Waterair Germany GmbH
Selbe AdresseGroßhandel mit Installationsbedarf für Gas, Wasser und Heizung
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Marc Dammert seit 3.3.2023 | Prokura |
Christian Nopper seit 1.4.2015 | Vorstandsmitglied |
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
TreuBau Freiburg AktiengesellschaftFreiburg im BreisgauJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023BILANZ zum 31. Dezember 2023AKTIVA
PASSIVA
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG vom 01.01.2023 bis 31.12.2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023Allgemeine Angaben Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 wurde nach den gesetzlichen Vorschriften des HGB in der Fassung des Bilanzrichtlinien-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) und Aktien-Gesetzes (AktG) erstellt. Die Wertansätze aus der Bilanz zum 31.12.2022 wurden unverändert übernommen. Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB. Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang anzubringen sind, insgesamt im Anhang aufgeführt. Die Vorschriften der "Verordnung über Formblätter für die Gliederung des Jahresabschlusses von Wohnungsunternehmen" wurden beachtet. Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht
Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen auf Basis der voraussichtlichen Nutzungsdauer vermindert. Bei voraussichtlicher dauernder Wertminderung wurde eine außerplanmäßige Abschreibung vorgenommen. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen auf Basis der voraussichtlichen Nutzungsdauer angesetzt. Bewegliche Anlagegüter werden linear abgeschrieben. Für abnutzbare bewegliche Vermögensgegenstände des Anlagevermögens mit Anschaffungskosten bis Euro 800,00 wurde die Sofortabschreibung gewählt. Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert. Außerplanmäßige Abschreibungen auf Finanzanlagen werden bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. Unter den Vorräten werden die unfertigen und fertigen Erzeugnisse zu Herstellungskosten gemäß § 255 Abs. 2 HGB (Einzelkosten, angemessene Material- und Fertigungsgemeinkosten) bewertet, sofern nicht nach § 253 Abs. 4 HGB der niedrigere beizulegende Wert anzusetzen ist. Angemessene Teile der Kosten der allgemeinen Verwaltung, angemessene Aufwendungen für soziale Einrichtungen des Betriebs, für freiwillige soziale Leistungen, für die betriebliche Altersversorgung sowie für Fremdkapitalzinsen werden in die Herstellungskosten nicht einbezogen. Abwertungen für Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer und geminderter Verwertbarkeit ergeben, werden in angemessenem und ausreichendem Umfang vorgenommen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zu Nominalwerten, gegebenenfalls vermindert um angemessene Einzelwertberichtigungen, angesetzt. Das allgemeine Forderungsausfallrisiko bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird durch eine Pauschalwertberichtigung berücksichtigt. Die Schecks, Kassenbestände, Postgiroguthaben und Guthaben bei Kreditinstituten werden mit ihrem Nominalwert angesetzt. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten wurde entsprechend der periodengerechten Abgrenzung der Aufwendungen ermittelt. Die Höhe der Pensionsrückstellung wurde unter Beachtung der §§ 249 ff. HGB ermittelt. Den Berechnungen liegen die Grundwerte aus dem Textband "Richttafeln von Dr. Klaus Heubeck", erschienen im Verlag Heubeck-Richttafeln-GmbH, 2018 G, zugrunde. Die Ermittlung der Pensionsverpflichtung erfolgte mit 2% Gehalts- und Rententrend. Das Berechnungsverfahren ist die PUC- Methode. Es wurde ein Rechnungszins von 1,82% angewandt. Die Steuerrückstellungen wurden für noch nicht veranlagte Steuern gebildet. Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Die Rückstellungen für ungewisse Verbindlichkeiten werden in Höhe der voraussichtlichen Inanspruchnahme angesetzt. Die sonstigen Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden gemäß § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB abgezinst. Die Verbindlichkeiten sind mit ihren jeweiligen Erfüllungsbeträgen passiviert. Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die bisher üblichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden fortgeführt. Angaben zur Bilanz (1) Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens nach § 284 Abs. 3 HGB im Geschäftsjahr 2023 ist dem als Anlage 1 zur Anlage III beigefügtem Anlagenspiegel zu entnehmen. (2) Immaterielle Vermögensgegenstände Die im Unternehmen genutzte Software wird linear abgeschrieben. (3) Sachanlagen Das Sachanlagevermögen betrifft drei Einheiten, sonstige Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie Anlagen im Bau. (4) Finanzanlagen Anteile an verbundenen Unternehmen, Beteiligungen
Die TreuBau Freiburg Vermögensverwaltungs-GmbH & Co. KG und die Projektgesellschaft Neue Mitte mbH wurden im Geschäftsjahr 2023 gegründet. Bei den für die Gesellschaften erfassten Werte handelt es sich um Eröffnungsbilanzwerte. Beteiligungen an zeitlich begrenzten Arbeitsgemeinschaften in der Rechtsform einer Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR TreuBau Freiburg AG und TreuBau Freiburg Grundbesitz GmbH), Freiburg (§ 285 Nr. 11a HGB), wurden als Forderungen bzw. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen ausgewiesen. (5) Zum Verkauf bestimmte Grundstücke und andere Vorräte Die Vorräte betreffen die in Arbeit befindlichen Baugrundstücke, welche zur Veräußerung bestimmt sind; bei den fertigen Erzeugnissen werden diverse Tiefgaragenstellplätze ausgewiesen. (6) Forderungen aus Grundstücksverkäufen Die ausgewiesenen Forderungen sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig. (7) Forderungen gegen verbundene Unternehmen Von den ausgewiesenen Forderungen über TEuro 18.569,1 sind TEuro 10.714,7 innerhalb eines Jahres fällig. (8) Forderungen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht Von den ausgewiesenen Forderungen über TEuro 9.021,1 sind TEuro 9.021,1 innerhalb eines Jahres fällig. (9) Sonstige Vermögensgegenstände Diese Position ist innerhalb eines Jahres fällig. (10) Flüssige Mittel und Bausparguthaben In dem Bilanzposten sind Kassenbestände, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks enthalten. Die einzelnen Guthaben sind durch Bestätigungen der entsprechenden Kreditinstitute belegt. (11) Aktive Rechnungsabgrenzungsposten Bei den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten handelt es sich um Versicherungsgebühren, Lizenzkosten, Leasingsonderzahlungen sowie Wartungskosten, die das Folgejahr betreffen sowie ein Disagio i.S.d. § 250 Abs. 3 HGB in Höhe von TEuro 0,4. (12) Eigenkapital a) Das Grundkapital der TreuBau Freiburg AG beträgt TEuro 2.333,3 und ist eingeteilt in Stückaktien im Nennwert von je Euro 1,00. Die Aktien sind eingeteilt in Stammaktien I-III, welche Mindestdividenden garantieren. Es bestehen folgende Gattungen:
b) Die gesetzliche Rücklage beträgt zum 31.12.2023 insgesamt TEuro 233,3. Die Anforderung nach § 150 Abs. 2 AktG ist erfüllt. c) Der Ergebnisvortrag verbleibt nach Rücklagendotierung in ausgewiesener Höhe. In der Hauptversammlung vom 02.06.2023 betreffend dem Jahresabschluss 2022 wurde beschlossen, einen Betrag von TEuro 4.000 der Gewinnrücklage zuzuführen. d) Die Überleitung vom Jahresüberschuss zum Bilanzgewinn ist aus der Gewinn- und Verlustrechnung ersichtlich. (13) Pensionsrückstellungen Hinsichtlich dieser Rückstellung wurde der handelsrechtlich zulässige Höchstwert angesetzt. Es liegt ein versicherungsmathematisches Gutachten vor. Die Höhe des Erfüllungsumfangs wurde unter Beachtung der §§ 249 ff. HGB ermittelt. Den Berechnungen liegen die Grundwerte aus dem Textband "Richttafeln von Dr. Klaus Heubeck", erschienen im Verlag Heubeck-Richttafeln-GmbH, 2018 G, zugrunde. Die Ermittlung der Pensionsverpflichtung erfolgte mit 2% Gehalts- und Rententrend. Das Berechnungsverfahren ist die PUC-Methode. Es wurde ein Rechnungszins von 1,82% angewandt. Nach § 253 Abs. 6 HGB ist bei Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellung entsprechend des durchschnittlichen Marktzinssatz für die vergangenen 10 Geschäftsjahre und dem Ansatz entsprechend des durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen 7 Geschäftsjahre zu ermitteln. Dieser Unterschiedsbetrag unterliegt der Ausschüttungssperre gem. § 253 Abs. 6 S. 2 HGB und ermittelt sich für das Geschäftsjahr 2023 wie folgt:
(14) Steuerrückstellungen Die Steuerrückstellungen betreffen noch nicht veranlagte Steuern. (15) Sonstige Rückstellungen Die Sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Beträge für bereits erhaltene aber noch nicht abgerechnete Handwerkerleistungen, Archivierungskosten, Tantiemen, Jahresabschluss- und Prüfungskosten, Gewährleistungsrückstellungen, Urlaubsrückstellungen sowie sonstige ungewisse Verpflichtungen. (16) Verbindlichkeiten Gesamtbetrag der Verbindlichkeiten, die durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert sind unter Angabe von Art und Form der Sicherheiten: Grundschulden:
Die weiteren vom Gesetz geforderten Angaben zu den Verbindlichkeiten lassen sich aus der nachfolgenden Übersicht entnehmen (Folgeseite). Verbindlichkeitenspiegel (in TEuro)
Werte in TEuro können Rundungsdifferenze enthalten. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen Haftungsverhältnisse 2023
Die dazugehörigen Bankverbindlichkeiten valutieren zum 31.12.2023 in Höhe von TEuro 22.416,1. Die Bankverbindlichkeiten wurden teilweise begrenzt auf die Bürgschaftshöhe. Diese Position zeigt die über die gesetzliche Garantie hinaus bestehende latente Verpflichtung der Gesellschaft Gewährleistungen zu erbringen. Die Verpflichtung wurde den Kunden gegenüber durch Bürgschaften eines Kreditinstituts abgesichert. Mit einer Inanspruchnahme ist nach Einschätzung des Vorstands der Gesellschaft nicht zu rechnen, da die von der Haftungsübernahme begünstigen Unternehmen sich in geordneten und wirtschaftlich stabilen Verhältnissen befinden. Sonstige finanzielle Verpflichtungen, die nicht in der Bilanz enthalten sind Mit separater Vereinbarung verpflichtet sich die TreuBau Freiburg AG, für alle die TreuBau Freiburg Bauunternehmung GmbH für das Bauvorhaben "Unicarre Freiburg" bestehenden Verpflichtungen zu haften. Diese Verpflichtung besteht vor allem für Gewährleistungsmängel und endet mit Ablauf der Gewährleistungsfrist 2024. Im Geschäftsjahr 2023 sind entsprechende Verpflichtungen oder Haftungsansprüche nicht entstanden. Nach Einschätzung zur aktuellen Lage bestehen zum jetzigen Zeitpunkt und in naher Zukunft keine absehbaren Inanspruchnahmerisiken bei den im Anhang ausgewiesenen Haftungsverhältnissen und sonstigen finanziellen Verpflichtungen. Erläuterungen zu einzelnen Posten der Gewinn- und Verlustrechnung (17) Umsatzerlöse
(18) Sonstige betriebliche Erträge Die "Sonstigen betrieblichen Erträge" beinhalten im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEuro 72,3 (Vorjahr: TEuro 159,7) sowie Erträge aus Sachbezügen in Höhe von TEuro 25,6 (Vorjahr: TEuro 22,0). (19) Bestandsveränderungen an fertigen und unfertigen Erzeugnissen Siehe Erläuterungen unter Punkt (5). (20) Personalaufwand Unter Zugrundelegung der Berechnungsmethode nach § 267 Abs. 5 HGB wurden durchschnittlich beschäftigt:
(21) Abschreibungen
(22) Sonstige betriebliche Aufwendungen Diese enthalten u. a. Raum-, Werbe-, Provisions-, Rechts- und Beratungs- sowie Geldbeschaffungskosten. (23) Erträge aus Beteiligungen
(24) Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
(25) Zinsen und ähnliche Aufwendungen
(26) Steuern vom Einkommen und Ertrag Unter den Steuern vom Einkommen und Ertrag werden Steuern für das Berichtsjahr ausgewiesen. Sonstige Angaben (1) Organe der Gesellschaft und Bezüge Mitglied des Vorstands in 2023 waren die Herren
Von der Schutzklausel gem. § 286 Abs. 4 HGB wird Gebrauch gemacht. Mitglieder des Aufsichtsrats in 2023 waren die Herren Mathias Nikolay - Vorsitzender Dipl.- Ingenieur Nicolai Gerig - stellvertretender Vorsitzender Geschäftsführer S-Beteiligungsgesellschaft der Sparkasse Freiburg - Nördlicher Breisgau mbH Eckart Homann - Mitglied Apotheker a. D. An die Mitglieder des Aufsichtsrats wurden in 2023 Vergütungen in Höhe von TEuro 44 bezahlt. (2) Vorgänge von besonderer Bedeutung Vorgänge von besonderer Bedeutung für die Entwicklung der Gesellschaft nach Beendigung des Geschäftsjahres sind nicht eingetreten. (3) ErgebnisverwendungsvorschlagDer Vorstand schlägt vor, den zur Verfügung stehenden Bilanzgewinn per 31.12.2023 wie folgt zu verwenden: a.) Vom Bilanzgewinn soll eine Dividende in Höhe von
ausgeschüttet werden (Mindestdividende). b.) Einstellung eines Teilbetrages in die Gewinnrücklage in Höhe von TEuro 2.000,0. c.) der restliche Bilanzgewinn wird auf neue Rechnung vorgetragen.
