Beteiligungsgesellschaften
Gerhardi AluTechnik GmbH
Freisenbergstraße 16, 58513 Lüdenscheid, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Johann Erich Wilms seit 14.8.2015 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Beteiligungen
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
Steinweg Verwaltungsgesellschaft mbHAufgelöst | 100.00% |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Gerhardi AluTechnik GmbHLüdenscheidJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023Gerhardi AluTechnik GmbH, LüdenscheidI. Grundlagen des Unternehmens 1. Geschäftsmodell Der Tätigkeitsschwerpunkt der Gerhardi AluTechnik GmbH, Lüdenscheid (im Folgenden auch kurz "Gerhardi" oder "Gesellschaft" genannt), liegt in der Herstellung und dem Handel mit Halbzeugen und Fertigprodukten aus Aluminium. Bei der Gesellschaft handelt es sich um ein Aluminium-Strangpresswerk, das die Bau-, Automobil- und Elektroindustrie beliefert. Die Gerhardi produziert Aluminiumprofile an ihrem einzigen Standort in Lüdenscheid auf zwei Strangpressen. Die Gesellschaft tätigt ihre Umsätze zu rund 70 % im Inland und zu rund 30 % im Ausland. Die Gerhardi selbst hat zum 31. Dezember 2023 keine Tochtergesellschaften im Sinne des § 290 Abs. 1 HGB. bzw. Beteiligungen im Sinne des § 271 Abs. 1 HGB. Wesentliche Veränderungen in den Grundlagen des Unternehmens haben sich gegenüber dem Vorjahr nicht ergeben. 2. Forschung und Entwicklung Wir tätigen keine eigenen Produktentwicklungen, da ausschließlich nach Kundenangaben gefertigt wird. Auf Basis unserer hohen technischen Standards stellen wir unseren Kunden Knowhow in den Bereichen Press- bzw. Werkzeugtechniken und Weiterverarbeitung zur Verfügung, um mit unseren Kunden eine kontinuierliche Qualitätsverbesserung der Produkte und Produktionsabläufe zu erreichen. Wir verzichten auf quantitative Angaben zum Faktoreinsatz und zu den Ergebnissen der Forschungs und Entwicklungstätigkeit, da diese Informationen für den verständigen Adressaten nicht wesentlich sind. Leistungen Dritter für Forschungs und Entwicklungszwecke wurden nur in geringem Umfang in Anspruch genommen. Wesentliche Veränderungen der Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten haben sich gegenüber dem Vorjahr nicht ergeben. 3. Qualitätsmanagement, Umwelt und Personal Qualität ist in unserem Unternehmen ein vorrangiges Ziel und ein dynamischer Prozess. Daher arbeiten wir in allen Geschäfts- und Fertigungsprozessen entsprechend nationaler und internationaler Zertifizierungen und Zulassungen. Dahinter steht ein entsprechendes Qualitätsmanagement, um die Weiterentwicklung der Prozesse gerade in qualitativer Hinsicht zu gewährleisten. Unser hohes Qualitätsniveau während der gesamten Wertschöpfungskette wird durch interne und externe Audits regelmäßig überprüft und bestätigt. Die Gesellschaft unterliegt den Qualitätsstandards DIN EN ISO 9001:2018 und IATF 16949:2016. Wir denken und handeln nachhaltig und zukunftsorientiert. Die Schonung der Ressourcen bzw. ein verantwortungsvoller Umgang mit Energie und Nachhaltigkeit sind bei der Gerhardi ein wesentlicher Teil der Unternehmensphilosophie und ein gelebter Prozess. Unser Energiemanagementsystem ist nach DIN EN ISO 50001:2011 zertifiziert. Ein wesentliches Ziel des Energiemanagementsystems ist die Reduktion des Energieaufwands. Wir verwenden über 25 % recyceltes Aluminium in der Herstellung unserer Aluminiumprofile. Auf Produktebene trägt Aluminium entscheidend zum Klimaschutz bei. In Pkw und Nutzfahrzeugen führt der Einsatz von leichtgewichtigen Aluminiumbauteilen nachhaltig zur Verringerung verkehrsbedingter Klimabelastungen. Daher bieten wir Aluminiumprofile mit reduzierten CO 2 -Emissionen an. Erneuerbare Energiequellen wie Wasser, Sonne und Wind sorgen dafür, dass wir unseren ökologischen Fußabdruck verringern. Unser umweltschonendes Produkt hat eine Klimabilanz von lediglich 2,01 kg Kohlendioxid pro kg Aluminium. Dies entspricht gerade einmal einem Viertel des globalen Durchschnittswertes. Die Gerhardi hat im Geschäftsjahr 2023 im Quartalsmittel 88 Mitarbeiter (Vorjahr: 84) beschäftigt. Enthalten in der Zahl sind 60 Beschäftigte im gewerblich-technischen Bereich sowie 28 technische bzw. kaufmännische Angestellte. Somit ist die Zahl der Beschäftigten um 4 Personen gestiegen. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Entsprechend einer Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes (Destatis) vom 15. Januar 2024 war das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahr 2023 nach ersten Berechnungen um 0,3 % niedriger als im Vorjahr. Kalenderbereinigt betrug der Rückgang der Wirtschaftsleistung 0,1 %. "Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland kam im Jahr 2023 im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken", sagte Ruth Brand bei der Pressekonferenz "Bruttoinlandsprodukt 2023 für Deutschland" in Berlin. "Die trotz der jüngsten Rückgänge nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen dämpften die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort", so Brand weiter. Im Vergleich zu 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie, war das BIP 2023 um 0,7 % höher. Insbesondere die inländischen konjunkturellen Rahmenbedingungen sind für das Berichtsjahr als negativ zu beurteilen. Die für die wirtschaftliche Entwicklung der Gerhardi entscheidenden Branchen Automobilindustrie, Maschinenbau, Elektro- und Bauindustrie haben sich im Berichtszeitraum wie folgt entwickelt: Entsprechend einer Pressemitteilung des VDA (Verband der Automobilindustrie) vom 18. Januar 2024 schwächte sich das Wachstum auf dem deutschen Pkw-Markt zuletzt etwas ab, verblieb aber weiterhin positiv. Im Gesamtjahr 2023 legten die Pkw-Verkäufe um 8 % im Vergleich zum Vorjahr zu. Es wurden 4,1 Mio. Neufahrzeuge registriert. Damit kann der indische Pkw-Markt den dritten Platz der weltweit größten Pkw-Einzelmärkte behaupten, den er im vergangenen Jahr erstmals von Japan übernommen hatte. Im Monat Dezember wurde ein verhaltenes Wachstum in Höhe von gut 3 % auf 242.900 Pkw erreicht. Der Vergleich mit dem Vorkrisenniveau war allerdings weiterhin deutlich negativ. Im Geschäftsjahr 2023 wurden 21 % weniger Neufahrzeuge zugelassen als 2019. Entsprechend einer Pressemitteilung von PwC vom 20. Dezember 2023 erlebte der deutsche Maschinen- und Anlagenbau im Jahr 2023 eine schwierige Entwicklung, die von Unsicherheiten und Herausforderungen geprägt war. Anfangs bestanden noch moderate Wachstumserwartungen, doch die Lage verschlechterte sich im Laufe des Jahres. Ursachen dafür waren