N26 Bank GmbHLiquidiert

10179 Berlin, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Charlottenburg (Berlin) HRB 170602
Vorher
N26 GmbH
Eingetragen
24.9.2015
Branche
Kreditinstitute des SparkassensektorsKreditinstitute mit SonderaufgabenBeteiligungsgesellschaften
Gegenstand
Das Betreiben von Bankgeschäften gemäß § 1 Abs. 1 Satz 2 Nr. 1 Kreditwesengesetz (Einlagengeschäft) und § 1 Abs. 1 Satz 2 Nr. 2 Kreditwesengesetz (Kreditgeschäft) sowie das Erbringen von Finanzdienstleistungen gemäß § 1 Abs. 1a Satz 2 Nr. 1 Kreditwesengesetz (Anlagevermittlung) und § 1 Abs. 1a Satz 2 Nr. 2 Kreditwesengesetz (Abschlussvermittlung) und des Eigengeschäfts im Sinne von § 32 Abs. 1a Satz 1 Kreditwesengesetz.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Jan Stechele
seit 23.8.2022
Prokura
Jan Dr. Kemper
seit 16.3.2022
Prokura
Thomas Bayreuther
seit 4.11.2021
Prokura
Volker Dr. Vonhoff
seit 10.6.2021
Prokura
Stephan Dr. Niermann
seit 10.6.2021
Prokura
Geschäftsführer
Thomas Grosse
seit 8.4.2021
Geschäftsführer
Alexander Franz
seit 22.7.2019
Prokura

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

N26 Bank GmbH

Berlin

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2020 bis zum 31.12.2020

Lagebericht 2020

N26 Bank GmbH

Berlin

Registergericht Amtsgericht Charlottenburg

Handelsregister-Nummer HRB 170602 B

Inhaltsverzeichnis

Grundlagen der N26 Bank

Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Geschäftsverlauf

Ertragslage

Vermögenslage

Finanzlage

Risikobericht

Chancen- und Prognosebericht

Grundlagen der N26 Bank

Organisatorischer Aufbau

Die N26 Bank GmbH mit Sitz in Berlin ist eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung in der N26 Gruppe, deren Anteile vollständig von der N26 GmbH, Berlin gehalten werden. Zwischen der N26 Bank GmbH und der N26 GmbH besteht ein Beherrschungsvertrag.

Zum Jahresende 2020 waren insgesamt 88 Mitarbeiter in der N26 Bank GmbH beschäftigt.

Die Geschäftsführung der N26 Bank GmbH setzt sich zum 31. Dezember 2020 aus zwei Mitgliedern zusammen, die Aufsichtsfunktion wird durch den Beirat wahrgenommen. Dieser setzt sich aus drei Mitgliedern zusammen, Beiratsvorsitzender ist Thomas Grosse, Chief Banking Officer N26 GmbH, Berlin.

Zum 01. April 2021 wurde die Geschäftsführung um Maximilian Tayenthal und Thomas Grosse erweitert, beide sind damit aus dem Beirat ausgeschieden. Ebenfalls zum 1. April 2021 wurde Herr Dr. Jan Boehm in den Beirat als Beiratsvorsitzender berufen.

Die Ressorts zwischen der Geschäftsführung sind wie folgt aufgeteilt:

Markus Gunter
(Sprecher der Geschäftsführung, CEO)
Richard Groeneveld
(CFRO)
• Business Development & Products • Finance & Accounting
• Legal • Risk Management / Internal Control System
• IT-Strategy • Risk Management / Treasury
• IT-Coordination / Outsourcing Management • Regulatory Reporting
• Operations / Outsourcing Management • Compliance (incl. AML)
• Internal Audit • Tax
• European Regions & Branches
• Strategic Projects
• Human Resources *
• Marketing & Communications *
• Customer Service *

* an die N26 GmbH ausgelagerte Funktionen

Geschäftstätigkeit

Die N26 Bank verfügt über die Lizenz zum Betreiben von Bankgeschäften gemäß § 1 Abs. 1 Satz 2 Nr. 1 Kreditwesengesetz (Einlagengeschäft) und § 1 Abs. 1 Satz 2 Nr. 2 Kreditwesengesetz (Kreditgeschäft) sowie für das Erbringen von Finanzdienstleistungen gemäß § 1 Abs. 1a Satz 2 Nr. 1 Kreditwesengesetz (Anlagevermittlung) und § 1 Abs. 1a Satz 2 Nr. 2 Kreditwesengesetz (Abschlussvermittlung) und das Eigengeschäft im Sinne von § 32 Abs. 1a Satz 1 Kreditwesengesetz.

Kern des Geschäftsmodells ist die Erbringung von Bankdienstleistungen beziehungsweise die Vermittlung von Finanzdienstleistungen für gewonnene Neu- sowie Bestandskunden der N26 Bank.

Die N26 Bank ist Mitglied der Entschädigungseinrichtung deutscher Banken (EdB).

Standorte

Der Geschäftssitz der N26 Bank ist Berlin. Zum 31. Dezember 2020 wurden Dienstleistungen der N26 Bank in 24 europäischen Märkten via EU-Passporting angeboten. Zum Bilanzstichtag bestanden Niederlassungen in Madrid (Spanien), Mailand (Italien) und Paris (Frankreich). Die Niederlassung in London (Vereinigtes Königreich) wurde in 2020 geschlossen.

Produkte und Dienstleistungen

Im Geschäftsjahr 2020 wurde das Produktangebot insbesondere durch die Weiterentwicklung des Funktionsumfangs der Premiumkonten sowie bei transaktionsbasierten Ratenkrediten weiter ausgebaut.

Das Produktangebot der N26 Bank folgt der Entwicklung der Kundenbedürfnisse in finanziellen Themenstellungen ("Follow the life cycle of the customer"). Dabei geht die N26 Bank davon aus, dass ein Kunde als Grundlage ein Angebot benötigt, das die täglichen bargeldlosen Bezahlvorgänge und Transaktionen ermöglicht und kostengünstig unterstützt. Mit dem Einstieg ins Berufsleben/ Studium und dem Aufbau einer eigenen Familie steigt der Finanzierungsbedarf, z.B. für ein Auto oder eine Wohnung. Der Bedarf an Absicherung nimmt zu. Wenn Vermögen aufgebaut werden kann, hat der Kunde Bedarf an Sparprodukten oder Anlageprodukten.

Aus der Positionierung entlang der Kundenbedürfnisse Leben, Konsumieren, Absichern, Vermehren leiten sich die Geschäftsfelder der N26 Bank ab. Im Mittelpunkt des Angebotes, sozusagen als Fundament des Produkthauses, stehen die Produkte rund um das Konto und die Karte. Darauf bauen sukzessive die weiteren Geschäftsfelder Finanzieren, Anlegen und Absichern auf. Die N26 Bank arbeitet mit Kooperationspartnern zusammen und erweitert damit ihr Produktangebot.

Zahlungsverkehrsdienstleistungen

Die angebotenen Zahlungsverkehrsdienstleistungen Konto und Karten stellen aus Sicht der N26 Bank den strategischen Anker der Produktpalette dar. Das digitale Haushaltsbuch in Verbindung mit den individuellen Statistiken und Auswertungen motiviert aus Sicht der N26 Bank den Nutzer sämtliche Einnahmen und Ausgaben über das N26 Bank Konto zu führen. Des Weiteren helfen (geteilte) Unterkonten (Spaces und Shared Spaces) dem Kunden, eine strukturierte Übersicht der vorhandenen finanziellen Ressourcen zu haben und verschiedene Transaktionen Unterkonten zuzuordnen. Zum Geschäftsfeld zählen die Produkte Girokonto, Premiumkonto, Flexkonto, Kreditkarte und Auslandsüberweisungen.

Anlegen

Das Geschäftsfeld Anlegen besteht aus Festgeldprodukten, die von einem Kooperationspartner zur Verfügung gestellt werden und vollständig in das mobile Angebot integriert sind.

Finanzieren

Das Geschäftsfeld umfasst die Produkte Dispositionskredit und Konsumentenkredit in verschiedenen Ausprägungsarten. Die Konsumentenkredite werden sowohl auf die eigenen Bücher genommen als auch an Kooperationspartner vermittelt.

Absichern

Im Geschäftsfeld Absichern werden diverse Versicherungsservices angeboten. Hierzu zählen zum Beispiel Versicherungsleistungen im Rahmen der N26 You und N26 Metal Mitgliedschaft.

Ziele und Strategien

Die Geschäftsführung der N26 Bank hat die Unternehmensstrategie in einem Strategiepapier dargelegt. Die darin enthaltene Geschäftsstrategie bildet das Rahmenwerk für die Geschäftstätigkeiten der Bank. Aus der Analyse der Branche, der Kunden, der Wettbewerber und des Marktpotenzials wurde die folgende strategische Positionierung der N26 Bank abgeleitet:

Die N26 Bank positioniert sich als Mobile Bank in Deutschland und Europa. Die Ausgestaltung von Produkten, Dienstleistungen und Prozessen liegt primär auf mobilen Endgeräten (sogenannter "Mobile First" Ansatz).

Die N26 Bank schafft, besetzt und entwickelt nach eigener Ansicht ein neues Marktsegment. Zur Kundengruppe gehört prinzipiell jeder, der ein internetfähiges Mobiltelefon besitzt und in der Lage ist, Bankgeschäfte über sein Mobiltelefon abzurufen. Getrieben wird die Nachfrage vom Kundenverhalten der sogenannten Generation Y, die ein Konsumverhalten prägt, das stark von der Nutzung des Smartphones begleitet wird und welches zunehmend von weiteren Kundengruppen adaptiert wird.

Steuerungssystem

Basis für die geschäftspolitische Steuerung der N26 Bank bildet der jährliche Strategie- und Planungsprozess. Die Einhaltung der regulatorischen Vorgaben und der Risikotragfähigkeit sowie die von der Geschäftsführung verabschiedete Risikostrategie bilden dabei den strategischen Handlungsrahmen.

Das Steuerungssystem der N26 Bank bildet einen kontinuierlichen Kreislauf aus Planung, Umsetzung, Analyse und Anpassung. Als zentrale Steuerungsinstrumente nutzt die N26 Bank GmbH die nach handelsrechtlichen Grundsätzen erstellten Abschlüsse, Geschäfts-/Produktplanungen, Risikoberichte sowie diverse Reports zur Liquiditätssteuerung und zur geschäftlichen Entwicklung in Bezug auf Neukunden, Deckungsbeitrag und Umsätze. Plan-Ist-Vergleiche bilden die Grundlagen für Abweichungsanalysen und die Erarbeitung von Gegensteuerungsmaßnahmen auf Basis der festgestellten Ursachen. Ferner werden die Liquidity Coverage Ratio (LCR), die Leverage Ratio (LR) und die Net Stable Funding Ratio (NSFR) in die Steuerung der N26 Bank einbezogen.

Finanzielle Leistungsindikatoren

Die N26 Bank GmbH steuert nachfolgenden finanziellen Leistungsindikatoren:

Zins- und Provisionsüberschuss

Harte Kernkapitalquote: Verhältnis der aufsichtsrechtlichen Eigenmittel zu den anrechnungspflichtigen risikotragenden Aktiva

Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Bestandteil der Steuerungsphilosophie der N26 Bank sind auch nichtfinanzielle Leistungsindikatoren:

Kundengewinnung

Erschließung neuer Märkte

Die kontinuierliche Steigerung der Kundenzahl in den etablierten Märkten und über den Markteintritt in neue Länder ist ein strategisches Ziel und wird entsprechend überwacht. Als Kunde wird ein Nutzer definiert, der sämtliche Phasen des Kontoeröffnungsprozesses abgeschlossen hat. Als neue Märkte werden all jene Länder definiert, welche über das EU-Passporting erschlossen werden können.

Wirtschaftsbericht

Die geschäftlichen Rahmenbedingungen sind nach Einschätzung der N26 Bank in 2020 vor allem durch die Coronapandemie negativ geprägt und die deutsche Wirtschaft ist in eine tiefe Rezession gerutscht. Die Dynamik des Infektionsgeschehens und die damit verbundenen Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie hatten erheblichen Einfluss auf das Verhalten der Kunden. So sank das Ausgabenniveau im März 2020 bis Anfang April länderübergreifend stark ab und erholte sich im Jahresverlauf nur leicht. Ebenfalls diesem Trend folgend verhielten sich die Bargeldabhebungen.

Die aggregierten Einlagen sind relativ zu den durchschnittlichen Einlagen im Januar 2020 gestiegen, insbesondere im Frühjahr 2020 sowie Ende 2020 und Anfang 2021 stiegen die Einlagen der privaten Verbraucher und Verbraucherinnen.

