M1 Factoring GmbHLiquidiert

Rayskistraße 19, 01219 Dresden, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Dresden HRB 24118
Vorher
go.factoring.cap GmbH
Eingetragen
17.11.2005
Branche
Institute für Factoring-GeschäfteManagementtätigkeiten von sonstigen HoldinggesellschaftenVermittlungstätigkeiten für die Vermietung und das Leasing von sonstigen beweglichen Sachen und nichtfinanziellen immateriellen Vermögensgütern
Gegenstand
entgeltlicher Erwerb von Forderungen, insbesondere aus Warenlieferungen und Dienstleistungen nebst deren Verwaltung und Einziehung mit oder ohne Übernahme des Ausfallrisikos der Forderungen (echtes und unechtes Factoring) einschließlich der Vermittlung derartiger Geschäfte, Vermittlung und Abschluss von Leasinggeschäften, insbesondere mit Anlagegütern, ferner umfassende betriebswirtschaftliche Beratung anderer Untenehmen, insbesondere in den Bereichen Finanzierung und Wachstum sowie die Verwaltung eigenen Vermögens; Tätigkeiten, die dem Steuerberatungsgesetz unterfallen, sind ausgeschlossen.

Historie

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Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

Identifizierte Personen (10)

NameAnteil
12.00%
A******** P*****
11.02%
9.90%

Gesellschafter
Beta

10 Gesellschafter

GmbH-Struktur

5 von 10 angezeigt

Name
Ort
Betrag
Anteil
R******** H******
12.000 €
12.00%
A******** P*****
12.700 €
11.02%
J** L********
9.900 €
9.90%
U** K*****
9.900 €
9.90%
M***** F******
17.325 €
9.90%

Konzern- und Jahresabschlüsse

M1 Factoring GmbH

Dresden

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2016 bis zum 31.12.2016

Anhang für das Geschäftsjahr 2016

1. Grundlagen zur Aufstellung des Jahresabschlusses

Die Aufstellung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr 2016 der M1 Factoring GmbH mit Sitz in Dresden, eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts unter HRB 24118, erfolgte unter Anwendung der Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB), insbesondere der "Ergänzenden Vorschriften für Kreditinstitute" (§§ 340 ff. HGB) und der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute (RechKredV).

Von der Gliederung der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung wird gegenüber dem Vorjahr grundsätzlich nicht abgewichen. Die Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung sind mit denen des Vorjahres vergleichbar.

Die Aufstellung des Jahresabschlusses erfolgte nach vollständiger Ergebnisverwendung.

2. Allgemeine Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bei der Bewertung wird von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit ausgegangen. Dem stehen auch tatsächliche und rechtliche Gegebenheiten nicht entgegen.

Die im Vorjahresabschluss angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind beibehalten worden.

Die Forderungen gegen Kreditinstitute wurden grundsätzlich zum Nominalwert bilanziert.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden mit dem Nennwert angesetzt.

Bei den Schuldverschreibungen handelt es sich um Nullkupon-Inhaberschuldverschreibungen, welche zu Anschaffungskosten zuzüglich der ratierlich zugeschriebenen Zinsforderung sowie zuzüglich der den nach Endfälligkeit entstandenen Zinsen ausgewiesen werden.

Die Beteiligungen wurden mit den Anschaffungskosten bewertet. Abschreibungen waren nicht vorzunehmen.

Das Leasingvermögen und die Sachanlagen sind zu Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten abzüglich Skonti, vermindert um planmäßige Abschreibungen bewertet. Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen linear über die Nutzungsdauer mit den steuerlich zulässigen Sätzen. Im Berichtsjahr war beim Leasingvermögen eine außerplanmäßige in Höhe von 21,2 TEuro Abschreibung vorzunehmen.

Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Einzelanschaffungskosten bis zu (netto) 150 Euro im Anschaffungsjahr wurden sofort voll abgeschrieben. Die geringwertigen Wirtschaftsgüter mit Einzelanschaffungskosten zwischen (netto) 150 Euro und (netto) 1.000 Euro wurden in einem jahrgangsbezogenen Sammelposten eingestellt; dieser wird über fünf Jahre abgeschrieben.

Die aktiven und passiven Rechnungsabgrenzungsposten beinhalten Zahlungen, die Auf-wendungen bzw. Erträge des Folgejahres darstellen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden sowie sonstige Verbindlichkeiten wurden mit dem Rückzahlungsbetrag angesetzt.

Die verbrieften Verbindlichkeiten betreffen von der Gesellschaft emittierte Inhaberschuldverschreibungen, die mit dem Ausgabebetrag zuzüglich der ratierlichen Zuschreibung der Zinsverpflichtung passiviert wurden.

Fremdwährungsforderungen oder -verbindlichkeiten bestehen nicht.

Die sonstigen Rückstellungen wurden in Höhe des Betrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, um alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften zu berücksichtigen.

Das gezeichnete Kapital ist zum Nennbetrag bewertet.

3. Erläuterungen zur Bilanz

3.1. Fristengliederung der Forderungen und Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten der Forderungen betragen:

31.12.2016
TEuro
31.12.2015
TEuro
Forderungen an Kunden 5.632,6 5.564,4
- bis 3 Monate 717,2 490,0
- mehr als 3 Monate bis 1 Jahr 4.724,5 4.543,3
- mehr als 1 bis 5 Jahre 190,9 531,1
- mehr als 5 Jahre 0,0 0,0
- mit unbestimmter Laufzeit 0,0 0,0

Die Schuldverschreibungen in Höhe von 923,8 TEuro haben eine Laufzeit von bis zu 1 Jahr.

