Stammdaten

Register
Amtsgericht Nürnberg HRB 7179
Vorher
EISUNION-Süddeutschland GmbH vormals Eis-Faßbender * GEL RIST GmbH
Eingetragen
18.12.1985
Branche
Großhandel mit Fisch und FischerzeugnissenGroßhandel mit Zucker, Süßwaren und BackwarenGroßhandel mit Milch, Milcherzeugnissen, Eiern, Speiseölen und Nahrungsfetten
Gegenstand
Groß- und Einzelhandel mit bzw. die Einfuhr von allen für den Betrieb von Eisgeschäften, Konditoreien und Gastronomie erforderlichen Waren, Bedarfsartikeln, Produktionsmitteln und Einrichtungsgegenständen, der Betrieb und die Unterhaltung eines technischen Services und die Übernahme von Vertretungen in diesem Bereich sowie die Erbringung von Beratungsleistungen gegenüber Kunden und Gewerbetreibenden.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Björn Daniel Eheim
seit 11.12.2024
Geschäftsführer
Erik Ekelund
seit 11.12.2024
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert65.57% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Idun Industrie ASNOR
65.57%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Idun Industrie AS
Norway

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

EISUNION GmbH

Feucht

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2022
EUR TEUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 254.082,05 286.461,25
II. Sachanlagen 923.411,66 1.057.731,57
III. Finanzanlagen 1.453,39 3.498,56
1.178.947,10 1.347.691,38
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte 5.725.265,02 7.466.381,51
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 3.041.363,90 2.536.980,27
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 19.451,21 18.834,91
8.786.080,13 10.022.196,69
C. Rechnungsabgrenzungsposten 93.910,66 7.442,00
10.058.937,89 11.377.330,07

Passiva

31.12.2022
EUR TEUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 462.000,00 462.000,00
II. Kapitalrücklage 5.275.048,70 5.275.048,70
III. Verlustvortrag -1.855.415,00 -2.247.438,73
IV. Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag -400.048,69 392.023,73
3.481.585,01 3.881.633,70
B. Rückstellungen 775.156,00 489.525,00
C. Verbindlichkeiten 5.802.196,88 7.006.171,37
10.058.937,89 11.377.330,07

Gewinn- und Verlustrechnung für 2023

2022
EUR EUR EUR
1. Rohergebnis 10.311.245,42 10.412.255,85
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 4.726.856,96 4.487.624,44
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 983.470,39 900.817,52
davon für Altersversorgung EUR 40.359,27 (Vj. EUR 34.065,74)
3. Abschreibungen
auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 183.756,61 170.690,59
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen 4.534.804,23 4.303.334,44
10.428.888,19 9.862.466,99
5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 89.785,55 45.320,11
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen
davon an verbundene Unternehmen EUR 304.288,43 (Vj. EUR 95.501,42) 306.568,96 105.247,52
-216.783,41 -59.927,41
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 40,65 -1.883,57
8. Ergebnis nach Steuern -334.466,83 491.745,02
9. Sonstige Steuern 65.581,86 99.721,29
10. Jahresfehlbetrag / Jahresüberschuss -400.048,69 392.023,73

ANHANG ZUM JAHRESABSCHLUSS 31.12.2023

Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss ist nach §§ 242 ff. und 264 ff. HGB des Handelsgesetzbuches und nach den Vorschriften des GmbHG aufgestellt.

In der Gliederung der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung ergaben sich keine Änderungen. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. Von den größenabhängigen Erleichterungen wurde teilweise Gebrauch gemacht.

Registerinformation

Die Gesellschaft ist unter der Firma EISUNION GmbH mit Sitz in Feucht im Handelsregister des Amtsgerichts Nürnberg unter der Nummer HRB 7179 eingetragen.

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Nutzungsdauer beträgt 3 bzw. 5 Jahre.

Gemäß Notarvertrag vom 17. Januar 2018 wurde im Rahmen eines Asset Deals der Geschäftsbetrieb der Firma Eis Claassen e.K., Bremen, übernommen. Der daraus resultierende Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von TEUR 384 wird über die voraussichtliche Nutzungsdauer von 15 Jahren linear abgeschrieben. Bei der Bestimmung der Nutzungsdauer wurden insbesondere die Stabilität und Bestandsdauer der Branche und des Unternehmens berücksichtigt sowie die stabile, langjährige Entwicklung und Beziehung zu den übernommenen Kunden. Das erworbene Unternehmen ist bereits seit mehreren Jahrzehnten auf dem Markt tätig und hat sich dabei kontinuierlich und branchenkongruent entwickelt. Für die künftige Entwicklung ist branchen- und unternehmensbezogen mit keinen wesentlichen Änderungen zu rechnen. Eine voraussichtliche Bestandsdauer von 15 Jahren ist daher angemessen.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben.

Die Nutzungsdauer von Bauten auf fremden Grundstücken beträgt durchschnittlich 10 Jahre, von anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung von 5 bis 15 Jahre.

Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 250,00 sind im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst worden; ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt. Für Anlagegüter mit einem Netto-Einzelwert von mehr als EUR 250,00 bis EUR 1.000,00, die nach dem 31. Dezember 2007 angeschafft worden sind, wird das steuerliche Sammelpostenverfahren aus Vereinfachungsgründen auch in der Handelsbilanz angewandt. Der Sammelposten wird pauschalierend jeweils mit 20 Prozent p.a. im Zugangsjahr und in den vier darauf folgenden Jahren abgeschrieben. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden im Übrigen zeitanteilig vorgenommen.

Innerhalb der Finanzanlagen werden die Geschäftsguthaben bei Genossenschaften zu Anschaffungskosten angesetzt.

Die Vorräte wurden zu den durchschnittlichen Einstandspreisen angesetzt. In einzelnen Fällen waren Abwertungen auf den niedrigeren Zeitwert erforderlich.

Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Absatz- und Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden mit dem Nennwert abzüglich einer Pauschalwertberichtigung für das allgemeine Kreditrisiko und das zinsfreie Zahlungsziel bewertet. Bei zweifelhaft einbringlichen Forderungen wurden Einzelwertberichtigungen abgesetzt.

Der Bestand an liquiden Mitteln wird mit Nominalwerten bewertet.

Die Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und werden mit den nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbeträgen angesetzt. Auf eine Abzinsung wurde aufgrund untergeordneter Bedeutung verzichtet.

Die Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden diese mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und entlastung nicht abgezinst.

Aktive und passive Steuer Latenzen werden verrechnet ausgewiesen. Die Aktivierung eines Überhangs latenter Steuern unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts. Die aktiven latenten Steuern resultieren im Wesentlichen aus körperschaft- und gewerbesteuerlichen Verlustvorträgen.

Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Summe der Bruttowerte (kumulierte Anschaffungs- und Herstellungskosten) und der kumulierten Abschreibungen je Anlageposten sowie die Zugänge und Abgänge des Berichtsjahres ergeben sich aus dem Anlagespiegel (Anlage zum Anhang). Ebenso sind dem Anlagespiegel die Abschreibungen des Geschäftsjahres zu entnehmen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Stand 31.12.2023 davon Restlaufzeit mehr als ein Jahr Stand 31.12.2022 davon Restlaufzeit mehr als ein Jahr
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.043.495,37 138.274,07 1.682.774,52 18.096,53
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 572.857,71 0,00 469.358,30 0,00
Sonstige Vermögensgegenstände 425.010,82 33.490,00 384.847,45 33.490,00
3.041.363,90 171.764,07 2.536.980,27 51.586,53

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen in Höhe von EUR 109.738,76 (Vorjahr EUR 32.353,72) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Cash-Pool Forderungen in Höhe von EUR 463.118,95 (Vorjahr EUR 437.004,58).

Verlustvortrag

Der Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2022 in Höhe von EUR 392.023,73 wurde auf neue Rechnung vorgetragen. Der Verlustvortrag beträgt zum 31. Dezember 2023 EUR 1.855.415,00.

Verbindlichkeiten

Stand 31.12.2023 davon Restlaufzeit bis ein Jahr davon Restlaufzeit von ein bis fünf Jahren davon Restlaufzeit über fünf Jahre
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 14.953,32 14.953,32 0,00 0,00
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.080.033,21 1.080.033,21 0,00 0,00
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 4.572.035,87 7.245,81 4.564.790,06 0,00
Sonstige Verbindlichkeiten 135.174,48 135.174,48 0,00 0,00
5.802.196,88 1.237.406,82 4.564.790,06 0,00
Stand 31.12.2022 davon Restlaufzeit bis ein Jahr davon Restlaufzeit mehr als ein Jahr davon Restlaufzeit über fünf Jahre
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 95.532,94 80.579,42 14.953,52 0,00
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 882.816,07 882.816,07 0,00 0,00
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 5.916.390,51 305.888,88 5.610.501,63 0,00
Sonstige Verbindlichkeiten 111.431,85 111.431,85 0,00 0,00
7.006.171,37 1.380.716,22 5.625.455,15 0,00

Für die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von EUR 14.953,32 (Vorjahr EUR 95.532,94) bestehen Pfandrechte an übertragbaren Rechten sowie Sicherungsübereignungen von beweglichen Sachen.

In den "Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen" sind Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von EUR 7.245,81 (Vorjahr EUR 305.888,88) enthalten. Die Kreditlinie (eingeräumt von der Orkla Food Ingredients AS, Oslo; Norwegen) wurde in Höhe von EUR 4.564.790,06 (im Vorjahr EUR 5.610.501,63) genutzt. Diese Linie ist bis zum 30. Juni 2024 in Höhe von EUR 8.500.000,00 und mittelfristig bis 15. Januar 2027 in Höhe von EUR 6.500.000,00 gewährt. Sie kann jedoch vom Kreditgeber unter bestimmten Voraussetzungen sofort fällig gestellt werden. Wir verweisen in diesem Zusammenhang auf unsere Ausführungen weiter unten und im Lagebericht im Abschnitt "3. Risikobericht".

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten im Berichtsjahr Erträge aus dem Abgang vom Anlagevermögen in Höhe von EUR 20.129,88 (Vorjahr EUR 126.182,59). Periodenfremde Erträge, die einem anderen Geschäftsjahr zuzurechnen sind, liegen mit EUR 20.921,58 (Vorjahr EUR 11.521,67) vor.

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von EUR 42.313,70 (Vorjahr EUR 26.539,86) enthalten, die im Wesentlichen auf die Forderungsverluste (inkl. EWB und PWB) zurückzuführen sind.

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind folgende bedeutende Aufwendungen enthalten:

2023 .2022
Grundstücks- und Gebäudeaufwand 1.423.804,98 1.128.619,08
Kfz-Kosten 1.223.262,78 1.264.805,42
Kosten der Warenabgabe 300.275,77 238.992,91
Verwaltungskosten Mutterkonzern 291.381,91 347.373,41
Externe Mitarbeiter 246.970,51 218.917,24
Bürobedarf, Telefon-, Portokosten 202.480,79 203.883,46
EDV-Aufwendungen 163.680,46 136.325,60
Reisekosten 121.805,64 108.644,71
Forderungsverluste (inkl. EWB, PWB) 42.148,63 26.539,86
Übrige Aufwendungen 518.992,76 629.232,75
4.534.804,23 4.303.334,44

In den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind keine Steueraufwendungen/-erträge enthalten, welche sich aus dem Mindeststeuergesetz oder vergleichbaren ausländischen Mindeststeuergesetzen für das Geschäftsjahr ergeben.

Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresfehlbetrag von EUR 400.048,69 auf neue Rechnung vorzutragen.

