Fritz Nols AGLiquidiert

60313 Frankfurt am Main, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Frankfurt am Main HRB 43902
Vorher
Fritz Nols Global Equity Services AktiengesellschaftFritz Nols Global Equity AG
Eingetragen
20.10.1997
Branche
BeteiligungsgesellschaftenManagementtätigkeiten von sonstigen HoldinggesellschaftenManagementtätigkeiten von Holdinggesellschaften mit überwiegend finanziellem Anteilsbesitz
Gegenstand
Die Gründung, der Erwerb, die Veräußerung von Unternehmen oder die Beteiligung an anderen Unternehmen aller Art. Die Gesellschaft kann auch Unternehmen leiten und Unternehmensverträge mit ihnen schließen oder sich auf die Verwaltung der Beteiligung beschränken.

Historie

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Management

NameRolle
Vorstandsmitglied

Beteiligungen

Konzern- und Jahresabschlüsse

Fritz Nols AG

Frankfurt am Main

Jahres- und Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2014 bis zum 31.12.2014

Inhaltsverzeichnis

1. GRUNDLAGEN DER FRITZ NOLS AG

1.1 Geschäftsmodell der Fritz Nols AG

1.1.1 Das Beratungsgeschäft:

1.1.2 Das Beteiligungsgeschäft:

1.2 Geschäftsmodell der Da Vinci Invest AG

2. WIRTSCHAFTSBERICHT

2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

2.1.1 Auswirkungen auf das Geschäft der Fritz Nols AG

2.2 Geschäftsverlauf

2.2.1 Das Geschäftsjahr 2014

2.2.1.1 Fritz Nols AG

2.2.1.2 Aktuelle Projekte

2.3 Lage

2.3.1 Lage der Gesellschaft

2.3.2 Konzernbilanz

2.3.3 Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage

2.4 Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

2.4.1 Finanzielle Leistungsindikatoren

2.4.2 Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

2.5 Rück- und Ausblick

2.5.1 Rückblick

2.5.2 Ausblick für 2015

3. RISIKOBERICHT

3.1 Das Risikomanagementsystem der Fritz Nols AG und des Fritz Nols Konzerns

3.1.1 Ziele des Risikomanagements

3.1.2 Risikomanagement der Da Vinci Invest AG

3.1.3 Risikomanagement der Fritz Nols AG

3.2 Die Risiken der Fritz Nols AG und des Konzerns

4. PROGNOSE- UND CHANCENBERICHT

4.1 Ausblick auf den Markt für 2016

4.2 Entwicklung der Geschäftsfelder der Fritz Nols AG und des Konzerns

4.2.1 Geschäftsfeld Beratungen

4.2.2 Geschäft mit Beteiligungen

4.2.3 Da Vinci Invest AG

4.3 Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung

4.3.1 Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung von der Da Vinci Invest AG

4.3.2 Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung von der Fritz Nols AG

4.4. Planung 2015 Fritz Nols Konzern

5. WICHTIGE ANGABEN

1. GRUNDLAGEN DER FRITZ NOLS AG

Der Konzernabschluss der Fritz Nols Gruppe umfasst neben einem vollkonsolidierten Tochterunternehmen die Muttergesellschaft Fritz Nols AG im Geschäftsjahr 2014. Die Zentrale des börsengelisteten Konzerns befindet sich in Berlin.

Nach einer (mehrjährigen insolvenzbedingten) Pause nahm die Fritz Nols AG ihr Geschäft zum 1. Januar 2014 wieder auf.

Die Fritz Nols AG stellt per 31. Dezember 2014 zum ersten Mal einen Konzernabschluss auf. Die Vorjahreszahlen beziehen sich auf den Einzelabschluss der Fritz Nols AG, der für Zwecke der Vergleichbarkeit auf IFRS angepasst wurde. Daher sind die Vorjahreszahlen des Einzelabschlusses mit dem Konzernabschluss zum 31.12.2014 nur bedingt vergleichbar.

1.1 Geschäftsmodell der Fritz Nols AG

Die Fritz Nols AG fokussiert sich auf zwei Kerngeschäftsfelder, das Beratungs- und das Beteiligungsgeschäft.

1.1.1 Das Beratungsgeschäft:

Die Fritz Nols AG ist auf die Kapitalmarktberatung (bei IPO´s, M&A, Emissionen von Unternehmensanleihen) von mittelständischen Unternehmen mit einer Marktkapitalisierung unter 2 Mrd. Euro spezialisiert. Die Unternehmer sprechen mit uns auf Augenhöhe und wir sind an praktischen Lösungen interessiert. Der Fokus der Fritz Nols AG und ihren Corporate Angels liegt dabei auf ethisch und moralisch einwandfreien und ökologisch und ökonomisch nachhaltigen Geschäftsmodellen.

Die Kapitalmarktberatung wird je nach Fall und auf Wunsch durch ein Team von Interimsmanagern, die wir als Corporate Angels bezeichnen, unterstützt. Diese Corporate Angels unterstützen Mandanten in kritischen Phasen wie Restrukturierung und Expansion. Corporate Angels wirken als Interimsmanager, die die Aufgaben innerhalb einer Firma und die Führung der Mitarbeiter vorübergehend in die Hand nehmen, bis die vorgegebenen Ziele erreicht sind. Die Unterstützung durch unsere Corporate Angels ermöglicht es, den von uns beratenen Unternehmen sich voll auf die effektive Umsetzung ihrer chancenreichen und nachhaltigen Geschäftsmodelle zu konzentrieren.

Unternehmen und Unternehmer profitieren von unserem umfangreichen Netzwerk. Dieses wird ihnen von der Fritz Nols AG zur Verfügung gestellt und hilft bei der Gewinnung von Kunden, Geschäftspartner und Investoren. Unser Netzwerk von Business-Partnern stammt aus der Automobil-Branche, dem Bankenwesen, der erneuerbaren Energien, der Modeindustrie und aus dem Bereich der modernen Technologien.

1.1.2 Das Beteiligungsgeschäft:

Die Fritz Nols AG beteiligt sich an Unternehmen mit ethisch und moralisch integren und ökologisch und ökonomisch nachhaltigen Geschäftsmodellen. Das Unternehmen ist klar gewinnorientiert, so dass nur Unternehmen in Frage kommen, die bereits erste Umsätze und eine Mindestanzahl an Kunden vorweisen können.

Die Palette der Dienstleistungen, die im Rahmen des Beteiligungsgeschäftes angeboten werden, reicht von Corporate Finance Services, über Restrukturierungsumsetzungen, Online Marketing über das Unternehmens-Setup bis hin zu administrativen Tätigkeiten. Außerdem gewährt die Fritz Nols AG Zugang zu ihrem Netzwerk, um Unternehmen die Lieferanten-, Kunden- und Investorengewinnung zu erleichtern. Die Unterstützung der Corporate Angels ermöglicht es den Unternehmern, sich vollständig auf die Umsetzung ihrer Geschäftsidee zu konzentrieren.

1.2 Geschäftsmodell der Da Vinci Invest AG

Die 100% Tochter Da Vinci Invest AG ist ein unabhängiger Schweizer Vermögensverwalter und verwaltet Investmentfonds in Singapur, den Cayman Islands und Luxemburg, die u.a. die Investmentstrategie Distressed & Special Situations (Unternehmen in schwierigen Phasen) verfolgen. Die Gelder werden für institutionelle Anleger, Dachfonds und private Investoren verwaltet. Weitere Investmentstrategien sind aus dem Bereich Hochfrequenzhandel mit der Spezialisierung auf Systematic Quantitative CTA (Nachrichtenbezogene Algorithmus-Systeme).

2. WIRTSCHAFTSBERICHT

2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die Kapitalmärkte in 2014 - Geld- als Konjunkturpolitik

Die Hoffnungen auf eine weltweite Belebung der Konjunktur haben sich 2014 nicht erfüllt. Wie 2013 ist die Weltwirtschaft im vergangenen Jahr nur um unterdurchschnittliche 3,3 % gewachsen. Gebremst wurde das globale Wachstum vor allem durch das schwächere Wachstum in den Schwellenländern, insbesondere in China, und den Konjunktureinbruch in Japan nach der Anhebung der Mehrwertsteuer. Die Volkswirtschaften in den westlichen Industrieländern konnten dagegen zulegen. In den USA hat die Wirtschaft die Krise endgültig überwunden. Der witterungsbedingte Einbruch zu Jahresbeginn wurde schnell aufgeholt. Insgesamt wuchs die US-Wirtschaft im Berichtsjahr um 2,4%. Im zweiten und dritten Quartal 2014 legte das reale Bruttoinlandsprodukt saisonbereinigt um mehr als 1% pro Quartal zu. Und auch im Schlussquartal 2014 betrug das Plus nach ersten Schätzungen 0,75%. Noch beeindruckender ist die Erholung am US-Arbeitsmarkt. Im vergangenen Jahr nahm die Beschäftigung um 2% zu. Dies ist der stärkste Anstieg seit 2006. Die Arbeitslosigkeit liegt inzwischen mit zuletzt 5,6% nicht mehr weit von der Vollbeschäftigungsmarke der amerikanischen Notenbank entfernt. In einem ersten Schritt hat die US-Notenbank daher im Oktober den Kauf von Anleihen eingestellt. Zuvor hatte die US Notenbank ihre Bilanzsumme seit Beginn der Finanzmarktkrise auf rund 4 500 Mrd. US-Dollar verfünffacht.

Auch im Euroraum hat die Wirtschaft 2014 wieder in die Wachstumsspur zurückgefunden. Mit schätzungsweise 0,9 % fiel das Plus aber sehr bescheiden aus und die Arbeitslosigkeit sank nur geringfügig. Mit 11,4% lag die Arbeitslosenquote zum Jahresende 2014 weiterhin auf einem sehr hohen Niveau. Anders als in den USA sind in einigen Euroländern die vorausgegangenen Übertreibungen an den Immobilienmärkten und die übermäßige Verschuldung von Unternehmen und privaten Haushalten noch nicht vollständig korrigiert. Die deutsche Wirtschaft war auch 2014 die Konjunkturlokomotive im Euroraum. Sie wuchs mit 1,6% erneut deutlich stärker als die Wirtschaft in den übrigen Euroländern. Allerdings hat die Erholung in Deutschland im Jahresverlauf merklich an Schwung verloren.

Nach einem guten Start ins Jahr, der teilweise auch auf die ungewöhnlich milde Witterung zurückzuführen war, trat sie im Sommerhalbjahr auf der Stelle. Erst im Schlussquartal konnte die deutsche Wirtschaft wieder moderat zulegen. Die Europäische Zentralbank hat 2014 ihre Stabilisierungsmaßnahmen weiter ausgeweitet.

Nach dem Rückgang der Inflationsrate auf nur noch 0,5% im Frühjahr beschloss sie im Juni ein weiteres umfangreiches Maßnahmenpaket. Unter anderem senkte sie den Refinanzierungssatz auf 0,15% und den Einlagesatz auf - 0,10%. Im September folgte eine weitere Zinssenkung um 0,1 Prozentpunkte auf 0,05% und - 0,20%. Zudem stellte die EZB den Banken zielgerichtete Sondermittel für vier Jahre zur Verfügung. Inzwischen haben die einbrechenden Rohölpreise die Inflationsrate deutlich in den negativen Bereich gedrückt. In der Folge haben auch die langfristigen Inflationserwartungen abgenommen. Um diese zu stabilisieren, hat die Europäische Zentralbank im Januar 2015 beschlossen, Staatsanleihen in großem Umfang zu kaufen.

Die Finanzmärkte wurden auch 2014 von der sehr expansiven Geldpolitik der wichtigsten Notenbanken in den Industrieländern dominiert. Dies führte dazu, dass Anleger weiter in risikoreichere Anlageformen wie Aktien, Unternehmensanleihen und die Staatsanleihen der Peripherieländer drängten.

Im abgelaufenen Jahr 2014 zeigte sich die Weltkonjunktur asymmetrisch. Während sich die US-Wirtschaft robust entwickelte, fielen die Wirtschaftsdaten in den Euroländern deutlich verhaltener aus. Ursachen dafür waren vor allem die reformunwillige Wirtschaftspolitik vieler Euro-Länder sowie die Wirtschaftsmisere in Russland. Besonders die Konjunkturlokomotive der Eurozone Deutschland war davon betroffen.

Die Volkswirtschaften Asiens und der Schwellenländer litten stark unter dem steigenden US-Dollar, der den Schuldendienst der teilweise in US-Dollar verschuldeten Schwellenländer erheblich verteuerte. Der deutlich gefallene Ölpreis erhöhte zwar die Kaufkraft der Konsumenten und die Margen der Unternehmen in den westlichen Industrieländern, setzte jedoch die rohstoffexportierenden Staaten stark unter Druck.

Entspannend für die Finanzmärkte wirkten die geldpolitischen Lockerungsschritte der EZB und der Bank of Japan. Doch auch nach der Senkung des Leitzinses durch die EZB auf 0,05% war die Kreditvergabe im Euroraum weiter rückläufig. Um sie zu beleben, richtete die EZB ihren geldpolitischen Fokus ab dem dritten Quartal auf Aufkaufprogramme für kreditbesicherte Wertpapiere und Pfandbriefe. Angesichts einer sinkenden Inflationsrate, die zum Jahresende hin sogar Deflationsniveau erreichte, begann die EZB zusätzlich mit der verbalen Weichenstellung für ein ausgedehntes Aufkaufprogramm von Staatsanleihen. Diese freizügige Geldpolitik führte zu einer markanten Abwertung des Euro gegenüber wichtigen Konkurrenzwährungen und lies die Anleiherenditen auf Rekordtiefs fallen. Das kam den Aktienmärkten der Eurozone zugute. Für einen nachhaltigen Kursanstieg fehlten jedoch bessere fundamentale Daten.

Vor diesem Hintergrund und wegen Bedenken vor einem Austritt Griechenlands aus dem Euro konnten die Aktien des Euroraums (EuroStoxx50) nur leicht um 1,2% zulegen. Eher schwach entwickelten sich auch die konjunktur- und exportsensitiven deutschen Aktienindizes DAX und MDAX mit leichten Kursgewinnen von 2,7% bzw. 2,2%.

Auf Branchenebene hatten Versorger unter den Folgen der Energiewende und Banken unter den Befürchtungen eines griechischen Schuldenschnitts zu leiden. Auch die konjunktursensitiven Branchen der verschiedenen Industrie- und Technologiebereiche gerieten unter Druck, was sich in den ab Frühjahr rückläufigen ifo Geschäftserwartungen widerspiegelte.

Aufgrund des deutlich gesunkenen Ölpreises sowie der Abschwächung des Euro kam es zum Jahresende hin jedoch zu einer Trendwende. Gestützt von der robusten US-Konjunktur war der US-Aktienindex S&P500 - auf Euro-Basis - mit einem Kursgewinn von 26,9% der Outperformer unter den bedeutenden Aktienmärkten. Durch die Abwertung des Euro zeigten auch die Schwellenländer eine robuste Wertentwicklung. Japanische Aktien profitierten trotz Yen-Schwäche von der exportstützenden Offensive der Bank of Japan.

Besonders die deutschen Staatsanleihen avancierten zu Nutznießern der Spekulationen über Aufkäufe von Staatsanleihen durch die EZB. Rohstoffe und insbesondere Rohöl der Sorte Brent zeigten sich dagegen von einer weltweiten Überversorgung und einer strukturellen Angebotserweiterung des Öl- und Gas-Frackings belastet. So gab Rohöl der Sorte Brent auf Euro-Basis rund 38% nach. Der Goldpreis konnte dagegen von der Euro-Schwäche profitieren und legte ca. 12% zu.

2.1.1 Auswirkungen auf das Geschäft der Fritz Nols AG

Im Geschäftsjahr 2014 hatten es die Investment- und Hedgefundmanager schwer Fondskapital einzuwerben. Ein Grund dafür war der Trend sinkender Renditen festverzinslicher Anlagen. Zusätzlich erhöhten sich noch die Compliance Anforderungen für Investmentfondsgesellschaften, dies erschwerte es neue Assets für die Da Vinci Invest AG zu akquirieren.

Die Da Vinci Invest AG hat einen UCIT IV in Luxemburg konzipiert, damit sollen qualifizierte Privatkunden als Zielgruppe erreicht werden.

2.2 Geschäftsverlauf

Der Geschäftsverlauf der Da Vinci Invest AG und der Fritz Nols AG war in 2014 herausfordernd. Bedingt durch die Auswirkungen externer Einflüsse und den zu kleinen Fondsvermögen unserer Investmentfonds, konnte die Da Vinci Invest AG nicht die erhofften Summen an Investorengeldern der Institutionellen Anlagehäuser akquirieren.

Bei der Fritz Nols AG wurde im Geschäftsjahr 2014, während der Restrukturierungsphase der Gesellschaft, die Grundlage gelegt für das Beratungsgeschäft. Die Gesellschaft Blue Nordic Partners wurde im Rahmen des Kapitalmarktberatungsgeschäfts vom Vorstand beraten.

Die ausgewiesene Umsatz- und Gewinnprognose für die Fritz Nols AG aus dem Lagebericht 2013 konnte nicht erreicht werden, da der Vorstand mit Kursgewinnen der Da Vinci Luxury AG im Geschäftsjahr 2014 gerechnet und geplant hatte. Weil diese Kursgewinne nicht als Umsatzerlöse letztendlich verbucht wurden, können auch im Geschäftsjahr 2015 die Kursgewinne der Da Vinci Luxury AG nicht aktiviert werden und sind nur im Anhang unter stille Reserven vermerkt.

2.2.1 Das Geschäftsjahr 2014

2.2.1.1 Fritz Nols AG

Mit Beginn des Geschäftsjahres 2014 hat die Gesellschaft ihre Geschäftstätigkeit wieder aufgenommen. Gegenstand des Unternehmens ist zum einen die Beratung und die Begleitung von Unternehmen im Zusammenhang mit Börsengängen (IPOs). Die Gesellschaft beabsichtigt Beteiligungen zu erwerben und diese Beteiligungen aktiv zu managen.

In der Hauptversammlung am 9. April 2014 wurde eine Kapitalerhöhung, um bis zu €4.598.604,00 auf bis zu €5.999.900,00 durch Ausgabe entsprechender Stückaktien, beschlossen. Die Kapitalerhöhung erfolgte gegen Sacheinlage. Gegenstand der Sacheinlage waren die Anteile an der Da Vinci Invest AG, Lachen, Schweiz.

2.2.1.2 Aktuelle Projekte

Blue Nordic Partners

Die Fritz Nols AG hat 2014 die Blue Nordic Partners AG im Geschäftsbereich Kapitalmarktberatung beraten, die BNP AG möchte mit einem Master Plan die Finanzierung von Mittelständischen Unternehmen lösen. Auf dieser Basis werden Unternehmensaufbau und Bilanz der Unternehmen neu strukturiert mit dem Ziel, mit Hilfe von Blue Nordic bankenunabhängige Finanzierung für das Wachstum der Unternehmen zu erhalten. Nach Umsetzung des Masterplans sind die Unternehmen in der Lage, sich selbstständig auf dem Kapitalmarkt zu (re-) finanzieren.

Um potentiellen Kunden einen noch besseren Service liefern zu können, arbeitet die Fritz Nols AG eng mit Blue Nordic Partners zusammen. Das BNP AG Unternehmen hat eine ähnliche Unternehmensphilosophie wie die Fritz Nols AG.

2.3 Lage

2.3.1 Lage der Gesellschaft

Wie nachfolgend die Gewinn- und Verlustrechnung zeigt, hat der Konzern im, am 31. Dezember 2014 abgeschlossenen Geschäftsjahr, einen Jahresfehlbetrag in Höhe von T€ 378 erwirtschaftet. Der Geschäftsbetrieb erzielte Umsatzerlöse in Höhe von T€ 326. Die Zinserträge betragen T€ 23 und betreffen im Wesentlichen Zinserträge auf Steuererstattungen. Hinzu kommen sonstige betriebliche Erträge in Höhe von T€ 136 die ausschließlich aus der Auflösung von Rückstellungen bei der Fritz Nols AG entstanden sind.

2.3.2 Konzernbilanz

AKTIVA

  Konzern IFRS Fritz Nols AG HGB-Einzelabschluss Fritz Nols AG HGB-Einzelabschluss Da Vinci Invest AG IFRS-Einzelabschluss
  31.12.2014 31.12.2014 31.12.2013 31.12.2014
EUR EUR EUR EUR
Langfristige Vermögenswerte        
Immaterielle Vermögenswerte        
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 4.695.054,34 0,00 0,00 0,00
Finanzanlagen        
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 4.598.604,00 0,00 0,00
Sachanlagen 3.408,00 0,00 0,00 3.408,00
Summe langfristige Vermögenswerte 4.698.462,34 4.598.604,00 0,00 3.408,00
Kurzfristige Vermögenswerte        
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 218.528,34 0,00 0,00 218.528,34
Steuerforderungen 188.318,74 184.500,86 206.991,19 0,00
Sonstige Forderungen 55.421,90 1.211,99 5.000,00 58.027,79
Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 29.920,21
Zahlungsmittel und Zahlungs- mitteläquivalente 74.846,31 67.687,10 155.385,55 7.159,21
Summe kurzfristige Vermögenswerte 537.115,29 253.399,95 367.376,74 313.635,55
Bilanzsumme 5.235.577,63 4.852.003,95 367.376,74 317.043,55

PASSIVA

       
  EUR      
Eigenkapital        
Gezeichnetes Kapital 5.999.900,00 5.999.900,00 1.401.296,00 249.387,88
Kapitalrücklage 120.000,00 120.000,00 120.000,00 0,00
Gewinnrücklagen -2.011.709,17 -1.919.798,12 -1.633.597,27 -437.748,27
Sonstige Rücklagen 968,83 0,00 0,00 968,83
SUMME Eigenkapital 4.109.159,66 4.200.101,88 -112.301,27 -187.392,56
Schulden        
Kurzfristige Schulden        
Sonstige Rückstellungen 334.700,00 302.200,00 441.407,21 32.500,00
Steuerschulden 9.500,00 0,00 0,00 9.500,00
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 205.213,60 188.902,80 0,00 16.310,80
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen   29.920,21 0,00 0,00
Sonstige Verbindlichkeiten 577.004,37 130.879,06 38.270,80 446.125,31
Summe kurzfristige Schulden 1.126.417,97 651.902,07 479.678,01 504.436,11
SUMME Schulden 1.126.417,97 651.902,07 479.678,01 504.436,11
Bilanzsumme 5.235.577,63 4.852.003,95 367.376,74 317.043,55

2.3.3 Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage

2.3.3.1 Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage der Fritz Nols AG

Der Vorstand Hendrik Klein hat in großen Umfang Darlehen aus seinem Privatvermögen der Fritz Nols AG zur Verfügung gestellt. Herr Klein wird auch in Zukunft diesen beiden Unternehmen mit Darlehen in Notfällen helfen, deshalb besteht kein Insolvenzrisiko. Des Weiteren erwartet die Fritz Nols neue Mandate auf dem Kapitalmarkt. Die Beteiligungen der Gesellschaft werden sich auch weiter positiv entwickeln.

2.3.3.2 Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage der Da Vinci Invest AG

Der Vorstand Hendrik Klein hat in großen Umfang Darlehen aus seinem Privatvermögen der Fritz Nols AG zur Verfügung gestellt. Die Da Vinci Invest AG hat noch einen T€ 300 Anspruch an Fondseinnahmen, welcher noch aussteht. Der Da Vinci K 2 Tachyon Fund hat ein Rekordergebnis 2015 erwirtschaftet, daraus resultieren höhere Einnahmen an die DVI AG. Zusätzlich steigen die Kapitalzuflüsse (steigende Assets under Management) in den Da Vinci K 2 Tachyon Fund.

  Konzernergebnis IFRS Fritz Nols AG HGB-Einzelabschluss Fritz Nols AG HGB-Einzelabschluss Da Vinci Invest AG IFRS-Einzelabschluss
  01.01. bis 31.12.2014 01.01. bis 31.12.2014 01.01. bis 31.12.2013 01.01. bis 31.12.2014
  EUR EUR EUR EUR
Umsatzerlöse 326.416,92 40.000,00 0,00 326.416,92
Sonstige Erträge 135.886,49 135.886,49 0,00 968,83
Aufwendungen für bezogene Leistungen -8.824,90 -48.824,90 0,00 0,00
Personalaufwand -138.772,32 0,00 0,00 -138.772,32
Abschreibungen -2.261,29 0,00 0,00 -2.261,29
Sonstige Aufwendungen -647.113,84 -381.528,86 -87.844,94 -265.584,98
Betriebsergebnis -334.668,94 -254.467,27 -87.844,94 -79.232,84
Finanzaufwand -27.406,00 -20.315,52 0,00 -7.090,48
Sonstige Finanzerträge 22.574,07 18.740,54 1.791,87 3.833,53
Verlust vor Steuern -339.500,87 -256.042,25 -86.053,07 -82.489,79
Ertragsteuern -38.611,03 -30.158,60 0,00 -8.452,43
Verlust aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit nach Steuern -378.111,90 -286.200,85 -86.053,07 -90.942,22
Jahresfehlbetrag -378.111,90 -286.200,85 -86.053,07 -90.942,22
Ertrag aus der Währungsumrechnung 968,83      
Gesamtergebnis -377.143,07      

Die Fritz Nols AG hat im Geschäftsjahr 2014 Fremdleistungen in Höhe von € 40.000,00 von der Da Vinci Invest AG bezogen, die diese ihrerseits in den Umsatzerlösen ausgewiesen hat. Im Rahmen der Konsolidierung wurden diese Aufwendungen und Erträge gegeneinander aufgerechnet. Die sonstigen Erträge der Da Vinci Invest AG betreffen ausschließlich Erträge die aus der Umrechnung der Gewinn- und Verlustrechnung Da Vinci Invest AG der von CHF in € entstanden sind. Bei der Konsolidierung werden diese Erträge nicht mehr in den sonstigen betrieblichen Erträgen gezeigt sondern mit den Gewinnrücklagen des Konzerns verrechnet.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzten sich zusammen:

  Konzern IFRS Fritz Nols AG HGB-Einzelabschluss Fritz Nols AG HGB-Einzelabschluss Da Vinci Invest AG IFRS-Einzelabschluss
  01.01. bis 31.12.2014 01.01. bis 31.12.2014 01.01. bis 31.12.2013 01.01. bis 31.12.2014
  T€ T€ T€ T€
Kosten Börsennotierung/HV 126 126 52 0
Jahresabschluss- und Prüfungskosten 141 119 17 22
Forderungsverluste 95 5 0 90
Rechts- und Beratungskosten 94 72 0 22
Mietaufwendungen 49 2 0 47
Finma Strafgebühr/andere Gebühren 10 0 0 10
Aufsichtsrats-/Verwaltungsratsvergütung 45 36 0 9
Reisekosten Arbeitnehmer 29 2 0 27
Aufwendungen für Telefon/Fax/Internet 15 0 0 15
Versicherungsprämien 9 3 18 6
Kfz-Kosten 6 0 0 6
Fremdleistungen und Fremdarbeiten 5 3 0 2
Sonstige Aufwendungen 23 14 1 9
  647 382 88 265

2.4 Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

2.4.1 Finanzielle Leistungsindikatoren

Finanzielle Leistungsindikatoren der Fritz Nols AG

SOLL-Wert

Fritz Nols AG Prognose 2014
Eigenkapitalrendite 13,83%
Gesamtkapitalrendite 14,42%
Eigenkapitalquote 107,30%

IST-Wert

Fritz Nols AG 2014
Eigenkapitalrendite -6,81%
Gesamtkapitalrendite -5,90%
Eigenkapitalquote 86,56%

Finanzielle Leistungsindikatoren des Fritz Nols Konzerns

IST-Wert

Fritz Nols Konzern 2014
Eigenkapitalrendite -9,20%
Gesamtkapitalrendite -7,22%
Eigenkapitalquote 78,49%

Finanzielle Leistungsindikatoren der Da Vinci Invest AG

IST-Wert

Da Vinci Invest AG 2014
Eigenkapitalrendite 0,00%
Gesamtkapitalrendite -18,03%
Eigenkapitalquote -59,11%

2.4.2 Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Partner/Mitarbeiter

Im Berichtsjahr 2014 arbeiteten zwei Partner und einige freie Mitarbeiter in der Fritz Nols AG und im Fritz Nols Konzern. Die Konzerntochter Da Vinci Invest AG beschäftigte im Jahresdurchschnitt 2014 drei Mitarbeiter. Die Fritz Nols AG legt besonderen Wert auf hohe Qualifikation und Weiterbildung seiner Partner/Mitarbeiter. Für ihren engagierten Einsatz im abgelaufenen Geschäftsjahr dankt der Vorstand allen Partnern, Aktionären und freien Mitarbeitern.

Umweltbericht

Die Dienstleistungen der Fritz Nols AG sowie des Fritz Nols Konzerns haben keinerlei nennenswerte umweltbelastende Eigenschaften. Unternehmensintern wird größter Wert auf einen ressourcenschonenden Umgang mit Produktions- (Kopierer, Drucker und andere Geräte der Büroausstattung) und Verbrauchsmitteln gelegt.

2.5 Rück- und Ausblick

2.5.1 Rückblick

Am 15. Oktober 2007 legten die damaligen Vorstände der Fritz Nols AG Hendrik Klein und Frank Scheunert einen Insolvenzplan beim Insolvenzgericht Frankfurt am Main vor. Der Insolvenzplan wurde in leicht abgeänderter Form in der besonderen Gläubigerversammlung vom 8. Juli 2008 von den Gläubigern angenommen und mit Ablauf der zweiwöchigen Widerspruchsfrist am 23. Juli 2008 rechtskräftig.

Die ausstehende Bestätigung des Insolvenzplans durch das Amtsgericht Frankfurt am Main konnte erst nach der Erfüllung der aufschiebenden Bedingung, nämlich der Fassung eines Fortsetzungsbeschlusses durch die Hauptversammlung der Fritz Nols AG erfolgen. Danach können die von den Investoren zur Verfügung gestellten Beträge dem Vermögen der Fritz Nols AG zufließen.

Die Fortsetzung der Gesellschaft wurde in der Hauptversammlung am 23. März 2009 beschlossen. Das Insolvenzverfahren wurde schließlich rechtskräftig und vom Amtsgericht Frankfurt am Main am 30. Januar 2010 aufgehoben.

Im Juli und August 2009 wurde eine erste Abschlagszahlung auf die Quote in Höhe von T€ 870 vorgenommen, was einer Quote von 25,30 % auf die von den Gläubigern angemeldeten und vom Insolvenzverwalter festgestellten Tabellenforderungen entspricht. Im Dezember 2011 und im Januar 2013 wurden weitere Abschläge in Höhe von T€ 588 bzw. T€ 133 auf die festgestellten Forderungen ausgezahlt, so dass sich die Quote um 21,05 % auf 46,35 % erhöhte. Im Frühjahr 2014 erfolgte eine weitere Quotenzahlung von T€ 100, so dass sich die Quote nochmals um 2,90 % auf 48,64 % erhöhte.

Da die Finanzbehörden die Ertragssteuern auf den durch den Forderungsverzicht der Gläubiger entstandenen Sanierungsgewinn als nicht erlasswürdig ansehen, hatten das Finanzamt Frankfurt am Main und die Stadt Frankfurt am Main entsprechende Steuerbescheide erlassen. Die Gesellschaft hat gegen die Steuerbescheide jeweils einen Einspruch eingelegt und Aussetzung der Vollziehung beantragt. Die Aussetzung der Vollziehung wurde der Gesellschaft zum größten Teil gewährt. Entsprechend der Bestimmungen des Insolvenzplans können Steuerzahlungen der Gesellschaft, die auf den Sanierungsgewinn zurückzuführen sind, nicht zu Lasten der Gläubiger gehen. Dies hatte zur Folge, dass entweder das Finanzamt und die Stadt Frankfurt am Main im Rahmen des Einspruchs- bzw. eines Finanzgerichtsverfahrens die angefallenen Ertragssteuern erlassen bzw. stark vermindern, oder die Initiatoren des Insolvenzplans kommen für diese Steuerzahlungen auf.