vor allem die anhaltend hohe Inflation, steigende Energiekosten und Probleme in den globalen Lieferketten. Vor allem kleine und mittlere Unternehmen litten unter den hohen Finanzierungskosten, da steigende Zinsen Investitionen erschwerten. Auch die internationale Nachfrage, auf die der exportorientierte Sektor stark angewiesen ist, blieb schwach. In wichtigen Märkten wie Asien und Europa gab es zwar Wachstumspotenzial, doch die geopolitischen Unsicherheiten und der Trend zur Lokalisierung der Produktion bremsten das Geschäft. Die deutsche Elektro- und Digitalindustrie zeigte im Jahr 2023 eine insgesamt robuste Entwicklung. Die preisbereinigte Produktion wuchs um 1,4 %, obwohl das makroökonomische Umfeld von Inflation, hohen Energiepreisen und sinkenden Auftragseingängen geprägt war. Nominal erreichte die Branche mit einem Umsatz von 242 Milliarden Euro ein neues Rekordniveau. Trotz dieser positiven Zahlen ab dem Jahresbeginn und einem Beschäftigungsrekord von über 900.000 Mitarbeitern bis Ende 2023, begannen die Auftragseingänge ab dem zweiten Quartal zu sinken, was auf die schwierige Wirtschaftslage zurückzuführen war. Während Sektoren wie Batterien und elektronische Bauelemente deutliche Zuwächse verzeichneten, kämpften andere Bereiche wie Gebrauchsgüter mit Rückgängen. Die Branche profitierte dennoch von Megatrends wie Digitalisierung und Elektrifizierung, wobei der Fachkräftemangel zunehmend als Produktionshemmnis gilt. Dies wird in den kommenden Jahren eine Herausforderung darstellen. Die deutsche Bauwirtschaft erlebte 2023 ein schwieriges Jahr, geprägt von hohen Baukosten und steigenden Zinsen, die insbesondere den Wohnungsbau stark beeinträchtigten. Die Auftragseingänge im Hochbau sanken real um 11,4 %, während der Wohnungsbau sogar einen Rückgang von 19,8 % verzeichnete, der niedrigste Stand seit 2018. Der Neubau von Ein- und Mehrfamilienhäusern ging deutlich zurück, wodurch viele geplante Bauprojekte abgesagt wurden. Insgesamt sank der Jahresumsatz im Bauhauptgewerbe real um 3,3 %. Im Gegensatz dazu verzeichnete der Tiefbau, unterstützt durch Großprojekte wie Bahnstreckenausbau und Energiekabeltrassen, einen leichten Zuwachs. Sanierungs- und Renovierungsprojekte gewannen an Bedeutung, da der Neubau zurückging und Kapazitäten freigesetzt wurden. Trotzdem bleibt die Baukonjunktur angespannt und eine Erholung wird erst ab 2025 erwartet. Die Ausführungen verdeutlichen, dass sich sehr uneinheitliche branchenspezifische Rahmenbedingungen ergaben. Insgesamt sind die branchenspezifischen Rahmenbedingungen für die Gerhardi jedoch noch als ausreichend positiv zu beurteilen. 2. Geschäftsverlauf Insgesamt ergab sich für die Gerhardi erneut ein positiver Geschäftsverlauf. Dennoch war das Berichtsjahr von zahlreichen Ereignissen geprägt, die der Aluminiumbranche nochmals erhebliche Herausforderungen brachten, insbesondere durch die anhaltende Energiekrise. Wir bereits in der Berichterstattung zu den branchenspezifischen Rahmenbedingungen erläutert, entwickelten sich die für die Gerhardi relevanten Wirtschaftsbereiche unterschiedlich. Während sich die Auftragslage in der Automobilindustrie bis Anfang November wie erwartet positiv entwickelte, brachen die Verkaufszahlen für E-Mobilität ab November um 72 % ein. Dies lag vor allem an den politischen Rahmenbedingungen und den Arbeitskämpfen in den USA. Im Bauwesen blieb die Auftragslage schwach, ähnlich wie im Vorjahr 2022, was vor allem auf die stark gestiegenen Zinsen und die hohen Materialkosten zurückzuführen war. Die Baukonjunktur verlor deutlich an Schwung. Trotz der beschriebenen zum Teil schwierigen branchenspezifischen Rahmenbedingungen konnte die Gerhardi die Wertschöpfung steigern und gestiegene Energiekosten an die Kunden weitergeben. Geplante Ergebnisse wurden erreicht und trotz starker Preisschwankungen im Aluminiumsektor führten geschickte Preisvereinbarungen zu keiner Beeinträchtigung der wirtschaftlichen Lage. Aufgrund der Vereinbarungen von Kundenkontrakten mit festgelegten Preisen und der gleichzeitigen Absicherung auf der Beschaffungsseite hatte die unverändert stark inflationäre Entwicklung keine wesentlichen negative Auswirkungen auf die wirtschaftliche Lage von Gerhardi. Das Unternehmen schloss das Jahr mit einem Jahresüberschuss von TEUR 2.828 (Vorjahr: TEUR 2.076) ab. Wesentlich für diesen Erfolg war die konsequente Umsetzung von Effizienzmaßnahmen und die Fokussierung auf höherwertige Produkte, was zu guten Deckungsbeiträgen führte. Jedes Quartal konnte dabei mit positiven Ergebnissen abgeschlossen werden. Im Hinblick auf die organisatorische Struktur, Standorte, Produktgruppen, Geschäftsprozesse, Absatzmärkte und die für das Geschäft relevanten externen Einflussfaktoren haben sich keine wesentlichen Änderungen gegenüber dem Vorjahr ergeben. Auch wurden im Berichtsjahr keine wesentlichen neuen Verträge geschlossen. In den Bereichen Gesundheits-, Arbeits- und Unfallschutz bzw. Berufsunfälle haben sich im Geschäftsjahr 2023 ebenfalls keine besonderen Vorkommnisse ergeben. 3. Lage a) Ertragslage Insgesamt ergibt sich für das Berichtsjahr erneut eine positive Ertragslage. Die von der Gesellschaft realisierten Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 31.146 sind im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 6.331 gesunken (Vorjahr: TEUR 37.477). Unter Berücksichtigung einer Bestandserhöhung in Höhe von TEUR 108 (Vorjahr: Bestandserhöhung in Höhe von TEUR 32) ergibt sich eine gegenüber dem Vorjahr um TEUR 6.255 auf TEUR 31.254 gesunkene Gesamtleistung (Vorjahr: TEUR 37.509). Bei einer im Geschäftsjahr 2023 durchschnittlichen Anzahl an Mitarbeitern von 88 (Vorjahr: 84) ergibt sich eine im Vergleich zum Vorjahr gesunkene Gesamtleistung pro Mitarbeiter. Nach Berücksichtigung eines überproportional gesunkenen Materialaufwands in Höhe von TEUR 19.936 (Vorjahr: TEUR 25.752) und der um TEUR 639 auf TEUR 860 gestiegenen sonstigen betrieblichen Erträge (Vorjahr: TEUR 221) realisiert die Gesellschaft ein im Vergleich zum Vorjahr deutlich gestiegenes Rohergebnis in Höhe von TEUR 12.178 (Vorjahr: TEUR 11.977). Der Anstieg der sonstigen betrieblichen Erträge ist im Wesentlichen auf die positiven außergewöhnlichen Erfolgsbeiträge aus der Energiepreisbremse in Höhe von TEUR 727 zurückzuführen. Der Personalaufwand hat sich aufgrund eines leicht gestiegenen Lohn- bzw. Gehaltsniveaus und einer leicht gestiegenen Mitarbeiterzahl um TEUR 364 auf TEUR 5.085 (Vorjahr: TEUR 4.721) erhöht. Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen in Höhe von TEUR 339 (Vorjahr: TEUR 202) haben sich aufgrund von Investitionen und einer damit einhergehenden gestiegenen Bemessungsgrundlage erhöht. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 1.284 auf TEUR 3.415 (Vorjahr: TEUR 4.699) reduziert. Dieser Rückgang ist im Wesentlichen auf den umsatzbedingten Rückgang von Vertriebskosten und deutlich reduzierten Mietaufwendungen zurückzuführen. Im Rahmen der deutlich rückläufigen Mietaufwendungen ist zu berücksichtigen, dass die Gesellschaft zu Beginn des Berichtsjahres einen wesentlichen Teil der bis einschließlich des Geschäftsjahres 2022 angemieteten technischen Anlagen und Maschinen erworben hat. Abschließend ergibt sich ein positives Betriebsergebnis in Höhe von TEUR 3.338 (Vorjahr: TEUR 2.355). Das negative Finanzergebnis in Höhe von TEUR -177 (Vorjahr: TEUR -102) hat sich aufgrund eines gestiegenen Zinsniveaus und damit einhergehender gestiegener Zinsaufwendungen gegenüber dem Vorjahr verschlechtert. Nach Abzug der Steuern vom Einkommen und vom Ertrag in Höhe von TEUR 332 (Vorjahr: TEUR 175) und der sonstigen Steuern in Höhe von TEUR 2 (Vorjahr: TEUR 1) ergibt sich für das Geschäftsjahr 2023 ein deutlich gestiegener Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 2.828 (Vorjahr: TEUR 2.076). Wesentliche Inflations- und Wechselkurseinflüsse auf die Entwicklung bedeutender Posten der Gewinn- und Verlustrechnung haben sich im Berichtsjahr nicht ergeben. b) Finanzlage Die Finanzlage hat sich im Vergleich zum Vorjahr nochmals deutlich verbessert, ist jedoch aufgrund der unverändert hohen Überschuldung weiterhin als negativ zu beurteilen. Die Investitionen in das Anlagevermögen beliefen sich im Berichtsjahr auf TEUR 1.708. Diese betrafen mit TEUR 750 im Wesentlichen Investitionen in die noch im Bau befindlichen Photovoltaikanlagen und mit TEUR 612 Investitionen in technische Anlagen. Die Investitionen in technische Anlagen und Maschinen betrafen die bereits in der Berichterstattung zur Ertragslage erläuterten Erwerbe der bis einschließlich dem Geschäftsjahr 2022 angemieteten betriebsnotwendigen Maschinen. Am Abschlussstichtag bestanden keine wesentlichen Investitionsverpflichtungen. Die ausreichende Liquidität der Gesellschaft und die Fähigkeit zur Erfüllung sämtlicher Zahlungsverpflichtungen waren während des gesamten Geschäftsjahres 2023 sichergestellt. Allerdings waren wir auf externe Liquiditätsversorgung angewiesen. Die Gerhardi hat mit der Gesellschafterin WG Anlagenbau-Beteiligungs GmbH, Menden (nachfolgend "WG Anlagenbau" genannt), ein Kontokorrentverhältnis zum Zwecke der Verbuchung ihrer Geschäftsbeziehungen geschlossen. Der Saldo dieses Kontokorrentkontos kann sowohl Schuld- als auch Forderungscharakter annehmen. Auf diesem Kontokorrentkonto werden insbesondere die von der WG Anlagenbau an uns vergebenen Kredite erfasst. Zum Bilanzstichtag bestanden Darlehensverbindlichkeiten gegenüber der WG Anlagenbau in Höhe von TEUR 3.105 (Vorjahr: TEUR 5.235). Zwar konnten wir aufgrund der positiven Ertragslage erneut einen wesentlichen Teil der Darlehensverbindlichkeiten im Berichtsjahr tilgen, jedoch sind wir auch weiterhin zwingend auf die bestehenden Darlehen der Gesellschafterin angewiesen. In Bezug auf die im Zusammenhang mit den Darlehensverbindlichkeiten bestehenden Rangrücktritte verweisen wir auf unsere Berichterstattung im Anhang unter IV. Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit. Im Berichtsjahr hat die Gesellschaft zur Finanzierung der erläuterten im Bau befindlichen Photovoltaikanlagen erstmals wieder ein Bankdarlehen in Höhe von TEUR 750 aufgenommen. Wesentliche Veränderungen außerbilanzieller Verpflichtungen haben sich im Vergleich zum Vorjahr nicht ergeben. Die nachstehende Kapitalflussrechnung zeigt Herkunft und Verwendung der Geldströme:
Der in der Kapitalflussrechnung betrachtete Finanzmittelbestand zum Bilanzstichtag entspricht dem Bilanzposten "Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks". Eingetretene Liquiditätsengpässe lagen aufgrund der finanziellen Unterstützung durch die WG Anlagenbau nicht vor. In Bezug auf die Kapitalstruktur verweisen wir auf unsere Berichterstattung zur Vermögenslage. c) Vermögenslage Die Bilanzsumme der Gerhardi hat sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 1.834 auf TEUR 7.522 verringert. Die Summe des Anlagevermögens hat sich aufgrund der in der Berichterstattung zur Finanzlage erläuterten Investitionen um TEUR 1.369 auf TEUR 1.926 (Vorjahr: TEUR 557) deutlich erhöht. Im Bereich des kurz- und mittelfristig gebundenen Vermögens haben wir einen Rückgang um TEUR 453 auf TEUR 3.928 zu verzeichnen. Ausschlaggebend ist dabei im Wesentlichen ein umsatzbedingter Rückgang im Bereich der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um TEUR 339. Die Gerhardi weist unter Berücksichtigung des gezeichneten Kapitals in Höhe von TEUR 25, eines Verlustvortrags in Höhe von TEUR 4.492 und eines Jahresüberschusses in Höhe von TEUR 2.828 einen nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag in Höhe von TEUR 1.640 auf. In Bezug auf die ergriffenen Maßnahmen zur Beseitigung der bilanziellen Überschuldung verweisen wir auf unsere Berichterstattung im Anhang unter IV. Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit. Die Gesellschaft weist ein Fremdkapital in Höhe von insgesamt TEUR 7.522 (Vorjahr: TEUR 9.436) aus. Davon entfallen TEUR 540 (Vorjahr: TEUR 91) auf langfristiges Fremdkapital und TEUR 6.029 (Vorjahr: TEUR 9.345) auf kurzfristiges Fremdkapital. Die Vermögens- bzw. Kapitalstruktur ist aufgrund der unverändert hohen Überschuldung weiterhin als negativ zu beurteilen. 4. Finanzielle Leistungsindikatoren Zur wertorientierten Unternehmenssteuerung bedient sich die Gerhardi bedeutender Bilanz-, Liquiditäts- und GuV-Kennzahlen. Wie bereits im Vorjahr ziehen wir für Zwecke der erfolgsorientierten Steuerung das EBITDA und das EBIT als finanzielle Leistungsindikatoren heran. Das EBITDA, als erste wesentliche Steuerungsgröße, resultiert aus dem um das Finanzergebnis, die Ertragsteuern, die Abschreibungen und die außergewöhnlichen Ergebniseffekte bereinigten Jahresergebnis. In Bezug auf die genannten steuerungsrelevanten finanziellen Leistungsindikatoren haben wir zu Beginn des Geschäftsjahres separate Prognosewerte aufgestellt. Das EBITDA für das Berichtsjahr ergibt sich wie folgt:
Das positive EBITDA in Höhe von TEUR 2.949 (Vorjahr: TEUR 2.955) liegt leicht unter dem Niveau des Vorjahres. Das EBIT dient als zweite wesentliche finanzielle Steuerungsgröße des Unternehmens. Es resultiert aus dem um Abschreibungen geminderten EBITDA.
