Stammdaten

Register
Amtsgericht Aschaffenburg HRB 16206
Eingetragen
19.3.2015
Branche
Großhandel mit PhotovoltaikmodulenTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von WerkzeugenWärme- und Kältehandel
Gegenstand
a. der Handel mit technischen Komponenten, sowie b. die Vermittlung von Handelsgeschäften mit technischen Komponenten und c. die Erbringung von Dienstleistungen im kaufmännischen Bereich.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Volker Erich Helfrich
seit 22.6.2021
Geschäftsführer
Martin Schachinger
seit 22.6.2021
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

50.00% identifiziert50.00% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
50.00%

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
12.500 €
50.00%
Germany
12.500 €
50.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

pvXchange Trading GmbH

Mömbris

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

1. Wirtschaftsbericht

1.1. Darstellung des Geschäftsverlaufs einschließlich des Geschäftsergebnisses

1.1.1 Geschäftsmodell der pvXchange Trading GmbH

Die pvXchange Trading GmbH vertreibt Komponenten für die Errichtung von Photovoltaikanlagen und Energiespeichersysteme im Bereich der Einfamilienhäuser und Gewerbeimmobilien. Unser Fokus liegt dabei auf B2B-Großhandel, Beratung und Konfektionierung qualitativ hochwertiger Photovoltaikanlagen für unsere Installations-, Handels- und Energieversorgungspartner. Unsere Kunden haben ihren Sitz zum allergrößten Teil in Deutschland, aber auch in anderen Teilen von Europa.

1.1.2 Entwicklung des Marktes und der Branche

Aktuellen Studien zufolge lag der Photovoltaik-Zubau im Jahr 2023 weltweit bei ca. 420 GWp, was einer Steigerung von 50 % gegenüber dem Vorjahr (ca. 280 GWp) entspricht. Damit stieg die Gesamtleistung der global installierten Photovoltaik-Anlagen auf etwa 1.500 GWp. In unserem Heimatmarkt Deutschland ist die im abgelaufenen Jahr 2023 neu installierte Solarstromleistung von 7,5 GWp aus dem Vorjahr nach aktuellem Stand auf ca. 15 GWp (100%) gestiegen. Deutschland war damit auch 2023 der größte Einzelmarkt in Europa. Insgesamt sind in Deutschland per Ende 2023 etwa 82 GWp Photovoltaik-Kapazität installiert. Deutschland bleibt der wichtigste Solarmarkt in Europa, nicht zuletzt auf Grund der Ankündigung der Regierungskoalition, bis 2030 den PV-Zubau noch einmal kräftig zu steigern. Außerdem erhöhen weltweite Krisen und zunehmende Bedenken zur Netzstabilität das individuelle Bedürfnis nach unabhängiger und sicherer Stromversorgung in der Bevölkerung. (https://www.energieforschung.de/de/aktuelles/news/2024/weltweit-400-gigawatt-neu-installierte-photovoltaikleistung-in-2023 ; Abruf vom 04.03.2025)

1.1.3 Geschäftsverlauf, Umsatzentwicklung

Die Umsatzerlöse der pvXchange Trading GmbH sind im Geschäftsjahr 2023 um 13,9 Mio. Euro (21 %) gegenüber 2022 gestiegen. Die Gesellschaft erzielte - nach Umsatzerlösen von 66,8 Mio. Euro im Jahr 2022 - im Jahr 2023 einen Umsatz in Höhe von 80,6 Mio. Euro.

Der Modulabsatz lag dabei bei 180 MWp, 20% höher im Vergleich zum Vorjahr, in dem der Absatz bei 150 Mwp lag. Der Absatz bei Wechselrichtern lag bei 170 MWp, 183% höher im Vergleich zum Vorjahr. Der Absatz bei Energiespeichern lag bei 45 MWp, 128% höher im Vergleich zum Vorjahr.

