Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 212824
Vorher
Blitz D14-302 GmbH
Eingetragen
27.1.2014
Branche
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieUnternehmensberatungPraxen von Steuerberaterinnen und -beratern, Steuerbevollmächtigten sowie steuerberatende Berufsausübungsgesellschaften
Gegenstand
a) Unternehmensberatung, insbesondere Beratung zur ganzheitlichen Gestaltung der digitalen Transformation (Unternehmensstrategie bis Umsetzung); sowie b) sonstige Beratungsleistungen im Bereich der digitalen Veränderung von Volkswirtschaften, Branchen, Unternehmen und Gesellschaften.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Matthias Veit
seit 9.3.2026
Prokura
Andreas Jehle
seit 9.3.2026
Prokura
Maren Hauptmann
seit 2.8.2024
Geschäftsführer
Björn Kindervater
seit 3.8.2023
Prokura
Andre Poeggel
seit 3.8.2023
Prokura
Martin Lesinski
seit 3.8.2023
Prokura
Ted Choe
seit 5.6.2023
Geschäftsführer
Maximilian König
seit 7.12.2022
Prokura
Volker Dr. Belzer
seit 2.8.2022
Geschäftsführer
Björn Dr. Bringmann
seit 20.10.2021
Geschäftsführer
Ronaldo Van Hellemont
seit 20.9.2021
Prokura
Christian Dr. Koropp
seit 18.6.2021
Prokura
Matin Ebrahimchel
seit 28.5.2021
Geschäftsführer
Alfons Paul Hölscher
seit 18.12.2018
Prokura
Ralf Tomczak
seit 18.12.2018
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Deloitte Consulting GmbH
Germany
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Deloitte Digital GmbH

München

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.06.2023 bis zum 31.05.2024

Bilanz
zum 31. Mai 2024

AKTIVA

31.05.2024 31.05.2023
A. Anlagevermögen
Sachanlagen (1) 42.471,65 59.551,99
42.471,65 59.551,99
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte in Arbeit befindliche Aufträge (2) 251.324,72 509.000,25
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände (3) 20.022.378,00 27.696.118,29
III. Guthaben bei Kreditinstituten 0,54 0,00
20.273.703,26 28.205.118,54
C. Rechnungsabgrenzungsposten (4) 43.059,11 20.854,35
20.359.234,02 28.285.524,88

PASSIVA

31.05.2024 31.05.2023
T€ T€
A. Eigenkapital (5)
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Gewinnvortrag 14.282.890,80 14.282.890,80
14.307.890,80 14.307.890,80
B. Rückstellungen (6) 4.503.003,08 5.184.395,81
C. Verbindlichkeiten (7) 1.548.340,14 8.793.238,27
20.359.234,02 28.285.524,88

Gewinn- und Verlustrechnung
für die Zeit vom 1. Juni 2023 bis zum 31. Mai 2024

2023/2024 2022/2023
1. Umsatzerlöse (8) 35.883.764,98 45.385.064,16
2. Verminderung/Erhöhung des Bestands an in Arbeit befindlichen Aufträgen - 257.675,53 118.897,14
Gesamtleistung 35.626.089,45 45.503.961,30
3. sonstige betriebliche Erträge (9) 141.265,55 167.179,38
4. Personalaufwand (10) 26.026.925,97 27.755.191,89
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 17.080,34 18.642,61
6. sonstige betriebliche Aufwendungen (11) 6.588.467,11 6.802.363,79
7. Finanzergebnis (12) - 285.327,27 - 295.401,98
2.849.554,31 10.799.540,41
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (13) 0,00 - 0,35
9. Ergebnis nach Steuern 2.849.554,31 10.799.540,76
10. sonstige Steuern 12.484,20 11.738,12
11. aufgrund von einem Gewinnabführungsvertrag abgeführte Gewinne (14) - 2.837.070,11 - 10.787.802,64
12. Jahresüberschuss 0,00 0,00

Anhang
für das Geschäftsjahr 2023/2024

Vorbemerkungen

Sitz der Gesellschaft ist Rosenheimer Platz 4, 81669 München, Deutschland. Sie wird im Handelsregister beim Amtsgericht München unter der Nummer HRB 212824 geführt.

Der Jahresabschluss und der Lagebericht wurden auf der Grundlage des Handelsgesetzbuches sowie unter Berücksichtigung rechtsformspezifischer Rechnungslegungsvorschriften aufgestellt.

Die Gesellschaft ist unter Anwendung des Wahlrechts nach Artikel 93 Abs. 2 Satz 1 EGHGB eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 Abs. 2 HGB.

Die Gesellschaft hat mit ihrer Muttergesellschaft, der Deloitte Consulting GmbH, Düsseldorf, einen unbefristeten Ergebnisabführungsvertrag abgeschlossen.

Zur Verbesserung der Übersichtlichkeit und Lesbarkeit des Abschlusses werden die Angaben in der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst und zugehörige Aufgliederungen sowie Davon-Angaben vollständig im Anhang wiedergegeben.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bilanzierung und Bewertung wurden nach den allgemeinen Bestimmungen der §§ 242 bis 256a HGB vorgenommen, die Gliederung gemäß §§ 266 bzw. 275 HGB. Der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren zugrunde gelegt.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs bei Zugang erfasst und zum Abschlussstichtag mit dem Devisenkassamittelkurs umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet. Die aus der Währungsumrechnung resultierenden Erträge bzw. Aufwendungen werden im Jahresabschluss der Gesellschaft unter den sonstigen betrieblichen Erträgen bzw. Aufwendungen ausgewiesen.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen über eine Nutzungsdauer zwischen 3 und 5 Jahren oder um außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert bei voraussichtlich dauernder Wertminderung angesetzt.

Die Sachanlagen sind zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, angesetzt. Die Abschreibungssätze richten sich nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer. Diese beträgt für die anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 10 Jahre. Dabei werden die Zugänge vom Monat der Anschaffung an pro rata temporis abgeschrieben.

Zugänge zu Wirtschaftsgütern mit Netto-Anschaffungskosten zwischen € 250,00 und € 1.000,00 werden in einen jahresbezogenen Sammelposten eingestellt und beginnend mit dem Jahr der Anschaffung linear über eine Nutzungsdauer von 5 Jahren aufgelöst. Wirtschaftsgüter mit Netto-Anschaffungskosten unter € 250,00 werden sofort aufwandswirksam erfasst.

Das Finanzanlagevermögen ist mit den Anschaffungskosten oder bei voraussichtlich dauernder Wertminderung mit dem niedrigeren beizulegenden Wert zum Abschlussstichtag angesetzt.

Zur Erfüllung von Verpflichtungen aus Arbeitszeitguthaben der Mitarbeiter* sind Mittel in Spezialfonds oder anderen Wertpapieren angelegt. Sie sind dem Zugriff übriger Gläubiger entzogen. Die Bewertung erfolgt zum beizulegenden Zeitwert, dieser wird mit den jeweils zu Grunde liegenden Verpflichtungen verrechnet. Der sich danach ergebende Verpflichtungsüberhang wird unter den Rückstellungen erfasst. Die Zeitwerte des Deckungsvermögens wurden auf Grundlage der Börsenkurse der Wertpapiere bzw. der durch die Depotbank mitgeteilten Kurse oder der von den Versicherungsunternehmen mitgeteilten Werte berechnet.

Die unter den Vorräten ausgewiesenen in Arbeit befindlichen Aufträge sind zu Herstellungskosten gemäß § 255 Abs. 2 HGB bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Wert am Abschlussstichtag unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips aktiviert. In die Herstellungskosten werden neben den Pflichtbestandteilen auch angemessene Teile der Kosten der allgemeinen Verwaltung sowie angemessene Aufwendungen für soziale Einrichtungen des Betriebs, für freiwillige soziale Leistungen und für die betriebliche Altersversorgung einbezogen. Zinsen für Fremdkapital werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Die weiterbelastbaren Auslagen werden zu Anschaffungskosten bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Wert am Abschlussstichtag erfasst. Für die in Arbeit befindlichen Aufträge wurden zudem auf Grundlage von Erfahrungswerten pauschalierte Wertberichtigungen in ausreichender Höhe gebildet.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zu Nennwerten abzüglich angemessener Einzelund Pauschalwertberichtigungen bewertet.

Guthaben bei Kreditinstituten sind grundsätzlich mit Nennwerten angesetzt.

Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, die für einen bestimmten Zeitraum nach dem Stichtag Aufwand darstellen, werden in den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten eingestellt.

Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen sind mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung zu ihrer Erfüllung notwendigen Betrag angesetzt. Sie berücksichtigen alle erkennbaren ungewissen Verpflichtungen und Risiken angemessen.

Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

1 Für Personenbezeichnungen wird im Folgenden auch das generische Maskulinum verwendet, das alle Geschlechter gleichermaßen einschließt.

