Roth Agrarhandel GmbHLiquidiert

35274 Kirchhain, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Marburg HRB 5446
Eingetragen
17.10.2008
Branche
Großhandel mit Getreide, Rohtabak, Saatgut und FuttermittelnTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von landwirtschaftlichen Grundstoffen, lebenden Tieren, textilen Rohstoffen und HalbwarenTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von landwirtschaftlichen Maschinen und Geräten
Gegenstand
Der Handel mit Agrarerzeugnisses jeder Art, insbesondere Getriede- und Saatgut, Futtermitteln, Düngemitteln und Pflanzenschutzmitteln sowie alle Hilfsgeschäfte, die dem vorgenannten Zweck der Gesellschaft zu dienen geeignet sind, ferner auch der Erwerb, das Halten und Verwaltung von Beteiligungen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Daniel Reiser
seit 16.10.2019
Geschäftsführer
Andreas Rose
seit 26.9.2017
Geschäftsführer

Beteiligungen

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Roth Agrarhandel GmbH

Kirchhain

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2020 bis zum 31.12.2020

Lagebericht zum Jahresabschluss 31. Dezember 2020

A. Grundlagen der Gesellschaft

Die Roth Agrarhandel GmbH mit Sitz in 35274 Kirchhain, ein Tochterunternehmen der Hauptgenossenschaft Nord AG (Kiel), ist mit einem Umsatz von ca. € 335 Mio. im Landhandel aktiv. Das Geschäftsgebiet der Gesellschaft erstreckt sich über die Bundesländer Hessen, Thüringen, Sachsen-Anhalt und Sachsen, sowie Teile Südbrandenburgs.

B. Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Das Jahr 2020 war auch in wirtschaftlicher Hinsicht geprägt durch Corona. Spätestens ab Mitte März hat die zunächst als Epidemie, später als Pandemie eingestufte COVID-19 - Krise das wirtschaftliche Umfeld in der gesamten Welt und damit auch in Deutschland massiv beeinflusst. Durch staatlich verordnetes Herunterfahren der Wirtschaft in den allermeisten Volkswirtschaften hat dies zu konjunkturellen Einbrüchen geführt - im Inland zum stärksten Einbruch der Wirtschaftsleistung in einem Quartal seit 1970. In Deutschland wurden durch staatliche Maßnahmen wie Kompensationszahlungen an betroffene Unternehmen, Selbstständige und Arbeitnehmer, aber auch Übernahme von Garantien, Aussetzen der Insolvenzantragspflicht u.ä., bis Jahresende 2020 Unternehmensinsolvenzen auf einem im langfristigen Durchschnitt geringem Niveau gehalten. Die Maßnahmen führten allerdings zu einer hohen Neuverschuldung des Bundes, der Länder und der Kommunen; diese Entwicklung ist parallel in vielen großen Volkswirtschaften zu beobachten.

Im Rahmen der Geldpolitik hat die Europäische Zentralbank zusätzlich zu den bereits bestehenden Anleihenankaufprogrammen ein weiteres Programm mit dem Namen PEPP (Pandemie Emergency Purchase Program) mit einem Gesamtvolumen von € 1.350 Mrd. und einer Laufzeit bis mindestens Mitte 2021 aufgesetzt. Unter anderem diese Maßnahme sorgte im Jahr 2020 für ein weiterhin historisch geringes Zinsniveau.

Aufgrund der im Sommer deutlich geringeren Infektionszahlen und der damit einhergehenden Erholung vieler Unternehmen sowie einem durch die Bundesregierung aufgelegten Konjunkturprogramm, hat sich eine kräftige Erholung ergeben, sodass insgesamt für Deutschland eine Prognose für das Bruttoinlandsprodukt von -5,1% besteht; für das kommende Jahr wird wieder mit einem Wachstum von 3,7% gerechnet (laut Jahresgutachten 2020/21 Sachverständigenrat).

Der Euro hat gegenüber dem US-Dollar im Laufe des Jahres 2020 fast 10% an Wert gewonnen. Der Wert des Euro gegenüber dem US-Dollar hat Einfluss auf die Rohstoffpreise und verbessert (schwacher Kurs) bzw. verschlechtert (starker Kurs) die Verkäuferposition der im Euroraum ansässigen Unternehmen.

Der Ölpreis ist während der Lockdownphase kurzzeitig zu einem negativen Preis gehandelt worden; insgesamt hat sich der Ölpreis nach dem Tiefpunkt Mitte April wieder gefestigt, schließt aber um mehr als 20% unter dem Vorjahr ab.

Da sich zum Jahresende 2020 Deutschland und viele Staaten der Welt bereits wieder im Lockdown befinden, schließt das Jahr mit großer Unsicherheit ab. Die von vielen Experten erwartete Insolvenzwelle im Jahr 2021 kann zu Marktverwerfungen bis hin zu einer Bankenkrise führen, die hohe Staatsverschuldung aufgrund der Gegenmaßnahmen zur Bekämpfung der wirtschaftlichen Folgen der Pandemie ist eine Belastung der Zukunft. Kurz nach Weihnachten 2020 konnte mit dem Impfen gegen

das SARS COV2 Virus begonnen werden, sodass die Hoffnung auf ein baldiges Ende der Pandemie besteht.

1. Geschäftsverlauf

Werttreiber

Als wesentliche finanzielle Leistungsindikatoren, die auch zur internen Steuerung der Gesellschaft herangezogen werden, werden Umsatz, Umsatzrentabilität und das Ergebnis vor Ertragsteuern verwendet.

