KRAVAG-LOGISTIC Versicherungs-Aktiengesellschaft

Heidenkampsweg 102, 20097 Hamburg, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Hamburg HRB 76536
Eingetragen
9.8.2000
Branche
Tätigkeiten von Versicherungsvertreterinnen und -vertreternMit Versicherungsdienstleistungen und Pensionskassen verbundene Tätigkeiten a. n. g.Managementtätigkeiten von Holdinggesellschaften mit aktivem Versicherungsgeschäft
Gegenstand
der unmittelbare und mittelbare Betrieb aller Sparten, die unter die Bezeichnungen "Schaden- und Unfallversicherung", "Rechtsschutz" sowie "Beistandsleistungen zugunsten von Personen, die sich in Schwierigkeiten befinden" fallen, jeweils für sämtliche Risiken im In- und Ausland. Die Gesellschaft ist Glied der R+V Versicherungsgruppe.

Finanzübersicht

Historie

Keine Bekanntmachungen für diesen Filter verfügbar

Management

NameRolle
Torben Schmidt
seit 2.2.2026
Prokura
Patric Daniel Sauer
seit 2.2.2026
Prokura
Nikolai Plopski
seit 2.2.2026
Prokura
Karim Ben Sliman
seit 2.2.2026
Prokura
Sebastian Mederer
seit 26.1.2026
Vorstandsmitglied
Nils Christopher Reich
seit 18.11.2025
Vorsitzender des Vorstands
Holger Winkelmann
seit 19.2.2025
Prokura
Jana Mischok
seit 19.2.2025
Prokura
Timo Krämerkämper
seit 19.2.2025
Prokura
Michael Wischmann
seit 9.8.2024
Prokura
Christoph Köhn
seit 9.8.2024
Prokura
Matthias Jung
seit 9.8.2024
Prokura
Thomas Corterier
seit 30.11.2023
Prokura
Christian Egert
seit 30.11.2023
Prokura
Tobias Nolte
seit 30.11.2023
Prokura
Stefan Lachhammer
seit 30.11.2023
Prokura
Claudia Held
seit 30.11.2023
Prokura
Kolja Mischok
seit 30.11.2023
Prokura
Frank Bräunig
seit 30.11.2023
Prokura
Anja Ludwig-Möller
seit 3.5.2022
Prokura
Lasse Krokowski
seit 3.5.2022
Prokura
André Werner
seit 12.8.2021
Prokura
Johannes Eichelberger
seit 15.3.2021
Prokura
Alexander Quint
seit 15.3.2021
Prokura
Sebastian Kopp
seit 18.8.2020
Prokura
Silke Rimmelspacher
seit 25.4.2019
Prokura
Rico Kretschmer
seit 25.4.2019
Prokura
Michael Urban
seit 25.4.2019
Prokura
Vorstandsmitglied
Jan Dirk Dallmer
seit 30.1.2017
Vorstandsmitglied
Benutze den API-Playground, um alle Ergebnisse zu sehen

Beteiligungen

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

KRAVAG-LOGISTIC Versicherungs-Aktiengesellschaft

Hamburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

KRAVAG-LOGISTIC Versicherungs-Aktiengesellschaft

Geschäftsbericht 2023

Vorgelegt zur ordentlichen Hauptversammlung am 27. Juni 2024

Lagebericht

Geschäft und Rahmenbedingungen

Geschäftstätigkeit

Die KRAVAG-LOGISTIC Versicherungs-Aktiengesellschaft (KRAVAG-LOGISTIC), Hamburg, ist als Unternehmen des R+V Konzerns, Wiesbaden, als Mitglied der Genossenschaftlichen FinanzGruppe Volksbanken Raiffeisenbanken und der KRAVAG-Versicherungsgruppe, Hamburg, der Spezialversicherer des deutschen gewerblichen Güterkraftverkehrs. Ihr Versicherungsprogramm umfasst das selbst abgeschlossene Versicherungsgeschäft, wobei sie primär in den Versicherungszweigen Kraftfahrt und Transport tätig ist. In geringem Umfang wird auch das übernommene Versicherungsgeschäft betrieben.

Das Geschäftsgebiet umfasst das In- und Ausland.

Organisatorische und rechtliche Struktur

Die Anteile der KRAVAG-LOGISTIC werden zu 49,0 % von der KRAVAG-SACH Versicherung des Deutschen Kraftverkehrs Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit, einschließlich der Anteile der Straßenverkehrsgenossenschaften, sowie zu 51,0 % von der R+V KOMPOSIT Holding GmbH gehalten. Die R+V KOMPOSIT Holding GmbH wiederum ist eine 100%-ige Tochter der R+V Versicherung AG, die als Obergesellschaft des R+V Konzerns fungiert.

Die R+V Versicherung AG befindet sich mehrheitlich im Besitz der DZ BANK AG Deutsche Zentral-Genossenschaftsbank, Frankfurt am Main (DZ BANK AG). Weitere Anteile werden von anderen genossenschaftlichen Verbänden und Instituten gehalten. Der Vorstand der R+V Versicherung AG trägt die Verantwortung für das gesamte Versicherungsgeschäft innerhalb des DZ BANK Konzerns.

Die Vorstände der Gesellschaften der R+V sind teilweise in Personalunion besetzt. Der R+V Konzern wird geführt wie ein einheitliches Unternehmen.

Die einheitliche Leitung des R+V Konzerns findet ihren Niederschlag darüber hinaus in den zwischen den Gesellschaften abgeschlossenen umfangreichen internen Ausgliederungsvereinbarungen.

Aufgrund vertraglicher Regelungen vermittelt unter anderem der Außendienst der R+V Allgemeine Versicherung AG für die KRAVAG-LOGISTIC Versicherungsverträge in allen Sparten.

Beziehungen zu verbundenen Unternehmen

In dem nach § 312 Aktiengesetz (AktG) erstellten Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen hat der Vorstand erklärt, dass die Gesellschaft nach den Umständen, die ihm zu dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem die im Bericht erwähnten Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten hat und dadurch, dass andere berichtspflichtige Maßnahmen weder getroffen noch unterlassen wurden, nicht benachteiligt wurde.

Personalbericht

Die KRAVAG-LOGISTIC beschäftigt kein eigenes Personal. Auf der Grundlage der bestehenden internen Ausgliederungsvereinbarungen werden die Aufgaben durch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der R+V Allgemeine Versicherung AG, der R+V Lebensversicherung AG und weiterer Gesellschaften des R+V Konzerns übernommen.

Nachhaltigkeitsbericht

Einen Überblick über sämtliche Aktivitäten zur Nachhaltigkeit ermöglicht der jährliche R+V Nachhaltigkeitsbericht. Der Bericht entspricht den Richtlinien für Nachhaltigkeitsberichterstattung der Global Reporting Initiative und erfüllt somit weltweit anerkannte Transparenz-Standards.

Den vollständigen R+V-Nachhaltigkeitsbericht gibt es online auf der R+V-Homepage unter:

www.nachhaltigkeitsbericht.ruv.de.

Ausblick auf die nichtfinanzielle Erklärung - Erweiterte Anforderungen an die Nachhaltigkeitsberichterstattung

Als Bestandteil des europäischen "Green Deals" erweitert und standardisiert die Europäische Union (EU) die Grundlagen der Nachhaltigkeitsberichterstattung. Zusätzliche Transparenz soll die Vergleichbarkeit der nichtfinanziellen Erklärungen fördern. Mit Wirkung zum 5. Januar 2023 ist die Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD), die von den Mitgliedsstaaten innerhalb von 18 Monaten in nationales Recht umzusetzen ist, in Kraft getreten.

Bereits zum 31. Dezember 2024 wird die R+V Versicherung AG als Obergesellschaft des R+V Konzerns eine eigene, zur finanziellen Erklärung gleichgewichtete, nichtfinanzielle Erklärung abgeben und so die Verpflichtung zur Nachhaltigkeitsberichterstattung umsetzen.

Zur Implementierung dieser umfangreichen neuen Anforderungen hat R+V das Programm "CSRD@R+V" aufgesetzt. Die im Jahr 2023 durchgeführte initiale Wesentlichkeitsanalyse diente zur Bestimmung des Umfangs der Berichtsanforderungen. In einem zweiten Schritt wird diese wiederholt, um den Umfang der Berichtsanforderungen für das Geschäftsjahr 2024 zu definieren.

Die zu analysierenden Nachhaltigkeitsaspekte ergeben sich aus den European Sustainability Reporting Standards (ESRS). Neben zwei übergreifenden Querschnittsstandards, die auf Nachhaltigkeitsthemen anzuwenden sind, enthalten diese zehn thematische Standards, die unterschiedliche Aspekte der Bereiche Environmental, Social und Governance abdecken. Zudem erstellt die European Financial Reporting Advisory Group (EFRAG) aktuell einen Entwurf, der unter anderem sektorspezifische Berichtsstandards beinhalten soll.

Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Die wirtschaftliche Entwicklung im Jahr 2023 wurde von den Folgen der anhaltend hohen Inflation und der restriktiven Geldpolitik der Notenbanken dominiert. Sowohl die Europäische Zentralbank (EZB) als auch die US-amerikanische Notenbank (Fed) erhöhten die Leitzinsen in der ersten Jahreshälfte mehrfach, um die starken Preissteigerungen zu bekämpfen. Die Inflation hatte ihren Höhepunkt im Herbst 2022 überschritten und ging seitdem zurück, lag zum Berichtszeitpunkt aber weiterhin deutlich über dem Ziel der Zentralbanken. Das Wirtschaftswachstum in Deutschland kam zum Erliegen. Insbesondere das verarbeitende Gewerbe war durch eine schwache ausländische Nachfrage und hohe Kosten belastet. Kapitalintensive Branchen wie das Baugewerbe litten unter den stark gestiegenen Zinsen.

Der Arbeitsmarkt zeigte sich trotz der schwachen Wirtschaftstätigkeit überraschend stabil, was in Teilen einem zunehmenden Fachkräftemangel zuzuschreiben ist. Die Löhne stiegen angesichts der hohen Inflation zwar deutlich an, insgesamt erlangten die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Deutschland auf Jahressicht jedoch keine realen Einkommenszuwächse. Der private Konsum verzeichnete einen Rückgang. Angesichts des herausfordernden makroökonomischen Umfelds und der weltweit hohen geopolitischen Unsicherheiten ging das Bruttoinlandsprodukt für das Jahr 2023 in Deutschland um 0,3 % zurück. Die Inflation war, gemessen am harmonisierten Verbraucherpreisindex, im Geschäftsjahr mit 6,0 % gegenüber 8,7 % im Vorjahr rückläufig. Dies war überwiegend durch einen Rückgang der Steigerungen bei Energiepreisen bedingt.

Entwicklung an den Kapitalmärkten

Die Notenbanken setzten ihren 2022 begonnenen Zinserhöhungszyklus fort. Die EZB hob den Leitzins auf 4,5 % an, bevor sie den Zins ab September konstant hielt. Die amerikanische Fed beendete die Zinserhöhungen im Juli auf einem Niveau von 5,5 %. Mit den starken Zinsanstiegen kam es zu ersten Verwerfungen. Insbesondere im März sorgten eine Bankenkrise in den USA sowie eine notgedrungene Großbankenfusion in der Schweiz für Unruhe am Kapitalmarkt. Die Bankenkrise wurde durch umfassende Maßnahmen der Regulierungsbehörden zügig eingedämmt.

An den Anleihemärkten fiel das Zinsniveau auf Jahressicht, nachdem jedoch unterjährig bis in den Herbst hinein ein deutlicher Zinsanstieg zu beobachten war. Die Verzinsung zehnjähriger Bundesanleihen verringerte sich um 0,5 Prozentpunkte und lag zum Jahresende 2023 bei 2,0 %. Die Risikoaufschläge (Spreads) von Pfandbriefen, Unternehmens- und Bankenanleihen notierten zum Jahresende niedriger.

An den weltweiten Aktienmärkten setzte nach den starken Verlusten des Vorjahres eine deutliche Erholung ein. Der deutsche Aktienindex DAX, der neben der Marktentwicklung auch die Dividendenzahlungen berücksichtigt (Performanceindex), stieg bis zum Jahresende um 20,3 % gegenüber dem Vorjahr und notierte bei 16.752 Punkten. Der für den Euroraum maßgebliche Aktienindex Euro Stoxx 50 (Preisindex) stieg um 19,2 % gegenüber dem Vorjahr und notierte zum Jahresende bei 4.521 Punkten.

Lage der Versicherungswirtschaft

Die deutsche Versicherungswirtschaft hat das Jahr 2023 in einem Umfeld herausfordernder wirtschaftlicher Rahmenbedingungen und globaler Unsicherheiten mit einem leichten Beitragszuwachs abgeschlossen. Wie der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV) in seiner Jahresmedienkonferenz Ende Januar 2024 bekanntgab, stiegen die Beitragseinnahmen über alle Sparten hinweg um 0,6 % auf 224,7 Mrd. Euro, vor allem durch Zuwächse in der Schaden- und Unfallversicherung sowie in der Privaten Krankenversicherung.

In der Schaden- und Unfallversicherung wuchsen die Beitragseinnahmen um 6,7 % auf 84,5 Mrd. Euro. Der Schadenaufwand stieg mit 12,7 % auf 65,4 Mrd. Euro deutlich stärker an. Grund dafür waren laut GDV gestiegene Preise etwa bei den Baukosten oder für Autoreparaturen. Allein für die Kraftfahrtversicherung errechnete der GDV einen aufwandsbedingten versicherungstechnischen Verlust von rund 2,9 Mrd. Euro.

Geschäftsverlauf der KRAVAG-LOGISTIC Versicherungs-AG

In den nachstehenden Erläuterungen zum Geschäftsverlauf sowie zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage bis zum 31. Dezember 2023 sind die aktuell bekannten Erkenntnisse zur Kostenentwicklung berücksichtigt. Für die KRAVAG-LOGISTIC hat sich in der Versicherungstechnik keine unmittelbare materielle Betroffenheit durch den Krieg in der Ukraine ergeben.

Die Auswirkungen des Kriegs in der Ukraine sind in die Bewertung der Kapitalanlagen eingeflossen. Das Gesamtinvestment der Gesellschaft in den Ländern Russische Föderation, Belarus und Ukraine wurde im Vorjahr vollständig beendet. Die im Jahresabschluss 2023 berücksichtigten Annahmen basieren auf den Bewertungsfaktoren und Erkenntnissen zum Bilanzstichtag und sind insbesondere im Hinblick auf die weiteren zukünftigen Entwicklungen von erheblichen Unsicherheiten geprägt.

Soweit sich in einzelnen Versicherungssparten wesentliche Auswirkungen auf den Geschäftsverlauf im Kontext des Inflationsgeschehens oder des Kriegs in der Ukraine ergeben haben, werden diese in den nachfolgenden Berichtsteilen spezifiziert.

Geschäftsverlauf im Überblick

Die allgemein herausfordernden Rahmenbedingungen wirkten sich auch auf den Geschäftsverlauf der KRAVAG-LOGISTIC im Geschäftsjahr 2023 aus. Zwar konnten Beitragserhöhungen im Neu- und Bestandsgeschäft durchgesetzt werden, jedoch kompensierten diese nicht vollständig die schadenseitig zu verzeichnenden Teuerungen bei Lohn- und Materialkosten und die daraus resultierenden höheren durchschnittlichen Schäden.

Für die KRAVAG-LOGISTIC sind für das Geschäftsjahr 2023 insbesondere die gebuchten Bruttobeiträge, die Bruttoaufwendungen für Versicherungsfälle des Geschäftsjahrs, die Bruttoaufwendungen für den Versicherungsbetrieb, das Ergebnis aus Kapitalanlagen sowie das Ergebnis vor Steuern als finanzielle Leistungsindikatoren maßgeblich. Die Entwicklung dieser und weiterer Kennzahlen wird nachfolgend näher erläutert.

Geschäftsverlauf im selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft

Gebuchte Bruttobeiträge

Gebuchte Bruttobeiträge
in Mio. Euro
2023 2022 Veränderung
Selbst abgeschlossenes Versicherungsgeschäft
Kraftfahrzeug-Haftpflicht 555,5 541,9 2,5%
Sonstige Kraftfahrt 246,4 240,2 2,6%
Transport und Luftfahrt 192,7 171,5 12,4%
Übrige 38,1 33,6 13,4%
1.032,7 987,2 4,6%
In Rückdeckung übernommenes Versicherungsgeschäft 1,9 0,6 226,0%
1.034,6 987,7 4,7%

Die Kraftfahrtversicherung stellt mit 77,7 % (2022: 79,2 %) der gesamten Beiträge auch weiterhin den beitragsstärksten Versicherungszweig der KRAVAG-LOGISTIC dar und umfasst die Kraftfahrzeug-Haftpflicht- und die Sonstige Kraftfahrtversicherung.

Der Beitragsanstieg in der Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung resultierte insbesondere aus einem Anstieg der durchschnittlichen Beiträge.

In der Sonstigen Kraftfahrtversicherung, die sich aus den Sparten Vollkasko und Teilkasko zusammensetzt, folgte die Beitragsentwicklung der des Zweiges Kraftfahrt-Haftpflichtversicherung. Hier konnten ebenfalls höhere Durchschnittsbeiträge erzielt werden.

Innerhalb des Versicherungszweigs Transport- und Luftfahrtversicherung ist die Transportversicherung mit einem Anteil von 98,4 % (2022: 98,2 %) die dominierende Sparte. Die gebuchten Bruttobeiträge in der Transportversicherung erhöhten sich um 12,6 % auf 189,6 Mio. Euro (2022: 168,3 Mio. Euro).

Die sonstigen Versicherungssparten umfassen die sonstigen Sachversicherungen und die übrigen Versicherungen. Zu den sonstigen Sachversicherungen gehören die Sparten Reiserücktrittskosten, Ausstellung, Kühlgüter, Reisegepäck und Camping.

Die gebuchten Bruttobeiträge der sonstigen Versicherungssparten beliefen sich auf 38,1 Mio. Euro (2022: 33,6 Mio. Euro). Der weitaus größte Anteil entfiel mit 32,0 Mio. Euro (2022: 28,3 Mio. Euro) auf die Reiserücktrittskosten-Versicherung. Der Anstieg ist auf das weiter anziehende Geschäft in der Reisebranche zurückzuführen.

Bruttoaufwendungen für Versicherungsfälle

Geschäftsjahres-Schadenaufwand
in Mio. Euro
2023 2022 Veränderung
Selbst abgeschlossenes Versicherungsgeschäft
Kraftfahrzeug-Haftpflicht 566,0 545,8 3,7%
Sonstige Kraftfahrt 197,0 183,0 7,7%
Transport und Luftfahrt 125,7 110,3 14,0%
Übrige 29,1 27,9 4,3%
917,8 867,0 5,9%
In Rückdeckung übernommenes Versicherungsgeschäft 2,0 1,2 62,0%
919,8 868,2 5,9%

Die Aufwendungen für Geschäftsjahresschäden erhöhten sich in der Sparte Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung im Vergleich zur Beitragsentwicklung überproportional. Diese Entwicklung ist insbesondere auf den inflationsbedingten Anstieg der Schadendurchschnitte zurückzuführen. Die Brutto-Geschäftsjahres-Schadenquote lag bei 101,9 % (2022: 100,7 %).

In der Sonstigen Kraftfahrtversicherung entwickelten sich die Geschäftsjahresschadenaufwendungen im Vergleich zur Beitragsentwicklung ebenfalls überproportional, so dass die Brutto-Geschäftsjahres-Schadenquote bei 80,0 % (2022: 76,2 %) lag. Ursächlich für diese Entwicklung ist neben gestiegenen Durchschnittsschadenaufwendungen die Elementarschadenbelastung insbesondere aus den Unwetterereignissen im dritten Quartal des Geschäftsjahrs.

In der Transportversicherung erhöhten sich die Geschäftsjahresschadenaufwendungen aufgrund eines Anstiegs der Großschäden überproportional zur Beitragsentwicklung um 14,7 % auf 123,7 Mio. Euro (2022: 107,9 Mio. Euro). Die Brutto-Geschäftsjahres-Schadenquote lag bei 65,3 % (2022: 64,1 %).

Ausschlaggebend für die Erhöhung der Brutto-Schadenaufwendungen des Geschäftsjahres in den sonstigen Versicherungssparten war analog zur Beitragsentwicklung die Sparte Reiserücktrittskosten-Versicherung, die einen Anstieg von 16,0 % verzeichnete.

Bruttoaufwendungen für den Versicherungsbetrieb

Die Bruttoaufwendungen für den Versicherungsbetrieb erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr um 1,9 % und beliefen sich auf 169,1 Mio. Euro (2022: 165,9 Mio. Euro).

Die Brutto-Kostenquote lag bei 16,4 % (2022: 16,8 %).

Die Brutto-Combined Ratio erhöhte sich von 95,7 % im Vorjahr auf 98,3 %.

Von den Kosten des Versicherungsbetriebs betrafen 43,8 % (2022: 44,5 %) Abschlusskosten und 56,2 % (2022: 55,5 %) Verwaltungskosten. Im Verhältnis zu den verdienten Bruttobeiträgen ergaben sich Abschluss- beziehungsweise Verwaltungskostenquoten von 7,2 % (2022: 7,5 %) beziehungsweise 9,2 % (2022: 9,3 %).

