Großhandel mit Anstrichmitteln
proLOG - logistics services GmbH
Otto-Lilienthal-Straße 3, 89160 Dornstadt, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Raimund Münch seit 11.12.2020 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich BerechtigteBeta
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
SEB INTERNATIONALE S.A.S. | 100.00% |
GesellschafterBeta
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
proLOG - logistics services GmbHDornstadtJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2019 bis zum 31.12.2019Lagebericht für das Geschäftsjahr 20191. Grundlagen des Unternehmens1.1. Geschäftsmodell und GeschäftstätigkeitDie proLOG - logistics services GmbH (kurz: proLOG-services) wurde mit Unterzeichnung des Gesellschaftsvertrages am 25.01.2012 gegründet. Sie ist ein rechtlich selbstständiges Unternehmen innerhalb der WMF Group. Die proLOG ist im Konzernverbund eine Servicetochtergesellschaft. Sie bietet ihren Kunden ein umfassendes Spektrum moderner Dienstleistungen im Bereich des After-Sales, des eCommerce und des Outsourcings. Der Fokus liegt auf Dienstleistungen, die über den reinen Transport hinausgehen, wie Warehousing, Order Fulfillment, e-Commerce, Customer Service oder Value Added Services. Derzeit betreibt die proLOG-services ausschließlich die logistischen Abwicklungen für die WMFGesellschaften sowie zu Teilen auch für europäische SEB-Gesellschaften. 1.2. OrganisationsstrukturDie proLOG-services ist zu 100 Prozent Teil der französischen Groupe SEB. Die Finanzierung der proLOG-services erfolgt durch das Mutterunternehmen SEB S.A. Diese erstellt auch einen die proLOG-services einschließenden Konzernabschluss. Die proLOG-services ist weiter organisatorisch den Servicebereichen der WMF-Gruppe angegliedert. Dieser Bereich unterstützt die WMF bzw. SEB-Vertriebstochtergesellschaften in dem Geschäftsprozess Logistik. 1.3. SteuerungssystemBasis für die Steuerung ist ein solides und verständliches Finanz- und Controlling-Informationssystem. Als finanzielle Leistungsindikatoren nutzen wir die auf der handelsrechtlichen Rechnungslegung basierenden Steuerungsgrößen Umsatzerlöse (2019: 20.924 Tsd. €; i. Vj 20.856 Tsd. €; geplant für 2019 20.959 Tsd. €) und EBIT (Ergebnis vor Steuern und Zinsen) (2019: 37 Tsd. €; i. Vj. 1.452 Tsd. €; geplant für 2019: 1.057 Tsd. €). Die Umsatzerlöse wurden auf geplantem Niveau erzielt. Das geplante EBIT wurde jedoch aufgrund von nicht weiterbelasteten Projektaufwendungen (i.V. 1.309 Tsd €) verfehlt. 1.4. Forschung und EntwicklungDer Bereich Forschung und Entwicklung ist in der proLOG-services nicht vorhanden. Verbesserungen im Einsatz von Systemen und Methoden sind jedoch ständige Herausforderungen. 2. Wirtschaftsbericht2.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene RahmenbedingungenDie Kauflust der Verbraucher und der Bauboom haben die deutsche Wirtschaft im vergangenen Jahr vor einem starken Rückgang bewahrt. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2019 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 0,6 % höher als im Vorjahr. Die deutsche Wirtschaft ist damit im zehnten Jahr in Folge gewachsen. Dies ist die längste Wachstumsphase im vereinten Deutschland. Das Wachstum hat 2019 aber an Schwung verloren. In den beiden vorangegangenen Jahren war das preisbereinigte BIP deutlich stärker gestiegen, 2017 um 2,5 % und 2018 um 1,5 %. Verglichen mit dem Durchschnittswert der vergangenen zehn Jahre von +1,3 % ist die deutsche Wirtschaft 2019 schwächer gewachsen. Nach einem starken Wachstum von über vier Prozent in 2018, wurden in 2019 branchenübergreifend rund 279 Milliarden Euro Umsatz erwirtschaftet. 