Die folgende Übersicht zeigt die Entwicklung der Umsätze und Absätze der jeweiligen Segmente in tabellarischer Form:

2023 Module Speicher Wechselrichter
Umsatz Mio. € 43,1 20,7 12,3
MWp 180 45 170
2022 Module Speicher Wechselrichter
Umsatz Mio. € 50,1 9,2 4,9
MWp 150 19 60

2. Lage des Unternehmens

2.1 Ertragslage

Im Geschäftsjahr 2023 wurde die Außendarstellung der pvXchange Trading GmbH verbessert und gestärkt. Das Hauptaugenmerk lag darauf, die Markenbekanntheit von pvXchange und die Wahrnehmung des Unternehmens als Anbieter gesamtheitlicher Energielösungen vor allem bei Fachpartnern weiter zu stärken. Daneben wurden auch Events wie beispielsweise die Roadshow mit dem Hersteller Huawei oder auch Webinare mit diversen anderen Herstellern durchgeführt, um Kunden und Partner über unser breiter werdendes Produktportfolio und auch Neuheiten zu informieren.

Um vermehrt auch internationale Kunden zu gewinnen, nahm die pvXchange Trading GmbH im Jahr 2023 erstmals neben Veranstaltungen in Deutschland als Aussteller auch an ausländischen Messen teil. Zu erwähnen sind dabei die genera in Madrid, Spanien, die WeBuild in Wels, Österreich, sowie die Elmässan in Stockholm, Schweden.

Auf nationaler Ebene trat die pvXchange Trading GmbH mit eigenem Stand unter anderem auf der Messe Intersolar in München sowie auf der Solar Solutions in Düsseldorf auf und stärkte damit ihre Kunden- und Lieferantenbeziehungen.

Des Weiteren wurde auch die Kommunikation im digitalen Bereich kontinuierlich verbessert. Neben Optimierungen beim Webshop und dem Newsletter-Marketing lag ein Fokus auf SEO (Suchmaschinen-Optimierung), was zu einer besseren Platzierung bei Suchanfragen und damit zu deutlich höheren Zugriffsraten auf unserer Website führte. Diese Maßnahmen werden auch in Zukunft konstant weitergeführt.

Das Produktangebot wurde im Jahr 2023 durch Hinzunahme weiterer Marken und Produktgruppen kontinuierlich ausgebaut, die Geschäftsbeziehungen zu den Stammlieferanten dank steigender Abnahmemengen gestärkt. Der Fokus in der Beschaffung von Solarmodulen, Wechselrichtern und Energiespeichern lag dabei nahezu ausschließlich auf China. Montagesysteme und Zubehörteile kamen von deutschen Produzenten.

Die Maßnahmen hatten zufolge, dass die Umsatzerlöse erneut gesteigert werden konnten. Der Umsatz stieg im Berichtszeitraum gegenüber dem Vorjahr um 21 %.

Trotz der gestiegenen Umsatzerlöse ist der Rohertrag der pvXchange Trading GmbH von 7,9 Mio. Euro (2022) um 12 % auf 6,9 Mio. Euro gesunken. Dies hat insbesondere mit dem Rückgang der Verkaufspreise der Solarmodule und notwendigen Abwertungen der Warenbestände zu tun.

Aufgrund des in den letzten 2 Jahren rasant gestiegenen Umsatzvolumens sind etwa die Hälfte der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Bereich Innendienst und Logistik beschäftigt, gefolgt vom Bereich Vertrieb. Im Jahr 2023 hatte die pvXchange Trading GmbH einen Auszubildenden, der mittlerweile seine Abschlussprüfung erfolgreich abgelegt hat und als regulärer Mitarbeiter eingestellt wurde.

Das Unternehmen hat eine flache Hierarchiestruktur mit wenigen ausgewiesenen Fachabteilungen. Führungspersonal wird überwiegend aus den eigenen Reihen rekrutiert.

Der Personalaufwand stieg gegenüber dem Vorjahr um 1,3 Mio. Euro auf nunmehr 2,0 Mio. Euro. Für das Geschäftsjahr 2024 erwartet die Gesellschaft einen Personalaufwand auf etwa gleichbleibendem Niveau.

Auch im Jahr 2023 konnte die pvXchange Trading GmbH das Geschäftsjahr trotz außenwirtschaftlich schwieriger Rahmenbedingungen erfolgreich gestalten. Mit dem Betriebsergebnis ist die Geschäftsführung, trotz des Rückgangs aufgrund der vorstehend dargestellten Entwicklungen, zufrieden und sieht die Gesellschaft für die Zukunft und den damit verbundenen Herausforderungen gut aufgestellt.