Im Geschäftsjahr 2023 betrug das positive EBIT TEUR 2.610 und liegt damit um TEUR 143 ebenfalls leicht unter dem Niveau des Vorjahres (TEUR 2.753). Entsprechend der Prognose des Vorjahres haben sich die für uns steuerungsrelevanten finanziellen Leistungsindikatoren EBITDA und EBIT leicht gegenüber dem Vorjahr reduziert, sind jedoch weiterhin deutlich positiv ausgeprägt. Ausschlaggebend für den leichten Rückgang ist die in der Berichterstattung zum Geschäftsverlauf erläuterte rückläufige Gesamtleistung. In Bezug auf die Prognose für die von uns zugrunde gelegten finanziellen Leistungsindikatoren für das laufende Geschäftsjahr 2024 verweisen wir auf unsere Ausführungen im anschließenden Prognosebericht. 5. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Mangels Steuerungsrelevanz und Bedeutung für das Verständnis des Geschäftsverlaufs und der Lage der Gerhardi zieht die Gesellschaft keine nichtfinanziellen Leistungsindikatoren heran. 6. Gesamtaussage der Geschäftsführung zum Geschäftsverlauf und zur Lage der Gesellschaft Insgesamt ergibt sich für das Berichtsjahr ein positiver Geschäftsverlauf. Ursächlich hierfür war die erneut sehr gute Auftragslage und ein effizientes Kostenmanagement, was zu sehr guten Deckungsbeiträgen führte. III. Prognosebericht 1. Voraussichtliche Entwicklung im Prognosezeitraum Als Prognosezeitraum haben wir entsprechend DRS 20 einen Zeitraum von einem Jahr, gerechnet vom letzten Bilanzstichtag, zugrunde gelegt. Der Prognosezeitraum umfasst daher den Zeitraum vom 01. Januar 2024 bis zum 31. Dezember 2024. Für Zwecke der Prognose der von uns herangezogenen steuerungsrelevanten finanziellen Leistungsindikatoren EBITDA und EBIT bedienen wir uns der qualifiziert-komparativen Prognose. Absehbare Sondereinflüsse auf die wirtschaftliche Lage der Gerhardi nach dem Prognosezeitraum werden im Folgenden beschrieben. Die deutsche Industrie steht in diesem Jahr vor besonders großen Herausforderungen, da die gesamtwirtschaftliche Lage schwach ist. Besonders im Fokus steht die Transformation hin zu klimaneutralen Produktionsprozessen, die erhebliche Innovationskraft und hohe Investitionen erfordert. Den Großteil dieser Anstrengungen werden - wie bereits in der Vergangenheit - die Unternehmen selbst tragen müssen. Für die deutsche Aluminiumindustrie sind die Rahmenbedingungen aufgrund der schwierigen wirtschaftlichen Situation und der politischen Unsicherheiten äußerst besorgniserregend. Die vergangenen Krisen haben die Branche stark belastet und selbst finanziell gut aufgestellte Unternehmen sehen ihre Existenz bedroht. Unterschiedliche Strategien wie Entlassungen, Fusionen oder die Suche nach Investoren werden bereits umgesetzt oder diskutiert. Die weiteren Entwicklungen hängen maßgeblich von den politischen Entscheidungen ab. Angesichts des drastischen Rückgangs von Aufträgen, insbesondere im Bauwesen und der Automobilindustrie, sowie den gestiegenen Energiekosten erwarten wir für den Prognosezeitraum einen deutlichen Rückgang der Umsatzerlöse und des Jahresergebnisses. Dennoch erwarten wir ein insgesamt weiterhin positiven Jahresüberschuss. Für die zur Unternehmenssteuerung herangezogenen finanziellen Leistungsindikatoren EBIT und EBITDA erwarten wir ein gegenüber den Istwerten der Berichtsperiode deutlichen Rückgang aber dennoch positives Niveau. Für die nichtfinanziellen Leistungsindikatoren verzichten wir mangels Steuerungsrelevanz und Bedeutung für das Verständnis des Geschäftsverlaufs und der Lage der Gerhardi auf die Angabe von Prognosewerten. 2. Gesamtaussage der Geschäftsführung zu der Prognose von dem zu erwartenden Geschäftsverlauf und der Lage Für den für uns zugrunde gelegten Prognosezeitraum erwarten wir ein gegenüber dem Geschäftsjahr 2023 negativen Geschäftsverlauf. Dieser wird sich voraussichtlich in einer deutlichen rückläufigen Ergebnislage und in einer deutlichen Reduktion der steuerungsrelevanten finanziellen Leistungsindikatoren niederschlagen. IV. Chancen- und Risikobericht 1. Risikobericht Branchenspezifische und ertragsorientierte Risiken Ein wesentliches Risiko ergibt sich aus dem Russland-Ukraine-Krieg. Am 24. Februar 2022 begann Russland einen großangelegten Überfall auf die Ukraine. Die weiteren ökonomischen Folgen aus dem Russland-Ukraine-Krieg in Bezug auf die Versorgungsicherheit, Lieferketten und Energiepreise stellen ein derzeit schwer abschätzbares Risiko aus Sicht der Gesellschaft dar. Aus dem Krieg haben sich bereits deutlich gestiegene Energie- bzw. Rohstoffpreise und Störungen der Lieferketten ergeben. Diese negativen Konsequenzen versuchen wir durch alternative Lieferwege, Substitution von Gütern und weitere Energieeinsparungen so gering wie möglich zu halten. Darüber hinaus hat am 7. Oktober 2023 die islamistische Terrororganisation Hamas bei einem großangelegten Angriff etwa 1.400 Menschen im Süden Israels getötet und über 200 Personen als Geiseln nach Gaza verschleppt. Das israelische Sicherheitskabinett hat daraufhin den Kriegszustand ausgerufen. Derzeit ergeben sich für die Gesellschaft weder mittelbare noch unmittelbare wirtschaftliche Konsequenzen aus dem genannten Nahostkonflikt. Die Entwicklung und die daraus resultierenden Risiken bleiben insofern abzuwarten. Ein wesentliches Risiko ergibt sich aus der gegenwärtigen Energiekrise. Insbesondere der Wirtschaftsstandort Deutschland leidet unter der massiven Energiekrise, ausgelöst durch den Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine und dem anschließenden Wegfall der Gaslieferungen aus Russland. Der Wegfall von Russland als Gaslieferant hat zu signifikant gestiegenen Gas- und sonstigen Energiepreisen geführt. Darüber hinaus ergeben sich erhebliche Unsicherheiten im Hinblick auf die Versorgungssicherheit mit Gas. Insbesondere die deutschen Produktionsbetriebe leiden derzeit unter der inflationären Entwicklung im Bereich der Energie. Es ist zwar eine Erholung der Energiepreise spürbar, jedoch fehlen weiterhin die politischen Regelungen zur Energiepreisbremse für Industrieunternehmen. Weitere Risiken ergeben sich aus den sonstigen gegenwärtigen geopolitischen Unwägbarkeiten und den Rezessionssorgen. Hierzu gehören unter anderem der Konflikt zwischen den USA und China, die drohende Eskalation zwischen China und Taiwan und die sich daraus ergebenden Konsequenzen für die EU bzw. deren Positionierung. Darüber hinaus bleibt abzuwarten, welche mittel- bis langfristigen ökonomischen Konsequenzen aus der aggressiven Geldpolitik der US-amerikanischen und europäischen Notenbanken resultieren. Die jüngsten negativen Arbeitsmarktdaten aus den USA zeigen bereits erste Auswirkungen auf die Realwirtschaft. Beschaffungsrisiken Sowohl auf der Beschaffungsseite als auch auf der Vertriebsseite stellt das Preisänderungsrisiko des Rohstoffs Aluminium ein wirtschaftliches Risiko dar. Zur Minimierung dieses Risikos werden bei Abschluss der Kundenkontrakte, die in der Regel feste Materialpreisbindungen