Stammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
James August Anna de Caluwe seit 6.11.2024 | Geschäftsführer |
Sascha Fuchs seit 12.7.2023 | Prokura |
Hanna Penner seit 12.7.2023 | Prokura |
Moussa Naciri seit 19.2.2014 | Geschäftsführer |
Sander Kleine seit 27.2.2009 | Prokura |
Caroline De Muynck seit 6.12.2006 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich BerechtigteBeta
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
Oleon NV | 100.00% |
GesellschafterBeta
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Oleon GmbHEmmerich am RheinJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Oleon GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Oleon GmbH, Emmerich am Rhein, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Oleon GmbH, Emmerich am Rhein, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus []
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Essen, 25. April 2024 EY
GmbH & Co. KG
Koopmann, Wirtschaftsprüfer Küster, Wirtschaftsprüfer Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023
HRB 8404 AG KleveANHANG 20231. Allgemeine Angaben Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 Abs. 2 HGB. Für den Anhang wurden die größenabhängigen Erleichterungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften gemäß § 288 Satz 2 HGB in Anspruch genommen. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt worden. Der Jahresabschluss wird unter der Prämisse der Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufgestellt. 2. Registerinformationen Die Gesellschaft ist unter der Firma Oleon GmbH mit Sitz in Emmerich am Rhein im Handelsregister des Amtsgerichts Kleve unter der Nummer HRB 8404 eingetragen. 3. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände und entsprechend den steuerlichen Vorschriften linear vorgenommen. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis EUR 250,00 wurden im Jahr des Zugangs als Betriebsausgaben vollständig abgeschrieben. Für Wirtschaftsgüter mit einem Wert von mehr als EUR 250,00 bis EUR 1.000,00 wurde ein Sammelposten gebildet, der linear über fünf Jahre abgeschrieben wird. Die Vorräte werden zu Anschaffungskosten oder zum niedrigeren gemeinen Wert bewertet. Die Anschaffungskosten enthalten Anschaffungsnebenkosten, wie z. B. Frachten. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden, sofern nicht ein niedrigerer Wertansatz geboten ist, zum Nennwert bewertet. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und wurden, wenn sie eine Laufzeit unter einem Jahr haben, mit dem Betrag der voraussichtlichen Inanspruchnahme bemessen. In dem Fall einer Rückbauverpflichtung wurde der Wert nach den handelsrechtlichen Vorschriften unter Berücksichtigung des 7-Jahresdurchschnittszinssatzes der Deutschen Bundesbank ermittelt. Die Bewertung der Pensionsverpflichtungen erfolgte nach den handelsrechtlichen Grundsätzen des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG). An ökonomischen Bewertungsparametern wurden neben dem Rechnungszins in Höhe von 1,82 % p.a. (10-Jahresdurchschnittszins) die Trendannahmen wie folgt berücksichtigt:
Die versicherungsmathematischen Berechnungen wurden nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected unit credit method) unter Verwendung der "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck berechnet. In Anwendung des Rechnungslegungshinweises IDW RH FAB 1.021 wird, soweit hinsichtlich der finanzierten Versicherungsleistungen und der erdienten Versorgungsleistungen am Bilanzstichtag Finanzierungs- und Erdienenskongruenz besteht, die kongruente Bewertung bei nicht-versicherungsgebundenen Zusagen durch einen Ansatz der Pensionsrückstellung in Höhe des Buchwerts des korrespondierenden Anspruchs aus der Rückdeckungsversicherung erreicht (Aktivprimat). Die Jubiläumsrückstellungen wurden nach handelsrechtlichen Vorschriften in der Fassung gemäß Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMOG) mit einem Rechnungszins von 1,74 % p.a. und den gleichen Trendannahmen berechnet. Verbindlichkeiten wurden unter Beachtung des Vorsichtsprinzips zum Erfüllungsbetrag angesetzt. 