POS analytics GmbH & Co. KG

76275 Ettlingen, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Mannheim HRA 361067
Vorher
MMS Merchandising & Sales GmbH & Co. KGSIG direct GmbH & Co. KG
Eingetragen
6.7.2000

Finanzübersicht

Historie

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Management

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Gesellschafter

2 Gesellschafter

Kommanditgesellschaft (KG)

Persönlich haftender Gesellschafter
Germany

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Service Innovation Group GmbH

Ettlingen

Konzernabschluss zum 30. September 2022

Service Innovation Group GmbH

Ettlingen

Konzernabschluss, Konzernlagebericht und Bestätigungsvermerk für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2021 bis zum 30. September 2022

Service Innovation Group GmbH, Ettlingen

Konzernabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2021 bis zum 30. September 2022

Konzernbilanz

AKTIVA

30.9.2022 Vorjahr
EUR EUR TEUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 603.261,00 796
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 603.261,00 246
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 225,00 1
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 229.454,81 229.679,81 183
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 64.211,95 64
2. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 1.392.285,63 0
3. Beteiligungen 0,00 1.456.497,58 208
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 6.456.502,58 5.880
2. Forderungen gegen assoziierte Unternehmen 816.727,37 0
3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 654
4. Forderungen an Gesellschafter 71.482,93 67
5. Sonstige Vermögensgegenstände 1.679.465,36 9.024.178,24 1.228
II. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 10.995.620,15 10.102
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 252.320,87 419
D. AKTIVE LATENTE STEUERN 48.000,00 47
22.609.557,65 19.895

PASSIVA

30.9.2022 Vorjahr
EUR EUR TEUR
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 100.000,00 100
II. Kapitalrücklage 2.551.535,34 2.552
III. Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung -545.038,14 -366
IV. Konzern-Gewinnvortrag (Vorjahr: Verlustvortrag) 628.520,80 -1.391
V. Konzernjahresüberschuss 441.279,87 1.284
3.176.297,87 2.179
B. RÜCKSTELLUNGEN
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 173.739,00 172
2. Steuerrückstellungen 268.807,44 344
3. Sonstige Rückstellungen 1.989.527,46 2.432.073,90 3.378
C. VERBINDLICHKEITEN
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 512.432,43 528
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 898.693,82 1.249
3. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 5.000.000,00 5.035
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 85.926,27 86
5. Verbindlichkeiten gegenüber assoziierten Unternehmen 164.599,96 0
6. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 77
7. Sonstige Verbindlichkeiten 10.105.108,82 16.766.761,30 6.574
D. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 234.424,58 273
22.609.557,65 19.895

Service Innovation Group GmbH, Ettlingen

Konzernabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2021 bis zum 30. September 2022

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

2021/2022 Vorjahr
EUR EUR TEUR
1. Umsatzerlöse 66.187.972,05 64.786
2. Sonstige betriebliche Erträge 664.287,87 1.789
3. Materialaufwand
Aufwendungen für bezogene Leistungen -8.280.451,06 -7.610
58.571.808,86 58.965
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -38.354.098,90 -38.566
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung -8.060.680,76 -46.414.779,66 -8.133
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -538.733,33 -467
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen -10.548.315,37 -9.751
1.069.980,50 2.048
7. Erträge aus Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 249.615,02 0
8. Erträge aus Beteiligungen 0,00 248
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 43.171,75 32
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -454.568,97 -472
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -374.191,90 -476
- davon Ertrag aus latenten Steuern: TEUR 1 (Vorjahr: Aufwand TEUR 1)
12. Ergebnis nach Steuern 534.006,40 1.380
13. Sonstige Steuern -92.726,53 -96
14. Konzernjahresüberschuss 441.279,87 1.284

Service Innovation Group GmbH, Ettlingen

Konzernabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2021 bis zum 30. September 2022

Registergericht Mannheim, Handelsregister Abteilung B Nr. 362784

Konzernanhang

I. Allgemeine Angaben zum Konzernabschluss

Der Konzernabschluss zum 30. September 2022 der Service Innovation Group GmbH wurde gemäß § 290 ff. HGB aufgestellt.

Die Konzernbilanz und die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung sind nach den Vorschriften des § 298 Abs. 1 HGB i. V. m. §§ 266 und 275 Abs. 2 HGB (Gesamtkostenverfahren) gegliedert. Soweit es einer größeren Klarheit der Darstellung dient, werden die Vermerke zu Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung in den Anhang aufgenommen.

Der Konzernabschluss wurde unter der Fortführungsprämisse aufgestellt.

II. Konsolidierungskreis und Konsolidierungsgrundsätze

In den Konzernabschluss sind neben der Service Innovation Group GmbH als Muttergesellschaft fünf in- und ausländische Tochterunternehmen einbezogen. Dabei wurde von den Einbeziehungswahlrechten im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten gemäß § 296 Abs. 1 Nr. 1 bzw. § 296 Abs. 2 HGB Gebrauch gemacht.

Aus folgendem Grund sind die Beträge bei den Beteiligungen bzw. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen und dem Gewinnvortrag mit dem Vorjahr nur eingeschränkt vergleichbar:

Zum 1. Oktober 2021 wurden erstmalig 3 Unternehmen, bei denen die Gesellschaft einen maßgeblichen Einfluss auf die Geschäfts- und Finanzpolitik ausüben kann und bei denen bisher gem. § 311 Abs. 2 HGB auf eine Einbeziehung verzichtet worden war, als assoziierte Unternehmen at-equity in den Konzernabschluss einbezogen. Hierbei wurde vom Wahlrecht der retrospektiven Bewertung nach DRS 26.44 Gebrauch gemacht und der Erwerbsbilanzierung die Wertansätze zu dem Zeitpunkt zugrunde gelegt, zu dem das Assoziierungsverhältnis begründet wurde. Die sich aus dem ab diesem Zeitpunkt bis zum Beginn des Konzern-Geschäftsjahres zum 1.10.2021 fortgeschriebenen Equity-Wert zum bisherigen Wertansatz ergebende Differenz in Höhe von TEUR 1.291 wurde erfolgsneutral gegen den Konzern-Ergebnisvortrag erfasst. Zum 30.9.2022 beträgt der Unterschiedsbetrag nach Fortschreibung um Gewinnausschüttungen von TEUR 345 und den anteiligen Jahresergebnissen 2021/22 von TEUR 250 insgesamt TEUR 1.196.

Abschlussstichtag aller in den Konsolidierungskreis aufgenommenen Unternehmen ist der Stichtag der Muttergesellschaft.

Die Kapitalkonsolidierung erfolgte abweichend von dem deutschen Rechnungslegungsstandard DRS 23 zulässigerweise nach der Buchwertmethode gemäß § 301 Abs. 1 Satz 2 Nr. 1 HGB a. F. für die Erstkonsolidierungen bis zum Geschäftsjahr 2009/10 und erstmalig nach der Neubewertungsmethode bei der Erstkonsolidierung ab dem Geschäftsjahr 2010/11.

Alle Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den konsolidierten Unternehmen wurden gegeneinander aufgerechnet. Es ergaben sich im laufenden Geschäftsjahr wie auch im Vorjahr keine Ergebnisauswirkungen aus der Schuldenkonsolidierung.

Erlöse aus Innenumsätzen, Erträge aus berechneten Zinsen zwischen den Konzerngesellschaften sowie aus anderen konzerninternen Erträgen sind gegen die entsprechenden Aufwendungen aufgerechnet worden. Es wurden Beteiligungserträge und Verlustübernahmen in Höhe von TEUR 1.295 (Vorjahr: TEUR 1.801) im Rahmen der Aufwandsund Ertragskonsolidierung ergebnismindernd eliminiert.

III. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, Währungsumrechnung

Der Konzernabschluss wurde einheitlich nach den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden der Muttergesellschaft aufgestellt. Die Einzelabschlüsse der einbezogenen Unternehmen wurden danach teilweise auf der Basis einer Handelsbilanz II angeglichen.

Der Grundsatz der Bewertungsstetigkeit gemäß § 252 Abs. 1 Ziff. 6 HGB wurde eingehalten.

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten aktiviert und grundsätzlich planmäßig linear innerhalb eines Zeitraums von vier bis fünf Jahren abgeschrieben.

