Stammdaten

Register
Amtsgericht Traunstein HRB 14163
Vorher
Heinzinger electronic GmbHAC Wendl Holding GmbH
Eingetragen
15.2.2002
Branche
Managementtätigkeiten von sonstigen HoldinggesellschaftenBeteiligungsgesellschaftenManagementtätigkeiten von Holdinggesellschaften mit überwiegend finanziellem Anteilsbesitz
Gegenstand
Erwerb und Verwaltung von Beteiligungen an anderen Gesellschaften, Erbringung von Dienstleistungen gegenüber verbunden Unternehmen und Verwaltung eigenen Vermögens; Tätigkeiten welche einer behördlichen Erlaubnis, Genehmigung, Zulassung o.ä. ( öffentlich rechtlicher Vorbehalt) bedürfen, sind nicht Gegenstand des Unternehmens der Gesellschaft - und zwar unabhänig davon, ob der öffentlich rechtliche Vorbehalt peronen- oder sachbezogen ist.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Claudia Werndl
seit 4.8.2022
Geschäftsführer
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

83134 Prutting
25.000 €
100.00%

Beteiligungen

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

ACWerndl Holding GmbH (vormals: Heinzinger electronic GmbH)

Prutting (vormals: Rosenheim)

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021

Lagebericht 2021

Heinzinger electronic GmbH

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell

Die Heinzinger electronic GmbH konzentriert sich mit einem erfahrenen Team von Spezialisten auf die Entwicklung, die Fertigung und den Vertrieb von hochwertigen Netzgeräten für den Einsatz in Industrie, Forschung und Entwicklung. Das Unternehmen mit dem Sitz in Rosenheim verfügt über langjährige Kompetenz und Erfahrung in allen Bereichen präziser Stromversorgungslösungen, auch und gerade für sehr große Leistungen.

Als inhabergeführtes KMU ist Heinzinger ein technologiegetriebenes Unternehmen der Elektronikbranche und auf Zukunft ausgerichtet. Mit der Kern-Kompetenz DC-Präzisionsnetzgeräte ist Heinzinger erfolgreich in den Märkten Automotive/Elektromobilität, Hochspannung und Magnetstromversorgungen.

Heinzinger bedient seine Kunden weltweit mit diesen Produkten und dem entsprechenden Service. Der Exportanteil liegt bei 56%, davon 23% direkte und 33% indirekte Auslieferungen eingerechnet. Gegenüber 2020 gab es vom Unternehmensgegenstand her keine Veränderungen, wenngleich der Bereich der Elektromobilität einen erheblichen, dauerhaften Stellenwert einnimmt. Daher wurde die Elektromobilitätssparte im Zuge einer Umstrukturierung in eine eigene Gesellschaft ausgegliedert.

Die beiden Geschäftsbereiche wurden unabhängig voneinander weiter aufgebaut. Die Investitionen wurden neben den Entwicklungstätigkeiten auf die Gebäudeinfrastruktur fokussiert. Im Rahmen der Firmenumstrukturierung wurden die Immobilien der Gesellschaft in eine eigene Gesellschaft überführt.

2. Forschung und Entwicklung

Der weitere Ausbau und die konsequente Standardisierung der Produktserie "ERS-BIC" als Stromversorgung für Prüfstände im Bereich Automotive/e-Mobilität wurde aufgrund der starken Nachfrage weiter vorangetrieben. Parallel dazu wurde der Bereich Medizintechnik weiter aufgebaut. Die dafür notwendigen Produkte der Magnetstromversorgungen wurden sukzessive erneuert und weiterentwickelt, ebenso wie die Produktserie "EVO" als Hauptumsatzträger im Bereich Hochspannung.

Im Jahr 2021 sind im Schnitt 18 festangestellte Mitarbeiter in der Entwicklung tätig, das entspricht in etwa 18% des Personalstammes. Projektbezogen werden zusätzlich nach Bedarf auch externe Ingenieure als Dienstleister eingesetzt.

