Birkenstock Productions Sachsen GmbH

Gewerbering 8, 02828 Görlitz, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Montabaur HRB 25154
Vorher
Birkenstock Productions II GmbH
Eingetragen
2.8.2016
Branche
Großhandel mit SchuhenHerstellung von SchuhenBeteiligungsgesellschaften
Gegenstand
Der Erwerb und die Verwaltung von Beteiligungen sowie die Herstellung und der Vertrieb/Verkauf von Artikeln für die Fußgesundheit aller Art. Hierzu gehört auch die Abwicklung aller artverwandten Geschäfte und die Erbringung aller damit zusammenhängenden Dienstleistungen, und zwar unter Ausschluss erlaubnispflichtiger Tätigkeiten.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Cenk Ugur
seit 12.11.2025
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
25.003 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Birkenstock Group B.V. & Co. KG

Linz am Rhein

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.10.2021 bis zum 30.09.2022

Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2021 bis 30. September 2022 der

Birkenstock Group B.V. & Co. KG, Linz am Rhein

1. Grundlagen des Konzerns

1.1 Konzernstruktur der Birkenstock Group

Die Birkenstock Group B.V. & Co. KG (nachfolgend auch kurz "BS KG" oder "Gesellschaft") mit Sitz in Linz am Rhein (Deutschland), ist die Muttergesellschaft des Birkenstock-Konzerns. Alleinige Kommanditistin der Gesellschaft ist die BK LC Lux SPV S.à r.l., Luxemburg. Sie hält sämtliche Anteile an der Komplementärin der Birkenstock, der Birkenstock Administration B.V., Amsterdam (Niederlande).

Die Konzernstruktur ist darauf ausgelegt, den Wachstumskurs der BS KG in den relevanten Zielmärkten in Amerika, Europa und APMA (Asien-Pazifik, Middle-East und Afrika) weiter nachhaltig voranzutreiben. Das operative Geschäft wird hierbei von regionalen Vertriebsgesellschaften verantwortet, während die zentralen Supportfunktionen wie etwa Finance, Tax, Treasury oder Legal organisatorisch in der Konzernmutter verankert und hierbei bewusst sehr "lean" gehalten sind. Daneben betreibt die Gesellschaft mehrere Produktions- und Logistikstandorte.

1.2 Geschäftsmodell des Konzerns

Das operative Geschäft der Birkenstock Group B.V. & Co. KG und der mit ihr verbundenen Unternehmen besteht im Wesentlichen aus der Herstellung und dem Verkauf von Sandalen und geschlossenen Schuhen für Alltag, Freizeit und Beruf sowie von Schuhkomponenten und orthopädischen Einlagen und Spezialprodukten für den Orthopädiefachhandel.

Daneben hat die Gesellschaft im Rahmen der Sortimentserweiterung Produkte aus angrenzenden Kategorien ins Programm aufgenommen. Dazu gehören v.a. Taschen und Socken, sowie Gürtel und andere Accessoires, die im Wege der Auftragsfertigung von Kooperationspartnern in Europa hergestellt werden. Weitere Geschäftsfelder bestehen im Lizenzgeschäft mit Schlafsystemen und zertifizierter Naturkosmetik. Ende 2016 hat die Gesellschaft ihr Produktangebot um ergonomische Premium-Schlafsysteme (Betten, Lattenroste und Matratzen) erweitert, die von einem Entwicklungs- und Produktionspartner in Europa hergestellt und über dessen Vertriebsnetz vertrieben werden. Anfang 2017 hat die Gesellschaft die hochwertige Hautpflegeserie "Birkenstock Natural Cosmetics" vorgestellt, eine Pflegeserie mit Produkten, die nach dem internationalen COSMOS Natural Standards zertifiziert und somit frei von Tierversuchen sind.

Während das operative Geschäft gegenwärtig ganz überwiegend von den Produkten aus der Schuhkategorie getragen wird, so haben die Produkte aus den neuen Geschäftsfeldern einen Einfluss auf die Markenwahrnehmung und unterstreichen die Markenkompetenz in verwandten Kategorien mit starkem Wachstumspotenzial.

Eine Besonderheit des Geschäftsmodells der Gesellschaft besteht in einer für die (markengeprägte) Schuhindustrie ungewöhnlich hohen vertikalen Fertigungstiefe. So werden die bei weitem wichtigsten Umsatzträger, die Kork-Latex-Sandalen und die Einlagen der Marke "BIRKENSTOCK", ausschließlich in Deutschland an den eigenen Produktionsstandorten in Görlitz, Bernstadt, Markersdorf (Sachsen), Steinau-Uerzell (Hessen) und St. Katharinen (Rheinland- Pfalz) hergestellt. Der weit überwiegende Teil der Wertschöpfung erfolgt also innerhalb des Unternehmens - eine erfolgreiche Strategie, die im abgelaufenen Geschäftsjahr durch den Bau eines neuen Werks in Pasewalk (Mecklenburg-Vorpommern) und die Übernahme eines langjährigen Zuliefererbetriebs in Portugal ihre Fortsetzung und Vertiefung erfahren hat. Die weitgehende Integration der Wertschöpfung erlaubt eine schnelle Anpassung des Produktionsprogramms an Veränderungen der Nachfrage, eine sehr gute Kontrolle der Qualität und eliminiert Risiken des Outsourcing und Offshoring von Produktionsschritten.

Seit Beginn des Ukraine Konflikts 1 hat sich dieses Modell als wesentlicher Wettbewerbsfaktor und Stabilisator erwiesen, da die Abhängigkeit von der globalen Lieferkette bei der BS KG erheblich geringer ausgeprägt ist als bei der Mehrzahl der Unternehmen der Branche. Dies hat positive Auswirkungen auf die kurzfristige Lieferfähigkeit und die allgemeine Lieferperformance gegenüber Handel und Konsumenten.

Die geschlossenen Schuhe werden in Portugal von langjährigen Partnern hergestellt, wobei Vorprodukte zum Teil durch die BS KG gestellt werden. Textilprodukte werden von Zulieferern aus der Türkei und Italien bezogen. Die Naturrohstoffe und Halbfertigprodukte werden weltweit eingekauft und in den Produktionsstandorten in Deutschland verarbeitet. Kernrohstoffe wie Kork und Leder werden fast ausschließlich in Europa bezogen.

Die Sandalen werden mit einem hohen Anteil an Handarbeit hergestellt. Die Lohnkosten bilden deshalb den zweitgrößten Kostenblock nach dem Materialaufwand. Für die Produktion sind daher vor allem die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Deutschland entscheidend. Im Unterschied dazu ist der Absatzerfolg von der wirtschaftlichen Entwicklung auf den jeweiligen Absatzmärkten abhängig.

Die Gesellschaft nutzt eine Vielzahl unterschiedlicher Vertriebswege. Der Vertriebskanalmix umfasst dabei den Großhandel (Distributoren, Retailer) als auch die Direct-to-Consumer-Kanäle (DTC). Beide Vertriebssäulen tragen in etwa zu gleichen Teilen zum Umsatz der Gesellschaft bei. Innerhalb der DTC-Kanäle liegt der Schwerpunkt auf dem E-Commerce, da-gegen ist der Umsatzanteil des eigenen Retailgeschäftes im Branchenvergleich relativ niedrig.

Die Gesellschaft hat im abgelaufenen Geschäftsjahr wie schon in den Jahren zuvor erhebliche Anstrengungen unternommen, den Vertriebskanalmix weiter zu optimieren, um gezielt auch neue Konsumenten zu erreichen, dem Bedürfnis der Konsumenten nach einer stärkeren Kuratierung im Retail Rechnung zu tragen und die Margensituation zu verbessern. Speziell in Europa wurden hierzu weitere Initiativen zur Konsolidierung und Optimierung der Wholesale- und Retailstrukturen angestoßen, um den Anteil des DTC-Geschäfts auszubauen.

Der Onlinevertrieb über eigene Shops hat sich seit seinem Start 2016 zu einem bedeutenden Vertriebsweg etabliert. Auch hier setzt die Gesellschaft auf dezentrale Initiativen. So wird der E-Commerce in Europa über die Birkenstock digital GmbH abgewickelt. In den USA erfolgt der Online-Vertrieb über die BIRKENSTOCK USA LP, in Kanada über die Birkenstock Canada Ltd., in Japan die BIRKENSTOCK Japan Ltd., in China über die BIRKENSTOCK Trading (Shanghai) Co. Ltd., in Indien über die Birkenstock India Private Ltd. und in Middle East die Birkenstock digital MEA FZCO. Zum Bilanzstichtag 30.09.2022 waren die unter der Domäne www.birkenstock.com aktiven Online-Shops in 31 Ländern verfügbar; das kommerzielle Online-Angebot der Gesellschaft wird kontinuierlich weiter ausgebaut und inhaltlich weiterentwickelt.

1.3 Markt- und Wettbewerbssituation 2

Der globale Schuhmarkt ist ein Multimilliardenmarkt, der von No-Name-Produkten bzw. Handelsmarken dominiert wird. Wenn man den Sportschuhbereich ausklammert, machen Markenschuhe nur einen vergleichsweisen geringen Teil des gesamten Weltmarktes aus. Der Löwenanteil entfällt auf Billigprodukte minderer Qualität, die häufig unter für Mensch und Natur prekären Bedingungen gefertigt werden. Die Mehrzahl der Schuhe wird in Asien produziert. Mit Abstand weltweit größter Schuhexporteur ist China.

1 https://www.bmwk.de/Redaktion/DE/Schlaglichter-der-Wirtschaftspolitik/2022/12/13-die-lage-der-weltwirtschaft-zum-ende-des-jahres-2022.html
2 https://de.fashionnetwork.com/news/Hinter-den-kulissen-bei-birkenstock,1103188.html

Birkenstock-Produkte werden in mehr als 90 Ländern vertrieben. Speziell im Sandalen-Segment hat die BS KG den Rang einer globalen Gattungsmarke ("Category Brand"). Gleichwohl steht die Gesellschaft im Wettbewerb mit anderen Schuhmarken. Speziell in der Region Americas stehen die Produkte der Gesellschaft auch im Wettbewerb mit den globalen Premium-Sportmarken. Hinzu kommen je nach Absatzmarkt lokale Anbieter, die in ihren Herkunftsländern teilweise durch hohe Zölle geschützt werden. Dies gilt v.a. für Länder wie etwa Brasilien, die selbst über eine leistungsfähige Schuhindustrie verfügen.

Anders stellt sich die Markt- und Wettbewerbssituation im Segment der geschlossenen Schuhe dar. Hier trifft die BS KG auf ein sehr vielfältiges Angebot, verbunden mit einem starken Wettbewerb. Die Gesellschaft begegnet den Marktgegebenheiten durch die Entwicklung von Produkten mit funktionalen Alleinstellungsmerkmalen, wie etwa dem herausnehmbaren Fußbett bei geschlossenen Schuhen. Die Produktoffensive, welche die Gesellschaft vor einigen Jahren gestartet hat, beginnt Früchte zu tragen, wie an dem deutlichen Anstieg des Umsatzanteils geschlossener Schuhe abzulesen ist.

Über die 1774 Kollektionen ist die BS KG mit einem eigenen Produktsortiment im gehobenen Preissegment vertreten. Hierbei handelt es sich um Kapselkollektionen, die entweder in Kollaborationen mit ausgewählten, namenhaften Designern und Marken der Mode- und Lifestyle- Branche entwickelt werden oder im internationalen Büro in Paris geschaffen werden. Dies alles erfolgt mit dem Ziel, altbewährte Klassiker aus einer neuen Perspektive zu interpretieren und auf diese Weise neue Zielgruppen anzusprechen, wobei Komfort und Funktionalität weiter im Vordergrund stehen.

1.4 Produktentwicklung und Design

Die Aktivitäten rund um Produktentwicklung und Design beziehen sich bei der BS KG auf den Produktentwicklungsprozess, d.h. die Umsetzung einer Idee in ein kommerziell erfolgreiches Produkt. Die Aktivitäten des Unternehmens umfassen dabei die Bereiche Produktdesign, Modellentwicklung sowie technische Produktentwicklung und Produktionstechnik. Sichtbar wird die Arbeit der Produktentwicklung vor allem in der Verwendung anderer Materialien, neuartiger Schuhmodelle und innovativer Produkte. Dabei wird nicht nur auf bestehende Produktions- und Verfahrenstechniken aufgesetzt, vielmehr werden diese auch weiter- und neuentwickelt. Im Fokus stehen dabei insbesondere qualitäts- und effizienzsteigernde Maßnahmen, sowie die Etablierung nachhaltiger Produktions- und Verarbeitungsverfahren.

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen 3, 4, 5, 6

Die Weltkonjunktur war auch im Jahr 2022 sehr stark durch negative Schocks auf der Angebotsseite geprägt, insbesondere durch Engpässe auf den globalen Energiemärkten als Folge der geopolitischen Spannungen, sowie Schwierigkeiten bei der Lieferung von Rohstoffen und industriellen Vorprodukten aufgrund der nach wie vor bestehenden Störungen der globalen Lieferketten - eine Langzeitwirkung der COVID-19-Pandemie. Die konjunkturelle Entwicklung verlief in den verschiedenen Regionen der Welt anfangs uneinheitlich, glich sich im weiteren Jahresverlauf aber an.

3 https://www.bmwk.de/Redaktion/DE/Schlaglichter-der-Wirtschaftspolitik/2022/12/13-die-lage-der-weltwirtschaft-zum-ende-des-jahres-2022.html
4 https://www.bmwk.de/Redaktion/DE/Schlaglichter-der-Wirtschaftspolitik/2022/06/17-weltwirtschaft.html
5 https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2022/11/PD22_493_811.html
6 Bundesverband der Schuh- und Lederindustrie e.V., Pressekonferenz am 29.08.2022

Während sich die konjunkturelle Dynamik in Europa und den Vereinigten Staaten bereits im ersten Quartal 2022 schon deutliche abkühlte, präsentierte sich die Wirtschaft der Volksrepublik China anfangs noch in relativ robuster Verfassung. Im zweiten Quartal 2022 geriet der Motor der Weltwirtschaft insgesamt ins Stottern. Die US-Wirtschaft schrumpfte im zweiten Quartal 2022 erneut. Für das gleiche Quartal verzeichnete die Volksrepublik China das niedrigste Wachstum (mit Ausnahme des Pandemiejahres 2020) der letzten vier Jahrzehnte. Ebenso zeigt die Eurozone über die Quartale verteilt einen schwachen Zuwachs: Das BIP Europas stieg im ersten Quartal 2022 lediglich um 0,8%, im vierten Quartal des Vorjahres waren es 0,4%. 7 Grund für die anhaltende Schwäche waren insbesondere Lieferengpässe und hohe Energiepreise, die sich im Wesentlichen im Zuge des Konfliktes in der Ukraine nochmals verschärften. Große Volkswirtschaften der Eurozone vermeldeten teils geringe Wachstumsraten, oder waren sogar mit einer stagnierenden oder gar leicht schrumpfenden Wirtschaft konfrontiert, so etwa Frankreich und Italien (-0,2%). Lediglich einige Mitgliedsstaaten wie Portugal (+2,6%), wiesen ein nennenswertes Wachstum auf.