In Rückdeckung übernommenes Geschäft

Das in Rückdeckung übernommene Geschäft betraf ausschließlich den Versicherungszweig Transport. Die gebuchten Bruttobeiträge lagen unter zehn Prozent der gebuchten Bruttobeiträge für das gesamte Versicherungsgeschäft. In Anwendung des § 51 Absatz 4 Satz 2 RechVersV wird bei den Anhangangaben auf die Trennung zwischen dem selbst abgeschlossenen und dem in Rückdeckung übernommenen Geschäft verzichtet.

In Rückdeckung gegebenes Versicherungsgeschäft

Die KRAVAG-LOGISTIC hat für das selbst abgeschlossene Versicherungsgeschäft Quoten- und Schadenexzedentenverträge abgeschlossen. Das Rückversicherungsergebnis lag bei - 23,1 Mio. Euro (2022: - 18,4 Mio. Euro).

Versicherungstechnisches Ergebnis für eigene Rechnung

Nach einer Zuführung zur Schwankungsrückstellung und ähnlichen Rückstellungen von 3,9 Mio. Euro (2022: 21,9 Mio. Euro) ergab sich ein versicherungstechnischer Verlust für eigene Rechnung von - 28,6 Mio. Euro (2022: - 13,1 Mio. Euro).

Versicherungstechnisches Ergebnis für eigene Rechnung
in Mio. Euro
2023 2022 Veränderung
Selbst abgeschlossenes Versicherungsgeschäft
Kraftfahrzeug-Haftpflicht -48,3 -28,3 70,6%
Sonstige Kraftfahrt 17,5 19,8 -11,7%
Transport und Luftfahrt 7,6 4,5 68,4%
Übrige -3,6 -8,3 -57,1%
-26,7 -12,3 117,5%
In Rückdeckung übernommenes Versicherungsgeschäft -1,9 -0,8 148,5%
-28,6 -13,1 119,3%

In den übrigen Versicherungssparten resultierte das Ergebnis insbesondere aus der Sparte Reiserücktrittskosten-Versicherung mit - 4,1 Mio. Euro (2022: - 6,9 Mio. Euro).

Nichtversicherungstechnisches Ergebnis

Das nichtversicherungstechnische Ergebnis, das sich aus dem Kapitalanlageergebnis und dem Sonstigen Ergebnis zusammensetzt, belief sich auf 10,1 Mio. Euro (2022: 36,4 Mio. Euro). Ursächlich für den Rückgang sind insbesondere Zuführungen zu sonstigen Rückstellungen. Im Vorjahr enthielt das Kapitalanlageergebnis eine Dividende der KRAVAG-ALLGEMEINE Versicherungs-AG in Höhe von 17,9 Mio. Euro.

Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit

Das Geschäftsjahr schloss mit einem Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit von - 18,6 Mio. Euro (2022: + 23,4 Mio. Euro).

Ertragslage

Beitragseinnahmen

Die gebuchten Bruttobeiträge für das Gesamtgeschäft beliefen sich im Jahr 2023 auf 1.034,6 Mio. Euro (2022: 987,7 Mio. Euro).

Auf das übernommene Geschäft entfielen gebuchte Bruttobeiträge von 1,9 Mio. Euro (2022: 0,6 Mio. Euro).

Die gebuchten Nettobeiträge betrugen 773,0 Mio. Euro (2022: 736,7 Mio. Euro).

Die verdienten Beiträge für eigene Rechnung lagen bei 772,9 Mio. Euro (2022: 737,2 Mio. Euro).

Die Selbstbehaltsquote lag nach 74,6 % im Vorjahr bei 74,7 %.

Versicherungsleistungen

Die Brutto-Geschäftsjahres-Schadenquote lag bei 89,0 % (2022: 87,9 %). Nach Berücksichtigung des Abwicklungsergebnisses der aus dem Vorjahr übernommenen Schadenrückstellungen und dem Ergebnis aus der Rückversicherung belief sich der Schadenaufwand für eigene Rechnung auf 657,0 Mio. Euro (2022: 590,4 Mio. Euro). Die bilanzielle Netto-Schadenquote lag bei 85,0 % nach 80,1 % im Vorjahr.

Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb

Die Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb betrugen insgesamt 169,7 Mio. Euro (2022: 166,1 Mio. Euro).

Die Brutto-Kostenquote belief sich auf 16,4 % nach 16,8 % im Vorjahr.

Die Brutto-Combined Ratio für das gesamte Geschäft erhöhte sich von 95,8 % im Vorjahr auf 98,5 %.

Versicherungstechnisches Ergebnis

Das versicherungstechnische Bruttoergebnis im Gesamtgeschäft betrug vor Veränderung der Schwankungsrückstellung - 1,7 Mio. Euro (2022: 27,2 Mio. Euro).

Der Anteil der Rückversicherer lag bei - 23,1 Mio. Euro (2022: - 18,4 Mio. Euro).

Nach einer Zuführung zur Schwankungsrückstellung von 3,9 Mio. Euro (2022: 21,9 Mio. Euro) ergab sich ein versicherungstechnischer Verlust für eigene Rechnung von - 28,6 Mio. Euro (2022: - 13,1 Mio. Euro).

Ergebnis aus Kapitalanlagen

Die KRAVAG-LOGISTIC erzielte aus ihren Kapitalanlagen ordentliche Erträge von 28,0 Mio. Euro. Abzüglich ordentlicher Aufwendungen von 2,8 Mio. Euro, unter Berücksichtigung der planmäßigen Immobilienabschreibungen von 0,8 Mio. Euro, ergab sich ein ordentliches Ergebnis von 25,2 Mio. Euro (2022: 47,5 Mio. Euro). Die laufende Durchschnittsverzinsung gemäß Verbandsformel lag bei 1,8 % (2022: 3,4 %).

Bei den Kapitalanlagen der KRAVAG-LOGISTIC kam es zu Abschreibungen von 0,1 Mio. Euro. Aufgrund von Wertaufholungen wurden 1,8 Mio. Euro zugeschrieben. Durch Veräußerungen von Vermögenswerten erzielte die KRAVAG-LOGISTIC Veräußerungsgewinne von 6,1 Mio. Euro. Die Veräußerungsverluste betrugen 0,1 Mio. Euro. Aus dem Saldo der Zu- und Abschreibungen sowie den Veräußerungsgewinnen und -verlusten resultierte ein außerordentliches Ergebnis von 7,7 Mio. Euro (2022: - 3,5 Mio. Euro).

Das Nettoergebnis aus Kapitalanlagen als Summe des ordentlichen sowie des außerordentlichen Ergebnisses belief sich damit für das Geschäftsjahr 2023 auf 32,9 Mio. Euro (2022: 44,0 Mio. Euro) Die Nettoverzinsung lag bei 2,3 % (2022: 3,1 %).

Sonstige Erträge und Aufwendungen

Die Sonstigen Erträge in Höhe von 9,0 Mio. Euro (2022: 5,6 Mio. Euro) beinhalteten im Wesentlichen Erträge aus erbrachten Dienstleistungen, denen entsprechende Aufwandsposten gegenüberstehen, sowie Zinserträge.

Die Sonstigen Aufwendungen von 31,7 Mio. Euro (2022: 13,0 Mio. Euro) enthielten insbesondere Dienstleistungsaufwendungen inklusive eines Gewinnzuschlags für von Konzerngesellschaften bezogene Dienstleistungen sowie Verbands- und Mitgliedsbeiträge. Der Anstieg gegenüber dem Vorjahr ist unter anderem auf die Bildung einer Rückstellung für Versicherungssteuer zurückzuführen.

Außerordentliches Ergebnis

Für das Geschäftsjahr lagen keine außerordentlichen Erträge und Aufwendungen vor.

Gesamtergebnis

Das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit betrug - 18,6 Mio. Euro (2022: + 23,4 Mio. Euro). Nach Berücksichtigung eines Steueraufwands in Höhe von 1,7 Mio. Euro (2022: 16,4 Mio. Euro) ergab sich ein Jahresfehlbetrag von - 20,3 Mio. Euro (2022: Jahresüberschuss 7,0 Mio. Euro).

Finanzlage

Kapitalstruktur

Zum Bilanzstichtag belief sich das Eigenkapital der KRAVAG-LOGISTIC auf 235,2 Mio. Euro (2022: 255,5 Mio. Euro). Der Rückgang ist auf eine Entnahme aus den anderen Gewinnrücklagen zum Ausgleich des Jahresfehlbetrags zurückzuführen. Die Eigenkapitalquote (gemessen an den verdienten Nettobeiträgen) verringerte sich dadurch gegenüber dem Vorjahr auf 30,4 % (2022: 34,7 %).

Nach einer Zuführung zur Schwankungsrückstellung in Höhe von 3,9 Mio. Euro (2022: 21,9 Mio. Euro) betrug das versicherungstechnische Spezialkapital (Eigenkapital zuzüglich Schwankungsrückstellung) 58,4 % der verdienten Nettobeiträge (2022: 63,4 %).

Vermögenslage

Bestand an Kapitalanlagen

Die Kapitalanlagen der KRAVAG-LOGISTIC stiegen im Geschäftsjahr 2023 um 35,0 Mio. Euro beziehungsweise um 2,5 % an. Damit belief sich der Buchwert der Kapitalanlagen zum 31. Dezember 2023 auf 1.452,6 Mio. Euro.

Die für die Neuanlage zur Verfügung stehenden Mittel wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr überwiegend in Renten investiert. Hierbei wurde vor allem in Staats- und Unternehmensanleihen diversifiziert. Zur Reduzierung des Ausfallrisikos wurde bei den Zinstiteln auf eine gute Bonität der Emittenten geachtet.

Die durchgerechnete Aktienquote zu Marktwerten belief sich zum 31. Dezember 2023 auf 8,6 % (2022: 8,2 %).

Die Reservequote auf die gesamten Kapitalanlagen zum 31. Dezember 2023 lag bei -2,8 % (2022: - 2,1 %). Die stillen Lasten unter Anwendung der Bewertungsvorschrift nach § 341b Abs. 2 HGB bei Wertpapieren des Anlagevermögens beliefen sich auf 123,7 Mio. Euro (2022: 172,5 Mio. Euro).

Versicherungstechnische Rückstellungen

Zum 31. Dezember 2023 beliefen sich die versicherungstechnischen Bruttorückstellungen der KRAVAG-LOGISTIC auf 1.601,6 Mio. Euro (2022: 1.554,0 Mio. Euro). Nach Abzug der auf die Rückversicherer entfallenden Anteile betrugen die versicherungstechnischen Nettorückstellungen 1.288,3 Mio. Euro (2022: 1.240,9 Mio. Euro).

Mit 81,4 % (2022: 81,0 %) repräsentierte die Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle den größten Anteil an den versicherungstechnischen Nettorückstellungen.

Der Anteil der versicherungstechnischen Nettorückstellungen an den verdienten Nettobeiträgen betrug 166,7 % nach 168,3 % im Vorjahr.

Der Schwankungsrückstellung wurden im Berichtsjahr 3,9 Mio. Euro zugeführt (2022: 21,9 Mio. Euro).

Chancen- und Risikobericht

Risikomanagementsystem

Ziel des Risikomanagements der KRAVAG-LOGISTIC ist es, für die gesamte Geschäftstätigkeit die dauernde Erfüllbarkeit der Verpflichtungen aus den Versicherungen und hierbei insbesondere die Solvabilität sowie die langfristige Risikotragfähigkeit, die Bildung ausreichender versicherungstechnischer Rückstellungen, die Anlage in geeignete Vermögenswerte, die Einhaltung der kaufmännischen Grundsätze einschließlich einer ordnungsgemäßen Geschäftsorganisation und die Einhaltung der übrigen finanziellen Grundlagen des Geschäftsbetriebs zu gewährleisten.

Risiken ergeben sich aus nachteiligen Entwicklungen für die Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage und bestehen in der Gefahr von zukünftigen Verlusten.

Der Risikomanagementprozess gemäß ORSA (Own Risk and Solvency Assessment) umfasst die Identifikation, Analyse und die Bewertung, Steuerung und Überwachung sowie Berichterstattung und Kommunikation der Risiken. Die einmal jährlich stattfindende Risikoinventur hat zum Ziel, die Risiken zu identifizieren und hinsichtlich ihrer Wesentlichkeit zu beurteilen. Die Ergebnisse der Risikoinventur werden im Risikoprofil festgehalten. Die wesentlichen Risiken werden in diesem Chancen- und Risikobericht dargestellt sowie Maßnahmen zu deren Begrenzung erläutert.

Die Bewertung der ökonomischen Risikotragfähigkeit erfolgt jährlich. Die aufsichtsrechtliche Risikotragfähigkeit und sämtliche wesentlichen Risiken werden vierteljährlich durch die Risikokommission bewertet. Dies umfasst auch die Überprüfung verbindlich festgelegter Kennzahlen und Schwellenwerte. Bei Überschreitung eines definierten Indexwerts sind Maßnahmen zu prüfen und gegebenenfalls einzuleiten. Bei wesentlichen Veränderungen von Risiken sind Meldungen an den Vorstand vorgesehen. Die risikorelevanten Unternehmensinformationen werden den zuständigen Aufsichtsgremien vierteljährlich sowie bedarfsweise ad hoc zur Verfügung gestellt.

Governance-Struktur

Das Risikomanagement der KRAVAG-LOGISTIC ist integraler Bestandteil der Unternehmenssteuerung und der Governance-Struktur. Es stützt sich auf drei miteinander verbundene und in das Kontroll- und Überwachungsumfeld eingebettete sogenannte Verteidigungslinien in Form der operativen Risikosteuerung, der Risikoüberwachung und der internen Revision.

Unter Risikosteuerung (1. Verteidigungslinie) ist die operative Umsetzung der Risikostrategie in den risikotragenden Geschäftsbereichen zu verstehen. Die operativen Geschäftsbereiche treffen Entscheidungen zur bewussten Übernahme oder Vermeidung von Risiken. Dabei haben sie die vorgegebenen Rahmenbedingungen und Risikolimitierungen zu beachten.

Aufgaben der Risikoüberwachung (2. Verteidigungslinie) werden bei der R+V durch die Schlüsselfunktionen Risikomanagementfunktion (im VAG als unabhängige Risikocontrollingfunktion bezeichnet), Compliance-Funktion und versicherungsmathematische Funktion wahrgenommen. Im Sinne eines konsistenten Risikomanagementsystems erfolgt ein enger Austausch der genannten Funktionen untereinander.

Die Risikomanagementfunktion der R+V unterstützt den Vorstand und die anderen Funktionen bei der Handhabung des Risikomanagementsystems und überwacht sowohl dieses als auch das Risikoprofil. Die Risikomanagementfunktion setzt sich bei der R+V aus dem Gesamtrisikomanagement auf zentraler und dem Ressortrisikomanagement auf dezentraler Ebene zusammen. Sie ist für die Identifikation, Analyse und Bewertung der Risiken im Rahmen des Risikomanagementprozesses gemäß ORSA verantwortlich. Dies schließt die Früherkennung, vollständige Erfassung und interne Überwachung aller wesentlichen Risiken ein. Dabei macht die Risikomanagementfunktion grundlegende Vorgaben für die anzuwendenden Risikomessmethoden. Darüber hinaus berichtet das Risikomanagement die Risiken an die Risikokommission, den Vorstand und den Aufsichtsrat. Die KRAVAG-LOGISTIC hat die Schlüsselfunktion Risikomanagement auf die R+V Versicherung AG ausgegliedert. Der Inhaber der Risikomanagementfunktion berichtet unmittelbar an den Vorstand.

Die Aufgabe der Compliance-Funktion liegt vorrangig in der Überwachung der Einhaltung der externen Anforderungen. Sie prüft zudem, ob die internen Verfahren geeignet sind, um die Einhaltung der externen Anforderungen sicherzustellen. Darüber hinaus berät sie den Vorstand in Bezug auf die Einhaltung der für den Betrieb des Versicherungsgeschäfts geltenden Gesetze und Verwaltungsvorschriften, beurteilt die möglichen Auswirkungen von Änderungen des Rechtsumfelds für das Unternehmen und identifiziert und beurteilt das mit der Verletzung der rechtlichen Vorgaben verbundene Risiko (Compliance-Risiko). Die Compliance-Funktion wird wegen der übergreifenden Organisation der Geschäftsprozesse unternehmensübergreifend durch eine zentrale Compliance-Stelle in Kooperation mit dezentralen Compliance-Stellen der Vorstandsressorts der R+V Versicherung AG wahrgenommen. Die vierteljährlich stattfindende Compliance-Konferenz ist das zentrale Koordinations- und Berichtsgremium der Compliance-Funktion. Dort werden die Aktivitäten der zentralen und dezentralen Compliance-Stellen berichtet und koordiniert sowie relevante Vorfälle behandelt. In der Compliance-Konferenz finden zudem der Informationsaustausch und die Interaktion mit den anderen Schlüsselfunktionen statt. Bei besonders gravierenden Verstößen sind Ad-hoc-Meldungen an die zentrale Compliance-Stelle vorgesehen. Die KRAVAG-LOGISTIC hat die Schlüsselfunktion Compliance auf die R+V Versicherung AG ausgegliedert. Der Inhaber der Compliance-Funktion berichtet unmittelbar an den Vorstand und ist organisatorisch direkt dem Vorstandsvorsitzenden der R+V Versicherung AG zugeordnet.

Die versicherungsmathematische Funktion ist in erster Linie mit Kontrollaufgaben im Hinblick auf die ordnungsgemäße Bildung der versicherungstechnischen Rückstellungen in der Solvabilitätsübersicht betraut. Im Einzelnen koordiniert sie die Berechnung der versicherungstechnischen Rückstellungen und gewährleistet die Angemessenheit der der Berechnung zugrundeliegenden Annahmen, Methoden und Modelle. Darüber hinaus bewertet sie die Qualität der bei der Berechnung der versicherungstechnischen Rückstellungen verwendeten Daten und Informationstechnologiesysteme. Mindestens einmal jährlich berichtet die versicherungsmathematische Funktion schriftlich an den Vorstand. Zudem gibt die versicherungsmathematische Funktion eine Stellungnahme zur allgemeinen Zeichnungs- und Annahmepolitik und zur Angemessenheit der Rückversicherungsvereinbarungen ab. Die Bewertung der Angemessenheit der versicherungstechnischen Rückstellungen und die Stellungnahme zur allgemeinen Zeichnungs- und Annahmepolitik enthalten auch eine Beurteilung im Hinblick auf Nachhaltigkeitsrisiken. Die KRAVAG-LOGISTIC hat die versicherungsmathematische Schlüsselfunktion auf die R+V Allgemeine Versicherung AG ausgegliedert.

Die Schlüsselfunktion Revision (3. Verteidigungslinie) wird bei der R+V von der Konzern-Revision ausgeübt. Diese prüft die Einhaltung der Regelungen des Risikomanagementsystems und deren Wirksamkeit. Die KRAVAG-LOGISTIC hat die Schlüsselfunktion Revision auf die R+V Versicherung AG ausgegliedert. Die Konzern-Revision ist eine von den operativen Geschäftsbereichen unabhängige und organisatorisch selbständige Funktion. Sie ist der Geschäftsleitung unterstellt und organisatorisch direkt dem Vorstandsvorsitzenden der R+V Versicherung AG zugeordnet. Zur Behebung festgestellter Defizite werden Maßnahmen vereinbart und von der Konzern-Revision nachgehalten.

Risikostrategie

Die Grundsätze des Risikomanagements basieren auf der verabschiedeten und jährlich zu aktualisierenden Risikostrategie der KRAVAG-LOGISTIC, die eng mit der Geschäftsstrategie verzahnt ist. Die risikostrategischen Ziele der KRAVAG-LOGISTIC sehen ein bewusstes und kalkuliertes Eingehen von Risiken im Rahmen des definierten Risikoappetits vor, um Ertragschancen nutzen zu können. Alle wesentlichen Risiken der Gesellschaft sind Gegenstand der Risikostrategie. Das Management des versicherungstechnischen Risikos ist auf die Optimierung der Portfolien nach Ertrags- und Risikoaspekten ausgerichtet. Als Spezialversicherer des deutschen gewerblichen Güterkraftverkehrs liegt der Fokus der KRAVAG-LOGISTIC auf nationalem Geschäft.

Die Risikostrategie für die Kapitalanlage zielt unter anderem darauf ab, durch Nutzung von Diversifikationseffekten eine hohe Stabilität der bilanziellen Ergebnisbeiträge aus Kapitalanlagen zu gewährleisten. Die Einhaltung der risikopolitischen Ziele wird auch im Rahmen der strategischen Asset Allokation berücksichtigt.

Daher ist das Asset-Liability-Management (ALM) integraler Bestandteil der Unternehmenssteuerung und dient dazu, die Profitabilität und finanzielle Stabilität sowie die jederzeitige Erfüllbarkeit der eingegangenen Versicherungsverpflichtungen zu gewährleisten. Ziel ist, die Liquiditäts-, Rendite- und Risikoeigenschaften der Kapitalanlagen mit dem Liquiditätsbedarf, den Finanzierungserfordernissen und dem Risikocharakter der versicherungstechnischen Verbindlichkeiten abzustimmen.

Chancenmanagement

Die Vision der R+V ist es, das genossenschaftliche Kompetenzzentrum für Absicherung sowie Gesundheits- und Zukunftsvorsorge zu sein und dies gemeinsam mit den Vertriebspartnern zu gestalten. Im Mittelpunkt des Strategieprogramms "WIR@R+V" steht die Kundenbegeisterung als wesentliche Basis für den zukünftigen Erfolg. Darüber hinaus soll die Ertragskraft durch eine verstärkte Ausrichtung auf Profitabilität weiter gesteigert werden, um auch zukünftig einen wesentlichen Beitrag zum Geschäftserfolg der Genossenschaftlichen FinanzGruppe zu leisten. Dabei bleibt der Wachstumskurs durch Stärkung der Zukunftsfelder Gesundheit, Mitglieder, Nachhaltigkeit und Omnikanal fest im Blick. Durch nachhaltiges und solides Wirtschaften wird stets eine angemessene Finanzkraft erhalten, um auch langfristig alle Leistungsversprechen als verlässlicher Partner zu bedienen.

