ENGEL Elektroantriebe GmbH

Am Klingenweg 10, 65396 Walluf, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Wiesbaden HRB 17700
Vorher
ESA Elektromotoren GmbHENGEL ESA Elektroantriebe GmbH
Eingetragen
15.7.2003
Branche
Herstellung von Elektromotoren und GeneratorenHerstellung von elektrischem InstallationsmaterialHerstellung von handgeführten Werkzeugen mit Motorantrieb
Gegenstand
Die Herstellung und der Vertrieb von elektronisch gesteuerten Elektro-/Servo-Antrieben.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Thomas Preußer
seit 7.10.2008
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

175.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (2)

NameAnteil
150.00%
25.00%

Gesellschafter
Beta

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Fred Engel
Am hohen Wald 8, 65388 Schlangenbad (OT Georgenborn)
90.000 €
75.00%
Ortwin Preußer
Halbitterstraße 3, 65399 Kiedrich/Rheingau
30.000 €
25.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

ENGEL Elektroantriebe GmbH

Walluf

Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023

Lagebericht

1. Grundlagen des Unternehmens

Die Engel Elektroantriebe GmbH mit Sitz in 65396 Walluf ist unter HRB 17700 beim Amtsgericht Wiesbaden geführt. Gegenstand der Gesellschaft ist die Herstellung und der Vertrieb von elektronisch gesteuerten Elektro-/ Servo-Antrieben.

Die Engel Elektroantriebe GmbH produziert permanenterregte Synchronmotoren für unterschiedliche Einsatzbereiche und Anwendungen. Die Motoren der Baureihen BSM und HLM sind speziell auf die Anforderungen der Schraubtechnik hin optimiert. Sie sind wesentlicher Bestandteil von Schraub- und Befestigungssystemen, die überwiegend als Investitionsgüter in der Automobilindustrie zum Einsatz kommen. Diese Motorenausführung macht bei der Engel Elektroantriebe GmbH den überwiegenden Anteil des Umsatzes aus.

Darüber hinaus produziert die Engel Elektroantriebe GmbH integrierte Antriebe und Motoren in überwiegend kundenspezifischen Ausführungen und für meist industrielle Anwendungen.

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Geschäftsverlauf

Das Kalenderjahr 2023 war geprägt von einer großen Steigerung des Auftragseinganges, die auch durch Nachholeffekte im Bereich der Investitionsgüter der Automobilindustrie verursacht war. Die Bedarfe der Kunden waren im Jahresverlauf stabil und auf hohem Niveau, die Bedarfe einzelner Kunden waren überproportional an der Steigerung beteiligt.Zum Jahresende hin gaben die Bedarfe einzelner Kunden etwas nach.

Die Gesamtleistung im Kalenderjahr 2023 liegt um 26,1% oder 3.723 T€ über dem Wert des Vorjahres. Am Standort war die vollständige Auslastung gegeben.

Die Bilanz zeigt zum Stichtag 31. Dezember 2023 ein Eigenkapital von 6.761 T€, was 60,7% der Bilanzsumme entspricht.

2.2 Ertragslage

Sowohl die Nachfrage nach Motoren für die Schraubtechnik als auch die Bedarfe an integrierten Antrieben stieg im Jahr 2023 erneut weiter an. Der Anstieg, der in den Jahren 2021 und 2022 zunächst als Nachholeffekt aus den vergangenen Schwächephasen interpretiert war, stellte sich als durchaus nachhaltig heraus.

2023 Vorjahr Ergebnisveränderung
TEUR % TEUR % TEUR %
Umsatzerlöse 17.763 98,7 13.843 97,0 3.920 28,3
Bestandsveränderungen 232 1,3 429 3,0 -197 *
GESAMTLEISTUNG 17.995 100,0 14.272 100,0 3.723 26,1
Materialaufwand 10.785 59,9 7.900 55,4 -2.885 -36,5
ROHERTRAG 7.210 40,1 6.372 44,6 838 13,2
Personalaufwand 4.986 27,7 3.938 27,6 -1.048 -26,6
Abschreibungen 343 1,9 316 2,2 -27 -8,5
Sonstige Steuern -1 0,0 3 0,0 4 *
Sonstiger Betriebsaufwand 1.592 8,8 1.445 10,1 -147 -10,2
./. Übrige betriebliche Erträge 0 0,0 -13 -0,1 -13 *
BETRIEBLICHER
AUFWAND 6.920 38,4 5.689 39,8 -1.231 -21,6
BETRIEBSERGEBNIS 290 1,7 683 4,8 -393 -57,5
Finanzergebnis -45 -0,3 -38 -0,3 -7 -18,4
Neutrales Ergebnis 57 0,3 33 0,2 24 *
ERGEBNIS VOR
ERTRAGSTEUERN 302 1,7 678 4,7 -376 -55,5
Ertragsteuern 103 0,6 183 1,3 80 43,7
JAHRESERGEBNIS 199 1,1 495 3,5 -296 -59,8

