COMCO Leasing Service GmbH
Selbe AdresseVermietung von Büromaschinen, Datenverarbeitungsgeräten und -einrichtungen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Thomas Kolvenbach seit 17.6.2019 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
3 Gesellschafter
GmbH-Struktur
1 von 3 angezeigt
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
ESTE Holding GmbHNeussKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2023I. Grundlagen des Konzerns ESTE Holding GmbH ist ein Konzern, in dem im Wesentlichen Leasinggeschäfte durchgeführt werden. Die Muttergesellschaft ist kein Leasingunternehmen. Das Leasinggeschäft wird in den Tochterunternehmen COMCO Leasing GmbH, COMCO Autoleasing GmbH & Co. KG, COMCO Leasing Service GmbH und COMCO EcoLease GmbH & Co. KG betrieben. In den assoziierten Gesellschaften der Arndt Gruppe werden die Geschäfte der Fahrzeugvermietung, der Kühlwagenvermietung, des Autohandels sowie der Dienstleistungen für die Auto- und die Reifenindustrie betrieben. II. Darstellung des Geschäftsverlaufes und des Geschäftsergebnisses 1) Entwicklung der Gesamtwirtschaft Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland kam im Jahr 2023 im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken. Die trotz der jüngsten Rückgänge immer noch hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen dämpften die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Trotz positiver Impulse aus der Autoindustrie waren die deutlich schwächere Wirtschaftsleistung im Produzierenden Gewerbe (-2,0%) ebenso wie im Verarbeitenden Gewerbe (-0,4%) und ein gesunkener privater (-0,8%) und staatlicher Konsum (-1,7%) dafür verantwortlich, dass das Bruttoinlandsprodukt preis- und kalenderbereinigt um 0,1% zurückging. Der Arbeitsmarkt dagegen zeigte sich weiterhin robust. 0,7% mehr Menschen nahmen eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung auf, die nun von 45,9 Millionen Erwerbstätigen ausgeübt wird. Die Arbeitslosenquote stieg von 5,3% auf 5,7%. (Quelle: Statistisches Bundesamt) Entwicklung des Leasingmarktes Auf die Leasing-Branche wirkten in den vergangenen Jahren dieselben negativen Einflüsse wie auf die Gesamtwirtschaft. Nach dem Ende der Corona-Pandemie drückten zunächst die Folgen des Krieges in der Ukraine und die damit verbundene Energiepreiskrise negativ auf die wirtschaftliche Entwicklung. Zusätzlich setzte eine erhöhte Inflation ein und die Zinsen stiegen entsprechend. Immer noch - wie seit nunmehr drei Jahren - trat die Investitionstätigkeit auf der Stelle. Die Ausrüstungsinvestitionen lagen im Jahr 2023 nominal zwar 14% über dem Niveau von 2019, preisbereinigt allerdings gut 2% darunter. Vor diesem Hintergrund sind die für die deutsche Leasingwirtschaft ermittelten Daten interpretationswürdig, denn die Branche konnte insgesamt Güter für 85,6 Mrd. Euro finanzieren. Dies entspricht einem Wachstum gegenüber dem Vorjahr von 22,4%. Allerdings muss zum einen berücksichtigt werden, dass dieser Wert nicht preisbereinigt ist. Speziell im dominanten Fahrzeuggeschäft kam es im Berichtsjahr wegen eingeschränkter Verfügbarkeit von Fahrzeugen zu hohen Preissteigerungen und dem Entfall nahezu aller Rabatte. Zum anderen spielten auch Verzögerungen bei der Auslieferung von mehreren 10.000 Fahrzeugen vom Vorjahr in das Berichtsjahr eine erhebliche Rolle. Die Mobilien-Leasingquote - der Anteil von Leasing an den gesamtwirtschaftlichen Ausrüstungsinvestitionen - erreichte 26,7%, nach 23,0% in 2022. (Quellen: Leasing Marktbericht vom 01.03.2024 des Instituts der deutschen Wirtschaft e.V.; Bundesverband Deutscher Leasing-Unternehmen e.V.) Der Automobilmarkt Im Jahr 2023 wurden 2,84 Mio. Pkw und somit 7,3% mehr als im Vorjahr neu zugelassen. Die Neuzulassungszahlen von benzinangetriebenen Pkw stiegen um 13,3%, bei dieselangetrieben Pkw um 3,0 %. Dadurch erhöhte sich der Anteil der benzinangetriebenen Pkw auf 34,4%, der Anteil der dieselbetriebenen Pkw sank dagegen auf 17,1% (2022: 17,8%). Erneut nicht mehr so stark wie im Vorjahr entwickelte sich die Anzahl der neu zugelassenen Elektro-Pkw (BEV) (+11,4%). Ihr Anteil stieg auf 18,4% an. Die Pkw mit Hybrid-Antrieb steigerten sich nur um 1,6%, ihr Anteil sank daher auf 29,5%. Auf private Halter wurden 32,8% der PKW zugelassen, auf gewerbliche Halter 67,1%. Die CO 2 -Emission der Pkw stieg 2023 um 4,9%, im Durchschnitt auf 114,9 g/km (Vorjahr: 109,6 g/km). Im Gebrauchtwagengeschäft wechselten im Lauf des Jahres 6,03 Mio. Pkw den Halter. (Quelle: Kraftfahrt-Bundesamt, Pressemitteilung vom 4. Januar 2024) 2) Geschäftsentwicklung Aufgrund des im Vorjahr abgeschlossenen organisatorischen Umbaus in der COMCO-Leasing-Gruppe wurde im Berichtsjahr das gesamte Neugeschäft der COMCO Autoleasing GmbH & Co. KG mit Leasing- und Mietkaufverträgen bei der Muttergesellschaft COMCO Leasing GmbH umgesetzt. Trotz sehr schwieriger Rahmenbedingungen (Kriege, militärische Konflikte, geopolitische Krisen und schwache Investitionstätigkeit) gelang der COMCO-Leasing-Gruppe erneut ein hervorragendes Geschäftsjahr. In jedem Quartal konnten die Planung und das im Vorjahr erzielte Neugeschäft teils sehr deutlich übertroffen werden. Die Dynamik aus dem Jubiläumsjahr 2022 hielt auch im Berichtsjahr an. Insgesamt wurden im Konzern Leasing- und Mietkaufverträge für € 352,2 Mio. (Vorjahr € 307,2 Mio.) abgeschlossen. Das bedeutete ein Übertreffen des Plans (€ 300,0 Mio.) um 17,4% und des Vorjahres um 14,7%. Mit dem erreichten Neugeschäftsniveau sind die Leasinggesellschaften des Konzerns mehr als zufrieden, der Treiber des Erfolges waren die Assetklassen Fahrzeuge und Flugzeuge. 