Aufgrund der besseren Aussagekraft und der Einheitlichkeit innerhalb des Hauptgenossenschaft Nord AG Konzerns wird anstatt dem Ergebnis nach Steuern zukünftig das Ergebnis vor Ertragsteuern als ein wesentlicher finanzieller Leistungsindikator gesehen.

Umsatz und Auftragsentwicklung

Im Vorjahr hatten wir für das Jahr 2020 einen etwa um 16 % höheren Umsatz als im Geschäftsjahr 2019 prognostiziert. Tatsächlich erhöhte sich der Umsatz wertmäßig um 2,7% auf T€ 334.744 (VJ T€ 325.727) und liegt damit ca. 13% unter Plan. Die Umsatzveränderung im Vergleich zum Plan ergab sich im Wesentlichen durch den Rückgang der verkauften Mengen im Bereich Futtermittel, den Rückgang der Wertumsätze bei Pflanzenschutz und Düngemitteln sowie durch die Steigerung der verkauften Menge bei Getreide und einer Steigerung der Wertumsätze bei Hof- und Spezialprodukten.

Die Geschäftsentwicklung im abgelaufenen Geschäftsjahr war nicht zufriedenstellend. Mit einem Jahresfehlbetrag in Höhe von T€ 843 liegt das Ergebnis T€ 1.927 über 2019. Das negative Ergebnis ist im Wesentlichen auf Folgen der Trockenheit im Arbeitsgebiet zurückzuführen. Bedingt durch die geringere Erntemenge konnte nicht die geplante Menge auf den Lagerstandorten aufgenommen und gehandelt werden. Durch die trockene Erntewitterung wurde nahezu die gesamte Erntemenge trocken eingelagert, was zur Folge hatte, dass nur in Einzelfällen Trocknungskosten an die Landwirte berechnet werden konnten, außerdem wurden die Qualitäten zu den geforderten Bedingungen eingebracht und es konnten kaum Abzüge vorgenommen werden.

Die Auftragslage für das Jahr 2021 hat sich gegenüber dem Vorjahr verbessert. Wir erwarten für das Geschäftsjahr 2021 eine signifikante Steigerung der Umsätze um ca. 17%.

Beschaffung

Im Einkaufsbereich werden ganzjährig Kontrakte mit Lieferanten geschlossen worden, um eine kontinuierliche Versorgung mit Handelswaren zu erreichen. Die Kapazitäten im Lagerbereich werden genutzt, um die zeitliche Ausgleichsfunktion zwischen Einkauf und Verkauf zu gewährleisten.

Personal- und Sozialbereich

Der Personalaufwand hat sich um ca. 10,6% gegenüber dem Vorjahr verringert. Die Veränderung ergibt sich im Wesentlichen durch effizientere Prozesse und damit verbundene Personaleinsparungen

Umweltschutz

Die Gesellschaft hat in den Vorjahren einige Investitionen getätigt, um den Auflagen für den Umweltschutz zu entsprechen (Immissionsschutz, Lagerung von Pflanzenschutzmitteln). Die gesetzlich vorgeschriebenen Schulungen des Personals in Sachen Gefahrgut und Ladungssicherung sind erfolgt.

2. Entwicklung der Erträge und Aufwendungen sowie Rohmarge/-ergebnis

Rohmarge und Rohergebnis

Das Rohergebnis (Gesamtleistung abzüglich Materialaufwand) ist im Vergleich zum Vorjahr um T€ 918 auf T€ 13.612 gestiegen, die in dem Rohergebnis enthaltenen sonstigen betrieblichen Erträge sind von T€ 657 auf T€ 360 gesunken.

Das um T€ 1.927 gegenüber dem Vorjahr bessere Jahresergebnis (T€ -835) wird im Wesentlichen durch bessere Roherträge, geringere Personalkosten, geringere sonstige betriebliche Aufwendungen sowie gegenläufig durch eine Reduzierung der sonstigen betrieblichen Erträge bedingt.

Die Umsatzrentabilität (Ergebnis vor Ertragsteuern/Umsatzerlöse) des Geschäftsjahres 2020 ist um 0,6% Punkte gegenüber dem Vorjahr gestiegen und liegt damit 0,47% unter den für 2020 geplanten 0,22%.

Insgesamt konnte die im Vorjahr prognostizierte Steigerung des Ergebnisses nach Steuern nicht erreicht werden. Es wurde ein Ergebnis nach Steuern von T€ -835 und vor Ertragsteuern von T€ -981 erwirtschaftet.

Entwicklung der Erträge

Die Umsätze in den Sparten haben sich wie folgt entwickelt:

Sparte Menge to
2019 2020 Abweichung
Futtermittel 144.703 118.980 -25.723
Getreide, Ölsaaten 874.580 951.069 +76.489
Betriebsmittel Pflanze n/a n/a n/a
sonstiges n/a n/a n/a
gesamt n/a n/a n/a
Sparte Wert T€
2019 2020 Abweichung
Futtermittel 32.503 26.566 -5.901
Getreide, Ölsaaten 193.357 203.113 +9.755
Betriebsmittel Pflanze 99.848 105.054 +5.141
sonstiges 19 12 +22
gesamt 325.727 334.745 +9.017

Entwicklung der Aufwendungen

Die wesentlichen Veränderungen in den Aufwendungen ergeben sich wie folgt:

Aufwandsart Wert in T€
2019 2020 Abweichung
Mieten / Pachten 3.868 3.281 -587
Personalkosten 7.579 6.779 -800
Wertberichtigungen auf Forderungen 243 60 -183
Aufwand Lohnarbeiten 773 930 +157

3. Finanzlage

Finanzierung und Finanzlage

Die Finanzierung der Roth erfolgt über die Muttergesellschaft. Der Finanzierungsrahmen war dabei jederzeit ausreichend. Für die Bankkonten der Roth besteht ein Cash-Pooling-Vertrag mit der HaGe.