Zum Zeitpunkt der Erstellung des Konzernabschlusses (April 2016) waren beide Einspruchsverfahren abgeschlossen, die Gesellschaft musste für das betreffende Jahr 2008 nur T€ 30 Gewerbesteuern an die Stadt Frankfurt am Main abführen. Die restlichen bereits geleisteten Steuervorauszahlungen wurden der Gesellschaft im September 2015 und Februar 2016 erstattet, so dass im April 2016 eine letzte Quotenzahlung in Höhe von T€ 187 an die Gläubiger ausgezahlt werden wird. Mit dieser Zahlung wird sich die an die Gläubiger ausgezahlte Quote nochmals um 5,50 % auf dann 54,14 % erhöhen.

Mit Beginn des Geschäftsjahres 2014 hat die Gesellschaft ihre Geschäftstätigkeit wieder aufgenommen. Gegenstand des Unternehmens ist zum einen die Beratung und die Begleitung von Unternehmen im Zusammenhang mit Börsengängen (IPOs). Die Gesellschaft beabsichtigt Beteiligungen zu erwerben und diese Beteiligungen aktiv zu managen.

In der Hauptversammlung am 9. April 2014 wurde eine Kapitalerhöhung, um bis zu €4.598.604,00 auf bis zu €5.999.900,00 durch Ausgabe entsprechender Stückaktien, beschlossen. Die Kapitalerhöhung erfolgte gegen Sacheinlage. Gegenstand der Sacheinlage waren die Anteile an der Da Vinci Invest AG, Unterägeri, Kanton Zug, Schweiz.

2.5.2 Ausblick für 2015

Volatiles Jahr an den Weltbörsen:

2015 war insgesamt ein besonderes Jahr, das Übersicht, Besonnenheit und konsequentes Handeln verlangte. Am 15. Januar gab die Schweizerische Nationalbank den Mindestkurs gegenüber dem Euro auf. Nach dem Wechselkursschock kam die Griechenlandkrise, welche die Märkte verunsicherte. Danach beschäftigte die Entwicklung in den Emerging Markets die Börsen. Die bisherige Wachstumslokomotive China verlor weiter an Fahrt. Prägend waren darüber hinaus die Flüchtlingskrise in Europa sowie die Angst vor einer zunehmenden terroristischen Bedrohung. Die Weltbörsen wurden dominiert durch die "quantitative easing"-Politik der Notenbanken und geopolitischen Ereignissen in der Ukraine und in Syrien sowie Terroranschlägen der IS- in Frankreich, die zu einem Ausnahmezustand führten. Zudem verschärfte sich die Verschuldungskrise insbesondere bei einigen Schwelländern wegen des starken US-Dollars und der stark fallenden Rohstoffpreise, was auch zu dem Einbruch einiger Schwellenländerwährungen führte wie in Brasilien, Russland, Südafrika und der Türkei. Der Welthandel brach 2015 um 8 Prozent ein. China importierte und exportiere viel weniger als zuvor. Der Baltic Dry Index erreichte einen neuen Tiefststand, der sogar unter dem Krisen-Niveau 2008/9 liegt.

Gold und Silber enttäuschten in 2015 als "Anti-Krisen-Währungen". Dagegen konnten 4 Börsen auf Osteuropa den DAX outperformen, der immerhin ein Plus von 9 Prozent erreichte Eine Konstante blieben auch die weltweit niedrigen Zinsen, wenngleich die US-Fed mit ihrer Entscheidung Ende des Jahres eine Trendwende eingeleitet hat.

Die europäischen Aktienmärkte starteten mit satten Kursgewinnen in das Jahr 2015. Insbesondere die expansive Geldpolitik der EZB, die neben bereits bestehenden Maßnahmen ein Kaufprogramm (Quantitative Easing, QE) für Staatsanleihen im Gesamtumfang von 1,1 Billionen € initiierte, beflügelte die Börsen. Der DAX legte bis Anfang April um mehr als ein Viertel zu und notierte in diesem Umfeld so hoch wie nie zuvor. In der Folge wirkte sich jedoch die weitere Eskalation der griechischen Schuldenkrise belastend aus. Bedenken hinsichtlich möglicher Folgeeffekte aufgrund eines etwaigen Ausscheidens Griechenlands aus der Eurozone führten zu erhöhter Volatilität. Exportstarke Unternehmen verzeichneten dabei etwas stärkere Kursrückgänge als der Gesamtmarkt, da sich der Euro von seiner Abschwächung gegenüber dem US-Dollar etwas erholte. Nach einer leichten Erholung der Börsenkurse im Juli bestimmten Meldungen über eine Verlangsamung des Wachstums in China, Turbulenzen am chinesischen Aktienmarkt und Unsicherheiten über die Zinsanpassungsschritte der US-Notenbank das Geschehen. Vor diesem Hintergrund gaben die Börsenkurse in Europa und in den USA im August deutlich nach. Von dieser Entwicklung waren wegen der Bedeutung ihres China-Geschäfts auch die Automobilwerte erheblich betroffen. Darüber hinaus traten Befürchtungen auf, dass auch die US-Wirtschaft ihren konjunkturellen Höhepunkt bereits erreicht haben könnte. Die Erholungsbewegung ließ anschließend aber nicht lange auf sich warten, und viele Sektoren konnten die Kursverluste zu einem Teil wieder ausgleichen. Der weitere Ölpreisverfall und die Enttäuschung über eine nicht erfolgte Ausweitung des Anleihekaufprogramms der EZB führten im Dezember zu einer sehr volatilen Kursentwicklung. Der Index der wichtigsten Titel im Euroraum, der Dow Jones Euro STOXX 50, legte im Jahresverlauf um 4% zu. Mit einem Anstieg von 10% entwickelte sich der deutsche Leitindex DAX deutlich besser. Der DAX übertraf im April 2015 erstmals die Marke von 12.000 Punkten und erreichte am 10. April mit 12.375 Punkten ein neues Allzeithoch. In Japan stieg der Nikkei-Index auf Jahressicht um 9%, und in den USA verlor der Dow Jones im Jahresverlauf 2%

3. RISIKOBERICHT

3.1 Das Risikomanagementsystem der Fritz Nols AG und des Fritz Nols Konzerns

Um Risiken vorzubeugen, entwickelt der Fritz Nols Konzern ein Risikomanagementsystem für die Da Vinci Invest AG und Fritz Nols AG. Dieses System orientiert sich an den internen wirtschaftlichen Erfordernissen.

3.1.1 Ziele des Risikomanagements

Das oberste Ziel des Risikomanagements des Fritz Nols Konzerns soll die dauerhafte Sicherstellung des Unternehmensfortbestandes sein, der durch die beständige Sicherung eines proaktiven Risikomanagements ermöglicht wird. Die Risiken dabei stets durch ein aktives Management, welches diese identifiziert und beurteilt, überwacht.

3.1.2 Risikomanagement der Da Vinci Invest AG

Die Risiken der Investmentvermögen und die Risiken der Gesellschaft können nicht vollständig isoliert voneinander betrachtet werden. Beispielsweise können Finanzrisiken zu sinkenden Marktpreisen führen und so die Höhe des verwalteten Fondsvermögens sowie den Absatz beeinflussen. Damit wirken sich die Finanzrisiken der Investmentvermögen auch auf die Gesellschaftsebene aus, da die Verwaltungsvergütungen der Gesellschaften auf dem Fondsvermögen basieren. Denkbar sind zudem Wirkungen auf die Reputation der Gesellschaften. Ein weiteres Risiko für Kapitalanlagegesellschaften, das aus den Risiken der erwachsen kann: Die Anlagestrategien der Da Vinci AG nutzt für das Investmentvermögen Hebelwirkung (), indem sie Derivate einsetzen. Dies führt zu einer Steigerung des Marktrisikopotenzials der Investmentvermögen.

In extremen Stressszenarien aber ist ein Verlust über das Fondsvolumen hinaus bei stark gehebelten Fonds nicht gänzlich auszuschließen. In einem solchen Fall wäre auch hier die Kapitalanlagegesellschaft selbst betroffen und müsste das Finanzrisiko mit seinen Auswirkungen auf die Gesellschaft tragen.

Umgekehrt können die operationellen Risiken, die direkt die Gesellschaft betreffen, natürlich auch auf die Investmentvermögen wirken. Systemstörungen oder Schadensfälle in der Gesellschaft können z.B. die ordnungsgemäße Verwaltung der Vermögen beeinträchtigen.

Das der Da Vinci Invest AG soll daher Regelungen für das Management der wesentlichen Risiken enthalten, die sich sowohl für die Investmentvermögen als auch für die Gesellschaft selbst ergeben. Die Risiken sollen nicht nur für jedes einzelne Investmentvermögen (Gesamtrisikoprofil des Investmentvermögens), sondern auch auf der Ebene der Gesellschaft (Gesamtrisikoprofil aller Investmentvermögen und der Gesellschaft) beobachtet und gesteuert werden. Die der Da Vinci AG hat eine nachhaltige Geschäftsstrategie zur Erkennung und Realisierung von Chancen und wird eine dazu konsistente Risikostrategie festgelegen, die sie mindestens halbjährlich oder nach Bedarf überprüft und anpasst sowie der Konzernmutter anzeigt. Der Detaillierungsgrad der Strategien ist abhängig von Umfang und Komplexität sowie dem Risikogehalt.

Komplexe Risiken setzten sich jedoch selbst häufig aus einer komplexen Aggregation diverser zusammen und verdecken somit oft vielfältige Wirkungsmechanismen. Änderungen eines Risikos können den Geschäftsgang positiv beeinflussen, sofern die Wirkungen nicht durch andere Risiken neutralisiert oder sogar konterkariert wird. Die Risiko-/(Stresstest) beziehen sich jeweils auf einen bestimmten Prozess bzw. auf eine Prozessstufe. Die Zusammenfassung der Risiken bleibt ein zentrales Problem des Risikomanagementsystems, da die Risiken der Hauptprozesse häufig nicht identisch sind mit den Messgrößen der Teilprozesse. Daher bedarf die Auswahl der gesammelten Daten und deren Interpretation große Kreativität und Sorgfalt.

Kurz gesagt: Komplexität meint nicht Kompliziertheit, sondern bedeutet, dass mehr Elemente in einem System vorliegen, als dieses präzise verknüpfen oder deren Interdependenzen umfassend erfassen kann. Dies birgt Chancen als auch Risiken.

Das Risikomanagementsystem der Da Vinci AG soll gewährleisten, dass die wesentlichen Risiken - auch ausgelagerten Aufgaben - frühzeitig erkannt, erfasst und in angemessener Weise dargestellt werden können. Wechselwirkungen zwischen den unterschiedlichen Risikoarten werden berücksichtigt. Ebenfalls berücksichtigt werden Wechselwirkungen der Risiken auf Ebene der Gesellschaft und auf Ebene der Investmentvermögen.

Das ganzheitliche Risikomanagement der Da Vinci Invest AG ist Teil der zentralen Aufgabe, strategisches Management, der Unternehmensleitung, denn es führt zu mehr Anlegerschutz als auch mehr Solvenzschutz der Gesellschaft.

Die allgemeinen Risikomanagementrichtlinien betreffen sowohl das Risikomanagement der Investmentvermögen, das Risikomanagement für die Anlage des eigenen Vermögens, das Risikomanagement der Dienst- und Nebendienstleistungen als auch das ganzheitliche Risikomanagement auf Gesellschaftsebene. Beispielsweise Risikokonzentrationen, Limitsystem der Kontrahenten Risiken, Liquiditätsrisiko (zur Begleichung von künftigen Rücknahmeverpflichtungen, aber auch der sonstigen Zahlungsverpflichtungen), Vergütungssysteme (ohne falsche Anreizsysteme), unvereinbare Tätigkeiten (Trennung in der Ausgestaltung der Aufbau- und Ablauforganisation) Einschätzbarkeit neuer komplexer Anlageobjekte, Auslagerungscontrolling (für ausgelagerte Aufgaben z.B. Marketing, Compliance, Risikocontrollingfunktion [organisatorisch unabhängigen Stelle]), Rechtsrisiken und Reputationsrisiken, …

Die speziellen Risikomanagementrichtlinien machen detaillierte Vorgaben an das Risikomanagement für Investmentvermögen. Beispielsweise Risiko Mapping, Pre-Trade Risikomanagement, Warnungen und Risikoübertretungen, Daily Risiko Bericht:

Risiko Mapping

Durch unterschiedliche und nicht korrelierte Handelsstrategien werden die Verluste minimiert. Risiko angepasste AUM Verteilung pro Strategie und Trader erleichtert das Risiko Screening. Für Trader speziell angepasste AUM und max. Monatsverluste werden real-time überwacht. Hohe regulierte Risikoprozesse befähigen ein schnelles Eingreifen des Risikomanagements.

Pre-Trade Risikomanagement

Vor der Orderaufgabe:

Trader informiert Risikomanager (RM) über seine Strategie

Wenn der Trader eine Order eingeht, bevor der RM bestätigt hat, kann das Risikomanagement die Position sofort schliessen

RM kalkuliert Trading Limits und simuliert die Strategie

RM gibt das Pre-Trade Limits in das Brokerage Trading-System ein und informiert den Trader über das Resultat

Warnungen und Risikoübertretungen

Während des Handelns beobachtet mindestens ein RM in real-time das Trading

Wenn die Handelsstrategie des Traders grösser als 5% der AuM ist gilt folgendes:

Händlerstrategie überschreitet max. Verlustlimit

RM informiert den Händler und mögliche andere RM

RM wird sofort alle Positionen des Traders schliessen

Den Händlern ist nicht erlaubt neue Positionen einzugehen

Daily Risiko Bericht

Wichtige Details zu tägliche und monatlichen Risikolimite, Handelspositionen und Szenarioanalysen

3.1.3 Risikomanagement der Fritz Nols AG

Risiken sind ganz allgemein betrachtet Ereignisse mit möglicher negativer (Gefahr), eventuell auch mit positiver Auswirkung (Chance). Da nicht alle Einflussfaktoren (interne und externe) bekannt sind, bzw. vom Zufall abhängen, ist das Risiko mit einem Wagnis verbunden. Das Risikomanagementsystem der Fritz Nols AG soll dafür sorgen, dass vorhersehbare unternehmerische Risiken (Adressenausfallrisiken, Liquiditätsrisiken) und operationelle Risiken wie mitarbeiterbezogene (Interessenkonflikte, Handlungsvorschriften verletzen, Vertraulichkeiten missachten oder zu große Risiken eingehen) oder Prozess- (z.B. Risiko Management - Buyer's Due Diligence der Fritz Nols AG s.u.) und Strukturrisiken sowie System- und Technologierisiken und Reputationsrisiken erfasst und in angemessener Weise dargestellt werden können.

Die Geschäftsleitung der Fritz Nols AG hat eine nachhaltige Geschäftsstrategie zur Erkennung und Realisierung von Chancen ("Engpasskonzentrierte Strategie" nach Prof. h.c. Wolfgang Mewes, "Mit Nischenstrategie zur Marktführerschaft") und wird fortlaufend eine dazu konsistente Risikostrategie festlegen, die sie mindestens einmal jährlich oder nach Bedarf überprüft und gegebenenfalls anpasst. Der Detaillierungsgrad der Strategien ist abhängig von Umfang und Komplexität sowie dem Risikogehalt.

Komplexe Risiken setzten sich jedoch selbst häufig aus einer komplexen Aggregation diverser Größen zusammen und verdecken somit oft vielfältige Wirkungsmechanismen. Änderungen eines Risikos können den Geschäftsgang positiv beeinflussen, sofern die Wirkungen nicht durch andere Risiken neutralisiert oder sogar konterkariert werden. Die Risiko-/Sensitivitätsanalysen (Stresstest) beziehen sich jeweils auf bestimmte Prozesse bzw. auf eine Prozessstufe. Die Zusammenfassung der Risiken bleibt ein zentrales Problem des Risikomanagementsystems, da die Risiken der Hauptprozesse häufig nicht identisch sind mit den Messgrößen der Teilprozesse. Daher bedarf die Auswahl der gesammelten Daten und deren Interpretation große Kreativität und Sorgfalt.

Kurz gesagt: Komplexität meint nicht Kompliziertheit, sondern bedeutet, dass mehr Elemente in einem System vorliegen, als dieses präzise verknüpfen oder deren Interdependenzen umfassend erfassen kann. Dies birgt Chancen als auch Risiken.

Bei den Risiko-/Sensitivitätsanalysen (Stresstest) nutzt die Fritz Nols AG ein Modell, bei dem sie einerseits jene Risiken vor dem Entscheidungszeitpunkt (Entscheidungsrisiko: Man trifft eine Entscheidung, wobei Abweichungen vom Erwartungswert des Ergebnisses möglich sind; Ergebnisrisiko: Ergebnisunsicherheit als Folge einer risikoverbundenen Entscheidungssituation; Opportunitätsrisiko: Risiko, dass eine andere Entscheidung günstiger gewesen wäre) und die Risiken nach dem Entscheidungszeitpunkt (Handlungsrisiko, Plan- und Abweichungsrisiko, allgegenwärtige unvermeidliche Risiken) betrachtet.

Damit will die Fritz Nols AG die Anforderungen des Gesetzes zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich KonTraG sowie jene Artikel bezüglich Risikomanagement des Handelsgesetzbuches und des Aktiengesetzes erfüllen.

Risiko Management - Buyer's Due Diligence der Fritz Nols AG

Für die Fritz Nols AG relevante Bestandteile des Due Diligence Report:

Im Rahmen der Einsichtnahme in die bereitgestellten Dokumente erstellt die Fritz Nols AG einen "Due Diligence Report". Je nach Volumen der Transaktion kann dieser Report recht unterschiedlich ausfallen, hat in der Regel jedoch immer denselben strukturellen Aufbau.

Dazu gehören die folgenden Punkte:

1. Beschreibung des Prüfungsauftrags

2. Beschreibung des Prüfungsumfangs

3. Grundsätzliche Informationen über die beabsichtigte Transaktion

4. Eingehende Beschreibung des Ziels und Zwecks der Transaktion

5. Teilberichte zu den Analysen

Der rechtlichen Situation (Legal Due Diligence)

Im Zuge der Legal Due Diligence werden die gesellschaftsrechtlichen Strukturen durchleutet, die arbeitsrechtlichen Verhältnisse, anhängige Rechtsstreitigkeiten, immobilien- und bestandrechtliche Verhältnisse, Kreditverträge, Haftungen und gewerbe- und umweltrechtliche Risiken beurteilt. Auch kartellrechtliche Aspekte werden aufgezeigt. Die rechtliche Due Diligence stellt eine wichtige Informations- und Entscheidungsgrundlage für alle Beteiligten dar. Es werden somit der rechtliche Rahmenbereich eines Unternehmens und alle Aspekte, welche für eine ordnungsgemäße Abwicklung von Transaktionen und die Vertragsgestaltung notwendig sind, untersucht.

Der steuerlichen Situation (Tax Due Diligence)

Die Tax Due Diligence erfasst alle steuerlichen Gesichtspunkte (Steuerhaftungsrisiko, steueroptimale Strukturierung), die bei Transaktionen wie einer Unternehmensübernahme oder Übertragung sowie beim An-/Verkauf von Wertpapieren zu berücksichtigen sind. Es werden hier in der Regel Wirtschaftsprüfer eingesetzt. Aufgabe der Tax Due Diligence ist es, steuerliche Risiken aus vergangenen Wirtschaftsjahren aufzudecken und relevante Informationen zur steuerlichen Ausgestaltung einer Akquisitionsstruktur zu erfassen. Die Zielsetzung liegt darin, Risiken für etwaige Steuernachzahlungen festzustellen und die optimale steuerrechtliche Struktur einer Unternehmensakquisition zu finden.

Der finanzwirtschaftlichen Situation (Financial Due Diligence)

Gegenstand der Financial Due Diligence ist die Darstellung der Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage des kapitalsuchenden Unternehmens aus vergangenheitsorientierter, gegenwärtiger und zukünftiger Betrachtungsweise. Wesentlich zu klärende Fragen und Aufgaben sind die Feststellung, ob alle bilanziellen Vermögensgegenstände vorhanden sind, alle tatsächlichen bzw. latenten Verbindlichkeiten vollständig erfasst und bewertet sind und die für die Abdeckung möglicher Risiken erforderlichen Rückstellungen ausreichend dotiert und korrekt ausgewiesen sind. Nachhaltige Gewinne und Cashflows der vergangenen Jahre sollen ermittelt bzw. mit den Prognosen im Business Plan überprüft werden, welche eine wesentliche Grundlage für die Ermittlung des Unternehmenswertes darstellen. Erforderlich ist auch die Aufdeckung stiller Reserven. Als Basis der Analyse dienen Umsatz-, Liquiditäts- und Finanzplanungen inklusive korrespondierender Planbilanzen, Plan G&V-Rechnungen als auch Kostenrechnungsunterlagen, die eine exakte Ausweisung von Erlös- und Kostenpositionen sowie von Deckungsbeiträgen ermöglichen. Neben der Prüfung rein quantitativer Daten untersucht die Financial Due Diligence auch qualitative Daten zur Geschäftsgrundlage, wie z.B. die Lage der Produkte im Lebenszyklus sowie elementare Fragen zum Markt und zur Strategie des Unternehmens. Weiter gehört auch die Prüfung rechtlicher Grundlagen der unternehmerischen Tätigkeit, z.B. langfristige Abnahme- und Lieferverträge dazu. Ziel ist es eventuelle Risiken einer Übernahme im Vorfeld zu erkennen, die zum Scheitern der Transaktion führen können oder in weiteren Verhandlungen im Kaufpreis berücksichtigt werden sollten.

Von Markt, Branche und Strategie (Market/Commercial Due Diligence)

Die Market Due Diligence untersucht das zu analysierende Unternehmen im Hinblick auf die heutige und zukünftige Position am Markt. Ausgangspunkt ist die Betrachtung der Wettbewerbsposition des Unternehmens. Festzustellen ist, welche Vorteile das Unternehmen verglichen zu den Mitbewerbern hat und wie die Marktanteile verteilt sind. Ein weiterer Schritt ist die Zukunftsträchtigkeit des Marktes abzuschätzen und es müssen künftige Veränderungen im Bereich der Konjunktur, gesetzliche Rahmenbedingungen, Kaufgewohnheiten und Bedarfsänderungen möglichst antizipiert werden. Ein wichtiges Analyseinstrument hierfür ist die Befragung im Markt selbst.

Der Umweltverträglichkeit (Environmental Due Diligence)

Die Environmental Due Diligence befasst sich speziell mit den zunehmend sensiblen Fragen der umweltrechtlichen Haftungsrisiken (einschließlich Altlastenproblematik) als auch mit den entsprechenden aufsichtsrechtlichen und organisatorischen Anforderungen (Genehmigungen, Auflagen, Personalorganisationen)

Der Technik (Technical Due Diligence)

Diese untersucht primär das vorhandene Know-How und die geistigen Schutzrechte sowie bei Entwicklungsbetrieben unter anderem technische Machbarkeitsfragen. Häufig werden jedoch Schutzrechtsfragen als Teil der Legal Due Diligence mitabgehandelt.

3.2 Die Risiken der Fritz Nols AG und des Konzerns

In der Gesamtrisikostrategie werden, im Einklang mit der Geschäftsstrategie, die risikostrategischen Leitplanken für die Entwicklung des Investitionsportfolios der Fritz Nols AG ebenso definiert, wie die Umsetzung der Risikorichtlinien der Da Vinci Invest AG beobachtet und gegebenenfalls angepasst. Außerdem wird der Risikoappetit als maximales Risiko festgelegt, das die Fritz Nols AG bei dem Verfolgen ihrer Geschäftsziele einzugehen bereit ist und das sie eingehen kann, ohne existenzielle Bedrohungen, die über die inhärenten Risiken hinausgehen, zuzulassen. Leitgedanke ist das Sicherstellen einer angemessenen Liquiditäts und Kapitalausstattung des Konzerns. Aus diesen Anforderungen werden adäquate Limite für die dem Konzern zur Verfügung stehenden Risikoressourcen (Kapital und Liquiditätsreserve) abgeleitet. Die übergreifenden Limite der Gesamtrisikostrategie sind konsistent zu denen der Fritz Nols AG und jener der Da Vinci Invest AG.

Die Gesamtrisikostrategie soll alle wesentlichen Risiken abdecken, denen die Fritz Nols AG ausgesetzt ist. Sie wird in Form von Teilrisikostrategien für die wesentlichen Risikoarten weiter detailliert und über Policies, Regularien und Arbeitsanweisungen/Richtlinien konkretisiert und umgesetzt. Im jährlich oder bei Bedarf ad hoc durchzuführenden Prozess der Risikoinventur wird sichergestellt, dass alle für den Konzern relevanten Risikoarten identifiziert und bezüglich ihrer Wesentlichkeit bewertet werden.

Im Rahmen des unterjährigen Monitorings wird die Einhaltung der Limite und Leitplanken überprüft. Bei Bedarf werden Steuerungsimpulse gesetzt. Darüber hinaus werden in der Gesamtrisikostrategie weitere qualitative und quantitative Frühwarnindikatoren festgelegt, mit deren Hilfe potenzielle negative Entwicklungen frühzeitig identifiziert werden können.

Eine der originären Aufgaben des Risikomanagements ist das Vermeiden von Risikokonzentrationen. Diese können durch den Gleichlauf von Risikopositionen sowohl innerhalb einer Risikoart ("Intra-Risikokonzentrationen") als auch über verschiedene Risikoarten hinweg ("Inter-Risikokonzentrationen") entstehen. Letztere resultieren aus gemeinsamen Risikotreibern oder aus Interaktionen verschiedener Risikotreiber unterschiedlicher Risikoarten. Auf Konzerneben wird die Fritz Nols AG besonders auf jene Risikokonzentrationen achten, die sich in den Konzernteilen unabhängig voneinander entwickeln aber gegenseitig verstärken. Der wiederkehrende jährliche Ablauf wird wie folgt sein: Festlegung der Strategie, Identifikation vorhandener Risiken, Bewertung der jeweiligen Risiken, Management, Berichterstattung, Steuerung, Überwachung.

4. PROGNOSE- UND CHANCENBERICHT

4.1 Ausblick auf den Markt für 2016

VERHALTENES WELTWIRTSCHAFTSWACHSTUM WIRD SICH FORTSETZEN

Auch im nächsten Jahr wird die Weltwirtschaft wohl nur langsam wachsen. Die Gefahr einer Rezession halte ich jedoch für gering, da die Industrieländer auf Wachstumskurs bleiben. Vermutlich wird das weltweit schwache Wachstum auch 2016 Handel und verarbeitendes Gewerbe belasten. Als wichtiger Wachstumsmotor dürfte sich aber einmal mehr der Konsum in den Industrieländern erweisen, denn die bessere Beschäftigungslage und die niedrige Inflation stärken die Kaufkraft. Für die USA wird im kommenden Jahr mit einem ähnlich hohen Wachstum wie in diesem Jahr gerechnet. In Europa und Japan könnte sich der Aufwärtstrend sogar etwas beschleunigen.

DIVERGIERENDE GELDPOLITIK

Der 2016 weiterhin expansiven Geldpolitik in Europa und Japan steht der Beginn des Straffungszyklus in den USA und Großbritannien gegenüber. Die großen Zentralbanken werden also in der Geldpolitik zunehmend getrennte Wege gehen. Der Markt ist sehr auf den Zeitpunkt der Zinswende in den USA fixiert. Das verdeutlicht die Sorgen über ein solches Auseinanderdriften und die Zweifel an der Fähigkeit der Weltwirtschaft, höhere Zinsen zu verkraften. Mit Blick auf den gegenwärtigen geldpolitischen Zyklus ist jedoch entscheidend, dass die Zinsen 2016 aller Voraussicht nach nur in sehr kleinen Schritten und nur langsam angehoben werden. So sollte sichergestellt sein, dass man der Erholung nicht das Wasser abgräbt und gleichzeitig die Inflation in Schach hält, die nach meiner Einschätzung auch im nächsten Jahr kaum anziehen wird.

WACHSTUM, INFLATION UND CHINA SIND DIE ZENTRALEN RISIKEN

Anleger müssen 2016 diverse Risiken im Auge behalten. So würde eine spürbare Wachstumsabkühlung in den USA die Zinserwartungen deutlich dämpfen und die Stimmung an den Märkten trüben. Sollte es in China zu einer harten Landung kommen, wäre das nicht nur für die Schwellenländer, sondern auch für die Weltwirtschaft nur schwer zu verdauen. Andererseits würde ein weltweit und insbesondere in den USA schneller als erwarteter Inflationsanstieg eine Neubewertung der aktuellen Geldpolitik erforderlich machen. Das hätte wohl deutlich aggressivere als momentan an den Märkten eingepreiste Zinserhöhungen zur Folge. Schließlich würde eine Krise in den Schwellenländern die Weltwirtschaft von ihrem gegenwärtigen Wachstumskurs abbringen. Positiv könnten sich dagegen steigende Rohstoffpreise bzw. eine länger als erwartete Stabilisierung oder gar Erholung des Wirtschaftswachstums in China auswirken. Sie könnten eine Besserung der Fundamentaldaten in den Schwellenländern zur Folge haben und die lange Phase mit enttäuschendem Wachstum beenden.

4.2 Entwicklung der Geschäftsfelder der Fritz Nols AG und des Konzerns

4.2.1 Geschäftsfeld Beratungen

Im Geschäftsjahr 2014 nahm die Fritz Nols AG ihr Beratungsgeschäft erfolgreich wieder auf. Für das Jahr 2015 hat die Geschäftsleitung eine erfolgreiche Fortsetzung dieses Geschäfts geplant. Mehrere Projekte in Planung sind 2015 in Angriff genommen worden, u.a. für die Beratung bei den Börsengängen von Blue Nordic Partners und der Unendo Energy & Water Inc. Das Geschäftsfeld Investmentmanagement (Assets under Management) bei der Da Vinci Invest AG wird im Geschäftsjahr 2015 voraussichtlich wieder wachsen.

Sowohl in der Kapitalmarktberatung von KMUs als auch im Asset Management kann sich der Fritz Nols Konzern eine Nische in den folgenden Jahren erarbeiten. Mittelständige Unternehmer werden von Großbanken erst ab einem Unternehmenswert grösser 2 Mrd. Euro intensiv betreut. Kleinere Investmentbanken betreiben kein aktives Beteiligungsmanagement mit eigenem Interimsmanagern und Mittelverwendungskontrolle in den Portfoliounternehmen. Private Equity Firmen beauftragen Investmentbanken für die Kapitalmarktberatung. Die Stärke der Firmengruppe könnte es werden, diese Dienstleistungen für KMUs aus einer Hand anzubieten. Somit gehen wir davon aus, dass sich die Leistungsindikatoren positiv entwickeln.

Sondereinflüsse drohen durch den Entzug der Erlaubnis zum Betreiben des Asset Management und der Verwaltung von Investmentfonds. Weiterhin können Bußgelder von den Regulierungsbehörden verhängt werden für verspätetes Berichtswesen etc.

Vermögensschäden durch Falschberatung sind durch eine DNO versichert.

  2015
Erträge  
Umsatzerlöse 8.932
sonstige Erträge 5.000
Summe Erträge 13.932
Summe Aufwendungen für Fremdleistungen 450
Summe Sonstige Aufwendungen 104.300
Summe Aufwendungen 104.750
sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 474
Ergebnis gewöhnliche Geschäftstätigkeit -91.292
Steuern vom Einkommen und Ertrag 0
Jahresüberschuss/-fehlbetrag -91.292
Verlustvortrag 1.919.798
Bilanzgewinn/-verlust -91.292

Finanzielle Leistungsindikatoren der Fritz Nols AG für die Jahre 2015 und 2016

Beruhend auf der Annahme, dass sich 2016 der Jahresüberschuss nach Steuern und Abschreibungen (EBITA) der Fritz Nols AG 20.000 EUR belaufen -also ein positives Ergebnis erwartet wird - und mit der Projektion, dass die Bilanzsumme ca. 6.200.000 EUR beträgt, ergeben sich folgende Leistungsindikatoren

Fritz Nols AG 2015 2016
Eigenkapitalrendite 0,00% 0,36%
Gesamtkapitalrendite 0,00% 0,32%
Eigenkapitalquote 88,21% 89,17%

4.2.2 Geschäft mit Beteiligungen

Auch das Geschäft mit Beteiligungen soll weiter ausgebaut werden. Nach den Beteiligungen von Da Vinci Luxury AG werden 2015 weitere Unternehmensbeteiligungen vorgenommen.