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten betragen:

31.12.2016
TEuro
31.12.2015
TEuro
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0,4 0,4
- bis 3 Monate 0,4 0,4
- mehr als 3 Monate bis 1 Jahr 0,0 0,0
- mehr als 1 bis 5 Jahre 0,0 0,0
- mehr als 5 Jahre 0,0 0,0
- mit unbestimmter Laufzeit 0,0 0,0
31.12.2016
TEuro
31.12.2015
TEuro
Verbindlichkeiten an Kunden 205,0 178,4
- bis 3 Monate 24,0 97,2
- mehr als 3 Monate bis 1 Jahr 181,0 62,2
- mehr als 1 bis 5 Jahre 0,0 19,0
- mehr als 5 Jahre 0,0 0,0
- mit unbestimmter Laufzeit 0,0 0,0
31.12.2016
TEuro
31.12.2015
TEuro
Verbriefte Verbindlichkeiten 6.216,8 6.799,7
- bis 3 Monate 498,8 68,7
- mehr als 3 Monate bis 1 Jahr 1.773,5 1.174,4
- mehr als 1 bis 5 Jahre 3.944,5 5.556,6
- mehr als 5 Jahre 0,0 0,0
- mit unbestimmter Laufzeit 0,0 0,0
31.12.2016
TEuro
31.12.2015
TEuro
Sonstige Verbindlichkeiten 1.187,8 24,7
- bis 3 Monate 37,8 24,7
- mehr als 3 Monate bis 1 Jahr 0,0 0,0
- mehr als 1 bis 5 Jahre 0,0 0,0
- mehr als 5 Jahre 1.150,0 0,0
- mit unbestimmter Laufzeit 0,0 0,0

3.2. Schuldverschreibungen

Die Schuldverschreibungen betreffen nicht börsennotierte Schuldverschreibungen.

3.3. Forderungen an Kunden

Von den Forderungen an Kunden betreffen 556,3 TEuro (VJ.: 1.227,9 TEuro) das Leasing- und Mietkaufgeschäft. In diesen Forderungen sind 189,0 TEuro (VJ.: 129,3 TEuro) gegenüber Gesellschaftern enthalten.

3.4. Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist in der Anlage zum Anhang dargestellt. Die Sachanlagen werden vollständig im Rahmen der eigenen Tätigkeit genutzt. Das Leasingvermögen wird gesondert ausgewiesen.

3.5. Sachanlagen

Der Bilanzwert der Betriebs- und Geschäftsausstattung beträgt 0 TEuro (VJ.: 0 TEuro).

3.6. Sonstige Vermögensgegenstände

Die Sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von 218,7 TEuro (VJ.: 163,1 TEuro) betreffen Forderungen gegen das Finanzamt mit einer Restlaufzeit von unter einem Jahr.

3.7. Sonstige Verbindlichkeiten

Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 25,3 TEuro (VJ.: 21,5 TEuro), Verbindlichkeiten aus einem Darlehen in Höhe von 1.160,7 TEuro (VJ.: 0,0 TEuro) sowie Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von 0,0 TEuro (VJ.: 0,4 TEuro).

3.8. Passiver Rechnungsabgrenzungsposten

Vom passiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen 0,0 TEuro (VJ.: 1,4 TEuro) die Abgrenzung von Sonderzahlungen und Bearbeitungsgebühren im Leasinggeschäft.

3.9. Rückstellungen

Die anderen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2016
TEuro
31.12.2015
TEuro
Sonstige Rückstellungen Jahresabschluss- und Prüfungskosten 0,0 27,0 26,3 26,0
Archivierung 0,8 0,8
  27,8 53,1

3.10. Bilanzgewinn

Der Bilanzgewinn gliedert sich wie folgt:

Jahresüberschuss 29.192,30
Gewinnvortrag 401.943,16
  431.135,46

3.11. Sonstige finanzielle Verpflichtungen und Haftungsverhältnisse

Sonstige finanzielle Verpflichtungen und Haftungsverhältnisse bestehen nicht.

4. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach der Staffelform (Formblatt 3 RechKredV) aufgestellt.

4.1. Sonstige Erträge

In den sonstigen Erträgen sind insbesondere periodenfremde Erträge 35,6 TEuro (VJ.: 12,1 TEuro), Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 25,6 TEuro (VJ.: 7,8 TEuro) sowie Erträge aus der Weiterberechnung von Kosten in Höhe von 14,1 TEuro (VJ.: 34,2 TEuro) enthalten.

4.2. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag belasten ausschließlich das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit.

5. Sonstige Angaben

5.1. Geschäftsführung

Während des Geschäftsjahres wurden die Geschäfte durch Herrn Andreas Rödig, Herrn Markus Fischer und Frau Dr. Jutta Horezky als Geschäftsführer geführt.

Herr Andreas Rödig wurde zum 1. Januar 2016 als weiterer Geschäftsführer bestellt und gleichzeitig als Prokurist abberufen. Frau Dr. Horezky schied zum 21. Dezember 2016 als Geschäftsführerin aus.

Die M1 Factoring GmbH macht von der Schutzklausel gemäß § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch.

5.2. Mitarbeiter

Im Jahresdurchschnitt wurden beschäftigt:

Mitarbeiter 1
Teilzeitmitarbeiter/geringfügig Beschäftigte 3
Auszubildende 0
Gesamt 4

5.3. Abschlussprüferhonorar

Das im Geschäftsjahr als Aufwand erfasste Honorar für den Abschlussprüfer umfasst ausschließlich folgende Leistungen:

31.12.2016
TEuro
31.12.2015
TEuro
Abschlussprüfung 14,1 14,5
Beratungsleistungen 0,9 0,0
  15,0 14,5

5.4. Geschäfte mit nahestehenden Personen

Geschäfte mit nahestehenden Personen bestanden nur zu marktüblichen Bedingungen.

5.5. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Stichtag

Zur Sicherung der Verbrieften Verbindlichkeiten (Schuldverschreibungen) wurden durch einen Teil der Gesellschafter (51,6% der Anteile) am 15. Februar 2017 (beurkundet am 15. Mai 2017) die Geschäftsanteile verpfändet.

