segmenta experience GmbH
Selbe AdresseErbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Hendrik Gläbe seit 6.5.2025 | Prokura |
Lydia Gabriele Schiphorst seit 5.4.2023 | Geschäftsführer |
Bettina Hildegard Trummer seit 5.4.2023 | Geschäftsführer |
Anne-Christine Fausel seit 11.4.2014 | Prokura |
Nico Ziegler seit 13.6.2013 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
segmenta communications GmbHHamburgJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022der segmenta communications GmbH, HamburgA. Grundlagen des Unternehmens Die 1981 gegründete segmenta communications GmbH ist eine Agentur für integrierte Kommunikationsleistungen. Die inhabergeführte Agentur mit Sitz in Hamburg ist mit über 110 Mitarbeiter:innen aus den Bereichen Social Media, Digitale Kommunikation, Corporate und Brand PR, Kreation, Marketing Advisory, Campaigning und Sustainbility Consulting für Kunden u.a. aus den Branchen Nahrungs- und Genussmittel, Logistik, Konsumgüter Elektronikindustrie und Medien tätig. Die Gesellschaft hat keine Zweigniederlassungen, verfügt aber mit der segmenta experience GmbH und der segmenta futurist:a GmbH über Schwestergesellschaften. Mit der herrschenden Nico Ziegler GmbH besteht ein Gewinnabführungs-/Verlustübernahmevertrag. Für die laufende Beurteilung der wirtschaftlichen Entwicklung zieht die Gesellschaft als wesentliche finanzielle Leistungsindikatoren den Honorarumsatz sowie das EBIT heran. Der Honorarumsatz erfasst die Umsatzerlöse, die Bestandsveränderung abzüglich der Aufwendungen für bezogenen Leistungen. Das EBIT stellt das Ergebnis vor Ertragsteuern und dem Zinsergebnis dar. Des Weiteren würdigen wir den Deckungsbeitrag der einzelnen Projekte bzw. Etats, die Personalkosten sowie die betrieblichen Aufwendungen. B. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung ist in Deutschland vom Ukraine-Krieg, einer hohen Inflation u.a. durch explodierte Energiepreise, dem anhaltenden Fachkräftemangel und den fortdauernden Lieferkettenproblemen geprägt. Im Geschäftsjahr 2022 waren die privaten Konsumausgaben ein wichtiger Wachstumsfaktor für den Anstieg des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts (BIP), das nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 1,9 % im Vergleich zum Vorjahr gestiegen ist. In den Bereichen Freizeit, Unterhaltung und Kultur sowie Gastronomie sorgten Nachholeffekte nach Aufhebung fast aller Corona-Schutzmaßnahmen zu einem preisbereinigten Anstieg von 4,6 % bzw. 4,0 % im Vergleich zum Vorjahr. Die Werbeausgaben in Deutschland sind im Vergleich zum Vorjahr um 3,4 % gesunken, wobei alle Mediengruppen von dieser Entwicklung betroffen waren. Des Weiteren ist eine anhaltende Verschiebung der Werbeausgaben zugunsten von digitalen Werbeformen festzustellen. Die höchsten Werbespendings hatten erneut die FMCG-Hersteller (Hersteller von Fast Moving Consumer Goods). Hiervon profitierte die Gesellschaft, die knapp 50 % des Honorarumsatzes mit Kunden im Bereich FMCG erzielt. 2. Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft a) Geschäftsverlauf Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr zum 10. Mal in Folge den Wachstumstrend mit einem Anstieg des Honorarumsatz um 3,7 % bestätigt und liegt damit über dem vom Gesamtverband Kommunikationsagenturen GWA e.V. publizierten Umsatzplus von 1,2 %. Die Beauftragungslage der Gesellschaft stellte sich im Geschäftsjahr 2022 in den verschiedenen Branchen der Kunden unterschiedlich dar: Bei der Gesellschaft war der Sektor Nahrung und Genuss umsatzstärkster Bereich und übertraf, wie bereits vor der Pandemie, nun wieder den der Konsumgüterbranche. Die Gesellschaft konnte bei der Mehrzahl der Kunden der Nahrungs- und Genussmittel-Branche Umsatzsteigerungen verzeichnen. Diese fielen im Vergleich zum Vorjahr mit 14,0 % (Vorjahr: +30,0 %) moderat aus. Relevante Umsatzsteigerungen sind auf akquirierte Neukunden zurückzuführen. Die Kunden der Konsumgüterbranche (ohne Nahrungs- und Genussmittel) haben bereits 2021 Nachholeffekte aus der Corona-Pandemie realisiert und waren zeitgleich im Hinblick auf die angespannte weltpolitische Entwicklung im Geschäftsjahr sowie im Hinblick auf die hohe Inflation in Deutschland bei der Beauftragung der Gesellschaft restriktiver. Der Honorarumsatz sank mit den Kunden der Konsumgüterbranche um ein Drittel entgegen dem Anstieg von + 35,0 % im Vorjahr. Des Weiteren konnte die Gesellschaft die bisher höchste Zahl an Erfolgen bei der Akquise von Neukunden vermelden, was als wichtiger Indikator für das Wachstum und die Wettbewerbsfähigkeit zu werten ist. Die win-win-Situation mit der Schwestergesellschaft segmenta futurist:a GmbH führte im Geschäftsjahr erneut zu einem positiven Effekt bei der Beauftragungslage, da die Kunden das breitere Angebotsspektrum nachfragten. b) Ertragslage Der im Geschäftsjahr 2022 erwirtschaftete Honorarumsatz der Agentur betrug TEUR 8.264 (Vorjahr: TEUR 7.966). Der Gesamtumsatz (Umsatzerlöse zzgl. Bestandsveränderung) nahm aufgrund reduzierter Budgets für Media Spendings leicht auf TEUR 14.692 (Vorjahr: TEUR 14.912) ab. Abweichend zum Vorjahr wurden mit TEUR 196 umsatzbezogene Fremdleistungen durch Freelancer nicht in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen, sondern honorarmindernd berücksichtigt. Der Personalaufwand hat sich aufgrund der um 7,5 % gestiegenen Mitarbeiter:innenanzahl (FTE im Jahresdurchschnitt) überproportional zur Honorarumsatzsteigerung um 11,1 % auf TEUR 6.173 erhöht. Die Personalkostenquote ist um 5,0 %-Punkte auf 74,7 % (bezogen auf den Honorarumsatz) gestiegen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich um 38,7 % auf TEUR 1.571 erhöht. Ursächlich hierfür sind insbesondere der Anstieg der nicht umsatzbedingten Fremdleistungskosten (+TEUR 174) sowie die zunehmenden Kosten für die Personalvermittlung (+TEUR 89), da die Gesellschaft ihre Rekrutierungsbemühungen um Mitarbeitende in Festanstellung deutlich ausweiten musste. Die Zunahme der sonstigen betrieblichen Aufwendungen resultiert zudem aus einer Ausweitung der Reiseaktivitäten sowie aus erhöhten Digitalisierungskosten aufgrund der Nutzung zahlreicher neuer Tools. Des Weiteren ist eine signifikante Erhöhung der Rechts- und Beratungskosten im Zusammenhang mit der Ermittlung des Corporate Carbon Footprints der Gesellschaft sowie den eingekauften Beratungsleistungen für Arbeitssicherheit und Arbeitsmedizin zu verzeichnen. Im Geschäftsjahr 2022 konnte ein EBIT von TEUR 541 (Vorjahr: TEUR 1.162) erzielt werden. Die Umsatzrendite (bezogen auf das EBIT) vom Honorarumsatz hat sich auf 6,5 % (Vorjahr: 14,6 %) reduziert. Nach Abzug von Ertragsteuern und Zinsergebnis ergibt sich für das Geschäftsjahr 2022 ein Ergebnis vor Gewinnabführung