Die Sachanlagen sind zu den Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer, angesetzt. Die Nutzungsdauer orientiert sich an den vom Finanzministerium veröffentlichten AfA-Tabellen und an den jeweils zulässigen Höchstsätzen. Geringwertige Gegenstände des Anlagevermögens werden entsprechend den steuerlichen Bestimmungen des § 6 Abs. 2 und 2a EStG ausgewiesen.

Die Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen wurden zu Anschaffungskosten oder bei Vorliegen von voraussichtlich dauernder Wertminderung mit dem niedrigeren beizulegenden Wert aktiviert.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sowie die liquiden Mittel wurden grundsätzlich mit dem Nennbetrag angesetzt. Dem speziellen und allgemeinen Ausfallrisiko wurde bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen durch Einzel-und Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen.

Die Rechnungsabgrenzungsposten umfassen Ausgaben bzw. Einnahmen vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand bzw. Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Die aktive latente Steuerabgrenzung resultiert aus der Aktivierung von Steuererträgen aufgrund von Konsolidierungsmaßnahmen.

Die Pensionsrückstellungen wurden nach den anerkannten Regeln der Versicherungsmathematik unter Anwendung der Richttafeln 2018 G von Klaus Heubeck ermittelt. Zur Anwendung kam die Projected-Unit-Credit-Methode. Für die Abzinsung wurde pauschal der durchschnittliche Marktzinssatz der letzten zehn Jahre bei einer restlichen Laufzeit von 15 Jahren von 1,78 % (Vorjahr: 1,98 %) verwendet. Der Unterschiedsbetrag zu dem unter Zugrundelegung des durchschnittlichen Zinssatzes der letzten sieben Jahre ermittelten Wert beträgt EUR 6.792,00 (Vorjahr: TEUR 11) und unterliegt einer Ausschüttungssperre gem. § 253 Abs. 6 HGB. Die Änderung des Abzinsungssatzes wurde im Finanzergebnis erfasst.

Die Steuer- und sonstigen Rückstellungen wurden unter Beachtung des Vorsichtsprinzips gebildet und decken alle am Bilanzstichtag erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen ab. Sie sind in der Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags unter Berücksichtigung künftiger Preis- und Kostensteigerungen bei einer geschätzten Inflationsrate von 2 % bewertet.

Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Fremdwährungsverbindlichkeiten wurden zum durchschnittlichen Devisenkurs des Vortags der Transaktion eingebucht. Am Bilanzstichtag wurden diese mit dem dann gültigen Devisenkassamittelkurs umgerechnet.

Die Währungsumrechnung des Jahresabschlusses des britischen Tochterunternehmens erfolgte für die Bilanz mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag und für die Gewinn- und Verlustrechnung zum Durchschnittskurs des Geschäftsjahres.

Der innerhalb des Eigenkapitals als eigenständige Position ausgewiesene Posten "Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung" berücksichtigt alle erfolgsneutralen Währungsdifferenzen aus der Verrechnung des Eigenkapitals seit Erstkonsolidierung und die Differenzen aus der Umrechnung der Gewinn- und Verlustrechnung mit Durchschnittskursen.

IV. Angaben zur Konzernbilanz

1. Anlagevermögen

Die Gliederung und Entwicklung des Anlagevermögens und die Abschreibungen des Geschäftsjahres werden nachfolgend im Anlagengitter aufgezeigt.

Service Innovation Group GmbH, Ettlingen

Konzern-Anlagenspiegel zum 30. September 2022

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Vortrag 1.10.2021
EUR
Änderung At-equity
EUR
Währungsdifferenzen
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchung
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 1.908.561,82 0,00 0,00 0,00 0,00 245.893,77
-. Geschäfts- oder Firmenwerte 5.083.353,51 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Geleistete Anzahlungen 245.893,77 0,00 0,00 0,00 0,00 -245.893,77
7.237.809,10 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 89.739,06 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 860.788,30 0,00 -13.012,69 156.630,89 59.090,64 0,00
950.527,36 0,00 -13.012,69 156.630,89 59.090,64 0,00
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 818.410,95 0,00 0,00 0,00 729.200,00 0,00
2. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 0,00 1.291.177,61 0,00 0,00 0,00 196.493,00
3. Beteiligungen 355.402,10 0,00 0,00 0,00 158.909,10 -196.493,00
1.173.813,05 1.291.177,61 0,00 0,00 888.109,10 0,00
9.362.149,51 1.291.177,61 -13.012,69 156.630,89 947.199,74 0,00
Anschaffungs- und Herstellungskosten Abschreibungen
Fortschreibung At-equity
EUR
Stand 30.9.2022
EUR
Vortrag 1.10.2021
EUR
Währungsdifferenzen
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 0,00 2.154.455,59 1.112.985,82 0,00 438.208,77 0,00
-. Geschäfts- oder Firmenwerte 0,00 5.083.353,51 5.083.353,51 0,00 0,00 0,00
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 7.237.809,10 6.196.339,33 0,00 438.208,77 0,00
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 89.739,06 88.897,06 0,00 617,00 0,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 945.315,86 677.870,88 -8.075,60 99.907,56 53.841,79
0,00 1.035.054,92 766.767,94 -8.075,60 100.524,56 53.841,79
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 89.210,95 754.198,00 0,00 0,00 729.199,00
2. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen -95.384,98 1.392.285,63 0,00 0,00 0,00 0,00
3. Beteiligungen 0,00 0,00 147.000,00 0,00 0,00 147.000,00
-95.384,98 1.481.496,58 901.198,00 0,00 0,00 876.199,00
-95.384,98 9.754.360,60 7.864.305,27 -8.075,60 538.733,33 930.040,79
Abschreibungen Buchwerte
Stand 30.9.2022
EUR
Stand 30.9.2022
EUR
Stand Vorjahr
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 1.551.194,59 603.261,00 795.576,00
-. Geschäfts- oder Firmenwerte 5.083.353,51 0,00 0,00
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 245.893,77
6.634.548,10 603.261,00 1.041.469,77
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 89.514,06 225,00 842,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 715.861,05 229.454,81 182.917,42
805.375,11 229.679,81 183.759,42
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 24.999,00 64.211,95 64.212,95
2. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 0,00 1.392.285,63 0,00
3. Beteiligungen 0,00 0,00 208.402,10
24.999,00 1.456.497,58 272.615,05
7.464.922,21 2.289.438,39 1.497.844,24

Währungsdifferenzen resultieren aus der SIG UK und haben im Geschäftsjahr eine Auswirkung auf den Buchwert von EUR 4.937,09.

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr alle Restlaufzeiten bis zu einem Jahr.

Bei den Forderungen gegen verbundene Unternehmen und Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht bzw. Forderungen gegen assoziierte Unternehmen, handelt es sich wie im Vorjahr um Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Die Forderungen an Gesellschafter resultieren wie im Vorjahr aus Lieferungen und Leistungen.

3. Latente Steuerabgrenzung

Die aktive latente Steuerabgrenzung von TEUR 48 (Vorjahr: TEUR 47) betrifft Ergebnisabweichungen zwischen der Handelsbilanz I und II sowie temporäre Differenzen aus der Schuldenkonsolidierung. Der Steuersatz beträgt pauschal 30 %.

Aus abweichenden Bewertungen zwischen Handelsbilanz und Steuerbilanz entstehen Differenzen, die sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Diese Differenzen betreffen die Pensionsrückstellungen (TEUR 52 höherer Ansatz in der Handelsbilanz) sowie Urlaubsrückstellungen (TEUR 62 höherer Ansatz in der Handelsbilanz). Des Weiteren sind gewerbesteuerliche Verlustvorträge von EUR 23,5 Mio. (Vorjahr: EUR 22,7 Mio.) und körperschaftsteuerliche Verlustvorträge von EUR 1,1 Mio. (Vorjahr: EUR 0,6 Mio.) vorhanden. Der Körperschaftsteuersatz beträgt 15,83 %, der Gewerbesteuersatz 12,78 %. In Ausübung des Ansatzwahlrechts nach § 274 Abs. 1 HGB wird auf die Aktivierung aktiver latenter Steuern aus diesen Sachverhalten verzichtet.