Daneben wurden entsprechende Tilgungsvereinbarungen mit Sicherheiten sowie entsprechenden Rückzahlungsvereinbarungen für die Jahre 2016 bis 2020 abgeschlossen. Die Sicherheiten beinhalten neben der Verpfändung der Gesellschaftsanteile, die Sicherungsabtretung von Forderungen und Leasingvermögen der M1 Factoring GmbH.

5.6. Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss 2016 von 29.192,30 Euro zusammen mit dem Gewinnvortrag von 401.943,16 Euro auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Dresden, 9. Juni 2017

Markus Fischer, Geschäftsführer

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand 01.01.2016 Zugänge Abgänge Stand 31.12.2016
Euro Euro Euro Euro
Anlagevermögen        
Beteiligungen        
  7.811,53 1.920,00 0,00 9.731,53
Summe Beteiligungen 7.811,53 1.920,00 0,00 9.731,53
Leasingvermögen        
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.461.532,79 342.922,40 76.249,71 1.728.205,48
geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00  
Summe Leasingvermögen 1.461.532,79 342.922,40 76.249,71 1.728.205,48
Sachanlagen        
Betriebs- und Geschäftsausstattung 36.238,26 0,00 0,00 36.238,26
Summe Sachanlagen 36.238,26 0,00 0,00 36.238,26
Summe Anlagevermögen 1.505.582,58 344.842,40 76.249,71 1.774.175,27
Abschreibungen
Stand 01.01.2016 Zugänge Abgänge Stand 31.12.2016
Euro Euro Euro Euro
Anlagevermögen        
Beteiligungen        
  0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
Leasingvermögen        
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 680.688,89 254.705,40 69.767,71 865.626,58
geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Leasingvermögen 680.688,89 254.705,40 69.767,71 865.626,58
Sachanlagen        
Betriebs- und Geschäftsausstattung 36.235,26 0,00 0,00 36.235,26
Summe Sachanlagen 36.235,26 0,00 0,00 36.235,26
Summe Anlagevermögen 716.924,15 254.705,40 69.767,71 901.861,84
Buchwerte
Stand 31.12.2016 Stand 31.12.2015
Euro Euro
Anlagevermögen    
Beteiligungen    
  9.731,53 7.811,53
Summe Beteiligungen 9.731,53 7.811,53
Leasingvermögen    
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 862.578,90 780.843,90
geleistete Anzahlungen 0,00 0,00
Summe Leasingvermögen 862.578,90 780.843,90
Sachanlagen    
Betriebs- und Geschäftsausstattung 3,00 3,00
Summe Sachanlagen 3,00 3,00
Summe Anlagevermögen 872.313,43 788.658,43

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Ich habe den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der M1 Factoring GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2016 bis 31. Dezember 2016 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der Geschäftsführerin der Gesellschaft. Meine Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von mir durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Ich habe meine Jahresabschlussprüfung gemäß §§ 340 Abs. 4, 340k i.V.m. § 316 HGB, § 1 Abs. 1a KWG unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. In die Prüfung einzubeziehen sind die besonderen - wirtschaftszweigspezifischen - Prüfungsgegenstände gemäß § 29 KWG - Prüfung der wirtschaftlichen Verhältnisse, Anzeigewesen und Einhaltung der Verpflichtungen aus dem Geldwäschegesetz - sowie die Einhaltung der besonderen organisatorischen Pflichten für Finanzdienstleistungsinstitute gemäß § 25a KWG. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der Geschäftsführung sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Ich bin der Auffassung, dass meine Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für meine Beurteilung bildet.

Meine Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss der M1 Factoring GmbH zum 31. Dezember 2016 den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Dresden, 9. Juni 2017

Dr. Winfried Heide, Wirtschaftsprüfer

AKTIVA

Euro Euro
31.12.2016 31.12.2015
1. Forderungen an Kreditinstitute      
a) täglich fällig   750.963,89 367.548,66
2. Forderungen an Kunden   5.632.618,69 5.564.409,06
- darunter: an Finanzdienstleistungsinstitute 622.685,20 Euro (Vorjahr 543.940,60 Euro)      
3. Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere      
a) Schuldverschreibungen      
aa) von anderen Emittenten   923.768,51 855.426,95
- darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank 0,00 Euro (Vorjahr 0,00 Euro)      
4. Beteiligungen   9.731,53 7.811,53
- darunter: an Finanzdienstleistungsinstitute 0,00 Euro (Vorjahr 0,00 Euro)      
5. Leasingvermögen   862.578,90 780.843,90
6. Sachanlagen   3,00 3,00
7. Sonstige Vermögensgegenstände   218.694,20 163.078,76
8. Rechnungsabgrenzungsposten   8.789,76 12.736,60
    8.407.148,48 7.751.858,46

PASSIVA

     
  Euro Euro Euro
  31.12.2016   31.12.2015
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten      
a) täglich fällig   365,33 420,98
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden      
a) andere Verbindlichkeiten      
aa) täglich fällig 190.703,52   151.786,25
ab) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 14.266,85   26.576,02
    204.970,37 178.362,27
- darunter: gegenüber Finanzdienstleistungsinstituten 0,00 Euro (Vorjahr 0,00 Euro)      
3. Verbriefte Verbindlichkeiten      
a) begebene Schuldverschreibungen   6.216.750,40 6.799.718,99
4. Sonstige Verbindlichkeiten   1.187.773,32 24.701,51
5. Rechnungsabgrenzungsposten   163.353,60 116.367,55
6. Rückstellungen      
a) Steuerrückstellungen 0,00   2.244,00
b) andere Rückstellungen 27.800,00   53.100,00
    27.800,00 55.344,00
7. Eigenkapital      
a) gezeichnetes Kapital 175.000,00   175.000,00
b) Bilanzgewinn 431.135,46   401.943,16
    606.135,46 576.943,16
    8.407.148,48 7.751.858,46

Angaben zur Feststellung

Der Jahresabschluss 2016 wurde am 10. August 2017 festgestellt.

