Stammdaten

Register
Amtsgericht Augsburg HRB 25704
Eingetragen
30.11.2010
Branche
Großhandel mit Obst, Gemüse und KartoffelnAnbau von sonstigem Obst und Nüssen a. n. g.Einzelhandel mit Obst, Gemüse und Kartoffeln
Gegenstand
Erzeugung, Anbau, Verarbeitung sowie Handel mit Obst, Gemüse und Getreide, insbesondere mit Spargel, Erdbeeren, Heidelbeeren und Kürbissen sowie sonstigen Sonderkulturen und Produkten der konventionellen Landwirtschaft.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Lukas Lohner
seit 10.2.2023
Geschäftsführer
Josef Lohner
seit 30.11.2010
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
25.000 €
100.00%

Beteiligungen

NameAnteil
94.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Lohner Agrar GmbH

Inchenhofen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

A. Darstellung und Analyse des Geschäftsverlaufs und des Geschäftsergebnisses 2022

I. Grundlagen des Unternehmens

Die wesentlichen Geschäftsfelder der Lohner Agrar GmbH sind die Erzeugung und die Verarbeitung von Spargel, Kürbissen und Produkten der konventionellen Landwirtschaft.

Der Schwerpunkt unserer Tätigkeit liegt in der Erzeugung und Vermarktung von Spargel. Über die zur Firmengruppe gehörende Auland GmbH & Co. KG erfolgt der Verkauf der Produkte an bedeutende Einzelhandelsketten und Agenturen. Die ebenfalls zur Firmengruppe gehörende Lohner Spargelhof GmbH & Co. KG vermarktet den Spargel im Direktvertrieb.

Die Produktion landwirtschaftlicher Erzeugnisse unterliegt speziellen Wetter-, Markt- und Wettbewerbsverhältnissen, wobei der in der Landwirtschaft seit Jahren fortschreitende Strukturwandel auch weiterhin im Sonderkulturanbau zu beobachten ist.

Die Unternehmensstrategie der Lohner Agrar GmbH ist es, durch Effizienz und kostengünstige Arbeitsstrukturen eine große regionale Marktpräsenz zu sichern und sich an die stagnierende Kundennachfrage anzupassen. Durch eine intensive Kosten-/Nutzen-Analyse werden die Flächen im Spargelanbau konsequent überprüft, so dass die Gesellschaft heute die passende Produktionsgröße erreicht hat. Bezogen auf den Spargelanbau ist die Lohner Agrar GmbH zu den größten Anbaubetrieben in Süddeutschland zu zählen.

Ziel ist es, die Abhängigkeit von der Verfügbarkeit der Arbeitskräfte sowie das Risiko steigender Löhne so weit wie möglich zu reduzieren. Folgende Lösungsansätze werden hierzu verfolgt:

• Effizienzsteigerung je eingesetzter Arbeitskraft sowie der einzelnen Arbeitsabläufe

• Optimierung der Erntesteuerung durch Anbau von frühen und späten Spargelsorten sowie der Einsatz von unterschiedlichen Foliensystemen zur Vermeidung von Erntespitzen und zur Sicherung einer kontinuierlichen Belieferung des Handels

Zur Sicherung der für die Spargelproduktion notwendigen Anbauflächen wurde eine Beteiligung an der Agrar-GmbH Sonnenberg mit Sitz in Schönermark/Brandenburg erworben. Die Gesellschaft verfügt über große, arrondierte Flächen, mit denen der überregionale Markt bedient werden kann.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die Marktsituation ist in den letzten Jahren durch Konzentration des Einkaufs unserer Kunden gekennzeichnet. Wir begegnen dieser Entwicklung durch innovative Produkte und ein hohes Maß an Qualität und Verlässlichkeit.

Ein Anstieg der Pachtpreise ist in der gesamten Landwirtschaft zu beobachten und stellt auch bei der Lohner Agrar GmbH einen wachsenden Kostenfaktor dar. Um eine nachhaltige Flächenabsicherung in der Region zu gewährleisten, wurden langfristige Pachtverträge geschlossen. Für uns unwirtschaftliche Pachtpreise werden konsequent nicht mitgetragen. Vor dem Hintergrund der Pachtpreisentwicklung wurde gleichzeitig der Erwerb neuer Eigentumsflächen vorangetrieben.

Durch die Regelungen des Mindestlohngesetzes werden unsere Lohnkosten auch über 2023 hinaus deutlich ansteigen. Wir begegnen dieser Entwicklung durch ein konsequentes Kostenmanagement und Rationalisierungen, um so unsere Effizienz weiter zu steigern.