enthalten, als Gegendeckung entsprechende Aluminiumbeschaffungsgeschäfte mit fixierten Rohstoffpreisen abgeschlossen. Daher sehen wir insbesondere in Bezug auf die Versorgung mit dem für uns wichtigen Rohstoff Aluminium derzeit ein für uns geringes Preisrisiko im Prognosezeitraum. Weitere Beschaffungsrisiken ergeben sich daraus, dass die EU-Kommission bis dato Aluminium nicht als strategisches Material identifiziert hat. Ausschlaggebend für die Risikobewertung darf nicht nur die physische Knappheit eines Materials, sondern auch die regionale Konzentration seiner Verarbeitung sein. Grundsätzlich besteht auch auf Seiten der Zulieferer die Gefahr von Insolvenzen und von Engpässen im Bereich der Versorgung mit Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen. Die Gerhardi überwacht daher im Rahmen ihres Lieferantenmanagements regelmäßig die Bonität ihrer Lieferanten und bedient sich zur Diversifikation des Risikos mehrerer Zulieferer. Qualitätsrisiken Wesentliche Risiken können sich aus verdeckten Qualitäts- und Materialfehlern ergeben, die aufgrund der hohen Lieferstückzahlen, insbesondere in der Automobilindustrie, zu erheblichen Kostenbelastungen führen können. Wir sind nach IATF 16949 Konformität zertifiziert. Mit dieser Zertifizierung weisen wir nach, dass wir über einen Prozess der kontinuierlichen Verbesserung verfügen. Die zentralen Anforderungen müssen erfüllt sein und über die Mechanismen verfügen. Die Gerhardi verfügt über einen angemessenen Versicherungsschutz. Insgesamt schätzen wir daher die Eintrittswahrscheinlichkeit von massiven Qualitätsrisiken für den verbleibenden Prognosezeitraum als gering ein. Dem Garantierisiko wird darüber hinaus durch eine ausreichend bemessene Garantierückstellung Rechnung getragen. Bestandsgefährdende Risiken Es bestehen wesentliche Unsicherheiten im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit. Wir verweisen in diesem Zusammenhang auf unsere Berichterstattung im Anhang unter IV. Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit. Sonstige Risiken Neben den vorgenannten Risiken kann die Gerhardi weiteren Risiken ausgesetzt sein, die bisher nicht erkannt oder als unwesentlich eingeschätzt wurden. Auch solche Sachverhalte können sich künftig als Risiken konkretisieren und sich nachteilig auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage auswirken. Gesamtbild der Risikolage Trotz des positiven Geschäftsverlaufs im Berichtsjahr stellt sich aufgrund der weiterhin bestehenden erheblichen bilanziellen Überschuldung und der Abhängigkeit von der Liquiditätsversorgung durch die Gesellschafterin die Risikosituation der Gerhardi als negativ dar. Darüber hinaus hat sich die Risikolage für den Prognosezeitraum aufgrund der erläuterten branchenspezifischen Schwierigkeiten ebenfalls verschärft. Die dargestellten Risiken werden von uns nicht quantifiziert, da dies auch nicht zur internen Steuerung erfolgt und vor dem Hintergrund der schwer abschätzbaren Eintrittswahrscheinlichkeiten der genannten Risiken die quantitativen Angaben für den verständigen Adressaten nicht wesentlich wären. Die Einschätzung der genannten Risiken wurde zum Bilanzstichtag vorgenommen. Für die Beurteilung der Risiken wurde der bereits im Prognosebericht festgelegte Prognosezeitraum zugrunde gelegt. 2. Chancenbericht Branchenspezifische Chancen Als effizienter Hersteller unterzieht die Gerhardi ihre Produktions- und Logistikprozesse einer kontinuierlichen Analyse und findet stets Ansätze für zusätzliche Optimierungen. Die Diversifikation auf unterschiedliche Branchen und die Fokussierung auf anspruchsvolle Aufgabenstellungen und Produkte mit höherer Wertschöpfung hat sich als nachhaltig erwiesen. Die Konzentration auf Produkte mit höherer Wertschöpfung werden wir durch weitere Investitionen in eigene Fertigungskapazitäten gezielt steigern. Auch zukünftig werden wir uns dabei breit aufstellen und nicht nur auf bestimmte Märkte und Branchen konzentrieren. Der mittelständische Kunde genießt dabei besondere Priorität. Weitere Chancen ergeben sich durch unsere gefestigte Marktposition als Anbieter von komplexen und sehr präzisen Aluminiumprofilen. Darüber hinaus profitieren wir im Prognosezeitraum von den stabilen Preisen und den optimierten Produktionsabläufen. Durch den Einstieg des Investors im Jahr 2015 können aufgrund der durch die Gesellschafterin zur Verfügung gestellten liquiden Mittel Altlasten beseitigt und Strukturprobleme eliminiert werden. Neben der finanziellen Unterstützung durch die WG Anlagenbau bzw. deren Gesellschafter ergibt sich insbesondere die Möglichkeit von Geschäftsaktivitäten mit weiteren Gruppenunternehmen. Die Einbindung trägt darüber hinaus zu einer verbesserten Außendarstellung bei und ist maßgeblich für die Gewährleistung von vertrauensvollen Geschäftsbeziehungen nach den vergangenen schwierigen Geschäftsjahren. Gesamtbild der Chancenlage Aufgrund der positiven Geschäftsentwicklung konnte die bilanzielle Verschuldung im Berichtsjahr erneut reduziert werden. Allerdings hat sich die Chancenlage aufgrund den voraussichtlich schwierigen branchenspezifischen Rahmenbedingungen im Prognosezeitraum leicht verschlechtert. Die dargestellten Chancen werden von uns nicht quantifiziert, da dies auch nicht zur internen Steuerung erfolgt. Die Einschätzung der genannten Chancen wurde zum Bilanzstichtag vorgenommen. Für die Beurteilung der Chancen wurde der im Prognosebericht festgelegte Prognosezeitraum zugrunde gelegt. Nach Schluss des Berichtszeitraums haben sich die Chancen in ihrer Bedeutung nicht geändert. Neue Chancen nach Schluss des Berichtszeitraums sind ebenfalls nicht aufgetreten. V. Risikomanagementsystem Bei Gerhardi ist das standardisierte Risikomanagementsystem zur Früherkennung wesentlicher und bestandsgefährdender Risiken ein integraler Bestandteil der Planungs-, Steuerungs- und Berichterstattungssysteme der Gesellschaft. Es umfasst neben der systematischen Identifikation die Bewertung, Steuerung, Dokumentation, Kommunikation und Überwachung von Risiken. Grundsätze, Prozesse und Verantwortlichkeiten im Risikomanagement sind in unserem Managementhandbuch geregelt. Unsere Gesellschaft verfügt über einen solventen Kundenstamm. Forderungsausfälle sind die Ausnahme. Zudem besteht eine langjährige Zusammenarbeit mit einem Großteil der Kunden. Ziel des Finanz- und Risikomanagements unserer Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein adäquates Debitorenmanagement. Der mit der Deutschen Factoring Bank GmbH & Co. KG, Bremen, geschlossene Vertrag dient der Minimierung des Ausfallrisikos der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und der Verbesserung der kurzfristigen Liquidität. Weiterhin besteht eine Warenkreditversicherung zur Minimierung des Ausfallrisikos der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Darüber hinaus informieren wir uns vor Eingehung einer neuen Geschäftsbeziehung stets über die Bonität unserer Kunden.
