SPIE TELBA GmbHLiquidiert

04626 Löbichau, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Düsseldorf HRB 96412
Vorher
TELBA Telekommunikation GmbHTELBA GmbH
Eingetragen
14.3.2006
Branche
Herstellung von Geräten und Einrichtungen der TelekommunikationstechnikTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Telekommunikationsgeräten sowie elektrotechnischen und elektronischen Erzeugnissen a. n. g.Ingenieurbüros für Fachplanung von technischer Gebäudeausrüstung
Gegenstand
Der Vertrieb, die Lieferung, die Vermietung, der Handel und die Montage sowie die Wartung von Geräten und Anlagen aus dem Bereich der Kommunikations- und Sicherheitstechnik.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Jörg Marks
seit 8.2.2022
Geschäftsführer
Michael Hartung
seit 8.2.2022
Geschäftsführer
Michael Brase
seit 8.2.2022
Geschäftsführer
Jürgen Laug
seit 8.2.2022
Prokura

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

SPIE TELBA GmbH (vormals: TELBA GmbH)

Löbichau

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2020 bis zum 31.12.2020

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2020

I. Darstellung des Geschäftsverlaufes

1. Entwicklung der Gesamtwirtschaft und Branche

1.1 Ökonomische Rahmenbedingungen und weltwirtschaftliche Entwicklung

Die Weltwirtschaft fiel im Zuge der Corona-Pandemie im Frühjahr in eine beispiellose Rezession. So bewegten sich die weltweite Industrieproduktion als auch der Weltwarenhandel im Schatten der Pandemie. Nach einem historischen Einbruch der globalen Wirtschaftsleistung im zweiten Quartal befindet sich die Konjunktur auf Erholungspfad. 2 Insgesamt drückte die durch teils rigorose Maßnahmen zur Eindämmung des Infektionsgeschehens verursachte Verunsicherung von Haushalten und Unternehmen jedoch auf die Konsum- und Investitionsneigung. 3

Auch die europäische Wirtschaftsleistung ging im Zuge der Corona-Pandemie und der Eindämmungsmaßnahmen massiv zurück. Eine nachlassende Investitionstätigkeit sowie die erhebliche Zurückhaltung im privaten Konsum schlugen negativ zu Buche. Bedingt durch die gesunkenen Ein- und Ausfuhren von Waren und Dienstleistungen fiel der Außenhandelsbeitrag insgesamt negativ aus. Die übergreifende Lockerung der Lockdown-Maßnahmen in den einzelnen Mitgliedsstaaten führte im dritten Quartal für den Euroraum jedoch zu einer kräftigen Erholung der Wirtschaftsleistung. 4 Das vierte Quartal wiederum ist durch erneut deutlich ansteigenden Infektionszahlen und Lockdown-Maßnahmen in nahezu allen Ländern Europas geprägt. Die hieraus resultierenden Auswirkungen auf die gesamtwirtschaftliche Entwicklung und einzelnen Branchen lassen sich noch nicht abschließend beurteilen.

Auch die deutsche Volkswirtschaft durchlebte im vergangenen Jahr aufgrund der Corona-Pandemie eine schwere Rezession: Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) ging im Jahr 2020 insgesamt erstmals um 5,0 % zurück, nachdem es zehn Jahre lang zuvor Jahr für Jahr zugenommen hatte. 5 Der konjunkturelle Verlauf zeigt ein zweigeteiltes Bild: Der Dienstleistungssektor ist von den Einschränkungen der Pandemie stärker betroffen, während sich die Industrie weiter robust entwickelt. So ist ein Anstieg der Auftragseingänge im Verarbeitenden Gewerbe und der Industrieproduktion zu vermerken. Ebenso legte der Warenhandel wieder zu. Auch der Arbeitsmarkt erweist sich als recht widerstandsfähig, insbesondere aufgrund staatlicher Unterstützungsmaßnahmen (z.B. Kurzarbeit). 6

2 Vgl. BMWI (2020a), Schlaglichter der Wirtschaftspolitik Dezember 2020, S. 66.
3 Vgl. DIW (2020), Wochenbericht Nr. 37/2020, S. 642.
4 Vgl. BMWI (2020a), Schlaglichter der Wirtschaftspolitik Dezember 2020, S. 68.
5 Vgl. DESTATIS (2021), Bruttoinlandsprodukt für Deutschland 2020 - Begleitmaterial zur Pressekonferenz 14. Januar 2021, S. 7.
6 Vgl. BMWI (2021), Die wirtschaftliche Lage in Deutschland im Januar 2021, o.S.

1.2 Entwicklung der Branche

Die SPIE TELBA GmbH verfügt über ein breit gefächertes Angebotsspektrum im Bereich der Gebäudetechnik mit ausgeprägten Schwerpunkten in der Informations-, Sicherheits-, Medien- und Elektrotechnik.

Die weltweite Corona-Pandemie hat die Wirtschaft im Jahr 2020 auf den Kopf gestellt. Die Umsatzentwicklung deutscher Unternehmen hat sich von den Prognosen des Vorjahres entkoppelt. So haben manche Branchen die Krise deutlich und mitunter existenziell bedrohend zu spüren bekommen, während andere Branchen Stabilität zeigen oder gar gestärkt aus der Krise hervorzugehen scheinen.