2.2. Geschäftsverlauf2.2.1. UmsatzentwicklungDer Umsatz stieg im Berichtsjahr von 20.856 Tsd. € um 68 Tsd. € auf 20.924Tsd. €. Der Umsatzanteil mit der WMF Group hat sich leicht um 45 Tsd. € auf 1.682 Tsd. € reduziert. Der wesentliche Umsatzanteil entfällt auf die proLOG-brand logistics GmbH & Co. KG. Dies entspricht einem prozentualen Anstieg von 0,3 %. Die Umsatzrendite (EBIT/Umsatzerlöse) hat sich im Geschäftsjahr 2019 von 7,0 % auf 0,2 % stark reduziert. 2.2.2. ErtragslageDas 2019 betrieblich erzielte Ergebnis (EBIT = Ergebnis vor Steuern und Zinsen) in Höhe von 37 Tsd. € ist im Vergleich zum Vorjahr (1.452 Tsd. €) um 1.415 Tsd. € gesunken und lag damit unter der Prognose aus dem Vorjahr. Das Jahresergebnis nach Steuern hat sich von 990 Tsd. € auf - 30 Tsd. € verschlechtert. Der Materialaufwand liegt mit 1.897 Tsd. € um 8,3 % über Vorjahr (1.751 Tsd. €), was im Wesentlichen durch einen Mengenanstieg zu begründen ist. Die Materialquote ist dadurch von 8,4 % auf 9,1 % gestiegen. Für Löhne, Gehälter, Sozialabgaben, Beiträge zur Altersversorgung und soziale Unterstützung wandte die proLOG-services 2019 9.922 Tsd. € auf. Absolut erhöhte sich der Personalaufwand gegenüber Vorjahr (9.344 Tsd. €) um 578 Tsd. €. Dies ist ein Anstieg des Personalaufwandes der proLOG-services von 6,2 %, als Folge der unterjährigen Übernahme von bewährten Zeitarbeitnehmern. Die Personalkostenquote stieg dadurch von 44,8 % auf 47,4 %. Unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen werden hauptsächlich Aufwendungen für Mieten und Pachten, Kosten für Lohnarbeiten Dritter, Reparaturen, Beratungskosten, konzerninterne Verrechnungen sowie Fremdleistungen subsumiert. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von 8.715 Tsd. € haben sich im Vergleich zum Vorjahr (8.008 Tsd. €) um 707 Tsd. € vergrößert. Die Aufwandsquote stieg dabei ebenfalls von 38,4 % auf 41,7 %. Grund dafür sind i. W. die Verbuchung der Projektkosten für ein konzernweites Logistikprojekt. Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von 64 Tsd. € (i. Vj. 49 Tsd. €) resultieren aus periodenfremden Erträgen aus Auflösung von Rückstellungen. 2.2.3. VermögenslageDie Bilanzsumme der proLOG-services ist zum 31. Dezember 2019 im Vergleich zur Vorperiode von 4.393 Tsd. € auf 4.964 Tsd. € gestiegen. Diese Veränderung resultiert im Wesentlichen aus dem Anstieg der Forderungen gegen verbundene Unternehmen um 825 Tsd. € auf 1.967 Tsd. €. Das Anlagevermögen hat sich in 2019 um 535 Tsd. € auf 2.697 Tsd. € verringert. Das i. W. auf geringere Investitionen wie fortlaufende Abschreibungen zurückzuführen ist. Im Geschäftsjahr 2019 lagen die Zugänge bei den Sachanlagen und immateriellen Vermögensgegenständen mit 275 Tsd. € um 187 Tsd. € unter Vorjahr. Zum Bilanzstichtag bestehen keine Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten. Das Eigenkapital der proLOG-services zum 31.12.2019 beträgt 400 Tsd. € und liegt um 1.020 Tsd. € unter Vorjahr. Die Eigenkapitalquote beträgt 8,1 % (i. Vj. 32,3 %). Auf der Passivseite haben sich die Rückstellungen um 376 Tsd. € auf 618 Tsd. € erhöht. Diese betreffen vorwiegend Positionen für Rückstellungen verschiedener Verpflichtungen von 223 Tsd. € sowie Rückstellungen für Werksangehörige von 301 Tsd. €. Die Verbindlichkeiten sind um 1.966 Tsd. € auf 3.945 Tsd. € gestiegen. Die Verbindlichkeiten bestanden überwiegend gegenüber verbundenen Unternehmen, die in den Cash-Pool der Groupe SEB eingegliedert sind. Gegenüber Kreditinstituten bestehen keine Verbindlichkeiten. 