Investitionen

Im Jahr 2020 wurden für T€ 1.456 Investitionen getätigt. Es handelt sich dabei um Investitionen im Bereich des Sachanlagevermögens, inbegriffen ist ein Erwerb eines Stückgutstandortes in Hötensleben.

Die Abschreibungen im Geschäftsjahr betrugen T€ 801 für Sachanlagevermögen sowie immaterielle Vermögensgegenstände.

4. Vermögenslage

Die Eigenkapitalquote zum Bilanzstichtag beträgt 21,9 % (VJ 29,4 %). Die Bilanzsumme hat sich um T€ 16.679 von T€ 60.346 auf T€ 77.025 erhöht. Die Veränderungen ergeben sich auf der Aktivseite im Wesentlichen durch die Erhöhung das Anlagevermögen (T€ 525), den höheren Forderungsbestand (T€ 799) sowie dem Aufbau der Bestände an Waren (T€ 15.344).

Die Erhöhung auf der Passivseite ist insbesondere durch den Aufbau der Finanzierungsverbindlichkeiten begründet.

Die Rückstellungen belaufen sich auf T€ 923 (VJ T€ 979).

Das gezeichnete Stammkapital beträgt T€ 16.000 und die Kapitalrücklage T€ 205.

Aufgrund der Ausrichtung des Unternehmens als Handelsgesellschaft ist die Bilanz insbesondere durch einen hohen Anteil des Umlaufvermögens 90,3% (Vj. 88,6%) an der Bilanzsumme geprägt.

C. Sonstige wichtige Vorgänge des Geschäftsjahres.

Herr Ludwig Müller wurde durch den Gesellschafterbeschluss mit Wirkung 16.04.2020 als gesamtvertretungsberechtigten Geschäftsführer abberufen. Die Löschung ist im Handelsregister eingetragen.

Der Standort Bischhausen wurde zum 01.09.2020 verkauft.

Ein neuer Standort für den Stückgutumschlag in Hötensleben wurde zum 01.07.2020 erworben.

D. Zweigniederlassungen

Es gibt neben dem Hauptbetrieb in Kirchhain Zweigbetriebe in Willingshausen - Zella, Neustadt/Hessen, Wetter, Mellnau, Oberweimar, Fronhausen, Ellersleben, Grabe, Roßlau, Bitterfeld, Coswig, Jessen, Pretzsch, Zahna, Zörbig, Schmölln, Hötensleben, Teuchern, Gehofen, Querfurt, Wallwitz, Grosshennersdorf, Grosssteinberg, Oberböhmsdorf, Leimbach und Buttlar. Zur Getreideernte gibt es eigene Annahmestellen in Farnstädt und Starsiedel. Außerdem wird in Kabelsketal-Großkugel ein Verkaufsbüro unterhalten.

E. Risiken und Chancen der künftigen Entwicklung

Wirtschaftliche Gefährdungspotentiale der Gesellschaft aufgrund von Preisänderungs-, Ausfall- und Liquiditätsrisiken liegen hauptsächlich in den Veränderungen der nationalen und europäischen Landwirtschaftspolitik mit erheblichem Einfluss auf die Erlös- und Liquiditätslage unserer Kunden. Aufgrund der veränderten Marktsituation und der stark schwankenden Preise hat sich die wirtschaftliche Situation für viele Landwirte verschlechtert, so dass für die Gesellschaft auch ein Risiko besteht.

Zur Risikovorsorge werden die Außenstände regelmäßig überprüft. Den Ausfallrisiken wird sowohl durch eine Warenkreditversicherung Rechnung getragen als auch durch Bildung von Einzelwertberichtigungen. Insbesondere Preisänderungsrisiken wird durch den Abschluss entsprechender Lieferverträge und Absicherung an den Warenterminmärkten begegnet.

Die Gesellschaft schließt zur Sicherheit von Preisänderungen Warenterminkontrakte für Raps und Weizen an der Börse Matif (Marche de Terme International de France) ab.

Darüber hinaus wird die Marktentwicklung laufend beobachtet, um ggf. schnell auf unerwartete Veränderungen reagieren zu können.

Rechtliche Bestandsgefährdungspotentiale sind derzeit nicht erkennbar.

Die Vorräte werden zu fortgeschriebenen Durchschnittspreisen oder zu niedrigeren Marktpreisen bewertet. Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer sowie geminderter Verwendbarkeit ergeben, sind durch die Bewertungen berücksichtigt. Grund für die Preisänderungen der letzten Zeit sind neben verstärkter Nachfrage nach landwirtschaftlichen Produkten für Nahrungs- und Energieproduktion in nicht unwesentlichem Maße Finanzinvestitionen durch z. B. Investmentfonds sowie aggressive Wettbewerber, außerdem sind durch das hohe Vermarktungsvolumen die Transportkosten angestiegen. Viele Fonds aus dem Rohstoffbereich haben zusätzlich zu Naturressourcen Agrarprodukte und deren Terminhandel als interessante Beimischung zu ihren Depots erkannt. Dies hat die Volatilität noch zusätzlich verstärkt und für erhebliche Überraschung am Markt gesorgt. Diesem Risiko begegnen wir durch eine laufende Beobachtung des Kontraktengagements und der Lagerbestände und des damit verbundenen Volatilitätsrisikos. Die getätigten Handelsgeschäfte werden im Rahmen der Limits an versicherte Kunden verkauft, hier findet ein permanenter Austausch mit dem Versicherer statt.

