Kolb KS Fasteners GmbH
Selbe AdresseHerstellung von Schrauben und Nieten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Bernd Oswald Schweighöfer seit 22.11.2002 | Geschäftsführer |
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Kolb GmbHWuppertalJahresabschluss zum 30. September 2018 der Kolb GmbH, WuppertalLageberichtI. Grundlage des Unternehmens 1. Geschäftsmodell des Unternehmens Die Kolb GmbH ist seit vielen Jahrzehnten ein Hersteller von Verbindungselementen, vor allem von Spezialschrauben aus nichtrostendem Stahl insbesondere für die Automotive-Industrie. Kolb produziert darüber hinaus auch Verbindungselemente für andere Branchen wie den Schiffbau und die Bauindustrie. Besonderes Knowhow hat Kolb im Bereich der Massivumformung von hochwarmfesten sowie rost- und säurebeständigen Legierungen. Kolb beliefert Kunden vorwiegend im Inland und europäischen Ausland und ist darüber hinaus auch in den USA und im asiatischen Raum vertreten. Die Schwestergesellschaft in USA hat die Funktion eines Service- und Auslieferungszentrums fortgeführt. Die Belieferung erfolgt ausschließlich aus Wuppertaler Produktion. 2. Entwicklung Die Entwicklungsaktivitäten konzentrieren sich grundsätzlich auf · die Weiterentwicklung der Massivumformung anspruchsvoller Werkstoffe · Analyse und Neuauslegung von Produkten und Verfahrensprozessen. Speziell der Verkettung von einzelnen Fertigungsschritten. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen Bezogen auf das Kalenderjahr 2017 wuchs die deutsche Wirtschaft in 2018 um 1,5 %. Die Wirtschaftsleistung des Euroraumes (EU) stieg um 2,1 % und die USA erreichten einen Zuwachs von 2,9 %. Für das Kalenderjahr 2019 wurde folgendes Wachstum erzielt: Deutschland ca. +0,6 %, EU +1,5 % und USA 2,3 %. 2. Geschäftsverlauf Die Branchen, in denen die Kolb-Kunden tätig sind, waren insgesamt von leichtem Wachstum gekennzeichnet. Das gilt vor allem für den Schiffbau. So lag der tatsächliche Absatz von in diesen Bereichen tätigen Hauptkunden im Bereich der prognostizierten Werte und somit wieder fast auf dem Niveau der Vorjahre. Der für Kolb relevante Bereich der Automotive-Branche hat sich im Berichtsjahr erneut positiv entwickelt. Dabei konnte die Automobilindustrie das Absatzvolumen in den USA und in Europa steigern. Die Entwicklung bei Kolb war insgesamt stabil, das Niveau kann als zufriedenstellend bezeichnet werden. Allerdings zeigten sich im letzten Quartal des Geschäftsjahres nachlassende Konjunkturdaten mit sinkenden Absätzen und Umsätzen. Kolb konzentrierte sich bei der Kundenbetreuung weiterhin auf die wichtigsten Branchen und umsatzstärksten Kunden, wobei umsatzschwache Kunden mit gutem Entwicklungspotential nicht vernachlässigt wurden. Im abgelaufenen Geschäftsjahr lag der Fokus der Projektakquisition auf Varianten vorhandener Produkte. 3. Lage a) Ertragslage Umsatzentwicklung Im Geschäftsjahr 2017/2018 betrug der Umsatz 13,5 Mio. € nach 12,4 Mio. € im Vorjahr, was einem Zuwachs von ca. 8,6 % entspricht. Der Branchenmix verschob sich entsprechend. Die Exportquote blieb bei rd. 85 %. Einige europäische Kunden, deren Hauptmärkte auch der südeuropäische Raum sind, verzeichnen weiterhin steigende Auftragseingänge. Der Absatz an einen Hauptkunden lag über Vorjahresniveau. Die Prognose für das Geschäftsjahr 2017/18 wurde erreicht. Die Rohstoffpreise haben einen deutlichen Einfluss auf die Absatzpreise. Der Nickelbasispreis schwankte im Lauf des Geschäftsjahres 2017/18 zwischen ca. 9,00 €/kg und 13,40 €/kg und lag im Schnitt bei ca. 11,10 €/kg. Zum Ende des Kalenderjahres 2018 war beim Nickelbasispreis eine sinkende Tendenz zu beobachten die sich jedoch in 2019 nicht fortgesetzt hat. Stattdessen stiegen die Nickelpreise auf über 16,00 €/kg. Verglichen mit dem Kalenderjahr 2017 liegen die Rohstoffpreise im Jahr 