Zeo Trade

Die Zeo Trade Development Ltd. ist ein Spezialist für die Herstellung, Vermarktung und Lieferung von Zeolithen und zeolithbasierten Produkten. Sie ist ein in UK und Deutschland ansässiger Anbieter von industriellen Lösungen für Industrie-Mineralien, Versand/Logistik sowie Marketing- und Vertriebspartnerschaften. Sie hat internationale Verbindungen zur Zeolith-Industrie und ist national wie international aktiv.

Die Fritz Nols AG erwarb 12% der Zeo Trade Development Ltd. und berät sie bei einer Transaktion. Die Fritz Nols AG erhofft sich mit diesem Mandat eine signifikante Wertsteigerung für das Investment realisieren zu können.

Beteiligung an der Dokla ecotec Research & Development Ltd./UG, 27.02.2016

Die Fritz Nols AG beteiligte sich an dem Forschungsinstitut Dokla ecotec Research & Development Ltd./UG, indem sie mit dem Kauf von 50% plus und einen Anteil die Mehrheit erworben hat. Damit baut die Fritz Nols AG ihr Portfolio an strategischen Beteiligungen aus und setzt sich somit das Ziel, Unternehmen aus diesem Portfolio mittel- und langfristig an die Börse zu bringen. Das Forschungsinstitut arbeitet an der Entwicklung von Dünnschicht-Solarmodulen, deren Erzeugung von Strom aus Sonnenlicht 30 % effizienter ist als bei herkömmlichen Solarmodulen. Die Dokla ecotec Research & Development Ltd./UG hat ein elektrisches Verfahren entwickelt, mit dessen Hilfe der Algen- und Muschelbewuchs der internationalen Berufsschifffahrt bedeutend reduziert werden kann und somit die Betriebskosten von Passagier- und Containerschiffen reduziert werden können.

Da Vinci Luxury AG

Durch Namensänderung entstand aus der Xerius AG die Da Vinci Luxury AG. Nach den Restrukturierungs- und Kapitalmaßnahmen, die ins Handelsregister eingetragen wurden, soll der Aufbau eines Luxusmarken-Portfolios unter dem Dach der Da Vinci Luxury AG nun zügig vorangebracht werden. Durch den Erwerb von Luxusmarken soll deren Rentabilität durch Financial Engineering, innovative Marketingstrategien sowie Nutzung von Synergien mit dem Ziel erhöht werden, eine führende Gruppe der Modebranche zu werden, die sich durch Qualität, Spitzenleistungen und Zuverlässigkeit auszeichnet. Die erste 100%ige Beteiligung der Da Vinci Luxury AG ist die BrunoMagli S.p.A. Dies ist ein renommierter italienischer Produzent für Schuhe, Handtaschen und Lederbekleidung und -accessoires. Mit Hilfe der Da Vinci Invest AG, einer Tochter der Fritz Nols AG, wurde die BrunoMagli S.p.A. in die an der Berliner Börse gelistete Da Vinci Luxury AG integriert. Die Fritz Nols AG hält 10 % (700.000 Aktien) der Da Vinci Luxury AG. Durch den Verkauf der Markenrechte der BrunoMagli an Marquee Brands LLC war es notwendig, die Firma BrunoMagli S.p.A. in BM Licensing S.p.A. umzubenennen.

Neben weiteren Beteiligungen ist auch ein verstärkter Einfluss auf das operative Geschäft der beteiligten Unternehmen geplant. Dies gilt auch für die zu beratenden Unternehmen. Damit sollen die erfolgreichen Geschäfte intensiviert und ausgebaut werden.

4.2.3 Da Vinci Invest AG

Das Geschäftsfeld Investmentmanagement (Asset under Management) bei der Da Vinci Invest AG wächst im Geschäftsjahr 2015 wieder.

Da Vinci Invest AG

  2015
Erträge  
Umsatzerlöse 512.031
sonstige Erträge 12.275
Summe Erträge 524.306
Summe Aufwendungen für Fremdleistungen 44.285
Summe Sonstige Aufwendungen 65.571
Summe Aufwendungen 109.856
Abschreibungen auf immaterielle Vermögens 1.536
sonstige Zinsen und ähnliche Erträge (43)
Ergebnis gewöhnliche Geschäftstätigkeit 412.871
Steuern vom Einkommen und Ertrag 1.176
Jahresüberschuss/-fehlbetrag 411.695
Gewinn/Verlustvortrag 507.052
Bilanzgewinn/-verlust - 95.357

Finanzielle Leistungsindikatoren der Da Vinci Invest AG für die Jahre 2015 und 2016

Beruhend auf der Annahme, dass sich 2016 der Jahresüberschuss nach Steuern und Abschreibungen (EBITA) der Da Vinci Invest AG auf 405.000 EUR belaufen - sich also im Rahmen des Vorjahres bewegen wird - und mit der Projektion, dass die Bilanzsumme ca. 1.200.000 EUR beträgt, ergeben sich folgende Leistungsindikatoren

Da Vinci Invest AG 2015 2016
Eigenkapitalrendite 229,36% 74,45%
Gesamtkapitalrendite 52,10% 33,75%
Eigenkapitalquote 22,71% 45,33%

Die Leistungsindikatoren können sich bei der Da Vinci Invest AG weiter verbessern. Die Kosteneinsparungsmassnahmen greifen und aufgrund der voraussichtlich verbesserten Ertragslage steigt die Eigenkapitalquote. Eine der Investmentstrategien erwirtschaftet ungewöhnlich hohe Renditen, was die Aufmerksamkeit von neuen Anlegern findet. Steigende Assets under Management und höhere Renditen können zu höheren Umsatzerlösen durch Management Fees führen.

Sondereinflüsse durch Verbot der Tätigkeit als Asset Manager oder hohe Bußgelder könnten die Gesellschaft negativ belasten.

4.3 Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung

4.3.1 Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung von der Da Vinci Invest AG

Der Vorstand ist bezüglich der Ertragssteigerung der Da Vinci Invest AG optimistisch und erwartet einen steigenden Umsatz in 2015 und 2016. Aufgrund der positiven Handelsperformance werden die Assets under Management Zahlen des Da Vinci K 2 Tachyon Fund weiter steigen. Im Geschäftsjahr 2016 wird ein vertriebsfähiger Versicherungsmantel des Da Vinci K 2 Tachyon Funds aufgelegt, mit der Folge einer kräftigen Erhöhung der Assets under Management. Das Versicherungsmantel-Vertriebsprodukt wird aktiv on- und offline beworben. Diese beiden Einflussfaktoren erhöhen weiter die Einnahmen der Tochtergesellschaft.

Risiken der künftigen Entwicklung sieht die Da Vinci Invest AG vor allem im Risiko von Schlüsselpositionen der Gesellschaft, im Counterparty Risiko von Handelspartnern, in einer eventuellen starken Weltwirtschaftskrise sowie im einem starken Wettbewerbsumfeld, welches sich negativ auf die Höhe der Management Fees auswirken könnte.

4.3.2 Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung von der Fritz Nols AG

Die positive Prognose der Fritz Nols AG ist begründet durch das anziehende Kapitalmarktberatungsgeschäft. Weitere Börsengänge sind in der Planung für 2016 z.B. Unendo Energy & Water Inc., Zeo Trade und Blue Nordic Partners. Durch diese Beteiligungen werden weitere Kursgewinne bei der Fritz Nols AG generiert. Im Zuge der Wertsteigerung dieser Börsengänge entstehen auch weitere Einnahmen aus der Kapitalmarktberatung.

Risiken der künftigen Entwicklung sieht die Fritz Nols AG vor allem im Risiko von Schlüsselpositionen der Gesellschaft, hohe Kosten des Beratungsgeschäftes, Risiken der Falschberatung, in einer eventuellen starken Weltwirtschaftskrise sowie in einem starken Wettbewerbsumfeld, welches sich negativ auf die Höhe der Margen auswirken könnte. Vor dem Hintergrund der bereits festvereinbarten Beratungsaufträge und der eigenen niedrigen Fixkosten sieht sich die Fritz Nols AG für die Bewältigung der künftigen Risiken allerdings gut gerüstet. Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten, sind deshalb derzeit nicht erkennbar. Im März 2016 wird die Fritz Nols AG schuldenfrei sein und in zukünftigen Notfällen wird der Vorstand den Unternehmen weitere Darlehen bereitstellen.

4.4. Planung 2015 Fritz Nols Konzern

  in T€
Umsatz  
Segment Fritz Nols 9
Segment Da Vinci Invest AG 512
Sonstige 0,00
Dienstleistungsaufwand 0,00
Fremdleistungen 0,00
Bruttoergebnis 521
betriebliche Aufwendungen 220
Abschreibungen 0,00
Finanzergebnis 5,00
Finanzerträge 5,00
Finanzaufwand 0,00
AO Ergebnis 0,00
Steuern 0,00
EBITDA (einschl. Finanzergebnis) 301,00
EBIT (einschl. Finanzergebnis) 301,00
Net Profit 306,00

Finanzielle Leistungsindikatoren des Fritz Nols Konzerns für die Jahre 2015 und 2016

Fritz Nols Konzern 2015 2016
Eigenkapitalrendite 6,80% 8,79%
Gesamtkapitalrendite 5,42% 7,13%
Eigenkapitalquote 79,64% 81,09%

Erwartungsgemäss gehören Liquditätsengpässe bei der Fritz Nols AG nicht der Vergangenheit an. Allerdings konnten im Geschäftsjahr 2014 als auch in anschliessenden Zeiträumen aufgetretene Zahlungsengpässe jeweils durch Darlehen von den Hauptaktionären behoben werden und eine drohende Zahlungsunfähigkeit kann damit als systembedingt unwahrscheinlich eingestuft werden. Es liegt im ureigenstens Interesse der Hauptaktionäre sowohl die Geschäftsentwicklung voranzutreiben als auch den Fortbestand der Gesellschaft zu sichern, da die Zahlungenpässe nicht aus einer Überschuldung sondern aus mangelnder Liquidität resultieren.

5. WICHTIGE ANGABEN

Am 18.12.2015 wurde in einer Unternehmensmitteilung für den Kapitalmarkt folgendes berichtet: " … Die Fritz Nols AG kann den Gesamtumsatz voraussichtlich 2015 um ca. 100 Prozent auf geschätzte 1,4 Mio. EUR erhöhen (2014: e0,7 Mio. EUR). …" "…Das Gesamt-EBITDA der Fritz Nols Firmengruppe erreicht voraussichtlich 1,2 Mio. Euro im Geschäftsjahr 2015. …"

Nach Rücksprachen mit den Steuerberater und Wirtschaftsprüfern werden die erheblichen Gewinne, die sich bei den 700'000 Stück Aktien der Da Vinci Luxury AG (WKN: 518830/ISIN: DE0005188304) ergeben haben nicht bilanzwirksam verbucht sondern als stille Reserven bis zum konkreten Verkaufszeitpunkt geführt. Damit bleibt der Erfolg aus der ordentlichen Geschäftstätigkeit im Rahmen der Erwartungen (0,7 Mio EUR), wie auch der Gesamt-EBITA.

5.1. Angaben nach § 289 Abs. 4 HGB und nach § 315 Abs. 4 HGB

Angaben der Nr. 1, Nr. 3 und Nr. 7 sind im Anhang gemacht. Nach § 84 AktG ist der Vorstand durch den Aufsichtsrat zu bestellen und abzuberufen. Satzungsänderungen sind nach §§ 119 Abs. 1 Nr. 5, 133, 179 Abs. 1 und 2 AktG allein der Hauptversammlung vorbehalten. Gemäß § 13 der Satzung ist der Aufsichtsrat befugt, Änderungen der Satzung zu beschließen, die nur deren Fassung betreffen. Das gilt auch für die Anpassung der Satzung infolge einer vom Vorstand durchgeführten Kapitalerhöhung aus genehmigten Kapital gem. § 202 ff. AktG.

5.2. Angaben nach § 289 Abs. 5 HGB und nach §315 Abs. 2 Nr. 5 HGB

Die Gesellschaft hat den Rechnungslegungsprozess an die HERMANN & Partner GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Steuerberatungsgesellschaft, Frankfurt am Main ausgelagert. Die Überwachung wird vom Vorstand mittels regelmäßiger Kommunikation und persönlicher Rücksprache vorgenommen.

5.3. Angaben nach § 289a HGB

Die Erklärung zur Unternehmensführung und die nach § 161 AktG vorgeschriebene Erklärung wurde abgegeben und den Aktionären auf der Homepage der Gesellschaft (www.fritznols.com) dauerhaft zugänglich gemacht.

 

Frankfurt am Main, im April 2016

Fritz Nols AG

gez. Hendrik Klein, Vorstand

Anhang zum Jahresabschluss per 31. Dezember 2014

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss der Fritz Nols AG (vormals Fritz Nols Global Equity AG) zum 31. Dezember 2014 wurde unter Beachtung der handels- und aktienrechtlichen Vorschriften gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB und nach dem AktG aufgestellt.

Nachdem die Gläubigerversammlung im Juli 2008 dem Insolvenzplan zugestimmt und die Hauptversammlung im März 2009 die Fortführung des Unternehmens beschlossen hat, wurde das Insolvenzverfahren mit rechtskräftigem Beschluss durch das Amtsgericht Frankfurt am Main am 30. Januar 2010 aufgehoben. Die letzte noch im Zuge des Insolvenzplanverfahrens an die Insolvenzgläubiger auszuzahlende Quote wird nach jetzt endgültiger Beilegung der Rechtsstreite mit dem Finanzamt Frankfurt am Main und der Stadt Frankfurt am Main im März 2016 an die Gläubiger ausgezahlt.

Bei der Gesellschaft handelt es sich um eine große Kapitalgesellschaft i. S. von § 267 Abs. 3 HGB.

Die Aufstellung des Jahresabschlusses erfolgte unter Beachtung der handelsrechtlichen Rechnungslegungsvorschriften.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt. Für die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde die Staffelform gewählt.

Soweit Ausweiswahlrechte für Angaben im Anhang oder in der Bilanz bestehen, wird im Regelfall die Angabe im Anhang gewählt.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Der Jahresabschluss wurde unter dem Grundsatz der Unternehmensfortführung (Going Concern) aufgestellt, da die Gesellschaft bisher fortgeführt wurde und die Geschäftstätigkeit mit dem Geschäftsjahr 2014 wieder aufgenommen hat. Werterhellende Tatbestände bis zur Aufstellung des Jahresabschlusses wurden berücksichtigt.

Die Vermögensgegenstände und Schulden werden einzeln bewertet. Es wird vorsichtig bewertet, namentlich werden alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Abschlussstichtag entstanden sind berücksichtigt, selbst wenn diese erst zwischen dem Abschlussstichtag und der Aufstellung des Jahresabschlusses bekannt geworden sind. Gewinne werden nur berücksichtigt, wenn sie bis zum Abschlussstichtag realisiert wurden.

Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bewertet. Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag wegen dauernder Wertminderung waren nicht vorzunehmen.

Die sonstigen Vermögensgegenstände werden zum Nennwert bzw. nach dem strengen Niederstwertprinzip bilanziert.

Die Flüssigen Mittel werden zum Nennwert ausgewiesen.

Die übrigen Rückstellungen werden in Höhe des Betrages, der nach vorsichtiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, gebildet. Der Wertansatz beinhaltet alle erkennbaren Risiken.

Aufwendungen und Erträge werden periodengerecht abgegrenzt.

III. Angaben und Erläuterungen zur Bilanz

Das Anlagevermögen hat sich entwickelt:

    Wert Stand Beginn Geschäftsjahr Zugänge Geschäftsjahr Abgänge Geschäftsjahr Abschreibung Geschäftsjahr Wert Stand Ende -Geschäftsjahr
 
Finanzanlagen          
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 4.598.604,00 0,00 0,00 4.598.604,00
  0,00 4.598.604,00 0,00 0,00 4.598.604,00

Die Anteile an verbundenen Unternehmen betreffen ausschließlich die 100%-Beteiligung an der Da Vinci Invest AG, Lachen, Schweiz, die im Rahmen einer Sachkapitalerhöhung im Geschäftsjahr in die Gesellschaft eingebracht wurde.

Die sonstigen Vermögensgegenstände setzen sich zusammen:

    Davon mit einer Restlaufzeit      
  Gesamtbetrag Ende Geschäftsjahr bis zu einem Jahr zwischen einem und fünf Jahren von mehr als fünf Jahren Gesamtbetrag Ende Vorjahr
 
Körperschaftsteuerforderungen 2008 74.247,29 0,00 74.247,29 0,00 76.449,18
Gewerbesteuerforderungen 2008 67.018,92 0,00 67.018,92 0,00 92.285,20
Körperschaftsteuerguthaben n. § 37 KStG 26.554,29 8.930,18 17.624,11 0,00 38.256,81
Forderungen aus Umsatzsteuer 2014 16.680,36 0,00 16.680,36 0,00 0,00
Forderungen gg. BOZ CAPITAL GmbH 0,00 0,00 0,00 0,00 5.000,00
  184.500,86 8.930,18 175.570,68 0,00 211.991,19

Zum Zeitpunkt der Erstellung des Jahresabschlusses im April 2016 waren die Forderungen aus Gewerbesteuer 2008 (T€ 67) und die Forderungen aus Körperschaftsteuer 2008 (T€ 74) vollständig eingegangen. Das Körperschaftsteuerguthaben nach § 37 KStG betrifft Forderungen gegenüber der Finanzverwaltung, die in drei Raten zu je T€ 9 im September der Jahre 2015 - 2017 an die Gesellschaft ausgezahlt werden. Das Guthaben wurde entsprechend der Laufzeit der einzelnen Raten mit durchschnittlich 2,92 % p.a. abgezinst.

Die Guthaben bei Kreditinstituten betragen zum Bilanzstichtag T€ 68 (iVj T€ 155).

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten betrifft mit T€ 1 abgegrenzte Mietzahlungen für Januar 2015.

Das gezeichnete Kapital in Höhe von € 5.999.900,00 ist eingeteilt in 5.999.900,00 auf den Inhaber lautende Stückaktien. Der Nennwert der auf den Inhaber lautenden Stückaktie beträgt dementsprechend 1,00 €.

In der am 09. April 2014 durchgeführten Hauptversammlung wurde eine Kapitalerhöhung um bis zu € 4.598.604,00 auf bis zu € 5.999.900,00 durch Ausgabe entsprechender Stückaktien beschlossen. Die Kapitalerhöhung erfolgt gegen Sacheinlage. Gegenstand der Sacheinlage sind sämtliche 30.000.000 Aktien an der Da Vinci Invest AG, Lachen, Schweiz, eingetragen im Handelsregister des Kantons Zug (Schweiz) unter der Nummer CH-114.912.793.

Zum 31. Dezember 2014 war die Kapitalerhöhung in Höhe von € 4.598.604,00 durchgeführt und abgeschlossen. Sie wurde am 26. August 2014 in das Handelsregister Frankfurt am Main eingetragen. Damit sind die neuen Aktien mit Beginn des Geschäftsjahres 2014 gewinnbezugsberechtigt.

Des Weiteren wurde in dieser Hauptversammlung beschlossen, den Vorstand zu ermächtigen, das Grundkapital der Gesellschaft um insgesamt bis zu € 700.648,00 gegen Bar- oder Sacheinlagen zu erhöhen (genehmigtes Kapital) bzw. um weitere € 1.799.352,00 zu erhöhen, sofern das Grundkapital nach der Sachkapitalerhöhung mindestens € 5.000.000,00 beträgt. Eine Erhöhung des Kapitals ist bis zum Zeitpunkt der Erstellung des Jahresabschlusses (April 2016) nicht erfolgt.

Die sonstigen Rückstellungen stellen sich wie folgt dar:

  Stand Beginn Geschäftsjahr Inanspruchnahme Auflösung Zuführung Stand Ende -Geschäftsjahr
Gläubigerforderungen 375.920,29 € - 100.896,66 € - 94.822,44 € 6.798,81 € 187.000,00 €
Abschluss- und Prüfungskosten 20.422,87 € - 20.422,87 € 0,00 € 39.000,00 € 39.000,00 €
Kosten Hauptversammlung u.a. 35.650,00 € 0,00 € - 35.650,00 € 20.000,00 € 20.000,00 €
Ausstehende Lieferantenrechnungen 0,00 € 0,00 € 0,00 € 23.930,00 € 23.930,00 €
Rechts- und Beratungskosten 9.414,05 € 0,00 € - 5.414,05 € 28.270,00 € 32.270,00 €
  441.407,21 € -121.319,53€ -135.886,49 € 117.998,81 € 302.200,00 €

Im Frühjahr 2014 wurden, entsprechend der Bestimmungen des Insolvenzplans, T€ 101 an die Insolvenzgläubiger ausgezahlt. Im Rahmen des Insolvenzplans wird die letzte und abschließende Quotenzahlung in Höhe von T€ 187 im April 2016 an die Gläubiger ausgezahlt werden. Da für die Gläubiger dann keine weiteren Mittel mehr zur Verfügung stehen, ist die dafür gebildete Rückstellung in Höhe von T€ 95 aufzulösen. Für die noch für die Abwicklung der Quotenzahlung in 2015 und 2016 anfallenden Aufwendungen (Treuhändervergütung, Steuerberatungsksoten, Lohnabrechnung usw.) wurde zum 31. Dezember 2014 ein Betrag in Höhe von T€ 14 zurückgestellt.

Die Verbindlichkeiten der Gesellschaft weisen folgende Restlaufzeiten aus:

    Davon mit einer Restlaufzeit
  Gesamtbetrag Ende Geschäftsjahr bis zu einem Jahr zwischen einem und fünf Jahren von mehr als fünf Jahren Gesamtbetrag Ende Vorjahr
 
Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistungen 188.902,80 188.902,80 0,00 0,00 0,00
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 29.920,21 29.920,21 0,00 0,00 0,00
Sonstige Verbindlichkeiten 130.879,06 130.879,06 0,00 0,00 38.270,80
  349.702,07 349.702,07 0,00 0,00 38.270,80

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen ein Verrechnungskonto bei der Da Vinci Invest AG, Lachen, Schweiz. Die Verbindlichkeit wurde im Geschäftsjahr nicht verzinst.

Die sonstigen Verbindlichkeiten betreffen ausschließlich ein Darlehen des Aktionärs und Vorstands der Gesellschaft, Herrn Hendrik Klein. Das Darlehen wurde im Geschäftsjahr nicht verzinst.

Die Gesellschaft hat keine Sicherheiten i. S. d. § 285 Nr. 1 b HGB für ihre Verbindlichkeiten gestellt.

Am Bilanzstichtag bestanden keine Eventualverbindlichkeiten.

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen betreffen:

  bis 1 Jahr
T€
2 bis 5 Jahre
T€
Erwerb zweier Mehrheitsbeteiligungen 0 10
Ausreichung eines Darlehens 0 2.000
Verpflichtungen aus Mietverträgen 3 3
  23 2.000

Die Fritz Nols AG hat im Dezember 2015 eine Beteiligungsvereinbarung abgeschlossen. Laut der Vereinbarung ist die Fritz Nols AG verpflichtet, sich mehrheitlich an zwei Kapitalgesellschaften zu beteiligen. Für den Kaufpreis von T€ 10 erhält die Fritz Nols AG 50% der Anteile plus einen Anteil an einer deutschen Kapitalgesellschaft sowie 50% der Anteile (Shares) plus einen Anteil (Share) an deren englischer Muttergesellschaft. Des Weiteren hat sich die Fritz Nols AG verpflichtet diesen Gesellschaften im Jahr 2016 Kapital in Höhe von T€ 2.000 in Form eines Betriebsmitteldarlehens zur Verfügung zu stellen.

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Im Geschäftsjahr hat die Gesellschaft Umsatzerlöse in Höhe von T€ 40 erwirtschaftet. Die Umsatzerlöse betreffen ausschließlich Beratungsleistungen gegenüber einem ausländischen Kunden.

Die sonstigen betrieblichen Erträge betreffen ausschließlich Auflösungen aus Rückstellungen in Höhe von T€ 136.

Die Aufwendungen für bezogene Leistungen belaufen sich im Geschäftsjahr 2014 auf T€ 49. Darin sind mit T€ 40 Leistungen enthalten, die von der Da Vinci Invest AG bezogen wurden.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten im Wesentlichen die Aufwendungen für Börsennotierung und Hauptversammlung (T€ 126), die Aufwendungen für die Erstellung und Prüfung des Jahresabschlusses, der Quartalsberichte und des Halbjahreszwischenberichtes (T€ 119), Rechts- und Beratungskosten (T€ 72) sowie Auf-sichtsratsvergütungen (T€ 36).

Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge betreffen fast ausschließlich Erträge aus Steuererstattungen (T€ 19).

Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen beinhalten Zinsen und Säumniszuschläge für Steuernachzahlungen aus dem Jahr 2008 (T€ 8) sowie Zinsaufwendungen aus der Abzinsung einer Forderung nach § 37 KStG (T€ 2).

Die Steuern vom Einkommen und Ertrag betreffen ausschließlich Gewerbesteuer-nachzahlungen für das Jahr 2008 (T€ 30).

Periodenfremde Erträge und Aufwendungen ergeben sich im Geschäftsjahr wie folgt:

  TEUR TEUR
Erträge aus der Auflösung von    
Rückstellungen   136
Zinserträge aus Steuererstattungen   10
Summe periodenfremde Erträge   146
Aufsichtsratsvergütung 24  
IHK-Beitrag 4  
Forderungsverluste 5  
Prüfungskosten 34  
Rechtsanwaltshonorare 63  
Kosten des Treuhänders 4  
Kosten der Börsennotierung 6 140
Nachzahlungszinsen und Säumniszuschläge auf Steuernachzahlungen   10
Zinsen auf Hauptforderungen eines Gläubigers   4
Gewerbesteuernachzahlungen   30
Summe periodenfremde Aufwendungen   184

V. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Der Jahresabschluss ergibt nach § 264 Abs. 2 HGB ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft.

Eigenkapitalspiegel:

    Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage   Erwirtschaftetes Eigenkapital Gesamt
  EUR EUR EUR EUR
Stand am 01.01.2013 1.200.000,00 120.000,00 -1.547.544,20 -227.544,20
Ausgabe von Anteilen 201.296,00     201.296,00
Periodenergebnis     -86.053,07 -86.053,07
Saldo zum 31.12.2013 1.401.296,00 120.000,00 -1.633.597,27 -112.301,27
Ausgabe von Anteilen 4.598.604,00     4.598.604,00
Periodenergebnis     -286.200,85 -286.200,85
Saldo zum 31.12.2014 5.999.900,00 120.000,00 -1.919.798,12 4.200.101,88

Aufgrund des Jahresfehlbetrages und des Verlustvortrages aus den Vorjahren verfügt die Gesellschaft am Bilanzstichtag nicht über Eigenkapital, das für eine Ausschüttung an die Aktionäre zur Verfügung steht.

KAPITALFLUSSRECHNUNG 2014 (indirekte Methode):

  Geschäftsjahr Vorjahr
  EUR EUR
Periodenergebnis vor außerordentlichen Posten -286.200,85 -86.053,07
- Abnahme der Rückstellungen -139.207,21 -150.131,68
- Abnahme anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 0,00 -139.229,20
+ Abnahme anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 26.278,34 7.627,33
+ Zunahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 188.902,80 0,00
Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit -210.226,92 -367.786,62
- Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen 4.598.604,00 0,00
Cashflow aus der Investitionstätigkeit 4.598.604,00 0,00
+ Einzahlungen aus Eigenkapitalzuführungen 4.598.604,00 201.296,00
+ Zunahme der sonstigen Verbindlichkeiten 92.608,26  
+ Zunahme der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 29.920,21 0,00
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 4.721.132,47 201.296,00
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds (Summe der Cashflows) -87.698,45 -166.490,62
+ Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 155.385,55 321.876,17
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 67.687,10 155.385,55

VI. Sonstige Angaben

Anzahl der Mitarbeiter

Im Geschäftsjahr wurden - wie im Vorjahr - keine Mitarbeiter beschäftigt.

Wesentliche Aktionäre

Die Aktionärsstruktur zum 31.12.2014 hat sich nach Kenntnis des Vorstands wie folgt entwickelt:

  31.12.2014 31.12.2013
Aktionäre Anzahl Aktien Aktienanteil Anzahl Aktien Aktienanteil
Da Vinci Invest Ltd., Wakefield, UK 0 0,00% 343.920 24,54%
Da Vinci Arbitrage Fund TMF Trustees Singapore Ltd 155.398 2,59% 335.194 23,92%
Fritz Nols, Plauen 0 0,00% 198.110 14,14%
Exchange Investors N.V., Amsterdam 0 0,00% 139.694 9,97%
Hendrik Klein, Schweiz 1.682.972 28,05% 58.000 4,14%
Abacus Ltd., Vereinigte Arabische Emirate 1.793.370 29,89% 0 0,00%
Free Float 1.418.376 23,64% 125.082 23,29%
Thomas Hartzsch 293.995 4,90% 0 0,00%
Susanne Schnell, Schweiz 264.596 4,41% 0 0,00%
Silvio Dietz, Deutschland 211.196 3,52% 0 0,00%
Frank Scheunert, Vereinigte Arabische Emirate 179.997 3,00% 0 0,00%
  5.999.900 100,00% 1.200.000 100,00%

Dem Vorstand der Gesellschaft sind keine weiteren Veränderungen der wesentlichen Beteiligungen (über 10%) bekannt.

Angaben gemäß § 160 Abs. 1 Nr. 8 AktG

Die Gesellschaft erhielt im Geschäftsjahr 2014 folgende Mitteilungen:

Am 02.04.2014:

Der Stimmrechtsanteil von Herrn Steffen Hipp, Schweiz, an der Fritz Nols AG hat am 28.03.2014 die Schwelle von 3% der Stimmrechte überschritten und beträgt zu diesem Tag 4,04% (das entspricht 56.500 Stimmrechten). Diese hält Herr Steffen Hipp unmittelbar als Eigentümer.

Am 6.05.2014:

Der Stimmrechtsanteil des Da Vinci Arbitrage Fund, Singapore, Singapore, an der Fritz Nols AG hat am 5.05.2014 die Schwelle von 20% und 15% der Stimmrechte unterschritten und beträgt an diesem Tag 11,07% (das entspricht 155.194 Stimmrechten) betragen hat.

Am 18.06.2014:

Der Stimmrechtsanteil von Herrn Rainer Schwöppe, wohnhaft in Saulheim, Deutschland, an der Fritz Nols AG hat am 11. Juni 2014 die Schwelle von 3% überschritten und beträgt zu diesem Tag 3,93% (55.200 Stimmrechte). Diese hält Rainer Schwöppe unmittelbar als Eigentümer.

Der Stimmrechtsanteil von Herrn Tomas Kayser, wohnhaft in Berlin, Deutschland, an der Fritz Nols AG hat am 10. Juni 2014 die Schwelle von 3% überschritten und beträgt zu diesem Tag 3,71% (52.000 Stimmrechte). Diese hält Herr Tomas Kayser unmittelbar als Eigentümer.

Der Stimmrechtsanteil von Frau Gabriele Thomas, Frankfurt am Main, Deutschland, an der Fritz Nols AG hat am 11. Juni 2014 die Schwelle von 3% überschritten und beträgt zu diesem Tag 3,69% (51.698 Stimmrechte). Diese hält Gabriele Thomas unmittelbar als Eigentümer.

Am 20.08.2014:

Der Stimmrechtsanteil von Herrn Klaus E.H. Zapf, Deutschland, an der Fritz Nols AG hat am 1.10.2008 die Schwelle von 10% unterschritten und beträgt zu diesem Tag 9,44% (113.330 Stimmrechte). Diese hielt Klaus E.H. Zapf unmittelbar als Eigentümer.

Weiterhin wird gemäss § 21 Absatz 1 WpHG mitgeteilt, dass der Stimmrechtsanteil von Herrn Klaus E.H. Zapf, Deutschland, an der Fritz Nols AG am 8.10.2008 die Schwelle von 5% unterschritten hat und zu diesem Tag 4,66% (55.869 Stimmrechte) beträgt. Diese hielt Klaus E.H. Zapf unmittelbar als Eigentümer.

Weiterhin wird gemäss § 21 Absatz 1 WpHG mitgeteilt, dass der Stimmrechtsanteil von Herrn Klaus E.H. Zapf, Deutschland, an der Fritz Nols AG am 25.11.2008 die Schwelle von 3% unterschritten hat und zu diesem Tag 0,86% (10.312 Stimmrechte) beträgt. Diese hielt Klaus E.H. Zapf unmittelbar als Eigentümer.