3) Geschäftsergebnis Der Konzernjahresüberschuss betrug im Berichtsjahr € 5,3 Mio. (Vorjahr: € 4,9 Mio.). Isoliert betrachtet hat er eine geringe Aussagekraft, denn der nach HGB aufgestellte Konzernabschluss weist die leasingtypischen Periodenverschiebungen auf und ist daher nur gemeinsam mit der Substanzwertrechnung verständlich. 4) Refinanzierung Insgesamt verfügten die Leasinggesellschaften des Konzerns über Darlehensrahmen von € 529,2 Mio. (Vorjahr € 461,8 Mio.) und konnten damit erstmals die Schwelle von 500 Millionen Euro überschreiten. Die Darlehensrahmen wurden mit € 456,2 Mio. (Vorjahr € 379,5 Mio.) in Anspruch genommen. Im Berichtsjahr konnte ein Projekt mit der BayernLB zur Erweiterung des bei dem Institut bereits bestehenden ABCP-Programms zu einem erfolgreichen Abschluss gebracht werden. In der ersten Ausbaustufe können die Leasinggesellschaften des Konzerns Forderungen bis zu € 50 Mio. in das Programm Corelux verkaufen. Mit 16 aktiven Refinanzierungsbanken und drei Konsortien mit insgesamt 20 Konsorten sind die Leasinggesellschaften des Konzerns gut aufgestellt, zumal es den konsortialführenden Banken beständig gelingt, neue Konsorten zu gewinnen. 5) Investitionen Im Berichtsjahr investierten die Leasinggesellschaften des Konzerns im Wesentlichen in die Weiterentwicklung der Programme und in die Automatisierung und Digitalisierung der Prozesse. Darüber hinaus erfolgten Investitionen in die Weiterbildung der Mitarbeiter. 6) Personal Im vergangenen Jahr investierten die Leasinggesellschaften des Konzerns weiterhin in die Gewinnung neuer Mitarbeiter. Aktuell beschäftigen die Gesellschaften durchschnittlich 81 Mitarbeiter. Wie in den vergangenen Jahren verfügen sie über eine langjährige, gut ausgebildete Stammmannschaft. 7) Sonstige wichtige Ereignisse und Entwicklungen Auch 2023 erhielt die COMCO Leasing GmbH eine Reihe von Auszeichnungen, die ihre Position als eine der führenden privaten Leasinggesellschaften in Deutschland bestätigen. Auf der Internetplattform Kununu für Arbeitgeberbewertungen wurde sie erneut zu den 5% besten Unternehmen in Deutschland gezählt. III. Darstellung der Lage 1) Vermögenslage Das Leasingvermögen zu Anschaffungswerten stieg im Konzern auf € 520,3 Mio. (Vorjahr € 476,8 Mio.). Die Restbuchwerte des Leasingvermögens betragen € 382,6 Mio. (Vorjahr € 334,2 Mio.). Es verteilt sich wie folgt:
Die restlichen 4,50% beziehen sich auf noch nicht vermietete Anlagen und erhaltene Anzahlungen. Wegen des gegenüber dem Vorjahr deutlich gestiegenen Neugeschäftes stieg die Konzernbilanzsumme von € 484,8 Mio. auf nun € 572,1 Mio. Eine wesentliche Kennzahl zur Beurteilung des Erfolges bzw. der wirtschaftlichen Kraft einer Leasinggesellschaft ist der Substanzwert. Dieser weist den Barwert des Überschusses der zukünftigen Erträge über die zukünftigen Aufwendungen aus. Es handelt sich hierbei um eine Darstellung der im Leasing- und Mietkaufbereich enthaltenen stillen Reserven. Das vom Bundesverband Deutscher Leasingunternehmen e.V. (BDL) entwickelte Schema einer Substanzwertrechnung rechnet dem bilanziellen Eigenkapital den barwertigen Überschuss der zukünftigen Erträge über die zukünftigen Aufwendungen hinzu. Dieses Schema zur Ermittlung ihres Substanzwertes wenden die Leasinggesellschaften des Konzerns an. Der Substanzwert der COMCO Leasing GmbH und der Tochterunternehmen weist einen deutlich positiven Wert aus. Das wirtschaftliche Eigenkapital des Konzerns unter Berücksichtigung des Substanzwertes ist in Relation zum Geschäftsvolumen und zum Risiko hoch. 2) Finanzlage Die Konzerngesellschaften verfügten im Berichtszeitraum jederzeit über die notwendige Liquidität, um nicht nur allen finanziellen Verpflichtungen nachzukommen, sondern auch um für unvorhergesehene Fälle gerüstet zu sein. 3) Ertragslage Die Leasinggesellschaften des Konzerns ermitteln ein betriebswirtschaftliches Ergebnis, bei dem sie für die im Berichtsjahr kontrahierten Verträge die Erträge aus Barwertüberschüssen und Nacherlösen in das Verhältnis zu den Kosten des Geschäftsbetriebes setzen. Das betriebswirtschaftliche Ergebnis stieg im Konzern auf den Rekordwert von € 4,5 Mio. (Vorjahr € 2,1 Mio.). Der Grund für das gestiegene Ergebnis liegt darin, dass nach dem schwächeren Vorjahr, in dem der sehr steile Zinsanstieg zu schaffen machte, nun durch ein Bündel von Maßnahmen (schnellerer Abschluss der Refinanzierungspakete, Durchsetzung höherer Margen, höheres Neugeschäft) der Trend umgekehrt und das operative Ergebnis mehr als verdoppelt werden konnte. Dies ist umso bemerkenswerter, als nach wie vor ein Trend zu kurzen Laufzeiten im dominanten Fahrzeuggeschäft (und dort somit zu niedrigeren Barwertmargen) besteht. Die glücklicherweise beendete Nullzinspolitik der EZB erleichtert es, Kunden davon zu überzeugen, dass ein Finanzierungsprodukt mit einem Zins bezahlt werden muss. Die Bruttomarge der Leasinggesellschaften des Konzerns erreichte daher mit 4,50% (i. Vj. 3,85%) wieder einen sehr soliden Wert. Im Verhältnis zum Neugeschäftswachstum stiegen die Kosten für den Geschäftsbetrieb der Leasinggesellschaften des Konzerns unterproportional um 10,6% auf € 8,47 Mio. Im Wesentlichen wurde der Anstieg durch höhere Personalkosten, Rechts- und Beratungskosten sowie Kosten im Zusammenhang mit der Neuauflage des ABCP-Programms verursacht. IV. Risiko-, Prognose- und Chancenbericht Wesentliche Konzerngesellschaften (siehe I.) des ESTE Holding Konzerns sind Finanzdienstleistungsinstitute im Sinne des § 1 Abs. 1a Nr. 10 Kreditwesengesetz (KWG). Sie unterliegen damit der laufenden Aufsicht durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) und die Deutsche Bundesbank. 