2. Geschäftsverlauf

Wir blicken auf ein schwieriges Geschäftsjahr 2023 zurück.

Im Geschäftsjahr 2023 haben sich unsere Umsatzerlöse um rund 16,8 % gegenüber dem Vorjahr vermindert. Die Nachfrage und die Marktpreise konnten nicht gesteigert werden. Gleichzeitig wirkten sich die Flächenreduzierungen des Vorjahres vollumfänglich aus.

Der Materialaufwand reduzierte sich um 20,3 % zum Vorjahr. Der Rohertrag, hier berechnet als Umsatzerlöse abzüglich der Materialaufwendungen, reduzierte sich zum Vorjahr um 15,5 %.

Der geringerer Arbeitsanfall aufgrund der Betriebsverkleinerung führte zusammen mit den konsequent umgesetzten Verbesserungen bei den Arbeitsabläufen zu einem niedrigerem Personaleinsatz, so dass sich die Personalkosten um 717 T€ verminderten. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen verringerten sich gegenüber dem Vorjahr um 1.957 T€. Darin enthalten waren im Vorjahr rund 1.300 T€ Aufwendungen aus der Ausbuchung der Restbuchwerte der zurückgebauten Spargelanlagen.

Das Finanzergebnis beträgt 106,5 T€ und resultiert aus einem positiven Zinsergebnis.

Nach Hinzurechnung der Ertragsteuern in Höhe von 26,8 T€ aufgrund des Verlustrücktrags wurde ein Jahresfehlbetrag von rund 152 T€ erwirtschaftet.

3. Lage des Unternehmens

a) Vermögenslage

Unsere Gesellschaft weist zum Stichtag 31. Dezember 2023 eine Bilanzsumme von 11,3 Mio. € aus (Vorjahr: 12,1 Mio. €). Der Anteil des Anlagevermögens daran beträgt 43,9 % gegenüber 42,8 % im Vorjahr. Die Struktur unseres kurz- und langfristig gebundenen Vermögens und unserer Verbindlichkeiten halten wir aufgrund unserer Erfahrungen im Finanzierungsbereich grundsätzlich für stabil.

Um auch unter schlechteren Rahmenbedingungen Spargel wirtschaftlich anbauen zu können, mit geringeren Flächenkosten und besseren großen Flächenstrukturen, haben wir gegen Ende des Wirtschaftsjahres 2013 eine strategische Beteiligung an der Agrar-GmbH Sonnenberg mit Sitz in Schönermark erworben. Die Tochtergesellschaft operiert selbständig und profitabel.

b) Finanzlage

Unsere Finanzlage ist als stabil zu bezeichnen. Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen.

Kapitalstruktur

Unsere Kapitalstruktur ist mit einer Eigenkapitalquote von 94,0 % (Vorjahr: 89,2 %) als solide zu bezeichnen. Wesentlichen Anteil daran hat unsere Konsolidierungspolitik, aufgrund derer wir erwirtschaftete Ergebnisse im Unternehmen belassen.

Unsere Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betragen nunmehr 0,0 % (Vorjahr: 5,1 %) der Bilanzsumme. Zwecks Finanzierung unserer Absatzgeschäfte bedienen wir uns der eingeräumten Kreditlinien unserer Banken, welche jeweils nur kurzfristig in Anspruch genommen werden. Wir verfügen über deutlich höhere Kreditlinien, als wir durchschnittlich in Anspruch nehmen.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betragen 3,5 % (Vorjahr: 0,5 %) der Bilanzsumme. Sämtliche Verbindlichkeiten können stets innerhalb der Zahlungsziele beglichen werden.

Langfristige Anlagen sind zu 214,2 % (Vorjahr: 208,6 %) durch unser Eigenkapital gedeckt. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten können durch die Bankbestände und kurzfristigen Forderungen beglichen werden.

Investitionen

Zur Sicherung unserer Produktion und zur Verbesserung der Qualität und Rentabilität wird laufend in die vorhandenen Pflanzflächen investiert. Detaillierte Angaben zu den Investitionen können dem Anlagespiegel entnommen werden.