Anders als in den Jahren zuvor fiel China als Stabilisator der Weltwirtschaft aus. Die Null-Toleranz-Corona-Politik der chinesischen Machthaber und der Einbruch des Immobilienmarkts haben Chinas Wirtschaft im vergangenen Jahr belastet. Nach offiziellen Angaben der Regierung ist die Wirtschaft im Reich der Mitte im Jahr 2022 nur drei Prozent gewachsen. Demnach fiel das Wachstum der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt im Dezember im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf 2,9 Prozent, im November 2022 waren es noch 3,9 Prozent gewesen. Im Jahr 2021 hatte das Wachstum noch 8,1 Prozent betragen.

Westliche Institute und Medien hatten jedoch in der Vergangenheit wiederholt Zweifel an der Richtigkeit der offiziellen Konjunkturdaten angemeldet. Kein Zweifel besteht indessen daran, dass westliche Unternehmen, darunter auch die großen Sportartikelhersteller unter der lahmenden Konjunktur in China leiden. Einzelne Hersteller mussten infolge der rigorosen Lockdown-Maßnahmen Umsatzeinbrüche von bis zu 35% verkraften. Die Gesellschaft hat diese Entwicklungen nicht zu spüren bekommen - die Gesellschaft setzt bei der Erschließung des chinesischen Marktes auf einen vorsichtigen, sich selbst tragenden Ausbau des E-Commerce. Die Schließung des Retails in Greater China blieb somit ohne Auswirkungen auf das Geschäft.

Zusammengefasst lässt sich festhalten, dass die Expansion der Weltwirtschaft unter dem Einfluss hoher Energiekosten, weiterhin bestehender Lieferengpässe und großer geopolitischer Unsicherheiten im ersten Halbjahr 2022 mehr oder weniger zum Stillstand gekommen ist. Vor allem die nachlassende Wachstumsdynamik in China und in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften sorgte für eine Verlangsamung des globalen Wachstums. Als stabilisierender Faktor erwiesen sich die Schwellenländer Südostasiens und Lateinamerikas. Während anfangs vor allem die Schocks auf der Angebotsseite der Weltwirtschaft einen Dämpfer gab, dämpfte die von dem starken Anstieg der Energiepreise angeheizte Inflation die Konsumlaune.

Das deutsche Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist im 1. Quartal 2022 gegenüber dem 4. Quartal 2021 - preis-, saison- und kalenderbereinigt - um 0,8% gestiegen. Nach der Erholung der deutschen Wirtschaft im Sommer 2021 und dem Rückgang zum Jahresende 2021 nahm die Wirtschaftsleistung im 1. Quartal 2022 damit wieder leicht zu. Dazu trugen vor allem höhere Investitionen bei, während der Außenbeitrag das Wirtschaftswachstum bremste. Seit Ende Februar 2022 beeinflussen die wirtschaftlichen Auswirkungen des Konflikts in der Ukraine signifikant die konjunkturelle Entwicklung.

Das (BIP) war im 2. Quartal 2022 gegenüber dem 1. Quartal 2022 - preis-, saison- und kalenderbereinigt - unverändert (0,0%). Gestützt wurde die Wirtschaft vor allem von den privaten und staatlichen Konsumausgaben, während der Außenbeitrag das Wirtschaftswachstum dämpfte. Die schwierigen weltwirtschaftlichen Rahmenbedingungen mit anhaltender Corona-Pandemie, gestörten Lieferketten, steigenden Preisen und dem Konflikt in der Ukraine schlagen sich deutlich in der konjunkturellen Entwicklung nieder.

In diesem herausfordernden weltwirtschaftlichen Umfeld erwies sich die deutsche Wirtschaft im Berichtszeitraum als robust. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist im 3. Quartal 2022 gegenüber dem 2. Quartal 2022 - preis-, saison- und kalenderbereinigt - um 0,4% gestiegen.

7 Statista, zuletzt aufgerufen am 19.01.2023 https://de.statista.com/statistik/daten/studie/38319/umfrage/veraenderung-des-bip-in-eu27-und-er17-gegenueber-vorquartal/#:~:text=Wachstum%20des%20
Bruttoinlandsprodukts%20(BIP)%20in,Quartal%202022&text=Im%203.,5%20Prozent%20gegen%C3%BCber%20dem%20Vorjahresquartal.

Auch die deutsche Schuhbranche zeigte 2022 weiterhin Anzeichen einer Erholung. Der Umsatz der deutschen Schuhhersteller ist in den ersten sechs Monaten von 2022 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum von 1,44 auf 1,60 Milliarden Euro gestiegen. Dies entspricht einem Anstieg der Verkaufserlöse um 11,6%. Mit 1,3 Milliarden Euro lag der Inlandsumsatz 11,4% über dem Inlandsumsatz des ersten Halbjahres 2021. Der Auslandsumsatz erhöhte sich im ersten Halbjahr 2022 im Vergleich zum ersten Halbjahr 2021 von 253 auf 285 Millionen Euro. Das Umsatzniveau vor der Corona Pandemie ist allerdings noch nicht wieder erreicht.

Der Angriff Russlands auf die Ukraine hatte keine nennenswerten Auswirkungen auf die Geschäftsentwicklung der Gesellschaft. Der Vertrag mit dem russischen Distributor wurde bereits zum 31. Dezember 2021, also vor dem Angriff Russlands, beendet. Birkenstock unterhielt im abgelaufenen Geschäftsjahr weder in der Ukraine noch in Russland Standorte, Vertriebsorganisationen oder eigene Stores. Weder im Berichtszeitraum noch in den Jahren zuvor erzielte die Gesellschaft in den beiden Ländern nennenswerte Umsätze. Die Sanktionen der EU haben keinerlei Auswirkungen auf die Geschäftsentwicklung der Gesellschaft. Zudem wurden aus keinem der beiden Ländern Vorprodukte oder Rohstoffe bezogen.

Die Auswirkungen beschränken sich somit auf den allgemeinen Anstieg der Energie- und Rohstoffpreise. Diese waren jedoch signifikant und haben im abgelaufenen Geschäftsjahr Zusatzkosten in Höhe eines mittleren zweistelligen Millionen-Euro-Betrags verursacht. Kompensiert wurde dieser Effekt durch eine für die Gesellschaft günstige Entwicklung des Wechselkurses für den US-Dollar.

2.2 Geschäftsverlauf

Die wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren für den Birkenstock-Konzern sind die Umsatzerlöse sowie das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Earnings Before Interest, Taxes, Depreciation and Amortization "EBITDA"), bereinigt um Einmal- und nicht operative Effekte.

Das Geschäftsjahr 2021/2022 der BS KG verlief aus Sicht der Geschäftsführung äußerst erfolgreich. Die allgemeinen weltwirtschaftlichen Herausforderungen konnten dem operativen Geschäft nichts anhaben. Umsatz und EBITDA entwickelten sich aller Widrigkeiten überaus positiv. Das Geschäftsmodell, das auf Wertschöpfung innerhalb der Unternehmensgruppe setzt, erwies sich einmal mehr als wesentlicher Wettbewerbsfaktor und Stabilisator und schirmte das operative Geschäft weitgehend von den Störungen der globalen Lieferkette ab.

Alle Vertriebskanäle (Wholesale, Online, Retail) haben sich im Berichtszeitraum positiv entwickelt und die gestiegenen Umsatzerlöse konnten gestiegene Kosten, insbesondere im Bereich Materialeinkaufund Frachtkosten, überkompensieren.

Auch der Auftragsbestand zum Geschäftsjahresende ist gestiegen. Zum 30. September 2021 betrug dieser EUR 549,9 Mio., zum 30. September 2022 EUR 572,4 Mio. Dies entspricht einer Steigerung von 4,1%. Der Auftragsbestand in diesem Zusammenhang bezieht sich rein auf den Vertriebskanal Wholesale.

Das operative Ergebnis der BS KG hat sich im Geschäftsjahr 2022 sehr zufriedenstellend entwickelt und die im Lagebericht des Vorjahres getroffene Prognose erfüllt. Das berichtete EBITDA (EUR 373,9 Mio.) war jedoch beeinflusst durch Sondereffekte (EUR 20 Mio.), welche im Wesentlichen aus Effekten der Kaufpreisallokation (EUR 24,0 Mio.) resultieren. Infolgedessen beträgt das bereinigte Konzernergebnis (EBITDA) EUR 393,9 Mio. Dies entspricht 31,8% der Umsatzerlöse.

2.3 Zusammengefasste Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf

Insgesamt beurteilen wir auf Basis unserer sehr starken Umsatz- und EBITDA-Entwicklung sowie unserer ertragsstarken Produkte die Ertragslage des Birkenstock Konzerns als sehr positiv.

3 Ertragslage

Die Ertragslage des Konzerns stellt sich wie folgt dar:

2022 2021
TEUR % TEUR %
Umsatzerlöse 1.239.521 100,0% 462.660 100,0%
Bestandsveränderungen 173.764 14,0% 253.063 54,7%
Gesamtleistung 1.413.285 114,0% 715.723 154,7%
sonstige betriebliche Erträge 68.223 5,5% 59.563 12,9%
Materialaufwand -463.019 -37,4% -486.416 -105,1%
Personalaufwand -233.160 -18,8% -84.128 -18,2%
Sonstige betriebliche Aufwendungen -411.206 -33,2% -248.097 -53,6%
Sonstige Steuern -225 0,0% -112 0,0%
EBITDA 373.898 30,2% -43.466 -9,4%
Abschreibungen -248.472 -20,0% -102.216 -22,1%
Betriebsergebnis (EBIT) 125.427 10,1% -145.682 -31,5%
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 90 0,0% 62 0,0%
Sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen -81.957 -6,6% -34.044 -7,4%
Finanzergebnis -81.867 -6,6% -33.982 -7,3%
Ergebnis vor Steuern 43.560 3,5% -179.665 -38,8%
Steuern vorn Einkommen und vom Ertrag 4.117 0,3% 21.044 4,5%
Konzern-Jahresüberschuss 47.677 3,8% -158.621 -34,3%

Das Geschäftsjahr 2021 beinhaltet nur 5 Monate operatives Geschäft. Die Vergleichbarkeit der beiden Perioden ist daher eingeschränkt.

Die Umsatzerlöse in Höhe von EUR 1.239,5 Mio. (i.Vj: EUR 462,7 Mio.) ergeben sich aus dem operativen Geschäft. Hier sind alle Vertriebsbereiche wie Großhandel, Online-Handel, Einzelhandel sowie Lizenzeinnahmen abgebildet. Dabei entfallen rund 12,8% (i.Vj.: 16,5%) des Konzernumsatzes auf Deutschland, 15,5% (i.Vj.: 17,1%) auf die übrigen Länder der EU und 71,7% (i.Vj.: 66,4%) auf Länder außerhalb Europas.

Die Bestandsveränderungen in Höhe von EUR 173,8 Mio. (i.Vj.: EUR 253,1 Mio.) ergeben sich im Wesentlichen aus Bestandserhöhungen von Fertigerzeugnissen. Die hohe Bestandserhöhung im Rumpfgeschäftsjahr war überwiegend technischer Natur. Im Rahmen des Asset-Deals hat die BS KG unfertige und fertige Erzeugnisse in Höhe von EUR 377,7 Mio. erworben. Diese wurden als Handelsware eingebucht und im Laufe des Rumpfgeschäftsjahres 2021 nahezu vollständig verkauft. Die damit verbundene Minderung des Handelswarenbestandes wurde nicht in den Bestandsveränderungen, sondern in den Materialaufwendungen ausgewiesen.

Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von EUR 68,2 Mio. (i.Vj.: EUR 59,6 Mio.) umfassen im Wesentlichen Erträge aus Währungskursdifferenzen in Höhe von EUR 58,7 Mio. (i.Vj.: EUR 47,6 Mio.), insbesondere aus Veränderungen des USD/EUR-Wechselkurses.

Der Materialaufwand in Höhe von EUR 463,0 Mio. (i.Vj.: EUR 486,4 Mio.) beinhaltet insbesondere Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren sowie Aufwendungen für bezogene Leistungen, insbesondere Zeitarbeit.

Die Abschreibungen in Höhe von insgesamt EUR 248,5 Mio. (i.Vj.: EUR 102,2 Mio.) ergeben sich maßgeblich aus Abschreibungen auf durch die Kaufpreisallokation aufgewertete immaterielle Vermögensgegenstände als auch den daraus resultierenden Goodwill.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten Aufwendungen für Frachten und Logistik in Höhe von EUR 140,5 Mio. (i.Vj.: EUR 47,5 Mio.), Marketing in Höhe von EUR 93,9 Mio. (i.Vj.: EUR 33,3 Mio.), Rechts- und Beratungskosten in Höhe von EUR 44,9 Mio. (i.Vj.: EUR 29,8 Mio.), Aufwendungen aus Währungskursdifferenzen in Höhe von EUR 27,5 Mio. (i.Vj.: EUR 32,6 Mio.), Miete, Pacht und Grundstückskosten in Höhe von EUR 27,1 Mio. (i.Vj.: EUR 12,2 Mio.), Instandhaltung und Reparatur von Maschinen und Gebäuden, Mieten und Leasing in Höhe von EUR 10,2 Mio. (i.Vj.: EUR 3,1Mio.), sowie übrige betriebliche Aufwendungen in Höhe von EUR 58,4 Mio. (i.Vj.: EUR 86,9 Mio.).

Das Finanzergebnis von EUR -81,9 Mio. (i.Vj.: EUR -34.0 Mio.) ist durch Zinsaufwendungen von EUR 81,9 Mio. (i.Vj.: EUR 34,0 Mio.) bestimmt. Davon betreffen EUR 45,5 Mio. (i.Vj.: EUR 18,9 Mio.) Zinsaufwendungen auf von Dritten erhaltener Finanzierungsmittel, wovon sich der überwiegende Teil auf die Term-Loan-B Finanzierungen in Höhe von EUR 375 Mio. und USD 839,3 Mio (i.Vj.: USD 850 Mio.) bezieht. Weitere Zinsaufwendungen von EUR 36,4 Mio. (i.Vj.: EUR 15,1 Mio.) ergeben sich aus den mittelbaren Gesellschafterdarlehen in Höhe von insgesamt EUR 705 Mio.

4 Finanzlage

Oberste Ziele des Finanzmanagements sind die Sicherung der Liquidität und die nachhaltige Steigerung des Unternehmenswertes. Die Optimierung der Kapitalstruktur und ein effektives Risikomanagement sollen dabei ebenso zur Zielerreichung beitragen wie die Reduzierung der Finanzierungskosten.