Geschäftsjahr Vorjahr
Euro Euro Euro Euro
1. Leasingerträge   175.017,27   284.470,14
2. Leasingaufwendungen   6.482,00   6.123,00
      168.535,27 278.347,14
3. Zinserträge aus        
a) Kredit- und Geldmarktgeschäften 385.901,62     329.215,21
b) festverzinslichen Wertpapieren und Schuldbuchforderungen 68.341,56     68.341,56
    454.243,18   397.556,77
4. Zinsaufwendungen   197.115,21   187.469,76
      257.127,97 210.087,01
5. Provisionserträge   29.244,17   57.361,72
6. Provisionsaufwendungen   0,00   0,00
      29.244,17 57.361,72
7. sonstige betriebliche Erträge     119.417,52 55.673,79
8. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen        
a) Personalaufwand        
aa) Löhne und Gehälter 77.538,86     59.738,97
ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 17.102,32     11.895,43
darunter: für Altersversorgung Euro 0,00 (Vorjahr Euro 0,00)        
    94.641,18   71.634,40
b) andere Verwaltungsaufwendungen   115.935,37   262.201,77
      210.576,55 333.836,17
9. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Leasingvermögen     254.705,40 172.854,60
10. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen     61.073,00 75.281,66
11. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit     47.969,98 19.497,23
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag   18.463,21   8.166,60
13. sonstige Steuern, soweit nicht unter Posten 8 ausgewiesen   314,47   257,74
      18.777,68 8.424,34
15. Auf Grund eines Teilgewinnabführungsvertrages abgeführte Gewinne     0,00 0,00
14. Jahresüberschuss     29.192,30 11.072,89
15. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr     401.943,16 390.870,27
Einstellung in Gewinnrücklagen        
in andere Gewinnrücklagen     0,00 0,00
16. Bilanzgewinn     431.135,46 401.943,16

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2016

Vorausschauende Aussagen

Dieser Lagebericht enthält zukunftsbezogene Aussagen, die auf Ansichten und Annahmen beruhen, welche auf derzeit verfügbaren Informationen basieren. Sämtliche im Lagebericht enthaltenen Aussagen, die keine vergangenheitsbezogenen Tatsachen darstellen, sind vorausschauende Aussagen.

Diese zukunftsbezogenen Aussagen resultieren aus den aktuellen Erwartungen sowie den darauf basierenden Annahmen, die wir unter anderem in Bezug auf die folgenden Faktoren getroffen haben: allgemeine wirtschaftliche Entwicklung, Umsetzung der Unternehmens- und Risikostrategie, gesetzliche Rahmenbedingungen, Marktakzeptanz unserer Produkte, Integration neuer Geschäftsfelder und Erfüllung von Kundenerwartungen.

Sollte einer dieser oder andere Unsicherheitsfaktoren und Unwägbarkeiten eintreten oder sollten sich die Annahmen, auf denen diese Aussagen basieren, als unrichtig erweisen, könnten die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich von den in diesen Aussagen explizit genannten oder implizit enthaltenen Ergebnissen abweichen. Es ist weder beabsichtigt, noch übernimmt die M1 Factoring GmbH eine gesonderte Verpflichtung, zukunftsbezogene Aussagen zu aktualisieren, um sie an Ereignisse oder Entwicklungen nach dem Datum dieses Berichts anzupassen.

A. Darstellung des Geschäftsverlaufes

1. Entwicklung von Branche und Gesamtwirtschaft

Zur Entwicklung der Gesamtwirtschaft hat der Bundesverband Factoring für den Mittelstand am 07.11.2016 veröffentlicht:

"…Unternehmensfinanzierungen mit Factoring verzeichnen in vielen EU-Ländern steigende Nachfrage. Dynamisch entwickelt sich auch der Markt in Deutschland, der Italien überholt hat und derzeit nach Großbritannien und Frankreich an dritter Stelle liegt. Der deutsche Factoringmarkt ist durch einen überproportionalen Zuwachs an mittelständische Kunden gekennzeichnet. Das Plus beim Ankaufsvolumen lag zuletzt bei 8,5 %."

Die M1 Factoring GmbH bietet ausschließlich Factoring und Finanzierungsleasing im Sinne des KWG an.

2. Geschäftsverlauf

Im Jahr 2016 standen für die Refinanzierung des Gesamtgeschäftes zur Verfügung:

Namensschuldverschreibungen (14 TEuro)

Anleihen (6.217 TEuro)

Darlehen (1.150 TEuro)

Eigenkapital (175 TEuro)

Gewinnvortrag (431 TEuro)

Die Verwendung der Refinanzierungsmittel erfolgte für Factoring und Leasing.

Im traditionellen Factoringbereich wurde eine neue Forderung in Höhe von 500 TEuro angekauft.

Der Factoringkunde GYM Verlagsgesellschaft hat Forderungen eines Unternehmens eingereicht, dass Insolvenz angemeldet hat. Es wird derzeit geprüft, ob die eingereichten Forderungen einredebehaftet waren und durch den Factoringkunden eine Rückzahlung erfolgen muss. Das Insolvenzverfahren des Debitors wurde in 2016 nicht abgeschlossen. Es wurde vorsorglich eine Wertberichtigung in Höhe von 47,5 TEuro vorgenommen.

Bei dem Factoringkunden Lehmann Bauunternehmung GmbH gibt es Einreden bei einer Endrechnung. Es wird mit einer Nachbesserung gerechnet. Aus Vorsichtsgründen wurden 30% (97 TEuro) in die Einzelwertberichtigung eingestellt.