Ein Erfolgsfaktor für die Marktpositionierung ist die Zusammenarbeit mit den Straßenverkehrsgenossenschaften und den Verbänden des Verkehrsgewerbes.

In der Kraftfahrtversicherung werden die zunehmende Fahrzeugvernetzung, weiterentwickelte Assistenzsysteme, teilautonome Autos sowie Nachhaltigkeitsaspekte (zum Beispiel Elektromobilität) und ein verändertes Mobilitätsverhalten der Kundinnen und Kunden das Geschäftsmodell verändern. Zudem ist das Marktumfeld derzeit geprägt durch inflationsbedingte Kostensteigerungen (zum Beispiel Ersatzteilpreise, Werkstatt- und Heilbehandlungskosten), die marktweit umfangreiche Beitragsanpassungen notwendig machen.

Aufgrund des Geschäftsmodells und der vorhandenen Risikotragfähigkeit kann die R+V Chancen in der Kapitalanlage insbesondere aus Investments mit längerem Zeithorizont und höherem Renditepotenzial weitgehend unabhängig von kurzfristigen Kapitalmarktschwankungen nutzen. Durch die breite Diversifikation reduziert die R+V Risiken aus potenziellen adversen Kapitalmarktentwicklungen.

Risikotragfähigkeit

Die Risikotragfähigkeit wird durch das Verhältnis der Eigenmittel zu den aus der Geschäftstätigkeit resultierenden Risiken abgebildet. Die Ermittlung der aufsichtsrechtlichen Risikotragfähigkeit erfolgt mithilfe der Standardformel gemäß Solvency II. Die Berechnung des Risikokapitalbedarfs (SCR: Solvency Capital Requirement) erfolgt als Value-at-Risk mit einem Konfidenzniveau von 99,5 %. Auch die Quantifizierung des Gesamtsolvabilitätsbedarfs (OSN: Overall Solvency Need) im Rahmen der ökonomischen Risikotragfähigkeit erfolgt grundsätzlich gemäß den Risikoarten der Standardformel von Solvency II. Risikodiversifikation, die einen wesentlichen Aspekt des Geschäftsmodells einer Versicherung ausmacht, wird in den Berechnungen berücksichtigt.

Die Angemessenheit des Vorgehens zur Risikoquantifizierung wird jährlich und gegebenenfalls anlassbezogen durch das Risikomanagement überprüft.

Im Geschäftsjahr 2023 erfüllte die KRAVAG-LOGISTIC die aufsichtsrechtlichen Solvabilitätsanforderungen nach Solvency II. Die im Rahmen der internen Planung angewendeten Kapitalmarktszenarien ergeben, dass die aufsichtsrechtliche Risikotragfähigkeit der KRAVAG-LOGISTIC zum 31. Dezember 2024 oberhalb der gesetzlichen Anforderungen liegen wird.

Auch die Analyse der ökonomischen Risikotragfähigkeit zeigt, dass die Eigenmittel der KRAVAG-LOGISTIC zum 31. Dezember 2023 den Gesamtsolvabilitätsbedarf übersteigen.

Regulatorische und gesamtwirtschaftliche Risikofaktoren

Die KRAVAG-LOGISTIC ist möglichen Änderungen der regulatorischen Rahmenbedingungen ausgesetzt. Gegenstand der Regulierung können grundsätzlich aufsichtsrechtliche, handelsrechtliche, kapitalmarktrechtliche, aktienrechtliche und steuerrechtliche Normen sein.

Zudem unterliegt die KRAVAG-LOGISTIC einer Reihe von gesamtwirtschaftlichen Risikofaktoren, die negative Auswirkungen auf Wachstum und Konjunktur haben können.

In einigen Regionen der Welt bestehen Konfliktherde, die nicht regional begrenzt sind, sondern auch zu Spannungen zwischen Großmächten führen mit Auswirkungen in wirtschaftlicher, militärischer und finanzieller Hinsicht für die Bundesrepublik Deutschland und die EU.

Die weltweiten geopolitischen Spannungen können Beeinträchtigungen des globalen Handels nach sich ziehen. Neben den Auswirkungen von gestörten Lieferketten besteht das Risiko, dass es zu einer erneuten Eskalation der Handelsfriktionen zwischen den USA, China und der EU kommt. Dies könnte negative Folgen für die globale Konjunktur und insbesondere für die exportabhängige deutsche Wirtschaft haben. Im Zuge der Sanktionen der westlichen Staaten gegenüber Russland als Reaktion auf den Krieg in der Ukraine ergibt sich zusätzliches Spannungspotenzial zwischen der EU und den USA gegenüber Ländern, die diese Sanktionen nicht oder nur teilweise umsetzen, wie beispielsweise China. Einschränkungen im globalen Handel könnten bei Unternehmen in Deutschland einerseits zu höheren Importpreisen sowie einer Knappheit von Vorprodukten führen und andererseits einen Rückgang von Exporten bewirken.

Das deutsche Bruttoinlandsprodukt ist im Jahr 2023 gegenüber dem Vorjahr um 0,3 Prozentpunkte zurückgegangen. Die Schwächephase der deutschen Wirtschaft mit einem Wirtschaftswachstum nahe der Nulllinie setzt sich somit vorerst weiter fort, zumal das gestiegene Zinsniveau konjunkturell dämpfend wirkt.

Gleichzeitig besteht das Risiko, dass strukturelle Probleme wie Arbeitskräftemangel und weiterhin hohe Energiepreise zu einem erneuten Ansteigen der Inflation führen könnten, wobei die resultierende Inflation nicht nur transitorisch wäre, sondern langfristig oberhalb des Inflationsziels der EZB verharren würde. Kritisch wäre dies insbesondere dann, wenn es aufgrund der gestiegenen Preise, neben den Produktionsrückgängen in der verarbeitenden Industrie, zu einer Kaufzurückhaltung bei den Konsumenten und zu Lohnerhöhungen am Arbeitsmarkt käme, was in einer Lohn-Preis-Spirale münden würde. Dies könnte schlussendlich zu einer anhaltenden Phase der Stagflation führen, also einer Kombination von erhöhter Inflation, stagnierender Produktion und Nachfrage und steigender Arbeitslosigkeit. Zudem dürfte, nicht zuletzt aufgrund der pandemiebedingt noch weiter gestiegenen Staatsverschuldung in vulnerablen Ländern des Euroraums, der Spielraum der EZB bei der Inflationsbekämpfung im Vergleich zur Vergangenheit eingeschränkt sein.

In Folge der Leitzinserhöhungen der Fed und der EZB in den letzten beiden Jahren haben die Marktzinsen wieder Werte erreicht, die zuletzt vor der Finanzkrise zu sehen waren. Das Zinsniveau zeigt Wirkung auf die Inflationsraten, die zum Ende des Geschäftsjahres aufgrund der schwachen Konjunktur und Basiseffekten bei den Energiepreisen schneller als von den Märkten erwartet sinken. Mit dem Inflationsziel der Zentralbanken von zwei Prozent wieder in Sicht, könnten die Leitzinsen im Laufe des kommenden Geschäftsjahres schneller als erwartet deutlich sinken. Bei einer zu schnellen Zinssenkung besteht das Risiko, dass inflationstreibende Effekte wie beispielsweise eine Lohn-Preis-Spirale die Inflation wieder nach oben drücken könnten.

Andererseits ist die Schuldenquote der USA im Geschäftsjahr signifikant angestiegen. Gleichzeitig war ein deutlicher Rückgang der Nachfrage nach US-Staatsanleihen seitens institutioneller Investoren zu verzeichnen. Setzt sich dieser Trend fort, könnte sich das Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage verschärfen und sich in weiter steigenden, strukturell höheren Renditen niederschlagen. In den USA würde dies bei einem weiterhin hohen Staatsdefizit die Angst vor einer fiskalpolitischen Krise verschärfen, und die Schuldentragfähigkeit der USA könnte infrage gestellt werden. Bei einem weiteren Zinsanstieg in den USA wäre mit ebenfalls steigenden Zinsen im Euroraum zu rechnen, so dass die Schuldentragfähigkeit auch einiger europäischer Länder hinterfragt werden könnte. Zudem könnte ein unerwartet stärkeres Wirtschaftswachstum zu einem Zinsanstieg führen.

Nachhaltigkeitsrisiken

Nachhaltigkeitsrisiken können Risikofaktoren für bestehende Risikoarten darstellen und werden in diesen berücksichtigt. Als Nachhaltigkeitsrisiken werden Ereignisse oder Bedingungen aus den Bereichen Klima und Umwelt, Soziales oder Unternehmensführung (ESG-Risiken: Environment, Social, Governance) definiert, deren Eintreten tatsächlich oder potenziell negative Auswirkungen auf den Wert der Investition oder auf den Wert der Verbindlichkeit sowie auf die Reputation haben könnte.

Bei der KRAVAG-LOGISTIC werden Nachhaltigkeitsrisiken nicht als eigenständige Risikoart aufgefasst.

Unter dem Klima- und Umweltaspekt sind sowohl physische als auch transitorische Risiken bedeutsam. Bei den physischen Klima- und Umweltrisiken kann es sich um akute Ereignisse wie das vermehrte Auftreten von Naturkatastrophen handeln oder um negative Effekte, die auf einen dauerhaften Klimawandel zurückzuführen sind.

Transitorische Risiken können im Zusammenhang mit dem Umstieg auf eine kohlenstoffärmere und ökologisch nachhaltigere Wirtschaft entstehen. Sie gehen häufig mit Gesetzesänderungen und verändertem Verbraucherverhalten einher.

Durch den Klimawandel verursachte Schäden und die Transformation zu einer emissionsarmen Wirtschaft können erhebliche negative Konsequenzen für die Realwirtschaft und das Finanzsystem nach sich ziehen.

Physische Klimarisiken haben Bedeutung vor allem für das Katastrophenrisiko, das eine Ausprägung des versicherungstechnischen Risikos Nicht-Leben darstellt. Insbesondere kann die tatsächliche Schadenbelastung aus Höhe und Frequenz von Schäden eines Jahres die erwartete Belastung übersteigen.

Des Weiteren können physische Klimarisiken, die als Umweltereignisse auftreten, operationelle Risiken auslösen, die dadurch verursacht werden, dass Gebäude nicht nutzbar sind oder IT-Infrastruktur ausfällt.

Transitorische Klimarisiken können sich in erster Linie im Marktrisiko der KRAVAG-LOGISTIC mit möglichen negativen Veränderungen der Marktwerte der Kapitalanlagen niederschlagen.

Soziale Risiken können aufgrund unzureichender Standards für die Wahrung der Grundrechte von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern oder für deren Inklusion sowie aus unangemessenen Kundenpraktiken entstehen. Hierunter fallen etwa Verstöße gegen Standards des Arbeitsrechts, Arbeits- oder Gesundheitsschutzes. Darüber hinaus können soziale Risiken durch missbräuchliche Geschäftspraktiken gegenüber der Kundschaft hervorgerufen werden, insbesondere wenn dies langfristig zu einem geänderten Kunden- und Nachfrageverhalten führt.

Risiken der Unternehmensführung entstehen beispielsweise durch unzureichende oder intransparente Governance-Strukturen oder unzureichende Maßnahmen zur Bekämpfung von Geldwäsche und aller Ausprägungen von Korruption.

Soziale Risiken sowie Risiken der Unternehmensführung können operationelle Risiken auslösen sowie negative Auswirkungen auf die Reputation der KRAVAG-LOGISTIC haben.

Die im Lagebericht im Abschnitt Geschäft und Rahmenbedingungen beschriebene Nachhaltigkeitsberichtspflicht gemäß der CSRD sowie die zugehörigen Standards (ESRS) erweitern den Umfang des Risikomanagements in Bezug auf das Thema Nachhaltigkeit. Sie legen fest, welche wesentlichen Informationen Unternehmen in Bezug auf die Auswirkungen, Risiken und Chancen der Nachhaltigkeitsaspekte aus den Bereichen Environmental, Social und Governance (ESG-Risiken) berichten müssen. Der CSRD liegt das Prinzip der doppelten Wesentlichkeit zugrunde. Neben der Finanzperspektive muss somit auch die Wirkungsperspektive (das heißt die Auswirkungen auf Umwelt und Mensch) in die Risikobewertung einbezogen werden. Die Risikobewertung der Nachhaltigkeitsaspekte erfordert zudem eine kurz-, mittel- und langfristige Betrachtung. Die KRAVAG-LOGISTIC wird erstmalig für das Geschäftsjahr 2024 berichtspflichtig gemäß der CSRD und hat zum Zwecke der Umsetzung der obenstehend beschriebenen neuen Anforderungen das Programm "CSRD@R+V" aufgesetzt, innerhalb welchem die für die KRAVAG-LOGISTIC wesentlichen ESG-Risiken analysiert und bewertet werden.

Versicherungstechnisches Risiko

Das versicherungstechnische Risiko bezeichnet die Gefahr, dass bedingt durch Zufall, Irrtum oder Änderung der tatsächliche Aufwand für Schäden und Leistungen vom erwarteten Aufwand abweicht. Es besteht für die KRAVAG-LOGISTIC im Wesentlichen aus dem Prämien- und Reserverisiko sowie dem Katastrophenrisiko Nicht-Leben. Das Prämienrisiko erfasst für zukünftige Verpflichtungen die negative Abweichung des versicherungstechnischen Ergebnisses von der Erwartung. Das Reserverisiko entsteht aus der Unsicherheit der Vorhersage der Abwicklung von bereits eingetretenen Schäden.

Durch die fortschreitende Digitalisierung wächst die Bedeutung von Cyber-Risiken innerhalb der Versicherungstechnik. Es besteht die Gefahr, dass Cyber-Risiken als Schadenursache nicht oder nur unvollständig in den Versicherungsbedingungen erwähnt oder nicht explizit ein- oder ausgeschlossen werden (Silent Cyber-Risiko).

Die Steuerung des Prämien- und Reserverisikos der KRAVAG-LOGISTIC erfolgt durch Risikoselektionen, eine risikogerechte Tarif- und Produktgestaltung sowie durch ertragsorientierte Zeichnungsrichtlinien der operativen Einheiten. Zur Aufrechterhaltung eines ausgewogenen Risikoprofils achtet die KRAVAG-LOGISTIC bei großen Einzelrisiken auf Rückversicherungsschutz. Durch den Einsatz von Planungs- und Steuerungsinstrumenten wird das Management frühzeitig in die Lage versetzt, unerwartete oder gefährliche Bestands- und Schadenentwicklungen zu erkennen und mit entsprechenden Maßnahmen der veränderten Risikosituation begegnen zu können. Um die genannten Risiken beherrschbar zu machen, unterliegt die Preisfindung einer Kalkulation unter Verwendung mathematisch-statistischer Modelle.

Die Messung des Gesamtsolvabilitätsbedarfs des Naturkatastrophenrisikos wird durch Analysen des Versicherungsbestands ergänzt. Gegenstand dieser Analysen, die unter anderem mithilfe des Geoinformationssystems ZÜRS durchgeführt werden, sind Risikokonzentrationen und deren Veränderung im Zeitablauf. Die Nutzung geografischer Diversifikation und der Einsatz von Zeichnungsrichtlinien bilden die Basis der Steuerung des Risikos aus Naturkatastrophen.

Zur Risikominderung in der Versicherungstechnik kauft die KRAVAG-LOGISTIC obligatorischen und fakultativen Rückversicherungsschutz ein, formuliert Risikoausschlüsse und gestaltet risikogerechte Selbstbehalt-Modelle. Im Zusammenhang mit Rückversicherungsentscheidungen erfolgt die Überprüfung der Risikotragfähigkeit. Daraus leiten sich Rückversicherungsstrukturen und Haftungsstrecken ab.

Vor dem Hintergrund der Entwicklungen im Zusammenhang mit dem Krieg in der Ukraine werden im Neugeschäft grundsätzlich keine Risiken mit Bezug auf Russland und Belarus gezeichnet beziehungsweise Vertragsverlängerungen im Bestandsgeschäft durchgeführt. Ausnahmen gelten für das Firmenkundengeschäft.

Die im Geschäftsjahr weiterhin hohe Inflation stellt einen Kostentreiber für die Schadenbelastung dar, da sich gestiegene Rohstoff- und Beschaffungspreise sowie gestiegene Heilbehandlungskosten erhöhend auf die Schadenregulierung auswirken. Inflationseffekte werden in der Tarifkalkulation für das Neugeschäft und in der Beitrags- und Indexanpassung im Bestand berücksichtigt. Dies kann in der Folge zu weiteren Prämienanpassungen, in erster Linie in der Kraftfahrtversicherung, führen.

Marktrisiko

Das Marktrisiko bezeichnet die Gefahr, die sich aus Schwankungen in der Höhe oder in der Volatilität der Marktpreise für die Vermögenswerte, Verbindlichkeiten und Finanzinstrumente ergibt, die den Wert der Vermögenswerte und Verbindlichkeiten des Unternehmens beeinflussen. Es spiegelt die strukturelle Inkongruenz zwischen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten insbesondere im Hinblick auf deren Laufzeit wider.

Das Marktrisiko setzt sich aus den Unterkategorien Zins-, Spread-, Aktien-, Währungs-, Immobilien- und Konzentrationsrisiko zusammen.

Die Steuerung der Risiken aus der Kapitalanlage erfolgt innerhalb der von der Europäischen Aufsichtsbehörde für das Versicherungswesen und die betriebliche Altersversorgung (EIOPA) vorgegebenen Leitlinien, der Vorschriften des Gesetzes über die Beaufsichtigung der Versicherungsunternehmen (VAG), der aufsichtsrechtlichen Rundschreiben und der internen Anlagerichtlinien. Die Einhaltung der internen Regelungen in der Risikomanagement-Leitlinie für das Anlagerisiko sowie der weiteren aufsichtsrechtlichen Anlagegrundsätze und Regelungen wird bei der KRAVAG-LOGISTIC durch das Anlagemanagement, interne Kontrollverfahren, eine perspektivische Anlagepolitik sowie sonstige organisatorische Maßnahmen sichergestellt. Dabei umfasst die Steuerung der Risiken sowohl ökonomische als auch bilanzielle Aspekte. Auf organisatorischer Ebene begegnet die KRAVAG-LOGISTIC Anlagerisiken durch eine funktionale Trennung von Anlage, Abwicklung und Controlling.

Kapitalanlagerisiken begegnet die KRAVAG-LOGISTIC grundsätzlich durch Beachtung des Prinzips einer möglichst großen Sicherheit und Rentabilität bei Sicherstellung der jederzeitigen Liquidität, um die Qualität des Portfolios zu gewährleisten. Durch Mischung und Streuung der Kapitalanlagen soll die Anlagepolitik der KRAVAG-LOGISTIC dem Ziel der Risikoverminderung Rechnung tragen.

Zur Begrenzung von Risiken werden - neben der Diversifikation über Laufzeiten, Emittenten, Länder, Kontrahenten, Assetklassen - Limitierungen eingesetzt.

Bei der KRAVAG-LOGISTIC werden Untersuchungen zum ALM durchgeführt. Mit Hilfe von Stresstests und Szenarioanalysen wird der notwendige Umfang von Sicherungsmitteln zur Wahrung der Solvabilität laufend überprüft. Insbesondere werden Auswirkungen eines weiteren Zinsanstiegs sowie volatiler Kapitalmärkte geprüft.

Die KRAVAG-LOGISTIC setzt derivative Instrumente zur Steuerung der Marktrisiken ein.

In Bewertungseinheiten wurden Grundgeschäfte mit nominal 3,9 Mio. Euro und Sicherungsgeschäfte mit nominal 3,9 Mio. Euro zur Sicherung von Zinsänderungsrisiken in Form von Mikro-Hedges einbezogen. Da alle wesentlichen wertbestimmenden Faktoren zwischen den abzusichernden Grundgeschäften und dem absichernden Teil der Sicherungsinstrumente übereinstimmen (Nominalbetrag, Laufzeit, Währung), ist auch künftig von einer vollständig gegenläufigen Wertänderung von Grund- und Sicherungsgeschäft bezogen auf das abgesicherte Risiko auszugehen (Critical Term Match). Es gab keine mit hoher Wahrscheinlichkeit erwarteten Transaktionen, die in eine Bewertungseinheit einbezogen werden müssten. Beim Management von Zinsrisiken achtet die KRAVAG-LOGISTIC auf eine Mischung und Streuung der Kapitalanlagen verbunden mit einer die Struktur der Verpflichtungen berücksichtigenden Steuerung der Duration und einer ausgewogenen Risikonahme in ausgewählten Assetklassen.

Im Spreadrisiko werden auch Ausfallrisiken und Migrationsrisiken betrachtet. Als Credit-Spread wird die Zinsdifferenz zwischen einer risikobehafteten und einer risikolosen Rentenanlage bezeichnet. Beim Management von Spreadrisiken achtet die KRAVAG-LOGISTIC insbesondere auf eine hohe Bonität der Anlagen, wobei der überwiegende Teil der Rentenbestände im Investmentgrade-Bereich investiert ist. Die Nutzung externer Kreditrisikobewertungen und eigener Experteneinstufungen, die zum Teil strenger sind als die am Markt vorhandenen Bonitätseinschätzungen, vermindert Risiken zusätzlich.