Das Marktvolumen für Informations- und Telekommunikationstechnik in Deutschland betrug im Jahr 2020 Mrd. EUR 169,8 und ist Corona-bedingt um 0,6 % im Vergleich zum Vorjahr gesunken. 7 Die Corona-Krise zeigte die starke Abhängigkeit der Gesellschaft von digitalen Infrastrukturen und wird zugleich Treiber für den Digitalisierungsprozess in den Arbeitsprozessen. Der Digitalisierungsindex zeigt, dass 55 % der Unternehmen Homeoffice und mobiles Arbeiten neu einführten oder ihr Angebot ausweiteten. 8 34 % der befragten Unternehmen haben wichtige Prozesse in 2020 weiter digitalisiert und die Digitalisierung somit weiter vorangetrieben. 9

Laut dem Bundesverband für Sicherheitstechnik stieg der Umsatz der Anbieter elektronischer Sicherungstechnik im Vor-Corona-Jahr 2019 in Deutschland um 4,6 % auf knapp Mrd. EUR 4,6. Im Allgemeinen ist die Stimmung in der Branche gut, allerdings wurde auch sie in 2020 von der Corona-Krise beeinflusst. Doch auch die Unternehmen, welche Umsatzrückgänge verzeichneten, gehen nahezu alle davon aus, diese künftig wieder aufholen zu können. Keine Entspannung gab es beim Fachkräftemangel in der Branche, da die Nachfrage nach geschultem Personal in der Corona-Krise nicht sank, sondern durch neue Tätigkeitsfelder wuchs. 10

Die ZVEH-Konjunkturumfrage im Herbst 2020 zeigt, dass sich deutlich geringere Einbußen aufgrund der Corona-Krise im Elektrohandwerk abzeichnen als in anderen Branchen. 11 Laut ZVEH beläuft sich das Marktvolumen der Elektrohandwerke im Jahr 2020 auf Mrd. EUR 68,4. 12

7 Vgl. Bitkom (2020a)
8 Vgl. Deutsche Telekom (2020), S. 2
9 Vgl. Deutsche Telekom (2020), S. 7
10 Vgl. BHE (2020a)
11 Vgl. ZVEH (2020b)
12 Vgl. ZVEH (2020a)

2. Darstellung der Gesellschaft

2.1 Aufstellung der SPIE TELBA GmbH

Die SPIE TELBA GmbH mit Sitz in Löbichau ist seit der Übernahme im Juni 2019 innerhalb der SPIE Deutschland & Zentraleuropa Unternehmensgruppe Teil des Geschäftsbereichs Information & Communication Services (ICS), in dem die Kompetenzen in den Leistungsfeldern der Informations- und Kommunikationstechnik gebündelt werden. Neben der SPIE TELBA GmbH werden auch die SPIE Fleischhauer GmbH, Hannover, die SPIE COMNET GmbH, Düsseldorf, sowie unsere Gesellschafterin SPIE TELBA Group GmbH, Düsseldorf, und die Lewron GmbH, Berlin, im Geschäftsbereich ICS geführt.

Die SPIE TELBA GmbH ist in der Region Ost gegenwärtig mit fünf Standorten vertreten.

2.2 Entwicklung der Gesellschaft

a. Marktpositionierung

Das Geschäftsmodell der SPIE TELBA GmbH ist die Erbringung von Dienstleistungen entlang des Lebenszyklus von informations-, sicherheits- und medientechnischer Anlagen. Von der Beratung über die Planung, die Projektrealisierung bis hin zu umfassenden Service- und Wartungsdienstleistungen geschieht dies auf der Basis von Projekt-, Rahmenabruf-, Service- und Wartungsaufträgen.

Regionale Nähe und Bindung zu den Kunden sind dabei wichtige Elemente. Mit insgesamt fünf Standorten und jeweiligen Betreuungsradien von i.d.R. ca. 50 km bis 100 km bietet die Gesellschaft ihre Dienstleistungen nahezu flächendeckend in der Region Ost an. Sie kann damit auch überregional tätige Kunden in Zusammenarbeit mit den anderen ICS-Gesellschaften mit qualitativ und prozessual identischen Vor-Ort-Services optimal bedienen.

So verfügt die Gesellschaft über eine sehr breite, branchenübergreifende Kundenbasis mit vielen langjährigen Kundenbeziehungen. Zudem wird in den oben genannten Technologien in Zeiten kontinuierlich stattfindender Prozessoptimierungen, steigender Sicherheitsbedürfnisse und wachsenden Energie- und Umweltbewusstseins nahezu konjunkturunabhängig investiert.

b. Geschäftsentwicklung

Wie bereits im Bericht über die Markt- und Wettbewerbssituation dargestellt, hat sich die SPIE TELBA GmbH auch im Geschäftsjahr 2020 positiv entwickelt. Es konnte der Auftragseingang im Jahr 2020 auf hohem Niveau gesteigert werden. Teilweise führte die starke Auslastungssituation zu einer verzögerten Projektabwicklung. Zu einer sehr großen Herausforderung entwickelt sich weiterhin verstärkt, aufgrund des massiven Fachkräftemangels, die Personalsuche von Fachkräften. Die Geschäftsführung hat mehrere Maßnahmen definiert, um diesem Fachkräftemangel durch verstärkte Personalsuche von Fachkräften und einer erweiterten Ausbildung entgegenzuwirken.

Positiv entwickelten sich zudem weiterhin das Geschäft in den Regionalbüros Berlin und Erfurt sowie die Zusammenarbeit mit strategischen Key-Account-Kunden. Die SPIE TELBA GmbH konnte ihre Marktposition im Geschäftsjahr 2020 weiter ausbauen.

Langfristige Kundenbindungen sind ein Markenzeichen der SPIE TELBA GmbH. Es ist gelungen, das Service-, Wartungs- und Mietvertragsvolumen im Geschäftsjahr 2020 in der breiten Kundenbasis zu halten und durch den Neugewinn von strategischen Kunden das monatliche Vertragsvolumen zu steigern. Es haben neben einer Vielzahl von Kunden im Kommunikationsbereich auch mehrere Großkunden ihren Service der Kommunikations- und Sicherheitstechnik der SPIE TELBA GmbH anvertraut. Neben langfristig gesicherten Einnahmen ist dies eine Bestätigung für uns, dass Zuverlässigkeit und Qualität wichtige Entscheidungskriterien für die Kunden sind.

Aufgrund des guten Auftragseingangs, verbunden mit Projekten mit erhöhtem Zwischen- und Vorfinanzierungsbedarf sowie der Marktsensibilität, war im Verlauf des Jahres 2020 weiterhin die Setzung von Prioritäten in der zeitnahen Abrechnung der Projekte notwendig. Dadurch wurde trotz des hohen Vorfinanzierungsbedarfs eine gute Liquiditätssituation geschaffen. Die Maßnahmen im Rahmen des Credit-Managements wurden in 2020 gestärkt.