4. Eigenkapital

Das Eigenkapital des Konzerns setzt sich zum 30. September 2022 im Vergleich zum Vorjahr wie folgt zusammen:

30.9.2022
TEUR
Vorjahr
TEUR
Gezeichnetes Kapital 100 100
Kapitalrücklage 2.552 2.552
Konzern-Gewinnvortrag (Vorjahr: -Verlustvortrag) 628 -1.391
Konzernjahresüberschuss 441 1.284
Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung -545 -366
3.176 2.179

Durch die im Konzern-Geschäftsjahr 2021/2022 erstmalige at-equity-Einbeziehung von 3 assoziierten Unternehmen erhöhte sich der Konzern-Gewinnvortrag erfolgsneutral um TEUR 1.291.

5. Steuerrückstellungen

Die Steuerrückstellungen betreffen das laufende Geschäftsjahr und das Vorjahr.

6. Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen betragen TEUR 1.990 (Vorjahr: TEUR 3.378) und betreffen im Wesentlichen Personalaufwendungen für Urlaubs- und Gehaltsansprüche sowie für Prämien, Tantiemen und Abfindungen, Rechtsfälle, Verwaltungs- und Jahresabschlusskosten, ausstehende Rechnungen, außerdem Beiträge an die IHK und die Berufsgenossenschaft.

7. Verbindlichkeiten

Verbindlichkeitenspiegel
(Vorjahreszahlen schraffiert)

davon mit einer Restlaufzeit
insgesamt
TEUR
bis 1 Jahr
TEUR
über 1 Jahr
TEUR
davon über 5 Jahre
TEUR
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 512 512 0 0
528 528 0 0
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 899 899 0 0
1.249 1.249 0 0
3. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 5.000 0 5.000 0
5.035 0 5.035 0
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 86 86 0 0
86 86 0 0
5. Verbindlichkeiten gegenüber assoziierten Unternehmen 165 165 0 0
0 0 0 0
6. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0 0 0 0
77 77 0 0
7. Sonstige Verbindlichkeiten 10.105 10.105 0 0
6.574 6.574 0 0
16.767 11.767 5.000 0
13.549 8.514 5.035 0

Bei den Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern, gegenüber verbundenen Unternehmen sowie gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht bzw. gegenüber assoziierten Unternehmen, handelt es sich in Höhe von TEUR 5.000 (Vorjahr: TEUR 5.035) um ein Gesellschafterdarlehen sowie im Übrigen wie im Vorjahr um Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Die Verbindlichkeiten sind wie im Vorjahr nicht besichert.

Unter den sonstigen Verbindlichkeiten sind erfasst:

30.9.2022
TEUR
Vorjahr
TEUR
Verbindlichkeiten:
aus Steuern 1.239 1.237
im Rahmen der sozialen Sicherheit 193 191

8. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Der Konzern hat zum 30. September 2022 folgende sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Dauerschuldverhältnissen:

2022/23
TEUR
2023/24 2026/27
TEUR
2027/28 ff.
TEUR
aus Mietverträgen 259 12 0
aus Leasing- und übrigen Verträgen 1.708 1.626 0
1.967 1.638 0

V. Angaben zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

1. Umsatzerlöse

Aus geografischer Sicht verteilen sich die Umsätze wie folgt:

2021/22
TEUR
Vorjahr
TEUR
Deutschland / Österreich 46.723 49.649
Großbritannien 19.465 15.137
66.188 64.786

2. Sonstige betriebliche Erträge

Unter den sonstigen betrieblichen Erträgen in Höhe von TEUR 664 (Vorjahr: TEUR 1.789) sind im Wesentlichen diverse Erstattungen sowie Auflösungen von Rückstellungen und Wertberichtigungen auf Forderungen erfasst. Die darunter ausgewiesenen periodenfremden Erträge betragen insgesamt TEUR 127 (Vorjahr: TEUR 65). Währungsgewinne sind in Höhe von TEUR 10 (Vorjahr: TEUR 62) enthalten.

3. Personalaufwand

2021/22
TEUR
Vorjahr
TEUR
Löhne und Gehälter 38.354 38.566
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 8.061 8.133
46.415 46.699
davon für Altersversorgung: 86 86

4. Abschreibungen

Die Abschreibungen in Höhe von TEUR 539 (Vorjahr: TEUR 467) sind planmäßig vorgenommen worden. Sie entfallen mit TEUR 438 (Vorjahr: TEUR 329) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und mit TEUR 101 (Vorjahr: TEUR 138) auf Sachanlagen.

5. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betragen TEUR 10.548 (Vorjahr: TEUR 9.751) und betreffen im Wesentlichen Mieten, Frachten, Kfz- und Portokosten, Rechts- und Beratungskosten, Werbeaufwendungen sowie Wertberichtigungen auf Forderungen. Die darunter erfassten periodenfremden Aufwendungen belaufen sich insgesamt auf TEUR 22 (Vorjahr: TEUR 6). Währungsverluste sind in Höhe von TEUR 6 (Vorjahr: TEUR 64) enthalten.

6. Erträge aus Beteiligungen an assoziierten Unternehmen

Die Erträge aus Beteiligungen an assoziierten Unternehmen in Höhe von TEUR 250 (Vorjahr: TEUR 0) betreffen die anteiligen Jahresüberschüsse 2021/22 der assoziierten Unternehmen Service Innovation Group Portugal - serviços de sistemas de qualidade de marca, Lda., Lissabon (Portugal), der Service Innovation Group Espana - servicios de sistemas de calidad de marca S. L., Barcelona (Spanien), und der Celero Cloud GmbH, Ettlingen. Diese wurden zum 1. Oktober 2021 erstmals als assoziierte Unternehmen at equity in den Konzernabschluss einbezogen.

7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

Von den sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen in Höhe von insgesamt TEUR 43 (Vorjahr: TEUR 32) entfällt ein Betrag von TEUR 1 auf Zinserträge aus verbundenen Unternehmen (Vorjahr: TEUR 1).

8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Von den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen mit insgesamt TEUR 455 (Vorjahr: TEUR 472) entfallen TEUR 1 auf verbundene Unternehmen (Vorjahr: TEUR 1). Aus der Aufzinsung von Rückstellungen sind Aufwendungen in Höhe von TEUR 3 (Vorjahr: TEUR 4) enthalten. Der Ausweis erfolgt unter den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen.

9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

In den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 19 enthalten.

VI. Sonstige Angaben

1. Verbundene Unternehmen

An der Muttergesellschaft waren zum 30. September 2022 beteiligt:

%
DAH Beteiligungs GmbH, Mannheim 90,00
Oeconova Consult GmbH, Mörfelden-Walldorf 10,00
100,00

Als verbundene Unternehmen werden die Unternehmen bezeichnet, an denen die Service Innovation Group GmbH unmittelbar oder mittelbar einen beherrschenden Einfluss ausüben kann.

2. Befreiung von der verpflichtenden Anwendung der ergänzenden Vorschriften für Kapitalgesellschaften sowie für bestimmte Personenhandelsgesellschaften durch Einbeziehung in den Konzernabschluss

Der Konzernabschluss der Service Innovation Group GmbH wird im elektronischen Unternehmensregister offengelegt.

Folgende inländische Gesellschaften machen von der Befreiungsmöglichkeit des § 264b HGB Gebrauch:

SIG Sales DACH GmbH & Co. KG, Ettlingen

POS Analytics GmbH & Co. KG, Ettlingen

SIG Sales GmbH & Co. KG, Ettlingen

3. Anteilsbesitz

(1) Verbundene Unternehmen, die in den Konzernabschluss einbezogen sind

Lfd. Nr. Obergesellschaft Anteil am Kapital
%
1 Service Innovation Group GmbH, Ettlingen
Tochtergesellschaften Inland
2 SIG Sales DACH GmbH & Co. KG, Ettlingen 100,00
3 POS Analytics GmbH & Co. KG, Ettlingen 100,00
4 SIG Sales GmbH & Co. KG, Ettlingen 100,00
Tochtergesellschaften Ausland
5 SIG Sales Austria GmbH, St. Pölten (Österreich) 100,00
6 Service Innovation Group UK Limited, Watford (Großbritannien) 100,00

(2) Unternehmen, die nicht in den Konzernabschluss einbezogen sind

Lfd. Nr. Tochterunternehmen Anteil am Kapital
%
7 SIG Sales DACH Verwaltung GmbH, Ettlingen 100,00
8 POS Analytics Verwaltung GmbH, Ettlingen 100,00
9 SIG Sales Verwaltung GmbH, Ettlingen 100,00
10 Service Innovation Group Sales Schweiz GmbH, Schaffhausen (Schweiz) 100,00

(3) Assoziierte Unternehmen, die at equity bewertet wurden

Lfd. Nr. Assoziierte Unternehmen Anteil am Kapital
%
11 Service Innovation Group Espana servicios de sistemas de calidad de marca S.L., Barcelona (Spanien) 49,00
12 Service Innovation Group Portugal - serviços de sistemas de qualidade de marca, Lda., Lissabon (Portugal) 49,00
13 Celero Cloud GmbH, Ettlingen 49,00

Die vorstehend genannten Tochtergesellschaften, die nicht in den Konzernabschluss einbezogen wurden, sind einzeln als auch zusammen für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von untergeordneter Bedeutung und wurden aufgrund ihrer untergeordneten Bedeutung gemäß § 296 Abs. 2 HGB nicht in den Konsolidierungskreis einbezogen. Ihr Jahresergebnis als auch ihre Umsatzerlöse machen weniger als 1 % des Konzernergebnisses bzw. des Konzernumsatzes aus.