Die Kapitalmärkte sind durch die aktuellen geopolitischen Entwicklungen und durch die erhöhte Inflation in erheblicher Weise beeinflusst. Dies schlägt sich in einer erhöhten Volatilität der Marktwerte der Kapitalanlagen nieder. Ein weiterer Zinsanstieg und eine Ausweitung der Risikoaufschläge für Anleihen können zu einem weiteren Rückgang der Marktwerte der Kapitalanlagen führen. Ein Zinsrückgang würde kurzfristig einen positiven Bewertungseffekt auf den Bestand an Zinsträgern haben.

Der Kapitalanlagebestand wird regelmäßig mit Hilfe von Nachhaltigkeitskennzahlen, unter anderem ESG-Scores, die von externen Datenanbietern bezogen werden, beurteilt. Hierzu werden Bewertungen zu Klimarisiken, Kontroversen und normativen Verstößen, wie zum Beispiel gegen den UN Global Compact, herangezogen. Zur Minderung von ESG-Risiken können Engagement-Prozesse bei einzelnen Emittenten vorgenommen werden. Die KRAVAG-LOGISTIC hat sich zudem im Jahr 2021 ein wissenschaftsbasiertes Klimaziel für ihre Kapitalanlagen gegeben, welches eine Reduktion der Treibhausgasemissionen der Kapitalanlagen bis zum Jahr 2050 auf (netto) Null beinhaltet.

Ausfallrisiken bestehen in einer möglichen Verschlechterung der wirtschaftlichen Verhältnisse von Emittenten beziehungsweise Schuldnern und der daraus resultierenden Gefahr des teilweisen oder vollständigen Ausfalls von Forderungen oder bonitätsbedingter Wertminderungen. Die Kapitalanlage der KRAVAG-LOGISTIC weist eine hohe Bonität auf. Es handelt sich insbesondere um Forderungen in Form von Unternehmens- und Staatsanleihen.

Aktienrisiken werden über die Diversifikation in verschiedenen Aktien-Assetklassen und Regionen reduziert.

Bei der KRAVAG-LOGISTIC werden Aktien im Rahmen einer langfristigen Anlagestrategie zur Sicherstellung der Erfüllbarkeit der Verpflichtungen gegenüber den Versicherungsnehmerinnen und Versicherungsnehmern genutzt. Es besteht nicht der Anspruch, aus kurzfristigen Schwankungen durch Realisierungen Gewinne zu erzielen. Aufgrund des breit diversifizierten Kapitalanlageportfolios reduziert sich das Risiko, Aktien zu einem ungünstigen Zeitpunkt veräußern zu müssen.

Währungsrisiken resultieren bei der KRAVAG-LOGISTIC aus Wechselkursschwankungen aus in Fremdwährungen gehaltenen Kapitalanlagen. Sie werden über ein systematisches Währungsmanagement gesteuert.

Immobilienrisiken können sich aus negativen Wertveränderungen von direkt oder indirekt gehaltenen Immobilien ergeben. Diese können sich aus einer Verschlechterung der speziellen Eigenschaften der Immobilie oder allgemeinen Marktwertveränderungen (zum Beispiel im Rahmen einer Immobilienkrise) ergeben. Immobilienrisiken werden über die Diversifikation in verschiedene Lagen und Nutzungsformen reduziert. Konzentrationsrisiken werden bei der KRAVAG-LOGISTIC durch Mischung und Streuung der Kapitalanlagen gemindert. Dies zeigt sich insbesondere anhand der breiten Emittentenbasis im Portfolio.

Besondere Aspekte des Kreditportfolios

Die KRAVAG-LOGISTIC investiert vorwiegend in Emittenten beziehungsweise Schuldner mit einer guten bis sehr guten Bonität. Die R+V verwendet zur Bonitätseinstufung generell zugelassene externe Ratings, zusätzlich werden entsprechend den Vorgaben der EU-Verordnung über Ratingagenturen (CRA III) interne Experteneinstufungen zur Plausibilisierung der externen Ratings vorgenommen. Die R+V hat das externe Rating als Maximum definiert, selbst wenn eigene Bewertungen zu einem besseren Ergebnis kommen.

Kontrahentenrisiken werden durch Investitionen in Rententitel mit hoher Bonität begrenzt. In der strategischen Asset Allokation wird der Non-Investmentgrade-Anteil auf maximal 5 % begrenzt. Von den Anlagen in festverzinslichen Wertpapieren wiesen 81,7 % (2022: 80,0 %) ein Rating gemäß der Standard & Poor's-Systematik von gleich oder besser als A, 46,1 % (2022: 43,9 %) von gleich oder besser als AA auf.

Die Kapitalanlagen der KRAVAG-LOGISTIC wiesen im abgelaufenen Geschäftsjahr weder Zins- noch Kapitalausfälle aus Wertpapieren auf.

Die KRAVAG-LOGISTIC überprüft die Kreditportfolios im Hinblick auf krisenhafte Entwicklungen. Erkannte Risiken werden mit Hilfe einer Berichterstattung und Diskussion in den Entscheidungsgremien von der KRAVAG-LOGISTIC beobachtet, analysiert und gesteuert. Bei Bedarf erfolgen Portfolioanpassungen.

Gegenparteiausfallrisiko

Das Gegenparteiausfallrisiko trägt möglichen Verlusten Rechnung, die sich aus einem unerwarteten Ausfall oder der Verschlechterung der Bonität von Gegenparteien und Schuldnern von Versicherungs- und Rückversicherungsunternehmen während der folgenden zwölf Monate ergeben. Es deckt risikomindernde Verträge wie Rückversicherungsvereinbarungen, Verbriefungen und Derivate sowie Forderungen gegenüber Vermittlern und alle sonstigen Kreditrisiken ab, soweit sie nicht anderweitig in der Risikomessung berücksichtigt werden.

Bei der KRAVAG-LOGISTIC bestehen derartige Risiken insbesondere für Kontrahenten von derivativen Finanzinstrumenten, Rückversicherungskontrahenten und für den Ausfall von Forderungen gegenüber Versicherungsnehmern und Versicherungsvermittlern.

Transaktionen mit derivativen Finanzinstrumenten sind in innerbetrieblichen Richtlinien geregelt. Darin enthalten sind insbesondere Volumen- und Kontrahentenlimite. Die verschiedenen Risiken werden im Rahmen des Berichtswesens überwacht und transparent dargestellt. Einzelheiten zu derivativen Finanzinstrumenten sind im Anhang erläutert.

Um Kontrahenten- und Emittentenrisiken zu beurteilen, zieht die KRAVAG-LOGISTIC zur Unterstützung die Einschätzungen internationaler Ratingagenturen heran, die durch eigene Bonitätsanalysen ergänzt werden. Für die wesentlichen Gegenparteien wird die Einhaltung der Limite fortlaufend überprüft. Die Auslastung der Limite und Einhaltung der Anlagerichtlinien wird überwacht.

Den Risiken aus dem Ausfall von Forderungen aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft an Versicherungsnehmer und an Versicherungsvermittler wird durch das Forderungsausfallmanagement begegnet. Zudem wird dem Forderungsausfallrisiko durch Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen, die nach den Erfahrungswerten aus der Vergangenheit bemessen sind.

Das Ausfallrisiko für die Abrechnungsforderungen wird durch die ständige Überwachung der Standard & Poor's Ratings und die sonstigen am Markt verfügbaren Informationsquellen begrenzt.

Operationelles Risiko

Das operationelle Risiko bezeichnet die Gefahr von Verlusten aufgrund von unzulänglichen oder fehlgeschlagenen internen Prozessen oder aus mitarbeiter- und systembedingten oder externen Vorfällen. Rechtsrisiken sind hierin eingeschlossen.

Die R+V setzt für das Management und Controlling operationeller Risiken szenariobasierte Risk Self Assessments (RSA) sowie Risikoindikatoren ein. Im Rahmen der RSA werden operationelle Risiken hinsichtlich ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit und ihrer Schadenhöhe bewertet. In Ausnahmefällen können qualitative Bewertungen herangezogen werden.

Risikoindikatoren ermöglichen frühzeitige Aussagen zu Trends und Häufungen in der Risikoentwicklung und erlauben es, Schwächen in den Geschäftsprozessen zu erkennen. Auf Basis vorgegebener Schwellenwerte werden Risikosituationen mittels einer Ampellogik signalisiert.

Zur Unterstützung des Managements des operationellen Risikos sind alle Geschäftsprozesse der R+V nach den Vorgaben der Rahmenrichtlinie für die Befugnisse und Vollmachten der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Gesellschaften der R+V strukturiert. Für die in dieser Richtlinie nicht geregelten Bereiche liegen weitere Richtlinien, insbesondere Annahme- und Zeichnungsrichtlinien, vor.

Ein wesentliches Instrument zur Begrenzung der operationellen Risiken stellt das Interne Kontrollsystem (IKS) dar. Durch Regelungen und Kontrollen in den Fachbereichen und die Überprüfung der Anwendung und Wirksamkeit des IKS durch die Konzern-Revision wird dem Risiko von Fehlentwicklungen und dolosen Handlungen begegnet.

Zur Minderung von Rechtsrisiken wird die einschlägige Rechtsprechung beobachtet und analysiert, um entsprechenden Handlungsbedarf rechtzeitig zu erkennen und in konkrete Maßnahmen umzusetzen. Rechtsstreitigkeiten aus der Schaden- beziehungsweise Leistungsbearbeitung von Versicherungsfällen sind in den versicherungstechnischen Rückstellungen berücksichtigt und somit nicht Gegenstand des operationellen Risikos.

Im Rahmen der IT-Strategie ist die Gewährleistung eines stabilen, sicheren und wirtschaftlichen Betriebs der Informations- und Kommunikationsinfrastrukturen und der Anwendungssysteme elementar. Der IT-Betrieb findet weitgehend zentralisiert und mit hoher Fertigungstiefe statt. Dies erfolgt unter Anwendung standardisierter IT-Prozesse und -Verfahren, der Verwendung von Best-Practice-Ansätzen und enger Orientierung an Marktstandards.

Physische und logische Schutzvorkehrungen dienen der Sicherheit von Daten und Anwendungen sowie der Aufrechterhaltung des laufenden Betriebs. Eine besondere Gefahr wäre der teilweise oder totale Ausfall von Datenverarbeitungssystemen. Die R+V hat durch zwei getrennte Rechenzentrumsstandorte mit Daten- und Systemspiegelung, besonderer Zutrittssicherung, Brandschutzvorkehrungen und abgesicherter Stromversorgung über Notstromaggregate Vorsorge getroffen. Ein definiertes Wiederanlaufverfahren für den Katastrophenfall wird durch Übungen auf seine Wirksamkeit überprüft. Datensicherungen erfolgen in unterschiedlichen Gebäuden mit hochabgesicherten Räumen. Darüber hinaus werden die Daten auf einen Bandroboter in einen ausgelagerten und entfernten Standort gespiegelt.

Das Sicherheitsniveau wird unterstützt durch systematische Schutzbedarfsfeststellungen, Sicherheitskonzepte auf Grundlage definierter IT-Sicherheitsstandards, Notfallkonzepte sowie durch ein Kapazitätenmanagement. Das Kapazitätenmanagement erfolgt unter quantitativen und qualitativen Gesichtspunkten und sieht für geeignete Aufgaben die flexible Nutzung von Sourcing-Optionen und den risikobasierten Einsatz von IT-Providern vor. Diese werden bei Bedarf in die Prozesse integriert und risikoorientiert überwacht.

Die KRAVAG-LOGISTIC setzt für das Management und Controlling der Cyber-/Informationsrisiken einen Informationsrisikomanagementprozess mit entsprechenden Rollen, Verantwortlichkeiten und Verfahren ein. Die Risiken werden dabei ganzheitlich betrachtet. Zur Identifikation von Cyber-/Informationsrisiken werden verschiedene Instrumente des Informations- und IT-Sicherheitsmanagements, wie zum Beispiel Soll-Ist-Vergleiche und Penetration-Testings eingesetzt. Über die Behandlung identifizierter Risiken entscheidet der jeweilige Informationsrisikoeigentümer entlang der Systematik und der Schritte des etablierten Informationsrisikomanagementprozesses. Zum Schutz gegen mögliche Auslagerungsrisiken erfolgen eine strukturierte Kategorisierung der Auslagerungen, die Identifizierung potenzieller Risikofaktoren im Rahmen der Risikoanalyse, die Ableitung von Auflagen zur Risikominderung inklusive vertraglich zu vereinbarender Standardinhalte sowie die Einbindung in das Notfallmanagement.

Zur Sicherung der Betriebsfortführung verfügt die R+V über ein Business-Continuity-Managementsystem (BCM), das auch das Notfall- und Krisenmanagement umfasst. Durch das BCM soll gewährleistet werden, dass der Geschäftsbetrieb im Not- und Krisenfall aufrechterhalten werden kann. Zu diesem Zwecke werden die (zeit-)kritischen Geschäftsprozesse mit den benötigten Ressourcen erfasst sowie hierzu notwendige Dokumentationen, wie beispielsweise Geschäftsfortführungspläne, erstellt und überprüft. Für die Bewältigung von Not- und Krisenfällen bestehen darüber hinaus gesonderte Organisationsstrukturen, zum Beispiel R+V-Krisenstab/Lagezentrum sowie die einzelnen Notfallteams der Ressorts und Standorte.

Für die sichere und effiziente Durchführung von Projekten hat die R+V eine Investitionskommission installiert, die Entscheidungsvorlagen zur Bewilligung sowie die Begleitung von Großprojekten vornimmt. Nach Projektgenehmigung berichten die Projektleitungen aller Großprojekte an die Investitionskommission. Dadurch sind die Projekte an ein unabhängiges und enges Projekt-Controlling geknüpft.

Sonstige wesentliche Risiken

Liquiditätsrisiko

Unter Liquiditätsrisiko ist das Risiko zu verstehen, dass Versicherungsunternehmen nicht in der Lage sind, Anlagen und andere Vermögenswerte zu realisieren, um ihren finanziellen Verpflichtungen bei Fälligkeit nachzukommen.

Die Liquidität der Gesellschaften der R+V wird zentral gesteuert. Im Rahmen der Mehrjahresplanung wird eine integrierte Simulation zur Bestands- und Erfolgsentwicklung im Kapitalanlagebereich sowie zur Entwicklung der Cashflows durchgeführt. Basis der Steuerung ist der prognostizierte Verlauf aller wesentlichen Zahlungsströme aus dem versicherungstechnischen Geschäft, den Kapitalanlagen und der allgemeinen Verwaltung. Bei der Neuanlage wird die Erfüllung der aufsichtsrechtlichen Liquiditätserfordernisse kontinuierlich geprüft.

Durch Sensitivitätsanalysen wesentlicher versicherungstechnischer Parameter wird die Sicherstellung einer ausreichenden Liquidität unter krisenhaften Marktbedingungen monatlich überprüft. Hierfür sind Schwellenwerte definiert, deren Einhaltung überprüft wird. Die im Rahmen des monatlichen Berichtswesens dargestellten Ergebnisse zeigen die Fähigkeit der KRAVAG-LOGISTIC, die eingegangenen Verpflichtungen jederzeit zu erfüllen.

Risikokonzentrationen

Risikokonzentrationen im weiteren Sinne sind Ansammlungen von Einzelrisiken, die sich aufgrund hoher Abhängigkeiten beziehungsweise verwandter Wirkungszusammenhänge mit deutlich erhöhter Wahrscheinlichkeit gemeinsam realisieren können. Die Abhängigkeiten und die Verwandtschaft der Wirkungszusammenhänge offenbaren sich teilweise erst in Stress-Situationen.

Die KRAVAG-LOGISTIC verfügt über unterschiedliche Geschäftsfelder und eine breit diversifizierte Produktpalette. Exponierte Einzelrisiken sind, wie auch der Kumulfall im Elementarrisiko, im selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft rückversichert.

Das Anlageverhalten der KRAVAG-LOGISTIC ist darauf ausgerichtet, Risikokonzentrationen im Portfolio zu vermeiden und durch eine weitgehende Diversifikation der Anlagen eine Optimierung des Risikoprofils zu erreichen. Hierzu trägt die Einhaltung der durch die internen Regelungen in der Risikomanagementleitlinie für das Anlagerisiko vorgegebenen quantitativen Grenzen gemäß dem Grundsatz der angemessenen Mischung und Streuung bei.

Strategisches Risiko

Das strategische Risiko ergibt sich aus strategischen Geschäftsentscheidungen beziehungsweise daraus, dass diese nicht einem geänderten Wirtschaftsumfeld angepasst werden.

Veränderungen in den gesetzlichen und aufsichtsrechtlichen Rahmenbedingungen sowie Veränderungen in Markt und Wettbewerb unterliegen einer ständigen Beobachtung, damit rechtzeitig und angemessen auf Chancen und Risiken reagiert werden kann. Die R+V analysiert und prognostiziert laufend nationale und globale Sachverhalte mit Einfluss auf geschäftsrelevante Parameter. Die daraus gewonnenen Erkenntnisse werden beispielsweise hinsichtlich der Bedürfnisse der Kundinnen und Kunden ausgewertet und finden Eingang in die Entwicklung neuer Versicherungsprodukte.

Reputationsrisiko

Das Reputationsrisiko bezeichnet das Risiko eines Verlustes, der sich aus einer möglichen Beschädigung der Reputation des Unternehmens oder der gesamten Branche infolge einer negativen Wahrnehmung in der Öffentlichkeit (zum Beispiel bei Kunden, Geschäftspartnern, Aktionären, Behörden, Medien) ergibt.

Reputationsrisiken treten als eigenständige Risiken auf (primäres Reputationsrisiko) oder sie entstehen als mittelbare oder unmittelbare Folge anderer Risikoarten wie insbesondere des operationellen Risikos (sekundäres Reputationsrisiko).

Die Unternehmenskommunikation wird zentral koordiniert, um einer falschen Darstellung von Sachverhalten entgegentreten zu können. Die Berichterstattung in den Medien über die Versicherungswirtschaft im Allgemeinen und die KRAVAG im Besonderen wird über alle Ressorts hinweg beobachtet und laufend analysiert.

Risikosituation

Die aktuellen aufsichtsrechtlichen Anforderungen (Solvency II) werden erfüllt. Die aktuelle Risikosituation liegt innerhalb der Risikotragfähigkeit des Unternehmens.

Über die in diesem Bericht beschriebenen Risiken hinaus sind aus heutiger Sicht sind keine weiteren Entwicklungen erkennbar, die die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der KRAVAG-LOGISTIC nachhaltig beeinträchtigen.

Prognosebericht

Vorbehalt bei Zukunftsaussagen

Die Beurteilung und Erläuterung der voraussichtlichen Entwicklung mit ihren wesentlichen Chancen und Risiken erfolgt nach bestem Wissen und Gewissen unter Zugrundelegung der heute zur Verfügung stehenden Erkenntnisse über Branchenaussichten, zukünftige wirtschaftliche und politische Rahmenbedingungen und Entwicklungstrends sowie deren wesentliche Einflussfaktoren. Diese Aussichten, Rahmenbedingungen und Trends können sich natürlich in Zukunft verändern, ohne dass dies bereits jetzt vorhersehbar ist.

Insgesamt kann daher die tatsächliche Entwicklung der KRAVAG-LOGISTIC wesentlich von den Prognosen abweichen. Die Einschätzungen beruhen dabei in erster Linie auf Planungen, Prognosen und Erwartungen. Die berücksichtigten Annahmen basieren auf den Bewertungsfaktoren und Erkenntnissen zum Bilanzstichtag und sind insbesondere im Hinblick auf die weiteren zukünftigen Entwicklungen von erheblichen Unsicherheiten geprägt. Somit spiegeln sich in der folgenden Einschätzung der Entwicklung der KRAVAG-LOGISTIC unvollkommene Annahmen und subjektive Ansichten wider, für die keine Haftung übernommen werden kann.

Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Aufgrund der anhaltenden geopolitischen Spannungen und politischen Belastungen agieren viele Unternehmen und Haushalte weiter unter hoher Unsicherheit. Wirtschaftsforscher erwarten, dass sich das globale Wachstum erneut abschwächen wird, bei gleichzeitig weiter rückläufigen Inflationsraten. Damit setzt sich die bereits begonnene makroökonomische Normalisierung nach den Krisenereignissen der letzten Jahre fort.

Der Sachverständigenrat prognostiziert in seinem Herbst-Jahresgutachten ein Wachstum des realen Bruttoinlandsprodukts im Jahr 2024 von 0,7 % in Deutschland und von 1,1 % im Euroraum. Für die Inflationsrate wird mit einem Rückgang auf 2,6 % in Deutschland und auf 2,9 % im Euroraum gerechnet.

Entwicklung an den Kapitalmärkten

Die Entwicklung an den Kapitalmärkten dürfte im Jahr 2024 von der Entwicklung der Inflation, der Konjunktur und dem Ausgang diverser Wahlen geprägt sein. Die großen Notenbanken könnten nach einer Stabilisierungsphase beginnen, ihre Zinsen zu senken. Spreads von Unternehmensanleihen und Aktien könnten positiv auf die nachlassenden Konjunkturrisiken reagieren. Aufgrund geopolitischer Unsicherheiten und insbesondere der anstehenden Wahlen in den USA könnte die Volatilität an den Kapitalmärkten erhöht bleiben.