1) Risikobericht Für das Risikomanagement der COMCO-Unternehmensgruppe gelten damit unter anderem die Vorgaben der §§ 25a ff. KWG und der sie konkretisierenden "Mindestanforderungen an das Risikomanagement" (MaRisk). Diesen folgend hat die Geschäftsleitung eine Geschäftsorganisation geschaffen, die insbesondere ein angemessenes und wirksames Risikomanagement umfasst, auf dessen Basis die Risikotragfähigkeit laufend sichergestellt ist. Darüber hinaus werden u.a. auch angemessene und wirksame Maßnahmen im Umgang mit der Verhinderung von Geldwäsche, Terrorismusfinanzierung und strafbaren Handlungen, Compliance sowie Datenschutz getroffen. a) Adressenausfallrisiko Das Hauptrisiko ist das Adressenausfallrisiko. Dieses Risiko ist dem Grunde nach in den letzten Jahren gestiegen, weil die Refinanzierung über den risikoneutralen Forderungsverkauf im Bereich der kleinen und mittleren Geschäfte nur noch von wenigen Banken angeboten wird. Das Neugeschäft im Konzern wurde zu 87,9% über Darlehen und zu 12,1% über Forfaitierung refinanziert. In der Rechnung für das Adressenausfallrisiko werden sämtliche bestehenden Leasinggeschäfte daraufhin untersucht, wie hoch der Risikoanteil (exposure at default) ist. Dieses Eigenrisiko wird der Ausfallwahrscheinlichkeit (probability of default) gegenübergestellt, die für jeden Kunden einzeln ermittelt wird. Der sich daraus ergebende Betrag wird in Relation zur sogenannten Verlustquote (loss given default) gesetzt, die für die verschiedenen Objektgruppen über eine mehrjährige empirische Reihe ermittelt ist und die ständig fortgeschrieben wird. Auf diese Weise wird der pro Vertrag existierende erwartete Verlust (expected loss) errechnet. Darauf aufbauend werden in zwei weiteren Rechnungen Stressszenarien simuliert. In der ersten Stufe wird theoretisch die Bonität jedes Kunden um eine Ausfallwahrscheinlichkeitsstufe verschlechtert. Gleichzeitig wird eine um 10% verschlechterte Verwertung der Leasinggegenstände unterstellt. Auf der zweiten Stressstufe, die eine bislang unbekannte besonders gestörte gesamtwirtschaftliche Situation simulieren soll, steigt die Ausfallwahrscheinlichkeit jedes Kunden um zwei Stufen. Gleichzeitig sinken die Verwertungserlöse um 20%. Von den so errechneten Verlustbeträgen (unexpected loss Stufe 2) wird der erwartete Verlust (expected loss) abgezogen, um den Gesamtanrechnungsbetrag für das Adressenausfallrisiko zu ermitteln. Nach Hinzufügung der Anrechnungsbeträge für die Marktpreisrisiken, die operationellen Risiken und die sonstigen Risiken ergeben sich die sogenannten Anrechnungsbeträge Gesamtrisiko. Deren Gegenüberstellung mit den Risikodeckungsmassen ergab bei der COMCO Leasing GmbH zum 31.12.2023 einen Auslastungsgrad von knapp 78%. Die im Vergleich zu den Vorjahren leicht gestiegene Auslastung spiegelt die allgemein etwas verschlechterte konjunkturelle Situation wieder, bewegt sich aber in der durchschnittlichen Schwankungsbreite der letzten Jahre. In der COMCO Autoleasing GmbH & Co. KG betrug dieser Wert 7% und in der COMCO Leasing Service GmbH (Suzuki Finance) 18%. Die Untersuchung des Adressenausfallrisikos wurde über den gesamten Vertragsbestand durchgeführt. Dabei wurden in der Ausfallsimulation keinerlei Korrekturen zugelassen. Die besondere Härte dieser Risikotragfähigkeitsrechnung ergibt sich also daraus, dass unterstellt wird, dass alle Kunden in allen Branchen und Regionen gleichermaßen in die Krise geraten. Es wurde bescheinigt, damit über einen besonders harten Testaufbau zu verfügen, denn in der Realität werden nie alle Branchen gleichzeitig in dieselbe Krise geraten. Konsumgüterhersteller oder Nahrungsmittelproduzenten sind stressresistenter als beispielsweise IT-Hersteller, deren Produkte in Krisenzeiten als erste von den Investitionslisten gestrichen werden. Aus dieser Warte betrachtet, beinhaltet die Simulation Reserven. Die Auslastungsgrade belegen die stabile Risikosituation. Die Leasingbranche insgesamt ist mit den Risikoverläufen seit Jahren sehr zufrieden. Das Hauptaugenmerk der Leasinggesellschaften des Konzerns liegt darauf, die Risikopolitik ständig zu verfeinern und die Risiken zu verringern. Dies ist im Berichtsjahr trotz der sich verschlechternden allgemeinen Situation gut gelungen. Der Konzern erreichte im sogenannten Standardrisiko mit einem Schadensvolumen von T€ 1.166 sogar einen leichten quotalen Rückgang. Dieser schöne Erfolg wurde durch einen branchenweiten Betrugsfall getrübt. Durch Doppelfinanzierungen wurde der Konzern zusätzlich von einem Hersteller von 3D-Scannern in Höhe von T€ 1.522 geschädigt. Das Portfolio ist in Bezug auf Vertragsarten, Losgrößen, Branchen, Leasingobjekte und Vertriebswege von Vielfalt und Granularität geprägt. Dieser gute Mix soll auch in der Zukunft beibehalten werden. b) Marktpreisrisiko Das Marktpreisrisiko stellt sich in erster Linie als Zinsänderungsrisiko und Restwertrisiko dar. Der wesentliche Teil des Leasingbestandes ist fristenkongruent refinanziert. Ein wesentliches Zinsänderungsrisiko besteht für die Gesellschaften nicht. Ein bei einer großen Sparkasse bestehendes Refinanzierungskonsortium wird über nur ein Konto zu einem variablen Zinssatz in Anspruch genommen. Die sich hieraus ergebenden Zinsänderungsrisiken werden nahezu vollständig über laufzeitkongruente Swaps abgesichert. Es werden sowohl im Fahrzeuggeschäft als auch in den anderen Bereichen in der Regel keine offenen Restwerte gehalten. Restwertrisiken, die einer Bewertung bedürften, bestehen daher nicht. c) Liquiditätsrisiko Für jede Leasinggesellschaft, also auch für unsere Gesellschaften, stellt das Liquiditätsrisiko ein wesentliches Risiko dar. Es wird zwischen dem Risiko der kurzfristigen Liquidität und dem Refinanzierungsrisiko unterschieden. Die kurzfristige Liquidität wird täglich überwacht und geplant. Jeden Morgen erfolgt auf