von TEUR 523 (Vorjahr: TEUR 1.146). Dieses wurde aufgrund des bestehenden Gewinnabführungsvertrags mit der Nico Ziegler GmbH an diese abgeführt. c) Vermögens- und Finanzlage Die Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft ist weiterhin als sehr stabil und gesichert zu bezeichnen. Die Liquidität war zu jeder Zeit aus dem operativen Cashflow sichergestellt. Die Verbindlichkeiten werden innerhalb der Zahlungsfristen beglichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele vereinnahmt. Die Agentur unterhält zum Teil sehr langfristige Kundenbeziehungen. Die Liquiditätslage des Unternehmens ist insgesamt sehr gut. Die Analyse der Bilanzstruktur zeigt keine relevanten Veränderungen:
Das kurzfristige Vermögen wurde verringert und spiegelt die Entwicklung der Verbindlichkeiten wider. Die Bilanzsumme sank aufgrund von verringerten Anzahlungen der Kunden für das Folgejahr um TEUR 1.516 auf TEUR 3.310. Die Eigenkapitalquote ist um 0,5 % gestiegen und liegt bei 1,5 % der Bilanzsumme. Die Vermögensstruktur ist branchentypisch durch eine weiterhin hohe Quote des Umlaufvermögens an der Bilanzsumme von 87,0 % gekennzeichnet. Die weiteren wesentlichen Bilanzposten betreffen die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände (TEUR 2.413; Vorjahr: TEUR 2.857) sowie die Verbindlichkeiten (TEUR 2.879; Vorjahr: TEUR 4.436). d) Gesamtaussage Insgesamt schätzen wir die Lage der Gesellschaft als gut ein. Nach 2021, dem bisher erfolgreichsten Geschäftsjahr der Gesellschaft, entwickelte sich der Honorarumsatze im Geschäftsjahr aufgrund reduzierter Kundenbudgets wesentlich moderater als im Vorjahr. Zeitgleich führten Steigerungen der Personalkosten und der sonstigen betrieblichen Aufwendungen zu überdurchschnittlich höheren Aufwänden, was wiederum das EBIT in 2022 belastete. C. Prognosebericht Bei einem für die Gesellschaft im Hinblick auf das Volumen wichtigen Kunden hat sich der Beauftragungsumfang zu Beginn des aktuellen Geschäftsjahrs im Vergleich zu 2022 reduziert, was u.a. durch den Nachfragerückgang auf Endkundenseite durch bereits in den Pandemie-Jahren antizipierte Käufe begründet ist. Bei einem weiteren Volumen-relevanten Kunden ist die Beauftragungssituation im Vergleich zu 2022 ebenfalls gesunken. Hintergrund sind hier weltweit geltende Sparmaßnahmen des Konzerns. Demgegenüber konnten zwei in 2022 akquirierte Kunden in diesem Jahr 2023 umfangreich ausgebaut werden. Seit Jahresbeginn konnten Rahmen- bzw. Projektverträge mit insgesamt neun Neukunden geschlossen werden. Bei weiteren sieben Anfragen von potenziellen größeren Neukunden stehen die Entscheidungen derzeit noch aus. Neben dem Neukundengeschäft konnten Preissteigerungen bei Bestandskunden erreicht werden. Insgesamt beurteilen wir die Geschäftsaussichten im Vergleich zu einigen Mitbewerbern der Kommunikationsbranche weiterhin optimistisch und rechnen im Geschäftsjahr 2023 mit einem moderaten Anstieg des Honorarumsatzes. Diesen positiven Erwartungen stehen Herausforderungen entgegen: In einem vom Ukraine-Krieg, einer hohen Inflation, dem anhaltenden Fachkräftemangel und den fortdauernden Lieferkettenproblemen geprägten gesamtwirtschaftlichen Umfeld haben führende Wirtschaftsforschungsinstitute aktuell die Prognosen für das deutsche Wirtschaftswachstum nach unten geschraubt. Laut dem Kieler Institut für Weltwirtschaft (IfW) wird