2.2 Finanz- und Vermögenslage

Gegenüber dem Vorjahr ergaben sich bei der Vermögensstruktur trotz gestiegener Bilanzsumme keine wesentlichen Veränderungen.

Die Corona-Pandemie, der Krieg in der Ukraine und die daraus resultierenden globalen Unsicherheiten beeinflussen die gesellschaftliche und wirtschaftliche Entwicklung erheblich. In diesem herausfordernden Umfeld spielen Eigenkapital und eine gesicherte Liquidität eine zentrale Rolle. Entscheidend ist, eine ausreichende Liquiditätsreserve aufzubauen, um die Zahlungsfähigkeit jederzeit zu gewährleisten und gleichzeitig vorhandene liquide Mittel effizient im Unternehmen einzusetzen.

Die Gesellschaft finanziert sich im Wesentlichen über Eigenkapital aus den in Vorjahren erzielten und thesaurierten Jahresüberschüssen. Die Eigenkapitalquote hat sich, da sich das Eigenkapital durch den Jahresüberschuss erhöht hat, während sich die übrigen Passivposten im Vergleich unterproportional erhöht haben, im Geschäftsjahr 2023 gegenüber dem Vorjahr von 39,1% auf 46,5% erhöht.

Zudem war die Liquidität des Unternehmens im gesamten Jahr 2023 gesichert. Auch für die Zukunft wird von einer gesicherten Liquiditätslage ausgegangen.

3. Voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens

3.1 Strategie und Märkte

3.1.1 Strategische Ausrichtung und Vertrieb

Das Jahr 2023 steht bei der pvXchange Trading GmbH im Zeichen der Stärkung gewachsener Kundenbeziehungen, sowie der Internationalisierung. Die Lieferanten-Kundenbeziehung konnte mit einigen Großinstallateuren ausgebaut und gefestigt werden.

3.1.2 Relevante Märkte

Nachdem der Umsatzanteil von Kunden in der DACH-Regien bei uns im Jahr 2022 noch mehr als 90 Prozent ausmachte, was ein gewisses Risiko durch Abhängigkeit von Einzelmärkten birgt, sollte diese durch ein stärkeres Engagement im Ausland verringert werden. Als Zielmärkte wurden dabei Spanien, Skandinavien und Polen identifiziert und Mitarbeiter für die Entwicklung dieser im Vergleich zu Deutschland noch unterentwickelten Photovoltaikmärkte eingestellt und Domains und Webseiten in der jeweiligen Landessprache eingerichtet (ES, PL). Auch Italien kam als wiedererstarkender Markt in Betracht, wurde aber aufgrund der unsicheren politischen Lage noch zurückgestellt.

Im Jahresverlauf zeigte sich allerdings, dass durch eine rückläufige Kaufbereitschaft, gepaart mit einem rücksichtslosen Preiskampf, der Aufbau eines ertragreichen Photovoltaikgeschäfts in Spanien nahezu unmöglich war. Der Fokus wurde daher in der zweiten Jahreshälfte auf Skandinavien und Polen verlagert. Insgesamt ging der Markt in ganz Europa, also auch in unserem Hauptmarkt Deutschland, im dritten und vierten Quartal zurück, was zu einem einsetzenden starken Preisverfall vor allem bei Solarmodulen führte. Dokumentiert wird dies unter anderem in unserem monatlich aktualisierten Modulpreisindex auf der Homepage. (https://www.pvxchange.com/Preisindex ; Abruf vom 04.03.2025)

3.2 Prognosebericht

Nach einem sehr erfolgreichen ersten Halbjahr 2023, in dem das Vertriebsteam der pvXchange Trading GmbH Umsatzrekorde bei guten Margen feiern konnte, ging der Verkaufserfolg in der zweiten Jahreshälfte merklich zurück. Auch übte der aufkommende Preiskampf einen starken Druck auf die erzielbare Verkaufsrendite aus. Die Nachfrage ging bereits im Laufe des dritten Quartals 2023 zurück, so dass sich geplante Verkaufszahlen nicht einstellten und unsere Lager sich mit verbindlich bestellter und abnahmepflichtiger Ware kontinuierlich füllten.