Zum Bilanzstichtag bestehen Darlehensverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von EUR 1.236,1 Mio. (i.Vj. EUR 1.126,6 Mio.). Diese bestehen im Wesentlichen aus zwei Term-Loan-B Finanzierungen in Höhe von EUR 375 Mio. und USD 839,3 Mio. Beide Darlehen werden am 30.04.2028 fällig. Darüber hinaus hat die Gesellschaft von Ihren mittelbaren Gesellschaftern im Vorjahr zwei Darlehen in Höhe von EUR 430 Mio. sowie von EUR 275 Mio. mit einer Laufzeit von 8 bzw. 8,5 Jahren erhalten.

Bei dem Darlehen in Höhe von EUR 430,0 Mio. handelt es sich originär um eine Anleihe, welche von der BK LC Lux Finco 1 S.à r.l. emittiert wurde. Die Emissionserlöse nach Abzug der Transaktionskosten wurden umgehend an die BS KG zur Finanzierung der Transaktion weitergeleitet. Im Berichtsjahr wurden EUR 1,5 Mio. zurückgeführt, so dass das Darlehen am 30.09.2022 mit EUR 428,5 Mio. valutiert.

Ferner steht der Gesellschaft ein weiterer Kreditrahmen zur Verfügung. Auf der Grundlage einer Asset-Backed-Lending Facility können bei einer Laufzeit von 5 Jahren revolvierend weitere Finanzmittel bis maximal EUR 200 Mio. abgerufen werden. Zum Bilanzstichtag 30. September 2022 sind keine Mittel aus dem vorgenannten Kreditrahmen gezogen worden.

Die BS KG hat sich im Zusammenhang mit dem Abschluss der zuvor genannten Finanzierungsverträge zur Einhaltung regelmäßiger Informationsvereinbarungen verpflichtet (Information Covenants). Darüber hinaus ist die BS KG im Rahmen dieser Finanzierungsverträge zur Einhaltung diverser weiterer Auflagen verpflichtet (General Undertakings) bzw. muss bei Eintreten eines vertraglich definierten Ereignisses den Nachweis über die Einhaltung einer bestimmten finanziellen Auflage erbringen (Financial Covenant). Im Rahmen der Anleiheemission der BK LC Lux Finco 1 S.à r.l. bestehen die vorgenannten Verpflichtungen gegenüber den Erwerbern dieser Anleihe. Der Geschäftsführung sind zum Bilanzstichtag nach bestem Wissen keine Hinweise bekannt, dass die vereinbarten Auflagen in Zukunft nicht eingehalten werden können.

Der Finanzmittelbestand zum Bilanzstichtag beträgt EUR 303,7 Mio. Hinsichtlich der Liquiditätsentwicklung des Birkenstock-Konzerns im Geschäftsjahr 2022 wird auf die Konzern-Kapitalflussrechnung verwiesen. Daraus gehen Einzelheiten zum Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit, Investitionstätigkeit und Finanzierungstätigkeit hervor.

Liquidität

Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit

Aus laufender Geschäftstätigkeit generierte der Birkenstock Konzern einen Mittelzufluss in Höhe von EUR 216,3 Mio. Der Mittelzufluss resultiert im Wesentlichen aus Abschreibungen (EUR 248,5 Mio.), der Zunahme von Rückstellungen (EUR 58,5 Mio.) sowie Zinsaufwendungen (EUR 81,9 Mio.) und wird im Wesentlichen durch die Veränderungen der Aktiva und Passiva (EUR 195.7 Mio.) leicht kompensiert.

Cashflow aus Investitionstätigkeit

Der Mittelabfluss aufgrund der Investitionstätigkeit des Konzerns beläuft sich auf EUR 72,8 Mio. Die Auszahlungen aus der Investitionstätigkeit betreffen fast ausschließlich Zahlungen, i.H.v. EUR 70,0 Mio.in das Sachanlagevermögen, die im Wesentlichen das neue Werk in Pasewalk betreffen. Für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen wurden Auszahlungen von EUR 1,9 Mio. getätigt.

Cashflow aus Finanzierungstätigkeit

Der Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit betrug im Geschäftsjahr 2021/2022 EUR 76,4 Mio. Dies ist im Wesentlichen auf Tilgungen der Finanzkredite von EUR 9,5 Mio. als auch gezahlte Zinsen von EUR 66,9 Mio. zurückzuführen.

5 Vermögenslage

Die Vermögenslage des Konzerns ergibt sich wie folgt:

30.09.2022 30.09.2021
Aktivseite TEUR % TEUR %
A. Anlagevermögen 3.164.389 75,7% 3.202.995 80,9%
Immaterielle Vermögensgegenstände 2.959.195 70,8% 3.055.065 77,1%
Sachanlagen 205.194 4,9% 147.930 3,7%
B. Umlaufvermögen 955.120 22,9% 724.321 18,3%
Vorräte 542.631 13,0% 360.761 9,1%
Forderungen und sonstige VG 108.788 2,6% 131.174 3,3%
Kassenbestand, Guthaben bei KI 303.701 7,3% 232.386 5,9%
C. Rechnungsabgrenzungsposten 9.581 0,2% 2.147 0,1%
D. Aktive latente Steuern 49.472 1,2% 31.227 0,8%
Aktiva 4.178.562 100,0% 3.960.690 100,0%
30.09.2022 30.09.2021
Passivseite TEUR % TEUR %
A. Eigenkapital 1.955.909 46,8% 1.906.398 48,1%
B. Passiver Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung 3.222 0,1% 5.440 0,1%
C. Rückstellungen 151.647 3,6% 72.960 1,8%
D. Verbindlichkeiten 2.065.704 49,4% 1.974.404 49,8%
Verbindlichkeiten gegenüber KI 1.259.786 30,1% 1.126.643 28,4%
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 1.924 0,0% 2.326 0,1%
Verbindlichkeiten aus LuL 54.257 1,3% 66.399 1,7%
Verbindlichkeiten gegenüber vU 731.517 17,5% 720.126 18,2%
Sonstige Verbindlichkeiten 18.220 0,4% 58.910 1,5%
E. Rechnungsabgrenzungsposten 2.080 0,0% 1.487 0,0%
Passiva 4.178.562 100,0% 3.960.690 100,0%

Das Anlagevermögen des Birkenstock-Konzerns beträgt zum 30.09.2022 insgesamt EUR 3.164 Mio. (i.Vj. EUR 3.203 Mio.) und somit 75,7% (i.Vj. 80,9%) des Gesamtvermögens.

Die immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens resultieren zum einen aus entgeltlich erworbener Markenrechte insbesondere dem Markennamen "Birkenstock" in Höhe von insgesamt EUR 1.449,3 Mio. (i.Vj. EUR 1.293,6 Mio.). Die Marken werden planmäßig über eine Nutzungsdauer von 30 Jahren abgeschrieben. Der Anstieg im Berichtsjahr ist auf Währungskurseffekte der US-Marke zurückzuführen. Des Weiteren enthalten die immateriellen Vermögensgegenstände Geschäfts- und Firmenwerte in Höhe von EUR 1.506,1 Mio. (i.Vj. EUR 1.738,2 Mio.), die im Rahmen des Erwerbs der Birkenstock Gruppe zum 30. April 2021 erworben wurden.

Die Vorräte (EUR 542,6 Mio.; i.Vj. EUR 360,8 Mio.) beinhalten insbesondere fertige Erzeugnisse und Waren in Höhe von EUR 443,7 Mio. (i.Vj. EUR 271,3 Mio.) Der Anstieg ist unter anderem auf das insgesamt zweistellige Wachstum des Unternehmens zurückzuführen. Darüber hinaus wirkt sich durch Vorproduktion für anstehende Lieferungen in Überseemärkte für die nächste Saison ein saisonaler Effekt aus und eine allgemeine Erhöhung der Herstellkosten je gefertigtem Produkt. Zudem ist eine Erhöhung der Lagerbestände Teil der Risikominimierung (Sicherheitsbestand) als Folge der aktuellen Herausforderungen in der Lieferkette.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 58,9 Mio. (i.Vj. EUR 55,7 Mio.) sowie sonstige Vermögensgegenstände in Höhe von EUR 49,9 (i.Vj. EUR 75,5 Mio.). Die Reduzierung der sonstigen Vermögensgegenstände gegenüber dem Vorjahr resultiert im Wesentlichen aus dem Ausgleich von Umsatzsteuerforderungen.

Das Eigenkapital beträgt im Berichtsjahr EUR 1.955,9 Mio. (i.Vj. EUR 1.906,4 Mio.). Die Eigenkapitalquote beträgt zum Abschlussstichtag 46,8% (i.Vj. 48,1%).

Den wesentlichen Posten in den Rückstellungen machen die sonstigen Rückstellungen mit EUR 128,0 Mio. (i.Vj. EUR 69,5 Mio.) aus. Davon entfallen EUR 36,6 Mio. (i. Vj. EUR 18,4 Mio.) auf Rückstellungen für ausstehende Rechnungen, EUR 33,2 Mio. (i.Vj. EUR 25,7 Mio.) auf Personalrückstellungen, EUR 17,4 Mio. (i.Vj. EUR 8,2 Mio.) auf Rückstellungen für Rechtskosten und Prozessrisiken, EUR 36,6 Mio. (i. Vj. EUR 18,4 Mio.) auf sonstige Rückstellungen.

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betragen zum Jahresabschlussstichtag EUR 1.259,8 Mio. (i.Vj. EUR 1.126,6 Mio.) und umfassen zwei Senior Term Facilities mit Nominalbeträgen von USD 850,0 Mio. und EUR 375,0 Mio. Der Anstieg der Bankdarlehen gegenüber dem Vorjahr ist ausschließlich durch Währungskurseffekte der in USD valutierenden Fazilität begründet. Das USD Term Loan B wurde im Berichtsjahr planmäßig bedient, während für das EUR Term Loan B Endfälligkeit vereinbart ist. Unter den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen werden Darlehen von Gesellschaftern einschließlich aufgelaufener Zinsen von insgesamt EUR 731,5 Mio. (i.Vj. EUR 720,1 Mio.) ausgewiesen. Die übrigen Verbindlichkeiten setzen sich im Wesentlichen aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen von EUR 54,3 Mio. (i.Vj. EUR 66,4 Mio.) und sonstigen Verbindlichkeiten von EUR 17,3 Mio. (i.Vj. EUR 58,9 Mio.) zusammen.

6 Prognose, Risiko- und Chancenbericht

6.1 Prognosebericht

Die BS KG rechnet auch für die Zukunft im Bereich Schuhe und Sandalen mit orthopädischem Fußbett, verbunden mit modischem Design und hoher Qualität, mit einer weiter steigenden Nachfrage. Der Birkenstock Konzern ist aus unserer Sicht am Markt sehr gut positioniert von dieser Entwicklung zu profitieren. Diese Prognose stützt sich in erster Linie auf die Nachfragesignale aus den eigenen Absatzkanälen.

Gleichzeitig bleibt festzuhalten, dass weiter Unsicherheiten in Bezug auf die geopolitische Situation, die Stabilität der globalen Lieferketten, die Entwicklung der Inflation, sowie die COVID19-Pandemie bestehen. Wir sind aber zuversichtlich, dass unser Geschäftsmodell es uns erlaubt, in diesem heraus-fordernden Umfeld erfolgreich zu operieren.

Die Umsatzerlöse bewegten sich in den ersten Monaten des laufenden Geschäftsjahres 2022/2023 über den Erwartungen. Es wird erwartet, dass die Anzahl der verkauften Paar Schuhe und damit die Umsatzerlöse im Geschäftsjahr 2022/2023 deutlich steigen. Der Anstieg resultiert aus einem steigenden Anteil des Online-Geschäfts als auch dem Ausbau des Direktvertriebs durch eigene Vertriebsgesellschaften.

Für das Geschäftsjahr 2022/2023 wird gegenüber dem Geschäftsjahr 2021/2022 ein deutlich gestiegenes und positives EBITDA erwartet. Neben der positiven Absatzentwicklung führt dazu auch der Wegfall der meisten Einmaleffekte aus Transaktion und Finanzierung.

6.2 Risikobericht

Die Geschäftstätigkeit der Birkenstock Group ist maßgeblich von wirtschaftlichen Bedingungen beeinflusst, die sich auf die Verbraucherausgaben auswirken. Faktoren wie die allgemeine konjunkturelle Lage, Zinssätze, Beschaffenheit des Aktienmarkts, Wechselkurse, Rezession, Inflation, politische Unsicherheit, die Verfügbarkeit von Verbraucherkrediten, Besteuerung, Arbeitslosigkeit und andere Angelegenheiten, haben Auswirkungen auf die Verbraucherausgaben. In Zeiten eines längeren wirtschaftlichen Abschwungs besteht die Gefahr, dass wir aufgrund allgemein geringerer Verbraucherausgaben rückläufige Umsätze verzeichnen. Seit Anfang 2020 ist der Hauptfaktor für die weltweit zunehmende wirtschaftliche Unsicherheit die COVID-19-Pandemie, die zu erheblichen wirtschaftlichen Belastungen geführt hat sowie zu einer erhöhten Volatilität an den Finanzmärkten und insgesamt zu einer schwächeren Nachfrage in der Weltwirtschaft.

Auch wenn ein Angebot von wirksamen Impfstoffen und eine hohe Impfgeschwindigkeit Lockdowns und ähnliche behördlichen Einschränkungen unwahrscheinlicher werden lassen, ist die Unsicherheit über die Auswirkungen COVID-19-Pandemie auf die weltweite Konjunktur weiterhin gegeben. Corona-Infektionen bremsen weiterhin zumindest regional die wirtschaftliche Aktivität. Globale Lieferengpässe behindern den Aufschwung der Industrieproduktion. Ursächlich dafür sind u.a. Kapazitätsprobleme im Logistiksystem, insbesondere im Seeverkehr, die sich in drastisch gestiegenen Frachtraten äußert. Zudem sind die Produktionskapazitäten zurzeit nicht in der Lage, den hohen Nachfragebedarf zu befriedigen.

Die Auswirkungen des Ukraine-Konflikts führen zu angebotsseitigen Engpässen und haben insbesondere zu steigenden Energiepreisen und somit zu einem starken Anstieg der Inflation geführt. So waren im Jahre 2022 zum Teil Inflationsraten von über 10% zu verzeichnen. Zum Ende des Jahres 2022 kam es insbesondere auf Grund rückläufiger Energiepreise zu einer Abschwächung des Preisauftriebs. Laut Pressemitteilung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz vom 13. Januar 2023 lag die Inflationsrate in Deutschland im Dezember 2021 bei 8,6%.