Die zuvor beschriebene hohe Nachfrage besonders im Bereich der Schraubtechnik führte zu einem erheblichen Umsatzwachstum in Höhe von 28,3%. Durch gestiegene Materialkosten, die nicht in vollem Umfang an die Kunden weitergegeben werden konnten, blieb der Rohertrag allerdings deutlich hinter der Steigerung der Gesamtleistung zurück. Der Rohertrag des Kalenderjahres 2023 erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr von 6.372 T€ auf 7.209 T€ um 838 T€ beziehungsweise um 13,2%. Mit einem betrieblichen Aufwand, der um 10,2 % höher war als im Jahr zuvor, konnte ein positives Betriebsergebnis in Höhe von 290 T€ erreicht werden.

Unter Berücksichtigung von Finanzergebnis (-45 T€) und neutralem Ergebnis (57 T€) stellte sich im Kalenderjahr 2023 nach Abzug der Steuern ein Gewinn in Höhe von 199 T€ ein. Der erhöhte Materialaufwand und der in absoluten Beträgen gestiegene betriebliche Aufwand führen zu einem wenig zufriedenstellenden Ergebnis von 199 T€ nach Steuern.

2.3 Vermögens- und Finanzlage

Die maßgeblichen Veränderungen an Vermögen und Kapital des Unternehmens im Jahr 2023 sind verursacht durch Anwachsen von Vorräten samt Lieferverbindlichkeiten aber auch der Lieferforderungen aufgrund des deutlich gestiegenen Auftragseingangs.

31.12.2023 Vorjahr
TEUR % TEUR % TEUR %
Vermögen
Anlagevermögen 2.517,2 22,6 2.385,9 24,8 131,3 5,5
Vorräte 6.660,1 59,8 5.963,8 61,9 696,3 11,7
Lieferforderungen 1.334,3 12,0 798,7 8,3 535,6 67,1
Sonstie Aktiva 76,0 0,7 22,9 0,2 53,1 231,9
Flüssige Mittel 557,1 5,0 467,3 4,8 89,8 19,2
AKTIVA 11.144,7 100,0 9.638,6 100,0 1.506,1 15,6
Kapital
Eigenkapital 6.761,4 60,7 6.712,7 69,6 48,7 0,7
Rückstellungen 874,7 7,8 940,9 9,8 -66,2 -7,0
Bankverbindlichkeit, langfristig 1.137,3 10,2 722,5 7,5 414,8 57,4
Verbindlichkeiten, kurzfristig 2.371,3 21,3 1.262,5 13,1 1.108,8 87,8
PASSIVA 11.144,7 100,0 9.638,6 100,0 1.506,1 15,6

Die Finanzierung der laufenden Geschäfte war jederzeit sichergestellt und das Unternahmen war jederzeit in der Lage seine fälligen finanziellen Verpflichtungen zu erfüllen.

Die Kapitalstruktur ist ausgewogen. Die Erhöhung der kurz- und langfristigen Verbindlichkeiten, u.a. durch erhaltene Anzahlungen, Materiallieferungen und aufgrund der Finanzierung neuer Fertigungseinrichtungen, geht mit einer Reduzierung der Eigenkapitalquote auf 60,7% einher.

2.3.1 Investitionen

Die bereits im Jahr 2021 bestellte Laserschweißanlage zum Schweißen von Elektroblechpaketen und Gehäuseteilen, wurde samt Aufnahmevorrichtungen im 1. Halbjahr des Jahres 2023 angeliefert und in Betrieb genommen. Ein drittes Gerät zur automatischen Widerstandsmessung und Isolationsprüfung von Statoren wurde im Jahr 2023 bestellt. Die Anlieferung des Gerätes erfolgte im zweiten Quartal 2024.