In 2016 wurde der Prozess für das Factoring für Vermittlungsprovisionen für Vermittler, die nach § 34 der GewO arbeiten, weiter in den Focus des Unternehmens gesetzt. Das Umdenken in der Versicherungswirtschaft führt zu neuen Anforderungen im Factoring. Durch das Angebot von Nettopolicen (keine Berücksichtigung von Vertriebsprovisionen innerhalb der LV-Policen) werden durch die Vermittler gesonderte Provisionsverträge für die Vermittlung und -beratung dieser Policen angeboten. Diese können über 5 Jahre gestreckt werden. Die M1 baut das Factoring für diese Vermittlungsverträge aus und hat erhebliches Knowhow erworben.

Im Jahresverlauf konnten neue Forderungen in Höhe von 626 TEuro in diesem Bereich angekauft werden. Die Gestaltung der Nettopolicen durch die Versicherungen gestaltete sich geringer, als von den Versicherungen vorausgesagt. Das Knowhow der M1 Factoring wurde dort anerkannt und es wurde die Zusammenarbeit mit 3 Versicherungsgesellschaften und deren Vertrieben konkretisiert.

Im Rahmen des gewerblichen Factorings wurden in 2014 mit der Warenkreditversicherung Möglichkeiten besprochen, um Factoring auch im Bauwesen anbieten zu können. Dabei sollte eine Zusatzversicherung für die Anforderungen VOB (Garantieversicherung) abgeschlossen werden. Es wurden in 2014 zwei Testmandanten aus dem Bauwesen ausgewählt. Die Versicherbarkeit konnte nicht hergestellt werden, sodass diese in 2016 ausliefen. Die aus 2014 bestehenden Verträge befinden sich in Abwicklung.

Im Rahmen des Finanzierungsleasings wurden im Jahr 2016 zwei Verträge mit einem Nettoanschaffungswert von 343 TEuro aufgenommen. Es handelte sich dabei um:

einen Sport- und Luxuswagen sowie eine technische Anlage

Ein Unternehmen hat den Geschäftsbetrieb eingestellt, aber bisher keine Insolvenz angemeldet. Für die Ladeneinrichtung liegt ein Leasingengagement vor. Es gibt eine Rücknahmegarantie des Herstellers. Dieser Vorgang wird durch die Anwälte des Unternehmens begleitet.

Auf die Ladeneinrichtung wurden im Berichtsjahr vorsorglich außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von 21 TEuro vorgenommen. Darüber hinaus wurde die noch ausstehende Forderung zu 50 % wertberichtigt.

Über das Vermögen des Leasingnehmers Pipp racing e.K. wurde am 01. Dezember 2013 das Insolvenzverfahren eröffnet. Es ist geplant, die Verträge nach und nach auf neue Leasingnehmer zu übertragen bzw. die Leasinggüter zu veräußern. Der Abschluss des Insolvenzverfahrens und die Vermarktung der Leasingobjekte werden in 2017 erfolgen. Vorsorglich wurden auch für diese Forderungen Einzelwertberichtigungen von 60 % vorgenommen.

Für eine Vertriebspartnerschaft wurde in 2014 eine Kooperationsvereinbarung abgeschlossen. Die M1 darf sich zur Ausführung ihrer Vermittlertätigkeit dritter Personen insbesondere Untervermittlern bedienen. Aus dieser Kooperationsvereinbarung wurden in 2016 Erträge in Höhe von 29 TEuro (Vorjahr 41 TEuro) generiert.

B. Darstellung der Lage

Vermögenslage

Für die Geschäftsabwicklung standen neben dem Eigenkapital in Höhe von 175 TEuro (Vorjahr 175 TEuro), weitere Anleihen in Höhe von 6,2 Mio. Euro (Vorjahr 6,8 Mio. Euro) sowie die ausgegebenen Namensschuldverschreibungen von 14 TEuro (Vorjahr 26 TEuro) zur Verfügung. Zur Rückführung von Schuldverschreibungen gegenüber drei V+ Fonds wurde eine Tilgungsvereinbarung verhandelt. Die erste Rate zum 31. Dezember 2016 und die Zinsen wurden vereinbarungsgemäß zurückgeführt. Die Tilgungsvereinbarung wurde 2017 präzisiert.

Mit MEDIAN TRUST SA. wurde ein Darlehensvertrag über insgesamt 20 Mio. Euro zur Refinanzierung abgeschlossen, der in Tranchen abgerufen werden kann.

C. Hinweise der Risiken der künftigen Entwicklung

Qualitätssicherung/Risikofaktoren und Risikomanagement

Im Rahmen ihres unternehmerischen Handelns begegnet die M1 Factoring GmbH einer Vielzahl typischer Risiken des Finanzdienstleistungsgeschäfts. Diese Risiken geht sie im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit verantwortungsbewusst ein, um Marktchancen gezielt wahrnehmen zu können. Die Geschäftsleitung hat gemäß Mindestanforderungen an das Risikomanagement (MaRisk) die Geschäftsstrategie und eine dazu konsistente Risikostrategie festzulegen. Die Festlegung dieser Strategien ist ein nicht delegierbarer Teil der Verantwortung der Geschäftsleitung. Aus diesem Grund wurde ein Risikohandbuch erarbeitet und die Risikostrategie der M1 Factoring von der Geschäftsleitung als separates Dokument zum Risikohandbuch erstellt. Diese gibt die Leitlinien der Risikostrategie für die M1 Factoring vor.

Risikopolitische Leitsätze der M1 Factoring:

Unternehmerisches Handeln ist immer mit Risiken verbunden.

Die M1 Factoring akzeptiert nicht das Eingehen unternehmensbestandsgefährdender Risiken.

Jeder einzelne Mitarbeiter ist zu einem selbstverantwortlichen bewussten Umgang mit Risiken aufgefordert.