In der Kapitalanlagestrategie der R+V sorgt der hohe Anteil festverzinslicher und bonitätsstarker Wertpapiere dafür, dass die versicherungstechnischen Verpflichtungen jederzeit erfüllt werden können. Die Chancen an den Zins- und Kreditmärkten sollen unter der Voraussetzung weiterhin hoher Qualität der Titel, breiter Streuung und starker Risikokontrolle genutzt werden, insbesondere durch Investitionen in Staats- und Unternehmensanleihen. Die Investitionen in alternative Anlagen werden ausgebaut. Basis der Kapitalanlagetätigkeit bleibt eine langfristige Anlagestrategie, verbunden mit einem integrierten Risikomanagement.

Ausblick für die KRAVAG-LOGISTIC

Das Geschäftsjahr 2024 wird weiterhin von herausfordernden Rahmenbedingungen mit Blick auf Politik, Regulatorik, Zinsentwicklung, Konjunktur, Inflationsverlauf und Verbraucherverhalten geprägt sein.

Die Unsicherheiten über den weiteren Verlauf des Kriegs in der Ukraine und die damit einhergehenden Folgen werden die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen auch im Jahr 2024 im Hinblick auf Inflation, Wachstum, Einkommensentwicklung der privaten Haushalte, Beschäftigungsquote und Entwicklung der Energiepreise wesentlich beeinflussen. Das Marktumfeld für die KRAVAG-LOGISTIC bleibt vor diesem Hintergrund anspruchsvoll.

Die KRAVAG-LOGISTIC wird die vertrauensvolle und gute Zusammenarbeit mit dem Vertriebsweg der Straßenverkehrsgenossenschaften auch im Geschäftsjahr 2024 fortsetzen und damit weiterhin eine konsequent kundenorientierte Produktpolitik verfolgen. Wir erwarten, dass dies der solide Grundstein für die weiterhin gute Entwicklung der KRAVAG-LOGISTIC ist.

Die im Jahr 2021 implementierte Strategie "WIR@R+V" besteht aus den drei Kernelementen Wachstum, Innovation und Rentabilität, kurz WIR, und trägt den schwieriger gewordenen Umfeldfaktoren Rechnung. Die Strategie fokussiert auf vier Ziele: Kundenbegeisterung, Steigerung der Ertragskraft, Wachstum gestalten und Erhaltung der Kapitalstärke. Ziel ist es, den erfolgreich eingeleiteten Transformationsprozess fortzuführen und die Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit von R+V und KRAVAG nachhaltig zu sichern und zu steigern. Die Strategie bringt Wachstum und Ertrag in eine neue Balance, verbunden mit einem Wandel im Zeichnungs- wie auch im Anlageverhalten. Dabei ist Nachhaltigkeit ein fester Bestandteil der neuen Strategie.

Unter Berücksichtigung der beschriebenen Einflussfaktoren und im Einklang mit dieser Strategie plant die KRAVAG-LOGISTIC für das Geschäftsjahr 2024 gebuchte Beiträge leicht über dem Niveau des Vorjahres. Die Schadenaufwendungen werden nahezu unverändert erwartet. Unter der Voraussetzung, dass die Großschadenentwicklung im Rahmen des Erwartungswerts verläuft, wird eine gegenüber dem Geschäftsjahr leicht geringere Brutto-Schadenquote prognostiziert. Für die Brutto-Kostenquote wird dagegen ein geringfügig dem über Vorjahresniveau liegender Wert erwartet. Das Kapitalanlageergebnis wird auf dem Niveau des Vorjahres erwartet. Insgesamt wird für 2024 unter Einbezug der Veränderung der Schwankungsrückstellung, des Kapitalanlageergebnisses sowie des Sonstigen Ergebnisses ein Jahresüberschuss nach Steuern ein signifikant verbessertes Ergebnis prognostiziert.

Dank

Der Vorstand dankt den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der R+V Gruppe ausdrücklich für ihr Engagement in diesem erneut nicht einfachen Geschäftsjahr und spricht hierfür seine Anerkennung aus.

Wir bedanken uns für die gute Zusammenarbeit mit unseren Geschäftspartnerinnen und Geschäftspartnern in der Genossenschaftlichen FinanzGruppe Volksbanken Raiffeisenbanken, den Straßenverkehrsgenossenschaften, den verbundenen Berufsständen und den selbstständigen Agenturen, die maßgeblich zur positiven Entwicklung der KRAVAG-LOGISTIC beiträgt.

Insbesondere danken wir unseren Versicherungsnehmerinnen und Versicherungsnehmern für das uns entgegengebrachte Vertrauen.

 

Hamburg, 29. Februar 2024

Der Vorstand

Betriebene Versicherungszweige

Im Geschäftsjahr wurden folgende Versicherungszweige (untergliedert nach Versicherungsarten), sofern nichts anderes angegeben ist, im selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft betrieben:

Unfallversicherung

Kraftfahrt-Unfallversicherung

Haftpflichtversicherung

Privathaftpflichtversicherung

Betriebs- und Berufshaftpflichtversicherung

Gewässerschaden- und

Umwelthaftpflichtversicherung

Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung

Sonstige Kraftfahrtversicherung

Fahrzeugvollversicherung

Fahrzeugteilversicherung

Sonstige Sachversicherung

Ausstellungsversicherung

Kunstversicherung

Kühlgüterversicherung

Reisegepäckversicherung

Campingversicherung

Transport- und Luftfahrtversicherung

Kaskoversicherung 1)

Transportgüterversicherung 1)

Valorenversicherung (gewerblich)

Filmversicherung

Verkehrshaftungsversicherung 1)

Übrige nicht aufgegliederte Transportversicherung

Luftfahrt-Kaskoversicherung

Raumfahrzeug-Kaskoversicherung 2)

Reisekrankenversicherung

Beistandsleistungsversicherung

Sonstige Versicherungen

Reiserücktrittskosten-Versicherung

Fahrerlaubnisversicherung

Tank- und Leckageversicherung

1) auch in Rückdeckung übernommenes Versicherungsgeschäft

2) nur in Rückdeckung übernommenes Versicherungsgeschäft

Bilanz zum 31. Dezember 2023*

Aktiva

in Euro 2023 2022
A. Kapitalanlagen
I. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 11.956.491,74 12.772.509,74
II. Kapitalanlagen in verbundenen Unternehmen und Beteiligungen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 44.003.430,54 39.770.638,47
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 35.249.723,83 79.253.154,37 7.499.163,86
III. Sonstige Kapitalanlagen
1. Aktien, Anteile oder Aktien an Investmentvermögen und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 679.138.405,22 685.569.699,08
2. Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 561.833.758,57 539.410.327,07
3. Sonstige Ausleihungen
a) Namensschuldverschreibungen 40.260.070,11 49.237.420,95
b) Schuldscheinforderungen und Darlehen 35.373.226,02 75.633.296,13 40.496.527,90
4. Andere Kapitalanlagen 44.797.774,22 1.361.403.234,14 42.843.677,76
1.452.612.880,25 1.417.599.964,83
B. Forderungen
I. Forderungen aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft an:
1. Versicherungsnehmer 52.726.085,99 53.837.560,87
2. Versicherungsvermittler 2.272.351,92 54.998.437,91 3.119.827,68
II. Abrechnungsforderungen aus dem Rückversicherungsgeschäft 9.827.638,20 15.815.056,63
Davon an: verbundene Unternehmen 9.827.038,20 € (15.813.345,99 €)
III. Sonstige Forderungen 13.679.473,88 31.198.229,93
Davon an: verbundene Unternehmen 719.294,67 € (34.149,00 €)
78.505.549,99 103.970.675,11
C. Sonstige Vermögensgegenstände
I. Sachanlagen und Vorräte 111.137,25 119.192,95
II. Laufende Guthaben bei Kreditinstituten, Schecks und Kassenbestand 29.041.125,13 3.927.734,16
III. Andere Vermögensgegenstände 20.955.013,61 18.436.737,12
50.107.275,99 22.483.664,23
D. Rechnungsabgrenzungsposten
I. Abgegrenzte Zinsen und Mieten 7.214.066,92 7.281.228,66
II. Sonstige Rechnungsabgrenzungsposten 91.788,66 96.235,33
7.305.855,58 7.377.463,99
Summe Aktiva 1.588.531.561,81 1.551.431.768,16

Passiva

in Euro 2023 2022
A. Eigenkapital
I. Eingefordertes Eigenkapital
Gezeichnetes Kapital 2.000.000,00 2.000.000,00
abzüglich nicht eingeforderter ausstehender Einlagen - 2.000.000,00 -
II. Kapitalrücklage 90.776.892,69 90.776.892,69
III. Gewinnrücklagen
Andere Gewinnrücklagen 142.386.057,81 159.223.157,65
IV. Bilanzgewinn - 3.479.627,67
235.162.950,50 255.479.678,01
B. Versicherungstechnische Rückstellungen
I. Beitragsüberträge
1. Bruttobetrag 5.328.849,32 4.846.749,56
2. Davon ab: Anteil für das in Rückdeckung gegebene Versicherungsgeschäft 275.424,69 5.053.424,63 -29.588,14
II. Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle
1. Bruttobetrag 1.356.586.415,54 1.311.954.421,69
2. Davon ab: Anteil für das in Rückdeckung gegebene Versicherungsgeschäft 307.862.522,20 1.048.723.893,34 307.405.087,64
III. Rückstellung für erfolgsabhängige und erfolgsunabhängige Beitragsrückerstattung
1. Bruttobetrag 20.314.117,15 21.303.596,46
2. Davon ab: Anteil für das in Rückdeckung gegebene Versicherungsgeschäft 4.844.988,00 15.469.129,15 5.322.934,25
IV. Schwankungsrückstellung und ähnliche Rückstellungen 215.985.305,00 212.055.842,00
V. Sonstige versicherungstechnische Rückstellungen
1. Bruttobetrag 3.427.902,00 3.817.937,00
2. Davon ab: Anteil für das in Rückdeckung gegebene Versicherungsgeschäft 363.225,50 3.064.676,50 412.984,25
1.288.296.428,62 1.240.867.128,71
C. Andere Rückstellungen
I. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 664.831,00 778.203,00
II. Steuerrückstellungen 10.672.593,64 11.791.060,10
III. Sonstige Rückstellungen 19.281.609,41 3.973.243,93
30.619.034,05 16.542.507,03
D. Andere Verbindlichkeiten
I. Verbindlichkeiten aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft gegenüber:
1. Versicherungsnehmern 13.557.828,16 13.982.188,70
2. Versicherungsvermittlern 6.539.133,70 20.096.961,86 2.748.433,20
II. Abrechnungsverbindlichkeiten aus dem Rückversicherungsgeschäft 57.772,11 445.676,88
Davon an: verbundene Unternehmen - € (- €)
III. Sonstige Verbindlichkeiten 14.298.414,67 21.366.155,63
Davon:
aus Steuern 10.693.063,89 € (10.486.722,28 €)
im Rahmen der sozialen Sicherheit 4.744,72 € (4.836,68 €)
gegenüber: verbundenen Unternehmen 82.937,23 € (5.993.253,51 €)
Beteiligungsunternehmen 232,19 € (144,62 €)
34.453.148,64 38.542.454,41
Summe Passiva 1.588.531.561,81 1.551.431.768,16

* Bei Davon-Vermerken Vorjahreszahlen in Klammern.

Es wird bestätigt, dass die in der Bilanz unter dem Posten B. II. der Passiva eingestellte Deckungsrückstellung unter Beachtung von § 341f und § 341g HGB sowie unter Beachtung der aufgrund des § 88 Abs. 3 VAG erlassenen Rechtsverordnung berechnet worden ist.

 

Wiesbaden, 26. Februar 2024

Karsten Vogel

Verantwortlicher Aktuar

Gewinn- und Verlustrechnung vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023*

in Euro 2023 2022
I. Versicherungstechnische Rechnung
1. Verdiente Beiträge für eigene Rechnung
a) Gebuchte Bruttobeiträge 1.034.556.662,40 987.739.150,66
b) Abgegebene Rückversicherungsbeiträge 261.509.880,84 773.046.781,56 251.042.074,54
c) Veränderung der Bruttobeitragsüberträge -482.099,76 13.054,85
d) Veränderung des Anteils der Rückversicherer an den Bruttobeitragsüberträgen -305.012,83 -177.086,93 -479.655,48
772.869.694,63 737.189.786,45
2. Technischer Zinsertrag für eigene Rechnung 160.254,14 165.290,13
3. Sonstige versicherungstechnische Erträge für eigene Rechnung 813.078,31 445.566,15
4. Aufwendungen für Versicherungsfälle für eigene Rechnung
a) Zahlungen für Versicherungsfälle
aa) Bruttobetrag 804.365.787,47 746.385.665,87
bb) Anteil der Rückversicherer 191.517.196,30 612.848.591,17 185.009.495,23
b) Veränderung der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle
aa) Bruttobetrag 44.631.993,85 33.999.519,34
bb) Anteil der Rückversicherer 457.434,56 44.174.559,29 5.002.531,79
657.023.150,46 590.373.158,19
5. Veränderung der sonstigen versicherungstechnischen Netto-Rückstellungen -340.276,25 713.417,00
6. Aufwendungen für erfolgsabhängige und erfolgsunabhängige Beitragsrückerstattung für eigene Rechnung 14.057.568,69 10.818.579,95
7. Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb für eigene Rechnung
a) Bruttoaufwendungen für den Versicherungsbetrieb 169.651.807,77 166.142.649,89
b) Davon ab: erhaltene Provisionen und Gewinnbeteiligungen aus dem in Rückdeckung gegebenen Versicherungsgeschäft 41.842.728,99 39.070.634,47
127.809.078,78 127.072.015,42
8. Sonstige versicherungstechnische Aufwendungen für eigene Rechnung 997,61 470,44
9. Zwischensumme -24.707.492,21 8.823.001,73
10. Veränderung der Schwankungsrückstellung und ähnlicher Rückstellungen -3.929.463,00 -21.882.905,00
11. Versicherungstechnisches Ergebnis für eigene Rechnung -28.636.955,21 -13.059.903,27
II. Nichtversicherungstechnische Rechnung
1. Erträge aus Kapitalanlagen
a) Erträge aus Beteiligungen - 17.934.000,00
Davon aus verbundenen Unternehmen - € (17.934.000,00 €)
b) Erträge aus anderen Kapitalanlagen
Davon ausverbundenen Unternehmen 488.609,97 € (549.860,05 €)
aa) Erträge aus Grundstücken, grundstücksgleichen Rechten und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.298.709,20 1.904.121,36
bb) Erträge aus anderen Kapitalanlagen 25.682.108,47 27.980.817,67 36.967.946,22
c) Erträge aus Zuschreibungen 1.758.486,90 25.903,08
d) Gewinne aus dem Abgang von Kapitalanlagen 6.091.068,47 4.293.388,68
35.830.373,04 61.125.359,34
2. Aufwendungen für Kapitalanlagen
a) Aufwendungen für die Verwaltung von Kapitalanlagen, Zinsaufwendungen und sonstige Aufwendungen für die Kapitalanlagen 1.938.608,01 8.489.440,22
b) Abschreibungen auf Kapitalanlagen 908.368,33 5.874.374,02
c) Verluste aus dem Abgang von Kapitalanlagen 55.053,38 2.716.733,16
2.902.029,72 17.080.547,40
32.928.343,32 44.044.811,94
3. Technischer Zinsertrag -160.254,14 -165.290,13
32.768.089,18 43.879.521,81
4. Sonstige Erträge 9.015.963,80 5.563.915,87
5. Sonstige Aufwendungen 31.729.315,18 13.030.026,77
-22.713.351,38 -7.466.110,90
6. Nichtversicherungstechnisches Ergebnis 10.054.737,80 36.413.410,91
7. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit -18.582.217,41 23.353.507,64
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1.624.977,80 16.280.778,70
9. Sonstige Steuern 109.532,30 113.473,60
1.734.510,10 16.394.252,30
10. Jahresfehlbetrag / -überschuss -20.316.727,51 6.959.255,34
11. Entnahmen aus Gewinnrücklagen aus anderen Gewinnrücklagen 20.316.727,51 -
12. Einstellungen in Gewinnrücklagen in andere Gewinnrücklagen - 3.479.627,67
13. Bilanzgewinn - 3.479.627,67

* Bei Davon-Vermerken Vorjahreszahlen in Klammern.

Anhang

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Der Jahresabschluss 2023 der KRAVAG-LOGISTIC Versicherungs-Aktiengesellschaft wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs (HGB) in Verbindung mit der Verordnung über die Rechnungslegung von Versicherungsunternehmen (RechVersV) sowie weiteren einschlägigen gesetzlichen Vorschriften und Rechtsverordnungen aufgestellt.

Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken wurden mit den um Abschreibungen geminderten Anschaffungs- oder Herstellungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips bei einer dauernden Wertminderung bilanziert. Die planmäßigen Abschreibungen erfolgten über die gewöhnliche wirtschaftliche Nutzungsdauer von 25 bis 80 Jahren linear. Außerplanmäßige Abschreibungen erfolgten gemäß § 253 Abs. 3 Satz 5 HGB auf den niedrigeren beizulegenden Wert zum Abschlussstichtag. Zuschreibungen erfolgten gemäß § 253 Abs. 5 Satz 1 HGB; jedoch maximal auf die um planmäßige Abschreibungen verminderten Anschaffungs- und Herstellungskosten.

Anteile an verbundenen Unternehmen und Andere Kapitalanlagen wurden zu Anschaffungskosten, bei voraussichtlich dauerhafter Wertminderung vermindert um Abschreibungen, bilanziert. Wenn die Gründe für eine in der Vergangenheit getätigte Abschreibung nicht mehr bestanden, wurden gemäß § 253 Abs. 5 Satz 1 HGB Zuschreibungen auf den beizulegenden Wert bis maximal zum Anschaffungswert vorgenommen.

Innerhalb des Postens Andere Kapitalanlagen werden Sicherheiten aus bilateral besicherten OTC-Derivaten ausgewiesen.

Ausleihungen an verbundene Unternehmen wurden entsprechend ihrer Zugehörigkeit zu den nachfolgend aufgeführten Positionen bewertet.

Anteile oder Aktien an Investmentvermögen, die gemäß § 341b Abs. 2 Satz 1 HGB dem Anlagevermögen zugeordnet sind, wurden gemäß § 253 Abs. 3 Satz 5 HGB bei Vorliegen einer dauerhaften Wertminderung mit dem am Abschlusstag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Andernfalls erfolgt der Ansatz mit dem Anschaffungswert. Bei Wertpapier-Spezialfonds wurde basierend auf den enthaltenen Vermögenswerten der nachhaltige Wert ermittelt. Dabei wurden Inhaberschuldverschreibungen bei gegebener Bonität des Schuldners mit dem Rückzahlungsbetrag oder mit dem höheren Zeitwert angesetzt. Bei einer Bonität des Schuldners in den Non-Investment Grades wurde der Zeitwert angesetzt. Sofern der ermittelte Ertragswert (Earnings-Per-Share-Wert) der einzelnen Aktien über dem Zeitwert lag, wurden die Aktien mit diesem Ertragswert, maximal jedoch mit 120 % des Zeitwertes zum Stichtag angesetzt. Lag der EPS-Wert unter dem Zeitwert, wurde der Zeitwert angesetzt. Abschreibungen erfolgten auf den nachhaltigen Wert oder den höheren Anteilswert der Kapitalverwaltungsgesellschaft.

Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere, die gemäß § 341b Abs. 2 Satz 1 HGB dem Anlagevermögen zugeordnet sind, wurden mit dem fortgeführten Anschaffungswert angesetzt. Bei Vorliegen einer dauerhaften Wertminderung gemäß § 253 Abs. 3 Satz 5 HGB wurde auf den beizulegenden Wert abgeschrieben. Die Amortisation einer Differenz zwischen den fortgeführten Anschaffungskosten und dem Rückzahlungsbetrag erfolgte unter Anwendung der Effektivzinsmethode.

Wenn die Gründe für eine in der Vergangenheit getätigte Abschreibung im Anlage- oder Umlaufvermögen nicht mehr bestanden, wurden gemäß § 253 Abs. 5 Satz 1 HGB Zuschreibungen auf den beizulegenden Wert bis maximal zu den fortgeführten Anschaffungskosten vorgenommen.

Sonstige Ausleihungen wurden mit dem fortgeführten Anschaffungswert angesetzt, soweit nicht Einzelwertberechtigungen vorzunehmen waren. Die Amortisation einer Differenz zwischen den Anschaffungskosten und dem Rückzahlungsbetrag erfolgte unter Anwendung der Effektivzinsmethode.

In den Posten Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere sowie Sonstige Ausleihungen wurden auch derivative Finanzinstrumente erfasst. Das Wahlrecht, ökonomische Sicherungsbeziehungen durch Bildung von Bewertungseinheiten bilanziell nachzuvollziehen, wurde im Falle von perfekten Micro-Hedges (Critical Terms Match) genutzt. Die sich ausgleichenden Wertänderungen aus dem abgesicherten Risiko wurden nach der "Einfrierungsmethode" nicht erfolgswirksam. Angaben zu den Bewertungseinheiten sind dem Lagebericht zu entnehmen.

Die Forderungen wurden grundsätzlich zu Nennwerten bilanziert. Soweit sie das selbst abgeschlossene Geschäft betreffen, wurden sie einzeln und pauschal wertberichtigt.

Ein in den Sonstigen Forderungen enthaltenes Gründungsstockdarlehen wurde zum Nennwert bilanziert.

Die Bewertung der Betriebs- und Geschäftsausstattung erfolgte zu Anschaffungskosten, die linear innerhalb der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer abgeschrieben werden. Die Zugänge und Abgänge des Geschäftsjahres wurden zeitanteilig abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter bis 250 Euro (netto) wurden sofort abgeschrieben. Wirtschaftsgüter, deren Anschaffungskosten zwischen 250 Euro und 1.000 Euro (netto) lagen, wurden in einen Sammelposten eingestellt, der über fünf Jahre - beginnend mit dem Jahr der Bildung - abgeschrieben wird.

