Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
AB Enzymes GmbH
Feldbergstraße 78, 64293 Darmstadt, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Nina Siepmann-Schwartz seit 27.9.2024 | Prokura |
Kristof Barklage Genannt Hilgefort seit 3.5.2019 | Geschäftsführer |
Martin Schaffrannek seit 21.9.2018 | Prokura |
Martin Klavs Nielsen seit 31.7.2014 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (2)
| Name | Anteil |
|---|---|
AB Mauri (UK) Limited | 66.67% |
ABF Overseas Limited | 33.33% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
AB Enzymes GmbHDarmstadtJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.09.2023 bis zum 31.08.2024Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die AB Enzymes GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der AB Enzymes GmbH, Darmstadt - bestehend aus der Bilanz zum 31. August 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. September 2023 bis zum 31. August 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der AB Enzymes GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. September 2023 bis zum 31. August 2024 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Eschborn/Frankfurt am Main, 5. März 2025 EY
GmbH & Co. KG
Eichenauer, Wirtschaftsprüfer Püsch, Wirtschaftsprüfer Bilanz zum 31. August 2024Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. September 2023 bis 31. August 2024
Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. September 2023 bis 31. August 2024Allgemeine Erläuterungen Der Jahresabschluss wurde unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung nach den Vorschriften der §§ 242 ff. und 264 ff. HGB, den ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes sowie unter der Going Concern Prämisse aufgestellt. Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 Abs. 3 HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. Aufgrund einer im Vorjahr unzulässigen Verrechnung von positiven und negativen Cash-Pool-Salden (TEUR 2.603) wurde insoweit der Vorjahresbetrag der Forderungen gegen verbundene Unternehmen auf TEUR 39.340 und der Vorjahresbetrag der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen auf TEUR 29.862 erhöht. Zur Verbesserung der Klarheit und Übersichtlichkeit der Gewinn- und Verlustrechnung wird die Zusammenfassung der Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge mit den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen in diesem Geschäftsjahr erstmalig aufgehoben, um dem nunmehr wesentlichen Anteil der Zinserträge Rechnung zu tragen. Damit einhergehend wurde der Vorjahresbetrag der Zinsen und ähnlichen Aufwendungen auf TEUR -1.467 erhöht und der Vorjahresbetrag der Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge in Höhe von TEUR 406 separat ausgewiesen. Rechtliche Grundlagen Die AB Enzymes GmbH mit Sitz in Darmstadt ist unter der Nummer HRB 7648 im Handelsregister des Amtsgerichts Darmstadt eingetragen. Gegenstand des Unternehmens ist die Forschung, Entwicklung, Herstellung und der Vertrieb von Enzymen und enzymatischen Produkten sowie der Betrieb sonstiger einschlägiger industrieller Unternehmungen. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Anlagevermögen Auf den Ansatz selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wird gemäß § 248 Abs. 2 Satz 1 HGB verzichtet. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten, zuzüglich Anschaffungsnebenkosten, abzüglich Anschaffungskostenminderungen und, soweit abnutzbar, unter Berücksichtigung planmäßiger Abschreibungen bewertet. Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen linear über die voraussichtliche Nutzungsdauer und berücksichtigen den technischen und wirtschaftlichen Werteverzehr. Auf Zugänge des Anlagevermögens wird die Abschreibung zeitanteilig nach Monaten vorgenommen. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 800,00 sind im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst worden; ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt. Bei dem Finanzanlagevermögen werden die Anteilsrechte zu Anschaffungskosten bzw. niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Umlaufvermögen Die Handelswaren sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen, die als gleitend gewogene Durchschnittspreise ermittelt werden, oder niedrigeren Marktpreisen zum Bilanzstichtag bewertet. Den in den Warenvorräten liegenden Risiken, die sich aus der Lagerdauer und geminderter Verwertbarkeit ergeben, wird durch entsprechende Abschläge Rechnung getragen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zu Nennwerten angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Das Guthaben bei Kreditinstituten und der Kassenbestand sind zum Nennwert angesetzt. Der Ansatz der aktiven Rechnungsabgrenzungsposten erfolgt in Höhe der bis zum Bilanzstichtag erfolgten Ausgaben, soweit sie Aufwand für zukünftige Perioden darstellen. Rückstellungen und Verbindlichkeiten Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nach