Puraglobe GmbH
Selbe AdresseHerstellung von Verpackungsmitteln aus Kunststoffen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Jürgen Leopold Hund seit 17.11.2025 | Geschäftsführer |
Alois Virag seit 23.9.2024 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Puralube Inc. | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Puralube Germany GmbHElsteraueJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2009 bis zum 31.12.2009Lagebericht für 2009Puralube Germany GmbH, ElsteraueGesamtwirtschaftliche EntwicklungDie Wirtschaftsleistung Deutschlands war im Geschäftsjahr 2009 geprägt von der größten konjunkturellen Krise seit dem 2. Weltkrieg. Das deutsche Bruttoinlandsprodukt (BIP) nahm gegenüber Vorjahr von 2.489 Mrd. EUR dramatisch um 3,4 % auf 2.407 Mrd. EUR ab. Insbesondere die Exporte gingen zurück. Bereiche der Schwer- und der Automobilindustrie, in denen ein vermehrter Altölanfall vorkommt, hatte unter der Wirtschaftskrise zu leiden. Der Produktionsoutput verringerte sich, viele Unternehmen gingen in Kurzarbeit. Die Bundesregierung begegnete der Rezession mit Staathilfen wie Bürgschaften und verlängerten Kurzarbeitszeiten. Im Zuge der Rezession sind die Finanz- und Rohstoffmärkte in 2009 dramatisch eingebrochen, was auch für das Geschäft der Gesellschaft, aufgrund des niedrigen Rohölpreis von Bedeutung war. Diese Entwicklung wurde in der zweiten Hälfte des Jahres 2009 gestoppt. BranchenentwicklungIm Bereich der Altölentsorgung hat sich in Deutschland ein sehr hoher Standard entwickelt. In den vergangenen Jahren lag das Sammelaufkommen an Altölen in Deutschland konstant bei 500.000 t, etwa 135.000 t wurden zusätzlich importiert. In 2009 hat sich der Absatz von Schmierstoffen in Deutschland drastisch reduziert. Laut Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (kurz: BAFA) betrug der Rückgang der Inlandsablieferungen 22,2 %. Dies hatte ebenfalls leicht zeitverzögert eine Auswirkung auf den Altölmarkt, indem dieser Rohstoff in Deutschland und Europa knapper wurde. Infolgedessen stieg der Wettbewerb um Altöl und somit die Einstandspreise während der Schmierölmarkt an dem Puralube seine Haupteinkünfte erzielt rückläufig war. Laut BAFA lag das Aufkommen aus Zweitraffination nur leicht (0,17 %) unter den Werten des Vorjahres. Die Branche des Alölrecyclings konnte die Absatzmengen dennoch gegenüber dem Vorjahr leicht steigern. Geschäftsverlauf im BerichtsjahrDie Puralube Germany GmbH hat seit dem Geschäftsjahr 2007 im Verbund der Puralube Gruppe die Funktion des Altöleinkaufs und -vertriebs von Basisölen übernommen. Über Altölaufarbeitungsverträge werden von den Tochtergesellschaften Puralube GmbH und Puralube Raffinerie GmbH Lohnaufarbeitungsleistungen erbracht und das von der Puralube Germany GmbH eingekaufte Altöl zu Basisölen verarbeitet. Diese organisatorische Trennung von Betrieb und Vertrieb hat sich auch in dem schwierigen Jahr 2009 bewährt. Der Absatzpreis von Basisöl folgt zeitversetzt dem Rohölmarkt. So setzte sich der Preisverfall im ersten Halbjahr unvermindert fort und konnte sich im zweiten Halbjahr wieder auf das Niveau von 2005/06 erholen. Der Absatzpreis je Tonne Basisöl konnte jedoch im 1. Halbjahr über das Durchschnittsniveau des ICIS-LOR gesteigert werden. Bezogen auf das Hauptprodukt Basisöl verringerte sich der Absatzpreis um 32,4 % im Vergleich zum Vorjahr, während sich der Einkaufspreis für Altöl nur um 14,4 % verringerte. Dementsprechend sank die Rohmarge, da sich aufgrund der Altölknappheit der Altölpreis nur unterproportional zur Entwicklung der Absatzpreise verminderte. In