Angaben zur Bilanz

Die Aufgliederungen und Entwicklung des Anlagevermögens sind dem beigefügten Anlagenspiegel zu entnehmen.

(1) Sachanlagen

Buchwerte
Stand Stand
31.05.2024 31.05.2023
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 42.471,65 59.551,99

(2) Vorräte

Als in Arbeit befindliche Aufträge werden die bis zum Stichtag angefallenen Leistungen (Arbeitsstunden und Auslagen) erfasst, die einem Auftrag zuzurechnen sind, für den die Leistung zum Abschlussstichtag noch nicht realisiert ist.

(3) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

31.05.2024 31.05.2023
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 83.625,63 1.391.107,56
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 19.883.391,88 26.275.371,37
3. sonstige Vermögensgegenstände 55.360,49 29.639,36
20.022.378,00 27.696.118,29

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen setzen sich wie folgt zusammen:

31.05.2024 31.05.2023
Deloitte Consulting Management GmbH & Co. KG, München 17.768.007,89 26.271.990,68
Deloitte Consulting GmbH, Düsseldorf - Gesellschafterin - 2.082.278,57 0,00
Übrige verbundene Unternehmen 33.105,42 3.380,69
19.883.391,88 26.275.371,37

Die Saldierungen werden gesellschaftsbezogen und laufzeitkonform vorgenommen. Die Aufteilung gemäß § 265 Abs. 3 HGB ergibt sich wie folgt:

31.05.2024
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 5.489.560,64
Sonstige Forderungen 14.888.510,85
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen -460.979,72
Sonstige Verbindlichkeiten -33.699,89
19.883.391,88

Sämtliche Forderungen haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Von den sonstigen Vermögensgegenständen haben € 4.000,00 (Vorjahr: € 4.000,00) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

(4) Rechnungsabgrenzungsposten

Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, die für einen bestimmten Zeitraum nach dem Stichtag Aufwand darstellen, werden in den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten eingestellt.

(5) Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital ist in voller Höhe eingezahlt und entfällt vollständig auf die Alleingesellschafterin Deloitte Consulting GmbH, Düsseldorf.

Es ist zu beachten, dass Teile des grundsätzlich frei verfügbaren Eigenkapitals gemäß § 268 Abs. 8 HGB i.'V.m. § 285 Nr. 28 HGB abführungsgesperrt sind. Der abführungsgesperrte Teil ergibt sich wie folgt:

31.05.2024
Differenz zwischen Zeitwert des Deckungsvermögens und Anschaffungskosten (Rückstellungen für Arbeitszeitguthaben 7.732,36
7.732,36

Das tatsächlich frei verfügbare Eigenkapital beträgt zum Abschlussstichtag:

31.05.2024
Gewinnvortrag 14.282.890,80
abzügl. ausschüttungsgesperrtes Eigenkapital -7.732,36
14.275.158,44

(6) Rückstellungen

31.05.2024 31.05.2023
1. Steuerrückstellungen 8.401,48 8.401,48
2. sonstige Rückstellungen 4.494.601,60 5.175.994,33
4.503.003,08 5.184.395,81

Die Steuerrückstellungen betreffen Körperschaft- und Gewerbesteuer von Veranlagungszeiträumen vor dem Ergebnisabführungsvertrag.

Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen folgende Posten und sind grundsätzlich als kurzfristig zu klassifizieren:

31.05.2024 31.05.2023
Personalverpflichtungen (inkl. Sozialversicherungen) 4.182.958,22 4.573.604,61
Ausstehende Eingangsrechnungen 260.839,84 582.056,18

Unter den sonstigen Rückstellungen wird der Verpflichtungsüberhang aus der Verrechnung des Arbeitszeitguthabens und dem Deckungsvermögen ausgewiesen.

31.05.2024
Arbeitszeitguthaben 288.790,50
Zeitwert der Wertpapiere -287.692,02
Passivüberhang 1.098,48

Die Anschaffungskosten der verrechneten Wertpapiere betragen € 279.959,66 (Vorjahr: € 157.560,09), der Zeitwert beträgt € 287.692,02 (Vorjahr: € 155.197,34). Die Bewertung des Deckungsvermögens führte zu einem Ertrag in Höhe von € 10.095,11.

(7) Verbindlichkeiten

31.05.2024 31.05.2023
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 8.848,20 15.687,04
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.193.167,95 8.203.635,11
3. sonstige Verbindlichkeiten 346.323,99 573.916,12
1.548.340,14 8.793.238,27

Die Besicherungen sowie die Laufzeiten der jeweiligen Verbindlichkeiten sind dem folgenden Verbindlichkeitenspiegel zu entnehmen.

Restlaufzeit
bis zu 1 Jahr >1 bis 5 Jahre über 5 Jahre Summe Sicherheiten/ Verpfändungen
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 8.848,20 0 0 8.848,20 -
Vorjahr (15.687,04) (0) (0) (15.687,04) (-)
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.193.167,95 0 0 1.193.167,95 -
Vorjahr (8.203.635,11) (0) (0) (8.203.635,11) (-)
3. sonstige Verbindlichkeiten 346.323,99 0 0 346.323,99 -
davon aus Steuern 319.990,44 0 0 319.990,44 -
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 0 0 0 0 -
Vorjahr (573.916,12) (0) (0) (573.916,12) (-)
davon aus Steuern (354.908,85) (0) (0) (354.908,85) (-)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit (0) (0) (0) (0) (-)
1.548.340,14 0 0 1.548.340,14 -
Vorjahr (8.793.238,27) (0) (0) (8.793.238,27) (-)

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen:

31.05.2024 31.05.2023
Deloitte Consulting GmbH, Düsseldorf - Gesellschafterin - 0,00 7.694.697,85
Deloitte GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München 1.192.921,02 508.937,26
Übrige verbundene Unternehmen 246,93 0,00
1.193.167,95 8.203.635,11

Die Saldierungen werden gesellschaftsbezogen und laufzeitkonform vorgenommen. Sobald die Verbindlichkeiten als mittel- oder langfristig klassifiziert sind, erfolgt keine Saldierung. Die Aufteilung gemäß § 265 Abs. 3 HGB ergibt sich wie folgt:

31.05.2024
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen -409.068,93
Sonstige Forderungen -3.996,72
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.605.444,17
Sonstige Verbindlichkeiten 789,43
1.193.167,95

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

(8) Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse resultieren im Wesentlichen aus der Beratung zu digitalen Transformationsprozessen und werden überwiegend im Inland erzielt.

(9) sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten im Wesentlichen die Erträge aus der Auflösung von in Vorjahren gebildeten Rückstellungen, aus der Auflösung von Wertberichtigungen und Kostenerstattungen für Personal. Davon entfallen € 47.825,23 (Vorjahr: € 4.390,03) auf periodenfremde Erträge.

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind € 559,87 (Vorjahr: € 3.292,38) aus der Währungsumrechnung enthalten.

(10) Personalaufwand

2023/2024 2022/2023
a) Gehälter 20.733.206,77 21.806.687,64
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 2.018.508,11 2.635.959,40
c) soziale Abgaben 3.275.211,09 3.312.544,85
26.026.925,97 27.755.191,89

Die Gesellschaft arbeitet eng mit anderen Mitgliedsunternehmen im globalen DTTL-Netzwerk zusammen. Dies zeigt sich auch an weltweiten Großprojekten, an denen Mitarbeiter von DTTL-Mitgliedsunternehmen aus vielen Ländern beteiligt sind. Um diesem Umstand Rechnung zu tragen und den Einblick in die Ertragslage zu verbessern, werden diese sowie Honorare für freie Mitarbeiter und der Honoraraufwand von verbundenen Unternehmen nebst zugehöriger Auslagen als Unterposten "Aufwendungen für bezogene Leistungen" im Personalaufwand ausgewiesen.

Die durchschnittliche Anzahl der im Geschäftsjahr beschäftigten Mitarbeiter betrug:

2023/2024
Fachmitarbeiter 210
Mitarbeitende im Verwaltungsbereich 3
213

Geschäftsführer, Auszubildende, Praktikanten, Zeitarbeitskräfte und Ruhende sind in den Durchschnittswerten nach HGB nicht enthalten. Ruhende Arbeitsverhältnisse betreffen unter anderem Freistellungen und Entsendungen.

Die Gesamtbezüge der Geschäftsführer im Geschäftsjahr 2023/2024 belaufen sich auf € 2.171.253,70 (Vorjahr: € 3.431.000,00).

(11) sonstige betriebliche Aufwendungen

Dieser Posten enthält im Wesentlichen die Umlagen der Deloitte GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München. Periodenfremde Aufwendungen sind mit € 1.007,03 (Vorjahr: € 415.047,95) in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten und betreffen im Wesentlichen die Bildung für Wertberichtigungen sowie Forderungsverluste.

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind € 2.701,83 (Vorjahr: € 1.326,66) aus der Währungsumrechnung enthalten.