Die N26 Bank hat sich gemessen am Gesamtergebnis vor Verlustübernahme in 2020 gemäß Plan entwickelt. Neben den konjunkturellen Rahmenbedingungen ist der Geschäftsverlauf nach wie vor geprägt durch hohe Investitionen in eine skalierbare technische Infrastruktur und Aufwendungen zur Kundengewinnung. Die Bestandskunden nutzen zunehmend die angebotenen Dienstleistungen, so dass sich die Provisionserträge und der Zinserträge positiv entwickelt haben, wenngleich der Zins- und Provisionsüberschuss leicht unter Plan liegen.

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Konjunktur

Die gesamtwirtschaftliche Lage war im Jahr 2020 geprägt von der Coronapandemie. Für die gesamte EU (ohne Vereinigtes Königreich) geht die Europäische Kommission in ihrer Herbstprognose von einem Einbruch des preisbereinigten BIP um 7,4 % aus, für die 19 Staaten der Eurozone rechnet sie mit einem Rückgang um 7,8 %.

Insgesamt war das preisbereinigte BIP im Jahr 2020 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes um 5,0% niedriger als 2019. Die deutsche Wirtschaft ist somit nach einer zehnjährigen Wachstumsphase wieder in eine tiefe Rezession gerutscht, ähnlich wie zuletzt während der Finanz- und Wirtschaftskrise 2008/2009. Der konjunkturelle Einbruch fiel aber im Jahr 2020 den vorläufigen Berechnungen zufolge insgesamt weniger stark aus als 2009 mit -5,7 %.

Die in der zweiten Jahreshälfte einsetzende Erholung der deutschen Wirtschaft ist nach Einschätzung der Deutschen Bundesbank im Monatsbericht Februar 2021 zum Erliegen gekommen. Gründe für den Stopp der Aufholbewegung waren das wieder verstärkte Infektionsgeschehen und die in der Folge stufenweise verschärften Eindämmungsmaßnahmen. Diese betrafen vor allem kontaktintensive Bereiche wie freizeit- und kulturbezogene Dienstleistungen, das Gastgewerbe und den stationären Einzelhandel und führten dort teilweise zu erheblichen Einbußen.

Nach Auswertung von EuroStat sind die Hauspreise, gemessen durch den Hauspreisindex (HPI), im vierten Quartal 2020 im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresquartal im Euroraum um 5,4% und in der EU um 5,7% gestiegen. Dies ist die höchste jährliche Zunahme im Euroraum seit dem vierten Quartal 2006.

Geldpolitik

Nach Aussage der Deutschen Bundesbank im Monatsbericht Februar 2021 hat der Rat der Europäischen Zentralbank auf der geldpolitischen Sitzung im Dezember 2020 angesichts der wirtschaftlichen Folgen des Wiederauflebens der Coronapandemie seine geldpolitischen Maßnahmen rekalibriert. Der Rat der Europäischen Zentralbank erweiterte das Pandemie-Notfallankaufprogramm (PEPP) um 500 Mrd Euro auf insgesamt 1.850 Mrd Euro. Gleichzeitig wurde der Zeithorizont für die Nettoankäufe im Rahmen des PEPP bis mindestens Ende März 2022 verlängert. Der EZB-Rat wird nach eigenen Aussagen die Nettoankäufe in jedem Fall so Lange durchführen, bis die Phase der Coronapandemie seiner Einschätzung nach überstanden ist.

Der EZB-Rat ließ die Leitzinsen im Jahr 2020 unverändert. Der Hauptrefinanzierungssatz liegt damit weiterhin bei 0%, die Zinssätze für die Spitzenrefinanzierungs- und die Einlagefazilität liegen bei 0,25% und -0,50%.

Vor dem Hintergrund des niedrigen Zinsniveaus und der flachen Zinsstruktur setzte sich auch 2020 der seit 2008 andauernde Aufbau von Sicht- und Tagesgeldguthaben bei den Banken in Deutschland kräftig fort.

Regulatorik

Das regulatorische Bankenumfeld war auch 2020 von der CRR II und CRD V geprägt. Durch die Insolvenz von Wettbewerbern geriet das Thema Finanzholding stärker in den Fokus. Insbesondere das Risikoreduzierungsgesetz und der Entwurf der Neufassung der Mindestanforderungen an das Risikomanagement -MaRisk hatten und haben Einfluss auf die Branche.

Geschäftsverlauf

Das Geschäftsjahr der N26 Bank war durch die Einflüsse der Coronapandemie, durch die Akquisition von Kunden, den Ausbau des Produktangebotes, die Optimierung der bankbetrieblichen Prozesse sowie das anhaltende Niedrigzinsumfeld geprägt. Die Zahl der ertragsrelevanten Kunden stieg zum Jahresende auf ca. 2,9 Millionen (Vorjahr: 2,3 Millionen). Dabei war erneut ein deutlicher Anstieg an Kundengeldern und in Folge dessen der weitere Ausbau unserer Treasury Aktivitäten zu verzeichnen.

Das ursprüngliche Produktangebot von einem kostenlosen Konto in Verbindung mit einer Debitkarte wurde bereits in den Vorjahren deutlich erweitert und auch in 2020 kontinuierlich weiterentwickelt. Das umfangreichste Produkt- und Dienstleistungsspektrum konnten per 31. Dezember 2020 Kunden mit ihrem Wohnsitz in Deutschland nutzen.

Neben den gängigen Zahlungsverkehrsdienstleistungen können die Kunden länderspezifisch spezielle N26-Features nutzen. So können die Kunden über CASH26 bei über 13.500 Handelspartnern in Deutschland und Österreich Geld mittels Barcode abheben oder einzahlen. Mit Moneybeam können Überweisungen zwischen N26-Kunden in Echtzeit getätigt werden, so dass der Geldempfänger sofort über den Betrag verfügen und disponieren kann.

Auch der Bedarf der Kunden im Kredit- und Anlagebereich wird über den N26-Dispositions- und Ratenkredit sowie N26 Savings abgedeckt. Bei der Abdeckung dieser Bedarfsfelder verfolgt die N26 Bank entweder eine Make-Strategie oder eine Buy-Strategie. Hierzu werden Lösungsangebote anderer innovativer Anbieter oder etablierter Marktteilnehmer in die N26-Applikation integriert.

Neben N26 You und N26 Metal ist N26 Smart das dritte Premiumkonto der N26 Bank, das als Teil einer Neupositionierung der Premiumangebote im vierten Quartal 2020 erfolgreich gestartet wurde. Über den monatlichen Basispreis der Premiumkonten erhält der Kunde Zugang zu aus Sicht der Geschäftsleitung umfangreichen Vorteilen und Features wie z.B. ein Versicherungspaket oder eine höhere Anzahl an verfügbaren N26 Spaces.

Vor dem Hintergrund der durch die Coronapandemie ausgelösten Unsicherheiten, des dynamischen Wachstums, der Neukundenakquisition und der Niedrigzinspolitik ist der Geschäftsverlauf in 2020 aus Sicht der Geschäftsleitung als zufriedenstellend und im Rahmen der Erwartungen einzustufen.

Ertragslage

Aufgrund des im Rahmen der Planung liegenden Kundenwachstums, und den anhaltend hohen Investitionen ergibt sich nach wie vor eine durch Anlaufverluste geprägte Ertragslage. Absolute Abweichungen zur Unternehmensplanung sind aus Sicht der Geschäftsleitung insbesondere in der hohen Dynamik des Umfeldes begründet, relativ gesehen sind diese Abweichungen allerdings innerhalb unseres PLanungs- / Erwartungskorridors.

In Summe lag das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit in 2020 bei -12,0 Mio. Euro (Vorjahr: -68,3 Mio. Euro).

Für die N26 Bank ergibt sich auf Grundlage der Gewinn- und Verlustrechnung 2020 nachfolgende Ertragsübersicht:

Ertragsentwicklung

2020 2019 Veränderung
Mio. € Mio. € Mio. €
Zins- und Provisionsüberschuss 78,9 63,4 15,5
Zinsüberschuss 14,8 9,7 5,2
Provisionsüberschuss 64,1 53,8 10,3
Verwaltungsaufwand 81,0 115,3 -34,3
Personalaufwendungen 7,4 5,0 2,4
Andere Verwaltungsaufwendungen 73,6 110,2 -36,7
Abschreibungen auf Sachanlagen 1,6 0,0 1,6
Sonstiger ordentlicher Ertrag/Aufwand -2,3 -0,8 -1,5
Betriebsergebnis vor Risikovorsorge -6,0 -52,7 46,7
Bewertungsergebnis des Kreditgeschäfts -19,6 -15,8 -3,9
Bewertungsergebnis Wertpapiere 13,7 0,2 13,5
Risikovorsorge -6,0 -15,6 9,6
Betriebsergebnis nach Risikovorsorge -12,0 -68,3 56,3
Erträge aus Verlustübernahme 12,0 68,3 -56,3
Jahresüberschuss / Jahresfehlbetrag 0,0 0,0 0,0
Cost-Income-Ratio * in % 1,0 1,8

* Verwaltungsaufwand zu Zins- und Provisionsüberschuss

Ergebnis in dynamischem Umfeld insgesamt im Rahmen der Erwartungen

Das Geschäftsjahr der N26 Bank war durch die Einflüsse der Coronapandemie, durch die Akquisition von Kunden, den Ausbau des Produktangebotes, die Optimierung der bankbetrieblichen Prozesse sowie das anhaltende Niedrigzinsumfeld geprägt.

Durch den deutlichen Anstieg an Kunden und den Ausbau unserer Treasury Aktivitäten konnte sowohl ein positives Provisionsergebnis als auch Zinsergebnis im Geschäftsjahr 2020 realisiert werden. Die gesunkenen Verwaltungskosten spiegeln dabei die operativen Kosten für den in Teilen ausgelagerten Bankbetrieb wider. Das Bewertungsergebnis aus Wertpapieren resultiert vollständig aus Veräußerungsgewinnen von Wertpapieren des Anlagevermögens. Berücksichtigt man die hohe Dynamik unseres Geschäfts liegt der Jahresfehlbetrag vor Verlustübernahme in Summe im Rahmen unserer Erwartungen.

Zinsüberschuss durch Kreditgeschäft und Treasury geprägt

Wie erwartet wurde 2020 seitens der Europäischen Zentralbank die Niedrigzinspolitik fortgesetzt. Dennoch konnte für das Jahr 2020 ein Zinsüberschuss in Höhe von 14,8 Mio. Euro (Vorjahr: 9,7 Mio. Euro) erwirtschaftet werden, der mit 7,0 Mio. Euro (Vorjahr: 4,9 Mio. Euro) auf das Kreditgeschäft und mit 7,8 Mio. Euro (Vorjahr: 4,8 Mio. Euro) auf das Wertpapiergeschäft entfällt. Negativzinsen belasten den Zinsertrag mit 2,3 Mio. Euro (Vorjahr: 1,5 Mio. Euro). Das erwartete Zinsergebnis wurde wegen der weiterhin konservativen Kreditvergabe sowie Anlagepolitik und der Niedrigzinspolitik stark verfehlt.

Provisionsüberschuss durch Kreditkartengeschäft geprägt

Wesentlicher Treiber für den im Rahmen der Erwartungen liegenden Provisionsüberschuss in Höhe von 64,1 Mio. Euro (Vorjahr: 53,8 Mio. Euro) waren die Erbringung von Zahlungsverkehrsdienstleistungen und das Kartengeschäft. Somit macht das Provisionsergebnis einen Anteil von 81,2% vom Zins- und Provisionsergebnis aus.

Verwaltungsaufwand durch Auslagerungen geprägt

Der Verwaltungsaufwand, der sich aus dem Personalaufwand, den anderen Verwaltungsaufwendungen sowie den Abschreibungen auf Sachanlagen zusammensetzt, lag bei 81,0 Mio. Euro (Vorjahr: 115,3 Mio. Euro) und damit deutlich unter den Erwartungen. Der größte Anteil an den anderen Verwaltungsaufwendungen entfiel wie in den Vorjahren mit 59,2 Mio. Euro auf die Vergütung für die an die N26 GmbH ausgelagerten Tätigkeiten.

Erhöhte Abschreibungen und Auflösung von Wertberichtigungen angemessen

Für das Kundengeschäft (Risikovorsorge für Kreditgeschäft und für sonstige Risiken) wurden deutlich über den Erwartungen liegende Abschreibungen in Höhe von 26,1 Mio. Euro (Vorjahr: 16,8 Mio. Euro) vorgenommen. Wertberichtigungen in Höhe von 3,1 Mio. Euro (Vorjahr: -6,5 Mio Euro) konnten aufgelöst werden.

Die N26 Bank trug allen erkennbaren und latenten Risiken mit der Bildung von Wertberichtigungen Rechnung.