Die übrigen Aktivposten wurden mit Nominalbeträgen angesetzt. Erforderliche Wertberichtigungen wurden vorgenommen und aktivisch abgesetzt.

Aufgrund abweichender handels- und steuerrechtlicher Wertansätze bei folgenden Bilanzposten ergaben sich zum 31. Dezember 2023 ausschließlich aktive latente Steuern:

Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken

Anteile an verbundenen Unternehmen

Investmentanteile

Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere

Andere Kapitalanlagen

Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle

Sonstige versicherungstechnische Rückstellungen

Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Sonstige Rückstellungen

Die Bewertung der latenten Steuern erfolgte mit einem Steuersatz von 32,28 %. Die aktiven latenten Steuern wurden in Ausübung des Wahlrechts des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB zum 31. Dezember 2023 nicht bilanziert.

Die Brutto-Beitragsüberträge im selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft sind grundsätzlich aus den gebuchten Beiträgen nach dem 360stel-System berechnet worden. Bei der Ermittlung der nicht übertragungsfähigen Einnahmeanteile wurde das Schreiben des Bundesministers der Finanzen vom 30. April 1974 zugrunde gelegt. Der Anteil der Beitragsüberträge für das in Rückdeckung gegebene Versicherungsgeschäft wurde gemäß den Rückversicherungsverträgen ermittelt.

Die Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle des selbst abgeschlossenen Geschäfts wurde für alle bis zum Zeitpunkt der Schließung des Schadenregisters bekannten Versicherungsfälle einzeln ermittelt. Die Forderungen aus Regressen, Provenues und Teilungsabkommen sind verrechnet worden. Für die bis zum Abschlussstichtag eingetretenen oder verursachten, aber zum Bilanzstichtag noch nicht gemeldeten Schäden wurde aufgrund der in den Vorjahren beobachteten Nachmeldungen die Rückstellung um eine Spätschadenrückstellung erhöht. Die in diesem Posten ebenfalls enthaltene Rückstellung für Schadenregulierungsaufwendungen ist nach der vom GDV entwickelten pauschalen Berechnungsmethode unter Einbezug von Spätschäden ermittelt worden.

Für die Transportversicherung wurden die Reserven für das Geschäftsjahr und die vorangegangenen zwei Vorjahre entsprechend den Usancen dieser Sparte überwiegend pauschal auf der Grundlage bestimmter Prozentsätze der gebuchten Beiträge ermittelt. Ab dem dritten Vorjahr werden die Schäden einzeln entsprechend den Angaben der abrechnenden Stellen bewertet beziehungsweise geschätzt.

Für einen Teil der Transportbestände sind die Schadenrückstellungen je Schaden ermittelt worden. Für diesen Teilbestand sind für bereits eingetretene, aber noch nicht gemeldete Schäden nach den Erfahrungen der Vorjahre ermittelte Spätschadenrückstellungen eingestellt.

In der Rückstellung ist auch die Deckungsrückstellung für laufende HUK-Renten enthalten. Der verwendete Rechnungszins ist abhängig vom Zeitpunkt, zu dem die Verpflichtung zur Rentenzahlung eingetreten ist:

Zeitraum Verwendeter Rechnungszins
Vor 2015 1,55 %
Von 2015 bis 2016 1,25 %
Von 2017 bis 2021 0,90 %
Ab 2022 0,25 %

In allen Fällen wurden die Sterbetafel DAV HUR 2006 und eine angemessene Verwaltungskostenrückstellung verwendet.

Im übernommenen Rückversicherungsgeschäft waren die Angaben der Vorversicherer maßgebend. Bei der Rückstellung für Beitragsrückerstattung handelt es sich um eine gemäß den vertraglichen Vereinbarungen gebildete erfolgsunabhängige Beitragsrückerstattung in der Transportversicherung.

Die Schwankungsrückstellung wurde gemäß § 341h HGB in Verbindung mit § 29 RechVersV ermittelt.

Unter den sonstigen versicherungstechnischen Rückstellungen sind die Rückstellung für Verpflichtungen gegenüber der Verkehrsopferhilfe e.V. entsprechend der Aufgabe des Vereins angesetzt sowie die Stornorückstellung, die Rückstellung für drohende Verluste und die Rückstellung für unverbrauchte Beiträge aus ruhenden Kraftfahrtversicherungen ausgewiesen. Die Stornorückstellung wurde aufgrund von Erfahrungssätzen der Vergangenheit ermittelt. Die Berechnung der Rückstellung für drohende Verluste erfolgte aufgrund von Vorjahreswerten und einer Prognose des versicherungstechnischen Ergebnisses auf der Basis des Bestands zum 31. Dezember 2023 und unter Berücksichtigung von Zinserträgen und Restlaufzeiten.

Die Anteile der Rückversicherer an den versicherungstechnischen Rückstellungen wurden nach den vertraglichen Vereinbarungen ermittelt. Die Rückversicherungsberechnungen basierten auf den zum Zeitpunkt der Schließung des Schadenregisters vorliegenden Bruttozahlen, zuzüglich Zuschätzungen für die verbleibenden Tage.

Die Bewertung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen erfolgte nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (PUC Methode) in Verbindung mit § 253 Abs. 1 HGB unter Zugrundelegung der Richttafeln 2018 G der Heubeck-Richttafeln-GmbH, Köln. Zukünftige Entwicklungen und Trends wurden berücksichtigt. Die Abzinsung der Rückstellungen für Pensionen erfolgte auf Basis des von der Deutschen Bundesbank für Oktober 2023 veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatzes der letzten zehn Jahre bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren. Der jeweilige Zinssatz wurde auf das Jahresende hochgerechnet.

Als Parameter wurden verwendet:

Gehaltsdynamik: 2,50 %
Rentendynamik: 2,30 %
Fluktuation: 0,00 %
Zinssatz Pensionsrückstellungen: 1,83 %

Den arbeitgeberfinanzierten Pensionszusagen stehen zu einem Teil sicherungsverpfändete Rückdeckungsversicherungen gegenüber. Diese fallen unter den Anwendungsbereich des IDW RH FAB 1.021 und wurden nach dem Passivprimat in Verbindung mit dem Deckungskapitalverfahren bewertet.

Die Steuerrückstellungen sowie die Sonstigen Rückstellungen sind nach § 253 HGB in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt und, soweit die Laufzeit der Sonstigen Rückstellungen mehr als ein Jahr beträgt, abgezinst. Der jeweilige Zinssatz wurde auf Basis des von der Bundesbank für Oktober 2023 veröffentlichten durchschnittlichen Zinssatzes der letzten sieben Jahre auf das Jahresende hochgerechnet.

Die übrigen Passivposten wurden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Die unter Aktiva A. Kapitalanlagen I. bis III. geführten Posten sind mit dem Devisenkassamittelkurs zum Anschaffungszeitpunkt oder im Falle einer Anwendung des § 253 Abs. 3 Sätze 5 und 6 HGB mit dem Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag in Euro umgerechnet worden.

Bei Rententiteln mit einer Restlaufzeit unter einem Jahr erfolgte die Währungsumrechnung nach § 256a HGB mit dem Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag.

Die übrigen Aktiva und Passiva sind mit dem Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag in Euro umgerechnet worden.

Die Umrechnung von Fremdwährungszahlungen erfolgte grundsätzlich zum Devisenkassamittelkurs.

Erläuterungen zur Bilanz - Aktiva

Entwicklung der Aktivposten A. I. bis III. im Geschäftsjahr 20231)
Bilanzwerte Vorjahr
in Tsd. Euro
in % Zugänge
in Tsd. Euro
A. Kapitalanlagen
A.I. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 12.773 0,9% -
A.II. Kapitalanlagen in verbundenen Unternehmen und Beteiligungen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 39.771 2,8% 4.233
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 7.499 0,5% 27.751
3. Summe A. II. 47.270 3,3% 31.983
A.III. Sonstige Kapitalanlagen
1. Aktien, Anteile oder Aktien an Investmentvermögen und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 685.570 48,4% 33.650
2. Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 539.410 38,1% 35.633
3. Sonstige Ausleihungen
a) Namensschuldverschreibungen 49.237 3,5% 45
b) Schuldscheinforderungen und Darlehen 40.497 2,9% 4
4. Andere Kapitalanlagen 42.844 3,0% 4.093
5. Summe A. III. 1.357.558 95,8% 73.426
Summe A. 1.417.600 100,0% 105.409
Insgesamt 1.417.600 105.409

1) Summenabweichungen sind rundungsbedingt.

Umbuchungen
in Tsd. Euro
Abgänge
in Tsd. Euro
Zuschreibungen
in Tsd. Euro
Abschreibungen
in Tsd. Euro
Bilanzwerte Geschäftsjahr
in Tsd. Euro
in %
A. Kapitalanlagen
A.I. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken - - - 816 11.956 0,8%
A.II. Kapitalanlagen in verbundenen Unternehmen und Beteiligungen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen - - - - 44.003 3,0%
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen - - - - 35.250 2,4%
3. Summe A. II. - - - - 79.253 5,5%
A.III. Sonstige Kapitalanlagen
1. Aktien, Anteile oder Aktien an Investmentvermögen und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere - 41.747 1.758 92 679.138 46,8%
2. Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere - 13.210 - 561.834 38,7%
3. Sonstige Ausleihungen
a) Namensschuldverschreibungen - 9.022 - - 40.260 2,8%
b) Schuldscheinforderungen und Darlehen - 5.127 - - 35.373 2,4%
4. Andere Kapitalanlagen - 2.139 - - 44.798 3,1%
5. Summe A. III. - 71.246 1.758 92 1.361.403 93,7%
Summe A. - 71.246 1.758 908 1.452.613 100,0%
Insgesamt - 71.246 1.758 908 1.452.613
A. Kapitalanlagen
in Tsd. Euro
Buchwert Zeitwert 2023 Reserve
I. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 11.956 36.774 24.818
II. Kapitalanlagen in verbundenen Unternehmen und Beteiligungen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 44.003 79.836 35.833
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 35.250 31.866 -3.384
III. Sonstige Kapitalanlagen
1. Aktien, Anteile oder Aktien an Investmentvermögen und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 679.138 657.300 -21.838
2. Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 561.834 489.687 -72.147
3. Sonstige Ausleihungen
a) Namensschuldverschreibungen 40.260 34.176 -6.084
b) Schuldscheinforderungen und Darlehen 35.373 33.889 -1.485
4. Andere Kapitalanlagen 44.798 48.397 3.599
1.452.613 1.411.924 -40.689

Für die Ermittlung der Zeitwerte börsennotierter Wertpapiere wurden grundsätzlich die Börsenkurse oder Rücknahmepreise vom letzten Handelstag verwendet.

Bei Rententiteln ohne regelmäßige Kursversorgung über Börsen wurde eine synthetische Marktwertermittlung anhand der Discounted Cashflow Methode vorgenommen oder auf modellbasierte Kurse von spezialisierten Datenanbietern zurückgegriffen.

Die Ermittlung der Marktwerte für die Sonstigen Ausleihungen erfolgte anhand der Discounted Cashflow Methode unter Berücksichtigung der Restlaufzeit und bonitätsspezifischer Risikozuschläge.

Die beizulegenden Zeitwerte für Anteile an verbundenen Unternehmen und Andere Kapitalanlagen wurden anhand der Netto-Ertragswertformel nach IDW S1 in Verbindung mit IDW RS HFA 10 ermittelt, oder es wurde der Net Asset Value zugrunde gelegt. Darüber hinaus wurden bei einigen wenigen Positionen Approximationen auf der Grundlage von Expertenschätzungen angesetzt.

Die Strukturierten Produkte wurden mittels anerkannter finanzmathematischer Methoden bewertet. Hierzu wurde ein Shifted Libor-Market Modell verwendet. Eingehende Bewertungsparameter waren hierbei Geldmarkt-/Swapzinskurven, emittenten- und risikoklassenspezifische Credit-Spreads, Volatilitäten und Korrelationen für CMS-Swapsätze, gegebenenfalls Devisenkassakurse.

Die Marktwertermittlung der Asset-Backed-Securities (ABS) -Produkte erfolgte durch die Value & Risk Valuation Services GmbH und basierte auf zwei wesentlichen Informationsquellen. Das waren zum einen die Geschäftsdaten beziehungsweise die Daten zu den hinterlegten Sicherheiten, welche die Stammdaten der Produkte darstellten und somit qualitative Aussagen über das jeweilige Geschäft erlaubten. Zum anderen waren es die prognostizierten Rückzahlungen, aus denen die Cashflows der Geschäfte abgeleitet werden, und die damit den quantitativen Hintergrund zur Bewertung bilden.

Soweit darüber hinaus andere Wertansätze verwendet wurden, entsprechen diese den Bestimmungen der §§ 55 und 56 RechVersV.

Die Grundstücke wurden zum 31. Dezember 2023 neu bewertet. Die der Bewertung zu Grunde liegenden Bodenrichtwerte werden für die Bestandsobjekte alle fünf Jahre aktualisiert, zuletzt im Jahr 2023.

Gemäß § 341b Abs. 2 Satz 1 HGB wurden 1.241,0 Mio. Euro Kapitalanlagen dem Anlagevermögen zugeordnet. Dieses beinhaltet auf Basis der Kurse zum 31. Dezember 2023 positive Bewertungsreserven von 29,8 Mio. Euro und negative Bewertungsreserven von 123,7 Mio. Euro.

Der Posten A. III. Sonstige Kapitalanlagen beinhaltet unter 4. Andere Kapitalanlagen Anteile an ausländischen Kommanditgesellschaften in Höhe von 44,4 Mio. Euro.

Die Bewertungsreserven der gesamten Kapitalanlagen beliefen sich auf - 40,7 Mio. Euro, was einer Reservequote von - 2,8 % entspricht.

A.I. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken

Der Bilanzwert der von der KRAVAG-LOGISTIC Versicherungs-Aktiengesellschaft eigengenutzten Grundstücke und Bauten betrug 12,0 Mio. Euro.

A. II. 1. Anteile an verbundenen Unternehmen
in Tsd. Euro
2023
Name und Sitz der Gesellschaft Anteil am Kapital
in %
Geschäftsjahr Eigenkapital Ergebnis
RV AIP S.C.S SICAV-SIF - RV TF Acquisition Financing, Munsbach 1,0 2022 267.377 8.019
RV AIP S.C.S SICAV-SIF - RV TF 2 Infra Debt, Munsbach 1,0 2022 571.708 12.950
RV AIP S.C.S SICAV-SIF - RV TF 6 Infra Debt II, Munsbach 1,0 2022 257.079 4.902
RV AIP S.C.S SICAV-SIF - RV TF 7 Private Equity, Munsbach 1,5 2022 69.513 -1.418
RV AIP S.C.S SICAV-SIF - RV TF8 Acquisition Financing Large Cap, Munsbach 1) 0,8 2023 - -
KRAVAG-ALLGEMEINE Versicherungs-Aktiengesellschaft, Hamburg 49,0 2023 92.951 18.835
KRAVAG Umweltschutz und Sicherheitstechnik GmbH, Hamburg 100,0 2023 441 11

1) Neugründung/Zeichnung per 15. November 2023, noch keine Kapitalabrufe erfolgt. Abweichendes Wirtschaftsjahr vom 1. Oktober bis 30. September.

A. III. 1. Sonstige Kapitalanlagen - Aktien, Anteile oder Aktien an Investmentvermögen und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere
in Tsd. Euro
2023
Fondsart Marktwert Differenz Marktwert/ Buchwert Ausschüttung für das Geschäftsjahr Unterlassene außerplanmäßige Abschreibung
Aktienfonds 91.073 24.261 194 -
Rentenfonds 204.171 -28.612 367 -28.612
Mischfonds 16.620 159 7 -
311.864 -4.192 569 -28.612

Die Wertpapierfonds sind überwiegend europäisch beziehungsweise international ausgerichtet und schwerpunktmäßig in Wertpapieren investiert. Der Anlagegrundsatz des § 215 Abs. 1 VAG zur Sicherheit wird stets beachtet.

Bei einem Rentenfonds wurde auf eine Abschreibung verzichtet, da es sich um eine vorübergehende Wertminderung handelt. Dies wurde anhand des nachhaltigen Wertes nachgewiesen, der über dem Buchwert liegt.

Angaben zu Beschränkungen in der Möglichkeit der täglichen Rückgabe

Bei 100 % der Wertpapierfonds ist eine uneingeschränkte tägliche Anteilsscheinrückgabe möglich, dies entspricht einem Anteil von 100 % des Marktwertes.

A. Kapitalanlagen - Angaben zu Finanzinstrumenten, die über ihrem beizulegenden Wert ausgewiesen werden
in Tsd. Euro
2023
Art Buchwert Zeitwert
Anteile an verbundenen Unternehmen 1) 5.347 5.019
Ausleihungen an verbundenen Unternehmen 2) 30.250 26.858
Aktien, Anteile oder Aktien an Investmentvermögen und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 3) 323.400 302.616
Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 4) 487.809 413.469
Namensschuldverschreibungen 5) 29.052 22.468
Schuldscheinforderungen und Darlehen 6) 11.897 9.705
Andere Kapitalanlagen 1) 20.396 18.430

1) Aufgrund der zu erwartenden Gewinne der Gesellschaften sind die Wertminderungen nicht dauerhaft, sondern durch Marktpreisänderungen bedingt.

2) Der niedrigere Zeitwert bezieht sich auf Ausleihungen, bei denen aufgrund ihrer Bonität von einer vorübergehenden Wertminderung ausgegangen wird.

3) Aufgrund der gegebenen Bonität der Emittenten und der erwarteten Gewinne der Gesellschaften sind die Wertminderungen nicht dauerhaft, sondern durch Marktpreisänderungen bedingt.

4) Aufgrund der gegebenen Bonität der Emittenten sind die Wertminderungen nicht dauerhaft, sondern durch Marktpreisänderungen bedingt.

5) Der niedrigere Zeitwert bezieht sich auf Namensschuldverschreibungen, bei denen aufgrund ihrer Bonität von einer vorübergehenden Wertminderung ausgegangen wird.

6) Der niedrigere Zeitwert bezieht sich auf Schuldscheinforderungen und Darlehen, bei denen aufgrund ihrer Bonität von einer vorübergehenden Wertminderung ausgegangen wird.

C. III. Andere Vermögensgegenstände
in Euro
2023
Vorausgezahlte Versicherungsleistungen 20.950.205,32
Übrige Vermögensgegenstände 4.808,29
Stand am 31. Dezember 20.955.013,61
D. II. Sonstige Rechnungsabgrenzungsposten
in Euro
2023
Ausgaben, die nachfolgende Geschäftsjahre betreffen
Stand am 31. Dezember 91.788,66

Erläuterungen zur Bilanz - Passiva

A. I. Eingefordertes Kapital
in Euro
2023
Das gezeichnete Kapital ist in 80.000 nennwertlose Stückaktien (vinkulierte Namensaktien) eingeteilt.
Stand am 31. Dezember 2.000.000,00

Das gezeichnete Kapital ist unverändert gegenüber dem Stand vom 31. Dezember 2022.

Die R+V KOMPOSIT Holding GmbH, Wiesbaden, hat gemäß § 20 Abs. 4 AktG mitgeteilt, dass sie mehrheitlich an der KRAVAG-LOGISTIC beteiligt ist. Die R+V Versicherung AG, Wiesbaden, und die DZ BANK AG Deutsche Zentral-Genossenschaftsbank, Frankfurt am Main, haben gemäß §§ 20 Abs. 4, 21 Abs. 2 AktG ihre mittelbare Mehrheitsbeteiligung mitgeteilt.

A. II. Kapitalrücklage
in Euro
2023
Stand am 31. Dezember 90.776.892,69

Die Kapitalrücklage ist unverändert gegenüber dem Stand vom 31. Dezember 2022.

Sie entfällt mit 88.782.854,34 Euro auf Agiobeträge gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 1 HGB. 1.994.038,35 Euro betreffen Zuzahlungen gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB.

A. III. Gewinnrücklagen
in Euro
2023
Andere Gewinnrücklagen
Vortrag zum 1. Januar 159.223.157,65
Einstellung aus dem Bilanzgewinn 2022 3.479.627,67
Entnahmen aus Gewinnrücklagen -20.316.727,51
Stand am 31. Dezember 142.386.057,81
B. Versicherungstechnische Bruttorückstellungen in Euro Versicherungszweig Versicherungstechnische Rückstellungen insgesamt Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle 2023 Schwankungsrückstellung und ähnliche Rückstellungen
Gesamtes Versicherungsgeschäft
Kraftfahrzeug-Haftpflicht 1.099.851.835,26 960.540.008,97 127.137.166,00
Sonstige Kraftfahrt 133.050.062,06 66.359.725,38 58.120.564,00
Transport und Luftfahrt 344.012.824,31 310.151.456,52 27.303.549,00
Übrige 24.727.867,38 19.535.224,67 3.424.026,00
Stand am 31. Dezember 1.601.642.589,01 1.356.586.415,54 215.985.305,00

Die Sonstigen versicherungstechnischen Rückstellungen enthalten Rückstellungen für drohende Verluste in den Sparten Reiserücktrittskostenversicherung und Beistandsleistungsversicherung in Höhe von insgesamt 649 Tsd. Euro.