für das aktuelle Jahr ein Rückgang von - 0,5 % erwartet, im Vergleich zur Frühjahrsprognose von + 0,5 %. Dieser Rückgang wird vor allem auf das schwach abgeschlossene Winterhalbjahr zurückgeführt. Der Fachkräftemangel ist weiterhin größte Wachstumsbremse der Gesellschaft. Teilweise müssen Neukundenanfragen aus Kapazitätsgründen abgelehnt werden. Des Weiteren werden die Investitionen in festangestellte Mitarbeitende aufgrund deren steigende Ansprüche in Gehalt, abwechslungsreiche Arbeitsinhalte, hybride Arbeitsformen und Aus- und Weiterbildungsangeboten auch zukünftig steigen. Der Recruiting-Aufwand für neue Mitarbeitende wächst ebenfalls an, weshalb die Gesellschaft mittlerweile eine festangestellte Spezialistin für den Recruiting Prozess engagiert und den HR-Bereich ausgebaut hat. Wie alle kleinen und mittleren Unternehmen hat die Gesellschaft mit den weiterwachsenden Belastungen durch Bürokratie und Regulierung zu kämpfen, wodurch personelle Kapazitäten für die Umsetzung dieser Vorgaben gebunden werden. Auf Grundlage dieser Erwartungen sowie der bereits getätigten Geschäfte (Stand Oktober 2023) erwarten wir für das Geschäftsjahr 2023 einen moderat steigenden Honorarumsatz bei ebenfalls moderat steigenden Personalkosten und unveränderten sonstigen betrieblichen Aufwendungen, so dass wir insgesamt ein gleichbleibendes EBIT erwarten. D. Chancen- und Risikobericht 1. Risikostrategie und finanzwirtschaftliche Risiken Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik. Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten. Für eine zusätzliche Absicherung hat die Gesellschaft mit der Hausbank eine bisher noch nie beanspruchte Kreditlinie vereinbart. Die Gesellschaft verfügt über eine Vielzahl langjähriger Kundenbeziehungen zu großen und solventen Unternehmen. Forderungsausfälle sind die Ausnahme. Ein effektives Forderungsmanagement ist etabliert. Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen beglichen. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein adäquates Debitorenmanagement. Darüber hinaus informiert sich die Gesellschaft vor Eingehung einer neuen Geschäftsbeziehung stets über die Bonität der künftigen Kunden. Die Gesellschaft hat keine Währungsrisiken. Die Forderungen werden in Euro beglichen. Ein Zinsrisiko besteht ebenfalls nicht, da die Finanzierung über Eigenkapital erfolgt. Die Gesellschaft haftet gesamtschuldnerisch gemeinsam mit der herrschenden Nico Ziegler GmbH für die Kontokorrent-Kreditline der Schwestergesellschaft segmenta experience GmbH über TEUR 100, die zum 31. Dezember 2022 mit TEUR 94 ausgeschöpft wurde. 2. Leistungswirtschaftliche Risiken Die Gesellschaft unterliegt den geschäftsüblichen Risikofaktoren einer Kommunikationsagentur, verfügt jedoch über ein aktives Risikomanagement mit internen Überwachungs- und Kontrollsystemen zur frühzeitigen Erkennung von Unternehmensrisiken. Kurz- und mittelfristige Risiken der Gesellschaft liegen zum einen in der Abhängigkeit von kündbaren Vertragsverhältnissen mit Kunden, einer Ausweitung des Projektgeschäfts sowie des Aussetzens bereits beauftragter oder zugesagter Projekte begründet. Im Geschäftsjahr 2022 konnte die Konzentration des Honorarumsatzes auf wenige Kunden deutlich reduziert werden. Die ist begründet durch eine erfolgreiche Strategie zur Neukundenakquise sowie der Ausweitung des Leistungsangebots