Liquidität

Am Ende des Geschäftsjahres hatte unsere Gesellschaft liquide Mittel in Höhe von 217 T€ (Vorjahr: 897 T€). Es sind keine Engpässe zu erwarten.

c) Ertragslage

Die Entwicklung der Ertragslage in 2023 stellt sich in Zahlen wie folgt dar: Die Umsatzerlöse reduzierten sich um 1.732 T€ bzw. 16,8 % auf 8.597 T€. Ursächlich hierfür waren die Reduzierung der Flächen im Vorjahr und eine Stagnation bei der Kundennachfrage und den Marktpreisen. Das Rohergebnis verminderte sich um 1.179 T€ gegenüber dem Vorjahr. Der Materialaufwand reduzierte sich um 553 T€ bzw. 20,3 % auf 2.166 T€. Die Personalaufwendungen betrugen im Geschäftsjahr 4.125 T€ und sind gegenüber dem Vorjahr aufgrund der Verkleinerung des Umsatzvolumens um 14,8 % gefallen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen reduzierten sich gegenüber dem Vorjahr um 1.957 T€ bzw. 47,0 %. Ursächlich hierfür waren im Wesentlichen die Ausbuchung der Restbuchwerte von Spargelanlagen aufgrund der Flächenreduzierungen im Vorjahr. Der Jahresfehlbetrag betrug -152 T€ und liegt somit um 1.247 T€ unter dem Vorjahr.

d) Finanzielle Leistungsindikatoren

Zur Steuerung des Unternehmens werden die Umsatzzahlen sowie die Material- und Personaleinsatzquoten herangezogen.

Für das Geschäftsjahr 2023 ergibt sich eine Minderung der Materialeinsatzquote auf 25,2 %. Im Vorjahr betrug diese 26,3 %. Die Personaleinsatzquote betrug 48,0 % in 2023 gegenüber 46,9 % im Vorjahr.

e) Gesamtaussage

Die Anpassung der Spargelfläche an den Markt im Vorjahr, wirkte sich erstmalig vollumfänglich aus und führte nochmalig zu einem Umsatzrückgang in 2023. Dadurch verringerte sich auch der Material- und Personaleinsatz deutlich gegenüber dem Vorjahr. Darüber hinaus konnten die allgemeinen Aufwandspositionen in allen Bereichen deutlich reduziert werden. Die erzielten Marktpreise sowie die Kundennachfrage waren nicht zufriedenstellend und konnten nicht den gewünschten Umsatz erzielen.

Die Prognosen des Vorjahres hinsichtlich des Umsatzrückgangs traten vollumfänglich ein. Auch die Material-, Personal- und sonstigen Aufwendungen gingen wie geplant nach unten. Das gewünschte positives Jahresergebnis konnte allerdings aufgrund der im Herbst noch anfallenden Aufwendungen für die Vorbereitung Pflanzflächen für die kommende Spargelsaison nicht erzielt werden. Diese Entwicklung ist nicht zufriedenstellend. Dennoch sind die getroffenen Maßnahmen zur Reduzierung der Produktionskapazitäten, aufgrund der stagnierenden Kundennachfrage, wirtschaftliche die richtige Entscheidung gewesen.

B. Bericht über die zukünftige Entwicklung sowie Chancen und Risiken des Unternehmens

I. Prognosebericht

Im Jahr 2024 konnten wir eine größere Nachfrage nach Spargel in unserm Betrieb verzeichnen. Dies resultiert im Wesentlichen daraus, dass eine für uns gute Wetterentwicklung auf optimale Flächenstrukturen getroffen ist bei akzeptablen Marktpreisen. Die effiziente Ausgestaltung des Betriebes hat sich hier ausgezahlt.

Bei den Spargelkulturen werden die Altanlagen weiter remontiert, um die Erträge zu steigern. Der Einsatz von Folien wird weiter optimiert. Besonders durch Zweifachabdeckung wird die Verfrühung der Anlagen und damit ein früherer Einstieg am Markt, insbesondere im Einzelhandel, erwirkt. Der technische Fortschritt im Bereich der Spargelernte und -aufbereitung wird weiter beobachtet. Der Maschinenpark wird permanent modernisiert und den Anforderungen des Marktes angepasst.

Eindeutige, langfristige Prognosen hinsichtlich der weiteren wirtschaftlichen Entwicklung sind wesentlichen abhängig von der Wetterentwicklung und den Marktpreisentwicklungen im Erntezeitraum sowie den Beschaffungspreisen von Waren und Dienstleistungen für unseren Betrieb. Wir beurteilen die voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens als positiv. Für das Geschäftsjahr 2024, dessen Erntesaison bereits abgelaufen ist, erwarten wir eine Umsatzerhöhung von ca. 20 %. Der Materialaufwand wird sich voraussichtlich um ca. 60% erhöhen, weil der Wareneinkauf zugenommen hat. Insofern wird sich die Materialeinsatzquote in 2024 deutlich verschlechtern. Die Personalkosten werden sich voraussichtlich aufgrund der Umsatzsteigerung um ca. 7% erhöhen. Die Personaleinsatzquote wird sich demnach etwas verbessern. Insgesamt rechnen wir mit einer Steigerung des Betriebsergebnisses sowie einem positiven Jahresergebnis.