Um den Anforderungen des gestiegenen Auftragseinganges gerecht zu werden, werden im kommenden Geschäftsjahr weitere strukturelle Maßnahmen umgesetzt werden. Die in 2019 neu besetzte Geschäftsführungsposition durch Herrn Jörg Marks mit dem Schwerpunkt Gefahrenmeldeanlagen (GMA) führte in 2020 zu einer Stärkung des Geschäftsfelds GMA.

Darüber hinaus wurde die Struktur des Vertriebs, mit regionalen Vertriebsmitarbeitern sowie den Key-Account-Managern, die direkt der Geschäftsleitung unterstellt sind, weiter dem Markt angepasst und funktioniert auf hohem Niveau.

c. Vernetzung innerhalb des SPIE-Konzerns

Die SPIE TELBA GmbH ist in die Prozesse der SPIE Deutschland & Zentraleuropa GmbH Gruppe integriert und profitiert davon z.B. im Rahmen zentraler interner Dienstleistungen.

Auch operativ ergeben sich vielfältige Geschäftsmöglichkeiten aus der Zusammenarbeit mit den Einheiten der anderen Geschäftsbereiche. Dem ONE-SPIE-Ansatz - Multitechnikdienstleistungen aus einer Hand. So wurde Ende 2020 ein gemeinsamer Auftrag für den Service diverser Gefahrenmeldeanlagen mit dem Geschäftsbereich SPIE EF realisiert.

3. Entwicklung von Leistung und Auftragseingang

Die Leistung einschließlich der Bestandsveränderungen und aktivierter Eigenleistungen (ohne sonstige betriebliche Erträge) betrug im Geschäftsjahr 2020 Mio. EUR 30,3 (Vorjahr: Mio. EUR 23,7).

Der Auftragseingang betrug im Geschäftsjahr 2020 Mio. EUR 28,1 (Vorjahr: Mio. EUR 26,3).

4. Personalentwicklung

Die Anzahl der beschäftigten Mitarbeiter der SPIE TELBA GmbH belief sich zum Stichtag 31. Dezember 2020 auf 156 (31. Dezember 2019: 151 Mitarbeiter).

5. Struktur der Gesellschaft

Neben dem Geschäftssitz in Löbichau betreibt das Unternehmen weitere Niederlassungen in Berlin und Erfurt sowie zwei weitere Servicestützpunkte in Großkugel und Dresden.

II. Wirtschaftsbericht

1. Finanzielle Leistungsindikatoren

Die Unternehmenssteuerung basiert maßgeblich auf folgenden finanziellen Leistungsindikatoren: Auftragseingang, Leistung, Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT), Working Capital und Liquiditätsentwicklung.

Bei folgenden Kennzahlen ergeben sich Änderungen zum Vorjahr:

Im Bereich des Working Capital wurden folgende Änderungen in der Berechnungsgrundlage vorgenommen: Hinzunahme der kurzfristigen Rückstellungen.

Im Folgenden werden diese wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren näher ausgeführt sowie weitere inhaltliche Erläuterungen zur Bilanz gegeben.

1.1 Auftragseingang

Der Auftragseingang betrug im Geschäftsjahr 2020 Mio. EUR 28,1 (Vorjahr: Mio. EUR 26,3) und liegt damit leicht über dem Vorjahr und über den Erwartungen.

1.2 Leistung

Die Leistung im Geschäftsjahr 2020 liegt aufgrund des unerwartet guten Auftragseingangs im Jahr 2020 mit Mio. EUR 30,3 deutlich über der Erwartung eines leichten Anstiegs. Insgesamt war die Nachfrage nach allen von der SPIE TELBA GmbH erbrachten Dienstleistungen ungebrochen hoch und deutlich höher als erwartet.

1.3 Ertragslage

Die Umsatzerlöse betrugen im Geschäftsjahr Mio. EUR 30,0 (Vorjahr: Mio. EUR 25,1). Gegenüber dem Vorjahr ist dies eine Steigerung von 19,4 %. Unter Einbeziehung der im Geschäftsjahr positiven Bestandsveränderung in Höhe von Mio. EUR 0,3 und der aktivierten Eigenleistungen erzielte die SPIE TELBA GmbH eine Leistung in Höhe von Mio. EUR 30,3 (Vorjahr: Mio. EUR 23,7). Dies ist gegenüber Vorjahr eine Steigerung um ca. 28,1 %.

Die Materialaufwandsquote bezogen auf die Gesamtleistung bewegt sich mit 55,0 % über dem Vorjahresniveau von 51,9 %. Der Rohertrag beträgt im Geschäftsjahr 2020 Mio. EUR 13,6 (Vorjahr: Mio. EUR 11,4).

Das operative Ergebnis vor Zinsen und Beteiligungserträgen und Steuern (EBIT) erhöhte sich analog zur Leistung unerwartet deutlich von TEUR 976 in 2019 um TEUR 1.859 auf TEUR 2.834 in 2020.

Nach Abzug der Steuern weist die SPIE TELBA GmbH für das Geschäftsjahr 2020 ein Jahresergebnis in Höhe von Mio. EUR 1,9 aus.

1.4 Working Capital

Das Working Capital ermittelt sich als Saldo von Umlaufvermögen (ohne Guthaben bei Kreditinstituten und Kasse; inkl. Guthaben aus Cash-Pool), kurzfristigen Verbindlichkeiten und Rückstellungen. Die Veränderung von Mio. EUR -6,0 im Vorjahr auf Mio. EUR -2,0 im Berichtsjahr resultiert vor allem aus der deutlichen Verringerung der Rückstellungen.

1.5 Liquiditätsentwicklung

Die Stichtagsliquidität aus Bankguthaben und Kassenbeständen der SPIE TELBA GmbH beträgt Mio. EUR 6,1 und liegt damit um Mio. EUR 3,0 unter dem Stand zum 31. Dezember 2019 (Mio. EUR 9,1). Die Reduzierung entspricht der Prognose und ist auf einen wesentlich höheren Materialaufwand und eine Eigenkapitalerhöhung bei unserem Beteiligungsunternehmen der Lewron GmbH zurückzuführen.