und der Branchenkompetenz im Zusammenhang mit den Schwestergesellschaften segmenta experience GmbH und segmenta futurist:a GmbH. Grundsätzlich belastet ein konjunktureller Abschwung den Honorarumsatz und somit auch das EBIT. Erfolgt dieser konjunkturelle Abschwung stärker als erwartet, würde sich dieser ebenfalls stärker auf Honorarumsatz und EBIT auswirken, da entsprechende Gegenmaßnahmen erst zeitverzögert wirken würden. Die zunehmende Zahl an Gesetzen und Vorschriften erfordern einen weiter steigenden administrativen Aufwand zur Bewältigung der bürokratischen Anforderungen. Auch der die gesamte Marketing- und Kommunikationsbranche betreffende und sich verschärfende Fachkräftemangel stellt eine besorgniserregende Entwicklung für die Gesellschaft dar. Kundenprojekte mit hohen Kosten für Fremdleistungsbezüge bzw. agenturspezifischen Mediaschaltungskosten könnten zu kurzfristigen Engpässen zwischen dem Zeitpunkt der Verauslagung der Kosten und deren Weiterberechnung an die Kunden führen. Diesem Risiko begegnet die Gesellschaft zum einem durch die schnelle Identifikation verauslagter Fremdkosten mittels der eingesetzten Projekt- und Finanz-Software, so dass eine zeitnahe Weiterbelastung dieser Kosten an die Kunden erfolgt. Zum anderen hat die Gesellschaft im Hinblick auf Mediaschaltungskosten mit einigen Kunden à-conto-Zahlungen bzw. Abschlagszahlungen auf zu erwartende Mediaschaltkosten vertraglich vereinbart. Eine Reduzierung dieser Budgets für Mediaschaltungen seitens der Kunden und den damit verbundenen à-conto-Zahlungen bzw. Abschlagszahlungen könnte jedoch zu einer Reduzierung des Cashflows der Gesellschaft führen. Bei einigen Neukunden musste die Gesellschaft zum Teil lange Zahlungsziele in den vertraglichen Rahmenvereinbarungen akzeptieren. 3. Gesamtbeurteilung der Risiken Insgesamt stufen wir die dargestellten Risiken als gering ein. Angesichts der finanziellen Stabilität des Unternehmens, den langjährigen Kundenbeziehungen zu großen solventen Kunden und der Antizipation von technischen Entwicklungen sehen wir derzeit keine Risiken für die positive Weiterführung des Unternehmens. 4. Chancenbericht Die Prognose des IfW (Institut für Weltwirtschaft) sieht mittelfristig aufgrund kräftiger Verdienstzuwächse, höherer Sozialleistungen und einer gleichzeitig sinkenden Inflationsrate eine spürbare Zunahme der Kaufkraft vieler Menschen. Dieser positive Trend begünstigt nicht nur die Umsatzentwicklung unserer Kunden, sondern damit möglicherweise auch die unserer Gesellschaft. Die Kapazitätsvoraussetzungen für die Betreuung neuer Kunden wurden durch die Einstellung von 13 festangestellten Mitarbeitern mit Arbeitsbeginn ab dem 2. Halbjahr 2023 geschaffen. In den Geschäftsfeldern Digital- sowie Nachhaltigkeitskommunikation, beides Wachstumstreiber der Gesellschaft, konnten hochqualifizierte Spezialisten in Festanstellung verpflichtet werden. Dank deren umfassender Expertise können wir den steigenden Beratungsbedarf unserer Kunden erfolgreich bewältigen und uns gleichzeitig als kompetenter Dienstleistungspartner für potenzielle Neukunden positionieren. Eine weitere Anziehungskraft auf Neukunden gründet sich auch auf in der Kommunikationsbranche beachtete Projekterfolge für renommierte Bestandskunden sowie der vom PR-Report im November 2022 erhaltenen Auszeichnung als Kommunikationsberatung des Jahres.