Auf die Angabe des Gesamthonorars des bestellten Abschlussprüfers nach § 285 Nr. 17 HGB wurde verzichtet, da die Angabe im Konzernabschluss der Deloitte Deutschland GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Düsseldorf, enthalten ist.

(12) Finanzergebnis

2023/2024 2022/2023
sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 981,71 557,76
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -286.308,98 -295.959,74
davon an verbundene Unternehmen -277.993,13 -295.405,75
-285.327,27 -295.401,98

(13) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Latente Steuern werden auf Ebene der Organträgerin Deloitte Consulting GmbH, Düsseldorf, berücksichtigt. In diesem Posten sind keine latenten Steuern enthalten. Hier werden Steuerbeträge für Jahre vor dem Ergebnisabführungsvertrag erfasst.

(14) Aufgrund von einem Ergebnisabführungsvertrag abgeführte Gewinne

Seit dem 01.06.2020 besteht ein Ergebnisabführungsvertrag. Nach diesem Vertrag muss die Gesellschaft ihren gesamten Gewinn an die Deloitte Consulting GmbH, Düsseldorf, abführen. Im Gegenzug ist die Deloitte Consulting GmbH, Düsseldorf, verpflichtet, etwaige Verluste der Deloitte Digital GmbH, München, auszugleichen.

Sonstige Angaben

Mindestbesteuerung

Das Gesetz zur Gewährleistung einer globalen Mindestbesteuerung für Unternehmensgruppen (Mindeststeuergesetz) sowie das ausländische Mindeststeuergesetz haben nicht zu einer Änderung des Steueraufwands/-ertrags für das Geschäftsjahr 2023/2024 geführt.

Haftungsverhältnisse

Die Deloitte Digital GmbH, München, ist in einen Cash-Pool mit der Deloitte Consulting Management GmbH & Co. KG, München, einbezogen. Es besteht eine gesamtschuldnerische Haftung gegenüber den kontoführenden Kreditinstituten. Zwischen den in den Cash-Pool einbezogenen Gesellschaften ist die Haftung im Innenverhältnis auf einen vertraglichen Höchstbetrag von Mio. € 5 begrenzt.

Das Cash-Pool-Konto der Deloitte Consulting Management GmbH & Co. KG, München, weist zum 31. Mai 2024 wie zum Vorjahresstichtag ein Guthaben aus.

Aufgrund der positiven finanziellen Ausstattung des gesamten Konzerns rechnen wir nicht mit einer Inanspruchnahme.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen, nicht aus der Bilanz ersichtlichen Verpflichtungen betragen:

Zahlungsfälligkeit
bis zu 1 Jahr >1 bis 5 Jahre über 5 Jahre Summe
1. Mieten für Immobilien 621.262,46 719.905,32 125.803,82 1.466.971,60
davon gegenüber verbundenen Unternehmen 621.262,46 719.905,32 125.803,82 1.466.971,60
2. Sonstige 69.244,74 88.948,97 0,00 158.193,71
690.507,20 808.854,29 125.803,82 1.625.165,31

Die Mietverpflichtungen für Immobilien betreffen aus Gründen der Planungssicherheit langfristig angemietete Büroflächen einschließlich zugehöriger Nebenflächen.

Konzerneinbeziehung

Die Anteile an der Deloitte Digital GmbH, München, werden am Bilanzstichtag ausschließlich von der Deloitte Consulting GmbH, Düsseldorf, gehalten, die ihrerseits über die Deloitte GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, aufgrund der Mehrheit der Stimmrechte ein verbundenes Unternehmen der Deloitte Deutschland GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Düsseldorf, ist.

Das Mutterunternehmen, das den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen aufstellt, in den die Gesellschaft im Wege der Vollkonsolidierung einbezogen wird, ist die Deloitte Deutschland GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Düsseldorf (HRB 40850). Der Konzernabschluss der Deloitte Deutschland GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Düsseldorf, wird im Unternehmensregister veröffentlicht.

Geschäftsführung

Nicolai Andersen, CEO, Hamburg (bis zum 31.07.2024)

Maren Hauptmann, CEO, München (ab dem 01.08.2024)

Andrew Michael Goldstein, Managing Director, München (bis zum 31.05.2024)

Andreas Harting, Market Offering Lead, Neubiberg

Matin Ebrahimchel, Market Offering Lead, Bremen

Dr. Björn Bringmann, Lead Deloitte Al Institute, München

Dr. Volker Belzer, Managing Director, Mülheim an der Ruhr

Dr. Florian Klein, Head of Strategic Foresight, Global Market Offering Leader Data & Strategic Intelligence, Frankfurt am Main

Dr. Susan Wegner, Managing Director, Berlin (ab dem 01.02.2023 bis zum 16.06.2023)

Ted Choe, COO, München (ab dem 01.06.2023)

 

München, den 17. Oktober 2024

Deloitte Digital GmbH
Geschäftsführung

Maren Hauptmann

 

Matin Ebrahimchel

 

Andreas Harting

 

Ted Choe

 

Dr. Florian Klein

 

Dr. Björn Bringmann

 

Dr. Volker Belzer

Entwicklung des Anlagevermögens
im Geschäftsjahr 2023/2024

Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
Stand Stand
01.06.2023 Zugänge Abgänge 31.05.2024
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.015.471,08 0,00 1.513.471,08 502.000,00
2.015.471,08 0,00 1.513.471,08 502.000,00
II. Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 141.939,53 0,00 4.533,45 137.406,08
141.939,53 0,00 4.533,45 137.406,08
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 713.000,00 0,00 0,00 713.000,00
713.000,00 0,00 0,00 713.000,00
2.870.410,61 0,00 1.518.004,53 1.352.406,08
Abschreibungen
Stand Stand
01.06.2023 Zugänge Abgänge 31.05.2024
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.015.471,08 0,00 1.513.471,08 502.000,00
2.015.471,08 0,00 1.513.471,08 502.000,00
II. Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 82.387,54 17.080,34 4.533,45 94.934,43
82.387,54 17.080,34 4.533,45 94.934,43
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 713.000,00 0,00 0,00 713.000,00
713.000,00 0,00 0,00 713.000,00
2.810.857,62 17.080,34 1.518.004,53 1.309.934,43
Buchwerte
Stand Stand
31.05.2024 31.05.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 0,00
0,00 0,00
II. Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 42.471,65 59.551,99
42.471,65 59.551,99
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 0,00 0,00
0,00 0,00
42.471,65 59.551,99

Lagebericht
für das Geschäftsjahr vom 1. Juni 2023 bis zum 31. Mai 2024

I. Das Geschäftsmodell der Deloitte Digital GmbH, München

Die Deloitte Digital GmbH, München, (nachfolgend auch kurz Deloitte) ist eine Tochtergesellschaft der Deloitte Consulting GmbH, Düsseldorf, die zu den führenden Beratungsunternehmen in Deutschland zählt. Wir sind Mitglied im weltweiten Netzwerk von Deloitte Touche Tohmatsu Limited (DTTL). Die Mitgliedsunternehmen von DTTL sind in mehr als 150 Ländern weltweit vertreten. Die Gesellschaft betreibt ihre Geschäftsaktivitäten am Sitz der Gesellschaft in München sowie wesentliche Teile der internen Verwaltung an der Zweigniederlassung in Düsseldorf.

Grundlage unserer Dienstleistungen ist das multidisziplinäre Geschäftsmodell (AIO) innerhalb von DTTL, das unser Portfolio in Beratung (Advise), Implementierung (Implement) und Betrieb (Operate) über Marktaktivierung, Thought Leadership, innovative Lösungen und kundenspezifische Produkte einteilt. Wir konzentrieren uns hierbei auf Antworten rund um die kundenspezifischen Fragestellungen zum Thema Digitale Transformation. Bestandteile unserer Services sind die Themen (Digital) Customer Experience, Digital Commerce, Digital Marketing und Advertising & Brand Experience. Mit unserer Creative Consultancy sind wir in der Lage ein umfangreiches Angebot im Bereich Markenentwicklung und Markenkommunikation für unsere Kunden bereitzustellen.

Wir kombinieren die Disziplin und Expertise von Deloitte mit der Kraft der Kreativität. Wir verbinden Kunst und Wissenschaft, Design und Ingenieurwesen und nutzen Kreativität, um unseren Kunden intelligentere, effektivere Lösungen für ihre schwierigsten Geschäftsprobleme zu liefern. Wir glauben daran, dass Kreativität das Herzstück jeder erfolgreichen Geschäftstransformation ist. Wir gehen sogar darüber hinaus - wir leben Kreativität. In einer Welt, in der sich die Kundenerwartungen ständig weiterentwickeln, entwerfen wir anpassbare langfristige Lösungen, setzen sie um und skalieren sie. Damit befähigen wir unsere Kunden in verschiedenen Branchen dazu, bedeutungsvolle, dauerhafte Verbindungen zwischen Mitarbeitern, Kunden und der Gesellschaft zu schmieden. In allen Kundenbereichen und Sektoren glauben wir, dass großartige Kundenerlebnisse einen bleibenden Wert schaffen.