2.2.4. FinanzlageZiel des Finanzmanagements ist es, die laufende Liquidität der Gesellschaft sicherzustellen. Die Gesellschaft ist zudem in das Cash-Management der Groupe SEB eingebunden. Das Eigenkapital der proLOG-services zum 31.12.2019 beträgt 400 Tsd. € und liegt um 1.020 Tsd. € unter Vorjahr. Der Anteil am Gesamtkapital beträgt 8,1 % (i. Vj. 32,3 %). Aufgrund der Einbindung in den Cash Pool der Groupe SEB gab es keine Liquiditätsengpässe und die proLOG-services konnte ihre Zahlungsverpflichtungen jederzeit erfüllen. Die Finanzlage ist jedoch weiterhin von hohen kurzfristigen Verbindlichkeiten gegen die SEB S.A. gekennzeichnet. 2.2.5. Gesamtbeurteilung des Geschäftsverlaufs und der wirtschaftlichen LageAngesichts des diesjährigen negativen Jahresergebnisses hat sich die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der proLOG-services gegenüber Vorjahr verschlechtert. Der Geschäftsumfang der proLOG-services hat sich in 2019 nicht verändert. Die Abhängigkeit der Gesellschaft hinsichtlich Kapitalausstattung und Finanzierung von der Groupe SEB bleibt weiterhin bestehen. 2.2.6. MitarbeiterIm zu betrachtenden Geschäftsjahr 2019 waren in der proLOG-services durchschnittlich 226 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt. In der Summe ist dies ein Rückgang von 9 Personen ggü. Vorjahr. Zum Jahresende waren keine Auszubildende bzw. duale Hochschulstudenten bei der proLOG-services beschäftigt. 3. Risiko- und ChancenberichtJedes unternehmerische Handeln ist untrennbar mit Chancen und Risiken verbunden. Deshalb ist ein wirksames Risikomanagement ein bedeutender Erfolgsfaktor zur nachhaltigen Sicherung des Unternehmenswerts. Unter Risiko verstehen wir jedes Ereignis, das das Erreichen unserer kurzfristigen operativen oder unserer langfristigen strategischen Ziele negativ beeinflussen kann. Als Chancen definieren wir mögliche Erfolge, die über unsere definierten Ziele hinausgehen. Damit die proLOG-services in ihrem Geschäftsumfeld erfolgreich agieren kann, existiert ein effektives internes Kontrollsystem, welches einen integralen Bestandteil des Risikomanagementsystems bildet. Das Ziel des internen Kontrollsystems besteht in Bezug auf den Rechnungslegungsprozess darin, die Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung und der damit verbundenen Berichterstattung sicherzustellen. Die Umsetzung von Maßnahmen zur kontinuierlichen Verbesserung und zur Risikominimierung wird von der internen Revision der Groupe SEB begleitet. Das Internal Audit der Groupe SEB ist dafür zuständig, das Risikomanagement unter Beachtung der bei der Groupe SEB geltenden Richtlinien und Grenzwerte durchzuführen. Überdies ist die proLOG in das Risikomanagement der Groupe SEB eingebunden. Die für die proLOG-services relevanten Risiken werden nachfolgend beschrieben, wobei deren Reihenfolge keine Wertigkeit der Eintrittswahrscheinlichkeit oder des potenziellen Schadensausmaßes beinhaltet. Diese Risiken und Chancen sind im Vergleich zum Vorjahr im Wesentlichen unverändert. Eine bewusste Auseinandersetzung mit Risiken im täglichen Geschäft eröffnet aber gleichzeitig auch Chancen. So bietet die Eingliederung des WMF-Konzerns in die Groupe SEB in vielerlei Hinsicht Chancen. Eine Stärkung der Verhandlungsposition gegenüber Lieferanten und Kunden sowie die Nutzung von etablierten Best-Practice-Methoden sind hier besonders hervorzuheben. Aufgabe der Logistik ist es, eine hohe Versorgungssicherheit mit Waren bei optimierten Kostenstrukturen und gleichzeitiger Berücksichtigung von nachhaltigkeitsrelevanten Aspekten wie Energie- und Kraftstoffverbrauch zu gewährleisten. Die große Vielfalt von Waren und Artikeln der WMF-Group sowie der hohe Warenumschlag sind allerdings mit organisatorischen, informationstechnischen und logistischen Risiken verbunden. Störungen in der Wertschöpfungskette, etwa