1.6 Vermögens- und Finanzlage

Im Vergleich zum Vorjahr ist die Bilanzsumme von Mio. EUR 13,1 um Mio. EUR 0,7 auf Mio. EUR 12,4 gesunken. Dies ist insbesondere auf die Reduzierung der Stichtagsliquidität zurückzuführen. Dem steht eine Erhöhung des Anlagevermögens, insbesondere der Anteile an verbundenen Unternehmen, im Berichtsjahr gegenüber.

Auf der Passivseite haben sich im Wesentlichen die sonstigen Rückstellungen von Mio. EUR 4,0 im Vorjahr auf Mio. EUR 1,3 im Berichtsjahr verringert. Zudem stieg das Eigenkapital durch die vorgenommene Gewinnthesaurierung.

Das Anlagevermögen ist wie im Vorjahr zu über 100 % durch Eigenkapital gedeckt und finanziert.

Die Eigenkapitalquote zum Bilanzstichtag hat sich von 37,5 % im Vorjahr auf 55,0 % im Berichtsjahr erhöht.

III. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

1. Erwartetes wirtschaftliches Umfeld

1.1 Erwartete weltwirtschaftliche Entwicklung

Die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen für die Geschäftstätigkeit der SPIE sollten sich 2021 wieder zum Positiven wenden. Für das weltweite BIP wird ein Wachstum von rund 4,2 % prognostiziert. Für den Euro-Raum wird eine Erholung um 3,6 % erwartet. Der weitere Pandemieverlauf bleibt aber ein Risiko. 13

Die Regierungen aller Länder im Verantwortungsbereich von SPIE Deutschland & Zentraleuropa unternehmen auch weiterhin umfangreiche Anstrengungen, um den negativen wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie entgegenzuwirken. Gleichwohl ist die Corona-Pandemie noch nicht überwunden, wie insbesondere die verstärkten Einschränkungen zum Jahresende 2020 und zu Beginns des Jahres 2021 zeigen. Insofern ist die Prognose der weiteren wirtschaftlichen Entwicklung von Volatilität und Unsicherheit geprägt. In Deutschland rechnet man mit einem Wachstum von 2,8 % und in Österreich mit 1,4 %. 14

13 Vgl. OECD (2020), OECD Economic Outlook, Volume 2020 Issue 2, o.S.
14 Vgl. OECD (2020), OECD Economic Outlook, Volume 2020 Issue 2, o.S.

1.2 Erwartete Entwicklung der Branche

In dem für die SPIE TELBA GmbH relevanten Markt für Gebäudetechnik mit ausgeprägten Schwerpunkten in der Informations-, Sicherheits-, Medien- und Elektrotechnik bieten sich vielfältige Chancen zum organischen und anorganischen Wachstum.

Generell ist die ITK-Branche gut durch die Corona-Krise gekommen, auch wenn Umsatzrückgänge zu betrachten waren. Für das Jahr 2021 wird für den ITK-Gesamtmarkt trotz des Corona-Schocks wieder ein Wachstum von 2,7 % auf Mrd. EUR 174,4 erwartet. Bis zum Jahresende werden in Deutschland voraussichtlich 20.000 zusätzliche Jobs geschaffen. 15 Der branchenübergreifende Megatrend zur Digitalisierung und damit einhergehenden Anforderungen zur Vernetzung im Internet der Dinge, die Bereitstellung smarter Lösungen und die notwendige Bereitstellung von hohen Datenübertragungsraten führen zu einer starken Belebung in der ITK-Branche.

In der Sicherheitstechnik wird die Branchenentwicklung positiv bewertet. Auch wenn im 2. Halbjahr 2020 die Situation aufgrund der Corona-Pandemie angespannt war, zeigte sich dort bereits im Vergleich zum Frühjahr eine deutliche Erholung. Für 2021 ist die Prognose der Geschäftslage optimistisch, allerdings deutlich zurückhaltender als in den Jahren zuvor. 16

Das Geschäftsklima in der deutschen Elektrobranche zeigt sich zu Beginn des Jahres 2021 optimistisch. 87 % der ZVEI Mitgliedsunternehmen prognostizieren ein gleichbleibendes oder wachsendendes Geschäft im ersten Halbjahr 2021. 17 Laut ZVEI wird die deutsche Elektroindustrie 2021 wieder um circa 5 % wachsen. 18

Zusammenfassend stellen sich die von der SPIE TELBA GmbH adressierten Märkte als attraktiv dar und weisen für die Zukunft ein großes Potenzial auf. Zwar werden aufgrund von Corona Umsatzrückgänge verzeichnet, diese sollten allerdings nur als temporär gesehen werden und die Zukunftsperspektiven nicht mindern.

15 Vgl. Bitkom (2020b)
16 Vgl. BHE (2020b)
17 Vgl. ZVEI (2021)
18 Vgl. ZVEI (2020)

2. Finanzielle Leistungsindikatoren

2.1 Auftragseingang

Für das Geschäftsjahr 2021 wird ein etwas geringerer Auftragseingang als im Berichtsjahr 2020 erwartet.

2.2 Leistung

Korrespondierend zum Auftragseingang wird auch die Leistung für 2021 leicht unter Vorjahr erwartet.

2.3 Ertragslage

Für 2021 wird bei einer erwartet leicht rückläufigen Leistung ebenfalls ein EBIT leicht unter Vorjahr erwartet.

2.4 Working Capital

Durch konsequentes Faktura- und Forderungsmanagement wird im Geschäftsbereich 2021 eine Stabilisierung des Working Capital angestrebt.

2.5 Liquiditäts-Entwicklung

Für 2021 wird trotz des erwarteten leichten Rückgangs des positiven Ergebnisses mit einem Cash-Bestand auf Vorjahresniveau gerechnet.