Die Gesamtausgaben für die Entwicklung neuer Produkte inklusive Personalkosten beliefen sich im Geschäftsjahr auf ca. 11 % bezogen auf den Umsatz. Um Produktinnovationen in allen drei Produktbereichen weiterhin sicherzustellen, wurden die absoluten Ausgaben für interne und externe Entwicklungsleistungen im Vergleich zu 2020 auf dem gleichen, hohen Niveau belassen.

Die starke Zukunftsorientierung und die langfristige Ausrichtung der Firma werden durch Entwicklungsprojekte abgesichert, die sowohl Standardprodukte wie auch Plattformkonzepte für spezielle Kundenbedürfnisse hervorbringen.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die Marke "Heinzinger" ist seit mehr als 60 Jahren am Markt ein Begriff für höchste Qualität und Genauigkeit. Dadurch konnte im Nischenmarkt der Hochspannungsnetzgeräte über die Jahre ein Platz unter den Top Ten der Welt erreicht werden. Dieser Markt ist generell als stabil einzuschätzen.

Besonders hervorzuheben ist der Markt "Automotive", der im Bereich der e-Mobilität weiter einen Aufschwung erlebt. Heinzinger ist ein Premiumpartner im Bereich Prüfstandstromversorgungen und bei den europäischen Autobauern und deren Zulieferfirmen als einer der bevorzugten Hersteller anerkannt. Der Bedarf am Markt ist sehr groß, vor allem auch im deutschen und nahen europäischen Raum. Um der starken Nachfrage gerecht zu werden, wurden nach dem Ausbau der Produktions- und Testkapazitäten in 2019 und 2020 weitere Maßnahmen zur Erhöhung der Effizienz getroffen.

Ein weiterer Zukunftsmarkt ist die technische Medizinbranche, für die eine eigene Produktlinie existiert und die in der Protonentherapie zur Ansteuerung von Magneten eingesetzt wird. Mit einem großen Kunden zusammen wurde ein neues System an Magnetstromversorgungen entwickelt, welches es erlaubt, auf geringer Fläche alle notwendigen Funktionen zu integrieren. Die ersten Seriengeräte wurden in 2021 ausgeliefert.

2. Geschäftsverlauf und Lage

Der operative, und um die Sondereffekte der Umstrukturierung bereinigte Umsatz ist im Vergleich zum Vorjahr aufgrund des Projektgeschäftes zwar um ca. 20% gesunken, das geplante Umsatzziel für 2021 wurde aber fast punktgenau erreicht. Dies ist insbesondere bemerkenswert, da auch im Jahr 2021 wegen der anhaltenden Corona Situation und dem damit verbundenen, schwachen, ersten Halbjahr, nicht notwendigerweise damit zu rechnen war.

Die Verteilung auf die Branchen war 50% Automotive, 21% Medizintechnik und 19% Hochspannung. Die restlichen 10% kamen aus dem Bereich Service und Industriedienstleistung.

Der Geschäftsverlauf ist im Berichtsjahr günstig verlaufen.

a) Ertragslage

Eine Ergebnisauswertung mit Vorjahresvergleich ist durch die Sondereinflüsse der Ausgliederung nicht vergleichbar.

Der erreichte Planumsatz als wesentlicher Faktor in der Gewinn- und Verlustrechnung, ist zum Schluss auch dafür verantwortlich, dass bei dem Ergebnis vor Steuern und Zinsen ebenso die Plangröße nahezu erreicht wurde.

Voraussetzung für das gute Ergebnis waren aber auch die Einhaltung der geplanten Kosten im Personalaufwand, wie auch in den betriebs-, vertriebs- und verwaltungsnahen Aufwendungen.

Die Materialquote als wesentlicher Faktor konnte trotz der schon in 2021 spürbaren Unwegsamkeit in der Zulieferkette auf Planniveau gehalten werden. Der Grund dafür ist in einer professionellen Beschaffung mit langlaufenden Forecasts zu suchen, ebenso aber mit der Bereitschaft, Sicherheitsbestände physisch hochzufahren. Die prekäre Situation im Einkauf wurde durch strikte Vertriebsanweisungen zur Weitergabe von Preissteigerungen unterstützt.