Am 01.09.2014:

Der Stimmrechtsanteil des Da Vinci Arbitrage Fund, Singapur, an der Fritz Nols AG hat am 26.08.2014 die Schwellen von 10%, 5% und 3% unterschritten und beträgt zu diesem Tag 2,59% (155.194 Stimmrechte). Diese hält der Da Vinci Arbitrage Fund unmittelbar als Eigentümer.

Der Stimmrechtsanteil von Herrn Tomas Kayser, Deutschland, an der Fritz Nols AG hat am 26.08.2014 die Schwellen von 5% und 3% unterschritten und beträgt zu diesem Tag 2,22% (133.000 Stimmrechte). Diese hält Herr Tomas Kayser unmittelbar als Eigentümer.

Der Stimmrechtsanteil von Herrn Hendrik Klein, Schweiz, an der Fritz Nols AG hat am 26.08.2014 die Schwellen von 20% und 25% überschritten und beträgt zu diesem Tag 28,05% (1.683.053 Stimmrechte). Diese hält Herr Hendrik Klein unmittelbar als Eigentümer.

Der Stimmrechtsanteil von Herrn Andreas Schnell, Schweiz, an der Fritz Nols AG hat am 26.08.2014 die Schwelle von 3% überschritten und beträgt zu diesem Tag 3,52% (211.536 Stimmrechte). Diese hält Herr Andreas Schnell unmittelbar als Eigentümer.

Der Stimmrechtsanteil von Herrn Thomas Hartzsch, Schweiz, an der Fritz Nols AG hat am 26.08.2014 die Schwellen von 3%, 5% und 10% überschritten und beträgt zu diesem Tag 14,29% (857.640 Stimmrechte). Diese hält Herr Thomas Hartzsch unmittelbar als Eigentümer.

Der Stimmrechtsanteil der Abacus Ltd., Ras Al Khaimah, Vereinigte Arabische Emirate, an der Fritz Nols AG hat am 26.08.2014 die Schwellen von 3%, 5%, 10%, 15%, 20% und 25% überschritten und beträgt zu diesem Tag 29,89% (1.793.455 Stimmrechte). Diese hält die Abacus Ltd. unmittelbar als Eigentümer.

Der Stimmrechtsanteil von Herrn Silvio Dietz, Deutschland, an der Fritz Nols AG hat am 26.08.2014 die Schwelle von 3% überschritten und beträgt zu diesem Tag 4,41% (264.420 Stimmrechte). Diese hält Herr Silvio Dietz unmittelbar als Eigentümer.

Am 02.09.2014:

Der Stimmrechtsanteil von Herrn Frank Scheunert, Vereinigte Arabische Emirate, an der Fritz Nols AG hat am 26.08.2014 die Schwellen von 10% und 5% unterschritten und beträgt an diesem Tag 3,00005% (180.000 Stimmrechte). Diese hält Frank Scheunert unmittelbar als Eigentümer.

Am 09.09.2014:

Der Stimmrechtsanteil von Herrn Alexander Burov, Russland an der Fritz Nols AG hat am 26.08.2014 die Schwellen von 3%, 5%, 10%, 15%, 20% und 25% überschritten und beträgt an diesem Tag 29,89% (das entspricht 1.793.455 Stimmrechte).

29.89% der Stimmrechte (das entspricht 1.793.455 Stimmrechten) sind Herrn Alexander Burov gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 1 WpHG zuzurechnen.

Zugerechnete Stimmrechte werden dabei gehalten über folgendes von ihm kontrolliertes Unternehmen, dessen Stimmrechtsanteil 3% oder mehr beträgt: Abacus Ltd.

Am 29.09.2014:

Der Stimmrechtsanteil von Herrn Thomas Hartzsch, Schweiz, an der Fritz Nols AG hat am 26.09.2014 die Schwellen von 10% und 5% unterschritten und beträgt zu diesem Tag 4,90% (293.995 Stimmrechte). Diese hält Herr Thomas Hartzsch unmittelbar als Eigentümer.

Am 29.10.2014:

Der Stimmrechtsanteil von Herrn Steffen Oliver Hipp, Schweiz an der Fritz Nols AG hat am 27.10.2014 die Schwelle von 3% überschritten und beträgt zu diesem Tag 3,53% (das entspricht 211.796 Stimmrechte).

Am 18.11.2014:

Korrekturveröffentlichung (Frankfurt am Main 18.11.2014/17:00) die Stimmrechtsmitteilung von Herrn Andreas Schnell liegt bisher nicht vor, die Veröffentlichung vom 01.09.2014 ist als gegenstandslos zu betrachten.

Am 20.11.2014:

Der Stimmrechtsanteil von Frau Gabriele Thomas, Frankfurt am Main, Deutschland, an der Fritz Nols AG hat am 26.08.2014 die Schwelle von 3% unterschritten und beträgt zu diesem Tag 0,85% (das entspricht 50.763 Stimmrechte).

Am 26.11.2014:

Der Stimmrechtsanteil von Herr Rainer Schwöppe, Deutschland, an der Fritz Nols AG hat am 24.02.2014 die Schwelle von 3% überschritten und beträgt zu diesem Tag 3,65% (das entspricht 51.100 Stimmrechte).

Am 27.11.2014:

Der Stimmrechtsanteil von Herrn Steffen Oliver Hipp, Schweiz, an der Fritz Nols AG hat am 17.11.2014 die Schwelle von 3% unterschritten und beträgt zu diesem Tag 2,95% (176.886 Stimmrechte). Diese hält Herr Steffen Oliver Hipp unmittelbar als Eigentümer.

Der Stimmrechtsanteil von Herrn Rainer Schwöppe, Deutschland, an der Fritz Nols AG hat am 26.08.2014 die Schwelle von 3% unterschritten und beträgt zu diesem Tag 0,94% (56.443 Stimmrechte). Diese hält Herr Rainer Schwöppe unmittelbar als Eigentümer.

Weitere Veränderungen der Beteiligungsverhältnisse, die nach § 160 Abs. 1 Nr. 8 AktG anzugeben wären, sind der Gesellschaft nicht mitgeteilt worden.

Entsprechenserklärung nach § 161 AktG

Die nach § 161 AktG vorgeschriebene Erklärung wurde abgegeben und den Aktionären auf der Homepage der Gesellschaft (www.fritznols.com) dauerhaft zugänglich gemacht.

Organe

Vorstand

Hendrik Klein, Fondsmanager, Tagelswangen/Schweiz

Aufsichtsrat

Der Aufsichtsrat bestand im gesamten Geschäftsjahr aus folgenden Mitgliedern:

Herrn Dr. Oliver Maaß, Rechtsanwalt, München (Aufsichtsratsvorsitzender). Herr Dr. Maaß gehört den folgenden anderen gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten im Sinne des § 125 Absatz 1 Satz 5 AktG an:

arivis AG, Unterschleißheim bei München

GIG Grundbesitz Immobilien AG, München

GTM Good Time Music AG, München

Gramax Capital AG, München

Nevira Vermögensverwaltung AG, München

Superwise Video Technologies AG, Wolfratshausen

Z.E.U.S. Beratungszentrum für Energie und Sanierung AG, München

Herr Ernst Henning Graf von Hardenberg, Bankvorstand i.R., Berlin, (stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender). Graf von Hardenberg gehört den folgenden anderen gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten im Sinne des § 125 Absatz 1 Satz 5 AktG an:

Intertainment AG, München.

Herrn Jaan Schagen, Rohstoffhändler, Zug (Schweiz). Herr Schagen gehört keinen anderen gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten im Sinne des § 125 Absatz 1 Satz 5 AktG an und ist auch nicht Mitglied in vergleichbaren Kontrollgremien in- und ausländischer Wirtschaftsunternehmen im Sinne des § 125 Absatz 1 Satz 5 AktG.

Bezüge von Vorstand und Aufsichtsrat

Im Geschäftsjahr hat der Vorstand keine Bezüge erhalten. Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr Bezüge in Höhe von T€ 36 erhalten. Davon sind T€ 24 periodenfremd und betreffen mit jeweils T€ 12 die Geschäftsjahre 2012 und 2013.

Konzernabschluss

Durch die im Rahmen der Kapitalerhöhung erfolgten Einlage aller Anteile an der Da Vinci Invest AG, Lachen, Schweiz, in die Gesellschaft, ist die Gesellschaft eine Konzernmutter im Sinne des § 290 HGB und hat auf den 31.12.2014 einen Konzernabschluss aufgestellt. Der Konzernabschluss wird nach § 325 HGB im elektronischem Bundesanzeiger offengelegt.

Die Gesellschaft verfügt über 100,00 % des gezeichneten Kapitals der Da Vinci Invest AG. Das gezeichnete Kapital der Tochtergesellschaft beläuft sich auf € 249.387,88 (CHF 300.000,00). Das Jahresergebnis der Tochtergesellschaft belief sich in 2014 im Einzelabschluss auf € - 90.942,22. (CHF - 111.958,93). Das Eigenkapital der Tochter-gesellschaft weist per 31.12.2014 einen Fehlbetrag in Höhe von € 187.392,56 (CHF 230.698,89) aus.

Weitere allgemeine Angaben:

Die Honorare der Abschlussprüfungsgesellschaft setzen sich für das Geschäftsjahr 2014 zusammen:

  T€
Abschlussprüfungsleistung 17
andere Bestätigungsleistungen 5
Steuerberatungsleistungen 0
sonstige Leistungen 11
Gesamt 33

Geschäfte mit Nahestehenden

Die Tätigkeit des Vorstands ist unentgeltlich. Dementsprechend ist die Vergütung nicht marktüblich. Das vom Vorstand an die Gesellschaft ausgereichte Darlehen sowie das Verrechnungskonto bei der Da Vinci Invest AG sind nicht verzinst und wurden dementsprechend zu marktunüblichen Bedingungen abgeschlossen.

Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr keine weiteren Geschäfte zu marktunüblichen Konditionen mit nahestehenden Unternehmen oder nahestehenden Personen getätigt.

Sitz der Gesellschaft:

Der Sitz der Gesellschaft ist Frankfurt am Main.

Ergebnisverwendung

Der Vorstand schlägt der Hauptversammlung vor, den Jahresfehlbetrag in Höhe von € 286.200,85 auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Frankfurt am Main, im April 2016

Fritz Nols AG

gez. Hendrik Klein, Vorstand

Inhaltsverzeichnis

1. GRUNDLAGEN DER FRITZ NOLS AG

1.1 Geschäftsmodell der Fritz Nols AG

1.1.1 Das Beratungsgeschäft:

1.1.2 Das Beteiligungsgeschäft:

1.2 Geschäftsmodell der Da Vinci Invest AG

2. WIRTSCHAFTSBERICHT

2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

2.1.1 Auswirkungen auf das Geschäft der Fritz Nols AG

2.2 Geschäftsverlauf

2.2.1 Das Geschäftsjahr 2014

2.2.1.1 Fritz Nols AG

2.2.1.2 Aktuelle Projekte

2.3 Lage

2.3.1 Lage der Gesellschaft

2.3.2 Konzernbilanz

2.3.3 Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage

2.4 Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

2.4.1 Finanzielle Leistungsindikatoren

2.4.2 Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

2.5 Rück- und Ausblick

2.5.1 Rückblick

2.5.2 Ausblick für 2015

3. RISIKOBERICHT

3.1 Das Risikomanagementsystem der Fritz Nols AG und des Fritz Nols Konzerns

3.1.1 Ziele des Risikomanagements

3.1.2 Risikomanagement der Da Vinci Invest AG

3.1.3 Risikomanagement der Fritz Nols AG

3.2 Die Risiken der Fritz Nols AG und des Konzerns

4. PROGNOSE- UND CHANCENBERICHT

4.1 Ausblick auf den Markt für 2016

4.2 Entwicklung der Geschäftsfelder der Fritz Nols AG und des Konzerns

4.2.1 Geschäftsfeld Beratungen

4.2.2 Geschäft mit Beteiligungen

4.2.3 Da Vinci Invest AG

4.3 Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung

4.3.1 Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung von der Da Vinci Invest AG

4.3.2 Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung von der Fritz Nols AG

4.4. Planung 2015 Fritz Nols Konzern

5. WICHTIGE ANGABEN

1. GRUNDLAGEN DER FRITZ NOLS AG

Der Konzernabschluss der Fritz Nols Gruppe umfasst neben einem vollkonsolidierten Tochterunternehmen die Muttergesellschaft Fritz Nols AG im Geschäftsjahr 2014. Die Zentrale des börsengelisteten Konzerns befindet sich in Berlin.

Nach einer (mehrjährigen insolvenzbedingten) Pause nahm die Fritz Nols AG ihr Geschäft zum 1. Januar 2014 wieder auf.

Die Fritz Nols AG stellt per 31. Dezember 2014 zum ersten Mal einen Konzernabschluss auf. Die Vorjahreszahlen beziehen sich auf den Einzelabschluss der Fritz Nols AG, der für Zwecke der Vergleichbarkeit auf IFRS angepasst wurde. Daher sind die Vorjahreszahlen des Einzelabschlusses mit dem Konzernabschluss zum 31.12.2014 nur bedingt vergleichbar.

1.1 Geschäftsmodell der Fritz Nols AG

Die Fritz Nols AG fokussiert sich auf zwei Kerngeschäftsfelder, das Beratungs- und das Beteiligungsgeschäft.

1.1.1 Das Beratungsgeschäft:

Die Fritz Nols AG ist auf die Kapitalmarktberatung (bei IPO´s, M&A, Emissionen von Unternehmensanleihen) von mittelständischen Unternehmen mit einer Marktkapitalisierung unter 2 Mrd. Euro spezialisiert. Die Unternehmer sprechen mit uns auf Augenhöhe und wir sind an praktischen Lösungen interessiert. Der Fokus der Fritz Nols AG und ihren Corporate Angels liegt dabei auf ethisch und moralisch einwandfreien und ökologisch und ökonomisch nachhaltigen Geschäftsmodellen.

Die Kapitalmarktberatung wird je nach Fall und auf Wunsch durch ein Team von Interimsmanagern, die wir als Corporate Angels bezeichnen, unterstützt. Diese Corporate Angels unterstützen Mandanten in kritischen Phasen wie Restrukturierung und Expansion. Corporate Angels wirken als Interimsmanager, die die Aufgaben innerhalb einer Firma und die Führung der Mitarbeiter vorübergehend in die Hand nehmen, bis die vorgegebenen Ziele erreicht sind. Die Unterstützung durch unsere Corporate Angels ermöglicht es, den von uns beratenen Unternehmen sich voll auf die effektive Umsetzung ihrer chancenreichen und nachhaltigen Geschäftsmodelle zu konzentrieren.

Unternehmen und Unternehmer profitieren von unserem umfangreichen Netzwerk. Dieses wird ihnen von der Fritz Nols AG zur Verfügung gestellt und hilft bei der Gewinnung von Kunden, Geschäftspartner und Investoren. Unser Netzwerk von Business-Partnern stammt aus der Automobil-Branche, dem Bankenwesen, der erneuerbaren Energien, der Modeindustrie und aus dem Bereich der modernen Technologien.

1.1.2 Das Beteiligungsgeschäft:

Die Fritz Nols AG beteiligt sich an Unternehmen mit ethisch und moralisch integren und ökologisch und ökonomisch nachhaltigen Geschäftsmodellen. Das Unternehmen ist klar gewinnorientiert, so dass nur Unternehmen in Frage kommen, die bereits erste Umsätze und eine Mindestanzahl an Kunden vorweisen können.

Die Palette der Dienstleistungen, die im Rahmen des Beteiligungsgeschäftes angeboten werden, reicht von Corporate Finance Services, über Restrukturierungsumsetzungen, Online Marketing über das Unternehmens-Setup bis hin zu administrativen Tätigkeiten. Außerdem gewährt die Fritz Nols AG Zugang zu ihrem Netzwerk, um Unternehmen die Lieferanten-, Kunden- und Investorengewinnung zu erleichtern. Die Unterstützung der Corporate Angels ermöglicht es den Unternehmern, sich vollständig auf die Umsetzung ihrer Geschäftsidee zu konzentrieren.

1.2 Geschäftsmodell der Da Vinci Invest AG

Die 100% Tochter Da Vinci Invest AG ist ein unabhängiger Schweizer Vermögensverwalter und verwaltet Investmentfonds in Singapur, den Cayman Islands und Luxemburg, die u.a. die Investmentstrategie Distressed & Special Situations (Unternehmen in schwierigen Phasen) verfolgen. Die Gelder werden für institutionelle Anleger, Dachfonds und private Investoren verwaltet. Weitere Investmentstrategien sind aus dem Bereich Hochfrequenzhandel mit der Spezialisierung auf Systematic Quantitative CTA (Nachrichtenbezogene Algorithmus-Systeme).

2. WIRTSCHAFTSBERICHT

2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die Kapitalmärkte in 2014 - Geld- als Konjunkturpolitik

Die Hoffnungen auf eine weltweite Belebung der Konjunktur haben sich 2014 nicht erfüllt. Wie 2013 ist die Weltwirtschaft im vergangenen Jahr nur um unterdurchschnittliche 3,3 % gewachsen. Gebremst wurde das globale Wachstum vor allem durch das schwächere Wachstum in den Schwellenländern, insbesondere in China, und den Konjunktureinbruch in Japan nach der Anhebung der Mehrwertsteuer. Die Volkswirtschaften in den westlichen Industrieländern konnten dagegen zulegen. In den USA hat die Wirtschaft die Krise endgültig überwunden. Der witterungsbedingte Einbruch zu Jahresbeginn wurde schnell aufgeholt. Insgesamt wuchs die US-Wirtschaft im Berichtsjahr um 2,4%. Im zweiten und dritten Quartal 2014 legte das reale Bruttoinlandsprodukt saisonbereinigt um mehr als 1% pro Quartal zu. Und auch im Schlussquartal 2014 betrug das Plus nach ersten Schätzungen 0,75%. Noch beeindruckender ist die Erholung am US-Arbeitsmarkt. Im vergangenen Jahr nahm die Beschäftigung um 2% zu. Dies ist der stärkste Anstieg seit 2006. Die Arbeitslosigkeit liegt inzwischen mit zuletzt 5,6% nicht mehr weit von der Vollbeschäftigungsmarke der amerikanischen Notenbank entfernt. In einem ersten Schritt hat die US-Notenbank daher im Oktober den Kauf von Anleihen eingestellt. Zuvor hatte die US Notenbank ihre Bilanzsumme seit Beginn der Finanzmarktkrise auf rund 4 500 Mrd. US-Dollar verfünffacht.

Auch im Euroraum hat die Wirtschaft 2014 wieder in die Wachstumsspur zurückgefunden. Mit schätzungsweise 0,9 % fiel das Plus aber sehr bescheiden aus und die Arbeitslosigkeit sank nur geringfügig. Mit 11,4% lag die Arbeitslosenquote zum Jahresende 2014 weiterhin auf einem sehr hohen Niveau. Anders als in den USA sind in einigen Euroländern die vorausgegangenen Übertreibungen an den Immobilienmärkten und die übermäßige Verschuldung von Unternehmen und privaten Haushalten noch nicht vollständig korrigiert. Die deutsche Wirtschaft war auch 2014 die Konjunkturlokomotive im Euroraum. Sie wuchs mit 1,6% erneut deutlich stärker als die Wirtschaft in den übrigen Euroländern. Allerdings hat die Erholung in Deutschland im Jahresverlauf merklich an Schwung verloren.

Nach einem guten Start ins Jahr, der teilweise auch auf die ungewöhnlich milde Witterung zurückzuführen war, trat sie im Sommerhalbjahr auf der Stelle. Erst im Schlussquartal konnte die deutsche Wirtschaft wieder moderat zulegen. Die Europäische Zentralbank hat 2014 ihre Stabilisierungsmaßnahmen weiter ausgeweitet.

Nach dem Rückgang der Inflationsrate auf nur noch 0,5% im Frühjahr beschloss sie im Juni ein weiteres umfangreiches Maßnahmenpaket. Unter anderem senkte sie den Refinanzierungssatz auf 0,15% und den Einlagesatz auf - 0,10%. Im September folgte eine weitere Zinssenkung um 0,1 Prozentpunkte auf 0,05% und - 0,20%. Zudem stellte die EZB den Banken zielgerichtete Sondermittel für vier Jahre zur Verfügung. Inzwischen haben die einbrechenden Rohölpreise die Inflationsrate deutlich in den negativen Bereich gedrückt. In der Folge haben auch die langfristigen Inflationserwartungen abgenommen. Um diese zu stabilisieren, hat die Europäische Zentralbank im Januar 2015 beschlossen, Staatsanleihen in großem Umfang zu kaufen.

Die Finanzmärkte wurden auch 2014 von der sehr expansiven Geldpolitik der wichtigsten Notenbanken in den Industrieländern dominiert. Dies führte dazu, dass Anleger weiter in risikoreichere Anlageformen wie Aktien, Unternehmensanleihen und die Staatsanleihen der Peripherieländer drängten.

Im abgelaufenen Jahr 2014 zeigte sich die Weltkonjunktur asymmetrisch. Während sich die US-Wirtschaft robust entwickelte, fielen die Wirtschaftsdaten in den Euroländern deutlich verhaltener aus. Ursachen dafür waren vor allem die reformunwillige Wirtschaftspolitik vieler Euro-Länder sowie die Wirtschaftsmisere in Russland. Besonders die Konjunkturlokomotive der Eurozone Deutschland war davon betroffen.

Die Volkswirtschaften Asiens und der Schwellenländer litten stark unter dem steigenden US-Dollar, der den Schuldendienst der teilweise in US-Dollar verschuldeten Schwellenländer erheblich verteuerte. Der deutlich gefallene Ölpreis erhöhte zwar die Kaufkraft der Konsumenten und die Margen der Unternehmen in den westlichen Industrieländern, setzte jedoch die rohstoffexportierenden Staaten stark unter Druck.

Entspannend für die Finanzmärkte wirkten die geldpolitischen Lockerungsschritte der EZB und der Bank of Japan. Doch auch nach der Senkung des Leitzinses durch die EZB auf 0,05% war die Kreditvergabe im Euroraum weiter rückläufig. Um sie zu beleben, richtete die EZB ihren geldpolitischen Fokus ab dem dritten Quartal auf Aufkaufprogramme für kreditbesicherte Wertpapiere und Pfandbriefe. Angesichts einer sinkenden Inflationsrate, die zum Jahresende hin sogar Deflationsniveau erreichte, begann die EZB zusätzlich mit der verbalen Weichenstellung für ein ausgedehntes Aufkaufprogramm von Staatsanleihen. Diese freizügige Geldpolitik führte zu einer markanten Abwertung des Euro gegenüber wichtigen Konkurrenzwährungen und lies die Anleiherenditen auf Rekordtiefs fallen. Das kam den Aktienmärkten der Eurozone zugute. Für einen nachhaltigen Kursanstieg fehlten jedoch bessere fundamentale Daten.

Vor diesem Hintergrund und wegen Bedenken vor einem Austritt Griechenlands aus dem Euro konnten die Aktien des Euroraums (EuroStoxx50) nur leicht um 1,2% zulegen. Eher schwach entwickelten sich auch die konjunktur- und exportsensitiven deutschen Aktienindizes DAX und MDAX mit leichten Kursgewinnen von 2,7% bzw. 2,2%.

Auf Branchenebene hatten Versorger unter den Folgen der Energiewende und Banken unter den Befürchtungen eines griechischen Schuldenschnitts zu leiden. Auch die konjunktursensitiven Branchen der verschiedenen Industrie- und Technologiebereiche gerieten unter Druck, was sich in den ab Frühjahr rückläufigen ifo Geschäftserwartungen widerspiegelte.

Aufgrund des deutlich gesunkenen Ölpreises sowie der Abschwächung des Euro kam es zum Jahresende hin jedoch zu einer Trendwende. Gestützt von der robusten US-Konjunktur war der US-Aktienindex S&P500 - auf Euro-Basis - mit einem Kursgewinn von 26,9% der Outperformer unter den bedeutenden Aktienmärkten. Durch die Abwertung des Euro zeigten auch die Schwellenländer eine robuste Wertentwicklung. Japanische Aktien profitierten trotz Yen-Schwäche von der exportstützenden Offensive der Bank of Japan.

Besonders die deutschen Staatsanleihen avancierten zu Nutznießern der Spekulationen über Aufkäufe von Staatsanleihen durch die EZB. Rohstoffe und insbesondere Rohöl der Sorte Brent zeigten sich dagegen von einer weltweiten Überversorgung und einer strukturellen Angebotserweiterung des Öl- und Gas-Frackings belastet. So gab Rohöl der Sorte Brent auf Euro-Basis rund 38% nach. Der Goldpreis konnte dagegen von der Euro-Schwäche profitieren und legte ca. 12% zu.

2.1.1 Auswirkungen auf das Geschäft der Fritz Nols AG

Im Geschäftsjahr 2014 hatten es die Investment- und Hedgefundmanager schwer Fondskapital einzuwerben. Ein Grund dafür war der Trend sinkender Renditen festverzinslicher Anlagen. Zusätzlich erhöhten sich noch die Compliance Anforderungen für Investmentfondsgesellschaften, dies erschwerte es neue Assets für die Da Vinci Invest AG zu akquirieren.

Die Da Vinci Invest AG hat einen UCIT IV in Luxemburg konzipiert, damit sollen qualifizierte Privatkunden als Zielgruppe erreicht werden.

2.2 Geschäftsverlauf

Der Geschäftsverlauf der Da Vinci Invest AG und der Fritz Nols AG war in 2014 herausfordernd. Bedingt durch die Auswirkungen externer Einflüsse und den zu kleinen Fondsvermögen unserer Investmentfonds, konnte die Da Vinci Invest AG nicht die erhofften Summen an Investorengeldern der Institutionellen Anlagehäuser akquirieren.

Bei der Fritz Nols AG wurde im Geschäftsjahr 2014, während der Restrukturierungsphase der Gesellschaft, die Grundlage gelegt für das Beratungsgeschäft. Die Gesellschaft Blue Nordic Partners wurde im Rahmen des Kapitalmarktberatungsgeschäfts vom Vorstand beraten.

Die ausgewiesene Umsatz- und Gewinnprognose für die Fritz Nols AG aus dem Lagebericht 2013 konnte nicht erreicht werden, da der Vorstand mit Kursgewinnen der Da Vinci Luxury AG im Geschäftsjahr 2014 gerechnet und geplant hatte. Weil diese Kursgewinne nicht als Umsatzerlöse letztendlich verbucht wurden, können auch im Geschäftsjahr 2015 die Kursgewinne der Da Vinci Luxury AG nicht aktiviert werden und sind nur im Anhang unter stille Reserven vermerkt.

2.2.1 Das Geschäftsjahr 2014

2.2.1.1 Fritz Nols AG

Mit Beginn des Geschäftsjahres 2014 hat die Gesellschaft ihre Geschäftstätigkeit wieder aufgenommen. Gegenstand des Unternehmens ist zum einen die Beratung und die Begleitung von Unternehmen im Zusammenhang mit Börsengängen (IPOs). Die Gesellschaft beabsichtigt Beteiligungen zu erwerben und diese Beteiligungen aktiv zu managen.

In der Hauptversammlung am 9. April 2014 wurde eine Kapitalerhöhung, um bis zu €4.598.604,00 auf bis zu €5.999.900,00 durch Ausgabe entsprechender Stückaktien, beschlossen. Die Kapitalerhöhung erfolgte gegen Sacheinlage. Gegenstand der Sacheinlage waren die Anteile an der Da Vinci Invest AG, Lachen, Schweiz.

2.2.1.2 Aktuelle Projekte

Blue Nordic Partners

Die Fritz Nols AG hat 2014 die Blue Nordic Partners AG im Geschäftsbereich Kapitalmarktberatung beraten, die BNP AG möchte mit einem Master Plan die Finanzierung von Mittelständischen Unternehmen lösen. Auf dieser Basis werden Unternehmensaufbau und Bilanz der Unternehmen neu strukturiert mit dem Ziel, mit Hilfe von Blue Nordic bankenunabhängige Finanzierung für das Wachstum der Unternehmen zu erhalten. Nach Umsetzung des Masterplans sind die Unternehmen in der Lage, sich selbstständig auf dem Kapitalmarkt zu (re-) finanzieren.

Um potentiellen Kunden einen noch besseren Service liefern zu können, arbeitet die Fritz Nols AG eng mit Blue Nordic Partners zusammen. Das BNP AG Unternehmen hat eine ähnliche Unternehmensphilosophie wie die Fritz Nols AG.

2.3 Lage

2.3.1 Lage der Gesellschaft

Wie nachfolgend die Gewinn- und Verlustrechnung zeigt, hat der Konzern im, am 31. Dezember 2014 abgeschlossenen Geschäftsjahr, einen Jahresfehlbetrag in Höhe von T€ 378 erwirtschaftet. Der Geschäftsbetrieb erzielte Umsatzerlöse in Höhe von T€ 326. Die Zinserträge betragen T€ 23 und betreffen im Wesentlichen Zinserträge auf Steuererstattungen. Hinzu kommen sonstige betriebliche Erträge in Höhe von T€ 136 die ausschließlich aus der Auflösung von Rückstellungen bei der Fritz Nols AG entstanden sind.

2.3.2 Konzernbilanz

AKTIVA

  Konzern IFRS Fritz Nols AG HGB-Einzelabschluss Fritz Nols AG HGB-Einzelabschluss Da Vinci Invest AG IFRS-Einzelabschluss
  31.12.2014 31.12.2014 31.12.2013 31.12.2014
EUR EUR EUR EUR
Langfristige Vermögenswerte        
Immaterielle Vermögenswerte        
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 4.695.054,34 0,00 0,00 0,00
Finanzanlagen        
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 4.598.604,00 0,00 0,00
Sachanlagen 3.408,00 0,00 0,00 3.408,00
Summe langfristige Vermögenswerte 4.698.462,34 4.598.604,00 0,00 3.408,00
Kurzfristige Vermögenswerte        
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 218.528,34 0,00 0,00 218.528,34
Steuerforderungen 188.318,74 184.500,86 206.991,19 0,00
Sonstige Forderungen 55.421,90 1.211,99 5.000,00 58.027,79
Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 29.920,21
Zahlungsmittel und Zahlungs- mitteläquivalente 74.846,31 67.687,10 155.385,55 7.159,21
Summe kurzfristige Vermögenswerte 537.115,29 253.399,95 367.376,74 313.635,55
Bilanzsumme 5.235.577,63 4.852.003,95 367.376,74 317.043,55

PASSIVA

       
  EUR      
Eigenkapital        
Gezeichnetes Kapital 5.999.900,00 5.999.900,00 1.401.296,00 249.387,88
Kapitalrücklage 120.000,00 120.000,00 120.000,00 0,00
Gewinnrücklagen -2.011.709,17 -1.919.798,12 -1.633.597,27 -437.748,27
Sonstige Rücklagen 968,83 0,00 0,00 968,83
SUMME Eigenkapital 4.109.159,66 4.200.101,88 -112.301,27 -187.392,56
Schulden        
Kurzfristige Schulden        
Sonstige Rückstellungen 334.700,00 302.200,00 441.407,21 32.500,00
Steuerschulden 9.500,00 0,00 0,00 9.500,00
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 205.213,60 188.902,80 0,00 16.310,80
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen   29.920,21 0,00 0,00
Sonstige Verbindlichkeiten 577.004,37 130.879,06 38.270,80 446.125,31
Summe kurzfristige Schulden 1.126.417,97 651.902,07 479.678,01 504.436,11
SUMME Schulden 1.126.417,97 651.902,07 479.678,01 504.436,11
Bilanzsumme 5.235.577,63 4.852.003,95 367.376,74 317.043,55

2.3.3 Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage

2.3.3.1 Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage der Fritz Nols AG

Der Vorstand Hendrik Klein hat in großen Umfang Darlehen aus seinem Privatvermögen der Fritz Nols AG zur Verfügung gestellt. Herr Klein wird auch in Zukunft diesen beiden Unternehmen mit Darlehen in Notfällen helfen, deshalb besteht kein Insolvenzrisiko. Des Weiteren erwartet die Fritz Nols neue Mandate auf dem Kapitalmarkt. Die Beteiligungen der Gesellschaft werden sich auch weiter positiv entwickeln.