Vermögenslage

Die Bilanzsumme der N26 Bank lag zum Bilanzstichtag mit 4.158,8 Mio. Euro (Vorjahr: 2.299,8 Mio. Euro) deutlich über Plan. Die Forderungen an Kunden lagen bei 1.272,6 Mio. Euro (Vorjahr: 611,0 Mio. Euro). Davon entfielen 776,6 Mio. Euro (Vorjahr: 563,2 Mio. Euro) auf Kommunalkredite sowie 392,4 Mio Euro (Vorjahr: 0,0 Mio Euro) auf Hypothekendarlehen, welche die N26 Bank im Rahmen der Anlagepolitik ihres Einlagenüberschusses gewährt hat, und 103,6 Mio. Euro (Vorjahr: 47,7 Mio. Euro) auf die zum Bilanzstichtag von den Kunden in Anspruch genommenen Dispositions- und Ratenkredite.

Die anderen Forderungen an Kreditinstitute in Höhe von 894,1 Mio. Euro (Vorjahr: 156,6 Mio. Euro) und Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapieren von 938,5 Mio. Euro (Vorjahr: 600,2 Mio. Euro) dienen ebenfalls der Anlage des bestehenden Einlagenüberschusses.

Im Einlagengeschäft lagen die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden zum Bilanzstichtag bei 3.999,2 Mio. Euro (Vorjahr: 2.175,8 Mio. Euro) ebenfalls deutlich über Plan.

Für die N26 Bank ergeben sich auf Grundlage der geprüften Bilanz 2020 nachfolgende bilanzielle Kennziffern:

Bilanzielle Kennzahlen

in Mio. € 31.12.2020 31.12.2019 Veränderung in %
Barreserve 950,5 902,6 47,9 5,3%
Forderungen an Kreditinstitute 934,7 173,3 761,3 439,2%
Forderungen an Kunden 1.272,6 611,0 661,6 108,3%
aus Kundenkrediten 103,6 47,7 55,8 117,0%
aus Kommunaldarlehen 776,6 563,2 213,4 37,9%
aus Hypothekendarlehen 392,4
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 3.999,2 2.175,8 1.823,4 83,8%
Bilanzielles Eigenkapital 148,4 96,9 51,5 53,2%

Die Bilanzsumme lag zum 31. Dezember 2020 mit 4.158,8 Mio. Euro deutlich über den Erwartungen.

Eigenkapital

Im Geschäftsjahr 2020 erfolgten Zuführungen durch Einzahlungen zur Einlage der Stillen Gesellschaft in einer Gesamthöhe von 18,5 Mio. Euro sowie in die Kapitalrücklage in Höhe von 45,0 Mio. Euro. Veränderungen des gezeichneten Kapitals ergaben sich in 2020 nicht.

Die N26 Bank ermittelt die aufsichtsrechtliche Kapitalausstattung mit Hilfe des Kreditrisikostandardansatzes, des Marktrisiko-Standardansatzes sowie des Basisindikatoransatzes für operationelle Risiken. Die unterlegungspflichtigen Risiken betreffen das Adressenausfall-, das Marktpreisrisiko sowie die operationellen Risiken.

Die Anforderungen bezüglich der aufsichtsrechtlichen Kapitalausstattung (CRD IV/CRR, Solvabilitätsverordnung) wurden im Geschäftsjahr eingehalten.

Nach Feststellung des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2020 liegt das harte Kernkapital bei 148,4 Mio. Euro (Vorjahr: 96,9 Mio. Euro). Weitere Kapitalbestandteile bestehen bei der N26 Bank nicht. Der Gesamtrisikobetrag liegt per 31. Dezember 2020 bei 634,7 Mio. Euro (Vorjahr: 211,8 Mio Euro) somit ergab sich die harte Kernkapitalquote (CET1-Ratio) in Höhe von 23,4 % Vorjahr: 45,7%. Der Anstieg des Gesamtrisikobeitrags im Vergleich zum Vorjahr ist auf unsere Treasury Aktivitäten zurückzuführen.

Aufsichtsrechtliche Kennzahlen

in Mio. € 2020 2019 Veränderung
%
Eigenmittel (CET1) 148,4 96,9 51,5 53,2%
Gesamtrisikobetrag 634,7 211,8 422,9 199,7%
Harte Kernkapitalquote (CET1-Ratio) in % 23,4 45,7 -22,4 -48,9%
Leverage Ratio in % 3,6 3,9 -0,3 -8,0%

Finanzlage

Die Barreserve in Höhe von 951,5 Mio. Euro (Vorjahr 902,6 Mio. Euro) hat mit 22,9% weiterhin einen großen Anteil an der Bilanzsumme. Zur Reduzierung des negativen Einlagezinses bei der EZB werden Treasury Investitionen überwiegend mit einer Laufzeit von bis zu fünf Jahren abgeschlossen und können größtenteils bei der Bundesbank als Sicherheit hinterlegt werden. Zum 31. Dezember 2020 beträgt die Liquidity Coverage Ratio 284% (Vorjahr 385%). Die Liquidität war damit jederzeit ausreichend gegeben.

Die Ausstattung mit Eigenkapital der N26 Bank von insgesamt 282,2 Mio. Euro erfolgte im Geschäftsjahr 2020 durch die N26 GmbH über eine Erhöhung der Kapitalrücklage um 45,0 Mio. Euro sowie eine Erhöhung der stillen Einlage der Gesellschafterin in Höhe von 18,5 Mio. Euro. Unter Berücksichtigung des Verlustvortrags ergibt sich zum 31. Dezember 2020 ein Eigenkapital in Höhe von 148,4 Mio. Euro. Weitere Kapitaleinlagen bestanden zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2020 nicht.

Die Refinanzierung erfolgte durch Kundeneinlagen und Eigenmittel.

Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2020 bestand eine Patronatserklärung der N26 GmbH zugunsten der N26 Bank.

Unwiderrufliche Kreditzusagen bestanden in Höhe von 58,4 Mio. Euro.

Risikobericht

Aufbau-/Ablauforganisation und Gremien der N26 Bank GmbH

Die Aufbau-und Ablauforganisation der N26 Bank GmbH stellt gemäß AT 4.3.1 Tz 1 der MaRisk sicher, dass miteinander unvereinbare Tätigkeiten durch unterschiedliche Mitarbeiter durchgeführt werden (Funktionstrennung). Ferner sind Aufgaben, Kompetenzen, Verantwortlichkeiten, Kontrollen sowie Kommunikationswege in der N26 Bank GmbH klar definiert und zugewiesen (vgl. AT 4.3.1 Tz 2 der MaRisk).

Die getroffenen Kompetenzregelungen werden durch die interne Revision gemäß risikoorientierter Prüfungsplanung in Abstimmung mit der Geschäftsführung turnusmäßig überprüft. Wesentliche IT-Berechtigungen und Zeichnungsberechtigungen in Verbindung mit Zahlungsverkehrskonten werden regelmäßig, mindestens jährlich, überprüft. Besonders kritische IT-Berechtigungen werden mindestens halbjährlich überprüft. Sonstige eingeräumte Kompetenzen werden regelmäßig sowie bei Funktionswechseln von Mitarbeitern und Firmenaustritt durch die verantwortlichen Leitungsfunktionsträger geprüft.

Management Board

Das Management Board besteht aus den Geschäftsführern der N26 Bank GmbH und trägt unabhängig von der internen Zuständigkeitsregelung die Gesamtverantwortung für das Risikomanagement der N26 Bank GmbH nach AT 3 der MaRisk. Das Management Board legt in Abstimmung mit dem Beirat die Geschäfts- und Risikostrategie fest und verabschiedet nachgelagerte Richtlinien und Arbeitsanweisungen. Zudem gehört die Festlegung einer angemessenen Aufbau- und Ablauforganisation zu seinen Aufgaben.

Beirat

Der Beirat der N26 Bank GmbH fungiert als Kontrollinstanz der Geschäftsführung und überwacht als solche die Ordnungsmäßigkeit des Geschäftsbetriebs. Der Beirat erörtert die Geschäfts- und Risikostrategie mit der Geschäftsführung und überwacht die Einhaltung der Risikotragfähigkeit und weiterer bankaufsichtlicher Regelungen. Der Beirat wird durch die Geschäftsführung über die Risikosituation vierteljährlich oder anlassbezogen sowie über die Wechsel der Leitung des Risikocontrollings, des Compliance-Beauftragten oder der Internen Revision informiert.

Risikomanagement-Funktion

Das Risikomanagement ist direkt dem Geschäftsführer Marktfolge unterstellt. Das Risikomanagement ist verantwortlich für die laufende Überwachung der Gesamtrisikoposition, die Risikoinventur, die Risikoanalyse, die Unterstützung der Geschäftsführung beim Strategieprozess sowie für die Risikoberichterstattung und fachgerechte Dokumentation.

Die Mitarbeiter des Risikomanagements sind für die operative Risikoidentifikation, -messung, -überwachung und -berichterstattung zuständig. Dies beinhaltet die in den entsprechenden Richtlinien festgelegten Risiko- und Limitüberwachungen sowie die stetige Weiterentwicklung der Risikosteuerungs- und Controllingprozesse. Die für das Risikomanagement zuständigen Mitarbeiter überwachen die Risiken auf der operativen Ebene mittels regelmäßiger Berichte und Auswertungen, Ad-Hoc-Auswertungen, d.h. auf Anfrage oder bei besonderen Anlässen

Interne Revision

Die interne Revision dient als Instrument der Geschäftsleitung und ist entsprechend der Komplexität und Unternehmensgröße der N26 Bank GmbH ausgestaltet. Die interne Revision unterstützt die Geschäftsführung und den Beirat in ihrer Kontroll-, Steuerungs- und Lenkungsfunktion. Als prozessunabhängiger Bestandteil des internen Überwachungssystems obliegt es der internen Revision alle Geschäftsabläufe turnusmäßig, unter Berücksichtigung des Umfangs und des Risikogehalts der Geschäftstätigkeit, zu prüfen.

Die Prüfungen der internen Revision werden unabhängig und objektiv gemäß AT 4.4.3 Tz 3 der MaRisk erbracht. Zusätzlich unterstützt die interne Revision die Organisation bei der Erreichung ihrer Ziele, indem mit systematischen und zielgerichteten Ansätzen die Effektivität des Risikomanagements, der Risikokontrollen und der etablierten Führungs- und Überwachungsprozesse bewertet wird.

Berichtswesen

Ziel der Berichterstattung der N26 Bank GmbH ist die Bereitstellung und Aufbereitung der Daten aus der Risikomessung und -bewertung für externe und interne Zielgruppen. Zu unterscheiden sind das regelmäßige Risk Reporting in vierteljährlicher Frequenz und das anlassbezogene Reporting (Ad hoc-Reporting). Darüber hinaus wird die Geschäftsleitung bei Limitüberschreitungen oder besonderen Veränderungen unverzüglich informiert. Im Zuge der COVID-19 Entwicklungen Anfänge 2020 wurden wöchentliche, später zweiwöchentliche Statusberichte erstellt. Im Rahmen dessen wurden sowohl die Betriebsausstattung, als auch die Betriebsabläufe hinsichtlich möglicher Implikationen untersucht.

Grundlegende Rahmenbedingungen und Risikomanagementsystem

Das übergeordnete Ziel der N26 Bank GmbH ist die kontinuierliche Steigerung des Unternehmenswertes durch den Ausbau des Produktangebotes und durch profitables Kundenwachstum. Aufgrund dieser Zielsetzung und der damit verbundenen Geschäftstätigkeit ist die N26 Bank GmbH branchenüblichen Risiken ausgesetzt.

Die laufende Identifikation, Messung, Überwachung und Steuerung dieser Risiken stellt ein Kernelement des Risikomanagements dar. Gemäß den Anforderungen der MaRisk hat die N26 Bank GmbH Prozesse implementiert, die eine Identifikation, sachgerechte Messung, Planung, Anrechnung auf Risikolimite, Reporting und Management der Risiken ermöglichen. Es ist ein integraler Bestandteil des Geschäftsmodells der N26 Bank GmbH bestimmte Risiken gezielt und in Einklang mit der Risikostrategie und den vorhandenen Risikodeckungsmassen einzugehen.

Durch einen integrierten und dynamischen Allokationsprozess findet eine unterjährige Aussteuerung des Kapitals, der Liquidität sowie sonstiger (insbesondere regulatorischer) Nebenbedingungen statt, um eine effiziente Nutzung unter Berücksichtigung von Risiko und Ertrag zu gewährleisten.

Zielsetzung des Risikomanagements ist es, wesentliche Risiken zu erkennen und zur Sicherstellung der Risikotragfähigkeit entsprechende Risikodeckungsmasse vorzuhalten bzw. Mitigationsmaßnahmen zu ergreifen.

Die Risikostrategie beinhaltet neben strategischen Leitplanken die Dokumentation aller identifizierten wesentlichen Risiken in allen Unternehmensbereichen (Risikoinventur), inkl. der Darstellung aller wesentlichen Maßnahmen zur Analyse, Bewertung und Steuerung bzw. Begrenzung von Risiken.