Die Gründe für die abflauende Nachfrage beim Endkunden sind die nicht in der erwarteten Form eingetretene Energiekrise, damit verbunden die Senkung der Energiepreise, gepaart mit einer aufkommenden Unsicherheit über die zukünftige wirtschaftliche Situation. Unreflektierte beziehungsweise missverständliche Signale aus der Politik wie beispielsweise der Entwurf für ein neues Gebäudeenergiegesetz des Bundeswirtschaftsministers Robert Habeck ließen die bisher so positive Stimmung pro Erneuerbare Energien kippen.

Die Konsequenz daraus war der Einbruch der Neuaufträge bei den Handwerkern, die aufgrund eigener Lagerbestände dann auch bei den Großhändlern nur noch sehr zögerlich einkauften. Der bisherige Verkäufermarkt entwickelte sich zu einem Käufermarkt, in dem die Abnehmer die Konditionen diktieren können. Der einsetzende Preisverfall führte dann auch zur Notwendigkeit, existierende Lagerbestände zunehmend abwerten zu müssen, um sie noch verkaufen zu können. Dieser Trend sollte sich auch im Jahr 2024 fortsetzen, wie wir nun wissen.

Zusammengefasst erwartet die Geschäftsführung für die pvXchange Trading GmbH, bedingt durch eine Stagnation - eventuell sogar einen Rückgang des deutschen Heimatmarktes, einen weiteren Preisverfall bei den gehandelten Produkten, sowie das ebenfalls weit hinter den Erwartungen zurückliegende Auslandsgeschäft, einen leichten Umsatz- und Ergebnisrückgang im Jahr 2024, selbst wenn die absoluten Verkaufsmengen über das Vorjahresniveau hinaus gesteigert werden können.

4. Hinweise auf wesentliche Risiken und Chancen der künftigen Entwicklung

4.1 Derzeit erkannte wesentliche Risiken

• Anhaltend schwache Nachfrage

Sollte sich die Kaufzurückhaltung bei Photovoltaikanlagen nicht abbauen, werden kaum neue Installationen in Angriff genommen. Alte Lagerbestände fließen bei den Installateuren nicht schnell ab und es werden keine neuen Produkte geordert. Das führt wiederum zu rückläufigen Umsätzen im Großhandel. Der Preisverfall bei Solarkomponenten führt zusätzlich noch zu einer abwartenden Haltung im Markt, denn jeder wartet mit dem Kauf auf noch bessere Preise.

• Weiterer Preisverfall bei den Komponenten

Aufgrund des überraschend schwachen Marktes haben sich bei vielen Großhändlern und Herstellern bereits Lagerbestände aufgebaut. Dieses Überangebot hofft man durch permanente Preissenkungen abbauen zu können. Gerade die Modulpreise sind aber schon auf einem Niveau, welches nur noch knapp über oder schon auf Produktionskostenniveau liegt. Um doch noch etwas höhere Stückpreise erzielen zu können, steigern insbesondere chinesische Hersteller laufend die ausgelieferte Leistungsklasse - im besten Falle durch technologische Weiterentwicklung. Dadurch werden bereits gelagerte Produkte mit geringeren Leistungsklassen aber unattraktiver, was zu einer weiteren Entwertung führt. Eine Abwärtsspirale beginnt, an deren Ende die Produkte teils weit unter dem Einkaufspreis angeboten werden müssen - Verluste sind unvermeidlich.

• Konkurrenzkampf

Durch Überproduktion und Preisverfall sind neue Anbieter auf den Markt gekommen, die ihr Glück im schnellen Geschäft wittern. Gerade auf Onlineplattformen ist der Preiskampf besonders deutlich zu spüren. Der Wettbewerb konkurrierender Anbieter gerade auch über Landesgrenzen hinweg ist aber bereits als selbstzerstörerisch zu betrachten. Es setzt ein Dominoeffekt ein, der Großhändler in Schwierigkeiten bringt und in letzter Konsequenz auch vor manchem Produzenten nicht Halt machen wird. Die einsetzende Konsolidierungswelle wird noch so manchen Hersteller in die Tiefe reißen.