Die einzelnen Effekte der COVID-19-Pandemie werden hierbei nicht als einzelnes wesentliches Risiko geführt, sondern fließen in die Risikoeinschätzung der sonstigen zum 30. September 2022 berichteten wesentlichen Risiken ein. Risiken in Bezug auf die künftige Entwicklung der COVID-19-Pandemie sowie des globalen makroökonomischen Umfelds, insbesondere durch erneute langanhaltende flächendeckende Schließungen eines signifikanten Teils des stationären Geschäfts oder einer schwerwiegenden Eintrübung des Konsumentenverhaltens, schlagen sich in diesem Zusammenhang im bestehenden Risiko "Absatzrisiken" nieder.

Darüber hinaus besteht die Sorge, dass das globale wirtschaftliche Klima durch zunehmende geopolitische Spannungen wie den Ukraine-Konflikt sowie durch eskalierende Handelsstreitigkeiten (USA/China) auf globaler Ebene belastet werden könnte.

Die Gesellschaft verfolgt diese Entwicklungen aufmerksam und leitet bei Bedarf zeitnah geeignete unternehmerische Maßnahmen ein, um mögliche negative Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit der Birkenstock-Gruppe minimieren zu können.

Absatzrisiken

Allgemeine Risiken für das Geschäftsklima unserer wichtigsten Absatzmärkte liegen in der Verschuldung des öffentlichen Sektors der OECD-Länder und in der wirtschaftlichen und politischen Stabilität der Zielmärkte in Asien, Amerika und im Nahen Osten.

Eine weitere Expansion westlicher Unternehmen im Wachstumsmarkt China muss die steigenden wirtschaftlichen und geopolitischen im Blickfeld behalten. Während Chinas Aufstieg in den vergangenen Jahrzehnten eine Erfolgsgeschichte war, zeigen sich vermehrt die Risiken eines zentralistischen und zunehmend auf sich selbst bezogenen Wirtschafts- und Regierungssystems. Da das politische System der Volksrepublik zunehmend repressiver wird, mehren sich in den USA und Europa die Stimmen, die Handelsbeziehungen mit China auf den Prüfstand zu stellen. Für Deutschland - und damit auch für die deutsche Wirtschaft - stellt sich die Frage, wie ein Ausgleich der zunehmend chinakritischen Haltung der USA, die eigene geostrategische Interessen in Südostasien verfolgt, mit den eigenen wirtschaftlichen Interessen angesichts der hohen Abhängigkeit der deutschen Exportwirtschaft von China gelingen kann. Auch der schwelende China-Taiwan-Konflikt birgt geopolitische Risiken. Die Möglichkeit einer militärischen Eskalation oder eines Handelskonflikts erschweren derzeit die Planung von Expansionsvorhaben in China.

Aufgrund der zunehmenden Verfügbarkeit von unterschiedlichen Impfstoffen und des deutlichen Fortschritts beim COVID-19-Impfprozess fällt die Risikoeinschätzung hinsichtlich der Folgen der COVID-19-Pandemie auf unsere Geschäftstätigkeit gegenüber dem Vorjahr günstiger aus. Dennoch bleibt der weitere Verlauf der COVID-19-Pandemie abzuwarten, inwieweit sich der Impfprozess entwickelt oder gegeben falls durch neue unbekannte Virusvarianten eine neue COVID-19-Infektionswelle ausgelöst werden könnte.

Die COVID-19-Pandemie konnte unserem Geschäft bislang nichts anhaben. Abgesehen von einer temporären Schließung unserer Produktionsstandorte, während der ersten Infektionswelle, als weder Impfstoffe noch Medikamente verfügbar waren, konnten wir unser Geschäft seit Ausbruch der Pandemie ohne nennenswerte Einschränkungen weiterbetreiben, während die Home-Office-Pflicht zugleich die Nachfrage nach bequemerer Kleidung weiter verstärkt hat. Während abzuwarten bleibt, ob sich neue besorgniserregende Virenvarianten verbreiten, erscheint uns eine Rückkehr zu den Freiheitseinschränkungen der Frühphase der Pandemie im Augenblick schwer vorstellbar. Selbst China hat sich Anfang des Jahres nach wachsenden Protesten der heimischen Bevölkerung von seiner rigorosen Null-Covid-Politik verabschiedet.

54% des Umsatzes werden in der Region Americas erzielt, für deren Hauptmarkt USA wir auch weiterhin eine hohe wirtschaftliche Stabilität erwarten. Dieser größte Einzelmarkt hatte im Berichtszeitraum einen Umsatzanteil von 48%.

Der Umsatzanteil unseres größten Einzelkunden im Geschäftsjahr 2021/22 lag bei 3,2%. Eine Abhängigkeit von einzelnen Kunden ist daher nicht gegeben.

Als ein Risiko für die Erreichung unserer Wachstumsziele sind Engpässe bei der Rekrutierung qualifizierter Mitarbeiter zu nennen. Die Gewinnung und mittel- bis langfristige Bindung geeigneter Mitarbeiter - ein typisches Risiko stark wachsender Unternehmen - ist eine Herausforderung, der sich auch die Gesellschaft gegenüber sieht und der mit entsprechender strategischer Priorität zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit um Talente begegnet wird.

Durch die hohe Qualität unserer Erzeugnisse können allgemeine Produkt- und Wettbewerbsrisiken vermieden werden. Dazu werden die Qualitätssicherungsmaßnahmen permanent weiterentwickelt und weiter ausgebaut. Zudem werden erhebliche Mittel in den Ausbau und die Modernisierung bzw. Automatisierung der Fertigungs- und Logistikkapazitäten investiert, um der gestiegenen Nachfrage Rechnung zu tragen.

Mit zunehmendem Erfolg sieht sich der Konzern verstärkt Markenrechtsverletzungen und Produktkopien bis hin zu Totalfälschungen ausgesetzt. Entsprechende Verstöße werden unter Ausschöpfung aller rechtlichen Möglichkeiten geahndet.

Beschaffungsrisiken

Zur Vermeidung von Beschaffungsrisiken werden Abhängigkeiten von einzelnen Lieferanten minimiert. Hierzu werden zum einen der Vorlieferantenmarkt analysiert und Korrekturen durchgeführt und zum anderen der Beschaffungsmarkt territorial erweitert.

Die Qualität und Sicherheit unserer Produkte sind von höchster Bedeutung für unsere Marke und unsere Reputation. Das Risiko, dass Rohstoffe innerhalb der Lieferkette versehentlich bzw. fahrlässig verunreinigt oder belastet sind oder andere Produktfehler auftreten - sei es durch menschliche Fehler, Anlagenfehler oder andere Faktoren - kann jedoch nicht gänzlich ausgeschlossen werden. Etikettierungsfehler - vor allem im Kosmetikbereich - können möglicherweise ernsthafte Konsequenzen sowohl für die Konsumentensicherheit als auch das Markenimage nach sich ziehen. Aus diesem Grund bedarf es einer eindeutigen und sorgfältigen Etikettierung aller Inhaltsstoffe, damit der Konsument eine informierte Entscheidung bezüglich seines Produktkaufs treffen kann.

Die Einhaltung hoher Standards hinsichtlich Qualität, Sicherheit und Umweltverträglichkeit unserer Produkte und Verpackungen bildet die Basis für das nachhaltige Vertrauen der Konsumenten in unsere Marke. Über den gesamten Beschaffungs- und Herstellungsprozess hinweg unterliegen unsere Produkte durchgängig den hohen Anforderungen unseres Qualitätsmanagementsystems. Bei der Neuentwicklung von Produkten führen wir daher eine intensive Sicherheitsbewertung durch, die auch Verbraucherrückmeldungen berücksichtigt. Risiken aufgrund von Qualitätsproblemen schätzen wir daher maximal als begrenzte Einzelfälle ein, deren Auftreten aber eher unwahrscheinlich ist.

Die Corona-Pandemie hat weltweit erhebliche Auswirkungen auf die Industrieproduktion. Durch Friktionen in den weltweiten Lieferketten können etliche Unternehmen aufgrund fehlender Vorprodukte ihre Produktion nicht aufrechterhalten. Bei der BS KG wird der überwiegende Teil der Wertschöpfung innerhalb der Birkenstock-Unternehmen getätigt, womit die Abhängigkeit von den globalen Lieferketten erheblich geringer ausgeprägt ist als bei der Mehrzahl der Unternehmen der Branche und somit die Gesellschaft weniger stark von der Lieferkettenproblematik betroffen ist.

Die Beschaffungsrisiken werden unter Berücksichtigung der vorgenommenen und geplanten Risikobegrenzungsmaßnahmen als gering eingeschätzt.

Finanzielle Risiken

Ziel des Finanz- und Risikomanagements des Konzerns ist die Sicherung des Unternehmenserfolges gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Alle finanziellen Risiken unterliegen einer ständigen Kontrolle. Gegenmaßnahmen werden dann ergriffen, wenn der Konzern sie als notwendig erachtet.

Zur Absicherung des Liquiditätsrisikos und zur Aufrechterhaltung der Zahlungsfähigkeit wird ein Liquiditätsplan erstellt, der laufend an aktuelle Gegebenheiten angepasst wird und als Basis für die Geldmitteldisposition dient. Beim Management der Finanzdispositionen verfolgt der Birkenstock-Konzern eine konservative Risikopolitik. Der Konzern verfügt über ein effektives Mahnwesen und vergibt Kundenkreditlimits nach Bonitätsprüfungen und ggf. Sicherheiten. Verbindlichkeiten werden in der Regel innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen und unter Ausnutzung von Skonto gezahlt.

Mit Blick auf die weiter zunehmende Internationalisierung wird das Management von Währungsrisiken, insbesondere auf der Absatzseite, künftig eine größere Rolle spielen. Zur Umsetzung von Währungssicherungen werden Devisentermingeschäfte (Forwards) eingesetzt und die Entwicklung der für die Gesellschaft relevanten Währungen wird laufend überwacht. Zudem können sich Zinsrisiken aus der zukünftigen Entwicklung der Zinssätze ergeben. Deshalb werden sowohl zur Zinssicherung als auch zur Absicherung von Währungsrisiken derivative Finanzinstrumente in Zukunft an Bedeutung gewinnen.

Die finanziellen Risiken für den Konzern werden insgesamt als gering eingestuft.

IT-Risiken

Unsere IT-gestützten Geschäftsprozesse sind allgemeinen Risiken der Informationssicherheit ausgesetzt. Aus menschlichen Fehlern, organisatorischen oder technischen Verfahren und/oder Sicherheitslücken bei der Informationsverarbeitung können Risiken entstehen, die die Vertraulichkeit, Verfügbarkeit und Integrität von Informationen und personenbezogenen Daten gefährden. Daher werden die IT-Systeme fortlaufend analysiert und bei Bedarf erweitert bzw. aktualisiert.

Gemeinsam mit den verantwortlichen Geschäftsleitern, dem Global Privacy Officer, lokalen Datenschutzbeauftragten und Datenschutzkoordinatoren des Konzerns stellen die internen IT- Fachleute im Rahmen des Privacy Compliance Programs sicher, dass personenbezogene Daten nur im Einklang mit den jeweils einschlägigen gesetzlichen Regelungen verarbeitet werden.

Die Anforderungen der DSGVO, der nationalen Datenschutzgesetze einzelner EU-Mitgliedsstaaten und darüber hinausgehende gesetzliche Anforderungen werden fortlaufend analysiert und das europäische Datenschutzmanagementsystem entsprechend angepasst und erweitert.

Die Verantwortlichen in den außereuropäischen Gesellschaften werden regelmäßig durch die Abteilung des Global Privacy Officers über neue datenschutzrechtliche Anforderungen und Entwicklungen informiert, damit in den Regionen eine eigenverantwortliche Umsetzung erfolgen kann. Der Reifegrad der Umsetzung wird regelmäßig durch die Abteilung des Global Privacy Officers auditiert.

Diese Maßnahmen werden es weiterhin ermöglichen, die Geschäftsinformationen des Konzerns sowie die Privatsphäre der Geschäftspartner, Kunden und Mitarbeiter zu schützen und angemessen auf mögliche neue Risiken zu reagieren.

Zur Sicherstellung und Risikominimierung sind präventive Kontrollen in die Projektmethodik eingebettet. Eine angemessene und erprobte Projektmethodik, das damit verbundene Projektcontrolling, die Überwachung durch das in Geschäftsleitung angesiedelte Steering Committee und ein profundes Test- und Releasemanagement mildern die Risiken in Bezug auf Kosten und Zeit.

Zusammenfassende Beurteilung

Die Geschäftslage und die weitere Entwicklung des Birkenstock-Konzerns werden positiv eingeschätzt. Die finanzielle und wirtschaftliche Lage der Muttergesellschaft und der gesamten Gruppe sind stabil. Risiken, die den Fortbestand des Konzerns gefährden, sind zurzeit nicht erkennbar.

Chancenbericht: Künftige Wachstumschancen resultieren aus dem Ausbau von bestehenden Märkten als auch aus der Erschließung neuer Zielgruppen und neuer Absatzmärkte. Zusätzliches Potenzial ergibt sich durch den Fokus auf die eigenen DTC-Kanäle (Online und Retail).

Auf der Basis starker Strukturen liegen die Chancen auf weiteres Wachstum in allen Regionen insbesondere Amerika und Europa aber auch in Asia & Pazifik und Middle East & India. Wachstumschancen versprechen wir uns dabei durch den Ausbau des Online-Vertriebskanals, insbesondere in unserem größten Markt (USA).

Wie für alle globalen Marken ist der eigene Retail auch für die BS KG von besonderer strategischer Bedeutung - und zwar nicht nur als Absatzweg, sondern auch als Instrument der Markendarstellung, als Experimentierfeld für die Produktentwicklung und als Marktforschungs-Plattform. Daher sollen die eigenen Retail-Aktivitäten in Zukunft weiter gezielt ausgebaut werden. Die Marken-Stores sollen Leuchtturm-Charakter haben und dem Handel als Orientierungspunkt für die Sortimentsgestaltung und die Warenpräsentation dienen. Zudem sollen die Endverbraucher die Möglichkeit haben, die Kollektion in ihrer ganzen Breite zu erleben. Aus dem direkten Kontakt mit den Endverbrauchern werden wertvolle Erkenntnisse für die Produktentwicklung gewonnen.

Weitere Wachstumschancen liegen in der Intensivierung der Vertriebsaktivitäten mit klarem Fokus auf Stärkung der Marke Birkenstock und Förderung des Abverkaufs. Wir unterstützen unsere Kunden verstärkt bei der Präsentation der Marke am POS (Point of Sale) und betreiben Öffentlichkeitsarbeit und in einem größeren Umfang Performancemarketing. Der Schuhfachhandel bleibt dabei aufgrund seiner Beratungskompetenz im Hinblick auf die Funktion, den Tragekomfort und die Qualität unserer Produkte weiterhin eine tragende Säule der Vertriebsstrategie.