Risikoinventur

Die Prüfung der Risiken, die die Vermögens-, Ertrags- oder Liquiditätslage wesentlich beeinträchtigen können (Risikoinventur), erfolgt mindestens jährlich sowie anlassbezogen, falls erforderlich. Im Rahmen der Geschäftsführersitzung wird sie mindestens einmal jährlich diskutiert. Darüber hinaus findet im Rahmen der regelmäßigen Berichterstattung eine systematische Analyse und Identifizierung von Risiken statt. Als wesentlich wurde das Kreditrisiko, Marktpreisrisiko, Liquiditätsrisiko, Operationelle Risiko und Ertragskonzentrationsrisiko eingestuft.

Risikotragfähigkeit

Zur Überwachung und Steuerung der Risiken hat die Gesellschaft einen internen Prozess zur Sicherstellung der Risikotragfähigkeit gemäß AT 4.1 der MaRisk eingerichtet.

Auf diese Weise wird sichergestellt, dass die wesentlichen Risiken durch das Risikodeckungspotenzial laufend abgedeckt sind und damit die Risikotragfähigkeit jederzeit gegeben ist. Bei der Festlegung der Geschäfts- und Risikostrategie wird die Risikotragfähigkeit umfassend berücksichtigt.

Das Risikomanagement der N26 Bank GmbH misst die Risikotragfähigkeit gemäß der veröffentlichten Leitlinien der BaFin vom 24.05.2018 sowohl über eine normative als auch über eine ökonomische Perspektive.

Die normative und ökonomische Perspektive stellen dabei gleichwertige Steuerungskreise dar. Dabei stellt die normative Perspektive über den Planungszeitraum dar, wie sich die Eigenkapitalquote entwickelt. Die Risk-Weighted-Assets (RWAs) setzen sich in der Säule I aus den RWAs für das Kreditrisiko, Marktpreisrisiko und dem operationellen Risiko zusammen.

In der ökonomischen Perspektive wird zur Bestimmung der Risikotragfähigkeit das Risikopotenzial der wesentlichen Risiken dem zur Verfügung stehenden bzw. zugewiesenen Risikodeckungspotenzial gegenübergestellt. Zur Ermittlung des Gesamtrisikoprofils werden die einzelnen Risikoarten unter Berücksichtigung der potenziellen Risikoauswirkung addiert und somit keine Inter-Risikodiversifikationseffekte berücksichtigt. Die N26 Bank GmbH ist risikotragfähig, wenn das Risikopotenzial der wesentlichen Risiken höchstens so hoch ist wie das zur Verfügung stehende Risikodeckungspotenzial. Der Risikobetrachtungshorizont beträgt in der ökonomischen Perspektive einheitlich ein Jahr; das Konfidenzniveau 99,9%.

Potenzial

Die Risikotragfähigkeitsrechnung wird durch das Risikomanagement grundsätzlich vierteljährlich im Rahmen der Erstellung des Risikoberichts durchgeführt und dort dargestellt. In dem Risikobericht werden zudem die Stresstests sowie deren potenzielle Auswirkungen auf die Risikosituation und das Risikodeckungspotenzial der N26 Bank GmbH gemäß MaRisk AT 4.3.2 Tz. 4 explizit dargestellt.

Stresstesting

Die N26 Bank GmbH simuliert mit jedem Risikotragfähigkeitslauf auch die Auswirkungen eines schweren konjunkturellen Abschwungs und integriert das Ergebnis in die jeweiligen Risikoberichte. Hierin werden unwahrscheinliche, jedoch plausible Ereignisse betrachtet (vgl. AT 4.3.3 der MaRisk). Zusätzlich werden mindestens einmal jährlich weitere plausible Stresscases betrachtet. Hierunter fällt insbesondere der inverse Stresstest (AT 4.3.3 Nr. 4) sowie der adverse Stresstest zur fortlaufenden Sicherstellung der Risikotragfähigkeit auch bei Planabweichungen (AT 4.1. Nr. 11). Die relevanten Stressszenarien werden durch die Geschäftsleitung auf Vorschlag des Risikomanagements festgelegt.

Risikomanagementsystem in den einzelnen Risikoarten

Kreditrisiko

Das Kreditrisiko ist die Gefahr eines unerwarteten Verlustes aus einer bilanziellen oder außerbilanziellen Forderung gegenüber einem Geschäftspartner oder eines Emittenten. Die N26 Bank GmbH unterteilt die Kreditrisiken ferner in das Adressenausfallrisiko, das Migrationsrisiko und das Länderrisiko. Mögliche Konzentrationen innerhalb dieser Risikoarten werden dabei jeweils durch Strukturlimite gesteuert und effektiv begrenzt.

Die N26 Bank GmbH definiert als Adressenausfallrisiko die Gefahr des Forderungsausfalls durch teilweise bzw. vollständige Nichterfüllung des Rückzahlungsanspruchs von Forderungspositionen. Als Ausfallschwelle gilt dabei ein Zahlungsausfall > 90 Tage oder Konkurs- bzw. Insolvenzantrag des Kreditnehmers.

Für die N26 Bank GmbH ergeben sich Adressenausfallrisiken aufgrund des Geschäftsmodells (i) für alle Forderungen gegen Kunden aus (a) Kreditgeschäften durch die Vergabe von grundpfandrechtlich gesicherten Darlehen, Dispositions-, Raten- und Rahmenkrediten sowie sonstigen Kreditzusagen und geduldeten Überziehungen sowie (b) aus provisionsbezogenen Mitgliedschaften mit Laufzeitbindung, (ii) für alle Forderungen gegen Kreditinstitute in Form von getätigten Einlagen, Termingeldern, Krediten und Schuldscheinen, (iii) für alle Forderungen gegen Unternehmen in Form von Krediten inklusive Rahmenkrediten und Schuldscheinen (iv) durch den Erwerb von verzinslichen Wertpapieren und Investmentfondsanteilen bzw. deren Abwicklung sowie (v) für Forderungen aus sonstigen Vermögensgegenständen und Rechnungsabgrenzungsposten. Die N26 Bank GmbH steuert Ausfallrisiken in einem integrierten Ansatz. Das Ausfallrisiko wird als wesentlich eingestuft und in der Risikotragfähigkeit über einen CVaR (Asymptotic Single Risk Factor Model nach Gordy) berücksichtigt.

Das Adressenausfallrisiko umfasst zusätzlich das Migrationsrisiko. Dieses beinhaltet das Risiko einer Bonitätsverschlechterung (z.B. durch eine Scoring/Rating Verschlechterung) und damit einer Erhöhung der Ausfallwahrscheinlichkeit mit der Folge, dass der Bedarf an ökonomischem Kapital und damit verbunden kalkulatorischen Risikokosten steigt. Migrationsrisiken sind bei der Bank grundsätzlich im Kredit- und Wertpapierbereich vorhanden. Migrationsrisiken werden bei der N26 Bank GmbH durch regelmäßige Überprüfungsprozesse, Frühwarnindikatoren sowie der proaktiven Anpassung von Kreditlimiten reduziert.

Im Mengengeschäft hat die N26 Bank GmbH ein automatisiertes, mehrstufiges Kreditentscheidungsmodell, implementiert. Dieses steuert die Einräumung der Kreditlimite in Abhängigkeit der jeweiligen Bonität bzw. Rating-Klasse und Einkommenssituation sowie weiterer Entscheidungsregeln. Im Rahmen des Monitorings werden die Einhaltung der definierten Regeln und Frühwarnindikatoren laufend überwacht und im Bedarfsfall Anpassungen, inkl. Limitstreichungen vorgenommen. Die Risikovorsorge für akute Kreditrisiken bei den Forderungen an Kunden wird pauschaliert auf Einzelgeschäftsebene gebildet. Für latente Kreditrisiken wird eine Pauschalwertberichtigung gebildet. Das latente Risiko wird unter Verwendung des Ratingsystems auf Basis der dort hinterlegten Ein-Jahres-Ausfallwahrscheinlichkeiten ermittelt.

Daneben wurde das Mengengeschäft durch den Ankauf von grundpfandrechtLich gesicherten Darlehen von holländischen Retailkunden erweitert. Für dieses Immobilienkreditportfolio werden keine Ratings erstellt. Die Steuerung und Bewertung der Adressenausfallrisiken erfolgt anhand des LTV (loan-to-value) und der Debt-to-Income Ratio. Das Servicing erfolgt durch einen spezialisierten Drittanbieter in den Niederlanden.

Migrationsrisiken außerhalb des Mengengeschäfts bestehen insbesondere in Bezug auf Anlagen im Bereich Treasury. Für die N26 Bank GmbH ergibt sich aktuell aufgrund der Umsetzung der Treasurystrategie ein vergleichsweise geringes Migrationsrisiko, insbesondere aufgrund der Fokussierung auf gute bis sehr gute Bonitäten mit maximal mittlerer Laufzeit und Sektoren mit hoher systemischer Bedeutung. Dieses Risiko wird insbesondere in seiner systemischen Ausprägung im Rahmen der Marktpreisrisikomessung über die Wirkung von Credit-Spread Veränderungen von Wertpapieren und Credit Indices auf den VaR abgebildet.

Die N26 Bank GmbH betrachtet Konzentrationsrisiken als Gefahr einer besonderen Verlustschwere infolge eines Ausfalls einzelner oder risikotechnisch verbundener Risikopositionen. Risikokonzentrationen können entstehen durch:

1.

die Größe einer Einzelrisikoposition (Klumpenrisiken) und

2.

den Gleichlauf von Risikopositionen innerhalb einer Risikoart (Intra-Risikokonzentrationen) und zwischen Risikoarten (Inter-Risikokonzentrationen).

Der Begriff Risikoposition schließt dabei sowohl Kreditrisiken, Marktrisiken, operative Risiken, Liquiditätsrisiken und sonstige Geschäftsrisiken (z.B. Konzentrationen bei Ertragsquellen) mit ein.

Risikokonzentrationen werden bei der N26 Bank wie folgt ermittelt:

1. Quantitativ,

1.

durch die Ermittlung der Risikobeiträge pro Risikoart im Rahmen der Risikotragfähigkeit

2.

durch die Aggregation von Exposuregrößen über die Kreditnehmereinheit

3.

durch die Ermittlung des Portfolio VaR in der RTF auf Basis einer historischen Simulation (Intra-Risikokonzentration)

4.

durch die Ermittlung von Zinssensitivitäten auf Basis von Zinsschockszenarien und deren Einbezug in die Kapitalunterlegung

5.

durch die Implementierung von Wesentlichkeitsschwellen für Ertragskonzentrationen

2. Qualitativ,

1.

Im Rahmen der Risikoinventur

2.

im Rahmen von Großkrediteinzelbeschlüssen.

Risikokonzentrationen werden gesteuert und begrenzt durch:

1.

die Kleinteiligkeit und geographische Streuung des primären Retailgeschäfts (betrifft Liquiditätsrisiken, operationelle Risiken, Kreditrisiken),

2.

die definierten Risikoartenlimite in der RTF,

3.

die Sektor- und Einzelexposurelimite im Rahmen der Treasury NPP Business Pläne,

4.

die Kreditexposurelimite im Rahmen von Großkreditbeschlüssen unter Betrachtung der Kreditnehmereinheit (KNE).

Einzelkonzentrationen die bspw. durch die Vergabe von Großkrediten entstehen könnten, werden von der N26 Bank GmbH nur im Rahmen des Treasury Geschäfts eingegangen. Hierbei ist das Geschäft fokussiert auf gute bis sehr gute Schuldner öffentlich-rechtlicher Natur (befreit von der Anrechnung auf die Großkreditobergrenze gem. CRR und GroMiKV), nicht nachrangige, besicherte und unbesicherte Forderungen gegen regulierte Kreditinstitute sowie Staatsanleihen von Mitgliedstaaten der Eurozone (ausgenommen derzeit Griechenland). Die N26 Bank GmbH stuft das Konzentrationsrisiko als nicht wesentlich ein. Es erfolgt aber eine zumindest teilweise implizite Berücksichtigung über die differenzierten Korrelationsannahmen im Rahmen des Gordy-Ansatzes zur Ermittlung des Adressenausfallrisikos (Säule II).

Unter dem Länderrisiko wird die Gefahr verstanden, dass Fremdwährungspositionen nicht oder nicht mehr vollständig in EUR konvertiert werden können bzw. der Geldverkehr ins jeweilige Ausland durch Staaten eingeschränkt werden könnte (Transferrisiko). N26 Bank GmbH begrenzt das Transferrisko durch Berücksichtigung von Länderlimiten und die Einschränkung auf Schuldner aus Industriestaaten und insb. der EU so weit wie möglich und bezieht lediglich Positionen in den internationalen Hauptwährungen wie z.B. GBP, USD, CHF, PLN und SEK. Die unerwartete Veränderung von wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, des politischen Umfeldes oder andere negative Einflüsse auf unsere ausländischen Retailkunden werden im Rahmen der Länderspezifischen Risikoanalyseverfahren (Scoring, Entscheidungsregeln) bereits hinreichend berücksichtigt, so dass keine separate Betrachtung erforderlich ist. Die N26 Bank GmbH stuft das Länderrisiko gegenwärtig als nicht wesentlich ein.