Durch die fortschreitende Digitalisierung der Wirtschaft verlagert sich die Wertschöpfung zunehmend hin zu technologischen Lösungen. Wir investieren daher in Technologien mit transformativem Potenzial und setzen Schwerpunkte im technologischen Wandel, z.B. in den Bereichen Künstliche Intelligenz (KI) und Cloud. Darüber hinaus sind datenbasierte Produkte und Dienstleistungen fester Bestandteil unseres Portfolios.

Neben diesen technologischen Aspekten basiert unser Geschäftsmodell und damit die Zukunftsfähigkeit unserer Gesellschaft auf einer Vielzahl von hochqualifizierten und engagierten Mitarbeitenden.

Die Talente erwarten interdisziplinäre Aufgaben, flexible Formen der Zusammenarbeit und Entwicklungsmöglichkeiten. Als "People Business" investieren wir daher permanent in die Förderung unserer Mitarbeitenden und die Gewinnung neuer Talente. Unsere HR-Strategie basiert daher einerseits auf den Anforderungen aus unseren Geschäftsbereichen und folgt auf der anderen Seite einer Ausrichtung, die den Menschen in den Mittelpunkt stellt. Konkret unterstützen wir das Wachstum von Deloitte durch die besten Talente und einzigartige Karriere- und Entwicklungsmöglichkeiten.

Eine große Bedeutung haben Antworten auf Umwelt-, Nachhaltigkeits- und Sozialfragen gewonnen, sowohl in der Beratung unserer Kunden als auch in der eigenen Zielsetzung. Themen wie Klimawandel, Menschenrechte, Ressourcenverbrauch und Gemeinwohl werden nicht nur für Unternehmen immer wichtiger, sondern auch für Investoren, Kunden und die breite Gesellschaft, die kontinuierlich mehr Engagement für eine nachhaltige Entwicklung einfordern.

Wir beraten unsere Kunden, wie sie Nachhaltigkeit in ihrer Organisation und Unternehmensstrategie verankern können - mit positiven Effekten für Wachstum und Ergebnis. Dabei unterstützen wir sie, wichtige ökologische, soziale und unternehmerische Belange zu adressieren, und gleichzeitig die Erwartungen ihrer externen wie internen Stakeholder bestmöglich zu erfüllen. Unsere Experten beraten von der strategischen Planung und nachhaltigen Finanzierung über die Integration von Nachhaltigkeit in Unternehmensprozesse und Wertschöpfungsketten bis hin zum Reporting.

Für das Netzwerk Deloitte selbst steht die Reduzierung von Treibhausgasemissionen im Mittelpunkt der Nachhaltigkeitsstrategie. Als globale Organisation haben wir uns verpflichtet, bis 2040 Netto-Null- Emissionen zu erreichen - zehn Jahre früher als im Pariser Klimaabkommen vorgesehen. Neben den weiterhin gültigen kurzfristigen Klimazielen bis 2030 wurde auch das langfristige Netto-Null-Ziel 2040 von der Science Based Targets Initiative (SBTi) validiert. Auf diese Klimaziele zahlen wir in Deutschland ein. Konkrete Zielgrößen, Maßnahmen und ihr aktueller Fortschritt können unserem Nachhaltigkeitsbericht entnommen werden.*

Deloitte ist sich seiner gesellschaftlichen Verantwortung bewusst. Wir wollen unser Wissen und unsere Expertise nutzen, um berufliche Fähigkeiten zu entwickeln, Bildungsergebnisse zu verbessern und Chancen für diejenigen zu schaffen, die zurückgelassen werden. Aus diesem Grund hat das Netzwerk Deloitte die WorldClass-Initiative ins Leben gerufen, mit der bis zum Jahr 2030 weltweit 100 Millionen Menschen erreicht werden sollen. In Deutschland leistet das Netzwerk Deloitte seinen Beitrag zur WorldClass-Initiative durch die langfristige Unterstützung von Bildungsinitiativen und -projekten zur Förderung benachteiligter junger Menschen. In diesem Sinne unterstützt das Netzwerk Deloitte die Erreichung? der UN Sustainable Development Goals (SDGs)* und konzentriert sich hier insbesondere auf die SDGs 4 "Hochwertige Bildung", 8 "Menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum" und 17 "Partnerschaften zur Erreichung der Ziele",

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

a) Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Das vergangene Berichtsjahr von Juni 2023 bis Mai 2024 war gesamtwirtschaftlich geprägt von Rezessionstendenzen und geopolitischen Spannungen. Die Wirtschaft startete mit einem leicht positiven ersten Quartal (+0,2 %) in das Berichtsjahr, danach schrumpfte sie im zweiten Quartal um 0,4 %, verbesserte sich im dritten Quartal des Berichtsjahres auf 0,2 % und ging dann wieder um 0,1 % zurück.* Insgesamt war Deutschland im Kalenderjahr 2023 in der Rezession, die Wirtschaftsleistung ging um 0,3% zurück.?

Die Industrie litt weiterhin unter hohen Energiepreisen, wobei die Produktion in der energieintensiven Industrie bis Januar 2024 deutlich zurückging und sich dann leicht erholte. Ähnlich verlief die Entwicklung generell im produzierenden und verarbeitenden Gewerbe. Hier nahm die Produktion zunächst ab, stieg jedoch seit Beginn des Jahres 2024 wieder an, jedoch ohne das Ausgangsniveau zu Beginn des Berichtsjahrs (Juni 2023) zu erreichen.°® Auch die Produktion im Dienstleistungssektor ist in der ersten Hälfte des Berichtsjahres zurückgegangen, verzeichnet seit Januar 2024 aber eine Erholung.'

Im Mittelpunkt der wirtschaftlichen Entwicklung stand die Inflationsentwicklung und die Bekämpfung der Inflation durch die Europäische Zentralbank (EZB). Im Laufe des Berichtsjahres ging die Inflation deutlich zurück. Von 6,4 % im Juni 2023 reduzierte sie sich auf 2,4 % im Mai 2024, was jedoch immer noch über dem von der EZB definierten Inflationsziel von 2 % liegt. Die Kerninflation, die die Preisentwicklung ohne die stark volatilen Komponenten Nahrungsmittel und Energie berücksichtigt, sank zwischen Juni 2023 und Mai 2024 ebenfalls von 5,8 % auf 3,0 %.?

Maßgeblich dazu beigetragen haben weitere Zinsanstiege der EZB. So stieg der Leitzins im Geschäftsjahr um weitere drei Schritte von 3,75 % Anfang Juni auf 4,5 % im September 2023, den höchsten Stand seit 2001.? Die Zinserhöhungen trugen zur Senkung der Inflation bei, hatten allerdings auch Auswirkungen auf das Wirtschaftsklima. Die Kosten von Krediten stiegen und belasteten damit die Investitionsbereitschaft der Unternehmen. Dies führte insbesondere im Immobiliensektor zu einer Kontraktion.

Andererseits trug der Rückgang der Inflation zu einem Anstieg der Realeinkommen bei.*° Positiv für den privaten Konsum war der stabile Arbeitsmarkt. Trotz wirtschaftlicher Spannungen und Rezessionssorgen blieb die Arbeitslosenquote konstant bei einem Durchschnitt von 5,8% im Zeitraum des Geschäftsjahres.!! Der anhaltende Fachkräftemangel dürfte hierbei eine zentrale Rolle spielen.

Herausforderungen für Unternehmen

Das Geschäftsjahr entwickelte sich makroökonomisch in zwei Phasen, insbesondere das erste Halbjahr stellte deutsche Unternehmen vor vielfältige Herausforderungen, einschließlich der anhaltenden Auswirkungen des Ukraine-Konflikts sowie des neuen Konflikts im Nahen Osten. Zusätzlich belasteten die Inflation und eine rückläufige Nachfrage aus wichtigen Hauptexportmärkten die Wirtschaft.

Dies spiegelte sich im Deloitte CFO Survey Herbst 2023 wider,!? der einen signifikanten Rückgang der Geschäftsaussichten aufzeigte. Damit gingen sinkende Investitions- und Einstellungspläne einher. Unter den Risiken dominierten Arbeitsmarktrisiken, insbesondere ein Mangel an Fachkräften und steigende Lohnkosten.

Im Laufe der zweiten Hälfte des Geschäftsjahres hat sich die Lage der Unternehmen allmählich gebessert, was auch der Deloitte CFO Survey Frühjahr 2024 zeigte.!® Die Aussichten für binnenmarktorientierte Branchen verbesserten sich aufgrund sinkender Inflation und erwarteter Zinssenkungen. Hingegen sahen exportorientierte Branchen eher trübe Aussichten. Geopolitische Risiken lasteten insbesondere auf Firmen mit globaler Ausrichtung.

b) Branchenentwicklung

Consultingmarkt wächst auch 2023

Die Consultingbranche in Deutschland setzte im Jahr 2023 ihr Wachstum weiter fort**, Allerdings fiel der Anstieg mit 7,2 % (Vorjahr: 15 %) auf 46,7 Milliarden € geringer aus. Neben transformativen Beratungsfeldern stiegen die Umsätze gerade in innovativen Bereichen wie Künstlicher Intelligenz oder Nachhaltigkeit deutlich.

