Stammdaten

Register
Amtsgericht Köln HRB 72988
Eingetragen
25.7.2011
Branche
Kreditinstitute des SparkassensektorsBeteiligungsgesellschaftenAlle anderen Finanzdienstleistungen a. n. g.
Gegenstand
das Betreiben von Bankgeschäften sowie die Erbringung von Finanzdienstleistungen in dem von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungen genehmigten Umfang sowie die Erbringung von Rechtsdienstleistungen nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz in dem Bereich Inkassodienstleistungen.

Finanzübersicht

Historie

Keine Bekanntmachungen für diesen Filter verfügbar

Management

NameRolle
Sandra Junglas
seit 1.9.2025
Prokura
Henrik Neveling
seit 15.4.2025
Prokura
Julien Vöcker
seit 27.12.2024
Prokura
Geschäftsführer
Markus Kratzer
seit 27.12.2023
Prokura
Ulrich Malte Rüsing
seit 27.10.2023
Geschäftsführer
Sebastian Müller
seit 23.1.2023
Prokura
Anne-Gritt Arndt
seit 16.1.2019
Prokura
Tino Heinken
seit 8.2.2017
Prokura
Martin Dr. Knauber
seit 6.12.2013
Prokura
Dirk Ferwer
seit 6.12.2013
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
40.000.000 €
100.00%

Beteiligungen

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

abcbank GmbH

Köln

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht 2023

1. Grundlagen des Unternehmens

1.1. Geschäftsmodell


Die abcbank GmbH (kurz abcbank), Köln, ist eine Tochtergesellschaft der abc Holding GmbH, Neuss, welche wiederum eine hundertprozentige Tochtergesellschaft des Familienkonzerns Wilh. Werhahn KG, Neuss, ist. Die abcbank ist mit ihrem Schwesterinstitut abcfinance GmbH, Köln, und deren Tochtergesellschaften in personeller und organisatorischer Hinsicht eng verknüpft (zusammen Geschäftsbereich abcfinance). Die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen der abcbank und der abcfinance GmbH sind in einem Kooperations- und einem Dienstleistungsvertrag geregelt. Darüber hinaus besteht ein Auslagerungsvertrag mit der abcfinance GmbH. Des Weiteren übernimmt die abcbank das Cash-Pooling zwischen der abcfinance GmbH und einigen ihrer Tochtergesellschaften.


Die abcbank kauft Forderungen aus Leasing-, Mietkauf- und Mietverträgen sowie Factoringforderungen der abcfinance GmbH und deren Tochtergesellschaften (zusammen unter der Muttergesellschaft abcfinance Holding als Teilkonzern abcfinance Holding; kurz: TK abcfinance Holding) von Unternehmen, Freiberuflern und Gewerbetreibenden (regressloser Forderungsankauf) mit dem Ziel einer langfristigen ertrags- und risikoorientierten Entwicklung des Kreditgeschäfts an. Der Ausbau der abcbank zur Refinanzierung des TK abcfinance Holding wird durch den vermehrten Forderungsankauf weiter vorangetrieben.


Die zur Refinanzierung des Forderungsankaufs notwendigen Mittel erhält die abcbank über verschiedene Produkte, darunter:

das Einlagengeschäft durch Herausgabe von Sparbriefen sowie Termin- und Tagesgeldern an Privat- und Firmenkunden

den Erwerb von Einlagen institutioneller Anleger über Makler

die Weiterveräußerung von forfaitierten Forderungen an eine Zweckgesellschaft

die Teilnahme an Refinanzierungsgeschäften durch Einreichung von EZB-fähigen ABS-Senior Notes bei der Deutschen Bundesbank


Dieses breite Angebot gewährleistet eine weitgehend fristenkongruente Steuerung des Portfolios sowie eine Optimierung des Passivzinses und damit der Zinsmarge.


Die abcbank ist Mitglied im Bundesverband Deutscher Banken e.V. und gehört dessen Einlagensicherungseinrichtung an. Im Zusammenhang mit der Einlagensicherung hat die Wilh. Werhahn KG, Neuss, eine Haftungserklärung für das Einlagengeschäft abgegeben.

1.2. Ziele und Strategien


Die abcbank verfolgt in ihrer Geschäftsstrategie das übergeordnete Ziel der Übernahme und Sicherstellung wesentlicher Anteile der Refinanzierung innerhalb des Geschäftsbereichs abcfinance. Durch die weitgehende Unabhängigkeit von Drittinstituten soll die Verfügbarkeit von Refinanzierungsmitteln mit Fokus auf eine Zinsoptimierung sichergestellt werden. Zur Erreichung dieses Ziels strebt die abcbank eine nachhaltige, unabhängige und weitgehend fristenkongruente Refinanzierung mit Hilfe eingeworbener Mittel über Makler, Privat- und Firmenkunden sowie durch die Veräußerung von Forderungen an eine Zweckgesellschaft an. Die Risikotragfähigkeit und die relevanten regulatorischen Kennzahlen sind dabei stets einzuhalten.

2. Geschäftsverlauf und Rahmenbedingungen

2.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

2.1.1. Allgemein

Die Folgen der globalen Krisenherde nahmen auch im Jahr 2023 weiterhin Einfluss auf die gesamtwirtschaftliche Entwicklung. Infolgedessen stagnierte, bedingt durch die konjunkturelle Abkühlung im Sommerhalbjahr, die Entwicklung in der deutschen Volkswirtschaft, und war im letzten Quartal des Jahres mit -0,3 % rückläufig. 1 Die Inflation, gemessen am harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI), lag im Jahresdurchschnitt bei +6,0 % (nach +8,7 % im Vorjahr), und sank insbesondere im letzten Quartal des Jahres unter 4 %. Treiber dieser Entwicklung waren vorrangig Preiserhöhungen bei Verbrauchsgütern sowie für Energie. 2 In diesem Umfeld setzte die EZB ihren Kurs der straffen Geldpolitik zur Eindämmung der Inflation im Euroraum fort. 3 Bedingt durch die unterjährigen Preissteigerungen und Zinserhöhungen nahm der Konsum privater Haushalte trotz kräftiger Lohnzuwächse mit -0,8 % (Anteil am BIP) leicht ab und konnte, ebenso wie der erstmals seit 20 Jahren rückläufige staatliche Konsum (-1,7 %), die Konjunktur nicht stützen. 4, 5Auch die Unternehmen litten im Jahresverlauf zunehmend unter einem hohen Kostendruck sowie einer schwachen Nachfrage; lediglich die Automobilproduktion sowie die durch staatliche Investitionen getragene Rüstungsindustrie zeigten sich robust. Dies zeigte sich auch bei den moderat zurückgehenden Importen (-3,0 %) sowie einem mit -1,8 % im Vergleich zum Vorjahr leicht rückläufigen Exportgeschäft. Die Ausrüstungsinvestitionen zeigten sich insbesondere aufgrund der staatlich geförderten Nachfrage im PKW-Bereich sowie den staatlichen Investitionen für Rüstung robust und nahmen im Berichtsjahr mit +3,0 % leicht zu. 6Darüber hinaus nahmen weitere Faktoren wie der Fachkräftemangel, eine zunehmende Überregulierung sowie fiskal- und klimapolitische Herausforderungen nach dem Urteil des Bundesverfassungs-gerichts zur Schuldenbremse Einfluss auf die Lage der deutschen Wirtschaft und sorgten dafür, dass Berechnungen des Statistischen Bundesamtes zufolge das kalenderbereinigte reale Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2023 mit -0,1 % (Vorjahr: +1,9 %) leicht rückläufig ausfiel. 7 8

1 https://www.destatis.de/Pressemitteilungen Januar 2024
2 https://www.destatis.de/Pressemitteilungen Januar 2024
3 https://publikationen.bundesbank.de/monatsbericht-januar-2024

4 https://www.ifo.de/ifo-konjunkturprognose-winter-2023
5 https://www.destatis.de/Pressemitteilungen Januar 2024
6 https://www.destatis.de/Pressemitteilungen Januar 2024
7 https://www.destatis.de/Pressemitteilungen Januar 2024
8 vgl. BDL-Rundschreiben 07-01-2024: Gesamtwirtschaftliche Einordnung vom 14.02.2024

2.1.2. Leasing

Die deutsche Leasingbranche erwies sich im Jahr 2023 trotz der konjunkturellen Abkühlung als stabil. Der Bundesverband Deutscher Leasing-Unternehmen (BDL) geht für das Jahr 2023 davon aus, dass das gesamte Leasinggeschäft zu Anschaffungskosten im Vergleich zum Vorjahr mit +15 % einen kräftigen Zuwachs erfuhr. Dabei entfiel auf das Neugeschäft im Leasing ein deutliches Plus von über 17,8 %, das Mietkaufgeschäft hingegen wies ein leichtes Wachstum von +1,8 % auf. Hierbei gilt es jedoch zu beachten, dass unter anderem durch die Inflation bedingte Preissteigerungen in bestimmten Objektgruppen einen Einfluss auf diese Entwicklung nahmen. Die Anzahl neu abgeschlossener Leasingverträge erhöhte sich erheblich um +20,2 %, die der Mietkaufverträge nahm moderat um -3,1 % ab. Der Rückgang im Mietkauf war insbesondere auf die nachlassende Nachfrage in der Objektgruppe Busse, LKW und Anhänger zurückzuführen. Das Wachstum zu Anschaffungswerten in den einzelnen Objektgruppen zeigte unter dem Einfluss der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung ein differenziertes Bild. So konnte das bereits im Vorjahr stark ausgeweitete Geschäft im Fahrrad-Leasing auch im Jahr 2023 mit +17 % kräftig zulegen. Die Objektgruppe Anlagen zur Nutzung erneuerbarer Energien profitierte von der anhaltenden Nachfrage am Markt und wuchs mit einem erheblichen Plus von über 22 %. Konjunkturell bedingte Rückgänge hingegen verzeichneten die Objektgruppen Produktionsmaschinen (-15,1 %) sowie Agrartechnik (-10,6 %). Das für den Leasingmarkt besonders wichtige Fahrzeugleasing, allem voran PKW, erfuhr eine spürbare Zunahme neu kontrahierter Verträge (+8 %), welche mit einem erheblichen Anstieg der Anschaffungspreise von mehr als 20 % einherging. 9

9 vgl. BDL-Rundschreiben 07-01-2024: Gesamtwirtschaftliche Einordnung vom 14.02.2024

2.1.3. Factoring

Im Jahr 2023 konnte Factoring weiterhin seine Stärke eines krisensicheren Finanzierungspartners unterstreichen. Bis zum ersten Halbjahr 2023 stieg der Factoringumsatz nach Aussage des Deutschen Factoring-Verbands e. V. gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres wahrnehmbar auf 192,8 Mrd. € (+5,7 %). Das nationale Factoringgeschäft konnte mit einem Plus von 12,4 % deutlich auf rund 142 Mrd. € zulegen. Im internationalen Factoringgeschäft zeigten sich die Effekte aus dem schwachen Außenhandel; infolgedessen reduzierten sich die Umsätze um 5,4 Mrd. € auf 50,8 Mrd. €. Dies entspricht einem Rückgang von 9,7 %. Die Anzahl der Factoringkunden bewegte sich mit einem Wert von 106.000 (+0,3 %) leicht über dem des Vorjahres. 10 Mit einem Marktanteil von 16 % (gemessen am Gesamtumsatz) konnte der deutsche Factoringmarkt seine Stellung als zweitgrößter in Europa unterstreichen. Nach Erhebungen der EUF (EU Federation for Factoring and Commercial Finance) stieg der Umsatz europäischer Factoringunternehmen im Zeitraum von Mitte 2022 bis Mitte 2023 um 58 Mrd. € auf einen Rekordwert von 1.202 Mrd. €. Die Factoringquote, als prozentualer Anteil des Factoringumsatzes am Bruttoinlandsprodukt, lag in Deutschland für das 1. Halbjahr 2023 unverändert bei 9,7 %. Damit lag Deutschland nach wie vor leicht unter dem von der EUF ermittelten EU-Durchschnitt (11,9 % im 1. Halbjahr 2023). 11

10 https://www.factoring.de/halbjahresbericht 2023
11 https://www.euf.eu.com/half-year-factoring 2023

2.1.4. Bankenumfeld

Die Folgen der Weiterführung der straffen Geldpolitik seitens der EZB im Jahr 2023 hatte direkte Auswirkungen auf den Bankensektor. Aufgrund ihrer soliden Eigenkapitalpositionen und Liquiditätspuffer konnten die Banken den konjunkturellen Abschwung gut meistern. Das schnell gestiegene Zinsniveau nahm positiven Einfluss auf die Ertragsseite. 12Mit steigenden Kreditrisiken sowie aufgrund von aufsichtlichen und regulatorischen Anforderungen verschärften die Banken ihren Kreditvergabeprozess. Dies trug, neben einer Verteuerung der Kredite infolge höherer Zinsen, zu einem Rückgang der Kreditnachfrage bei. 13Der Anteil notleidender Kredite (NPL) bewegte sich nach Branchenschätzung mit 1,3 % weiterhin auf niedrigem Niveau. 14

Die drei wichtigsten Leitzinssätze wurden im September 2023 letztmalig erhöht und blieben bis zum Jahresende unverändert. Der Hauptrefinanzierungssatz wurde von 2,5 % zu Jahresbeginn in sechs Zinsschritten sukzessive auf 4,5 % im September 2023 angehoben. 15 Auf dem Geldmarkt bewegte sich die Euro Short Term Rate (€StR) im Zeitraum Januar bis Dezember zwischen 1,902 % und 3,902 %. 16 Das Wertpapierankaufprogramm, als wichtigstes Mittel im geldpolitischen Instrumentarium zur Liquiditätsbereitstellung, wurde ab März 2023 deutlich zurückgefahren. Ab Juli 2023 wurden die Tilgungsbeträge aus dem beendeten APP (Asset Purchase Programme) nicht erneut angelegt, das PEPP (Pandemic Emergency Purchase Programme) hingegen wurde unverändert gelassen. 17

Die Vermögensbildung privater Haushalte wurde aufgrund des attraktiven Zinsumfeldes zu Lasten des Konsumverhaltens ausgeweitet. Die Sparquote des Jahres 2023 erhöhte sich im Jahr 2023 und lag im dritten Quartal 2023 mit 10,3 % über dem Wert des Vorjahreszeitraums (9,6 %). 18Das Geldvermögen deutscher Privathaushalte nahm in den ersten drei Quartalen des Jahres 2023 um 224,3 Mrd. € auf 7.466,7 Mrd. € zu. Der Großteil entfiel dabei auf das Einlagengeschäft (2.711 Mrd. €) sowie auf Anteilsrechte und Anteile an Investmentfonds (1.837 Mrd. €). 19

12 https://www.bankingsupervision.europa.eu/banking/ssm.supervisory priorities 2024 bis 2026
13 https://www.bundesbank.de/umfrage-zum-kreditgeschaeft-in-deutschland-2023
14 https://www.ey.com/kreditnachfrage-in-der-eurozone Dezember 2023
15 https://publikationen.bundesbank.de/monatsbericht-januar-2024
16 https://publikationen.bundesbank.de/monatsbericht-januar-2024
17 https://www.bundesbank.de/de/publikationen/monatsbericht-februar-2024

18 https://www.bundesbank.de/monatsbericht-februar-2024
19 https://www.bundesbank.de/monatsbericht-februar-2024

Leitzinssätze und Geldmarktzinsen im Euroraum

Die Emissionstätigkeit im europäischen Verbriefungsgeschäft startete aufgrund schwieriger Marktbedingungen zurückhaltend in das Jahr 2023, um dann im zweiten Quartal 2023 dank hoher zurückbehaltener Emissionen sukzessive anzusteigen. Die Belebung im europäischen Markt für strukturierte Finanzierungen setzte sich im dritten Quartal 2023 mit einem Emissionsvolumen von 40,0 Mrd. € fort. Das gesamte Emissionsvolumen belief sich Ende 2023 auf 233 Mrd. € und übertraf damit das Emissionsvolumen von 2022 in Höhe von 210 Mrd. € (+11 %). 20 Insgesamt wurden 244 Transaktionen begeben, was einem Anstieg von 13,5 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. 21 Nach schwachem Jahresbeginn konnte sich der ABS-Markt auf Jahressicht gut entwickeln; insbesondere Anlageklassen wie Auto oder Lease ABS wiesen eine positive Entwicklung auf. Auch hier traten nach Jahren der Zurückhaltung wieder verstärkt Bankemittenten als Akteure auf dem Verbriefungsmarkt auf. Vor dem Hintergrund der Beendigung befristeter Finanzierungsprogramme der Zentralbanken (bspw. PEPP) waren die Emittenten bestrebt ihre Finanzierungsbasis zu erweitern. Dies sorgte für eine Erhöhung des Angebots an ABS-Produkten mit STS-Label. Aus Nachfrageperspektive konnten die niedrigeren Kapitalkosten die Attraktivität des Produkts für kapitalbewusste Käufer wie Banken und Versicherungsgesellschaften erhöhen.

Des Weiteren mussten sich die Institute im Jahr 2023 mit neuen regulatorischen Anforderungen auseinandersetzen. Exemplarisch ist hier die 7. MaRisk Novelle zu nennen, die neben diversen anderen Sachverhalten insbesondere Vorgaben im Kontext Nachhaltigkeit macht bzw. konkretisiert. Unter anderem sind dies die Einbindung der ESG-Kriterien in die Unternehmensstrategie, das Risikomanagement und die Kreditvergabeprozesse der Banken. Darüber hinaus trat am 16. Januar 2023 die europäische DORA-Verordnung (Digital Operation Resilience Act) in Kraft, die bis Mitte Januar 2025 umzusetzen ist. Diese hat die digitale Resilienz gegen Cyberrisiken im Finanzsektor zum Ziel und geht mit umfangreichen Änderungen einher. Daneben einigten sich das EU-Parlament und der Rat der EU-Staaten im November 2023 über die sogenannte Instant Payment Verordnung. Diese verpflichtet alle Banken und andere Zahlungsdienstleister ihre Standardüberweisungen in Euro zukünftig als Echtzeit-Überweisung anzubieten. An die Verordnung wurden kurze Übergangsfristen von 9 bzw. 18 Monate geknüpft. 22 Weitere Herausforderungen resultierten aus dem seit dem 1. Januar 2023 verpflichtend anzuwendenden Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz, den Erweiterungen der EU-Taxonomie Verordnung oder der Verabschiedung der Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) auf europäischer Ebene.

20 Morningstar / DBRS: European Structured Finance and Covered Bonds Outlook 2024
21 Morningstar / DBRS: European Structured Finance and Covered Bonds Outlook 2024

22 https://www.consilium.europa.eu/instant-payments-council-and-parliament-reach-provisional-agreement

2.2. Geschäftsverlauf


Das Geschäftsjahr 2023 war geprägt von der allgemeinen wirtschaftlichen Eintrübung aufgrund der Folgen der globalen Krisenherde. Das Neugeschäft im Leasing ist in hohem Maße von der Investitionsneigung der mittelständischen Kunden abhängig. Trotz schwieriger gesamtwirtschaftlicher Bedingungen profitierte der Geschäftsbereich von Nachholeffekten aus der sich weiter entspannenden Lieferkettenproblematik und der erfolgreichen Weitergabe der gestiegenen Refinanzierungskosten. Dies sorgt zusammen mit inflationsbedingten Preissteigerungen für eine erfreuliche Entwicklung im Leasingneugeschäft. Das Factoringgeschäft wurde hingegen stärker als erwartet von der konjunkturellen Eintrübung beeinflusst.


Bei der Risikovorsorge konnte der Geschäftsbereich den erwarteten moderaten Anstieg beobachten. Ein Teil der mittelständischen Kunden, in Abhängigkeit von der Branche, befindet sich weiterhin in einer wirtschaftlich schwierigen Situation, was sich in einem Anstieg der Insolvenzen zum Jahresende zeigt. Der Geschäftsbereich hat dieser Risikosituation durch eine angemessene Risikovorsorge Rechnung getragen.


Das Geschäft der Einzelgesellschaft abcbank zeigt aufgrund ihrer Funktion als Refinanzierer der Leasinggesellschaften ein von der Gesamtentwicklung im Geschäftsbereich abweichendes Bild. Hier sind es vor allem die Folgen aus der Zinserhöhung der EZB die zu einer unterjährigen Verteuerung der Refinanzierung beitrugen als auch die Einflüsse der konjunkturellen Schwäche auf das angekaufte Portfolio und dem daraus resultierenden höheren Bedarf an Risikovorsorge, die die Entwicklung des Bankergebnisses maßgeblich beeinflussten.

2.2.1. Aktivgeschäft


Der um rund 6 % auf 2.036,5 Mio. € erneut spürbar angestiegene Bestand des Forderungsankaufs Leasing ist auf den trotz der gesamtwirtschaftlichen Schwäche erfreulichen Geschäftsverlauf im Neugeschäft des TK abcfinance Holding (+1,2 %) zurückzuführen, der auch die wirtschaftliche Entwicklung der abcbank positiv beeinflusste. Der Forderungsankauf Factoring verzeichnete zum Stichtag mit 106,7 Mio. € einen leichten Rückgang gegenüber dem Vorjahr (-5 %).