Freiburg, 31. März 2024 / 30. April 2024 gez. Astrid Fath, Vorstand gez. Volker Homann, Vorstand gez. Christian Nopper, Vorstand Feststellung: Der Jahresabschluss wurde festgestellt bzw. gebilligt am 07.06.2024. ANLAGENSPIEGEL zum 31. Dezember 2023
LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023I Wirtschaftsbericht mit Geschäftsverlauf und Lage des Unternehmens 1. Geschäfts- und Rahmenbedingungen Anknüpfend an das Jahr 2022 waren auch die Rahmenbedingungen im Jahr 2023 herausfordernd für die deutsche Immobilienwirtschaft. Die Auswirkungen des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine, die Nachwirkungen der Corona-Pandemie und Energiekrise sowie die Erhöhung der Inflation und Zinsen haben die Gesamtwirtschaft in Deutschland spürbar getroffen und belastet. Sichtbar wurde dies im Rückgang des Bruttoinlandsproduktes (BIP) im Jahr 2023 um 0,3 % und dem kalenderbereinigten Rückgang der Wirtschaftsleistung um 0,1 %. So führten hohe Inflationsraten zu Beginn des Jahres dazu, dass Reallöhne fielen und die Kaufkraft abnahm. Die darauffolgenden Zinserhöhungen dämpften die Inflation zwar, sorgten allerdings dafür, dass insbesondere zinssensitive Investitionen, darunter vor allem die Bauinvestitionen, rückläufig waren. Hohe Baukosten, verschlechterte Finanzierungsbedingungen und dadurch ausgelöste Unsicherheiten führten zu Stopps von Bauprojekten, Preisrückgängen bei Wohn- und Wirtschaftsimmobilien (Häuserpreisindex Wohnimmobilien: 4. Quartal 2023 -7,1 % im Vergleich zum Vorjahresquartal) und letztendlich dazu, dass die Bauinvestitionen, die Stütze der Konjunktur, einen ausgeprägten Rückgang verzeichneten. Insgesamt fiel die Inflationsrate für 2023 geringer aus als im Jahr zuvor. Sie hatte im Jahr 2022 noch bei +6,9 % gelegen und im Jahr 2023 bei +5,9 %. Die Inflationsrate mit knapp 6 % lag 2023 weiterhin auf einem hohen Stand, allerdings unter dem historischen Höchststand des Jahres 2022. So milderten die Entlastungsmaßnahmen die Teuerung von Energie im Jahresverlauf 2023 teilweise ab und die Energieprodukte verteuerten sich 2023 gegenüber dem Vorjahr um 5,3 % (29,7 % im Jahr 2022). Im Jahresverlauf zeigte sich zudem von März bis Dezember 2023 bei der Energie insgesamt eine Entspannung bei der Preisentwicklung. Im Jahresdurchschnitt 2023 verteuerten sich Nahrungsmittel besonders stark um 12,4 % (+13,4 % im Jahr 2022). So lag die Jahresteuerungsrate bzw. Kerninflation ohne Berücksichtigung von Energie und Nahrungsmitteln 2023 bei +5,1 %. Die Europäische Zentralbank (EZB) reagierte auch in 2023 auf die anhaltend hohen Inflationsraten mit deutlichen Leitzinserhöhungen, seit dem 20. September 2023 liegt der durch die EZB für den Euroraum festgelegte Zinssatz für das Hauptrefinanzierungsgeschäft bei 4,5 Prozent. Der Leitzins liegt derzeit so hoch wie zuletzt zu Beginn der 2000er Jahre. Hinzu kam, dass auch im Jahr 2023 die meisten Baumaterialien nach wie vor teurer waren als 2021, dem Jahr vor der Energiekrise - trotz Preisrückgängen bei den Baustoffen wie Holz oder Stahl. Deutliche Teuerungen gegenüber dem Jahr 2021 gab es bei den mineralischen Baustoffen, auch der Innenausbau kostete im Jahr 2023 deutlich mehr: Parkettböden (+30,2 %), Tapeten (+28,0 %), Teppiche und textile Fußbodenbeläge (+24,7 %), Armaturen (+19,8 %) oder Anstrichfarben (+18,9 %) waren teurer als im Jahr 2021. Im 1. Quartal 2023 lag die Bauinvestitionstätigkeit bei den Wohnbauten bei -4,0 % im Vergleich zum Vorjahresquartal und auch im 4. Quartal wurde ein Rückgang von -2,2 % im Vergleich zum Vorjahr verzeichnet. Insgesamt gingen die Investitionen im Vorquartalsvergleich deutlich zurück: So nahmen die Bauinvestitionen preis-, saison- und kalenderbereinigt um 1,7 % ab. Besonders stark betroffen vom Investitionsrückgang waren die Wohnbauten. Ein Frühindikator für Bautätigkeiten sind die erteilten Baugenehmigungen, welche im Jahr 2022 bei 354 400 Wohnungen deutlich unter dem Ziel von 400.000 Wohnungen lagen. 2023 ist die Zahl genehmigter Wohnungen gegenüber dem Vorjahr um 94 100 auf 260 100 Wohnungen und damit auf den niedrigsten Stand seit 2012 gesunken. 42,2 % weniger Wohnungsbauvorhaben von Privatpersonen und 20,3 % weniger von Unternehmen als im Vorjahr. Grund dafür waren hauptsächlich die gestiegenen Baukosten und ungünstigen Finanzierungsbedingungen. Im Jahr 2023 ist wie im Jahr 2022 von einem Auseinanderfallen von Genehmigungen und Fertigstellungen auszugehen. Die Zeit zwischen Baugenehmigung und Baufertigstellung stieg in den vergangenen Jahren immer weiter an und so verweilen Wohnbauprojekte immer länger in der Statistik des Bauüberhangs. Zudem stand die Bauwirtschaft auch auf der Nachfrageseite vor Problemen. Die gesunkene Nachfrage aufgrund erhöhter Baukosten und Finanzierungsschwierigkeiten führte dazu, dass Bauvorhaben nicht mehr rentabel waren und zurückgezogen wurden. Dies wiederrum führte zu einem Auftragsmangel bei Bauunternehmen, welcher zum Ende des Jahres 2023 von jedem zweiten Unternehmen gemeldet wurde. Der reale (preisbereinigte) Auftragseingang im Bauhauptgewerbe ist im Jahr 2023 um 4,4 % gegenüber dem Vorjahr gesunken. Mit einem Volumen von 102,3 Milliarden Euro lag der Auftragseingang nominal (nicht preisbereinigt) 3,3 % über dem Vorjahresniveau. Der Wohnungsbau verzeichnet dabei mit real -19,8 % (nominal: -13,4 %) die größten Einbußen und das niedrigste nominale Jahresergebnis seit 2018. Der Jahresumsatz im Bauhauptgewerbe sank im Vergleich zum Vorjahr real um 3,3 %. Nominal steigerte