4. Mitarbeiterzahl

Die durchschnittliche Beschäftigtenzahl stellt sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt dar:

2021/22
Anzahl
Vorjahr
Anzahl
Management 33 37
Verwaltung 109 107
Operativ 5.262 5.826
Gesamt 5.404 5.970

5. Abschlussprüferhonorar

Im Geschäftsjahr wurden für Abschlussprüfungsleistungen TEUR 63 und für Steuerberatungsleistungen TEUR 28 an den Abschlussprüfer als Aufwand erfasst.

6. Organe

Zum alleinvertretungsberechtigten Geschäftsführer war im Geschäftsjahr 2021/22 bestellt:

Herr Jürgen Müller, Plüderhausen

Er ist von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

Der Konzern macht gemäß § 314 Abs. 3 HGB analog von der Befreiungsmöglichkeit des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch und hat auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung verzichtet.

7. Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Konzerngeschäftsjahres eingetreten und weder in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Konzernbilanz berücksichtigt sind, haben sich nicht ergeben.

8. Gewinnverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung des Mutterunternehmens schlägt vor, den Jahresüberschuss des Mutterunternehmens in Höhe von EUR 182.519,52 und den Gewinnvortrag von EUR 1.279.040,25 auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Ettlingen, 21. April 2023

Service Innovation Group GmbH

Geschäftsführer

Jürgen Müller

Service Innovation Group GmbH, Ettlingen

Konzernabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2021 bis zum 30. September 2022

Konzernkapitalflussrechnung

2021/2022
TEUR
Vorjahr
TEUR
Periodenergebnis +441 +1.284
Abschreibungen (+)/Zuschreibungen (-) auf Gegenstände des Anlagevermögens +539 +467
Abnahme (-)/Zunahme (+) der Rückstellungen -1.459 -590
Verluste aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens +17 0
Zunahme (-)/Abnahme (+) der Vorräte, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder der Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -780 +479
Zunahme (+)/Abnahme (-) der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder der Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind +3.091 +3.738
Zinsaufwendungen (+)/Zinserträge (-) +412 +440
Erträge aus Beteiligungen an assoziierten Unternehmen -250 0
Sonstige Beteiligungserträge (-) 0 -248
Erträge von außergewöhnlicher Größenordnung (-) 0 -727
Ertragsteueraufwand (+)/-ertrag (-) +374 +476
Ertragsteuerzahlungen; erhaltene Zahlungen (+), geleistete Zahlungen (-) -530 -236
Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 1.855 5.083
Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen (-) -157 -103
Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen (-) 0 -107
Erhaltene Dividenden (+) +345 +248
Cashflow aus der Investitionstätigkeit 188 38
Auszahlungen an Gesellschafter (-) -556 -556
Gezahlte Zinsen (-) -420 -420
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -976 -976
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds (+/-) +1.067 +4.145
Wechselkurs- und bewertungsbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds (+/-) -173 -75
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode (+) +10.102 +6.032
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 10.996 10.102

Sonstige Angaben

Zusammenfassung des Finanzmittelfonds 30.9.2022
TEUR
Vorjahr
TEUR
Guthaben bei Kreditinstituten und Kassenbestand 10.996 10.102
Verbindlichkeiten bei Kreditinstituten 0 0
10.996 10.102

Service Innovation Group GmbH, Ettlingen

Konzernabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2021 bis zum 30. September 2022

Konzerneigenkapitalspiegel

Eigenkapital des Mutterunternehmens
Gezeichnetes Kapital Stammkapital
EUR
Kapitalrücklage nach § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB
EUR
Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung
EUR
Gewinnvortrag/ Verlustvortrag
EUR
Stand 30.9.2020 100.000,00 2.551.535,34 -297.461,69 -701.184,21
Ausschüttung -555.555,55
Währungsumrechnung -67.678,64
Zuführung aus Konzernjahresfehlbetrag Vorjahr -134.689,85
Konzernjahresüberschuss
Stand 30.9.2021 100.000,00 2.551.535,34 -365.140,33 -1.391.429,61
Ausschüttung -555.555,55
Währungsumrechnung -179.897,81
Erstmalige Einbeziehung der Beteiligungen at-equity 1.291.177,61
Zuführung aus Konzernjahresüberschuss Vorjahr 1.284.328,35
Konzernjahresüberschuss
Stand 30.9.2022 100.000,00 2.551.535,34 -545.038,14 628.520,80
Eigenkapital des Mutterunternehmens Konzerneigenkapital
Konzernjahresüberschuss/ - fehlbetrag, der dem Mutterunternehmen zuzurechnen ist
EUR
EUR
Stand 30.9.2020 -134.689,85 1.518.199,59
Ausschüttung -555.555,55
Währungsumrechnung -67.678,64
Zuführung aus Konzernjahresfehlbetrag Vorjahr 134.689,85 0,00
Konzernjahresüberschuss 1.284.328,35 1.284.328,35
Stand 30.9.2021 1.284.328,35 2.179.293,75
Ausschüttung -555.555,55
Währungsumrechnung -179.897,81
Erstmalige Einbeziehung der Beteiligungen at-equity 1.291.177,61
Zuführung aus Konzernjahresüberschuss Vorjahr -1.284.328,35 0,00
Konzernjahresüberschuss 441.279,87 441.279,87
Stand 30.9.2022 441.279,87 3.176.297,87

Service Innovation Group GmbH, Ettlingen

Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2021 bis zum 30. September 2022

1. Grundlagen des Konzerns

Die SERVICE INNOVATION GROUP (SIG) ist ein europaweit agierendes Business Process Outsourcing (BPO) Unternehmen für Field-Sales- und Field-Marketing-Lösungen. Unter Business Process Outsourcing versteht man die vertragliche Vergabe von Tätigkeiten und Funktionen an einen spezialisierten, externen Partner. Anbieter von BPO-Lösungen helfen Unternehmen und Marken, das Geschäft in den bestehenden Märkten wachsen zu lassen oder zu optimieren und helfen dabei neue Märkte zu erschließen. Während sich traditionelles Outsourcing fast ausschließlich auf Kostensenkung konzentriert, legen BPO-Anbieter zusätzlich Gewicht auf strategische, einen Mehrwert erzeugende Aktivitäten und dem Einfluss auf nachhaltiges Wachstum und kundenorientierte Prozesse wie Marketing, Vertrieb oder Service.

In der Konsequenz wenden sich Unternehmen nicht nur an BPO-Anbieter, um ihre Basiskosten zu reduzieren, sondern vielmehr, um ihre Umsätze bei geringeren Fixkosten zu erhöhen und/oder die Komplexität der bestehenden Abläufe zu reduzieren. BPO-Anbieter unterstützen Unternehmen bei verschiedenen Schritten innerhalb der Wertschöpfungskette. Diese Dienstleistungen basieren auf einer engen Interaktion mit dem Kunden und setzen fundierte Kenntnisse der lokalen Märkte, ihren Strukturen sowie ausreichende lokale Ressourcen zum operativen Einsatz vor Ort voraus. Im Gegensatz zu Anbietern von einzelnen Dienstleistungsbausteinen (z.B. Handelsvertretern, Marktforschungsunternehmen, etc.) bieten BPO-Anbieter ihren Kunden ganzheitliche Lösungen, welche die Komplexität, die Anzahl der Schnittstellen sowie den Abstimmungsbedarf insgesamt deutlich reduzieren.