31.12.2023 31.12.2022 31.12.2021
Forderungsankauf Leasing & Mietkauf Mio. € 2.036,5 1.923,6 1.783,3
Forderungsankauf Factoring Mio. € 106,7 112,6 120,6


An der moderaten Entwicklung im Leasingneugeschäft des TK abcfinance Holding konnte auch die abcbank durch Forfaitierungsgeschäft im Geschäftsjahr 2023 partizipieren. Von der Möglichkeit zum Forderungsankauf im Factoring wurde bei einem leichten Rückgang von 5,2 % im Vergleich zum Vorjahr in geringerem Umfang Gebrauch gemacht. Das durchschnittliche Ankaufvolumen lag zum Jahresende bei 109,5 Mio. € und damit prägnant unterhalb der Planvorgabe von 131,0 Mio. € für das Jahr 2023. Vom TK abcfinance Holding wurden Forderungen aus dem Leasing- und Mietkaufgeschäft mit einem Volumen von 888,8 Mio. € (Vorjahr: 885,2 Mio. €) durch die abcbank angekauft.

2.2.2. Passivgeschäft


Die erfolgreiche Geschäftstätigkeit der abcbank im Einlagengeschäft der Vorjahre setzte sich auch im Jahr 2023 fort. Das Einlagengeschäft der abcbank lag zum Stichtag wiederum über 1,0 Mrd. € und mit 191 Mio. € deutlich über dem Vorjahr. Durch die bis September 2023 anhaltenden Zinssteigerungen der EZB verteuerte sich, bedingt durch die hohen Zinssätze, die unterjährige Refinanzierung. Infolgedessen stieg insbesondere die Nachfrage nach Einlagen mit hoher Verzinsung im Langfristbereich. Bedingt durch die hohe Nachfrage privater Anleger erhöhten sich die Einlagen der Privatkunden erheblich um rund 64 % auf 1.448,4 Mio. €. Das Einlagengeschäft mit institutionellen Anlegern wurde am Bilanzstichtag ausschließlich mit Firmenkunden unterhalten. Dieses fiel, als Folge der Zinsstrategie der abcbank, mit einer nachlassenden Nachfrage schwächer aus, sodass hier ein starker Rückgang um 57 % auf 287,8 Mio. € verzeichnet wurde.

Einlagengeschäft 31.12.2023 31.12.2022
- Tagesgelder Mio. € 327,8 427,2
- Vorsorgesparpläne Mio. € 1,6 1,8
- Sparbriefe Mio. € 1.113,8 469,7
- Termingelder Mio. € 261,0 612,8
- Schuldscheine Mio. € 32,1 32,1


Neben den Anlageprodukten refinanziert sich die abcbank über die Teilnahme an Zinstendern im Rahmen des Offenmarktgeschäftes der EZB. Zum Bilanzstichtag waren 225 Mio. € in fünf Tendern an die abcbank ausgegeben. Mit der Inanspruchnahme des EZB-Ankaufprogramms sorgte die abcbank dafür, dass die abcfinance GmbH und deren Tochtergesellschaften sich ohne negative Auswirkungen auf die weiteren Refinanzierungswege refinanzieren konnten. Auch hier erhöhten sich über die gestiegenen Zinssätze die Kosten der Refinanzierung.


Darüber hinaus wurde Ende Februar 2023 die im Jahr 2019 aufgesetzte sechste Verbriefungsstruktur im Einklang mit den vertraglichen Bestimmungen per sog. Clean-Up vorzeitig beendet. Eine neunte Verbriefungsstruktur ist im Oktober 2023 mit einem Wertpapiervolumen von nominal 400 Mio. € aufgesetzt worden. Dabei wurden 109 Mio. € von insgesamt 349 Mio. € der Senior Note fremdplatziert. Die restlichen Wertpapiere, darunter 4,0 Mio. € der Mezzanine-Tranche sowie 47,0 Mio. € des First Loss Piece wurden vollumfänglich von der abcbank erworben. Die Verbindlichkeiten aus den veräußerten Forderungen werden bei der abcbank bilanziell berücksichtigt.


Im Berichtsjahr wurden unverändert keine Effekten- und Wertpapierdepots für Dritte geführt.


Das Wachstum der abcbank konnte mit Hilfe der Passivprodukte refinanziert werden.

2.3. Lage der abcbank

2.3.1. Ertragslage

2023 2022 Veränderung
Mio. € Mio. € in Mio. € in %
Zinsüberschuss 31,2 49,7 -18,5 -37,2
Provisionsüberschuss -0,8 -1,1 0,3 -27,3
Sonstige betriebliche Erträge 8,8 8,0 0,8 10,0
Verwaltungsaufwendungen -22,7 -25,0 2,3 -9,2
Risikovorsorge -23,0 -9,3 -13,7 147,3
Sonstige Aufwendungen -0,1 -0,1 0,0 0
Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit -6,6 22,2 -28,8 -129,7


Im Berichtsjahr ist ein erheblich gesunkener positiver Zinsüberschuss von 31,2 Mio. € (Vorjahr: 49,7 Mio. €) erwirtschaftet worden. Bereinigt um positive Einmaleffekte aus dem Clean-Up (6,6 Mio. €; Vorjahr: 4,9 Mio. €) ist der Zinsüberschuss im Vergleich zum bereinigten Ergebnis des Vorjahres mit 24,6 Mio. € (- 45,0 %) stark rückläufig. Um 16,9 Mio. € auf 67,5 Mio. € kräftig gestiegene Zinseinkünfte aus dem forfaitierten Geschäft sowie stark erhöhte Zinseinkünfte aus den im eigenen Bestand gehaltenen ABS-Wertpapieren einschließlich Nachrangdarlehen (+6,8 Mio. € auf 36,2 Mio. €) tragen neben den aufgrund der verstärkten Nutzung von Overnight Geschäften beträchtlich gestiegenen sonstigen Zinsen (+3,3 Mio. € auf 3,5 Mio. €) und dem höheren Zinseffekt aus dem Clean-Up (+1,7 Mio. €) maßgeblich zu den Zinserträgen von insgesamt 120,1 Mio. € bei. Belastend wirkte sich der Verzicht auf die Erhebung von Vorfälligkeitsentschädigung (-2,3 Mio. €; 0,0 Mio. €) aus. Den Zinserträgen stehen um 49,8 Mio. € auf 88,9 Mio. € erheblich gestiegene Zinsaufwendungen gegenüber. Die Zinsaufwendungen betreffen mit 30,3 Mio. € um 24,2 Mio. € stark gestiegene Zinsen für das Einlagengeschäft sowie mit 44,5 Mio. € (+38,2 %) im Vorjahresvergleich erheblich höhere Aufwendungen aus der Weiterleitung von Zinsen aus den ABS-Transaktionen. Darüber hinaus steigen die Zinsaufwendungen für die Refinanzierung über Offenmarktgeschäfte kräftig um 13,2 Mio. € auf 14,0 Mio. €. Die beträchtliche rückläufige Entwicklung im bereinigten Zinsüberschuss ist somit im Wesentlichen auf den kräftigen Anstieg der Refinanzierungskosten durch ein ausgeweitetes Einlagengeschäft sowie eine Verteuerung für Offenmarktgeschäfte zurückzuführen.


Die im Vergleich zum Vorjahr erkennbar rückläufigen Verwaltungsaufwendungen (-9,1 % auf 22,7 Mio. €) sind im Wesentlichen auf die der abcbank im Umlageverfahren verrechneten Sach- und Personalkosten der Schwestergesellschaft abcfinance (-2,4 Mio. € auf 4,6 Mio. €) zurückzuführen. Die übrigen Aufwendungen für die allgemeine Verwaltung (-0,3 % auf 6,3 Mio. €) und die darin enthaltenen relevanten Aufwendungen im Zusammenhang mit der neunten Verbriefungsstruktur (0,7 Mio. €; Vorjahr: achtes Compartment 0,8 Mio. €) bewegten sich im Berichtsjahr nahezu auf Vorjahresniveau.


Der Bedarf an Risikovorsorge hat vor dem Hintergrund der konjunkturellen Entwicklung im Geschäftsjahr 2023 um 13,6 Mio. € auf 23,0 Mio. € kräftig zugenommen. Die in den Vorjahren aufwandswirksam gebildeten Rückstellungen für Kreditrisiken blieben im Vorjahresvergleich unverändert bei 0,3 Mio. €. Die Bonitäten der seitens der abcbank angekauften Adressen verschlechterten sich vor dem Hintergrund der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung. Der Wertberichtigungsaufwand für einzelwertberichtigte Forderungen (einschließlich Auflösung der pauschalisierten Einzelwertberichtigungen von 1,5 Mio. € in 2022) ist nach Verrechnung mit Erträgen aus der Auflösung stark um 17,3 Mio. € auf 23,5 Mio. € gestiegen. Der Bestand an Einzelwertberichtigungen hat sich gegenüber dem Vorjahr um +19,2 % kräftig erhöht. Die Pauschalwertberichtigungen verringerten sich im Geschäftsjahr um 0,2 Mio. €.


Vor dem Hintergrund eines durch den Zinsanstieg beeinflussten Refinanzierungsumfeldes und damit einhergehenden höheren Kosten der Refinanzierung bewegt sich das Forfaitierungsgeschäft der abcbank weiterhin auf hohem Niveau. Der stark sinkende Zinsüberschuss (-18,5 Mio. €) sowie ein erkennbar stärkerer Bedarf an Risikovorsorge (-13,7 Mio. €) wirkte deutlich belastend auf die Ertragslage, die geringeren Aufwendungen für die Umlage mit dem TK abcfinance (+2,4 Mio. €) wirken dagegen entlastend. Vor dem Hintergrund zeigt sich in diesem Geschäftsjahr ein negatives Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit, welches spürbar um 28,8 Mio. € auf -6,6 Mio. € zurückgeht.


Damit hat sich die im Vorjahr getroffene Erwartung der Geschäftsleitung hinsichtlich eines trotz rückläufiger Entwicklung weiterhin positiven Geschäftsergebnisses insbesondere aufgrund des außerordentlich negativen Refinanzierungsumfelds und einer erheblichen Zunahme des Bedarfs an Risikovorsorge für das Jahr 2023 nicht erfüllt.

2.3.2. Vermögens-, Finanzlage & Kapitalstruktur

2023 2022 Veränderung
in Mio. € in Mio. € in Mio. € in %
Barreserve 10,5 103,4 -92,9 -89,8
Forderungen an Kreditinstitute 125,0 3,1 121,9 100,0
Forderungen an Kunden 2.227,2 2.125,3 101,9 4,8
Schuldverschreibungen und andere Wertpapiere 928,0 904,7 23,3 2,6
Sonstige Aktiva 20,5 11,7 8,8 75,2
Bilanzsumme Aktiva 3.311,2 3.148,2 163,0 5,2
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 233,1 340,3 -107,2 -31,5
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 1.739,6 1.548,1 191,5 12,4
Sonstige Verbindlichkeiten 1.093,6 995,8 97,8 9,8
Sonstige Passiva 2,2 16,0 -13,8 -86,3
Eigenkapital 242,7 248,0 -5,3 -2,1
Bilanzsumme Passiva 3.311,2 3.148,2 163,0 5,2


Die Vermögenslage der abcbank im Geschäftsjahr 2023 ist durch die positive Entwicklung im Leasing- und Mietkaufgeschäft, einem gestiegenen Wertpapierbestand durch den Erwerb von Wertpapieren des neunten Compartments bei gleichzeitigem Aufbau der Verpflichtungen aus dem in diesem Zusammenhang veräußerten Forderungsbestand sowie einer signifikanten Ausweitung der Refinanzierung mittels Einlagengeschäft geprägt. Darüber hinaus wurde verstärkt von der Möglichkeit zur Nutzung der Anlage freier Liquidität in Form von Overnight-Geschäften Gebrauch gemacht. Dieser Entwicklung standen zum Stichtag, bedingt durch das rückläufige Offenmarktgeschäft, verminderte Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sowie durch den Verbrauch von Steuerrückstellungen deutlich abnehmende Sonstige Passiva gegenüber.


Die Bilanzsumme der abcbank nahm im Berichtsjahr erkennbar um 163,0 Mio. € auf 3.311,2 Mio. € zu. Die Zunahme auf der Aktivseite resultiert im Wesentlichen aus der Ausweitung des forfaitierten Geschäfts mit dem TK abcfinance Holding (+ 5,8 %) und dem Erwerb sowie Tilgung von ABS-Schuldverschreibungen aus der neunten und siebten Verbriefungstransaktion (+ 2,6%). Auf der Passivseite sind es insbesondere die Ausweitung der Refinanzierung über das Einlagengeschäft (+ 12,5 %) sowie der Aufbau von ABS-Verbindlichkeiten im Zusammenhang mit dem neunten Compartment (+ 374,1 Mio. €), die zur Ausweitung der Bilanzsumme beitragen.


Inflations- oder Wechselkurseinflüsse hatten keinen wesentlichen Einfluss auf die Entwicklung der Vermögenslage.


Die abcbank hat 2023 Leasing- und Mietkaufforderungen in Höhe von 888,8 Mio. € (Vorjahr: 885,2 Mio. €) vom TK abcfinance regresslos angekauft; damit lagen die Aktivitäten im Forfaitierungsgeschäft auf hohem Vorjahresniveau (+ 0,4 %). Diese Entwicklung ist vor allem im Hinblick auf die konjunkturelle Belastung der Gesamtwirtschaft im Berichtsjahr einzuordnen. Der Bestand aus forfaitiertem Leasing- und Mietkaufgeschäft liegt zum Bilanzstichtag mit 2.036,5 Mio. € sichtbar über dem Vorjahresniveau (+ 5,9 %). Die Zunahme des Wertpapierbestandes um 23,3 Mio. € auf 928,0 Mio. € steht in direktem Zusammenhang mit dem Erwerb von Wertpapieren aus der neunten ABS-Transaktion in Höhe von 291,0 Mio. € nominal, denen ein Abbau aus der Rückveräußerung von Wertpapieren aufgrund des Clean-Up der sechsten ABS-Transaktion im Februar 2023 (64,6 Mio. €) sowie die Tilgung von Schuldverschreibungen aus der siebten ABS-Transaktion (181,2 Mio. €) gegenüberstehen.


Auf der Passivseite stehen diesen am Bilanzstichtag Einlagen von Kunden in Höhe von 1.736,2 Mio. € gegenüber. Damit liegt die Refinanzierung über das Einlagengeschäft mit einem Anstieg von +192,6 Mio. € deutlich über Vorjahresniveau. Die angekauften Leasing- und Mietkaufforderungen werden im Wesentlichen sowohl durch ABS als auch die Hereinnahme von Kundengeldern refinanziert. Zu den Einlagenkunden der Bank zählen neben kommunalen und inländischen institutionellen Anlegern in erster Linie Privatanleger und Geschäftskunden. Die Teilnahme an Offenmarktgeschäften wurde nominal ohne Zinsabgrenzung im Vorjahresvergleich um 33,8 % auf 225,0 Mio. € nominal ohne Zinsabgrenzung erheblich reduziert.


Das Jahr 2023 war geprägt von dem in 2022 eingeschlagenen Kurs der EZB hinzu einer restriktiveren Geldpolitik der EZB, welcher mit dem deutlichen Anstieg des Zinsniveaus sowie der sukzessiven Rücknahme des Angebots einer kostengünstigen Refinanzierung einherging. Diese Maßnahmen trugen zu geänderten Refinanzierungsbedingungen bei. Aufgrund der breiten Refinanzierungsbasis der abcbank über diverse Einlagenprodukte mit Privat- und Firmenkunden, der Teilnahme an Offenmarktgeschäften durch die Beleihung von erworbenen ABS-Wertpapieren der Senior Tranchen gab es im Jahr 2023 keine nennenswerten Liquiditätsrisiken. Die Refinanzierung erfolgt ausschließlich in Euro. Währungsrisiken wurden nicht eingegangen.

2.3.2.1. Kapital und Eigenmittel


Die abcbank steht als hundertprozentige Tochtergesellschaft der abc Holding GmbH unverändert im alleinigen Anteilsbesitz des Familienkonzerns Wilh. Werhahn KG.


Im Geschäftsjahr 2023 hat die abc Holding GmbH zur Stärkung der Eigenkapitalbasis der abcbank eine weitere Erhöhung der Gewinnrücklagen um 14,2 Mio. € (unter Berücksichtigung einer Ausschüttung in Höhe von 20 T€) durch Einstellung des Jahresergebnisses 2022 vorgenommen. Bei von 1.650,5 Mio. € auf 1.737,4 Mio.€ gestiegener Risikoaktiva und die durch den Jahresfehlbetrag von 5,3 Mio.€ belasteten Eigenmittel hat sich die Kernkapitalquote auf 13,94% (Vorjahr: 14,16%) reduziert. Der Jahresfehlbetrag 2023 wurde in Anwendung von §302 AktG durch Entnahme aus den Gewinnrücklagen ausgeglichen. Die abc Holding GmbH plant im Geschäftsjahr 2024 zur weiteren Stärkung der Eigenkapitalbasis der abcbank eine Einzahlung in die Kapitalrücklage in Höhe von 25 Mio. €.


Die anrechenbaren Eigenmittel zur Berechnung der Großkreditgrenze nach Berücksichtigung des Jahresfehlbetrags betragen zum Bilanzstichtag 242,2 Mio. € (Vorjahr: 233,7 Mio. €).

2.3.2.2. Liquidität


Das Finanzmanagement der abcbank verfolgt das Ziel, dem Geschäftsbereich abcfinance jederzeit ausreichende, laufzeitkongruente Finanzierungsmittel zur Verfügung zu stellen und somit die Zinsaufwendungen zu optimieren.


Als Folge der gestiegenen Geldmarktzinssätze zur Bekämpfung von inflationären Tendenzen sind im Geschäftsjahr 2023 die Einlagenkonditionen für private Einlagen rundweg gestiegen. Durch angemessene Konditionsanpassungen sowie einer weiteren ABS-Verbriefung von Leasingforderungen konnte die abcbank die Liquiditätsausstattung stabil halten und sogar ausweiten. Im Geschäftsjahr war stets eine ausreichende Liquidität sichergestellt.


Zum Stichtag betrug die Mindestliquiditätsquote LCR (Liquidity Coverage Ratio) zur Bewertung des kurzfristigen Liquiditätsrisikos 643,9 % (Vorjahr: 363,5 %) und lag damit deutlich über den aufsichtsrechtlichen Anforderungen von 100 %. Zudem betrug die langfristig ausgerichtete Kennzahl NSFR (Net Stable Funding Ratio) zum Stichtag 135,4 % (Vorjahr 122,1 %) und somit ebenfalls über der geforderten Mindestausstattung.

2.3.3. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren


Zur internen Steuerung des Geschäftsbereichs abcfinance werden folgende Leistungsindikatoren, sogenannte Key Performance Indicators, herangezogen. Finanzielle Leistungsindikatoren sind RoE (Return on Equity = Eigenkapitalrendite), RoA (Return on Assets = Gesamtkapitalrendite) und CIR (Cost-Income-Ratio = Aufwand-Ertrag-Relation).


Das Wachstum des Aktivgeschäfts der abcbank beruht auf dem verstärkten Forderungsankauf der Schwestergesellschaft abcfinance GmbH und ihren Tochtergesellschaften. Dies führt dazu, dass sich bei isolierter Betrachtung der abcbank die Interpretationen der Kennzahlen RoA, RoE und CIR stark verschieben. Eine Beurteilung des Erfolgs muss daher unter Einbeziehung des TK abcfinance Holding stattfinden.


Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde für den Geschäftsbereich abcfinance mit Auswirkung auf das wirtschaftliche Reporting eine Anpassung in der Substanzwertrechnung vorgenommen. Zum vorherigen Berichtsstichtag wurden Liquiditätsüberschüsse nicht verzinst. Zum aktuellen Berichtsstichtag erfolgt nun eine Verzinsung der Liquiditätsüberschüsse. Diese Anpassung wirkt sich unmittelbar und erhöhend auf die Substanzwertrechnung und somit auf das wirtschaftliche Ergebnis EBITA des Geschäftsbereichs abcfinance aus. Der Effekt aus der Umstellung beträgt 17,3 Mio. €, davon entfallen 4,7 Mio. € auf die Vorjahre. Dies wirkt sich aufgrund des veränderten wirtschaftlichen Ergebnisses auch auf die Berechnung der Kennzahlen RoE und RoA aus.


Die Eigenkapitalrendite stellt eine Kennziffer zur Beurteilung der Ertragslage dar, die das Ergebnis des Jahres im Verhältnis zum erweiterten Eigenkapital (bilanzielles Eigenkapital zuzüglich Substanzwert nach Steuern) anzeigt. Das Ergebnis wird durch das für Leasinggesellschaften relevante bereinigte wirtschaftliche Ergebnis (EBITA) repräsentiert, dass sich aus dem operativen HGB-Ergebnis (vor Steuern), einer Zinsgutschrift für den Substanzwert sowie der Substanzwertveränderung zusammensetzt.