Sonstige Angaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen aus

EUR
Leasingverträgen Fuhrpark, Büroausstattung 876.984,92
Mietverträgen 4.422.574,62
5.299.559,54

Die Miet- und Leasingverträge enden zwischen 2024 und 2032. Sie werden im Wesentlichen aufgrund der Kapitalmittelsteuerung abgeschlossen und die Geschäftsleitung sieht keine wesentlichen Risiken daraus.

Angaben zu den Geschäftsführungsorganen

Die Geschäftsführung oblag folgenden Personen:

Herrn Thomas Brück, operativer Geschäftsführer, Nürnberg

Herrn Tor Agner Osmundsen, CEO Orkla Sweet Ingredients, Norwegen, Billingstad/Norwegen

Nach § 286 Abs. 4 HGB wurde die Angabe der Geschäftsführerbezüge nach § 285 Nr. 9a unterlassen. Nur eine Person erhielt die Bezüge von der Gesellschaft.

Mitglieder des Beirats

Laurence Aurand, Business Development Director, Orchard Valley Foods, Deutschland

Ulrik Omundsen (ehem. Moes), Chief Executive Officer, Orchard Valley Foods, Dänemark (bis zum 22.03.2023)

Carsten Hoffmann, Director Commercial Development, Frima, Dänemark

Riccardo Marcantonio, Chief Commercial Officer NIC UK, UK

Erik Ekelund, CEO Nic Group, Schweden (ab 23.03.2023) Martijn Stellaard. Managing Director, Laan, Niederlande (ab 23.03.2023)

Die Mitglieder des Beirats haben keine Bezüge von der Gesellschaft bezogen.

Der Beirat ist nicht verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer

Während des Geschäftsjahrs gehörten die folgenden Mitarbeiter dem Unternehmen an:

Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte 112
Geringfügig entlohnte Beschäftigte 8
Versicherungsfreie Altersvollrentner 2
122

Außerdem wurde durchschnittlich eine Auszubildende beschäftigt.

Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten Verbindlichkeiten gemäß § 251 HGB

Zum 31. Dezember 2023 bestehen keine Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten Verbindlichkeiten.

Konzernverhältnisse

Die Gesellschaft wird in den nach International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellten Konzernabschluss der Orkla ASA, Oslo, Norwegen, in den größten und kleinsten Kreis des Konzerns einbezogen. Dieser Konzernabschluss ist Brønnøysundregistrene unter der Nummer NO 910 747 711 offengelegt und auch über die Homepage der Konzernmutter unter www.orkla.com abrufbar.

Bestandsgefährdende Risiken

Die Gesellschaft erzielte bereits in den Vorjahren mit entsprechenden Liquiditätsabflüssen verbundene Jahresfehlbeträge in Höhe von insgesamt TEUR 1.855 (Verlustvortrag). Nachdem die Gesellschaft im Vorjahr einen Jahresüberschuss in Höhe von EUR 392.023,73 erwirtschaftete, erzielte sie im Berichtsjahr 2023 erneut einen mit entsprechenden Liquiditätsabflüssen verbundenen Jahresfehlbetrag von EUR 400.048,69 und weist daher noch keine nachhaltigen positiven Jahresergebnisse und Liquiditätszuflüsse auf, um sich im erforderlichen Umfang bei Banken refinanzieren zu können. Durch die vorhandene mittelfristige Kreditlinie, gegeben durch Orkla Food Ingredients AS, Oslo, Norwegen, wird die Gesellschaft voraussichtlich in der Lage sein, ihren finanziellen Verpflichtungen in Zukunft nachzukommen. Die Gesellschaft ist dafür jedoch auf die bestehende Finanzierung und damit auf die Aufrechterhaltung der oben genannten mittelfristigen Kreditlinie der Orkla Food Ingredients AS angewiesen, was ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt. Aufgrund der bestehenden konzerninternen Finanzierung wurde der Jahresabschluss unter der Prämisse der Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufgestellt. Wir verweisen in diesem Zusammenhang auf unsere Ausführungen im Lagebericht im Abschnitt "3. Risikobericht".

Nachtragsbericht

Es sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag eingetreten, die wesentliche finanzielle Auswirkungen haben können.

 

Feucht, 26.06.2024

Thomas Brück

Tor Agner Osmundsen

Geschäftsführung EISUNION GmbH

Entwicklung des Anlagevermögens 2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 149.600,87 6.246,80 50.764,11 105.083,56
2. Geschäfts- oder Firmenwert 384.117,75 0,00 0,00 384.117,75
533.718,62 6.246,80 50.764,11 489.201,31
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 159.753,05 0,00 0,00 159.753,05
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.406.113,89 11.012,29 514.076,31 1.903.049,87
2.565.866,94 11.012,29 514.076,31 2.062.802,92
III. Finanzanlagen
Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 3.498,56 0,00 2.045,17 1.453,39
3.498,56 0,00 2.045,17 1.453,39
3.103.084,12 17.259,09 566.885,59 2.553.457,62
Kumulierte Abschreibungen
01.01.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 123.217,37 12.603,00 50.749,11 85.071,26
2. Geschäfts- oder Firmenwert 124.040,00 26.008,00 0,00 150.048,00
247.257,37 38.611,00 50.749,11 235.119,26
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 51.939,04 12.219,10 0,00 64.158,14
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.456.196,33 132.926,51 513.889,72 1.075.233,12
1.508.135,37 145.145,61 513.889,72 1.139.391,26
III. Finanzanlagen
Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
1.755.392,74 183.756,61 564.638,83 1.374.510,52
Buchwerte
31.12.2023 31.12.2022
EUR TEUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 20.012,30 26
2. Geschäfts- oder Firmenwert 234.069,75 260
254.082,05 286
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 95.594,91 107
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 827.816,75 949
923.411,66 1.057
III. Finanzanlagen
Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 1.453,39 4
1.453,39 4
1.178.947,10 1.140

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

der EISUNION GmbH, Feucht

1. Geschäfts- und Rahmenbedingungen

a) Geschäftstätigkeit

Die Gesellschaft betreibt Groß- und Einzelhandel mit bzw. die Einfuhr von für den Betrieb von Eisgeschäften, Konditoreien und Gastronomie erforderlichen Waren, Bedarfsartikeln, Produktionsmitteln und Einrichtungsgegenständen, den Betrieb und die Unterhaltung eines technischen Services und die Übernahme von Vertretungen in diesem Bereich sowie die Erbringung von Beratungsleistungen gegenüber Kunden und Gewerbetreibenden.