Nicht nur die Erfüllung der gesetzlichen Anforderungen, sondern auch ein voraus-schauendes und antizipatives Risikomanagement ist das Ziel der M1 Factoring GmbH.

Das Management von Risiken beinhaltet auch Chancenmanagement.

Risikobereitschaft der M1 Factoring

Alle geschäftspolitischen Entscheidungen sind an der Erzielung einer angemessenen Rentabilität bzw. einer angemessenen Ertrags-/Risikorelation zu messen. Die Risikobereitschaft entspricht so einer der wesentlichen Strategien der M1 Factoring (siehe Organisationshandbuch), alle Gesellschaften auf Ertrag auszurichten. Damit verbunden ist die geschäftspolitische Zielsetzung, bei günstigem Chance-/Risikoprofil Risiken einzugehen und bei ungünstigerem Chance-/Risikoprofil für eine Kompensation oder Verminderung von Risiken zu sorgen oder ein Geschäft ggf. nicht einzugehen. Risiken mit vertretbarem potenziellem Schaden werden in der Regel akzeptiert. Insbesondere das bewusste und kalkulierte Eingehen von Adressenausfallrisiken ist ein Werttreiber zur Steigerung des Unternehmenswerts der M1 Factoring GmbH.

Die M1 Factoring erachtet folgende Risiken als wesentliche Risiken im Sinne der

MaRisk:

Adressenausfallrisiken (Bonitätsrisiken),

Marktpreisrisiken

Veritätsrisiken

Liquiditätsrisiken (hier: Refinanzierungsrisiko)

Operationelle Risiken (die M1 Factoring zählt hierzu insbesondere das Personal- und

Geschäftsprozessrisiken und das Strategierisiko)

Adressenausfallrisiko

Das Adressenausfallrisiko besteht in der Gefahr eines teilweisen oder vollständigen Ausfalls vertraglich zugesagter Leistungen seitens der Vertragspartner. Sie sollen zum einen durch eine detaillierte, eigene Bonitätsermittlung sowie die anhaltend, konservative Vergabe von Factoring- und Leasingverträgen nur an Kunden mit guter bis ausgezeichneter Bonität vermieden werden. Bei dem Factoring im Privatbereich handelt es sich hier um ein kleinteiliges Massengeschäft bei dem ständig neue Vermittler akquiriert werden. Deshalb ist dieses Risiko als überschaubar einzuschätzen.

Marktpreisrisiko

Die MaRisk geben Marktpreisrisiken als ein wesentliches Risiko vor. Für die M1 Factoring stellen Adressenausfallrisiken und operationelle Risiken im Verhältnis zu Marktpreisrisiken die wesentlich höheren Risiken dar. Marktpreisrisiken können sich für die M1 Factoring im Factoring- und Leasinggeschäft allenfalls ergeben für Zinsänderungsrisiken, die sich nur innerhalb eines sehr kurzen Zeitraums zwischen der Bereitstellung einer Refinanzierungstranche und dem vollständigen Ausnutzen der Tranche durch Leasing- oder Factoringverträge ergibt und vor allem Restwertrisiken am Ende einer Leasingvertragslaufzeit für Objekte, für die keine Rücknahmeverpflichtung des Lieferanten oder keine Übernahmeverpflichtung des Kunden abgeschlossen worden ist.

Verträge mit Geschäftspartnern (Kunden, Lieferanten) in Fremdwährung werden von der M1 Factoring nicht eingegangen. Ebenso bestehen keine Länderrisiken für die M1 Factoring, weil keine Geschäfte mit Kunden im Ausland, insbesondere außerhalb der EU oder des Europäischen Währungsraums, abgeschlossen werden, aus den sich aufgrund unterschiedlicher Rechtsordnungen, Zollbestimmungen und Bestimmungen zum grenzüberschreitenden Kapitalverkehr erhöhte oder gar unkalkulierbare Risiken ergeben könnten.

Veritätsrisiken

Veritätsrisiken entstehen durch fehlende oder eingeschränkte Rechtsbeständigkeit der von unseren Kunden erworbenen Forderungen sowie durch unterlassene Zahlungs- bzw. Scheckweiterleitung.

Maßnahmen:

Bei Ankauf von Rückkaufswerten wird erst nach Bestätigung der Versicherung der Ankauf realisiert.

Vermittler werden bonitätsseitig überprüft. Provisionsansprüche werden erst angekauft, wenn der Provisionsanspruch durch den entsprechenden Provisionsgeber bestätigt wurde.

Überprüfung des Rechtsbestandes der Versicherung durch den Vertragspartner

Die Dispositions- und Genehmigungsbefugnisse regeln darüber hinaus Kompetenz- und Prüfungsgrenzen/-maßnahmen die zum Teil bereits in den technischen Prozessen implementiert wurden. Branchen-/Klumpen- und Konzentrationsrisiken sollen hierdurch vermieden werden. Hinsichtlich der Veritätsprüfung gibt es detaillierte und ausführliche Regelungen, die ebenfalls in den technischen Prozessen eingebunden werden/sind und einer ständigen Weiterentwicklung unterliegen.

Bonitätsrisiko

Das Bonitätsrisiko entsteht aus mangelnder Zahlungsfähigkeit der Forderungsschuldner (Debitoren). Hier handelt es sich in der Regel um Versicherungsgesellschaften.

Maßnahmen:

Begrenzung durch Limite pro Vermittler bzw. Makler, die der Bonität entsprechen

Absicherung über Warenkreditversicherungspolicen.

Liquiditätsrisiken

Daneben ist das Refinanzierungsrisiko (Liquiditätsrisiko) der Gesellschaft jederzeit zu beachten - hierunter ist die Gefahr der Zahlungsunfähigkeit der Gesellschaft zu verstehen und beschränkt sich im Wesentlichen auf die Sicherung der Zahlungsbereitschaft.