Weitere Risiken können aus dem anhaltenden Strukturwandel und der fortschreitenden Konzentration landwirtschaftlicher Betriebe, verbunden mit einer Abnahme der Kundenzahl und zunehmender Marktstärke einzelner Kunden erwachsen.

Die Gesellschaft begegnet diesen Risiken durch frühzeitig abgeschlossene Lieferverträge und Terminkontrakte sowie durch Rationalisierungsmaßnahmen und Kundennähe durch das Unterhalten mehrerer Betriebsstätten.

Weitere Risiken hinsichtlich der zukünftigen Entwicklung außer dem allgemeinen unternehmerischen Risiko sehen wir nicht.

Zusammenfassend kommen wir zu dem Schluss, dass wir aufgrund einer guten Marktstellung, einer starken Gesellschafterstruktur, einer soliden Finanz- und Ertragslage, sowie einer qualifizierten und gut ausgebildeten Belegschaft gut gerüstet sind, sich dem verändernden Agrarmarkt zu stellen. Hierin liegen die Chancen auch weiterhin am Markt etabliert zu agieren.

F. Prognosebericht

Obwohl dem Agrarbereich durch die gesamtwirtschaftliche Lage und durch den Klimawandel zukünftig schwierige Zeiten bevorstehen, sehen wir aufgrund unserer Marktstellung, der sorgfältigen Auswahl von Lieferanten, der Pflege guter Kundenbeziehungen, der Kundennähe und nicht zuletzt durch die Gesellschafterstruktur das Unternehmen auf dem richtigen Weg in eine erfolgreiche Zukunft. Wir wollen unseren Kunden ein verlässlicher, starker Partner sein. So erwarten wir, im Jahr 2021 ein positives Ergebnis zu erwirtschaften.

Unsere Planungsrechnung für das Geschäftsjahr 2021 schließt mit einem Umsatzwachstum von ca. 3,8%, einem Ergebnis vor Ertragsteuern in Höhe von ca. 0,26% des Umsatzes ab. Die Liquidität ist weiterhin gesichert.

 

Kirchhain, 05. Februar 2021

Daniel Reiser

Andreas Rose

Bilanz zum 31. Dezember 2020

Aktiva

31.12.2020 31.12.2019
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnl. Recht u. Werte sowie Lizensen an solchen Rechten u. Werten 1.195.528,00 1.413.199,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 42.000,00 84.000,00
1.237.528,00 1.497.199,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 2.551.338,69 1.560.074,33
2. Technische Anlagen und Maschinen 499.235,00 613.694,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 591.887,00 729.463,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 47.740,37 0,00
3.690.201,06 2.903.231,33
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 753.607,29 753.607,29
2. Beteiligungen 200.000,00 200.000,00
3. Anteile an Genossenschaften 0,00 2.500,00
953.607,29 956.107,29
5.881.336,35 5.356.537,62
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Waren 52.179.240,05 36.892.560,73
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen -326.500,25 -383.677,44
51.852.739,80 36.508.883,29
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 12.659.640,14 15.239.465,34
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 55.885,64 64.116,95
3. Sonstige Vermögensgegenstände 4.961.428,99 1.574.485,00
17.676.954,77 16.878.067,29
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 0,00 60.505,30
69.529.694,57 53.447.455,88
C. Rechnungsabgrenzungsposten 67.875,00 0,00
D. Aktive latente Steuern 1.545.786,28 1.542.195,86
77.024.692,20 60.346.189,36

Passiva

31.12.2020 31.12.2019
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 16.000.000,00 16.000.000,00
II. Kapitalrücklage 204.722,74 204.722,74
III. Gewinnvortrag 1.514.777,46 4.284.674,49
IV. Jahresfehlbetrag -843.099,12 -2.769.897,03
16.876.401,08 17.719.500,20
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen 211.940,00 190.298,00
2. Sonstige Rückstellungen 711.179,85 788.858,62
923.119,85 979.156,62
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 6.293.895,99 6.532.550,46
(davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr € 6.293.895,99: Vorjahr T€ 6.533)
2. Verbindlichkeiten aus der Annahme gezogener Wechsel und der Ausstellung eigener Wechsel 10.000.000,00 10.000.000,00
(davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr € 10.000.000,00; Vorjahr T€ 10.000)
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 39.261.463,93 19.795.921,20
(davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr € 39.261.463,93; Vorjahr T€ 19.796)
(davon gegenüber Gesellschafter; € 37.806.414,39 Vorjahr T€ 19.746)
4. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 341.859,17 142.397,94
(davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr € 341.859,17; Vorjahr T€ 142)
5. Sonstige Verbindlichkeiten 3.327.952,18 5.172.030,12
(davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr € 3.327.952,18; Vorjahr T€ 5.172)
(davon aus Steuern € 3.259.994,68; Vorjahr T€ 5.034)
(davon im Rahmen der sozialen Sicherheit € 4,64; Vorjahr T€ 0)
59.225.171,27 41.642.899,72
D. Rechnungsabgrenzungsposten 0,00 4.632,82
77.024.692,20 60.346.189,36