3. Effiziente Organisation des Risikomanagements

Die Risikopolitik der SPIE TELBA GmbH ist eingebettet in die SPIE Deutschland & Zentraleuropa Gruppe und ist darauf ausgerichtet, den Bestand des Unternehmens zu sichern und den Unternehmenswert kontinuierlich zu steigern.

Für das Risikomanagement ist innerhalb der SPIE Deutschland & Zentraleuropa GmbH die Abteilung Risikomanagement mit folgenden wesentlichen Aufgaben verantwortlich:

Risikotransparenz (Erkennen - Dokumentieren - Steuern),

Standardisierung und Beschreibung von Prozessen,

Kontinuierliche Verbesserungsprozesse (KVP) und

Qualitätssicherung von Kundenaufträgen inkl. Projektaudits.

Wesentlich für die Erreichung dieses Ziels ist die Steuerung der identifizierten Auftrags- und Absatzrisiken durch unternehmensinterne Standards und Freigabeprozesse. Die vereinheitlichten Freigabeprozesse und -grenzen werden in Abstimmung mit der Konzernspitze kontinuierlich überprüft und nach Bedarf angepasst. Diese Anpassungen werden von der Abteilung "Risikomanagement" durch Schulungen in allen Geschäftsbereichen und Tochtergesellschaften begleitet.

Kunden- und Marktrisiken begegnen wir durch eine differenzierte Produkt- und Kundenstruktur sowie durch sorgfältige Kundenauswahl, kontinuierliche Überprüfungen der Bonität unserer Kunden und Lieferanten sowie durch effektives Debitoren- und Kreditorenmanagement.

Die hohe Wettbewerbsintensität führt zu einem anhaltend hohen Margendruck, dem z.B. durch Realisierung von Synergieeffekten innerhalb des SPIE-Konzerns sowie eine konsequente Erweiterung der eigenen Wertschöpfungskette als Multitechnik-Anbieter begegnet wird. Die Gesellschaft ist konzeptionell in das Risikomanagementsystem des SPIE-Konzerns eingebunden.

Risiken, die aus der aktuellen Pandemielage entstehen, werden im Rahmen des Business Continuity Managements der SPIE Deutschland & Zentraleuropa (SPIE) berücksichtigt. Seit Beginn der Corona-Pandemie werden die sich aus der Pandemie für die Unternehmensgruppe ergebenden Risiken fortlaufend analysiert, bewertet und angepasst, sofern dies aufgrund der sich verändernden Situation notwendig ist. Dabei werden insbesondere das Infektionsgeschehen und die geltenden behördlichen Auflagen vor dem Hintergrund der jeweiligen Geschäftsaktivitäten berücksichtigt und geeignete Maßnahmen für die Unternehmensgruppe abgeleitet. Zu Beginn der Corona-Pandemie wurden alle geschäftskritischen Prozesse betrachtet, konsequent Präventivmaßnahmen implementiert und ein regelmäßig tagender Corona-Krisenstab eingeführt. Im Fokus unserer Maßnahmen stehen dabei der Gesundheitsschutz unserer Mitarbeitenden und Kunden sowie die Sicherstellung von Unternehmensorganisation und Auftragsdurchführung. Der dynamischen Veränderung der Pandemielage begegnet SPIE zudem mit einem umfassenden Kommunikationskonzept.

4. Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung

SPIE wirkt der Corona-Pandemie auch weiterhin durch ein umfassendes Maßnahmenpaket entgegen. Im Vordergrund steht hier der höchstmögliche Schutz für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie unserer Kunden im Arbeitsalltag, um Arbeits- und Leistungsfähigkeit gegenüber unseren Kunden und Geschäftspartnern sicherzustellen. Im Hinblick auf ein zielgerichtetes Vorgehen wurden nationale und internationale Krisenstäbe in der SPIE DZE Gruppe eingerichtet, die auch weiterhin intensiv arbeiten. Dies sichert eine schnelle firmeninterne Abstimmung sowie zügige Entscheidungswege, um auf veränderte Rahmenbedingungen unmittelbar zu reagieren.

Das für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verpflichtende Maßnahmenpaket umfasst z.B. den Umgang mit Verdachts- und Erkrankungsfällen im geschäftlichen und persönlichen Umfeld sowie den dann einzuhaltenden Meldeweg. Dienstreisen wurden auf das notwendige Maß reduziert, eine Vielzahl von größeren Tagungen wurde abgesagt bzw. auf Video-, WebEx- bzw. Telefonkonferenzen umgestellt. Geschäftsreisen in Corona-Krisengebiete sind untersagt. Zur Sicherstellung von kritischen Prozessen im Unternehmen erfolgte eine räumliche Trennung der betreffenden Abteilungen. Wo möglich wurde außerdem das mobile Arbeiten erweitert. Bezogen auf das operative Geschäft werden Business-Continuity-Pläne erstellt bzw. aktualisiert.

Im Hinblick auf die negativen Einflüsse hat die Sicherung der Liquidität oberste Priorität. Die im Vorjahr initiierten Programme zur Liquiditätssicherung waren erfolgreich, die Sicherung der Liquidität steht weiterhin im Fokus.

 

Löbichau, den 28. Juli 2021

gez. Michael Brase, Geschäftsführung

gez. Jörg Marks, Geschäftsführung

Bilanz zum 31. Dezember 2020

Aktiva

31.12.2020
EUR
31.12.2019
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 91.450,40 193.506,91
2. Geleistete Anzahlungen 189.847,00 0,00
281.297,40 193.506,91
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 444.802,55 465.996,07
2. Technische Anlagen und Maschinen 200.599,09 190.180,87
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 137.871,77 182.147,18
783.273,41 838.324,12
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 1.641.369,75 1.152.669,75
1.641.369,75 1.152.669,75
2.705.940,56 2.184.500,78
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Unfertige Leistungen 14.344.083,26 14.065.703,21
2. Waren 480.170,79 435.997,91
3. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen -14.630.516,60 -14.501.701,12
4. Geleistete Anzahlungen auf Bestellungen 195.199,74 0,00
388.937,19 0,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.102.084,99 1.458.407,63
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 202.555,45 22.217,55
3. Sonstige Vermögensgegenstände 648.108,53 215.211,97
2.952.748,97 1.695.837,15
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 6.135.936,63 9.065.761,59
6.135.936,63 9.065.761,59
9.477.622,79 10.761.598,74
C. Rechnungsabgrenzungsposten 224.299,50 106.090,78
12.407.862,85 13.052.190,30