Das Liefergebiet umfasst nahezu den gesamten bundesdeutschen Raum, der von den sieben Niederlassungen in Feucht, München/Taufkirchen, Altlußheim, Chemnitz, Hannover (Isernhagen), Bremen und Gießen bearbeitet wird.

Unser Leistungsspektrum umfasst die Belieferung von Eisdielen mit Rohstoffen wie Pasten, Pulvern, Basen, Kaffee, Tiefkühlprodukten sowie Handelswaren, Süßwaren, Verpackungsmaterial, Betriebsstoffen und Investitionsgütern. Zusätzlich bieten wir ein breites Spektrum an Servicedienstleistungen an, wie z. B. Seminare über Hygiene oder steuerliche Belange, Beratung bei Eisdieleneinrichtungen und fachbezogene Seminare. Auf der Eisfachmesse Gelatissimo (Stuttgart) sind wir mit einem eigenen Stand präsent.

Außerdem finden in den einzelnen Niederlassungen jährlich Hausmessen statt.

b) Allgemeine konjunkturelle Lage

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2023 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 0,3 % niedriger als im Vorjahr. Kalenderbereinigt betrug der Rückgang der Wirtschaftsleistung 0,1 %. "Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland kam im Jahr 2023 im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken", sagte Ruth Brand bei der Pressekonferenz "Bruttoinlandsprodukt 2023 für Deutschland" in Berlin. "Die trotz der jüngsten Rückgänge nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen dämpften die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland.

Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort", so Brand weiter. Im Vergleich zu 2019, dem Jahr vor Beginn der Coronapandemie, war das BIP 2023 um 0,7 % höher. 1

Die Bruttowertschöpfung im Produzierenden Gewerbe ging zurück, die meisten Dienstleistungsbereiche stützten die Wirtschaft

Die Entwicklung der Bruttowertschöpfung verlief im Jahr 2023 in den einzelnen Wirtschaftsbereichen unterschiedlich: Die Wirtschaftsleistung im Produzierenden Gewerbe (ohne Baugewerbe) ging insgesamt deutlich um 2,0 % zurück. Entscheidend dafür war eine sehr viel niedrigere Produktion im Bereich Energieversorgung. Das Verarbeitende Gewerbe, das fast 85 % des Produzierenden Gewerbes (ohne Bau) ausmacht, war im Jahr 2023 preisbereinigt ebenfalls im Minus (-0,4 %). Positive Impulse kamen hier vorrangig aus der Automobilindustrie und dem sonstigen Fahrzeugbau. Dagegen sanken Produktion und Wertschöpfung in den energieintensiven Industriezweigen wie der Chemie- und Metallindustrie erneut, nachdem die Wirtschaftsleistung in diesen Branchen bereits 2022 besonders stark auf die steigenden Energiepreise reagiert hatte. 2

Arbeitsmarkt zeigte sich weiterhin robust

Die Wirtschaftsleistung wurde im Jahr 2023 von durchschnittlich 45,9 Millionen Erwerbstätigen mit Arbeitsort in Deutschland erbracht. Das waren 0,7 % oder 333.000 Personen mehr als im Jahr zuvor und so viele wie noch nie in Deutschland. Die Beschäftigung nahm im Jahr 2023 unter anderem durch die Zuwanderung ausländischer Arbeitskräfte zu. Hinzu kam eine steigende Erwerbsbeteiligung der inländischen Bevölkerung. Diese positiven Effekte überwogen die dämpfenden Effekte des demografischen Wandels. Der Beschäftigungsaufbau fand 2023 fast ausschließlich in den Dienstleistungsbereichen statt. 3

1 www.destatis.de Pressemitteilung Nr. 019 vom 15. Januar 2024
2 www.destatis.de Pressemitteilung Nr. 019 vom 15. Januar 2024
3 www.destatis.de Pressemitteilung Nr. 019 vom 15. Januar 2024

c) Entwicklung der Eisbranche

Nach einem relativ "normalen" Jahr 2022 war das Berichtsjahr 2023 herausfordernd. Die hohe Inflation sowie die unbeständige Wetterlage im Frühjahr sowie die verregneten Monate Juli und August stellten den Markt vor Herausforderungen. So konnten zwar Umsatzsteigerungen in Deutschland verzeichnet werden, allerdings waren die Mengen rückläufig (-2,4 %) 4.

Die letzten Jahre haben unter anderem dazu geführt, dass das Geschäftsmodell sich weiter zum Selbstbedienungsmodell bzw. zum to-go Geschäft entwickelt hat. Zum einen hat der Verbraucher seine Konsumgewohnheiten angepasst, zum anderen ist der Eisdielen-Betreiber durch die angespannte Personalsituation gezwungen, seine internen Abläufe zu verändern und effizienter zu gestalten. Der generelle Personalmangel in der Gastronomie wird auch weiter dazu führen, dass erhebliche organisatorische und strukturelle Veränderungen in der Branche stattfinden werden.

Ab dem 2. Quartal 2022 hat der Krieg in der Ukraine auch die handwerkliche Eisbranche mit steigenden Preisen bei sämtlichen Rohstoffen und Waren getroffen. Die durchschnittlichen Preiserhöhungen der Kugel Eis in 2023 lagen je nach Standort und Region zwischen 20 %- 30 %. Das scheint im ersten Moment ein sehr starker Anstieg zu sein, aber wenn man die Preisentwicklung der letzten Jahre beobachtet, war diese eher unterdurchschnittlich, gemessen an den stetig steigenden Fixkosten, Personalkosten und Wareneinsätzen.