Operationelle Risiken

Zu den operationellen Risiken zählt die M1 Factoring insbesondere die Risiken, die sich aus der Auslagerung wesentlicher Geschäftsbereiche auf Auslagerungsunternehmen ergeben:

Diese operationellen Risiken werden in das interne Risikomanagement und regelmäßige Risikoreporting der M1 Factoring eingebunden.

Jeder Auslagerung geht eine Risikoanalyse gemäß AT 9 Textziffer 2 MaRisk voran, in der die auszulagernden Prozesse identifiziert und nach Art, Umfang, Komplexität und Risikogehalt beurteilt werden müssen.

Durch Einsatz moderner Instrumente zur Risikoidentifikation, -analyse und -überwachung werden alle Risiken im Rahmen der Geschäftstätigkeit aktiv gesteuert. Das sind Risiken die im Rahmen unserer Dienstleistung auftreten können. Dies kann aus menschlichen und systembedingten Fehlern sowie unangemessenen Abläufen und Kontrollen entstehen. Im IT- System sind Kontrollmechanismen eingebaut, die Überwachungen der Abläufe beinhalten.

EDV-Risiken und sonstigen Betriebsrisiken werden überwacht und es besteht ebenfalls ein EDV-Notfallkonzept.

Der Bereich der Innenrevision ist outgesourct und wird von einer Revisorin der financial.service.plus GmbH abgedeckt.

Rechtliche Risiken

Sie können aus vertraglichen Mängeln oder aus anderen ungewollt erwachsenden Verpflichtungen entstehen. Rechtsrisiken begegnen wir durch Verwendung von modular aufgebauten Standardverträgen, die von einem anerkannten Fachanwalt im Bereich des Factorings mitentwickelt und auch fortlaufend geprüft werden. Die aktuelle Rechtsprechung im Bereich des Factorings wird ebenfalls durch einen Fachanwalt fortlaufend überwacht.

Die Gesellschaft unterliegt einer laufenden rechtlichen Betreuung/Beratung/Kontrolle durch eine extern beauftragte Rechtsanwaltskanzlei.

Korrespondenzrisiken

Korrespondenzrisiken ergeben sich aus der Übernahme von Zahlungsgarantien und Inkasso-Verpflichtungen im Export-Factoring.

Wir betätigen uns nicht im Export-Factoring.

Marktrisiken

Unter Marktrisiken werden mögliche Ertragseinbußen verstanden, die sich aus der Veränderung von Marktpreisen für Wertpapiere, Devisen und Derivaten (siehe hierzu gesonderte Stellungnahme) sowie Änderungen von Zinssätzen und Zinsstrukturen ergeben können.

Wir tätigen keine Handels- oder sonstigen Geschäfte mit Wertpapieren und Edelmetallen.

Zins- und Währungsrisiken sind von untergeordneter Bedeutung, da wir keine inkongruenten Zinsbindungen eingehen und aus dem Kauf von Forderungen in Fremdwährungen keine Kursrisiken übernehmen; sie werden vom Factoring-Kunden getragen.

Allgemeines Geschäftsrisiko

Das allgemeine Geschäftsrisiko wird von der Geschäftsleitung durch die strategische Ausrichtung gesteuert. Die einzelnen Bereiche sind im Rahmen Ihrer Aufgaben für die operationellen Abläufe und das Risiko-Controlling mit Analyse und aktueller Überwachung der jeweiligen Risiken zuständig. Basis für ein effektives Kosten- und Ertragsmanagement bildet dabei eine regelmäßige Überprüfung der Kundenkalkulation.

Risikokonzentrationen im Sinne der MaRisk können sich für die M1 Factoring sowohl auf der Kunden- als auch Refinanzierungsseite ergeben. Die M1 Factoring ist bestrebt grundsätzlich keine Risikokonzentrationen auf der Kundenseite entstehen zu lassen. Daher legt die Geschäftsführung der M1 Factoring gemäß MaRisk AT 4.2 Textziffer 2 die Risikotoleranz für Risikokonzentrationen auf der Kundenseite ab 2013 auf einen Anteil von max. 12,5 % am Factoring- bzw. barwertigen Leasingvertragsvolumen oder einem Anteil maximal 10 % der aktiven Factoring- und Leasingverträge im Bestand der M1 Factoring fest. Konzentrationen werden von der M1 Factoring geschäftsbereichsübergreifend gemessen und gesteuert. Dabei berücksichtigt M1 Factoring Risikokonzentrationen auch mit Blick auf die Ertragssituation des Instituts (Ertragskonzentrationen).

Strategien zur Risikobewältigung:

Sollten trotz des von der M1 Factoring betriebenen Risikomanagements Risiken

derart wirksam werden, dass Handlungsbedarf gemäß Risikohandbuch für die M1

Factoring entsteht, werden zur Risikobewältigung folgende Strategien verfolgt:

Risikovermeidung (Aufgabe oder Meidung bestimmter Produkte oder Märkte)

Risikoreduzierung (Reduzierung der Auswirkung bzw. der Eintrittswahrscheinlichkeit, z.B. internes Kontrollsystem, Notfallsysteme)

Risikoüberwälzung (Transfer der Risiken auf Dritte z.B. durch Abschluss von Versicherungen)

Risikoakzeptanz (Risiken werden bei definierten Risikolimits von der M1 Factoring selbst getragen)

Zwei weitere Strategien, Risikobegrenzung und Risikodiversifikation, zum Umgang mit Risiken werden von der M1 Factoring kontinuierlich, im Rahmen der regelmäßig von der Geschäftsleitung festgelegten und überwachten Risikolimits eingesetzt, um das Entstehen von Risiken im Vorhinein nach Möglichkeit zu vermeiden.

Risikotragfähigkeit

Wesentlicher Bestandteil der MaRisk ist die Risikotragfähigkeit. Darunter versteht die M1 Factoring, dass die wesentlichen Risiken dem vorhandenen Risikodeckungspotenzial gegenübergestellt werden. Die Risikotragfähigkeit ist dann gegeben, wenn die wesentlichen Risiken (laufend) durch das Risikodeckungspotenzial abgedeckt werden.