bei der Lieferung von Waren, können zu Betriebsunterbrechungen bspw. in den WMF-Retail Stores führen. Bestandsgefährdende Risiken können der Gesellschaft aus der Liquiditätssituation erwachsen. Als Beispiel hierfür wären Ausfallrisiken von Forderungen. Diese Risiken werden aber vor dem Hintergrund der Intercompany-Beziehung als sehr gering eingestuft. Kostenmanagement und konsequente Verfolgung wie auch regelmäßige Prüfung und Weiterentwicklung der bestehenden Logistikstrategie, bei Bedarf mit Unterstützung externer Berater, wirken ebenfalls risikomindernd. Ein effizientes Qualitätssicherungssystem und die vorhandenen Zertifizierungen sind Voraussetzungen für eine gute Kundenbeziehung. Aufgrund der aktuellen Situation in Bezug auf den "Corona-Virus" besteht grundsätzlich die Unsicherheit einer negativen Auswirkung im gesamtwirtschaftlichen Kontext. Für die proLOG als Gesellschaft mit Fokus auf Logistikdienstleistungen an Unternehmen in der Groupe SEB besteht dabei das Risiko einer sinkenden Nachfrage dieser Leistungen. Dieses Risiko kann aus heutiger Sicht nicht quantifiziert werden. 4. Prognosebericht4.1. Erwartete wirtschaftliche Rahmenbedingungen und BranchenentwicklungGlobale Handelskonflikte, die Abkühlung der Weltkonjunktur und die Brexit-Hängepartie bremsen vor allem die exportorientierte Industrie. Daran dürfte sich auch 2020 zunächst nicht viel ändern. Der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen (Wirtschaftsweise) erwartet frühestens im Jahresverlauf 2020 eine Konjunkturbelebung. Wegen der nach wie vor guten Lage auf dem Arbeitsmarkt bekommen die meisten Verbraucher bislang noch nicht viel von der Konjunkturflaute zu spüren. Dank der vergleichsweise niedrigen Inflation haben Beschäftigte mehr von den jüngsten Lohn- und Gehaltserhöhungen. Nach Berechnungen des WSI-Tarifarchivs der gewerkschaftsnahen Böckler-Stiftung sind die Tarifgehälter 2019 um durchschnittlich drei Prozent gestiegen und damit erneut stärker als die Verbraucherpreise mit etwa 1,4 Prozent. Hinzu kommen die historisch niedrigen Zinsen, die die Budgets der privaten Haushalte entlasten. Angesichts massiver Folgen für die Wirtschaft durch das Corona-Virus sieht die Industrie die Gefahr einer Rezession in Deutschland erheblich gestiegen. "Das wirtschaftliche Wachstum droht fast zum Erliegen zu kommen", heißt es in einem Quartalsbericht des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI), der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Komme es im zweiten Quartal nicht zu einer wirtschaftlichen Normalisierung in den von der Corona-Epidemie betroffenen Ländern, erwartet der BDI in Deutschland für das Gesamtjahr einen Rückgang der Wirtschaftsleistung. Trotz aller negativen Entwicklungen, die sich für 2020 abzeichnen, bleibt der Wirtschaftsbereich Logistik mit +2,2 Prozent nominal bzw. +0,4 Prozent real auf Wachstumskurs. Es hat sich gezeigt, dass politische Unsicherheiten und globale Verwerfungen weniger Einfluss haben, als nach den Jahren der Finanz- und Eurokrise befürchtet wurde. Weder das Brexit-Referendum in Großbritannien noch die Politik "America First" oder die Türkei-Krise haben der deutschen Wirtschaft geschadet. 4.2. Erwartete Entwicklung der finanziellen LeistungsindikatorenDie Umsatzprognosen ergeben für 2020 ein steigendes Umsatzniveau (+ 8,0 %) in Verbindung mit der weiter wachsenden Gruppe in Form der Zugehörigkeit zur Groupe SEB. Hingegen wird eine wiederholt starke EBIT-Verschlechterung gegenüber 2019 erwartet aufgrund wiederholt geplanter Großprojekte. Die Auswirkungen des Corona-Virus können aktuell nicht quantifiziert werden und wurden bei der Prognose nicht berücksichtigt.