Das Steuerergebnis befand sich analog zum Betriebsergebnis erwartungsgemäß ebenfalls im Plankorridor.

b) Finanzlage

Die Eigenkapitalquote beläuft sich auf 69% (VJ 70%). Die absolute Betrachtung des Eigenkapitals und auch des Gewinnvortrages ist im Vorjahresvergleich nicht sinnvoll, da die Umstrukturierung den Vergleich stark verzerrt.

Die Bilanzsumme hat sich deutlich erhöht, der Gewinnvortrag ist abermals gestiegen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von T€ 557 resultieren aus der Finanzierung von umfangreichen Neuinvestitionen in die Gebäudeausstattung. Diese reduzierten sich gegenüber dem Vorjahr um T€ 422.

c) Vermögenslage

Das um die Sondereinflüsse der Ausgliederung bereinigte Anlagevermögen hat sich gegenüber dem Vorjahr erwartungsgemäß reduziert.

Die Vorräte haben sich zum Jahresende trotz Aufbau von Sicherheitsbeständen vor allem aufgrund der hohen Auslieferungen im Dezember nach unten bewegt.

Das Guthaben zum Ende des Geschäftsjahres beträgt T€ 788, der Wertpapierbestand T€ 668, die Liquiditätssituation ist daher als gut zu bezeichnen.

3. Finanzielle Leistungsindikatoren

Bei den finanziellen Leistungsindikatoren liegt unser Fokus auf:

• Umsatzentwicklung und Betriebsleistung

• Materialquote

• Personalquote

• Aufwände kumuliert

• Gewinnziel

Wir ziehen für unsere interne Unternehmenssteuerung die Umsatzentwicklung und die Betriebsleistung heran. Die Umsatzentwicklung wird gegenüber Plan verglichen und die Betriebsleistung davon abgeleitet, um die Produktionskapazität zu steuern.

Die Materialquote ist wesentlich für den Rohertrag verantwortlich. Im Vergleich zum Vorjahr ist diese aufgrund der Beschaffungssituation gestiegen.

Die Personalquote, bezogen auf die Betriebsleistung, hat sich von 2020 auf 2021 zwar um ca. 2,2 Prozentpunkte erhöht liegt aber im Plan-/Ist-Vergleich im Zielkorridor. Für 2021 wurde die Zielerreichung zur Berechnung des Variablen Anteiles der Mitarbeiter mit dem Betriebsrat auf 100% festgelegt.

Die gesamten Aufwände waren zum einen durch die absolute Kostendisziplin aufgrund der ungewissen Situation wegen Covid-19 zurückgefahren worden, durch die Umstrukturierung und Umlagerung ergaben sich aber zusätzliche Kosten, so dass der Gesamtaufwand in Summe ca. 15% mehr betrug als im Vorjahr.

4. Gesamtaussage

Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Heinzinger electronic GmbH schätzen wir als sehr gut ein.

Die operative Ergebnisentwicklung ist als stabil und gut zu bezeichnen.

Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Wir konnten im Berichtsjahr bei Lieferverbindlichkeiten durch kurzfristige Zahlungen Skontoabzüge realisieren.

Die kurzfristigen Verbindlichkeiten sowie die sonstigen Rückstellungen sind durch liquide Mittel und das Warenlager gedeckt.

III. Zweigniederlassungsbericht

Es existiert der Stammsitz in Rosenheim, Zweigniederlassungen gibt es nicht.

IV. Prognosebericht

Die Prognose für die Märkte und Branchen, in denen die Heinzinger electronic GmbH tätig ist, ist grundsätzlich als stabil zu bewerten, im Bereich der e-Mobilität sogar als sehr positiv. Ein Großauftrag im Bereich der Medizintechnik sichert dies zusätzlich ab. Nach einem starken, zweiten Halbjahr 2021 sehen wir auch für 2022 eine Fortführung der Tendenz.

Der Auftragsbestand zum Jahreswechsel ist mit ca. 7,8 Mio € ein neuer Allzeitrekord und daher als außerordentlich gut zu betrachten. Der hohe Bestand ist vor allem langlaufenden Rahmenaufträgen zu verdanken.