2.3.2 Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Die Engel Elektroantriebe GmbH führt in allen Unternehmensbereichen Kennzahlen, um Leistungen zu messen und zu beurteilen und um Prozesse kontinuierlich zu verbessern.

In Bezug auf die finanziellen Leistungsindikatoren erfolgt monatlich ein Soll-/Ist-Abgleich zwischen Budget und Kostenrechnung. Weiterhin verfügt das Unternehmen über eine monatliche Liquiditätsplanung. Die wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren sind die Umsatzerlöse sowie das Ergebnis vor Steuern.

Hinsichtlich der nicht finanziellen Leistungsindikatoren werden unter anderem Kennzahlen zu Liefertermintreue, zu verschiedenen Qualitätskriterien und auch Grad der Kundenzufriedenheit ermittelt und bewertet. Bei Abweichungen von zuvor definierten Zielwerten werden Abhilfemaßnahmen definiert, entsprechende Ressourcen zu deren Umsetzung bereitgestellt und Fristen gesetzt. Dies geschieht zyklisch mindestens zum Management Review aber auch zeitnah bei entsprechendem Bedarf. Als finanziellen Anreiz zur Leistungsverbesserung erhalten Mitarbeiter freiwillige Sondervergütungen und werden soweit möglich auch am Unternehmenserfolg beteiligt.

3. Prognose, Chancen- und Risikobericht

Das Jahr 2023 war von sehr hohem Auftragseingang geprägt, der sich über die ersten beiden Quartale des Jahres 2024 fortgesetzt hat. Der Bedarf nach Waren und Produkten, besonders im Bereich der Schraub- und Befestigungstechnik, war außerordentlich hoch.

Die Verfügbarkeit von Rohstoffen und Vormaterialien war bis auf vereinzelte Ausnahmen im Jahr 2023 und bis heute gut und stets gewährleistet. Die Energiekosten sind im Jahr 2024 im Vergleich zum Vorjahr wieder auf ein geringeres Niveau gesunken.

Nach einem guten ersten Halbjahr 2024 trat ab dem dritten Quartal eine Beruhigung ein, und der Auftragseingang ging zum Sommer hin zurück. Es besteht die Vermutung, dass der Auftragseingang in der zweiten Jahreshälfte die Werte der ersten sechs Monate nicht mehr erreicht. Deshalb wird erwartet, dass die Umsatzerlöse der Engel Elektroantriebe GmbH im Jahr 2024 deutlich hinter denen des Vorjahres zurückbleiben und das Vorsteuerergebnis in geringfügig über dem Wert des Vorjahres liegen wird. Für das Geschäftsjahr 2025 plant die Geschäftsführung mit Umsatzerlösen, in ähnlicher Höhe wie im Jahr 2024 und einem Vorsteuerergebnis, das ebenfalls in etwa dem des Vorjahres entspricht.

Um die zukünftige Geschäftstätigkeit zu sichern und auszubauen, investiert das Unternehmen in die Entwicklung neuer Produkte und engagiert sich zur Gewinnung von Kundenprojekten in unterschiedlichen Branchen. Es strebt darüber hinaus die Optimierung seiner Geschäftsprozesse an und bemüht sich darum, für derzeitige und zukünftige Beschäftigte ein attraktiver Arbeitgeber zu sein.

Das Unternehmen ist bestrebt, langjährige Kundenbeziehungen zu erhalten und gleichermaßen neue Kundenbeziehungen aufzubauen, was durch die Kombination aus wettbewerbsfähigen Produkten, einer agilen Handlungsweise und einer direkten und verlässlichen Kommunikation mit sämtlichen Interessengruppen gelingt.

4. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen insbesondere Forderungen und Bankguthaben. Derivative Finanzinstrumente werden nicht eingesetzt. Die Unternehmensleitung verfolgt eine konservative Risikopolitik. Zur Absicherung des Liquiditätsrisikos wird ein Liquiditätsplan geführt, der Überblick über die Zuflüsse und Abflüsse von Geldmitteln vermittelt.

Vor Eingehung von Geschäftsbeziehungen mit neuen Kunden werden Auskünfte zu deren Bonität eingeholt. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein Debitorenmanagement sowie ein effizientes Mahnwesen.