Die noch sehr traditionell geprägte Branche wird sich in Zukunft intensiver mit den Themen Digitalisierung, Nachhaltigkeit und gesunde Ernährung sowie den damit verbundenen Trends auseinandersetzen müssen, um wettbewerbsfähig zu bleiben, um die Verbraucher:inen weiter an sich zu binden. Man kann bereits jetzt schon feststellen, dass einige Eisdielen, die ihre Standorte hauptsächlich in den Metropolregionen betreiben, sich mit diesen Themen beschäftigen und umsetzen.

Auch das Thema Ganzjahresgeschäft mit den entsprechenden Konzepten ist nach unserer Wahrnehmung strategisch wichtig, um die schwankende Saisonabhängigkeit auszugleichen. Der Klimawandel hat hier einen relevanten Einfluss, da man nicht mehr wie früher mit einem homogenen Saisonverlauf rechnen kann und die Betreiber entsprechend in ihrer gesamten Ablauforganisation sehr flexibel reagieren müssen.

Neueinsteiger der Branche setzen diese Themen nach unserer Wahrnehmung bereits bei ihrer Planung um und haben dadurch erhebliche Wettbewerbsvorteile gegenüber den eher noch sehr traditionellen Betrieben, die sich diesem Wandel verweigern.

4 https://www.markeneis.de/presse/pressemeldungen-2023/artikel/speiseeis-2023-pro-kopf-verbrauchin-deutschland-liegt-bei-79-liter-825

d) Überblick über den Jahresverlauf

Der Umsatz konnte um 793 T€ bzw. 2,6 % im Vergleich zum Vorjahr gesteigert werden. Diese Umsatzentwicklung entsprach dem im Prognosebericht 2022 für das Geschäftsjahr 2023 erwarteten Umsatz mit einem Anstieg zwischen 1 % und 3 %. Die sehr instabile Wetterlage in unserem Hauptsaisonmonaten März bis August führte zu einer unzufriedenstellenden Saison. Die schlechte Wetterlage zu Beginn der Saison führte dazu, dass einzig im Mai und Juni 2023 der Vorjahresumsatz übertroffen werden konnte. In der Nachsaison beginnend mit September und ausgenommen November, wurden ebenfalls Umsätze über dem Niveau des Vorjahres erzielt.

In der Betrachtung der Standorte spiegelt sich im Jahr 2023 ein durchwachsenes Ergebnis wider. So konnten die Niederlassungen Altlußheim, Gießen und Hannover die Vorjahresumsätze nicht erreichen. Den größten Zuwachs verzeichnet die EISUNION in Feucht (10 %) und Taufkirchen (8 %). Insgesamt wurden im Berichtsjahr Umsatzerlöse aus Warenverkäufen in Höhe von 30.647 T€ erzielt, was ca. 1,6 % über dem Vorjahr liegt (Vj. 30.175 T€). Der Anteil der Maschinenverkäufe lag bei ca. 8 % (Vj. 8 %), 92 % (Vj. 92 %) verteilten sich auf die übrigen Produktgruppen (im Wesentlichen auf den Verkauf von Rohstoffen für die Eisdielen). Der Umsatzzuwachs verzeichnete sich in den meisten Produktgruppen, ausgenommen der Produktgruppen "Maschinen und Geräte" (-1 %), "Verpackungen" (-7 %) und "Zubehör" (-7 %).

2. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Die bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren zur Steuerung der Gesellschaft sind Umsatz, Rohertrag (Umsatzerlöse + sonstige betriebliche Erträge - Materialaufwand) und Ergebnis vor Steuern (EBT).

a) Ertragslage

Die Ertragslage hat sich wie folgt entwickelt:

2023 2022
T€ T€
Umsatzerlöse 31.033 30.240
Rohergebnis 10.311 10.412
Personalaufwand 5.710 5.388
Sonst. Aufwendungen inkl. sonstige Steuern 4.600 4.403
Finanzergebnis -217 -60
Ergebnis vor Steuern (EBT) -400 390
Jahresergebnis -400 392

Der Rohertrag lag bei ca. 33,2 % in Relation zu den Umsatzerlösen und war somit niedriger als im Vorjahr (34,4 %) und lag im Bereich des Planwerts in Höhe von 32 - 35 %. Die Verschlechterung zum Vorjahr ist zu einem auf die geringen sonstigen betrieblichen Erträge und zu anderem auf den stärkeren Preisanstieg im Einkaufsbereich als im Verkaufsbereich zurückzuführen.

Der im Vergleich zum Vorjahr höhere Personalaufwand resultiert im Wesentlichen aus allgemeinen Gehaltsanpassungen in 2023 und der im Durchschnitt höheren Mitarbeiteranzahl.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen inkl. sonstige Steuern haben sich im Vergleich zum Vorjahr um 197 T€ bzw. +4,5 % erhöht. Maßgeblich für die höheren Aufwendungen waren im Wesentlichen die höheren Mieten und Mietnebenkosten.

b) Finanzlage

Die Investitionen in das Anlagevermögen sind im Wesentlichen über die Kreditlinie der Orkla Food Ingredients AS, Oslo, Norwegen, finanziert. Auch für das notwendige Working Capital steht diese Kreditlinie bis 15. Januar 2027 zur Verfügung. Die bestehende Kreditlinie wurde im Geschäftsjahr 2023 saisonal schwankend in Anspruch genommen. Zum Jahresende 2023 betrug die Inanspruchnahme 4.565 T€ (Vj. 5.610 T€). Der Abbau von Lagerbeständen um 1.752 T€ führte im Berichtsjahr 2023 zu einem positiven operativen Cashflow und im Wesentlichen zu der geringeren Inanspruchnahme der Kreditlinie von 1.045 T€.