Im ersten Halbjahr 2021 konnte nur etwa 1/3 des geplanten Jahresumsatzes realisiert werden, wohingegen im zweiten Halbjahr 2/3 des Jahresumsatzes erarbeitet wurde und damit das geplante Umsatzziel erreicht, werden konnte. Die Planung für 2022 wird mit Umsatzmöglichkeiten von insgesamt 8 Mio € veranschlagt.

Die Anwendungen und Märkte, in denen Hochspannung und traditionelle Stromversorgungen gebraucht werden, sind als stabil vorherzusagen. Zukunftsorientierte Technologien, wie z.B. die Protonentherapie zur Krebsbekämpfung werden sich weltweit durchsetzen. Der Bereich der Magnetstromversorgungen, welche zur Steuerung des Protonenstrahles verwendet werden, kann schon jetzt als Erfolgsprodukt bewertet werden.

Die durch umfangreiche Marketingaktionen in kurzer Zeit erreichte, deutlich stärkere Markpräsenz wird weiter ausgebaut und auch im Sinne des Personalmarketings genutzt. Der stetige Ausbau des Angebotes an Service und Dienstleistungen wird weiteres Wachstum bringen. Dafür werden langfristige Verträge mit Kunden angestrebt.

Die Mitarbeiteranzahl wird sich im ersten Halbjahr 2022 noch nicht stark verändern, im zweiten Halbjahr vorbereitend für 2023 ansteigen.

Zum Stichtag der Erstellung des Lageberichtes ist die Situation aufgrund der weltweiten Situation bezüglich des Corona-Virus, der Lieferschwierigkeiten und des Ukraine Krieges sicherlich neu und aktuell zu betrachten. Mögliche Auswirkungen der noch Anfang des Jahres getroffenen Prognose werden im Folgenden unter "Chancen und Risiken" behandelt. Trotz der aktuellen Situation erwarten wir für 2022 eine insgesamt positive Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage, bei in etwa gleichbleibender Material- und Personalquote und in etwa gleichbleibenden Aufwand. Als Gewinnziel sehen wir ca. 500,0 T€ vor Steuern.

V. Chancen- und Risikobericht

Aufgrund der Marksituation sehen wir langfristig große Chancen für ein weiteres, stetiges Wachstum, was sich über die Umsätze auf die Unternehmensergebnisse niederschlagen wird. Basis dafür bilden die in den letzten Jahren entstandenen Produkte der Heinzinger electronic GmbH ein allen Geschäftsbereichen.

Die enorme Nachfrage wird zwar aktuell noch durch die Corona-Krise gebremst, aber die umfangreichen Investitionen von allen großen Automobilhersteller und deren Zulieferkette werden schnell umgesetzt. Die Aufholjagd im Bereich der E-Mobilität, vor allem von deutschen und europäischen Unternehmen, führt zu einem hohen Bedarf, den es zu decken gilt.

Die größten Risiken bestehen darin, dass Unvorhersehbares oder Unbeeinflussbares aufgrund der Coronakrise eintritt. Die sehr hohen Inzidenzzahlen lassen annehmen, dass krankheitsbedingte Ausfälle auch im Betrieb spürbar sein werden.

Gut auf möglichst viele Eventualitäten vorbereitet zu sein ist immer noch dringend erforderlich und wird - trotz politisch gewollter Lockerungen - so auch weiterhin im Betrieb praktiziert. Die bereits eingeleiteten, innerbetrieblichen Maßnahmen inklusive der Kurzarbeit in den ersten beiden Quartalen 2021 dienen der Sicherstellung des Geschäftsbetriebes und bieten eine gute Chance, die Krise vernünftig zu überstehen.

Als zusätzliche Herausforderung und weiteres, hohes Risiko kommt der Ukrainekrieg hinzu. Aktuell ist nicht einzuschätzen, wie stark sich diese Krise zusätzlich auf den sowieso sehr angespannten Zuliefermarkt auswirken wird.