B. Versicherungstechnische Bruttorückstellungen in Euro Versicherungszweig Versicherungstechnische Rückstellungen insgesamt Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle 2022 Schwankungsrückstellung und ähnliche Rückstellungen
Gesamtes Versicherungsgeschäft
Kraftfahrzeug-Haftpflicht 1.077.868.312,94 946.235.612,71 117.894.991,00
Sonstige Kraftfahrt 131.738.828,22 59.701.899,45 62.547.379,00
Transport und Luftfahrt 320.941.914,34 287.410.204,94 28.628.593,00
Übrige 23.429.491,21 18.606.704,59 2.984.879,00
Stand am 31. Dezember 1.553.978.546,71 1.311.954.421,69 212.055.842,00
C. I. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen
in Euro
2023
Erfüllungsbetrag 664.831,00
Saldierungsfähiges Deckungsvermögen 0,00
Stand am 31. Dezember 664.831,00

Aus der Abzinsung der Rückstellungen für Pensionen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der letzten zehn Jahre ergibt sich im Vergleich zur Abzinsung mit einem durchschnittlichen Marktzinssatz der letzten sieben Jahre ein Unterschiedsbetrag in Höhe von 3.136,00 Euro. Dieser Unterschiedsbetrag ist für die Ausschüttung gesperrt.

C. III. Sonstige Rückstellungen
in Euro
2023
Provisionen und ähnliche Bezüge 803.000,00
Kapitalanlagenbereich 55.000,00
Jahresabschluss 18.092,27
Aufbewahrung von Geschäftsunterlagen 217.849,00
Personalkosten 552.239,00
Übrige Rückstellungen 17.635.429,14
Stand am 31. Dezember 19.281.609,41

Die Übrigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Versicherungssteuer für zurückliegende Veranlagungszeiträume.

Sonstige Bemerkungen

Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren bestanden nicht.

Verbindlichkeiten, die durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert sind, bestanden nicht.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

I. 1. Verdiente Beiträge für eigene Rechnung
in Euro
2023
Gebuchte Bruttobeiträge Verdiente Bruttobeiträge Verdiente Nettobeiträge
Versicherungszweig
Gesamtes Versicherungsgeschäft
Kraftfahrzeug-Haftpflicht 555.496.252,79 555.473.118,73 411.181.001,40
Sonstige Kraftfahrt 246.409.375,38 246.382.810,47 184.469.708,86
Transport und Luftfahrt 194.583.930,84 194.413.056,54 149.311.673,53
Übrige 38.067.103,39 37.805.576,90 27.907.310,84
1.034.556.662,40 1.034.074.562,64 772.869.694,63
I. 1. Verdiente Beiträge für eigene Rechnung
in Euro
2022
Gebuchte Bruttobeiträge Verdiente Bruttobeiträge Verdiente Nettobeiträge
Versicherungszweig
Gesamtes Versicherungsgeschäft
Kraftfahrzeug-Haftpflicht 541.940.963,40 541.997.661,97 401.139.813,57
Sonstige Kraftfahrt 240.198.441,25 240.196.566,83 179.842.908,84
Transport und Luftfahrt 172.041.572,49 171.861.445,45 130.784.312,16
Übrige 33.558.173,52 33.696.531,26 25.422.751,88
987.739.150,66 987.752.205,51 737.189.786,45

I. 2. Technischer Zinsertrag für eigene Rechnung

Der technische Zinsertrag betrifft die Verzinsung der durchschnittlichen Renten-Deckungsrückstellung der Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung gemäß § 38 Abs. 1 Ziffer 2 RechVersV.

I. 4. Bruttoaufwendungen für Versicherungsfälle
in Euro
2023 2022
Versicherungszweig
Gesamtes Versicherungsgeschäft
Kraftfahrzeug-Haftpflicht 510.579.922,63 480.995.605,96
Sonstige Kraftfahrt 181.179.301,18 167.691.623,62
Transport und Luftfahrt 119.623.945,88 93.573.079,69
Übrige 37.614.611,63 38.124.875,94
848.997.781,32 780.385.185,21

Aus der Abwicklung der aus dem vorhergehenden Geschäftsjahr übernommenen Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft ergab sich ein Brutto-Gewinn in Höhe von 72,4 Mio. Euro, der auf die Sparten Kraftfahrzeug-Haftpflicht (55,4 Mio. Euro), Sonstige Kraftfahrt (15,8 Mio. Euro), Transport und Luftfahrt (9,7 Mio. Euro) und Übrige (- 8,5 Mio. Euro) entfällt.

I. 7. Bruttoaufwendungen für den Versicherungsbetrieb
in Euro
2023 2022
Versicherungszweig
Gesamtes Versicherungsgeschäft
Kraftfahrzeug-Haftpflicht 70.995.033,47 72.350.415,17
Sonstige Kraftfahrt 38.337.500,93 38.754.395,79
Transport und Luftfahrt 54.261.599,21 48.940.461,70
Übrige 6.057.674,16 6.097.377,23
169.651.807,77 166.142.649,89
Von den Bruttoaufwendungen für den Versicherungsbetrieb entfallen auf
Abschlussaufwendungen 74.088.078,79 73.896.936,16
Verwaltungsaufwendungen 95.563.728,98 92.245.713,73
169.651.807,77 166.142.649,89
I. 11. Versicherungstechnisches Ergebnis für eigene Rechnung
in Euro
2023 2022
Versicherungszweig
Gesamtes Versicherungsgeschäft
Kraftfahrzeug-Haftpflicht -48.301.705,93 -28.319.920,31
Sonstige Kraftfahrt 17.505.271,00 19.816.144,65
Transport und Luftfahrt 5.730.722,43 3.763.794,04
Übrige -3.571.242,71 -8.319.921,65
-28.636.955,21 -13.059.903,27
Rückversicherungssaldo
in Euro
2023 2022
Versicherungszweig
Gesamtes Versicherungsgeschäft
Kraftfahrzeug-Haftpflicht 6.897.819,64 -551.108,69
Sonstige Kraftfahrt 9.985.320,75 12.078.717,73
Transport und Luftfahrt 12.918.270,37 12.327.233,93
Übrige -2.413.902,60 -2.375.085,40
27.387.508,16 21.479.757,57

Der Rückversicherungssaldo setzt sich zusammen aus den Anteilen des Rückversicherers an den verdienten Beiträgen, an den Bruttoaufwendungen für Versicherungsfälle sowie an den Bruttoaufwendungen für den Versicherungsbetrieb.

II. 2. Aufwendungen für Kapitalanlagen
in Euro
2023 2022
b) Abschreibungen auf Kapitalanlagen
Planmäßige Abschreibungen 816.018,00 816.017,00
Außerplanmäßige Abschreibungen nach § 253 Abs. 3 Satz 5 HGB 92.350,33 5.058.357,02
908.368,33 5.874.374,02
II. 4. Sonstige Erträge
in Euro
2023 2022
Erträge aus erbrachten Dienstleistungen 5.309.029,41 4.407.597,09
Zinserträge 3.195.845,49 277.051,73
Übrige Erträge 511.088,90 879.267,05
9.015.963,80 5.563.915,87
II. 5. Sonstige Aufwendungen
in Euro
2023 2022
Aufwendungen für erbrachte Dienstleistungen 5.289.072,16 4.438.692,40
Aufwendungen, die das Unternehmen als Ganzes betreffen 6.978.374,85 4.970.605,21
Zinsaufwendungen 166.093,51 190.393,89
Übrige Aufwendungen 19.295.774,66 3.430.335,27
31.729.315,18 13.030.026,77

Sonstige Anhangangaben

Aufsichtsrat
Dr. Norbert Rollinger Vorsitzender Vorsitzender des Vorstands der R+V Versicherung AG, Wiesbaden
Horst Kottmeyer Stellvertretender Vorsitzender Geschäftsführer der Kottmeyer GmbH & Co. KG, Bad Oeynhausen
Prof. Dr. Dirk Engelhardt Sprecher des Vorstands Bundesverband Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung (BGL) e.V., Frankfurt am Main
Dierk Hochgesang Vorstand der SVG Bundes-Zentralgenossenschaft Straßenverkehr eG, Frankfurt am Main
Dr. Christoph Lamby Mitglied des Vorstands der R+V Versicherung AG, Wiesbaden
Tillmann Lukosch Mitglied des Vorstands der R+V Versicherung AG, Wiesbaden
Julia Merkel ab 29.06.2023 Mitglied des Vorstands der R+V Versicherung AG, Wiesbaden
Marc René Michallet Mitglied des Vorstands der R+V Versicherung AG, Wiesbaden
Hans-Dieter Otto bis 29.06.2023 Geschäftsführer der Spedition Hans-Dieter Otto, Benneckenstein
Stefan Wurzel Geschäftsführer der Erich Wurzel GmbH & Co. KG, Hamburg

Vorstand

Dr. Klaus Endres Vorsitzender

Michael Busch

Jan Dirk Dallmer

Jens Hasselbächer

Unternehmerbeirat
Heino Anhalt Anhalt Logistics GmbH & Co. KG, Rehm-Flehde-Bargen
Isabelle Brodschelm Brodschelm Verkehrsbetrieb GmbH, Burghausen
Kay Burchardt Spedition Burchardt KG mbH, Dassow
André Ditzel Oscar Herzig GmbH, Eichenzell
Franz Fischer Franz Fischer Spedition GmbH, Nienburg/Weser
Julia Frankenfeld Joh. Frankenfeld GmbH & Co. Baustoffe - Transporte KG, Rheda-Wiedenbrück
Andreas Hanitzsch Hanitzsch GmbH & Co. KG Spedition & Logistik, Kesselsdorf
Daniel Hensel Hensel Logistik GmbH, Grolsheim
Sebastian Komm Komm Logistik GmbH, Großbeeren
Konstantin Kubenz Kube & Kubenz Internationale Speditions- und Logistikgesellschaft mbH & Co. KG, Hamburg
Robert Löwe Löwe Transport GmbH, Alt Schwerin
Georg Martin Martin Logistik GmbH, Sasbach
Alessandro Meier Meier Logistik GmbH, Rottenburg am Neckar
Johannes Metzger Metzger Spedition GmbH, Neu-Kupfer
Marcus Otto Otto Spedition GmbH, Benneckenstein
Thomas Pfaff Ernst Pfaff GmbH, Hamburg
Peter Röskes Röskes Logistics GmbH, Heiligenhaus
Laura Scholz Scholz Umzüge Möbelspedition GmbH, Berlin
Christopher Schuldes Schuldes Spedition GmbH, Alsbach-Sandwiese
Jonas Schult Rolf Eichhorn Spedition GmbH, Winsen/Luhe
Alexander Kay Steinberg Edgar Graß Speditions-GmbH & Co. KG, Beselich-Schupbach
Janina Stratmann Wittener Transport-Kontor Heinrich Stratmann GmbH, Witten
Vertriebsbeirat
Uwe Neste Sprecher Geschäftsführender Vorstand der SVG Straßenverkehrsgenossenschaft Süd eG, München
Thomas Cibis Vertriebsleiter der SVG Straßenverkehrs-Genossenschaft Niedersachsen/Sachsen-Anhalt eG, Hannover
Herbert Hake Geschäftsführender Vorstand der Straßenverkehrs Genossenschaft Westfalen-Lippe eG, Münster
Alexander Hillers Geschäftsführender Vorstand der SVG Straßenverkehrsgenossenschaft Hessen eG, Frankfurt am Main
Dierk Hochgesang Vorstand der SVG Bundes-Zentralgenossenschaft Straßenverkehr eG, Frankfurt am Main
Martin Klinkenbusch Geschäftsführer der SVG Nordrhein Assekuranz-Service GmbH, Düsseldorf
Ralf Schädler Vorstand der SVG Straßenverkehrsgenossenschaft Berlin und Brandenburg eG, Berlin
Bestandsentwicklung
Anzahl der Verträge 2023 2022 Veränderung
Bestand an selbst abgeschlossenen Versicherungen (ohne Transportversicherungen) ohne unterjährige Verträge.
Versicherungszweige
Kraftfahrt
a) Kraftfahrzeug-Haftpflicht 724.798 726.611 -1.813
b) Fahrzeugvoll 442.248 443.128 -880
c) Fahrzeugteil 137.072 137.270 -198
Kraftfahrtversicherung gesamt 1.304.118 1.307.009 -2.891
Sonstige Versicherungen 86.323 80.234 6.089
Gesamt 1.390.441 1.387.243 3.198
Provisionen und sonstige Bezüge der Versicherungsvertreter, Personalaufwendungen
in Euro
2023 2022
1. Provisionen jeglicher Art der Versicherungsvertreter im Sinne des § 92 HGB für das selbst abgeschlossene Versicherungsgeschäft 138.328.446,75 134.370.572,33
2. Löhne und Gehälter 223.304,00 217.082,00
3. Aufwendungen für Altersversorgung -399.326,01 473.876,51
Aufwendungen insgesamt 138.152.424,74 135.061.530,84

Die Gesellschaft beschäftigte im Geschäftsjahr kein Personal.

Für Mitglieder des Vorstands fielen 2023 Bezüge von 217.600,00 Euro (2022: 218.500,00 Euro) in der KRAVAG-LOGISTIC Versicherungs-Aktiengesellschaft an. Bezüge an Vorstände, die gleichzeitig Mitglied des Vorstands der R+V Versicherung AG sind, wurden von der vertragsführenden Gesellschaft, der R+V Versicherung AG, geleistet.

An frühere Mitglieder des Vorstands und ihre Hinterbliebenen wurden wie im Vorjahr keine Bezüge gezahlt. Für frühere Mitglieder des Vorstands und ihre Hinterbliebenen wurden 2023 im Rahmen der Auslagerung von Pensionsverpflichtungen Beitragszahlungen in Höhe von 186.368,57 Euro (2022: 212.258,49 Euro) an die Versorgungskasse genossenschaftlich orientierter Unternehmen e.V. vorgenommen.

Die Rückstellungen für laufende Pensionen und Anwartschaften für frühere Vorstandsmitglieder und ihre Hinterbliebenen betrugen 664.831,00 Euro (2022: 778.203,00 Euro).

Als Vergütung erhielt der Aufsichtsrat 48.044,56 Euro (2022: 52.328,08 Euro).

Angaben zu nahe stehenden Unternehmen und Personen

Im Berichtszeitraum sind keine Geschäfte im Sinne des § 285 Nr. 21 HGB mit nahe stehenden Unternehmen und Personen getätigt worden.

Honorare des Abschlussprüfers
Im Geschäftsjahr wurden folgende Honorare als Aufwand (netto) erfasst:
in Euro 2023
Abschlussprüfungsleistungen 85.882,90
Sonstige Leistungen 1.919,20
Aufwendungen insgesamt 87.802,10

Abschlussprüfer der KRAVAG-LOGISTIC Versicherungs-Aktiengesellschaft ist die PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft. Die Prüfungsgesellschaft hat zusätzlich zur Abschlussprüfung weitere genehmigte Leistungen für die Gesellschaft erbracht. Bei den sonstigen Leistungen handelt es sich um Tätigkeiten als unabhängiger Treuhänder für die Kraftfahrt-Versicherung.

Angaben zu Haftungsverhältnissen und sonstigen finanziellen Verpflichtungen

Zum Bilanzstichtag ergaben sich aus abgeschlossenen Verträgen und Mitgliedschaften folgende sonstige finanzielle Verpflichtungen gemäß § 285 Nr. 3a HGB:

in Euro Angaben zum Betrag davon gegenüber verbundenen Unternehmen Risiken Vorteile
1. Andienungsrechte aus Multitranchen Restlaufzeit > 1 Jahr 14.750.000,00 4.750.000,00 Abfließende Liquidität. Es bestehen Opportunitätskosten durch geringen Zinssatz und ein Emittentenrisiko. Höherer Kupon des Basisinstruments.
2. Verpflichtungen aus schwebenden Geschäften 4.224.998,90 - Opportunitätskosten durch geringen Zinssatz; Kontrahentenrisiko und Emittentenrisiko. Ausgleich unterjähriger Liquiditätsschwankungen und Vermeidung von Markt- störungen bei hohem Anlagebedarf.
3. Nachzahlungsverpflichtungen 22.873.485,28 13.744.178,24 Es besteht eine Verpflichtung zur Auszahlung, dabei ist keine Einflussnahme auf den Zeitpunkt der Inanspruchnahme möglich. Es besteht ein Risiko des zwischenzeitlichen Wertverfalls des Titels. Keine bilanzielle Erhöhung der Kapitalanlagen, solange nicht ausgezahlt wurde. Durch die Nichtauszahlung ergeben sich Liquiditätsvorteile, die gegebenenfalls für eine Kapitalanlage mit besserer Verzinsung genutzt werden können.
Gesamtsumme 41.848.484,18 18.494.178,24

Haftungsverhältnisse gemäß § 251 HGB bestanden zum Bilanzstichtag nicht.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen gegenüber assoziierten Unternehmen bestanden nicht.

Angaben zur Identität der Gesellschaft und zum Konzernabschluss

Die KRAVAG-LOGISTIC Versicherungs-Aktiengesellschaft mit Sitz Heidenkampsweg 102, 20097 Hamburg, ist beim Amtsgericht Hamburg unter HRB 76536 eingetragen.

Die R+V Versicherung AG, Wiesbaden, erstellt einen Konzernabschluss nach IFRS, in den die KRAVAG-LOGISTIC Versicherungs-Aktiengesellschaft zum 31. Dezember 2023 einbezogen wird. Dieser wird im Unternehmensregister veröffentlicht.

Der Konzernabschluss der R+V Versicherung AG wird als Teilkonzern in den übergeordneten Konzernabschluss der DZ BANK AG Deutsche Zentral-Genossenschaftsbank, Frankfurt am Main, mit befreiender Wirkung einbezogen. Dieser wird im Unternehmensregister veröffentlicht.

Angaben zur globalen Mindestbesteuerung (Pillar 2)

Die KRAVAG-LOGISTIC ist Teil der DZ BANK Gruppe. In bestimmten Rechtsordnungen, in denen die DZ BANK Gruppe tätig ist, wurden Gesetze zur globalen Mindestbesteuerung (BEPS 2.0 Pillar 2) erlassen oder inhaltlich umgesetzt. In Deutschland erfolgt die Umsetzung im Rahmen des Gesetzes zur Umsetzung der Richtlinie (EU) 2022/2523 des Rates zur Gewährleistung einer globalen Mindestbesteuerung und weiterer Begleitmaßnahmen, das am 27. Dezember 2023 im Bundesgesetzblatt veröffentlich wurde. Das Gesetz tritt für das am 1. Januar 2024 beginnende Geschäftsjahr des Konzerns in Kraft. Der Konzern fällt in den Geltungsbereich der erlassenen oder materiell-rechtlich umgesetzten Rechtsvorschriften und hat eine Bewertung der potenziellen Betroffenheit des Konzerns von der globalen Mindestbesteuerung vorgenommen.

Die KRAVAG-LOGISTIC ist Teil der Mindeststeuergruppe gemäß § 3 Abs. 1 MinStG mit der DZ BANK AG als oberste Muttergesellschaft und Gruppenträger. Der Gruppenträger schuldet die Mindeststeuer nach dem MinStG und hat den Mindeststeuer-Bericht sowie die entsprechende Steuererklärung im Inland abzugeben. Die DZ BANK Gruppe erwartet aus Konzernsicht ein lediglich unwesentliches Ertragssteuerrisiko aus der globalen Mindestbesteuerung.

Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahrs sind nicht zu verzeichnen.

 

Hamburg, 29. Februar 2024

Der Vorstand

Dr. Endres

Busch

Dallmer

Hasselbächer

Weitere Informationen

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die KRAVAG-LOGISTIC

Versicherungs-Aktiengesellschaft, Hamburg

Vermerk über die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der KRAVAG-LOGISTIC Versicherungs-Aktiengesellschaft, Hamburg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der KRAVAG-LOGISTIC Versicherungs-Aktiengesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Den Abschnitt "Nachhaltigkeitsbericht" des Lageberichts haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

-entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

-vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt des Abschnitts "Nachhaltigkeitsbericht".

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Jahresabschlusses

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.

Aus unserer Sicht waren folgende Sachverhalte am bedeutsamsten in unserer Prüfung:

I. Bewertung der Kapitalanlagen

II. Bewertung der in den Brutto-Rückstellungen für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle im selbst abgeschlossenen Schaden- und Unfallversicherungsgeschäft enthaltenen Teilschadenrückstellungen für bekannte und unbekannte Versicherungsfälle

Unsere Darstellung dieser besonders wichtigen Prüfungssachverhalte haben wir jeweils wie folgt strukturiert:

1. Sachverhalt und Problemstellung

2. Prüferisches Vorgehen und Erkenntnisse

3. Verweis auf weitergehende Informationen

Nachfolgend stellen wir die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte dar:

I. Bewertung der Kapitalanlagen

1. Im Jahresabschluss der Gesellschaft werden Kapitalanlagen in der Bilanz in Höhe von € 1.452,6 Mio (91,4 % der Bilanzsumme) ausgewiesen. Die handelsrechtliche Bewertung der einzelnen Kapitalanlagen richtet sich nach den Anschaffungskosten und dem niedrigeren beizulegenden Wert bzw. deren Zeitwert.

Nach § 341b Abs. 2 Satz 1 HGB können gewisse Kapitalanlagen von Versicherungsunternehmen, die dazu bestimmt sind, dauernd dem Geschäftsbetrieb zu dienen, nach den für das Anlagevermögen geltenden Vorschriften bewertet werden. In diesem Fall werden außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert nur bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen (gemildertes Niederstwertprinzip) und nur vorübergehende Wertminderungen als stille Lasten in Folgejahre vorgetragen. Eine Bestimmung als dauernd dem Geschäftsbetrieb dienend setzen eine Dauerhalteabsicht und -fähigkeit für diese Kapitalanlagen voraus. Zur Ermittlung des beizulegenden Werts bzw. Zeitwerts wird - soweit vorhanden - der Marktpreis der jeweiligen Kapitalanlage herangezogen.