er sich um 3,5 % und erreichte einen neuen Höchststand von 113,8 Milliarden Euro. Dabei fiel der Wohnungsbau mit 26,6 Milliarden Euro Jahresumsatz am stärksten ins Gewicht, der gewerbliche Hochbau folgte mit 26,0 Milliarden Euro. Es lässt sich abschließend sagen, dass es nach wie vor Auftragsbestände und einen Bauüberhang gibt, die Lage für die Bauwirtschaft aufgrund der schwachen Konjunktur, der hohen Finanzierungs- und Baukosten und dadurch ausgelösten Untersicherheiten aber angespannt ist. Zusätzlich haben die Wirtschaftsakteure mit neuen Unsicherheiten wie dem Terrorangriff der Hamas im Oktober 2023 als Auslöser des Israel-Gaza-Krieges zu kämpfen. Es bleibt abzuwarten inwieweit auch die Politik Maßnahmen in Form von Förderprogrammen, Sonderabschreibungen, etc. trifft, um die Bauwirtschaft wieder anzukurbeln. 2. Firmensituation 2.1 Strategien und Forschung Aufgrund der gesellschaftlichen und politischen Veränderungen hinsichtlich der Energiepolitik sowie die steigenden Nachhaltigkeitsforderungen, welche gerade auch die Immobilien- und Bauwirtschaft betreffen, ist der Vorstand gefordert sich mit den neuen Herausforderungen in der Baubranche kritisch auseinander zu setzen. Die für 2023 angestrebte Herangehensweise in der Projektentwicklung und Planung die künftigen Projekte als Effizienzhäuser 40 NH zu realisieren hat sich noch nicht etabliert, weil Förderprogramme der Politik sich mehrfach änderten und die zinsverbilligten Kredite für die Förderung dieser Bauweise aufgrund der starken Nachfrage mittlerweile auf einem relativ hohen Niveau eingestellt sind. Erschwerend kommt hinzu, dass es bei den neuen Förderprogrammen im laufenden Geschäftsjahr noch viele Unklarheiten gab, so dass keine genauen wirtschaftlichen Betrachtungen erstellt werden konnten. Unabhängig dessen wurde innerhalb des Vorstands entschieden, in 2023 das erste Projekt mit 4 Doppelhaushälften in Breisach in der Bauweise Effizienzhäuser 40 NH zu realisieren, um sich mit den daraus resultierenden Anforderungen an Planungen, Baustoffe und Techniken auseinanderzusetzen. Nachhaltiges Bauen ist mehr als nur ein Trend, es ist eine Notwendigkeit, die in der Immobilienwirtschaft und bei der TreuBau Freiburg AG zukünftig an Bedeutung gewinnen und eine wesentliche Rolle spielen wird. Zudem wird sich die TreuBau Freiburg AG mit der Integration der nachhaltigkeitsbezogenen Verantwortungsbereiche Umwelt, Soziales und Unternehmensführung (ESG) auseinandersetzen, um positive umwelttechnische, soziale und damit insgesamt gesellschaftliche Veränderungen/Effekte zu erzielen. Die Nachhaltigkeitsberichterstattungen der TreuBau Freiburg AG erfolgen im gesetzlich vorgegebenen Rahmen ab 2025. In Bezug auf die Umwelt können nachhaltige Baumaterialien verwendet, energieeffiziente Maßnahmen implementiert und grüne Baupraktiken gefördert werden. Soziale Aspekte umfassen die Schaffung sicherer Arbeitsbedingungen, die Förderung von Vielfalt und Inklusion in der Belegschaft sowie die Einbindung lokaler Unternehmen in Bauprojekte. Im Bereich Unternehmensführung ist die Implementierung ethischer Geschäftspraktiken und transparenter Unternehmensführung entscheidend sowie die Integrität und die Strukturen, die sicherstellen, dass ein Unternehmen effektiv und verantwortungsvoll gelenkt wird. Durch die konsequente Umsetzung dieser Prinzipien kann die Gesellschaft nicht nur zur Reduzierung der Umweltauswirkungen beitragen und soziale Verantwortung übernehmen, sondern auch langfristige Wettbewerbsvorteile erzielen, das Risikomanagement verbessern und das Image und die Reputation der Gesellschaft stärken. Daher ist es wichtig, ESG und Nachhaltigkeit als integralen Bestandteil von Geschäftstätigkeit zu betrachten und kontinuierlich daran zu arbeiten, diese Prinzipien in allen Aspekten der Gesellschaft zu verankern. Bei der Implementierung von ESG- und Nachhaltigkeitsmaßnahmen ist es jedoch wichtig, die Kosten und den Nutzen dieser Maßnahmen sorgfältig zu analysieren und abzuwägen. Auf der einen Seite können die Kosten für die Umsetzung von ESG- und Nachhaltigkeitsmaßnahmen zunächst hoch sein. Es können beispielsweise Investitionen in umweltfreundliche Technologien, neue Bauweisen, Schulungen für Mitarbeiter oder die Einführung neuer Prozesse erforderlich sein. Dies kann zu kurzfristigen finanziellen Belastungen führen. Auf der anderen Seite können die langfristigen Vorteile und der Nutzen dieser Maßnahmen jedoch erheblich sein. Wenn sich die TreuBau Freiburg AG aktiv für Umweltschutz, soziale Verantwortung und gute Unternehmensführung engagiert, kann das langfristig zu einer Stärkung der Reputation, Risikominderung und Kostensenkungen führen. Letztendlich wird dies dazu beitragen, den Wert der Gesellschaft langfristig zu steigern um die Erfolge der vergangenen Jahre auszubauen und die Zukunft weiterhin erfolgreich zu gestalten. 2.2 Allgemeines/Geschäftsverlauf Zum Jahresende 2023 waren in der Gesellschaft 3 Vorstände, 12 Vollzeitbeschäftigte und 2 teilzeitbeschäftigte Mitarbeiter angestellt. Im Geschäftsjahr 2023 wurden weitere Grundstückseinkäufe in Höhe von 13.780 TEUR getätigt und die Grundstücksbevorratung weiter ausgebaut. In Freiburg wurden sowohl Entwicklungsgrundstücke als auch fertiges Bauland erworben, zudem Grundstücke im südlichen Umkreis von Freiburg im Markgräflerland sowie in Grenznähe zur Schweiz. Ein großer Anteil dieser Grundstücke konnte aus der freien Liquidität angeschafft werden, so dass die Zinsbelastungen für die Grundstücksbevorratung auf einem überschaubaren Niveau bleiben. Die Gesellschaft verfügt zum Ende des Geschäftsjahres 2023 über eine Grundstücksbevorratung für die Erstellung von rund 1.230 Wohneinheiten bzw. rund 112.000 m 2 Wohnfläche mit einem Gesamtvertriebsvolumen von ca. 680 Mio. EUR. Im Vergleich zum Vorjahr wurde das prognostizierte Gesamtvertriebsvolumen 2023 vom Vorstand mit reduzierter Bewertung angesetzt. Hierfür wurde vor allem eine Anpassung bei den zukünftigen Verkaufspreisen, entsprechend den aktuellen wirtschaftlichen Bedingungen, wie gestiegenen Finanzierungszinsen und Finanzierungsmöglichkeiten für die Erwerber, vorgenommen. Zusätzlich wurde eine Anpassung der Wohneinheiten und Wohnflächen bei den Entwicklungsgrundstücken vorgenommen. Die Grundstücksbevorratung ist unter Berücksichtigung der vorgenommenen Anpassungen nach wie vor als sehr gut, zukunftssicher und nachhaltig zu bewerten. Für das Geschäftsjahr 2024 ff sind weitere Grundstückseinkäufe und eine Stabilisierung und Ausbau der Geschäftstätigkeiten geplant. Auch im Geschäftsjahr 2023 setzt die Gesellschaft auf eine konservative und nachhaltige Vorgehensweise, um auch in Zeiten hoher Baukosten, verschlechterter Finanzierungsbedingungen und verstärkten Unsicherheiten erfolgreich am Markt agieren zu können. Ziel dieser Maßnahme ist es, die wirtschaftliche Rentabilität der Projekte sicherzustellen und Risiken zu minimieren. Durch die laufenden Kostenanalysen sollen unvorhergesehene Kostensteigerungen, die sich negativ auf die Rentabilität auswirken durch entsprechendes Gegensteuern vermieden werden. Darüber hinaus soll durch die Erfüllung interner Verkaufsquoten vor Baubeginn sichergestellt werden, dass die Projekte erfolgreich wirtschaftlich am Markt platziert werden können. Für das Geschäftsjahr 2023 hat die Gesellschaft ein Ergebnis mit einem Umsatzvolumen von 25.286 TEUR und einem Ertrag nach Steuern von 4.906 TEUR erzielt. Die Umsatzrendite konnte mit rund 19,4 % nach Steuern auf einem weiterhin hohen Niveau gehalten werden. Die Gesamtleistung in 2023 verminderte sich um rund 35,5% entsprechend dem geringeren Umsatzvolumen von 47.169 TEUR im Jahr 2022 auf 30.405 TEUR im Jahr 2023. Dem gegenüber steht ein Materialaufwand von 22.685 TEUR, welcher prozentual im Vergleich zum Vorjahr gestiegen ist, so beträgt die Materialquote in 2023 rund 74,6% gegenüber 66,4% im Vorjahr 2022. Die hohe Materialquote resultiert in 2023 vor allem aus den großen Grundstückseinkäufen, welche getätigt wurden. Es wurden Grundstücke im Wert von rund 13,7 Mio. EUR erworben und bezahlt, welches sich in der Materialquote widerspiegelt. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich im Vorjahresvergleich um 536 TEUR auf insgesamt 1.335 TEURO gemindert. Den größten Rückgang verzeichnen das zweite Jahr in Folge die Kosten der Warenabgabe mit -471 TEUR. Wie bereits in 2022 sind für den Rückgang, die restriktive Vorgehensweise im Bereich Vermarktung und Vertrieb sowie fehlende Baugenehmigungen, anhaltend hohen Energie- und Baupreise und verschlechterten Finanzierungsbedingungen ursächlich. Das Ergebnis vor Steuern der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit beläuft sich auf 6.288 TEUR für das Jahr 2023. Unter den Steuern vom Einkommen und Ertrag werden im Wesentlichen dem Geschäftsjahr betreffende Ertragssteueraufwendungen in Höhe von insgesamt 1.381 TEUR ausgewiesen. Das Jahresergebnis 2023 beläuft sich danach auf 4.906 TEUR und hat sich somit im Vorjahresvergleich um 3.868 TEUR vermindert. Das Eigenkapital wurde auch im Geschäftsjahr 2023 weiter gesteigert und ist um 2.210 TEUR auf 60.679 TEUR angestiegen. Die bilanzielle Eigenkapitalquote der Gesellschaft beträgt zum Abschlussstichtag 51,8 % des Gesamtkapitals und befindet sich weiterhin auf einem hohen Niveau. Bei einem Eigenkapital von 60.679 TEUR entspricht das Jahresergebnis 2023 in Höhe von 4.906 TEUR einer Eigenkapitalrentabilität von 8,1%. Das Gesamtvermögen bzw. die Bilanzsumme liegt mit 117.192 TEUR um 16.976,9 TEUR über dem Vorjahr. Der Anteil des Anlagevermögens am Gesamtvermögen hat sich von 5,7 % in 2022 auf 12,5 % in 2023 erhöht und spiegelt den Bestandsaufbau innerhalb der Gesellschaft wider. Insgesamt kann festgehalten werden, dass sich die Gesellschaft zum Zeitpunkt der Aufstellung des Jahresabschlusses und Lageberichtes in einer wirtschaftlich und finanziell guten Lage befindet. Die Prognose des Vorstandes aus dem Jahr 2022, dass die Umsatzerlöse im Bauträgerbereich aufgrund hoher Zinsen und Energie-/Baupreise sowie verschlechterten Abverkäufen von Neubauimmobilien sinken, hat sich bewahrheitet. Dennoch ist die Erwartungshaltung des Vorstandes zum Wirtschaftswachstum positiver als im Vorjahr, auch da gemäß den Projektionen verschiedener Institute und Institutionen ein BIP- Wachstum für das Jahr 2024 in einem Bereich zwischen -0,5% bis 1,3% und eine sinkende Inflation erwartet wird. Der Vorstand geht auch davon aus, dass weitere zu erwartende Leitzinssenkungen zu besseren Finanzierungsbedingungen bei den Verbrauchern und Immobilienkäufer führen wird und somit im Vertrieb eine Aufhellung mit ansteigenden Abverkäufen von Neubauimmobilien erwartet wird. 2.3 Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage Die Ertragslage ergibt folgendes Bild:
Einen Überblick zur Finanzlage über die Herkunft und über die Verwendung der finanziellen Mittel der TreuBau Freiburg AG gibt die nachfolgende Kapitalflussrechnung, welche die Zahlungsmittelflüsse nach der indirekten Methode darstellt und den Grundsätzen des vom Deutschen Standardisierungsrat DSR erarbeiteten Deutschen Rechnungslegungsstandards Nr. 21 (DRS 21) entspricht (Darstellung folgende Seite). Die Finanzlage zeigt folgende Entwicklung:
Die Zahlungsbereitschaft und Liquidität der Gesellschaft war im Geschäftsjahr 2023 jederzeit gewährleistet, die Bonität der Gesellschaft ist weiterhin als sehr gut einzustufen. Die Vermögenslage zeigt folgende Entwicklung:
Das Geschäftsjahr 2023 kann aus Sicht des Vorstandes trotz der wirtschaftlichen und politisch schwierigen Rahmenbedingungen als weiterhin erfolgreich und positiv verzeichnet werden, wenngleich ein deutlicher Umsatzrückgang und dadurch auch eine deutlich geringere Ertragssituation festzustellen ist. Die im Vorjahr prognostizierten Umsatzziele konnten erreicht werden. Für das laufende Geschäftsjahr 2024 geht der Vorstand im ersten Quartal von weiterhin schleppenden Abverkäufen von Neubauimmobilien aus, da die Rahmenbedingungen für Erwerber und die gesamtwirtschaftliche Lage weiterhin angespannt und unsicher bleibt. Für das 2. Und 3. Quartal geht der Vorstand von steigenden Vertriebsaktivitäten und erfolgreichen Abverkäufen aus soweit sich eine Stabilisierung der Finanzierungszinsen für Erwerber einstellt. Trotz der derzeit angespannten Lage und der anhaltenden Rezession erwartet der Vorstand im laufenden Geschäftsjahr 2024 ab der zweiten Jahreshälfte eine Stabilisierung auf dem Immobilienmarkt mit einhergehenden Verkäufen von Neubauimmobilien. Sollte sich die Lage aufgrund nicht vorhersehbarer Ereignisse und Einflüsse widererwarten deutlich schlechter entwickeln, so müssten getroffene Prognosen entsprechend angepasst werden. B Voraussichtliche Entwicklung mit wesentlichen Chancen und Risiken 1. Auftragsbestand Die zu erwartenden Umsätze im Bauträgerbereich werden in 2024 gemessen an den Vorjahren weiterhin einen deutlich geringeren Umfang erreichen, der Vorstand erwartet Umsatzerlöse in der Größenordnung von 18,55 Mio. EUR. Auch für das Geschäftsjahr 2024 wird ein positives Ertragsergebnis erwartet. In 2024 erfolgt ein weiterer Bestandsaufbau von Wohnimmobilien, welche im Bestand der Gesellschaft verbleiben. Durch den Bestandsaufbau wird das Anlagevermögens weiter aufgebaut, einhergehend damit, dass geringere Umsatzerlöse durch Verkauf von Immobilien verzeichnet werden. Langfristig wird der Aufbau des Immobilienbestands und Anlagevermögens die Gesellschaft jedoch stärken und noch zukunftsfähiger machen. Für das Geschäftsjahr 2024 steht ein Vertriebsvolumen für neue aufbereitete Projekte von rund 35 Mio. EUR zur Verfügung. Dies ermöglicht der Gesellschaft, auch in den kommenden Jahren ein vielfältiges Portfolio an Neubauprojekten anzubieten. Mit einem Grundstücksbestand für die Realisierung von rund 1.230 Wohneinheiten und einem prognostizierten Vertriebsvolumen von 680 Millionen Euro ist eine solide Basis vorhanden, um die Marktposition weiter zu stärken und erfolgreich tätig zu sein. 2. Umsatz In 2023 konnte ein Umsatz von 25.286 TEURO erzielt werden. Die Bestandsveränderungen verzeichnen zum Stichtag einen Aufbau von 5.118 TEUR und es wurde somit eine Gesamtleistung von 30.405 TEUR erzielt. Für das kommende Geschäftsjahr 2024 geht der Vorstand von einer Stagnation der Umsätze aus und erwartet Umsatzerlöse mit einem Volumen von rund 18,55 Mio. EUR. Die verringerten Umsatzerlöse in 2024 spiegeln den eingebrochenen Abverkauf von Neubauimmobilien in den Vorjahren beginnend ab Herbst 2022 bis Ende 2023 wider. Den verringerten Umsatzerlösen gegenüber steht der Ausbau des Anlagevermögens, welches sich von 5,7 % auf 12,5 % in 2023 erhöht hat und welches auch in 2024 mit dem weiteren Baufortschritt von 70 Wohneinheiten in Müllheim und dem für das 3. Quartal geplanten Baubeginn mit 110 Studentenappartements in Freiburg weiter aufgebaut wird. Zudem werden mit der 100%igen Tochtergesellschaft TreuBau Freiburg Bauunternehmung GmbH für Dritte die Bautätigkeit von einem Großprojekt mit 100 Wohneinheiten in Lörrach und 30 Wohneinheiten in Sexau sowie 11 Wohneinheiten in Heuweiler in 2024 abgeschlossen. Daher wird eine Ausgleichswirkung über diese weiteren Geschäftsbereiche erwartet, die dazu beitragen werden, die Gesellschaft zu stärken und eine gesicherte Ertragslage zu schaffen. Dies wird auch dazu führen, dass die Gesamtleistung weiter steigt. Aufgrund der fehlenden Abverkäufe von Immobilien in 2023 wird für das Geschäftsjahr 2024 erwartet, dass die Erträge nochmals entsprechend geringer ausfallen werden. 3. Risiken, Chancen und Ausblicke Der Vorstand hat sich zum Ziel gesetzt, Risiken frühzeitig zu erkennen und zu identifizieren, um sie durch geeignete Maßnahmen und eine flexible Anpassung der Prozesse zu minimieren. Angesichts der aktuellen Herausforderungen auf dem Immobilienmarkt und des allgemeinen Rückgangs der Wirtschaftstätigkeit wird der Vorstand weiterhin darauf ausgerichtet sein, Bauträgerprojekte erst zu starten, wenn Kostensicherheit gewährleistet ist und interne Verkaufsziele mit Abverkaufs Quoten projektbezogen erreicht werden. Die weiterhin hohe Unsicherheit der wirtschaftlichen aber auch weltpolitischen Lage spiegelt sich in den Prognosen und Ausblicken für das Jahre 2024 wider. Es ist noch unklar, ob die Nachfrage nach Wohnimmobilien in Deutschland aufgrund der wirtschaftlich unsicheren Lage wieder Fahrt aufnimmt. Der Vorstand geht jedoch davon aus, dass sich die Nachfrage nach Wohnimmobilien im Raum Freiburg und Umgebung an guten Standorten