2.3.3.2 Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage der Da Vinci Invest AG

Der Vorstand Hendrik Klein hat in großen Umfang Darlehen aus seinem Privatvermögen der Fritz Nols AG zur Verfügung gestellt. Die Da Vinci Invest AG hat noch einen T€ 300 Anspruch an Fondseinnahmen, welcher noch aussteht. Der Da Vinci K 2 Tachyon Fund hat ein Rekordergebnis 2015 erwirtschaftet, daraus resultieren höhere Einnahmen an die DVI AG. Zusätzlich steigen die Kapitalzuflüsse (steigende Assets under Management) in den Da Vinci K 2 Tachyon Fund.

  Konzernergebnis IFRS Fritz Nols AG HGB-Einzelabschluss Fritz Nols AG HGB-Einzelabschluss Da Vinci Invest AG IFRS-Einzelabschluss
  01.01. bis 31.12.2014 01.01. bis 31.12.2014 01.01. bis 31.12.2013 01.01. bis 31.12.2014
  EUR EUR EUR EUR
Umsatzerlöse 326.416,92 40.000,00 0,00 326.416,92
Sonstige Erträge 135.886,49 135.886,49 0,00 968,83
Aufwendungen für bezogene Leistungen -8.824,90 -48.824,90 0,00 0,00
Personalaufwand -138.772,32 0,00 0,00 -138.772,32
Abschreibungen -2.261,29 0,00 0,00 -2.261,29
Sonstige Aufwendungen -647.113,84 -381.528,86 -87.844,94 -265.584,98
Betriebsergebnis -334.668,94 -254.467,27 -87.844,94 -79.232,84
Finanzaufwand -27.406,00 -20.315,52 0,00 -7.090,48
Sonstige Finanzerträge 22.574,07 18.740,54 1.791,87 3.833,53
Verlust vor Steuern -339.500,87 -256.042,25 -86.053,07 -82.489,79
Ertragsteuern -38.611,03 -30.158,60 0,00 -8.452,43
Verlust aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit nach Steuern -378.111,90 -286.200,85 -86.053,07 -90.942,22
Jahresfehlbetrag -378.111,90 -286.200,85 -86.053,07 -90.942,22
Ertrag aus der Währungsumrechnung 968,83      
Gesamtergebnis -377.143,07      

Die Fritz Nols AG hat im Geschäftsjahr 2014 Fremdleistungen in Höhe von € 40.000,00 von der Da Vinci Invest AG bezogen, die diese ihrerseits in den Umsatzerlösen ausgewiesen hat. Im Rahmen der Konsolidierung wurden diese Aufwendungen und Erträge gegeneinander aufgerechnet. Die sonstigen Erträge der Da Vinci Invest AG betreffen ausschließlich Erträge die aus der Umrechnung der Gewinn- und Verlustrechnung Da Vinci Invest AG der von CHF in € entstanden sind. Bei der Konsolidierung werden diese Erträge nicht mehr in den sonstigen betrieblichen Erträgen gezeigt sondern mit den Gewinnrücklagen des Konzerns verrechnet.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzten sich zusammen:

  Konzern IFRS Fritz Nols AG HGB-Einzelabschluss Fritz Nols AG HGB-Einzelabschluss Da Vinci Invest AG IFRS-Einzelabschluss
  01.01. bis 31.12.2014 01.01. bis 31.12.2014 01.01. bis 31.12.2013 01.01. bis 31.12.2014
  T€ T€ T€ T€
Kosten Börsennotierung/HV 126 126 52 0
Jahresabschluss- und Prüfungskosten 141 119 17 22
Forderungsverluste 95 5 0 90
Rechts- und Beratungskosten 94 72 0 22
Mietaufwendungen 49 2 0 47
Finma Strafgebühr/andere Gebühren 10 0 0 10
Aufsichtsrats-/Verwaltungsratsvergütung 45 36 0 9
Reisekosten Arbeitnehmer 29 2 0 27
Aufwendungen für Telefon/Fax/Internet 15 0 0 15
Versicherungsprämien 9 3 18 6
Kfz-Kosten 6 0 0 6
Fremdleistungen und Fremdarbeiten 5 3 0 2
Sonstige Aufwendungen 23 14 1 9
  647 382 88 265

2.4 Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

2.4.1 Finanzielle Leistungsindikatoren

Finanzielle Leistungsindikatoren der Fritz Nols AG

SOLL-Wert

Fritz Nols AG Prognose 2014
Eigenkapitalrendite 13,83%
Gesamtkapitalrendite 14,42%
Eigenkapitalquote 107,30%

IST-Wert

Fritz Nols AG 2014
Eigenkapitalrendite -6,81%
Gesamtkapitalrendite -5,90%
Eigenkapitalquote 86,56%

Finanzielle Leistungsindikatoren des Fritz Nols Konzerns

IST-Wert

Fritz Nols Konzern 2014
Eigenkapitalrendite -9,20%
Gesamtkapitalrendite -7,22%
Eigenkapitalquote 78,49%

Finanzielle Leistungsindikatoren der Da Vinci Invest AG

IST-Wert

Da Vinci Invest AG 2014
Eigenkapitalrendite 0,00%
Gesamtkapitalrendite -18,03%
Eigenkapitalquote -59,11%

2.4.2 Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Partner/Mitarbeiter

Im Berichtsjahr 2014 arbeiteten zwei Partner und einige freie Mitarbeiter in der Fritz Nols AG und im Fritz Nols Konzern. Die Konzerntochter Da Vinci Invest AG beschäftigte im Jahresdurchschnitt 2014 drei Mitarbeiter. Die Fritz Nols AG legt besonderen Wert auf hohe Qualifikation und Weiterbildung seiner Partner/Mitarbeiter. Für ihren engagierten Einsatz im abgelaufenen Geschäftsjahr dankt der Vorstand allen Partnern, Aktionären und freien Mitarbeitern.

Umweltbericht

Die Dienstleistungen der Fritz Nols AG sowie des Fritz Nols Konzerns haben keinerlei nennenswerte umweltbelastende Eigenschaften. Unternehmensintern wird größter Wert auf einen ressourcenschonenden Umgang mit Produktions- (Kopierer, Drucker und andere Geräte der Büroausstattung) und Verbrauchsmitteln gelegt.

2.5 Rück- und Ausblick

2.5.1 Rückblick

Am 15. Oktober 2007 legten die damaligen Vorstände der Fritz Nols AG Hendrik Klein und Frank Scheunert einen Insolvenzplan beim Insolvenzgericht Frankfurt am Main vor. Der Insolvenzplan wurde in leicht abgeänderter Form in der besonderen Gläubigerversammlung vom 8. Juli 2008 von den Gläubigern angenommen und mit Ablauf der zweiwöchigen Widerspruchsfrist am 23. Juli 2008 rechtskräftig.

Die ausstehende Bestätigung des Insolvenzplans durch das Amtsgericht Frankfurt am Main konnte erst nach der Erfüllung der aufschiebenden Bedingung, nämlich der Fassung eines Fortsetzungsbeschlusses durch die Hauptversammlung der Fritz Nols AG erfolgen. Danach können die von den Investoren zur Verfügung gestellten Beträge dem Vermögen der Fritz Nols AG zufließen.

Die Fortsetzung der Gesellschaft wurde in der Hauptversammlung am 23. März 2009 beschlossen. Das Insolvenzverfahren wurde schließlich rechtskräftig und vom Amtsgericht Frankfurt am Main am 30. Januar 2010 aufgehoben.

Im Juli und August 2009 wurde eine erste Abschlagszahlung auf die Quote in Höhe von T€ 870 vorgenommen, was einer Quote von 25,30 % auf die von den Gläubigern angemeldeten und vom Insolvenzverwalter festgestellten Tabellenforderungen entspricht. Im Dezember 2011 und im Januar 2013 wurden weitere Abschläge in Höhe von T€ 588 bzw. T€ 133 auf die festgestellten Forderungen ausgezahlt, so dass sich die Quote um 21,05 % auf 46,35 % erhöhte. Im Frühjahr 2014 erfolgte eine weitere Quotenzahlung von T€ 100, so dass sich die Quote nochmals um 2,90 % auf 48,64 % erhöhte.

Da die Finanzbehörden die Ertragssteuern auf den durch den Forderungsverzicht der Gläubiger entstandenen Sanierungsgewinn als nicht erlasswürdig ansehen, hatten das Finanzamt Frankfurt am Main und die Stadt Frankfurt am Main entsprechende Steuerbescheide erlassen. Die Gesellschaft hat gegen die Steuerbescheide jeweils einen Einspruch eingelegt und Aussetzung der Vollziehung beantragt. Die Aussetzung der Vollziehung wurde der Gesellschaft zum größten Teil gewährt. Entsprechend der Bestimmungen des Insolvenzplans können Steuerzahlungen der Gesellschaft, die auf den Sanierungsgewinn zurückzuführen sind, nicht zu Lasten der Gläubiger gehen. Dies hatte zur Folge, dass entweder das Finanzamt und die Stadt Frankfurt am Main im Rahmen des Einspruchs- bzw. eines Finanzgerichtsverfahrens die angefallenen Ertragssteuern erlassen bzw. stark vermindern, oder die Initiatoren des Insolvenzplans kommen für diese Steuerzahlungen auf.

Zum Zeitpunkt der Erstellung des Konzernabschlusses (April 2016) waren beide Einspruchsverfahren abgeschlossen, die Gesellschaft musste für das betreffende Jahr 2008 nur T€ 30 Gewerbesteuern an die Stadt Frankfurt am Main abführen. Die restlichen bereits geleisteten Steuervorauszahlungen wurden der Gesellschaft im September 2015 und Februar 2016 erstattet, so dass im April 2016 eine letzte Quotenzahlung in Höhe von T€ 187 an die Gläubiger ausgezahlt werden wird. Mit dieser Zahlung wird sich die an die Gläubiger ausgezahlte Quote nochmals um 5,50 % auf dann 54,14 % erhöhen.

Mit Beginn des Geschäftsjahres 2014 hat die Gesellschaft ihre Geschäftstätigkeit wieder aufgenommen. Gegenstand des Unternehmens ist zum einen die Beratung und die Begleitung von Unternehmen im Zusammenhang mit Börsengängen (IPOs). Die Gesellschaft beabsichtigt Beteiligungen zu erwerben und diese Beteiligungen aktiv zu managen.

In der Hauptversammlung am 9. April 2014 wurde eine Kapitalerhöhung, um bis zu €4.598.604,00 auf bis zu €5.999.900,00 durch Ausgabe entsprechender Stückaktien, beschlossen. Die Kapitalerhöhung erfolgte gegen Sacheinlage. Gegenstand der Sacheinlage waren die Anteile an der Da Vinci Invest AG, Unterägeri, Kanton Zug, Schweiz.

2.5.2 Ausblick für 2015

Volatiles Jahr an den Weltbörsen:

2015 war insgesamt ein besonderes Jahr, das Übersicht, Besonnenheit und konsequentes Handeln verlangte. Am 15. Januar gab die Schweizerische Nationalbank den Mindestkurs gegenüber dem Euro auf. Nach dem Wechselkursschock kam die Griechenlandkrise, welche die Märkte verunsicherte. Danach beschäftigte die Entwicklung in den Emerging Markets die Börsen. Die bisherige Wachstumslokomotive China verlor weiter an Fahrt. Prägend waren darüber hinaus die Flüchtlingskrise in Europa sowie die Angst vor einer zunehmenden terroristischen Bedrohung. Die Weltbörsen wurden dominiert durch die "quantitative easing"-Politik der Notenbanken und geopolitischen Ereignissen in der Ukraine und in Syrien sowie Terroranschlägen der IS- in Frankreich, die zu einem Ausnahmezustand führten. Zudem verschärfte sich die Verschuldungskrise insbesondere bei einigen Schwelländern wegen des starken US-Dollars und der stark fallenden Rohstoffpreise, was auch zu dem Einbruch einiger Schwellenländerwährungen führte wie in Brasilien, Russland, Südafrika und der Türkei. Der Welthandel brach 2015 um 8 Prozent ein. China importierte und exportiere viel weniger als zuvor. Der Baltic Dry Index erreichte einen neuen Tiefststand, der sogar unter dem Krisen-Niveau 2008/9 liegt.

Gold und Silber enttäuschten in 2015 als "Anti-Krisen-Währungen". Dagegen konnten 4 Börsen auf Osteuropa den DAX outperformen, der immerhin ein Plus von 9 Prozent erreichte Eine Konstante blieben auch die weltweit niedrigen Zinsen, wenngleich die US-Fed mit ihrer Entscheidung Ende des Jahres eine Trendwende eingeleitet hat.

Die europäischen Aktienmärkte starteten mit satten Kursgewinnen in das Jahr 2015. Insbesondere die expansive Geldpolitik der EZB, die neben bereits bestehenden Maßnahmen ein Kaufprogramm (Quantitative Easing, QE) für Staatsanleihen im Gesamtumfang von 1,1 Billionen € initiierte, beflügelte die Börsen. Der DAX legte bis Anfang April um mehr als ein Viertel zu und notierte in diesem Umfeld so hoch wie nie zuvor. In der Folge wirkte sich jedoch die weitere Eskalation der griechischen Schuldenkrise belastend aus. Bedenken hinsichtlich möglicher Folgeeffekte aufgrund eines etwaigen Ausscheidens Griechenlands aus der Eurozone führten zu erhöhter Volatilität. Exportstarke Unternehmen verzeichneten dabei etwas stärkere Kursrückgänge als der Gesamtmarkt, da sich der Euro von seiner Abschwächung gegenüber dem US-Dollar etwas erholte. Nach einer leichten Erholung der Börsenkurse im Juli bestimmten Meldungen über eine Verlangsamung des Wachstums in China, Turbulenzen am chinesischen Aktienmarkt und Unsicherheiten über die Zinsanpassungsschritte der US-Notenbank das Geschehen. Vor diesem Hintergrund gaben die Börsenkurse in Europa und in den USA im August deutlich nach. Von dieser Entwicklung waren wegen der Bedeutung ihres China-Geschäfts auch die Automobilwerte erheblich betroffen. Darüber hinaus traten Befürchtungen auf, dass auch die US-Wirtschaft ihren konjunkturellen Höhepunkt bereits erreicht haben könnte. Die Erholungsbewegung ließ anschließend aber nicht lange auf sich warten, und viele Sektoren konnten die Kursverluste zu einem Teil wieder ausgleichen. Der weitere Ölpreisverfall und die Enttäuschung über eine nicht erfolgte Ausweitung des Anleihekaufprogramms der EZB führten im Dezember zu einer sehr volatilen Kursentwicklung. Der Index der wichtigsten Titel im Euroraum, der Dow Jones Euro STOXX 50, legte im Jahresverlauf um 4% zu. Mit einem Anstieg von 10% entwickelte sich der deutsche Leitindex DAX deutlich besser. Der DAX übertraf im April 2015 erstmals die Marke von 12.000 Punkten und erreichte am 10. April mit 12.375 Punkten ein neues Allzeithoch. In Japan stieg der Nikkei-Index auf Jahressicht um 9%, und in den USA verlor der Dow Jones im Jahresverlauf 2%

3. RISIKOBERICHT

3.1 Das Risikomanagementsystem der Fritz Nols AG und des Fritz Nols Konzerns

Um Risiken vorzubeugen, entwickelt der Fritz Nols Konzern ein Risikomanagementsystem für die Da Vinci Invest AG und Fritz Nols AG. Dieses System orientiert sich an den internen wirtschaftlichen Erfordernissen.

3.1.1 Ziele des Risikomanagements

Das oberste Ziel des Risikomanagements des Fritz Nols Konzerns soll die dauerhafte Sicherstellung des Unternehmensfortbestandes sein, der durch die beständige Sicherung eines proaktiven Risikomanagements ermöglicht wird. Die Risiken dabei stets durch ein aktives Management, welches diese identifiziert und beurteilt, überwacht.

3.1.2 Risikomanagement der Da Vinci Invest AG

Die Risiken der Investmentvermögen und die Risiken der Gesellschaft können nicht vollständig isoliert voneinander betrachtet werden. Beispielsweise können Finanzrisiken zu sinkenden Marktpreisen führen und so die Höhe des verwalteten Fondsvermögens sowie den Absatz beeinflussen. Damit wirken sich die Finanzrisiken der Investmentvermögen auch auf die Gesellschaftsebene aus, da die Verwaltungsvergütungen der Gesellschaften auf dem Fondsvermögen basieren. Denkbar sind zudem Wirkungen auf die Reputation der Gesellschaften. Ein weiteres Risiko für Kapitalanlagegesellschaften, das aus den Risiken der erwachsen kann: Die Anlagestrategien der Da Vinci AG nutzt für das Investmentvermögen Hebelwirkung (), indem sie Derivate einsetzen. Dies führt zu einer Steigerung des Marktrisikopotenzials der Investmentvermögen.

In extremen Stressszenarien aber ist ein Verlust über das Fondsvolumen hinaus bei stark gehebelten Fonds nicht gänzlich auszuschließen. In einem solchen Fall wäre auch hier die Kapitalanlagegesellschaft selbst betroffen und müsste das Finanzrisiko mit seinen Auswirkungen auf die Gesellschaft tragen.

Umgekehrt können die operationellen Risiken, die direkt die Gesellschaft betreffen, natürlich auch auf die Investmentvermögen wirken. Systemstörungen oder Schadensfälle in der Gesellschaft können z.B. die ordnungsgemäße Verwaltung der Vermögen beeinträchtigen.

Das der Da Vinci Invest AG soll daher Regelungen für das Management der wesentlichen Risiken enthalten, die sich sowohl für die Investmentvermögen als auch für die Gesellschaft selbst ergeben. Die Risiken sollen nicht nur für jedes einzelne Investmentvermögen (Gesamtrisikoprofil des Investmentvermögens), sondern auch auf der Ebene der Gesellschaft (Gesamtrisikoprofil aller Investmentvermögen und der Gesellschaft) beobachtet und gesteuert werden. Die der Da Vinci AG hat eine nachhaltige Geschäftsstrategie zur Erkennung und Realisierung von Chancen und wird eine dazu konsistente Risikostrategie festgelegen, die sie mindestens halbjährlich oder nach Bedarf überprüft und anpasst sowie der Konzernmutter anzeigt. Der Detaillierungsgrad der Strategien ist abhängig von Umfang und Komplexität sowie dem Risikogehalt.

Komplexe Risiken setzten sich jedoch selbst häufig aus einer komplexen Aggregation diverser zusammen und verdecken somit oft vielfältige Wirkungsmechanismen. Änderungen eines Risikos können den Geschäftsgang positiv beeinflussen, sofern die Wirkungen nicht durch andere Risiken neutralisiert oder sogar konterkariert wird. Die Risiko-/(Stresstest) beziehen sich jeweils auf einen bestimmten Prozess bzw. auf eine Prozessstufe. Die Zusammenfassung der Risiken bleibt ein zentrales Problem des Risikomanagementsystems, da die Risiken der Hauptprozesse häufig nicht identisch sind mit den Messgrößen der Teilprozesse. Daher bedarf die Auswahl der gesammelten Daten und deren Interpretation große Kreativität und Sorgfalt.

Kurz gesagt: Komplexität meint nicht Kompliziertheit, sondern bedeutet, dass mehr Elemente in einem System vorliegen, als dieses präzise verknüpfen oder deren Interdependenzen umfassend erfassen kann. Dies birgt Chancen als auch Risiken.

Das Risikomanagementsystem der Da Vinci AG soll gewährleisten, dass die wesentlichen Risiken - auch ausgelagerten Aufgaben - frühzeitig erkannt, erfasst und in angemessener Weise dargestellt werden können. Wechselwirkungen zwischen den unterschiedlichen Risikoarten werden berücksichtigt. Ebenfalls berücksichtigt werden Wechselwirkungen der Risiken auf Ebene der Gesellschaft und auf Ebene der Investmentvermögen.

Das ganzheitliche Risikomanagement der Da Vinci Invest AG ist Teil der zentralen Aufgabe, strategisches Management, der Unternehmensleitung, denn es führt zu mehr Anlegerschutz als auch mehr Solvenzschutz der Gesellschaft.

Die allgemeinen Risikomanagementrichtlinien betreffen sowohl das Risikomanagement der Investmentvermögen, das Risikomanagement für die Anlage des eigenen Vermögens, das Risikomanagement der Dienst- und Nebendienstleistungen als auch das ganzheitliche Risikomanagement auf Gesellschaftsebene. Beispielsweise Risikokonzentrationen, Limitsystem der Kontrahenten Risiken, Liquiditätsrisiko (zur Begleichung von künftigen Rücknahmeverpflichtungen, aber auch der sonstigen Zahlungsverpflichtungen), Vergütungssysteme (ohne falsche Anreizsysteme), unvereinbare Tätigkeiten (Trennung in der Ausgestaltung der Aufbau- und Ablauforganisation) Einschätzbarkeit neuer komplexer Anlageobjekte, Auslagerungscontrolling (für ausgelagerte Aufgaben z.B. Marketing, Compliance, Risikocontrollingfunktion [organisatorisch unabhängigen Stelle]), Rechtsrisiken und Reputationsrisiken, …

Die speziellen Risikomanagementrichtlinien machen detaillierte Vorgaben an das Risikomanagement für Investmentvermögen. Beispielsweise Risiko Mapping, Pre-Trade Risikomanagement, Warnungen und Risikoübertretungen, Daily Risiko Bericht:

Risiko Mapping

Durch unterschiedliche und nicht korrelierte Handelsstrategien werden die Verluste minimiert. Risiko angepasste AUM Verteilung pro Strategie und Trader erleichtert das Risiko Screening. Für Trader speziell angepasste AUM und max. Monatsverluste werden real-time überwacht. Hohe regulierte Risikoprozesse befähigen ein schnelles Eingreifen des Risikomanagements.

Pre-Trade Risikomanagement

Vor der Orderaufgabe:

Trader informiert Risikomanager (RM) über seine Strategie

Wenn der Trader eine Order eingeht, bevor der RM bestätigt hat, kann das Risikomanagement die Position sofort schliessen

RM kalkuliert Trading Limits und simuliert die Strategie

RM gibt das Pre-Trade Limits in das Brokerage Trading-System ein und informiert den Trader über das Resultat

Warnungen und Risikoübertretungen

Während des Handelns beobachtet mindestens ein RM in real-time das Trading

Wenn die Handelsstrategie des Traders grösser als 5% der AuM ist gilt folgendes:

Händlerstrategie überschreitet max. Verlustlimit

RM informiert den Händler und mögliche andere RM

RM wird sofort alle Positionen des Traders schliessen

Den Händlern ist nicht erlaubt neue Positionen einzugehen

Daily Risiko Bericht

Wichtige Details zu tägliche und monatlichen Risikolimite, Handelspositionen und Szenarioanalysen

3.1.3 Risikomanagement der Fritz Nols AG

Risiken sind ganz allgemein betrachtet Ereignisse mit möglicher negativer (Gefahr), eventuell auch mit positiver Auswirkung (Chance). Da nicht alle Einflussfaktoren (interne und externe) bekannt sind, bzw. vom Zufall abhängen, ist das Risiko mit einem Wagnis verbunden. Das Risikomanagementsystem der Fritz Nols AG soll dafür sorgen, dass vorhersehbare unternehmerische Risiken (Adressenausfallrisiken, Liquiditätsrisiken) und operationelle Risiken wie mitarbeiterbezogene (Interessenkonflikte, Handlungsvorschriften verletzen, Vertraulichkeiten missachten oder zu große Risiken eingehen) oder Prozess- (z.B. Risiko Management - Buyer's Due Diligence der Fritz Nols AG s.u.) und Strukturrisiken sowie System- und Technologierisiken und Reputationsrisiken erfasst und in angemessener Weise dargestellt werden können.

Die Geschäftsleitung der Fritz Nols AG hat eine nachhaltige Geschäftsstrategie zur Erkennung und Realisierung von Chancen ("Engpasskonzentrierte Strategie" nach Prof. h.c. Wolfgang Mewes, "Mit Nischenstrategie zur Marktführerschaft") und wird fortlaufend eine dazu konsistente Risikostrategie festlegen, die sie mindestens einmal jährlich oder nach Bedarf überprüft und gegebenenfalls anpasst. Der Detaillierungsgrad der Strategien ist abhängig von Umfang und Komplexität sowie dem Risikogehalt.

Komplexe Risiken setzten sich jedoch selbst häufig aus einer komplexen Aggregation diverser Größen zusammen und verdecken somit oft vielfältige Wirkungsmechanismen. Änderungen eines Risikos können den Geschäftsgang positiv beeinflussen, sofern die Wirkungen nicht durch andere Risiken neutralisiert oder sogar konterkariert werden. Die Risiko-/Sensitivitätsanalysen (Stresstest) beziehen sich jeweils auf bestimmte Prozesse bzw. auf eine Prozessstufe. Die Zusammenfassung der Risiken bleibt ein zentrales Problem des Risikomanagementsystems, da die Risiken der Hauptprozesse häufig nicht identisch sind mit den Messgrößen der Teilprozesse. Daher bedarf die Auswahl der gesammelten Daten und deren Interpretation große Kreativität und Sorgfalt.

Kurz gesagt: Komplexität meint nicht Kompliziertheit, sondern bedeutet, dass mehr Elemente in einem System vorliegen, als dieses präzise verknüpfen oder deren Interdependenzen umfassend erfassen kann. Dies birgt Chancen als auch Risiken.

Bei den Risiko-/Sensitivitätsanalysen (Stresstest) nutzt die Fritz Nols AG ein Modell, bei dem sie einerseits jene Risiken vor dem Entscheidungszeitpunkt (Entscheidungsrisiko: Man trifft eine Entscheidung, wobei Abweichungen vom Erwartungswert des Ergebnisses möglich sind; Ergebnisrisiko: Ergebnisunsicherheit als Folge einer risikoverbundenen Entscheidungssituation; Opportunitätsrisiko: Risiko, dass eine andere Entscheidung günstiger gewesen wäre) und die Risiken nach dem Entscheidungszeitpunkt (Handlungsrisiko, Plan- und Abweichungsrisiko, allgegenwärtige unvermeidliche Risiken) betrachtet.

Damit will die Fritz Nols AG die Anforderungen des Gesetzes zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich KonTraG sowie jene Artikel bezüglich Risikomanagement des Handelsgesetzbuches und des Aktiengesetzes erfüllen.

Risiko Management - Buyer's Due Diligence der Fritz Nols AG

Für die Fritz Nols AG relevante Bestandteile des Due Diligence Report:

Im Rahmen der Einsichtnahme in die bereitgestellten Dokumente erstellt die Fritz Nols AG einen "Due Diligence Report". Je nach Volumen der Transaktion kann dieser Report recht unterschiedlich ausfallen, hat in der Regel jedoch immer denselben strukturellen Aufbau.

Dazu gehören die folgenden Punkte:

1. Beschreibung des Prüfungsauftrags

2. Beschreibung des Prüfungsumfangs

3. Grundsätzliche Informationen über die beabsichtigte Transaktion

4. Eingehende Beschreibung des Ziels und Zwecks der Transaktion

5. Teilberichte zu den Analysen

Der rechtlichen Situation (Legal Due Diligence)

Im Zuge der Legal Due Diligence werden die gesellschaftsrechtlichen Strukturen durchleutet, die arbeitsrechtlichen Verhältnisse, anhängige Rechtsstreitigkeiten, immobilien- und bestandrechtliche Verhältnisse, Kreditverträge, Haftungen und gewerbe- und umweltrechtliche Risiken beurteilt. Auch kartellrechtliche Aspekte werden aufgezeigt. Die rechtliche Due Diligence stellt eine wichtige Informations- und Entscheidungsgrundlage für alle Beteiligten dar. Es werden somit der rechtliche Rahmenbereich eines Unternehmens und alle Aspekte, welche für eine ordnungsgemäße Abwicklung von Transaktionen und die Vertragsgestaltung notwendig sind, untersucht.

Der steuerlichen Situation (Tax Due Diligence)

Die Tax Due Diligence erfasst alle steuerlichen Gesichtspunkte (Steuerhaftungsrisiko, steueroptimale Strukturierung), die bei Transaktionen wie einer Unternehmensübernahme oder Übertragung sowie beim An-/Verkauf von Wertpapieren zu berücksichtigen sind. Es werden hier in der Regel Wirtschaftsprüfer eingesetzt. Aufgabe der Tax Due Diligence ist es, steuerliche Risiken aus vergangenen Wirtschaftsjahren aufzudecken und relevante Informationen zur steuerlichen Ausgestaltung einer Akquisitionsstruktur zu erfassen. Die Zielsetzung liegt darin, Risiken für etwaige Steuernachzahlungen festzustellen und die optimale steuerrechtliche Struktur einer Unternehmensakquisition zu finden.

Der finanzwirtschaftlichen Situation (Financial Due Diligence)

Gegenstand der Financial Due Diligence ist die Darstellung der Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage des kapitalsuchenden Unternehmens aus vergangenheitsorientierter, gegenwärtiger und zukünftiger Betrachtungsweise. Wesentlich zu klärende Fragen und Aufgaben sind die Feststellung, ob alle bilanziellen Vermögensgegenstände vorhanden sind, alle tatsächlichen bzw. latenten Verbindlichkeiten vollständig erfasst und bewertet sind und die für die Abdeckung möglicher Risiken erforderlichen Rückstellungen ausreichend dotiert und korrekt ausgewiesen sind. Nachhaltige Gewinne und Cashflows der vergangenen Jahre sollen ermittelt bzw. mit den Prognosen im Business Plan überprüft werden, welche eine wesentliche Grundlage für die Ermittlung des Unternehmenswertes darstellen. Erforderlich ist auch die Aufdeckung stiller Reserven. Als Basis der Analyse dienen Umsatz-, Liquiditäts- und Finanzplanungen inklusive korrespondierender Planbilanzen, Plan G&V-Rechnungen als auch Kostenrechnungsunterlagen, die eine exakte Ausweisung von Erlös- und Kostenpositionen sowie von Deckungsbeiträgen ermöglichen. Neben der Prüfung rein quantitativer Daten untersucht die Financial Due Diligence auch qualitative Daten zur Geschäftsgrundlage, wie z.B. die Lage der Produkte im Lebenszyklus sowie elementare Fragen zum Markt und zur Strategie des Unternehmens. Weiter gehört auch die Prüfung rechtlicher Grundlagen der unternehmerischen Tätigkeit, z.B. langfristige Abnahme- und Lieferverträge dazu. Ziel ist es eventuelle Risiken einer Übernahme im Vorfeld zu erkennen, die zum Scheitern der Transaktion führen können oder in weiteren Verhandlungen im Kaufpreis berücksichtigt werden sollten.

Von Markt, Branche und Strategie (Market/Commercial Due Diligence)

Die Market Due Diligence untersucht das zu analysierende Unternehmen im Hinblick auf die heutige und zukünftige Position am Markt. Ausgangspunkt ist die Betrachtung der Wettbewerbsposition des Unternehmens. Festzustellen ist, welche Vorteile das Unternehmen verglichen zu den Mitbewerbern hat und wie die Marktanteile verteilt sind. Ein weiterer Schritt ist die Zukunftsträchtigkeit des Marktes abzuschätzen und es müssen künftige Veränderungen im Bereich der Konjunktur, gesetzliche Rahmenbedingungen, Kaufgewohnheiten und Bedarfsänderungen möglichst antizipiert werden. Ein wichtiges Analyseinstrument hierfür ist die Befragung im Markt selbst.

Der Umweltverträglichkeit (Environmental Due Diligence)

Die Environmental Due Diligence befasst sich speziell mit den zunehmend sensiblen Fragen der umweltrechtlichen Haftungsrisiken (einschließlich Altlastenproblematik) als auch mit den entsprechenden aufsichtsrechtlichen und organisatorischen Anforderungen (Genehmigungen, Auflagen, Personalorganisationen)

Der Technik (Technical Due Diligence)

Diese untersucht primär das vorhandene Know-How und die geistigen Schutzrechte sowie bei Entwicklungsbetrieben unter anderem technische Machbarkeitsfragen. Häufig werden jedoch Schutzrechtsfragen als Teil der Legal Due Diligence mitabgehandelt.