der Projected Unit Credit-Methode unter Berücksichtigung der HEUBECK-Richttafeln 2018 G erfasst. Für die Abzinsung wurde pauschal der durchschnittliche Marktzinssatz bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren von 1,86 % (i. Vj. 1,81 %) gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung vom 18. November 2009 verwendet. Erwartete Gehaltssteigerungen wurden mit 3 % (i. Vj. 3 %) und erwartete Rentensteigerungen mit 2,2 % (i. Vj. 2 %) berücksichtigt. Die Fluktuation wurde mit einer Rate von 1 % (i. Vj. 1 %) berücksichtigt. Die Rückstellungen für Jubiläen werden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Zugrundelegung eines Zinssatzes von 1,89 % (i. Vj. 1,63 %) und einem Gehaltstrend von 3 % (i. Vj. 3 %) mit dem modifizierten Teilwert und unter Berücksichtigung der HEUBECK-Richttafeln 2018 G erfasst. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verlusten aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d.h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) gebildet worden. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden abgezinst, bei einer Restlaufzeit von 2 Jahren mit einem Zinsfuß von 1,35 %. Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Fremdwährungen Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet. Die Erträge und Aufwendungen aus Währungsumrechnung enthalten sowohl realisierte als auch nicht realisierte Währungskursdifferenzen. Erläuterungen zur Bilanz 1. Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023/2024 ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres in einer gesonderten Übersicht als Anlage zum Anhang dargestellt. Für die Abschreibung von Gegenständen des Anlagevermögens werden folgende Nutzungsdauern angewandt:
2. Angaben zum Anteilsbesitz
3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Dritten betragen TEUR 11.891 (i. Vj. TEUR 10.250). Bei den Forderungen gegen verbundene Unternehmen handelt es sich sowohl um Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 14.642 (i. Vj. TEUR 10.905) als auch um Forderungen aus der Finanzierungstätigkeit in Höhe von TEUR 30.593 (i. Vj. TEUR 28.435), welche auf Cash-Pool Vereinbarungen mit der Gesellschafterin und dem obersten Mutterunternehmen zurückzuführen sind. Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig. 4. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthält im Wesentlichen Jahresbeiträge für Versicherungs- und Mitgliedsbeiträge, IT-Dienstleistungen, sowie Lizenz- und Patentgebühren. 5. Eigenkapital Der Jahresüberschuss vor Ergebnisabführung beträgt TEUR 28.628 (i. Vj. TEUR 25.317). Dieser wird an die Muttergesellschaft, ABF Deutschland Holdings GmbH, abgeführt. Mit Gesellschafterbeschluss vom 21. Januar 2011 wurde mit Wirkung zum 1. September 2010 zwischen der AB Enzymes GmbH und ihrer Muttergesellschaft, der ABF Deutschland Holdings GmbH, Hamburg, ein Gewinnabführungsvertrag zur Begründung einer ertragsteuerlichen Organschaft geschlossen. 6. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Der Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 6 HGB zwischen dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des siebenjährigen und des zehnjährigen Durchschnittszinssatzes beläuft sich auf EUR -68.149. Da die auf Basis des zehnjährigen Durchschnittszinssatzes ermittelte Pensionsrückstellung den nach dem siebenjährigen Durchschnittszinssatz berechneten Wertansatz übersteigt, besteht insoweit keine Ausschüttungssperre. 7. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für Rückbauverpflichtungen (TEUR 1.270; i. Vj. TEUR 0), Personalkosten (TEUR 3.049; i. Vj. TEUR 1.752), für ausstehende Rechnungen (TEUR 692; i. Vj. TEUR 141) und für Arbeitnehmerjubiläen (TEUR 293; i. Vj. TEUR 314). Entgegen § 249 HGB wurde in den Jahresabschlüssen der Vorjahre keine Rückstellung für die im Zusammenhang mit dem angemieteten Bürogebäude bestehende Rückbauverpflichtung passiviert. Dadurch waren die sonstigen Rückstellungen zum 31. August 2023 um TEUR 1.214 zu niedrig ausgewiesen. Die Bildung der Rückstellung wurde im Geschäftsjahr 2023/2024 nachgeholt. 8. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Dritten betragen TEUR 3.402 (i. Vj. TEUR 2.355). Bei den Verbindlichkeiten gegen verbundene Unternehmen handelt es sich um Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 1.322 (i. Vj. TEUR 1.942), um Verbindlichkeiten aus der Finanzierungstätigkeit in Höhe von TEUR 4.291 (i. Vj. TEUR 2.603), welche vollständig auf eine Cash-Pool Vereinbarung mit dem obersten Mutterunternehmen zurückzuführen ist, sowie um die Verbindlichkeiten aus der Ergebnisabführung an die Gesellschafterin in Höhe von TEUR 28.628 (i. Vj. TEUR 25.317). Alle Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung 1. Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse setzen sich wie folgt zusammen:
Weiterhin verteilen sich die Umsatzerlöse im Wesentlichen auf die Bereiche Feed, Baking & Food mit EUR 121,6 Mio. (i. Vj. EUR 117,4 Mio.) und Technical mit EUR 20,3 Mio. (i. Vj. EUR 12,7 Mio.). EUR 9,7 Mio. (i. Vj. EUR 8,9 Mio.) resultieren aus Lizenz- und Marketingerlösen. Die Umsatzerlöse aus Lizenzen und Marketing enthalten Sachverhalte, denen ein Leistungsaustausch zugrunde liegt. 2. Sonstige betriebliche Erträge
In den periodenfremden Erträgen sind im Geschäftsjahr 2023/2024 im Wesentlichen der Zahlungseingang einer im Vorjahr einzelwertberichtigten Forderung aus Argentinien (TEUR 200) sowie eine Endabrechnung von konzerninternen Leistungen des Vorjahres (TEUR 260) enthalten. 3. Sonstige betriebliche Aufwendungen
Die periodenfremden Aufwendungen bestehen im Wesentlichen aus dem auf die Vorjahre entfallenden Anteil der oben beschriebenen Rückstellung für Rückbauverpflichtungen in Höhe von TEUR 1.214. 4. Erträge aus Beteiligungen Die Erträge aus Beteiligungen in Höhe von TEUR 2.183 (i. Vj. TEUR 0) sind ausschließlich aus verbundenen Unternehmen. 5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge Die sonstigen Zinsen und ähnliche Erträge in Höhe von TEUR 1.611 (i. Vj. TEUR 406) sind ausschließlich aus verbundenen Unternehmen. 6. Zinsen und ähnlichen Aufwendungen In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind Zinsaufwendungen aus der Abzinsung der Pensions- und Jubiläumsrückstellung in Höhe von TEUR 316 (i. Vj. TEUR 314) und TEUR 1.741 (i. Vj. TEUR 980) Zinsen an verbundene Unternehmen enthalten. Sonstige Angaben 1. Organe der Gesellschaft Die Gesellschaft nimmt in Bezug auf die Angabe der Bezüge der Geschäftsführung die Befreiungsvorschrift nach § 286 Abs 4 HGB in Anspruch. Die Geschäftsführung wurde im Berichtszeitraum von: Herrn Martin Klavs Nielsen, CEO, Darmstadt Herr Kristof Barklage Genannt Hilgefort, CFO, Hanau ausgeübt. 2. Außerbilanzielle Geschäfte Die außerbilanziellen Geschäfte setzen sich wie folgt zusammen:
Die Miet- und Leasingverträge betreffen das jetzige Bürogebäude in der Feldbergstr., Darmstadt, das zukünftige Bürogebäude, ebenfalls in Darmstadt gelegen, den Fuhrpark und bestimmte Büro- und Geschäftsausstattungen (Kopierer, Drucker). Bei den Leasingverträgen handelt es sich in allen Fällen um sog. Operating-Lease Verträge. Der Vorteil dieser Verträge liegt in der geringeren Kapitalbindung im Vergleich zum Erwerb und im Wegfall des Verwertungsrisikos. Risiken könnten sich aus der Vertragslaufzeit ergeben, sofern die Objekte nicht mehr vollständig genutzt werden könnten, wozu es derzeit keine Anzeichen gibt. 3. Mitarbeiter der Gesellschaft (Jahresdurchschnitt)
4. Konzernzugehörigkeit Die AB Enzymes GmbH ist als Mutterunternehmen zum 31. August 2024 grundsätzlich zur Aufstellung eines Konzernabschlusses und Konzernlageberichtes gemäß § 290 HGB verpflichtet. Die AB Enzymes GmbH macht von der Befreiungsvorschrift zur Aufstellung eines Konzernabschlusses und -lageberichtes gemäß § 292 HGB Gebrauch, da sie in den Konzernabschluss und -lagebericht zum 14. September 2024 der Associated British Foods plc, London/Großbritannien einbezogen wird. Die Associated British Foods plc erstellt den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis der Unternehmen und veröffentlicht diesen im Unternehmensregisters von Großbritannien, einsehbar unter der Webadresse https://www.gov.uk/government/organisations/companies-house. Zur Inanspruchnahme der Befreiung erfolgt darüber hinaus die Offenlegung durch das oberste deutsche Mutterunternehmen (ABF Deutschland Holdings GmbH, Hamburg) im deutschen Unternehmensregister. Dieser Konzernabschluss wird nach den Vorschriften der von Großbritannien übernommenen International Financial Reporting Standards ("UK-adopted IFRS") aufgestellt. Aufgrund der überwiegenden Übereinstimmung mit den von der EU übernommenen IFRS bestehen im befreienden Konzernabschluss keine wesentlichen vom deutschen Recht abweichenden Bilanzierungs-, Bewertungs- und Konsolidierungsmethoden. Einen Konzernabschluss für den größten Kreis der Unternehmen wird von Wittington Investments Limited, London/Großbritannien erstellt und ebenfalls in das oben genannte Unternehmensregister von Großbritannien eingestellt. 5. Honorar des Abschlussprüfers Das von dem Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2023/2024 berechnete Gesamthonorar für Abschlussprüfungsleistungen beträgt TEUR 97. Andere Leistungen wurden nicht erbracht. 6. Derivative Finanzinstrumente Angaben zu Finanzinstrumenten (nicht zum beizulegenden Zeitwert bilanziert):
Bei den währungsbezogenen Geschäften handelt es sich ausschließlich um Devisentermingeschäfte in USD-Währung, die anhand der mark to market-Methode bewertet wurden. 7. Angabe zu Geschäften mit nahestehenden Unternehmen und Personen nach § 285 Nr. 21 HGB Es wurden keine Geschäfte zu nicht marktüblichen Bedingungen mit nahestehenden Unternehmen und Personen vorgenommen. 8. Nachtragsbericht Nach dem Bilanzstichtag sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die wesentliche finanzielle Auswirkungen haben.