Als BPO-Partner bietet die SIG ihren Kunden aus der Markenindustrie und deren Handelspartnern alle wichtigen Aspekte der Unterstützung rund um den POS. Dabei übernimmt die SIG vollständig oder teilweise bestehende oder neue Vertriebsstrukturen bzw. setzt Marketing-und Servicemaßnahmen um.

Unter der strategischen Führung der Service Innovation Group GmbH (Holding) werden die Dienstleistungsprodukte, wie SALES consult, SALES force, SALES direct, SALES research, SALES merchandising, SALES optimising und SALES promotion über eigene Landesgesellschaften in Deutschland, Österreich und UK, über Beteiligungsgesellschaften in den Ländern Spanien, Portugal und Frankreich sowie über strategische Kooperationspartner in allen wesentlichen europäischen Kernmärkten umgesetzt.

Die Service Innovation Group GmbH agiert als strategische Beteiligungsholding. Neben ihrer strategischen Führungsrolle wird hier das Beteiligungscontrolling durchgeführt. Die rechtlich eigenständigen Landesgesellschaften operieren unter dem Markennamen SERVICE INNOVATION GROUP, sind in Produkt-, Kunden- bzw. Kundenprojektgruppen organisiert und verfügen über die kaufmännischen Funktionen Buchhaltung, Controlling, Einkauf und Payroll.

Das Geschäftsmodell ermöglicht es den SIG-Kunden, ihre Außendienst-, Field-Marketing- und Field-Service-Aktivitäten am POS strategisch optimal ausgerichtet und wirtschaftlich erfolgreich zu planen und zu steuern. Dabei liefert die SIG Ergebnisse, die einem permanenten Optimierungsprozess unterliegen (KPI-basiert) und steigert dadurch sowohl die Produktivität als auch die Transparenz und damit die Qualität. Bei gleichzeitiger Stimulierung des Abverkaufs werden darüber hinaus die relativen Kosten reduziert und fixe in weitestgehend variable Kosten umgewandelt.

Ausschlaggebend für den Erfolg des Geschäftsmodells ist die Fähigkeit der Unternehmensgruppe, sich mit ihren Lösungen für die Kunden an die laufenden und sich immer schneller vollziehenden Marktveränderungen anzupassen.

Ziel der SIG ist es daher, die starke Stellung im Markt durch "best quality / best price" bei gleichzeitiger Kostenführerschaft zu behaupten sowie die kundenindividuellen Geschäftsprozesse so zu organisieren, dass ein vorher definiertes und geplantes Ergebnis realisiert werden kann. Dies bedeutet praktisch neben perfekt organisierter Personalrekrutierung und entsprechendem Training die permanente Optimierung von Leistungsdaten (Key Performance Indicators), vergleichbar mit Produktionsdaten eines produzierenden Unternehmens.

Als strategischer BPO-Partner konzentrieren sich die SIG-Gesellschaften ausschließlich auf nachhaltige Projekte mit einer entsprechenden Ertragskraft. Das Geschäftsmodell wurde dazu in den letzten Jahren komplett umgebaut und "digitalisiert". Von der Rekrutierung über Training und Weiterbildung, Personaleinsatzplanung und -steuerung, Performance-Messung bis hin zur Abrechnung der Kundenprojekte laufen heute alle Geschäftsprozesse weitgehend automatisiert und nutzen die Möglichkeiten von Internet und mobiler Kommunikation.

Das dazu notwendige Investitionsprogramm in die Modernisierung dieser digitalen Prozesse und die notwendige Datensicherheit, welches im Zeitraum 2019 bis 2022 umgesetzt wurde, konnte in diesem Jahr weitgehend abgeschlossen werden. Die Unternehmensgruppe arbeitet nunmehr in allen Bereichen "cloudbasiert", was zu einer nochmals deutlich verbesserten Produktivität geführt hat. Die Einbindung und Steuerung von Partnerorganisationen in die Geschäftsprozesse wurde damit auf internationaler Basis ermöglicht und weiter verbessert.

Als langjähriger Partner für Vertrieb, Marketing und Service für viele namhafte Unternehmen der Markenindustrie arbeitet die SIG europaweit in zahlreichen Branchen.

Organisch wächst die Unternehmensgruppe durch:

Konsequente Vermarktung der Dienstleistungspalette

Ausweitung bzw. Intensivierung des Europäischen Partner-Netzwerks

Erschließung neuer Branchen für die angebotenen Dienstleistungen

2. Wirtschaftsbericht

2.1. Entwicklung von Gesamtwirtschaft und Branche

Das Geschäftsjahr 2021/22 war für die Gruppe im Wesentlichen von zwei Faktoren geprägt, zum einen von COVID 19 mit nachlassendem Einfluss und zum anderen von der unerwarteten neuen Herausforderung, den wirtschaftlichen Effekten aus dem Ukraine-Krieg.

Seit Februar 2022 sind wir mit unerwarteten und lange nicht mehr dagewesenen Themen als Auswirkung des Ukraine-Krieg konfrontiert. Herausforderungen ergeben sich bei uns im Wesentlichen aufgrund des Inflationsanstiegs und damit verbundenen Erhöhungen der Löhne im Personalbereich und im Bereich der Mobilität.

Die Gesundheit und Sicherheit unserer Mitarbeiter und Geschäftspartner war und ist uns sehr wichtig. Andere wichtige Ziele während der herausfordernden Zeit sind für uns die Sicherstellung der Geschäftskontinuität, wo immer dies auf verantwortungsvolle Weise erfolgen kann.

Die Staatsverschuldung im Euroraum befindet sich durch die in den einzelnen Ländern aufgelegten Hilfsprogramme zur Bewältigung der COVID-19-Pandemie und die darauffolgenden Hilfsprogramme zur Bewältigung der Herausforderungen im Energiebereich aufgrund des Ukrainekriegs, immer noch auf hohem Niveau. Im dritten Quartal 2022 war der Schuldenstand im Euroraum trotzdem bei 92,9% gegenüber 97,7% im gleichen Quartal des Vorjahres im Verhältnis zum BIP (Eurostat, 26.1.2023). In UK liegt die Quote bei 86,9%. Die Hilfen aus direkten Programmen für die Wirtschaft kamen und kommen nur sehr langsam bei den betroffenen Unternehmen an. Dem gegenüber haben sich aber auch Teile der Wirtschaft erholt und erleben Nachholeffekte.

Die Zinsen verharrten seit März 2016 auf einem historisch niedrigen Stand von 0,0%. Das volkswirtschaftliche Instrument der Zinssenkung war für die COVID-19 bedingten Schwierigkeiten der Wirtschaft nicht mehr verfügbar. Bereits Ende 2021 zeichnete sich eine Erhöhung der Inflationsrate ab. Durch die Auswirkungen des Ukrainekriegs hat die Inflation so stark zugenommen, dass die Zentralbanken deutlich schneller als angenommen wieder zum Mittel der Zinserhöhung greifen mussten. Die EZB beendete am 27. Juli 2022 die Null-Zins-Ära und erhöhte auf 0,5%. Dieser Kurs setzte sich fort und führte Stand 8. Februar 2023 zu einem Zinssatz von 3,0% für das Hauptrefinanzierungsgeschäft der EZB. In UK liegt er seit 2. Februar 2023 bei 4%.

Die Arbeitslosenquote in Europa stieg in Folge der COVID-19-Pandemie und der daraus resultierenden Auswirkungen für die Wirtschaft im Jahr 2020 an, fiel aber im Jahr 2021 wieder ab. Im Euroraum (ER19) lag sie im Geschäftsjahr bei rund 6,8% (Vorjahr noch 7,7%) in der gesamten europäischen Union (EU27) bei 6,2% (Vorjahr 7,0%). Während sie in den nord- und mitteleuropäischen Ländern auf einem niedrigen Niveau bewegt, nimmt sie mehr und mehr zu, je weiter man nach Süden geht. Die Jugendarbeitslosigkeit hat sich in der EU von etwa 18,5% zu Anfang 2021 bis auf etwa 14,5% Ende 2022 reduziert. Nach wie vor mit über 25% hoch ist die Jugendarbeitslosigkeit in den südeuropäischen Ländern Spanien und Griechenland. (Eurostat, 6.2.2023). In Großbritannien dagegen bewegt sich die Arbeitslosenquote 2022 zwischen 3,5% und 4,1% gegenüber 4,5% im Vorjahr mit einem prognostizierten leichten Anstieg für 2023 und 2024 (Statista 15.02.2023).