diesem Umfeld hat Puralube dennoch den Absatz ihrer Basisöle, im Vergleich zum Vorjahr aufgrund der Inbetriebnahme der von der Puralube Raffinerie GmbH betriebenen HyLube™ II, um 67,2 % (Vj. 4,8 %) steigern können. Begünstigt von langfristigen Verträgen sowie einer stabilen Kundenbasis konnten die Verkaufspreise im Jahresdurchschnitt sogar die Notierungen (ICIS) der primären Produkte der großen Mineralölgesellschaften übertreffen. Hiermit hat Puralube bewiesen, dass die recycelten Basisöle mittlerweile auf dem Markt eine hervorragende Akzeptanz haben. Die Geschäftsführung rechnet für das Geschäftsjahr 2010 mit einer langsamen Rückkehr zur Normalität. Die Versorgung mit Altöl ist aufgrund der konjunkturellen Situation schwierig. Sie kann aus Sicht der Geschäftsführung jedoch sicher gestellt werden. Leistungsindikatoren Die Gesellschaft orientiert sich bei ihrem unternehmerischen Handeln an klassischen ökonomischen Leistungskriterien. Der Unternehmenserfolg wird anhand der Entwicklung produktionstechnischer und finanzwirtschaftlicher Kennzahlen wie Umsatz und EBITDA (Ergebnis vor Abschreibungen, Erträge aus der Auflösung von Sonderposten für Zuwendungen, Zinsen und Ertragsteuern) gemessen. Ertrags-, Vermögens-, und FinanzlageErtragslage Die Umsatzerlöse gliedern sich nach geographischen Regionen wie folgt auf:
Trotz der Tatsache, dass die Produktionskapazität durch die Inbetriebnahme der HyLube™ II im Mai 2009 erhöht wurde und der Absatz an Basisölen signifikant gestiegenen ist, wurden aufgrund des starken Rückgangs der Absatzpreise (Hauptprodukt: -32,4 %, Nebenprodukte: zwischen -38,0 % und -49,4 %) nur 5,9 Mio. EUR (+17,6 % im Vergleich zum Vorjahr) höhere Umsatzerlöse erzielt. Auf der Beschaffungsseite verlief die Entwicklung des Altöleinstandspreises nicht korrespondierend mit der des Basisöls. Die Materialaufwendungen stiegen absolut um 13,9 Mio. EUR, relativ im Vergleich zum Vorjahr um 40,9 %. Die Rohmarge (unter Berücksichtigung der Bestandsveränderungen) verminderte sich dementsprechend um 10,1 Mio. EUR. Der Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen resultiert insbesondere aus dem erhöhten Absatz einhergehenden Transportkosten (TEUR 1.480, Vj. TEUR 682), aus gestiegenen Managementumlagen (TEUR 1.131, Vj. TEUR 155) sowie aus gestiegenen Beratungskosten infolge eines Sondergutachtens (TEUR 292, Vj. TEUR 142). Bei um TEUR 298 geringeren Personalaufwendungen und konstanten Abschreibungen schloss das Geschäftsjahr mit einem EBIT von TEUR -12.567 (Vj. TEUR -1.102) und einem Jahresfehlbetrag von TEUR 12.539 (Vj. Jahresfehlbetrag TEUR 2.865). Die Zinsaufwendungen betreffen fast ausschließlich Verzugszinsen auf Verbindlichkeiten gegenüber der Schwestergesellschaft Baufeld Oel GmbH. Vermögenslage Die Bilanzsumme beträgt TEUR 34.628 (Vj. TEUR 35.863) und betrifft auf der Aktivseite mit TEUR 25.359 (Vj. TEUR 22.651) das Anlagevermögen, konkret mit TEUR 23.270 die Anteile an den Tochtergesellschaften Puralube GmbH und Puralube Raffinerie GmbH, die sich im Geschäftsjahr durch eine Kapitalerhöhung bei der Tochtergesellschaft Puralube Raffinerie GmbH um TEUR 3.400 erhöhten. Der Rückgang der Vorräte betrifft den Bestand an fertigen Erzeugnissen (-TEUR 382), zum überwiegenden Teil Basisöl sowie den Bestand an Altöl (-TEUR 488). Der Rückgang der sonstigen Vermögensgegenstände ist im Wesentlichen auf den Zahlungseingang der Forderungen aus Umsatzsteuer und einer ausstehenden Einlage gegen den Gesellschafter, die Puralube Holding GmbH, zurückzuführen. Der Anstieg der Verbindlichkeiten hat seine Ursache im