Wir werden auch zukünftig immer in der Lage sein, unseren Zahlungsverpflichtungen fristgerecht nachzukommen.

II. Chancen- und Risikobericht

Die Darstellung der Risiken erfolgt nach der Bruttomethode (vor Maßnahmen zur Risikobegrenzung mit Darstellung der Maßnahmen).

Finanzwirtschaftliche Risiken

Potenzielle Währungs-, Kredit- oder Liquiditätsrisiken, welche die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft beeinflussen könnten, bestehen nicht.

Leistungswirtschaftliche Risiken

Es besteht das Risiko, dass die Verpackungs-, Maut- und Logistikkosten, sowie viele andere Waren und Dienstleistungen durch die geplante Bepreisung der CO 2 -Abgaben zukünftig deutliche teurer werden.

Weiterhin ist es möglich, dass mit zunehmender Dauer des Ukraine-Kriegens die Beschaffungspreise von Energien und Düngemitteln wieder steigen werden. Neben der Verteuerung sind außerdem Versorgungsengpässe denkbar, die den Ertrag aus der Spargelproduktion beeinträchtigen können.

Weitere Kostentreiber sind die Personalaufwendungen. Künftige Mindestlohnsteigerungen sowie die Verfügbarkeit von Saisonarbeitskräften sind vom Unternehmen kaum beeinflussbar und somit ein wesentlicher Risikofaktor. Um weiterhin ausreichend Saisonarbeitskräfte rekrutieren zu können, müssen gute Arbeits- und Verdienstmöglichkeiten bei uns vor Ort vorhanden sein.

Dem zunehmenden Wettbewerb am Markt, vor allem durch die bestehende Konkurrenz der Anbieter in unserem Segment, werden wir weiterhin durch Erfahrung, Innovationen, Zuverlässigkeit und ein hohes Maß an Qualität begegnen.

Sonstige Risiken

Darüber hinaus wird die Wetterlage des jeweiligen Geschäftsjahres immer erheblichen Einfluss auf die Ernte und somit die Ertragssituation haben. Wetterbedingten Einflüssen auf die Ertragslage wird durch Anbau von frühen und späten Spargelsorten und die Verwendung von Foliensystemen begegnet. Dadurch sollen Erntespitzen vermieden werden.

Chancen

Die Nachfrage nach Spargel ist momentan zufriedenstellend. Durch Anbauoptimierungen sowie Produktionsanpassungen wird versucht, das Qualitätsniveau zu erhöhen, so dass Umsatzsteigerungen sowohl auf dem nationalen als auch auf dem europäischen Markt möglich sind.

Zudem kann unser Unternehmen aufgrund der bereits erreichten Unternehmensgröße und der großen zusammenhängenden Anbauflächen unter Einsatz entsprechender Maschinen kostengünstig produzieren und die großen Handelsketten nachfrageseitig bedienen.

III. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Die Liquiditätslage ist zufriedenstellend; es sind keine Engpässe zu erwarten.

Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten.

Die Gesellschaft verfügt über einen solventen Kundenstamm. Forderungsausfälle sind die absolute Ausnahme. Zudem besteht eine langjährige Zusammenarbeit mit einem Großteil der Kunden.

Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt.

Im kurzfristigen Bereich finanziert sich die Gesellschaft überwiegend mittels Lieferantenkrediten und über Kreditlinien verschiedener Banken.

IV. Gesamtaussage

Risiken der künftigen Entwicklung sehen wir insbesondere in den nicht planbaren inländischen politischen Entscheidungen und ständig steigenden Bürokratieanforderungen an unsere Produktion. Steigenden Beschaffungspreise und Personalkosten verbunden mit einem zunehmenden Wettbewerb in unserem Marktsegment und ein wechselhaftes Kaufverhalten der Endverbraucher machen ein ständiges Anpassen der Strukturen zur Steigerung der Effizienz der Produktion erforderlich. Wir haben uns in den vergangenen Jahren eine große finanziellen Stabilität erarbeitet und sind daher in der Lage, kurzfristig und flexibel auf sich verändernde Marktbedingungen zu reagieren. Dadurch sehen wir uns für die Bewältigung der künftigen Risiken gut gerüstet.