Darmstadt, 5. März 2025 AB Enzymes GmbH Geschäftsführung Martin Klavs Nielsen Kristof Barklage Genannt Hilgefort Entwicklung des Anlagevermögens 2023/2024
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023/2024Grundlagen des Unternehmens Geschäftsmodell des Unternehmens Gegenstand des Unternehmens ist die Forschung, Entwicklung, und insbesondere der Vertrieb von Enzymen und enzymatischen Produkten in den Bereichen Feed, Food & Baking und Technical (Waschmittel, Zellstoff und Papier, Textilien), die Erzielung von Lizenz- und Marketingerlösen sowie der Betrieb sonstiger einschlägiger industrieller Unternehmungen. Seit dem 17. Dezember 2004 ist ABF Deutschland Holdings GmbH, Hamburg, Alleineigentümerin der AB Enzymes GmbH. Die ABF Deutschland Holdings GmbH ist Teil der ABF-Gruppe, an deren Spitze die Associated British Foods plc. mit Sitz in Weston Centre, 10 Grosvenor Street, London, Großbritannien, steht. Damit ist die AB Enzymes GmbH mit der Associated British Foods plc. und allen ihren Tochtergesellschaften verbunden. Seit dem 18. Januar 2011 besteht zwischen der AB Enzymes GmbH und ihrer Muttergesellschaft, der ABF Deutschland Holdings GmbH, ein Gewinnabführungsvertrag. Von besonderer Bedeutung ist für uns die Schwestergesellschaft AB Enzymes Oy, die wichtige Funktionen des Produktmanagements für Technik-Anwendungen beherbergt. Sie sitzt in Rajamäki, Finnland, am gleichen Ort wie die Roal Oy, ein produzierendes Joint Venture der ABF Overseas Ltd. und der finnischen Anora Corporation. Im März 2024 hat ABF von seinem Recht Gebrauch gemacht, Anoras 50%ige Beteiligung an Roal zu erwerben, so dass ABF seitdem alleiniger Eigentümer der Gesellschaft ist. Im September 2024 wurden die AB Enzymes Oy als auch Roal Oy auf eine Gesellschaft verschmolzen, die nun unter dem Namen AB Enzymes Finland Oy firmiert. Der Sole- Distributorship-Vertrag über Produkte im Eigentum von Roal Oy, der seit dem 24. April 2005 das Entgelt für unsere Dienste für Marketing, Produktregistrierung sowie das Recht auf Benutzung unserer Patente für Produkte im Eigentum der ehemaligen Roal Oy regelt, bleibt bestehen. Das erhaltene Entgelt wird nach wie vor als Umsatz ausgewiesen. Im Vergleich zum Vorjahr haben sich keine wesentlichen Veränderungen ergeben. Zweigniederlassung Die AB Enzymes GmbH betreibt seit 2002 unter der Firma AB Enzymes Singapore eine Verkaufsniederlassung in Singapur. Diese fungiert überwiegend im Produktvertrieb und der Kundenbetreuung im südostasiatischen Markt und stärkt dadurch die Marktpräsenz vor Ort. Zum Gesamtumsatz der Gesellschaft hat die Zweigniederlassung im abgelaufenen Geschäftsjahr einen untergeordneten Anteil von 4,1% beigetragen. Forschung und Entwicklung Auf Produktentwicklung und Grundlagenforschung wird weiterhin besonderer Wert gelegt, um die Portfolios der verschiedenen Geschäftsbereiche weiter zu verbessern und zu erweitern und so das langfristige Wachstum und die Rentabilität des Unternehmens zu sichern. Während im abgeschlossenen Geschäftsjahr sechs neue Produkte auf den Markt gebracht wurden, konnten die andauernden Produktentwicklungsprojekte planmäßig vorangetrieben und um weitere neue Projekte ergänzt werden. Darüber hinaus wurden innerhalb des Geschäftsbereichs der AB Enzymes GmbH konzernweit 2 Patente erstmalig erteilt und ein neues Patent erstmalig angemeldet. Die Gesellschaft hat im abgelaufenen Geschäftsjahr EUR 6,9 Mio. (i. Vj. EUR 4,5 Mio.) für Forschung und Entwicklung aufgewandt, davon EUR 1,2 Mio. für Leistungen Dritter. Der Gesamtaufwand entspricht 4,6% (i. Vj. 3,3%) vom Umsatz. Zum 31. August 2024 waren 35 Personen ausschließlich bei der AB Enzymes GmbH im Bereich Forschung und Entwicklung beschäftigt. Wirtschaftsbericht Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Die gesamtwirtschaftliche Lage im Berichtszeitraum war durchwachsen. Im Kalenderjahr 2023 betrug das globale Wirtschaftswachstum 3,3% und wird im Kalenderjahr 2024 voraussichtlich auf 3,2% zurückgehen 1. In der Europäischen Union (EU) und insbesondere in Deutschland (DE) waren die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen deutlich schlechter. Das Wachstum betrug im Kalenderjahr 2023 0,4% (EU 2 ) respektive -0,3% (DE 3 ) und konnte sich nach aktuellen Hochrechnungen im Kalenderjahr 2024 geringfügig auf 0,9% (EU 4 ) respektive -0,2% (DE 5 ) erholen. Das Geschäftsumfeld der AB Enzymes GmbH erweist sich gegenüber diesen teilweise schwachen gesamtwirtschaftlichen Kennzahlen als vergleichsweise resilient. Enzyme sind Bestandteil des globalen Food Ingredients Markt, die Angaben zur Größe von diesem schwanken je nach Quelle signifikant; die letzte von Statista 6 veröffentlichte Angabe zu der Marktgröße beträgt USD 400 Mrd. in 2022. Relevant für die AB Enzymes GmbH ist jedoch nur das Enzym-Subsegment des Food Ingredients Marktes. Da es zu diesem keine belastbaren Angaben gibt, orientieren wir uns bei unseren Markteinschätzungen an unseren beiden großen Wettbewerbern, der Novonesis Group (Dänemark) und IFF (USA; Geschäftseinheit Health & Biosciences). Die Jahresabschluss- bzw. Quartalsberichte beider Unternehmen weisen ein stabiles Wachstum aus: Novozymes (Vorgängerunternehmen mit Fokus auf das Enzymgeschäft) veröffentlicht ein Wachstum von 6% 7 im vierten Quartal 2023 bzw. von 9% 8 für die ersten drei Quartale in 2024 und IFF berichtet für den Bereich Health & Biosciences ein Wachstum von 5% 9 für das vierte Quartal 2023 bzw. von 7% 10 für die ersten drei Quartale im Jahr 2024.