Die Entwicklung des BIP im Jahr 2022 war zu Beginn noch geprägt durch die COVID-19-Lage, die aber mit Beginn des Ukraine-Kriegs im Februar quasi keine Rolle mehr spielte. Nach einem Anstieg von 5,4% im ersten Quartal in der EU nahm es über die Folgequartale immer weiter ab. Für das Gesamtjahr 2022 bedeutet das einen Anstieg von 3,5% gegenüber einem Anstieg des Vorjahres von 5,4% in der EU. In Großbritannien stieg das BIP um 4,2% an (Eurostat, 22.02.2023).

Die Inflation ist im Jahr 2022 durch den Ukrainekrieg weiter stark angestiegen und stagniert momentan auf hohem Niveau. Zum Abschluss des Geschäftsjahres betrug sie in der EU bereits 9,9% und bewegt sich aktuell immer noch auf einem hohen Niveau. In Großbritannien bewegte sich die Quote bei 10,1% Tendenz ebenfalls leicht sinkend. (Eurostat, 23.01.2023).

Der Tätigkeitsschwerpunkt der Gruppe liegt auf Vertriebs-, Marketing- und Servicedienstleistungen für die Markenindustrie. Dadurch ist der Unternehmenserfolg nicht unerheblich vom Konsumverhalten in den einzelnen Ländern der Europäischen Union bezogen auf das Markengeschäft abhängig.

Die Entwicklung im Einzelhandelsumsatz 2022 innerhalb des Euroraumes beträgt -2,6% gegenüber 5,5% im Jahr 2021 (Eurostat, 6.2.2023). Der Umsatz im Online-Handel ist 2022 erstmals leicht gesunken, Mittelwerte gehen von etwa 2,1% gegenüber dem Pandemiejahr 2021 aus. Fast die Hälfte der privaten Verbraucher bestellt inzwischen innerhalb eines Dreimonatszeitraumes Waren oder Dienstleistungen über das Internet. Dies bedeutet, dass Teile der Einzelhandelsumsätze im traditionellen Einzelhandel erstmals wieder angestiegen sind. (Institut für Handelsforschung Köln, 7.12.2022).

Der Druck auf die Margen im Dienstleistungssektor ist unverändert hoch. Gestiegene Kostenstrukturen konnten nicht immer linear in Preiserhöhungen umgesetzt werden. Im Umfeld der wesentlichen Wettbewerber in Europa hat sich die SERVICE INNOVATION GROUP® unter diesen Bedingungen behauptet.

Die SIG hat sich als Business Process Outsourcing Anbieter europaweit erfolgreich positioniert. Als strategischer BPO-Partner für komplette Teile oder Teilbereiche der Marketing- und Vertriebswertschöpfungskette, liefert das Unternehmen messbare Wertschöpfung im Rahmen einer echten Werkleistung. Es zählt das Ergebnis; der Weg, wie dies erreicht werden kann, wird als ganzheitliche Lösung von einem strategischen Systempartner wie der SIG seitens der Kunden erwartet. Berücksichtigt man, dass die Dienstleistung primär von Menschen erbracht wird und das Lohn- und Gehaltsniveau in den jeweiligen Märkten als eine gegebene Größe vorausgesetzt werden kann, liegt der Erfolg eines strategischen Outsourcings in der Art und Weise, wie solche Projekte nach Analyse konzipiert, organisiert und gesteuert werden und über welche Economies of Scale der Systempartner verfügt.

Im Bereich des strategischen BPO sind Innovationskraft und finanzielle Solidität neben der eigentlichen Dienstleistung wesentliche Entscheidungskriterien für die Auftraggeber aus der Markenindustrie. Beides ist von der Mehrzahl der heutigen Dienstleistungsunternehmen, die in der Regel regional oder nur in Teilsegmenten tätig sind, nicht oder nur schwer zu erbringen. Zusätzlich ist die kurzfristige Finanzierung von Kundenforderungen deutlich erschwert. Diese Entwicklungen und die genannten Entscheidungskriterien sind für das Geschäftsmodell der SIG von zentraler Bedeutung.

2.2 Geschäftsverlauf

Auftrags- und Umsatzentwicklung

Die Unternehmensgruppe arbeitete im Geschäftsjahr 2021/22 für ca. 80 Kunden europaweit. Diese Kunden sind nahezu ausschließlich die jeweils führenden Unternehmen ihrer Branchen ("Blue-Chip-Unternehmen"). Etwa 80% des Gruppenumsatzes wird mit Kunden aus diesem Bereich erzielt. Zahlungsausfälle sind daher sehr selten und vernachlässigbar. Die Unternehmensgruppe erzielte einen konsolidierten Umsatz von EUR 66,2 Mio. (Vorjahr: EUR 64,8 Mio.). Die folgende Übersicht gibt Auskunft über die geografische Verteilung.

Deutschland/Österreich UK GESAMT
70,6% 29,4% 100,0%
46.723 19.465 66.188
(49.649) (15.137) (64.786)

(Zahlen in TEUR, Vorjahreszahlen in Klammern)

Der konsolidierte Umsatz der Unternehmensgruppe erhöhte sich im Geschäftsjahr um insgesamt EUR 1,4 Mio. (gesamt 2,2%, UK stieg wieder um 28,6%, Deutschland/Österreich sank um 5,9%,).

Investitionen

Der Schlüssel für den langfristigen Unternehmenserfolg der Gruppe liegt in der Digitalisierung, d. h. in den technologiegestützten Prozessen und der damit verbundenen Kostenführerschaft. Dieses digitale Geschäftsprinzip erlaubt es den SIG-Kunden, alle Leistungen transparent zu planen und zu kontrollieren und verbindet die diversen Rollen beim Kunden mit den diversen Rollen innerhalb der SIG-Projektorganisation. Alle Daten und Informationen von und zum POS werden über mobile Schnittstellen gesteuert (Smartphones/Tablets), um eine exakte Durchführung aller Field-Aktivitäten und der damit verbundenen Ergebnisse in "Echtzeit" zu gewährleisten. Auch in diesem Jahr wurden konzernweit Investitionen in diesem Bereich getätigt, um hinsichtlich der Prozessabläufe "up to date" zu sein.

Kosten- und Ausgabencontrolling sind eine permanente Aufgabe. Die Geschäftsprozesse und die notwendigen technologischen Hard- und Softwarelösungen erfordern kontinuierliche Investitionen. Der Fokus liegt hierbei in enger Zusammenarbeit mit unseren Technologiepartnern darauf, Lösungen zu entwickeln und anzubieten, die sowohl den Mitarbeitern ein optimales Arbeitsmittel zur Verfügung stellen als auch unseren Kunden eine bestmögliche Plattform für die gewünschten "real-time"-Informationen und Kennzahlen bietet.

In den Jahren 2019 bis 2022 wurde die gesamte Technologieplattform hardware- und softwareseitig auf Cloud-basierte Anwendungen umgestellt. Dieses Investitionsprogramm wurde 2022 weitgehend abgeschlossen.

Finanzierungsmaßnahmen

Europaweit konzentriert sich die Zusammenarbeit mit den Hausbanken in der Regel auf eine Geschäftsbank pro Land. Die Transaktionen des operativen Geschäfts laufen ausschließlich über diese Banken. Die Geschäftsmodelle werden weitgehend aus einem operativ positiven Cashflow heraus betrieben.

Finanzierungen von vorübergehenden Liquiditätsspitzen werden in der konsolidierten Unternehmensgruppe über entsprechende Darlehen durchgeführt. Die Besicherung dieser Kreditlinien erfolgt in der Regel über Zessionsverträge und/oder gesamtschuldnerische Haftungsvereinbarungen.

Seit Januar 2016 ist die SIG GmbH durch ein Gesellschafterdarlehen in Höhe von EUR 5 Mio. vollständig und unabhängig finanziert.