Für 2024 erwartet der Bundesverband der Deutschen Unternehmensberatungen einen Anstieg von 9,8 % auf 51,5 Milliarden €. 77 % der Beratungen erwarten im Jahr 2024 eine positive Entwicklung ihres Umsatzes, 21 % prognostizieren einen Umsatzanstieg von mehr als 15 %. Kritische Wachstumsfaktoren sind vor allem die Gewinnung zusätzlicher Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie eine höhere Auslastung.

Ein überdurchschnittliches Wachstum verzeichneten Energie- und Wasserversorgung (10,8 %), Versicherungen (10,1 %) und Fahrzeugbau (9,9 %). Von den weiteren Kundenbranchen wuchs der Bereich IT & Telekommunikation mit 8,8 % überdurchschnittlich. Medien & Entertainment sowie Professional Services verzeichneten ein Wachstum von jeweils 9,7 %.

Ebenfalls überdurchschnittlich wuchsen die Felder Strategieberatung und Human-Resources-Beratung. Bei der Organisations- und Prozessberatung sowie der IT-Beratung ragten besonders die Themen Nachhaltigkeit, Digitalstrategie und Künstliche Intelligenz heraus. Stark nachgefragt wurde auch die Sanierungs- und Insolvenzberatung.

2. Geschäftsverlauf

Die Gesellschaft erzielte einen Umsatz von rd. 36 Mio. €, der damit im Vergleich zum Vorjahr (rd. 45 Mio. €) um rd. 9 Mio. € zurückgegangen ist.

Geopolitische Unsicherheiten, hohe Inflationsraten, ein sehr wettbewerbsintensiver Talentmarkt und die aus diesen Faktoren resultierende Zurückhaltung von Kunden ließen uns unseren ehrgeizigen Plan für das Geschäftsjahr nicht erreichen. Unsere starke Position im Automobil-, Industrial Products & Construction- und Versicherungssektor sowie der Aufbau unseres Kundenportfolios im Government & Public Sektor konnten weniger stark auf unser Gesamtwachstum einzahlen als geplant.

Die Nachfrage für Transformationsleistungen blieb dennoch über alle Sektoren hinweg signifikant, jedoch geringer als prognostiziert. Unsere Organisationstruktur hatten wir auf eben diese Prognosen angepasst, wodurch unser Wachstum weniger profitabel ist als erwartet.

Durch die geopolitischen Krisen und die immer größer werdende wirtschaftliche Unsicherheit hat der Druck auf Unternehmen zur ganzheitlichen Transformation weiter zugenommen. Damit sind Cloud- Technologie, Nachhaltigkeit und Supply Chain Resilienz wesentliche Treiber für Transformation. Darüber hinaus sind Unternehmen mit dem Aufkommen neuer Technologien wie Generative KI gezwungen, ihre Geschäftsmodelle zu überdenken, um sich für die Zukunft zu positionieren.

Auch die Vernetzung und Zusammenarbeit mit externen Partnern spielt weiterhin eine große Rolle und wird im Rahmen unseres Alliances Programs ausgebaut und vorangetrieben. Darüber hinaus arbeiten wir in vielfältigen unternehmensübergreifenden Initiativen und in unserem Innovationsbereich der Garage an der Entwicklung innovativer Beratungsansätze, die den technologischen Fortschritt und das dynamische Marktgeschehen sowie die daraus resultierenden veränderten Kundenbedürfnisse adressieren.

3. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Die bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren, die zur internen Steuerung der Gesellschaft herangezogen werden, sind:

Leistungsindikator Geschäftsjahr Vorjahr Veränderung absolut eränderung in %
Umsatz 36 Mio. € 45 Mio. € -9 Mio. € -20 %
EBIT* 3 Mio. € 11 Mio. € -8 Mio. € -72 %

*EBIT ist definiert als Ergebnis vor Finanzergebnis, vor Ertragsteuern und vor Ergebnisabführung.

Im Vorjahr haben wir einen Umsatzanstieg in einer Bandbreite von 10 % bis 12 % prognostiziert. Durch die aufgezeigten Bedingungen, dass unsere Kunden weniger in kreative digitale Beratungsleistungen investieren, wurde der prognostizierte Umsatzanstieg nicht erreicht.

Das EBIT konnte nicht, wie prognostiziert, auf dem Niveau des Vorjahres gehalten werden und ist um 72 % zurückgegangen. Dies resultiert insbesondere aus einem Rückgang der Gesamtleistung um rd. 22 %.

Bei den nichtfinanziellen Leistungsindikatoren ist die durchschnittliche Zahl der Mitarbeitenden (einschl. Geschäftsführern und ruhender Arbeitsverhältnisse) von 251 zu Beginn des Geschäftsjahres auf 227 gesunken.

Zum Stichtag 31. Mai 2024 waren bei der Deloitte Digital GmbH, München, mit 213 Mitarbeitenden (einschl. Geschäftsführern und ruhender Arbeitsverhältnisse) 27 (11 %) weniger als zum Vorjahresstichtag beschäftigt.

Zu Informationen über qualitative Leistungsindikatoren bezüglich unserer Beschäftigten verweisen wir auf den Abschnitt 6. "Mitarbeitende".

4. Ertragslage

Im Geschäftsjahr 2023/2024 wurden Umsatzerlöse von 35,9 Mio. € erzielt. In der Gesamtleistung (Umsatzerlöse zzgl. Bestandsveränderungen aus erbrachten, aber noch nicht abgerechneten Leistungen) ergab sich ein Rückgang auf 35,6 Mio. €. Zur Entwicklung verweisen wir auch auf die Ausführungen im Abschnitt 2. "Geschäftsverlauf".

Bei einer im Jahresdurchschnitt um rd. 10 % geringeren Anzahl von Mitarbeitenden (einschl. Geschäftsführern und ruhender Arbeitsverhältnisse) hat sich der Aufwand für Gehälter und Sozialabgaben um 4 % auf 24,0 Mio. € (Vorjahr: 25,1 Mio. €) verringert. Die im Personalaufwand ausgewiesenen Honorare und zugehörigen Auslagen beliefen sich auf 2,0 Mio. € (Vorjahr: 2,6 Mio. €). Der Rückgang erklärt sich mit dem zurückgegangenen Geschäftsvolumen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betragen 6,6 Mio. €, das entspricht einem Rückgang von 3 % im Vergleich zum Vorjahr. Im Wesentlichen sind die internen Belastungen und Wertberichtigungen auf Forderungen rückläufig.

Aufgrund eines geschlossenen Ergebnisabführungsvertrages zwischen der Deloitte Consulting GmbH, Düsseldorf, und der Tochtergesellschaft Deloitte Digital GmbH, München, wurden Gewinne in Höhe von 2,8 Mio. € an die Deloitte Consulting GmbH, Düsseldorf, abgeführt.

Die Gesellschaft weist aufgrund der Ergebnisabführung an die Deloitte Consulting GmbH, Düsseldorf, ein Jahresergebnis von 0,00 € aus.

5. Vermögens- und Finanzlage

Die Bilanzsumme der Deloitte Digital GmbH, München, beläuft sich zum 31. Mai 2024 auf 20,4 Mio. € (Vorjahr: 28,3 Mio. €). Davon entfallen 0,2 % (Vorjahr: 0,2 %) auf Anlagevermögen und rund 99,8 % (Vorjahr: 99,8 %) auf Umlaufvermögen nebst Rechnungsabgrenzungsposten. Auf der Passivseite entfallen auf Rückstellungen 22,1 % (Vorjahr: 18,3 %) und auf Verbindlichkeiten 7,6 % (Vorjahr: 31,1 %).

Die unfertigen Leistungen haben sich um 0,26 Mio. € verringert,

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betragen zum Stichtag 0,08 Mio. € (Vorjahr: 1,39 Mio. €) und sind damit um 1,31 Mio. € zurückgegangen. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betragen zum Stichtag 19,9 Mio. € (Vorjahr: 26,3 Mio. €) und sind damit um 6,4 Mio, € rückläufig.

Die Gesellschaft ist in einen Cash-Pool mit der Deloitte Consulting Management GmbH & Co. KG, München, (Cash-Pool-Master) einbezogen.

Das bilanzielle Eigenkapital beträgt unverändert 14,3 Mio. €.

Die sonstigen Rückstellungen sind um 0,7 Mio. € zurückgegangen. Darin sind insbesondere niedrigere Rückstellungen für erfolgsabhängige Vergütungen und Rückstellungen für ausstehende Rechnungen enthalten.

Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen werden niedriger ausgewiesen, nämlich mit 1,2 Mio. €, verglichen mit 8,2 Mio. € im Vorjahr.

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Steuern enthalten.

Die Finanzierungsstruktur ist mit 70 % (Vorjahr: 51 %) grundsätzlich mittel- bis langfristig zur Verfügung stehenden Passiva als solide zu bezeichnen.

Vor dem Hintergrund der schwierigen gesamtwirtschaftlichen Lage wird die Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage als solide beurteilt.

6. Mitarbeitende

Die Motivation und Zufriedenheit unserer Mitarbeitenden stehen für uns im Mittelpunkt und ihr Einsatz ist unser weltweites Markenzeichen. Im Arbeitgeber-Ranking von Trendence konnten wir unsere Platzierungen in den letzten Jahren kontinuierlich verbessern. Im Jahr 2024 haben uns rund 13.000 Studierende im Rahmen der Trendence-Studie*® zur #1 in den Branchen Consulting und Wirtschaftsprüfung gewählt. Damit rangieren wir mit Platz 9 im Gesamtranking erstmals unter den Top 10. Die Platzierung bezieht sich auf die Kategorie "Beste Arbeitgeber für Studierende - Wirtschaftswissenschaften", für die rund 4.400 Teilnehmende befragt wurden. Diese Positionierung spiegelt sich auch in der sehr deutlich angestiegenen Anzahl an Bewerbungen von über 220.000 innerhalb des Deloitte- Konzerns wider (Vorjahr: 165.000, +35 %). Unter Ausschluss temporär Angestellter liegt die Anzahl eingegangener Bewerbungen bei ca. 132.000.

Diverse Teams sind ein wesentlicher Erfolgsfaktor für Deloitte. Im Deloitte-Konzern insgesamt waren im abgelaufenen Geschäftsjahr Mitarbeitende aus 103 (Vorjahr: 104) Nationen tätig. Der Anteil von Männern und Frauen unter den Beschäftigten in der Gesellschaft blieb mit 65 % bzw. 35 % weitestgehend stabil.

Die Weiterentwicklung unserer Mitarbeitenden hat für uns hohe Priorität. Der Deloitte-Konzern ist als Ausbildungsbetrieb fest etabliert mit knapp 350 Auszubildenden und dual Studierenden in vier Ausbildungs- und neun Studiengängen, womit seit dem letzten Jahr 1 neuer Ausbildungs- und 2 neue Studiengänge eingeführt wurden. Zudem haben wir ein vielfältiges Schulungsangebot für alle Mitarbeitenden entwickelt. Insgesamt werden konzernweit mehr als 600 unterschiedliche Schulungen im Deloitte Learning Portal angeboten, davon sind knapp 70 % digitale Formate (synchron und asynchron). Hinzu kommen eine große Auswahl an externen digitalen Inhalten sowie auch zielgruppengerechte Learning Journeys, die bedarfsgerecht und individuell ausgeliefert werden - über mobilfähige Lernplattformen, Live-Events sowie auch hybride Trainingsformate. Die Gesamtzahl der durch Mitarbeitende absolvierten Lernstunden lag im Geschäftsjahr 2023/2024 bei über 445.000 (Vorjahr: 390.535, +14 %) für alle Mitarbeitenden. Unter Ausschluss temporär Angestellter liegt die Anzahl absolvierter Lernstunden bei 399.000. Davon wurden ca. 63 % digital absolviert und mehr als 15.951 Lernstunden fanden an der Deloitte University EMEA statt (Vorjahr: 12.000, +33 %).

Die Anzahl intern absolvierter Lernstunden im Geschäftsjahr 2023/2024 lag bei der Deloitte Digital GmbH, München, bei rund 3.903 Stunden, das entspricht rund 18 Stunden je Mitarbeiter.

Wir geben unseren Mitarbeitenden mit der jährlich stattfindenden Employee Engagement Survey eine Stimme und haben die Messung des Engagements fest in unsere Unternehmenssteuerung integriert. Neben unseren wichtigsten Stärken (Zukunftsaussichten, respektvoller Umgang und gutes Verständnis des eigenen Beitrags zum Unternehmenserfolg) wurde auf Basis der Top-Handlungsfelder (Maßnahmenergreifung in Folge der Surveys und wahrgenommene Bedeutsamkeit der eigenen Arbeit) dieses Jahr der Fokus auf die tiefergehende Beschäftigung mit den Survey-Ergebnissen durch einen verbesserten Nachfolgeprozess gesetzt. Auf diese Weise soll die Employee Experience durch Maßnahmen gesteigert werden, die möglichst nah an der Erlebniswelt der Mitarbeitenden ansetzen.

III. Risiko- und Chancenberichterstattung einschließlich Finanzrisikobericht

Die Deloitte Digital GmbH, München, ist in den Deloitte-Konzern einbezogen und die dort implementierten Risikomanagementsysteme gelten deshalb auch für die Gesellschaft.

Im Deloitte-Konzern unterhalten wir ein systematisches und umfassendes Risiko- und Qualitätsmanagement. Zur Identifizierung der Risiken für unser Geschäft beobachten wir vor allem Marktentwicklungen und die gesamtwirtschaftliche Lage sowie branchenspezifische Entwicklungen, insbesondere im regulatorischen Umfeld. Deren Auswirkungen beurteilen wir auf unsere Geschäftsentwicklung und die unserer Kunden unter wirtschaftlichen sowie unter sozialen und ökologischen Aspekten. Ferner bestehen Reputations- und operative Risiken, namentlich Qualitäts- und Personalrisiken sowie finanzielle Risiken. Diesen Risiken stehen auch Chancen gegenüber, die wir insbesondere in Transformationsprozessen, die sich aus der fortwährenden Digitalisierung, den Fragestellungen rund um künstliche Intelligenz, aber auch weiterhin durch regulatorische Änderungen ergeben, und in der damit einhergehenden Marktdynamik stehen.

Risiko- und Qualitätsmanagement

Unser Risikomanagement- und Qualitätssicherungssystem zur Identifizierung, Vermeidung und Begegnung sowohl konzernübergreifender als auch geschäftsfeldspezifischer Risiken dient der Sicherstellung einer bestmöglichen internen Risikotransparenz und dadurch auch der Wahrung der Reputation von Deloitte. Es ist in die internationale Struktur zum Reputations-, Risiko- und Qualitätsmanagement von DTTL eingebunden.

Mittels unseres Enterprise Risk Frameworks erfassen und beurteilen wir konzernübergreifend die für unser gesamtes Geschäft und unsere strategische Ausrichtung relevanten Risiken. Unser operatives Risiko- und Qualitätsmanagementsystem berücksichtigt darüber hinaus alle im Zusammenhang mit dem Anbieten und Erbringen unserer Leistungen bestehenden Qualitätsanforderungen, die sich aus gesetzlichen und regulatorischen Vorschriften, aus berufsständischen Standards sowie auch aus ergänzenden Vorgaben des internationalen DTTL-Netzwerks heraus ergeben. Die Erfüllung dieser Vorgaben und Standards korrespondiert mit den Qualitätsansprüchen unserer nationalen und internationalen Kunden.

Ein zentrales Element unseres Qualitätssicherungssystems sind die von uns installierten Systeme zur frühzeitigen Identifizierung sowie zur Vermeidung und Minimierung operativer Risiken im Zusammenhang mit der Kundenannahme und der Auftragsbearbeitung. Dazu gehören unter anderem im Rahmen des Know-Your-Client (KYC) eingerichtete Prozesse und Kontrollen zur Bekämpfung der Geldwäsche und zur Einhaltung sanktionsrechtlicher Vorschriften sowie die der Annahme neuer Aufträge vor - sowie bei der Annahme und Durchführung von Folgeaufträgen zwischengeschaltete - Risikoanalyse. Sich über mehrere Jahre erstreckende Beratungsaufträge unterliegen einer fortlaufenden Risikoüberwa-chung. Ein wichtiger Bestandteil ist ferner die Überprüfung unserer Auftrags- und übrigen Geschäftsbeziehungen auf mögliche Interessenkonflikte sowie die Identifizierung und Veranlassung von Maßnahmen zur Wahrung unserer beruflichen Unabhängigkeit. Flankierend erfolgt eine regelmäßige Überprüfung unserer qualitätssichernden Maßnahmen durch interne Qualitätskontrollen, die von Partnern aus jeweils anderen Standorten des Deloitte-Konzerns und/oder aus ausländischen Mitgliedsunternehmen des DTTL-Netzwerks durchgeführt werden.