4. Angaben und Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagespiegel dargestellt. Forderungen Sämtliche Forderungen haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen gegen die Gesellschafterin Oleon NV, Belgien, und umfassen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Sonstige Vermögensgegenstände Die sonstigen Vermögensgegenstände bestehen überwiegend aus Rückdeckungsansprüchen im Zusammenhang mit bestehenden Pensionszusagen. Diese haben eine Laufzeit von über einem Jahr (TEUR 5.019; Vj. TEUR 4.541). Aktive Latente Steuern Der Berechnung wurde ein Steuersatz von 30,8 % zugrunde gelegt. Die aktiven latenten Steuern resultieren im Wesentlichen aus Bilanzdifferenzen bei den Pensionsrückstellungen und betragen netto TEUR 1.610 nach Verrechnung von passiven latenten Steuern in Höhe von TEUR 75. Der hieraus resultierende Überhang an aktiven latenten Steuern wurde nicht aktiviert. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB beträgt TEUR 40 und unterliegt einer Ausschüttungssperre. Sonstige Rückstellungen Rückstellungen 2023
Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten sind nicht gesichert und betreffen in Höhe von TEUR 35 Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter. Sie weisen folgende Restlaufzeiten auf:
5. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung GewinnverwendungsvorschlagDie Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss auf neue Rechnung vorzutragen. 6. Sonstige Angaben Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen belaufen sich im Geschäftsjahr 2023 auf ca. TEUR 337:
Mitglieder des Geschäftsführungsorgans Als Geschäftsführer der Oleon GmbH sind bestellt: Frau Caroline De Muynck, Chief Finance Officer, Eede/Niederlande Herr Moussa Naciri, Managing Director, Montreuil/Frankreich Herr Dr. Eddy Jean Pierre Feijen, Commercial Director, Herselt, Belgien Die Bezüge der Geschäftsführer gemäß § 285 Nr. 9 HGB haben im Geschäftsjahr 2023 EUR 0,00 betragen. Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer Am Bilanzstichtag waren 120 Arbeitnehmer beschäftigt. Durchschnittlich waren im Jahre 2023 117 Mitarbeiter beschäftigt. Angaben zum Konzernabschluss Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Oleon NV, Ertvelde, Belgien, einbezogen, die den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis der Unternehmen aufstellt. Der Abschluss wird in Belgien im Internet veröffentlicht. Ein Konzernabschluss für den größten Kreis der Unternehmen wird von Avril SCA, Paris, Frankreich, erstellt. Der Abschluss wird in Frankreich im Internet veröffentlicht. Nachtragsbericht Bezüglich der Auswirkungen der Russland-Ukraine-Krise ergibt sich für die Gesellschaft kein bestandsgefährdendes Risiko. Wir verweisen hierzu auf die Ausführungen im Lagebericht. Darüber hinaus sind nach dem Bilanzstichtag keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die wesentliche Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage haben.
Emmerich am Rhein, 21. März 2024 Caroline De Muynck Moussa Naciri Eddy Jean Pierre Feijen Entwicklung des Anlagevermögens vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023
Lagebericht zum 31. Dezember 20231. Darstellung zum Geschäftsverlauf sowie Erläuterung wesentlicher Geschäftsvorfälle Allgemeines Am Produktionsstandort Emmerich am Rhein werden Fettsäuren, technische Öle, Ketone und Glyzerin auf Basis pflanzlicher Rohöle hergestellt. Die Oleon GmbH tritt gemäß dem mit der Oleon NV, Ertvelde/Belgien, geschlossenen "Toll Manufacturing Agreement" als Lohnfertiger auf. Wirtschaftliches Umfeld Trotz eines globalen Inflationsrückgangs blieben Wachstumsimpulse in der Welt eher schwach. Insbesondere die europäische Wirtschaft zeigte keine Dynamik. Die Unsicherheiten nahmen vor dem Hintergrund von Kriegen, geoökonomischen Spannungen und strukturellen Umbrüchen zu. Im Jahr 2023 ging die Nachfrage nach Fettsäuren kontinuierlich