Um die Herausforderungen der noch anhaltenden Coronapandemie zu meistern, wurden in den einzelnen Ländern, soweit dies möglich und sinnvoll war, lokale Unterstützungsprogramme in Anspruch genommen. In Deutschland wurde mit der Hausbank eine zusätzliche Kontokorrentlinie vereinbart, um den finanziellen Spielraum innerhalb der momentan und zukünftig schwer einschätzbaren wirtschaftlichen Rahmenbedingungen zu erweitern, sofern dies notwendig werden sollte. Bisher musste dieser Rahmen nicht in Anspruch genommen werden.

Daneben gibt es zur Finanzierung des Working Capital Miet- und Leasingverträge mit Laufzeiten von ein bis fünf Jahren.

Personal- und Sozialbereich

Saisonal treten Schwankungen in der Beschäftigung auf. Erfahrungsgemäß erbringen die Gesellschaften in den Monaten Oktober bis Dezember die größte Betriebsleistung.

Die nachfolgende Tabelle gibt Aufschluss über die Zusammensetzung der Beschäftigten in den konsolidierten Konzerngesellschaften:

Management Projektsteuerung und -Verwaltung Operative Fieldforce GESAMT
33 109 5.262 5.404
(37) (107) (5.826) (5.970)

(Vorjahreszahlen in Klammern)

Davon wurden im Jahresdurchschnitt rund 4.892 (Vorjahr: 5.415 Mitarbeiter) in Teilzeit beschäftigt. Die gegenüber dem Vorjahr reduzierte Mitarbeiterzahl resultiert aus teilweisen Volumenreduzierungen in Projekten.

2.3. Darstellung der Lage

Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Die Unternehmensgruppe hat ein vom Kalenderjahr abweichendes Geschäftsjahr. Die Bilanzsumme beträgt zum 30. September 2022 TEUR 22.610 (Vorjahr: TEUR 19.895). Das Anlagevermögen in Höhe von 10,1% (Vorjahr: 7,5%) der Bilanzsumme besteht im Wesentlichen aus Hard- und Software sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung.

Das Umlaufvermögen hat einen Anteil von 88,5% (Vorjahr: 90,1%) der Bilanzsumme. Die Kapitalbindungsdauer liegt innerhalb eines Jahres. Die Bilanzsumme besteht zu 28,6% (Vorjahr: 29,6%) aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die übrigen Werte verteilen sich mit 3,9% (Vorjahr: 3,6%) auf die Forderungen gegen verbundene Unternehmen/Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht bzw. gegen assoziierte Unternehmen, sowie gegenüber Gesellschaftern, 7,4% (Vorjahr: 6,2%) auf sonstige Vermögensgegenstände und mit 48,6% (Vorjahr: 50,8%) auf liquide Mittel.

Der Finanzmittelfonds zum 30. September 2022 hat sich um TEUR 894 auf TEUR 10.996 erhöht.

Das Eigenkapital mit TEUR 3.176 (Vorjahr: TEUR 2.179) beträgt 14,0% (Vorjahr: 11,0%) der Bilanzsumme. Der Anstieg beinhaltet die Auswirkung der erstmaligen Einbeziehung von drei assoziierten Unternehmen. Die Unternehmensgruppe nimmt zum Bilanzstichtag Gesellschafterdarlehen in Anspruch.

Sämtliche Verbindlichkeiten mit Ausnahme des Gesellschafterdarlehens sind innerhalb eines Jahres fällig. Sie enthalten Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von TEUR 5.000 (Vorjahr: TEUR 5.035 und aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 899 (Vorjahr: TEUR 1.249). Die Position erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen beträgt TEUR 512 (Vorjahr: TEUR 528). Mit TEUR 10.105 (Vorjahr: TEUR 6.574) entfallen 44,7% der Bilanzsumme (Vorjahr: 33,0%) auf sonstige Verbindlichkeiten.

In der Berichtsperiode erzielte die Unternehmensgruppe konsolidierte Umsätze in Höhe von TEUR 66.188 (Vorjahr: TEUR 64.786). Die größten Ausgabenblöcke waren Personalaufwendungen in Höhe von TEUR 46.415 (Vorjahr: TEUR 46.699) und sonstige betriebliche Aufwendungen in Höhe von TEUR 10.548 (Vorjahr: TEUR 9.751). Die Abschreibungen auf das Sachanlagevermögen und immaterielle Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 539 (Vorjahr: TEUR 467) haben sich erhöht und betreffen im Wesentlichen Investitionen in die Digitalisierung.

Das Finanzergebnis beläuft sich auf TEUR -162 gegenüber TEUR -192 im Vorjahr.

Das Geschäftsjahr 2021/22 schließt mit einem Konzernbetriebsergebnis (EBIT) in Höhe von TEUR 1.320 (Vorjahr: TEUR 2.296) ab. Das um Sondereinflüsse bereinigte EBIT beträgt TEUR 1.215 (Vorjahr: TEUR 1.509).

Unsere Prognose konnte hinsichtlich der Umsatzentwicklung aufgrund der durch die Covid-19-Pandemie auferlegten Restriktionen und den Herausforderungen des Ukraine-Kriegs nicht in allen Ländern erreicht werden, die Ergebnisentwicklung blieb hinter unseren Erwartungen zurück.

2.4. Finanzielle Leistungsindikatoren

Für die Unternehmenssteuerung werden insbesondere der Umsatz und der Konzernjahresüberschuss herangezogen. Der Umsatz stieg von EUR 64,8 Mio. auf EUR 66,2 Mio. an. Der Konzernjahresüberschuss hat sich um TEUR 843 auf TEUR 441 reduziert. Das um Sondereinflüsse (periodenfremde Aufwendungen und Erträge sowie Erträge aus Coronahilfen) bereinigte EBT reduzierte sich im Vergleich zum Vorjahr von TEUR 1.070 auf TEUR 1.013.

Weiterhin erfolgt die Steuerung projektbezogen mit einer europaweit standardisierten mehrstufigen Deckungsbeitragsrechnung, die durch eine cloud-basierte SAP S/4 HANA-Plattform sichergestellt wird. Bei allen Projekten wird individuell auf eine adäquate Projektfinanzierung geachtet.

3. Prognosebericht

Die SERVICE INNOVATION GROUP ist strategisch ausgerichtet und wird auch künftig den Marktanforderungen gerecht werden. Das zurückliegende Geschäftsjahr stand erneut unter den wirtschaftlichen Herausforderungen im Rahmen der COVID-19-Pandemie. Durch einen fortwährenden Prozess funktionsoptimierender Anpassungen hinterfragen wir unsere bestehenden Prozesse immer wieder. Hierzu gehören auch laufende Kostensenkungsinitiativen, aus den Einzelprojekten resultierende Kapazitätsanpassungsmaßnahmen sowie Initiativen zur strukturellen Verbesserung.

Der gesetzlich normierte Mindestlohn hat insgesamt in Europa zu einem faireren und transparenteren Wettbewerb geführt. Lohndumping stellt keine Grundlage mehr dar, um wirtschaftliche Wettbewerbsvorteile zu erlangen.

Zunehmend verlangen die Unternehmen der Markenindustrie eine sogenannte "Sozial-Zertifizierung" ihrer Vertragspartner, welche auch vertraglich fixiert wird.

Die erfolgreiche Entwicklung in den Geschäftsfeldern der SIG bezüglich Wirtschaftlichkeit und Qualität setzt auch in Zukunft kontinuierliche Investitionen in Prozessmanagement und Technologie sowie Marketing und internationales Key Account Management voraus. Neben weiterem organischem Wachstum (Bedienung aller vorhandenen Kunden in allen Ländern und Ausweitung vorhandener Dienstleistungsprodukte bei allen Kunden) arbeitet die SIG stets an der Entwicklung neuer innovativer Dienstleistungen und der Erschließung weiterer Vertriebsgebiete.

Die Wirtschaft im Euroraum war nach unserer Einschätzung auf dem Weg sich trotz bereits Ende 2021 erkennbar steigender Inflation 2022 und 2023 zu erholen. Die Risiken und Unsicherheiten sind jedoch ungewöhnlich hoch und durch den aktuellen Ukraine-Krieg noch größer geworden. Die Auswirkungen des Ukraine-Kriegs auf Energiepreise, Mobilität, Lieferketten und geopolitische Sicherheitslage sind enorm und noch nicht vollends absehbar.