im Jahr 2024 wieder erholt und bedingt durch Stabilisierung der Zinsen, die Attraktivität der Stadt und durch die begrenzte Verfügbarkeit von Bauland wieder neue Käuferschichten erreicht werden. Die finanzwirtschaftlichen Risiken umfassen im Wesentlichen Zinsänderungs-, Bonitäts- und Liquiditätsrisiken. So erwarten einige Marktteilnehmer in 2024 eine schnellere Senkung der Leitzinsen, während das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) eine erste Zinssenkung im ersten Quartal 2024 für gerechtfertigt hält, welches jedoch nicht eingetreten ist. Die Deutsche Bank prognostiziert sinkende Leitzinsen in verschiedenen Ländern, und die Terminmärkte erwarteten eine Zinssenkung der EZB im März sowie insgesamt einen Rückgang des Leitzinses um 1,5 Prozentpunkte im Jahr 2024. Der Vorstand geht jedoch nach aktueller Entwicklung davon aus, dass eine weitere Zinssenkung im Juni 2024 mit 0,25 % erfolgen wird und dann nochmals im Spätsommer bzw. Herbst. Zinssenkungen in großen Schritten sind nach Ansicht des Vorstand auch in 2024 nicht zu erwarten, da eine zu schnelle Lockerung der Leitzinsen negative Auswirkungen haben könnte, wie beispielsweise einen Anstieg der Inflation und Konjunkturprobleme. Daher wird davon ausgegangen, dass die EZB weiterhin auf Preisstabilität für das Erreichen des Inflationsziel von 2% setzen wird. Erwartungen werden darin gesehen, dass sich die Finanzierungszinsen für Kredite mit längerer Zinsbindung je nach Bonität zwischen 3,5% bis 3,8 % einstellen werden. Mit einer Stabilisierung der Finanzierungszinsen ist auch von einer Wiederbelebung am Immobilienmarkt auszugehen. Die TreuBau Freiburg AG wird auch zukünftig flexibel auf die Marktgeschehnisse reagieren, indem sie vor Vertriebsstart die Marktanalysen hinsichtlich der Vertriebspreise intensiviert und ausgewählte Vertriebspartner einsetzt. Darüber hinaus wird sie mittel- und langfristig den Ausbau ihres Bestandes vorantreiben. Finanzielle Risiken werden reduziert und es wird sichergestellt, dass die Liquidität und Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft gewährleistet ist. Die Geschäftstätigkeit der TreuBau Freiburg AG wird maßgeblich von den Rahmenbedingungen des Baurechts beeinflusst. Änderungen in diesem Bereich können sich negativ auf die Geschäftstätigkeit und die Planungssicherheit auswirken. Zudem können neue oder geänderte Umweltgesetze und -verordnungen zu höheren Kosten führen. Daher verfolgt das Unternehmen mögliche Gesetzesänderungen im Vorfeld mit großer Aufmerksamkeit, um angemessen darauf reagieren zu können. Die TreuBau Freiburg AG sieht sich mit Personalrisiken konfrontiert, die hauptsächlich auf den fortwährenden Fachkräftemangel bei den Nachunternehmen in der Bauwirtschaft zurückzuführen sind. Für 2024 rechnet der ZDB mit einem Rückgang bei der Zahl der Beschäftigten von bis zu 30.000 auf ca. 900.000 Beschäftigte. Hierbei werden insbesondere altersbedingt ausscheidende Mitarbeiter nicht durch neue Mitarbeiter ersetzt. Obwohl dies kein neues Problem darstellt, stellt es insbesondere mittelständische Bauunternehmen vor immer größere Herausforderungen. Um für Mitarbeiter und potenzielle Fachkräfte innerhalb der Gesellschaft attraktiv zu bleiben, strebt die TreuBau Freiburg AG danach, das positive Betriebsklima weiter auszubauen, Fortbildungsmöglichkeiten anzubieten und Anreizsysteme zu etablieren. Zukunftsorientierte Prozessoptimierungen sind unerlässlich um Effizienz in der Personalstruktur auf- und auszubauen. Auch das Auseinandersetzen mit dem Klimawandel und dem nachhaltigen sowie energieeffizienten Wirtschaften trägt zusätzlich zur Attraktivität der Gesellschaft bei, dies sowohl bei der Planung und Umsetzung von Prozessen und Ressourceneinsätzen auf der Baustelle als auch im Büro. Es ist eine Herausforderung, die ressourcenintensive Anpassungen vorzunehmen, jedoch unerlässlich, die Gesellschaft gemäß den sich neu ergebenden Anforderungen, weiterzuentwickeln. Die Preise für den Neubau konventionell gefertigter Wohngebäude in Deutschland sind im Februar 2024 um 2,8 % gegenüber Februar 2023 gestiegen. Im November 2023 waren die Preise im Vorjahresvergleich um 4,3 % gestiegen. Wie das Statistische Bundesamt weiter mitteilt, erhöhten sich die Baupreise im Februar 2024 gegenüber November 2023 um 1,2 %. Die Teuerung schwächt sich weiter ab, bleibt aber immer noch auf hohem Niveau. Hauptgrund für den Anstieg waren die Kostensteigerungen beim Ausbau. Die Preise für Ausbauarbeiten stiegen im Februar 2024 um 4,7 % im Vergleich zum Vorjahresmonat. Auch wenn sich die Dynamik der steigenden Baupreise beruhigt hat ist es weiterhin erforderlich eine Schärfung der Baupreisanalysen und genaue Risikoabwägung vor Beginn eines Neubauprojektes vorzunehmen sowie geplante Budgets bei Projekten durch regelmäßige Kostenkontrollen zu überwachen und gegebenenfalls nachzusteuern. Es sind keine wesentlichen Änderungen in der Geschäftspolitik geplant. Trotz der derzeitigen Herausforderungen bewertet der Vorstand die weitere Entwicklung positiv, insbesondere aufgrund der umfangreichen Grundstücksreserven. Die TreuBau Freiburg AG wird die Grundstücksentwicklung vorhandener Baulandflächen intensivieren und weiterhin Grundstücksangebote genau analysieren und bei vorhandener Wirtschaftlichkeit unter Abwägung von Risikobewertungen auch weitere Grundstücke erwerben. Die Ertragsmöglichkeiten bei Bauprojekten werden zukünftig maßgeblich von den gestiegenen Zins- und Baukosten, den steigenden energetischen