Perschmann Digital Solutions GmbH
Selbe AdresseHerstellung von Werkzeugmaschinen für die Metallbearbeitung
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Karsten Schubert seit 11.2.2025 | Prokura |
Peter Gründing seit 8.4.2024 | Prokura |
Gerhard Heese seit 30.8.2022 | Prokura |
Nina Bertram seit 24.10.2019 | Prokura |
Justus Philipp Perschmann seit 3.8.2005 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 23.18% | |
| 23.18% | |
C****** P******* | 2.58% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Hch. Perschmann GmbHBraunschweigJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktivseite
Passivseite
In der ordentlichen Gesellschafterversammlung am 5. Juli 2024 wurde der Jahresabschluss zum 31.12.2023 festgestellt. Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023I. Allgemeine Angaben Die Hch. Perschmann GmbH mit Sitz in Braunschweig ist eingetragen am Amtsgericht Braunschweig unter der Nummer HRB 1511. Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 wurde nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) unter besonderer Berücksichtigung der Vorschriften für Kapitalgesellschaften und der sie ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes und des Gesellschaftsvertrags aufgestellt. Die Gesellschaft erfüllt unverändert die Größenmerkmale einer großen Kapitalgesellschaft i. S. v. § 267 Abs. 3 i. V. m. Abs. 4 HGB. Im Interesse der Klarheit und Übersichtlichkeit werden die gesetzlich vorgeschriebenen Vermerke zu einzelnen Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung - so weit zulässig - im Anhang aufgeführt. Der Grundsatz der Bilanzierungs- und Bewertungsstetigkeit wurde beachtet. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist entsprechend der bisherigen Handhabung nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt worden. Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten werden zum Devisenkassamittelkurs umgerechnet. I. Erläuterungen zur Bilanz sowie zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Entgeltlich erworbene Immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen entsprechend den betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern angesetzt. Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten vermindert um Abschreibungen bewertet. Bei der Bemessung der planmäßigen Abschreibungen werden die betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern zu Grunde gelegt. Abnutzbare bewegliche Anlagengegenstände mit Anschaffungskosten von mehr als 250,00 EUR bis 1.000,00 EUR werden in Anlehnung an die steuerlichen Vorschriften in einem Pool zusammengefasst und mit 20 % p. a. abgeschrieben. Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023
Die Anteile an verbundenen Unternehmen sind zu Anschaffungskosten bewertet. Sie betreffen folgende Gesellschaften:
Die sonstigen Ausleihungen sind zum Nennwert bewertet und betreffen ein gewährtes Darlehen. Für Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Waren kamen durchschnittliche Anschaffungskosten oder der niedrigere Wert, der sich aus dem Marktpreis am Abschlussstichtag ergibt, in Ansatz ("Niederstwertprinzip"). Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer bzw. geminderter Verwertbarkeit ergeben, werden durch Abschläge berücksichtigt. Die Bilanzierung der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände erfolgt zum Nennwert. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ist eine Pauschalwertberichtigung für Ausfallrisiken, Zinsverluste aufgrund verspäteter Zahlungen, Skontokürzungen und Einziehungskosten in Ansatz gebracht. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (3.476 TEUR, i. V. 3.235 TEUR) sowie sonstige Vermögensgegenstände (1.328 TEUR, i. V. 1.764 TEUR). Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen in Höhe von 25 (i. V. 0) TEUR die Gesellschafterin. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben mit Ausnahme von sonstigen Vermögensgegenständen in Höhe von 102 (i. V. 101) TEUR jeweils eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Bei den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten handelt es sich um bereits geleistete Zahlungen, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen. Das voll eingezahlte gezeichnete Kapital (Stammkapital) beträgt 4,0 Mio. EUR und wird zum Nennbetrag bilanziert. Die Bewertung der Pensionsrückstellungen erfolgt für drei Zusageempfänger nach versicherungsmathematischen Grundsätzen mit dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Project Unit Credit-Method). Die Verpflichtungen wurden pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank im Monat Dezember 2023 veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB). Der Zinssatz beträgt 1,82 % p. a. Weiterhin wurde bei der Berechnung ein erwarteter Gehaltstrend von 0,0 % sowie eine erwartete Rentensteigerung von 2,1 % p. a. für die Pensionszahlung zugrunde gelegt. Biometrische Rechnungsgrundlage sind die "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck. Für diese rückgedeckten Pensionsverpflichtungen wurde in Anwendung des IDW RH FAB 1.021 das Passivprimat gewählt, so dass sich die Bewertung des Rückdeckungsanspruchs nach dem Erfüllungsbetrag der korrespondierenden Pensionsrückstellung richtet. Für zwei Zusageempfänger und einen Anwärter, für die sich die Altersversorgungsverpflichtung ausschließlich nach der Höhe des Zeitwerts von Wertpapieren bestimmt, wurde die Rückstellung zum Zeitwert (Aktivwert) der entsprechenden Rückdeckungsversicherung bewertet. Die Pensionsrückstellungen sind mit dem sogenannten Planvermögen in Form von an die Zusageempfänger abgetretenen Rückdeckungsversicherungen verrechnet worden. Die Anschaffungskosten der Rückdeckungsversicherungen betragen 2.477.651,10 EUR. Der Wert des verrechneten Planvermögens beträgt 2.704.380,00 EUR, der Erfüllungsbetrag der Rückstellungen beträgt 4.195.326,00 EUR. Es werden Erträge aus Rückdeckungsversicherungen in Höhe von 134 TEUR und Aufwendungen aus der Veränderung der Abzinsung von Pensionsrückstellungen in Höhe von 157 TEUR saldiert. Der Differenzbetrag von 23 (i.V. 0) TEUR wird unter den Zinsaufwendungen ausgewiesen. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellung nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz aus den vergangenen sieben Jahren beträgt zum 31. Dezember 2023 9.056 EUR und ist ausschüttungsgesperrt. Die Pensionsrückstellungen entfallen in Höhe von 3.516.721,00 EUR (Erfüllungsbetrag) auf ehemalige Mitglieder der Geschäftsführung. Die sonstigen Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages gebildet und berücksichtigen die erkennbaren Risiken und Verpflichtungen. Die in den sonstigen Rückstellungen enthaltenen Beträge für Altersteilzeit sind bei einer angenommenen Restlaufzeit von einem Jahr mit einem Zinssatz von 0,00 % und einem Lohn- / Gehaltstrend von 1,5 % p. a. bewertet und setzen sich wie folgt zusammen:
Die in den sonstigen Rückstellungen enthaltene Rückstellung für Lebensarbeitszeitkonten setzt sich wie folgt zusammen:
Das mit den Rückstellungen für Lebensarbeitszeitkonto verrechnete Deckungsvermögen in Form von an die Zusageempfänger abgetretener Rückdeckungsversicherung wurde mit dem Zeitwert angesetzt. Der Zeitwert wird für die Rückdeckungsversicherung aus dem zum Schluss der Versicherungsperiode berechneten Deckungskapital bzw. aus dem geschäftsplanmäßigen Deckungskapital abgeleitet und entspricht den Anschaffungskosten. Aufwendungen aus der Veränderung der Abzinsung der Altersteilzeitrückstellungen in Höhe von 1 TEUR wurden mit Zinserträgen in Höhe von 1 TEUR verrechnet. Der Differenzbetrag in Höhe von 1 (i.V. 1) TEUR wurde unter den Zinsaufwendungen ausgewiesen. Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Personalverpflichtungen (3.230; i. V. 1.329 TEUR), davon entfallen 1.907 TEUR auf Sozialplankosten im Zusammenhang mit der Schließung der Logistik zum 1. Januar 2025. Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Die Fristigkeit der Verbindlichkeiten ergibt sich aus der nachfolgenden Aufstellung:
Die Zahlen in Klammern beziehen sich auf das Vorjahr. Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte; für die übrigen Verbindlichkeiten bestehen keine Sicherheiten. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen in Höhe von 1.348 (i. V. 1.479) TEUR die Gesellschafterin. Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Zahlungseingänge, die Ertrag für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen. III. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Von den Umsatzerlösen entfallen 23,19 (i. V. 22,05) Mio. EUR auf ausländische Kunden (einschließlich Tochterunternehmen). Hinsichtlich der weiteren regionalen Aufgliederung der Umsatzerlöse wird von der Möglichkeit des § 286 Abs. 2 HGB Gebrauch gemacht. In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 119 (i. V. 5) TEUR, Zahlungseingänge aus abgeschriebenen Forderungen in Höhe von 4 (i.V. 12) TEUR, Erträge aus Währungsumrechnungen in Höhe von 31 (i. V. 2) TEUR, Gewinne aus Sachanlageabgängen in Höhe von 5 (i. V. 2) TEUR, Versicherungsentschädigungen 1 (i.V. 111) TEUR sowie übrige periodenfremde Erträge in Höhe von 39 (i. V.31) TEUR enthalten. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Abschreibungen/Wertberichtigungen von Forderungen in Höhe von 142 (i. V. 96) TEUR, Aufwendungen aus Währungsumrechnung in Höhe von 12 (i. V. 48) TEUR, Verluste aus Sachanlagenabgängen in Höhe von 4 (i. V. 37) TEUR sowie Aufwendungen für Vorjahre in Höhe von 0 (i. V. 1) TEUR. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen von außergewöhnlicher Höhe bzw. Bedeutung in Höhe von 1.918 TEUR für Sozialplankosten im Zusammenhang mit der Schließung der Logistik zum 1. Januar 2025 enthalten. Die Zinserträge enthalten 0 (i.V. 2) TEUR und die Zinsaufwendungen 23 (i. V. 1) TEUR aus der Ab- bzw. Aufzinsung von Rückstellungen. IV. Sonstige Angaben Geschäftsführer sind:
Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wurde verzichtet, weil sich dadurch die Bezüge eines Mitglieds der Geschäftsführung feststellen ließen. Die Gesamtbezüge früherer Mitglieder der Geschäftsführung betrugen 320.352,00 EUR (i. V. 319 TEUR). Mitglieder des Beirates sind:
Die Gesamtbezüge des Beirates im Geschäftsjahr 2023 betrugen 12.600,00 EUR (i. V. 13 TEUR). Die Angaben zum Gesamthonorar des Abschlussprüfers gemäß § 285 Nr. 17 HGB enthält der Konzernabschluss der Hch. Perschmann Familienholding GmbH. Während der Geschäftsjahre 2023 und 2022 waren neben den Geschäftsführern durchschnittlich (gemäß § 267 Abs. 5 HGB) beschäftigt:
Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen, die nicht in der Bilanz erscheinen und auch nicht nach § 251 HGB als Haftungsverhältnisse anzugeben sind, belaufen sich auf 7.414 TEUR, haben eine Laufzeit bis längstens 2030 und entfallen in Höhe von 6.448 TEUR auf zum Bilanzstichtag bestehende Miet- und Pachtverträge für Geschäftsgebäude sowie in Höhe von 966 TEUR auf Miete bzw. Leasing von technischen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung, Personenkraftwagen und Fahrrädern. Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen bestehen in Höhe von 5.140 TEUR gegenüber verbundenen Unternehmen. Es besteht eine bis zum 31. Dezember 2025 befristete Patronatserklärung gegenüber der Perschmann Calibration GmbH. Die Gesellschaft weist im Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 einen "Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag" in Höhe von 204 TEUR aus. Des Weiteren hat die Hch. Perschmann GmbH zur Sicherung eines Leasingvertrages gegenüber einer Bank eine selbstschuldnerische Höchstbetragsbürgschaft von 113 TEUR übernommen. Die Gesellschaft geht davon aus, dass sie nicht aus den eingeräumten Sicherheiten in Anspruch genommen wird, da mittelfristig wieder positive Geschäftsergebnisse der Perschmann Calibration GmbH erwartet werden. Die Gesellschaft hat zugunsten ihrer Gesellschafterin, der Hch. Perschmann Familienholding GmbH zur Sicherung eines Darlehens in Höhe von 3,0 Mio. EUR gegenüber einem Kreditinstitut einen Schuldbeitritt erklärt. Des Weiteren hat sie die persönliche Haftung in Höhe von insgesamt 1,92 Mio. EUR zugunsten ihrer Gesellschafterin gegenüber zwei Kreditinstituten erklärt. Aufgrund der nachhaltig guten Ertragslage der Hch. Perschmann Familienholding GmbH wird davon ausgegangen, dass die Gesellschaft nicht aus den eingeräumten Sicherheiten in Anspruch genommen wird. Die Hch. Perschmann GmbH hat zugunsten der F & M Werkzeug- und Maschinenbau GmbH (verbundenes Unternehmen) zur Sicherung eines Bankdarlehens eine selbstschuldnerische Höchstbetragsbürgschaft in Höhe von 5,6 Mio. EUR erklärt. Das Bankdarlehen valutiert am 31. Dezember 2023 in Höhe von 3,6 Mio. EUR. Die Gesellschaft geht davon aus, dass sie nicht aus der eingeräumten Sicherheit in Anspruch genommen wird, da durch eine Restrukturierung der Geschäftstätigkeit neue Umsatzquellen generiert werden sollen, die langfristig zu positiven Ergebnissen führen. Es bestehen insgesamt eingeräumte Sicherheiten für Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 10,52 Mio. EUR. Die Hch. Perschmann GmbH ist von der Verpflichtung, einen Konzernabschluss und einen Konzernlagebericht aufzustellen, befreit, da die Hch. Perschmann GmbH und ihre Tochtergesellschaften Perschmann Spölka z o. o. und Perschmann Asset Services UG (haftungsbeschränkt) & Co. KG in den Konzernabschluss der Hch. Perschmann Familienholding GmbH, Braunschweig, einbezogen werden. Die Hch. Perschmann Familienholding GmbH erstellt den Konzernabschluss für den kleinsten und den größten Konsolidierungskreis. Der Abschluss ist unter www.unternehmensregister.de einzusehen.