Konzernebene ein Abgleich der fälligen Ein- und Auszahlungen sowie eine Gegenüberstellung mit der freien Liquidität. Die fälligen Rechnungen für Leasinggegenstände werden über Hausbankkonten oder Refinanzierungsbankkonten bezahlt, die für alle genehmigten Geschäfte Deckung besitzen. Ziel der Liquiditätssteuerung ist eine gruppenweite tägliche freie Liquidität von € 3,0 Mio., die ausreichend wäre, um beispielsweise für mehrere Monate die Kosten zu decken. Am 31.12.2023 betrug die gruppenweite freie Liquidität € 13,47 Mio. Das Refinanzierungsrisiko besteht darin, nicht ausreichend Mittel für das akquirierte Neugeschäft zu besitzen. Um diesem Risiko entgegenzuwirken, werden auf Konzernebene zu Beginn des Jahres das Neugeschäft und der entsprechenden Bedarf an Refinanzierungsmitteln geplant. Zum Bilanzstichtag verfügten die Leasinggesellschaften des Konzerns über Darlehensrahmen von € 529,2 Mio., die mit € 456,2 Mio. in Anspruch genommen wurden. Insgesamt bestand im Berichtsjahr zu jeder Zeit die notwendige Liquidität, auch unter Berücksichtigung der nahezu unbegrenzt zur Verfügung stehenden Forfaitierungslinien. d) Operationelles Risiko Alle betrieblichen Aktivitäten bergen operationelle Risiken. Hierunter sind Rechtsrisiken, EDV-technische Risiken, Abwicklungsrisiken und personelle Risiken zu verstehen. Das Risikomanagementsystem des Konzerns ist darauf ausgerichtet, Risiken auf diesen Feldern frühzeitig zu erkennen und geeignete Gegenmaßnahmen zu ergreifen. Dennoch eingetretene Schadensfälle werden in Teams analysiert und diskutiert mit dem Ziel, in Zukunft ähnliche Fälle zu vermeiden. Rechtsrisiken erwachsen in erster Linie durch vertragliche Beziehungen zu Kunden und Lieferanten. Dieses Risiko wird minimiert, indem zum weit überwiegenden Teil nur mit juristisch erprobten Standardverträgen gearbeitet wird. Abweichungen von diesen Mustern, die von den hausinternen Juristen gemeinsam mit beratenden Anwaltskanzleien erarbeitet wurden, sind nur mit schriftlicher Genehmigung der Kompetenzträger erlaubt. Neuartige Verträge werden ausschließlich von den hauseigenen Juristen in Zusammenarbeit mit den Anwaltskanzleien entwickelt. EDV-technische Risiken werden durch den nahezu ausschließlichen Einsatz von zertifizierter Standardsoftware minimiert. Lediglich eine Auswertungssoftware zur Ermittlung betriebswirtschaftlicher Daten sowie eine digitalisierte Kalkulations- und Antragsbearbeitung sind Eigenentwicklungen. Die gesamte Hardware wird durch Administratoren gewartet. Alle verfügbaren Updates und Sicherheitsupdates werden kontinuierlich eingespielt. Ein Notfallplan existiert. An den Standorten in Neuss und Essen werden identisch konzipierte EDV-Anlagen betrieben. Die täglich erstellten Notfallsicherungen des gesamten Datenbestandes ermöglichen die Lage, innerhalb von 2 Stunden am jeweils anderen Standort weiterarbeiten zu können. Das Notfallkonzept umfasst darüber hinaus die Möglichkeit des dezentralen Arbeitens nahezu aller Mitarbeiter über firmeneigene Laptops oder stationäre Rechner. Über sichere VPN Verbindungen sind diese Arbeitsplätze mit dem Firmennetz verbunden. Den Abwicklungsrisiken wird durch umfangreiche 4- und 6-Augen-Prinzipien sowie durch detaillierte Arbeitsanweisungen begegnet. Zudem ist sichergestellt, dass immer mehrere Kompetenzträger im Haus anwesend oder kurzfristig erreichbar sind. Wie jedes Unternehmen sind auch die Leasinggesellschaften des Konzerns personellen Risiken ausgesetzt. Über ausgeprägte Dialogbereitschaft, Teamgeist, vorbildliches Verhalten von Führungskräften, leistungsgerechte Vergütungssysteme, Weiterbildung usw. wird versucht, die Mitarbeiter an das Unternehmen zu binden. Nur motivierte und zufriedene Mitarbeiter können jeden Tag Höchstleistung bringen. Die geringe Fluktuation bestätigt, einen erstklassigen Standard erreicht zu haben. e) Nachhaltigkeitsrisiken Nachhaltigkeitsrisiken im aufsichtsrechtlichen Sinne sind Ereignisse oder Bedingungen aus den Bereichen Umwelt, Soziales oder Unternehmensführung, deren Eintreten tatsächlich oder potenziell negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie auf die Reputation eines Instituts haben kann. Nachhaltigkeitsrisiken könnten auf alle bekannten Risikoarten erheblich einwirken sowie als Faktor zur Wesentlichkeit dieser Risikoarten beitragen. Allgemein sei zunächst darauf hingewiesen, dass der ganzheitliche Blick auf den gesamten Lebenszyklus der Gegenstände dem Geschäftsmodell "Leasing" immanent ist und mit dem Modell einer nachhaltigen Kreislaufwirtschaft korrespondiert, bei der es gilt, den Ressourceneinsatz durch langlebige Konstruktion, Instandhaltung, Reparatur, Wiederverwendung und Überholung der Gegenstände zu mindern. Zudem fließen selbstverständlich auch der Tätigkeitsbereich und das geschäftliche Umfeld eines potentiellen Kunden maßgeblich in die Kreditprüfung ein. Des Weiteren führen die auf Granularität beziehungsweise Vermeidung von Klumpenrisiken angelegte Risikostrategie und die geografische Konzentration auf das Inland zu einer Minimierung von Nachhaltigkeitsrisiken, da etwa Abhängigkeiten von möglicherweise reputationsgeschädigten Branchen und Objekten oder Kunden in umweltgeschädigten / von Naturkatastrophen betroffenen Regionen reduziert werden. Das Bewusstsein für die Themen Umwelt und Nachhaltigkeit zeigt sich unter anderem auch darin, dass mit der COMCO EcoLease GmbH & Co. KG bereits im Jahr 2017 eine Tochtergesellschaft gegründet wurde, deren Ziel es ist, gemeinsam mit einer auf nachhaltige Finanzierungen ausgerichteten Bank, Leasing für umweltfreundliche beziehungsweise nachhaltige Gegenstände, zum Beispiel für Elektro-Kfz und -fahrräder, anzubieten. Zudem liegt der Tätigkeitsschwerpunkt unseres Geschäftsbereichs Energie in der Finanzierung von Anlagen zur Bereitstellung erneuerbarer Energien. 