Anforderungen sowie den gesetzlichen Vorgaben für Gebäude beeinflusst. Die zu erwartenden Objekterträge werden daher im Vergleich zu den Vorjahren zukünftig geringer ausfallen. Die TreuBau Freiburg AG wird darauf achten, diese Faktoren in Planungen und Entscheidungen einzubeziehen, um langfristig erfolgreich zu sein. Die Errichtung von Wohnraum auf eigenen Grundstücken und die Erstellung von Neubauprojekten für den Eigenbestand werden in den kommenden Jahren weiter an Bedeutung gewinnen, um der Nachfrage nach zeitgemäßem Wohnraum gerecht zu werden. Dies wird dazu beitragen, die Stabilität und Ertragskraft nachhaltig zu steigern und den Immobilienbestand zu erweitern. Durch Kompensationsmöglichkeiten im Bereich des Aufbaus von Immobilienbeständen wird das Risiko im Vertrieb und bei Bauträgerprojekten minimiert und gleichzeitig die Geschäftstätigkeit ausgebaut. Auch die Chancen der TreuBau Freiburg AG mit ihren 100%igen Tochterunternehmen, welche vor allem darin liegen in den verschiedenen Sparten (Bauträgertätigkeit, Aufbau Eigenbestandsimmobilien und Schlüsselfertiges Bauen) je nach Marktlage zu agieren, um somit bestmögliche Kompensationen und Erträge zu erzielen, werden zukünftig weiterhin genutzt werden. Die Gesellschaft wird auch zukünftig in der Lage sein ihren Zahlungsverpflichtungen fristgerecht nachzukommen. 4. Nachtragsbericht Vorgänge von besonderer Bedeutung für die Entwicklung der Gesellschaft nach Beendigung des Geschäftsjahres sind nicht eingetreten. 5. Forschung und Entwicklung Gesonderte Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten werden derzeit nicht unterhalten. 6. Zweigniederlassungen Es existieren keine Zweigniederlassungen.
Freiburg, im Mai 2024 gez. Volker Homann, Vorstand gez. Christian Nopper, Vorstand gez. Astrid Fath, Vorstand BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die TreuBau Freiburg AG Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der TreuBau Freiburg AG - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der TreuBau Freiburg AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Heidelberg, 28.05.2024 VANSELOW
TREUHAND GMBH
gez. Siegel Christoph Vanselow, Wirtschaftsprüfer Bericht des Aufsichtsratesder TreuBau Freiburg AktiengesellschaftZusammenarbeit von Aufsichtsrat und Vorstand Der Aufsichtsrat hat auch im Geschäftsjahr 2023 die Geschäftsführung des Vorstandes kontinuierlich überwacht und diesen bei der Leitung des Unternehmens beraten. Der Aufsichtsrat konnte sich dabei stets von der Recht-, Zweck- und Ordnungsmäßigkeit der Vorstandarbeit überzeugen. Der Vorstand ist seinen Informationspflichten nachgekommen und hat den Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend in schriftlicher und mündlicher Form über alle für die Gesellschaft relevanten Fragen der Strategie, der Planung, der Geschäftsentwicklung und der Risikolage unterrichtet. Sitzungen des Aufsichtsrats Der Aufsichtsrat trat im Geschäftsjahr 2023 in drei Aufsichtsratssitzungen am 20.01.2023, 02.06.2023 und am 27.10.2023 zusammen. Die Aufsichtsratsmitglieder haben sich darüber hinaus in Erfüllung ihrer gesetzlichen und satzungsmäßigen Aufgaben vom Vorstand während des Geschäftsjahres regelmäßig über die Führung der Geschäfte und die allgemeine Geschäftsentwicklung, insbesondere über die Rentabilität und Liquidität der Gesellschaft sowie über wichtige Vorgänge in Einzelgesprächen, telefonisch und in schriftlicher Form berichten lassen. Prüfung des Jahresabschlusses (Einzelabschluss) Jahresabschluss und Lagebericht wurden unter Einbeziehung der Buchführung durch die zum Abschlussprüfer bestellte VANSELOW Treuhand GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk mit Datum vom 17.05.2024 für den Einzelabschluss versehen. Der Abschlussprüfer hat aus unserer Sicht im Einzelabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft aufgezeigt. Nach dem abschließenden Ergebnis ihrer Prüfung und den Erläuterungen der VANSELOW Treuhand GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft erhebt der Aufsichtsrat keine Einwendungen gegen den Lagebericht des Vorstandes und billigt den Einzelabschluss 2023, welcher damit gemäß § 172 AktG festgestellt ist. Der Aufsichtsrat schließt sich dem Vorschlag des Vorstandes zur Verwendung des Jahresüberschusses an.
Freiburg, 07.06.2024 gez. Der Aufsichtsratsvorsitzende Auszug aus der Niederschrift über die Hauptversammlung der TreuBau Freiburg AktiengesellschaftAm 07.06.2024 fand in den Geschäftsräumen der TreuBau Freiburg AG, Eugen-Martin-Straße 4, 79106 Freiburg die ordentliche Hauptversammlung der TreuBau Freiburg Aktiengesellschaftstatt. Es wurde die folgende Niederschrift aufgenommen. TOP 2 Verwendung des Bilanzgewinns Der Vorsitzende stellte den Vorschlag des Vorstandes, dem der Aufsichtsrat in seinem Bericht vom 07.06.2024 zugestimmt hat, zur Abstimmung. Die einstimmige Abstimmung ergab, dass der Bilanzgewinn per 31.12.2023 in Höhe von Euro 19.347.539,38 wie folgt verwendet werden soll. a) Verteilung an die Aktionäre Die Aktionäre erhalten eine Dividende für 2023 in Höhe von Euro 2.696.164,40. Die Auszahlung der Dividende wird am 30.08.2024 erfolgen. b) Einstellung in Gewinnrücklage In die Gewinnrücklagen werden in Anwendung des § 15.2 weitere Euro 2.000.000,00 eingestellt, welche insgesamt einen Stand zum 31.12.2023 von Euro 36.000.000,00 ausweist. c) Gewinnvortrag Der restliche Bilanzgewinn in Höhe von Euro 16.651.374,98 wird auf neue Rechnung vorgetragen. |
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