Der Anteil des Fremdkapitals an der Bilanzsumme beträgt 65,4 % (Vj. 65,9 %).

Die Gesellschaft war während des Geschäftsjahres aufgrund der finanziellen Unterstützung durch die vorerwähnte Kreditlinie jederzeit in der Lage, ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen.

c) Vermögenslage

Die Vermögenswerte setzen sich zu den beiden letzten Bilanzstichtagen wie folgt zusammen:

31.12.2023 31.12.2022
in T€ in % in T€ in %
Anlagevermögen 1.179 11,7 1.348 11,8
Vorräte 5.725 56,9 7.466 65,6
Forderungen 3.042 30,3 2.537 22,3
Liquide Mittel 19 0,2 19 0,2
Aktive RA 94 0,9 7 0,1
Bilanzsumme 10.059 100,0 11.377 100,0

Beim Anlagevermögen stehen den planmäßigen Abschreibungen im Wesentlichen die Ersatzinvestitionen in Höhe von 17 T€ gegenüber. Die Betriebsgrundstücke in Feucht, in München/Taufkirchen, in Chemnitz, in Altlußheim, in Hannover, in Bremen und in Gießen sowie große Teile des Fuhrparks sind gemietet bzw. geleast.

Die Vorräte haben sich zum Jahresende absolut um 1.741 T€ verringert. Der Grund dafür war eine geplante Bestandsreduzierung, nachdem Ende 2022 aufgrund der zu erwartenden Preisanstiege die Lagerbestände aufgebaut wurden.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind im Vergleich zum Vorjahr absolut (361 T€) und prozentual (21,4 %) gestiegen. Die höheren Forderungen resultieren aus den höheren Umsätzen (+36 % gegenüber Vorjahr) von September-Dezember 2023. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind um 22,2 % gestiegen (573 T€; Vj. 469 T€). Ursachlich sind dafür hauptsächlich höhere Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im Verbundbereich.

Aufgrund von großen Einkäufen zum Jahresende sind die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen im Vergleich zum Vorjahr um 197 T€ und bei den sonstigen Rückstellungen die Rückstellungen für die ausstehenden Rechnungen um 286 T€ angestiegen.

d) Beurteilung der Geschäftsentwicklung insgesamt

Die Umsatz - und Ertragslage im Geschäftsjahr 2023 war nicht zufriedenstellend. Zwar ist die allgemeine Geschäftsentwicklung der letzten Jahre durch die Integrationen von Niederlassungen in Bremen und Hannover positiv zu bewerten. Die vorgenommenen strategischen Umstrukturierungsmaßnahmen bezüglich der Integration der beiden Zukäufe im Jahr 2019 zeigten im abgelaufenen Geschäftsjahr 2022 ihre ersten positiven Effekte. Jedoch führten die gestiegenen Preise in 2023 in Zusammenhang mit einem durchwachsenen Saisonverlauf (Umsatz +2,6 %, jedoch ca. 12 % weniger Volumen) zu einem negativen Ergebnis vor Steuern in Höhe von 400 T€, was deutlich unter der Erwartung für 2023 lag und der Prognose aus dem vorjährigen Lagebericht nicht entsprach.

3. Risikobericht

Zur Erkennung und Steuerung von Unternehmensrisiken hat die Geschäftsleitung ein System eingerichtet, das im Wesentlichen aus strukturierten Überwachungs- und Kontrollfunktionen der Geschäftsführung sowie leitenden Mitarbeitern/innen besteht. Um für zukünftiges Wachstum auch in der Organisation gerüstet zu sein, wurden im Vorjahr zwei Gebietsverkaufsleiter eingestellt. Um das Risiko der Supply-Chain aufgrund der Zukäufe besser zu organisieren, wurde ein für diesen Bereich zuständiger Mitarbeiter eingestellt. Ziel ist eine weitere Optimierung der Bestände und Lieferkonditionen.

Die bestehenden organisatorischen Regelungen, Maßnahmen und Instrumente werden laufend überprüft und optimiert. Unser Risikomanagementsystem umfasst die laufende Analyse und Überwachung der wesentlichen Risiken.

Risiken können sich aus der gesamtwirtschaftlichen Lage, durch Ereignisse höherer Gewalt sowie aus der Bonitätsverschlechterung von Kunden ergeben. Aufgrund der laufenden Finanzierungen von Kundeninvestitionen sehen wir uns einem erhöhten Ausfallrisiko gegenüber. Im Zusammenhang mit den Kundenfinanzierungen werden die möglichen Risiken einer strengen Bonitätsanalyse unterzogen.

Zur Steuerung der betrieblichen Risiken dienen insbesondere die Umsatz- und Ertragsplanung, Finanzplanung, Investitionsplanung und Personalplanung sowie deren regelmäßige Überwachung und Anpassung. Diese Steuerungs- und Überwachungsmaßnahmen haben wir auch auf die Integration von den neuen Standorten ausgeweitet.

Darüber hinaus spielt die Überwachung der Vorkehrungen zur Einhaltung sämtlicher lebensmittel- und gewerberechtlicher Vorschriften eine besondere Rolle.

Branchen- und Marktrisiken sind nach Wegfall der behördlich angeordneten Einschränkungen im Zusammenhang mit der Coronapandemie und angesichts der über Jahre vor und nach der Pandemie stabilen Konsumnachfrage im handwerklichen Speiseeismarkt sowie auch bei der EISUNION GmbH, als dem maßgeblichen Großhändler, nicht ersichtlich.