Braunschweig, den 28. März 2024 Hch. Perschmann GmbH gez. Justus Perschmann, Geschäftsführer Lagebericht für das Geschäftsjahr 20231. Grundlagen des Unternehmens Von Zerspanung und Spanntechnik über Messtechnik, Schleif- und Trenntechnik bis hin zu Handwerkzeugen vertreibt die Hch. Perschmann GmbH (im Folgenden Perschmann, PeDe, Unternehmen oder Gesellschaft genannt) hochwertige Qualitätswerkzeuge. Betriebseinrichtungen, Persönliche Schutzausrüstung und Werkstattbedarf ergänzen das Sortiment und optimieren die Arbeitsplätze der Perschmann-Kunden. Die Gesellschaft ist dabei ausschließlich im industriell geprägten B2B-Geschäft (Business to Business) tätig. Über die einzelnen Arbeitsplätze bei den Kunden und deren Werkzeugbedarf hinaus berät Perschmann seine Kunden in Bezug auf den gesamten Fertigungsprozess und bietet vielfältige digitale und physische Lösungen, um diese zu optimieren. Dabei schafft Perschmann auch individuelle und innovative Lösungen, die auf die Kundenbedürfnisse angepasst werden. Von den Standorten Braunschweig und Berlin aus werden rd. 8.600 kaufende Kunden bearbeitet. Das Vertriebsgebiet erstreckt sich von Nordhessen über das südöstliche Niedersachen bis nach Sachsen-Anhalt, Brandenburg, Berlin und Mecklenburg-Vorpommern. Darüber hinaus erbringt das Unternehmen Logistik- und Einkaufsdienstleistungen für ein Bielefelder Partner-Unternehmen der Hoffmann-Group sowie für die polnische Tochtergesellschaft in Posen. Perschmann trägt als strategischer Partner der Hoffmann Group, München, mit einem erheblichen Umsatzanteil in der DACH Region zum Erfolg der Hoffmann Group in Deutschland bei. Die Kooperation sichert dem Unternehmen u.a. den Zugang zu den Exklusivmarken "Garant" ("Premiummarke") und "Holex" ("Industriemarke"), die aufgrund ihrer Qualität, ihrer Innovationen und des hervorragenden Preis-Nutzenverhältnisses Alleinstellungsmerkmale darstellen. Gemeinsam mit Hoffmann arbeitet die Perschmann an innovativen eBusiness- und weiteren datengetriebenen Lösungen, die das Portfolio erweitern und nach Ansicht der Geschäftsführung einen Vorsprung im Wettbewerb ermöglichen. Globale Krisen wie z.B. der russische Angriffskrieg auf die Ukraine seit Februar 2022 und die sehr instabile Situation im Nahen Osten führen in vielfältiger Weise zu deutlichen Unsicherheiten im gesamtwirtschaftlichen Kontext. Der entsprechend dämpfende Einfluss auf die gesamtwirtschaftliche Entwicklung hat nach Einschätzung der Geschäftsführung auch im Perschmann Marktgebiet einen Einfluss auf die Geschäftspartner und Kunden. Die Handels- und Lieferantenbeziehungen im B2B-Bereich folgen tendenziell den gesamtwirtschaftlichen Entwicklungen. Trotz dieser besonderen Rahmenbedingungen hat sich die Umsatz- und Ergebnissituation von Perschmann sehr gut entwickelt, so dass die Geschäftsführung das abgeschlossene Jahr 2023 positiv bewertet. Die expansive Entwicklung von Perschmann in 2023 zeigt die Resilienz und Zukunftsfähigkeit, so dass das Unternehmen sehr erfolgreich mit diesen Veränderungen umgehen konnte, auch wenn die deutsche Industrie und das produzierende Gewerbe durch die aktuellen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen negativ betroffen sind. 2. Finanzielle und nicht-finanzielle Leistungsindikatoren Das Unternehmen wird aus Sicht der Geschäftsführung nachhaltig und erfolgreich mit Hilfe von finanziellen und nicht-finanziellen Leistungsindikatoren und -kennzahlen geführt. Ausführungen zu den finanziellen Indikatoren (insbesondere Umsatzerlöse, EBIT und Jahresergebnis) finden sich im Wirtschaftsbericht unter Abschnitt 3. Im Zentrum der nicht-finanziellen Leistungsindikatoren stehen die Kundenzufriedenheit, die Lieferfähigkeit, die Produkt-/Dienstleistungsqualität, die Mitarbeiterzufriedenheit und Maßnahmen zur Verbesserung der Nachhaltigkeit. Die Kundenzufriedenheit als besonders wichtige Voraussetzung für den Unternehmenserfolg wird von den Gebietsverkaufsleitern im Kontakt mit den Kunden fortlaufend erfragt und systematisch dokumentiert. Zur strategisch-operativen Kundenbearbeitung wird ein modernes und fortlaufend weiterentwickeltes CRM (Customer Relationship Management) eingesetzt. In 2023 wurde die Strategie zur Kundenbearbeitung weiterentwickelt. Durch eine systematische Integration der Daten aus dem CRM, den dazugehörigen Finanzdaten sowie ausgewählter Prozesskennzahlen ist ein Modell entstanden, das eine kundenwertorientierte Fokussierung im Vertrieb und Marketing ermöglicht. Neben den digitalen Kanälen zur Kundengewinnung und - bindung wurde in 2023 der sehr intensive Kontakt mit den Kunden gepflegt und ausgebaut. Hierzu zählen auch Schulungen beim Kunden oder auf dem Perschmann Campus, Kundenstammtische, Messebesuche und weitere Events. Der seit mehreren Jahren bestehende Kundenbeirat gibt darüber hinaus Raum für einen offenen Austausch mit dem Ziel, den Markt besser zu verstehen und zu lernen. Eine sehr hohe Lieferfähigkeit der Katalogartikel, die das Kundenversprechen einer Lieferung innerhalb 24h beinhaltet, wird als Grundlage für die Kundenzufriedenheit angesehen und stellt einen wesentlichen Erfolgsfaktor dar. Sie wird monatlich erfasst und gegen einen Zielwert gespiegelt. Mit einer durchschnittlichen Lieferfähigkeit von > 98 % in 2023 befindet sie sich auf hohem Niveau. Trotz vielfältiger Herausforderungen konnte die große Verlässlichkeit und Schnelligkeit im Lieferprozess gehalten werden, was einer außerordentlichen Anstrengung in der gesamten Supply Chain auch mit Hoffmann bedurfte. Die Produkt- und Dienstleistungsqualität ist aus Sicht der Geschäftsführung weiterhin auf sehr hohem Niveau, setzt Maßstäbe und wird als ein wesentlicher Faktor für den Erfolg des Unternehmens gesehen. Garanten hierfür sind einerseits die strategische Kooperation mit Hoffmann und andererseits das sehr gute Ausbildungs- und Kompetenz-Niveau sowie die große Kundennähe. Auch die Mitarbeiterzufriedenheit ist ein wichtiger Indikator. Diese wird mit einer Vielzahl über- bzw. außertariflicher Leistungen gefördert mit einer außerordentlich positiv ausgeprägten Kultur des Miteinanders und der Leistungsbereitschaft. Hervorzuheben ist dabei ein sehr aktives betriebliches Gesundheitsmanagement, das z.B. die Verbesserung der Ergonomie am Arbeitsplatz und eine Vielzahl an gesundheitsfördernden Maßnahmen aktiv begleitet. Darüber hinaus ist die stetige Verbesserung und Ausweitung der Fort- und Weiterbildung der Mitarbeitenden in besonderem Fokus. Ein sehr modernes Arbeitsumfeld - vom Campus-Ambiente über die hochmoderne IT-Ausstattung bis hin zu ergonomisch gestalteten Arbeitsplätzen und einem sehr guten Betriebsrestaurant (Kasino) - trägt ebenfalls zur nachhaltigen Mitarbeiterzufriedenheit bei. Das Thema Nachhaltigkeit ist für Perschmann sehr wichtig. Auch im Jahr 2023 wurde der Nachhaltigkeitsbericht im Deutschen Nachhaltigkeitskodex (DNK) eingereicht, die Veröffentlichung steht noch aus. Für das Jahr 2021 ist der Bericht bereits veröffentlicht (https://datenbank2.deutscher-nachhaltigkeitskodex.de/Profile/CompanyProfile/14372/de/2021/dnk). Zudem erfolgt eine fortlaufende Bewertung von Perschmann auf öffentlich einsehbaren Nachhaltigkeitsplattformen (SAQ, Ecovadis). Aufgrund der Bedingungen im Energiesektor und gemäß den Vorgaben der Energieeinsparverordnung, wurde ein internes Energieteam eingesetzt, das Einsparungsmöglichkeiten im Unternehmen identifiziert und auch umsetzt. 