Die sichere Übertragung, Speicherung, Verarbeitung und Bereitstellung von personenbezogenen Daten und vertraulichen Informationen hat für unsere Geschäftstätigkeit und unsere Kunden weiterhin zunehmende Bedeutung. Die diesbezüglichen Risiken sind sowohl aufgrund der allgemeinen Zunahme von Cyberkriminalität als auch infolge des erfolgten Übergangs zu hybriden Arbeitsformen ("New Work") weiter gestiegen. Die Tatsache, dass zahlreiche Mitarbeitende teilweise von außerhalb des Büros arbeiten, stellt höhere Anforderungen an die Sicherheit der Datenverbindungen. Unser Risikomanagement begegnet den entsprechenden Risiken ebenso wie den grundsätzlich steigenden regulatorischen, technischen und kundenseitigen Anforderungen an unsere Informationssicherheit mit verstärkten Investitionen in unser Informationssicherheitsmanagementsystem und dessen kontinuierliche Weiterentwicklung.

Mit den nach international anerkannten Standards erfolgten Zertifizierungen unseres Qualitätsmanagementsystems (ISO 9001:2015), unseres Informationssicherheitsmanagementsystems (ISO/IEC 27001:2013) und unseres Business-Continuity-Management-Systems (ISO 22301:2019) erfüllen wir die diesbezüglichen Anforderungen unserer Kunden und Geschäftspartner.

Markt

Unter gesamtwirtschaftlichen Aspekten sehen wir Risiken für die zukünftige Entwicklung des Deloitte- Konzerns in möglichen konjunkturellen Rückschlägen und strukturellen Unsicherheiten. Diesen sind wir und, branchenabhängig mit zum Teil erheblichen Unterschieden, unsere Kunden unmittelbar oder mittelbar ausgesetzt.

Der anhaltende Ukraine-Krieg sowie weitere Konflikte führen ebenso wie die weltpolitischen Veränderungen u.a. durch diverse Wahlen und Wahlkämpfe zu einem Klima der Unsicherheit und des Wandels, welches sich auf die Wirtschaftsprognosen niederschlägt. Während sich Themen der Inflation zwischenzeitlich über die Geldpolitik wieder abgemildert haben, bestehen Prognosen über ein geringes Wirtschaftswachstum in Deutschland fort. Infolgedessen ist die Wahrscheinlichkeit eines moderaten Konjunkturabschwungs weiterhin nicht ausgeschlossen. Zusätzlich tragen angespannte Arbeitsmärkte und etwaige, unter anderem durch den fortwährenden Ukraine-Krieg bedingte Störungen der Lieferketten zu einer allgemeinen Unsicherheit für Konsumenten und Unternehmen bei.

Weitere konjunkturelle Unsicherheitsfaktoren sehen wir in der wirtschaftlichen Entwicklung Chinas. Diese ist einerseits von Erwartungen an eine verstärkte Wirtschaftstätigkeit nach COVID geprägt. Auf der anderen Seite stehen Liquiditätsengpässe im Immobiliensektor sowie eine höhere Staatsverschuldung des Landes. Zusätzliche Risiken liegen in einer weiteren Destabilisierung des Welthandels durch protektionistische Handelsbarrieren oder durch weitere internationale politische Konflikte.

Ferner trägt der anhaltende Fortschritt der Digitalisierung und der zunehmende Einsatz von künstlicher Intelligenz bei gleichzeitig angespannter Arbeitsmarktlage zu einem wirtschaftlichen Strukturwandel bei, mit entsprechend disruptiven Auswirkungen in einzelnen Branchen.

Aufgrund dieser Rahmenbedingungen erhöht sich für uns das Risiko, dass wir Akquisitions- bzw. Wachstumsziele verfehlen bzw. nicht geplante Auftragsverluste erleiden.

Diesen Risiken begegnen wir einerseits durch die Fortsetzung der digitalen Transformation unserer internen Geschäftsprozesse und durch eine geschäftsbereichsübergreifende Optimierung unserer Kapazitätssteuerung, verbunden mit einem bereichsübergreifenden Einsatz unserer entsprechend hoch qualifizierten Mitarbeitenden. Andererseits setzen wir auf die verstärkte und kontinuierliche Weiterentwicklung unseres innovativen Leistungsangebots, um unsere Kunden bei den zu erwartenden Veränderungen umfassend bedienen zu können.

Geschäft

Die traditionell größten Geschäftsrisiken unserer beruflichen Tätigkeit liegen in tatsächlich oder vermeintlich verursachten Schäden oder in der Nichteinhaltung gebotener Qualitätsanforderungen, die insbesondere Reputationsverlust, Schadensersatzansprüche, regulatorische Auflagen und Sanktionen sowie Auftragsverluste nach sich ziehen können. Zu deren Vermeidung, zumindest aber Minimierung, dient unser Risikomanagement einschließlich unseres internen Qualitätssicherungssystems. Den verbleibenden finanziellen Risiken, speziell solchen aus Schadensersatzansprüchen, begegnen wir, soweit versicherbar, durch einen entsprechenden Versicherungsschutz, den wir angepasst an den Umfang unserer Geschäftstätigkeit und die Größe unseres Konzerns in angemessenem Umfang abschließen.

Personalbereich

Motivierte und hoch qualifizierte Mitarbeitende sind die Basis des wirtschaftlichen Erfolgs von Deloitte. Vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung, der weiter zunehmenden Regulierungsdichte sowie rapide steigender technologischer Herausforderungen stellen die Gewinnung qualifizierter Mitarbeitender und deren langfristige Bindung an Deloitte eine weiterhin zunehmend große Herausforderung dar. Zur nachhaltigen Sicherung unserer fachlichen Kompetenz und Qualität investieren wir deshalb gezielt in die Aus-, Fort- und Weiterbildung sowie die fachliche und persönliche Förderung unserer Mitarbeitenden.

Kurz- und mittelfristig sehen wir bei der Gewinnung neuer Talente und in der Bindung qualifizierter Mitarbeitender aufgrund unseres Geschäftsmodells und der Marktpositionierung von Deloitte als Arbeitgeber mehr Chancen als Risiken. Weiter schätzen wir, dass langfristig jedoch die weiterhin fortschreitende Regulierung bei nachfolgenden Generationen zu einem unbeabsichtigten Attraktivitätsverlust und damit auch für uns zu einem größeren Beschaffungs- und Qualitätsrisiko führen könnte. Mit den inzwischen etablierten hybriden Arbeitsformen und den damit einhergehenden unterschiedlichen Anforderungen unserer Mitarbeitenden an Mobilität und Flexibilität im Arbeitsalltag sehen wir uns weiteren Risiken und Herausforderungen gegenüber, denen wir mit geeigneten Initiativen und einer gezielten Steuerung von standort- und kundenbezogenen Mitarbeitereinsätzen begegnen.

Steuerrisiken

Steuerliche Risiken sehen wir insbesondere bei laufenden und noch nicht begonnenen Betriebsprüfungen. Die letzte abgeschlossene Betriebsprüfung der Gesellschaft betraf die Veranlagungszeiträume bis einschließlich 2016, aktuell werden die Veranlagungszeiträume 2017 bis 2019 geprüft.

Soweit nach unserer Einschätzung erforderlich, werden steuerliche Risiken durch Rückstellungen bzw. Wertberichtigungen bilanziell berücksichtigt. Die laufende Beurteilung erfolgt durch interne und externe Steuerexperten. Zur Minimierung der Risiken ist ein internes Kontroll- und Tax Compliance System etabliert.

Finanzrisikobericht

Im Zusammenhang mit unserer Tätigkeit sind wir naturgemäß auch Zins- und Währungsrisiken sowie Ausfall- und Liquiditätsrisiken und Risiken aus Zahlungsstromschwankungen ausgesetzt.

Das Deckungsvermögen für die Arbeitszeitguthaben besteht im Wesentlichen aus Anteilen an Publikumsfonds, die entsprechend der Anlagestrategie nach den Kriterien Kapitalerhaltung und geringes Risikoprofil ausgewählt werden. In Bezug auf das Deckungsvermögen sind wir dabei von der Zinsentwicklung im Anleihemarkt betroffen.

Unsere Liquidität wird zentral gesteuert. Bei allen Finanztransaktionen legen wir höchsten Wert auf die Bonität der Kontrahenten bzw. der Wertpapieremittenten. Bei Kreditinstituten überzeugen wir uns von deren Zugehörigkeit zu den deutschen Einlagensicherungssystemen sowie von der Zulässigkeit der Geschäftsbeziehungen nach den Vorschriften zur beruflichen Unabhängigkeit.

Währungsrisiken werden von uns weitgehend vermieden, indem der weit überwiegende Teil unserer Leistungen in Euro abgerechnet wird. Zahlungsverpflichtungen in US-Dollar als der wesentlichen Fremdwährung ergeben sich überwiegend gegenüber Gesellschaften im DTTL-Netzwerk. Hier nutzen wir ein aktives Devisenmanagement und sichern Positionen in US-Dollar, wenn erforderlich, ab.

Ausfallrisiken bestehen grundsätzlich in Bezug auf die von uns gehaltenen Finanzinstrumente, insbesondere im Zusammenhang mit Leistungsforderungen. Diese überwachen wir im Rahmen unseres Forderungsmanagements laufend und nutzen gegebenenfalls Sicherungsmöglichkeiten. Darüber hinaus steuern wir unsere Liquidität entsprechend.