Wesentlichen in dem Aufbau der Verbindlichkeiten gegenüber der Schwestergesellschaft Baufeld Oel GmbH aus der Lieferung von Altöl (+ TEUR 2.745) und gegenüber den Tochtergesellschaften Puralube GmbH (+ TEUR 1.178) und Puralube Raffinerie GmbH (+ TEUR 1.446) aus noch offenen Abrechnungen, vor allem aus dem mit den beiden Gesellschaften abgeschlossenen Altölaufarbeitungsverträgen. Finanzlage Die Finanzierung der Puralube Germany GmbH ist gekoppelt an die Gesamtfinanzierung der Unternehmensgruppe. Aufgrund der Mehrkosten in Zusammenhang mit dem Bau der zweiten Anlage HyLube™ II) bei der Tochtergesellschaft Puralube Raffiniere GmbH, der gegenüber dem Budget verzögerten Inbetriebnahme und des konjunkturellen Einbruchs im letzten Quartal 2008 wurde die Hausbank um Stundungen von Tilgungsleistungen gebeten. Daraufhin wurde ein Sanierungsgutachten erstellt und basierend hierauf ein neues Finanzkonzept erarbeitet, das im Wesentlichen die Stundung der per 31.12.2008 einsetzenden Tilgungsleistungen bis zum 31.12.2009 und einen weiteren Kapitaleinschuss vorsieht. Die per Ende Dezember 2009 fälligen Tilgungsraten wurden mit Hilfe einer Kapitaleinzahlung von Seiten des Gesellschafters erbracht. Der Gesellschaft sind im Geschäftsjahr im Wege der Eigenkapitalstärkung durch den Gesellschafter TEUR 6.400 zugeflossen, die in Höhe von TEUR 3.400 in die Tochtergesellschaft Puralube Raffinerie zur Rückzahlung von dort fälligen Darlehen eingelegt wurden. Mitarbeiter Im Geschäftsjahr wurden insgesamt durchschnittlich 6 (Vj. 6) Mitarbeiter beschäftigt. Gesamtaussage zur Geschäftsentwicklung Der unterschiedlich starke Rückgang der Verkaufs- und der Einkaufpreise, u.a. beeinflusst durch den starken Verfall der Rohölpreise im Zuge der negativen Wirtschaftsentwicklung, haben das Geschäftsjahr 2009 negativ beeinflusst. NachtragsberichtEine zum 31. März 2010 fällige Darlehenstilgung der Tochtergesellschaft Puralube Raffinerie GmbH in Höhe von 4,5 Mio. EUR konnte nicht fristgerecht an die finanzierende Bank geleistet werden. Die Bank hat mit Schreiben vom 31. März 2010 erklärt, dass die fällige Forderung in Höhe von 4,5 Mio. EUR bis auf weiteres nicht geltend gemacht werden soll. Die Stillhaltererklärung kann jederzeit einseitig widerrufen werden. Die Gesellschaft hat bzw. plant zur Überwindung der Krise die Erstellung eines konzernweiten Effizienz-Verbesserungsprogramms zur nachhaltigen Kostenreduktion sowie dessen anschließende Umsetzung. Weiterhin versucht die Gesellschaft eine Neustrukturierung der Finanzierungsstruktur zu erreichen, um so die bestehenden Finanzierungslücken schließen zu können. Der Geschäftsführer Martin Leitgeb wurde am 31. März 2010 abberufen. RisikoberichtDie Gesellschaft unterhält ein Risikomanagementsystem, dessen Angemessenheit und Effizienz durch das Controlling überwacht wird. Die Bewertung und Dokumentation der möglichen geschäftlichen Risiken erfolgt im Rahmen einer regelmäßigen Berichterstattung an die Geschäftsführung. Negative Entwicklungen können dadurch zeitnah erkannt und Gegenmaßnahmen umgehend ergriffen werden. Für alle im laufenden Geschäft erkennbaren Risiken wurde, soweit die Voraussetzungen für die bilanzielle Berücksichtigung gegeben waren, im Rahmen der Erstellung des Jahresabschlusses angemessene Vorsorge getroffen. Bestandsgefährdende Risiken bestehen im Zusammenhang mit der Finanzierung künftiger Tilgungsleistungen einer Tochtergesellschaft, die derzeit nicht aus dem laufenden Cashflow der Gesellschaften erbracht werden können, für die die Gesellschaft haftet. Die Gesellschaft hat bzw. plant zur