3. Wirtschaftsbericht Nach der Corona-Krise und dem wirtschaftlichen Einbruch im Jahr 2020 erhoffte sich die deutsche Wirtschaft eine Regeneration in den Folgejahren. Durch den Krieg in der Ukraine, den steigenden Energiepreisen und der Rekordinflation fiel die ökonomische Regeneration im Jahr 2022 mit einem Anstieg des Bruttoinlandsprodukts von + 1,8 % jedoch geringer aus als erwartet. Die wirtschaftliche Erholung konnte allerdings in 2023 nicht fortgesetzt werden. Mit einem Rückgang des BIP um - 0,3 % in 2023 kam die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland ins Stocken (Pressemitteilung Nr. 019 vom 15.01.2024 des Statistischen Bundesamtes; https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/01/PD24_019_811.) Die trotz der jüngsten Rückgänge nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen dämpften die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Die wirtschaftliche Erholung nach Corona in 2020 hat somit ein Ende gefunden. Die Folgen des Ukraine-Kriegs sowie der in 2023 hinzugekommene Gaza-Krieg haben die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland in 2023 nach wie vor maßgeblich geprägt. Hinzu kamen andauernde Material- und Lieferengpässe, massiv steigende Preise in nahezu allen Bereichen und der Fachkräftemangel. Diese einschränkenden Rahmenbedingungen auf gesamtwirtschaftlicher Ebene haben 2023 weiterhin stark belastet und trüben auch die weiteren Aussichten ein. Das Verarbeitende Gewerbe war im Jahr 2023 preisbereinigt mit - 0,4 % im Minus. Positive Impulse kamen vorrangig aus der Automobilindustrie und dem sonstigen Fahrzeugbau. Dagegen sanken Produktion und Wertschöpfung in den energieintensiven Industriezweigen wie der Chemie- und Metallindustrie erneut, nachdem die Wirtschaftsleistung in diesen Branchen bereits 2022 besonders stark auf die steigenden Energiepreise reagiert hatte (Quelle. Siehe oben). Sonstige aktuell bedeutsame Faktoren für die wirtschaftliche Entwicklung, wie z.B. die Auswirkungen der Mobilitäts- und Energiewende, die internationalen Handelsstreitigkeiten und mögliche Implikationen der Klimapolitik, sind in 2023 wieder verstärkt in den Vordergrund getreten. Auch die bereits in den Vorjahren aufgetretenen Herausforderungen in der Supply Chain, wie z. B. Lieferverzögerungen, begrenzte Transportkapazitäten, Produktivitätsverluste, unzureichende Lagerkapazitäten und letztlich ein stetig steigendes Preisniveau lassen sich auch in 2023 feststellen. Da ein Großteil der Beschaffung über unseren Kooperationspartner Hoffmann läuft, ist Perschmann in engem Austausch diesbezüglich, um so Risiken frühzeitig zu erkennen und - soweit möglich - gemeinsam mit Hoffmann gegensteuern zu können. Auf Basis dieser schwierigen gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen in 2023 und den daraus resultierenden Effekten auf die eigene Unternehmensentwicklung ist die Geschäftsführung insgesamt mit dem erzielten Jahresergebnis sehr zufrieden. Im Jahresverlauf 2023 haben sich nach Einschätzung der Geschäftsführung die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen weiter verschlechtert, allerdings ist diese Entwicklung in 2023 noch nicht auf die Umsatz- und Ergebnissituation durchgeschlagen. 3.1 Marktumfeld Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung und damit auch das wirtschaftliche Umfeld von Perschmann haben sich 2023 zwar eingetrübt, trotzdem ist es nach Einschätzung der Geschäftsführung gelungen, deutlich besser als der Markt zu performen. Die eher rückläufige Tendenz in Deutschland spiegelt sich aus Sicht der Geschäftsführung somit nicht vollständig im Werkzeughandel und dem Marktumfeld wider. Die Kunden haben in 2023 die Zurückhaltung zumindest teilweise aufgegeben, branchenabhängig gab es in 2023 sogar sehr erfreuliche Entwicklungen. Lieferengpässe, Ressourcenknappheit, erhöhte Energie- und Transportkosten sowie eine insgesamt in 2023 ansteigende Inflationsrate haben allerdings zu einem Druck auf die Margen geführt. Durch eigene Preissteigerungen konnte diesen Tendenzen entgegen gewirkt werden. Das direkte Marktumfeld von Perschmann ist in 2023 zwar von Unsicherheiten geprägt, aber insgesamt betrachtet zeigt das deutliche Umsatzwachstum, dass im Perschmann-Kundenkreis eine Krisenstimmung oder gar Rezessionsangst bisher nicht besteht, zumindest war in 2023 noch keine Kaufzurückhaltung zu spüren. Grundsätzlich variieren die Effekte je nach Branche, aber insgesamt betrachtet gibt es Aufwärtstrends in den meisten Branchen. Positiv und stabilisierend wirkt sich für Perschmann aus, dass die Umsätze über die Branchen und die Kundenstruktur breit gestreut sind und keine zu großen Abhängigkeiten von einzelnen Kunden oder Branchen bestehen. Dieser Kunden- und Branchenmix gewährleistet, dass Branchen mit unterproportionaler Marktentwicklung durch Branchen mit starken Wachstumsimpulsen kompensiert werden können. Um weiterhin eine optimale Betreuung der Kunden und eine effiziente Marktbearbeitung zu gewährleisten, sind weitere Investitionen in das neue, hochmoderne CRM geflossen. Zudem wird auch weiterhin in die Kundenbindung investiert, indem moderne Warenausgabesysteme, sog. Tool24 - Schränke, bei Kunden installiert werden. Neue Strategien zur Marktbearbeitung (Kundenwertmodell) wurden in 2023 intensiv weiterentwickelt. Die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen sind nach wie vor sehr herausfordernd und mit hohen Unsicherheiten verbunden. Der unverändert bestehende Druck auf die Supply Chain mit negativen Effekten auch auf die Perschmann-Kunden, bestand auch noch in 2023. Eigene Preissteigerungen konnte Perschmann am Markt durchsetzen. Diese Stabilität und wachstumsgetriebene Dynamik des Unternehmens hat in 2023 zu dem erfreulichen Ergebnis geführt, dass das Umsatzniveau einen historischen Höchststand erreicht hat. Das weiterhin eingehaltene konsequente Kostenmanagement hat wesentlich dazu beigetragen, dass trotz der erheblichen inflationären Tendenzen und z.T. massiver Teuerungszuschläge auf der Beschaffungsseite eine Ergebnisverbesserung (bei Bereinigung um Sondereffekte) erreicht werden konnte. 