Preisänderungsrisiken wird in Form von entsprechenden vertraglichen Vereinbarungen ausreichend begegnet. Unser Projektcontrolling gewährleistet, dass mögliche Projektrisiken schnellstmöglich erkannt werden. Sollte es zu Schwachstellen bei der Vertragsgestaltung und im Projektcontrolling kommen, könnten sich nachteilige Auswirkungen für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage ergeben.

Produkte könnten mit Mängeln behaftet sein und dadurch die Gesellschaft Gewährleistungs- und/oder Schadensersatzansprüchen aussetzen. Sollte es unseren Unternehmen nicht gelingen, Lieferungen termingerecht und den Anforderungen der Kunden entsprechend sicherzustellen, könnte dies zu Kostenerhöhungen und Regressansprüchen gegenüber der Gesellschaft oder zu einem Verlust der Aufträge führen und somit nachteilige Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben.

5. Gesamtaussage

In der Gesamtschau der dargestellten Informationen lässt sich die aktuelle Lage des Unternehmens als gut beschreiben. Das Unternehmen ist finanziell gut aufgestellt und die identifizierten Risiken haben keine bestandsgefährdenden Auswirkungen. Trotz dem Fortbestehen vieler globaler Unsicherheiten gehen wir grundsätzlich auch weiter von einer positiven Unternehmensentwicklung aus, wenngleich die Gefahr eines kurzfristigen Rückgangs aufgrund der gesamtwirtschaftlichen Situation und der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Deutschland nicht unterschätzt werden sollte. Durch die zukunftsorientierte Ausrichtung des Unternehmens werden Trends frühzeitig erkannt, sodass mögliche Potenziale ausgeschöpft und potenzielle Risiken möglichst vermieden werden können.

 

Walluf, 04. Dezember 2024

gez. Thomas Preußer

Bilanz zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

EUR EUR Vorjahr
EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.156,50 2.890,50
2. Geschäfts- oder Firmenwert 1,00 1,00
3. Geleistete Anzahlungen 30.588,25 0,00
32.745,75
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 1.492.525,50 1.240.727,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 491.115,50 535.260,00
3. Geleistete Anzahlungen 8.538,02 114.774,62
1.992.179,02
III. Finanzanlagen
Wertpapiere des Anlagevermögens 492.256,80 492.256,80
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte 6.660.101,00 5.963.808,92
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1.404.899,15 812.134,82
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 557.115,81 467.332,37
8.622.115,96
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 5.431,98 9.431,43
SUMME AKTIVA 11.144.729,51 9.638.617,46

PASSIVA

EUR EUR Vorjahr
EUR
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 120.000,00 120.000,00
II. Gewinnrücklage 10.225,84 10.225,84
III. Gewinnvortrag 6.432.513,52 6.087.271,38
IV. Jahresüberschuss 198.642,62 495.242,14
6.761.381,98
B. RÜCKSTELLUNGEN 1.463.458,00 1.585.180,00
C. VERBINDLICHKEITEN 2.919.889,53 1.340.698,10
davon aus Steuern: EUR 281.601,88; Vj. EUR 67.482,77
SUMME PASSIVA 11.144.729,51 9.638.617,46

Gewinn- und Verlustrechnung für 2023

EUR EUR Vorjahr
EUR
1. Rohergebnis 7.298.407,71 6.417.699,24
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 4.162.887,95 3.308.762,42
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 823.106,58 629.241,41
(davon für Altersversorgung EUR 25.605,88; Vj. EUR 25.632,43)
4.985.994,53
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und auf Sachanlagen 343.361,27 315.700,41
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen 1.623.988,61 1.445.147,98
1.967.349,88
5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 696,16 363,92
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 45.194,91 38.805,66
-44.498,75
7. Steuern vom Einkommen und Ertrag 102.823,52 182.650,53
8. Ergebnis nach Steuern 197.741,03 497.754,75
9. Sonstige Steuern -901,59 2.512,61
10. Jahresüberschuss 198.642,62 495.242,14

Anhang

A. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die Gesellschaft ist im Handelsregister beim Amtsgericht Wiesbaden unter HRB 17700 unter der Firma Engel Elektroantriebe GmbH mit Sitz in Walluf / Rheingau eingetragen.

Allgemeine Hinweise

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es wurden die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften angewendet.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren angewendet (§ 275 Abs. 2 HGB).