Ein weiteres Risiko ist auf der Beschaffungsseite zu erwähnen. Bedingt durch die Coronapandemie ist die Lieferkette ins Stocken geraten, so waren schon Ende Q2 2021 erste Produkte schwierig zu beschaffen. Verstärkt wurde diese Situation im Jahr 2022 durch den andauernden Russland-Ukraine-Krieg und zog sich ins Jahr 2023 weiter. Einige Rohstoffe waren kurz- bzw. mittelfristig knapp, was sich zusätzlich in den steigenden Einkaufspreisen niedergeschlagen hat. Des Weiteren stiegen die Energiepreise. Dieser Situation wirkt das Unternehmen durch "stockbuilding" Maßnahmen, wenn sinnvoll, sowie verändertes Bestellverhalten (Bestellrhythmus wurde auf längere Lieferzeiten angepasst) entgegen. Darüber hinaus sollen die Preissteigerungen in den Rohstoffen langfristig auf die Kunden umgelegt werden.

Den Liquiditätsrisiken wird durch die konzerninterne Unterstützung entgegengewirkt. Die Gesellschaft erzielte bereits in den Vorjahren mit entsprechenden Liquiditätsabflüssen verbundene Jahresfehlbeträge in Höhe von insgesamt 1.855 T€ (Verlustvortrag). Nachdem die Gesellschaft im Vorjahr einen Jahresüberschuss in Höhe von 392 T€ erwirtschaftete, erzielte sie im Berichtsjahr 2023 erneut einen mit entsprechenden Liquiditätsabflüssen verbundenen Jahresfehlbetrag von 400 T€ und weist daher noch keine nachhaltigen positiven Jahresergebnisse und Liquiditätszuflüsse auf, um sich im erforderlichen Umfang bei Banken refinanzieren zu können. Die mit der Orkla ASA, Oslo, Norwegen, bereits seit Jahren bestehende Kreditlinie in Höhe von 6,5 Mio. € wurde im Dezember 2023 aufgrund der konzerninternen Umstrukturierung von der Orkla Food Ingredients AS, Oslo, Norwegen, übernommen und gleichzeitig bis 15. Januar 2027 verlängert sowie befristet bis zum 30. Juni 2024 auf 8,5 Mio. € angehoben (davon waren 4,6 Mio. € zum Stichtag in Anspruch genommen). Diese Kreditlinie kann jedoch von der Kreditgeberin unter bestimmten Voraussetzungen sofort fällig gestellt werden. Für eine außerordentliche Kündigungsmöglichkeit sind hier insbesondere folgende Ereignisse von Bedeutung: wenn die Gesellschaft ihre Verpflichtungen aus dem Kreditvertrag nicht vertragsgemäß erfüllt, oder wenn die Gesellschaft bei den anderen Krediten oder anderweitigen Verpflichtungen in Verzug gerät und dies Auswirkungen auf die Gesellschaft als Schuldner hat, oder wenn das Verhalten des Unternehmens oder seine Zahlungsfähigkeit erheblich auf die Nichterfüllung von den Zahlungsverpflichtungen aus dem Vertrag hindeuten.

Die vorhandene Kreditlinie ist vor dem Hintergrund der vorliegenden Planung der Gesellschaft und der von der Gesellschaft geplanten positiven zukünftigen Ergebnisse voraussichtlich ausreichend, um die aktuellen und geplanten künftigen Verpflichtungen fristgemäß zu erfüllen und somit keine außerordentlichen Kündigungsmöglichkeiten seitens der Orkla Food Ingredients AS, Oslo, Norwegen, zu eröffnen. Somit liegen zum Abschlussstichtag und Aufstellungszeitpunkt des Jahresabschlusses und Lageberichts die Voraussetzungen der vorzeitigen Fälligkeit der Kreditlinie nicht vor. Darüber hinaus sind derzeit aus wirtschaftlichen Gesichtspunkten auch keine Erkenntnisse bekannt, dass diese unter Voraussetzung der pflichtgemäßen Erfüllung der Verpflichtungen aus dem Kreditvertrag seitens der Orkla Food Ingredients AS, Oslo, Norwegen, zukünftig vorliegen können, sodass es mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nicht zu einer vorzeitigen Kündigung der Kreditlinie seitens der Orkla Food Ingredients AS, Oslo, Norwegen, im Prognosezeitraum kommt.

Durch die vorhandene mittelfristige Kreditlinie wird die Gesellschaft voraussichtlich in der Lage sein, ihren finanziellen Verpflichtungen in Zukunft nachzukommen. Die Gesellschaft ist dafür jedoch auf die bestehende Finanzierung und damit auf die Aufrechterhaltung der oben genannten mittelfristigen Kreditlinie der Orkla Food Ingredients AS, Oslo, Norwegen, angewiesen, was ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt.

Insgesamt werden die Auswirkungen von den oben beschriebenen Risiken, mit Ausnahme des bestandsgefährdenden Risikos, aufgrund der eingeleiteten Maßnahmen nach unserer Ansicht keinen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben.

4. Chancenbericht

Chancen sehen wir in einer Stärkung unserer Marktpositionierung im Zusammenhang mit einem konsequenten Kostenmanagement sowie starken Kundenbindungsmaßnahmen. Weitere Chancen ergeben sich durch die Eigentümerschaft mit dem Orkla Konzern und die damit verbundenen Synergieeffekte. Wir decken einen Großteil des deutschen Bundesgebietes ab, wodurch sich erhebliche Chancen ergeben, den Umsatz und die Erträge langfristig zu sichern und zu steigern.

5. Prognosebericht

Der weiter andauernde Russland-Ukraine-Krieg, der die Lieferketten indirekt über die Rohstoffpreise und allgemeine Verfügbarkeiten beeinträchtigt, kann kurz bzw. mittelfristig negative Auswirkung auf das Geschäft der EISUNION GmbH haben. Diese Auswirkungen schätzen wir als begrenzt ein, da Preissteigerungen im Beschaffungsmarkt langfristig auf die Kunden umgelegt werden sollen.

Aktuell gehen wir bei der Prognose grundsätzlich von typischen wetterbedingten Einflüssen aus, die die Umsatzentwicklung am meisten beeinflussen werden.