Bei Kapitalanlagen, deren Bewertung nicht auf Basis von Börsenpreisen oder sonstigen Marktpreisen erfolgt (wie z.B. bei Grundstücken, grundstücksgleichen Rechten und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken, nicht börsennotierten Beteiligungen, Namensschuldverschreibungen sowie Schuldscheinforderungen und Darlehen), besteht aufgrund der Notwendigkeit der Verwendung von Modellberechnungen ein erhöhtes Bewertungsrisiko. In diesem Zusammenhang sind von den gesetzlichen Vertretern Ermessensentscheidungen, Schätzungen und Annahmen, auch im Hinblick auf mögliche Auswirkungen der Zinsentwicklung auf die Bewertung der Kapitalanlagen, zu treffen. Geringfügige Änderungen dieser Annahmen sowie der verwendeten Methoden können eine wesentliche Auswirkung auf die Bewertung der Kapitalanlagen haben.

Aufgrund der betragsmäßig wesentlichen Bedeutung der Kapitalanlagen für die Vermögens- und Ertragslage der Gesellschaft, des Umfangs der in Folge des gemilderten Niederstwertprinzips vorgetragenen stillen Lasten sowie der Ermessensspielräume der gesetzlichen Vertreter und den damit verbundenen Schätzunsicherheiten war die Bewertung der Kapitalanlagen im Rahmen unserer Prüfung von besonderer Bedeutung.

2. Im Rahmen unserer Prüfung haben wir in Anbetracht der Bedeutung der Kapitalanlagen für das Gesamtgeschäft der Gesellschaft gemeinsam mit unseren internen Spezialisten für Kapitalanlagen die von der Gesellschaft verwendeten Modelle und die von den gesetzlichen Vertretern getroffenen Annahmen beurteilt. Dabei haben wir unter anderem unsere Bewertungsexpertise für Kapitalanlagen, unser Branchenwissen und unsere Branchenerfahrung zugrunde gelegt. Zudem haben wir die Ausgestaltung und die Wirksamkeit der eingerichteten Kontrollen der Gesellschaft zur Bewertung der Kapitalanlagen und Erfassung des Ergebnisses aus Kapitalanlagen gewürdigt. Hierauf aufbauend haben wir weitere analytische Prüfungshandlungen und Einzelfallprüfungshandlungen in Bezug auf die Bewertung der Kapitalanlagen vorgenommen. In dem Zusammenhang haben wir auch die Einschätzung der gesetzlichen Vertreter hinsichtlich der Auswirkungen der Zinsentwicklung auf die Bewertung der Kapitalanlagen gewürdigt. Wir haben unter anderem auch die zugrundeliegenden Wertansätze und deren Werthaltigkeit anhand der zur Verfügung gestellten Unterlagen nachvollzogen und die konsistente Anwendung der Bewertungsmethoden und die Periodenabgrenzung überprüft. Hinsichtlich der Beurteilung vorhandener stiller Lasten haben wir gewürdigt, inwiefern die Voraussetzung zur Dauerhalteabsicht und -fähigkeit vorlagen und vorhandene Wertminderungen nicht von Dauer sind. Darüber hinaus haben wir die Arbeit von Sachverständigen, deren Tätigkeit von den gesetzlichen Vertretern bei der Bewertung von Kapitalanlagen, insbesondere mit Forderungsrechten besicherte, strukturierte Finanzinstrumente, genutzt wird (einschließlich der angewendeten Bewertungsparameter und getroffenen Annahmen), gewürdigt.

Auf Basis unserer Prüfungshandlungen konnten wir uns davon überzeugen, dass die von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen Einschätzungen und getroffenen Annahmen zur Bewertung der Kapitalanlagen begründet und hinreichend dokumentiert sind.

3. Die Angaben der Gesellschaft zu den Kapitalanlagen sind in den Abschnitten "Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden" und "Kapitalanlagen" des Anhangs enthalten. Risikoangaben finden sich im Chancen- und Risikobericht als Teil des Lageberichts der Gesellschaft im Abschnitt "Marktrisiko".

II. Bewertung der in den Brutto-Rückstellungen für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle im selbst abgeschlossenen Schaden- und Unfallversicherungsgeschäft enthaltenen Teilschadenrückstellungen für bekannte und unbekannte Versicherungsfälle

1. Im Jahresabschluss der Gesellschaft wird unter dem Bilanzposten "Versicherungstechnische Rückstellungen" eine Brutto-Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle (sog. "Brutto-Schadenrückstellungen") in Höhe von € 1.356,6 Mio (85,4 % der Bilanzsumme) ausgewiesen. Die Brutto-Schadenrückstellungen teilen sich in verschiedene Teil-Schadenrückstellungen auf. Die Rückstellungen für bekannte und unbekannte Versicherungsfälle betreffen einen wesentlichen Teil der Brutto-Schadenrückstellungen.

Versicherungsunternehmen haben Schadenrückstellungen insoweit zu bilden, wie dies nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, um die dauernde Erfüllbarkeit der Verpflichtungen aus den Versicherungsverträgen sicherzustellen. Die Festlegung von Annahmen zur Bewertung der Schadenrückstellungen erfordert von den gesetzlichen Vertretern der Gesellschaft neben der Berücksichtigung der handels- und aufsichtsrechtlichen Anforderungen eine Einschätzung zukünftiger Ereignisse und die Anwendung geeigneter Bewertungsmethoden. Dies beinhaltet auch die erwarteten Auswirkungen erhöhter Inflationsraten auf die Bildung der Schadenrückstellungen in den betroffenen Sparten. Den bei der Ermittlung der Höhe der Schadenrückstellungen angewendeten Methoden sowie Berechnungsparametern liegen Ermessensentscheidungen und Annahmen der gesetzlichen Vertreter zugrunde. Geringfügige Änderungen dieser Annahmen sowie der verwendeten Methoden können eine wesentliche Auswirkung auf die Bewertung der Schadenrückstellungen haben.

Aufgrund der betragsmäßig wesentlichen Bedeutung dieser Rückstellungen für die Vermögens- und Ertragslage der Gesellschaft, der Komplexität der anzuwendenden Vorschriften und der zugrundeliegenden Methoden sowie der Ermessensspielräume der gesetzlichen Vertreter und den damit verbundenen Schätzunsicherheiten war die Bewertung der Rückstellungen für bekannte und unbekannte Versicherungsfälle im Rahmen unserer Prüfung von besonderer Bedeutung.

2. Im Rahmen unserer Prüfung haben wir in Anbetracht der Bedeutung der Rückstellungen für bekannte und unbekannte Versicherungsfälle für das Gesamtgeschäft der Gesellschaft gemeinsam mit unseren internen Versicherungsmathematikern die von der Gesellschaft verwendeten Methoden und von den gesetzlichen Vertretern getroffenen Annahmen beurteilt. Dabei haben wir unter anderem unser Branchenwissen und unsere Branchenerfahrung zugrunde gelegt sowie anerkannte Methoden berücksichtigt. Zudem haben wir die Ausgestaltung und die Wirksamkeit der eingerichteten Kontrollen der Gesellschaft zur Ermittlung und Erfassung von Schadenrückstellungen gewürdigt. Hierauf aufbauend haben wir weitere analytische Prüfungshandlungen und Einzelfallprüfungshandlungen in Bezug auf die Bewertung der Rückstellungen für bekannte und unbekannte Versicherungsfälle vorgenommen. Wir haben unter anderem die Schätzung der Reserve für einzelne Schadenereignisse in einer risikoorientierten Auswahl anhand der Schadenakten nachvollzogen und beurteilt. Damit einhergehend haben wir die berechneten Ergebnisse der Gesellschaft zur Höhe der Rückstellungen anhand der anzuwendenden gesetzlichen Vorschriften nachvollzogen und die konsistente Anwendung der Bewertungsmethoden und die Periodenabgrenzungen überprüft. In dem Zusammenhang haben wir auch die Einschätzung der gesetzlichen Vertreter hinsichtlich der Auswirkungen erhöhter Inflationsraten auf das Gesamtgeschäft bzw. auf die betroffenen Sparten gewürdigt.

Auf Basis unserer Prüfungshandlungen konnten wir uns davon überzeugen, dass die von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen Einschätzungen und getroffenen Annahmen zur Bewertung der Rückstellungen für bekannte und unbekannte Versicherungsfälle begründet und hinreichend dokumentiert sind.

3. Die Angaben der Gesellschaft zu den Brutto-Schadenrückstellungen sind im Abschnitt "Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden" des Anhangs enthalten. Risikoangaben finden sich im Chancen- und Risikobericht als Teil des Lageberichts der Gesellschaft im Abschnitt "Versicherungstechnisches Risiko".

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen den Abschnitt "Nachhaltigkeitsbericht" als nicht inhaltlich geprüften Bestandteil des Lageberichts.

Die sonstigen Informationen umfassen zudem alle übrigen Teile des Geschäftsberichts - ohne weitergehende Querverweise auf externe Informationen -, mit Ausnahme des geprüften Jahresabschlusses, des geprüften Lageberichts sowie unseres Bestätigungsvermerks.

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

-wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zu den inhaltlich geprüften Lageberichtsangaben oder zu unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

-anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

-identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

-gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

-beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

-ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

-beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

-beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

-führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und sofern einschlägig, die zur Beseitigung von Unabhängigkeitsgefährdungen vorgenommenen Handlungen oder ergriffenen Schutzmaßnahmen.

Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Jahresabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.

Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen

Übrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVO

Wir wurden von der Hauptversammlung am 29. Juni 2023 als Abschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 4. Oktober 2023 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit dem Geschäftsjahr 2021 als Abschlussprüfer der KRAVAG-LOGISTIC Versicherungs-Aktiengesellschaft, Hamburg, tätig.

Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen.

Verantwortlicher Wirtschaftsprüfer

Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Marcel Rehm.

 

Frankfurt am Main, den 14. März 2024

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Marcel Rehm, Wirtschaftsprüfer

Sandro Trischmann, Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrats

Die wirtschaftliche Entwicklung im Jahr 2023 wurde von den Folgen der anhaltend hohen Inflation und der restriktiven Geldpolitik der Notenbanken dominiert. Die Inflation ging nach dem Höhepunkt im Herbst 2022 zwar zurück, lag zum Jahresende aber weiterhin deutlich über dem Ziel der Zentralbanken. Das Wirtschaftswachstum in Deutschland kam zum Erliegen. Angesichts des herausfordernden makroökonomischen Umfelds und der weltweit hohen geopolitischen Unsicherheiten ging das Bruttoinlandsprodukt für das Jahr 2023 in Deutschland um 0,3 % zurück. Die Inflation war, gemessen am harmonisierten Verbraucherpreisindex, im Geschäftsjahr mit 6,0 % gegenüber 8,7 % im Vorjahr rückläufig.

Die deutsche Versicherungswirtschaft hat das Jahr 2023 mit einem leichten Beitragszuwachs abgeschlossen - und dies trotz herausfordernder wirtschaftlicher Rahmenbedingungen und globaler Unsicherheiten. Wie der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV) in seiner Jahresmedienkonferenz Ende Januar 2024 bekanntgab, stiegen die Beitragseinnahmen über alle Sparten hinweg um 0,6 % auf 224,7 Milliarden Euro, vor allem durch Zuwächse in der Schaden- und Unfallversicherung und der Privaten Krankenversicherung.

Der Aufsichtsrat hat die allgemeinen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen im Jahr 2023 bei seiner Arbeit berücksichtigt.

Aufsichtsrat und Ausschüsse

Zur Erfüllung seiner Aufgaben hat der Aufsichtsrat einen Personalausschuss und einen Prüfungsausschuss gebildet.

Der Aufsichtsrat und seine Ausschüsse haben die Geschäftsführung des Vorstands nach den gesetzlichen und satzungsgemäßen Vorschriften fortlaufend überwacht und beratend begleitet sowie über die vorgelegten zustimmungspflichtigen Geschäfte entschieden. Die Überwachungstätigkeit des Aufsichtsrats und des Prüfungsausschusses bezog sich insbesondere auch auf die Wirksamkeit des Risikomanagementsystems sowie des internen Kontrollsystems und des internen Revisionssystems.

Bei Bedarf werden für die Aufsichtsratsmitglieder interne Informationsveranstaltungen zu den Themen Risikomanagement und Solvency II, Rechtsfragen der Aufsichtsratstätigkeit, Kapitalanlage von Versicherungsunternehmen und Rechnungslegung von Versicherungsunternehmen durchgeführt.

Zusammenarbeit mit dem Vorstand

Der Vorstand hat dem Aufsichtsrat über die Lage und Entwicklung der KRAVAG-LOGISTIC regelmäßig, zeitnah und umfassend schriftlich und mündlich Bericht erstattet. Dies erfolgte in den Aufsichtsrats- und Ausschusssitzungen sowie durch vierteljährliche schriftliche Berichte des Vorstands. Der Aufsichtsrat wurde dabei durch den Vorstand regelmäßig detailliert über den Geschäftsverlauf sowie die Risikosituation mit der ökonomischen und regulatorischen Risikotragfähigkeit der KRAVAG-LOGISTIC informiert.

Darüber hinaus wurde dem Aufsichtsrat durch den Vorstand über die Risikostrategie und das Risikomanagementsystem berichtet.

Der Aufsichtsrat hat die genannten Themen mit dem Vorstand erörtert, den Vorstand beraten und dessen Geschäftsführung überwacht. Der Aufsichtsrat hat sich dabei intensiv mit den regulatorischen Rahmenbedingungen auseinandergesetzt. In Entscheidungen von grundlegender Bedeutung und bei zustimmungsbedürftigen Geschäften war der Aufsichtsrat stets eingebunden.

Darüber hinaus wurden durch den Vorsitzenden des Vorstands mit dem Vorsitzenden des Aufsichtsrats auch außerhalb der Sitzungen vorab wesentliche wichtige Entscheidungen und wesentliche Geschäftsentwicklungen erörtert.

Sitzungen des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse

Im Geschäftsjahr 2023 haben drei Sitzungen des Aufsichtsrats stattgefunden, zu denen der Aufsichtsrat am 3. Mai 2023, am 29. Juni 2023 und am 29. November 2023 tagte.

Darüber hinaus tagte der Prüfungsausschuss am 28. März 2023. Der Personalausschuss hat am 3. Mai 2023 und am 29. November 2023 getagt. In den Sitzungen haben der Aufsichtsrat und die Ausschüsse mündliche und schriftliche Berichte des Vorstands entgegengenommen und erörtert.

In dringenden Fällen hat der Aufsichtsrat im Wege des schriftlichen Beschlussverfahrens entschieden.

Beratungen im Aufsichtsrat und den Ausschüssen

Der Aufsichtsrat hat sich im Rahmen seiner Tätigkeit detailliert mit der wirtschaftlichen Lage der KRAVAG-LOGISTIC, der Unternehmensplanung und -perspektive sowie wesentlichen Finanzkennzahlen auseinandergesetzt. Der Aufsichtsrat hat dabei die Auswirkungen der geopolitischen Rahmenbedingungen sowie die Auswirkungen der Inflation und des Zinsanstiegs auf die strategische Ausrichtung berücksichtigt. In besonderer Weise erörterte der Aufsichtsrat die Kapitalanlagepolitik des Vorstands vor dem Hintergrund steigender Zinsen und die Auswirkungen auf die Solvenzsituation der Gesellschaft. Schwerpunkte der Besprechungen und Diskussionen im Aufsichtsrat bildeten ferner die Entwicklung der Wettbewerbssituation in der Kraftfahrzeugversicherung, der Transport- und Luftfahrtversicherung und der Reiseversicherung, die Schadenlage sowie das Schadenregulierungsmanagement und die strategische Unternehmensentwicklung. Darüber hinaus wurde über die Risikostrategie und das Risikomanagementsystem berichtet.

Der Prüfungsausschuss hat sich mit der Vorprüfung des Jahresabschlusses, der Risikostrategie und dem Risikobericht, der aufsichtsrechtlichen Berichterstattung zu den Solvency II-Schlüsselfunktionen Risikomanagementfunktion, Versicherungsmathematische Funktion, Compliance-Funktion und Revisionsfunktion, der Mandatierung des Abschlussprüfers mit Nichtprüfungsleistungen, der Qualität der Abschlussprüfung und der Vorbereitung der Bestellung des Abschlussprüfers auseinandergesetzt. Darüber hinaus beschäftigte sich der Aufsichtsrat mit der regulatorisch notwendigen Selbstevaluation nebst der Erstellung eines Entwicklungsplans.

Der Personalausschuss hat sich im Schwerpunkt mit der Bestellung und der Vergütung von Vorstandsmitgliedern befasst.

Zusammenarbeit mit dem Abschlussprüfer

Der Aufsichtsrat und der Prüfungsausschuss haben den Abschlussprüfer PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft unter Beachtung der gesetzlichen Vorschriften ausgewählt und bestellt. Der Aufsichtsrat und der Prüfungsausschuss haben fortlaufend die Unabhängigkeit und die Prüfungsqualität des Abschlussprüfers überwacht.

Der Abschlussprüfer hat den durch den Vorstand vorgelegten Jahresabschluss der KRAVAG-LOGISTIC Versicherungs-Aktiengesellschaft unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der KRAVAG-LOGISTIC Versicherungs-Aktiengesellschaft für das Geschäftsjahr 2023 als mit den gesetzlichen Vorschriften in Übereinstimmung stehend befunden. Der Abschlussprüfer hat einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt. Der Prüfungsbericht ist den Mitgliedern des Aufsichtsrats zugegangen und wurde in den Sitzungen umfassend erörtert und beraten. Der Aufsichtsrat stimmt dem Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer zu.

Feststellung des Jahresabschlusses

Der Prüfungsausschuss und der Aufsichtsrat haben den Jahresabschluss und den Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 eingehend geprüft.

Sowohl an der Sitzung des Prüfungsausschusses am 16. April 2024 als auch an der Sitzung des Aufsichtsrats am 14. Mai 2024 nahmen die Vertreter des Abschlussprüfers teil, um über die wesentlichen Prüfungsergebnisse zu berichten. Hierzu lag der Prüfungsbericht des Abschlussprüfers, der PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, der den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt hat, vor. Der Jahresabschluss, der Lagebericht und der Prüfungsbericht sowie die besonders bedeutsamen Prüfungssachverhalte (Bewertung der Kapitalanlagen, Rückstellungen für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle) wurden erörtert. Die Vertreter des Abschlussprüfers standen den Mitgliedern des Ausschusses und des Aufsichtsrats für zusätzliche Erläuterungen zur Verfügung. Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses hat den Aufsichtsrat umfassend über die Beratungen des Ausschusses unterrichtet.

Der Aufsichtsrat hat gegen den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss und den Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 keine Einwendungen erhoben und sich dem Prüfungsergebnis des Abschlussprüfers angeschlossen.

Der vom Vorstand vorgelegte Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 wurde durch den Aufsichtsrat in seiner Sitzung am 14. Mai 2024 entsprechend dem Empfehlungsbeschluss des Prüfungsausschusses gebilligt. Der Jahresabschluss ist damit gemäß § 172 AktG festgestellt.

Der vom Vorstand erstellte Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen sowie der Prüfungsbericht des Abschlussprüfers hierzu lagen vor und wurden geprüft.

Der Abschlussprüfer hat dem Bericht des Vorstands über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:

"Nach unserer pflichtmäßigen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass

-die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind und

-bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war."

Der Aufsichtsrat hat sich dieser Beurteilung angeschlossen und keine Einwendungen gegen die Erklärungen des Vorstands am Schluss des Berichts über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen erhoben.

Veränderungen im Vorstand

Es gab keine Veränderungen im Vorstand.

Verändungen im Aufsichtsrat und den Ausschüssen

Die Aufsichtsratsmandate von Herrn Dr. Christoph Lamby, Herrn Tillmann Lukosch und Herrn Hans-Dieter Otto endeten mit dem Ablauf der ordentlichen Hauptversammlung.

Herr Dr. Christoph Lamby und Herr Tillmann Lukosch wurden mit Wirkung zum Ablauf der ordentlichen Hauptversammlung wieder in den Aufsichtsrat gewählt.

Frau Julia Merkel wurde mit Wirkung zum Ablauf der ordentlichen Hauptversammlung neu in den Aufsichtsrat gewählt.

Dank an Vorstand und Mitarbeitende

Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der R+V Gruppe für die im Jahr 2023 geleistete Arbeit.

 

Hamburg, 14. Mai 2024

Der Aufsichtsrat

Dr. Rollinger, Vorsitzender

Kottmeyer, Stellv. Vorsitzender

Prof. Dr. Engelhardt

Hochgesang

Dr. Lamby

Lukosch

Michallet

Merkel

Wurzel

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck

Organisationen an dieser Adresse

21 nahegelegene Organisationen

Liste von Unternehmen und Organisationen an oder in der Nähe dieser Geschäftsadresse. Die Daten umfassen Firmennamen, Adressen, Registrierungsdetails und Branchenklassifikationen.
Die Informationen auf dieser Seite stammen aus öffentlichen Quellen, offiziellen Registern oder werden von Drittanbietern bereitgestellt. Fusionbase übernimmt keine Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der Daten. Melde dich bei Fragen oder Anregungen über unser Kontaktformular.