3.2 Ertragslage Die Umsatzerlöse sind im Berichtsjahr auf rd. 157,3 Mio. EUR gestiegen (Vorjahr: 145,6 Mio. EUR) und liegen damit oberhalb des Planumsatzes von rd. 154,2 Mio. EUR. Der Planansatz wurde somit übertroffen. Neben einem Umsatzanstieg aus den eigenen Vertriebstätigkeiten in Deutschland um rd. + 10,4 Mio. EUR (+10,9 %) auf rd. 106,1 Mio. Euro trägt die Firma Oltrogge Werkzeuge GmbH, Bielefeld, für die die PeDe als Einkaufs- und Logistikpartner fungiert, mit einem Umsatzanstieg von rd. + 1,2 Mio. EUR (+ 4,6 %) auf rd. 27,1 Mio. EUR zu dieser Entwicklung unterproportional bei. Der Umsatz aus dem Logistik-/Einkauf-Geschäft mit der polnischen Tochtergesellschaft hat sich um rd. + 1,1 Mio. Euro (+ 5,9 %) auf rd. 20,3 Mio. EUR verbessert. Die Gesamtkosten (ohne Materialaufwand) sind im Berichtsjahr um 15,6 % gegenüber dem Vorjahr auf rd. 39,6 Mio. EUR angestiegen. Wesentlich zu dieser Steigerung haben Sondereffekte aufgrund der anstehenden Verlagerung der Logistik von Braunschweig nach Nürnberg (LogisticCity des Kooperationspartners Hoffmann Group) zum Jahresanfang 2025 beigetragen. Die Ausweitung des Geschäftsvolumens sowie erhebliche inflationsbedingte Preissteigerungen in 2023 haben zudem diese Kostensteigerung begründet. Der Personalaufwand ist um rd. 1,6 Mio. EUR (10,8 %) gegenüber dem Vorjahr auf rd. 16,5 Mio. EUR gestiegen. Dieser Anstieg resultiert zum einen daraus, dass ein Prämiensystem für die Mitarbeiter der Logistik eingeführt wurde, um damit die Leistungsfähigkeit im Bereich der Logistik bis zum anstehenden Wechsel der Logistikfunktionen nach Nürnberg zu incentivieren. Zudem wurden die Tarifgehälter der Mitarbeiter von Perschmann freiwillig rückwirkend ab dem 01.05.2023 erhöht. Da die Tarifparteien bisher zu keiner Einigung gekommen sind, hat sich Perschmann dazu entschlossen, diese freiwillige Erhöhung zum Ausgleich steigender Inflation zu gewähren. Ein weiterer Aspekt für den Anstieg der Personalaufwendungen liegt darin begründet, dass die variable Vergütung wie z.B. Provisionen und Prämien aufgrund des wachsenden Geschäftsvolumens erfolgsbedingt ansteigt. Um jederzeitig optimale Erreichbarkeit und ein hohes Serviceniveau weiterhin halten zu können, wurde außerdem aktiv in Personal investiert. Dementsprechend ist die Anzahl der Anzahl der Mitarbeitenden mit durchschnittlich rd. 220 FTE (Full Time Equivalent) um rd. 8 FTE bzw. 3,9 % angestiegen. Geeignetes und qualifiziertes Personal zu finden und zu binden, wird - neben der laufenden Umsetzung von Effizienz- und Prozessverbesserungen - als Investition in die Zukunftsfähigkeit von Perschmann gesehen. Die Abschreibungen sind um 20,2 % auf 653 TEUR angestiegen. Dieser Anstieg resultiert aus höheren Investitionen gegenüber dem Vorjahr und enthält die höheren Abschreibungen aus der Verkürzung der Nutzungsdauern als Folge der Schließung der Logistik. Insgesamt ergeben sich die Abschreibungen aus der planmäßigen Abschreibung der Sachanlagen, insbesondere des IT-Equipments, der sogenannten Tool24-Schränke, also Werkzeugausgabesysteme, die direkt bei Kunden installiert werden sowie Anlagengüter, die im laufenden Betrieb in der Logistik erforderlich sind. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen lagen in 2023 mit rd. 22,5 Mio. EUR um rd. 3,6 Mio. EUR bzw. +19,0 % über dem Vorjahresniveau. Wesentlich verantwortlich für diesen Anstieg sind einmalige Sondereffekte für Sozialplankosten, die durch die Verlagerung der Logistik zum Partner Hoffmann Group nach Nürnberg zum Jahresbeginn 2025 anfallen und die bereits frühzeitig im Jahresabschluss bei Entscheidung des Sachverhalts in 2023 zu berücksichtigen sind. Zudem sind inflationsbedingt in allen Bereichen z.T. erhebliche Preis- und damit auch Kostensteigerungen entstanden, die in wesentlichem Maße zum dargestellten Anstieg beitragen. Aber auch infolge des wachsenden Geschäftsvolumens steigen insbesondere die variablen Kosten wie z.B. die Fracht- und Verpackungskosten, die Reisekosten der Vertriebsmitarbeiter und die Fremdprovisionen an Partner. Als Sondereffekt sind in 2023 die Kosten für den Druck des Katalogs entstanden, da dieser nur noch alle 2 Jahre erfolgt. Das Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Beteiligungserträgen (EBIT) in Höhe von rd. 7,0 Mio. EUR hat sich um rd. -12,6 % gegenüber dem Vorjahresergebnis verschlechtert. Das geplante EBIT für 2023 in Höhe von rd. 6,6 Mio. EUR wurde übertroffen. Ohne den Sondereffekt aus der Rückstellung für anstehende Sozialplankosten und sonstige aufgrund der Verlagerung der Logistik zum 01.01.2025 entstandene Sonderaufwendungen wäre ein EBIT von rd. 9,0 Mio. Euro erreicht worden, so dass das geplante und auch das Vorjahres-Ergebnis deutlich übertroffen wurde. Der Jahresüberschuss nach Steuern liegt mit 8,3 Mio. EUR um rd. 4,5 % über dem Vorjahr (7,9 Mio. EUR). Dabei ist zu beachten, dass im Jahr 2023 Beteiligungserträge von rd. 1,3 Mio. Euro (Vorjahr: 0 Euro) insbesondere aus dem polnischen Tochterunternehmen vereinnahmt wurden. Aufgrund des in 2021 abgeschlossenen Ergebnisabführungsvertrags mit der PeHold ist die Verpflichtung zur (Gewinn-) Steuerzahlung vollständig auf die Gesellschafterin PeHold übergegangen. Der Jahresgewinn wird aufgrund des EAVs vollständig an die PeHold ausgeschüttet. 3.3 Finanzlage Aufgrund marktbedingter Entwicklungen benötigte das Unternehmen im Berichtsjahr zeitweise die in ausreichender Höhe bestehenden Kreditlinien. Die im folgenden dargestellte Kapitalflussrechnung zeigt den Cash Flow im Detail:
Zum Jahresende 2023 ergibt sich ein Abbau des Finanzmittelfonds um rd. - 0,7 Mio. EUR von rd. - 1,8 Mio. EUR zum Ende des vorherigen Geschäftsjahres auf rd. - 2,5 Mio. EUR am Ende des laufenden Geschäftsjahres. Während sich der Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit (+8,4 Mio. Euro) und der Cash-Flow aus der Finanzierungstätigkeit (- 8,4 Mio. Euro) nahezu ausgleichen, führt der Cash-Flow aus der Investitionstätigkeit zum Abbau des Finanzmittelfonds von rd. - 0,7 Mio. Euro. Der Cash Flow aus der Investitionstätigkeit ergibt sich insbesondere aus Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen. Die sich ausgleichenden Veränderungen aus operativem Cash Flow und Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit resultieren daraus, dass der operativ erzielte Jahresgewinn aufgrund des Ergebnisabführungsvertrags an die Gesellschafterin PeHold vollständig abgeführt wird. 3.4 Vermögenslage Die Bilanzsumme ist um rd. + 2,0 Mio. EUR (3,6 %) auf rd. 57,0 Mio. EUR angestiegen. Die Erhöhung der Bilanzsumme resultiert