Risiken, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten, sind derzeit nicht erkennbar.

 

Inchenhofen im Dezember 2024

Lohner Josef

Lohner Lukas

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 4.970.698,47 5.175.048,47
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 2,00 2,00
II. Sachanlagen 1.432.696,00 1.637.046,00
1. technische Anlagen und Maschinen 187.019,00 149.338,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.245.677,00 1.487.708,00
III. Finanzanlagen 3.538.000,47 3.538.000,47
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 3.538.000,47 3.538.000,47
B. Umlaufvermögen 6.321.641,78 6.850.014,07
I. Vorräte 70.467,77 50.498,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 6.033.758,48 5.902.884,08
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 523.101,16 624.427,35
2. sonstige Vermögensgegenstände 5.510.657,32 5.278.456,73
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 3.125.830,00 3.325.830,00
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 217.415,53 896.631,99
C. Rechnungsabgrenzungsposten 33.233,39 80.348,29
Summe Aktiva 11.325.573,64 12.105.410,83

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 10.644.143,29 10.796.562,00
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Gewinnvortrag 10.771.562,00 12.170.851,29
III. Jahresfehlbetrag 152.418,71 1.399.289,29
B. Rückstellungen 245.500,00 440.400,00
C. Verbindlichkeiten 435.930,35 868.448,83
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0,00 622.212,00
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 622.212,00
2. sonstige Verbindlichkeiten 435.930,35 246.236,83
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 435.930,35 246.236,83
Summe Passiva 11.325.573,64 12.105.410,83

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 6.627.063,49 8.224.765,37
2. Personalaufwand 4.124.538,49 4.841.889,53
a) Löhne und Gehälter 3.851.348,85 4.522.949,88
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 273.189,64 318.939,65
davon für Altersversorgung 72,00 72,00
3. Abschreibungen 616.205,01 966.141,62
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 616.205,01 966.141,62
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 2.207.730,74 4.165.111,15
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 133.503,12 100.343,45
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 26.950,55 51.622,01
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -26.768,72 -239.711,00
8. Ergebnis nach Steuern -188.089,46 -1.459.944,49
9. sonstige Steuern -35.670,75 -60.655,20
10. Jahresfehlbetrag 152.418,71 1.399.289,29

Anhang

1. Allgemeine Angaben zum Unternehmen

Die Lohner Agrar GmbH hat ihren Sitz in Inchenhofen. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Augsburg unter HRB 25704 eingetragen.

2. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss der Lohner Agrar GmbH wurde nach den Vorschriften des dritten Buches des HGB sowie der ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses wurden die größenabhängigen Erleichterungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften in Anspruch genommen. Wahlrechte, bestimmte Angaben entweder in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang zu machen, wurden grundsätzlich so ausgeübt, dass diese Angaben im Anhang erfolgen.

3. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Gliederung der Bilanz entspricht § 266 HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist gemäß § 275 HGB gegliedert.

Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens sowie erworbene immaterielle Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Grundlage der planmäßigen Abschreibung war die voraussichtliche Nutzungsdauer des jeweiligen Vermögensgegenstandes. Die Abschreibungen wurden beim beweglichen Anlagevermögen linear vorgenommen. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis 800 € wurden im Erwerbsjahr als Aufwand erfasst.

Die Finanzanlagen wurden zu Anschaffungskosten oder zu ihrem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern ein entsprechender Sachverhalt vorlag, auf den niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden grundsätzlich mit dem Nominalwert angesetzt, soweit kein Wertberichtigungsbedarf ersichtlich war.

Die flüssigen Mittel wurden zu Nominalwerten angesetzt.

Die Rückstellungen wurden mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Schätzung ermittelten Erfüllungsbetrag angesetzt. Erfasst sind alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten.

Die Verbindlichkeiten wurden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

4. Erläuterungen zur Bilanz

Aus dem Anlagenspiegel ist die Aufgliederung und Entwicklung der Anlagewerte sowie die Geschäftsabschreibung zu entnehmen.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben in Höhe von 3.720.830,00 € eine Restlaufzeit von über einem Jahr (Vorjahr: 3.920.830,00 €).

Es bestehen Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von 523.101,16 € (Vorjahr: 624.427,35 €).