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2020

2020 2019
1. Umsatzerlöse 334.744.916,32 325.726.500,68
2. Sonstige betriebliche Erträge 296.949,05 656.571,10
3. Materialaufwand
a) Aufwendungen für bezogene Waren 310.015.516,90 301.874.248,40
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 11.414.805,76 11.814.950,83
321.430.322,66 313.689.199,23
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 5.605.773,75 6.278.315,28
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 1.173.275,51 1.300.294,66
(davon für Altersversorgung € 39.149,87; Vorjahr T€ 39)
6.779.049,26 7.578.609,94
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 801.145,60 886.418,64
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 6.474.552,31 7.364.764,25
7. Erträge aus Beteiligungen und Genossenschaften 137,50 137,50
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 443.454,14 566.002,41
(davon aus verbundenen Unternehmen € 1.091,82; Vorjahr T€ 2)
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 973.308,72 1.129.364,09
(davon an verbundene Unternehmen € 885.119,66; Vorjahr T€ 911)
10. Ertrag aus Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -137.929,73 -940.795,15
11. Ergebnis nach Steuern -834.991,81 -2.758.349,31
12. Sonstige Steuern 8.107,31 11.547,72
13. Jahresfehlbetrag -843.099,12 -2.769.897,03

Anhang für das Geschäftsjahr 2020

der Roth Agrarhandel GmbH, Kirchhain

AG Marburg HRB 5446

I. Erläuterungen zum Jahresabschluss

1. Allgemeine Erläuterungen

Der Jahresabschluss wird nach den Rechnungslegungsvorschriften für Kapitalgesellschaften des Handelsgesetzbuches (HGB) unter Berücksichtigung des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt.

Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft gem. § 267 Absatz 3 HGB und die entsprechenden Vorschriften für Gesellschaften dieser Größenordnung wurden beachtet.

2. Erläuterungen zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind gegenüber dem Vorjahr unverändert.

Die immateriellen Vermögensgegenstände wurden entgeltlich erworben und werden mit den Anschaffungskosten, vermindert um die planmäßige lineare Abschreibung entsprechend der Nutzungsdauern von drei bis zehn Jahren, bewertet. Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, sofern sie nach kaufmännischer Beurteilung notwendig sind.

Der erworbene Geschäfts- oder Firmenwert wird über eine Laufzeit von zehn Jahren abgeschrieben. Der Zeitraum entspricht dem Zeitraum, über den die miterworbenen, nicht selbstständig ansatzfähigen stillen Reserven realisiert werden sollen.

Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens sind mit den Anschaffungskosten bzw. mit den Herstellungskosten, vermindert um die planmäßige lineare Abschreibung, bewertet. Außerplanmäßige Abschreibungen wurden nicht vorgenommen. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens haben eine Nutzungsdauer von zwei bis 25 Jahre.

Für geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten über € 250,00 bis € 1.000,00 wird ein jährlicher Sammelposten gebildet und über fünf Jahre linear abgeschrieben. Die Sammelposten bestehen weiterhin und werden linear abschrieben.

Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten oder den niedrigeren beizulegenden Werten bewertet.

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Warenvorräte wurden zu Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet.

Die erhaltenen Kundenanzahlungen für Düngerkäufe wurden vom Warenbestandswert in Höhe des Nettowertes der Anzahlung abgesetzt.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden, ausgehend vom Nominal- bzw. Nennwert, unter Beachtung eines eventuellen Ausfallrisikos bewertet. Auf die zweifelhaften Forderungen wurden Einzelwertberichtigungen vorgenommen. Auf die nicht einzelwertberichtigten und nicht kreditversicherten Forderungen wurden pauschale Wertberichtigungen in Höhe von 0,5 % (jeweils vom Nettobetrag; Vorjahr 0,5 %) vorgenommen. Sämtliche Forderungen sind innerhalb eines Jahres fällig.

Die sonstigen Vermögensgegenstände werden mit den Nominalbeträgen unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken angesetzt.

Als Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben bzw. Einnahmen vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand bzw. Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Latente Steuern werden für zeitliche, sich in der Zukunft voraussichtlich umkehrende Differenzen zwischen den handels- und steuerrechtlichen Bilanzansätzen sowie steuerlichen Verlustvorträgen gebildet, soweit dies nach § 274 HGB zulässig ist. Der Steuersatz für die Berechnung der latenten Steuern wurde mit 15,8 % für Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag und 13,0 % für Gewerbesteuer angesetzt. Die Gesellschaft macht von dem Wahlrecht zur Aktivierung latenter Steuern gemäß § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB Gebrauch. Dabei werden die aktiven und passiven latenten Steuern saldiert ausgewiesen.

Die Pensionsverpflichtungen wurden nach dem "Projected-Unit-Credit-Verfahren" unter Anwendung versicherungsmathematischer Grundsätze auf der Basis der Richttafeln 2018G von Prof. Dr. Klaus Heubeck ermittelt. Der verwendete Rechnungszinsfuß gemäß § 253 Abs. 2 S. 2 HGB in Höhe von 2,33 % (Vorjahr: 2,71 %) wurde von der Deutschen Bundesbank für einen durchschnittlichen Marktzins aus den vergangenen zehn Jahren, bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren, ermittelt und bekanntgegeben. Der Rückstellungsbetrag ist weiterhin unter Einbeziehung von Trendannahmen hinsichtlich der zukünftigen Anwartschafts- bzw. Rentenentwicklung sowie eventueller Fluktuationswahrscheinlichkeiten zu ermitteln. Die Anwartschaft erfolgt mit 0,0 % Anpassung auf die Lohn- und Gehaltssteigerungen. Für die erwartete Rentenanpassung wurden 1,5 % p.a. angenommen.

Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB aus dem Ansatz der Pensionsrückstellung unter Zugrundelegung des durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren (in 2020: 2,33 %, Vorjahr: 2,71 %), und dem angewendeten durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen sieben Jahren (2020: 1,60 %, Vorjahr: 1,96 %) beträgt im Geschäftsjahr 2020 insgesamt T€ 30. Gewinne dürfen nur ausgeschüttet werden, wenn die nach einer Ausschüttung verbleibenden frei verfügbaren Rücklagen zuzüglich eines Gewinnvortrags und abzüglich eines Verlustvortrags mindestens diesem Unterschiedsbetrag entsprechen.