3.2 Die Risiken der Fritz Nols AG und des Konzerns

In der Gesamtrisikostrategie werden, im Einklang mit der Geschäftsstrategie, die risikostrategischen Leitplanken für die Entwicklung des Investitionsportfolios der Fritz Nols AG ebenso definiert, wie die Umsetzung der Risikorichtlinien der Da Vinci Invest AG beobachtet und gegebenenfalls angepasst. Außerdem wird der Risikoappetit als maximales Risiko festgelegt, das die Fritz Nols AG bei dem Verfolgen ihrer Geschäftsziele einzugehen bereit ist und das sie eingehen kann, ohne existenzielle Bedrohungen, die über die inhärenten Risiken hinausgehen, zuzulassen. Leitgedanke ist das Sicherstellen einer angemessenen Liquiditäts und Kapitalausstattung des Konzerns. Aus diesen Anforderungen werden adäquate Limite für die dem Konzern zur Verfügung stehenden Risikoressourcen (Kapital und Liquiditätsreserve) abgeleitet. Die übergreifenden Limite der Gesamtrisikostrategie sind konsistent zu denen der Fritz Nols AG und jener der Da Vinci Invest AG.

Die Gesamtrisikostrategie soll alle wesentlichen Risiken abdecken, denen die Fritz Nols AG ausgesetzt ist. Sie wird in Form von Teilrisikostrategien für die wesentlichen Risikoarten weiter detailliert und über Policies, Regularien und Arbeitsanweisungen/Richtlinien konkretisiert und umgesetzt. Im jährlich oder bei Bedarf ad hoc durchzuführenden Prozess der Risikoinventur wird sichergestellt, dass alle für den Konzern relevanten Risikoarten identifiziert und bezüglich ihrer Wesentlichkeit bewertet werden.

Im Rahmen des unterjährigen Monitorings wird die Einhaltung der Limite und Leitplanken überprüft. Bei Bedarf werden Steuerungsimpulse gesetzt. Darüber hinaus werden in der Gesamtrisikostrategie weitere qualitative und quantitative Frühwarnindikatoren festgelegt, mit deren Hilfe potenzielle negative Entwicklungen frühzeitig identifiziert werden können.

Eine der originären Aufgaben des Risikomanagements ist das Vermeiden von Risikokonzentrationen. Diese können durch den Gleichlauf von Risikopositionen sowohl innerhalb einer Risikoart ("Intra-Risikokonzentrationen") als auch über verschiedene Risikoarten hinweg ("Inter-Risikokonzentrationen") entstehen. Letztere resultieren aus gemeinsamen Risikotreibern oder aus Interaktionen verschiedener Risikotreiber unterschiedlicher Risikoarten. Auf Konzerneben wird die Fritz Nols AG besonders auf jene Risikokonzentrationen achten, die sich in den Konzernteilen unabhängig voneinander entwickeln aber gegenseitig verstärken. Der wiederkehrende jährliche Ablauf wird wie folgt sein: Festlegung der Strategie, Identifikation vorhandener Risiken, Bewertung der jeweiligen Risiken, Management, Berichterstattung, Steuerung, Überwachung.

4. PROGNOSE- UND CHANCENBERICHT

4.1 Ausblick auf den Markt für 2016

VERHALTENES WELTWIRTSCHAFTSWACHSTUM WIRD SICH FORTSETZEN

Auch im nächsten Jahr wird die Weltwirtschaft wohl nur langsam wachsen. Die Gefahr einer Rezession halte ich jedoch für gering, da die Industrieländer auf Wachstumskurs bleiben. Vermutlich wird das weltweit schwache Wachstum auch 2016 Handel und verarbeitendes Gewerbe belasten. Als wichtiger Wachstumsmotor dürfte sich aber einmal mehr der Konsum in den Industrieländern erweisen, denn die bessere Beschäftigungslage und die niedrige Inflation stärken die Kaufkraft. Für die USA wird im kommenden Jahr mit einem ähnlich hohen Wachstum wie in diesem Jahr gerechnet. In Europa und Japan könnte sich der Aufwärtstrend sogar etwas beschleunigen.

DIVERGIERENDE GELDPOLITIK

Der 2016 weiterhin expansiven Geldpolitik in Europa und Japan steht der Beginn des Straffungszyklus in den USA und Großbritannien gegenüber. Die großen Zentralbanken werden also in der Geldpolitik zunehmend getrennte Wege gehen. Der Markt ist sehr auf den Zeitpunkt der Zinswende in den USA fixiert. Das verdeutlicht die Sorgen über ein solches Auseinanderdriften und die Zweifel an der Fähigkeit der Weltwirtschaft, höhere Zinsen zu verkraften. Mit Blick auf den gegenwärtigen geldpolitischen Zyklus ist jedoch entscheidend, dass die Zinsen 2016 aller Voraussicht nach nur in sehr kleinen Schritten und nur langsam angehoben werden. So sollte sichergestellt sein, dass man der Erholung nicht das Wasser abgräbt und gleichzeitig die Inflation in Schach hält, die nach meiner Einschätzung auch im nächsten Jahr kaum anziehen wird.

WACHSTUM, INFLATION UND CHINA SIND DIE ZENTRALEN RISIKEN

Anleger müssen 2016 diverse Risiken im Auge behalten. So würde eine spürbare Wachstumsabkühlung in den USA die Zinserwartungen deutlich dämpfen und die Stimmung an den Märkten trüben. Sollte es in China zu einer harten Landung kommen, wäre das nicht nur für die Schwellenländer, sondern auch für die Weltwirtschaft nur schwer zu verdauen. Andererseits würde ein weltweit und insbesondere in den USA schneller als erwarteter Inflationsanstieg eine Neubewertung der aktuellen Geldpolitik erforderlich machen. Das hätte wohl deutlich aggressivere als momentan an den Märkten eingepreiste Zinserhöhungen zur Folge. Schließlich würde eine Krise in den Schwellenländern die Weltwirtschaft von ihrem gegenwärtigen Wachstumskurs abbringen. Positiv könnten sich dagegen steigende Rohstoffpreise bzw. eine länger als erwartete Stabilisierung oder gar Erholung des Wirtschaftswachstums in China auswirken. Sie könnten eine Besserung der Fundamentaldaten in den Schwellenländern zur Folge haben und die lange Phase mit enttäuschendem Wachstum beenden.

4.2 Entwicklung der Geschäftsfelder der Fritz Nols AG und des Konzerns

4.2.1 Geschäftsfeld Beratungen

Im Geschäftsjahr 2014 nahm die Fritz Nols AG ihr Beratungsgeschäft erfolgreich wieder auf. Für das Jahr 2015 hat die Geschäftsleitung eine erfolgreiche Fortsetzung dieses Geschäfts geplant. Mehrere Projekte in Planung sind 2015 in Angriff genommen worden, u.a. für die Beratung bei den Börsengängen von Blue Nordic Partners und der Unendo Energy & Water Inc. Das Geschäftsfeld Investmentmanagement (Assets under Management) bei der Da Vinci Invest AG wird im Geschäftsjahr 2015 voraussichtlich wieder wachsen.

Sowohl in der Kapitalmarktberatung von KMUs als auch im Asset Management kann sich der Fritz Nols Konzern eine Nische in den folgenden Jahren erarbeiten. Mittelständige Unternehmer werden von Großbanken erst ab einem Unternehmenswert grösser 2 Mrd. Euro intensiv betreut. Kleinere Investmentbanken betreiben kein aktives Beteiligungsmanagement mit eigenem Interimsmanagern und Mittelverwendungskontrolle in den Portfoliounternehmen. Private Equity Firmen beauftragen Investmentbanken für die Kapitalmarktberatung. Die Stärke der Firmengruppe könnte es werden, diese Dienstleistungen für KMUs aus einer Hand anzubieten. Somit gehen wir davon aus, dass sich die Leistungsindikatoren positiv entwickeln.

Sondereinflüsse drohen durch den Entzug der Erlaubnis zum Betreiben des Asset Management und der Verwaltung von Investmentfonds. Weiterhin können Bußgelder von den Regulierungsbehörden verhängt werden für verspätetes Berichtswesen etc.

Vermögensschäden durch Falschberatung sind durch eine DNO versichert.

  2015
Erträge  
Umsatzerlöse 8.932
sonstige Erträge 5.000
Summe Erträge 13.932
Summe Aufwendungen für Fremdleistungen 450
Summe Sonstige Aufwendungen 104.300
Summe Aufwendungen 104.750
sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 474
Ergebnis gewöhnliche Geschäftstätigkeit -91.292
Steuern vom Einkommen und Ertrag 0
Jahresüberschuss/-fehlbetrag -91.292
Verlustvortrag 1.919.798
Bilanzgewinn/-verlust -91.292

Finanzielle Leistungsindikatoren der Fritz Nols AG für die Jahre 2015 und 2016

Beruhend auf der Annahme, dass sich 2016 der Jahresüberschuss nach Steuern und Abschreibungen (EBITA) der Fritz Nols AG 20.000 EUR belaufen -also ein positives Ergebnis erwartet wird - und mit der Projektion, dass die Bilanzsumme ca. 6.200.000 EUR beträgt, ergeben sich folgende Leistungsindikatoren

Fritz Nols AG 2015 2016
Eigenkapitalrendite 0,00% 0,36%
Gesamtkapitalrendite 0,00% 0,32%
Eigenkapitalquote 88,21% 89,17%

4.2.2 Geschäft mit Beteiligungen

Auch das Geschäft mit Beteiligungen soll weiter ausgebaut werden. Nach den Beteiligungen von Da Vinci Luxury AG werden 2015 weitere Unternehmensbeteiligungen vorgenommen.

Zeo Trade

Die Zeo Trade Development Ltd. ist ein Spezialist für die Herstellung, Vermarktung und Lieferung von Zeolithen und zeolithbasierten Produkten. Sie ist ein in UK und Deutschland ansässiger Anbieter von industriellen Lösungen für Industrie-Mineralien, Versand/Logistik sowie Marketing- und Vertriebspartnerschaften. Sie hat internationale Verbindungen zur Zeolith-Industrie und ist national wie international aktiv.

Die Fritz Nols AG erwarb 12% der Zeo Trade Development Ltd. und berät sie bei einer Transaktion. Die Fritz Nols AG erhofft sich mit diesem Mandat eine signifikante Wertsteigerung für das Investment realisieren zu können.

Beteiligung an der Dokla ecotec Research & Development Ltd./UG, 27.02.2016

Die Fritz Nols AG beteiligte sich an dem Forschungsinstitut Dokla ecotec Research & Development Ltd./UG, indem sie mit dem Kauf von 50% plus und einen Anteil die Mehrheit erworben hat. Damit baut die Fritz Nols AG ihr Portfolio an strategischen Beteiligungen aus und setzt sich somit das Ziel, Unternehmen aus diesem Portfolio mittel- und langfristig an die Börse zu bringen. Das Forschungsinstitut arbeitet an der Entwicklung von Dünnschicht-Solarmodulen, deren Erzeugung von Strom aus Sonnenlicht 30 % effizienter ist als bei herkömmlichen Solarmodulen. Die Dokla ecotec Research & Development Ltd./UG hat ein elektrisches Verfahren entwickelt, mit dessen Hilfe der Algen- und Muschelbewuchs der internationalen Berufsschifffahrt bedeutend reduziert werden kann und somit die Betriebskosten von Passagier- und Containerschiffen reduziert werden können.

Da Vinci Luxury AG

Durch Namensänderung entstand aus der Xerius AG die Da Vinci Luxury AG. Nach den Restrukturierungs- und Kapitalmaßnahmen, die ins Handelsregister eingetragen wurden, soll der Aufbau eines Luxusmarken-Portfolios unter dem Dach der Da Vinci Luxury AG nun zügig vorangebracht werden. Durch den Erwerb von Luxusmarken soll deren Rentabilität durch Financial Engineering, innovative Marketingstrategien sowie Nutzung von Synergien mit dem Ziel erhöht werden, eine führende Gruppe der Modebranche zu werden, die sich durch Qualität, Spitzenleistungen und Zuverlässigkeit auszeichnet. Die erste 100%ige Beteiligung der Da Vinci Luxury AG ist die BrunoMagli S.p.A. Dies ist ein renommierter italienischer Produzent für Schuhe, Handtaschen und Lederbekleidung und -accessoires. Mit Hilfe der Da Vinci Invest AG, einer Tochter der Fritz Nols AG, wurde die BrunoMagli S.p.A. in die an der Berliner Börse gelistete Da Vinci Luxury AG integriert. Die Fritz Nols AG hält 10 % (700.000 Aktien) der Da Vinci Luxury AG. Durch den Verkauf der Markenrechte der BrunoMagli an Marquee Brands LLC war es notwendig, die Firma BrunoMagli S.p.A. in BM Licensing S.p.A. umzubenennen.

Neben weiteren Beteiligungen ist auch ein verstärkter Einfluss auf das operative Geschäft der beteiligten Unternehmen geplant. Dies gilt auch für die zu beratenden Unternehmen. Damit sollen die erfolgreichen Geschäfte intensiviert und ausgebaut werden.

4.2.3 Da Vinci Invest AG

Das Geschäftsfeld Investmentmanagement (Asset under Management) bei der Da Vinci Invest AG wächst im Geschäftsjahr 2015 wieder.

Da Vinci Invest AG

  2015
Erträge  
Umsatzerlöse 512.031
sonstige Erträge 12.275
Summe Erträge 524.306
Summe Aufwendungen für Fremdleistungen 44.285
Summe Sonstige Aufwendungen 65.571
Summe Aufwendungen 109.856
Abschreibungen auf immaterielle Vermögens 1.536
sonstige Zinsen und ähnliche Erträge (43)
Ergebnis gewöhnliche Geschäftstätigkeit 412.871
Steuern vom Einkommen und Ertrag 1.176
Jahresüberschuss/-fehlbetrag 411.695
Gewinn/Verlustvortrag 507.052
Bilanzgewinn/-verlust - 95.357

Finanzielle Leistungsindikatoren der Da Vinci Invest AG für die Jahre 2015 und 2016

Beruhend auf der Annahme, dass sich 2016 der Jahresüberschuss nach Steuern und Abschreibungen (EBITA) der Da Vinci Invest AG auf 405.000 EUR belaufen - sich also im Rahmen des Vorjahres bewegen wird - und mit der Projektion, dass die Bilanzsumme ca. 1.200.000 EUR beträgt, ergeben sich folgende Leistungsindikatoren

Da Vinci Invest AG 2015 2016
Eigenkapitalrendite 229,36% 74,45%
Gesamtkapitalrendite 52,10% 33,75%
Eigenkapitalquote 22,71% 45,33%

Die Leistungsindikatoren können sich bei der Da Vinci Invest AG weiter verbessern. Die Kosteneinsparungsmassnahmen greifen und aufgrund der voraussichtlich verbesserten Ertragslage steigt die Eigenkapitalquote. Eine der Investmentstrategien erwirtschaftet ungewöhnlich hohe Renditen, was die Aufmerksamkeit von neuen Anlegern findet. Steigende Assets under Management und höhere Renditen können zu höheren Umsatzerlösen durch Management Fees führen.

Sondereinflüsse durch Verbot der Tätigkeit als Asset Manager oder hohe Bußgelder könnten die Gesellschaft negativ belasten.

4.3 Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung

4.3.1 Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung von der Da Vinci Invest AG

Der Vorstand ist bezüglich der Ertragssteigerung der Da Vinci Invest AG optimistisch und erwartet einen steigenden Umsatz in 2015 und 2016. Aufgrund der positiven Handelsperformance werden die Assets under Management Zahlen des Da Vinci K 2 Tachyon Fund weiter steigen. Im Geschäftsjahr 2016 wird ein vertriebsfähiger Versicherungsmantel des Da Vinci K 2 Tachyon Funds aufgelegt, mit der Folge einer kräftigen Erhöhung der Assets under Management. Das Versicherungsmantel-Vertriebsprodukt wird aktiv on- und offline beworben. Diese beiden Einflussfaktoren erhöhen weiter die Einnahmen der Tochtergesellschaft.

Risiken der künftigen Entwicklung sieht die Da Vinci Invest AG vor allem im Risiko von Schlüsselpositionen der Gesellschaft, im Counterparty Risiko von Handelspartnern, in einer eventuellen starken Weltwirtschaftskrise sowie im einem starken Wettbewerbsumfeld, welches sich negativ auf die Höhe der Management Fees auswirken könnte.

4.3.2 Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung von der Fritz Nols AG

Die positive Prognose der Fritz Nols AG ist begründet durch das anziehende Kapitalmarktberatungsgeschäft. Weitere Börsengänge sind in der Planung für 2016 z.B. Unendo Energy & Water Inc., Zeo Trade und Blue Nordic Partners. Durch diese Beteiligungen werden weitere Kursgewinne bei der Fritz Nols AG generiert. Im Zuge der Wertsteigerung dieser Börsengänge entstehen auch weitere Einnahmen aus der Kapitalmarktberatung.

Risiken der künftigen Entwicklung sieht die Fritz Nols AG vor allem im Risiko von Schlüsselpositionen der Gesellschaft, hohe Kosten des Beratungsgeschäftes, Risiken der Falschberatung, in einer eventuellen starken Weltwirtschaftskrise sowie in einem starken Wettbewerbsumfeld, welches sich negativ auf die Höhe der Margen auswirken könnte. Vor dem Hintergrund der bereits festvereinbarten Beratungsaufträge und der eigenen niedrigen Fixkosten sieht sich die Fritz Nols AG für die Bewältigung der künftigen Risiken allerdings gut gerüstet. Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten, sind deshalb derzeit nicht erkennbar. Im März 2016 wird die Fritz Nols AG schuldenfrei sein und in zukünftigen Notfällen wird der Vorstand den Unternehmen weitere Darlehen bereitstellen.

4.4. Planung 2015 Fritz Nols Konzern

  in T€
Umsatz  
Segment Fritz Nols 9
Segment Da Vinci Invest AG 512
Sonstige 0,00
Dienstleistungsaufwand 0,00
Fremdleistungen 0,00
Bruttoergebnis 521
betriebliche Aufwendungen 220
Abschreibungen 0,00
Finanzergebnis 5,00
Finanzerträge 5,00
Finanzaufwand 0,00
AO Ergebnis 0,00
Steuern 0,00
EBITDA (einschl. Finanzergebnis) 301,00
EBIT (einschl. Finanzergebnis) 301,00
Net Profit 306,00

Finanzielle Leistungsindikatoren des Fritz Nols Konzerns für die Jahre 2015 und 2016

Fritz Nols Konzern 2015 2016
Eigenkapitalrendite 6,80% 8,79%
Gesamtkapitalrendite 5,42% 7,13%
Eigenkapitalquote 79,64% 81,09%

Erwartungsgemäss gehören Liquditätsengpässe bei der Fritz Nols AG nicht der Vergangenheit an. Allerdings konnten im Geschäftsjahr 2014 als auch in anschliessenden Zeiträumen aufgetretene Zahlungsengpässe jeweils durch Darlehen von den Hauptaktionären behoben werden und eine drohende Zahlungsunfähigkeit kann damit als systembedingt unwahrscheinlich eingestuft werden. Es liegt im ureigenstens Interesse der Hauptaktionäre sowohl die Geschäftsentwicklung voranzutreiben als auch den Fortbestand der Gesellschaft zu sichern, da die Zahlungenpässe nicht aus einer Überschuldung sondern aus mangelnder Liquidität resultieren.

5. WICHTIGE ANGABEN

Am 18.12.2015 wurde in einer Unternehmensmitteilung für den Kapitalmarkt folgendes berichtet: " … Die Fritz Nols AG kann den Gesamtumsatz voraussichtlich 2015 um ca. 100 Prozent auf geschätzte 1,4 Mio. EUR erhöhen (2014: e0,7 Mio. EUR). …" "…Das Gesamt-EBITDA der Fritz Nols Firmengruppe erreicht voraussichtlich 1,2 Mio. Euro im Geschäftsjahr 2015. …"

Nach Rücksprachen mit den Steuerberater und Wirtschaftsprüfern werden die erheblichen Gewinne, die sich bei den 700'000 Stück Aktien der Da Vinci Luxury AG (WKN: 518830/ISIN: DE0005188304) ergeben haben nicht bilanzwirksam verbucht sondern als stille Reserven bis zum konkreten Verkaufszeitpunkt geführt. Damit bleibt der Erfolg aus der ordentlichen Geschäftstätigkeit im Rahmen der Erwartungen (0,7 Mio EUR), wie auch der Gesamt-EBITA.

5.1. Angaben nach § 289 Abs. 4 HGB und nach § 315 Abs. 4 HGB

Angaben der Nr. 1, Nr. 3 und Nr. 7 sind im Anhang gemacht. Nach § 84 AktG ist der Vorstand durch den Aufsichtsrat zu bestellen und abzuberufen. Satzungsänderungen sind nach §§ 119 Abs. 1 Nr. 5, 133, 179 Abs. 1 und 2 AktG allein der Hauptversammlung vorbehalten. Gemäß § 13 der Satzung ist der Aufsichtsrat befugt, Änderungen der Satzung zu beschließen, die nur deren Fassung betreffen. Das gilt auch für die Anpassung der Satzung infolge einer vom Vorstand durchgeführten Kapitalerhöhung aus genehmigten Kapital gem. § 202 ff. AktG.

5.2. Angaben nach § 289 Abs. 5 HGB und nach §315 Abs. 2 Nr. 5 HGB

Die Gesellschaft hat den Rechnungslegungsprozess an die HERMANN & Partner GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Steuerberatungsgesellschaft, Frankfurt am Main ausgelagert. Die Überwachung wird vom Vorstand mittels regelmäßiger Kommunikation und persönlicher Rücksprache vorgenommen.

5.3. Angaben nach § 289a HGB

Die Erklärung zur Unternehmensführung und die nach § 161 AktG vorgeschriebene Erklärung wurde abgegeben und den Aktionären auf der Homepage der Gesellschaft (www.fritznols.com) dauerhaft zugänglich gemacht.

 

Frankfurt am Main, im April 2016

Fritz Nols AG

gez. Hendrik Klein, Vorstand

Konzernanhang 2014

Fritz Nols AG

1. Allgemeine Angaben

2. Konsolidierungskreis

3. Art der Geschäftstätigkeit

3.1. Geschäftstätigkeit der Fritz Nols AG

3.2. Das Beratungsgeschäft

3.3. Das Beteiligungsgeschäft

1.1. Geschäftstätigkeit der Da Vinci Invest AG

4. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

1.2. Unternehmensfortführung

1.3. Währungsumrechnung und Konsolidierungsmethoden

1.4. Auswirkungen von neuen oder geänderten Standards und Interpretationen

1.5. Ertragsrealisierung

1.6. Immaterielle Vermögenswerte

1.7. Sachanlagen

1.8. Finanzinstrumente

1.9. Sonstige Rückstellungen und Steuerrückstellungen

1.10. Verbindlichkeiten

1.11. Schätzunsicherheiten und Ermessensentscheidungen

2. Segmentinformation

2.1. Segmentergebnisrechnung

2.2. Segmentbilanz

3. Erläuterungen zur Konzern Gewinn- und Verlustrechnung

3.1. Sonstige betriebliche Erträge

3.2. Aufwendungen für bezogene Leistungen

3.3. Personalaufwand

3.4. Abschreibungen

3.5. Sonstige betriebliche Aufwendungen

3.6. Zinsergebnis

3.7. Ertragsteuern

3.8. Periodenfremde Erträge und Aufwendungen

4. Ergebnis je Aktie

5. Erläuterungen zur Konzernbilanz

5.1. Langfristige Vermögenswerte

5.2. Kurzfristige Vermögenswerte

5.3. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen 16

5.4. Steuerforderungen

5.5. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

5.6. Gezeichnetes Kapital

5.7. Zusätzliche Angaben zur Entwicklung des Eigenkapitals

5.8. Sonstige Rückstellungen

5.9. Steuerschulden

5.10. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten

6. Weitere Angaben zu Finanzinstrumenten

6.1. Finanzielle Vermögenswerte nach Bewertungskategorien

6.2. Finanzielle Verbindlichkeiten nach Bewertungskategorien

6.3. Saldierung von finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten

6.4. Sicherungspolitik

6.5. Finanzrisikomanagement

7. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

8. Eventualschulden und Eventualforderungen

9. Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen

10. Wesentliche Aktionäre

11. Angaben gemäß § 160 Abs. 1 Nr. 8 AktG

12. Entsprechenserklärung nach § 161 AktG

13. Organe

13.1. Vorstand

13.2. Aufsichtsrat

14. Bezüge von Vorstand und Aufsichtsrat

15. Honorar des Abschlussprüfers

16. Sitz des Konzerns

1. Allgemeine Angaben

Der Konzernabschluss der Fritz Nols AG, Frankfurt am Main, und ihrer Tochtergesellschaft wurde nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standards Board (IASB) unter Berücksichtigung der Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRS Interpretations Committee) erstellt, wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind. Ergänzend wurden die nach § 315a Abs. 1 HGB zu beachtenden handelsrechtlichen Vorschriften berücksichtigt. Sämtliche vom IASB herausgegebenen und zum Zeitpunkt der Aufstellung des vorliegenden Konzernabschlusses geltenden und von der Fritz Nols AG angewendeten IFRS wurden von der Europäischen Kommission für die Anwendung in der EU übernommen. Der in EURO aufgestellte Konzernabschluss der Fritz Nols AG entspricht damit den IFRS sowie den Interpretationen (IFRIC), wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB zu beachtenden handelsrechtlichen Vorschriften.

Die Fritz Nols AG stellt per 31. Dezember 2014 zum ersten Mal einen Konzernabschluss auf. Die Vorjahreszahlen beziehen sich auf den Einzelabschluss der Fritz Nols AG, der für Zwecke der Vergleichbarkeit auf IFRS angepasst wurde. Daher sind die Vorjahreszahlen des Einzelabschlusses mit dem Konzernabschluss zum 31.12.2014 nur bedingt vergleichbar.

Bis zum 31.12.2013 hat Fritz Nols AG einen Einzelabschluss nach §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB aufgestellt und veröffentlicht.

Mit der erstmaligen Pflicht zur Aufstellung eines Konzernabschlusses ist ebenfalls die erstmalige Anwendung der IFRS verbunden. Auswirkungen aus der Umstellung von vorherigen Konzernrechnungslegungsgrundsätzen auf IFRS ergeben somit nicht. Bezogen auf den Einzelabschluss der Fritz Nols AG zum 01.01.2013 (IFRS Eröffnungsbilanz) und zum 31.12.2013 haben sich gegenüber den bisherigen Rechnungslegungsgrundsätzen keine wesentlichen Unterschiede ergeben.

Der Konzernabschluss 2014 wurde vom Vorstand am 28. April 2016 geprüft und zur Billigung durch den Aufsichtsrat freigegeben.

2. Konsolidierungskreis

Der Konsolidierungskreis umfasst neben der Fritz Nols AG als Obergesellschaft die Tochtergesellschaft Da Vinci Invest AG, Lachen, Schweiz. Die Fritz Nols AG hält 100 % der Anteile an der Tochtergesellschaft. Weitere Beteiligungen, die in den Konzernabschuss aufzunehmen wären, bestanden zum Bilanzstichtag nicht. Die gesamten Anteile der Tochtergesellschaft sind in die Obergesellschaft im Rahmen einer Sachkapitaleinlage im August/September 2014 eingebracht worden.

Gemäß Einbringungsvertrag vom 01.07.2014 erfolgt die Einbringung der Anteile an der Da Vinci Invest AG mit wirtschaftlicher Wirkung zum 01.01.2014. Der Fritz Nols steht das Gewinnbezugsrecht an der Da Vinci Invest AG rückwirkend ab diesem Stichtag zu. Der Erstkonsolidierungszeitpunkt ist somit der 01.01.2014.

Die Tochtergesellschaft hat ihren Jahresabschluss per 31. Dezember 2014 in Schweizer Franken (CHF) aufgestellt.

3. Art der Geschäftstätigkeit

3.1. Geschäftstätigkeit der Fritz Nols AG

Die Fritz Nols AG fokussiert sich auf zwei Kerngeschäftsfelder, das Beratungs- und das Beteiligungsgeschäft.

3.2. Das Beratungsgeschäft

Die Fritz Nols AG ist auf die Kapitalmarktberatung (bei IPO´s, M&A, Emissionen von Unternehmensanleihen) von mittelständischen Unternehmen mit einer Marktkapitalisierung unter 2 Mrd. Euro spezialisiert. Die Unternehmer sprechen mit uns auf Augenhöhe und wir sind an praktischen Lösungen interessiert. Der Fokus der Fritz Nols AG und ihren Corporate Angels liegt dabei auf ethisch und moralisch einwandfreien und ökologisch nachhaltigen Geschäftsmodellen.

Die Kapitalmarktberatung wird je nach Fall und auf Wunsch durch ein Team von Interimsmanagern, die wir als Corporate Angels bezeichnen, unterstützt. Diese Corporate Angels unterstützen Mandanten in kritischen Phasen wie Restrukturierung und Expansion. CorporateAngels dienen als Interimsmanager, die die Aufgaben innerhalb einer Firma und die Führung der Mitarbeiter vorübergehend in die Hand nehmen, bis die vorgegebenen Ziele erreicht sind. Die Unterstützung durch unsere Corporate Angels ermöglicht es, den von uns beratenen Unternehmen sich voll auf die effektive Umsetzung ihrer innovativen Geschäftsmodelle zu konzentrieren.

Unternehmen und Unternehmer profitieren von dem umfangreichen Netz an Industriekontakten. Dieses wird ihnen von der Fritz Nols AG zur Verfügung gestellt und hilft bei der Gewinnung von Kunden und Investoren. Unser Netzwerk von Business-Partnern stammt aus der Automobil-Branche, dem Bankenwesen, der erneuerbaren Energien, der Modeindustrie und aus dem Bereich der modernen Technologien.

3.3. Das Beteiligungsgeschäft

Die Fritz Nols AG beteiligt sich an Unternehmen mit ethisch und moralisch integren und ökologisch nachhaltigen Geschäftsmodellen, z.B. Erneuerbare Energie. Das Unternehmen ist klar gewinnorientiert, so dass nur Unternehmen in Frage kommen, die bereits erste Umsätze und eine Mindestanzahl an Kunden vorweisen können.

Die Palette der Dienstleistungen, die im Rahmen des Beteiligungsgeschäftes angeboten werden, reicht von Corporate Finance Services, über Restrukturierungsumsetzungen, Online Marketing über das Unternehmens-Setup bis hin zu administrativen Tätigkeiten. Außerdem gewährt die Fritz Nols AG Zugang zu ihrem Netzwerk, um Unternehmen die Kunden- und Investorengewinnung zu erleichtern. Die Unterstützung der Corporate Angels ermöglicht es den Unternehmern, sich vollständig auf die Umsetzung ihrer Geschäftsidee zu konzentrieren.

3.4. Geschäftstätigkeit der Da Vinci Invest AG

Die 100% Tochter Da Vinci Invest AG ist ein unabhängiger Schweizer Vermögensverwalter und verwaltet Investmentfonds in Singapur, den Cayman Islands und Luxemburg, die u.a. die Investmentstrategie Distressed & Special Situations (Unternehmen in schwierigen Phasen) verfolgen. Die Gelder werden für institutionelle Anleger, Dachfonds und private Investoren verwaltet. Weitere Investmentstrategien sind aus dem Bereich Hochfrequenzhandel mit der Spezialisierung auf Systematic Quantitative CTA (Nachrichtenbezogene Algosysteme).

4. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

4.1. Unternehmensfortführung

Der Konzernabschluss wurde unter der Annahme der Unternehmensfortführung aufgestellt.

Risiken der künftigen Entwicklung sieht der Vorstand für die Fritz Nols AG vor allem im Risiko von Schlüsselpositionen der Gesellschaft, hohe Kosten des Beratungsgeschäftes, Risiken der Falschberatung, in einer eventuellen starken Weltwirtschaftskrise sowie in einem starken Wettbewerbsumfeld, welches sich negativ auf die Höhe der Margen auswirken könnte.

Für die Da Vinci Invest AG werden Risiken der künftigen Entwicklung vor allem im Risiko von Schlüsselpositionen der Gesellschaft, im Counterparty Risiko von Handelspartnern, in einer eventuellen starken Weltwirtschaftskrise sowie in einem starken Wettbewerbsumfeld, welches sich negativ auf die Höhe der Management Fees auswirken könnte.

4.2. Währungsumrechnung und Konsolidierungsmethoden

Der Jahresabschluss der Tochtergesellschaft wird nach dem Konzept der funktionalen Währung in Euro umgerechnet. Die funktionale Währung ist der Schweizer Franken. Vermögenswerte und Schulden werden mit den Mittelkursen am Bilanzstichtag, die Gewinn- und Verlustrechnungen mit den Jahresdurchschnittskursen umgerechnet. Diese Translationsdifferenzen werden ergebnisneutral im Eigenkapital erfasst.