Eine Chance im gesamten Umfeld ist sicher die Möglichkeit, durch Aufrechterhaltung von angemessenen Lieferzeiten gegenüber den Mitbewerbern einen Vorteil zu erzielen. Dieser Verdrängungswettbewerb bietet die Chance, Kunden zu erschließen, die eigentlich fest in Vertragsbeziehungen mit anderen Firmen stecken.

Großprojekte zu bedienen, ohne Einzel- und Bestandskunden zu vernachlässigen sind große Herausforderungen. Dies bietet viele Chancen, birgt aber auch Risiken, wenn man nicht ausgewogen mit dieser Situation umgeht.

Eine gute Balance zwischen den verschiedenen Märkten, regional wie branchenmäßig ist für den Erfolg ebenso wichtig, wie die Ausgewogenheit der Kundenstruktur. Dies hatte uns schon in der Weltwirtschaftskrise 2009 gut geholfen und diese Erfahrung ist aktuell sicher ein angemessener Ratgeber.

Neben den bereits beschriebenen Sachverhalten soll an dieser Stelle erwähnt werden, dass in dieser ungewöhnlichen Zeit der Interferenz der negativen Ereignisse deutlich mehr Herausforderungen und Risiken auf Firmen zukommen werden als noch Anfang des Jahres 2022 sichtbar.

Der fortdauernde Ukrainekrieg ist menschlich eine inakzeptable Situation, die unweigerlich, neben hohen Flüchtlingsströmen, auch zu einer weiteren Eskalation in den Zulieferketten führen wird. Für uns sichtbar sind bereits Zulieferartikel aus dem gesamten Metallbereich betroffen.

Zu dem weiter andauernden Engpass im Halbleiterbereich, bei Microchips und Controllern, kommt ein erneuter Ausbruch von Corona in China mit einem harten Lockdown, der dazu führt, dass die Häfen in Shanghai gesperrt werden. Die Unsicherheit bezüglich Warenlieferungen aus Südostasien wird dadurch noch höher und damit auch die Abhängigkeit von diesen Lieferketten.

Die aktuelle Situation bei den Ansteckungsraten und die Lockerungen der Maßnahmen führen dazu, dass gestiegene Krankheitsraten im Betrieb zu verzeichnen sind.

Als Firma müssen wir es schaffen, für alle diese Unwegsamkeiten Lösungen zu finden, um am Markt bestehen zu können. Ein Umdenken bezüglich weltweiter Lieferketten und single source Praktiken aus Kostengründen findet bereits statt - auch in der Großindustrie, wo ganze Fertigungslinien stillstehen mussten.

Grundsätzliche Vorkasse im Neukundengeschäft sowie laufendes Controlling der Zahlungseingänge unserer Stammkunden führen zu einem erheblich reduzierten Risiko von Forderungsausfällen und Liquiditätsrisiken.

Vor dem Hintergrund unserer finanziellen Stabilität sehen wir jedenfalls keine schnell eintretenden Risiken, die unseren Geschäftsbetrieb gefährden würden, allerdings ist dies auch abhängig von der Dauer der negativen Einflüsse auf das Kerngeschäft.

Finanzinstrumente in Form eines Aktiendepots wurden zur Abwendung von Verwahrentgelt in kleinerem Rahmen verwendet, die Auswahl ist aber auf die Reduzierung von Risiken ausgelegt.

 

Rosenheim, 07. April 2022

Alfred Werndl, Diplom-Ingenieur

Bilanz

Aktiva

31.12.2021
EUR
31.12.2020
EUR
A. Anlagevermögen 22.761.451,16 4.278.487,66
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 48.287,00 70.486,04
1. Geschäfts- oder Firmenwert 1,00 1,00
2. Sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 48.286,00 70.485,04
II. Sachanlagen 424.589,65 4.208.001,62
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 2.023.183,23
2. technische Anlagen und Maschinen 72.476,04 1.509.736,07
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 352.113,61 675.082,32
III. Finanzanlagen 22.288.574,51  
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 22.288.574,51  
B. Umlaufvermögen 8.022.223,48 7.490.318,10
I. Vorräte 2.148.400,52 2.563.344,84
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 4.417.446,05 1.701.730,56
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 3.203.825,34  
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 1.200.000,00  
2. sonstige Vermögensgegenstände 1.213.620,71 1.701.730,56
III. Wertpapiere 668.371,17 274.598,47
1. sonstige Wertpapiere 668.371,17 274.598,47
IV. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 788.005,74 2.950.644,23
Aktiva 30.783.674,64 11.768.805,76