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen werden in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Rückstellungen mit einer Laufzeit von über einem Jahr sind mit Ausnahme der Pensions- und Archivierungsrückstellungen nicht vorhanden.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

3. Angaben zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen werden vollständig mit verrechenbaren Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen saldiert. Im Gesamtbetrag der Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind Forderungen aus Liefer- und Leistungsgeschäften in Höhe von T€ 56 enthalten. Die Forderungen gegenüber Gesellschaftern betragen T€ 0 und bestehen zu T€ 0 aus Liefer- und Leistungsgeschäften.

Aus der Aktivierung von latenten Steuern resultiert eine Ausschüttungssperre gem. § 268 Abs. 8 Satz 2 HGB in Höhe von T€ 1.546 (Vorjahr T€ 1.542).

Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft beträgt € 16.000.000,00.

Sonstige Rückstellungen

Sind die Voraussetzungen zur Bildung von Bewertungseinheiten erfüllt, werden die Sicherungs- und Grundgeschäfte zu einer Bewertungseinheit zusammengefasst. Sich ausgleichende Wertänderungen der gesicherten Positionen bleiben im Abschluss gemäß der Einfrierungsmethode unberücksichtigt.

Die Gesellschaft schließt zur Sicherung von Preisänderungen Warenterminkontrakte für Raps und Weizen an der Börse ab. Zu den entsprechenden Börsenterminen in 2021 und 2022 wurden Sicherungskontrakte für insgesamt 196.750 to abgeschlossen. Die Bildung der Bewertungseinheiten erfolgt entsprechend dem Portfolio-Ansatz. Der Gesamtwert zum Bilanzstichtag beträgt € 48,9 Mio.. Die Marktwerte der Futures betragen am Bilanzstichtag € - 2,03 Mio.; diese werden durch die abwickelnde Bank ermittelt und durch schriftliche Bestätigungen mitgeteilt. Die Gegenposition zu diesen Sicherungskontrakten ergibt sich aus dem Warenbestand (€ 36,1 Mio.) und den offenen Ein- (€ 62,3 Mio.) und Verkaufskontrakten (€ 62,2 Mio.) zum 31. Dezember 2020. Das abgesicherte Risiko beträgt € 99,1 Mio. Die Börsenkontrakte belaufen sich im Einkauf auf € 5,5 Mio., im Verkauf auf € 43,4 Mio.. Die gegenläufigen Wertänderungen gleichen sich über einen Zeitraum bis zur Erfüllung der jeweiligen Kontrakte bzw. bis zu den entsprechenden Börsenterminen im Geschäftsjahr 2021 und 2022 aus.

Darüber hinaus wurden zur Absicherung von Preisänderungen im Düngemittelbereich Vorratsbestände in Höhe von € 4,3 Mio. sowie schwebende Einkaufskontrakte in Höhe von € 2,8 Mio. in die Bewertungseinheiten mit Terminverkäufen von € 4,5 Mio. einbezogen (Portfolio Hedges) und im Futtermittel-Rohkomponentenbereich Vorratsbestände in Höhe von € 0,0 Mio. sowie schwebende Einkaufskontrakte in Höhe von € 0,0 Mio. in die Bewertungseinheiten mit Terminverkäufen von € 9,2 Mio. Das abgesicherte Risiko entspricht dem vollständigen Betrag der einbezogenen Grundgeschäfte. Die gegenläufigen Wertänderungen gleichen sich innerhalb des Geschäftsjahres 2021 aus.

Zur Bestimmung der prospektiven Wirksamkeit der Sicherungsbeziehung wird auf das dokumentierte, angemessene und funktionsfähige Risikomanagementsystem verwiesen. Hierbei erfolgt eine systematische und fortdauernde Risikoidentifikation-, -messung, -steuerung und -analyse mit definierten Verlustrisikolimiten, die nicht überschritten werden dürfen.

Des Weiteren betreffen die sonstigen Rückstellungen mit T€ 119 (Vorjahr T€ 131) den Warenbereich, mit T€ 329 Rückstellungen für Personal (Vorjahr T€ 388) sowie sonstige Rückstellungen mit T€ 264 (Vorjahr T€ 270).

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen / beteiligten Unternehmen sind in Höhe der jeweiligen Teilbeträge auch zu den anderen, angegebenen Bilanzpositionen mitzugehörig:

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beruhen im Wesentlichen aus Finanzierungen. In dem Gesamtbetrag sind Verbindlichkeiten aus Liefer- und Leistungsgeschäften in Höhe von T€ 1.247 enthalten und saldierte Forderungen aus Liefer- und Leistungsgeschäften in Höhe von T€ 0. Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter betragen T€ 37.806 und bestehen zu T€ 192 aus Verbindlichkeiten aus Liefer- und Leistungsgeschäften und saldierten Forderungen aus Liefer- und Leistungsgeschäften in Höhe von T€ 0.

Im Rahmen der Konzernfinanzierung bestellte die Roth im Rahmen des gemeinsamen syndizierten Kredites Sicherheiten in Form von Abtretung sämtlicher Forderungen und Raumsicherheitsübereignung der Vorratsbestände. Der Wert der abgetretenen Forderungen betrug zum Geschäftsjahresende T€ 11.582, der Wert der sicherungsübereigneten Warenbestände T€ 47.515.