Um dem starken Wachstum im Produktbereich EVA und PU gerecht zu werden, wurde im Geschäftsjahr 2021/2022 ein Grundstück im Gebiet der Stadt Pasewalk (Landkreis Vorpommern-Greifswald) gekauft und mit dem Bau eines Produktions- und Bürogebäudes begonnen. Das Investitionsvolumen (inklusive Maschinenpark) beträgt ca. EUR 110 Mio. Mit der Fertigstellung des Gebäudes wird im 4. Quartal im Geschäftsjahr 2022/2023 gerechnet. Der Produktionsstart ist geplant für September 2023.

Unter Berücksichtigung aller Chancen und Risiken gehen wir davon aus, dass sich die positive Entwicklung, die sich auch im laufenden Geschäftsjahr 2022/2023 im Jahresergebnis widergespiegelt hat, weiter fortsetzt.

 

Linz am Rhein, den 24. Januar 2023

Birkenstock Administration B.V

Oliver Reichert

Konzernbilanz zum 30. September 2022

Aktiva

30.09.2022 30.09.2021
TEUR TEUR TEUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.452.485 1.312.538
2. Geschäfts- oder Firmenwert 1.506.110 1.738.198
3. Geleistete Anzahlungen 600 4,329
2.959.195 3.055.065
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 67.344 61.505
2. Technische Anlagen und Maschinen 54.795 53.261
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 22.053 23.608
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 61.002 9.556
205.194 147.930
3.164.389 3.202.995
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 57.532 49.426
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 41.443 40.071
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 443.656 271.264
542.631 360.761
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 58.912 55.659
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 15 5
3. Sonstige Vermögensgegenstände 49.860 75.509
108.788 131.173
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 303.701 232.386
955.120 724.320
C. Rechnungsabgrenzungsposten 9.581 2.148
D. Aktive latente Steuern 49.472 31.227
4.178.562 3.960.690

Passiva

30.09.2022 30.09.2021
TEUR TEUR TEUR
A. Eigenkapital
I. Kapitalanteile der Kommanditisten 10 10
II. Kapitalrücklage 2.074.085 2.074.085
III. Differenzbetrag für gegenüber dem Mutterunternehmen niedrigere Konzernergebnisse -251.072 -110.310
IV. Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung -7.243 -9.076
V. Verlustvortrag -48.311 0
VI. Konzernbilanzgewinn/Konzernbilanzverlust 188.440 -48.311
1.955.909 1.906.398
B. Passiver Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung 3.222 5.440
C. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 23.677 3.448
2. Sonstige Rückstellungen 127.970 69.512
151.647 72.960
D. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.259.786 1.126.643
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 1.924 2.326
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 54.257 66.399
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 731.517 720.126
5. Sonstige Verbindlichkeiten 18.220 58.911
davon aus Steuern TEUR 13.060 (Vj. TEUR 15.348 )
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit TEUR 733 (Vj.TEUR 0)
2.065.704 1.974.405
E. Rechnungsabgrenzungsposten 2.080 1.487
4.178.562 3.960.690

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für den Zeitraum vom 1. Oktober 2021 bis zum 30. September 2022

2021/2022 4.02.2021-30.09.2021
TEUR TEUR TEUR
1. Umsatzerlöse 1.239.521 462.660
2. Erhöhung oder Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 173.764 253.063
3. Sonstige betriebliche Erträge 68.223 59.563
davon Erträge aus der Währungsumrechnung TEUR 58.724 (Vj. TEUR 47.553)
1.481,508 775.286
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 409.163 461.186
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 53.856 25.230
463.019 486.416
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 200.073 72.723
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung davon für Altersversorgung TEUR 482 (Vj. TEUR 263) 33.087 11.405
233.160 84.128
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 248.472 102.216
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 411.206 248.097
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung TEUR 27.542 (Vj.TEUR 32.614)
davon Aufwendungen aus der Anwendung der Art. 66 und 67 Abs. 1 bis 5 EGHGB
(Übergangsvorschriften zum BilMoG) TEUR 0 (Vj. TEUR 0)
1.355.857 920.857
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 90 62
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 81.957 34.044
davon an verbundene Unternehmen TEUR 36.442 (Vj. TEUR 15.126)
davon Aufwendungen aus der Abzinsung TEUR 33 (Vj. TEUR 21)
-81.867 -33.982
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -4.117 21.044
11. Ergebnis nach Steuern 47.902 -158.509
12. Sonstige Steuern 225 112
13. Konzern-Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag 47.677 -158.621
14. Erhöhung des Differenzbetrags für das gegenüber dem Mutterunternehmen niedrigere Konzernergebnis 140.762 110.310
15. Konzernbilanzgewinn/Konzernbilanzverlust 188.440 -48.311

Konzernanhang für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2021 bis 30. September 2022

der Birkenstock Group B.V. & Co. KG, Linz am Rhein

I. Allgemeine Angaben

Die Birkenstock Group B.V. & Co. KG, Linz am Rhein, (im Folgenden auch kurz "BS KG" oder "Gesellschaft") ist das Mutterunternehmen der Birkenstock-Gruppe und erstellt einen Konzernabschluss und Konzernlagebericht gemäß den Vorschriften der §§ 290 ff. des deutschen Handelsgesetzbuches (HGB) sowie den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrages.

Die BS KG ist eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Montabaur unter der Nummer HRA 22603.

Die Aufstellung des Konzernabschlusses erfolgt unter der Annahme der Fortführung des Unternehmens.

Die Konzerngewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt.

Soweit erforderlich ist die Gliederung der Konzernbilanz und der Konzerngewinn- und Verlustrechnung um besondere Posten für Kommanditgesellschaften ergänzt.

Das Geschäftsjahr für den Konzern und die in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen umfasst den Zeitraum vom 1. Oktober 2021 bis zum 30. September 2022. Soweit einzelne Tochterunternehmen erst während des Geschäftsjahres 2021/2022 gegründet oder erworben wurden, wurden entsprechende Rumpfgeschäftsjahre zum 30. September 2022 gebildet.

Die Vergleichbarkeit des Vorjahres zu dem aktuellen Geschäftsjahr gem. § 265 Abs. 2 S. 1 HGB ist eingeschränkt, da das letzte Geschäftsjahr lediglich aus 5 operativen Monaten bestand und demnach ein Rumpfgeschäftsjahr darstellt. Aufgrund dessen werden im Anhang Pro-Forma Vergleichszahlen ("PF") für ein fiktives Vorjahres-Geschäftsjahr, welches aus zwölf Monaten besteht, angegeben.

Zur Herleitung der Vergleichszahlen des Konzerns für das gesamte vorangegangene Geschäftsjahr 2020/2021 ("Pro Forma 2021", nachfolgenden kurz "PF") wurden Erträge und Aufwendungen des aktuellen Konzerns im Rumpfgeschäftsjahr 2021 mit denen des bis 30. April 2021 unter der Birkenstock GmbH & Co. KG bestehenden Konzerns ("Altkonzern") in einer Gewinn- und Verlustrechnung konsolidiert, wobei die Erträge und Aufwendungen des Altkonzerns zur Abbildung eines rein operativen Ergebnisses zuvor um transaktionsbezogene Effekte bereinigt worden sind.

Das Geschäftsjahr der Birkenstock India Private Ltd, New Delhi, India, endet zum 31. März. Das Geschäftsjahr der Birkenstock Trading (Shanghai) Co. Ltd. sowie der Birkenstock Brasil Comercio de Calcados Ltda. endet zum 31. Dezember. Für Konzernzwecke wurde jeweils ein Zwischenabschluss zum 30. September 2022 erstellt.

II. Transaktion

Mit Kaufvertrag vom 25./26. Februar 2021 hat die am 4. Februar 2021 gegründete BS KG ("Master Purchaser") Anteile und bestimmte Vermögenswerte und somit wesentliche Geschäftsaktivitäten der BIRKENSTOCK Group erworben.

Mit Wirkung des Closings am 30. April 2021 hat die BS KG im Rahmen eines Share-Deals unmittelbar sämtliche Anteile an folgenden Gesellschaften ("Share Deal Gesellschaften") erworben: Birkenstock digital GmbH, Birkenstock Productions Rheinland-Pfalz GmbH, Birkenstock Productions Hessen GmbH, Birkenstock Productions Sachsen GmbH, Birkenstock Components GmbH, Birkenstock International MEA/India GmbH, Birkenstock International GmbH, Birkenstock Global Product GmbH, Birkenstock Global GmbH sowie Birkenstock Global MEA/India GmbH. Über die Beteiligung an der Birkenstock International GmbH sowie der Birkenstock International MEA/India GmbH wurden weitere mittelbare Beteiligungen zu jeweils 100 Prozent im Ausland erworben.

Die im Februar 2021 neugegründete Birkenstock Real Estate GmbH erwarb sämtliche Anteile an der Birkenstock Immobilien GmbH & Co. KG sowie der Birkenstock Immobilien Verwaltungs GmbH. Im Mai 2021 trat die Birkenstock Immobilien Verwaltungs GmbH als Komplementärin aus der Birkenstock Immobilien GmbH & Co. KG mit der Folge der liquidationslosen Auflösung der Birkenstock Immobilien GmbH & Co. KG, deren Erlöschen und Übergang des Gesellschaftsvermögens auf die Birkenstock Real Estate GmbH im Wege der Anwachsung.

Die ebenfalls im Februar 2021 neugegründete Birkenstock Cosmetics GmbH hat sämtliche Anteile an der Birkenstock Cosmetics GmbH & Co. KG sowie der Birkenstock Cosmetics Verwaltungs GmbH erworben. Durch Ausscheiden der Birkenstock Cosmetics Verwaltungs GmbH ist die Birkenstock Cosmetics ohne Liquidation aufgelöst worden und deren Gesellschaftsvermögens auf die Birkenstock Cosmetics GmbH im Wege der Anwachsung übergegangen.

Im Februar 2021 wurden folgende Gesellschaften zum Zwecke des Asset Deals gegründet: Birkenstock Global Sales GmbH, Birkenstock Logistics GmbH, Birkenstock Europe GmbH, Birkenstock IP GmbH, Birkenstock Product GmbH, Birkenstock Americas GmbH, US MidCo Inc. und US BidCo Inc. Mit Wirkung zum 30. April 2021 haben die vorgenannten Asset Deal Gesellschaften Markenrechte insbesondere den Markennamen "Birkenstock" sowie operative und verwaltungsbezogene Vermögenswerte von verschiedenen Gesellschaften des Veräußerers erworben.

III. Konsolidierungskreis

Der Konsolidierungskreis besteht zum 30. September 2022 neben der Birkenstock Group B.V. & Co. KG als Mutterunternehmen aus folgenden Unternehmen, auf die ein beherrschender Einfluss ausgeübt wird und die im Wege der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss einbezogen wurden:

Anteil am Kapital in Erstkonsolidierung
Name des Unternehmens Sitz % zum
Birkenstock Global Sales GmbH Linz am Rhein 100 23.02.2021
Birkenstock Logistics GmbH Linz am Rhein 100 23.02.2021
Birkenstock Europe GmbH Linz am Rhein 100 23.02.2021
Birkenstock IP GmbH Linz am Rhein 100 23.02.2021
Birkenstock Real Estate GmbH Linz am Rhein 100 23.02.2021
Birkenstock Cosmetics GmbH Linz am Rhein 100 23.02.2021
Birkenstock Cosmetics International GmbH 1 Linz am Rhein 100 30.04.2021
Birkenstock Cosmetics USA LP 1 Wilmington/USA 100 30.04.2021
Birkenstock Cosmetics USA GP LLC 1 Wilmington/USA 100 30.04.2021
Birkenstock Product GmbH Linz am Rhein 100 23.02.2021
Birkenstock Productions Rheinland-Pfalz GmbH Linz am Rhein 100 30.04.2021
Birkenstock Productions Hessen GmbH Steinau-Ürzell 100 30.04.2021
Birkenstock Produktion Sachsen GmbH Linz am Rhein 100 30.04.2021
Birkenstock Components GmbH Linz am Rhein 100 30.04.2021
Birkenstock digital GmbH München 100 30.04.2021
Birkenstock Injections GmbH 2 Linz am Rhein 100 23.02.2021
Birkenstock Components Portugal GmbH Linz am Rhein 100 30.04.2021
Birkenstock International GmbH Linz am Rhein 100 30.04.2021
Birkenstock Austria GmbH 1 Wien/Österreich 100 30.04.2021
Birkenstock Spain S.L.U. 1 Madrid/Spanien 100 30.04.2021
Birkenstock ITALY. S.r.l. 1 Mailand/Italien 100 30.04.2021
Birkenstock UK Ltd. 1 London/Vereinigtes Königreich 100 30.04.2021
Birkenstock Nordic ApS 1 Kopenhagen/ Dänemark 100 30.04.2021
Birkenstock Norway AS 1 Oslo/Norwegen 100 30.04.2021
Birkenstock Switzerland GmbH 1 Zürich/Schweiz 100 30.04.2021
Birkenstock Global GmbH 1 Linz am Rhein 100 30.04.2021
Birkenstock Poland Sp.z.o.o. 1 Warszawa/Polen 100 30.04.2021
Birkenstock France SAS1 Paris/Frankreich 100 30.04.2021
Birkenstock Brasil Comercio de Calcados LTDA. 1 Sao Paulo/Brasilien 100 30.04.2021
Birkenstock Canada Ltd. 1 Vancouver/Kanada 100 30.04.2021
Birkenstock Japan Limited 1 Tokio/Japan 100 30.04.2021
Birkenstock Asia Pacific Ltd. 1 Hongkong/Hongkong 100 30.04.2021
Birkenstock Trading (Shanghai) Co. Ltd. 1 Shanghai/China 100 30.04.2021
Birkenstock International MEA/India GmbH Linz am Rhein 100 30.04.2021
Birkenstock Global MEA/India GmbH 1 Linz am Rhein 100 30.04.2021
Birkenstock MEA FZ LLC 1 Dubai/VAE 100 30.04.2021
Birkenstock India Private Ltd 1 New Delhi/India 100 30.04.2021
Birkenstock Americas GmbH Linz am Rhein 100 23.02.2021
US MidCo (USA), Inc. 1 Wilmington/USA 100 22.02.2021
US BidCo (USA), Inc. 1 Wilmington/USA 100 22.02.2021
Birkenstock USA GP LLC 1 Novato/USA 100 30.04.2021
Birkenstock USA LP 1 Novato/USA 100 30.04.2021
Birkenstock USA digital LLC 1 Novato/USA 100 30.04.2021
Birkenstock International Asia GmbH 2 Linz am Rhein 100 30.04.2021
Birkenstock Sweden AB Sundsvall/Sweden 100 01.10.2021
Birkenstock digital MEA FZCO Dubai/UAE 100 01.11.2021
Birkenstock South-East Asia PTE.LTD Singapore/Singapore 100 01.11.2021
S&CC Portugal, Unipessoal LDA Arouca/Portugal 100 01.08.2022

1 mittelbar

Im Berichtsjahr wurden vier Gesellschaften erstmals in den Konzernabschluss einbezogen. Dabei wurden drei Gesellschaften neu gegründet:

Birkenstock Sweden AB, Sundsvall/Sweden Oktober 2021,

Birkenstock digital MEA FZCO, Dubai/UAE, November 2021, sowie die

Birkenstock South East Asia PTE.LTD, Singapur/Singapur, November 2021

Darüber hinaus wurde mit Wirkung zum 1. August 2022 sämtliche Anteile an der S&CC Portugal LDA, Arouca/Portugal, erworben. Im laufenden Geschäftsjahr erfolgte die Umfirmierung der Gesellschaft in Birkenstock Portugal, Unipessoal LDA.