Passiva

31.12.2020
EUR
31.12.2019
EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 1.000.000,00 1.000.000,00
II. Gewinnrücklage 1.343.045,16 1.343.045,16
III. Gewinnvortrag 2.557.722,68 1.711.305,15
IV. Jahresüberschuss 1.918.938,33 846.417,53
6.819.706,17 4.900.767,84
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 323.171,07 180.230,00
2. Sonstige Rückstellungen 1.313.911,21 3.983.480,56
1.637.082,28 4.163.710,56
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 438.414,61 606.949,62
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 0,00 637.614,69
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.017.964,89 1.456.111,84
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 325.812,64 596.080,17
5. Sonstige Verbindlichkeiten 1.152.585,39 669.297,48
davon aus Steuern: EUR 172.450,56 (Vorjahr TEUR 92)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 0,00 (Vorjahr TEUR 4)
3.934.777,53 3.966.053,80
D. Rechnungsabgrenzungsposten 16.296,87 21.658,10
12.407.862,85 13.052.190,30

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2020

2020
EUR
Vorjahr
EUR
1. Umsatzerlöse 29.965.211,81 25.094.996,54
2. Erhöhung (Vorjahr: Verminderung) des Bestands an unfertigen Leistungen 278.380,05 1.434.568,34
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 65.282,85 2.271,76
4. Sonstige betriebliche Erträge 665.103,70 423.704,52
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 9.168.027,12 6.260.254,13
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 7.515.929,42 6.011.586,13
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 6.624.696,69 6.680.339,38
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.409.185,42 1.281.799,62
davon für Altersversorgung: EUR 193.935,68 (Vorjahr: TEUR 184)
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 320.374,26 263.426,76
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen 3.101.313,67 2.613.147,17
9. Erträge aus Beteiligungen 198.201,42 210.000,00
davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 198.201,42 (Vorjahr: TEUR 210)
10. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.089,87 521,08
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 50.656,12 45.765,78
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1.046.518,46 277.161,19
13. Ergebnis nach Steuern 1.936.568,54 863.445,40
14. Sonstige Steuern 17.630,21 17.027,87
15. Jahresüberschuss 1.918.938,33 846.417,53

Anhang für das Geschäftsjahr 2020

Allgemeine Angaben

Die SPIE TELBA GmbH mit Sitz in Löbichau ist im Handelsregister des Amtsgerichtes Jena (HRB 202998) eingetragen.

Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB auf. Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB, den ergänzenden Vorschriften für Kapitalgesellschaften der §§ 264 bis 288 HGB und den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Größenabhängige Erleichterungen gemäß § 288 Abs. 2 HGB wurden in Anspruch genommen.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren in Staffelform aufgestellt.

Erläuterungen zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Der vorliegende Jahresabschluss ist unter Beibehaltung der im Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungsgrundsätze aufgestellt.

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden für die Erstellung des Jahresabschlusses wurden unverändert zum Vorjahr beibehalten.

Die entgeltlich erworbenen Immateriellen Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung planmäßiger linearer Abschreibungen über einen Zeitraum von drei Jahren aktiviert.

Die Gegenstände des Sachanlagevermögens wurden zu Anschaffungskosten bzw. zu Herstellungskosten bewertet und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Vermögensgegenstände werden wie folgt abgeschrieben:

Grundstücke und Bauten 33 Jahre

technische Anlagen und Maschinen 8 bis 10 Jahre

andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausschüttung 2 bis 13 Jahre

Selbständig nutzbare bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens (Geringwertige Anlagegüter), die der Abschreibung unterliegen, werden bei Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis EUR 800,00 im Zugangsjahr voll abgeschrieben, wobei im Zugangsjahr auch der Abgang unterstellt wird.

Die Finanzanlagen werden mit den Anschaffungskosten, gegebenenfalls nach Abzug von Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert aufgrund voraussichtlich dauernder Wertminderung, angesetzt.

Die Bewertung des Vorratsvermögens erfolgt zu den Anschaffungs-/Herstellungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert. Das Niederstwertprinzip wird beachtet. Die unfertigen Leistungen werden zu Herstellungskosten (Material-, Lohn- und Fahrtkosten sowie Kosten für Fremdleistungen) unter Einbeziehung von Gemeinkosten sowie unter Beachtung der verlustfreien Bewertung angesetzt. Die erhaltenen Anzahlungen werden gemäß § 268 Abs. 5 HGB offen von den unfertigen Leistungen abgesetzt.

Die Bewertung der Waren erfolgt grundsätzlich zu den durchschnittlichen Anschaffungskosten des Bestandes. Sofern der Börsen- oder Marktpreis am Bilanzstichtag niedriger als der Durchschnittspreis war, wird dieser angesetzt. Darüber hinaus wird dem Niederstwertprinzip dadurch Rechnung getragen, dass pauschale Abschläge für eine verminderte Verwertbarkeit vorgenommen werden.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden zum Nennwert angesetzt. Für erkennbare Einzelrisiken wurden angemessene Einzelwertberichtigungen vorgenommen. Für das allgemeine Ausfall-, Kredit- und Zinsrisiko wurde eine Pauschalwertberichtigung gebildet.

Der Ansatz der sonstigen Vermögensgegenstände erfolgt zu Anschaffungskosten bzw. Nennwerten.

Die Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nennwert angesetzt.

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten beinhalten bestimmte Zahlungen, die aufwandsmäßig das nächste Geschäftsjahr betreffen.

Das Eigenkapital bzw. gezeichnete Kapital ist zum Nennwert ausgewiesen.