Mit einer Inanspruchnahme der Sicherheiten wird aufgrund der wirtschaftlichen Lage der weiteren Unternehmen, die in die Konzernfinanzierung einbezogen sind, sowie aufgrund der jahrelang bestehenden Geschäftsbeziehungen und unserer Ertragslage, nicht gerechnet.

Latente Steuern

Die Latenten Steuern beruhen auf den folgenden Differenzen zwischen den handels- und steuerrechtlichen Buchwerten:

Aktivische Differenz Gj-Beginn Veränderung
T€ T€
- Aktiva 1.939 -144
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 619 -34
II. Sachanlagen 69 -9
III. Finanzanlagen 0 0
IV. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1.251 -101
» Passiva 89 17
I. Pensionsrückstellungen und ähnliche Verpflichtungen 89 17
Summe der Differenzen 2.028 -127
Aktivische Differenz Gj-Ende Passivische Differenz Gj-Beginn Veränderung Passivische Differenz Gj-Ende
T€ T€ T€ T€
- Aktiva 1.795 -158 -6 -164
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 585 0 0 0
II. Sachanlagen 60 0 -6 -6
III. Finanzanlagen 0 -158 0 -158
IV. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1.150 0 0 0
» Passiva 106 0 0 0
I. Pensionsrückstellungen und ähnliche Verpflichtungen 106 0 0 0
Summe der Differenzen 1.901 -158 -6 -164

Daneben wurden aufgrund steuerlicher Verlustvorträge für Gewerbesteuern in Höhe von T€ 3.340 und Körperschaftsteuern (inklusive Solidaritätszuschlag) in Höhe von T€ 3.747 aktive latente Steuern in Höhe von T€ 1.026 angesetzt. Die Roth Agrarhandel GmbH geht aufgrund interner Planungsrechnungen von einer Nutzung der steuerlichen Verlustvorträge mit verrechnungsfähigem steuerlichem Einkommen innerhalb der nächsten fünf Geschäftsjahre nach dem Abschlussstichtag aus.

Der Überhang aus aktiven (T€ 1.573) und passiven (T€ 27) latenten Steuern wird aktivisch ausgewiesen.

Umsatzerlöse

Die erzielten Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt auf:

Geschäftsjahr Vorjahr
in T€ in T€
Getreide, Raps, Hülsenfrüchte 203.113 193.357
Betriebsmittel 105.054 99.848
Mischfutter und Futterkomponenten 26.566 32.503
Umsatz aus Sonst. Erträgen / Erlösschmälerungen 12 19
334.745 325.727

Die Umsatzerlöse wurden überwiegend in Deutschland (90 %) sowie im europäischen Ausland (10 %) erwirtschaftet.

Sonstige betriebliche Erträge

Unter den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus Anlagenverkäufen in Höhe von T€ 84 (Vorjahr: T€ 300), aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von T€ 16 (Vorjahr: T€ 67) sowie für die Auflösung von Einzelwertberichtigungen auf Forderungen von T€ 137 (Vorjahr T€ 153) enthalten.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten u.a. Aufwendungen aus der Zuführung von Einzelwertberichtigungen in Höhe von T€ 33 (Vorjahr: T€ 214) sowie Buchverluste aus Anlagenabgängen in Höhe von T€ 57 (Vorjahr: T€ 2).

Zinsen und ähnliche Erträge

Unter den Zinsen und ähnlichen Erträgen sind Erträge aus verbundenen Unternehmen in Höhe von T€ 1 (Vorjahr: T€ 2) enthalten.

Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Unter den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Abzinsung von Pensionsrückstellungen von T€ 19 (Vorjahr: T€ 22) enthalten. Unter den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind Aufwendungen an verbundene Unternehmen in Höhe von T€ 885 (Vorjahr: T€ 911) enthalten.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Aus der Veränderung von bilanzierten latenten Steuern ergibt sich ein Ertrag in Höhe von T€ 4 (Vorjahr: T€ 965). Daneben ist ein Ertrag aus übrigen Steuern vom Einkommen und vom Ertrag in Höhe von T€ 133 (Vorjahr: T€ -25) enthalten.

Angaben zur Gewinnverwendung:

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresfehlbetrag auf neue Rechnung vorzutragen.

II. Nicht aus der Bilanz ersichtliche Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Haftungsverhältnisse

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Verpflichtungen aus Miet-, Pacht- und Leasingverhältnissen

Zum 31. Dezember 2020 bestanden finanzielle Verpflichtungen aus Mietverträgen in Höhe von T€ 18.522 (Vorjahr: T€ 20.558).

Hiervon entfallen T€ 843 (Vorjahr: T€ 1.252) auf verbundene Unternehmen. Hieraus ergeben sich Verpflichtungen von bis zu einem Jahr in Höhe von T€ 251 und über einem Jahr von T€ 592, davon über fünf Jahre T€ 108. Die Mieten werden insbesondere für die Anmietung von Lagerflächen fällig. Das Risiko aus diesen Geschäften besteht insbesondere in der Nichtnutzung der Flächen innerhalb der vertraglich vorgesehenen Mietbindungsdauer. Die Wahrscheinlichkeit des Risikoeintritts wird derzeit jedoch als gering eingeschätzt.

Weiterhin bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Leasingverträgen von T€ 398 (Vorjahr T€ 541), von denen T€ 143 (Vorjahr: T€ 143) innerhalb eines Jahres fällig sind. Hieraus ergeben sich Verpflichtungen über einem Jahr von T€ 255, davon über fünf Jahre T€ 0.