2 Bis September 2022 firmierend als Birkenstock Immobilien Verwaltungs GmbH

IV. Konsolidierungsmethoden

Die Kapitalkonsolidierung erfolgt nach der Neubewertungsmethode. Danach ist das mit dem Buchwert der Anteile zu verrechnende Eigenkapital des Tochterunternehmens mit dem Betrag anzusetzen, der dem Zeitwert der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten und Sonderposten entspricht. Die Ermittlung der Zeitwerte erfolgt zum Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung der Tochterunternehmen in den Konzernabschluss bzw. zu dem Zeitpunkt, zu dem das Unternehmen Tochterunternehmen geworden ist.

Ein nach der Verrechnung des Buchwerts der Anteile mit dem neubewerteten Eigenkapital des Tochterunternehmens verbleibender positiver Unterschiedsbetrag wird als Geschäfts- oder Firmenwert aktiviert und über die voraussichtliche Nutzungsdauer planmäßig linear abgeschrieben.

Der Buchwert der zum 30. September 2022 aktivierten Geschäfts- oder Firmenwerte aus der Kapitalkonsolidierung beträgt TEUR 1.072.679 (VJ: TEUR 1.261.752). Im Geschäftsjahr 2021/2022 wurden keine außerplanmäßigen Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte vorgenommen.

Darüber hinaus ergibt sich zum 30. September 2022 ein passiver Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung in Höhe von insgesamt TEUR 3.222 (VJ: TEUR 5.440), der vollständig auf die Birkenstock Cosmetics GmbH entfällt. Im laufenden Geschäftsjahr wurde dieser passive Unterschiedsbetrag im Umfang von TEUR 2.218 (VJ: TEUR 1.706) anteilig aufgelöst.

Die Schuldenkonsolidierung erfolgt durch Eliminierung der Ausleihungen, Forderungen, Rückstellungen und Verbindlichkeiten zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen. Sofern bei der Erstkonsolidierung Verbindlichkeiten bzw. Forderungen zwischen den einbezogenen Unternehmen bestehen, für die der Rangrücktritt erklärt wurde, werden diese dem konsolidierungspflichtigen Eigenkapital bzw. den zu verrechnenden Anteilen zugerechnet und in die Kapitalkonsolidierung einbezogen.

Im Rahmen der Zwischenergebniseliminierung wurden Abwertungen vorgenommen auf zum Bilanzstichtag ausgewiesene Vorräte, die aus Lieferungen von in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen stammen, in Höhe von insgesamt TEUR 195.406 (VJ: TEUR 83.595). Aus der Zwischenergebniseliminierung resultieren TEUR 12.221 aus der Eliminierung von Währungsdifferenzen.

Die Aufwands- und Ertragskonsolidierung wurde durch Verrechnung der Umsatzerlöse und sonstigen betrieblichen Erträge zwischen den Konzernunternehmen mit den entsprechenden Aufwendungen vorgenommen. Ferner sind Zinserträge sowie Erträge aus Gewinnabführungsverträgen mit den entsprechenden Gegenposten verrechnet und konzerninterne Gewinnausschüttungen eliminiert worden.

Sofern sich aus durchgeführten Konsolidierungsmaßnahmen Differenzen ergeben zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen der Vermögensgegenstände, Schulden oder Rechnungsabgrenzungsposten und deren steuerlichen Wertansätzen, werden auf diese Differenzen aktive bzw. passive latente Steuern berechnet, sofern sich diese Differenzen in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich wieder abbauen. Die sich ergebenden Steuerbe- und -entlastungen werden verrechnet.

Die ergebnisunwirksamen Veränderungen der Konsolidierungsposten sowie die von Tochterunternehmen nach dem Zeitpunkt der Erstkonsolidierung erwirtschafteten Ergebnisse der Vorjahre werden im Konzerneigenkapital ausgewiesen bzw. mit diesem verrechnet.

Die Umrechnung der in Fremdwährung erstellten Jahresabschlüsse von in dem Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen erfolgt nach § 308a HGB. Dabei werden die Aktiv- und Passivposten der Bilanz zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag in Euro umgerechnet, mit Ausnahme des Eigenkapitals, das zum historischen Kurs im Zeitpunkt der Erstkonsolidierung umgerechnet wird. Die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung werden mit dem Durchschnittskurs des Geschäftsjahres umgerechnet. Die sich aus der Währungsumrechnung ergebenden Differenzen werden innerhalb des Konzerneigenkapitals gesondert unter dem Posten "Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung" ausgewiesen. Die Währungsdifferenzen aus der Zwischenergebniseliminierung werden in der Gewinn- und Verlustrechnung unter dem Posten Sonstige betriebliche Aufwendungen und Erträge ausgewiesen. Bei einem langfristigen Fremdwährungsdarlehen zwischen verbundenen Unternehmen erfolgt der Ausweis von Währungsdifferenzen unter dem Posten Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung. Es wurden die von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten Devisenkurse zugrunde gelegt.

V. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die in den Konzernabschluss einbezogenen Jahresabschlüsse werden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen aufgestellt.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen bewertet. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten werden mit Ausnahme des Markennamens über eine betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von drei bis fünfzehn Jahren abgeschrieben. Geschäfts- oder Firmenwerte werden gemäß § 253 Abs. 3 S. 4 HGB über eine Nutzungsdauern von zehn Jahren abgeschrieben. Der unter den immateriellen Vermögensgegenständen ausgewiesene Markenname "Birkenstock " wird handelsrechtlich über einen Zeitraum von 30 Jahren abgeschrieben, wohingegen steuerlich über 15 Jahre abgeschrieben wird.

Der Zugangswert wurde im Rahmen der Erstkonsolidierung, anhand von anerkannten Bewertungsmethoden bestimmt. Die Berechnung des Zeitwertes des Markennamens "Birkenstock" erfolgte auf Grundlage der Lizenzpreisanalogiemethode (Relief-From-Royalty-Method). Der Wert des Markennamens wurde getrennt für die Regionen Birkenstock US sowie Birkenstock Rest of the World ermittelt. Der Kalkulation liegen für Birkenstock US ein Kapitalkostensatz von 9,9% und ein Steuersatz von 24,0% und für Birkenstock Rest of the World ein Kapitalkostensatz in Höhe von 10,9% zu Grunde. Der Steuersatz wurde in Höhe von 25,6% unterstellt.

Im Rahmen der Aufstellung des Konzernabschlusses wurde festgestellt, dass sich die für Zwecke der Erstkonsolidierung vorgenommene Bewertung der Markenrechte von den Anschaffungskosten auf Ebene der Tochtergesellschaften unterscheidet. Hintergrund der Differenz sind unterschiedliche Annahmen bei der Zugangsbewertung. Die Markenrechte wurden im Wesentlichen im Zuge von Asset Deals mit Wirkung zum 30. April 2021 erworben und den erwerbenden Tochtergesellschaften in Rechnung gestellt. Die in den Rechnungen ausgewiesenen Anschaffungskosten basierten bereits auf einer Marktwertbewertung, welcher für Bewertungszwecke eine unbestimmte Nutzungsdauer im Zuge Lizenzpreisanalogiemethode zugrunde lag. Insoweit ergeben sich Abweichungen zu der im Rahmen der Neubewertungsmethode vorgenommenen Bewertung, welche lediglich Zahlungsströme über einen Zeitraum von 30 Jahren berücksichtigte. Der Erwerb der Markenrechte erfolgte zwischen unabhängigen Dritten, weshalb die angesetzten Kaufpreise einen sachgerechten Marktwert widerspiegeln müssten. Insoweit wäre auch auf Konzernebene ein Ansatz der ursprünglichen Marktwerte angemessen.

Die Gesellschaft hat sich daher dazu entschlossen, für Zwecke einheitlicher Bewertungsmethoden im Berichtsjahr eine Anpassung der Markenbewertung auf Konzernebene vorzunehmen und damit die Markenwerte dem Bewertungsansatz in den Einzelabschlüssen der Tochtergesellschaften anzugleichen.

Durch die Anpassung kommt es zu einer Verschiebung zwischen den Entgeltlich erworbenen Konzessionen, gewerblichen Schutzrechte und ähnlichen Rechten- und Werten sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten und dem Geschäfts- oder Firmenwert zu Gunsten der Markenrechte in Höhe von EUR 74,0 Mio. Diese Umgliederung spiegelt sich in den Umgliederungen bei den Anschaffungskosten im Anlagenspiegel wider. Aufgrund der unterschiedlichen Nutzungsdauern von Marke (30 Jahre) und Geschäfts- oder Firmenwert (10 Jahre) ergibt sich ein Effekt aus der Aufholung der kumulierten Abschreibung auf die Marke und der Reduzierung der kumulierten Abschreibung auf den Geschäfts- oder Firmenwert für das Rumpfgeschäftsjahr ein außerordentlicher Ertrag von EUR 1,4 Mio. Des Weiteren ergibt sich aus der Anpassung und der damit verbundenen Angleichung der Konzern- and die Steuerbilanz ein erfolgsneutraler Effekt auf die latenten Steuern.

Geleistete Anzahlungen werden grundsätzlich mit ihren Anschaffungskosten, d.h. dem Nennbetrag bewertet.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen angesetzt. Die Abschreibungen erfolgen grundsätzlich unter Berücksichtigung der voraussichtlichen Nutzungsdauer bzw. Restnutzungsdauer, die in der Regel wie folgt angenommen werden:

Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 14 - 50 Jahre
Technische Anlagen und Maschinen 8 - 20 Jahre
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3-8 Jahre

Bewegliche Gegenstände des Sachanlagevermögens werden bei Anschaffungskosten unter EUR 250,00 sofort als Aufwand behandelt und bei Anschaffungskosten zwischen EUR 250,00 und EUR 1.000,00 in einem Sammelposten eingestellt und über fünf Jahre abgeschrieben.

Bei voraussichtlich dauerhafter Wertminderung werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen, um die Vermögensgegenstände des Anlagevermögens mit dem niedrigeren Wert anzusetzen, der ihnen am Abschlussstichtag beizulegen ist. Wenn die Gründe für die außerplanmäßige Abschreibung nicht mehr bestehen, werden sie durch entsprechende Zuschreibungen rückgängig gemacht, sofern es sich nicht um außerplanmäßige Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte handelt.

Bei den Vorräten werden die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie die bezogenen Waren grundsätzlich nach dem Durchschnittsverfahren mit den Anschaffungskosten bzw. zu niedrigeren beizulegenden Werten bewertet. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten oder zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Die Herstellungskosten umfassen neben den Material- und Lohnkosten anteilige Material- und Fertigungsgemeinkosten einschließlich Abschreibungen sowohl angemessene Teile der Kosten der allgemeinen Verwaltung sowie angemessene Aufwendungen für soziale Einrichtungen des Betriebs sowie für freiwillige soziale Leistungen soweit diese auf den Zeitraum der Herstellung entfallen. Fremdkapitalzinsen werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Erkennbare Risiken im Vorratsvermögen, die sich z.B. aus überdurchschnittlicher Lagerdauer oder verminderter Verwertbarkeit ergeben können, werden durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Im Berichtsjahr wurden erstmalig im Rahmen des Herstellungsprozess angefallene Lagerkosten als Fertigungsgemeinkosten aktiviert.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zu Nennwerten abzüglich erforderlicher Wertberichtigungen bzw. zu Barwerten aktiviert. Bei Forderungen in fremder Währung erfolgt die Umrechnung bei kurzfristigen Forderungen zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag und bei Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als ein Jahr mit dem Kurs zum Entstehungszeitpunkt oder dem niedrigeren Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag.

Der Ausweis des Kassenbestandes und der Guthaben bei Kreditinstituten erfolgt zum Nennwert.

Rechnungsabgrenzungsposten werden gebildet für Einnahmen bzw. Ausgaben, die Ertrag bzw. Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Abschlussstichtag darstellen.

Die Kapitalanteile der Kommanditisten sind zum Nennwert bilanziert und voll eingezahlt. Die Gliederung der übrigen Eigenkapitalposten erfolgt entsprechend den Regelungen im Gesellschaftsvertrag von Birkenstock. Die Veränderungen der einzelnen Eigenkapitalposten sind im Konzern-Eigenkapitalspiegel dargestellt.

Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen werden für erkennbare Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten gebildet und mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Künftige Preis- und Kostensteigerungen wurden, soweit erforderlich, bei der Ermittlung des Erfüllungsbetrages berücksichtigt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Die Verbindlichkeiten werden mit ihren Erfüllungsbeträgen angesetzt. Bei Verbindlichkeiten in fremder Währung erfolgt die Umrechnung bei kurzfristigen Verbindlichkeiten zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag und bei langfristigen Verbindlichkeiten mit dem Kurs zum Entstehungszeitpunkt oder dem höheren Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag.

Latente Steuern werden für temporäre Differenzen zwischen den handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Wertansätzen von Vermögengegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten gebildet, soweit dies nach § 274 HGB zulässig ist. Von dem Wahlrecht gemäß § 274 HGB, einen Aktivüberhang latenter Steuern anzusetzen, wird Gebrauch gemacht. Darüber hinaus werden latente Steuern auf temporäre Differenzen aus Konsolidierungsmaßnahmen gemäß § 306 HGB angesetzt. Die Bewertung erfolgt unter Anwendung der unternehmensindividuellen Steuersätze auf die entsprechenden Wertdifferenzen. Der Ausweis in der Konzernbilanz erfolgt im Rahmen der Gesamtdifferenzbetrachtung saldiert.

Bei der Ermittlung aktiver und passiver latenter Steuern aus Konsolidierungsmaßnahmen gemäß § 306 HGB erfolgt eine Zuordnung der Konsolidierungsmaßnahmen zu dem betroffenen Konzernunternehmen und eine Berechnung der latenten Steuern gemäß den geltenden individuellen Steuersätzen des jeweiligen Konzernunternehmens.