Wesentliche Risiken im Sinne der Risikostrategie der M1 Factoring in Verbindung mit den MaRisk der BaFin können die Risikotragfähigkeit der M1 Factoring erheblich stärker beeinträchtigen als normale bzw. geringfügige Risiken. Daher genießt bei der Festlegung und Anpassung der Geschäfts- und Risikostrategie die Risikotragfähigkeit ein besonderes Augenmerk: Werden im Zuge der Strategieevaluierung und -festlegung Risiken identifiziert, die erhebliche, negative Auswirkungen auf die Risikostrategie aufweisen, werden entsprechende Maßnahmen gemäß dem Risikohandbuch der M1 Factoring ergriffen oder die Strategien so ausgerichtet, dass keine wesentliche Beeinträchtigung der Risikotragfähigkeit von den identifizierten Risiken mehr ausgeht.

Bei der Bestimmung der Risikotragfähigkeit wird dem Risikopotenzial, als dem maximal zu erwartenden Verlust aus dem Wirksamwerden von Risiken, das ökonomische Kapital als Risikodeckungspotenzial gegenübergestellt. Die M1 Factoring versteht unter dem ökonomischen Kapital die Summe des ausgewiesenen bzw. sich zum Berechnungszeitpunkt ergebenden Eigenkapitals (einschließlich ausgewiesener bzw. offener Rücklagen) und dem Substanzwert des Leasingvertragsbestands.

Die M1 Factoring nutzt zur Bemessung des Risikopotenzials die GuV-orientierte bzw. periodische Risikoermittlung. Hier ergibt sich das Risiko aus einer Abweichung des GuV-Ergebnisses am Jahresende vom geplanten Ergebnis (durch das Eintreten von Risiken, die zu Kosten und somit einer Belastung des Ergebnisses führen). Das Konzept basiert auf handelsrechtlichen Größen und eignet sich somit auch für kleine und mittlere Leasinggesellschaften wie die M1 Factoring.

Zusammenfassung

Bestandsgefährdende bzw. die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich beeinträchtigende Risiken sehen wir keine.

Hinsichtlich der aufsichtsrechtlichen Regelungen, den damit verbundenen Meldepflichten und den Mindestanforderungen an die Organisationsstruktur und das Risikomanagement wird das Unternehmen im Rahmen eines Beratervertrages unterstützt.

D. Sonstige Angaben

1. Mitarbeiter

Zum Bilanzstichtag sind 4 Mitarbeiter fest eingestellt, davon 1 in Vollzeit, 2 in Teilzeit und ein Mitarbeiter über einen Dienstvertrag an das Unternehmen gebunden. In den Auslagerungsverträgen war der Einsatz weiterer Mitarbeiter zeitweise geregelt.

Folgende Leistungen werden outgesourct:

Finanzbuchhaltung/Erstellung des Jahresabschlusses/Steuerberatung

Rechtliche Betreuung

Abwicklung Factoring

Vertrieb teilweise über Vermittler

Interne Revision

IT-Betreuung

Debitorenmanagement, Mahnwesen

Im Rahmen eines Geschäftsbesorgungsvertrages wird das traditionelle Factoringgeschäft durch die financial.service.plus GmbH abgewickelt.

2. Umwelt- und Arbeitssicherheit

Arbeitssicherheit

Hier werden die für die Branche üblichen Forderungen für die Bürosicherheit eingehalten.

Umweltschutz

Für die Gesellschaft gehört der Schutz von Umwelt und natürlichen Ressourcen zur unternehmerischen Verantwortung. Es wird auf Papiereinsparung und effizienten Kraftstoffeinsatz geachtet.

3. Prognosebericht - Ausblick

M1 Factoring ist banken- und konzernunabhängig.

Innerhalb der nächsten Geschäftsjahre soll der Bereich des Factorings von Vermittlungsprovisionen weiter ausgebaut werden und die Spezialisierung auf lukrative Marktnischen wie das Factoring von Rückkaufswerten von Lebensversicherungen, sonstigen Kapitalversicherungen und Bausparverträgen und vor allem Provisionserträgen von Vermittlern erfolgen. Dabei wird eng mit Versicherungen zusammengearbeitet, die Nettopolicen anbieten, die eine zusätzliche Vermittlungsvergütungsvereinbarung bedingen.

Das Geschäftsfeld "Finanzierungsleasing" wird vorrangig im bekannten Kundenkreis angeboten.

Zudem wird von den Händlern eine langfristige Zusammenarbeit bei der Finanzierung von exklusiven Fahrzeugen durch die M1 Factoring gewünscht. Über die bereits bestehenden Kontakte zu Händlern von Sonderfahrzeugen hinaus sollen weitere Händler und Vermittler in diesem Leasingobjektsegment zum zügigen Aufbau des Leasinggeschäfts gewonnen werden und auch in Zukunft einen Großteil des Leasinggeschäfts ausmachen. Im weitern Zeitablauf sollen auch sukzessive weitere, mobile Leasingobjekte, insbesondere Anlagen und Technologien zur alternativen Energiegewinnung, Medizintechnik sowie IT-Technologie angeboten und finanziert werden.

Mit der NIBC wurden Verhandlungen zur Bereitstellung von Finanzierungsmitteln für das Provisionsfactoring aufgenommen. Für 2017 ist die Aufnahme der Geschäftsbeziehung geplant. Insgesamt soll mit dieser strategischen Ausrichtung die schlanke Struktur der M1 Factoring beibehalten und mit hoher Effizienz Engagements betreut werden, die eine individuelle Ausrichtung haben.

 

Dresden, 9. Juni 2017

Markus Fischer, Geschäftsführer

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