• Garantie- und Gewährleistungsrisiken

Produkt- und Leistungsgarantiefälle einiger verkaufter Komponenten können zu nicht unbeträchtlichem Aufwand führen, insbesondere bei Herstellern, die nicht mehr zu ihren Garantieverpflichtungen stehen (können). Auch führt der Preisverfall vor allem bei den Modulen zu Einsparungen beim Material und in der Produktion, die mittelfristig zu Qualitätsproblemen und zum Ausfall der Produkte führen können. Schon jetzt führen Materialeinsparungen an Produkt und Verpackung vermehrt zu Transportschäden.

Leistungsverluste und Degeneration einiger verkaufter Module und Kapazitätsverluste bei Batterien könnten zu Gewährleistungsaufwand führen. Bei Batterien besteht zudem die Gefahr, dass sie durch Überlagerung so viel der ursprünglichen Ladung verlieren, dass sie nicht mehr ohne Weiteres in Betrieb genommen werden können.

• Zahlungsausfall bei wichtigen Kunden

Die Marktbereinigung macht auch vor Kunden der pvXchange Trading GmbH nicht Halt. Es kommt zwangsläufig zu Firmeninsolvenzen im Kundenkreis. Da es bereits in 2023 derartige Fälle gab, sind wir gewarnt und gehen vorsichtig mit Lieferungen auf Rechnung und Zahlungszielen um. Viele Geschäfte laufen nur mit Vorauskasse. Dennoch besteht ein Restrisiko, dass Bonitätsauskünfte nicht aktuell sind und wir Zahlungsausfälle zu beklagen haben. Solche Fälle sind zwar innerhalb des gewährten Kreditrahmens durch eine Kreditversicherung gedeckt, diese übernimmt jedoch nicht die volle Schadenshöhe.

4.2 Potentiale und Chancen

Das jährliche Zubauziel der Bundesregierung wurde 2023 übertroffen, trotzdem liegt das Erreichen der selbst gesteckten Klimaziele in weiter Ferne und bleibt eine Herausforderung für alle Akteure. Die beim Neubau von Photovoltaikanlagen im Jahr 2023 in Deutschland erreichten etwa 15 GW dürfen in den Folgejahren nicht mehr deutlich unterschritten werden, um nicht die Energiewende zu gefährden. Bis 2026 soll nach dem Plan der Bundesregierung ein jährlicher Zubau von mindestens 20 bis 22 GW dauerhaft erreicht werden, was einem jährlichen Zuwachs von 10 bis 15% entspricht. Ähnliche oder positivere Szenarien sind auf europäischer Ebene notwendig und geplant, je nachdem auf welchem Niveau der jeweilige Markt startet. (https://www.bundesregierung.de/breg-de/aktuelles/photovoltaik-strategie-2188542 ; Abruf 04.03.2025)

Die in Deutschland von der Regierung seit Längerem angekündigten Verbesserungen zugunsten eines beschleunigten Ausbaus erneuerbarer Energien sind im sogenannten "Solarpaket 1" zusammengefasst. Dies hätte bereits Ende 2023 verabschiedet werden sollen, wurde aber aufgrund der Haushaltsdebatte ins Jahr 2024 verschoben. Nachdem die Gesetzesänderungen Ende Februar verabschiedet wurden, ergaben sich viele Verbesserungen vor allem im Bereich der mittleren bis großen Photovoltaikinstallationen sowie beim Repowering alter Anlagen.

Der anhaltende Preisverfall und die zunehmende Konkurrenzsituation unter den Errichtern führt zu preiswerteren Photovoltaikanlagen, was die Nachfrage mittelfristig wieder ankurbeln sollte. Die kritische Marktlage wird zwangsläufig auch zu Insolvenzen und damit zu einer Bereinigung im Wettbewerbsumfeld führen. Schlank und flexibel aufgestellte Unternehmen können davon profitieren, indem sie ihre Kosten im Griff behalten und sich bei einem Anziehen der Nachfrage gut aufstellen. Bei Mitbewerbern freiwerdendes Personal hilft dabei ebenso wie der wachsende Bedarf bei Herstellern, Ersatz für scheidende Distributionspartner zu finden.

