich der Angaben zu Bezügen der aktiven Geschäftsführer (bzw. zu Bezügen und Pensionsrückstellungen der ehemaligen Geschäftsführer) wird von der Schutzklausel gemäß § 286 Absatz 4 HGB Gebrauch gemacht. VI. OffenlegungDer Jahresabschluss der Phadia GmbH für das Geschäftsjahr 2023 wird im Unternehmensregister veröffentlicht. VII. NachtragsberichtEreignisse nach dem Bilanzstichtag, die sich auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft auswirken, lagen nicht vor. VIII. ErgebnisverwendungsvorschlagDer Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 8.969 und der Gewinnvortrag in Höhe von TEUR 64.172 werden auf neue Rechnung vorgetragen. IX. Konzernbeziehungen und KonzernabschlussDie Gesellschaftsanteile der Phadia GmbH werden von der Thermo Fisher Scientific C.V., mit Sitz in Amsterdam/Niederlande gehalten. Diese ist wiederum ein mittelbares Tochterunternehmen der Thermo Fisher Scientific Inc, Waltham/MA, USA, die den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Konsolidierungskreis aufstellt. Der Jahresabschluss der Phadia GmbH, Freiburg im Breisgau, wird in den Konzernabschluss der Thermo Fisher Scientific Inc., Waltham/MA, USA, einbezogen. Die Thermo Fisher Scientific Inc. und die in ihren Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen werden als verbundene Unternehmen im Abschluss der Gesellschaft dargestellt. Der Konzernabschluss der Thermo Fisher Scientific Inc. wird nach den US-amerikanischen Generally Accepted Accounting Principles (US-GAAP) aufgestellt und ist auf Anforderung am Sitz der Thermo Fisher Scientific Inc. in Waltham, Massachusetts / USA, sowie im EDGAR (Electronic Data Gathering, Analysis and Retrieval-) System der US-amerikanischen Börsenaufsicht unter der Registernummer 0000097745 erhältlich. Der Konzernabschluss wird im Unternehmensregister unter der Thermo Fisher Scientific Germany BV & Co. KG, Braunschweig, HRA 14421, Braunschweig, in englischer Sprache veröffentlicht.
Freiburg im Breisgau, den 25. Juni 2025 Phadia GmbH Die Geschäftsführung Petrus van der Zande Heiko von Bachmann Dr. Ralf Oliver Schlegel Entwicklung des Anlagevermögens für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Phadia GmbH, Freiburg im Breisgau Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Phadia GmbH, Freiburg im Breisgau, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Phadia GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Düsseldorf, den 25. Juni 2025 PricewaterhouseCoopers
GmbH
ppa. Peter Wasserfuhr, Wirtschaftsprüfer ppa. Marcel Klause, Wirtschaftsprüfer GewinnverwendungsbeschlussEs wird beschlossen, den Jahresüberschuss des Geschäftsjahres zusammen mit dem Gewinnvortrag zum 31. Dezember 2023 in Höhe von EUR 64.172.458,27, d.h. insgesamt EUR 73.141.338,14 auf neue Rechnung vorzutragen. Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 wurde am 26.06.2025 festgestellt. |
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