Passiva

   
31.12.2021
EUR
31.12.2020
EUR
A. Eigenkapital 21.246.944,56 8.245.675,20
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Bilanzgewinn 21.221.944,56 8.220.675,20
B. Rückstellungen 6.030.595,31 2.078.230,23
C. Verbindlichkeiten 3.502.472,88 1.443.888,83
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 557.412,32 978.835,87
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 557.412,32 978.835,87
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 125,59  
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 125,59  
3. sonstige Verbindlichkeiten 2.944.934,97 465.052,96
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 2.944.934,97 465.052,96
D. Rechnungsabgrenzungsposten 3.661,89 1.011,50
Passiva 30.783.674,64 11.768.805,76

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2021 - 31.12.2021
EUR
1.1.2020 - 31.12.2020
EUR
1. Rohergebnis 25.867.933,27 11.164.773,84
2. Personalaufwand 4.822.771,25 6.539.346,46
a) Löhne und Gehälter 4.069.707,43 5.521.679,91
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 753.063,82 1.017.666,55
davon für Altersversorgung 29.816,14 32.679,48
3. Abschreibungen 547.722,19 622.248,64
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 547.722,19 622.248,64
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 1.279.504,63 1.590.094,38
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 119,71 88,81
5. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 75.983,76  
davon aus verbundenen Unternehmen 75.983,76  
6. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 13.560,09 244,08
7. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 44.688,30 3.341,90
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 8.098,36 13.276,15
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 5.738.293,19 710.000,42
10. Ergebnis nach Steuern 13.516.399,20 1.686.709,97
11. sonstige Steuern 15.129,84 15.129,84
12. Jahresüberschuss 13.501.269,36 1.671.580,13
13. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 8.220.675,20 7.049.095,07
14. Ausschüttung 500.000,00 500.000,00
15. Bilanzgewinn 21.221.944,56 8.220.675,20

Anhang für das Geschäftsjahr 2021

Heinzinger electronic GmbH

1. Allgemeine Angaben zum Unternehmen

Die Firma Heinzinger electronic GmbH hat ihren Sitz in Rosenheim. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Traunstein unter HR B 14163 eingetragen.

2. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff. HGB) sowie des GmbHG aufgestellt.

Die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung vom 01. Januar bis 31. Dezember 2021 erfolgt unverändert nach dem Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 2 HGB).

Größenabhängige Erleichterungen bei der Erstellung (§§ 266 Abs. 1, 276, 288 HGB) des Jahresabschlusses wurden in Anspruch genommen.

Der vorliegende Jahresabschluss ist grundsätzlich unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungsgrundsätzen nach den für mittelgroße Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt (§§ 265 Abs. 1 S. 2, 266 ff. HGB).

3. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die immateriellen Vermögensgegenstände wurden gem. § 255 Abs. 2 HGB mit den anfallenden Anschaffungskosten bewertet. Diese entsprechen den Vollkosten gem. § 255 Abs. 2 HGB. Die immateriellen Vermögensgegenstände wurden linear abgeschrieben (bei einer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer von bis zu drei Jahren).

Die Sachanlagen wurden zu Anschaffungskosten, vermindert um die planmäßige lineare bzw. degressive Abschreibung auf Basis der voraussichtlichen Nutzungsdauer, bewertet.

Die Geringwertigen Wirtschaftsgüter bis € 800,00 wurden mit einer Sofort-Abschreibung abgeschrieben.

Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bewertet.

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind zu den im Warenwirtschaftssystem hinterlegten Standardpreisen bewertet, die den Marktpreisen / Anschaffungskosten entsprechen.

Für die Ermittlung der Anschaffungskosten der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe wird das Verbrauchsfolgeverfahren nach der Fifo-Methode angewendet (§ 256 Abs. 1 HGB). Die Fifo-Methode bildet den Verbrauch nach unserer eingesetzten Lagertechnik den tatsächlichen Verhältnissen entsprechend ab.