Überwindung der Krise die Erstellung eines konzernweiten Effizienz-Verbesserungsprogramms zur nachhaltigen Kostenreduktion sowie dessen anschließende Umsetzung. Weiterhin versucht die Gesellschaft eine Neustrukturierung der Finanzierungsstruktur zu erreichen, um so die bestehenden Finanzierungslücken schließen zu können. Die Fortführung der Unternehmenstätigkeit ist von der Restrukturierung der Finanzierung abhängig oder, falls dies nicht gelingt, von der zugesagten finanziellen Unterstützung durch die Gesellschafterin. Die Geschäftsführung geht von einer positiven Unternehmensfortführungsprämisse aus. Mit der Eigensammlung der Puralube Gruppe ist die Gesellschaft in der Lage ca. 20 % ihrer Verarbeitungskapazität an Altöl abzudecken. Die Geschäftsführung sieht keine Risiken, trotz des konjunkturell bedingten Rückgangs des Altölanfalls mit der in der Unternehmensgruppe bestehenden Handelsorganisation die verbleibende Altölmenge einzukaufen. Weitere Risiken bestehen grundsätzlich in der möglichen Schwankungsbreite der erzielbaren Marktpreise für Raffinerieprodukte und der Preise für Altöl als Einsatzstoff. Die Schwankungsbreite der erzielbaren Marktpreise ist abhängig von den Rohölpreisen auf dem Weltmarkt und der Entwicklung des Wechselkurses zwischen Euro und US-Dollar. Während die Einstandspreise für Altöl kurzfristig nicht zwingend diesem Trend folgen müssen. Die Puralube Germany GmbH hat mit einigen Kunden langfristige Lieferverträge auf Basis der ICIS-LOR Notierungen abgeschlossen, um das Preisniveau gegenüber der Entwicklung des ICIS stabil zu halten. Für die Folgejahre schätzt die Geschäftsführung, die in den Vorjahren bestehenden Risiken im Bereich der Raffinerieproduktion durch die Tochtergesellschaften Puralube GmbH und Puralube Raffinerie GmbH wegen der sich im Jahr 2009 sehr positiv entwickelnden mechanischen Verfügbarkeit beider Anlagen als sehr gering ein. Ein bestehendes Liquiditätsmanagement mit wöchentlicher Liquiditätsvorschau und Debitorenmanagement hat die Aufgabe die jederzeitige Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft sicherzustellen und Liquiditätsengpässe jederzeit aufzeigen. Aus der allgemeinen Geschäftsentwicklung sind neben den o.g. Risiken keine anderen Problemfelder erkennbar. PrognoseberichtGegen Ende des Jahre 2009 zeichnete sich eine leichte Konjunkturbelebung ab. Diese Entwicklung beschleunigte sich im zweiten Teil des 1. Quartals 2010, was zu einer signifikanten Belebung des Absatzmarktes der Puralube Germany GmbH führte. Der Ölpreis stieg im Verlauf des Jahres 2010 auf rd. 84 USD/Barrel, so dass von einem weiteren Anstieg der Produktpreise auszugehen ist. Der steigende US-Dollar Kurs unterstützt diese Entwicklung. Die Geschäftsführung geht von einem Wechselkurs von 1,30 EUR/USD aus. Diese Umstände werden zu konstanten Absatzpreisen weit über dem Niveau des Jahres 2009 führen. Aufgrund des hohen Schwerölpreisniveaus wird eingeschätzt, dass der Altölpreis sich rd. 10 % oberhalb des langjährigen Korrelationswertes zum Rohölpreis bewegen wird. Ausgehend von diesen Annahmen wird für die Puralube Germany GmbH Gruppe ein EBITDA von 6,4 Mio. EUR erwartet, was in 2011 und den Folgejahren übertroffen werden soll. Aufgrund des Zukunftsbezugs der Planungsrechnung können sich bei Nichteintritt von Annahmen auch erhebliche Abweichungen zwischen Planung und tatsächlichen Ergebnissen ergeben. Nach dem jetzigen Stand der Verhandlungen gehen wir davon aus, dass gemeinsam mit der finanzierenden Bank eine einvernehmliche Regelung zur Lösung des Finanzierungsproblems gefunden werden kann.