2) Prognose- und Chancenbericht Allgemeine Situation Die Wirtschaftsaussichten sind zum Jahresbeginn nicht gut. Im zurückliegenden Jahr 2023 nahm das Bruttoinlandsprodukt in Deutschland nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes um 0,1% ab. Die wirtschaftliche Entwicklung war dabei wie schon im Vorjahr wesentlich bestimmt durch die Auswirkungen der Energiepreiskrise in Verbindung mit einer ausgeprägten weltwirtschaftlichen Schwäche und den zunehmend spürbaren Effekten der restriktiveren Geldpolitik. Hinzu kam ein außergewöhnlich hoher Krankenstand, der das gesamtwirtschaftliche Arbeitsvolumen dämpfte. Alles dies belastete die deutsche Wirtschaft stärker als zu Beginn des vergangenen Jahres angenommen und verzögerte die wirtschaftliche Erholung. Für das Jahr 2024 geht die Bundesregierung in der Jahresprojektion von einem Anstieg des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts um 0,2% aus. Diese Prognose weicht erheblich von der des letzten Jahres ab, in der für 2024 noch ein Wachstum von 1,8% vorhergesagt wurde. Die Leasingindustrie hängt unmittelbar von der Investitionsbereitschaft der Unternehmen und der Lieferfähigkeit der Industrie ab. Das Institut der deutschen Wirtschaft weist darauf hin, dass sich die gesamtwirtschaftlichen Perspektiven für Deutschland für das Jahr 2024 eingetrübt haben. Die IW-Verbandsumfrage vom Jahreswechsel 2023/ 2024 ergab, dass vor dem Hintergrund der aktuellen gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen nur neun von 47 befragten Wirtschaftsverbänden von einem höheren Produktionsniveau in 2024 ausgehen. Kein einziger Verband geht von einer wesentlich höheren Produktion aus. 23 Verbände sprechen einem Produktions- oder Geschäftsrückgang. Vor diesem Hintergrund wird es die deutsche Leasingwirtschaft mit einem zähen Wirtschaftsjahr zu tun haben, für das eine Wachstumsprognose nur schwer vorstellbar ist. (Quellen: Jahreswirtschaftsbericht der Bundesregierung 2024; Institut der Deutschen Wirtschaft, Leasing Marktbericht vom 01.03.2024) Investitionen Größere Investitionen planen die Leasinggesellschaften des Konzerns für 2024 und 2025 nicht. Allerdings werden im laufenden Jahr die IBM-Server gegen eine neue Version ausgetauscht. Weitere Investitionen fließen in ein neues Webportal, mit dem angeschlossene Händler und Hersteller ihre Kunden vollständig digital mit Leasingangeboten versorgen können. Planung Neugeschäft und Kosten Das in den letzten drei Jahren in den Leasinggesellschaften des Konzerns um etwa 150 Millionen Euro gestiegene Neugeschäft stellt die Planung vor vielfältige Anforderungen. Vor dem Hintergrund der enormen externen Unsicherheiten muss der Produktmix und die Auswahl der richtigen Bonitäten besonders im Auge behalten werden, um weiterhin ein nachhaltig gesundes Portfolio aufzubauen. Die sehr zufriedenen Kunden des Konzerns und die motivierte Mitarbeiterschaft lassen allerdings optimistisch in die Zukunft schauen. Die Planung berücksichtigt folgende Parameter: - Der Ukraine-Krieg wird weiterhin Unsicherheiten erzeugen, die dazu führen, dass sich die wirtschaftliche Entwicklung verlangsamt. - Lieferschwierigkeiten von Rohstoffen und Produkten können jederzeit durch Konflikte oder politische Einflussnahme neu entstehen. Die globale Lage ist nervöser und fragiler geworden. - Der brachiale Umbau der deutschen Energieversorgung birgt hohe Versorgungsrisiken und zieht sehr hohe Preise nach sich. Darunter wird die gesamte deutsche Wirtschaft, die im globalen Wettbewerb steht, leiden. - Die nach wie vor vorhandene Inflation und das Zinsniveau werden sich dämpfend auswirken. Unter Berücksichtigung dieser Besonderheiten planen die Leasinggesellschaften des Konzerns für das Geschäftsjahr 2024 mit einem defensiven Ansatz. Sie erwarten ein Neugeschäft von € 325 Mio. Diese Planung liegt um 8,3% über der Vorjahresplanung von € 300 Mio. Für die Folgejahre 2025 und 2026 planen die Leasinggesellschaften des Konzerns mit einem Neugeschäftsvolumen von € 340 Mio. und € 350 Mio. Die Planung der Kosten erfolgt auf Konzernebene. Sie sollen wie in den Vorjahren unter strenger Kontrolle gehalten werden, müssen aber auch dem geplanten Wachstum Rechnung tragen. Im Jahr 2024 werden sie bei etwa € 8,8 Mio. liegen. Die Planung der Erlöse ist nach wie vor anspruchsvoll. Der gute Anstieg der Barwertmarge im Berichtsjahr deutet darauf hin, dass die Leasinggesellschaften des Konzerns mit ihren Maßnahmen richtig liegen. Sie planen eine barwertige Verbesserung um weitere 25 bps. Planung Refinanzierung Die freien Darlehenslinien der Leasinggesellschaften des Konzerns zum 31.12.2024 werden sich mit € 38,6 Mio. auf einem höheren Niveau als im Vorjahr (Planwert für 2023: € 29,9 Mio.) befinden. In die Planung eingearbeitet wurden auch die Mittel des ABCP-Programms sowie die für das laufende Jahr bereits avisierten, zusätzlichen Linien. Die Erfahrung zeigt, dass ebenso, allerdings nicht exakt planbar, beträchtliche Mittel aus vorzeitigen Ablösungen zur Verfügung stehen werden. Dies wird deutlich, wenn man die geplanten Werte mit den tatsächlichen vergleicht. Der Planwert der freien Refinanzierungsliquidität zum 31.12.2023 betrug € 29,9 Mio. Tatsächlich standen am Stichtag freie Rahmen in Höhe von € 73,0 Mio. zur Verfügung. Nicht eingeplant sind Mittel, die im Lauf des Geschäftsjahres neu zugesagt werden. Zurzeit wird z.B. mit einer Bank ein weiteres ABCP-Programm in Höhe von zunächst € 40 Mio. verhandelt. Auch für das Jahr 2024 werden die Leasinggesellschaften des Konzerns jederzeit über ausreichende Refinanzierungsmittel verfügen.