Die unfertigen Erzeugnisse und unfertigen Leistungen wurden zu Herstellungskosten (Einzelkosten, angemessene Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie Werteverzehr des Anlagevermögens, soweit durch die Fertigung veranlasst (§ 255 Abs. 2 HGB), bewertet. Es wurde der am Abschlussstichtag erreichte Grad der Fertigung entsprechend berücksichtigt.

Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sowie Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennbetrag ausgewiesen.

Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern.

Die sonstigen Rückstellungen sind nach dem Erkenntnisstand im Zeitpunkt der Abschlusserstellung jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrags angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, um die voraussichtliche Inanspruchnahme abzudecken.

Die Verbindlichkeiten sind mit den Erfüllungsbeträgen angesetzt.

Der passive Rechnungsabgrenzungsposten enthält Einnahmen vor dem Abschlussstichtag, die Ertrag für eine bestimmte Zeit danach darstellen.

Geschäftsvorfälle in fremder Währung wurden zum jeweiligen Tageskurs eingebucht. Zum 31.12.2021 bestanden weder Forderungen noch Verbindlichkeiten in fremden Währungen. Gewinne und Verluste aus der Umrechnung von Fremdwährungsgeschäften werden erfolgswirksam erfasst und in der Gewinn- und Verlustrechnung gesondert unter dem Posten "sonstige betriebliche Erträge" bzw. "sonstige betriebliche Aufwendungen" ausgewiesen.

4. Erläuterungen zur Bilanz

4.1 Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist dem als Beilage 1 beigefügtem Anlagenspiegel zu entnehmen.

4.2 Anteilsbesitz

Bezüglich der Angabe des Anteilsbesitzes wurde die Schutzklausel des § 286 Abs. 3 HGB in Anspruch genommen.

4.3 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Alle Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von nicht mehr als einem Jahr. Wertberichtigungen waren keine veranlasst.

Bei den Forderungen gegen verbundene Unternehmen besteht Mitzugehörigkeit zu den sonstigen Vermögensgegenständen. Diese haben mit EUR 1.200.000,00 (Vj. EUR 0,00) eine Restlaufzeit über einem Jahr.

4.4 Eigenkapital

Im Bilanzgewinn ist ein Gewinnvortrag in Höhe von TEUR 8.221 (Vj. TEUR 7.049) enthalten.

4.5 Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im wesentlichen Personalverpflichtungen für nicht genommenen Urlaub, Überstunden, Sonderzahlungen,Tantiemen, Berufsgenossenschaft u.a. in Höhe von TEUR 495, Garantierückstellungen in Höhe von TEUR 114 und weitere Rückstellungen für Jahresabschluss, Rückzahlungsverpflichtungen u.a. in Höhe von TEUR 147. In den Garantierückstellungen Rückstellungen für Neuentwicklungen in Höhe von TEUR 59 enthalten, da die Gesellschaft neue Produkte für die Automotive- und Medizinbranche entwickelt. Aus diesen Produkten können Haftungen entstehen, für die aus Vorsichtsgründen Rückstellungen gebildet wurden.

4.6 Verbindlichkeiten

Angaben des Gesamtbetrages der bilanzierten Verbindlichkeiten ergibt sich aus der Bilanz.

4.7 passiver Rechnungsabgrenzungsposten

Der passive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet Erlöse aus Mieteinnahmen.

4.8 sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen in Höhe von TEUR 1.311,8 (Miet-Verpflichtungen bis 31.12.2026) ; davon TEUR 1.049,4 mit einer Laufzeit > 1 Jahr .

5. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen sind dem Anlagenspiegel (Beilage 1) zu entnehmen.

6. Sonstige Pflichtangaben

Angaben der beschäftigten Arbeitnehmer im Jahresdurchschnitt

Arbeitnehmer Vollzeit 70,8
Arbeitnehmer Teilzeit 8,7
Summe 79,5

Mitglieder der Geschäftsführung

Herr Alfred Werndl, Diplom-Ingenieur, gesamtleitender Geschäftsführer, Prutting.