auf der Aktivseite fast vollständig aus einem entsprechenden Anstieg des Umlaufvermögens. Auf der Passivseite der Bilanz ist die Erhöhung der Bilanzsumme im Wesentlichen durch eine Erhöhung der Rückstellungen verursacht. Eigenkapital und Verbindlichkeiten verbleiben annähernd auf dem Vorjahresniveau. Das Anlagevermögen liegt mit rd. 11,0 Mio. EUR annähernd auf dem Niveau des Vorjahresstichtags. Ein geringer Anstieg von rd. 0,2 Mio. EUR resultiert aus zusätzlichen Investitionen im Bereich der Betriebs- und Geschäftsausstattung über dem regulären Abschreibungsniveau hinaus. Die Anteile an verbundenen Unternehmen in Höhe von rd. 8,2 Mio. EUR in diesem Bereich wurden als unverändert werthaltig eingeschätzt. Das Umlaufvermögen hat sich gegenüber dem Vorjahres-Stichtag um rd. 1,8 Mio. EUR auf rd. 46,0 Mio. EUR erhöht, da das Vorratsvermögen um rd. 1,1 Mio. EUR, die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände um rd. 0,5 Mio. EUR und der Bestand an liquiden Mitteln um rd. 0,2 Mio. EUR angestiegen sind. Der Anstieg des Vorratsvermögens ist dadurch bedingt, dass aufgrund der Ressourcenknappheit und der allgemeinen inflationären Tendenzen z.T. erhebliche Teuerungszuschläge der Lieferanten hingenommen werden mussten. Zudem hat sich hier die fortgesetzte Sortimentsausweitung sowie die Beschaffung teurer Alternativartikel bei Lieferengpässen bestehender Lieferanten ausgewirkt. Für die Einhaltung des Lieferversprechens den Kunden gegenüber ist die Bevorratung der Artikel ein wesentlicher Faktor, so dass auf diesen Bereich sehr viel Wert gelegt wird. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind trotz der Umsatzsteigerung um rd. 0,6 Mio. EUR auf rd. 12,6 Mio. EUR leicht gesunken. Hier zeigt sich das stabile Zahlungsverhalten der PeDe-Kunden und ein sehr fokussiertes Debitorenmanagement. Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen sind ebenfalls mit 0,2 Mio. EUR leicht rückläufig. Die Sonstigen Vermögensgegenstände sind stichtagsbedingt um rd. 1,3 Mio. EUR aufgrund erhöhter Verrechnungskonten mit den Gesellschaften der Perschmann-Gruppe angestiegen. Das Eigenkapital in Höhe von rd. 37,1 Mio. EUR verbleibt stabil auf Vorjahresniveau. Der laufende Gewinn des Berichtsjahres fließt aufgrund des Ergebnisabführungsvertrags vollständig an die PeHold und ist nicht mehr im Eigenkapital der PeDe enthalten. Die Eigenkapitalquote verbleibt mit 65,2 % weiterhin auf einem sehr hohen Niveau (Vorjahr: 67,5 %). Der Rückgang ergibt sich bei konstantem Eigenkapital aus der erhöhten Bilanzsumme der PeDe. Die Fremdkapitalquote liegt damit bei 34,8 %. Wesentlich für den Anstieg der Bilanzsumme sind die Rückstellungen, die sich aufgrund der erwarteten Sozialplankosten in Zusammenhang mit der Verlagerung der Logistik nach Nürnberg um rd. 1,7 Mio. Euro auf rd. 5,0 Mio. Euro erhöht haben. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind um rd. 0,6 Mio. EUR auf 5,6 Mio. EUR stichtagsbedingt leicht gesunken, die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen haben sich stichtagsbedingt um rd. 0,7 Mio. EUR auf 3,9 Mio. EUR erhöht. Durch planmäßige Darlehenstilgung einerseits und teilweise Ausnutzung einer Kontokorrentlinie andererseits sind die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten um rd. 0,5 Mio. EUR auf rd. 4,6 Mio. EUR angestiegen. Die Sonstigen Verbindlichkeiten haben sich stichtagsbedingt um rd. 0,5 Mio. Euro auf 0,6 Mio. Euro reduziert. 3.5 Gesamtaussage zur Lage des Unternehmens Das Jahr 2023 ist aus Unternehmenssicht trotz erheblicher Herausforderungen sehr erfolgreich verlaufen. Die auch in 2023 nach wie vor bestehende Unsicherheit in Bezug auf die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen erfordern einerseits eine besonnene Unternehmensführung und anderseits eine mutige und innovative Unternehmensausrichtung mit Blick auf zukünftige Potenziale. Die starken inflationären Tendenzen auf der Kostenseite konnten abgefedert werden. Insgesamt entwickelt sich die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage in 2023 nach Einschätzung der Geschäftsführung in dieser nach wie vor herausfordernden Situation sehr positiv. Die Umsätze sind auf das bisher höchste Niveau in der Geschichte von Perschmann angestiegen. Preissteigerungen konnten somit gut umgesetzt werden. Ein vorsichtiges Kostenmanagement hat neben den Umsatzzuwächsen zu einem sehr positiven Ergebnis mit einer zufriedenstellenden Umsatzrendite geführt. Die leicht rückläufige Ergebnissituation der PeDe gegenüber dem Vorjahr resultiert aus Sondereffekten aufgrund der zum Jahresbeginn 2025 anstehenden Verlagerung der Logistik nach Nürnberg. Dabei belasten insbesondere Rückstellungen für erwartete Sozialplankosten und ein Prämiensystem zur Incentivierung der derzeitigen Logistikmitarbeitenden das Unternehmensergebnis. Die Liquiditätssituation ist stabil und eine Fremdkapitalquote von 34,8 % zeigt die abgesicherte Kapitalstruktur im Unternehmen. Die Geschäftsführung geht davon aus, die starke Marktposition auch in 2023 gefestigt und ausgebaut zu haben. Trotz der noch in 2023 bestehenden unsicheren Rahmenbedingungen für Perschmann, die natürlich auch für die Kunden zutreffen, ist die Lage des Unternehmens im Jahr 2023 unverändert gut. Die deutliche Ausweitung der Mitarbeiteranzahl im Vertrieb wird als Investition in die Zukunft gesehen, die letztlich zum Erhalt des wirtschaftlichen Erfolgs und der Verbesserung der Marktposition dient. Der Erfolg im Vertriebsumsatz mit einem historischen Höchstwert zeigt die große Kundennähe, die Perschmann auszeichnet. Diese Kundennähe ist nach Einschätzung der Geschäftsführung ein Wettbewerbsvorteil, der die Marktposition untermauert. Auch die logistische Abwicklung der Kundenaufträge wurde - trotz der bereits im April 2023 kommunizierten Verlagerung der Logistik nach Nürnberg - auf sehr hohem Niveau gehalten, so dass die Lieferfähigkeit im Sinne einer sehr zeitnahen Abwicklung der Bestellungen und Belieferung der Kunden auch in 2023 - mit leichten Einschränkungen aufgrund von Lieferengpässen auf den Vorstufen - erreicht werden konnte. Das Marktumfeld in den belieferten Regionen und Branchen in 2023 hat aus Sicht der Geschäftsführung einen stabilen bis leicht positiven Trend aufgewiesen. An dieser positiven Entwicklung partizipiert auch Perschmann durch Umsatzsteigerungen. Das Unternehmen hat sich nach Einschätzung der Geschäftsführung im Jahr 2023 gut behauptet und überdurchschnittlich - auch im Vergleich zu Wettbewerbsunternehmen - an der Marktentwicklung teilgehabt. 