Neuss, den 06. September 2024 ESTE Holding GmbH gez. Thomas Kolvenbach KONZERNBILANZAKTIVA
PASSIVA
KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG vom 01.01.2023 bis 31.12.2023
KONZERN - ANHANG für das Geschäftsjahr 2023A. Allgemeine Angaben und Erläuterungen zum Konzernabschluss Die ESTE Holding GmbH, Neuss, hat als Mutterunternehmen, für den größten Kreis der Unternehmen, einen Konzernabschluss aufgestellt. Die Gliederung der Bilanz erfolgt unter Anwendung des § 298 HGB i. V. m. § 266 Abs. 2 und 3 HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung gliedert sich in Staffelform nach dem Gesamtkostenverfahren. Der Konzernabschluss der ESTE Holding GmbH, Neuss, wurde entsprechend dem HGB nach den Rechnungslegungsvorschriften für Kapitalgesellschaften sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach den Rechnungslegungsvorschriften des HGB aufgestellt. Ergänzungen der Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung zur Herstellung von Klarheit und Übersichtlichkeit wurden auf Grund der Besonderheiten der Leasingbranche vorgenommen. Die Ausweiswahlrechte wurden weitgehend zu Gunsten des Konzernanhangs ausgeübt. Das Geschäftsjahr für den Konzern und die vollkonsolidierten Unternehmen entspricht dem Kalenderjahr. B. Angaben zur Identifikation des Mutterunternehmens
C. Angaben zum Konsolidierungskreis In den Konzernabschluss der ESTE Holding GmbH mit Sitz in Neuss sind neben ihr als Mutterunternehmen sieben inländische Tochterunternehmen mittels Vollkonsolidierung einbezogen, bei denen der ESTE Holding GmbH unmittelbar oder mittelbar die Mehrheit der Stimmrechte zusteht. Hierbei wurden die folgenden Tochterunternehmen einbezogen:
Die assoziierten Unternehmen haben jeweils den Bilanzstichtag 31. März. D. Angaben zu den Konsolidierungsmethoden Die Erstkonsolidierung erfolgte aus Vereinfachungsgründen entsprechend § 301 Abs. 2 S. 3 HGB) auf den Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung der Tochterunternehmen in den Konzernabschluss (1. Januar 2021). Der Konzernabschluss wird auf den Bilanzstichtag der Muttergesellschaft aufgestellt (31. Dezember). Dieser entspricht dem Abschlussstichtag aller einbezogenen Tochterunternehmen. Die Kapitalkonsolidierung wurde nach der Buchwertmethode durch Verrechnung der Anschaffungskosten der Beteiligungen mit dem konsolidierungspflichtigen Eigenkapital der Tochterunternehmen vorgenommen, da die Beteiligungen, für welche die Vollkonsolidierung angewandt wurde, in die ESTE Holding GmbH eingebracht wurden. Eine Marktbewertung zum Zeitpunkt der Kontrollerlangung ist insofern nicht zwangsläufig gegeben und damit auch keine sachgerechte Allokation stiller Reserven. Die in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten entsprechend den Buchwerten der aufgenommenen Tochterunternehmen. Die Verrechnung erfolgte auf den 1. Januar 2021. Aus der Kapitalkonsolidierung hat sich ein Unterschiedsbetrag ergeben, der im Eigenkapital dargestellt wird. Die assoziierten Gesellschaften mit einer jeweiligen direkten Beteiligungsquote in Höhe von 40 % am Stammkapital wurden nach der Equity-Methode im Sinne des §312 HGB konsolidiert. Für die Ermittlung von Unterschiedsbeträgen wurde der Zeitpunkt des Erwerbs der jeweiligen Anteile (MOMO Fahrzeughandels GmbH, Frigo-Rent Services GmbH, Upgrade Mobility GmbH) bzw. aus Vereinfachungsgründen (§ 301 Abs. 2 S.5 i.V.m. § 312 Abs. 3 S. 3 HGB) der 1. Januar 2021 (Arndt Automobile GmbH, Arndt Automotive GmbH) gewählt. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Buchwert und dem anteiligen Eigenkapital wurde mittels des beizulegenden Zeitwertes der Vermögensgegenstände, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten des assoziierten Unternehmens ermittelt. Ein verbleibender Betrag wurde entweder als Geschäfts- oder Firmenwert oder passiven Unterschiedsbetrag behandelt. Der zugeordnete Unterschiedsbetrag wird in den Folgejahren entsprechend der Behandlung der Wertansätze dieser Vermögensgegenstände, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten im Jahresabschluss des assoziierten Unternehmens im Konzernabschluss fortgeführt, abgeschrieben oder aufgelöst. Es wurde auf die Anpassung bei vom Konzernabschluss abweichenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Abschluss von assoziierten Unternehmen verzichtet. Das Ergebnis aus der Änderung des Equity-Werts wird in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung nach Kürzung um Ertragsteuern ausgewiesen. Die Schuldenkonsolidierung erfolgte nach § 303 Abs. 1 HGB durch Eliminierung der Forderungen mit den entsprechenden Verbindlichkeiten zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen. Eine Zwischenergebniseliminierung wurde gemäß § 304 Abs. 1 HGB durchgeführt. Die Aufwands- und Ertragskonsolidierung erfolgte gem. § 305 Abs. 1 HGB durch Verrechnung der Erträge zwischen den Konzernunternehmen mit den auf sie entfallenden Aufwendungen. Latente Steuern wurden in Anwendung der §§ 274 und 306 HGB und DRS 18 ermittelt. Aktive und passive latente Steuern werden saldiert auf der Aktivseite ausgewiesen. E. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Die Jahresabschlüsse der einbezogenen Tochterunternehmen wurden in dem Konzernabschluss entsprechend den gesetzlichen Vorschriften einheitlich nach den geltenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden konsolidiert. Im Einzelnen werden im Konzern folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewendet: Die immateriellen Anlagewerte werden zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen, bewertet. Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige nutzungsbedingte Abschreibungen, bewertet. Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens bis EUR 800 werden grundsätzlich voll abgeschrieben. Das Leasingvermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten aktiviert und wird um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Nutzungsdauer des Leasingvermögens orientiert sich an der Laufzeit des jeweiligen Leasingvertrages. Bei Vollamortisationsverträgen erfolgt die Abschreibung auf einen zu erwartenden Nacherlös. Bei Teilamortisationsverträgen erfolgt die Abschreibung, abweichend von der Handhabung bei Vollamortisationsverträgen, auf den jeweils vertraglich vereinbarten Restwert. Die Anteile an assoziierten Unternehmen werden zu Anschaffungskosten, vermindert bzw. erhöht um die Veränderung des Unterschiedsbetrages sowie vermindert um den Anteil am Jahresfehlbetrag bzw. erhöht um den Anteil am Jahresüberschuss. Des Weiteren werden Veränderung am Eigenkapital des assoziierten Unternehmens ebenfalls im Verhältnis des Anteils berücksichtigt. Forderungen sind zum Nennwert oder zum niedrigeren beizulegenden Wert aktiviert, ausgenommen davon sind die Mietkaufforderungen, die zum Barwert angesetzt sind. Erkennbare Einzelrisiken werden durch entsprechende Wertabschläge vom Nennwert berücksichtigt. Für Bonitätsrisiken aus dem Leasingbestand werden aktivisch Wertberichtigungen zu den Forderungen an Kunden ausgewiesen. Sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert bilanziert. Die flüssigen Mittel werden mit dem Nennbetrag angesetzt. Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem darstellen. Die Auflösung des Postens erfolgt zeitanteilig. Gemäß §§ 306, 274 HGB wird eine Abgrenzung für die voraussichtlichen künftigen Steuerent- und -belastungen aufgrund handels- und steuerrechtlicher Bilanzierungs- und Bewertungsunterschiede sowie der Berücksichtigung von steuerlichen Verlustvorträgen gebildet. Aktive und passive latente Steuern werden gem. §§ 306, 274 HGB verrechnet dargestellt. Die Rückstellungen werden mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Betrag angesetzt und berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Bei Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wird eine Abzinsung auf den Abschlussstichtag vorgenommen. Als Abzinsungssätze werden die durchschnittlichen Marktzinssätze, wie sie von der Deutschen Bundesbank bekannt gegeben werden, verwendet. Bei einer Restlaufzeit von 1 Jahr oder weniger wurde das Abzinsungswahlrecht nicht in Anspruch genommen. Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten werden entsprechend ihrer Laufzeit aufgelöst. Aufwendungen und Erträge werden auf das Geschäftsjahr abgegrenzt. Auf fremde Währung lautende Bilanz- und GuV-Positionen werden gemäß § 256a HGB zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet. F. Bewertungseinheiten Zur Begrenzung von Zinsänderungsrisiken aus Schwankungen künftiger Zinszahlungen (Zahlungsstromänderungsrisiko) bei variabel verzinslichen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (Grundgeschäfte) bestehen für einen Nominalbetrag i. H. v. TEUR 75.869 (im Vj. TEUR 55.683) zum Bilanzstichtag Zinsswaps (Sicherungsinstrumente) mit Kreditinstituten (Portfolio-Hedge). Dabei wird wirtschaftlich betrachtet der variable Zinssatz in einen festen Zinssatz getauscht. Da die Änderungen der Zahlungsströme aus dem Grundgeschäft infolge der Änderungen der zugrunde gelegten Marktzinssätze durch gegenläufige Änderungen der Zahlungsströme aus den Zinsswaps kompensiert werden, werden bei der Bewertung die Verbindlichkeiten und die Zinsswaps zu Bewertungseinheiten gemäß § 254 HGB zusammengefasst. Zur Feststellung der Wirksamkeit der Sicherungsbeziehungen wird die Critical-Terms-Match-Methode angewendet. Die Restlaufzeit der Zinsswaps beträgt zwischen einem Monat sowie fünf Jahren und elf Monaten. Die bilanzielle Behandlung der Bewertungseinheiten erfolgt nach der Einfrierungsmethode. G. Unterschiedsbeträge der assoziierten Unternehmen Die Unterschiedsbeträge stellen sich wie folgt dar: 1. Arndt Automotive GmbH
Der Unterschiedsbetrag resultiert aus Anlaufkosten zur Entwicklung des Geschäftsmodells.
Die Auflösung des Unterschiedsbetrages erfolgt analog einem angenommenen durchschnittlichen Produktlebenszyklus eines PKW's über fünf Jahre. 2. Frigo-Rent Services GmbH
Der Unterschiedsbetrag resultiert aus einem originären Goodwill.