2018 um ca. 1,70 €/kg höher. Für das Kalenderjahr 2019 sind nochmals höhere Nickelpreise zu erwarten. Dies wurde und wird in Preisverhandlungen bei Kunden berücksichtigt. Die Gesamtleistung ist um 8,4% gestiegen. Die Materialeinsatzquote liegt bei 52,6% (Vorjahr: 52,6%) und blieb konstant. Die Anzahl der Anfragen für Neuteile im Geschäftsjahr 2017/18 stieg im Vergleich zum Vorjahr deutlich. Dies gilt auch für die Zahl der Aufträge für Neuteile. In vielen Fällen handelt es sich dabei um Varianten vorhandener Verbindungselemente, aber auch um vollständig neue Teile. Auftragslage Der Auftragsbestand einschließlich der avisierten Abrufe unserer Hauptkunden lag am Ende des Geschäftsjahres leicht über dem Vorjahresniveau. Mehrere Neukunden konnten gewonnen werden. Das daraus resultierende Umsatzvolumen wird zunächst unter einer Mio. € liegen, hat aber deutliches Wachstumspotential. Personal Der Personalstand einschließlich Geschäftsführer war im Berichtsjahr mit durchschnittlich ca. 63 Mitarbeitern um 2 % über Vorjahresniveau (Vorjahr: 62 Mitarbeiter). Die laufenden Personalaufwendungen sind aufgrund von Tariferhöhungen sowie von Sondereffekten bei der Altersversorgung um 211 T€ angestiegen. Ergebnis Das Jahresergebnis vor Ergebnisabführung hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 278 T€ auf 321 T€ verbessert. b) Finanzlage Kleinere Investitionsmaßnahmen wurden innerhalb des geplanten Gesamtvolumens über Eigenmittel finanziert. Bestehende Factoring- und Kontokorrent-Linien wurden, soweit nötig, in Anspruch genommen und werden auch im Folgejahr 2018/19 genutzt werden. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind gegenüber dem Vorjahresstand von 452 T€ um 136 T€ auf nunmehr 316 T€ gesunken. Der überwiegende Teil der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ist am Stichtag durch einen Factoring Vertrag gegen Ausfall gesichert. Das verbleibende Forderungsvolumen ist bis zur Bilanzaufstellung nicht mit einem erkennbaren Ausfallrisiko behaftet bzw. wurde entsprechend wertberichtigt ausgewiesen. Die Ergebnisverbesserungen des Jahres 2017/18 haben zunächst auch die Liquidität verbessert, dennoch lag weiterhin eine angespannte Liquiditätslage vor, weil Steigerungen der Abgabepreise mit ebensolchen Steigerungen der Kosten für Vormaterial verknüpft sind. Außerdem wirken eingeleitete und teils umgesetzte Kostensenkungsmaßnahmen erst zeitversetzt und sind zunächst mit Aufwand verbunden. Wesentliche Finanz-Kennzahlen sind nachfolgend kurz beschrieben und dargestellt:
Der Finanzmittelbestand setzt sich wie folgt zusammen:
Hinweis: Einbeziehung des Kontokorrentkredites wegen DRS 18.34, da der Kredit in die tägliche Liquiditätsdisposition miteinbezogen wird. Das Investitionsvolumen für Sachanlagen lag mit gut 0,1 Mio. € leicht über Vorjahresniveau. Getätigt wurden kleinere Investitionen in die Ausrüstung und in die Betriebsausstattung sowie in Software. c) Vermögenslage Gegenüber dem Vorjahr sanken die Aktiva um 0,32 Mio. € oder 4% auf 7,51 Mio. € was im Wesentlichen auf die verringerte Ausleihung an die Muttergesellschaft zurückzuführen ist. Das Sachanlagevermögen ist leicht gesunken. Innerhalb der Finanzanlagen beträgt die Ausleihung an das Mutterunternehmen 2,9 Mio. € (Vorjahr: 3,2 Mio. €). Die Tilgung erfolgt aus zukünftigen Ergebnisabführungen. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden überwiegend an ein Factoringinstitut veräußert; der verbleibende Forderungsbetrag betrug ca. 0,06 Mio. € (Vorjahr: 0,1 Mio. €). Auf der Passivseite ergaben sich Veränderungen durch den Anstieg der Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen sowie der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten beruhen auf Kontokorrentlinien. 