 

Mömbris, den 04. März 2025

gez. Volker Helfrich, Geschäftsführer

gez. Martin Schachinger, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 435.157,00 137.503,00
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 21.832,00 32.311,00
II. Sachanlagen 413.325,00 105.192,00
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 413.325,00 105.192,00
B. Umlaufvermögen 16.292.633,72 14.028.560,02
I. Vorräte 7.917.809,42 7.778.669,45
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 4.498.903,22 3.442.894,34
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 3.875.921,08 2.806.996,23
C. Rechnungsabgrenzungsposten 38.169,00 56.539,00
Summe Aktiva 16.765.959,72 14.222.602,02

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 7.795.041,17 5.564.562,28
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Gewinnvortrag 5.539.562,28 1.249.619,70
III. Jahresüberschuss 2.230.478,89 4.289.942,58
B. Rückstellungen 2.460.480,18 1.949.688,00
C. Verbindlichkeiten 6.510.438,37 6.708.351,74
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 281.250,00 406.321,58
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 125.000,00 125.071,58
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 156.250,00 281.250,00
2. sonstige Verbindlichkeiten 6.229.188,37 6.302.030,16
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 6.229.188,37 6.302.030,16
Summe Passiva 16.765.959,72 14.222.602,02

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 7.010.893,46 7.921.903,46
2. Personalaufwand 2.016.666,55 1.305.440,12
a) Löhne und Gehälter 1.735.174,64 1.141.205,55
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 281.491,91 164.234,57
davon für Altersversorgung 3.265,20 3.305,20
3. Abschreibungen 76.748,08 35.387,73
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 76.748,08 35.387,73
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 1.777.254,48 562.735,29
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 81,00 75,00
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 3.837,88 5.058,73
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 902.432,58 1.721.410,01
8. Ergebnis nach Steuern 2.234.034,89 4.291.946,58
9. sonstige Steuern 3.556,00 2.004,00
10. Jahresüberschuss 2.230.478,89 4.289.942,58

Anhang

1. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter der Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften aufgestellt.

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: pvXchange Trading GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Mömbris
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Aschaffenburg
Register-Nr.: HRB 16206

Der Jahresabschluss der pvXchange Trading GmbH, Mömbris, wird auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRuG) aufgestellt.

Ergänzend zu diesen Vorschriften sind die Regelungen des GmbH-Gesetzes sowie des Gesellschaftsvertrags zu beachten.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wird das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft.

2. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet.

Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert angesetzt.

Für Zahlungen, die Aufwand in Folgejahren darstellen, wird ein aktiver Rechnungsabgrenzungsposten gebildet.

Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Vorjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt.

3. Angaben zur Bilanz

Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens

Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Anschaffungs-, Herstellungskosten 31.12.2023
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 52.396,00 0,00 0,00 52.396,00
2. geleistete Anzahlungen 273.016,98 0,00 0,00 273.016,98
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 325.412,98 0,00 0,00 325.412,98
II. Sachanlagen
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 147.339,58 374.402,08 0,00 521.741,66
Summe Sachanlagen 147.339,58 374.402,08 0,00 521.741,66
Summe Anlagevermögen 472.752,56 374.402,08 0,00 847.154,64
kumulierte Abschreibung 01.01.2023
EUR
Abschreibung Geschäftsjahr
EUR
Abgänge
EUR
kumulierte Abschreibung 31.12.2023
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 20.085,00 10.479,00 0,00 30.564,00
2. geleistete Anzahlungen 273.016,98 0,00 0,00 273.016,98
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 293.101,98 10.479,00 0,00 303.580,98
II. Sachanlagen
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 42.147,58 66.269,08 0,00 108.416,66
Summe Sachanlagen 42.147,58 66.269,08 0,00 108.416,66
Summe Anlagevermögen 335.249,56 76.748,08 0,00 411.997,64
Buchwert Geschäftsjahr 31.12.2023
EUR
Buchwert Vorjahr 31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 21.832,00 32.311,00
2. geleistete Anzahlungen 0,00 0,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 21.832,00 32.311,00
II. Sachanlagen
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 413.325,00 105.192,00
Summe Sachanlagen 413.325,00 105.192,00
Summe Anlagevermögen 435.157,00 137.503,00