4. Prognose-, Risiko- und Chancenbericht 4.1 Chancen und Risiken Strategie Das von der Hoffmann Group betriebene Produktmanagement und Engineering stellt die konsequente Weiterentwicklung der Produkte und Services - sowohl klassisch als auch digital - und den Ausbau des Sortiments sowie der Lieferantenbeziehungen sicher. Das zentrale Marketing, der eShop bzw. das gesamte eBusiness, der gemeinsam genutzte, teilweise virtuelle toolcampus (Fort- und Weiterbildung) und die permanente Weiterentwicklung moderner Dienstleistungen (z. B. toolmanagement, smartblick und connected manufacturing) helfen nach Auffassung der Geschäftsführung insgesamt bei der nachhaltigen Gewinnung weiterer Marktanteile. Das Unternehmen setzt seine Bestrebungen in den Bereichen Material Management Optimierung (MMO) und Technik-Competence-Center (TCC) konsequent fort, mit dem Anspruch, den Kunden durch umfassende Beratung und Prozessoptimierungen effizienter zu machen. Aus unserer Sicht ist das Marktpotenzial in den Bereichen "Persönliche Schutzausrüstung" und "Betriebseinrichtung" groß und wachsend. Dort rechnen wir auch zukünftig mit sehr guten Wachstumsraten. Die Nähe zu den Kunden, kompetente Mitarbeiter und zuverlässige Prozesse runden das Angebot für den Kunden ab und sollen auch 2024 unseren Erfolg sichern. Im Handel insgesamt, aber auch im B2B-Werkzeughandel, spielen Online-Wettbewerber eine wichtige Rolle ein. Die intensive Nutzung elektronischer Absatzwege ist auch für Perschmann im Verbund der Hoffmann Group ein elementar wichtiges Ziel. Werkzeugausgabe-Systeme der Hoffmann Group (smart line und tool24) sollen dabei nachhaltig helfen, einen besseren Kundennutzen und eine verbesserte Kundenbindung sicher zu stellen. Zur signifikanten Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit und damit zur Zukunftssicherung von Perschmann wird sich die strategische Ausrichtung des Werkzeughandels zunehmend auf die persönliche und digitale Markt- und Kundenentwicklung im eigenen Vertriebsgebiet fokussieren. Hierbei wird ein in den vergangenen Jahren stetig verbessertes digital gestütztes CRM (Customer-Relationship-Management) sowie eine kundenwertbasierte Marktbearbeitungsstrategie eingesetzt. In 2023 wurde die Strategie der PeDe im Rahmen einer Vielzahl von Arbeitsgruppen ausformuliert und mit detaillierten Umsetzungsmaßnahmen unterlegt. Dieser Strategieprozess hat den Führungskräften und den Mitarbeitenden den angestrebten Weg in die Zukunft deutlich und verständlich aufgezeichnet. Strukturelle, gesamtwirtschaftliche Änderungen, z.B. im Energiesektor und der Ressourcennutzung, beschleunigen bestehende Entwicklungen. Der Wandel hin zur eMobilität, der zu tiefgreifenden Veränderungen in der Automobil- und Zuliefererindustrie über die nächsten Jahre führt, hat zusätzlich Fahrt aufgenommen. Hierin liegen Chancen und Risiken für Perschmann, deren Auswirkungen noch nicht vollumfänglich absehbar sind. Dies wird in der eingeschlagenen strategischen Ausrichtung des Unternehmens berücksichtigt. Datenverarbeitung und IT- Systeme Die Datenverarbeitungs- und IT-Systeme in der Perschmann-Gruppe werden von der PEBS betrieben und zur gemeinsamen Nutzung zur Verfügung gestellt. Die gemeinsam mit einem Partner-Unternehmen Oltrogge genutzte SAP-ERP-Software läuft weiterhin sehr stabil. Sie wird permanent optimiert sowie weiterentwickelt und trägt in hohem Maß zu sicheren und fehlerfreien Prozessabläufen im gesamten Konzern bei. Die systemseitige Ausfallsicherheit wird durch die Nutzung eines performanten externen Rechenzentrums garantiert. Redundante interne IT-Systeme mit hoher Verfügbarkeit reduzieren operative Risiken auf ein äußerst geringes Maß. Die gewünschte Hochverfügbarkeit und IT- Sicherheit sindaufgrund entsprechend abgeschlossener Serviceverträge und durch Notfallkonzepte im eigenen Haus (insbesondere mit der PeBS) und auch im beauftragten Rahmen für das externe Rechenzentrum gegeben. Dem Schutz gegen Bedrohungen von außen wird weiterhin durch ein modernes IT-Sicherheitsmanagement Rechnung getragen. Dieses umfasst alle üblichen Instrumente wie Firewalls, Spamfilter oder Anti-Virus-Programme. IT-/Cyber-Security wird von Perschmann auf einem hohen Niveau mit ständiger an die Gefahrenlage angepassten Systemanpassungen, Strategien und Vorkehrungen betrieben. Externe Beratung und permanente Penetration-Tests sichern die kontinuierliche Verbesserung. Das Thema IT-security spielt in der Strategie der IT und des gesamten Unternehmens eine überragende und maßgebliche Rolle und zieht Investitionen und intensive Schulungen und (Awareness) Trainings nach sich. Personal Der (strukturelle) Fachkräftemangel in Deutschland - insbesondere im Raum Braunschweig/Wolfsburg und Berlin - ist ein Risiko, mit dem die Gesellschaft aktiv umgeht. Die strategische Personalentwicklungsarbeit ist eine wichtige Säule der erfolgreichen langfristigen Unternehmensentwicklung. Der Personalrekrutierung kommt eine große Bedeutung zu. Im Rahmen der regulären bzw. planbaren Fluktuation wurden viele Stellen nachbesetzt. Darüber hinaus wurde die Anzahl der Mitarbeitenden ausgebaut, so dass auch neu geschaffene Stellen zu besetzen waren. Trotz der guten Erfolge in diesem Bereich ist zu verzeichnen, dass es zunehmend schwieriger wird, offene Stellen zeitnah und qualifiziert zu besetzen. Auch die Gewinnung von Auszubildenden ist ein wichtiger Bestandteil in diesem Bereich, um so junge Menschen für Perschmann und den Beruf zu gewinnen und zu fördern. Durch den Einsatz sozialer Medien, aber auch durch den direkten Kontakt bei Messen und in Schulen, werden interessierte Personengruppen erfolgreich angesprochen. Die zielgerichtete (Weiter-) Qualifizierung der Belegschaft wurde in 2023 weitergeführt. Neben der berufsfachlichen Qualifizierung stand in 2023 auch die Weiterbildung der Mitarbeitenden im digitalen Bereich und insbesondere im Hinblick auf die Nutzung von Künstlicher Intelligenz (KI) im Beruf im Fokus. Flächendeckende Feedbackschulungen und selektive Schulungen zum Social Selling verdeutlichen die Fokussierung. Das betriebliche Angebot für gesundheitsfördernde Aktivitäten und Maßnahmen ("fit-for-orange"-Programm) wurde in 2023 wieder sehr gut angenommen. Dieser Aspekt gewinnt zunehmend an Bedeutung für die Schaffung eines attraktiven Arbeitsumfelds und ist ein wichtiges Kriterium für die Berufs- und Arbeitsplatzwahl. Das CSR-Management im Unternehmen setzt das soziale Engagement mit Spenden, Sponsoring und durch sog. Hands-on Projekte (z.B. Beteiligung an der Aktion "Brückenbauen" der Braunschweiger Bürgerstiftung / Durchführung des projektbezogenen Orange Social Days, Aktionstage im Jugendzentrum Wenden) um. Schwerpunkt in diesem Bereich wird das aktive Befassen mit dem Thema "Nachhaltigkeit", das eine zunehmend starke Bedeutung im Unternehmen bekommt. Die Geschäftsführung sieht diese Aktivitäten als wichtige Bestandteile verantwortlicher Unternehmensführung und des zukünftigen Erfolgs. Liquidität Die Gesellschaft betreibt aktives Liquiditäts- und Eigenkapitalmanagement. Das in absoluter Höhe zur Verfügung stehende Eigenkapital des Konzerns gibt ausreichend Sicherheit hinsichtlich finanzwirtschaftlicher Risiken. Für evtl. fallweise eintretende Liquiditätsengpässe stehen weiterhin Kreditlinien bei den Hausbanken in ausreichender Höhe zur Verfügung. 