Lüdenscheid, den 18. Oktober 2024 Gerhardi AluTechnik GmbH gez. Johann Erich Wilms, Geschäftsführer BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2023GERHARDI ALUTECHNIK GMBH, LÜDENSCHEIDAKTIVA
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023
ANHANG für das Geschäftsjahr 2023Gerhardi AluTechnik GmbH, LüdenscheidI. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Die Erstellung des Jahresabschlusses der Gerhardi AluTechnik GmbH, Lüdenscheid (im Folgenden auch kurz "Gerhardi" oder "Gesellschaft" genannt), erfolgt nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) sowie den Vorschriften des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG). Ergänzende Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags waren nicht zu beachten. Die Gesellschaft erfüllt zum Abschlussstichtag die Voraussetzungen einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 Abs. 2 HGB. Von den Aufstellungserleichterungen gemäß §§ 276 und 288 Abs. 2 HGB für mittelgroße Kapitalgesellschaften wurde zulässigerweise durch den Verzicht auf bestimmte Angaben im Anhang Gebrauch gemacht. Die Gesellschaft ist in das Handelsregister des Amtsgerichtes Iserlohn unter der Nummer HRB 8350 eingetragen. Sitz des Unternehmens ist Lüdenscheid. Alleinige Gesellschafterin der Gerhardi ist die WG Anlagenbau-Beteiligungs GmbH mit Sitz in Menden (nachfolgend "WG Anlagenbau" genannt). Als verbundene Unternehmen werden solche im Sinne des § 271 Abs. 2 HGB ausgewiesen. Die Gesellschaft selbst hat keine Tochtergesellschaften im Sinne des § 290 Abs. 1 HGB. Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der WG Anlagenbau einbezogen. Der Konzernabschluss wird im Unternehmensregister offengelegt. Die Bilanzierung erfolgt unter der Annahme der Unternehmensfortführung (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB). Zur Begründung der Annahme der Unternehmensfortführung verweisen wir auf unsere Ausführungen im Abschnitt dieses Anhangs "IV. Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit". II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Im Berichtsjahr ergibt sich eine wesentliche Änderung im Hinblick auf die Bildung der pauschalen Wertberichtigung auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Bis einschließlich dem Geschäftsjahr 2022 erfolgte die Bildung der pauschalen Wertberichtigung in Höhe von 2 % des risikobehafteten Forderungsbestandes. Da sich der Forderungsausfall in den vergangenen Jahren reduziert hat, erfolgt im Berichtsjahr die Bildung der pauschalen Wertberichtigung erstmals in Höhe von 0,5 % des risikobehafteten Forderungsbestandes. Der daraus resultierende positive Ergebniseffekt beläuft sich im Berichtsjahr auf TEUR 15. Darüber hinaus ergeben sich gegenüber dem Vorjahr keine weiteren wesentlichen Änderungen in den auf die Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden. Darüber hinaus ergeben sich keine Abweichungen von der Darstellungsstetigkeit in Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung. Soweit Geschäftsvorfälle in fremder Währung nicht kursgesichert sind, erfolgt gemäß § 256a HGB am Bilanzstichtag eine Umrechnung zum Devisenkassamittelkurs. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten angesetzt und planmäßig linear über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer (3 - 5 Jahre) abgeschrieben. Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände liegen zum Bilanzstichtag nicht vor. Bei einer voraussichtlich dauerhaften Wertminderung erfolgt die Bilanzierung gemäß § 253 Abs. 3 Satz 5 HGB mit den niedrigeren beizulegenden Zeitwerten. Soweit die Gründe für eine außerplanmäßige Abschreibung entfallen sind, werden Zuschreibungen entsprechend § 253 Abs. 5 Satz 1 HGB vorgenommen. Die Bilanzierung der Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungskosten, im Falle abnutzbarer Sachanlagen vermindert um planmäßige, nutzungsbedingte Abschreibungen. Dabei kommt ausschließlich die lineare Abschreibungsmethode zur Anwendung. Folgende Nutzungsdauern sind den Abschreibungen der einzelnen Sachgruppen zugrunde gelegt worden:
Bei einer voraussichtlich dauerhaften Wertminderung der Sachanlagen erfolgt die Bilanzierung gemäß § 253 Abs. 3 Satz 5 HGB mit den niedrigeren beizulegenden Zeitwerten. Soweit die Gründe für eine außerplanmäßige Abschreibung entfallen sind, werden Zuschreibungen entsprechend § 253 Abs. 5 Satz 1 HGB vorgenommen. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit einem Wert bis EUR 800,00 netto werden im Jahr ihrer Anschaffung in voller Höhe abgeschrieben. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden mit den Anschaffungskosten bewertet. Soweit die Börsen- und Marktpreise am Abschlussstichtag niedriger sind, werden diese angesetzt. Soweit die Gründe für eine außerplanmäßige Abschreibung entfallen sind, werden Zuschreibungen vorgenommen. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse werden mit den Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten beinhalten die handelsrechtlichen Pflichtbestandteile im Sinne von § 255 Abs. 2 Satz 2 HGB und angemessene Teile der Kosten der allgemeinen Verwaltung im Sinne von § 255 Abs. 2 Satz 3 HGB. Auf die Einbeziehung weiterer Kosten im Sinne von § 255 Abs. 2 Satz 3 HGB sowie Zinsen für Fremdkapital gemäß § 255 Abs. 3 Satz 2 HGB wird zulässigerweise verzichtet. Soweit die Bewertung der unfertigen und fertigen Erzeugnisse nach dem Niederstwertprinzip gemäß § 253 Abs. 4 Satz 1 HGB einen Ansatz unter den Herstellungskosten erfordert, wird eine entsprechende Abwertung vorgenommen. Soweit die Gründe für eine in Vorjahren vorgenommene Wertberichtigung entfallen sind, werden gemäß § 253 Abs. 5 Satz 1 HGB Zuschreibungen vorgenommen. Die Handelsware wird mit den Anschaffungskosten bewertet. Im Rahmen der Folgebewertung der Handelsware wird die sogenannte doppelte Maßgeblichkeit beachtet, d.h. es wird jeweils der niedrigere Wert aus der Beurteilung nach dem Beschaffungs- bzw. Absatzmarkt herangezogen. Das in den Vorräten enthaltene Aluminium wird nach dem Verbrauchsfolgeverfahren "Last In First Out" (LIFO) bewertet. Der Unterschiedsbetrag im Sinne von § 284 Abs. 2 Nr. 3 HGB beträgt zum 31. Dezember 2023 TEUR 295. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bilanziert. Erkennbare Einzelrisiken werden durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird zusätzlich durch eine ausreichend bemessene Pauschalwertberichtigung in Höhe von 0,5 % des risikobehafteten Forderungsbestandes Rechnung getragen. Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten werden zu Nennwerten angesetzt. Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrags, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen abzudecken. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden nach § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB abgezinst. Die Bewertung der pauschalen Garantierückstellung erfolgt auf Basis der für das Geschäftsjahr ermittelten Rücklieferungsquote multipliziert mit der Summe der Umsätze der letzten drei Monate eines Geschäftsjahres. Die Rücklieferungsquote ergibt sich aus dem Gesamtaufwand eines Geschäftsjahres für Reklamationen im Verhältnis zu den Gesamtnettoumsätzen. Darüber hinaus werden bei erkennbaren Einzelfallrisiken Rückstellungen in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages gebildet. Für weitere Risiken oder Verpflichtungen im Personalbereich, wie beispielsweise für Urlaubsansprüche, werden Rückstellungen nach handelsrechtlichen Grundsätzen gebildet. Verbindlichkeiten werden mit den Erfüllungsbeträgen passiviert. III. Angaben zu den Posten der Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung der in der Bilanz erfassten Anlagengegenstände ist aus dem Anlagenspiegel zu ersehen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die ausgewiesenen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr alle eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen ausschließlich sonstige Vermögensgegenstände. Diese Forderungen bestehen ausschließlich gegen die Gesellschafterin WG Anlagenbau. Eigenkapital Der Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2022 in Höhe von TEUR 2.076 wurde mit Gesellschafterbeschluss vom 15. September 2023 auf neue Rechnung vorgetragen. Unter Berücksichtigung des gezeichneten Kapitals in Höhe von TEUR 25, eines Verlustvortrags in Höhe von TEUR 4.492 und eines im Berichtsjahr erzielten Jahresüberschusses in Höhe von TEUR 2.828 ergibt sich zum Bilanzstichtag ein "Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag" in Höhe von TEUR 1.640. sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen personalbezogene Rückstellungen (TEUR 184), Rückstellungen für ausstehende Eingangsrechnungen (TEUR 169) und Rückstellungen für Jahresabschlusskosten (TEUR 40). Verbindlichkeiten Eine Aufschlüsselung der Verbindlichkeiten nach Restlaufzeiten ergibt sich aus der nachfolgenden Übersicht:
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 3.505 (Vorjahr: TEUR 5.616) bestehen ausschließlich gegenüber der Gesellschafterin WG Anlagenbau. Diese betreffen Darlehensverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 3.105 (Vorjahr: TEUR 5.235) und Zinsverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 400 (Vorjahr: TEUR 325). Im Vorjahr bestanden gegenüber der Gesellschafterin noch Verbindlichkeiten aus dem Liefer- und Leistungsverkehr in Höhe von TEUR 56. Zu den mit der WG Anlagenbau bestehenden Rangrücktritten verweisen wir auf unsere Ausführungen im Abschnitt IV. dieses Anhangs "Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit". Zum Abschlussstichtag bestehen grundsätzlich noch Verbindlichkeiten gegenüber der CCF Cableteam Corporate Finance Service GmbH, Kapfenberg/Österreich, in Höhe von TEUR 2.000. Auf die Rückzahlung dieser Forderungen hat die CCF mit Vertrag vom 30. Dezember 2016 gegen Besserungsschein verzichtet. Die erloschenen Darlehensforderungen werden dann und insoweit wieder aufleben, wie ihre Erfüllung der Gesellschaft aus ihren künftigen Gewinnen oder aus ihrem sonstigen, die Schulden übersteigenden Vermögen möglich ist. IV. Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit Es bestehen wesentliche Unsicherheiten im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit. Diese ergeben sich aus der erheblichen Überschuldung der Gesellschaft. Zwar hat die Gesellschaft auch im Berichtsjahr wieder einen Jahresüberschuss erzielt, jedoch haben die in der Vergangenheit realisierten Verluste zu einer vollständigen Aufzehrung des Eigenkapitals geführt. Zum Abschlussstichtag weist die Gesellschaft einen "Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag" in Höhe von TEUR 1.640 aus. Der Fortbestand der Gerhardi ist von der Liquiditätsversorgung durch die Gesellschafterin WG Anlagenbau bzw. deren Gesellschafter abhängig. Derzeit ist davon auszugehen, dass die WG Anlagenbau bzw. deren Gesellschafter die finanzielle Unterstützung der Gesellschaft insgesamt unverändert fortsetzen. Eine Überschuldung im Sinne von § 19 Abs. 2 Satz 1 InsO ist zum Abschlussstichtag jedoch nicht gegeben. Da die WG Anlagenbau bezüglich einer Teilforderung in Höhe von insgesamt TEUR 7.400 einen qualifizierten Rangrücktritt gemäß § 39 Abs. 2 InsO erklärt hat, sind diese Verbindlichkeiten gemäß § 19 Abs. 2 Satz 2 InsO bei der Ermittlung der Überschuldung im Sinne von § 19 Abs. 2 Satz1 InsO nicht zu berücksichtigen. Somit deckt das Vermögen der Gerhardi die bestehenden Verbindlichkeiten. Auch in Bezug auf einen zugrunde gelegten Prognosezeitraum von einem Jahr, gerechnet vom letzten Bilanzstichtag, ergibt sich auch unter Berücksichtigung des bisherigen Geschäftsverlaufs nicht die Gefahr einer Überschuldung zum Bilanzstichtag zum 31. Dezember 2024. Zwischen der Gesellschafterin WG Anlagenbau und der Gerhardi besteht eine Patronatserklärung. Danach verpflichtet sich die WG Anlagenbau unbedingt, unbefristet und der Höhe nach unbeschränkt während der Laufzeit der Vereinbarung, Gerhardi mit Liquidität in der Weise auszustatten, dass Gerhardi stets in der Lage ist, sämtliche offenen und fälligen Verbindlichkeiten zum Zeitpunkt der jeweiligen Fälligkeit gegenüber sämtlichen Gläubigern zu erfüllen. Vor dem Hintergrund der erläuterten Maßnahmen erfolgte die Bilanzierung unter der Annahme der Unternehmensfortführung (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB). V. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet-, Leasing- und Wartungsverträgen im Gesamtumfang von TEUR 709. Von diesen sind TEUR 412 innerhalb des Geschäftsjahres 2024 fällig. Diese sonstigen finanziellen Verpflichtungen bestehen nicht gegenüber verbundenen Unternehmen. Bestellobligos bestehen zum Bilanzstichtag im üblichen Rahmen. Darüber hinaus bestanden zum Bilanzstichtag keine weiteren sonstigen finanziellen Verpflichtungen bzw. Haftungsverhältnisse. VI. Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte (§ 285 Nr. 3 HGB) Es besteht ein nicht in der Bilanz enthaltenes Geschäft im Sinne von § 285 Nr. 3 HGB in Form von Factoring mit der Deutschen Factoring Bank GmbH & Co. KG, Bremen. Das Geschäft dient der Absicherung von Zahlungsausfallrisiken und der Verbesserung der kurzfristigen Liquidität. Am Bilanzstichtag waren Forderungen in Höhe von TEUR 281 an diese verkauft. VII. Angaben zu den Posten der Gewinn- und Verlustrechnung Für die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung ist das Gesamtkostenverfahren gewählt worden. sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten wie bereits im Vorjahr keine wesentlichen Erträge aus der Währungsumrechnung. sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten wie bereits im Vorjahr keine wesentlichen Aufwendungen aus der Währungsumrechnung. Zinsen und ähnliche Aufwendungen Wesentliche Zinsen und ähnliche Aufwendungen aus der Aufzinsung liegen wie bereits im Vorjahr nicht vor. Die Zinsaufwendungen an verbundene Unternehmen resultieren ausschließlich aus dem bei der Gesellschafterin WG Anlagenbau aufgenommenen Darlehen. Die periodenfremden Zinsaufwendungen belaufen sich auf TEUR 7 und resultieren ausschließlich aus Steuernachzahlungen. Außergewöhnliche Erfolgsbeiträge Die positiven außergewöhnlichen Erfolgsbeiträge belaufen sich auf TEUR 727 und resultieren aus der Energiepreisbremse. Dabei ist jedoch zu berücksichtigen, dass sich die Aufwendungen für Strom und Gas gegenüber dem Vorjahr um TEUR 1.341 preisbedingt ebenfalls deutlich erhöht haben. Weitere außergewöhnliche Erfolgsbeiträge haben sich im Berichtsjahr nicht ergeben. VIII. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Abschlussstichtag Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Abschlussstichtag lagen nicht vor. IX. Ergänzende Angaben Beschäftigte Die im Jahresdurchschnitt beschäftigten Mitarbeiter im Sinne von § 285 Nr. 7 HGB ergeben sich aus der nachstehenden Übersicht:
Ergebnisverwendung Der Jahresüberschuss soll auf neue Rechnung vorgetragen werden. Geschäftsführung Einzelvertretungsberechtigter Geschäftsführer im Geschäftsjahr 2023 war Herr Johann Erich Wilms, Marburg (operativer und kaufmännischer Geschäftsführer). Herr Johann Erich Wilms ist von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Auf die weitere Angabe der Bezüge der Geschäftsführung sowie ehemaliger Organmitglieder wird unter Berufung auf § 286 Abs. 4 HGB abgesehen.
Lüdenscheid, den 18. Oktober 2024 Gerhardi AluTechnik GmbH gez. Johann Erich Wilms, Geschäftsführer Datum der Feststellung: 25. Oktober 2024
In dem beigefügten, zur Offenlegung bestimmten verkürzten Jahresabschluss wurden die größenabhängigen Erleichterungen nach § 327 HGB in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde folgender Bestätigungsvermerk erteilt: Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Gerhardi AluTechnik GmbH, Lüdenscheid Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Gerhardi AluTechnik GmbH, Lüdenscheid, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Gerhardi AluTechnik GmbH, Lüdenscheid, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse - entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und -vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit Wir verweisen auf die Angaben im Anhang sowie auf die Angaben im Lagebericht, in denen der gesetzliche Vertreter beschreibt, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt. Diese ergibt sich aus der erheblichen Überschuldung der Gesellschaft. Zwar hat die Gesellschaft auch im Berichtsjahr wieder einen Jahresüberschuss erzielt, jedoch haben die in der Vergangenheit realisierten Verluste zu einer vollständigen Aufzehrung des Eigenkapitals geführt. Zum Abschlussstichtag weist die Gesellschaft einen "Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag" in Höhe von TEUR 1.640 aus. Der Fortbestand der Gerhardi AluTechnik GmbH, Lüdenscheid, ist von der Liquiditätsversorgung durch die Gesellschafterin WG Anlagenbau-Beteiligungs GmbH, Menden, bzw. deren Gesellschafter abhängig. Derzeit ist davon auszugehen, dass die Gesellschafterin WG Anlagenbau-Beteiligungs GmbH, Menden, bzw. deren Gesellschafter die finanzielle Unterstützung der Gesellschaft insgesamt unverändert fortsetzen. Eine Überschuldung im Sinne von § 19 Abs. 2 Satz 1 InsO ist zum Abschlussstichtag jedoch nicht gegeben. Da die Gesellschafterin WG Anlagenbau-Beteiligungs GmbH, Menden, bezüglich einer Teilforderung in Höhe von insgesamt TEUR 7.400 einen qualifizierten Rangrücktritt gemäß § 39 Abs. 2 InsO erklärt hat, sind diese Verbindlichkeiten gemäß § 19 Abs. 2 Satz 2 InsO bei der Ermittlung der Überschuldung im Sinne von § 19 Abs. 2 Satz1 InsO nicht zu berücksichtigen. Somit deckt das Vermögen der Gerhardi AluTechnik GmbH, Lüdenscheid, die bestehenden Verbindlichkeiten. Auch in Bezug auf einen zugrunde gelegten Prognosezeitraum von einem Jahr, gerechnet vom letzten Bilanzstichtag, ergibt sich auch unter Berücksichtigung des bisherigen Geschäftsverlaufs nicht die Gefahr einer Überschuldung zum Bilanzstichtag zum 31. Dezember 2024. Zwischen der Gesellschafterin WG Anlagenbau-Beteiligungs GmbH, Menden, und der Gerhardi AluTechnik GmbH, Lüdenscheid, besteht eine Patronatserklärung. Danach verpflichtet sich die Gesellschafterin WG Anlagenbau-Beteiligungs GmbH, Menden, unbedingt, unbefristet und der Höhe nach unbeschränkt während der Laufzeit der Vereinbarung, Gerhardi AluTechnik GmbH, Lüdenscheid, mit Liquidität in der Weise auszustatten, dass Gerhardi stets in der Lage ist, sämtliche offenen und fälligen Verbindlichkeiten zum Zeitpunkt der jeweiligen Fälligkeit gegenüber sämtlichen Gläubigern zu erfüllen. Vor dem Hintergrund der erläuterten Maßnahmen erfolgte die Bilanzierung unter der Annahme der Unternehmensfortführung (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB). Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus - identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. - gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. - beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. - ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. - beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. - beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens. - führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Iserlohn, 18. Oktober 2024 NAUST
HUNECKE und Partner GmbH
gez. Ralf Kaufmann, Vereidigter Buchprüfer gez. Andreas Wachtel, Wirtschaftsprüfer |
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