Nach aktuellen Schätzungen liegt das BIP Wachstum in Deutschland bei 1,8% für 2022 und bei 0,2% für 2023 (Statista, 22.02.2023). Die größte Unsicherheit im Hinblick auf die nahe Zukunft ist in der Inflation und dem daraus resultierenden Kostendruck auf Mobilität und auf Löhne und Gehälter zu sehen.

Für das Geschäftsjahr 2022/23 plant die Geschäftsführung mit einem Umsatz auf Vorjahresniveau bezogen auf die im Konsolidierungskreis berücksichtigten Unternehmen. Die Geschäftsleitung geht aufgrund der bereits vor der COVID-19-Pandemie begonnenen und konsequenten Digitalisierung und Prozessoptimierung des Geschäftsmodells sowie der strategischen Fokussierung auf Geschäftsfelder mit Nachhaltigkeit in seiner Planung für 2022/23 davon aus, dass das Ergebnis unter Einbeziehung der bisher erreichten vertrieblichen Ergebnisse im operativen Bereich auf Vorjahresniveau liegen wird. Hierfür sind weitere durch die Inflation notwendig gewordene Umsetzungen von Preisanpassungen zeitnah und konsequent in enger Zusammenarbeit mit den Kunden erforderlich.

4. Chancen- und Risikobericht

Die Bereitschaft, traditionell eigenbetriebene Teile der Wertschöpfungskette in Vertrieb, Marketing und Service auf spezialisierte Geschäftspartner zu verlagern und damit zu flexibilisieren, ist besonders bei der internationalen Markenindustrie ungebrochen.

Die Anzahl der Ausschreibungen von Serviceleistungen in diesem Bereich ist nach wie vor hoch und auch langfristige Geschäftsbeziehungen werden durch Ausschreibungen auf ihre Wettbewerbsfähigkeit hin längstens nach zwei Jahren durch die Markenindustrie überprüft.

In Südeuropa werden einfache Dienstleistungen in der Regel kaum noch an Dritte übergeben, da der Überhang des eigenen Personals nicht schnell genug abbaubar ist und auch große Konzerne eigenes Personal für einfache Dienstleistungen einsetzen müssen. Generell gilt, dass klassische, einfache Serviceleistungen diese Kostenentwicklung vermutlich nicht überleben, und deren Anbieter kurz- und mittelfristig ausscheiden werden. Es werden die Dienstleistungsunternehmen am stärksten positiv partizipieren, die höherwertige, an messbaren Ergebnissen orientierte Dienstleistungen bereitstellen und denen es gelingt, den Kunden passgerechte, strategische Dienstleistungs-Lösungen anzubieten und diese juristisch präzise zu realisieren.

Diese Lösungen setzen Finanzkraft, fachliches Know-how und digitale Ressourcen voraus. Im Hinblick auf die steigenden Lohnkosten ergibt sich damit selbst bei unveränderter Auftragslage ein zusätzlicher Liquiditätsbedarf. Im Gegensatz zum Warenverkehr gibt es im Bereich des Personalmanagements an den Steuer-, Lohnabrechnungs- und Urlaubsgeldterminen erhebliche Liquiditätsspitzen.

Für viele Dienstleistungsunternehmen führt die knappe Liquidität bereits heute zu Problemen und macht eine Finanzierung der Geschäftstätigkeit schwierig bis unmöglich. Der Konzentrationsprozess im traditionellen Dienstleistungssektor hält an. Gleichzeitig gibt es eine Vielzahl sogenannter "Start-ups" mit dem Versprechen eines modernen digitalen Geschäftsmodells "Crowdsourcing" - allerdings mit unklaren Erfolgsaussichten. Diese führen wieder zu einer Zersplitterung der Wettbewerbslandschaft.

Das Risikomanagement der SIG agiert auf Basis eines profunden Projektertragscontrollings sowie einer kurz- und mittelfristigen Liquiditätsplanung in Zusammenhang mit einem exakten, tagesaktuellen Debitorenmanagement. Auf dieser Grundlage lässt sich die im laufenden Monat stark schwankende Betriebsmittelfinanzierung kurz- und mittelfristig gewährleisten.

Das heutige Kundenportfolio wird noch nicht durchgängig in allen europäischen Märkten bedient, d. h. es besteht in dieser Zielgruppe noch Wachstumspotenzial. Es hat sich allerdings auch herausgestellt, dass multinational tätige Unternehmen aufgrund der Komplexität ihrer Entscheidungsstrukturen Servicekonzepte, wie die SIG sie anbietet, in der Lage sind diese, nur sehr langsam länderübergreifend umzusetzen. Die SIG mit ihrem europäischen Netzwerk arbeitet kontinuierlich an der Nutzung dieses Potenzials.

Angesichts des digital unterstützten Geschäftsmodells, das die Markenindustrie bei der Umsetzung ihrer Verkaufs-, Marketing- und Serviceziele unterstützt, befindet sich die SIG in einem Prozess des systematischen weiteren Ausbaus ihres Netzwerkes in allen wesentlichen Märkten der europäischen Union. Dadurch wird es für die internationale Markenindustrie möglich, konsequent und transparent Vertriebs-, Marketing- und Servicemaßnahmen zu realisieren, ohne dabei die lokalen marktspezifischen Gegebenheiten zu vernachlässigen. Neben dem nachhaltigen organischen Wachstum durch die Gewinnung neuer Kunden hat für die SIG die Pflege und der Ausbau der bestehenden Vertragsbeziehung mit Kunden höchste Priorität. Hier ist insbesondere die englische SIG-Gesellschaft als "Key-Account Hub" für amerikanische und asiatische Unternehmen auf der Suche nach einem europäisch aufgestellten Dienstleistungspartner von großer und immer stärkerer Bedeutung.

Zum weiteren Ausbau und zur Modernisierung der digitalen Geschäftsprozesse setzt die Gruppe auf den verstärkten Einsatz und die Weiterentwicklung von Cloud-Lösungen. Das Finanz- und Rechnungswesen und das Controlling wurde auf die cloudbasierte Software SAP S/4 HANA Cloud umgestellt. Dies ermöglicht unserer nach Projekten organisierten Unternehmensgruppe zeitlich und räumlich flexible Organisationsmodelle an quasi jedem Ort Europas. Planung, Steuerung und Kontrolle der einzelnen Projekte erfolgt durch die in Echtzeit und in der Cloud zur Verfügung gestellten Geschäftsprozesse.

Um dem stetig wachsenden Druck durch Cyberkriminalität entgegenzuwirken, gibt es bei SIG ein Managementsystem, mit dem Schwachstellen im Bereich Informationssicherheit erkannt und systematisch beseitigt werden.

Die Coronakrise scheint weitgehend ausgestanden. Aus dem Ukraine-Krieg ergeben sich ungewöhnlich hohe Unsicherheiten und Risiken, aus denen sich Auswirkungen auf die Umsatz- und Ertragslage ergeben können, die projektspezifisch in den jeweiligen Gesellschaften betrachtet werden. Die wesentlichen Unsicherheitsfaktoren aus dem Ukraine-Krieg heraus liegen ebenfalls in der Dauer und den daraus resultierenden Auswirkungen auf Energie- und Mobilitätskosten, in der Inflation und dem daraus resultierenden Druck auf Löhne und Gehälter und in den Lieferketten unserer Kunden.

 

Ettlingen, den 21. April 2023

Service Innovation Group GmbH

Geschäftsführung

Jürgen Müller

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Service Innovation Group GmbH, Ettlingen

PRÜFUNGSURTEILE

Wir haben den Konzernabschluss der Service Innovation Group GmbH, Ettlingen, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 30. September 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2021 bis zum 30. September 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft.

Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Service Innovation Group GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2021 bis zum 30. September 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 30. September 2022 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2021 bis zum 30. September 2022 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

GRUNDLAGE FÜR DIE PRÜFUNGSURTEILE

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt.

Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES KONZERNABSCHLUSSES UND DES KONZERNLAGEBERICHTS" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.

Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

VERANTWORTUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER FÜR DEN KONZERNABSCHLUSS UND DEN KONZERNLAGEBERICHT

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz-und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES KONZERNABSCHLUSSES UND DES KONZERNLAGEBERICHTS

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Konzernabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Beaufsichtigung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Stuttgart, 8. Mai 2023

BDO AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Andreas Müller, Wirtschaftsprüfer

gez. Daniel Stephan, Wirtschaftsprüfer

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