Transaktionsdifferenzen werden dagegen erfolgswirksam erfasst. Sie entstehen in dem Abschluss der konsolidierten Gesellschaft aus Vermögenswerten und Verpflichtungen, deren Basis eine von der funktionalen Währung der Gesellschaft abweichende Währung ist. Kursdifferenzen hieraus sind in den sonstigen betrieblichen Erträgen (Kursgewinne) bzw. sonstigen betrieblichen Aufwendungen (Kursverluste) enthalten.

Der im Konzernabschluss verwendete EURO hatte zum Bilanzstichtag einen Kurs zum CHF von 0,83 zu 1,00 und im Geschäftsjahr einen GuV-Jahresdurchschnittskurs von 0,82 zu 1,00.

Im Rahmen der Konsolidierung werden die Auswirkungen konzerninterner Geschäftsvorfälle vollständig eliminiert. Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den konsolidierten Gesellschaften werden gegeneinander aufgerechnet. Zwischengewinne und -verluste im Anlage- und Vorratsvermögen sind nicht aufgetreten. Konzerninterne Erträge werden mit den korrespondierenden Aufwendungen verrechnet. Temporäre Unterschiede aus der Konsolidierung, die eine nach IAS 12 erforderliche Steuerabgrenzung zur Folge hätten, lagen nicht vor.

4.3. Auswirkungen von neuen oder geänderten Standards und Interpretationen

Folgende neue oder geänderte Standards sind für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen, verpflichtend anzuwenden:

IFRS 10 Konzernabschlüsse

IFRS 11 Gemeinsame Vereinbarungen

IFRS 12 Angaben zu Anteilen an anderen Unternehmen

IAS 27 (2011) Einzelabschlüsse

IAS 28 (2011) Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen

IAS 32 Finanzinstrumente: Darstellung

IAS 36 Wertminderung von Vermögenswerten

IAS 39 Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung

Die Änderungen des IFRS 10 haben keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss der Fritz Nols AG, da der Konzernabschluss zum ersten Mal zum 31.12.2014 aufgestellt wird.

IFRS 11 und 12 sowie IAS 28 sind nicht anzuwenden, da das Unternehmen weder Anteile an anderen Unternehmen hält noch gemeinsame Vereinbarungen abgeschlossen hat.

Die Auswirkungen der Anwendung von IAS 27, 32, 36 und 39 sind von untergeordneter Bedeutung.

Die Fritz Nols AG hat keine neuen oder geänderten IFRS-Standards und IFRIC-Interpretationen, die zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2014 noch nicht in Kraft getreten sind, vorzeitig angewendet.

4.4. Ertragsrealisierung

Nach Erbringung der vollständigen Leistung werden die Leistungen gegenüber dem Leistungsempfänger fakturiert. Die Forderungen werden fällig sobald dem Leistungsempfänger die, für die erbrachte Leistung gestellte, Rechnung zugegangen ist.

4.5. Immaterielle Vermögenswerte

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögenswerte betreffen den Geschäfts- und Firmenwert der Da Vinci Invest AG. Ihre Nutzungsdauer ist unbegrenzt.

Die Konsolidierung der Tochtergesellschaft wird nach der Erwerbsmethode vorgenommen. Dabei werden die nach den Vorschriften des IFRS 3 identifizierten Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten der Tochtergesellschaft mit dem beizulegenden Zeitwert zum Erwerbszeitpunkt bewertet und den Kosten des Erwerbers gegenübergestellt (Kaufpreisallokation).

Die jährlich vorzunehmenden Werthaltigkeitstests für Firmenwerte werden mittels anerkannter Ertragswert-Methode durchgeführt. Dabei werden die zukünftig zu erwartenden Einnahmenüberschüsse aus der jüngsten Managementplanung zugrunde gelegt, mit langfristigen Umsatzwachstumsraten sowie Annahmen über die Margenentwicklung fortgeschrieben und mit den Kapitalkosten der Unternehmenseinheit abgezinst. Getestet wird auf der Ebene der "zahlungsmittelgenerierenden Einheit".

Darüber hinaus wird ein Werthaltigkeitstest zusätzlich während des laufenden Geschäftsjahres dann durchgeführt, wenn aufgrund eingetretener Ereignisse ein Verdacht besteht, dass der Wert nachhaltig gesunken sein könnte.

4.6. Sachanlagen

Materielle Vermögenswerte, die im Geschäftsbetrieb länger als ein Jahr genutzt werden, sind mit ihren Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen bewertet. Die durchschnittliche Nutzungsdauer des Sachanlagevermögens beträgt vier Jahre. Fremdkapitalkosten, die in engem Zusammenhang mit der Finanzierung vom Kauf eines qualifizierten Vermögenswerts stehen, sind nicht angefallen. Die zugrunde gelegten Nutzungsdauern entsprechen den geschätzten/erwarteten Nutzungsdauern im Konzern.

4.7. Finanzinstrumente

Finanzielle Vermögenswerte werden im Konzern in die Kategorien "Zum beizulegenden Zeitwert über die Gewinn- und Verlustrechnung (GuV)", "Ausleihungen und Forderungen" sowie "Zur Veräußerung verfügbar" eingeteilt.

Die Kategorie "Zum beizulegenden Zeitwert über die GuV" umfasst finanzielle Vermögenswerte, die zu Handelszwecken gehalten werden. Zum Bilanzstichtag verfügte der Konzern nicht über Vermögenswerte aus dieser Kategorie.

Die Kategorie "Ausleihungen und Forderungen" besteht aus finanziellen Vermögenswerten mit festgelegten Zahlungsmodalitäten, die nicht an einem aktiven Markt gehandelt werden. Je nach Restlaufzeit werden sie als langfristige bzw. kurzfristige Vermögenswerte ausgewiesen. "Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte" sind nicht derivative finanzielle Vermögenswerte, die keiner der beiden anderen Kategorien zuordenbar sind. Als zur Veräußerung verfügbar gelten Wertpapiere, Beteiligungen sowie Kassen- und Bankbestände.

Finanzinstrumente werden am Erfüllungstag, d. h. zum Zeitpunkt des Entstehens bzw. der Übertragung, bilanziert. Finanzielle Vermögenswerte werden dabei zum beizulegenden Zeitwert zuzüglich Kosten der Transaktion aktiviert. Langfristige unter- bzw. nichtverzinsliche Ausleihungen werden zum Barwert unter Anwendung der Effektivzinsmethode angesetzt. Die der Kategorie der finanziellen Vermögenswerte "Zum beizulegenden Zeitwert über die GuV" zugeordneten Vermögenswerte werden immer zum beizulegenden Zeitwert angesetzt. Wertschwankungen sind erfolgswirksam und werden im Finanzergebnis ausgewiesen. Die Folgebewertung von Ausleihungen und Forderungen erfolgt zu fortgeschriebenen Anschaffungskosten unter Berücksichtigung der Effektivzinsmethode. Bestehen an der Einbringbarkeit von Forderungen Zweifel, werden diese mit dem niedrigeren realisierbaren Betrag angesetzt. Spätere Wertaufholungen (Zuschreibungen) werden erfolgswirksam vorgenommen.

In Fremdwährung valutierende Forderungen werden zum Stichtagskurs bewertet

4.8. Sonstige Rückstellungen und Steuerrückstellungen

Sonstige Rückstellungen sowie Steuerrückstellungen (effektive Ertragssteuerverpflichtungen) werden gebildet, wenn eine aus einem vergangenen Ereignis resultierende Verpflichtung gegenüber Dritten besteht, die künftig wahrscheinlich zu einem Vermögensabfluss führt und sich dieser zuverlässig schätzen lässt. Konnte keine Rückstellung gebildet werden, weil eines der genannten Kriterien nicht erfüllt war, sind die entsprechenden Verpflichtungen unter den Eventualschulden ausgewiesen. Die Rückstellungshöhe wird durch den nach bestmöglicher Schätzung ermittelten Betrag determiniert. Rückstellungen für Verpflichtungen, die voraussichtlich nicht bereits im Folgejahr zu einer Vermögensbelastung führen, werden in Höhe des Barwerts des erwarteten Vermögensabflusses unter Berücksichtigung absehbarer Preissteigerungen gebildet. Der Wertansatz der Rückstellungen wird zu jedem Bilanzstichtag überprüft. Rückstellungen in Fremdwährung werden zum Stichtagskurs umgerechnet.

4.9. Verbindlichkeiten

Die Gesellschaft hat zum Bilanzstichtag keine Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing-verträgen. Die übrigen finanziellen Verbindlichkeiten sind zum beizulegenden Zeitwert angesetzt.

In Fremdwährung valutierende Verbindlichkeiten werden zum Stichtagskurs bewertet.

4.10. Schätzunsicherheiten und Ermessensentscheidungen

Bei der Anwendung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden muss der Vorstand in Bezug auf die Buchwerte von Vermögenswerten und Schulden, die nicht ohne weiteres aus anderen Quellen ermittelt werden können, Sachverhalte beurteilen, Schätzungen vornehmen und Annahmen treffen. Die Schätzungen und die ihnen zugrunde liegenden Annahmen resultieren aus Vergangenheits-erfahrungen sowie weiter als relevant erachteten Faktoren. Die tatsächlichen Werte können von den Schätzungen abweichen.

Die den Schätzungen zugrunde liegenden Annahmen unterliegen einer regelmäßigen Überprüfung.

Bedeutende Schätzungen des Vorstands haben bei folgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden stattgefunden:

Wertminderung des Firmenwertes: Im Rahmen des Impairment Tests sind Annahmen zu treffen, die teilweise Elemente der Schätzung beinhalten.

Nutzungsdauer von Sachanlagen.

Werthaltigkeit von Steuerforderungen: Vor dem Hintergrund der anhängigen Einspruchsverfahren hat der Vorstand eine Schätzung des Bilanzansatzes der entsprechenden Erstattungsansprüche vorgenommen. Hierzu wird auf die Erläuterungen unter Abschnitt 9 verwiesen.

Werthaltigkeit von sonstigen Forderungen.

5. Segmentinformation

Gemäß IFRS 8 sind Geschäftssegmente auf Basis der internen Berichtserstattung über Konzernbereiche abzugrenzen, die regelmäßig vom Hauptentscheidungsträger der Gesellschaft im Hinblick auf Entscheidungen über die Verteilung von Ressourcen zu diesen Segmenten und der Bewertung ihrer Ertragskraft überprüft wird. Der Vorstand der Gesellschaft hat sich entschieden, die Berichterstattung nach der Art der Geschäftstätigkeit der Konzernunternehmen auszugestalten

Die berichtspflichtigen Segmente des Konzerns gemäß IFRS 8 sind demnach die folgenden:

das Beratungs- und Beteiligungsgeschäft umfasst die Fritz Nols AG

die Vermögensverwaltung umfasst die Da Vinci Invest AG

5.1. Segmentergebnisrechnung

  Konzernergebnis IFRS Fritz Nols AG HGB-Einzelabschluss Fritz Nols AG HGB-Einzelabschluss Da Vinci Invest AG IFRS-Einzelabschluss
  01.01. bis 31.12.2014 01.01. bis 31.12.2014 01.01. bis 31.12.2013 01.01. bis 31.12.2014
  EUR EUR EUR EUR
Umsatzerlöse 326.416,92 40.000,00 0,00 326.416,92
Sonstige Erträge 135.886,49 135.886,49 0,00 968,83
Aufwendungen für bezogene Leistungen -8.824,90 -48.824,90 0,00 0,00
Personalaufwand -138.772,32 0,00 0,00 -138.772,32
Abschreibungen -2.261,29 0,00 0,00 -2.261,29
Sonstige Aufwendungen -647.113,84 -381.528,86 -87.844,94 -265.584,98
Betriebsergebnis -334.668,94 -254.467,27 -87.844,94 -79.232,84
Finanzaufwand -27.406,00 -20.315,52 0,00 -7.090,48
Sonstige Finanzerträge 22.574,07 18.740,54 1.791,87 3.833,53
Verlust vor Steuern -339.500,87 -256.042,25 -86.053,07 -82.489,79
Ertragsteuern -38.611,03 -30.158,60 0,00 -8.452,43
Verlust aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit nach Steuern -378.111,90 -286.200,85 -86.053,07 -90.942,22
Jahresfehlbetrag -378.111,90 -286.200,85 -86.053,07 -90.942,22
Ertrag aus der Währungsumrechnung 968,83      
Gesamtergebnis -377.143,07      

5.2. Segmentbilanz

  Konzern IFRS Fritz Nols AG HGB-Einzelabschluss Fritz Nols AG HGB-Einzelabschluss Da Vinci Invest AG IFRS-Einzelabschluss
  31.12.2014 31.12.2014 31.12.2013 31.12.2014
AKTIVA EUR EUR EUR EUR
Langfristige Vermögenswerte        
Sonstige Immaterielle Vermögenswerte        
Geschäfts- und Firmenwert 4.695.054,34 0,00 0,00 0,00
Finanzanlagen        
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 4.598.604,00 0,00 0,00
Sachanlagen 3.408,00 0,00 0,00 3.408,00
Summe langfristige Vermögenswerte 4.698.462,34 4.598.604,00 0,00 3.408,00
Kurzfristige Vermögenswerte        
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 218.528,34 0,00 0,00 218.528,34
Steuerforderungen 188.318,74 184.500,86 206.991,19 0,00
Sonstige Forderungen 55.421,90 1.211,99 5.000,00 58.027,79
Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 29.920,21
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 74.846,31 67.687,10 155.385,55 7.159,21
Summe kurzfristige Vermögenswerte 537.115,29 253.399,95 367.376,74 313.635,55
Bilanzsumme 5.235.577,63 4.852.003,95 367.376,74 317.043,55
PASSIVA        
Eigenkapital        
Gezeichnetes Kapital 5.999.900,00 5.999.900,00 1.401.296,00 249.387,88
Kapitalrücklage 120.000,00 120.000,00 120.000,00 0,00
Gewinnrücklagen -2.011.709,17 -1.919.798,12 -1.633.597,27 -437.748,27
Sonstige Rücklagen 968,83 0,00 0,00 968,83
SUMME Eigenkapital 4.109.159,66 4.200.101,88 -112.301,27 -187.392,56
Schulden        
Kurzfristige Schulden        
Sonstige Rückstellungen 334.700,00 302.200,00 441.407,21 32.500,00
Steuerschulden 9.500,00 0,00 0,00 9.500,00
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 205.213,60 188.902,80 0,00 16.310,80
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen   29.920,21 0,00 0,00
Sonstige Verbindlichkeiten 577.004,37 130.879,06 38.270,80 446.125,31
Summe kurzfristige Schulden 1.126.417,97 651.902,07 479.678,01 504.436,11
SUMME Schulden 1.126.417,97 651.902,07 479.678,01 504.436,11
Bilanzsumme 5.235.577,63 4.852.003,95 367.376,74 317.043,55

6. Erläuterungen zur Konzern Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse der Gesellschaft betreffen mit T€ 286 im Wesentlichen Erträge aus der Fondsverwaltung der Konzerntochter Da Vinci Invest AG. Diese hatte im Geschäftsjahr 2014 sechs Kunden, wobei 46,33 % des Gesamtumsatzes in 2014 mit nur einem Kunden erwirtschaftet wurden. Die Fritz Nols AG weist im Geschäftsjahr 2014 T€ 40 als Umsatzerlöse aus. Diese betreffen ausschließlich Beratungsleistungen gegenüber einem ausländischen Kunden.

6.1. Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge betreffen mit T€ 136 ausschließlich Auflösungen von in Vorjahren gebildeten und nicht vollständig verbrauchten Rückstellungen der Fritz Nols AG.

6.2. Aufwendungen für bezogene Leistungen

Die Aufwendungen für bezogene Leistungen betreffen mit T€ 9 ausschließlich Provisionszahlungen der Fritz Nols AG für erhaltene Vermittlungsleistungen.

6.3. Personalaufwand

  TEUR TEUR
Löhne und Gehälter    
Löhne Da vinci AG 99  
Spesen Da vinci AG 8 107
soziale Abgaben und Aufwendungen für    
Altersversorgung und für Unterstützung    
Sozialversicherungen da vinci AG 14  
Aufwendungen für Altersvorsorge Da vinci AG 18 32
    139

Der Personalaufwand betrifft ausschließlich die Konzerntochter Da Vinci Invest AG. Diese beschäftigte im Jahresdurchschnitt drei Mitarbeiter.

6.4. Abschreibungen

Die Abschreiben betreffen mit T€ 2 ausschließlich planmäßige Abschreibungen auf das Sachanlagevermögen (Büroausstattung) der Konzerntochter. Im Geschäftsjahr wurden keine außerplanmäßigen Abschreibungen vorgenommen.

6.5. Sonstige betriebliche Aufwendungen

sonstige betriebliche Aufwendungen T€
Kosten Börsennotierung/HV 126
Jahresabschluss- und Prüfungskosten 141
Forderungsverluste 95
Rechts- und Beratungskosten 94
Mietaufwendungen 49
Strafgebühr Finma 10
Aufsichtsrats-/Verwaltungsratsvergütung 45
Reisekosten Arbeitnehmer 29
Aufwendungen für Telefon/Fax/Internet 15
Versicherungsprämien 9
Kfz-Kosten 6
Fremdleistungen und Fremdarbeiten 5
Sonstige Aufwendungen 23
  647

6.6. Zinsergebnis

  T€ T€
sonstige Zinsen und ähnliche Erträge    
Zinserträge aus Steuererstattungen 19  
Zinserträge aus Tages-/Monatsgeld 4 23
Zinsen und ähnliche Aufwendungen    
Zinsaufwendungen für kurzfristige Verbindlichkeiten -17  
Zinsaufwand aus Steuernachzahlungen -11 -28
    -5

Aus der Abzinsung von Forderungen ergeben sich TEUR 6 Zinsaufwendungen.

6.7. Ertragsteuern

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag T€
Gewerbesteuer 2008 der Fritz Nols AG 30
Staats-, Kantons- und Gemeindesteuern der Da Vinci AG für Vorjahre 8
  38

Aufgrund des erzielten Konzernverlustes ergeben sich keine Ertragsteuern für das Geschäftsjahr 2014. Auf den Ansatz von aktiven latenten Steuern wird verzichtet, da die Verrechnung gegen zukünftige positive Erträge unsicher ist.

6.8. Periodenfremde Erträge und Aufwendungen

Die Periodenfremden Erträge und periodenfremden Aufwendungen setzen sich im Geschäftsjahr wie folgt zusammen:

  T€ T€
Umsatzerlöse   137
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen   136
Zinserträge aus Steuererstattungen   10
Summe periodenfremde Erträge   283
Forderungsverluste 89  
Rechtsanwaltshonorare 63  
Strafgebühren Finma 10  
Prüfungskosten 34  
Aufsichtsratsvergütung 24  
Kosten der Börsennotierung 6  
IHK-Beitrag 4  
Kosten des Treuhänders 4  
Verspätungszuschläge und Zwangsgelder 3  
Versicherungsprämien 1  
Telefonkosten 1 239
Nachzahlungszinsen und Säumniszuschläge auf Steuernachzahlungen   10
Zinsen auf Hauptforderungen eines Gläubigers   4
Gewerbesteuernachzahlungen   30
Kantons- und Gemeindesteuern   10
Summe periodenfremde Aufwendungen   293

6.9. Ergebnis je Aktie

Das Ergebnis je Aktie wird als Quotient aus dem Konzernergebnis und dem gewichteten Durchschnitt der während des Geschäftsjahres in Umlauf befindlichen Aktienzahl ermittelt.

Das Ergebnis nach Steuern je Aktie aus der Geschäftstätigkeit betrug für die Geschäftsjahre 2014 und 2013:

Gezeichnetes Kapital per 31.12.2014 Jahresergebnis 2014 Ergebnis pro Aktie
in €
5.999.900,00 €    
in Aktien zum Nennwert von 1,00€    
5.999.900,00 -378.111,90 -0,0630
Gezeichnetes Kapital per 31.12.2013 Jahresergebnis 2013 Ergebnis pro Aktie
in €
1.401.296,00 €    
in Aktien zum Nennwert von 1,00€    
1.401.296,00 -86.053,07 -0,0614

Da die Gesellschaft keine Wandelanleihen, Aktienoptionen o. ä. ausgegeben hat, ergeben sich keine Verwässerungseffekte, so dass kein "unverwässertes" Ergebnis je Aktie zu ermitteln ist.

7. Erläuterungen zur Konzernbilanz

7.1. Langfristige Vermögenswerte

  Wert Zugänge Zugänge Abgänge Abschreibung Wert
  Stand Beginn Geschäftsjahr auf Grund der erstmaligen Konsolidierung Geschäftsjahr Geschäftsjahr Geschäftsjahr Stand Ende -Geschäftsjahr
 
Geschäfts- und Firmenwert            
Geschäfts- und Firmenwert Da Vinci Invest AG, Lachen 0,00 4.695.054,34 0,00 0,00 0,00 4.695.054,34
Finanzanlagen           0,00
Wertpapiere 0,00 193.529,98 0,00 193.529,98 0,00 0,00
Sachanlagen           0,00
Büroausstattung 0,00 3.695,48 1.973,81 0,00 2.261,29 3.408,00
  0,00 4.892.279,80 1.973,81 193.529,98 2.261,29 4.698.462,34

Der Geschäfts- und Firmenwert der Da Vinci Invest AG ergibt sich wie folgt:

Wert der Sacheinbringung EUR 4.598.604,00
abzüglich:  
Zeitwerte der eingebrachten Vermögensgegenstände und Schulden EUR - 96.450,34
Geschäfts- und Firmenwert EUR 4.695.054,34

Aufgrund des durchgeführten Impairment Tests war keine Abschreibungen auf den Geschäfts- und Firmenwert im Geschäftsjahr notwendig.

7.2. Kurzfristige Vermögenswerte

7.2.1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen

Der Buchwert dieser Forderungen entspricht dem beizulegenden Zeitwert. Die Forderungen betreffen ausschließlich zum Bilanzstichtag fällige Forderungen der Da Vinci Invest AG, aus Fondsverwaltungsgebühren der Jahre 2010 bis 2014. Die Forderungen waren zum Zeitpunkt der Erstellung des Konzernabschlusses (April 2016) noch vollumfänglich offen. Die Forderungen wurden mit 2 % p.a. abgezinst.

Die sonstigen Forderungen beinhalten auch einen aktiven Rechnungsabgrenzungsposten für vorausbezahlte Büromieten, die die Folgeperiode betreffen.

7.2.2. Steuerforderungen

Die Steuerforderungen setzen sich zusammen:

  Gesamtbetrag Restlaufzeit Restlaufzeit
  Ende Geschäftsjahr bis zu einem Jahr mehr als ein Jahr
 
Körperschaftsteuer-forderungen 2008 74.247,29 0,00 74.247,29
Gewerbesteuer-forderungen 2008 67.018,92 0,00 67.018,92
Körperschaftsteuerguthaben n. § 37 KStG 26.554,29 8.930,18 17.624,11
Forderungen aus Umsatzsteuer 2014 Deutschland 16.680,36 0,00 16.680,36
Forderungen aus Mehrwertsteuer Schweiz 3.817,88 0,00 3.817,88
  188.318,74 8.930,18 179.388,56

Zum Zeitpunkt der Erstellung des Jahresabschlusses im April 2016 waren die Forderungen aus Gewerbesteuer 2008 (T€ 67) und die Forderungen aus Körperschaftsteuer 2008 (T€ 74) vollständig eingegangen. Das Körperschaftsteuerguthaben nach § 37 KStG betrifft Forderungen gegenüber der deutschen Finanzverwaltung, die in drei Raten zu je T€ 9 im September der Jahre 2015 - 2017 an die Gesellschaft ausgezahlt werden. Das Guthaben wurde entsprechend der Laufzeit der einzelnen Raten mit durchschnittlich 2,92 % p.a. abgezinst.

Die Guthaben aus Umsatzsteuer/Mehrwertsteuer sind grundsätzlich spätestens mit Ablauf des Geschäftsjahres entstanden, werden aber erst fällig mit Einreichung der entsprechenden Steuererklärungen. Die Steuererklärung 2014 für die Da Vinci Invest AG wurde erst zum Ende des Jahres 2015 bei den Finanzbehörden eingereicht. Für die Fritz Nols AG war die Umsatzsteuererklärung 2014 zum Zeitpunkt der Erstellung des Konzernabschlusses (Mitte April 2016) noch nicht an das Finanzamt übermittelt.

7.3. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

Die Guthaben bei Kreditinstituten betreffen zum Bilanzstichtag ausschließlich unverzinste Kontokorrentguthaben. Die Guthaben valutierten in € (T€ 70), in CHF (T€ 1) und in US$ (€ 4). Die Guthaben waren zum Bilanzstichtag nicht als Sicherheiten für Verbindlichkeiten verpfändet oder abgetreten.

7.4. Gezeichnetes Kapital

Das gezeichnete Kapital in Höhe von € 3.067.751,29 zum 31. Dezember 2011 war eingeteilt in 1.200.000 auf den Inhaber lautende Stückaktien. Mit Beschluss der Hauptversammlung am 19.12.2011 wurde das gezeichnete Kapital entsprechend den Vorschriften der §§ 229 ff. AktG auf € 1.200.000,00 herabgesetzt. Der Nennwert der auf den Inhaber lautenden Stückaktie beträgt nunmehr € 1,00. Die Kapitalherabsetzung wurde mit Eintragung in das Handelsregister Frankfurt am Main am 26. November 2012 wirksam.

Des Weiteren wurde in der Hauptversammlung am 19. Dezember 2011 eine Kapitalerhöhung durch die Ausgabe von bis zu 1.200.000 neuer, auf den Inhaber lautende, Stückaktien im Wege der Bareinlage beschlossen. Zum Zeitpunkt der Erstellung der Bilanz, im Oktober 2013, war eine Kapitalerhöhung in Höhe von € 201.296,00 durchgeführt worden. Sie wurde am 27. März 2013 in das Handelsregister Frankfurt am Main eingetragen.

In der am 09. April 2014 durchgeführten Hauptversammlung der Fritz Nols AG wurde eine Kapitalerhöhung um bis zu € 4.598.604,00 auf bis zu € 5.999.900,00 durch Ausgabe entsprechender Stückaktien beschlossen. Die Kapitalerhöhung erfolgt gegen Sacheinlage. Gegenstand der Sacheinlage waren sämtliche 30.000.000 Aktien der Da Vinci Invest AG, Lachen, Schweiz.

Zum 31. Dezember 2014 war die Kapitalerhöhung in Höhe von € 4.598.604,00 durchgeführt und abgeschlossen. Sie wurde am 26. August 2014 in das Handelsregister Frankfurt am Main eingetragen. Damit sind die neuen Aktien mit Beginn des Geschäftsjahres 2014 gewinnbezugsberechtigt.

Das gezeichnete Kapital beläuft sich nunmehr auf € 5.999.900,00 und ist eingeteilt in 5.999.900,00 auf den Inhaber lautende Stückaktien. Der Nennwert der auf den Inhaber lautenden Stückaktie beträgt weiterhin € 1,00.

Des Weiteren wurde in der Hauptversammlung vom 09. April 2014 beschlossen, den Vorstand zu ermächtigen, das Grundkapital der Gesellschaft um insgesamt bis zu € 700.648,00 gegen Bar- oder Sacheinlagen zu erhöhen (genehmigtes Kapital) bzw. um weitere € 1.799.352,00 zu erhöhen, sofern das Grundkapital nach der Sachkapitalerhöhung mindestens € 5.000.000,00 beträgt. Eine Erhöhung des Kapitals ist bis zum Zeitpunkt der Erstellung des Konzernabschlusses (April 2016) nicht erfolgt.

Die Kapitalrücklage wurde im Rahmen der Herabsetzung des gezeichneten Kapitals, entsprechend den Bestimmungen des § 229 AktG, auf ein Zehntel (€ 120.000,00) des nach der Kapitalherabsetzung vorhandenen Stammkapitals vermindert. Der Herabsetzungsbetrag in Höhe von € 14.707.464,55 wurde mit Wirkung der Kapitalherabsetzung im Jahr 2012 mit dem vorhandenen Verlustvortrag verrechnet.

7.5. Zusätzliche Angaben zur Entwicklung des Eigenkapitals

Der Konzern verfolgt das Ziel einer nachhaltigen und hohen Eigenkapitalquote, um dauerhafte finanzielle Flexibilität und Stabilität als Basis für seine Wachstumsziele sicherzustellen.

Eigenkapital und Bilanzsumme betragen zum 31. Dezember 2014:

Eigenkapital In T€ 4.109
in % der Bilanzsumme 78,49
Fremdkapital in T€ 1.126
in % der Bilanzsumme 21,51
Gesamtkapital in T€ 5.236

Der Konzern weist in der Gewinn- und Verlustrechnung des Geschäftsjahres außer Aufwendungen aus Währungsumrechnungen in Höhe von T€ 1 keine weiteren erfolgsneutralen Aufwendungen oder erfolgsneutralen Erträge ("Other Comprehensive Income") aus.

7.6. Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen stellen sich wie folgt dar:

  Stand Beginn Geschäftsjahr Inanspruchnahme Auflösung Zuführung Stand Ende -Geschäftsjahr
Gläubigerforderungen 375.920,29 € - 100.896,66 € - 94.822,44 € 6.798,81 € 187.000,00 €
Abschluss- und Prüfungskosten 20.422,87 € - 20.422,87 € 0,00 € 61.500,00 € 61.500,00 €
Bußgeld Finma 0,00 € 0,00 € 0,00 € 10.000,00 € 10.000,00 €
Kosten Hauptversammlung u.a. 35.650,00 € 0,00 € - 35.650,00 € 20.000,00 € 20.000,00 €
Ausstehende Lieferantenrechnungen 0,00 € 0,00 € 0,00 € 23.930,00 € 23.930,00 €
Rechts- und Beratungskosten 9.414,05 € 0,00 € - 5.414,05 € 28.270,00 € 32.270,00 €
  441.407,21 € -121.319,53€ -135.886,49 € 150.498,81 € 334.700,00 €

Im Frühjahr 2014 wurden entsprechend der Bestimmungen des Insolvenzplans T€ 101 an die Insolvenzgläubiger ausgezahlt. Im Rahmen des Insolvenzplans wird die letzte und abschließende Quotenzahlung in Höhe von T€ 187 im April 2016 an die Gläubiger ausgezahlt werden. Da für die Gläubiger dann keine weiteren Mittel mehr zur Verfügung stehen, ist die dafür gebildete Rückstellung in Höhe von T€ 95 aufzulösen.

Auch die weiteren sonstigen Rückstellungen betreffen ausschließlich kurzfristige Rückstellungen, die spätestens im Frühjahr/Sommer 2016 fällig werden.

Abschluss- und Prüfungskosten wurden auf Basis des vorliegenden Angebotes geschätzt.

Das Bußgeld Finma resultiert aus einer Verfügung der Schweizer Finanzmarktaufsicht gegenüber der Da Vinci Invest AG aus dem Jahr 2013 wegen nicht korrekter Angaben auf der Website der Tochtergesellschaft und dem angeblich unerlaubten Vertrieb von bestimmten Finanzprodukten durch die Da Vinci Invest AG. Die Tochtergesellschaft hat dieser Verfügung widersprochen und Klage beim zuständigen Schweizer Gericht gegen den Strafbefehl erhoben. Zum Zeitpunkt der Erstellung des Konzernabschlusses (Mitte April 2014) ist der Gerichtsprozess vor dem obersten Bundesgericht der Schweiz zu Gunsten der Da Vinci Invest AG in der Form entschieden worden, dass die Klage an die untere Instanz zurückgewiesen wurde und deshalb der Tochtergesellschaft noch nur ein Bußgeld in Höhe von T€ 10 droht.

Die Kosten der Hauptversammlung wurden auf der Grundlage von Erfahrungswerten beziffert.

Der Rückstellung für ausstehende Lieferantenrechnungen sowie Rechts- und Beratungskosten, die das Berichtsjahr betreffen, liegen im darauffolgenden Jahr Rechnungen zu Grunde.

7.7. Steuerschulden

Die Steuerrückstellungen betreffen ausschließlich die Konzerntochter und beinhalten mit T€ 10 fällige Steuernachzahlungen für die Jahre 2010 - 2011.