Die Auflösung des Unterschiedsbetrages erfolgt über 10 Jahre. H. Erläuterungen zur Konzernbilanz 1. Anlagevermögen Die Veränderung der einzelnen Positionen des Anlagevermögens ist unter Angabe der Entwicklung der Abschreibungen im nachfolgenden Anlagespiegel dargestellt (Anlage 1 zum Anhang). 2. Forderungsspiegel Der Gesamtbetrag der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände i. H. v. EUR 175.456.226,50 (im Vj. TEUR 141.916) gliedert sich in folgende Restlaufzeiten:
Vorjahr:
3. Sonstige Vermögensgegenstände Die sonstigen Vermögensgegenstände i. H. v. EUR 2.612.231,47 (im Vj. TEUR 9.041) beinhalten im Wesentlichen:
4. Aktive latente Steuern Die ausgewiesenen aktiven latenten Steuern i. H. v. EUR 823.141,12 (im Vj. TEUR 423) sind zum einen auf bislang nicht berücksichtigte Verlustvorträge der COMCO Leasing Beteiligungs-GmbH und der COMCO Autoleasing GmbH & Co. KG zurückzuführen. Diese sind auch durch temporäre Differenzen im Zusammenhang mit dem Beteiligungserwerb der COMCO Autoleasing GmbH & Co. KG entstanden. Des Weiteren beruhen die latenten Steuern auf in der COMCO Leasing GmbH, der COMCO Leasing Service GmbH und der COMCO Leasing Verwaltungs-GmbH entstandenen Verlustvorträgen. Sie beruhen auch auf temporären Differenzen zwischen den handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Bewertungen des Leasingvermögens. Sofern sie aber auf laufenden Verlustvorträgen beruhen, erwarten wir eine Verlustverrechnung in den folgenden 5 Geschäftsjahren. Die latenten Steuern wurden mit einem Ertrag i. H. v. EUR 400.402,98 (im Vj. TEUR 832) in der GuV des laufenden Wirtschaftsjahres berücksichtigt. Der Wert der verbleibenden aktiven latenten Steuern ist aufgrund der Saldierung mit passiven latenten Steuern i. H. v. EUR 4.357.141,77 (im Vj. TEUR 3.458) vermindert. Die aktiven latenten Steuern haben folgende Zusammensetzung:
Die Bewertung erfolgt mit folgenden Steuersätzen:
5. Verbindlichkeitenspiegel Der Gesamtbetrag der Verbindlichkeiten i. H. v. EUR 491.158.980,58 (im Vj. TEUR 411.726) gliedert sich in folgende Restlaufzeiten:
Vorjahr:
Sicherheiten zu Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind für den Bereich der Darlehensrefinanzierung durch Sicherungsübereignung der Leasingobjekte gesichert. 6. Sonstige Verbindlichkeiten Die sonstigen Verbindlichkeiten i. H. v. EUR 3.331.569,31 (im Vj. TEUR 2.496) beinhalten im Wesentlichen kurzfristige Verbindlichkeiten in der COMCO Beteiligungs-GmbH i. H. v. EUR 1.947.173,33 (im Vj. TEUR 1.969) und in der COMCO Leasing Service GmbH Verbindlichkeiten aus der im ABCP-Forderungsverkauf enthaltenen USt i. H. v. EUR 816.781,33 (im Vj. TEUR 289). 7. Davon-Vermerke In dem Gesamtbetrag der sonstigen Verbindlichkeiten i. H. v. EUR 3.331.569,31 (im Vj. TEUR 2.496) enthalten sind:
8. Eventualverbindlichkeiten Die unter dem Bilanzstrich ausgewiesenen Eventualverbindlichkeiten beinhalten folgende Haftungsverhältnisse:
Die Wahrscheinlichkeit der Inanspruchnahme der unter der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten schätzen wir aufgrund der gegenwärtigen Bonität und des Zahlungsverhaltens der Begünstigten in der Vergangenheit als sehr gering ein. Anhaltspunkte für eine andere Beurteilung liegen uns nicht vor. 9. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Zum Abschlussstichtag bestanden folgende sonstige finanzielle Verpflichtungen:
10. Kapitalflussrechnung Die Kapitalflussrechnung wurde nach DRS 21 ermittelt. I. Angaben zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung Die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgte ebenfalls nach den Rechnungslegungsvorschriften des HGB. J. Sonstige Angaben 1. Geschäftsführer Geschäftsführer des Mutterunternehmens waren während des Geschäftsjahres 2023 Herr Thomas Kolvenbach, Rechtsanwalt, Neuss Herr Kolvenbach ist einzelvertretungsberechtigt. 2. Gesamtbezüge der Geschäftsführung Die Bezüge der Geschäftsführung werden aufgrund der Inanspruchnahme des § 286 Abs. 4 HGB nicht angegeben. 3. Anzahl der Arbeitnehmer Im Geschäftsjahr 2023 waren durchschnittlich 81 Mitarbeiter (im Vj. 83) beschäftigt, davon 51 Angestellte, 27 Teilzeitkräfte und 3 Aushilfen. 4. Zusatzangaben unbeschränkt haftender Gesellschaften Die COMCO Leasing Verwaltungs-GmbH ist unbeschränkt haftende Gesellschafterin der
5. Gesamthonorar des Abschlussprüfers Das Gesamthonorar des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr für den Konzern der ESTE Holding GmbH beträgt TEUR 137 (im Vj. TEUR 138). Davon entfallen auf:
K. ErgebnisverwendungsvorschlagDie Geschäftsführung des Mutterunternehmens schlägt vor den Jahresüberschuss 2023 des Mutterunternehmens auf neue Rechnung vorzutragen.
Neuss, den 06. September 2024 ESTE Holding GmbH gez. Thomas Kolvenbach KONZERNANLAGENSPIEGEL zum 31. Dezember 2023
Konzernkapitalflussrechnung für die Zeit vom 01.01. bis 31.12.2023
Ergänzende Angaben zur Konzern - Kapitalflussrechnung a) Der Finanzmittelfonds setzt sich aus dem Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks sowie jederzeit fälligen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten zusammen. b) Der Finanzmittelfonds hat folgende Zusammensetzung:
c) Der Bestand des Finanzmittelfonds unterliegt keinen wesentlichen Verfügungsbeschränkungen. KONZERNEIGENKAPITALSPIEGEL vom 01.01.2023 bis 31.12.2023
Billigung des Konzernabschlusses Der Konzernabschluss wurde am 25.10.2024 gebilligt. BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die ESTE Holding GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der ESTE Holding GmbH und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2023, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der ESTE Holding GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine inÜbereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Dortmund, den 9. September 2024 Revision
Rhein-Ruhr GmbH
gez. Dipl.-Kfm. Oliver Mehlan, Wirtschaftsprüfer gez. Dipl.-Kfm. Michael Ernst, Wirtschaftsprüfer |
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