RoE = Bereinigtes wirtschaftliches Ergebnis EBITA / Unterstelltes Ø erweitertes Eigenkapital *100 [%]


Der RoE liegt für das Jahr 2023 mit 7,2 % unter dem Planniveau (8,4 %) und über dem Vorjahr (6,3 %; der Vorjahreswert ohne Berücksichtigung der Verzinsung von Liquiditätsüberschüssen lag bei 5,1 %). Begründet ist dies durch das erheblich gesteigerte wirtschaftliche Ergebnis, welches insbesondere durch die positive Substanzwertveränderung, bedingt durch das margenstarke Neugeschäft und die Verzinsung der Liquiditätsüberschüsse, verbessert werden konnte. Der RoE für das Jahr 2023 einschließlich der auf die Vorjahre entfallenen Zinserträge aus der Verzinsung von Liquiditätsüberschüssen liegt bei 8,3 %.


Die Gesamtkapitalrendite stellt eine Kennzahl zur Ermittlung der Rentabilität des eingesetzten Gesamtkapitals dar. Das Ergebnis wird durch das wirtschaftliche Ergebnis (EBITA) dargestellt.


RoA = Wirtschaftliches Ergebnis (EBITA) / Ø Bilanzsumme *100 [%]


Der RoA liegt im Geschäftsjahr 2023 mit 0,7 % unter dem Planniveau (0,9 %) und, aufgrund des höheren wirtschaftlichen Ergebnisses, über dem Vorjahresniveau (0,7 %; der Vorjahreswert ohne Berücksichtigung der Verzinsung von Liquiditätsüberschüssen lag bei 0,5 %). Der RoA für das Jahr 2023 einschließlich der auf die Vorjahre entfallenen Zinserträge aus der Verzinsung von Liquiditätsüberschüssen liegt bei 0,9 %.


Die Cost Income Ratio stellt die operative Aufwands- und Ertragsrelation dar. Zum vorherigen Berichtsstichtag wurden bei der Berechnung alle Aufwendungen (Personal- und Sachkosten, Abschreibungen sowie Provisionen) ins Verhältnis zu den Erträgen aus dem Neugeschäft, den Nacherlösen und den Nebenerträgen aus dem Bestand sowie dem Finanzbeitrag und den sonstigen betrieblichen Erträgen gesetzt. Zum aktuellen Berichtsstichtag werden die Aufwendungen (Personal-/Sachkosten und Abschreibungen) ins Verhältnis zum betriebswirtschaftlichen Rohertrag und den sonstigen betrieblichen Erträgen gesetzt. Die CIR erlaubt eine quantitative Aussage über die Effizienz der Leistungserstellung. Je geringer der Wert, desto effizienter wirtschaftet das Unternehmen.


Die CIR ist im Geschäftsjahr mit 73,9 % schlechter als geplant (70,7 %) und liegt über dem Vorjahr (61,9 %). Ursächlich hierfür sind insbesondere die stark angestiegenen Refinanzierungskonditionen, die zu einer erheblichen Belastung des Rohertrags geführt haben, diese konnte auch durch ein konsequentes Kostenmanagement nicht kompensiert werden. Die nach dem alten Ansatz berechnete CIR beträgt 75,5 % (Vorjahr: 79,9 %).


Als nichtfinanzielle Leistungsindikatoren beobachtet die abcbank zur internen Steuerung die Mitarbeiter-Fluktuationsquote. Im Jahr 2023 liegt ist diese mit 13,4 % (Vorjahr: 15,8 %) gegenüber dem Vorjahr leicht rückläufig. Die abcbank betreibt ein eigenes Inhouse-Schulungsprogramm. 2023 lag die durchschnittliche Teilnehmerzahl der abcbank bei 66 Mitarbeitern. Dies entspricht einer Quote von 49 % der in der Bank beschäftigten Mitarbeiter.

3. Prognose-, Risiken- und Chancenbericht

3.1. Prognosebericht


Die Geschäftsführung der Gesellschaft weist darauf hin, dass die hier dargestellten Erwartungen unterstellen, dass die Teuerungsrate im Jahresverlauf weiter rückläufig ist und infolgedessen die EZB in den Sommermonaten ihre restriktive Geldpolitik mit der Senkung des Zinsniveaus sukzessive - mit positivem Effekt auf die gesamtwirtschaftliche Entwicklung -zurücknimmt. Aus diesem Sachverhalt resultiert eine leichte Planungsunsicherheit bezüglich der erwartbaren Entwicklung der Gesellschaft.

Die deutsche Wirtschaft wird sich im Jahr 2024, wenngleich zeitlich verzögert, voraussichtlich erholen. Getragen wird diese Entwicklung durch eine Ausweitung der privaten Konsumausgaben sowie eine sukzessive Erholung des Exports durch eine steigende Nachfrage auf den Auslandsmärkten. Im Inland sorgen eine nachlassende Inflation sowie steigende Reallöhne für ein konsumfreundlicheres Klima. Gemessen am harmonisierten HVPI wird im Jahresdurchschnitt von einer Inflationsrate in Höhe von 2,7 % ausgegangen. Es wird erwartet, dass die Teuerung für Energie und Nahrungsmittel deutlich nachgibt. Somit entfalten die ergriffenen geldpolitischen Maßnahmen der EZB zur Erreichung des Zielkorridors von 2 % Inflation im Euroraum ihre Wirkung. Daneben ist für Ende 2024 die Einstellung der Reinvestitionen für das PEPP geplant. 23 Die Sparquote wird voraussichtlich sinken und sich sukzessive wieder ihrem langjährigen Mittel von 10,6 % annähern. 24 Die Beendigung finanzpolitischer Stützungsmaßnahmen wie der Abfederung der Energiekrise sowie im Zusammenhang mit den Netzentgelten werden trotz deutlich höherer Ausgaben für Rüstung und Rente voraussichtlich positiv auf die Schuldenquote einwirken und so die Staatsverschuldung um -0,7 Prozentpunkte auf 1,3 % senken. 25 Mit ersten Zinssenkungen wird ab dem Frühsommer 2024 gerechnet, gleichwohl wird der Hauptrefinanzierungssatz im Jahresdurchschnitt bei 4,3 % gesehen. 26 Somit werden die Unternehmen weiterhin durch hohe Kosten für die Finanzierung belastet werden. Hinzu kommen erhöhte Unsicherheiten möglicher staatlicher Fördermaßnahmen für Transformation und Klimaschutz, sodass mit einem Rückgang der Unternehmensinvestitionen gerechnet wird. 27Dabei werden die Ausrüstungsinvestitionen voraussichtlich maximal stagnieren. 28Die Bandbreiten in den Prognosen zur kommenden wirtschaftlichen Entwicklung weisen auf eine gewisse Unsicherheit hin. Die prognostizierte Zunahme des realen Bruttoinlandsproduktes (BIP) für das Jahr 2024 sieht die Deutsche Bundesbank bei 0,4 %. Das ifo-Institut geht von einer Zunahme in Höhe von 0,7 % aus. 29 30

Das Wachstum in der Leasingbranche wird durch die zukünftige gesamtwirtschaftliche Entwicklung beeinflusst. Der Branchenverband BDL gibt sich in seiner Prognose für das kommende Jahr ungewöhnlich zurückhaltend. Der Branchenverband rechnet damit, dass die realen Ausrüstungsinvestitionen maximal stagnieren, sodass das Wachstum in der Leasingbranche voraussichtlich stark limitiert sein wird. Der auf den Unternehmen lastende Kostendruck, strukturelle Probleme, die wirtschaftliche Schwäche Chinas sowie die hohe Regulierung sind nur einige Faktoren, die nach Einschätzung des BDL die deutsche Volkswirtschaft im kommenden Jahr vor große wirtschaftliche Herausforderungen stellen werden. Folglich fallen die Erwartungen des BDL für die Leasingbranche insgesamt verhalten aus.31 32

Auch die Mehrheit der Mitglieder des Factoringverbandes blickt aufgrund der wirtschaftlichen Entwicklung verhalten in die Zukunft. Als große zukünftige Herausforderungen werden unter anderem gestiegene Refinanzierungskosten, eine hohe Energiepreisunsicherheit und der Fachkräftemangel angeführt. 33 Da Factoring gerade in konjunkturell herausfordernden Zeiten mit Blick auf die Bereitstellung kurzfristiger Liquidität und durch seine Planungssicherheit eine wichtige Rolle einnimmt, wird diese Finanzierungsform weiterhin und insbesondere von mittelständischen Unternehmen als alternative Finanzierungsform nachgefragt werden. Darüber hinaus ist Factoring ein wichtiger Baustein des Transformationsprozesses hin zu einer nachhaltigen Wirtschaft. 34 Wachstumspotential ist mit Blick auf die Factoringquote, als Anteil des Factoringumsatzes am BIP möglich, da Deutschland mit einer Quote von 9,7 % deutlich unter der Quote vieler anderer europäischer Länder lag, die ihrerseits über 15 % kamen. 35

Die EZB geht für das kommende Jahr davon aus, das sich die aufsichtsrechtlichen und regulatorischen Vorgaben die Kreditvergabepolitik weiter verschärfen werden, wenngleich hieraus kein wesentlicher Rückgang in der Kreditnachfrage resultieren sollte. 36 Die Banken sehen einem herausfordernden Jahr entgegen. Das erwartete moderate Wachstum im Kreditgeschäft ist eng geknüpft an die zukünftige konjunkturelle Entwicklung. Höhere Kosten aus dem gestiegenen Zinsniveau werden voraussichtlich die Margen der Banken belasten, da Zinssenkungen aufgrund des Wettbewerbs nicht direkt weitergereicht werden können. Es wird erwartet, dass die Banken dies durch Erträge aus zinsunabhängigem Geschäft kompensieren. Weiterhin werden steigende Kosten für Digitalisierung und Transformation voraussichtlich die Ertragssituation belasten. 37


Die europäische Bankenaufsicht hat gegenüber den Banken ihre Vorgaben darüber, welche Themen diese mit hoher Priorität in den kommenden drei Jahren angehen müssen, formuliert. Dazu gehören insbesondere die Stärkung der Widerstandsfähigkeit gegen unmittelbare makrofinanzielle und geopolitische Schocks, ein erhöhtes Tempo bei der effektiven Mängelbeseitigung in der Governance und dem Management von Klima- und Umweltrisiken sowie die konsequente Weiterverfolgung der digitalen Transformation und der Erstellung robuster Rahmenwerke mit Blick auf die operative Resilienz.

Herausforderungen der Banken, wie steigende Kosten und deren limitierte Weiterreichung an ihre Kunden oder die verschärften Kreditbedingungen, betreffen ebenfalls die Schuldner in aktiven ABS-Transaktionen. Folglich kann für das kommende Jahr nicht ausgeschlossen werden, dass sich die Pool-Performance bestehender Transaktionen, wenngleich auf niedrigem Niveau, etwas verschlechtert. Das erwartete Emissionsvolumen 2024 liegt zwischen 210,0 Mrd. € und 220,0 Mrd. €. 38 Die (Neu-)Emissionen werden sich voraussichtlich auf einem ähnlichen Niveau wie 2023 bewegen. Die an Investoren platzierten europäischen Verbriefungsemissionen könnten zunehmen. Das Auslaufen der Refinanzierungsprogramme der Zentralbanken bietet die Möglichkeit, den Anteil des platzierten Emissionsvolumens an Investoren weiter auszubauen. Vor dem Hintergrund der angespannten Kostensituation für Finanzierung und Kapital, könnten sich Banken im kommenden Jahr veranlasst sehen, verstärkt Transaktionen mit Blick auf die Bilanzoptimierung durchzuführen.

Die regulatorischen Rahmenbedingungen in der Bankenlandschaft sind unverändert geprägt von einer Vielzahl an Vorgaben sowie hohen Prüfungsanforderungen, welche die Banken auch weiterhin vor große Herausforderungen stellen werden. Im kommenden Jahr stehen die Themen Finanzstabilität, Nachhaltigkeit, Digitalisierung und Geldwäscheprävention im Fokus der Aufsicht und sind insofern von hoher Relevanz für die Banken. Im Kern wird es unter anderem um die Umsetzung der CRR III, der CSRD und die zusätzlichen Anforderungen aus der DORA (Digital Operational Resilience Act) gehen. Mit Umsetzung der CRR III (Capital Requirement Regulation) gehen maßgebliche Veränderungen in der Säule 1 (i. e. S. Veränderungen bei den RWA- und Eigenmittelanforderungen) einher. Bis Ende 2024 müssen die Banken die CRR III in ihrer Prozess- und IT-Landschaft umsetzen. Weitere wichtige Zukunftsthemen bilden zum einen der Entwurf zur 8. MaRisk Novelle, der seit Mitte Februar 2024 in Konsultation befindlich ist und bis März 2024 final vorliegen soll. 39 Zum anderen die seitens der EU geplante, im Entwurf befindliche, Zahlungsverzugsverordnung, die von Mitte Januar bis Mitte März 2024 konsultiert wird. Kernstück ist hier die geplante Verkürzung der Zahlungsfrist auf 30 Tage. 40


Die Geschäftsleitung der abcbank geht zum Zeitpunkt der Aufstellung des Jahresabschlusses davon aus, dass die technische Rezession bis zum späten Frühjahr überwunden sein wird und mit rückläufiger Inflation und einer sukzessiven Senkung des Zinsniveaus es ab der zweiten Jahreshälfte 2024 zu einer allmählichen Erholung der gesamtwirtschaftlichen Lage kommt. Dies wird auch die Entwicklung der binnenwirtschaftlichen Konjunktur und somit das Geschäft im Geschäftsbereich abcfinance beeinflussen. Aufgrund dessen erwartet die Geschäftsführung im Leasing ein spürbares Wachstum im Neugeschäft. Im Factoring wird damit gerechnet, dass bedingt durch die konjunkturelle Entwicklung, ein leicht höheres Neugeschäft generiert werden, welches im Wesentlichen durch das Geschäft mit Bestandskunden getragen wird, mit entsprechender Auswirkung auf das Forfaitierungsvolumen der abcbank GmbH.


Die voraussichtliche Entwicklung der abcbank folgt der Neugeschäftsentwicklung des TK abcfinance Holding, da dieser den wesentlichen Zuträgerkanal im Aktivgeschäft darstellt. So übertragen sich auch die Chancen und Risiken der abcfinance GmbH auf die abcbank. Die abcfinance GmbH plant durch den Ausbau der Geschäftsfelder das Neugeschäftswachstum fortzuführen. Im kommenden Geschäftsjahr soll die Strategie, durch organisches Wachstum zu wachsen, fortgesetzt werden. Opportunistisches, anorganisches Wachstum wird dabei nicht ausgeschlossen.


Die Eigenkapitalausstattung der Bank wird durch die geplante Kapitalerhöhung im Jahr 2024 gestärkt. Der erwartete Anstieg im Neugeschäft führt zu höheren Risikoaktiva.


Vor dem Hintergrund eines geringen erwarteten Wirtschaftswachstums für das kommende Jahr erschweren das voraussichtlich verhaltene Investitionswachstum sowie der anhaltend hohe Kostendruck, der auf den Unternehmen lastet, die Prognose der Risikopositionen. Die Kapitalplanung zeigt trotz des negativen Ergebnisses im Berichtsjahr und mit Blick auf die bevorstehende Kapitalerhöhung eine stabile Eigenkapitalausstattung. Bei einem weiterhin hohen, aber im Vergleich zum Vorjahr reduzierten, Risikovorsorgebedarf und einem kräftig positiven Zinseffekt aus dem forfaitierten Leasinggeschäft, aus dem ein im Vergleich zum Vorjahr deutlich erhöhter Zinsüberschusses resultiert, rechnet die abcbank 2024 mit einem leicht positiven Jahresergebnis. Die Geschäftsführung der Bank erwartet, dass die erforderliche Mindesteigenkapitalausstattung nicht gefährdet sein wird.


Die Geschäftsführung der abcbank geht für den genannten Zeitraum davon aus, dass sich die durchschnittlichen Kosten der Refinanzierung bedingt durch den im Jahr 2023 deutlichen Anstieg des Markzinsniveaus zunächst auf hohem Niveau halten werden und sich mit den ersten Zinssenkungen durch die EZB langsam rückläufig entwickeln. Hinsichtlich des Zeitpunkts und der Höhe der seitens der EZB für das Jahr ergriffenen Zinssenkungsschritte bestehen in Abhängigkeit von der unterjährigen Entwicklung der Inflationsrate gewisse Prognoseunsicherheiten. Die Möglichkeit zur Refinanzierung über die Beleihung von ABS-Wertpapieren der Seniortranche sowie die Ausweitung des Einlagengeschäfts bilden im kommenden Jahr die Säulen einer kostenoptimierten Refinanzierung. Der Bedarf an Risikovorsorge wird auch von der Entwicklung der Insolvenzen im Jahr 2024 beeinflusst werden.


Insgesamt erwartet die Geschäftsleitung der abcbank, dass der erwartete Rückgang der Risikovorsorge und die erhöhten Zinseinnahmen durch die Ausweitung des Forfaitierungsgeschäfts, die Zinsbelastungen aus Refinanzierung und die negativen Beiträge aus dem operativen Betrieb kompensieren werden und so ein im Vergleich zum negativen Geschäftsergebnis des Vorjahres, ein leicht positives Geschäftsergebnis auf niedrigem Niveau bedingen werden.


Aufgrund der Annahmen zur Neugeschäfts- und Ergebnisentwicklung geht der Geschäftsbereich abcfinance für das Jahr 2024 davon aus, dass sich die Kennzahlen RoE, RoA und CIR erkennbar verbessern werden.

23 https://www.bundesbank.de/publikationen/monatsbericht-dezember-2023
24 https://www.ifo.de/ifo-konjunkturprognose-winter-2023
25 https://www.bundesbank.de/publikationen/monatsbericht-dezember-2023
26 https://www.ifo.de/ifo-konjunkturprognose-winter-2023

27 https://www.bundesbank.de/publikationen/monatsbericht-dezember-2023
28 BDL-Gesamtwirtschaftliche Entwicklung
29 https://www.bundesbank.de/publikationen/monatsbericht-dezember-2023
30 https://www.ifo.de/ifo-konjunkturprognose-winter-2023
31 vgl. BDL-Rundschreiben 07-01-2024: Gesamtwirtschaftliche Einordnung vom 14.02.2024
32 https://bdl.leasingverband.de/newsroom/ifo-geschaeftsklima Januar 2024
33 https://www.factoring.de/halbjahresbericht 2023
34 vgl. Dr. Moseschus in FLF 04/2023: Editorial

35 vgl. M. Menke in FLF 06/2023: Editorial
36 https://www.bundesbank.de/umfrage-zum-kreditgeschaeft-in-deutschland 2023 februar 2024
37 https://www.deloitte.com//banking-industry-outlook 2024
38 Morningstar / DBRS: European Structured Finance and Covered Bonds Outlook 2024

39 https://www.bafin.de/Konsultation MaRisk-Novelle 2024 02 15
40 https://ec.europa.eu/info/Late-payments-update-of-EU-rules Januar 2024

3.2. Risikomanagementprozesse


Die von der Geschäftsleitung jährlich festgelegte Geschäfts- und Risikostrategie bildet die Basis für das Risikomanagementsystem der abcbank GmbH. Die Risikostrategie gibt die strategische Grundhaltung der Geschäftsführung zum Risikomanagement wieder und beinhaltet die aus der Risikotragfähigkeit abgeleiteten Limitierungen sowie risikobegrenzende Maßnahmen.


Zu den Hauptaufgaben des Risikomanagements zählen dabei die laufende Identifikation, Beurteilung, Steuerung und Überwachung - einschließlich der Berichterstattung - von unternehmensinternen sowie externen Risiken, deren Eintritt die Erreichung strategischer Unternehmensziele gefährden würde.

3.2.1. Risikoidentifikation / -inventur

Die Risikoidentifikation dient der strukturierten Erfassung der Risiken. Diesem Schritt messen wir große Bedeutung bei, da nur die hier erfassten Risiken in den nachfolgenden Prozessschritten berücksichtigt werden. Sind die Risiken erfasst, ist festzulegen, welche Risiken eine wesentliche Bedeutung für die Bank besitzen. Zudem werden auch die in der Vergangenheit als unwesentlich eingestuften Risiken überprüft, da diese z. B. aufgrund der Aufnahme neuer Geschäftsfelder an Bedeutung gewonnen haben können. Gemäß der aktuellen Fassung der MaRisk wird zusätzlich ermittelt, ob durch die Zusammenfassung unwesentlicher Risiken zusätzliche wesentliche Risiken entstehen. Gemäß den Vorgaben werden auch ESG-Einflussfaktoren 41 im Rahmen der Risikoinventur gewürdigt. Hierzu werden in einer Risikomatrix einzelne ESG-Risikotreiber betrachtet und deren Auswirkungen auf alle potenziellen Risikoarten bewertet. Neben den bereits als wesentlich eingestuften Risikoarten sind im Geschäftsmodell der abcbank keine weiteren Risiken vorhanden.