Im Geschäftsjahr werden die Erträge bzw. Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in den sonstigen betrieblichen Erträgen bzw. Aufwendungen ausgewiesen. Im Vorjahr erfolgte ein Ausweis der Erträge in den Umsatzerlösen (EUR 93.282,61), Aufwendungen fielen im Vorjahr nicht an. Der Vorjahresausweis wurde nicht angepasst.

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die folgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend:

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen nach der linearen Methode vermindert.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- und Herstellungskosten, vermindert um planmäßige nutzungsbedingte Abschreibungen, angesetzt. Die planmäßigen Abschreibungen werden teils nach der linearen, teils nach der degressiven Methode vorgenommen.

Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis EUR 800,00 werden im Zeitpunkt des Zugangs voll abgeschrieben.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten oder zu niedrigeren Tageswerten angesetzt. In die Herstellungskosten wurden neben den direkt zurechenbaren Kosten auch Fertigungsgemeinkosten einbezogen. Die Einhaltung des Niederstwertprinzips ist durch die Systematik der Wertermittlung gewährleistet.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert bilanziert. Das allgemeine Kreditrisiko wurde durch eine Pauschalwertberichtigung ausreichend berücksichtigt.

Die flüssigen Mittel werden mit dem Nennbetrag angesetzt.

Die Rückstellungen für Pensionen werden in Höhe des sich auf Basis des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes ergebenden Wertes ausgewiesen. Als Berechnungsgrundlagen wurden die Richttafeln 2018 G von Dr. Klaus Heubeck zu Grunde gelegt.

Für den Geschäftsführer besteht eine betriebliche Alterspensionszusage durch die Gesellschaft. Die Leistungen werden von einer überbetrieblichen Unterstützungskasse erbracht, wobei die erforderlichen Mittel von der Gesellschaft zugeführt werden. Die zugesagten Leistungen werden durch einen von der Unterstützungskasse auf das Leben des Begünstigten abgeschlossenen Versicherungsvertrag rückgedeckt.

Die Steuer- und sonstigen Rückstellungen wurden mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Betrag angesetzt und berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen.

Die Verbindlichkeiten werden mit den Erfüllungsbeträgen angesetzt.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet.

B. Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens nach historischen Werten ist im Anlagespiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt.

Vorräte

In die Herstellungskosten sind neben den direkt zurechenbaren Kosten auch Fertigungsgemeinkosten einbezogen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben alle Restlaufzeiten von weniger als einem Jahr.

Rückstellungen

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden mit der projizierten Einmalbeitragsmethode ermittelt. Gem. § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB wurde die Verpflichtung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz bei einer angenommenen Laufzeit von 15 Jahren von 1,82 % abgezinst, der von der Deutschen Bundesbank nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen 10 Jahre ermittelt und bekannt gegeben wird. Als Rechnungsgrundlagen wurden die Richttafeln 2018 G von Dr. Klaus Heubeck zu Grunde gelegt. Der Zinsanteil der Zuführung für das Geschäftsjahr (EUR 11.790,00) wird unter Zinsen und ähnlichen Aufwendungen ausgewiesen.

Der Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 6 Satz 1 HGB beträgt zum 31.12.2023 EUR 9.224,00.

Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen personalbezogene Rückstellungen (TEUR 325) sowie Rückstellungen für Garantieverpflichtungen (REUR 15).

Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten sind im nachfolgenden Verbindlichkeitenspiegel ersichtlich:

Verbindlichkeiten Stand 31.12.2023
EUR
Restlaufzeit bis 1 Jahr
EUR
Restlaufzeit über 1 Jahr
EUR
davon Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren
EUR
- gegenüber Kreditinstituten 1.369.068,65 295.629,22 1.073.439,43 195.562,02
- Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 215.738,68 215.738,68 0,00 0,00
- aus Lieferungen und Leistungen 1.044.836,19 1.044.836,19 0,00 0,00
- sonstige Verbindlichkeiten 290.246,01 290.246,01 0,00 0,00
2.919.889,53 1.846.450,10 1.073.439,43 195.562,02

C. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 14 enthalten.

Sonstige betriebliche aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 14 enthalten

D. Sonstige Angaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen in Höhe von TEUR 2.757. Diese Verpflichtungen betreffen mit TEUR 2.733 die Gebäudemiete mit einer Vertragslaufzeit bis zum 31.12.2035, mit TEUR 20 vier Jobrad Leasingverträge mit einer maximalen Laufzeit bis zum 31.10.2026 und mit TEUR 4 ein Kfz-, ein Server- und einen Kaffeemaschinen Leasingvertrag mit Restlaufzeiten von bis zu 6 Monaten.