V. Erläuterungen zur Konzernbilanz

Anlagevermögen

Die Aufgliederung der zusammengefassten Posten des Anlagevermögens und ihre Entwicklung sind im Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt.

Die immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens betragen TEUR 2.959.195 (VJ: TEUR 3.055.065). Die entgeltlich erworbenen Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten umfassen im Wesentlichen den Markennamen "Birkenstock". Zum 30.09.2022 entfällt auf die Marke US ein Buchwert von TEUR 749.390 und auf die Marke Rest of the World TEUR 699.603.

Der Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von TEUR 1.506.110 (VJ: TEUR 1.738.198) resultiert in Höhe von TEUR 433.431 (VJ: TEUR 476.446) aus einbezogenen Einzelabschlüssen und in Höhe von TEUR 1.072.679 (VJ: TEUR 1.261.752) aus der Kapitalkonsolidierung. Der Geschäfts- oder Firmenwert wird aufgrund der nicht verlässlich schätzbaren Nutzungsdauer gemäß § 253 Abs. 3 S. 4 HGB über eine Nutzungsdauern von zehn Jahren abgeschrieben.

Vorräte

Die Vorräte enthalten die von den Unternehmen der Birkenstock-Gruppe produzierte Schuhe und Sandalen mit orthopädischem Fußbett, unfertige Erzeugnisse sowie zur Herstellung benötigte Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Waren. Die Vorräte setzen sich zum Stichtag aus Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen in Höhe von TEUR 57.532 (VJ: TEUR 49.426), unfertigen Erzeugnissen und unfertigen Leistungen in Höhe von TEUR 41.443 (VJ: TEUR 40.071) sowie Fertigerzeugnissen und Waren in Höhe von TEUR 443.656 (VJ: TEUR 271.264) zusammen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben folgende Restlaufzeiten:

30.09.2022 davon Restlaufzeit mehr als 1 Jahr 30.09.2021 davon Restlaufzeit mehr als 1 Jahr
TEUR TEUR TEUR TEUR
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 58.912 0 55.659 59
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 15 0 5 0
Sonstige Vermögensgegenstände 49.860 1.410 75.509 1.154
108.788 1.410 131.173 1.213

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von TEUR 15 (VJ: TEUR 5) aus gewährten Darlehen.

Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten Ertragsteuerforderungen in Höhe von TEUR 16.140 (VJ: TEUR 55.648).

Eigenkapital

Die Kapitalanteile der Kommanditisten der BS KG in Höhe von insgesamt TEUR 10 (VJ: TEUR 10) entsprechen den im Handelsregister eingetragenen Haftsummen.

Die gemäß den Regelungen im Gesellschaftsvertrag der BS KG gebildete Kapitalrücklage resultiert aus Einbringungen der Kommanditisten.

Im Geschäftsjahr 2021/2022 wurde ein Betrag von TEUR 140.762 (VJ: TEUR 110.310) aus dem Ausgleichsposten für niedrigere Konzernergebnisse entnommen, um den Bilanzgewinn im Konzern an den im Jahresabschluss der BS KG ausgewiesenen Bilanzgewinn anzupassen.

Hinsichtlich der Veränderungen der einzelnen Eigenkapitalposten verweisen wir auch auf den Konzern-Eigenkapitalspiegel.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen ausstehende Rechnungen (TEUR 40.878; VJ: TEUR 18.352), Personalkosten (TEUR 33.247; VJ: TEUR 25.740) sowie Rechtskosten und Prozessrisiken (TEUR 17.387; VJ: TEUR 8.242).

Verbindlichkeiten

Zusammensetzung und Laufzeit:

30.09.2022
Gesamtbetrag davon mit einer Restlaufzeit bis 1 Jahr davon mit einer Restlaufzeit bis 5 Jahre davon mit einer Restlaufzeit über 5 Jahre
TEUR TEUR TEUR TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.259.786 32.432 34.879 1.192.475
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 1.924 1.924 - -
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 54.257 54.257 - -
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 731.517 15.332 - 716.186
Sonstige Verbindlichkeiten 18.220 17.309 - -
2.065.704 124.165 34.879 1.908.661
30.09.2021
Gesamtbetrag davon mit einer Restlaufzeit bis 1 Jahr davon mit einer Restlaufzeit bis 5 Jahre davon mit einer Restlaufzeit über 5 Jahre
TEUR TEUR TEUR TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.126.643 19.391 - 1.107.252
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 2.326 2.326 - -
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 66.399 66.399 - -
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 720.126 15.126 - 705.000
Sonstige Verbindlichkeiten 58.911 58.908 2 -
1.974.405 162.150 2 1.812.252

Die oben ausgewiesenen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sowie gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten neben den Nominalbeträgen abgegrenzte Zinsverbindlichkeiten.

Zum Bilanzstichtag bestehen Darlehensverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von EUR 1.236,1 Mio. Darin enthalten sind Verbindlichkeiten aus einem Fremdwährungsdarlehen in Höhe von USD 839,4 Mio., welches mit den von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten Devisenkurse (EUR/USD) vom 30.09.2022 in EUR 861,1 Mio. umgerechnet worden sind.

1. Finanzverbindlichkeiten

Art Darlehnsnehmer Kreditbetrag (ursprünglich) Kreditbetrag (ausstehend) Laufzeit
EUR Term Loan B Birkenstock Group B.V. & Co. KG (EUR) EUR 375.000.000 EUR 375.000.000 30.04.2028
USD Term Loan B Birkenstock US BidCo Inc. (USD) USD 850.000.000 USD 839.375.000 30.04.2028
Art Darlehensnehmer Kreditrahmen Kreditrahmen (gezogen) Laufzeit
ABL Facility Birkenstock Group B.V. & Co. KG EUR 200.000.000 EURO 30.04.2026
Birkenstock US BidCo Inc.
Birkenstock Components GmbH
Birkenstock Cosmetics GmbH
Birkenstock digital GmbH
Birkenstock Global Sales GmbH
Birkenstock Productions Hessen GmbH
Birkenstock Productions Rheinland-Pfalz GmbH
Birkenstock Productions Sachsen GmbH

2. Sicherheiten

Grundlage Sicherheitengeber Erstrangig besicherte Vermögenswerte Nachrangig besicherte Vermögenswerte
Senior Facilities (BK LC Lux SPV S.à r.l.) Geschäftsanteile Bankkonten
Agreement Birkenstock Group B.V. & Co. KG Vorräte
Birkenstock US BidCo Inc. Rohmaterialien
Birkenstock Components GmbH Zahlungsmittel und Zahlungsmittel-Äquivalente
Birkenstock Cosmetics GmbH
Birkenstock digital GmbH
Birkenstock Global Sales GmbH Konzerninterne Forderungen
Birkenstock Productions Hessen GmbH
Birkenstock Productions Rheinland-Pfalz GmbH Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Birkenstock Productions Sachsen GmbH
Birkenstock USA GP, LLC
Birkenstock USA, LP Versicherungs-Forderungen
Birkenstock USA digital LLC
Birkenstock Cosmetics USA GP LLC
Birkenstock Cosmetics USA LP
ABL Credit Agreement (BK LC Lux SPV S.à r.l.) - Bankkonten Geschäftsanteile
Birkenstock Group B.V. & Co. KG Vorräte
Birkenstock US BidCo Inc. - Rohmaterialien
Birkenstock Components GmbH - Zahlungsmittel und Zahlungsmittel-Äquivalente
Birkenstock Cosmetics GmbH Birkenstock digital GmbH
Birkenstock Global Sales GmbH
Birkenstock Productions Hessen GmbH Konzerninterne Forderungen
Birkenstock Productions Rheinland-Pfalz GmbH
Birkenstock Productions Sachsen GmbH - Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Birkenstock USA GP, LLC
Birkenstock USA, LP
Birkenstock USA digital LLC Versicherungs-Forderungen
Birkenstock Cosmetics USA GP LLC
Birkenstock Cosmetics USA LP

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten ausschließlich Darlehensverbindlichkeiten gegenüber mittelbaren Gesellschaftern.

Latente Steuern

Die aktiven latenten Steuern aus den Jahresabschlüssen der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen in Höhe von TEUR 12.409 (VJ: TEUR 19.330) betreffen temporäre Differenzen zwischen den handels- und steuerrechtlichen Wertansätzen bei immateriellen Vermögensgegenständen (Markenname), Sachanlagen und sonstigen Rückstellungen. Die passiven latenten Steuern in Höhe von TEUR 8.160 (VJ: TEUR 7.662) betreffen temporäre Differenzen zwischen den handels- und steuerrechtlichen Wertansätzen bei Sachanlagen und Vorräten. Aktive latente Steuern wurden angesetzt, soweit passive latente Steuern bestanden und mit diesen saldiert. Darüber hinaus bestehende aktive latente Steuern wurden angesetzt, soweit deren Nutzung durch künftige positive steuerliche Ergebnisse wahrscheinlich ist.

Aktive latente Steuern auf steuerliche Verlust- oder Zinsvorträge wurden ebenfalls angesetzt, soweit deren Nutzung durch zukünftige positive steuerliche Ergebnisse wahrscheinlich ist.

Darüber hinaus haben sich aus durchgeführten Konsolidierungsmaßnahmen aktive latente Steuern in Höhe von TEUR 52.818 (VJ: TEUR 19.695) sowie passive latente Steuern in Höhe von TEUR 7.595 (VJ: EUR 136) ergeben.

Bei der Ermittlung der latenten Steuern wurde im Inland für den Organkreis der BV KG (Organträger) ein Steuersatz in Höhe von 14% zugrunde gelegt, der dem durchschnittlichen Gewerbesteuersatz des Organkreises entspricht. Bei den übrigen inländischen Gesellschaften und den ausländischen Konzerngesellschaften wurden für die Ermittlung der latenten Steuern unternehmensindividuelle Steuersätze von 14% bis 40% zugrunde gelegt.

Die latenten Steuern haben sich im Geschäftsjahr wie folgt entwickelt:

Stand am 01.10.2021 Veränderung im Geschäftsjahr Stand am 30.09.2022
TEUR TEUR TEUR
Aktive latente Steuern (unsaldiert) 39.025 26.202 65.227
Aktive latente Steuern (im Ausweis saldiert mit passiven latenten Steuern) 31.227 18.245 49.472
Passive latente Steuern 7.798 7.957 15.755

VI. Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse des Konzerns resultieren im Wesentlichen aus dem Verkauf von Schuhen und verteilen sich auf folgende Regionen:

2022 2021
TEUR TEUR
Inland 157.979 76.484
Europäische Union 192.193 78.909
Drittland 889.349 307.267
Insgesamt 1.239.521 462.660

Die Umsatzerlöse betragen in diesem Geschäftsjahr insgesamt TEUR 1.239.521 (VJ: TEUR 462.660; PF VJ: TEUR 964.042).

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten insbesondere Erträge aus Währungsdifferenzen TEUR 58.724 (VJ: TEUR 47.553; PF VJ: TEUR 54.452) sowie Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen TEUR 2.301 (VJ: TEUR 7.507; PF VJ: TEUR 23.368). Darüber hinaus sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 633 (VJ: TEUR 16; PF VJ: TEUR 538) enthalten.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten insbesondere Aufwendungen für Logistik TEUR 140.457 (VJ: TEUR 47.456; PF VJ: TEUR 95.502) für Marketing (im Wesentlichen Performance Marketing für das Online-Geschäft) TEUR 93.886 (VJ: TEUR 33.291; PF VJ: TEUR 61.904), für Beratung und Prüfung TEUR 44.904 (VJ: TEUR 29.785 PF VJ: TEUR 50.789) sowie für Mieten und Immobilienleasing TEUR 27.076 (VJ: TEUR 12.193; PF VJ: TEUR 24.580)

Die Aufwendungen aus Währungsumrechnung betragen im Geschäftsjahr 2021/2022 TEUR 27.542 (VJ: TEUR 32.614; PF VJ: TEUR 41.091).

Periodenfremde Aufwendungen sind in Höhe von TEUR 669 (VJ: TEUR 14; PF VJ: TEUR 388) angefallen.

Aufwendungen aus dem Abgang von Anlagevermögen belaufen sich auf TEUR 103 (VJ: TEUR 190; PF VJ: TEUR 644).

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die ausgewiesenen Steuern vom Einkommen und vom Ertrag enthalten in Höhe von TEUR 30.699 (VJ: TEUR 23.718; PF VJ: TEUR 28.136) Erträge aus latenten Steuern.

VII. Erläuterungen zur Konzernkapitalflussrechnung

Der in der Konzernkapitalflussrechnung ausgewiesene Finanzmittelfonds umfasst die Kassenbestände und Bankguthaben der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen.

VIII. Sonstige Angaben

Persönlich haftende Gesellschafter und Geschäftsführung

Persönlich haftende Gesellschafterin der BS KG ist:

Birkenstock Administration B.V., Amsterdam/Niederlande, mit einem gezeichneten Kapital von EUR 10.000,00

Die Geschäftsführung wurde im Geschäftsjahr 2021/2022 wahrgenommen durch die Birkenstock Administration B.V., vertreten durch deren Geschäftsführer:

Oliver Reichert, Buch am Erlbach (Kaufmann, Geschäftsführer)

Gesamtbezüge der Geschäftsführung

Gemäß § 314 Abs. 3 HGB wird auf die Angabe der Vergütungen, die die Geschäftsführer der Birkenstock Administration B.V. im Geschäftsjahr 2021/2022 für die Wahrnehmung ihrer Aufgaben im Mutterunternehmen und den Tochterunternehmen erhalten haben, verzichtet.

Beschäftigte

Während des Geschäftsjahres waren durchschnittlich 4.678 Arbeitnehmer beschäftigt, davon 1.545 Angestellte und 3.133 gewerbliche Arbeitnehmer.

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres

Es sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten, die eine wesentliche Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben.

Verzicht auf Offenlegung nach § 264 Abs. 3 HGB und nach § 264b HGB

Die Gesellschaft ist gemäß § 264b HGB von der Verpflichtung zur Offenlegung eines Jahresabschlusses und Lageberichts für das Geschäftsjahr 2021/2022 befreit.