Bezüglich der Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wurde die Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB in Anspruch genommen.

Nachtragsbericht

Die größten Risiken sieht die Fa. Heinzinger electronic GmbH darin, dass Unvorhersehbares oder Unbeeinflussbares aufgrund der Coronakrise eintritt. Dies könnten neben Ansteckungswellen im Betrieb oder der Region auch weiter einschränkende, politische Maßnahmen sein, oder gar das Verbot weiter zu produzieren. Gut auf möglichst viele Eventualitäten vorbereitet zu sein ist dringend erforderlich und wird so auch praktiziert.

Dennoch ist es weiterhin dringend geboten, den Verlauf genau zu verfolgen und das Risiko permanent zu betrachten. Dazu hat die Fa. Heinzinger electronic GmbH in 2021 gute Erfahrungen sammeln können, und sind damit auch bisher sehr gut durch die Krise gekommen.

Großprojekte zu bedienen, ohne Einzel- und Bestandskunden zu vernachlässigen sind große Herausforderungen. Dies bietet viele Chancen, birgt aber auch Risiken, wenn man nicht ausgewogen mit dieser Situation umgeht, so die Einschätzung der Fa. Heinzinger electronic GmbH.

Eine gute Balance zwischen den verschiedenen Märkten, regional wie branchenmäßig ist für den Erfolg ebenso wichtig, wie die Ausgewogenheit der Kundenstruktur. Dies hat der Fa. Heinzinger electronic GmbH schon in der Weltwirtschaftskrise 2009 gut geholfen. Nach dieser Zeit kam es zu einem starken Aufschwung. Dies sieht die Fa. Heinzinger electronic GmbH in der aktuellen Situation auch als Chance für die Zeit nach Covid-19.

Gute Möglichkeiten der Umsatzsteigerung erwartet die Fa. Heinzinger electronic GmbH von der Konzentration auf den Auf- und Ausbau unserer Distributionspartner weltweit. Wenngleich das Risiko des Margenverfalles permanent bewertet werden muss.

Gewinnverwendung

Die Gesellschafterversammlung hat aufgrund des vorläufigen Ergebnisses noch keine Gewinnausschüttung für das Jahr 2021 beschlossen. Es wird vorgeschlagen, den Bilanzgewinn auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Rosenheim, den 07. April 2022

Der Alleingeschäftsführer der Heinzinger electronic GmbH

Alfred Werndl, Diplom-Ingenieur

Anlagenspiegel zum 31.12.2021



Handelsrecht Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2021
EUR
Zugänge Abgänge-
EUR
kumulierte Abschreibungen 31.12.2021
EUR
Abschreibungen Zuschreibungen- vom 01.01.2021 bis 31.12.2021
EUR
A. Anlagevermögen        
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 393.220,55 27.644,80 266.225,56 39.068,80
    -106.352,79    
II. Sachanlagen 6.356.400,37 194.526,39 824.119,02 508.653,39
    -5.302.218,09    
III. Finanzanlagen 0,00 22.288.574,51 0,00  
  6.749.620,92 22.510.745,70 1.090.344,58 547.722,19
    -5.408.570,88    
Handelsrecht Buchwert 31.12.2021
EUR
Buchwert 31.12.2020
EUR
A. Anlagevermögen    
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 48.287,00 70.486,04
     
II. Sachanlagen 424.589,65 4.208.001,62
     
III. Finanzanlagen 22.288.574,51 0,00
  22.761.451,16 4.278.487,66
     

Bericht des Aufsichtsrats

Es besteht kein Aufsichtsrat, daher sind auch keine Angaben zu machen.

sonstige Berichtsbestandteile

 

gez. Alfred Werndl, Gesellschafter-Geschäftsführer

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 29.04.2022 festgestellt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Heinzinger electronic GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Heinzinger electronic GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Heinzinger electronic GmbH für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2021 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

München, den 27. April 2022

Brunnmeier & Becker GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Claudia Becker, Wirtschaftsprüferin

Christoph Brunnmeier, Wirtschaftsprüfer

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