Hamburg, 1. November 2023 gez. Nico Ziegler gez. Lydia Schiporst gez. Bettina Trummer BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang für das Geschäftsjahr 2022I. Allgemeine Angaben zum Unternehmen Die segmenta communications GmbH hat ihren Sitz in Hamburg. Sie ist im Handelsregister des Amtsgericht Hamburg unter HRB 26933 eingetragen. II. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2022 der segmenta communications GmbH wurde nach den Vorschriften des Dritten Buches des Handelsgesetzbuches (HGB) sowie des GmbHG aufgestellt. Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaften im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB. Größenabhängige Erleichterungen bei der Erstellung (§ 288 HGB) des Jahresabschlusses für mittelgroße Kapitalgesellschaften wurden in eingeschränktem Umfang in Anspruch genommen. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Abweichend zum Vorjahr werden die direkt der Umsatzerzielung dienenden bezogenen Leistungen in Höhe von TEUR 196 nicht unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen, sondern als Materialaufwand in dem Posten Aufwendungen für bezogene Leistungen ausgewiesen. Zur Erhaltung der Bilanzidentität wurde der entsprechende Vorjahresbetrag von TEUR 63 nicht umgegliedert. Die auf den vorhergehenden Jahresabschluss angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden beibehalten. III. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die immateriellen Vermögensgegenstände werden mit den Anschaffungskosten vermindert um die planmäßige kumulierte Abschreibung bewertet. Die Abschreibungen werden linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von drei bzw. fünf Jahren vorgenommen. Das Sachanlagevermögen ist mit den aktivierungspflichtigen Anschaffungs-/Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern liegen hierbei zwischen drei und 15 Jahren. Geringwertige Wirtschaftsgüter im Sinne von § 6 Abs. 2 EStG werden im Jahr des Zugangs in voller Höhe abgeschrieben. Soweit der nach vorstehenden Grundsätzen ermittelte Wert von Gegenständen des Anlagevermögens über dem Wert liegt, der ihnen am Bilanzstichtag beizulegen ist, wird dem durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen. Stellt sich in einem späteren Geschäftsjahr heraus, dass die Gründe hierfür nicht mehr bestehen, so wird der Betrag dieser Abschreibungen im Umfang der Werterhöhung unter Berücksichtigung der Abschreibungen, die inzwischen vorzunehmen gewesen wären, zugeschrieben. Die in den Vorräten ausgewiesenen unfertigen Leistungen erfassen die in Arbeit befindlichen Aufträge, die mit den Herstellungskosten bewertet wurden. Soweit erforderlich wurden Abschläge zur Berücksichtigung des Niederstwertprinzips vorgenommen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zu Nennwerten angesetzt. Alle erkennbaren Einzelrisiken werden bei der Bewertung berücksichtigt. Für das allgemeine Kreditrisiko ist eine Pauschalwertberichtigung für Forderungen aus dem Liefer- und Leistungsverkehr mit 1,5 % gebildet. Die Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten sind zu Nennwerten angesetzt. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden nur solche vor dem Bilanzstichtag geleisteten Ausgaben aktiviert, die Aufwand für eine kalendermäßig bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen. Die Rückstellungen wurden nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung mit dem notwendigen Erfüllungsbetrag bewertet. Ungewisse Verbindlichkeiten und Risiken wurden in angemessener Höhe berücksichtigt. Die Pensionsverpflichtungen werden nach anerkannten versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten (Heubeck-Richttafeln 2018 G) nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren ermittelt. Bei der Gesellschaft sind aufgrund der vertraglichen Regelungen Entgelt- und Rentensteigerungen sowie eine unternehmensspezifische Fluktuationsrate nicht zu berücksichtigen. Bei der Festlegung des laufzeitkongruenten Rechnungszinssatzes wird in Anwendung des Wahlrechts nach § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB bei der Abzinsung pauschal eine durchschnittliche Restlaufzeit von 15 Jahren unterstellt. Der Rechnungszinssatz basiert entsprechend § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB auf dem von der Deutsche Bundesbank ermittelten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre und beträgt zum Abschlussstichtag 1,78 %. Aus der Abzinsung der Rückstellungen für Pensionen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre ergibt sich im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre ein Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 6 HGB in Höhe von EUR 2.921,00. Der Unterschiedsbetrag ist für die Ausschüttung gesperrt. Vermögensgegenstände, die dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen, unbelastet und insolvenzsicher sind sowie ausschließlich zur Erfüllung von Schulden aus Pensionsverpflichtungen dienen ( Deckungsvermögen), werden gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB unmittelbar mit den korrespondierenden Schulden verrechnet. Das Deckungsvermögen ist zum Zeitwert bewertet. Der beizulegende Zeitwert des Deckungsvermögens (Rückdeckungsversicherungen) entspricht den fortgeführten Anschaffungskosten gemäß § 255 Abs. 4 Satz 3 HGB und besteht aus dem so genannten geschäftsplanmäßigen Deckungskapital des Versicherungsunternehmens zuzüglich eines gegebenenfalls vorhandenen Guthabens aus Beitragsrückerstattungen (so genannte unwiderrufliche Überschussbeteiligung). Die übrigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages bewertet. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichend objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Die Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag bewertet. Als passive Rechnungsabgrenzungsposten werden nur solche vor dem Bilanzstichtag realisierte Einnahmen passiviert, die Ertrag für eine kalendermäßig bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen. IV. Erläuterungen zur Bilanz 1. Anlagevermögen Die gesondert dargestellte Entwicklung des Anlagevermögens ist integraler Bestandteil des Anhangs.