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https://www.imf.org/en/Publications/WEO/Issues/2024/10/22/world-economic-outlook-october-2024
Zusammenfassend zeichnet sich das Marktumfeld der AB Enzymes GmbH durch eine stabile Grundnachfrage aus, da sie essenzielle Produkte für die Versorgung der Bevölkerung herstellt. Diese relative Unabhängigkeit von wirtschaftlichen Konjunkturzyklen ermöglicht es uns, auch in volatilen Zeiten nachhaltig zu wachsen und unsere Wachstumsstrategie erfolgreich umzusetzen. Trotzdem war das Geschäftsjahr geprägt von einem herausfordernden globalen Wirtschaftsumfeld, das durch geopolitische Spannungen, eine volatile Inflation und Schwankungen bei den Rohstoff- und Energiekosten gekennzeichnet war. Besonders die Lebensmittelindustrie stand im Fokus zahlreicher wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Diskussionen, da Themen wie Versorgungssicherheit, Nachhaltigkeit und Effizienz an Bedeutung gewannen. Die steigenden Rohstoffpreise und die zunehmende Regulierungsdichte, insbesondere im Hinblick auf CO 2 -Emissionen und Lebensmittelsicherheit, stellten Unternehmen vor erhebliche Herausforderungen. Für Hersteller von Enzymen ergaben sich daraus jedoch auch vielfache Chancen. Einerseits führte die Rohstoffknappheit zu erhöhtem Kostendruck und verlangte innovative Lösungen, um Effizienzgewinne zu realisieren. Und zudem wurde der Bedarf an nachhaltigen und leistungsfähigen Prozesshilfsmitteln durch den verstärkten Fokus auf umweltfreundliche Produktionsprozesse und kreislaufwirtschaftliche Ansätze weiter angetrieben - was dem Enzymgeschäft zuträglich war. Des Weiteren sorgten veränderte Verbraucherpräferenzen - wie der Wunsch nach transparenteren und "clean label"-Produkten - für eine erhöhte Nachfrage nach enzymatischen Lösungen, die diese Anforderungen unterstützen können. Trotz der wirtschaftlichen Unsicherheiten war die Branche gut positioniert, um von diesen Trends zu profitieren. Darstellung des Geschäftsverlaufs und der Lage der Gesellschaft Die AB Enzymes GmbH konnte im Geschäftsjahr 2023/2024 sowohl in ihren Kernmarkt Europa als auch in den internationalen Märkten, insbesondere in Nordamerika und Asien, ein starkes Wachstum verzeichnen. Diese Entwicklung spiegelt den Erfolg unserer Wachstumsstrategie wider, die auf geografische Diversifikation, den Ausbau lokaler Strukturen und innovative Produktlösungen setzt. Als Ergebnis aus diesen Aktivitäten wurde die Wachstumsprognose von 6% mit einem Umsatzwachstum von knapp über 10% im Vergleich zum Vorjahr deutlich übertroffen. Dieses Ergebnis spiegelt nicht nur die anhaltend hohe Nachfrage nach unseren Produkten wider, sondern auch die erfolgreiche Umsetzung unserer strategischen Initiativen. Besonders hervorzuheben ist der deutliche Beitrag unserer Kunden im Backmittelgeschäft, die nicht nur durch steigende Abnahmemengen, sondern auch durch eine stabileres Bestellverhalten wesentlich zu diesem Erfolg beigetragen haben. Eine entscheidende Rolle spielte zudem die Erholung unseres Geschäfts mit einem strategisch wichtigen Kunden aus der Haushaltswaschmittelindustrie, das in den vergangenen Jahren starken Bedarfsschwankungen unterlag. Allgemein konnten wir im Bereich unserer technischen Produkte im Geschäftsjahr 2023/2024 ein deutliches Wachstum verzeichnen. Diese positive Entwicklung zeigt sich sowohl in der breiten Nachfrage über verschiedene Industrien hinweg als auch in der erfolgreichen Umsetzung unserer Markterschließungs- und Produktinnovationsstrategien. Die kontinuierliche Weiterentwicklung unseres Portfolios, gepaart mit einer stärkeren Kundenfokussierung und einer verbesserten Vertriebsstruktur, trug entscheidend dazu bei, dass sowohl etablierte als auch neue Produktlinien ihre Marktanteile ausbauen konnten. Insgesamt hat sich das Bestellverhalten unserer Kunden nach den Unsicherheiten der letzten Jahre deutlich stabilisiert. Diese Entwicklung bietet eine solide Grundlage für weiteres nachhaltiges Wachstum. Die verstärkte Stabilität und Berechenbarkeit in den Kundenbeziehungen, kombiniert mit gezielten Investitionen in Marktanpassung und Kundenservice, hat unsere Marktposition weiter gefestigt und die Resilienz des Unternehmens gestärkt. Die zentralen finanziellen Leistungsindikatoren, die für die Steuerung des Unternehmens maßgeblich sind, umfassen die Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 152.218, die um +10,3% gestiegen sind, sowie das Jahresergebnis vor Ergebnisabführung. Letzteres liegt trotz eines um +9,5% gestiegenen Materialaufwands im Vergleich zum Vorjahr bei +13,1%. Damit konnte die Prognose des Vorjahres (moderater Anstieg) deutlich übertroffen werden. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren spielen bei der internen Steuerung wesentlicher Entscheidungen keine Rolle. Vermögenslage Die Bilanzsumme ist gegenüber dem Vorjahr mit EUR 79,4 Mio. um 11,0% gestiegen und gliedert sich in eine Anlagenintensität von 14,2% und einer Umlaufintensität von 85,1%. Der größte Bilanzposten auf der Aktivseite sind die Forderungen gegen verbundene Unternehmen mit EUR 45,2 Mio., die im Vergleich zum Vorjahr um EUR 5,9 Mio. angestiegen sind, was hauptsächlich auf Cash-Pooling-Vereinbarungen mit dem Mutterkonzern und der direkten Muttergesellschaft zurückzuführen ist. Der Bestand an Vorräten beträgt EUR 9,2 Mio. und liegt damit auf Vorjahresniveau. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 11,9 Mio. sind im Vergleich zum Vorjahr (EUR 10,2 Mio.) um 16,0% gestiegen. Finanzlage Kapitalstruktur Aufgrund des bestehenden Gewinnabführungsvertrags und damit unveränderten Eigenkapitals hat sich die Eigenkapitalquote entsprechend dem um TEUR 7.875 angestiegenen Fremdkapitals auf 24,0% und damit um -2,6% gegenüber dem Vorjahr reduziert. Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgt aus eigenen Mitteln, sodass keine Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestehen und somit sämtliche Verbindlichkeiten innerhalb eines Jahres fällig sind. Die Verbindlichkeiten bestehen überwiegend in Euro; insgesamt entfallen lediglich 15% auf Verbindlichkeiten in den Fremdwährungen USD und GBP. Soweit Verbindlichkeiten aus negativen Cash-Pool-Salden bestehen, werden diese variabel verzinst. Darüber hinaus besteht hinsichtlich der Abführungsverbindlichkeit eine festverzinsliche Regelung innerhalb des Gewinnabführungsvertrags. Im Geschäftsjahr wurde ein langfristiger Mietvertrag für ein neues Bürogebäude abgeschlossen, welcher den bestehenden Mietvertrag zum Laufzeitende in 2026 ablösen wird. Die daraus resultierenden Zahlungsverpflichtungen werden sich gegenüber den aktuellen Mietzahlungen auf EUR 2,0 Mio. pro Jahr in etwa verdreifachen. Investitionen Die Investitionen für das Anlagevermögen beliefen sich im Berichtsjahr auf TEUR 558, die mit TEUR 415 überwiegend auf Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau entfallen. Dabei handelt es sich überwiegend um Ersatz- und Erweiterungsinvestitionen von Laborausstattung und die Vorbereitung auf den bevorstehenden Umzug. Liquidität Zur Liquiditätsoptimierung innerhalb des ABF-Konzerns ist die Gesellschaft an Cash- Pooling auf nationaler und zusätzlich auf Ebene der ABF-Konzernleitung angeschlossen. Der Finanzmittelfonds in Höhe von TEUR 1.022 entspricht den Bankguthaben, die überwiegend auf den Betrieb der Zweigniederlassung entfallen. Im Hinblick auf das abgelaufene Geschäftsjahr ist der Zuwachs um TEUR 470 neben minimalen Wechselkursbedingten Änderungen auf die folgenden zahlungswirksamen Veränderungen zurückzuführen: Ausgehend vom Jahresergebnis vor Gewinnabführung (TEUR 28.628) wurde aus der laufenden Geschäftstätigkeit ein nachhaltig positiver Cashflow in Höhe von TEUR 25.106 erzielt, der die Gesellschaft in die Lage versetzt, ihren Zahlungsverpflichtungen fristgerecht nachzukommen. Weitere Zahlungsmittelzuflüsse über TEUR 3.236 ergaben sich aus der Investitionstätigkeit und setzen sich aus erhaltenen Zinsen (TEUR 1.611) und Dividenden (TEUR 2.183) sowie Auszahlungen für Investitionen in das Anlagevermögen (TEUR -558) zusammen. Demgegenüber standen Zahlungsmittelabflüsse aus der Finanzierungstätigkeit von TEUR -27.844, die im Wesentlichen auf die Gewinnabführung des Vorjahresergebnisses (TEUR -25.317) und daneben auf gezahlte Zinsen (TEUR -2.057) sowie die Veränderung der Cash-Pool-Forderungen und -Verbindlichkeiten (TEUR -470) zurückzuführen sind. Ertragslage Das Ergebnis vor Gewinnabführung konnte trotz Kostenanstieg beim Materialaufwand, der sich um 9,5% (EUR 7,5 Mio.) auf EUR 87,1 Mio. erhöhte, um 13,1% gesteigert werden. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen einschließlich der sonstigen betrieblichen Erträge (EUR 20,5 Mio.) fallen um EUR 2,4 Mio. höher aus, was im Wesentlichen auf gestiegene Vertriebskosten (EUR +3,3 Mio.) sowie einen Sondereffekt aus periodenfremden Aufwendungen (EUR +0,9 Mio.) aus der Bilanzierung einer Rückbauverpflichtung zurückzuführen ist. Dies wird durch gesunkene Dienstleistungen im Konzernverbund (EUR -2,0 Mio.) teilweise neutralisiert. Der Umsatz der Gesellschaft beläuft sich im abgelaufenen Geschäftsjahr auf EUR 152,2 Mio., der um EUR 14,2 Mio. über dem des Vorjahres von EUR 138,0 Mio. liegt. Während der Anstieg im Bereich Feed sowie Food & Banking bei EUR 4,2 Mio. lag, konnte neben den um EUR 0,8 Mio. gestiegenen Lizenz- & Marketingerlösen insbesondere der Zuwachs im Bereich Technical von EUR 7,6 Mio. zu der positiven Entwicklung beitragen. Der Personalaufwand ist gegenüber dem Vorjahr um insgesamt 28,2% (EUR 3,7 Mio.) auf EUR 16,6 Mio. gestiegen. Dies ist im Wesentlichen auf Anstiege bei den Bonuszahlungen (EUR 1,8 Mio.), den Rückstellungen für Abfindungen und Sonderzahlungen (EUR 0,4 Mio.) sowie den Rückstellungen für Urlaub (EUR 0,6 Mio.) zurückzuführen. Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen sind um EUR 0,6 Mio. gestiegen. Dies resultiert aus einer späteren Abführung des Ergebnisses 2022/2023 an die Gesellschafterin und dem daraus folgenden verlängerten Zinszeitraum. Gegenläufig sind die Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge um EUR 1,2 Mio. aufgrund der Verzinsung der Cash-Pool-Forderungen gestiegen. Die Erträge aus Beteiligungen in Höhe von EUR 2,2 Mio. entfallen auf die Ausschüttung der Tochtergesellschaft in Brasilien. Das Ergebnis vor Steuern beträgt EUR 28,7 Mio. (i. Vj. EUR 25,3 Mio.). Der Jahresüberschuss der Gesellschaft erreicht nach Steuern und vor Ergebnisabführung EUR 28,6 Mio. (i. Vj. EUR 25,3 Mio.). Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf und zur Lage der Gesellschaft Die Gesellschaft kann auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr zurückblicken. Die weiter voranschreitenden Globalisierungsaktivitäten der AB Enzymes Group, Neuproduktentwicklungen, ein balanciertes Chancen & Risiken Portfolio und eine gesicherte Versorgungslage waren die Basis für ein Umsatzwachstum von knapp über 10% und einem Ergebnisanstieg von 13,1%. Nachtragsbericht Nach dem Bilanzstichtag sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die wesentliche finanzielle Auswirkungen haben. Dementsprechend wurde im Anhang kein Nachtragsbericht abgegeben. Einschätzung der zukünftigen wirtschaftlichen Entwicklung Der Einsatz von Enzymen in den von uns bedienten Industrien bietet auch weiterhin enormes Potenzial für Wachstum und Innovation. Die steigende Nachfrage nach nachhaltigen Produktionslösungen und sauberen Etiketten ("Clean Label") eröffnet uns die Möglichkeit, mit Enzymen als natürlichen Alternativen zu chemischen Additiven neue Märkte zu erschließen. Fortschritte in der Enzymtechnologie erlauben es zudem, maßgeschneiderte Lösungen zu entwickeln, die Produktionsprozesse effizienter zu gestalten, den Ressourceneinsatz zu reduzieren und gleichzeitig die Produktqualität zu erhöhen. Für das kommende Geschäftsjahr erwarten wir erneut ein Umsatzwachstum auf EUR 160 Mio. und einen damit verbundenen deutlichen Anstieg des Ergebnisses nach Steuern und vor Ergebnisabführung, getragen durch gezielte Maßnahmen in unseren Kernmärkten und neuen Wachstumsfeldern. In Europa setzen wir weiterhin auf die Stärkung unseres Kerngeschäfts, insbesondere im Bereich Baking, durch die Einführung neuer innovativer Produkte, die den aktuellen Anforderungen der Industrie an Effizienz und Nachhaltigkeit gerecht werden. Gleichzeitig planen wir, unser wachsendes Portfolio