Unter den im Chancen- und Risikobericht aufgeführten Gesichtspunkten erwarten wir eine Umsatzsteigerung im Geschäftsjahr 2024 voraussichtlich um 8 - 12 % im Vergleich zu 2023. Beim Rohertrag (Umsatzerlöse + sonstige betriebliche Erträge - Materialaufwand) ist geplant, einen Wert zwischen 30 - 33 % in Relation zu den Umsatzerlösen zu erreichen. Insgesamt erwarten wir in 2024 ein ausgeglichenes Ergebnis vor Steuern.

Für das Geschäftsjahr 2025 sind ca. 5 - 9 % höhere Umsatzerlöse verglichen zum Geschäftsjahr 2024 und der Rohertrag in der gleichen Bandbreite geplant. Ein Ergebnis vor Steuern 2025 wird vorrausichtlich im oberen sechsstelligen Bereich zu verzeichnen sein. Die Planungen für die Geschäftsjahre ab 2025 sind geprägt von den Unsicherheiten, im Wesentlichen aufgrund der Dauer des Russland-Ukraine-Kriegs. Wir werden auf die dynamischen Entwicklungen durch Kostenanpassungen und Ausnutzung von staatlichen Hilfsangeboten ebenso dynamisch reagieren, um die Auswirkungen für unser Unternehmen bestmöglich zu begrenzen.

Durch langfristig vorgesehene umfassende Umstrukturierungsmaßnahmen (Konzentrierung und Zusammenführung der Funktionen, insbesondere in Einkauf und Logistik, zum aktuellen Stand ohne betriebsbedingte Kündigungen) und Erschließung neuer Geschäftsfelder gehen wir davon aus, dass die EISUNION GmbH ab 2025 ein positives Jahresergebnis erwirtschaften wird.

Beurteilung der Risiken, Chancen und Prognose insgesamt

Die oben genannten Risken insbesondere bzgl. des Russland-Ukraine-Kriegs schätzen wir als beherrschbar ein. Wir erwarten steigende Umsätze. Das Jahresergebnis wird mittelfristig schon positiv und langfristig ansteigen.

 

Feucht, 26.06.2024

Thomas Brück

Tor Agner Osmundsen

Geschäftsführung EISUNION GmbH

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die EISUNION GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der EISUNION GmbH, Feucht - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der EISUNION GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit

Wir verweisen auf die Angaben in Abschnitt "Bestandsgefährdende Risiken" im Anhang und in Abschnitt "3. Risikobericht" im Lagebericht, in denen die gesetzlichen Vertreter beschreiben, dass die Gesellschaft bereits in den Vorjahren mit entsprechenden Liquiditätsabflüssen verbundene Jahresfehlbeträge in Höhe von insgesamt TEUR 1.855 (Verlustvortrag) sowie im Berichtsjahr 2023 erneut einen mit entsprechenden Liquiditätsabflüssen verbundenen Jahresfehlbetrag von TEUR 400 erzielt hat und daher noch keine nachhaltigen positiven Jahresergebnisse und Liquiditätszuflüsse aufweist, um sich im erforderlichen Umfang bei Banken refinanzieren zu können. Die mit der Orkla ASA, Oslo, Norwegen, bereits seit Jahren bestehende Kreditlinie in Höhe von EUR 6,5 Mio. wurde im Dezember 2023 aufgrund der konzerninternen Umstrukturierung von der Orkla Food Ingredients AS, Oslo, Norwegen, übernommen und gleichzeitig bis 15. Januar 2027 verlängert sowie befristet bis zum 30. Juni 2024 auf EUR 8,5 Mio. angehoben (davon waren EUR 4,6 Mio. zum Stichtag in Anspruch genommen). Diese Kreditlinie kann jedoch von der Kreditgeberin unter bestimmten Voraussetzungen sofort fällig gestellt werden. Die vorhandene Kreditlinie ist vor dem Hintergrund der vorliegenden Planung der Gesellschaft und der von der Gesellschaft geplanten positiven zukünftigen Ergebnisse voraussichtlich ausreichend, um die aktuellen und geplanten künftigen Verpflichtungen fristgemäß zu erfüllen und somit keine außerordentlichen Kündigungsmöglichkeiten seitens der Orkla Food Ingredients AS zu eröffnen. Somit liegen zum Abschlussstichtag und Aufstellungszeitpunkt des Jahresabschlusses und Lageberichts die Voraussetzungen der vorzeitigen Fälligkeit der Kreditlinie nicht vor.

Darüber hinaus sind derzeit aus wirtschaftlichen Gesichtspunkten auch keine Erkenntnisse bekannt, dass diese - unter Voraussetzung der pflichtgemäßen Erfüllung der Verpflichtungen aus dem Kreditvertrag seitens der Orkla Food Ingredients AS - zukünftig vorliegen können, sodass es mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nicht zu einer vorzeitigen Kündigung der Kreditlinie seitens der Orkla Food Ingredients AS im Prognosezeitraum kommt.

Durch die vorhandene mittelfristige Kreditlinie wird die Gesellschaft voraussichtlich in der Lage sein, ihren finanziellen Verpflichtungen in Zukunft nachzukommen. Die Gesellschaft ist dafür jedoch auf die bestehende Finanzierung und damit auf die Aufrechterhaltung der oben genannten mittelfristigen Kreditlinie der Orkla Food Ingredients AS angewiesen. Damit wird auf das Bestehen einer wesentlichen Unsicherheit hingewiesen, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt.

Unsere Prüfungsurteile sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung.

Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben;

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren.

Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens;

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

München, 26. Juni 2024

EY GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

von Wachter, Wirtschaftsprüfer

Yeromenko, Wirtschaftsprüferin

Ergebnisverwendungsbeschluss

Es wird beschlossen den Jahresfehlbetrag 2023 von EUR 400.048,69 auf neue Rechnung vorzutragen.

Feststellung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss 2023 wurde in der Gesellschafterversammlung vom 19.11.2024 festgestellt.

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