2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Sämtliche Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten mit EUR 65.837,06 Ansprüche aus nicht abziehbaren Vorsteuern, die erst nach dem Bilanzstichtag rechtlich entstehen. 3. Eigenkapital Aus der Abzinsung Aus der Abzinsung der Rückstellungen für Pensionen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre ergibt sich zum Bilanzstichtag ein Unterschiedsbetrag in Höhe von EUR 2.921,00. Dieser ist nach § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB ausschüttungsgesperrt. 4. Pensionsrückstellungen Angaben zur Verrechnung mit Deckungsvermögen nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB:
5. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für Verpflichtungen aus dem Personalbereich (TEUR 165) sowie aus nachlaufenden Eingangsrechnungen (TEUR 132). 6. Verbindlichkeiten Sämtliche Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Für die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen branchenübliche Eigentumsvorbehalte an den gelieferten Gegenständen. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten mit EUR 1.339.115,69 (Vj. Euro 1.869.426,92) Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern. Die sonstigen Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:
7. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge erfassen folgende periodenfremde Erträge:
Gegenüber der Nico Ziegler GmbH besteht ein Gewinnabführungs-/Verlustübernahmevertrag. 8. Personalaufwand Im Posten "Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung" sind Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von EUR 8.877,49 (Vj. EUR 4.199,73) enthalten. 9. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfassen folgende periodenfremde Aufwendungen:
10. Finanzergebnis Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen betreffen mit EUR 16.906,05 (Vj. EUR 15.231,95) verbundene Unternehmen. Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen betreffen in Höhe von EUR 2.821,00 (Vj. EUR 3.598,00) Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen. Angaben zur Verrechnung mit Deckungsvermögen nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB in der Gewinn- und Verlustrechnung:
VI. Sonstige Pflichtangaben 1. Personal Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer beträgt:
2. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen Zugunsten eines verbundenen Unternehmens besteht eine selbstschuldnerische Bürgschaft über die Inanspruchnahme eines Kontokorrentkredits bei der UniCredit Bank AG in Höhe von EUR 93.692,13. In Höhe der noch freien Kreditlinie von EUR 6.307,87 besteht ein Haftungsverhältnis aus Gewährleistungsverträgen. Das Risiko einer Inanspruchnahme aus der Bürgschaft wird als gering eingestuft, da es derzeit keinerlei Anzeichen dafür gibt, dass das verbundene Unternehmen seinen Verpflichtungen aus dem Kontokorrentverhältnis nicht nachkommen wird. Darüber hinaus bestehen folgende sonstige finanzielle Verpflichtungen:
Gegenüber der Nico Ziegler GmbH besteht ein Gewinnabführungs-/Verlustübernahmevertrag. 3. Organe der Gesellschaft Mitglieder der Geschäftsführung Geschäftsführer sind bzw. waren: - Nico Ziegler (CEO), Hamburg, - Lydia Schiphorst (Geschäftsführerin Public Relations) (seit dem 01. April 2023) - Bettina Trummer (Geschäftsführerin Außendarstellung/Positionierung der Agentur) (seit dem 01. April 2023
Hamburg, 01.11.2023 gez. Nico Ziegler gez. Lydia Schiphorst gez. Bettina Trummer sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 01.11.2023 festgestellt. Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die segmenta communications GmbH, Hamburg Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der segmenta communications GmbH, Hamburg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der segmenta communications GmbH, Hamburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Hinweis auf einen sonstigen Sachverhalt Der Jahresabschluss der segmenta communikations GmbH für das vorherige, am 31. Dezember 2021 endende Geschäftsjahr, der Grundlage für die Vergleichsangaben im Jahresabschluss und Lagebericht zum 31. Dezember 2022 ist, wurde nicht geprüft. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Hamburg, 1. November 2023 RSM
Ebner Stolz GmbH & Co. KG
Sven Metzger, Wirtschaftsprüfer Jürgen Richter, Wirtschaftsprüfer |
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