Die sonstigen Rückstellungen betragen 245.500,00 € (Vorjahr: 440.400,00 €). Sie entfallen auf:

Pachtzahlungen 204.200,00 €
Jahresabschluss- und Prüfungskosten 35.000,00 €
Aufbewahrung von Geschäftsunterlagen 6.300,00 €

Die Verbindlichkeiten haben folgende Restlaufzeiten:

Restlaufzeit
Verbindlichkeiten bis 1 Jahr
Euro
1-5 Jahre
Euro
>5 Jahre
Euro
gegenüber Kreditinstituten (Vorjahr) 0,00 (622.212,00) 0,00 (0,00) 0,00 (0,00)
Buchgrundschulden, selbst schuldnerische Bürgschaften J. Lohner, Sicherungsübereignung Maschine aus Lieferungen und Leistungen 392.727,86 (62.336,88) 0,00 (0,00) 0,00 (0,00)
Eigentumsvorbehalt
Sonstige 43.202,49 (183.899,95) 0,00 (0,00) 0,00 (0,00)
Summe 435.930,35 (868.448,83) 0,00 (622.212,00) 0,00 (0,00)
davon Art und Form
Verbindlichkeiten Summe
Euro
gesichert der Sicherheit TEuro
gegenüber Kreditinstituten (Vorjahr) 0,00 (622.212,00) 0 (622)
Buchgrundschulden, selbst schuldnerische Bürgschaften J. Lohner, Sicherungsübereignung Maschine aus Lieferungen und Leistungen 392.727,86 (62.336,88) 393 (62)
Eigentumsvorbehalt
Sonstige 43.202,49 (183.899,95) 0 (0)
Summe 435.930,35 (868.448,83) 393 (684)

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestanden zum 31. Dezember 2023 folgende sonstige finanzielle Verpflichtungen:

Höhe der Verpflichtung
Euro
Jahresbetrag
Euro
Pachtverträge Ackerland 3.521.861,62 1.177.748,59
Pachtverträge verbundene Unternehmen 46.473,96 46.473,96
Leasingverträge bewegliche Wirtschaftsgüter 6.036,00 6.528,00
Mietverträge Immobilien 195.231,60 390.463,20

Der Nutzung anderer technischer Anlagen und Maschinen liegen teilweise Operating-Leasingverträge zugrunde. Der Abschluss von Leasingverträgen dient der Verringerung der Kapitalbindung und verlagert das Risiko der Verwertung auf den Leasinggeber. Die Leasingverträge haben Laufzeiten bis maximal 2025. Die restlichen Verträge haben Laufzeiten bis maximal 2034.

5. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

6. Sonstige Pflichtangaben

Die Gesellschaft ist mit 94 % an der Agrar-GmbH Sonnenberg mit Sitz in Sonnenberg beteiligt. Die Agrar GmbH Sonnenberg weist in ihrem Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 ein Eigenkapital in Höhe von 11.139.651,34 € und einen Gewinn von 1.620.698,20 € aus.

Während des gesamten Geschäftsjahres wurden die Geschäfte des Unternehmens durch die alleinvertretungsberechtigten Geschäftsführer Herrn Josef Lohner (Landwirt), Herrn Lukas Lohner (Unternehmer), Herrn Gregor Hufmann (Unternehmer) geführt. Herr Gregor Hufmann ist seit zum 01.01.2024 nicht mehr Geschäftsführer im Unternehmen.

Auf die Angabe der Geschäftsführergehälter wird gem. § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer beträgt 33 , davon 8 Saisonarbeitskräfte und 25 Festangestellte (Vorjahr: 116, davon 85 Saisonarbeitskräfte und 31 Festangestellte).

Die Geschäftsführung schlägt vor, das Jahresergebnis auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Inchenhofen, im Dezember 2024

Lohner Josef

Lohner Lukas

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 31.01.2025 festgestellt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Lohner Agrar GmbH

Prüfungsurteile

Ich habe den Jahresabschluss der Lohner Agrar GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus habe ich den Lagebericht der Lohner Agrar GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Ich habe meine Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Ich bin von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung übe ich pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifiziere und beurteile ich die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, plane und führe Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlange Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinne ich ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteile ich die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehe ich Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls ich zu dem Schluss komme, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, bin ich verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, mein jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Ich ziehe meine Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum meines Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteile ich Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteile ich den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führe ich Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehe ich dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteile die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen gebe ich nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Ich erörtere mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die ich während meiner Prüfung feststelle.

 

Bad Kissingen, 9. Dezember 2024

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