Neben der Einstufung der Wesentlichkeit von Risiken berücksichtigen wir die mit wesentlichen Risiken verbundenen Risikokonzentrationen. Hierbei werden neben Risikopositionen gegenüber Einzeladressen, die allein aufgrund ihres Volumens der Geschäftsbeziehung eine Risikokonzentration darstellen, auch solche Risikokonzentrationen berücksichtigt, die durch den Gleichlauf von Risikopositionen innerhalb einer Risikoart (Intra-Risikokonzentrationen) sowie über verschiedene Risikoarten hinweg (Inter-Risikokonzentrationen) entstehen. Ferner wird bei der Risikoinventur geprüft, welche Risiken die Vermögens-, Ertrags- und Finanzlage wesentlich beeinträchtigen können.

41 ESG - Environment-Social-Governance, Nachhaltigkeitskriterien


Die Risikoidentifikation wird in folgenden Gremien/Prozessen vorgenommen:

Gremium / Prozess Inhalt Turnus
Risikotag - Besprechung möglicher neuer Risiken
- Festlegung der Wesentlichkeit / Unwesentlichkeit neuer / bestehender Risiken
- Identifizierung von Intra- und Inter-Risikokonzentrationen
- Besprechung der Beeinträchtigung der Vermögens-, Ertrags- und Finanzlage
- Überprüfung des Risikotragfähigkeitskonzepts
- Würdigung von ESG-Einflussfaktoren
mindestens
jährlich
Gesamtstrategieausschuss - Überprüfung der Risikoeinschätzung anhand des Zahlenmaterials aus der Abteilung Risikocontrolling quartalsweise,
anlassbezogen
Strategieausschüsse
Adressenausfallrisiken
sowie Marktpreis- und Liquiditätsrisiko
- Überprüfung der Risikoeinschätzung anhand des Zahlenmaterials aus der Abteilung Risikocontrolling
- Erarbeitung von Vorschlägen zum Risikoprofil
quartalsweise,
anlassbezogen
Strategieausschuss OpRisk - Identifizierung operationeller Risiken unter Beteiligung von Bereichsleitern und deren Mitarbeitern
- Identifizierung operationeller Schäden unter Beteiligung von Bereichsleitern und deren Mitarbeitern
- Identifizierung von Beschwerden unter Beteiligung von Bereichsleitern und deren Mitarbeiter
- Darstellung der aktuellen Situation des Informationssicherheitsmanagementsystems unter Beteiligung der Bereichsleitung
- Monitoring von Frühwarnindikatoren unter Beteiligung der Bereichsleitung
quartalsweise,
anlassbezogen
Prozesse im
Risikocontrolling
- Überprüfung des Risikogehalts im Rahmen der anstehenden Aufgaben
- Abgabe von Empfehlungen hinsichtlich der Entwicklung einzelner Risiken
laufend
NPP - Bewertung neuer/bestehender Risiken aufgrund neuer Produkte/neuer Märkte im Rahmen des NPP

3.2.2. Beurteilung, Steuerung und Überwachung der wesentlichen Risikoarten


Durch die Umstellung der Risikotragfähigkeitskonzeption auf die im Leitfaden der Bundesbank genannten normativen und ökonomischen Perspektiven und dem erwarteten Konservativitätsniveau von 99,9 % sind die angegebenen Risikoanrechnungsbeträge nicht mehr mit den Beträgen aus dem Vorjahr vergleichbar.

3.2.2.1. Adressenausfallrisiko


Unter Adressenausfallrisiko verstehen wir die Gefahr, dass Verluste oder entgangene Gewinne aufgrund des Ausfalls oder der Bonitätsveränderung von Geschäftspartnern das erwartete Maß übersteigen.

3.2.2.1.1. Beurteilung


Die Risikobeurteilung erfolgt zunächst einzelfallbezogen im Antragsprozess (Leasing- oder Darlehensnehmer, Anschlusskunde, Debitor) mit Hilfe von Scoring- und Ratingsystemen bzw. unter Einbindung externer Informationen von Auskunfteien oder des Warenkreditversicherers. Ab dem Antragsprozess und für die Gesamtdauer der Geschäftsbeziehung werden Bonitätsinformationen regelmäßig geprüft und führen zur stetigen Aktualisierung der Risikoklassifizierung.


Darüber hinaus existiert ein Verfahren zur Früherkennung von Insolvenzen, das uns in die Lage versetzt, frühzeitig auf potenzielle Schieflagen zu reagieren.


Das Adressenausfallrisiko des Leasinggeschäfts beurteilen wir mit Hilfe des erwarteten und des unerwarteten Verlustes. Hierfür werden Modelle für kundenbezogene Ausfallwahrscheinlichkeiten und Verluste bei Ausfall verwendet. Zum Stichtag 31. Dezember 2023 beträgt der Gesamtverlust im Adressenausfallrisiko auf dem 99,9 %-Quantil 33,2 Mio. € (Vorjahr nach Umstellung ökonomische Perspektive: 35,0 Mio. €), wodurch das Limit von 52,0 Mio. € zu 64 % ausgelastet wird.

3.2.2.1.2. Steuerung


Die Steuerung des Adressenausfallrisikos setzt ebenfalls zunächst auf Ebene des Einzelgeschäfts an. Die sorgfältige Analyse im Antragsprozess bzw. die Nutzung objektivierter, automatisierter Entscheidungsverfahren ist die erste Stufe des Steuerungsprozesses. Die eingesetzten Risikoklassifizierungsverfahren werden regelmäßig validiert und auf ihre Angemessenheit hin überprüft.


Basierend auf den Informationen des Frühwarnsystems und insbesondere dem aktuellen Zahlungsverhalten des Schuldners greifen auf Ebene der Bestandsbearbeitung ggf. einzelfallbezogene Steuerungsmaßnahmen über die Intensivbetreuung oder die Betreuung von Risikoengagements. Dabei liegt der Fokus zunächst auf einer gemeinsamen Lösungsfindung mit dem Kunden, bevor gegebenenfalls ergänzende Maßnahmen ergriffen werden bzw. es zu einer Vertragskündigung kommt.


Im Rahmen des Strategieprozesses werden auf Portfolioebene strategische Vorgaben der Geschäftsleitung zu unerwarteten Verlusten, Branchenkonzentrationen und Volumenkonzentrationen definiert. Aus den sich hieraus ergebenden Anforderungen werden Steuerungsmaßnahmen abgeleitet, die durch den Strategieausschuss "Adressenausfallrisiken" vorbereitet und durch den Gesamtstrategieausschuss oder die Geschäftsführung verabschiedet werden.

3.2.2.1.3. Überwachung


Die Überwachung des Adressenausfallrisikos erfolgt zunächst einzelgeschäftsbezogen mit Hilfe von Mahnlisten und Vorschlagslisten zur Bildung von Risikovorsorge. Darüber hinaus greifen die in den Arbeitsanweisungen zur Früherkennung von Insolvenzen beschriebenen Prozesse.


Auf Ebene des Portfolios zeigt uns zunächst die monatliche Mahnstatistik unmittelbar ein Bild von der Entwicklung der zugrundeliegenden Geschäfte. Im Quartalsrisikobericht werden Statistiken zu Branchen-, Objekt- und Schuldnerverteilungen dargestellt, die in Kombination mit der Darstellung des Adressenausfallrisikos in der Risikotragfähigkeit ein Bild der Risikolage zeigen. Für das Leasingportfolio wird zusätzlich die aktuelle Verteilung der Forderungshöhen und der Risikopotenziale auf die Risikoklassen dargestellt. Ergänzend dient die Darstellung der gebildeten Risikovorsorge der Rückschau auf das schlagend gewordene Adressenausfallrisiko.

3.2.2.2. Zinsänderungsrisiko


Unter Zinsänderungsrisiko verstehen wir potenzielle Verluste, die aufgrund unerwarteter Änderungen der Zinssätze im Geld- und Kapitalmarkt entstehen können. Voraussetzung für das Entstehen eines solchen Verlustpotenzials sind im Wesentlichen Inkongruenzen in der Zinsbindung durch eine unterschiedliche Ablaufstruktur von Aktiv- und Passivpositionen.


Die abcbank GmbH ist ein Nicht-Handelsbuchinstitut im Sinne des Kreditwesengesetzes (KWG).

3.2.2.2.1. Beurteilung


Für die abcbank GmbH liefert der aufsichtsrechtliche Zinsshift um +/- 200 Basispunkte erste Informationen zur Höhe der bestehenden Risiken. Zum Stichtag 31. Dezember 2023 betragen die gemessenen Risiken lediglich 1,5 % der Eigenmittel.


In der internen Ermittlung der barwertigen Zinsänderungsrisiken wird ein Value-at-Risk-Verfahren auf Basis der Historischen Simulation eingesetzt. Zum Stichtag beträgt das 99,9 %-Quantil 9,7 Mio. € und lastet das festgelegte Limit von 54 Mio. € zu 18 % aus. Zusätzlich wird für die abcbank das periodische Zinsänderungsrisiko einschließlich der geplanten Neugeschäfte betrachtet.

3.2.2.2.2. Steuerung


Neben der Limitierung in der Risikotragfähigkeit wird das Zinsänderungsrisiko durch den Bereich Refinanzierung beeinflusst. Die Beeinflussung stellt im Wesentlichen auf Änderungen in der Refinanzierungsstruktur über gezielte Refinanzierungsgeschäfte bzw. die Konditionsgestaltung im Einlagengeschäft ab.


Zur Steuerung von Zinsänderungsrisiken werden derzeit keine derivativen Finanzinstrumente eingesetzt.

3.2.2.2.3. Überwachung


In den täglichen Datenbankprozessen wird das Cashflow-Profil des aktuellen Portfolios ermittelt. Durch automatisierte Prozesse wird das Zinsänderungsrisiko ebenfalls täglich überwacht. Im Quartalsrisikobericht werden die Höhe des Zinsänderungsrisikos und die Einhaltung der in der Risikostrategie festgelegten Limitierungen kommuniziert.

3.2.2.3. Liquiditätsrisiko


Unter dem strukturellen Liquiditätsrisiko (auch Refinanzierungskostenrisiko) verstehen wir das Risiko von Vermögenswertverlusten, die aufgrund von Veränderungen des Refinanzierungsspreads entstehen können. Voraussetzung für das Entstehen eines solchen Verlustpotenzials sind Refinanzierungslücken und damit einhergehende Inkongruenzen in der Liquiditätsablaufbilanz durch unterschiedliche Liquiditätsbindungen von Aktiv- und Passivpositionen.


Unter dem dispositiven Liquiditätsrisiko (auch Zahlungsunfähigkeitsrisiko) verstehen wir das Risiko, dass - trotz eines positiven Vermögenswertes des Unternehmens - eine Zahlungsunfähigkeit entstehen kann.

3.2.2.3.1. Beurteilung


Die Beurteilung des strukturellen Liquiditätsrisikos fußt einerseits auf den vorhandenen Inkongruenzen in der Refinanzierung, andererseits auf einer Expertenschätzung des Refinanzierungsspreads im unerwarteten Risikofall. Der für den unerwarteten Verlust festgelegte Aufschlag auf die geplanten Refinanzierungsspreads beträgt für alle Laufzeiten 80 bp. Es ergibt sich zum Stichtag ein Risikowert von 0,5 Mio. €, der das Limit von 15,0 Mio. € zu 3,7 % auslastet.


Die Beurteilung des dispositiven Liquiditätsrisikos mündet in der Festlegung einer Mindestvorgabe für die Liquidity Coverage Ratio (LCR) und eines maximalen Tagesgeldvolumens. Zum Stichtag betrug die LCR 644 % und lag somit deutlich über den von der Aufsicht geforderten 100 %.


Das strukturelle Liquiditätsrisiko wird über die Strukturelle Liquiditätsquote (Net Stable Funding Ratio, NSFR) auf täglicher Basis überprüft. Die strukturelle Liquiditätsquote soll eine nachhaltige Refinanzierungsstruktur in den Instituten sicherstellen, indem sie die Fristentransformation zwischen dem Aktivgeschäft und seiner Refinanzierung begrenzt und somit das Risiko künftiger Refinanzierungserfordernisse vermindert. Per Stichtag lag die NSFR bei 136 %. Sie lag somit über der regulatorisch geforderten 100%.

3.2.2.3.2. Steuerung


Das Refinanzierungsrisiko wird durch den Bereich Refinanzierung beeinflusst. Die Steuerungsmaßnahmen entsprechen denen des Zinsänderungsrisikos.


Für Notfälle in der Liquiditätsversorgung existiert eine Notfallplanung. Ein Liquiditätsengpass wird dabei definiert als eine Situation, in der der Liquiditätsbestand im Prognosezeitraum von 10 Tagen an einem Tag 10,0 Mio. € unterschreitet und vom Bereich Refinanzierung noch keine Maßnahmen zur Liquiditätsbeschaffung eingeleitet worden sind. Die Durchführbarkeit und die Wirksamkeit der im Notfallplan definierten Maßnahmen wird jährlich überprüft.

3.2.2.3.3. Überwachung


Überwacht wird das barwertig ermittelte Liquiditätskostenrisiko durch täglich ablaufende, automatisierte Datenbankprozesse im Risikocontrolling auf der Basis von aktuellen Cashflow-Prognosen und unterschiedlichen Refinanzierungsaufschlägen. Im Quartalsrisikobericht werden zudem ausgewählte Informationen zum barwertigen bzw. periodischen Liquiditätsrisiko aufgeführt. Zudem ermittelt der Bereich Risikocontrolling durch automatisierte Datenbankprozesse täglich die LCR- und die NSFR-Kennzahl.


Im Rahmen der operativen Liquiditätsdisposition überwacht der Bereich Refinanzierung die Liquiditätslage stetig auf Grundlage verschiedener operativer Arbeitsunterlagen. Außerdem finden Liquiditätsablaufbilanzen Eingang in den Gesamtrisikobericht.

3.2.2.4. Operationelles Risiko


Das operationelle Risiko definieren wir als die Gefahr des Eintretens von Verlusten, die aufgrund von (1) Unangemessenheit oder Versagen von internen Systemen, Prozessen und Menschen oder (2) eintretenden externen Ereignissen (z.B. Betrug) entstehen können. Diese Definition schließt Rechtsrisiken ein, das strategische Risiko und das Reputationsrisiko sind nicht Teil des operationellen Risikos. Zur Identifikation operationeller Risiken wird regelmäßig ein Self-Assessment durchgeführt. Die Befragung von ausgewählten Mitarbeitern (Experten) unterschiedlicher Bereiche führt zu einer strukturierten Selbsteinschätzung und Offenlegung potenzieller operationeller Risiken. Somit wird die Risikotransparenz gesteigert und der Risikosteuerung eine belastbare Datengrundlage bereitgestellt.

3.2.2.4.1. Beurteilung


Die Beurteilung des operationellen Risikos erfolgt über zukunftsgerichtete Risikomeldungen, vergangenheitsbezogene Meldungen eingetretener Schadenfälle und über das jährlich durchgeführte Self-Assessment.


In der Risikotragfähigkeit zum Stichtag wird das operationelle Risiko mit einem Abzugsposten in Höhe von 7,7 Mio. € (Vorjahr nach Umstellung ökonomische Perspektive: 6,2 Mio. €) berücksichtigt. Die Höhe ergibt sich aus einem Self-Assessments unter Berücksichtigung des Basisindikatorsatzes (BIA).

3.2.2.4.2. Zukunftsgerichtete Risikomeldungen


Operationelle Risiken beschreiben die Verlustmöglichkeiten bei unsicheren Unternehmungen. Sie sind mindestens in einer Dimension (z. B. Eintrittszeitpunkt oder jährlicher Risikobetrag) unsicher.


Als wesentliche operationelle Risiken betrachten wir solche Risiken, die einen Schadenerwartungswert größer als 250 T€ aufweisen.


Alle Mitarbeiter sind angehalten, die im Tagesgeschäft erkannten operationellen Risiken zu melden. Mit der Meldung des Risikos verbunden ist unter anderem die Einschätzung der Eintrittswahrscheinlichkeit und des möglichen Schadenerwartungswertes. Ebenfalls sind Angaben zu angedachten Gegenmaßnahmen zu machen, welche vom Risikocontrolling in regelmäßigen Strategieausschüssen auf ihre Umsetzung kontrolliert werden.

3.2.2.4.2.1. Meldung von Schadensfällen


Die Erfassung und Analyse von Schadensfällen erfolgt durch den Strategieausschuss Operationelle Risiken in einer Schadensfalldatenbank. Die Bereichsleiter der abcbank GmbH sind verpflichtet, Schadensfälle zeitnah dem Strategieausschuss Operationelle Risiken zu melden. Dazu werden die Fälle einer der Baseler Ereigniskategorien zugeordnet:

Abwicklung, Vertrieb und Prozessmanagement

Externe betrügerische Handlungen

Interne betrügerische Handlungen

Beschäftigung und Arbeitsplatzsicherheit

Geschäftsunterbrechungen und Systemausfälle

Sachschäden

Kunden, Produkte und Geschäftsgepflogenheiten


Gemäß den MaRisk sind bedeutende Schadensfälle unverzüglich hinsichtlich ihrer Ursachen zu analysieren. Ziel ist es, effektive Gegensteuerungsmaßnahmen zu ergreifen, welche eine Wiederholung des Schadensereignisses ausschließen, unwahrscheinlicher machen oder die Schadenshöhe begrenzen.


Bedeutende Schadensfälle sind alle Schadensfälle mit einem Schaden über 250 T€. Die Verantwortung für die Analyse der Schadensfälle trägt der jeweilige Bereich, welcher den Schaden gemeldet hat.


Nach erfolgter Analyse sind Maßnahmen von dem verantwortlichen Bereich zur Gegensteuerung zu entwickeln bzw. bereits bestehende Maßnahmen zu überprüfen und dem Leiter des Strategieausschusses Operationelle Risiken mitzuteilen.

3.2.2.4.2.2. Self-Assessment


In der jährlich durchgeführten Selbsteinschätzung werden mögliche Schadensarten durch ausgewählte Experten skizziert und strukturiert in eine Risikolandkarte übertragen. Mit geschätzten Eintrittshäufigkeiten und potenziellen Schadenshöhen wird für jede Risikoart das Verlustpotenzial ermittelt. Somit können unterschiedliche Schadensszenarien betrachtet und als Grundlage für die Steuerung genutzt werden.

3.2.2.4.3. Steuerung


Gesteuert werden die operationellen Risiken über eine Vielzahl von Einzelmaßnahmen, die im Wesentlichen in der schriftlich fixierten Ordnung niedergelegt sind.

3.2.2.4.4. Überwachung


Die Überwachung und Kontrolle von Maßnahmen zur Risikominderung wesentlicher operationeller Risiken sowie von Gegensteuerungsmaßnahmen zur Vermeidung einer Schadenswiederholung erfolgt durch den für die Nachschau Verantwortlichen. Diese Position wird grundsätzlich von einem Mitglied des Strategieausschusses Operationelle Risiken übernommen.


Der Umsetzungsstand der Maßnahmen wird durch den Leiter des Strategieausschusses Operationelle Risiken im Rahmen einer vierteljährlichen Überwachung nachgehalten. Darüber hinaus ist die Geschäftsleitung per Ad-hoc-Meldung zu informieren, wenn die Schadenshöhe von 250 TEUR im Einzelfall überschritten wird.


Die Hauptverantwortung für die Überwachung trägt der Leiter des Strategieausschusses Operationelle Risiken.

3.2.3. Risikotragfähigkeitsrechnung


Seit dem 1. Januar 2023 wird die Risikotragfähigkeit gemäß den aktuellen MaRisk-Anforderungen im Rahmen einer ökonomischen Perspektive ermittelt. Zur Abbildung der Risikotragfähigkeit gemäß RTF-Leitfaden nutzt die abcbank GmbH zum Berichtsstichtag eine barwertnahe Bewertungslogik, bei der quartalsweise die Risikodeckungsmasse ermittelt und der gemessenen Risikohöhe gegenübergestellt wird. Dabei wird die Risikotragfähigkeit als gegeben angesehen, wenn die Risikodeckungsmasse alle einbezogenen Risiken vollständig deckt und überkompensiert.


Die Risikodeckungsmasse wird ausgehend von allen potenziell zur Deckung von schlagend werdenden Risiken zur Verfügung stehenden Positionen (Risikodeckungspotenzial) ermittelt. Das Risikodeckungspotenzial setzt sich aus dem bilanziellen Eigenkapital (inkl. Ergänzungskapital), den stillen Reserven gemäß der Ermittlungslogik für die verlustfreie Bewertung des Zinsbuches und dem erwirtschafteten Ergebnis nach Steuern zusammen. Zusätzlich wird zur Vermeidung der Doppelanrechnung der erwarteten Verluste (expected loss; im Folgenden EL) für das erste Jahr im Risikodeckungspotenzial berücksichtigt, da die erwarteten Verluste bereits im erwirtschafteten Ergebnis in Abzug gebracht wurden.


Unter Abzug der nicht anrechenbaren immateriellen Vermögensgegenstände und sonstiger Abzugsposten zur Abbildung operationeller Risiken (7,7 Mio. €) ergibt sich die Risikodeckungsmasse. Diese Risikodeckungsmasse wird dann im Rahmen einer geschäftspolitischen Entscheidung der Geschäftsführung in Form von Limiten auf die verbleibenden Risikoarten allokiert.