Marktpreisrisiko

Marktpreisrisiken entstehen, wenn die Wertentwicklung eines Geschäfts von der zukünftigen Entwicklung von Fremdwährungs- und Aktienkursen, Rohwarenpreisen, Bonitätsspreads oder Zinssätzen abhängen. Für die N26 Bank GmbH besteht aufgrund des Geschäftsmodells primär ein potenzielles Zinsänderungsrisiko durch variabel- und festverzinsliche Privatkundenkredite und Treasury-Anlagen (inklusive Zentralbankguthaben) auf der Aktivseite im Gegensatz zu unverzinslichen und nicht-terminierten Einlagen der Passivseite.

Das Zinsänderungsrisiko wird von der N26 Bank GmbH als wesentlich betrachtet und im Risikotragfähigkeitskonzept einerseits über einen Economic Value of Equity (EVE) Ansatz auf Basis von Zinsschockszenarien sowie einen VaR Ansatz gemessen und als Risikopotenzial berücksichtigt. Die VaR Rechnung erfolgt als einjährige historische Simulation mit einem Konfidenzniveau von 99,9%. Im Rahmen dieser Berechnung werden auch die sonstigen marktpreisinduzierten Risiken, insbesondere das Credit-Spread-induzierte Marktpreisrisiko im Anlagebuch berücksichtigt.

Liquiditätsrisiko

Die N26 Bank GmbH ist nach der MaRisk BTR 3.1 dazu verpflichtet, zu jedem Zeitpunkt ihren Zahlungsverpflichtungen nachkommen zu können. Beim Liquiditätsrisiko wird zwischen dem Zahlungsunfähigkeits- und dem Refinanzierungskostenrisiko unterschieden. Das Zahlungsunfähigkeitsrisiko bezeichnet die Gefahr, dass die Bank Zahlungsverpflichtungen nicht mehr vollständig oder nicht fristgerecht nachkommen kann. Das Refinanzierungskostenrisiko bezieht sich auf die Gefahr, dass zusätzliche Refinanzierungsmittel nur zu erhöhten Marktzinsen - und somit höheren Refinanzierungskosten - beschafft werden können. Das Zahlungsunfähigkeitsrisiko wird als wesentlich betrachtet, aber nicht in der Risikotragfähigkeit berücksichtigt, da die Bank dieses Risiko durch die Vorhaltung von entsprechender Krisenliquidität für mindestens 30 Tage effektiv sichert (Abbildung einer temporären Marktzugangs- bzw. Marktfunktionsstörung). Weiterhin wird die Qualität und Werthaltigkeit der Aktiva als Voraussetzung der dauerhaften Refinanzierbarkeit bereits im Rahmen des Kredit- und Marktrisikos abgebildet. Grundsätzlich gibt es Beschränkungen das Liquiditätsrisiko durch zusätzliches Kapital effektiv abzusichern.

Das Liquiditätsrisiko besteht bei der N26 Bank GmbH zusätzlich aus dem Risiko erhöhter Refinanzierungskosten aufgrund von zeitlichen Inkongruenzen in der Liquiditätsbindung von Aktiv- und Passivseite. Kommt es bei der N26 Bank GmbH zu einem Abschmelzen der Kundeneinlagen (Abrufrisiko) muss die N26 Bank GmbH zusätzliche liquide Mittel am Markt beschaffen, wenn eine längere Liquiditätsbindung auf der Aktivseite vorhanden ist. Dies gilt auch bei einem angespannten Marktumfeld (vgl. MaRisk BTR 3.4). Vor dem Hintergrund der Fokussierung auf transaktionsbezogene, der gesetzlichen Einlagensicherung unterliegende Retaileinlagen mit starker Wachstumsdynamik sowie liquiden und/oder zentralbankseitig beleihbaren Treasury-Anlagen und einem volumenmäßig unbegrenzten Refinanzierungsangebot durch die EZB zu 0,00% wird das Refinanzierungskostenrisiko gegenwärtig als unwesentlich betrachtet und nicht in der Risikotragfähigkeit berücksichtigt.

Operationelle Risiken

Das Operationelle Risiko entsteht als Folge von Unzulänglichkeiten oder des unerwarteten Versagens von Menschen, internen Prozessen oder IT-Systemen sowie durch externe Einflüsse. Rechtsrisiken und Auslagerungen (Outsourcing) sind eingeschlossen.

Die N26 Bank GmbH stuft das Operationelle Risiko als wesentlich ein und berücksichtigt dieses in der Risikotragfähigkeit. Im normativen Ansatz werden diese durch den Basisindikatoransatz gemessen. Im ökonomischen Ansatz wird auf Basis eigener historischen Daten eine VaR-Rechnung vorgenommen. Um sicherzustellen, dass die tatsächlichen schlagenden operationellen Risiken, unter dem im Basisindikatoransatz bestimmten unerwarteten Verlust bleiben, erfasst die N26 Bank GmbH Schäden in einer Schadensfalldatenbank.

Die Bank implementiert einen proaktiven Ansatz zum Management operationeller Risiken. Die Methoden hierzu umfassen u.a. Operational Risk Self Assessments zur Beurteilung von Prozessrisiken, Third Party Risk Assessments zur Beurteilung von Auslagerungsrisiken und speziell Security Risk Assessments zur Beurteilung der Informationssicherheitsrisiken.

Im Rahmen der Corona-Pandemie wurde die aktuelle Lage, unterschiedliche Zukunftsszenarien und Auswirkungen sowie die damit verbundenen Risiken regelmäßig mithilfe von Self-Assessments bewertet. Verschiedene mitigierende Maßnahmen zur Vorbeugung der Risiken wurden eingeführt, wie z.B. Fernarbeit, die Einrichtung von Remote-Zugriffen sowie Kurzarbeit. Die Geschäftsführung wurde regelmäßig über den aktuellen Status informiert.

Geschäftsrisiko

Das Geschäftsrisiko bezeichnet allgemein die Gefahr unerwarteter Ergebnisschwankungen. Die N26 Bank GmbH gliedert die Geschäftsrisiken in die Strategischen, Innovations-, Wettbewerbs-, und Unternehmensrisiken. Eine explizite Berücksichtigung im Risikotragfähigkeitskonzept findet nicht statt, weil das Risiko der unerwarteten Ertragsschwankungen überwiegend bereits im Markt- und Kredit- bzw. Operationellen Risiko enthalten ist und daher nicht als wesentlich einzustufen ist. Ferner werden die Ertragsschwankungen eng ausgesteuert, es besteht ein strikter NPP-Prozess zur Begrenzung der Innovationsrisiken und es wird ein variabler Kapitalpuffer für sonstige, nicht-materielle Risiken und Abwicklungskosten vorgehalten.

Sonstige Risiken

Die N26 Bank GmbH fasst unter Sonstigen Risiken im Wesentlichen Modellrisiken zusammen. Weiterhin werden in dieser Position die sonstigen immateriellen Risiken berücksichtigt. Unter dem Modellrisiko bezeichnet die N26 Bank GmbH die Gefahr möglicher Verluste, die durch fehlerhafte oder begrenzte finanzmathematische Modelle und den daraus getroffenen Entscheidungen entstehen. Das Modellrisiko kann ebenfalls eine Konsequenz aus unzureichenden und/oder fehlerhaften Datenmengen und der Abhängigkeit von historischen Daten sowie Modellannahmen sein.

Aufgrund der vergleichsweise geringen Komplexität der eingesetzten finanzmathematischen Modelle wird das sonstige Risiko als nicht wesentlich eingestuft.

Unter den sonstigen Risiken wird weiterhin auch das Risiko aus der Einhaltung aktueller und künftiger Regulierungsinitiativen nationaler und internationaler Aufsichtsbehörden erfasst.

Gesamtaussage zur Risikolage

Die Risikotragfähigkeit war während des gesamten Geschäftsjahres 2020 auch unter Stressbedingungen sichergestellt. Die aufsichtsrechtlichen Kennzahlen wurden zu jedem Zeitpunkt im Geschäftsjahr 2020 eingehalten. Die Zahlungsfähigkeit der N26 Bank GmbH war im Berichtszeitraum stets gegeben.

Die Verfahren und Prozesse des Risikomanagements wurden und werden kontinuierlich weiterentwickelt und auf neue Anforderungen, die sich aus der Weiterentwicklung der Produktpalette und der zunehmenden regionalen Diversifikation durch die Internationalisierung des Geschäftsmodells ergeben, angepasst.

Übersicht Risikotragfähigkeit per 31. Dezember 2020:

Wert (2020) Limit (2020) Wert (2019)
Adjustierte Risikodeckungsmasse 265.981 TEUR N/A 95.350 TEUR
Risikopotenzial 62.768 TEUR 110.000 TEUR 20.714 TEUR
Davon Kreditrisiko (Retail) 5.770 TEUR 12.000 TEUR 4.511 TEUR
Davon Kreditrisiko (Treasury) 34.899 TEUR 56.000 TEUR 10.025 TEUR
Davon Marktrisiko 17.677 TEUR 32.000 TEUR 3.147 TEUR
Davon Operationelles Risiko 4.422 TEUR 10.000 TEUR 3.031 TEUR
Freie Risikodeckungsmasse 203.214 TEUR N/A 74.636 TEUR

Im Vergleich zum Vorjahr ist das Risikopotenzial sowie die Risikodeckungsmasse analog der deutlich gewachsenen Bilanzsumme und der damit einhergehenden Geschäftsaktivität gestiegen. Der deutliche Zuwachs im Kredit- und Marktrisiko erfolgte im Rahmen des Ausbaus des Treasuryportfolios.

Chancen- und Prognosebericht

Annahmen zur Entwicklung der Gesamtwirtschaft und der Branche

Die Weltkonjunktur befindet sich ein Jahr nach dem globalen Ausbruch der Coronapandemie weiterhin in einer schweren Rezession mit hohen Unsicherheiten hinsichtlich der zukünftigen Entwicklung.

Im Herbst 2020 nahm das Infektionsgeschehen mit dem Coronavirus wieder spürbar an Fahrt auf und hat sich zuletzt erneut beschleunigt. Nach Ansicht des ifo Instituts verschiebt sich daher die konjunkturelle Erholung Deutschlands, die ursprünglich für das Frühjahr 2021 erwartet wurde, zeitlich im Jahresverlauf nach hinten.

Für den Euroraum erwartet der Internationale Währungsfonds (IWF) dennoch einen Anstieg der Wirtschaftsleistung für 2021 gegenüber 2020 um 4,4%. In Deutschland wird die Wirtschaft dem IWF zufolge im Vergleich zum Vorjahr um 3,6% wachsen.

Für 2021 erwartet die Deutsche Bundesbank im Monatsbericht Dezember insgesamt einen im Vergleich zu 2020 einen deutlichen Anstieg der Inflationsrate um 1,8%. Die EZB erwartet für 2021 die Inflationsrate mit 1,5%.

Wir erwarten in 2021 den Hauptrefinanzierungssatz weiterhin bei 0%, und die Zinssätze für die Spitzenrefinanzierungs- und die Einlagefazilität bei 0,25% und - 0,5%.

Ebenfalls für 2021 erwarten wir einen weiteren Anstieg des Hauspreisindizes HPI auf nationaler und europäischer Ebene.

Auch 2021 wird nach Einschätzung der Geschäftsführung von weiteren Regulierungsmaßnahmen geprägt sein. Vor allem wird die Einführung der CRR II und Novelle der MaRisk die Geschäftstätigkeit der Banken beeinflussen.

Geschäftliche Entwicklung

Die N26 Bank sieht sich auch in der Coronapandemie durch den mobile first Ansatz gut positioniert. Der eingeschlagene Pfad des Ausbaus einer international skalierbaren Infrastruktur in Verbindung mit der Internationalisierung des Geschäftsmodells bietet zusätzliche Chancen, da insbesondere in den nicht-deutschsprachigen Märkten in Europa attraktive Geschäftsopportunitäten bestehen. Durch den effizienten kontinuierlichen Ausbau der Produkt- und Servicepalette, bei gleichzeitigem Wachstum des Marktpotentials der Smartphone affinen Nutzer von Finanzdienstleistungen, geht die N26 Bank davon aus, dass sich das Geschäftsvolumen und die Kundenanzahl der N26 Bank auch in 2021 stark steigend entwickeln wird.