4.2 Prognosebericht Für das erste Quartal des laufenden Jahres zeichnet sich ein leichter Umsatzrückgang gegenüber dem Vorjahr von rd. -3,0 % ab. Während sich die im eigenen Vertriebsgebiet erzielten Umsatzerlöse auf Vorjahresniveau bewegen, sind die mit dem Partner Oltrogge und der polnischen Tochtergesellschaft erzielten Umsatzerlöse aus dem Warenverkauf marktbedingt rückläufig. Dementsprechend werden auch die geplanten Umsatzerlöse im ersten Quartal 2024 nicht erreicht. Da der Kostenanstieg allerdings nicht so gravierend ausfällt wie geplant, kann den Umsatzrückgang gegenüber der Planung kompensiert werden. Nach Ansicht der Geschäftsführung wird sich für das 1.Quartal 2024 ein positives Ergebnis ergeben, das dem geplanten Ergebnis von rd. 1,2 Mio. Euro entspricht. Umsatz- und Ergebnis zum 1.Quartal 2024 werden durch die Geschäftsführung insgesamt als positiv eingeschätzt. Die Planung des Gesamtjahres 2024 geht von einem Umsatz i.H.v. rd. 178,4 Mio. EUR und einem EBIT von rd. 7,4 Mio. EUR aus. Für 2024 ist keine Dividende der poln. Tochtergesellschaft berücksichtigt. Das Ergebnis nach Steuern ist auf dem gleichen Niveau, da die PeDe aufgrund des EAVs mit der PeHold nicht ertragssteuerpflichtig ist. Damit ist das geplante Ergebnis für 2024 leicht besser als das Ergebnis 2023 ohne Dividende aus Polen von rd. 7,0 Mio. Euro. Die Geschäftsführung ist von vorsichtigen Annahmen für das Jahr 2024 ausgegangen. Es wird ein leichter gesamtwirtschaftlicher Aufschwung mit einer entsprechenden Nachfragentwicklung erwartet, so dass die Umsatzentwicklung verhalten optimistisch eingeschätzt wird. Auf der Kostenseite bestehen allerdings weiterhin erhebliche Unsicherheiten, so dass eher vorsichtig mit steigenden Kostenbelastungen aufgrund des steigenden Geschäftsvolumens und weiterhin inflationärer Tendenzen geplant wurde. Als Sondereffekte sind weitere Kostenbelastungen, die durch die Verlagerung der Logistik nach Nürnberg entstehen sowie vorweggenommener Tariferhöhungen, bereits berücksichtigt. Die erwartete Ergebnisverbesserung gegenüber 2023 zeigt, dass - trotz aller Unsicherheiten - optimistisch in das Jahr 2024 geblickt wird. Allerdings bestehen nach Einschätzung der Geschäftsführung die Risiken aus den Vorjahren nach wie vor: Zunehmende Ressourcen- und Lieferengpässe, hohe Teuerungszuschläge auf der Beschaffungsseite, der z.T. massive Kostenanstieg z.B. für Energie und Frachten sowie Risiken auf der Absatzseite aufgrund der gesamtwirtschaftlichen Effekte bei unseren Kunden, sind Risiken, die weiterhin bestehen und auch zu einer Abschwächung der Geschäftsentwicklung im Laufe des Jahres 2024 führen können. Der Ukraine-Krieg sowie der Krieg in Gaza überschatten weiterhin sämtliche Wirtschaftsbereiche. Die Geschäftsführung nimmt diese Entwicklung und die erheblichen Unsicherheiten für das weitere Markgeschehen nach wie vor sehr ernst. Daher wird die Geschäftsführung die Situation, insbesondere im wirtschaftlichen Umfeld des Unternehmens, weiterhin sehr genau beobachten und alle angemessenen Maßnahmen ergreifen, um nachteilige Auswirkungen auf das Unternehmen abzumildern. Auch wenn eine Prognose mit großen Unsicherheiten verbunden ist, so ist die Geschätsführung unverändert besorgt, dass sich die weltwirtschaftlichen Implikationen aufgrund der Vielzahl an weltweiten Krisenherden und daraus resultierend auch die gesamtwirtschaften Effekte (inkl. einer ausufernden Bürokratie) auf die deutsche Wirtschaft negativ auf die Geschäftsentwicklung von Perschmann auswirken und das geplante Ergebnis aus diesen Gründen unter Druck gerät. Allerdings agiert Perschmann nach eigener Einschätzung auf einem breiten Fundament und einer sehr gesunden Basis mit hervorragenden Kundenbeziehungen, so dass die Geschäftsführung davon ausgeht, dass Perschmann bei einer Erholung der gesamtwirtschaftlichen Lage auch auf dem bereits eingeschlagenen Wachstumskurs bleiben wird. Im 2.Quartal 2023 wurde die Entscheidung getroffen, die eigene Logistik zum 01.01.2025 zu beenden und zukünftig die Logistik der Hoffmann-Group in Nürnberg (LogisticCity), einem der modernsten und leistungsfähigsten Logistikcentren in Europa, mit zu nutzen. Mit dieser Entscheidung kann nach Ansicht der Geschäftsführung den Perschmann Kunden künftig noch mehr Service, ein erweitertes Produktportfolio und eine maximale Lieferperformance des stark wachsenden Produktportfolios angeboten werden. Die Wettbewerbsposition wird sich deutlich in Sachen Zukunftsfähigkeit und Effizienz verbessern. Die Auswirkungen dieser Verlagerung sind bereits im Jahr 2023 bzw. werden im Jahr 2024 entstehen mit einem maßgeblichen Einfluss auf die wirtschaftliche Lage und die bilanzielle Situation. Diese Entscheidung wird nach Einschätzung der Geschäftsführung die Zukunftsfähigkeit von Perschmann stärken. Es wird eine deutlich verbesserte Fokussierung auf den Markt und unsere Kunden möglich werden. Die Wettbewerbsfähigkeit wird sich für Perschmann erhöhen, da die Leistungsfähigkeit im Vertrieb durch diese Fokussierung steigt. Aber auch die Flexibilität hinsichtlich der Ausbaumöglichkeiten des Sortiments sowie die schnelle und einfache Realisierbarkeit von prozess- und systemintegrativen Kundenlösungen wird sich verbessern. Betriebswirtschaftliche Verbesserungen werden erwartet, da eine zentrale Logistik in Nürnberg Betriebsgrößenvorteile realisiert, an denen auch Perschmann partizipieren wird. Durch die Bündelung von Kompetenzen und Fähigkeiten mit der Logistik der Hoffmann-Group wird letztlich zum Wohl des Kunden eine deutliche Optimierung erreicht.
Braunschweig, den 31. März 2024 Hch. Perschmann GmbH gez. Justus Perschmann, Geschäftsführer BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Hch. Perschmann GmbH, Braunschweig Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Hch. Perschmann GmbH, Braunschweig - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Hch. Perschmann GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Beirats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Beirat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Braunschweig, den 23. Mai 2024 PKF
Fasselt
Cech, Wirtschaftsprüfer Süß, Wirtschaftsprüferin |
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