Zum 31. Dezember 2023 beträgt das Risikodeckungspotenzial 280,5 Mio. EUR. Davon werden sowie 7,8 Mio. € für sonstige Risiken abgezogen, sodass eine Risikodeckungsmasse von 272,7 Mio. € zur Verfügung steht.


Gemäß Risikostrategie sind davon insgesamt 121,0 Mio. € für Adressenausfall-, Zinsänderungs- und Liquiditätsrisiken allokiert, so dass eine freie Risikodeckungsmasse von weiteren 151,7 Mio. € als Puffer verbleibt.


Zur Überprüfung der Risikotragfähigkeit werden die gemessenen barwertigen Risiken der abcbank GmbH quartalsweise stichtagsbezogen zu einem Gesamtrisiko für einen Zeitraum von 12 Monaten in einem 99,9 %-Quantil verdichtet.


Die folgende Tabelle zeigt die Übersicht der Risikotragfähigkeitsrechnung der abcbank zum 31. Dezember 2023 im Vergleich zum Vorjahr:

Mio. € 31.12.2023 31.12.2022
(Vorjahr angepasst)
31.12.2022 (Vorjahr) Veränderung
Risikodeckungspotential 280,5 272,5 278,4 +8,0
-Going-Concern-Kapital n/a n/a 154,9 n/a
-Sonstige Abzugsposten 7,8 6,8 4,1 +1,0
Risikodeckungsmasse gesamt 272,7 265,7 119,4 +7,0
davon: allokiert 121,0 0,0 46,0 n/a
Gemessene Risiken
Adressenausfallrisiko 33,2 35,0 23,9 -1,8
Zinsänderungsrisiko 9,7 43,2 1,4 -33,5
Liquiditätsrisiko 0,6 7,5 0,4 -6,9
Gesamtrisiko 43,5 85,7 25,7 -42,2
Auslastung in % 16,0% 32,0% 21,5%


Die Risikotragfähigkeit war zu den Bilanzstichtagen wie auch zu den quartalsweise erfolgten Ermittlungen jeweils gegeben, da die wesentlichen Risiken durch das Risikodeckungspotenzial, gegebenenfalls unter Berücksichtigung von Risikokonzentrationen, stets abgedeckt waren. Zum Stichtag beträgt die Auslastung der Limite über alle Risikoarten 35,9 %. Im Ergebnis schätzen wir das Risikomanagement der abcbank GmbH als dem Risikoprofil angemessen ein.


Seit dem 1. Januar 2023 wird die Risikotragfähigkeit gemäß den aktuellen MaRisk-Anforderungen im Rahmen einer ökonomischen Perspektive ermittelt. Dies erfolgte bereits im Jahr 2022 in indikativen Parallelrechnungen, wobei stets eine hinreichende Risikotragfähigkeit ermittelt wurde. Die Werte aus der Proberechnung für 31.12.2022 werden hier für bessere Vergleichbarkeit gezeigt.

3.2.4. Stresstests


Nach MaRisk AT 4.3.3 sind regelmäßig sowie anlassbezogen angemessene Stresstests für die als wesentlich eingestuften Risiken durchzuführen.


Die regelmäßigen Stresstests werden zumindest halbjährlich durchgeführt. Anlassbezogene Stresstests werden durch die Geschäftsführung, die Strategieausschüsse oder das Risikocontrolling initiiert.


Die regelmäßigen Stresstests beinhalten ein historisches und ein hypothetisches Szenario. Zusätzlich werden die Auswirkungen eines schweren konjunkturellen Abschwungs auf Gesamtinstitutsebene analysiert.


Die Festlegung der Szenarien erfolgt durch die für die Risikoarten zuständigen Strategieausschüsse. Die Berechnungen werden durch das Risikocontrolling in Abstimmung mit den Leitern der Strategieausschüsse durchgeführt und im Gesamtstrategieausschuss kritisch reflektiert.


Der inverse Stresstest erfolgt jährlich.


Zum Stichtag 31. Dezember 2023 wurden die Stresstests auf der Grundlage des gültigen Konzepts durchgeführt. Hierbei wurden die Auswirkungen der Stressannahmen auf die Risikodeckungsmasse ermittelt. Die Risikotragfähigkeit ergibt sich durch die Gegenüberstellung der Risikodeckungsmasse zu den gemessenen Risikobeträgen unter den spezifischen Annahmen der Szenarien. In allen Stresstestszenarien war die Risikotragfähigkeit zum Stichtag 31. Dezember 2023 gegeben.

3.2.5. Kapitalplanungsprozess


Die abcbank GmbH verfügt über einen Prozess zur Planung des zukünftigen Kapitalbedarfs wie gemäß RTF-Leitfaden für die normative Perspektive der RTF erforderlich. Auf der Grundlage eines Planszenarios und eines adversen Szenarios werden die Auswirkungen von Veränderungen der eigenen Geschäftstätigkeit und der strategischen Ziele sowie Veränderungen des wirtschaftlichen Umfelds auf den Kapitalbedarf über den Betrachtungshorizont des Risikotragfähigkeitskonzepts hinaus untersucht. Als Basis dienen die Planzahlen aus der mittelfristigen Geschäftsplanung und strategisch festgelegten Eigenmittelzielquoten sowie aus möglichen adversen Szenario-Annahmen. Die im Jahre 2023 erstellte Kapitalplanung erfolgt somit gemäß den Anforderungen an die normative Perspektive der Risikotragfähigkeit.

3.2.6. Sanierungsplanung


Gemäß der Verordnung zu den Mindestanforderungen an Sanierungspläne (MaSanV) sowie §12 ff. des Sanierungs- und Abwicklungsgesetzes (SAG) i.V.m. §19 SAG muss die abcbank über einen vereinfachten Sanierungsplan verfügen. Dieser beinhaltet einen Überblick über das Geschäftsmodell und die Eigentümerstruktur sowie eine Liste ausgewählter Indikatoren und mögliche Handlungsoptionen, sofern die kritischen Schwellen bei den Indikatoren über- oder unterschritten werden.


Die Werte zum Quartalsstichtag werden zusammen mit den Schwellenwerten vierteljährlich im Risikobericht dargestellt. Im Berichtsjahr 2023 gab es keine Unter- bzw. Überschreitung der Schwellenwerte.

3.2.7. Risikokommunikation / -berichtswesen


Folgende Berichte sind zentrale Bestandteile der laufenden Risikoberichterstattung im engeren Sinne:

Nr. Bezeichnung Turnus Verantwortlich Empfänger
1. Quartalsrisikobericht Quartal • Risikocontrolling • Geschäftsführung
• Strategieausschüsse • Aufsichtsrat
2. Risikotragfähigkeit Quartal • Risikocontrolling • Geschäftsführung
• Aufsichtsrat
3. Mahnstatistik Monat • Risikocontrolling • Geschäftsführung
• Aufsichtsrat
4. Zinscockpit inkl. Liquiditätsvorschau Woche • Refinanzierung • Geschäftsführung
• Risikocontrolling
5. Compliance-Bericht Quartal • Compliance • Geschäftsführung
• Leiter Compliance Wilh. Werhahn KG
• Revision


Daneben gibt es einen Ad-hoc-Meldeprozess, der bei plötzlich und unerwartet eintretenden Adressenausfall- und operationellen Risiken die direkte Berichterstattung an die Geschäftsführung gewährleistet.


Ergänzend existiert eine Vielzahl von Berichten und Auswertungen, die der Risikoberichterstattung im weiteren Sinne zugerechnet werden können. Auf eine Aufzählung wird an dieser Stelle bewusst verzichtet.

3.2.8. Zusammenfassende Risikoeinschätzung


Das Risikomanagementsystem wurde in den letzten Jahren kontinuierlich ausgebaut.


Weiterentwickelte Scorekarten mit verbesserten Trennschärfen sowie die Einführung des permanenten Bestandsratings optimieren die Steuerung und Bewertung der Adressenausfallrisiken. Die Risikomodellierung für Zinsänderungs- und Liquiditätsrisiken auf Cashflow-Basis geben ein genaueres Bild der tatsächlichen Risiken wieder. Wesentliche Risiken aus Branchen- oder Größenkonzentrationen sind nicht erkennbar.


Die Risikodeckungsmasse liegt leicht über dem Vorjahresniveau. Die Risikotragfähigkeit war zu den Zeitpunkten der Ermittlung zum jeweiligen Quartalsstichtag gegeben. In der künftigen Entwicklung der Bank sehen wir aufgrund einer risikoadjustierten Geschäftspolitik trotz Belastung der Ertragslage durch die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen keine strukturellen Risiken.

3.3. Aufbauorganisation des Risikomanagements


Die Aufbauorganisation orientiert sich zum einen an den Vorgaben der Mindestanforderungen an das Risikomanagement; zum anderen richtet sich die Ausgestaltung des Risikomanagements am Umfang und der Komplexität der Geschäftsaktivitäten aus. Die mit den Prozessen verbundenen Aufgaben, Kompetenzen und Verantwortlichkeiten wurden klar definiert und aufeinander abgestimmt.

3.3.1. Ausschüsse 3.3.1.1. Gesamtstrategieausschuss


Der Gesamtstrategieausschuss (GSA) steuert das Risikomanagement der abcbank GmbH.


Stimmberechtigte Mitglieder sind:

Geschäftsleitung

Leitung Strategieausschuss Adressenausfallrisiken

Leitung Strategieausschuss Marktpreis- und Liquiditätsrisiko

Leitung Strategieausschuss Operationelle Risiken

Leitung Risikocontrolling

Leitung Compliance & Recht


Die Leitung der Internen Revision hat im GSA nur ein Frage- und Informationsrecht; sie ist nicht stimmberechtigt.


Wesentliche Aufgabe des GSA ist die Beurteilung der Gesamtrisikolage. Besondere Bedeutung kommt dem jährlich stattfindenden Risikotag zu, an dem die Risikoidentifikation vorgenommen und das Gesamtrisikoprofil verabschiedet werden. Hierunter fällt auch die Identifikation von Klumpenrisiken sowie von Inter- und Intrarisikokonzentrationen. Des Weiteren erfolgt die Beurteilung der Gesamtrisikolage anhand des vierteljährlichen Risikoberichts. Im Fokus steht neben der Prüfung der einzelnen Risikopositionen die Risikotragfähigkeit. Außerdem stellt der GSA eine eventuell vorliegende Überschreitung der Grenze für die Quote notleidender Kredite gemäß MaRisk auf Basis des Risikoberichts fest.


Das Gesamtrisikoprofil und die geschäftspolitische Ausrichtung bilden die Grundlage für den GSA zur Formulierung der Risikostrategie. Die sich aus der Risikostrategie ergebenen Anforderungen an das Risikomanagement sind durch den GSA umzusetzen und deren Realisierung zu überprüfen. Ferner stehen die Weiterentwicklung und Optimierung der Instrumente, Verfahren und Prozesse des Risikomanagements im ständigen Fokus.

3.3.1.2. Strategieausschuss Adressenausfallrisiken


Der Strategieausschuss Adressenausfallrisiken tagt mindestens vierteljährlich im Vorfeld der Sitzung des Gesamtstrategieausschusses. Die Leitung des Strategieausschusses obliegt der Bereichsleitung Kreditmanagement.


Stimmberechtigte Mitglieder sind:

Leitung Kreditmanagement

Leitung Factoring Operations

Leitung Kreditmanagement/Risikoengagements

Referent Kreditsysteme und Prozesse

Leitung Risikocontrolling

Leitung Compliance & Recht


Folgende Aufgaben werden durch den Strategieausschuss wahrgenommen:

Analyse der Risikolage hinsichtlich des Adressenausfallrisiko

Analyse des Quartalsrisikoberichts und Ergänzung bzw. Anpassung der durch Risikocontrolling vorbereiteten Interpretationen

Erarbeitung von Steuerungsmaßnahmen für das Adressenausfallrisiko

Unterstützung des Gesamtstrategieausschusses bei der Durchführung der Risikotage (Risikoinventur, Analyse von Risikokonzentrationen sowie wesentlicher Beeinträchtigungen der Vermögens-, Ertrags- und Finanzlage)

Erarbeitung von Vorschlägen für die Formulierung von risikostrategischen Zielen

Unterstützung der Geschäftsleitung bei der Einrichtung und Weiterentwicklung der Risikosteuerungs- und Risikocontrolling-Prozesse


Sofern aus den Analysen die unmittelbare Notwendigkeit von Maßnahmen resultiert, dürfen risikobegrenzende Maßnahmen zu Einzelfällen vom Strategieausschuss beschlossen und umgesetzt werden. Bei Einzelfällen, die in der Kompetenz der Gesamtgeschäftsführung liegen, ist diese unmittelbar zu informieren.

3.3.1.3. Strategieausschuss Marktpreis- und Liquiditätsrisiko


Der Strategieausschuss Marktpreis- und Liquiditätsrisiko tagt mindestens vierteljährlich im Vorfeld der Sitzung des Gesamtstrategieausschusses. Die Leitung des Strategieausschusses obliegt dem Bereichsleiter Refinanzierung.


Stimmberechtigte Mitglieder sind:

Leitung Refinanzierung

Leitung Risikocontrolling

Leitung Compliance & Recht


Folgende Aufgaben werden durch den Strategieausschuss wahrgenommen:

Analyse der Risikolage hinsichtlich des Marktpreis- und Liquiditätsrisikos

Analyse des Quartalsrisikoberichts und Ergänzung bzw. Anpassung der durch das Risikocontrolling vorbereiteten Interpretationen

Erarbeitung von Steuerungsmaßnahmen für das Marktpreis- und Liquiditätsrisiko

Unterstützung des Gesamtstrategieausschusses bei der Durchführung der Risikotage (Risikoinventur, Analyse von Risikokonzentrationen sowie wesentlicher Beeinträchtigungen der Vermögens-, Ertrags- und Finanzlage)

Erarbeitung von Vorschlägen für die Formulierung von risikostrategischen Zielen

Unterstützung der Geschäftsleitung bei der Einrichtung und Weiterentwicklung der Risikosteuerungs- und Risikocontrolling-Prozesse


Sofern aus den Analysen die unmittelbare Notwendigkeit von Maßnahmen resultiert, dürfen risikobegrenzende Maßnahmen zu Einzelfällen vom Strategieausschuss beschlossen und umgesetzt werden. Bei Einzelfällen, die in der Kompetenz der Gesamtgeschäftsführung liegen, ist diese unmittelbar zu informieren.

3.3.1.4. Strategieausschuss Operationelle Risiken


Der Strategieausschuss Operationelle Risiken tagt mindestens vierteljährlich im Vorfeld der Sitzung des Gesamtstrategieausschusses. Die Rolle des Leiters des Strategieausschusses Operationelle Risiken obliegt dem Abteilungsleiter Risikocontrolling.


Stimmberechtigte Mitglieder sind:

Leitung Risikocontrolling,

Leitung Rechnungswesen,

Leitung Kreditmanagement,

Leitung Compliance & Recht,

Leitung Factoring Operations,

Leitung Produktmanagement,

Leitung Internes Kontrollsystem,

Informationssicherheitsbeauftragter,

Leitung IT Management & Organisation


Nicht stimmberechtigte Mitglieder sind:

Leitung Interne Revision,

Leitung Auslagerungsmanagement


Folgende Aufgaben werden durch den Strategieausschuss wahrgenommen:

Analyse der Risikolage hinsichtlich des operationellen Risikos

Analyse des Quartalsrisikoberichts und Ergänzung bzw. Anpassung der durch das Risikocontrolling vorbereiteten Interpretationen

Erarbeitung von Steuerungsmaßnahmen für das operationelle Risiko

Unterstützung des Gesamtstrategieausschusses bei der Durchführung des Risikotags (Risikoinventur, Analyse von Risikokonzentrationen sowie wesentlicher Beeinträchtigungen der Vermögens-, Ertrags- und Finanzlage)

Erarbeitung von Vorschlägen für die Formulierung von risikostrategischen Zielen

Unterstützung der Geschäftsleitung bei der Einrichtung und Weiterentwicklung der Risikosteuerungs- und Risikocontrolling-Prozesse


Sofern aus den Analysen die unmittelbare Notwendigkeit von Maßnahmen resultiert, dürfen risikobegrenzende Maßnahmen zu Einzelfällen vom Strategieausschuss beschlossen und umgesetzt werden. Bei Einzelfällen, die in der Kompetenz der Gesamtgeschäftsführung liegen, ist diese unmittelbar zu informieren.

3.3.2. Linienfunktionen

3.3.2.1. Geschäftsleitung


Die Verantwortung für das Risikomanagement obliegt der Gesamtgeschäftsleitung (vgl. § 25a Abs. 1 KWG). Hierzu gehören alle wesentlichen Elemente des Risikomanagements wie die Festlegung der geschäfts- und risikopolitischen Ausrichtung unter Berücksichtigung des gesetzlich geforderten Strategieprozesses, die Definition des Risikoprofils sowie die Einrichtung eines Internen Kontrollsystems. Letzteres erfordert die Regelung der Aufbau- und Ablauforganisation und die Implementierung von Risikosteuerungs- und Risikocontrolling-Prozessen einschließlich der Erstellung dazugehörender Dokumentationen. Zudem sind die regelmäßige Überprüfung der Systeme, Verfahren und Prozesse und die Sicherstellung der Qualifikation der Mitarbeiter dem Verantwortungsbereich der Geschäftsführung zuzuordnen.


Die Geschäftsleitung entscheidet nachvollziehbar und dokumentiert über alle wesentlichen Elemente und Annahmen der Risikosteuerungs- und Risikocontrolling-Prozesse (Einführung, Änderung und Abschaffung).

3.3.2.2. Referent Kreditsysteme und Prozesse


Zu den Aufgaben des Referenten Kreditsysteme und -prozesse gehören die Betreuung und Weiterentwicklung des Kreditmanagementsystems. Des Weiteren werden von der Funktion Kreditprozesse analysiert, bewertet und optimiert, so dass Kreditrisiken begrenzt, Forderungsausfälle reduziert und die Risikosituation gezielt gesteuert werden können. Zudem liegen die Sicherstellung einer vollständigen und konsistenten Historisierung der bonitätsrelevanten Informationen und die zeitnahe Anpassung der die Risikoklassifizierung betreffenden Organisationsrichtlinien und Dokumentationen in der Verantwortung des Stelleninhabers.

3.3.2.3. Risikocontrolling


Die Risikocontrolling-Funktion nach MaRisk AT 4.4.1. unter Berücksichtigung der Auswirkungen von ESG-Risiken wird durch den Leiter der Abteilung Risikocontrolling in Vertretung wahrgenommen. Dieser berichtet unmittelbar an die Geschäftsleitung und wird in alle wichtigen risikopolitischen Entscheidungen einbezogen.


Zu den Aufgaben gehören unter anderem:

Unterstützung der Geschäftsleitung in allen risikopolitischen Fragen, insbesondere bei der Entwicklung und Umsetzung der Risikostrategie sowie bei der Ausgestaltung eines Systems zur Begrenzung der Risiken

Planung und Durchführung der Sitzungen des Gesamtstrategieausschusses sowie der Risikotage

Durchführung der Kapitalplanung

Durchführung der Risikoinventur und Erstellung des Gesamtrisikoprofils

Überprüfung der im Risikocontrolling eingesetzten Risikomodelle

Durchführung der Stresstests

Unterstützung der Geschäftsleitung bei der Einrichtung und Weiterentwicklung der Risikosteuerungs- und Risikocontrolling-Prozesse

Einrichtung und Weiterentwicklung eines Systems von Risikokennzahlen und eines Risikofrüherkennungsverfahrens

Laufende Überwachung der Risikosituation und der Risikotragfähigkeit

Teilnahme an den weiteren Ausschüssen

Überwachung der Einhaltung zentraler Risikolimits aus der Risikostrategie

Regelmäßige Erstellung der Risikoberichte für die Geschäftsleitung

Kontrollen bei Initiierung von Zinssicherungsgeschäften (Swaps)

Verantwortung für die Prozesse zur unverzüglichen Weitergabe von unter Risikogesichtspunkten wesentlichen Informationen an die Geschäftsleitung, die jeweiligen Verantwortlichen und gegebenenfalls die Interne Revision.

Erstellung bzw. Aktualisierung des Sanierungsplans gem. Sanierungs- und Abwicklungsgesetz


Zur Erfüllung ihrer Aufgaben wird den Mitarbeitern der Risikocontrolling-Funktion Zugang zu allen relevanten Informationen eingeräumt.


Die Risikocontrolling-Funktion ist aufbauorganisatorisch bis einschließlich der Ebene der Geschäftsleitung von den Bereichen getrennt, die für die Initiierung bzw. den Abschluss von Geschäften zuständig sind.


Die Verantwortung für die Einrichtung und die Funktionsfähigkeit der Risikocontrolling-Funktion obliegt der gesamten Geschäftsführung.

3.3.2.4. Compliance


Die Compliance-Funktion hat auf die Implementierung wirksamer Verfahren zur Einhaltung der wesentlichen rechtlichen Regelungen und Vorgaben und entsprechender Kontrollen hinzuwirken und die Geschäftsführung hinsichtlich der Einhaltung dieser rechtlichen Regelungen und Vorgaben zu unterstützen und zu beraten.