Die Auswirkungen der Corona Pandemie sind weiterhin nur sehr schwer abzuschätzen. Durch die derzeitigen Ausgangs- und Reiserestriktionen geben Menschen insgesamt weniger Geld aus. Dies führt auch in 2021 kurzfristig zu steigenden Kundeneinlagen. Nicht nur kurzfristig, sondern auch mittelfristig werden nach Einschätzung der N26 Bank die Konsumausgaben gerade in den von COVID-19 schwer betroffenen Ländern stark rückläufig sein. Dies führt unter anderem zu Rückgängen bei den Kontoumsätzen in der gesamten Bankbranche.

Wir erwarten weiterhin ein signifikant verbessertes Ergebnis im Vergleich zu 2020. Dabei erwarten wir deutliches Wachstum sowohl im Zins- als auch im Provisionsergebnis auf Gesamt über 120,0 Mio Euro.

Durch die weitere Expansion in europäische Märkte, in 2021 insbesondere Frankreich, und den Ausbau unserer Kontofunktionalitäten erwarten wir leicht steigende Kundenzahlen.

Freie liquide Mittel werden weiterhin im Rahmen der Treasury Aktivitäten veranlagt werden, um die Effekte aus der negativen Einlagenzinspolitik der EZB zu reduzieren.

Wir gehen von einem deutlichen Anstieg des ausgereichten Kreditvolumens aus, was wiederum zu einem entsprechend steigenden Zinsergebnis führen wird. Getragen wird der Anstieg dabei primär von unseren Treasury Aktivitäten, das Volumen der originären Kundenkredite erwarten wir leicht ansteigend.

Die Risikovorsorge erwarten wir für 2021 deutlich geringer als 2020. Der Verwaltungsaufwand wird weiterhin vor allem durch das erwartete Kundenwachstum und die damit verbundenen Kosten geprägt werden, allerdings lediglich leicht steigend sein.

Die Eigenkapitalausstattung ist aus Sicht der N26 Bank ausreichend dimensioniert. Alle aufsichtlichen Anforderungen an eine angemessene Eigenmittelausstattung und die Erfüllung der aufsichtlichen Kennziffern werden jederzeit sichergestellt, für 2021 erwarten eine im Vergleich zu 2020 leicht rückläufige harte Kernkapitalquote.

Jahresbilanz zum 31.12.2020

Aktivseite (€)

31.12.2020 31.12.2019
1. Barreserve
a) Guthaben bei Zentralnotenbanken 950.456.032,26 902.560.778,46
darunter bei der Deutschen Bundesbank 866.150.406,60 875.191.958,63
950.456.032,26 902.560.778,46
2. Forderungen an Kreditinstitute
a) Täglich fällig 40.537.829,91 16.734.634,79
b) Andere Forderungen 894.137.248,92 156.614.906,06
934.675.078,83 173.349.540,85
3. Forderungen an Kunden
darunter:
durch Grundpfandrechte gesichert 319.178.751,63 0,00
Kommunalkredite 776.643.866,68 563.231.374,49
1.272.611.542,26 610.973.324,65
4. Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere
a) Anleihen und Schuldverschreibungen 938.496.755,99 600.185.354,21
aa) von öffentlichen Emittenten 157.127.306,08 137.990.188,58
darunter beleihbar bei der deutschen Bundesbank
156.478.556,00 Euro (Vorjahr: 136.810.445,60 Euro)
ab) von anderen Emittenten 781.369.449,91 462.195.165,63
darunter beleihbar bei der deutschen Bundesbank
238.096.795,17 Euro (Vorjahr: 111.108.873,03 Euro)
938.496.755,99 600.185.354,21
5. Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 39.981.835,24 0,00
6. Immaterielle Anlagewerte
a) entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 17.345,81 0,00
7. Sachanlagen 4.785.747,25 3.581,00
8. Sonstige Vermögensgegenstände 14.478.951,03 10.914.627,06
9. Rechnungsabgrenzungsposten 3.294.294,16 1.763.508,21
Summe der Aktiva 4.158.797.582,83 2.299.750.714,44

Passivseite (€)

31.12.2020 31.12.2019
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 3.999.170.905,22 2.175.782.128,97
a) andere Verbindlichkeiten 3.999.170.905,22 2.175.782.128,97
aa) Täglich fällig 3.999.170.905,22 2.175.782.128,97
2. Sonstige Verbindlichkeiten 3.265.616,87 23.597.361,77
3. Rechnungsabgrenzungsposten 1.447.810,16 1.430.490,66
4. Rückstellungen
a) andere Rückstellungen 6.518.735,97 2.065.362,28
6.518.735,97 2.065.362,28
5. Eigenkapital
a) Gezeichnetes Kapital 83.309.514,61 76.790.370,76
aa) Stammkapital 25.000,00 25.000,00
ab) Einlagen stiller Gesellschafter 83.284.514,61 76.765.370,76
b) Kapitalrücklage 65.085.000,00 20.085.000,00
c) Bilanzgewinn/verlust 0,00 0,00
148.394.514,61 96.875.370,76
Summe der Passiva 4.158.797.582,83 2.299.750.714,44
1) Andere Verpflichtungen
a) Unwiderrufliche Kreditzusagen 58.424.974,31 25.000.000,00

Gewinn- und Verlustrechnung

der N26 Bank GmbH

(€) 01.01. - 31.12.2020 01.01. - 31.12.2019
1. Zinserträge aus
a) Kredit- und Geldmarktgeschäften 9.269.877,86 6.436.037,35
Abzüglich negative Zinsen aus Geldmarktgeschäften -2.260.172,68 -1.547.326,25
7.009.705,18 4.888.711,10
b) festverzinslichen Wertpapieren und Schuldbuchforderungen 7.810.842,95 4.770.115,93
7.810.842,95 4.770.115,93
14.820.548,13 9.658.827,03
2. Laufende Erträge aus
a) Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren 150.600,00 0,00
3. Provisionserträge 95.273.848,23 82.879.029,54
4. Provisionsaufwand -31.186.512,52 -29.112.757,32
5. Sonstige betriebliche Erträge 4.300.700,83 105.406,29
6. Allgemeine
Verwaltungsaufwendungen
a) Personalaufwand
aa) Löhne und Gehälter -6.324.186,01 -4.243.772,50
ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -1.077.508,37 -780.514,14
-7.401.694,38 -5.024.286,64
b) andere Verwaltungsaufwendungen -73.589.059,87 -110.247.298,00
-80.990.754,25 -115.271.584,64
7. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen -1.583.599,51 -446,00
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen -6.753.672,08 -922.620,78
9. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft -19.642.786,44 -15.762.226,42
10. Erträge aus Zuschreibungen zu Beteiligungen, Anteilen an verbunden Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelten Wertpapiere 13.655.573,13 173.859,95
11. Steuern -25.870,60 0,00
12. Erträge aus Verlustübernahme 11.981.925,08 68.252.512,35
13. Jahresüberschuss/fehlbetrag 0,00 0,00

Anhang zum Jahresabschluss 2020

der N26 Bank GmbH

Allgemeine Angaben

Grundlagen der Rechnungslegung

Der Jahresabschluss der N26 Bank GmbH für das Geschäftsjahr 2020 ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches, rechtsformspezifischen Vorschriften sowie der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute ("RechKredV") aufgestellt worden.

Für die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde die Staffelform gewählt.

Alle Beträge sind, soweit nicht gesondert darauf hingewiesen wird, in Euro angegeben. Währungspositionen bestanden zum Bilanzstichtag lediglich in Form von Bankguthaben.

Der Bilanzstichtag ist der 31. Dezember 2020. Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Barreserve

In dem Posten Barreserve wird das Guthaben bei Zentralbanken ausgewiesen. Die Barreserve ist zum Nennwert bilanziert.

Forderungen

Forderungen an Kreditinstitute und Forderungen an Kunden werden zu Nennwerten einschließlich abgegrenzter Zinsen vermindert um gebildete Wertberichtigungen ausgewiesen. Durch die Bildung von Wertberichtigungen wurde sämtlichen erkennbaren Kreditrisiken Rechnung getragen. Die Risikovorsorge für akute Kreditrisiken bei den Forderungen an Kunden wurde auf Einzelgeschäftsebene pauschalisiert gebildet. Für latente Kreditrisiken wird eine Pauschalwertberichtigung gebildet. Das latente Risiko wird unter Verwendung des Ratingsystems auf Basis der dort hinterlegten Ein-Jahres-Ausfallwahrscheinlichkeiten ermittelt. Von der gemäß § 340f Absatz 3 HGB zulässigen Verrechnung wird Gebrauch gemacht.

Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere

Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere werden nicht mit kurzfristiger Gewinnerzielungsabsicht aus Marktpreisbewegungen erworben, sondern mit grundsätzlicher Dauerhalteabsicht. Entsprechend werden alle Wertpapiere dem Anlagebestand zugeordnet. Da die Wertpapiere dauerhaft dem Geschäftsbetrieb dienen, werden sie als Finanzanlagen nach dem gemilderten Niederstwertprinzip entsprechend § 253 Absatz 1 und 3 HGB zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Eine voraussichtlich dauerhafte Wertminderung wird berücksichtigt. Von der gemäß § 340c Absatz 2 HGB zulässigen Verrechnung wird Gebrauch gemacht. Das Bewertungswahlrecht gemäß § 340e Absatz 1 Satz 3 HGB in Verbindung mit § 253 Absatz 3 Satz 6 HGB wird nicht in Anspruch genommen.

Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere

Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere, bestehen ausschließlich in Form von Anteilen an Publikumsfonds und werden nicht mit kurzfristiger Gewinnerzielungsabsicht aus Marktpreisbewegungen erworben, sondern mit grundsätzlicher Dauerhalteabsicht. Entsprechend werden die Fondsanteile dem Anlagebestand zugeordnet. Da die Wertpapiere dauerhaft dem Geschäftsbetrieb dienen, werden sie als Finanzanlagen nach dem gemilderten Niederstwertprinzip entsprechend § 253 Absatz 1 und 3 HGB zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Eine voraussichtlich dauerhafte Wertminderung wird berücksichtigt. Von der gemäß § 340c Absatz 2 HGB zulässigen Verrechnung wird Gebrauch gemacht.

Immaterielle Anlagewerte

Immaterielle Anlagewerte in Form von EDV-Software sind zu fortgeführten Anschaffungskosten ausgewiesen. Planmäßigen Abschreibungen werden die wirtschaftlichen Nutzungsdauern zugrunde gelegt.

Sachanlagen

Gegenstände des Sachanlagevermögens sind zu fortgeführten Anschaffungskosten ausgewiesen. Planmäßigen Abschreibungen werden die wirtschaftlichen Nutzungsdauern zugrunde gelegt. Im Geschäftsjahr 2017 wurde ein GWG Sammelpool gebildet, dessen Abschreibung über 5 Jahre erfolgt. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis EUR 250,00 wurden im Zugangsjahr voll abgeschrieben.

Sonstige Vermögensgegenstände

Die sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennbetrag angesetzt.

Rechnungsabgrenzungsposten

Rechnungsabgrenzungsposten werden nach den Vorschriften des § 250 HGB für Erträge und Aufwendungen gebildet, die zukünftigen Abrechnungszeiträumen zuzuordnen sind.

Verbindlichkeiten und Rückstellungen

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Die anderen Rückstellungen sind in Höhe ihres notwendigen Erfüllungsbetrags bemessen, der sich in Übereinstimmung mit § 253 Absatz 1 HGB gemäß den Grundsätzen vernünftiger kaufmännischer Beurteilung ergibt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz, der sich aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren ergibt, abgezinst.

Unwiderrufliche Kreditzusagen

Unwiderrufliche Kreditzusagen werden mit dem Betrag der Kreditzusage abzüglich erfolgter Inanspruchnahme ausgewiesen.

Verlustfreie Bewertung zinsbezogener Geschäfte des Bankbuchs

Die zinsbezogenen Aktiva und Passiva des Bankbuchs werden jährlich in ihrer Gesamtheit auf einen Verpflichtungsüberschuss untersucht. Die N26 Bank GmbH nutzt hierfür den barwertorientierten Ansatz. Hierbei werden die beizulegenden Zeitwerte gemäß IDW RS BFA3 um Risikokosten (expected losses) und Verwaltungskosten adjustiert und der Residualwert mit dem handelsrechtlichen Eigenkapital verglichen. Zum Bilanzstichtag ergibt sich kein Rückstellungsbedarf.

Ausweis negativer Zinsen

Negative Zinsen (Zinserträge aus Verbindlichkeiten oder Zinsaufwendungen aus Forderungen) werden im Zinsaufwand bzw. Zinsertrag offen ausgewiesen. Die negativen Zinsen aus Kredit- und Geldmarktgeschäften resultieren aus den über das Mindestreservesoll der N26 Bank GmbH hinausgehenden Reserveguthaben bei der Bundesbank sowie aus vergebenen Kommunalkrediten.