Die Rückstellungen beinhalten Pensions-, Steuer- und sonstige Rückstellungen. Sie sind auf der Grundlage von § 249 HGB gebildet und sind mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Bei der Gesellschaft bestehen seit dem Geschäftsjahr 2019 Altersvorsorgeverpflichtungen, deren Höhe sich ausschließlich nach dem beizulegenden Zeitwert (Aktivwert) einer Rückdeckungsversicherung bestimmt. Die Rückstellungen sind entsprechend § 253 Abs. 1 Satz3 HGB zum beizulegenden Zeitwert der Rückdeckungsversicherung anzusetzen. Da die Ansprüche aus der Rückdeckungsversicherung dem Zugriff übriger Gläubiger entzogen sind (Deckungsvermögen), sind die Pensionsverpflichtungen mit dem Deckungsvermögen zu verrechnen und es ergibt sich daher ein Bilanzwert von Null.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag bilanziert.

Passive Rechnungsabgrenzungsposten beinhalten erhaltene Zahlungen, die ertragsmäßig das nächste Geschäftsjahr betreffen.

Die Erträge und Aufwendungen sind unsaldiert ausgewiesen und auf das Geschäftsjahr abgegrenzt.

Erläuterungen zur Bilanz

(1) Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens (Anlagenspiegel gemäß § 284 Abs. 3 HGB) ist in der Anlage zum Anhang dargestellt.

(2) Vorräte

In der Position Waren sind lagermäßig geführte Handelswaren und Installationsmaterial enthalten.

(3) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten Forderungen aus dem Liefer- und Leistungsverkehr (TEUR 57; Vorjahr: TEUR 22) sowie eine zu erhaltende Dividende der Lewron GmbH (TEUR 146; Vorjahr: TEUR 0). In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind Forderungen gegen die Gesellschafterin in Höhe von TEUR 24 (Vorjahr: TEUR 7) enthalten.

Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten die Geschäftsanteile bei der GFT Gemeinschaft Fernmelde-Technik eG in Hilden sowie die Forderung aus der Warenrückvergütung gegen die GFT Gemeinschaft Fernmelde-Technik eG in Hilden. Des Weiteren sind Forderungen aus der Ertragsteuerüberzahlung 2019 und der Ertragsteuervorauszahlung 2020 gegen das Finanzamt enthalten.

(4) Verrechnung von Vermögensgegenständen und Schulden

Die Ansprüche aus Rückdeckungsversicherung TEUR 195 (Vorjahr: TEUR 97) wurden in vollem Umfang mit der Pensionsverpflichtung verrechnet.

(5) Latente Steuern

Im Geschäftsjahr ergab sich insgesamt eine aktive latente Steuer. Diese sich rechnerisch ergebende Steuerentlastung wurde in Ausübung des Wahlrechts gemäß § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht aktiviert.

(6) Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen enthalten:

31.12.2020
EUR
Vorjahr
EUR
Provisionen und Tantiemen 440.082,94 620.830,34
Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten 0,00 2.565.722,46
Garantieverpflichtungen und Nacharbeiten 115.000,00 126.000,00
Ausstehende Eingangsrechnungen 140.372,40 94.271,36
Urlaubsrückstellung 86.606,49 107.615,78
Berufsgenossenschaft 58.000,00 58.000,00
Jahresabschluss- und Archivierungskosten 80.891,00 79.991,00
Übrige Rückstellungen 392.958,38 331.049,62
1.313.911,21 3.983.480,56

(7) Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 53) durch Grundschulden auf Grundstücke der SPIE TELBA GmbH gesichert. Das betreffende Darlehen wurde in 2020 vollumfänglich getilgt und die Grundschuld ausgetragen.

Für die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte aus dem Erwerb von fertigen Erzeugnissen und Waren.

In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin in Höhe von TEUR 164 (Vorjahr: TEUR 596) enthalten. Davon sind Verbindlichkeiten bzw. Ausgleichsansprüche aus der umsatzsteuerlichen Organschaft in Höhe von TEUR 110 (Vorjahr: TEUR 370) und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 54 (Vorjahr: TEUR 226) enthalten. Die restlichen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 162 (Vorjahr: TEUR 0) betreffen Verbindlichkeiten aus dem Liefer- und Leistungsverkehr sowie sonstige Leistungen.

Die Verbindlichkeiten teilen sich im Einzelnen wie folgt auf:

Gesamt
EUR
Restlaufzeit bis zu einem Jahr
EUR
Restlaufzeit > ein Jahr
EUR
Restlaufzeit von über einem Jahr und bis zu fünf
Jahren EUR
Restlaufzeit über fünf Jahre
EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 438.414,61 129.695,84 308.718,77 308.718,77 0,00
(Vorjahr) (606.949,62) (168.949,62) (438.000,00) (438.000,00) (0,00)
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 0,00 0,00
(Vorjahr) (637.614,69) (637.614,69)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.017.964,89 2.017.964,89
(Vorjahr) (1.456.111,84) (1.456.111,84)
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 325.812,64 325.812,64
(Vorjahr) (596.080,17) (596.080,17)
davon Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 164.171,78 164.171,78
(Vorjahr) (596.080,17) (596.080,17)
Sonstige Verbindlichkeiten 1.152.585,39 1.152.585,39
(Vorjahr) (669.297,48) (669.297,48)
Gesamt 3.934.777,53 3.626.058,76 308.718,77 308.718,77 0,00
(Vorjahr) (3.966.053,80) (3.528.053,80) (438.000,00) (438.000,00) (0,00)

(8) Haftungsverhältnisse

Es bestehen keine Haftungsverhältnisse.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

(9) Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse wurden mit der Planung, Projektrealisierung bis hin zu umfassenden Service- und Wartungsdienstleistungen für Informations-, sicherheits- und medientechnischer Anlagen überwiegend im Inland erzielt.

(10) Periodenfremde Erträge

Im laufenden Abschluss sind periodenfremden Erträge in Höhe TEUR 59 (Vorjahr: TEUR 22)

(11) Außergewöhnliche Aufwendungen und Erträge

Im Geschäftsjahr 2020 fielen keine außerplanmäßigen Abschreibungen auf Vermögensgegenstände des Anlagevermögens an.