Angabe zu Forderungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr

Sämtliche Forderungen haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen

Im Posten sonstige Rückstellungen sind die folgenden nicht unerheblichen Rückstellungsarten enthalten:

31. Dezember 2023
TEUR
Rückstellungen für Personalaufwendungen 286,7
Rückstellungen für Gewährleistungen 147,5
Rückstellungen für ausstehende Rechnungen 350,0
Rückstellungen für Archivierung 7,5
sonstige Rückstellungen 124,6
916,3

Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit > 5 Jahre und der Sicherungsrechte

Art der Verbindlichkeit zum Gesamtbetrag davon mit einer Restlaufzeit
31. Dezember 2023 TEUR bis 1 J.
TEUR
1 bis 5 J.
TEUR
größer 5 J.
TEUR
gegenüber Kreditinstituten 281,3 125,0 156,3 0,0
erhaltene Anzahlungen 1.349,2 1.349,2 0,0 0,0
aus Lieferungen und Leistungen 2.979,6 2.979,6 0,0 0,0
sonstige Verbindlichkeiten 1.900,3 1.900,3 0,0 0,0
Summe 6.510,4 6.354,1 156,3 0,0
Art der Verbindlichkeit zum Gesamtbetrag davon mit einer Restlaufzeit
31. Dezember 2022 TEUR bis 1 J.
TEUR
1 bis 5 J.
TEUR
größer 5 J.
TEUR
gegenüber Kreditinstituten 406,3 125,0 281,3 0,0
erhaltene Anzahlungen 2.301,1 2.301,1 0,0 0,0
aus Lieferungen und Leistungen 2.269,6 2.269,6 0,0 0,0
sonstige Verbindlichkeiten 1.731,4 1.731,4 0,0 0,0
Summe 6.708,3 6.427,1 281,3 0,0

Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten, die durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert sind, beträgt 281.250,00 EUR (Vorjahr: 406.250,00 EUR). Dies betrifft ein Darlehen gegenüber der Oldenburgische Landesbank AG.

Der Darlehensvertrag mit der Oldenburgische Landesbank AG vom 29.01.2021 über 500,0 TEUR beinhaltet folgende Sicherheiten:

- Globalzession sämtlicher Forderungen aus Warenlieferungen und Leistungen sowie

- selbstschuldnerische Bürgschaften in Höhe von insgesamt 400,0 TEUR

Nicht bilanzierte sonstige finanzielle Verpflichtungen

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen in Höhe von 235,6 TEUR sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen.

4. Sonstige Angaben

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:

Arbeitnehmergruppen Zahl
Angestellte 24
Auszubildende 3
Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer beträgt damit 27

Namen der Geschäftsführer

Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

Erster Geschäftsführer: Volker Helfrich ausgeübter Beruf: Kaufmann
Weitere Geschäftsführer: Martin Schachinger ausgeübter Beruf: Kaufmann

Vorschlag bzw. Beschluss zur Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, das Jahresergebnis auf neue Rechnung vorzutragen.

Unterschrift der Geschäftsführung

 

Mömbris, 4. März 2025

gez. Volker Helfrich, Geschäftsführer

gez. Martin Schachinger, Geschäftsführer

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 17.03.2025 festgestellt.

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

An die pvXchange Trading GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der pvXchange Trading GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der pvXchange Trading GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der International Standards on Auditing (ISA) durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften, Grundsätzen und Standards ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der ISA durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Die Website des Instituts der Wirtschaftsprüfer (IDW) enthält unter https://www.idw.de/idw/verlautbarungen/bestaetigungsvermerk/1-v2-hgb-ja-non-pie eine weitergehende Beschreibung der Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Diese Beschreibung ist Bestandteil unseres Bestätigungsvermerks.

 

Bremen, 5. März 2025

BW GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. M.Acc. Robin Wohmann, Wirtschaftsprüfer

gez. M.Acc. Alex Büßenschütt, Wirtschaftsprüfer

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