Währungsumrechnung

Unterjährig anfallende Erträge und Aufwendungen gehen mit den jeweiligen Tageskursen in die Gewinn- und Verlustrechnung ein. Fremdwährungspositionen werden gemäß § 256a HGB i.V.m § 340h HGB sowie nach IDW RS BFA 4 bewertet um zum Bilanzstichtag mit den EZB-Devisenkassamittelkurs in Euro umgerechnet. Einzelne Bestände werden dabei zu einer Währungsposition zusammengefasst und gesteuert. Sowohl die Aufwendungen als auch die Erträge aus der Währungsumrechnung werden daher erfolgswirksam im sonstigen betrieblichen Ergebnis erfasst.

Änderungen von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Im Geschäftsjahr 2020 ergaben sich keine Änderungen von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden.

Erläuterungen zur Bilanz

Forderungen an Kreditinstitute

Die Forderungen an Kreditinstitute bestehen aus täglich fälligen Bankguthaben in Höhe von TEUR 40.537,8 (Vorjahr: TEUR 16.734,6) sowie anderen Forderungen in Höhe von TEUR 894.137,2 (Vorjahr TEUR 156.614,9).

Forderungen an Kunden

Die Forderungen an Kunden belaufen sich auf insgesamt TEUR 1.272.611,5 (Vorjahr: TEUR 610.973,3) und beinhalten Forderungen an Kommunen in Höhe von TEUR 776.643,9 (Vorjahr: TEUR 563.231,4) sowie durch Grundpfandrechte gesicherte Forderungen in Höhe von TEUR 319.178,8 (Vorjahr: TEUR 0,0). Die grundpfandrechtlich gesicherten Forderungen resultieren aus Transaktionen im Rahmen unseres Treasurygeschäfts.

Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere

Die dem dauerhaften Geschäftsbetrieb dienenden Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapiere in Höhe von TEUR 938.496,8 (Vorjahr: TEUR 600.185,4) sind vollständig börsenfähig und börsennotiert. Im Folgejahr werden Wertpapiere in Höhe von TEUR 147.789,0 fällig. Zum Bilanzstichtag bestehen zinsinduzierte stille Lasten in Höhe von TEUR 700,1 (Vorjahr: TEUR 81,3) sowie zinsinduzierte stille Reserven in Höhe von TEUR 28.507,8 (Vorjahr: TEUR 18.583,7).

Bei Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapieren mit einem Buchwert in Höhe von TEUR 45.958,2 wurde auf eine außerplanmäßige Abschreibung nach §253 Abs. 3 Satz 6 verzichtet, da die zinsinduzierte Wertminderung voraussichtlich nicht von Dauer ist.

Aktien und andere nichts festverzinsliche Wertpapiere

Die dem dauerhaften Geschäftsbetrieb dienenden Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapiere in Höhe von TEUR 39.981,8 (Vorjahr: TEUR 0,0) sind vollständig börsenfähig und börsennotiert.

Entwicklung des Anlagevermögens

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist dem nachfolgenden Anlagenspiegel zu entnehmen. Die angegebenen Werte der Schuldverschreibungen und festverzinslichen Wertpapiere beinhalten keine anteiligen Zinsen.

in TEUR Anschaffungs- oder Herstellungskosten Stand 01.01.2020 Zugang Abgang Umbuchung Anschaffungs- oder Herstellungskosten Stand 31.12.2020
Sachanlagen 4,0 6.363,4 0,0 0 6.367,4
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 596.550,7 558.592,0 221.593,9 0 933.548,8
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 0,0 39.981,8 0,0 0 39.981,8
Immaterielle Anlagewerte 0,0 19,6 0,0 0 19,6
Gesamt 596.554,7 604.956,8 221.593,9 0 979.917,6
in TEUR kumulierte Abschreibungen Stand 01.01.2020 Abschreibungen 2020 kumulierte Abschreibungen Abgang
Sachanlagen 0,9 1.581,2 0,0
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 0,0 0,0 0,0
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 0,0 0,0 0,0
Immaterielle Anlagewerte 0,0 2,3 0,0
Gesamt 0,9 1.583,5 0,0
in TEUR kumulierte Abschreibungen Stand 31.12.2020 Restbuchwert Stand 31.12.2019 Restbuchwert Stand 31.12.2020
Sachanlagen 1.582,1 4,0 4.785,3
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 0,0 596.550,7 933.548,8
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 0,0 0,0 39.981,8
Immaterielle Anlagewerte 2,3 0,0 17,3
Gesamt 1.584,4 596.554,7 978.333,2

Die in den Sachanlagen enthaltene Betriebs- und Geschäftsausstattung beträgt TEUR 3.321,8 (Vorjahr: TEUR 3,6) und wird ausschließlich bankgeschäftlich genutzt.

Sonstige Vermögensgegenstände

Die sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 14.479,0 (Vorjahr: TEUR 10.914,6) bestehen im Wesentlichen aus sonstigen Forderungen aus dem Hypothekargeschäft in Höhe TEUR 11.224,7 (Vorjahr: 0,0).

Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von TEUR 3.294,3 (Vorjahr: TEUR 1.7693,5) resultiert im Wesentlichen aus Vorauszahlungen an die N26 GmbH im Rahmen der Auslagerungsvereinbarung.

Sonstige Verbindlichkeiten

Die sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 3.265,6 (Vorjahr: TEUR 23.597,4) resultieren im Wesentlichen aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 1.918,9 (Vorjahr: TEUR 5.011,4) sowie Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 1.014,3 (Vorjahr: TEUR 18.402,3).

Passiver Rechnungsabgrenzungsposten

In den passiven Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von TEUR 1.477.8 (Vorjahr: TEUR 1.430.5) werden erhaltene Gebühren aus Premiumprodukten von Kunden ausgewiesen, die über die Laufzeit aufgelöst werden.

Rückstellungen

Die anderen Rückstellungen in Höhe von TEUR 6.518,7 (Vorjahr: TEUR 2.065,4) resultieren im Wesentlichen aus Verpflichtungen im Rahmen des Bankgeschäfts für bankaufsichtliche Vorgaben, zur gesetzlichen Einlagensicherung sowie Rückstellungen für Prüfungskosten und Urlaubsrückstellungen.

Eigenkapital

Eigenkapitalpositionen 2020 in TEUR 1.1.2020 Verlustverteilung Kapitalerhöhung 31.12.2020
Stammkapital 25,0 - - 25,0
Einlagen atypisch stille Gesellschaft 198.630,0 - 18.500,0 217.130,0
Verlustvortrag atypische stille Gesellschaft -121.864,6 -11.980,9 - -133.845,5
Gezeichnetes Kapital 76.790,4 -11.980,9 18.500,0 83.309,5
Kapitalrücklage 20.085,0 - 45.000,0 65.085,0
Verlustvortrag 0,0 - - 0,0
Gesamt 96.875,4 -11.980,9 63.500,0 148.394,5

Im Geschäftsjahr erfolgten drei Kapitalerhöhungen sowohl durch eine Erhöhungseinlage der atypisch stillen Gesellschafterin als auch Einzahlungen in die Kapitalrücklage. Hierdurch erhöhte sich das gezeichnete Kapital insgesamt um TEUR 18.500,0. Das Eigenkapital beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 148.394,5 (Vorjahr: TEUR 96.875,4).

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen bei der N26 Bank GmbH aus der langfristig geschlossenen Auslagerungsvereinbarung mit der N26 GmbH und betragen basierend auf der Unternehmensplanung über die verbleibende Laufzeit der Auslagerungsvereinbarungen voraussichtlich TEUR 186.568,1 (Vorjahr: TEUR 185.119,1).

Andere Verpflichtungen

Die unwiderruflichen Kreditzusagen in Höhe von TEUR 58.425,0 (Vorjahr: TEUR 25.000,0) resultieren aus Zusagen im Rahmen unserer Treasury-Aktivitäten.

Fristengliederung

Für die in der Bilanz ausgewiesenen Forderungen ohne anteilige Zinsen, Agien und vor Risikovorsorge gelten die folgenden Restlaufzeiten:

In TEUR bis 3 Monate 3 Monate bis 1 Jahr 1 Jahr bis 5 Jahre mehr als 5 Jahre
Forderungen an Kreditinstitute 321.595,7 255.000,0 321.000,0 35.000,0
Forderungen an Kunden - Kommunalkredite 87.775,3 149.844,8 162.579,0 360.601,8
Forderungen an Kunden - grundpfandrechtlich gesichert 756,9 463,8 169,6 317.788,6
Forderungen an Kunden 38,0 700,3 9.057,5 115.485,2

In den Forderungen an Kunden sind Forderungen mit unbestimmter Laufzeit in Höhe von TEUR 57.994,1 aus Dispositionskrediten (Vorjahr: TEUR 32.642,0) enthalten.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Zinsergebnis

Die Zinserträge in Höhe von TEUR 14.820,5 (Vorjahr: TEUR 9.658,8) resultieren im Wesentlichen aus dem Treasurygeschäft in Höhe von TEUR 13.018,8 (Vorjahr: TEUR 8.318,1) und Zinsen auf auf das Produkt Dispositionskredit in Höhe von TEUR 3.430,3 (Vorjahr: TEUR 2.409,4). Negative Zinsen auf das Guthaben bei der Deutschen Bundesbank werden in Höhe von TEUR 2.167,3 (Vorjahr: TEUR 1.506,9) im Zinsergebnis ausgewiesen.

Provisionsergebnis

Die Provisionserträge in Höhe von TEUR 95.273,8 (Vorjahr: TEUR 82.879,0) sowie Provisionsaufwendungen in Höhe von TEUR 31.186,5 (Vorjahr: TEUR 29.112,8) resultieren insbesondere aus dem Kreditkartengeschäft sowie Gebühren für Konto- und Zahlungsverkehrsdienstleistungen und führen zu einem Provisionsergebnis in Höhe von TEUR 64.087,3 (Vorjahr: TEUR 53.766,2).

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von TEUR 4.300,7 (Vorjahr: TEUR 105,4) resultieren im Wesentlichen aus Entschädigungszahlungen nach dem Justizvergütungs- und -entschädigungsgesetz, der Ausbuchung von Verbindlichkeiten, einem Bonus vom Partner Mastercard sowie aus periodenfremden Erträgen von Kooperationspartnern in Höhe von TEUR 1.553,0. In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 125,2 (Vorjahr: TEUR 0,0) enthalten.

Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft

Die Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft in Höhe von TEUR 19.642,8 (Vorjahr: TEUR 15.762,2) resultieren im Wesentlichen aus Abschreibungen auf Kreditforderungen gegenüber N26 Kunden in Höhe von TEUR 12.044,5 (Vorjahr: TEUR 9.018,8).

Erträge aus Zuschreibungen zu Beteiligungen, Anteilen an verbunden Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelten Wertpapiere

Die Erträge aus Zuschreibungen zu Beteiligungen, Anteilen an verbunden Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelten Wertpapiere in Höhe von TEUR 13.655,6 (Vorjahr: TEUR 173,9) entfallen wie im Vorjahr vollständig auf Veräußerungserlöse von wie Anlagevermögen behandelten Wertpapieren.

Erträge nach geographischen Märkten

Der Gesamtbetrag der Zinserträge und Provisionserträge verteilt sich gemäß § 34 RechkredV auf nachfolgende Regionen.

in TEUR 31.12.2020 31.12.2019
Deutschland 105.586,2 85.616,8
Europäische Union 4.508,2 609,4
Vereinigtes Königreich 1.584,4 6.324,2

Andere Verwaltungsaufwendungen

Andere Verwaltungsaufwendungen resultieren im Wesentlichen aus Aufwendungen aus der internen Leistungsverrechnung mit der N26 GmbH in Höhe von TEUR 59.179,6 (Vorjahr: TEUR 95.481,1).

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 6.753,7 (Vorjahr: TEUR 922,6) resultieren im Wesentlichen aus periodenfremden Aufwendungen. Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 64,1 (Vorjahr: TEUR 42,1) werden in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen.

Ergänzende Angaben

Konzernabschluss

Das oberste Konzernunternehmen ist die N26 GmbH mit Sitz in Berlin. Die Offenlegung des Konzernabschlusses erfolgt im Bundesanzeiger.

Vermögensgegenstände und Schulden in Fremdwährung

Der Gesamtbetrag der Vermögensgegenstände in Fremdwährung beträgt TEUR 133,2 (Vorjahr: TEUR 34.540,9) und der Gesamtbetrag der Schulden in Fremdwährung beträgt TEUR 0,0 (Vorjahr: TEUR 33.403,0).