Die folgenden in den Konzernabschluss einbezogenen Tochtergesellschaften haben im Geschäftsjahr 2021/2022 von der Befreiungsvorschrift des § 264 Abs. 3 HGB Gebrauch gemacht:

Name des Unternehmens Sitz Anteil am Kapital in %
Birkenstock Global Sales GmbH Linz am Rhein 100
Birkenstock Logistics GmbH Linz am Rhein 100
Birkenstock Europe GmbH Linz am Rhein 100
Birkenstock IP GmbH Linz am Rhein 100
Birkenstock Real Estate GmbH Linz am Rhein 100
Birkenstock Cosmetics GmbH Linz am Rhein 100
Birkenstock Product GmbH Linz am Rhein 100
Birkenstock Productions Rheinland-Pfalz GmbH Linz am Rhein 100
Birkenstock Productions Hessen GmbH Steinau-Ürzell 100
Birkenstock Productions Sachsen GmbH Linz am Rhein 100
Birkenstock Components GmbH Linz am Rhein 100
Birkenstock digital GmbH München 100
Birkenstock Injections GmbH Linz am Rhein 100

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die Verpflichtungen in Höhe von TEUR 168.332 aus Dauerschuldverhältnissen betreffen:

Restlaufzeit bis 1 Jahr Restlaufzeit über 1 Jahr bis 5 Jahre Restlaufzeit über 5 Jahre
TEUR TEUR TEUR
Mieten für Büro- und Geschäftsräume 17.302 42.517 14.678
EDV-Service und Wartung 5.243 2.349 0
Sonstige 20.439 61.326 4.478
42.984 106.192 19.156

Haftungsverhältnisse

Im Geschäftsjahr 2021/2022 bestehen Bürgschaften in Höhe von TEUR 3.734 (VJ: TEUR 3.359). Die Inanspruchnahme der Verpflichtungen aus der Mithaftung würde eine Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage nach sich ziehen. Aufgrund der Bonität und Solvenz des Primärverpflichteten wird von einer Inanspruchnahme nicht ausgegangen.

Finanzinstrumente

Devisentermingeschäfte

Im Rahmen der Umsetzung von Währungssicherungen wurden nachfolgende Devisentermingeschäfte geschlossen:

Kategorie Art Umfang Zeitwert
TEUR TEUR
Währungsbezogen Forward 10.002 -702
Währungsbezogen Forward 10.449 -729
Währungsbezogen Forward 4.734 -335
Währungsbezogen Forward 14.170 -1.007
Währungsbezogen Forward 21.202 -1.512
Währungsbezogen Forward 18.802 -1.352
Währungsbezogen Forward 22.516 -1.621
Währungsbezogen Forward 20.600 -1.485
Währungsbezogen Forward 19.259 -790
Währungsbezogen Forward 16.603 -417
Währungsbezogen Forward 6.823 -175
Kategorie Buchwert Bilanzposten Bewertungsmethode Fälligkeit
TEUR
Währungsbezogen 702 Sonstige Rückstellungen Marktpreis 30.11.2022
Währungsbezogen 729 Sonstige Rückstellungen Marktpreis 30.12.2022
Währungsbezogen 335 Sonstige Rückstellungen Marktpreis 31.01.2023
Währungsbezogen 1.007 Sonstige Rückstellungen Marktpreis 28.02.2023
Währungsbezogen 1.512 Sonstige Rückstellungen Marktpreis 31.03.2023
Währungsbezogen 1.352 Sonstige Rückstellungen Marktpreis 28.04.2023
Währungsbezogen 1.621 Sonstige Rückstellungen Marktpreis 31.05.2023
Währungsbezogen 1.485 Sonstige Rückstellungen Marktpreis 30.06.2023
Währungsbezogen 790 Sonstige Rückstellungen Marktpreis 31.07.2023
Währungsbezogen 417 Sonstige Rückstellungen Marktpreis 31.08.2023
Währungsbezogen 175 Sonstige Rückstellungen Marktpreis 29.09.2023

Der Marktwert der Finanzinstrumente ist von der Entwicklung der zugrundeliegenden Marktfaktoren abhängig. Die jeweiligen Marktpreise werden zum Bilanzstichtag ermittelt. Der Zeitwert eines jeden Devisentermingeschäfts wird durch Diskontierung des Future Values auf das Wertstellungsdatum mit laufzeitabhängigen EUR Zinsen ermittelt.

Honorar des Abschlussprüfers

Im Geschäftsjahr 2021/2022 betrug das im Konzernabschluss als Aufwand erfasste Honorar des Abschlussprüfers TEUR 2.016 und entfiel in Höhe von TEUR 1.391 auf Abschlussprüfungsleistungen sowie in Höhe von TEUR 625 auf andere Bestätigungsleistungen.

Konzernverhältnisse

Die BS KG stellt gemäß § 313 Abs. 2 Nr. 7 und 8 HGB den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen auf.

Ergebnisverwendung des Mutterunternehmens

Die Gesellschaft weist gemäß DRS 23 "Konzerneigenkapital" den Differenzbetrag (TEUR 140.762, VJ: TEUR 110.310) zwischen dem Konzernergebnis (TEUR 47.677, VJ: TEUR -158.621) und dem Ergebnis im Jahresabschluss der Konzernmutter (TEUR 188.440, VJ: TEUR -48.311) in einem gesonderten Posten im Eigenkapital "Differenzbetrag für gegenüber dem Mutterunternehmen niedrigere Konzernergebnisse" (TEUR -251.072, VJ: TEUR -110.310) aus. Die Geschäftsleitung schlägt vor, das Jahresergebnis der Birkenstock Group B.V. & Co. KG auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Linz am Rhein, den 24. Januar 2023

Birkenstock Administration B.V.

Oliver Reichert

Entwicklung des Konzernanlagevermögens 2021/2022

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.10.2021 Währungsänderung Veränderung des Konsolidierungskreises Zugänge
TEUR TEUR TEUR TEUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.335.294 125.984 0 494
2. Geschäfts- oder Firmenwert 1.817.029 -27 866 13.821
3. Geleistete Anzahlungen 4.329 0 0 1.417
3.156.652 125.957 866 15.732
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 64.697 2.081 107 1.905
2. Technische Anlagen und Maschinen 64.122 -1 153 3.616
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 31.745 184 25 4.502
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 9.556 64 10 59.949
170.120 2.328 295 69.972
3.326.772 128.285 1.161 85.704
Anschaffungs- und Herstellungskosten
Abgänge Umbuchungen 30.09.2022
TEUR TEUR TEUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0 67.575 1.529.347
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0 -73.977 1.757.712
3. Geleistete Anzahlungen 0 0 5.746
0 -6.402 3.292.805
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 7 7.280 76.063
2. Technische Anlagen und Maschinen 290 7.368 74.968
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 708 330 36.078
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1 -8.576 61.002
1.006 6.402 248.111
1.006 0 3.540.916
Kumulierte Abschreibungen
01.10.2021 Währungsänderung Veränderung des Konsolidierungskreises Zugänge
TEUR TEUR TEUR TEUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 22.756 4.481 0 50.745
2. Geschäfts- oder Firmenwert 78.831 0 0 172.771
3. Geleistete Anzahlungen 0 0 0 5.146
101.586 4.481 0 228.662
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.192 660 4 3.914
2. Technische Anlagen und Maschinen 10.861 0 89 9.454
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 8.138 -129 9 6.442
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 0 0
22.190 531 102 19.810
123.776 5.012 102 248.472
Kumulierte Abschreibungen
Abgänge Umbuchungen 30.09.2022
TEUR TEUR TEUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0 -1.120 76.862
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0 0 251.602
3. Geleistete Anzahlungen 0 0 5.146
0 -1.120 333.610
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 4 953 8.719
2. Technische Anlagen und Maschinen 231 0 20.173
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 602 167 14.025
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 0
837 1.120 42.917
837 0 376.527
Buchwerte
30.09.2022 30.09.2021
TEUR TEUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.452.485 1.312.538
2. Geschäfts- oder Firmenwert 1.506.110 1.738.198
3. Geleistete Anzahlungen 600 4.329
2.959.195 3.055.065
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 67.344 61.505
2. Technische Anlagen und Maschinen 54.795 53.261
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 22.053 23.608
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 61.002 9.556
205.194 147.930
3.164.389 3.202.995

Entwicklung des Konzerneigenkapitals für den Zeitraum vom 1. Oktober 2021 bis zum 30. September 2022

Eigenkapital des Mutterunternehmen
Kapitalanteile
Kapitalanteile Summe
TEUR TEUR
04.02.2021 10 10
Einstellung in/ Entnahme aus Rücklagen 0 0
Währungsumrechnung 0 0
Sonstige Veränderungen 0 0
Änderungen des Konsolidierungskreises 0 0
Konzernjahresüberschuss/-fehlbetrag 0 0
30.09.2021 10 10
Einstellung in/ Entnahme aus Rücklagen 0 0
Währungsumrechnung 0 0
Sonstige Veränderungen 0 0
Konzernjahresüberschuss/-fehlbetrag 0 0
Umgliederung des Vorjahresergebnisses 0 0
30.09.2022 10 10
Eigenkapital des Mutterunternehmen
Rücklagen
Kapitalrücklage gemäß Gesellschaftsvertrag Gewinnrücklagen Summe
Rücklage gemäß Gesellschaftsvertrag sonstige Gewinnrücklagen Summe
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
04.02.2021 0 0 0 0 0
Einstellung in/ Entnahme aus Rücklagen 2.074.085 0 0 0 2.074.085
Währungsumrechnung 0 0 0 0 0
Sonstige Veränderungen 0 0 0 0 0
Änderungen des Konsolidierungskreises 0 0 0 0 0
Konzernjahresüberschuss/-fehlbetrag 0 0 0 0 0
30.09.2021 2.074.085 0 0 0 2.074.085
Einstellung in/ Entnahme aus Rücklagen 0 0 0 0 0
Währungsumrechnung 0 0 0 0 0
Sonstige Veränderungen 0 0 0 0 0
Konzernjahresüberschuss/-fehlbetrag 0 0 0 0 0
Umgliederung des Vorjahresergebnisses 0 0 0 0 0
30.09.2022 2.074.085 0 0 0 2.074.085
Eigenkapital des Mutterunternehmen
Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung Gewinn-/Verlustvortrag Differenzbetrag für gegenüber dem Mutterunternehmen niedrigere Konzernergebnisse
TEUR TEUR TEUR
04.02.2021 0 0 0
Einstellung in/ Entnahme aus Rücklagen 0 0 0
Währungsumrechnung -9.076 0 0
Sonstige Veränderungen 0 0 0
Änderungen des Konsolidierungskreises 0 0 -110.310
Konzernjahresüberschuss/-fehlbetrag 0 0 0
30.09.2021 -9.076 0 -110.310
Einstellung in/ Entnahme aus Rücklagen 0 0 0
Währungsumrechnung 1.833 0 0
Sonstige Veränderungen 0 0 -140.762
Konzernjahresüberschuss/-fehlbetrag 0 0 0
Umgliederung des Vorjahresergebnisses 0 -48.311 0
30.09.2022 -7.243 -48.311 -251.072
Eigenkapital des Mutterunternehmen Konzerneigenkapital
Konzernjahresüberschuss/-fehlbetrag, der dem Mutterunternehmen zuzurechnen ist Summe Summe
TEUR TEUR TEUR
04.02.2021 0 10 10
Einstellung in/ Entnahme aus Rücklagen 0 2.074.085 2.074.085
Währungsumrechnung 0 -9.076 -9.076
Sonstige Veränderungen 0 0 0
Änderungen des Konsolidierungskreises 110.310 0 0
Konzernjahresüberschuss/-fehlbetrag -158.621 -158.621 -158.621
30.09.2021 -48.311 1.906.398 1.906.398
Einstellung in/ Entnahme aus Rücklagen 0 0 0
Währungsumrechnung 0 1.833 1.833
Sonstige Veränderungen 140.762 0 0
Konzernjahresüberschuss/-fehlbetrag 47.677 47.677 47.677
Umgliederung des Vorjahresergebnisses 48.311 0 0
30.09.2022 188.440 1.955.909 1.955.909

Konzern-Kapitalflussrechnung für die Zeit vom 1. Oktober 2021 bis 30. September 2022

2021/2022 4.2.202130.9.2021
TEUR TEUR
1. Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit
Periodenergebnis (Konzernjahresüberschuss/-fehlbetrag einschließlich Ergebnisanteile anderer Gesellschafter) 47.677 -158.621
Abschreibungen (+)/Zuschreibungen (-) auf Gegenstände des Anlagevermögens 248.472 102.216
Zunahme (+)/Abnahme (-) der Rückstellungen 58.458 -3.476
Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen (+)/Erträge (-) -2.218 -1.706
Zunahme (-)/Abnahme (+) der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva -142.719 92.128
Zunahme (+)/Abnahme (-) der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva -53.020 28.580
Gewinn (-)/Verlust (+) aus Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens 97 190
Zinsaufwendungen (+) / Zinserträge (-) 81.867 33.982
Ertragsteueraufwand (+)/-ertrag (-) -4.117 -21.044
Auszahlungen (-) im Zusammenhang mit Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung 0 78.957
Ertragsteuerzahlungen (+ / -) -18.241 -25.925
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 216.255 125.281
2. Cashflow aus der Investitionstätigkeit
Auszahlungen (-) für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -1.910 -590
Einzahlungen (+) aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 72 211
Auszahlungen (-) für Investitionen in das Sachanlagevermögen -69.971 -7.942
Auszahlungen (-) für Zugänge zum Konsolidierungskreis -1.059 -1.815.767
Auszahlungen (-) im Zusammenhang mit Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung 0 -35.184
Erhaltene Zinsen (+) 90 62
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -72.778 -3.706.863
3. Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit
Einzahlungen (+) aus Eigenkapitalzuführungen von Gesellschaftern des Mutterunternehmens 0 2.074.095
Einzahlungen (+) aus der Begebung von Anleihen und der Aufnahme von (Finanz-) Krediten 0 1.078.526
Auszahlungen (-) aus der Tilgung von Anleihen und (Finanz-) Krediten -9.516 -800
Einzahlungen (+) aus erhaltenen Zuschüssen/Zuwendungen 0 705.000
Auszahlungen (-) im Zusammenhang mit Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung 0 -43.773
Gezahlte Zinsen (-) -66.893 41
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -76.410 3.813.089
4. Finanzmittelfonds am Ende der Periode
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds (Zwischensummen 1 - 3) 67.068 231.507
Wechselkurs-, und bewertungsbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds 4.244 879
Konsolidierungskreisbedingte Änderung des Finanzmittelfonds 4
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 232.386 0
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 303.701 232.386
5. Zusammensetzung des Finanzmittelfonds
Liquide Mittel 303.701 232.386
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 303.701 232.386

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Birkenstock Group B.V. & Co. KG

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der Birkenstock Group B.V. & Co. KG, Linz am Rhein, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 30. September 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, der Konzern-Kapitalflussrechnung und der Entwicklung des Konzerneigenkapitals für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2021 bis zum 30. September 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Birkenstock Group B.V. & Co. KG für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2021 bis zum 30. September 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 30. September 2022 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2021 bis zum 30. September 2022 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben;

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt;

holen wir ausreichende, geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile;

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns;

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Köln, 25. Januar 2023

Ernst & Young GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Dietl, Wirtschaftsprüferin

Brookshaw, Wirtschaftsprüfer

Billigung des Konzernabschlusses

Die Gesellschafterversammlung hat den Konzernabschluss am 21.04.2023 gebilligt.

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