3.3.2.5. Interne Revision


Die Interne Revision prüft und beurteilt die Aktivitäten der abcbank GmbH. Die Prüfungstätigkeit der Internen Revision erstreckt sich grundsätzlich auf alle Betriebs- und Geschäftsabläufe, wobei Umfang und Risikogehalt der jeweiligen Betriebs- beziehungsweise Geschäftstätigkeit berücksichtigt werden. Die Beurteilung der Risikolage, die Ordnungsmäßigkeit der Bearbeitung sowie die Wirksamkeit des Internen Kontrollsystems sind besondere Prüfungskriterien. Der Umfang und das Ergebnis der Prüfung sind in Prüfungsdokumentationen festgehalten. Die zuständigen Geschäftsleiter sowie die Verantwortlichen für die geprüften Bereiche erhalten eine ausführliche Berichtsausfertigung.


Bei wesentlichen Projekten ist die Interne Revision projektbegleitend tätig. Zudem nimmt sie an den Sitzungen des Gesamtstrategieausschusses teil. Aufgrund des ausschließlichen Frage- und Informationsrechtes bleibt ihre Unabhängigkeit gewahrt und jegliche Interessenkonflikte werden vermieden.

3.3.2.6. Zentrale Stelle


Die Zentrale Stelle verantwortet den Bereich Geldwäsche- und Betrugsprävention.

3.4. Risiken- und Chancenbericht

3.4.1. Risiken


Die Geschwindigkeit einer konjunkturellen Erholung im Jahr 2024 ist mit Blick auf die fortwährenden geopolitischen Krisen sowie die strukturellen Probleme der deutschen Volkswirtschaft nur mit gewissen Unsicherheiten zu prognostizieren, was sich auf die Vorhersage der möglichen Auswirkungen auf die gesamtwirtschaftliche Entwicklung sowie das Geschäft des Geschäftsbereichs abcfinance auswirkt. Daraus resultiert weiterhin ein gewisses Risikopotential, welches jedoch nicht als bestandsgefährdend eingestuft wird. Die Geschäftsführung hat diese Unsicherheiten durch eine konservative Planung und durch die Berücksichtigung in ihrer Risikostrategie antizipiert.

Die Folgen aus den geopolitischen Konflikten, zuvorderst gestiegene Zinsen sowie eine weiterhin hohe Inflation, beeinflussten im Jahr 2023 weiterhin die gesamtwirtschaftliche Entwicklung. Auch die abcbank konnte sich Auswirkungen mit Blick auf die höheren Aufwendungen für Zins und Risiko nicht entziehen. Wie lange die EZB an ihrem restriktiven geldpolitischen Kurs festhalten wird, hängt vor allem vom Tempo des Nachlassens der Teuerungsrate und der Rückkehr in den Zielkorridor von 2 % ab. Es besteht das Risiko einer persistenten Inflation, die eine Rückkehr auf ein niedriges Zinsniveau zeitlich verzögert. Dies würde, neben den erwarteten höheren Lohnabschlüssen, den Kostendruck auf die Unternehmen weiterhin auf einem hohen Niveau halten, mit dem Risiko, dass insbesondere zwingend erforderliche Investitionen in den Digitalisierungs- und Transformationsprozess verschoben oder unterlassen werden. Dabei wird es auch darauf ankommen, wie zeitnah und mit welchen wirtschaftspolitischen Maßnahmen es die Bundesregierung nach dem Urteil zur Schuldenbremse Ende 2023 schafft, den geeigneten Rahmen für Investitionsanreize zu setzen, und wie sie zukünftig die vorhandenen strukturellen Probleme in Deutschland angeht. Weitere Probleme sehen die Unternehmen in der im Vergleich zum Ausland teuren Beschaffung für Energie, einer hohen Bürokratie- und Regulierungsdichte, hohen Unternehmenssteuern sowie dem steigenden Fachkräftemangel. 42 Infolgedessen könnte die Zahl der Unternehmen, die ihre Produktion oder das gesamte Unternehmen ins Ausland verlagern, steigen. Vor diesem Hintergrund könnten sich Auswirkungen insbesondere auf das Neugeschäft - und daraus resultierend rückläufige Ertragspotenziale - sowie auf das Adressenausfallrisiko (verbunden mit einem Anstieg der erforderlichen Risikovorsorge) in der Bank ergeben.

Der Fortgang der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung im Jahr 2024 könnte Einfluss auf die erwartete Risikoquote im Leasing und Factoring und folglich auf das forfaitierte Geschäft der abcbank nehmen. Aufgrund des Kostendrucks steigt das Risiko für Unternehmensinsolvenzen, falls eine Weiterreichung der Kosten am Markt nicht durchsetzbar ist. Die Zahl der Unternehmensinsolvenzen stieg in 2023, auch im Mittelstand sowie branchenübergreifend, mit +23,5 % (+18.100) gegenüber dem Vorjahr spürbar an. Da Insolvenzen in der Regel zeitlich nachgelagert zu einer Verschlechterung der gesamtwirtschaftlichen Situation auftreten, wird für das Jahr 2024 mit einem erneuten Anstieg gerechnet. 43 In diesem Zusammenhang besteht die Gefahr, dass der private Konsum aufgrund der weiterhin vorhandenen Unsicherheiten zurückhaltender als prognostiziert ausfallen könnte. Folglich würde sich das Adressenausfallrisiko erhöhen und Teile des wirtschaftlichen Ergebnisses würden durch unerwartet deutlich steigende Risikoaufwendungen aufgezehrt. Die abcbank hat den Sachverhalt in ihrer Risikostrategie sowie in ihrer Mehrjahresplanung antizipiert.


Liquiditäts- und Marktpreisrisiko: Durch die unabhängige Refinanzierung über die Einlagen gewerblicher und privater Anleger, ABS-Bonds sowie die Teilnahme an EZB-Zinstendern ist die Abhängigkeit von einzelnen Passivmitteln deutlich reduziert. Sollten sich das Zinsniveau länger als prognostiziert auf hohem Niveau bewegen, beeinflusst dies nochmals die Kosten der Refinanzierung. Das mögliche Risiko hat die abcbank bereits in ihrer jährlichen Planung adaptiert. Vor dem Hintergrund der bestehenden Liquiditätssituation und der vorhandenen Refinanzierungspuffer sieht sich die Geschäftsführung gut gerüstet und geht nicht von einer Bestandsgefährdung der Gesellschaft aus. Mögliche Risiken aus einer dynamischen Entwicklung werden in der Risikostrategie der abcbank fortlaufend berücksichtigt.

Mit steigendem Grad der Digitalisierung erhöht sich auch das operationelle Risiko. Allein durch Cyberattacken entstand deutschen Unternehmen im Jahr 2023 ein Gesamtschaden von rund 206 Mrd. €. 44 Ein weiteres stetig steigendes operationelles Risiko deutscher Unternehmen resultiert aus dem eng mit dem demographischen Wandel der Gesellschaft verbundenen Problem des Fachkräftemangels. Die Geschäftsführung der Gesellschaft hat bereits in Vorjahren Maßnahmen und Ziele zur Begrenzung eines möglichen wirtschaftlichen Schadens aus diesen Risiken formuliert und als festen Bestandteil in ihrer Geschäftsstrategie verankert.


Steigende regulatorische Anforderungen auf deutscher und europäischer Ebene machen organisatorische und technische Anpassungen notwendig und führen zu einem steigenden administrativen Aufwand. Einen wesentlichen Faktor spielt dabei der wirtschaftliche und gesellschaftliche Transformationsprozess. Exemplarisch sei die Umsetzung der regulatorischen Anforderung zum Thema Nachhaltigkeit genannt, welche weitreichende Eingriffe in die operativen und strategischen Prozesse, insbesondere von Unternehmen der Kredit- und Finanzdienstleistungsbranche, erfordert. Die damit verbundenen Kosten belasten weiterhin das wirtschaftliche Ergebnis. Die Schwestergesellschaft abcfinance hat bereits im Jahr 2022 mit der Errichtung eines abc-eigenen Ressorts Corporate Sustainability auf die steigenden Anforderungen im Kontext Nachhaltigkeit reagiert. Maßnahmen und Ziele im Zusammenhang mit dem Themengebiet ESG sind Teil der übergeordneten Unternehmensstrategie und werden unter anderem in der Risikostrategie berücksichtigt und fortlaufend weiterentwickelt.

42 https://wwwJwkoeln.de/bedeutung-von-standortfaktoren-und-megatrends-fuer-die-investitionen-in-deutschland Februar 2024

43 https://www.creditreform.de/pm/insolvenzen-auf-dem-vormarsch Januar 2024
44 https://de.statista.com/schaeden-durch-computerkriminalitaet-in-deutschen-untemehmen Januar 2024

3.4.2. Chancen


Die Rückkehr auf den erfolgreichen Weg der letzten Jahre wird auf der beschriebenen Basis -abhängig von der Geschwindigkeit der Erholung der Gesamtwirtschaft - in 2024 wieder gelingen. Die enge Verzahnung zwischen dem TK abcfinance Holding und der abcbank ermöglicht eine optimale Ausnutzung der Ressourcen. Die Refinanzierungsmöglichkeiten über die abcbank bilden das Rückgrat dieser Entwicklung.


Sollte die deutsche Wirtschaft, schneller als prognostiziert, die technische Rezession hinter sich lassen, könnten mittelständische Unternehmen ihre - zum Teil seit Jahren - aufgeschobenen Investitionsvorhaben forcieren und eine deutlich verstärkte Nachfrage mittels Leasings finanzierter Geschäfte auslösen. Dies würde sich auf das Neugeschäft der abcfinance und somit auf die abcbank auswirken.


Die Krisen der letzten Jahre haben in vielen Bereichen die Schwächen der Globalisierung offengelegt. Insbesondere der Vulnerabilität und Abhängigkeit von weltweit umspannenden Lieferketten gilt es zukünftig erfolgreich gegenzusteuern. Übergeordnetes Ziel der EU-Kommission ist es, Europa mittels eines Industrieplans für den grünen Deal zum Weltmarktführer für saubere Technologien und Innovationen, und somit zum Profiteur des anstehenden und rasant voranschreitenden Transformationsprozesses zu machen. Neben der Bereitstellung zusätzlicher Gelder aus EU-Fördermitteln sollen insbesondere auch die bürokratischen Hemmnisse bei der Bewilligung von staatlichen Fördermitteln sowie für Anbieter von Produkten wie Windenergie, Wärmepumpen, Solarenergie und grünem Wasserstoff deutlich reduziert werden. Auch der Bund und die Länder planen bzw. haben bereits Programme mit Blick auf die Herausforderungen des anstehenden Transformationsprozess aufgelegt. Der Geschäftsbereich abcfinance könnte von diesen Maßnahmen auf nationaler und europäischer Ebene durch Gewinnung neuer Kunden oder durch die verstärkte Nachfrage ihrer Bestandskunden profitieren mit positiver Ausstrahlung auf das Geschäft der abcbank.

Großes Wachstumspotential für den Geschäftsbereich abcfinance bieten weiterhin die Themen Digitalisierung und Nachhaltigkeit, die die wesentlichen Eckpfeiler des aktuellen wirtschaftlichen Transformationsprozesses darstellen. In Zeiten von Sharing Economy sieht der Leasingverband durch das breite Spektrum nutzungsorientierter Finanzierungsmodelle großes Potential für die Leasingbranche, da Leasing den schnellen Wechsel zu neuen und umweltverträglichen Technologien sowie über die Unternehmensstrategie eine Planbarkeit der Abbaupfade mit Blick auf den CO2-Fußabdruck ermöglicht. 45 Mit der green-energy-solution hat die abcfinance bereits in Vorjahren ein Kompetenzteam geschaffen, welches den gestiegenen Anforderungen zur Finanzierung nachhaltiger Objekte Rechnung trägt. Hier werden Finanzierungslösungen für umweltfreundliche Energietechnologien entwickelt und umgesetzt. Bei den Technologien handelt es sich im Schwerpunkt um Photovoltaikanlagen und deren Peripherietechnik. Aber auch Objekte aus den Bereichen Elektromobilität und Speichertechnik können Gegenstand der green-energy-solutions sein. Das Geschäftssegment eröffnet für die abcfinance die Möglichkeit zur Ausschöpfung guter Ertragspotenziale verbunden mit einer langjährigen Kundenbindung. Eine Entwicklung, die auch das Geschäft der abcbank positiv beeinflussen würde. Das aus diesem Wachstum resultierende Neugeschäft würde auch das Geschäft der abcbank positiv beeinflussen.

83 % der deutschen Unternehmen planen in den nächsten anderthalb Jahren Investitionen mit Kontext Digitalisierung, 52 % werden voraussichtlich Investitionen zum Thema Nachhaltigkeit vornehmen. 46 Hier kann die abcfinance ihre Branchenexpertise zielführend bei der Beratung mittelständischer Kunden einbringen und diesen durch flexible, maßgeschneiderte Finanzierungsmodelle als verlässlicher Partner zur Seite stehen. So eröffnet der Transformationsprozess für den Geschäftsbereich abcfinance die Möglichkeit zur Ausschöpfung guter Ertragspotenziale verbunden mit einer langjährigen Kundenbindung.


Auch auf dem Gebiet der Digitalisierung hat sich der Geschäftsbereich abcfinance frühzeitig den Herausforderungen gestellt. Seit dem Jahr 2019 hat die abcfinance erfolgreich neue Absatzwege mit den Kunden beschreiten können und diese fortlaufend ausgebaut. In Kooperation mit der zur Werhahn-Gruppe zugehörigen abcfinlab GmbH, deren Aufgabe in der Entwicklung einer volldigitalisierten Abwicklung von Finanzdienstleistungsgeschäften besteht, konnte die abcfinance unter anderem ihr Kundenportal "Lease Seven" für das Leasing mit hoher Kundenakzeptanz implementieren und fortlaufend optimieren. Weitere, tiefgreifende Digitalisierungsprojekte, wie das sog. SOA-Projekt (Service-orientierte Architektur) mit dem Ziel einer vollständigen, vollautomatisierten Einbindung der Leasingprozesse der abcfinance bei ihren strategischen Partnern, wurden im Vorjahr begonnen. Ebenso testet die abcfinance das Potential künstlicher Intelligenz beim Einsatz unter regulatorischen, sicherheitstechnischen und datenschutzrechtlichen Aspekten. Somit eröffnet die Digitalisierung die Möglichkeit, verstärkt als attraktiver Geschäftspartner im Markt wahrgenommen zu werden und neue Kunden zu binden. Sowohl ein daraus resultierendes Neugeschäft als auch das Potenzial zur Einsparung interner Kosten könnten die wirtschaftliche Entwicklung der abcfinance-Gruppe zukünftig positiv begünstigen.


Darüber hinaus eröffnen Änderungen im Branchenumfeld, beispielweise aufgrund von Restrukturierungen, Chancen für den Geschäftsbereich abcfinance zu anorganischem Wachstum. Doch auch mit Hilfe von organischem Wachstum und neuer Partnerschaften kann die abcfinance auch unabhängig von der konjunkturellen Entwicklung wachsen. Innerhalb der getätigten Akquisitionen werden auch in Zukunft mögliche Partner identifiziert, mit denen das Neugeschäft strukturiert und kundenorientiert ausgebaut werden kann. Mit der Gewinnung von Marktanteilen würde die Bedeutung des TK abcfinance Holding sowie der abcbank im Wettbewerbsumfeld gefestigt und erweitert werden.


Die Geschäftsleitung der abcbank erwartet im Vergleich zum negativen Geschäftsergebnis des aktuellen Geschäftsjahres für 2024 ein leicht positives Geschäftsergebnis auf niedrigem Niveau.

45 vgl. BDL Rundschreiben 07-01-2024: Gesamtwirtschaftliche Einordnung vom 14.02.2024
46 https://www.capgemini.eom//studie/investitionen-erwartung-unternehmen-wachstum-2024

 

Köln, den 07. März 2024


abcbank GmbH

Stephan Ninow Andrea Ritzmann Malte Rüsing

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023 31.12.2022
1. Barreserve
Guthaben bei Zentralnotenbanken 10.522.984,29 103.408.438,76
darunter: bei der Deutschen Bundesbank 10.522.984,29 €
(Vorjahr: 103.408.438,76 €)
2. Forderungen an Kreditinstitute
a) täglich fällig 124.492.209,93 2.423.498,72
b) andere Forderungen 536.812,63 637.696,09
125.029.022,56 3.061.194,81
3. Forderungen an Kunden 2.227.211.670,60 2.125.279.122,37
4. Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere
Anleihen und Schuldverschreibungen von anderen Emittenten 927.964.155,35 904.715.367,14
darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank
740.080.871,25 € (Vorjahr: 694.507.891,75 €)
5. Immaterielle Anlagewerte
a) Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 42.542,50 44.430,12
b) Geleistete Anzahlungen 0,00 17.850,00
42.542,50 62.280,12
6. Sonstige Vermögensgegenstände 20.391.431,84 11.583.618,38
7. Rechnungsabgrenzungsposten 70.768,55 98.762,46
Summe der Aktiva 3.311.232.575,69 3.148.208.784,04

Passiva

31.12.2023 31.12.2022
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
a) täglich fällig 0,00 0,00
b) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 233.168.312,94 340.291.117,02
233.168.312,94 340.291.117,02
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
andere Verbindlichkeiten
a) täglich fällig 330.724.234,79 431.669.535,97
b) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 1.408.891.831,97 1.116.466.499,17
1.739.616.066,76 1.548.136.035,14
3. Sonstige Verbindlichkeiten 1.093.590.534,23 995.805.526,69
4. Rechnungsabgrenzungsposten 0,00 43.829,73
5. Rückstellungen
a) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 407.587,00 435.778,00
b) Steuerrückstellungen 1.534,00 13.598.733,00
c) andere Rückstellungen 1.762.498,77 1.866.302,18
2.171.619,77 15.900.813,18
6. Eigenkapital
a) Gezeichnetes Kapital 40.000.000,00 40.000.000,00
b) Kapitalrücklage 108.436.106,94 108.436.106,94
c) Andere Gewinnrücklagen 94.249.935,05 85.413.902,92
d) Bilanzgewinn 0,00 14.181.452,42
242.686.041,99 248.031.462,28
Summe der Passiva 3.311.232.575,69 3.148.208.784,04

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

2023 2022
1. Zinserträge
a) Kredit- und Geldmarktgeschäfte 77.326.209,16 54.545.984,54
darunter: abgesetzte negative Zinsen aus Geldmarktgeschäften (Geldanlagen): 0,00 € (Vorjahr: 43.615,22 €)
b) Festverzinsliche Wertpapiere 42.741.137,42 34.213.989,65
120.067.346,58 88.759.974,19
2. Zinsaufwendungen -88.856.900,01 -39.073.477,89
31.210.446,57 49.686.496,30
3. Provisionserträge 316.200,00 317.000,00
4. Provisionsaufwendungen -1.123.019,25 -1.390.536,22
-806.819,25 -1.073.536,22
5. Sonstige betriebliche Erträge 8.821.121,57 8.070.725,50
6. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen
a) Personalaufwand
aa) Löhne und Gehälter -10.106.269,09 -10.069.009,35
ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung -1.664.572,36 -1.575.015,99
-11.770.841,45 -11.644.025,34
b) Andere Verwaltungsaufwendungen -10.926.562,01 -13.372.385,62
-22.697.403,46 -25.016.410,96
7. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen -49.487,62 -52.775,99
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen -102.944,21 -22.542,62
9. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft -22.989.909,56 -9.348.986,28
10. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit -6.614.995,96 22.242.969,73
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1.289.575,67 -8.061.517,31
12. Jahresfehlbetrag (Vorjahr: Jahresüberschuss) -5.325.420,29 14.181.452,42
13. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 14.181.452,42 13.224.381,26
14. Entnahme aus anderen Gewinnrücklagen 5.325.420,29 0,00
15. Einstellungen in andere Gewinnrücklagen -14.161.452,42 -13.224.381,26
16. Ausschüttung -20.000,00 0,00
17. Bilanzgewinn 0,00 14.181.452,42

ANHANG für das Geschäftsjahr 2023

A. VORBEMERKUNG


Die abcbank GmbH (im Folgenden auch "Gesellschaft" und kurz "abcbank" genannt) ist ein Kreditinstitut im Sinne des § 1 KWG und wendet für die Aufstellung des Jahresabschlusses die für Kreditinstitute geltenden Vorschriften der §§ 340 ff. HGB, die Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute, Finanzdienstleistungsinstitute und Wertpapierinstitute (RechKredV) sowie die institutsspezifischen Formblätter an. Ergänzend sind die Vorschriften des GmbHG zu beachten.


Das Stammkapital ist voll eingezahlt und wird von der Alleingesellschafterin abc Holding GmbH, Neuss, gehalten.


Gegenstand des Unternehmens ist das Betreiben von Bankgeschäften sowie die Erbringung von Finanzdienstleistungen in dem von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht genehmigten Umfang.


Die Gesellschaft mit Sitz in Köln ist unter HRB 72988 im Handelsregister des Amtsgerichtes Köln eingetragen.

B. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZE


Die angekauften Forderungen sind zum Barwert angesetzt. Die bei den Forderungen an Kunden erkennbaren Bonitätsrisiken sind durch Bildung von Einzel- und Pauschalwertberichtungen abgedeckt. Für akut ausfallgefährdete Forderungen erfolgt eine Wertberichtigung in Höhe der Differenz zwischen dem Buchwert der Forderung und dem erwarteten Erlös aus der Verwertung von Sicherheiten.


Auf die übrigen nicht einzelwertberichtigten Leasing- und Mietkaufforderungen wurden Pauschalwertberichtigungen für latente Risiken (PWB) gebildet. Die Ermittlung erfolgt gemäß der "Stellungnahme zur Rechnungslegung: Risikovorsorge für vorhersehbare, noch nicht individuell konkretisierte Adressausfallrisiken im Kreditgeschäft von Kreditinstituten (Pauschalwertberichtigungen)" des Instituts der Wirtschaftsprüfer in Deutschland e. V. (IDW RS BFA 7). Dafür greift die Gesellschaft bei der Ermittlung der PWB auf das vereinfachte Verfahren zur Bewertung gemäß IDW RS BFA 7 zurück. Demnach kann für Kreditgeschäfte die 12-Monats-Ausfallwahrscheinlichkeit (ohne eine Anrechnung von Bonitätsprämien) verwendet werden, wenn eine Ausgeglichenheit zwischen Bonitätsprämien und Risikoerwartung zum Zeitpunkt der Kreditausreichung angenommen werden kann und keine deutliche Erhöhung des Adressenausfallrisikos zum Stichtag besteht. Entsprechend dieses Verfahrens ermittelt die Gesellschaft die PWB zunächst (Stufe 1) auf Basis eines 12-Monats-Zeitraum (1-Year-Expected-Loss). Die Berechnung erfolgt unter Verwendung von Ausfallwahrscheinlichkeiten (Probability of Default), Verlustquoten (Loss Given Default) und dem möglichen Forderungsbetrag bei Ausfall (Exposure at Default). Im Falle einer wesentlichen Erhöhung der Ausfallwahrscheinlichkeit wird für die PWB-Ermittlung die Restlaufzeit der Forderung (Lifetime-Expected-Loss) herangezogen (Stufe 2). Die Gesellschaft hat im Berichtsjahr ein permanentes Rating des gesamten Vertragsbestandes eingeführt unter Berücksichtigung aktueller Informationen aus externen und internen Quellen (Zahlverhalten). Hierdurch reagiert die PWB grundsätzlich sensitiver.


Die abcbank hat im Berichtsjahr dem potenziellen Mehrbedarf an Pauschalwertberichtigungen im Hinblick auf Unsicherheiten bezüglich der konjunkturellen und geopolitischen Entwicklungen durch zusätzliche Risikovorsorge Rechnung getragen.


Den Kreditrisiken wurde durch Einzel- und Pauschalwertberichtigungen angemessen Rechnung getragen.


Die übrigen Forderungen sind zum Nominalwert, gegebenenfalls einschließlich aufgelaufener Zinsen bis zum Bilanzstichtag, aktiviert.


Die Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere werden zu Anschaffungskosten angesetzt. Bei voraussichtlicher dauerhafter Wertminderung werden Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen. Die Wertpapiere sind vollständig dem Anlagebestand zugeordnet und werden einheitlich nach dem gemilderten Niederstwertprinzip bewertet.


Die Bewertung der entgeltlich erworbenen immateriellen Anlagewerte erfolgt zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen. Den planmäßigen Abschreibungen liegen die der geschätzten Nutzungsdauer von 12 bis 60 Monaten entsprechenden linearen Abschreibungssätze zugrunde.


Die sonstigen Vermögensgegenstände werden zum Nennwert angesetzt.


Im aktiven Rechnungsabgrenzungsposten werden Verwaltungsaufwendungen abgegrenzt, die wirtschaftlich in das Folgejahr gehören.


Aufgrund der voneinander abweichenden steuerlichen und handelsrechtlichen Wertansätze ergeben sich im Geschäftsjahr aktive latente Steuern; insbesondere aus der unterschiedlichen Bewertung von Forderungen gegenüber Kunden und Pensionsrückstellungen. Die Bewertung erfolgt zum unternehmensindividuellen Steuersatz von 32,46 %. In Ausübung des Wahlrechts gemäß § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB wird der Differenzbetrag von 4.658 T€ nicht bilanziert.


Die Verbindlichkeiten sind mit den Erfüllungsbeträgen, gegebenenfalls einschließlich aufgelaufener Zinsen bis zum Bilanzstichtag, passiviert.


Erkennbaren Risiken aus schwebenden Geschäften und ungewissen Verbindlichkeiten wird in Höhe der erwarteten Inanspruchnahme mit der Bildung von Rückstellungen Rechnung getragen. Die Rückstellungen werden mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag ausgewiesen. Die sonstigen Rückstellungen haben überwiegend eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr und bedürfen daher keiner Abzinsung nach § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB. Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr wurden über den Zeitraum vom Bilanzstichtag bis zur voraussichtlichen Inanspruchnahme mit dem Zinssatz gemäß § 253 Abs. 2 Satz 4 HGB abgezinst.


Den Pensionsrückstellungen liegen versicherungsmathematische Berechnungen (Teilwertverfahren) auf Basis der "Richttafeln 2018 G" (Prof. Dr. Klaus Heubeck) zugrunde, die auf einem Rechnungszinsfuß gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung (RückAbzinsV) von 1,83 % (Vorjahr: 1,79 %) beruhen. Die Vereinfachungsregeln des § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB bei der Abzinsung werden in Anspruch genommen. Hierbei wird eine Gehaltssteigerung von 0,00 % p.a. und eine Rentensteigerung von 2,00 % p.a. sowie eine Fluktuation von 0,00 % p.a. angesetzt. Der ausschüttungsgesperrte Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB ermittelt sich für das Jahr 2023 auf 2 T€.


Ein potenzieller Rückstellungsbedarf von zinsbezogenen Geschäften des Bankbuches (im Folgenden: Zinsbuch) wird auf Basis einer wertorientierten Berechnung untersucht. Analog zur Definition im internen Risikomanagement umfasst das Zinsbuch alle zinsbezogenen Geschäfte der Bank. Bei der Beurteilung des Rückstellungsbedarfs werden alle Zinserträge der relevanten Geschäfte berücksichtigt sowie die zu deren Erwirtschaftung zukünftig noch erforderlichen Aufwendungen in Form von Kreditrisiko-, Verwaltungs- und Refinanzierungskosten. Hierbei erfolgt eine Diskontierung der zukünftig anfallenden Zahlungen auf Basis der relevanten Zinsstrukturkurve. Zum Stichtag bestand kein Erfordernis zur Bildung einer Drohverlustrückstellung.


Aufwendungen und Erträge werden periodengerecht abgegrenzt.


Die Erträge werden ausschließlich im Inland erzielt. Aufgrund dessen unterbleibt eine Aufgliederung nach geographischen Märkten.

C. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ

AKTIVA


Die Forderungen an Kreditinstitute von 125.029 T€ (Vorjahr: 3.061 T€) betreffen im Wesentlichen eine Overnight Fazilität bei der Deutschen Bundesbank in Höhe von 109.600 T€, Forderungen gegen der Landesbank Baden-Württemberg, Stuttgart, (14.411 T€; Vorjahr: 1.623 T€) sowie der Deutschen Bank AG, Köln mit 159 T€ (Vorjahr: 379 T€). Beim verbundenen Unternehmen Bankhaus Werhahn, Neuss, besteht ein Bankguthaben in Höhe von 275 T€ (Vorjahr: 302 T€). In den übrigen Forderungen gegen Kreditinstituten sind mit 584 T€ (Vorjahr: 553 T€) Forderungen aus dem Leasing- und Factoringgeschäft enthalten. Der Vorjahreswert betraf mit 205 T€ Forderungen aus Tendergeschäften.


Die anderen Forderungen an Kreditinstitute weisen folgende Restlaufzeiten auf:

31.12.2023 31.12.2022
T€ T€
bis drei Monate 288 363
mehr als drei Monate bis ein Jahr 78 107
mehr als ein Jahr bis fünf Jahre 171 168
mehr als fünf Jahre 0 0
Summe 537 638


Die Forderungen an Kunden betragen 2.227.212 T€ (Vorjahr: 2.125.279 T€) und entfallen im Wesentlichen auf Forderungen aus angekauften Nettoleasingforderungen (1.985.639 T€; Vorjahr: 1.881.735 T€).

31.12.2023 31.12.2022
T€ T€
bis drei Monate 425.672 425.817
mehr als drei Monate bis ein Jahr 456.187 447.911
mehr als ein Jahr bis fünf Jahre 1.284.086 1.187.945
mehr als fünf Jahre 61.267 63.606
Summe 2.227.212 2.125.279


Forderungen an Kunden mit unbestimmter Laufzeit bestehen nicht.


Die Wertberichtigungen werden entsprechend den Restlaufzeiten von den Forderungen in Abzug gebracht.


Die pauschale Wertberichtigung beträgt 2023 18.928 T€ (Vorjahr: 19.149 T€). Diese wurde in Einklang mit den Vorgaben des IDW RS BFA 7 ermittelt.


Insgesamt wurden im Jahr 2023 Forderungen zum Nennbetrag von insgesamt 593.962 T€ im Rahmen der revolvierenden ABS-Transaktionen veräußert, davon entfallen 399.926 T€ auf die neunte und 194.036 T€ (Vorjahr: 579.115 T€) auf die achte Strukturierung.


Die Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere von 927.964 T€ (Vorjahr: 904.715 T€) betreffen ausschließlich Wertpapiere, die von dem verbundenen Unternehmen abc SME Lease Germany S.A. (im Folgenden als SPV bezeichnet) emittiert wurden.


Die unter Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapieren ausgewiesenen Wertpapiere sind sämtlich börsenfähig und börsennotiert.


Die Schuldverschreibungen sind mit 378.656 T€ im Folgejahr fällig.


Am Bilanzstichtag waren Schuldverschreibungen mit einem Beleihungswert von 680.600 T€ bei der Deutschen Bundesbank hinterlegt, von denen nominal 225.000 T€ (ohne die dazugehörige Zinsabgrenzung) im Rahmen von Offenmarktkrediten beliehen waren und insoweit einer Verfügungsbeschränkung unterliegen.


Die Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere beinhalten Wertpapiere mit einem Buchwert von 539.592 T€, die zum gemilderten Niederstwert angesetzt sind. Ihr beizulegender Zeitwert beläuft sich auf 522.341 T€. Die Veränderung ist ausschließlich auf das veränderte Marktzinsumfeld zurückzuführen und ist somit kein Anlass zur Abschreibung. Solange Wertschwankungen als nicht dauerhaft eingeschätzt werden und mit der vollständigen Rückzahlung der Wertpapiere bei Fälligkeit gerechnet wird, wird auf eine Abschreibung verzichtet.


Zur Entwicklung des Anlagevermögens der Bank verweisen wir auf den Anlagespiegel als Anlage zu diesem Anhang.


Der Posten sonstige Vermögensgegenstände beträgt 20.391 T€ (Vorjahr: 11.584 T€) und besteht im Wesentlichen aus im Rahmen der ABS-Transaktionen gegenüber dem SPV (verbundenes Unternehmen) eingeräumten Nachrangdarlehen in Höhe von 16.858 T€ (Vorjahr: 11.521 T€) sowie Erstattungsansprüchen aus Steuern (3.527 T€). Im Vorjahr waren hier noch Kaufpreisanpassungen für den ABS-Pool mit 48 T€ ausgewiesen.


Im aktiven Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von 71 T€ (Vorjahr: 99 T€) sind Vorauszahlungen für Programmgebühren und Gütesiegel mit 39 T€ zu berücksichtigen. Außerdem betreffen 25 T€ (Vorjahr: 55 T€) im Wesentlichen Vorauszahlungen für Börsen- und Datensicherungs- sowie Ratinggebühren im Zusammenhang mit den ABS-Transaktionen. Im Vorjahr sind Unterschiedsbeträge aus dem Über-pari-Erwerb von Wertpapieren der sechsten ABS-Verbriefung (23 T€) sowie Prämienzahlungen aus Versicherungsleistungen gegenüber dem verbundenen Unternehmen, Wilh. Werhahn KG, Neuss (14 T€) enthalten.

PASSIVA


Unter den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (233.168 T€; Vorjahr: 340.291 T€) werden fünf Offenmarktkredite bei der Deutschen Bundesbank mit insgesamt 225.000 T€ ausgewiesen. Zwei Offenmarktkredite in Höhe von insgesamt 35.000 T€ weisen eine Fälligkeit von bis zu drei Monaten, drei Offenmarktkredite in Höhe von insgesamt 190.000 T€ eine Fälligkeit von mehr als drei Monaten bis zu einem Jahr auf. Im Vorjahr unterhielt die Bank vier Offenmarktkredite in Höhe von insgesamt 100.000 T€ mit einer Fälligkeit von bis zu drei Monaten, sowie vier Offenmarktkredite in Höhe von insgesamt 240.000 T€ mit einer Fälligkeit von mehr als einem Jahr bis fünf Jahre.


Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden in Höhe von 1.739.616 T€ (Vorjahr: 1.548.136 T€) resultieren im Wesentlichen mit 1.738.295 T€ (Vorjahr: 1.545.530 T€) aus dem Einlagengeschäft mit institutionellen und privaten Kunden.


Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden mit vereinbarter Laufzeit und/oder Kündigungsfrist weisen folgende Restlaufzeiten auf:

31.12.2023 31.12.2022
T€ T€
bis drei Monate 238.078 293.363
mehr als drei Monate bis ein Jahr 373.742 422.379
mehr als ein Jahr bis fünf Jahre 788.072 391.724
mehr als fünf Jahre 9.000 9.000
Summe 1.408.892 1.116.466


Des Weiteren sind in dem Bilanzposten Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 1.236 T€ (Vorjahr: 1.862 T€) enthalten.


Die sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von 1.093.591 T€ (Vorjahr: 995.806 T€) bestehen im Wesentlichen aus den an das SPV (verbundenes Unternehmen) verkauften Leasingforderungen in Höhe von 1.088.903 T€ (Vorjahr: 994.401 T€) sowie mit 4.592 T€ (Vorjahr: 819 T€) Zahlungsverpflichtungen aus Steuern. Überdies sind hier Verbindlichkeiten aus der Verrechnung von Kosten mit den Schwestergesellschaften abcfinance GmbH und ETL Finance GmbH & Co. KG mit 54 T€ (Vorjahr: 510 T€) enthalten.


Die Rückstellungen betragen insgesamt 2.172 T€ (Vorjahr: 15.901 T€) und sind in Höhe von 408 T€ (Vorjahr: 436 T€) für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen auf Basis versicherungsmathematischer Berechnungen (Richttafel 2018 G Dr. Heubeck) mit einem Rechnungszinsfuß von 1,83 % (Vorjahr: 1,79 %) gebildet. Für die ausgewiesenen Pensionsverpflichtungen bestehen aus Unternehmenstransaktionen vertraglich vereinbarte Freistellungs- und Eintrittsverpflichtungen mit einem Dritten.


Für etwaige steuerliche Verpflichtungen sind im Berichtsjahr Steuerrückstellungen in Höhe von 2 T€ (Vorjahr: 13.599 T€) zu bilden. Davon entfallen 1 T€ (Vorjahr: 7.017 T€) auf Gewerbesteuer sowie 1 T€ (Vorjahr: 6.582 T€) auf Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag.


Die anderen Rückstellungen (1.762 T€; Vorjahr: 1.866 T€) betreffen insbesondere mit 966 T€ Personalkosten (Vorjahr: 1.064 T€), mit 356 T€ (Vorjahr: 356 T€) Risiken aus dem Kreditgeschäft, Prüfungskosten in Höhe 141 T€ (Vorjahr: 83 T€) sowie Beiträge an die Entschädigungseinrichtung deutscher Banken (214 T€; Vorjahr: 157 T€).


Aufgrund des Jahresfehlbetrages 2023 in Höhe von 5.325 T€ vermindert sich das Eigenkapital der Gesellschaft auf 242.686 T€ (Vorjahr: 248.031 T€). Der sich ergebende Jahresfehlbetrag wird mit den Gewinnrücklagen verrechnet. Darüber hinaus wurde aufgrund des Gesellschafterbeschlusses vom 27. März 2023 von dem Bilanzgewinn 2022 ein Teilbetrag in Höhe von 20 T€ an die Alleingesellschafterin abc Holding GmbH ausgeschüttet, der verbleibende Betrag in Höhe von 14.161 T€ wurde in die Gewinnrücklagen eingestellt. Somit stellt sich das Eigenkapital wie folgt dar:

01.01.2023 Entnahme aus Rücklagen Einstellung in Rücklagen Ausschüttung 31.12.2023
Stammkapital 40.000.000,00 0,00 0,00 0,00 40.000.000,00
Kapitalrücklage 108.436.106,94 0,00 0,00 0,00 108.436.106,94
Gewinnrücklagen 85.413.902,92 -5.325.420,29 14.161.452,42 0,00 94.249.935,05
Bilanzgewinn 14.181.452,42 0,00 -14.161.452,42 -20.000,00 0,00
Summe 248.031.462,28 -5.325.420,29 0,00 -20.000,00 242.686.041,99

D. ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

Zinsergebnis


Im Zinsergebnis in Höhe von 31.210 T€ (Vorjahr: 49.686 T€) sind hauptsächlich Zinserträge aus angekauften Leasingforderungen und für Schuldverschreibungen mit 106.674 T€ (Vorjahr: 83.536 T€), aus sonstigen Kredit- und Geldmarktgeschäften (3.973 T€; Vorjahr 274 T€), aus dem Ankauf von Factoringforderungen (3.556 T€; Vorjahr 1.299 T€) sowie aus der Vereinnahmung von Entschädigungen aus Vorfälligkeit mit 3 T€ (Vorjahr: 2.318 T€) enthalten, denen im Wesentlichen Zinsaufwendungen aus dem Einlagengeschäft und dem Forderungsverkauf an eine Zweckgesellschaft in Höhe von 74.826 T€ (Vorjahr: 38.291 T€) sowie aus sonstigen Kredit- und Geldmarktgeschäften (13.956 T€; Vorjahr 722 T€) gegenüberstehen.

Sonstige betriebliche Erträge


Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von 8.821 T€ (Vorjahr: 8.071 T€) betreffen mit 8.609 T€ (Vorjahr: 7.906 T€) insbesondere die Kostenumlage mit der Schwestergesellschaft abcfinance GmbH sowie mit 112 T€ (Vorjahr: 65 T€) Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen. Im Vorjahr waren für das verbundene Unternehmen abcfinlab GmbH, Köln erbrachte Dienstleistungen in Höhe von 49 T€ enthalten.

Allgemeine Verwaltungsaufwendungen


Die allgemeinen Verwaltungsaufwendungen (22.697 T€; Vorjahr: 25.016 T€) entfallen insbesondere auf den Personalaufwand in Höhe von 11.771 T€ (Vorjahr: 11.644 T€). Die anderen Verwaltungsaufwendungen setzen sich im Wesentlichen aus Umlagen für Personal und Dienstleistungen in Höhe von 5.612 T€ (Vorjahr: 8.038 T€), regulatorischen Kosten und Beiträgen von 2.132 T€ (Vorjahr: 2.199 T€), Kosten für die Datenverarbeitung (1.387 T€; Vorjahr: 1.561 T€), angefallenen Aufwendungen im Zusammenhang mit der Veräußerung von Forderungen in Höhe von 731 T€ (Vorjahr: 777 T€), für Beratung und Prüfung mit 402 T€ (Vorjahr: 316 T€) sowie Ausgaben für Personalmaßnahmen und Recruiting in Höhe von 311 T€ (Vorjahr: 276 T€) zusammen.

Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen


In der Überkreuzkompensation in Höhe von 22.990 T€ (Vorjahr: 9.349 T€) wurden Aufwendungen für Wertberichtigungen und Abschreibungen von 32.590 T€ (Vorjahr: 25.855 T€) und Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen und Zugängen aus abgeschriebenen Forderungen mit 9.600 T€ (Vorjahr 16.506 T€) berücksichtigt.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag


Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag in Höhe von -1.290 T€ (Vorjahr: 8.062 T€) betreffen Erstattungen aus dem Verlustrücktrag auf das Geschäftsjahr 2022 für Körperschaftsteuer inkl. Solidaritätszuschlag in Höhe von 1.289 T€. Im Vorjahr fielen Aufwendungen für Gewerbesteuer in Höhe von 4.130 T€ und für Körperschaftsteuer inklusive Solidaritätszuschlag in Höhe von 3.931 T€ an.


Das Geschäftsjahr 2023 schließt mit einem Jahresfehlbetrag von 5.325 T€ (Vorjahr: Jahresüberschuss von 14.181 T€) ab.

E. SONSTIGE ANGABEN

Nachtragsbericht


Ereignisse von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres liegen nicht vor.