7.8. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten weisen folgende Restlaufzeiten aus:

  Gesamtbetrag Restlaufzeit Restlaufzeit
  Ende Geschäftsjahr bis zu einem Jahr mehr als ein Jahr
 
Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistungen 205.213,60 205.213,60 0,00
Sonstige Verbindlichkeiten 577.004,37 577.004,37 0,00
  782.217,97 782.217,97 0,00

Die sonstigen Verbindlichkeiten betreffen mit T€ 557 nicht verzinste Darlehen von zwei Darlehensgebern. Die Darlehen waren zum Zeitpunkt der Erstellung des Konzernabschlusses (April 2016) noch nicht getilgt. Der Konzern hat aus Gründen der Vorsicht darauf verzichtet, die Darlehen abzuzinsen. Daneben hat der Konzern mit T€ 20 Verbindlichkeiten gegenüber Schweizer Sozialversicherungsträgern. Diese waren zum Zeitpunkt der Erstellung des Konzernabschlusses (April 2016) bereits getilgt. Auch diese Verbindlichkeiten wurden aus Gründen der Vorsicht nicht abgezinst.

Die Gesellschaft hat keine Sicherheiten für ihre Verbindlichkeiten gestellt.

8. Weitere Angaben zu Finanzinstrumenten

8.1. Finanzielle Vermögenswerte nach Bewertungskategorien

Die finanziellen Vermögenswerte lassen sich zum 31. Dezember 2014 in Bewertungskategorien mit den folgenden Buchwerten untergliedern:

  Ausleihungen und Forderungen Zum beizulegenden Zeitwert über die GuV Zur Veräußerung verfügbar Derivative Finanzinstrumente, die wirksamer Teil einer Sicherungsbeziehung sind Gesamt
 
Übrige Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Langfristige Wertpapiere 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Langfristige Forderungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Langfristige derivative Finanzinstrumente 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Steuer-forderungen und Sonstige kurzfristige Forderungen 462.268,98 0,00 0,00 0,00 462.268,98
Kurzfristige derivative Finanzinstrumente 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Kurzfristige Wertpapiere 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Bankguthaben und Kassenbestände 0,00 0,00 74.846,31 0,00 74.846,31
Summe 462.268,98 0,00 74.846,31 0,00 537.115,29

Die Fritz Nols AG hat im Geschäftsjahr 2014 eine sonstige kurzfristige Forderung in Höhe von T€ 5 abgeschrieben. Die Da Vinci Invest AG hat im Geschäftsjahr 2014 Abschreibungen in Höhe von T€ 90 auf sonstige kurzfristige Forderungen vorgenommen und die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit 2,00 % abgezinst.

Auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Steuerforderungen wurde eine Abzinsung in Höhe von T€ 6 vorgenommen.

8.2. Finanzielle Verbindlichkeiten nach Bewertungskategorien

Die finanziellen Verbindlichkeiten lassen sich zum 31. Dezember 2014 in Bewertungskategorien mit den folgenden Buchwerten untergliedern:

  Verbindlichkeiten zum beizulegenden Zeitwert über die GuV Derivative Finanzinstrumente, die wirksamer Teil einer Sicherungsbeziehung sind Andere finanzielle Verbindlichkeiten zu Anschaffungskosten Gesamt
 
Steuerschulden 0,00 0,00 9.500,00 9.500,00
Sonstige Rückstellungen 0,00 0,00 334.700,00 334.700,00
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 0,00 0,00 205.213,60 205.213,60
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 0,00 0,00 577.004,37 577.004,37
Summe 0,00 0,00 1.126.417,97 1.126.417,97

Die Steuerschulden enthalten mit T€ 9 Aufwendungen die im Geschäftsjahr 2014 die GuV-Position Ertragssteuern betreffen. Die Einstellungen in die Sonstigen Rückstellungen in Höhe von T€ 150 betreffen ausschließlich Aufwendungen die in den sonstigen Aufwendungen gezeigt werden. Die Auflösung der Sonstigen Rückstellungen in Höhe von T€ 136 werden im Geschäftsjahr 2014 in der GuV-Position sonstige Erlöse gezeigt.

8.3. Saldierung von finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten

Der Konzern hat im Jahresabschluss zum 31. Dezember 2014 keine finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten miteinander verrechnet.

8.4. Sicherungspolitik

Der Konzern hat im Geschäftsjahr 2014 weder Sicherungsgeschäfte für Wechselkursschwankungen zwischen dem Euro und anderen Währungen, noch Sicherungsgeschäfte für Zinsschwankungen an den internationalen Geld- und Kapitalmärkten abgeschlossen.

8.5. Finanzrisikomanagement

Der Konzern hat folgende Risiken identifiziert:

Die allgemeinen Risikomanagementrichtlinien der Da Vinci Invest AG betreffen sowohl das Risikomanagement der Investmentvermögen, das Risikomanagement für die Anlage des eigenen Vermögens, das Risikomanagement der Dienst- und Nebendienstleistungen als auch das ganzheitliche Risikomanagement auf Gesellschaftsebene. Beispielsweise Risikokonzentrationen, Limitsystem der Kontrahenten Risiken, Liquiditätsrisiko (zur Begleichung von künftigen Rücknahmeverpflichtungen, aber auch der sonstigen Zahlungsverpflichtungen), Vergütungssysteme (ohne falsche Anreizsysteme), unvereinbare Tätigkeiten (Trennung in der Ausgestaltung der Aufbau- und Ablauforganisation) Einschätzbarkeit neuer komplexer Anlageobjekte, Auslagerungscontrolling (für ausgelagerte Aufgaben z.B. Marketing, Compliance, Risikocontrollingfunktion [organisatorisch unabhängigen Stelle]), Rechtsrisiken und Reputationsrisiken und Einzelpersonenrisiko.

Das Risikomanagementsystem der Fritz Nols AG soll dafür sorgen, dass vorhersehbare unternehmerische Risiken (Adressenausfallrisiken, Liquiditätsrisiken) und operationelle Risiken wie mitarbeiterbezogene (Interessenkonflikte, Handlungsvorschriften verletzen, Vertraulichkeiten missachten oder zu große Risiken eingehen) oder Prozess- und Strukturrisiken sowie System- und Technologierisiken und Reputationsrisiken erfasst und in angemessener Weise dargestellt werden können. Die Fritz Nols AG wird bei den Risiko-/Sensitivitätsanalysen (Stresstest) ein Modell nutzen, bei dem sie einerseits jene Risiken vor dem Entscheidungszeitpunkt (Entscheidungsrisiko: Man trifft eine Entscheidung, wobei Abweichungen vom Erwartungswert des Ergebnisses möglich sind; Ergebnisrisiko: Ergebnisunsicherheit als Folge einer risikoverbundenen Entscheidungssituation; Opportunitätsrisiko: Risiko, dass eine andere Entscheidung günstiger gewesen wäre) und die Risiken nach dem Entscheidungszeitpunkt (Handlungsrisiko, Plan- und Abweichungsrisiko, allgegenwärtige unvermeidliche Risiken) betrachtet.

Auf Konzernebene ist die zentrale Aufgabe des Risikomanagements das Vermeiden von Risikokonzentrationen. Diese können durch den Gleichlauf von Risikopositionen sowohl innerhalb einer Risikoart ("Intra-Risikokonzentrationen") als auch über verschiedene Risikoarten hinweg ("Inter-Risikokonzentrationen") entstehen. Letztere resultieren aus gemeinsamen Risikotreibern oder aus Interaktionen verschiedener Risikotreiber unterschiedlicher Risikoarten. Auf Konzerneben wird die Fritz Nols AG besonders auf jene Risikokonzentrationen achten, die sich in den Konzernteilen unabhängig voneinander entwickeln aber gegenseitig verstärken. Der wiederkehrende jährliche Ablauf wird wie folgt sein: Festlegung der Strategie, Identifikation vorhandener Risiken, Bewertung der jeweiligen Risiken, Management, Berichterstattung, Steuerung, Überwachung.

Im Berichtszeitraum sind keine Tabellen geführt oder Grafiken basierend auf Risikogewichtungen erstellt worden. Die Mittel zur Beobachtung waren auf Grund der flachen Hierarchien und überschaubaren Aktivitäten immer im Blick der Verantwortlichen und die Maßnahmen zur Steuerung jederzeit unmittelbar durchsetzbar. Es wurden aus den oben angeführten Gründen und wegen der wirkungsvollen Risikominimierung oder -verhinderung keine quantitativen Dokumente erstellt und keine Berichte verfasst.

9. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Am 17. Februar 2006 legten die damaligen Vorstände der Fritz Nols AG, die Herren Hendrik Klein und Frank Scheunert, einen Insolvenzplan beim Insolvenzgericht Frankfurt am Main vor. Nachdem das Gericht den Insolvenzplan am 14. September 2006 als unzulässig zurückgewiesen hatte, legten die Planverfasser hiergegen am 21. September 2006 sofortige Beschwerde ein. Mit Beschluss des Landgerichts Frankfurt am Main vom 15. Januar 2007 wurde der angefochtene Beschluss aufgehoben und die Sache zur erneuten Prüfung und Entscheidung an das Amtsgericht Frankfurt am Main zurückverwiesen.

Die Insolvenzverwaltung hat die Planverfasser über die bestehenden Mängel des Insolvenzplanentwurfes umfassend informiert, so dass ein überarbeiteter Insolvenzplan vorgelegt werden konnte.

Der verbesserte Insolvenzplan wurde dem Gericht am 15. Oktober 2007 vorgelegt und zwischen der Insolvenzverwaltung und dem Vorstandsmitglied, Herrn Hendrik Klein am 26. November 2007 nochmals erörtert. Nachdem der Planverfasser weitere Ergänzungen und Anregungen der Insolvenzverwaltung in den Insolvenzplanentwurf aufgenommen hatte, wurde der von den Vorständen unterschriebene Insolvenzplan am 04. April 2008 zur Niederlegung bei Gericht eingereicht.

Wesentlicher Inhalt des Insolvenzplans ist die Besserstellung der Gläubiger im Hinblick auf die Quotenerwartung bei Durchführung des Planverfahrens im Vergleich zur Zerschlagung des Vermögens in der Regelinsolvenzabwicklung. Um dieses Ziel zu erreichen, haben sich die Investoren, die Firma Exchange Investors N. V., Amsterdam und die Firma da Vinci Investment Ltd., Großbritannien bereit erklärt, einen Betrag in Höhe von € 267.800 zu investieren, damit die Besserstellung der Gläubiger im Insolvenzplanverfahren gesichert ist. Davon sind von der Exchange Investors N. V. € 100.000 als Sanierungszuschuss an die Fritz Nols AG zu zahlen.

Die da Vinci Investment Ltd. erhält für einen Betrag von € 135.000 alle Aktien der da Vinci Investment S.A. Luxemburg inklusive der Wortmarke sowie für € 32.800 die 40.000 Stück eigenen Aktien, die sich im Vermögen der Fritz Nols AG befinden, zum aktuellen Börsenpreis von € 0,82 pro Aktie. Alle Beträge sind dem Insolvenzverwalter von den Investoren treuhänderisch für den Fall der Bestätigung des Plans zur Verfügung gestellt worden.

Der Insolvenzplan sieht die Bildung von insgesamt vier Gläubigergruppen, die der Arbeitnehmer (Gruppe I), die der Großgläubiger (Gruppe II), die der Gläubiger aus Vorstands- und Aufsichtsratstätigkeit (Gruppe III) sowie der sonstigen Gläubiger im Rahmen des § 38 InsO (Gruppe IV) vor. Im gestaltenden Teil des Insolvenzplans wurde ein unbedingter und unwiderruflicher Verzicht auf die für die Gläubigergruppen I bis IV im Insolvenzplan aufgeführten einfachen Insolvenzforderungen in Höhe der Differenz aus dem Nennwert der Forderung und der zu zahlenden Quote (voraussichtlich 33,78 %) festgelegt. Die nach dem Insolvenzplan auszuzahlende Quote wurde als variable Quote festgelegt, da die Höhe der endgültig bestrittenen, der noch nicht festzustellenden und gegebenenfalls nachträglich anzumeldenden Forderungen zum Zeitpunkt der Abstimmung über den Insolvenzplan noch nicht feststand und im Übrigen Quotenverschiebungen durch die Höhe der noch nicht abschließend bezifferbaren Massekosten im Erörterungs- und Abstimmungstermin unklar sind.

Der Insolvenzplan wurde in der besonderen Gläubigerversammlung vom 8. Juli 2008 von den Gläubigern angenommen und mit Ablauf der zweiwöchigen Widerspruchsfrist am 23. Juli 2008 rechtskräftig.

Die ausstehende Bestätigung des Insolvenzplans durch das Amtsgericht Frankfurt am Main kann erst nach der Erfüllung der aufschiebenden Bedingung, nämlich der Fassung eines Fortsetzungsbeschlusses durch die Hauptversammlung der Fritz Nols AG, erfolgen. Danach können die von den Investoren zur Verfügung gestellten Beträge dem Vermögen der Fritz Nols AG zufließen.

Die Fortsetzung der Gesellschaft wurde in der Hauptversammlung am 23. März 2009 beschlossen. Das Insolvenzverfahren wurde schließlich rechtskräftig am 30. Januar 2010 vom Amtsgericht Frankfurt am Main aufgehoben.

Im Juli und August 2009 wurde jeweils eine erste Abschlagszahlung auf die Quote in Höhe von T€ 870 vorgenommen, was einer Quote von 25,30 % auf die von den Gläubigern angemeldeten und vom Insolvenzverwalter festgestellten Tabellenforderungen entspricht. Im Dezember 2011 und im Januar 2013 wurden weitere Abschläge in Höhe von T€ 588 bzw. T€ 133 auf die festgestellten Forderungen ausgezahlt, so dass sich die Quote um 21,05 % auf 46,35 % erhöht. Im Frühjahr 2014 erfolgte eine weitere Quotenzahlung von T€ 100, so dass sich die Quote nochmals um 2,90 % auf 48,64 % erhöhte.

Da die Finanzbehörden die Ertragsteuern auf den durch den Forderungsverzicht der Gläubiger entstandenen Sanierungsgewinn als nicht erlasswürdig ansehen, haben das Finanzamt Frankfurt am Main und die Stadt Frankfurt am Main entsprechende Steuerbescheide erlassen. Die Gesellschaft hat gegen die Steuerbescheide jeweils Einspruch eingelegt und die Aussetzung der Vollziehung beantragt. Die Aussetzung der Vollziehung wurde der Gesellschaft zum größten Teil gewährt. Zum Zeitpunkt der Erstellung des Konzernabschlusses (April 2016) waren beide Einspruchsverfahren abgeschlossen; die Gesellschaft musste für das betreffende Jahr 2008 nur T€ 30 Gewerbesteuer an die Stadt Frankfurt am Main abführen. Die restlichen bereits geleisteten Steuervorauszahlungen wurden der Gesellschaft im September 2015 und Februar 2016 erstattet, so dass im April 2016 eine letzte Quotenzahlung in Höhe von T€ 187 an die Gläubiger ausgezahlt wird. Mit dieser Zahlung wird sich die an die Gläubiger ausgezahlte Quote nochmals um 5,44 % auf dann 54,08 % erhöhen.

Mit dieser Restzahlung gilt der Insolvenzplan als erledigt.

Die Auswirkungen dieser Ereignisse wurden im Konzernabschluss zum 31.12.2014 berücksichtigt. Auf die Ausführungen zu den sonstigen Rückstellungen wird verwiesen.

10. Eventualschulden und Eventualforderungen

Am Bilanzstichtag bestanden keine Eventualverbindlichkeiten oder Eventualforderungen.

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen betreffen:

  bis 1 Jahr
T€
2 bis 5 Jahre
T€
Erwerb zweier Mehrheitsbeteiligungen 0 10
Ausreichung eines Darlehens 0 2.000
Verpflichtungen aus Mietverträgen 13 0
  13 2.010

Die Fritz Nols AG hat im Dezember 2015 eine Beteiligungsvereinbarung abgeschlossen. Laut der Vereinbarung ist die Fritz Nols AG verpflichtet, sich mehrheitlich an zwei Kapitalgesellschaften zu beteiligen. Für den Kaufpreis von T€ 10 erhält die Fritz Nols AG 50% der Anteile plus einen Anteil an einer deutschen Kapitalgesellschaft sowie 50% der Anteile (Shares) plus einen Anteil (Share) an deren englischer Muttergesellschaft. Des Weiteren hat sich die Fritz Nols AG verpflichtet diesen Gesellschaften im Jahr 2016 Kapital in Höhe von T€ 2.000 in Form eines Betriebsmitteldarlehens zur Verfügung zu stellen.

11. Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen

Da die Muttergesellschaft im Geschäftsjahr keine eigenen Mitarbeiter beschäftigt hat, wurde in folgenden Fällen auf Mitarbeiter des Tochterunternehmens Da Vinci Invest AG zurückgegriffen:

Erbringung von Beratungsleistungen: Die Fritz Nols AG hat im Geschäftsjahr 2014 Fremdleistungen in Höhe von € 40.000,00 von der Da Vinci Invest AG bezogen, die diese ihrerseits in den Umsatzerlösen ausgewiesen hat.

Erstellung von Finanzinformationen: Für diese Leistungen erhielt Da Vinci Invest AG im Geschäftsjahr 2014 keine Vergütung.

Die Tätigkeit des Vorstands in der Fritz Nols AG ist unentgeltlich. Dementsprechend ist die Vergütung nicht marktüblich. Die vom Vorstand an die Gesellschaften ausgereichten Darlehen sind nicht verzinst und wurden dementsprechend zu marktunüblichen Bedingungen abgeschlossen.

Weitere Geschäfte mit nahestehenden Personen betreffen folgende Transaktionen:

Veräußerung des gesamten Wertpapierbestandes der Da Vinci Invest AG zu Buchwerten an den Vorstand der Fritz Nols AG.

Zinslose Verrechnungskonten zwischen Da Vinci und Fritz Nols.

Zinslose Darlehen mit Unternehmen, an denen der Vorstand beteiligt ist.

Stand dieser Darlehen am Bilanzstichtag und Umfang der Wertberichtigungen:

1.

Darlehen der Fritz Nols AG an BOZ Capital GmbH: Stand am 31.12.2014 TEUR 0, nach Abschreibung im Geschäftsjahr T€ 5.

2.

Darlehen der Da Vinci Invest AG an BOZ Capital GmbH: Stand am 31.12.2014 TEUR 0, nach Abschreibung im Geschäftsjahr T€ 4.

3.

Darlehen der BOZ Holding AG an Da Vinci Invest AG: Stand am 31.12.2014 TEUR 99.

4.

Darlehen der Da Vinci Invest AG an Da Vinci Invest Ltd.: Stand am 31.12.2014 TEUR 7, nach Abschreibung im Geschäftsjahr T€ 9.

5.

Darlehen der Da Vinci Invest AG an die Mietkautions AG: Stand am 31.12.2014 TEUR 44, nach Abschreibung im Geschäftsjahr T€ 69.

Darüber hinaus hat die Gesellschaft im Geschäftsjahr keine weiteren Geschäfte zu marktunüblichen Konditionen mit nahestehenden Unternehmen oder nahestehenden Personen getätigt.

12. Wesentliche Aktionäre

Die Aktionärsstruktur zum 31.12.2014 hat sich nach Kenntnis des Vorstands wie folgt entwickelt:

  31.12.2014 31.12.2013
Aktionäre Anzahl Aktien Aktienanteil Anzahl Aktien Aktienanteil
Da Vinci Invest Ltd., Wakefield, UK 0 0,00% 343.920 24,54%
Da Vinci Arbitrage Fund TMF Trustees Singapore Ltd 155.398 2,59% 335.194 23,92%
Fritz Nols, Plauen 0 0,00% 198.110 14,14%
Exchange Investors N.V., Amsterdam 0 0,00% 139.694 9,97%
Hendrik Klein, Schweiz 1.682.972 28,05% 58.000 4,14%
Abacus Ltd., Vereinigte Arabische Emirate 1.793.370 29,89% 0 0,00%
Free Float 1.418.376 23,64% 125.082 23,29%
Thomas Hartzsch 293.995 4,90% 0 0,00%
Susanne Schnell, Schweiz 264.596 4,41% 0 0,00%
Silvio Dietz, Deutschland 211.196 3,52% 0 0,00%
Frank Scheunert, Vereinigte Arabische Emirate 179.997 3,00% 0 0,00%
  5.999.900 100,00% 1.200.000 100,00%

Dem Vorstand der Gesellschaft sind keine weiteren Veränderungen der wesentlichen Beteiligungen (über 10 %) bekannt.

13. Angaben gemäß § 160 Abs. 1 Nr. 8 AktG

Die Gesellschaft erhielt im Geschäftsjahr 2014 folgende Mitteilungen:

Am 02.04.2014:

Der Stimmrechtsanteil von Herrn Steffen Hipp, Schweiz, an der Fritz Nols AG hat am 28.03.2014 die Schwelle von 3% der Stimmrechte überschritten und beträgt zu diesem Tag 4,04% (das entspricht 56500 Stimmrechten). Diese hält Herr Steffen Hipp unmittelbar als Eigentümer.

Am 6.05.2014:

Der Stimmrechtsanteil des Da Vinci Arbitrage Fund Singapore, Singapore, an der Fritz Nols AG hat am 5.05.2014 die Schwelle von 20% und 15% der Stimmrechte unterschritten und beträgt an diesem Tag 11,07% (das entspricht 155.194 Stimmrechten) betragen hat.

Am 18.06.2014:

Der Stimmrechtsanteil von Herrn Rainer Schwöppe, wohnhaft in Saulheim, Deutschland, an der Fritz Nols AG hat am 11. Juni 2014 die Schwelle von 3% überschritten und beträgt zu diesem Tag 3,93% (55.200 Stimmrechte). Diese hält Rainer Schwöppe unmittelbar als Eigentümer.

Der Stimmrechtsanteil von Herrn Tomas Kayser, wohnhaft in Berlin, Deutschland, an der Fritz Nols AG hat am 10. Juni 2014 die Schwelle von 3% überschritten und beträgt zu diesem Tag 3,71% (52.000 Stimmrechte). Diese hält Herr Tomas Kayser unmittelbar als Eigentümer.

Der Stimmrechtsanteil von Frau Gabriele Thomas, Frankfurt am Main, Deutschland, an der Fritz Nols AG hat am 11. Juni 2014 die Schwelle von 3% überschritten und beträgt zu diesem Tag 3,69% (51.698 Stimmrechte). Diese hält Gabriele Thomas unmittelbar als Eigentümer.

Am 20.08.2014:

Der Stimmrechtsanteil von Herrn Klaus E.H. Zapf, Deutschland, an der Fritz Nols AG hat am 1.10.2008 die Schwelle von 10% unterschritten und beträgt zu diesem Tag 9,44% (113.330 Stimmrechte). Diese hielt Klaus E.H. Zapf unmittelbar als Eigentümer.

Weiterhin wird gemäß § 21 Absatz 1 WpHG mitgeteilt, dass der Stimmrechtsanteil von Herrn Klaus E.H. Zapf, Deutschland, an der Fritz Nols AG am 8.10.2008 die Schwelle von 5% unterschritten hat und zu diesem Tag 4,66% (55.869 Stimmrechte) beträgt. Diese hielt Klaus E.H. Zapf unmittelbar als Eigentümer.

Weiterhin wird gemäß § 21 Absatz 1 WpHG mitgeteilt, dass der Stimmrechtsanteil von Herrn Klaus E.H. Zapf, Deutschland, an der Fritz Nols AG am 25.11.2008 die Schwelle von 3% unterschritten hat und zu diesem Tag 0,86% (10.312 Stimmrechte) beträgt. Diese hielt Klaus E.H. Zapf unmittelbar als Eigentümer.

Am 01.09.2014:

Der Stimmrechtsanteil des Da Vinci Arbitrage Fund, Singapur, an der Fritz Nols AG hat am 26.08.2014 die Schwellen von 10%, 5% und 3% unterschritten und beträgt zu diesem Tag 2,59% (155.194 Stimmrechte). Diese hält der Da Vinci Arbitrage Fund unmittelbar als Eigentümer.

Der Stimmrechtsanteil von Herrn Tomas Kayser, Deutschland, an der Fritz Nols AG hat am 26.08.2014 die Schwellen von 5% und 3% unterschritten und beträgt zu diesem Tag 2,22% (133.000 Stimmrechte). Diese hält Herr Tomas Kayser unmittelbar als Eigentümer.

Der Stimmrechtsanteil von Herrn Hendrik Klein, Schweiz, an der Fritz Nols AG hat am 26.08.2014 die Schwellen von 20% und 25% überschritten und beträgt zu diesem Tag 28,05% (1.683.053 Stimmrechte). Diese hält Herr Hendrik Klein unmittelbar als Eigentümer.

Der Stimmrechtsanteil von Herrn Andreas Schnell, Schweiz, an der Fritz Nols AG hat am 26.08.2014 die Schwelle von 3% überschritten und beträgt zu diesem Tag 3,52% (211.536 Stimmrechte). Diese hält Herr Andreas Schnell unmittelbar als Eigentümer.

Der Stimmrechtsanteil von Herrn Thomas Hartzsch, Schweiz, an der Fritz Nols AG hat am 26.08.2014 die Schwellen von 3%, 5% und 10% überschritten und beträgt zu diesem Tag 14,29% (857.640 Stimmrechte). Diese hält Herr Thomas Hartzsch unmittelbar als Eigentümer.

Der Stimmrechtsanteil der Abacus Ltd., Ras Al Khaimah, Vereinigte Arabische Emirate, an der Fritz Nols AG hat am 26.08.2014 die Schwellen von 3%, 5%, 10%, 15%, 20% und 25% überschritten und beträgt zu diesem Tag 29,89% (1.793.455 Stimmrechte). Diese hält die Abacus Ltd. unmittelbar als Eigentümer.

Der Stimmrechtsanteil von Herrn Silvio Dietz, Deutschland, an der Fritz Nols AG hat am 26.08.2014 die Schwelle von 3% überschritten und beträgt zu diesem Tag 4,41% (264.420 Stimmrechte). Diese hält Herr Silvio Dietz unmittelbar als Eigentümer.

Am 02.09.2014:

Der Stimmrechtsanteil von Herrn Frank Scheunert, Vereinigte Arabische Emirate, an der Fritz Nols AG hat am 26.08.2014 die Schwellen von 10% und 5% unterschritten und beträgt an diesem Tag 3,00005% (180.000 Stimmrechte). Diese hält Frank Scheunert unmittelbar als Eigentümer.

Am 09.09.2014:

Der Stimmrechtsanteil von Herrn Alexander Burov, Russland an der Fritz Nols AG hat am 26.08.2014 die Schwellen von 3%, 5%, 10%, 15%, 20% und 25% überschritten und beträgt an diesem Tag 29.89% (das entspricht 1.793.455 Stimmrechte).

29.89% der Stimmrechte (das entspricht 1.793.455 Stimmrechten) sind Herrn Alexander Burov gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 1 WpHG zuzurechnen.

Zugerechnete Stimmrechte werden dabei gehalten über folgendes von ihm kontrolliertes Unternehmen, dessen Stimmrechtsanteil 3% oder mehr beträgt: Abacus Ltd.

Am 29.09.2014:

Der Stimmrechtsanteil von Herrn Thomas Hartzsch, Schweiz, an der Fritz Nols AG hat am 26.09.2014 die Schwellen von 10% und 5% unterschritten und beträgt zu diesem Tag 4,90% (293.995 Stimmrechte). Diese hält Herr Thomas Hartzsch unmittelbar als Eigentümer.

Am 29.10.2014:

Der Stimmrechtsanteil von Herrn Steffen Oliver Hipp, Schweiz an der Fritz Nols AG hat am 27.10.2014 die Schwelle von 3% überschritten und beträgt zu diesem Tag 3.53% (das entspricht 176.886 Stimmrechte).

Wir teilten am 18.11.2014 in einer Korrekturveröffentlichung (Frankfurt am Main 18.11.2014/17:00) mit, dass eine Stimmrechtsmitteilung von Herrn Andreas Schnell bisher nicht vorliegt und die Veröffentlichung vom 01.09.2014 als gegenstandslos zu betrachten ist.

Am 20.11.2014:

Der Stimmrechtsanteil von Frau Gabriele Thomas, Frankfurt am Main, Deutschland, an der Fritz Nols AG hat am 26.08.2014 die Schwelle von 3% unterschritten und beträgt zu diesem Tag 0.85% (das entspricht 50.763 Stimmrechte).

Am 26.11.2014:

Der Stimmrechtsanteil von Herr Rainer Schwöppe, Deutschland, an der Fritz Nols AG hat am 24.02.2014 die Schwelle von 3% überschritten und beträgt zu diesem Tag 3.65% (das entspricht 51.100 Stimmrechte).

Am 27.11.2014:

Der Stimmrechtsanteil von Herrn Steffen Oliver Hipp, Schweiz, an der Fritz Nols AG hat am 17.11.2014 die Schwelle von 3% unterschritten und beträgt zu diesem Tag 2,95% (176.886 Stimmrechte). Diese hält Herr Steffen Oliver Hipp unmittelbar als Eigentümer.

Der Stimmrechtsanteil von Herrn Rainer Schwöppe, Deutschland, an der Fritz Nols AG hat am 26.08.2014 die Schwelle von 3% unterschritten und beträgt zu diesem Tag 0,94% (56.443 Stimmrechte). Diese hält Herr Rainer Schwöppe unmittelbar als Eigentümer.

Weitere Veränderungen der Beteiligungsverhältnisse, die nach § 160 Abs. 1 Nr. 8 AktG anzugeben wären, sind der Gesellschaft nicht mitgeteilt worden.

14. Entsprechenserklärung nach § 161 AktG

Die nach § 161 AktG vorgeschriebene Erklärung wurde abgegeben und den Aktionären auf der Homepage der Gesellschaft (www.nols.com) dauerhaft zugänglich gemacht.

15. Organe

15.1. Vorstand

Hendrik Klein, Fondsmanager, Tagelswangen, Schweiz

15.2. Aufsichtsrat

Der Aufsichtsrat bestand im gesamten Geschäftsjahr aus folgenden Mitgliedern:

Herrn Dr. Oliver Maaß, Rechtsanwalt, München (Aufsichtsratsvorsitzender)

Herr Dr. Maaß gehört den folgenden anderen gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten im Sinne des § 125 Absatz 1 Satz 5 AktG an:

arivis AG, Unterschleißheim bei München

GIG Grundbesitz Immobilien AG, München

GTM Good Time Music AG, München

Gramax Capital AG, München

Nevira Vermögensverwaltung AG, München

Superwise Video Technologies AG, Wolfratshausen

Z.E.U.S. Beratungszentrum für Energie und Sanierung AG, München

Herr Ernst Henning Graf von Hardenberg, Bankvorstand i.R., Berlin, (stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender)

Herr Graf von Hardenberg gehört den folgenden anderen gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten im Sinne des § 125 Absatz 1 Satz 5 AktG an:

Intertainment AG, München

Herrn Jaan Schagen, Rohstoffhändler, Zug (Schweiz)

Herr Schagen gehört keinen anderen gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten im Sinne des § 125 Absatz 1 Satz 5 AktG an und ist auch nicht Mitglied in vergleichbaren Kontrollgremien in- und ausländischer Wirtschaftsunternehmen im Sinne des § 125 Absatz 1 Satz 5 AktG.

16. Bezüge von Vorstand und Aufsichtsrat

Im Geschäftsjahr hat der Vorstand keine Bezüge erhalten.

Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr Bezüge in Höhe von T€ 36 erhalten. Aktienoptionsprogramme o. ä. zugunsten von Vorstand und Aufsichtsrat existieren nicht.

17. Honorar des Abschlussprüfers

Die Honorare der Abschlussprüfungsgesellschaft setzen sich für das Geschäftsjahr 2014 zusammen:

  T€
Abschlussprüfungsleistung 17
andere Bestätigungsleistungen 5
Steuerberatungsleistungen 0
sonstige Leistungen 11
Gesamt 33

18. Sitz des Konzerns

Der Sitz des Konzerns ist Frankfurt am Main.

 

Frankfurt am Main, im April 2016

Fritz Nols AG

gez. Hendrik Klein, Vorstand

Versicherung der gesetzlichen Vertreter gemäß § 297 Abs. 2 Satz 4 und § 315 Abs. 1 Satz 5 HGB

Ich versichere nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.

 

Frankfurt am Main, April 2016

Fritz Nols AG

gez. Hendrik Klein, Vorstand

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