im Proteinbereich weiter auszubauen, um auf die steigende Nachfrage nach alternativen und funktionellen Proteinlösungen zu reagieren. In der Region Sub-Sahara-Afrika, wo wir bereits über ein etabliertes Team und operative Strukturen verfügen, liegt der Fokus auf der Erschließung neuer Märkte und Kunden. Wir werden uns speziell auf die regionalen Bedürfnisse abstimmen und sowohl unser Backkerngeschäft als auch andere wachstumsstarke Segmente stärken. Durch diese strategischen Initiativen kombinieren wir Innovation mit geografischer Expansion und legen die Grundlage für ein weiteres erfolgreiches Jahr. Die unten dargestellten Risiken und Chancen können die Umsatz- und Ergebnisentwicklung der Gesellschaft wesentlich beeinflussen. Sowie auch in vergangenen Geschäftsjahren, werden nach aktuellen Erwartungen im Jahr 2024/2025 keine Finanzierungen von Dritten oder Geldinstituten benötigt. Die gesamte Finanzierung der Gesellschaft wird aus eigenen Mitteln erfolgen. Zusammenfassend gehen wir daher von einem positiven Geschäftsverlauf für das kommende Geschäftsjahr aus, in dem - basierend auf der Positionierung der Gesellschaft und Ausrichtung der geplanten Geschäftstätigkeiten - ein solides organisches Wachstum erwartet wird. Einschätzung der Risiken und Chancen Trotz der zuvor dargestellten positiven Geschäftsaussichten stehen wir auch vor Risiken, die dem erwarteten Geschäftsverlauf entgegenstehen können. Die Entwicklung und Skalierung neuer Enzyme ist kosten- und zeitintensiv, und strenge regulatorische Anforderungen könnten die Einführung neuer Produkte verzögern. Auch Schwankungen in den Rohstoffmärkten oder bei der Energieversorgung könnten Auswirkungen auf die Produktionskosten haben. Im Allgemeinen sind wir jedoch gut aufgestellt, um sowohl die Chancen zu nutzen als auch den Risiken erfolgreich zu begegnen. Da die AB Enzymes GmbH im internationalen Handel tätig ist, wird ein nicht unwesentlicher Teil ihres Umsatzes in US-Dollar (USD) generiert. Dadurch ist die Gesellschaft einem Währungsrisiko ausgesetzt, welches sich durch Wechselkursschwankungen negativ auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage auswirken kann. Um diesen Risiken zu begegnen wurden folgende Maßnahmen ergriffen (siehe diesbezüglich auch den Anhang), jedoch ohne diese mittels Bewertungseinheiten bilanziell abzubilden:
Die Entwicklung des USD-Wechselkurses wird kontinuierlich beobachtet, und in Absprache mit dem Treasury Department der ABF PLC die Sicherungsstrategie, u.a. die Definition von Risikolimits und Sicherungsumfang, regelmäßig angepasst, um adverse Auswirkungen zu minimieren. Weiterhin ist anzumerken, dass derivative Finanzinstrumente ausschließlich zu Sicherungszwecken, jedoch nicht zur Spekulation eingesetzt, werden. Durch dauernde Marktbeobachtung und an Kundenbedürfnisse permanent angepasste Neuproduktentwicklung sowie Weiterentwicklung bestehender Produkte sind keine Absatzrisiken erkennbar. Dies wird auch an Neuinvestitionen im Bereich der Forschung und Entwicklung im Betrachtungszeitraum ersichtlich. Durch interne Umsetzung des Kreditmanagements werden Forderungsausfallrisiken entgegengewirkt. Ausstehende Forderungen werden gem. Konzernrichtlinie wertberichtigt. Ein strukturierter Innovationsprozess stellt zudem sicher, dass der Ressourceneinsatz in Einklang mit den strategischen Zielen steht. Für sonstige Haftungs- und Produktschadenrisiken, die direkt oder indirekt aus der Geschäftstätigkeit oder ausgehend von Mitarbeitern und Produkten der AB Enzymes GmbH entstehen könnten, wurde in ausreichendem Maße Vorsorge durch den Abschluss von entsprechenden Versicherungen getroffen. Zusammenfassend sehen wir alle kurz- und mittelfristigen Risiken gut abgesichert. Mittel- bis langfristige Risiken im regulatorischen Bereich (Genehmigung, Kennzeichnung und Verbraucherwahrnehmung von genetisch verändertem Organismus (GMO) und Allergierisiken) sind nur auf der Ebene von Industrieverbänden einzudämmen.
Darmstadt, 5. März 2025 AB Enzymes GmbH Martin Klavs Nielsen, CEO Kristof Barklage Genannt Hilgefort, CFO |
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