Personal


Im abgelaufenen Geschäftsjahr waren bei der Gesellschaft - ohne Geschäftsführer und Auszubildende - durchschnittlich 134,75 Mitarbeiter (Vorjahr: 132,50) beschäftigt. Davon waren durchschnittlich 105,50 Mitarbeiter in Vollzeit und 29,25 Mitarbeiter in Teilzeit tätig.

Angaben zum Anteilseigner


Alleinige Gesellschafterin ist die abc Holding GmbH, Neuss (kleinster Konsolidierungskreis). Die abc Holding GmbH wurde am 7. Oktober 2011 gegründet und ist 100%-ige Tochtergesellschaft der Wilh. Werhahn KG, Neuss. Über die abc Holding GmbH ist die Gesellschaft in den Konzernabschluss der Wilh. Werhahn KG, Neuss, (größter Konsolidierungskreis) einbezogen. Der dort erhältliche Konzernabschluss sowie der Konzernabschluss der abc Holding werden im Unternehmensregister veröffentlicht.


Aufgrund des Einbezugs der abcbank in den Konsolidierungskreis der abc Holding GmbH hat die Gesellschaft mit befreiender Wirkung nach § 291 Abs. 2 S. 1 HGB auf die Aufstellung eines eigenen Konzernabschlusses bestehend aus der abcbank GmbH sowie der abc SME Lease Germany S.A., Luxemburg (Zweckgesellschaft; Tochterunternehmen nach § 290 Abs. 2 Nr. 4 HGB) verzichtet.


Die abcbank übermittelt ihren Jahresabschluss nach § 325 HGB beim Unternehmensregister. Der Jahresabschluss der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 wurde am 27. März 2023 festgestellt.

Rechtliche Verhältnisse


Im Jahr 2023 ergaben sich in der Geschäftsführung als auch im Aufsichtsgremium der Gesellschaft personelle Änderungen.


Mit Ablauf des 31. Januar 2023 hat Herr Andreas Heitmann sein Amt niedergelegt. Das Gesuch wurde durch den Vorsitzenden des Aufsichtsrates der abcbank zur Kenntnis genommen.


Herr Malte Rüsing ist mit Beschluss des Aufsichtsrats der abcbank vom 30. August 2023 mit Wirkung zum 01. September 2023 zum Geschäftsführer der Gesellschaft bestellt worden.


Herr Dr. Holger Hatje wurde mit Gesellschafterbeschluss vom 15. Februar 2023 und mit Wirkung ab dem 01. März 2023 zum weiteren Mitglied des Aufsichtsrates bestellt. Mit Wirkung zum 13. Oktober 2023 hat Herr Paolo Dell' Antonio sein Aufsichtsratsmandat niedergelegt. Als neues Mitglied des Aufsichtsrates wurde per Gesellschafterbeschluss am 16. Oktober 2023 und mit sofortiger Wirkung Herr Andreas König bestellt.

Mindestbesteuerungsgesetz


Die Gesellschaft ist Teil der Werhahn-Gruppe. In Deutschland sowie in weiteren Ländern, in denen die Werhahn-Gruppe tätig ist, wurde ein Gesetz zur Einführung einer globalen Mindestbesteuerung eingeführt, das einen effektiven Steuersatz von mindestens 15 % vorsieht und dem die Werhahn-Gruppe unterliegt. Da dieses Gesetz erst zum 1. Januar 2024 in Kraft getreten ist, ergeben sich im Einzelabschluss 2023 keine Auswirkungen. Die Regelung des § 274 Abs. 3 HGB über die Nichtberücksichtigung latenter Steuern aus der Anwendung in- oder ausländischer Mindestbesteuerungsgesetze ist gem. Artikel 91 Abs. 2 EHGB bereits auf den Jahresabschluss / Konzernabschluss zum 31.12.2023 anzuwenden. Sich ggf. aus dem Mindestbesteuerungsgesetz ergebende Steuern sind im Entstehungszeitpunkt als tatsächlicher Steueraufwand zu erfassen. Die Werhahn-Gruppe hat die Auswirkungen der Gesetze zur Einführung einer globalen Mindestbesteuerung für die einzubeziehenden Länder und Gesellschaften analysiert. Die Gesellschaft geht nach einer ersten Analyse davon aus, dass sich aus dem zum 1. Januar 2024 in Deutschland in Kraft getretenen Gesetz zur Einführung einer globalen Mindestbesteuerung keine Auswirkungen auf den Steueraufwand ergeben werden.

Organe der Gesellschaft

Geschäftsleitung

Herr Andreas Heitmann, Senior Controller, Köln (bis zum 31. Januar 2023)

Herr Stephan Ninow, Geschäftsführer abcfinance GmbH, Krefeld

Frau Andrea Ritzmann, Geschäftsführerin abcfinance GmbH, Köln

Herr Malte Rüsing, Diplom-Ökonom, Wermelskirchen (ab dem 01. September 2023)


Alle aktiven tätigen Personen der Geschäftsleitung sind hauptberuflich Geschäftsführer der abcfinance GmbH, Köln.

Aufsichtsrat

Herr Alexander Boldyreff, Vorstand Wilh. Werhahn KG, Stelle (Vorsitzender)

Herr Paolo Dell' Antonio, Vorstand Wilh. Werhahn KG, Braunschweig (stellv. Vorsitzender) (bis zum 13. Oktober 2023)

Herr Stephan Kühne, Vorstand Wilh. Werhahn KG, Hannover

Herr Prof. Dr. Uwe Hack, Professor für Accounting and Finance, Metzingen

Herr Dr. Holger Hatje, Diplom-Kaufmann, Berlin (ab dem 01. März 2023)

Herr Andreas König, Vorstand Wilh. Werhahn KG, Bad Honnef, (ab dem 16. Oktober 2023)

Gesamtbezüge der Organe


Die Geschäftsführung erhielt von der Gesellschaft im Geschäftsjahr keine Bezüge. Im Berichtsjahr wurden Vergütungen an den Aufsichtsrat in Höhe von 28 T€ (Vorjahr: 20 T€) gezahlt.

Abschlussprüferhonorar


Auf die Angabe des Abschlussprüferhonorars gemäß § 285 Nr. 17 HGB wird verzichtet, da die Angabe im Konzernabschluss des übergeordneten Unternehmen abc Holding GmbH, Neuss, erfolgt.

Dienstleistungen für Dritte


Die abcbank erbringt für ihre Schwestergesellschaft abcfinance GmbH und deren inländische Töchter diverse Dienstleistungen im Zusammenhang mit aufsichtsrechtlichen Tätigkeiten (u.a. Geldwäsche, Compliance, Risikomanagement) sowie für das Kreditgeschäft. Vertragliche Grundlage bilden der zwischen der abcfinance GmbH und der abcbank geschlossene Kooperations- und Auslagerungsvertrag. Die Kosten werden im jährlichen Umlageverfahren ermittelt.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen


Vor dem Hintergrund der Nutzung von Synergieeffekten hat die abcbank seit dem Jahr 2013 die Unterstützung und Durchführung ihrer Backoffice-Tätigkeiten einige zentrale Aufgabenbereiche ihrer Geschäftsorganisation betreffend auf die Schwestergesellschaft abcfinance GmbH ausgelagert. Die Kosten werden im jährlichen Umlageverfahren ermittelt. Darüber hinaus bestehen weitere Verpflichtungen aus Verträgen im Zusammenhang mit der Durchführung von IT-Revisionstätigkeiten sowie der Übernahme von IT-Tätigkeiten (u.a. Nutzung und Überlassung von Software inkl. Lizenzen und Wartung).


Des Weiteren bestehen mit der abcfinance GmbH (u.a. für Service und Nutzung) und der Wilh. Werhahn KG, Neuss, (u.a. für Beratungstätigkeiten) Dienstleistungsverträge, deren Kosten auf Grundlage des jährlichen Umlageverfahrens in Rechnung gestellt werden. Darüber hinaus hat die Wilh. Werhahn KG im Zusammenhang mit der Einlagensicherung der abcbank eine Haftungserklärung gegenüber dem Bundesverband deutscher Banken abgegeben, für die sie in Abhängigkeit von der Höhe der Einlagen Provisionen in Rechnung stellt.


Insgesamt sind 2023 Kosten in Höhe von insgesamt 7.803 T€ angefallen. In den Folgejahren werden Belastungen in ähnlicher Höhe erwartet. Die Kosten bewegen sich im geschäftsüblichen Rahmen.


Die abcbank hat Pflichtbeiträge gegenüber der Entschädigungseinrichtung deutscher Banken sowie an das Single Resolution Board geleistet, welches die Verantwortung in Deutschland an die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) delegiert hat. Für das Jahr 2024 werden Belastungen in Höhe von 2.250 T€ erwartet. Die Beiträge an die Entschädigungseinrichtungen und an die BaFin sind jährlich zum 30. September bzw. 31. Mai zu leisten.


Zweck der Mitgliedschaft in der gesetzlichen und freiwilligen Einlagensicherung ist es, im Entschädigungsfall die Gläubiger der Bank für nicht zurückgezahlte Einlagen zu entschädigen. Risiken können sich zukünftig durch eine steigende Anzahl von Entschädigungsfällen bei anderen angeschlossenen Banken ergeben. Das Risiko wird gemindert durch die verpflichtende Ansammlung der Jahresbeiträge bis zum Jahr 2024.

Offenlegung nach Artikel 434 Absatz 2 Satz 2 CRR


Der aufgrund der zum 1. Januar 2014 in Kraft getretenen aufsichtsrechtlichen Anforderungen des CRR Regelwerkes (Capital Requirements Regulation/Verordnung (EU) Nr. 575/2013, Teil 8) und der CRD IV (Capital Requirements Directive IV/EU-Richtlinie 2013/36/EU) sowie den EBA-Leitlinien EBA/GL/2014/14 und EBA/GL/2016/11 zum 31. Dezember 2022 zu erstellende Offenlegungsbericht der abcbank GmbH wurde im Oktober 2023 durch die Geschäftsführung der Gesellschaft unterzeichnet und ist auf der Internetseite (www.abcbank.de; unter der Rubrik "Publikationen") des Unternehmens abrufbar.

 

Köln, den 07. März 2024


abcbank GmbH

Stephan Ninow Andrea Ritzmann Malte Rüsing

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023

Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
01.01.2023 Zugänge Abgänge Umbuchungen 31.12.2023
1. Immaterielle Anlagewerte
a) entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 2.563.364,61 29.750,00 0,00 17.850,00 2.610.964,61
b) geleistete Anzahlungen 17.850,00 0,00 0,00 -17.850,00 0,00
2.581.214,61 29.750,00 0,00 0,00 2.610.964,61
2. Sachanlagen
Betriebs- und Geschäftsausstattung 19.929,38 0,00 0,00 0,00 19.929,38
3. Finanzanlagen
Schuldverschreibungen 904.715.367,14 291.783.284,10 268.534.495,89 0,00 927.964.155,35
907.316.511,13 291.813.034,10 268.534.495,89 0,00 930.595.049,34
Abschreibungen Restbuchwerte
01.01.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023 31.12.2023 31.12.2022
1. Immaterielle Anlagewerte
a) entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 2.518.934,49 49.487,62 0,00 2.568.422,11 42.542,50 44.430,12
b) geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 17.850,00
2.518.934,49 49.487,62 0,00 2.568.422,11 42.542,50 62.280,12
2. Sachanlagen
Betriebs- und Geschäftsausstattung 19.929,38 0,00 0,00 19.929,38 0,00 0,00
3. Finanzanlagen
Schuldverschreibungen 0,00 0,00 0,00 0,00 927.964.155,35 904.715.367,14
2.538.863,87 49.487,62 0,00 2.588.351,49 928.006.697,85 904.777.647,26

Country by Country Reporting gemäß § 26a KWG


Die abcbank GmbH mit Sitz in Köln hat keine Zweigstellen oder Niederlassungen. Sämtliche geforderten Angaben gemäß § 26a Abs. 1 Satz 2 KWG beziehen sich ausschließlich auf die Bundesrepublik Deutschland und den Stichtag 31. Dezember 2023. Im Einzelnen:

Firmenbezeichnungen, Art der Tätigkeiten und geografische Lage


Der Standort der abcbank GmbH befindet sich in Nordrhein-Westfalen. Sie betreibt Bankgeschäfte im Sinne des § 1 KWG.

Umsatz


Der in der Bundesrepublik Deutschland erzielte Umsatz, definiert als operatives Ergebnis ohne Wertminderungen und Verwaltungsaufwendungen einschließlich Zinsüberschuss, Provisionsüberschuss und sonstige betriebliche Erträge, beträgt 39,1 Mio. €.

Anzahl der Lohn- und Gehaltsempfänger in Vollzeitäquivalenten


Die Anzahl der Lohn- und Gehaltsempfänger in Vollzeitäquivalent beträgt 123,35.

Gewinn vor Steuern


Die Bank weist einen Verlust vor Steuern von 6,6 Mio. € aus.

Steuern auf Gewinn


Die Bank weist Steuern vom Einkommen und Ertrag von 1,3 Mio. € aus.

Erhaltene öffentliche Beihilfen


Die Bank hat im Berichtsjahr keine Beihilfen erhalten.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS


An die abcbank GmbH, Köln

VERMERK ÜBER DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS

Prüfungsurteile


Wir haben den Jahresabschluss der abcbank GmbH, Köln, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der abcbank GmbH, Köln, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.


Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.


Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile


Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Jahresabschlusses


Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.


Nachfolgend stellen wir mit der Risikovorsorge im Kundenkreditgeschäft den aus unserer Sicht besonders wichtigen Prüfungssachverhalt dar.


Unsere Darstellung dieses besonders wichtigen Prüfungssachverhalts haben wir wie folgt strukturiert:


a) Sachverhaltsbeschreibung (einschließlich Verweis auf zugehörige Angaben im Jahresabschluss)


b) Prüferisches Vorgehen

Risikovorsorge im Kundenkreditgeschäft


a) Im Jahresabschluss werden unter dem Bilanzposten "Forderungen an Kunden" Wertberichtigungen für potenzielle Kreditausfälle abgesetzt, die im Geschäftsjahr 2023 mit Mio. EUR 2.227,2 (nach Risikovorsorge und Vorsorgereserven nach § 340f HGB) einen erheblichen Anteil an der Bilanzsumme in Höhe von Mio. EUR 3.311,2 (67,3 %) ausmachen.


Die Forderungen resultieren im Wesentlichen aus dem regresslosen Ankauf von Mietkaufforderungen sowie zukünftig fälliger Leasingraten einschließlich der garantierten Restwerte bzw. Andienungsrechte und aus dem Ankauf von Factoringforderungen. Grundlage hierfür bilden Forfaitierungsrahmenverträge mit der Schwestergesellschaft der abcbank GmbH, der abcfinance GmbH, Köln, sowie deren vier Tochtergesellschaften Hako Finance GmbH, milon financial services GmbH, Schneidereit Finance GmbH und ETL Finance GmbH & Co. KG, alle ebenfalls mit Sitz in Köln (nachfolgend auch: Forderungsverkäufer).


Grundlage für das Leasing-, Mietkauf- und Factoringgeschäft der Forderungsverkäufer bilden einheitliche Arbeitsanweisungen und Organisationsrichtlinien, die aufgrund der engen wirtschaftlichen, organisatorischen und personellen Verflechtung für den gesamten Geschäftsbereich der Forderungsverkäufer Gültigkeit haben. Die Forfaitierungsrahmenverträge sehen vor, dass diese Regelungen unmittelbar auch bei der abcbank GmbH Anwendung finden, soweit dies nicht aufgrund spezifischer Anforderungen ausgeschlossen ist. Die abcbank GmbH hat ferner gegenüber den Forderungsverkäufern ein jederzeitiges Weisungsrecht im Einzelfall. Sie kann abweichende Einzelvorgaben bestimmen und Maßnahmen treffen, soweit dies zur angemessenen Abwicklung und Bewertung ihres Kreditgeschäfts erforderlich ist. Insoweit stützt sich die abcbank GmbH, die wirtschaftlich, organisatorisch und personell eng mit den Forderungsverkäufern verbunden ist, auf deren Prozesse. Dazu gehören auch die Risikofrüherkennung, die Sicherheitenbewertung und die Risikoklassifizierung, die mittelbar auch Grundlage für die Ermittlung der Risikovorsorge bei der abcbank GmbH ist.


Im Rahmen der Rechnungslegung wird zum Zweck der Bewertung der Forderungen sowie der damit verbundenen Bildung von Einzelwertberichtigungen regelmäßig auf prognostizierte Werte zurückgegriffen, insbesondere hinsichtlich des Zeitpunkts und des Eintreffens zukünftiger Zahlungseingänge sowie der Werhaltigkeit der hinterlegten Sicherheiten. Aufgrund des wesentlichen Einflusses von historisch abgeleiteten Prognosen auf die Bildung bzw. die Höhe der gegebenenfalls erforderlichen Einzelwertberichtigungen, der damit verbundenen Unsicherheiten sowie im Hinblick darauf, dass die der Bemessung der Risikovorsorge zugrunde liegenden Prozesse, wie die Sicherheitenbewertung und die Risikoklassifizierung sowie die verwendeten Bewertungsparameter aufgrund der engen wirtschaftlichen, organisatorischen und personellen Verflechtung übergreifend für die Forderungsverkäufer sowie die abcbank GmbH angewandt werden, war dieser Sachverhalt im Rahmen unserer Prüfung von besonderer Bedeutung.


Die Angaben der gesetzlichen Vertreter zur Bewertung der Forderungen an Kunden und zur Risikovorsorge sind in den Abschnitten B und C des Anhangs.


b) Im Rahmen der Jahresabschlussprüfung haben wir die Wirksamkeit der internen Kontrollen zur Erfassung, Verarbeitung, Bewertung der Kundenforderungen geprüft.


Hierzu haben wir die übergreifenden Prozesse insbesondere der Risikofrüherkennung, der Sicherheitenbewertung sowie der Risikoklassifizierung, die mittelbar Grundlage für die Ermittlung der Risikovorsorge ist, im Rahmen einer Aufbau- und Funktionsprüfung untersucht und beurteilt. Dabei haben wir vor allem die wesentlichen IT-Systeme und das Risikoklassifizierungssystem (Bewertungsmodelle) in unsere Prüfung einbezogen und gewürdigt.


Im Rahmen unserer Prüfung haben wir interne Spezialisten mit Fokus auf die Bereiche Kreditrisikomanagement und IT mit entsprechender Branchenkenntnis hinzugezogen. Zur Beurteilung der Angemessenheit der gebildeten Risikovorsorge haben wir die fachliche Konzeption des Risikoklassifizierungsmodells beurteilt. Die Ermittlung von empirischen Parametern und deren Anwendung haben wir in Stichproben nachvollzogen.


Bei der stichprobenhaften Überprüfung der Bonität ausgewählter Kunden sowie der damit verbundenen Bewertung der Forderungen haben wir uns auf die von der abcbank GmbH als risikorelevant eingestuften Kunden konzentriert. Weiterhin haben wir die Werthaltigkeit der Forderungen auf Basis der Prognosen über die zukünftige Ertrags- und Liquiditätssituation der betreffenden Kunden beurteilt. Dabei haben wir auch die Annahmen hinsichtlich der Prognosen der zugrunde liegenden erwarteten Cashflows in Gesprächen mit den gesetzlichen Vertretern kritisch hinterfragt und mit geeigneten Nachweisen plausibilisiert. Wir haben darüber hinaus stichprobenweise die angesetzten Sicherheitenwerte und deren Verwertungszeiträume anhand von Erfahrungswerten in der Vergangenheit überprüft. Im Rahmen unserer Prüfung haben wir auch beurteilt, inwieweit die Bewertung der Forderungen und Eventualverbindlichkeiten durch Subjektivität, Komplexität oder sonstige inhärente Risikofaktoren beeinflusst wurde.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht


Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.


Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.


Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.


Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts


Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.


Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.


Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.


Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.


Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und, sofern einschlägig, die zur Beseitigung von Unabhängigkeitsgefährdungen vorgenommenen Handlungen oder ergriffenen Schutzmaßnahmen.


Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Jahresabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.

SONSTIGE GESETZLICHE UND ANDERE RECHTLICHE ANFORDERUNGEN

Übrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVO


Wir wurden von der Gesellschafterversammlung am 27. März 2023 als Abschlussprüfer gewählt. Am 26. September 2023 wurden wir vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit dem Geschäftsjahr 2017 als Abschlussprüfer der abcbank GmbH, Köln, tätig.


Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Aufsichtsrat nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen.

VERANTWORTLICHER WIRTSCHAFTSPRÜFER


Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Wilhelm Wolfgarten.

 

Düsseldorf, den 8. März 2024


Deloitte GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Wilhelm Wolfgarten Jan Marmann
Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck

Organisationen an dieser Adresse

67 nahegelegene Organisationen

Liste von Unternehmen und Organisationen an oder in der Nähe dieser Geschäftsadresse. Die Daten umfassen Firmennamen, Adressen, Registrierungsdetails und Branchenklassifikationen.
Die Informationen auf dieser Seite stammen aus öffentlichen Quellen, offiziellen Registern oder werden von Drittanbietern bereitgestellt. Fusionbase übernimmt keine Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der Daten. Melde dich bei Fragen oder Anregungen über unser Kontaktformular.