zurück. Daraus resultierte, dass die produzierte Menge an Endprodukten im Vergleich zum Vorjahr um 31 % geringer ausfiel. Im ersten Quartal 2024 und darüber hinaus stiegen die nachgefragten Verkaufsmengen zwar wieder deutlich an, aber ob es sich dabei um eine nachhaltige Erholung der Situation handelt oder es sich um Nachholeffekte und die Auswirkungen erneuter Lieferkettenprobleme durch die Angriffe von Huthi-Rebellen auf Frachtschiffe und der Verlagerung von Nachfrage von Fettsäuren von Asien nach Europa handelt, lässt sich momentan noch nicht abschließend beurteilen. Beschaffungsmarkt Im Jahr 2023 war die Beschaffung von Rohwaren größtenteils gewährleistet, da auf Grund der geringeren allgemeinen Nachfrage immer genügend Rohwaren verfügbar waren. Aus diesem Grund sind auch die Einkaufspreise für Rohwaren größtenteils wieder auf einen üblichen Wert zurückgekehrt. Für das Jahr 2024 werden bei unveränderter wirtschaftlicher und politischer Gesamtsituation eher unveränderte Preise erwartet. Die Deckung mit den benötigten Rohwaren wird aus heutiger Sicht aber weitestgehend gewährleistet sein. Sollte es zu einer Verschärfung der Situation in den Konfliktherden kommen, könnte dies erneut Auswirkungen auf die Rohwarenversorgung und die Beschaffungspreise haben. Die Beschaffungspreise für Gas sind im Laufe des Jahres 2023 wieder deutlich gesunken. Die Einführung der Strom- und Gaspreisbremse hat dem Unternehmen insbesondere beim Strom eine signifikante Kosteneinsparung beschert. Für das Jahr 2024 können wieder deutlich günstigere Energiebeschaffungspreise erzielt werden. Bedingt durch die immer noch bestehenden erhöhten Inflationsraten und hohen Tarifabschlüssen in vielen Branchen sind auch die Kosten bei der Beschaffung von technischen Materialien, Dienstleistungen und Bauleistungen weiter gestiegen und es kann mit weiteren Verteuerungen gerechnet werden. Investitionen Im Jahr 2023 wurden TEUR 2.192 am Standort Emmerich investiert. Es wurden Investitionen in den Bereichen Ressourceneffizienz, Automatisierung der Produktionsanlagen, Verbesserung von Prozessen, Verbesserung der Infrastruktur, Werkschutz, Brandschutz und Arbeitssicherheit getätigt. Für die kommenden Jahre sind weitere Investitionen für das Werk in Emmerich angedacht, die sowohl die Erweiterung des Produktionsbereiches, die Absicherung der Produktionsprozesse auf Grund klimatischer Einflüsse, die Energieeffizienz und Dekarbonisierungsmassnahmen, aber auch die Automatisierung und Digitalisierung der bestehenden Bereiche betreffen. Finanzierungsmaßnahmen und -vorhaben Sämtliche getätigte Investitionen wurden aus dem Cashflow finanziert. Produktionsbereich Die Produktionskapazitäten waren insgesamt schwach ausgelastet. Durch die Versorgung mit Brunnenwasser wird nun in Kürze eine ständige Versorgung mit Kühlwasser gewährleistet sein und künftige Produktionseinschränkungen in den Sommermonaten können dadurch vermieden werden. Durch die gleichmäßig kalte Temperatur des Brunnenwassers werden auch Energieeinsparungen im Bereich der Nassvakuumanlagen erwartet. Personal- und Sozialbereich Zum Jahresende waren insgesamt 120 Mitarbeitende (Vorjahr: 112) am Produktionsstandort Emmerich (108) und in der Verkaufsniederlassung Wiesbaden (12) beschäftigt. Die Planungen sehen vor die Beschäftigtenzahl durch die Besetzung weniger noch offener Stellen leicht zu erhöhen. Diese Nachbesetzungen sind erforderlich um den Herausforderungen in den Bereichen Produktion, Investitionen, Ressourceneffizienz und Dekarbonisierung gewachsen zu sein. Auf Grund der schwachen Auftragslage und zur Stärkung der Wirtschaftlichkeit ist das Unternehmen mit Wirkung zum 01.12.2023 in eine Kurzarbeit von 80 % gegangen. Diese Maßnahme ist zunächst auf ein halbes Jahr begrenzt. Auf Grund der verbesserten Auftragslage wurde die Kurzarbeit in den Monaten März und April 2024 bereits unterbrochen. Die zukünftige Inanspruchnahme hängt von der weiteren Entwicklung der Auftragslage ab. Damit das Unternehmen den qualitativ ständig steigenden Arbeitsanforderungen an die Mitarbeitenden gerecht wird, wurde und wird auch in kommenden Jahren verstärkt und gezielt in die Aus- und Weiterbildung der Mitarbeitenden investiert. Zur Unterstützung wird im Konzern hierzu die Schulungsplattform "My Career" eingesetzt und weiter ausgebaut. Des Weiteren fühlt sich das Unternehmen seiner sozialen Verantwortung verpflichtet und folgt der CSR-Strategie der Oleon-Gruppe. Umweltschutz, Arbeitsschutz, Arbeitssicherheit Auch im Jahr 2023 wurden in Zusammenarbeit mit unserem Gewässerschutz- und Immissionsschutzbeauftragten die Themen Wasserrecht (Entnahme und Einleitungen), Abwasserreduktion, Genehmigungen nach BlmSchG und Aktualisierung des Umweltrechtskatasters intensiv bearbeitet. Im Bereich Arbeitsschutz, Arbeitssicherheit wurde auch im Jahr 2023 ein angemessener Schulungsaufwand betrieben. Neben der kontinuierlichen Schulung der Sicherheitsbeauftragten und Ersthelfer wurde eine Vielzahl anderer Schulungen und Unterweisungen (z. B. Gefahrgut (ADR), Umgang mit Gefahrstoffen, Explosionsschutz) durchgeführt. Es war eine extern bestellte Fachkraft für Arbeitssicherheit im Einsatz und haben Gefährdungsbeurteilungen, Sicherheitsbegehungen und ASA-Sitzungen durchgeführt. Da das Thema Sicherheit die höchste Priorität im Avril-Konzern besitzt, wurde auch im Jahr 2023 hierauf ein besonderer Schwerpunkt gelegt. Neben den bereits gelebten Systemen werden künftig neue Werkzeuge und Maßnahmen zur weiteren Verbesserung der Arbeitssicherheit eingeführt. Kurzfristiges Ziel ist die Schaffung einer nachhaltig gelebten Sicherheitskultur auf allen Ebenen des Unternehmens. Das System zur Verbesserung der Sicherheit täglicher Handlungen, bei dem jedes Managementmitglied verpflichtet wird, eine vorgegebene Anzahl von Sicherheitsprüfungen durchzuführen, war wiederum sehr erfolgreich und führte zu einer Anzahl sicherheitsrelevanter Anpassungen und wird aus diesem Grund konsequent weitergeführt und auch auf den administrativen Bereich erweitert. Des Weiteren wurde im Jahr 2023 erneut ein Tag der Arbeitssicherheit für alle Mitarbeitenden im Konzern durchgeführt. Dadurch soll das Bewusstsein für die Sicherheit bei den täglichen Handlungen weiterhin geschärft bleiben. Auch im Jahre 2024 wird wieder ein Tag der Arbeitssicherheit durchgeführt werden. Das Programm "Power to Act", das den Fokus auf verhaltensbedingte Sicherheit legt, soll 2024 für alle Mitarbeiter am Standort Emmerich ausgerollt werden. Auch wurde im Jahre 2023 das Programm "WeCare Assets" weiter fortgeführt. Hierbei geht es darum, die Produktionsanlagen in gutem Zustand zu halten und die Risiken eines Anlagenverlustes z.B. durch Feuer, Explosion oder Ähnlichem zu minimieren. Jedes Jahr werden weitere sogenannte HAZOP-Studien (Gefährdungsanalysen) mit einem externen Berater an Produktionsanlagen durchgeführt, um die Gefährdungen für Mensch und Umwelt zu minimieren und die Anlagensicherheit zu verbessern. 2. Darstellung der Lage Vermögenslage Die Struktur der Bilanz hat sich im Vergleich zum Vorjahr nur unwesentlich verändert. Vermögen und Schulden sind folgendermaßen strukturiert (Vorjahreszahlen in Klammern):
Finanzlage Im laufenden Geschäftsjahr war die Erfüllung der finanziellen Verpflichtungen jederzeit gewährleistet. Zum Ende des Geschäftsjahres verfügte die Gesellschaft über keine liquiden Mittel. Das Unternehmen nimmt am Cash-Pool-Abrechnungsverbund der Avril-Gruppe teil. Ertragslage Auf Grund der Lohnfertigungsvereinbarung (Toll Manufacturing Agreement) mit der Oleon NV, Ertvelde/Belgien, erhält die Oleon GmbH Erträge aus einer Lohnfertigungsgebühr, die den entstandenen Kosten für die Fertigung zuzüglich eines prozentualen Aufschlags entspricht. Im Jahr 2023 ist ein Jahresüberschuss von TEUR 1.457 erzielt worden. 