Im Rahmen eines Gerichtsprozesses wurde eine Vergleichszahlung geleistet. Diese war zum Großteil durch eine Rückstellung abgesichert, so dass daraus eine Gesamtbelastung in Höhe von TEUR 98 resultierte.

Außergewöhnliche Erträge fielen im Geschäftsjahr 2020 nicht an.

Sonstige Angaben

(12) Mitarbeiter

Im Geschäftsjahr 2020 zählte die Belegschaft durchschnittlich 135 Arbeitnehmer.

2020 Vorjahr
Kaufmännische Mitarbeiter 30 44
Technisch-gewerbliche Mitarbeiter 105 90
135 134
Auszubildende 16 16
151 150

(13) Anteilsbesitz (in Tausend)

Name Sitz Beteiligungsquote Eigenkapital 2019 Jahresergebnis 2019
Lewron GmbH Berlin 100,00 % 710 154

(14) Geschäftsführer

Geschäftsführer der SPIE TELBA GmbH im Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2020 sind:

Herr Michael Brase, Leiter der Region Ost des Geschäftsbereichs Information & Communication Services (ICS) der SPIE Deutschland & Zentraleuropa GmbH Gruppe, Berlin

Herr Stephan Lunkwitz, kaufmännischer Geschäftsführer, Berga/Elster (Austritt 31. März 2020)

Herr Jörg Marks, Leiter des Bereichs Sicherheitstechnik der SPIE TELBA GmbH, Berlin

(15) Gesamtbezüge des Geschäftsführungsorgans

Mit Verweis auf § 286 Abs. 4 HGB unterbleibt der Ausweis der Geschäftsführerbezüge.

(16) Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen von TEUR 944 (Vorjahr: TEUR 895) betreffen in Höhe von TEUR 542 (Vorjahr: TEUR 450) Leasingverträge für geleaste Fahrzeuge. Des Weiteren bestehen Verpflichtungen aus Mietverträgen für Büro- und Lagerräume bzw. Stellplätze in Höhe von TEUR 243 (Vorjahr: TEUR 377). Die diesbezüglichen Mietverträge haben eine maximale Restlaufzeit von zwei Jahren. Der Restbetrag von TEUR 159 (Vorjahr: TEUR 68) betrifft Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen für Büroeinrichtungen und Werkzeugen.

(17) Gesamthonorar des Abschlussprüfers

Das vom Abschlussprüfer Deloitte GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar betrug TEUR 33 und bezog sich ausschließlich auf Abschlussprüfungsleistungen.

(18) Weitere Angaben

Alleinige Gesellschafterin der SPIE TELBA GmbH ist die SPIE TELBA Group GmbH, Düsseldorf. Die SPIE TELBA GmbH wird in den Konzernabschluss der SPIE SA, Cergy/Frankreich, einbezogen. Das Mutterunternehmen der Gesellschaft, welches für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen den Konzernabschluss aufstellt, ist die SPIE SA. Der Konzernabschluss wird beim Bundesanzeiger unter der Firma der SPIE Deutschland & Zentraleuropa GmbH veröffentlicht.

(19) Nachtragsberichterstattung

Zum 1. Januar 2021 wurde die Immobilie in Löbichau an die SPIE SAG Immobilien GmbH & Co. KG mit Sitz in Ratingen veräußert und ein Gewerbemietvertrag mit einer Festlaufzeit von zehn Jahren bis 31. Dezember 2030 geschlossen. Aus der Veräußerung ergab sich ein Gewinn in Höhe von TEUR 46.

 

Löbichau, den 28. Juli 2021

gez. Michael Brase, Geschäftsführung

gez. Jörg Marks, Geschäftsführung

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2020

Stand 1.1.2020
EUR
Zugang
EUR
Abgang
EUR
Stand 31.12.2020
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerb Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 353.469,99 8.220,10 0,00 361.690,09
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 189.847,00 0,00 189.847,00
353.469,99 198.067,10 0,00 551.537,09
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 768.033,65 0,00 0,00 768.033,65
2. Technische Anlagen und Maschinen 941.667,80 65.282,85 8.516,56 998.434,09
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 863.583,50 102.873,47 64.280,59 902.176,38
2.573.284,95 168.156,32 72.797,15 2.668.644,12
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 1.152.669,75 488.700,00 0,00 1.641.369,75
4.079.424,69 854.923,42 72.797,15 4.861.550,96
Kumulierte Abschreibungen
Stand 1.1.2020
EUR
Zugang
EUR
Abgang
EUR
Stand 31.12.2020
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerb Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 159.963,08 110.276,61 0,00 270.239,69
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
159.963,08 110.276,61 0,00 270.239,69
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 302.037,58 21.193,52 0,00 323.231,10
2. Technische Anlagen und Maschinen 751.486,93 54.480,01 8.131,94 797.835,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 681.436,32 134.424,11 51.555,82 764.304,61
1.734.960,83 210.097,64 59.687,76 1.885.370,71
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
1.894.923,91 320.374,25 59.687,76 2.155.610,40
Buchwerte
Stand 31.12.2020
EUR
Vorjahr
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerb Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 91.450,40 193.506,91
2. Geleistete Anzahlungen 189.847,00 0,00
281.297,40 193.506,91
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 444.802,55 465.996,07
2. Technische Anlagen und Maschinen 200.599,09 190.180,87
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 137.871,77 182.147,18
783.273,41 838.324,12
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 1.641.369,75 1.152.669,75
2.705.940,56 2.184.500,78

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die SPIE TELBA GmbH, Löbichau

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der SPIE TELBA GmbH, Löbichau, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2020 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs-und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der SPIE TELBA GmbH, Löbichau, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2020 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Düsseldorf, den 28. Juli 2021

Deloitte GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

André Bedenbecker, Wirtschaftsprüfer

Thomas Neu, Wirtschaftsprüfer

Nachrichten & Medien

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2 nahegelegene Organisationen

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