Elsteraue, 1. April 2010 Christian Hartmann Andreas Schüppel Bilanz zum 31. Dezember 2009Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für 2009
Anhang für 2009Allgemeine HinweiseDer vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, haben wir einzelne Posten der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst und daher in diesem Anhang gesondert aufgegliedert und erläutert. Aus dem gleichen Grunde wurden die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten ebenfalls an dieser Stelle gemacht. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenFür die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen vermindert. Der erworbene Kundenstamm wird über 5 Jahre abgeschrieben. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Abschreibungen werden entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer linear vorgenommen. Die betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern betragen:
Bei den Finanzanlagen werden die Anteilsrechte zu Anschaffungskosten angesetzt. Die Vorräte werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bzw. zu den niedrigeren Tageswerten angesetzt. Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag aktiviert. Die fertigen Erzeugnisse sind zu Einstandspreisen zuzüglich der Aufarbeitungskosten bewertet. Die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Das Eigenkapital ist zum Nennbetrag angesetzt. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten. Sie sind in der Höhe angesetzt, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Verbindlichkeiten sind zum Rückzahlungsbetrag angesetzt. Fremdwährungsposten werden zum Anschaffungskurs bzw. zum niedrigeren oder höheren Stichtagskurs angesetzt. Erläuterungen zur BilanzAnlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt. Angaben zum Anteilsbesitz
Zwischen der Puralube Germany GmbH und der Puralube Raffinerie GmbH besteht ein Ergebnisabführungsvertrag. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 3.461 (Vj. TEUR 1.066). Eigenkapital Das Gezeichnete Kapital beträgt unverändert TEUR 2.000. Die Erhöhung der Kapitalrücklage in Höhe von TEUR 4.900 betrifft Einzahlungen durch die Puralube Holding GmbH. Die Einzahlungen stellen Zuzahlungen im Sinne des § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB dar. Sonstige Rückstellungen Sonstige Rückstellungen sind im Wesentlichen gebildet worden für ausstehende Rechnungen (TEUR 195), Boni (TEUR 37) und Urlaubsansprüche (TEUR 17). Verbindlichkeiten In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter in Höhe von TEUR 381 (Vj. TEUR 67) enthalten. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 20.450 (Vj. TEUR 15.620), wovon die Rückzahlung von TEUR 10.400 bis auf weiteres ausgesetzt ist. Sämtliche Verbindlichkeiten haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Haftungsverhältnisse Die Puralube Germany GmbH haftet aus der Bestellung von Sicherheiten für verbundene Unternehmen in Höhe von 37,3 Mio. EUR. Die Gesellschaft garantiert, dass die beiden Tochtergesellschaften jederzeit ihren Zahlungsverpflichtungen aus Darlehensverträgen pünktlich und vollständig nachkommen werden und dass sie diese Gesellschaften finanziell stets so ausstattet, dass diese zur Erfüllung der Finanzierung des Geschäftsbetriebs nachhaltig in der Lage sind. Daneben garantiert die Gesellschaft, dass die zwei Tochtergesellschaften stets mit geeignetem Altöl und in der vereinbarten Menge beliefert werden. Weiterhin garantiert die Gesellschaft, ihren eigenen Geschäftsbetrieb so zu führen, dass die Tochtergesellschaften den von der finanzierenden Bank vorgesehenen Cashflow erwirtschaften können. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen beträgt TEUR 178. Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen betreffen Zahlungsverpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen. Erläuterungen zur Gewinn- und VerlustrechnungUmsatzerlöse Nach Absatzmärkten
Sonstige Angaben Geschäftsführer
Geschäftsführerbezüge Die Geschäftsführer Christian Hartmann und Martin Leitgeb erhalten keine Bezüge. Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wird daher unter Verweis auf § 314 Abs. 1 Nr. 6 a HGB aufgrund der mittelbaren Schutzwirkung des § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Mitarbeiter Im Geschäftsjahr waren im Durchschnitt 6 Angestellte beschäftigt. Konzernverhältnisse
ErgebnisverwendungsvorschlagDie Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresfehlbetrag in Höhe von EUR 12.539.384,14 auf neue Rechnung vorzutragen.
Elsteraue, 1. April 2010 Die Geschäftsführung Christian Hartmann Andreas Schüppel Entwicklung des Anlagevermögens 2009
BestätigungsvermerkWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Puralube Germany GmbH, Elsteraue, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2009 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Ohne diese Beurteilung einzuschränken, weisen wir auf die Ausführungen im Lagebericht hin. Dort ist in dem Abschnitt "Risikobericht" dargestellt, dass bestandsgefährdende Risiken im Zusammenhang mit der Finanzierung künftiger Tilgungsleistungen von Tochtergesellschaften bestehen. Die Fortführung der Unternehmenstätigkeit hängt davon ab, dass über die Neustrukturierung der Finanzierung der Tochtergesellschaften eine Vereinbarung erzielt werden kann. Für den Fall, dass eine entsprechende Vereinbarung nicht erzielt werden kann, ist die Gesellschaft auf die zugesagte finanzielle Unterstützung durch die Gesellschafterin angewiesen.
Mannheim, 1. April 2010 Ernst
& Young GmbH
Fluck, Wirtschaftsprüfer Horn, Wirtschaftsprüfer |
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