3. Chancen- und Risikobericht Risiken Die Risiken für die Oleon GmbH sind auf Grund ihrer Funktion als Lohnfertiger für die Oleon NV, Ertvelde/Belgien, in der Gesamtsituation der Oleon-Gruppe zu sehen. Insgesamt war das Jahr 2023 für die gesamte Oleon-Gruppe auf Grund der gesamtwirtschaftlichen Lage weniger erfolgreich als im Vorjahr. Die derzeitige Auftragslage hat sich nach dem erheblichen Rückgang im Jahr 2023 wieder verbessert. Die weiteren Prognosen sind von großer Unsicherheit geprägt und hängen im weiteren Verlauf insbesondere von der Entwicklung der globalen Konjunktur ab. Derzeit gibt es im gesamtwirtschaftlichen Umfeld eine erhebliche Anzahl von Unsicherheitsfaktoren. Insbesondere die Entwicklung des Krieges in der Ukraine, die Auseinandersetzungen zwischen Israel und der Hamas und weiteren Akteuren im Nahen Osten und den damit verbundenen wirtschaftlichen Auswirkungen sind derzeit nicht absehbar. Für die Muttergesellschaft kann das Einfluss auf die Verfügbarkeit einzelner Rohwaren und deren Marktpreise haben. Für die Oleon GmbH hat dieses auf Grund der Lohnfertigungsvereinbarung direkt keine großen Auswirkungen. Aber auch die bisherigen Schwierigkeiten, wie z.B. die Stabilität der Lieferketten, die Versorgung mit wichtigen elektronischen Bauteilen, die Entwicklung der Energiekosten können weiterhin Einfluss auf die wirtschaftliche Entwicklung haben. Chancen Durch die Eingliederung der Oleon-Gruppe in den französischen Konzern Avril, der über weitere Tochterunternehmen in der Herstellung von Ölsaaten und Pflanzenproteinen sowie auf verwandten Märkten tätig ist, hat die Oleon-Gruppe einen gesicherten Zugang zu den in Europa hergestellten Rohölen. Das Unternehmen arbeitet weiterhin intensiv an Projekten zur Effizienzsteigerung, Energieeinsparung und Dekarbonisierung und fährt mehrere Programme zur Verbesserung der Kostensituation. Durch die Strukturierung von Arbeitsabläufen, Entwickeln von Produktionsstandards, Optimierung von Produktions- und Planungsprozessen, Erhöhung des Automatisierungs- und Digitalisierungsgrades und Veränderungen im Arbeitsumfeld ließen sich bereits messbare Erfolge erzielen. Auch für das Jahr 2024 wurde wieder eine Reihe von vielversprechenden neuen Projekten gestartet, die zum Erreichen dieser Ziele beitragen werden. Des Weiteren ist Oleon derzeit in allen Bereichen intensiv mit den Arbeiten zur Implementierung der ERP-Software SAP S/4HANA beschäftigt. Ziel ist es die Abwicklung aller Geschäftsprozesse im ERP-System sehr effizient und möglichst einheitlich für die gesamte Oleon Gruppe zu gestalten. Die finale Einführung ist für das Jahr 2025 vorgesehen. Voraussichtliche Entwicklung Momentan ist die aktuelle Nachfragesituation schwierig vorherzusagen und sehr volatil. Für das Geschäftsjahr 2024 wird auf Grund niedrigerer Energiekosten und im Zusammenhang mit der Lohnfertigungsvereinbarung ein Ergebnis leicht unter dem Niveau von 2023 erwartet. Forschung und Entwicklung Weiterhin werden F&E-Projekte in der lokalen Forschungs- und Entwicklungsabteilung bearbeitet und koordiniert. Unterstützung erhält das Unternehmen durch die zentrale Forschungs- und Entwicklungseinrichtung der Gruppe in Frankreich und durch Kooperation mit Forschungseinrichtungen verschiedener Hochschulen.
Emmerich am Rhein, 21. März 2024 Caroline De Muynck Moussa Naciri Eddy Jean Pierre Feijen Gesellschafterversammlung der Oleon GmbH, Emmerich am RheinHRB 8404 Handelsregister KleveDie Oleon N.V., Ertvelde, Belgien, diese vertreten durch den Direktor/CEO Moussa Naciri, ist die alleinige Gesellschafterin der Oleon GmbH, Emmerich am Rhein. Sie hält unter Verzicht auf alle durch Gesetz und Gesellschaftsvertrag vorgeschriebenen Formen und Fristen eine Gesellschafterversammlung ab und beschließt: 1. Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 wird hiermit festgestellt. 2. Der Bilanzgewinn in Höhe von 17.744.096,11 € setzt sich zusammen aus dem Jahresüberschuss 2023 in Höhe von 1.456.986,40 € und dem Gewinnvortrag von 16.287.109,71 €. 4. Der Geschäftsführung wird für das Jahr 2023 Entlastung erteilt.
Ertvelde, den 17.07.2024 Oleon N. V. vertreten durch den Direktor Moussa Naciri |
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