Die Risiken aus Zahlungsstromschwankungen in Zusammenhang mit Finanzinstrumenten werden aufgrund der Art der Finanzinstrumente als gering eingestuft. Insgesamt beurteilen wir die Risiken aus dem Finanzbereich infolge unseres risikoaversen Agierens als gering.

Zusammenfassung

Insgesamt sehen wir für uns ein ausgeglichenes Chancen- und Risikoniveau. Den allgemein steigenden Risiken aufgrund der weiterhin unsicheren gesamtwirtschaftlichen und geopolitischen Entwicklung stehen Chancen gegenüber, die sich aus einer erwartet steigenden Nachfrage nach unseren Leistungen ergeben, insbesondere im Zusammenhang mit der fortschreitenden Transformation und Digitalisierung von Unternehmensprozessen, steigenden regulatorischen Anforderungen, hier unter anderem im Bereich der Nachhaltigkeitsberichterstattung, krisenbedingten Situationen wie zum Beispiel bei der Optimierung von Lieferketten, bei der Bewältigung von Cyberrisiken und -angriffen oder bei notwendigen Restrukturierungen. Ferner bedarf die Geschäfts- und Risikolage wegen der branchenweiten Haftungs- und Regulierungsrisiken sowie aufgrund des unverändert starken Wettbewerbs weiterhin einer intensiven und laufenden Beobachtung.

Bestandsgefährdende Risiken für das Unternehmen sind nach unserer Einschätzung nicht erkennbar.

IV. Prognosebericht

Wirtschaftlicher Ausblick: langsamer Aufschwung

Gegen Ende des Berichtszeitraumes gab es Indikatoren, die auf eine Belebung der Wirtschaft hindeuteten. Der PMI (Einkaufsmanagerindex), ein Frühindikator der wirtschaftlichen Aktivität, lag im Mai 2024 mit 52,4 Punkten im positiven Bereich, was eine leichte wirtschaftliche Erholung erwarten ließ (Werte über 50 signalisieren wirtschaftliches Wachstum).*® Allerdings fiel der Index bis zum Herbst wieder in den kontraktiven Bereich, ein Anzeichen, dass die die Konjunktur sich sehr volatil entwickelt.

Grundsätzlich sind die Ausgangsbedingungen für eine leichte konjunkturelle Erholung gegeben. Vor allem die steigenden Realeinkommen durch den Rückgang der Inflation und steigende Löhne dürften die Konjunktur tragen. Die OECD prognostiziert für Deutschland eine Inflationsrate von 2,4 % im Jahr 2024 und 2,2 % im Jahr 2025. In der Eurozone liegt die Prognose bei 2,3 % für 2024 und ebenfalls 2,2 % für 2025.

Als Reaktion auf die zurückgehende Teuerung hat die Europäische Zentralbank (EZB) ihre Geldpolitik gelockert und die Zinsen im Euroraum gesenkt. Der für den Finanzmarkt relevante Einlagenzins, zu dem Banken ihr Geld bei der EZB parken können, wurde am 17. Oktober 2024 um 0,25 Prozentpunkte auf 3,25 Prozent reduziert. Dies war bereits die dritte Leitzinssenkung der EZB in diesem Jahr.

Höhere Realeinkommen, gepaart mit einem stabilen Arbeitsmarkt, dürften das Konsumentenvertrauen nach und nach stärken und die Binnennachfrage beleben, während gleichzeitig sinkende Zinsen Sparen unattraktiver machen. Somit könnte der private Konsum Wachstumsimpulse gegen Ende des Jahres 2024 und für 2025 setzen. Diese Wachstumsimpulse waren eigentlich schon für die zweite Jahreshälfte 2024 erwartet worden, werden aber durch hohe Unsicherheit gebremst. Im Laufe des Berichtsjahres sollten dann die sinkenden Zinsen auch positive Effekte auf die Investitionstätigkeit haben.

Allerdings hat der industrielle Sektor mit großen Herausforderungen zu kämpfen, wie eine schwache Auslandsnachfrage und wachsende geopolitische Spannungen.'® Hohe Energiepreise und eine intensive Regulierung erhöhen die Produktionskosten erheblich, was die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Unternehmen beeinträchtigt. Damit fällt die Industrie als Wachstumsmotor vorerst aus, die Industrieproduktion 2024 dürfte laut dem Institut der deutschen Wirtschaft mit 2,5 % deutlich unter der von 2023 liegen.

Insgesamt dürfte das Wachstum im Kalenderjahr bestenfalls stagnieren. Die Bundesregierung erwartet einen Rückgang des BIP um 0,2 %, die OECD eine Stagnation mit positiven Vorzeichen (0,1 %). Für 2025 liegen die Wachstumsschätzungen dann bei 1,0 % (OECD) beziehungsweise ganz leicht darüber bei 1,1 % (Bundesregierung).

Damit dürfte sich im kommenden Kalenderjahr die konjunkturelle Lage bessern, ohne dass ein dynamischer Aufschwung einsetzt. Wesentlich für die weitere Entwicklung wird die Konsumlaune der Verbraucher sein, die Entwicklung der Investitionen angesichts fallender Zinsen sowie die weiteren geopolitischen Entwicklungen und deren Auswirkungen auf die deutsche Exportwirtschaft.

Entwicklung des laufenden Geschäftsjahres für die Deloitte Digital GmbH

Die Wirtschaft in Deutschland und damit viele Unternehmen stehen weiterhin unter Druck, ausgelöst durch das schwache Wirtschaftswachstum und die politischen Verwerfungen ausgelöst durch den Krieg in der Ukraine und die Eskalation in Nahost. Hinzu kommen die anhaltend hohe Nachfrage nach Fachkräften und deren Knappheit sowie der Druck auf die Lieferketten zahlreicher Industrien.

Diese Herausforderungen führen im Beratungsgeschäft gleichzeitig zu einem anhaltenden Bedarf der Unternehmen nach Unterstützung bei der Transformation. Dies gilt sowohl für die Digitalisierung als auch für die Dekarbonisierung und die Entwicklung eines nachhaltigen Geschäftsmodells. Damit einher geht die Anpassung der Prozesse und Strukturen im Rahmen regulatorischer Vorgaben für ein nichtfinanzielles Reporting.

Unter Berücksichtigung aller Chancen und Risiken für das Geschäft der Deloitte Digital GmbH rechnet die Geschäftsführung für das Geschäftsjahr 2024/2025 mit einem nur leichten Anstieg des Umsatzes gegenüber dem Geschäftsjahr 2023/2024 von 2 % bis 5 %. Die Erwartungen basieren auf Mengenwachstum; gleichzeitig sehen wir angesichts des Kostendrucks auf Unternehmen im produzierenden und verarbeitenden Gewerbe einen verschärften Preiswettbewerb, der dem Mengenwachstum teilweise entgegenläuft.

Beim EBIT (d.h. dem Ergebnis vor Finanzergebnis und vor Ertragsteuern) erwarten wir eine Stabilisierung auf dem Wert des Geschäftsjahres 2023/2024 mit rd. 3,1 Mio. €.

In den ersten vier Monaten des Geschäftsjahres 2024/2025 erreicht das Wachstum der abrechenbaren Leistungen noch nicht unsere Planung. Für das gesamte Geschäftsjahr wird der prognostizierte Umsatzanstieg sowie das prognostizierte EBIT nach unserer gegenwärtigen Einschätzung erreicht werden.

Die Zahl der Mitarbeitenden wird im Geschäftsjahr 2024/2025 voraussichtlich stabil bleiben. Wir gehen davon aus, dass zum Ende des Geschäftsjahrs 2024/2025 rund 200 bis 240 Mitarbeitende beschäftigt werden, das entspricht dem Wert zum 31. Mai 2024. Per September 2024 liegt die tatsächliche Anzahl der Beschäftigten in der prognostizierten Bandbreite.

 

München, den 17. Oktober 2024

Deloitte Digital GmbH
Geschäftsführung

Maren Hauptmann

 

Matin Ebrahimchel

 

Andreas Harting

 

Ted Choe

 

Dr. Florian Klein

 

Dr. Björn Bringmann

 

Dr. Volker Belzer

Die Feststellung bzw. Billigung des Jahresabschlusses erfolgte am: 17. Oktober 2024

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Deloitte Digital GmbH, München

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Deloitte Digital GmbH, München, - bestehend aus der Bilanz zum 31.05.2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.06.2023 bis zum 31.05.2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Deloitte Digital GmbH, München, für das Geschäftsjahr vom 01.06.2023 bis zum 31.05.2024 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.05.2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.06.2023 bis zum 31.05.2024 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordanungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

AuRerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnhungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäRes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie Zzu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen

 

Neuss, den 17.10.2024

Dr. Glade, König und Partner GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

(Dr. Bentlage)
Wirtschaftsprüfer

 

(Busche)
Wirtschaftsprüfer

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