HAFTUNGSVERHÄLTNISSE

Zum Bilanzstichtag bestanden keine Haftungsverhältnisse.

Mitarbeiter

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter setzt sich wie folgt zusammen:

31.12.2023
in der Produktion 55
in der Verwaltung 20
75

Geschäftsführung

Geschäftsführer ist Herr Thomas Preußer.

Er ist von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

Unter Verweis auf § 286 Abs. 4 HGB erfolgen zu den Bezügen der Geschäftsführung keine Angaben.

Nachtragsbericht

Nach dem Schluss des Geschäftsjahres sind keine Ereignisse eingetreten, die von besonderer Bedeutung für das Unternehmen sind.

Aus dem Jahresüberschuss in Höhe von EUR 198.642,62 soll eine Dividende in Höhe von EUR 100.000,00 ausgeschüttet werden. Der verbleibende Jahresüberschuss in Höhe von EUR 98.642,62 soll zusammen mit dem bestehenden Gewinnvortrag vonEUR 6.432.513,52 auf neue Rechnung vorgetragen werden.

 

Walluf, den 04. Dezember 2024

gez. Thomas Preußer

Anlagenspiegel 2023

Anschaffungskosten Stand am 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Abgänge
EUR
Stand am 31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 174.602,33 0,00 0,00 0,00 174.602,33
2. Geschäfts- oder Firmenwert 337.291,00 0,00 0,00 0,00 337.291,00
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 30.588,25 0,00 0,00 30.588,25
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 2.774.174,95 19.907,48 416.456,61 0,00 3.210.539,04
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.948.703,25 113.918,68 0,00 33.611,62 3.029.010,31
3. Geleistete Anzahlungen 114.774,62 310.220,01 -416.456,61 0,00 8.538,02
III. Finanzanlagen
Wertpapiere des Anlagevermögens 492.256,80 0,00 0,00 0,00 492.256,80
6.841.802,95 474.634,42 0,00 33.611,62 7.282.825,75
kummulierte Abschreibungen Stand am 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Stand am 31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 171.711,83 734,00 0,00 172.445,83
2. Geschäfts- oder Firmenwert 337.290,00 0,00 0,00 337.290,00
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 1.533.447,95 184.565,59 0,00 1.718.013,54
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.413.443,25 158.061,68 33.610,12 2.537.894,81
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
III. Finanzanlagen
Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 0,00 0,00 0,00
4.455.893,03 343.361,27 33.610,12 4.765.644,18
Netto-Buchwerte Stand am 31.12.2023
EUR
Stand am 31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.156,50 2.890,50
2. Geschäfts- oder Firmenwert 1,00 1,00
3. Geleistete Anzahlungen 30.588,25 0,00
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 1.492.525,50 1.240.727,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 491.115,50 535.260,00
3. Geleistete Anzahlungen 8.538,02 114.774,62
III. Finanzanlagen
Wertpapiere des Anlagevermögens 492.256,80 492.256,80
2.517.181,57 2.385.909,92

Bestätigungsvermerk

Bei dem vorstehenden Jahresabschluss handelt es sich um die nach § 327 HGB für Offenlegungszwecke verkürzte Fassung. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde folgender Bestätigungsvermerk erteilt:

An die ENGEL Elektroantriebe GmbH, Walluf

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der ENGEL Elektroantriebe GmbH, Walluf, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der ENGEL Elektroantriebe GmbH, Walluf, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung unter Anwendung der IDW Prüfungsstandards für weniger komplexe Einheiten durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung des gesetzlichen Vertreters für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Der gesetzliche Vertreter ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der gesetzliche Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung unter Anwendung der IDW Prüfungsstandards für weniger komplexe Einheiten durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von dem gesetzlichen Vertreter zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Wiesbaden, 4. Dezember 2024

Muth & Reich GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Muth, Wirtschaftsprüfer

gez. Reich, Wirtschaftsprüfer

Weitere offenlegungspflichtige Unterlagen:

Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 wurde am 11. Dezember 2024 in der Form, wie er von der Muth & Reich GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, unter dem 04. Dezember 2024 geprüft wurde, festgestellt.

 

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