Geislingen/Steige, 30. April 2020 proLOG - logistics services GmbH Die Geschäftsleitung J. Schulte Bilanz zum 31. Dezember 2019Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2019
Anhang für das Geschäftsjahr 2019Form und Inhalt des JahresabschlussesDie proLOG - logistics services GmbH hat ihren Sitz in Dornstadt und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Ulm unter der Registernummer HRB 727621. Der Jahresabschluss ist gemäß § 264a HGB i. V. m. §§ 242 ff. HGB und 264 ff. HGB aufgestellt. Die Gliederung der Bilanz erfolgt entsprechend § 266 HGB in der für große und mittelgroße Kapitalgesellschaften gesetzlich vorgeschriebenen Form. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren unter Anwendung des in § 275 Abs. 2 HGB vorgesehenen Gliederungsschemas aufgestellt. Bilanzierungs- und BewertungsgrundsätzeDie Sachanlagen und immateriellen Vermögensgegenstände werden nach Unternehmensfortführungsgrundsätzen mit Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von drei bis fünfzehn Jahren bewertet. Die Vorräte werden mit ihren Anschaffungskosten bewertet. Für Bestandsrisiken werden ausreichende Abschläge gebildet. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennbetrag bewertet. Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasipermanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Bilanzposten und ihren steuerlichen Wertansätzen werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung mit dem Konzernsteuersatz von 27,73% (i. Vj. 29,8%) bewertet und nicht abgezinst. Aktive und passive latente Steuern werden saldiert. Die Eigenkapitalposten sind zu Nennwerten bewertet. Die Rückstellungen decken sämtliche erkennbaren ungewissen Verbindlichkeiten und Risiken ab. Rückstellungen werden grundsätzlich in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag bewertet. AnlagevermögenDie Entwicklung des Anlagevermögens ist aus dem nachstehend aufgeführten Anlagenspiegel ersichtlich. Anlagenspiegel
ForderungenSämtliche Forderungen haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Von den Forderungen gegen verbundene Unternehmen entfallen EUR 0,00 (i. Vj. EUR 0,00) auf die Kommanditistin WMF Group GmbH, Geislingen/Steige. Diese resultieren aus der Saldierung von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 902.531,94 gegenüber der WMF Group GmbH und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 938.474,67 gegenüber der WMF Group GmbH. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber verbundenen Unternehmen betragen EUR 1.853.382,29 (i. Vj. EUR 1.092.287,16). Auf Forderungen aus der Finanzierung entfallen EUR 0,00 (i. Vj. EUR 0,00). EigenkapitalDas Eigenkapital beträgt EUR 400.406,83 (i. Vj. EUR 1.420.484,71). Als Folge der Aktivierung von latenten Steuern ist gemäß § 268 Abs. 8 HGB ein Betrag von EUR 5.086,00 (i. Vj. EUR 9.427,00) ausschüttungsgesperrt. RückstellungenBei der Bemessung der Rückstellungen wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Die sonstigen Rückstellungen betragen EUR 524.184,00 (i. Vj. EUR 808.432,00). Sie wurden im Wesentlichen für ausstehende Rechnungen für Zeitarbeitsfirmen und Logistikdienstleister gebildet. Des Weiteren wurden Personalrückstellungen für Urlaub und Gleitzeit gebildet. VerbindlichkeitenSämtliche Verbindlichkeiten sind unbesichert und haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von EUR 46.049,09 (i. Vj. in Höhe von EUR 81.536,59) entfallen auf die alleinige Gesellschafterin WMF Group GmbH, Geislingen/Steige und die Silit Werke GmbH & Co. KG, Riedlingen. In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Verbindlichkeiten aus Cash Pooling mit der Groupe SEB in Höhe von EUR 3.501.176,72 (i. Vj. EUR 1.679.424,36) enthalten. Sonstige betriebliche AufwendungenDie sonstigen betrieblichen Aufwendungen gliedern sich wie folgt:
Steuern vom Einkommen und vom ErtragIn den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag ist ein Aufwand in Höhe von EUR 4.341,00 (i. Vj. Ertrag EUR 26.699,00) für latente Steuern enthalten. Dieser entfällt in Höhe von EUR 4.341,00 (i. Vj. EUR 26.699,00) auf latente Steuern aus Bilanzierungs- und Bewertungsunterschieden. Sonstige finanzielle VerpflichtungenDer Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen beträgt TEUR 27.015 (i. Vj. TEUR 21.214). Davon entfallen auf verbundene Unternehmen TEUR 25.623 (i. Vj. TEUR 20.352) Beschäftigte im JahresdurchschnittDie durchschnittliche Anzahl der Beschäftigten im Jahr 2019 beträgt 226 (i. Vj. 236).