III. Angaben zu den Unternehmensorganen

Gesetzliche Vertreter der Roth Agrarhandel GmbH sind:

Daniel Reiser, Geschäftsführer, (u.a. Sparte Getreide, Futtermittel), Würzburg, Prokurist der BSL Betriebsmittel Service Logistik GmbH & Co. KG, Kiel

Andreas Rose, Geschäftsführer, (u.a. Sparte Saatgut, Düngemittel, Agrarspezialprodukte und Pflanzenschutz), Halle/Saale

Die Geschäftsführer vertreten die Gesellschaft gemeinsam.

Sonstige Angaben

Wir beschäftigten im Geschäftsjahr 2020 durchschnittlich 175 Mitarbeiter. Diese verteilen sich folgendermaßen:

Vollzeitbeschäftigte Teilzeit-befristet/beschäftigte Saison
kaufmännische Mitarbeiter 70 14 0
gewerbliche Mitarbeiter 55 5 31
125 19 31

Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wird nach § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Der Jahresabschluss wird in den Konzernabschluss der Dansk Landbrugs Grovvareselskab a.m.b.a., Kopenhagen/Dänemark, (DLG) einbezogen (gleichzeitig kleinster und größter Konsolidierungskreis). Der Konzernabschluss wird in Kopenhagen unter der SE-Nummer 1621 0110 sowie im Bundesanzeiger veröffentlicht. Dadurch entfällt gemäß § 291 HGB die Verpflichtung der Roth Agrarhandel GmbH einen Konzernabschluss und einen Konzernlagebericht aufzustellen.

Für den bestellten Abschlussprüfer fiel im Berichtsjahr ein Gesamthonorar von T€ 34 (Vorjahr: T€ 33) an, das ausschließlich für Abschlussprüfungsleistungen anfiel.

Angaben des Anteilsbesitzes an verbundenen Unternehmen

100%

AGRUMA GmbH, Industriehafen 1, 06862 Dessau-Rosslau

Eigenkapital 31.12.2019: T€ 17
Jahresfehlbetrag 2019: T€ 1

100%

Landhandel Wetter RS GmbH, Am Bahnhof 12-16, 35083 Wetter

Eigenkapital 31.12.2019: T€ 257
Jahresüberschuss 2019: T€ 96

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres

Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind, sind nicht vorhanden.

 

Kirchhain, 05. Februar 2021

Daniel Reiser

Andreas Rose

Entwicklung des Anlagevermögens 2020

Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
01.01.2020 Zugänge Umbuchungen Abgänge 31.12.2020
A. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte sowie Lizenzen an solchen Rechten 2.288.701,40 0,00 0,00 9.527,28 2.279.174,12
2. Geschäfts- oder Firmenwert 420.000,00 0,00 0,00 0,00 420.000,00
2.708.701,40 0,00 0,00 9.527,28 2.699.174,12
B. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 3.283.760,26 1.274.413,44 0,00 198.298,22 4.359.875,48
2. Technischen Anlagen und Maschinen 2.305.769,72 21.237,39 0,00 89.103,02 2.237.904,09
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.563.210,11 112.959,60 0,00 200.778,26 4.475.391,45
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 47.740,37 0,00 0,00 47.740,37
10.152.740,09 1.456.350,80 0,00 488.179,50 11.120.911,39
C. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1.028.810,45 0,00 0,00 0,00 1.028.810,45
2. Beteiligungen 200.000,00 0,00 0,00 0,00 200.000,00
3. Anteile an Genossenschaften 2.500,00 0,00 0,00 2.500,00 0,00
1.231.310,45 0,00 0,00 2.500,00 1.228.810,45
14.092.751,94 1.456.350,80 0,00 500.206,78 15.048.895,96
Abschreibungen
01.01.2020 Zugänge Abgänge 31.12.2020
A. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte sowie Lizenzen an solchen Rechten 875.502,40 217.671,00 9.527,28 1.083.646,12
2. Geschäfts- oder Firmenwert 336.000,00 42.000,00 0,00 378.000,00
1.211.502,40 259.671,00 9.527,28 1.461.646,12
B. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 1.723.685,93 173.061,08 88.210,22 1.808.536,79
2. Technischen Anlagen und Maschinen 1.692.075,72 118.677,39 72.084,02 1.738.669,09
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.833.747,11 249.736,13 199.978,79 3.883.504,45
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
7.249.508,76 541.474,60 360.273,03 7.430.710,33
C. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 275.203,16 0,00 0,00 275.203,16
2. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
3. Anteile an Genossenschaften 0,00 0,00 0,00 0,00
275.203,16 0,00 0,00 275.203,16
8.736.214,32 801.145,60 369.800,31 9.167.559,61
Restbuchwerte
31.12.2020 31.12.2019
A. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte sowie Lizenzen an solchen Rechten 1.195.528,00 1.413.199,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 42.000,00 84.000,00
1.237.528,00 1.497.199,00
B. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 2.551.338,69 1.560.074,33
2. Technischen Anlagen und Maschinen 499.235,00 613.694,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 591.887,00 729.463,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 47.740,37 0,00
3.690.201,06 2.903.231,33
C. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 753.607,29 753.607,29
2. Beteiligungen 200.000,00 200.000,00
3. Anteile an Genossenschaften 0,00 2.500,00
953.607,29 956.107,29
5.881.336,35 5.356.537,62

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Roth Agrarhandel GmbH, Kirchhain

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Roth Agrarhandel GmbH, Kirchhain, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2020 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 sowie den Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Roth Agrarhandel GmbH, Kirchhain, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2020 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben

unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen."

 

Kiel, den 5. Februar 2021

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Dr. Andreas Focke, Wirtschaftsprüfer

ppa. Martin Zucker, Wirtschaftsprüfer

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