Als Sicherheit übertragene Vermögensgegenstände

Die N26 Bank GmbH hat im Rahmen des "MACCs -Mobilisation and Administration of Credit Claims" Verfahren finanzielle Vermögenswerte als Sicherheit bei der Deutschen Bundesbank gestellt sowie bei Korrespondenzbanken. Die folgende Übersicht zeigt den Nominalwert der gestellten Sicherheiten ohne anteilige Zinsen und die Bilanzposten, in denen sie ausgewiesen werden:

In TEUR 31.12.2020 31.12.2019
Forderungen an Kreditinstitute 2.500,0 14.500,0
Forderungen an Kunden 90.000,0 35.000,0
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 104.600,0 19.000,0
Gesamt 197.100,0 68.500,0

Abschlussprüferhonorar

Die Angabe zum Abschlussprüferhonorar erfolgt im Konzernabschluss der N26 GmbH. Im Geschäftsjahr erfolgten neben Abschlussprüfungsleistungen andere Bestätigungsleistungen im Rahmen des MACC's Verfahrens der Deutschen Bundesbank sowie prüferische Begleitungen bei der Umsetzung aufsichtsrechtlicher Maßnahmen.

Kredite an Organmitglieder

An einen Geschäftsführer wurde in 2017 ein Kredit in Höhe von TEUR 20,0 zu den im Abschlusszeitpunkt gültigen allgemeinen Kundenkonditionen von 1,99% p.a. ausgereicht. Zum Bilanzstichtag besteht eine Restforderung in Höhe von TEUR 8,6.

Des Weiteren bestehen Organkredite zum Abschlussstichtag in Form von Dispositionskrediten zu einem nominalen Zinssatz in Höhe von 8,9% p.a., und zwar in zugesagter Höhe von je bis zu TEUR 10,0 an die Geschäftsführer der Bank sowie an die Mitglieder des Beirats.

Mitarbeiter

Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl der N26 Bank GmbH in den zurückliegenden vier Quartalen des Geschäftsjahres 2020 betrug 98 Mitarbeiter.

Geschäftsführung

Herr Markus Gunter

 

Beruf: Diplom-Kaufmann

 

Sprecher der Geschäftsführung

Herr Richard Groeneveld

 

Beruf: Certified Public Accountant

 

Geschäftsführer (Finanzen, Controlling und Risikomanagement)

Herr Maximilian Tayenthal, (seit dem 1. April 2021)

 

Beruf: Kaufmann

 

Geschäftsführer (Business Development & Products)

Herr Thomas Grosse, (seit dem 1. April 2021)

 

Beruf: Kaufmann

 

Geschäftsführer (Finanzen, Controlling und Risikomanagement)

Gesamtbezüge der Geschäftsführung

Auf die Angabe der Geschäftsführerbezüge für das Geschäftsjahr 2020 wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Beirat

Der Beirat der N26 Bank GmbH setzt sich wie folgt zusammen:

Thomas Grosse, Chief Banking Officer N26 GmbH, Vorsitzender des Beirats (bis März 2021)

Marcus Mosen, Geschäftsführer, Mosen Advisory & Invest GmbH, Stellvertretender Beiratsvorsitzender

Maximilian Tayenthal, CFO N26 GmbH (bis März 2021)

Stefan Klestil, Partner Speedinvest GmbH (bis August 2020)

Dr. Jan Boehm, Director of Public Affairs and Corporate Development N26 GmbH, Vorsitzender des Beirats (seit dem 1. April 2021)

Bezüge des Beirats

Für die Tätigkeit des Beirats im Geschäftsjahr wurden keine Bezüge gewährt.

Nachtragsbericht

Bis zur Aufstellung dieses Jahresabschlusses wurde eine Kapitalerhöhung durch eine Erhöhungseinlage der atypisch stillen Gesellschafterin in Höhe von TEUR 20.000,0 durchgeführt.

 

Berlin, den 11. Mai 2021

N26 Bank GmbH

Die Geschäftsführer

Markus Gunter

Richard Groeneveld

Maximilian Tayenthal

Thomas Grosse

Country by Country Reporting gemäß § 26a KWG zum 31.12.2020 der N26 Bank GmbH

Einleitung

In § 26a Absatz 1 Satz 2 KWG wurde die Anforderung der EU Richtlinie 2013/36/EU Capital Requirements Directive (CRD IV) in deutsches Recht umgesetzt. Demnach haben CRR-Institute in einem Country by Country Reporting folgende Informationen zu veröffentlichen:

die Firmenbezeichnungen, die Art der Tätigkeiten und die geografische Lage der Niederlassungen

den Umsatz

die Anzahl der Lohn- und Gehaltsempfänger in Vollzeitäquivalenten

Gewinn oder Verlust vor Steuern

Steuern auf Gewinn oder Verlust

Erhaltene öffentliche Beihilfen

Als Umsatz wird das in den Einzelabschluss nach HGB einbezogene Zinsergebnis und Provisionsergebnis vor Risikovorsorge sowie Verwaltungsaufwendungen angegeben. Als Verlust vor Steuern wird das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit vor Verlustübernahme angegeben.

Die Anzahl der Beschäftigten wird auf Basis der Anzahl der Angestellten zum Stichtag angegeben.

Land Umsatz Anzahl der Beschäftigten Gewinn(+)/Verlust (-)vor Steuern Steuern auf Verlust Erhaltene öffentliche Beihilfen
(in TEuro) (in TEuro) (in TEuro) (in TEuro)
Deutschland 77.188,0 67 -11.768,9 - -
Spanien 925,6 7 267,5 - -
Italien 795,4 7 -6,9 - -
Frankreich -1,1 7 -447,8 - -
Name der Gesellschaft Art der Tätigkeit Sitz/ Ort Land
N26 Bank GmbH, Deutschland Kreditinstitut Berlin Deutschland
N26 Bank GmbH, Sucursal en España Kreditinstitut Madrid Spanien
N26 Bank GmbH, Filiale Italiana, Kreditinstitut Mailand Italien
N26 Bank GmbH, Succursale France Kreditinstitut Paris Frankreich

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die N26 Bank GmbH, Berlin

VERMERK ÜBER DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der N26 Bank GmbH, Berlin, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2020 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der N26 Bank GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2020 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-AprVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Jahresabschlusses

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammen- hang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.

Aus unserer Sicht waren die folgenden Sachverhalte am bedeutsamsten in unserer Prüfung:

(1) Risikovorsorge im Kundengeschäft

(2) Provisionsergebnis

Unsere Darstellung dieser besonders wichtigen Prüfungssachverhalte haben wir jeweils wie folgt strukturiert:

(1)

Sachverhalt und Problemstellung

(2)

Prüferisches Vorgehen und Erkenntnisse

(3)

Verweis auf weitergehende Informationen

Nachfolgend stellen wir die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte dar:

(1) Risikovorsorge im Kundengeschäft

(1) Im Jahresabschluss der N26 Bank GmbH werden unter dem Posten "Forderungen an Kunden" Kreditforderungen in Höhe von € 1.272,6 Mio (30,6 % der Bilanzsumme) ausgewiesen. Für das Kreditportfolio hat die Bank eine bilanzielle Risikovorsorge bestehend aus Einzel- und Pauschalwertberichtigungen gebildet. Die Bemessung der Risikovorsorge im Kundenkreditgeschäft wird insbesondere durch die Erwartungen hinsichtlich zukünftiger Kreditausfälle, auf Basis der Struktur und Qualität der Kreditportfolien sowie gesamtwirtschaftlicher Einflussfaktoren bestimmt. Die Höhe der Risikovorsorge bei Kundenforderungen entspricht der Differenz zwischen dem Buchwert des Kredits und dem Barwert der hieraus erwarteten künftigen Zahlungseingänge des Kredits. Die Wertberichtigungen im Kreditgeschäft sind zum einen betrags- mäßig aufgrund des Umfangs des Kreditportfolios für die Vermögens- und Ertragslage der Bank von hoher Bedeutung und zum anderen mit bewertungsrelevanten Ermessensspielräumen der gesetzlichen Vertreter verbunden. Darüber hinaus haben die angewendeten, mit Unsicherheiten behafteten Bewertungsparameter einen bedeutsamen Einfluss auf die Bildung bzw. die Höhe gegebenenfalls erforderlicher Wertberichtigungen. Aus diesen Gründen und der relativen Bedeutung des Kreditportfolios war dieser Sachverhalt im Rahmen unserer Prüfung von besonderer Bedeutung.

(2) Im Rahmen unserer Prüfung haben wir zunächst die Angemessenheit der Ausgestaltung der Kontrollen im relevanten internen Kontrollsystem der N26 Bank GmbH beurteilt und die Funktionsfähigkeit der Kontrollen getestet. Dabei haben wir die Geschäftsorganisation, die IT-Systeme und die relevanten Bewertungsmodelle berücksichtigt. Darüber hinaus haben wir die Bewertung der Kundenforderungen, einschließlich der Angemessenheit geschätzter Werte, auf der Basis von Stichproben beurteilt. Dabei haben wir unter anderem die der Bank vorliegenden Unterlagen bezüglich der wirtschaftlichen Verhältnisse gewürdigt. Ferner haben wir zur Beurteilung der Einzelwertberichtigungen und der Pauschalwertberichtigungen die Berechnungsmethoden sowie die zugrundeliegenden Annahmen und Parameter gewürdigt. Auf Basis der von uns durchgeführten Prüfungshandlungen konnten wir uns insgesamt von der Angemessenheit der bei der Überprüfung der Werthaltigkeit des Kreditportfolios von den gesetzlichen Vertretern getroffenen Annahmen sowie der Angemessenheit und Wirksamkeit der implementierten Kontrollen der Bank überzeugen.

(3) Die Angaben der N26 Bank GmbH zur Risikovorsorge im Kundenkreditgeschäft sind in den Abschnitten "Allgemeine Angaben" und "Erläuterungen zur Bilanz" des Anhangs enthalten.

(2) Provisionsergebnis

(1) Im Jahresabschluss der N26 Bank GmbH werden unter dem Posten "Provisionserträge" Erträge in Höhe von € 95,3 Mio (74,3 % der Erträge vor Verlustübernahme) sowie unter dem Posten "Provisionsaufwand" Aufwendungen in Höhe von € 31,2 Mio (22,3 % der Aufwendungen) ausgewiesen. Das Provisionsergebnis der Bank ist mit einem positiven Beitrag von € 64,1 Mio zum Jahresergebnis betragsmäßig bedeutend für die Ertragslage der N26 Bank GmbH. Aufgrund der Komplexität der für die zutreffende Erfassung und Abgrenzung der Provisionserträge und des Provisionsaufwands erforderlichen IT-Systeme sowie der zugrundeliegenden Verträge und der relativen Bedeutung war das Provisionsergebnis im Rahmen unserer Prüfung von besonderer Bedeutung.

(2) Im Rahmen unserer Prüfung haben wir zunächst die Angemessenheit der Ausgestaltung der Kontrollen im relevanten internen Kontrollsystem der N26 Bank GmbH beurteilt und die Funktionsfähigkeit der Kontrollen getestet. Dabei haben wir die Geschäftsorganisation und die IT- Systeme berücksichtigt. Darüber hinaus haben wir die automatisierten Prozesse zur Vereinnahmung von Provisionserträgen sowie die für die Ermittlung des Provisionsaufwands relevanten Prozesse und Methoden hinsichtlich Angemessenheit und Funktionsfähigkeit beurteilt. Ferner haben wir die zugrundeliegenden wesentlichen Verträge sowie einzelne Bestandteile der Provisionserträge und des Provisionsaufwands in Stichproben untersucht und die zutreffende Erfassung und Abgrenzung der Provisionserträge und des Provisionsaufwands nachvollzogen.

Auf Basis der von uns durchgeführten Prüfungshandlungen konnten wir uns insgesamt von der Angemessenheit der zur Ermittlung des Provisionsergebnisses maßgeblichen Prozesse und Methoden sowie der Angemessenheit und Wirksamkeit der implementierten Kontrollen der Bank überzeugen.

(3) Die Angaben der N26 Bank GmbH zum Provisionsergebnis sind in den Abschnitten "Allgemeine Angaben" und "Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung" des Anhangs enthalten.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Beirats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um aus- reichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Beirat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechen- des Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und die hierzu getroffenen Schutzmaßnahmen.

Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Jahresabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.

SONSTIGE GESETZLICHE UND ANDERE RECHTLICHE ANFORDERUNGEN

Übrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVO

Wir wurden von der Gesellschafterversammlung am 16. September 2020 als Abschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 4. November 2020 von der Geschäftsführung beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit dem Geschäftsjahr 2016 als Abschlussprüfer der N26 Bank GmbH, Berlin, tätig.

Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen.

VERANTWORTLICHER WIRTSCHAFTSPRÜFER

Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Mark Maternus.

 

Berlin, den 18. Mai 2021

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Mark Maternus, Wirtschaftsprüfer

Michael Quade, Wirtschaftsprüfer

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 05. Juli 2021 festgestellt.

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