Organe der GesellschaftAls Geschäftsführer ist bestellt: Herr Vice President Logistics Jörn Schulte, Jagsthausen (ab 01.01.2017) Der ausgeübte Beruf ist die Leitung der proLOG - logistics services GmbH. Honorar für den AbschlussprüferDas Gesamthonorar des Abschlussprüfers beträgt EUR 11.028. NachtragsberichtWie im Lagebericht dargestellt, besteht für das nächste Geschäftsjahr aufgrund der aktuellen Situation in Bezug auf den "Corona-Virus" grundsätzlich die Unsicherheit einer negativen Auswirkung im gesamtwirtschaftlichen Kontext. Für die proLOG - logistics services GmbH als Gesellschaft mit Fokus auf Logistik bestehen dabei direkte Risiken, vor allem in den über die WMF Group / GSEB bestehenden Absatzmärkten, Vertriebskanälen und Kundenstrukturen. Diese Risiken können aus heutiger Sicht nicht quantifiziert werden. GewinnverwendungsvorschlagDer Jahresfehlbetrag in Höhe von EUR 29.818,88 soll zusammen mit dem Gewinnvortrag in Höhe von EUR 405.225,71 auf neue Rechnung vorgetragen werden. Zugehörigkeit zum Groupe SEB-KonzernDas Mutterunternehmen, das den Konzernabschluss für den größten als auch zugleich für den kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt, ist die SEB S.A., Écully, Frankreich. Dieser Konzernabschluss wird im französischen Register unter Nr. 300 349 636 RCS Lyon offengelegt. Zudem ist beabsichtigt, den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2019 der SEB S.A. entsprechend der Vorschriften §§ 325 Abs. 3, 328 HGB im Bundesanzeiger offenzulegen. Dieser Konzernabschluss hat gemäß § 291 HGB befreiende Wirkung, weshalb die WMF Group GmbH keinen gesonderten Teilkonzernabschluss und Teilkonzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2019 offenlegt. Der Konzernabschluss der SEB S.A. wird nach den International Financial Reporting Standards (kurz: IFRS), wie diese in der Europäischen Union anzuwenden sind, erstellt.
Dornstadt, 30. April 2020 proLOG - logistics services GmbH Schulte BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die proLOG - logistics services GmbH, Dornstadt PrüfungsurteileWir haben den Jahresabschluss der proLOG - logistics services GmbH, Dornstadt, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2019 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der proLOG - logistics services GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die PrüfungsurteileWir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen."
Stuttgart, den 30. April 2020 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Jürgen Schwehr, Wirtschaftsprüfer ppa. Florian S. Schneider, Wirtschaftsprüfer Feststellung des JahresabschlussesDer Jahresabschluss wurde am 18.08.2020 festgestellt. GewinnverwendungsbeschlussDie Gesellschafterversammlung der ProLog Logistic GmbH hat am 18.08.2020 folgendes beschlossen: Der Jahresfehlbetrag 2019 in Höhe von € -29.818,88 wird mit dem bestehenden Gewinnvortrag in Höhe von € 405.225,71 verrechnet und auf neue Rechnung vorgetragen. |
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