4. Finanzielle Leistungsindikatoren Die Liquiditätssteuerung erfolgt mittels einer detaillierten kurzfristigen Liquiditätsvorschau. Das Betriebsergebnis (EBIT) hat sich im Vergleich zu 2016/17 um 292 T€ auf 282 T€ verbessert. Aufgrund der tarifgemäßen Anhebung der Arbeitsvergütungen, einer Erhöhung des Aufwands für Altersversorgung und des leicht gestiegenen Personalstands kam es zu gestiegenen Personalaufwendungen in Höhe von 4,6 Mio.€ (Vorjahr 4,4 Mio.€). Dennoch sank die Personalkostenquote auf 34,0% (Vorjahr 34,8%). Grundsätzlich werden die Umsatzzahlen und die Inanspruchnahme der Kontokorrentlinie auf Tagesbasis verfolgt. Einkaufsmengen und -preise sowie alle wichtigen Warenbestände werden wöchentlich ermittelt. Ebenso auf Wochenbasis werden Liquiditätskenngrößen wie Zahlungsrückstände und künftiger Finanzmittelbedarf verfolgt. Monatliche Erfolgsgrößen wie die Wareneinsatzquote, die Personalkostenquote, die Kunden-Bestandsquoten sowie die verbrauchten Leistungsstunden werden aus der monatlichen BWA ermittelt. Alle BWA-Bestandteile unterliegen so einer monatlichen Kostenstrukturanalyse, um Gründe für unvorteilhafte EBIT-Veränderungen schnell erkennen zu können. III. Prognose-, Chancen- und Risikobericht 1. Prognosebericht Durch die späte Aufstellung des Lageberichtes werden die vorläufigen IST-Zahlen für das Geschäftsjahr 2018/19 verwendet. Für das Geschäftsjahr 2018/19 sind sinkende Umsatzerlöse zu verzeichnen, verursacht durch sinkenden Absatz bei teilweise steigenden Preisen. Im Vergleich zum Vorjahr sind die Umsätze um ca. 12,7 % gesunken Da die Preisanhebungen ausschließlich durch Preisanstiege beim Vormaterial bedingt sind, gehen wir weiterhin davon aus, dass wir das Preisniveau des asiatischen Wettbewerbs erreicht haben. Aus der verbesserten Wettbewerbsfähigkeit erwarten wir eine verstärkte Bindung der Kunden an Kolb sowie eine stabilisierende Wirkung für künftigen Umsatz und Absatz. Umsätze mit Neukunden wirken zunehmend unterstützend. Nach derzeitigem Stand ist mit einem Jahresfehlbetrag von ca. T€ 140 zu rechnen. Die Auswirkungen der Entwicklung der Preise von Chrom und Nickel auf die Ertragslage von Kolb ist im Kalenderjahr 2019 trotz umfangreicher Preissicherungen spürbar. Solche Effekte können auch für das Kalenderjahr 2020 nicht völlig ausgeschlossen werden. Im Jahr 2019 beschafft Kolb ca. 70 % des Edelstahl-Jahresbedarfs zum Kalenderjahresfixpreis, wobei beim Edelstahlpreis auch eine steigende Tendenz zu beobachten ist. Auch für hochwarmfeste Legierungen konnten Fixpreise in erheblichem Umfang vereinbart werden. 2. Chancen- und Risikobericht Der zunehmende Trend zur Elektromobilität wird auf lange Sicht gravierende Umwälzungen in der KFZ-Industrie und deren Zulieferanten bewirken. Zunächst wird ein Anstieg des Anteils von Hybrid-Fahrzeugen erwartet. Wegen der höheren Zahl von darin verbauten Einzelteilen wird deshalb mit einer Marktbelebung auch bei massiv umgeformten Bauteilen gerechnet. Auf lange Sicht werden allerdings die reine Batterie betriebenen Fahrzeuge zunehmende Markanteile erobern. Wegen der einfacheren mechanischen Konstruktion dieser Fahrzeuge wird mit dem Wegfall von 1000 bis 2000 Komponenten je Fahrzeug gerechnet. Dies wird auch die Verwendung von Schrauben deutlich reduzieren. Die Auswirkung wird aber je nach Fahrzeugsektion stark unterschiedlich sein. Für das Kolb-Teilespektrum werden zurzeit eher geringe Auswirkungen erwartet. Gesteigerte Wachsamkeit ist dennoch dringend erforderlich. Die Produktivität soll durch Verbesserung der internen Abläufe gesteigert werden. Dazu werden zusätzliche Instrumente zur Kostenanalyse benutzt. Sowohl im Bereich der Großserienfertigung als auch im Bereich der kleineren und mittleren Stückzahlen sind deutliche Produktivitätssteigerungen möglich und sollen mit entsprechenden Investitionsmaßnahmen realisiert werden. Weiterhin soll durch Steigerung des Niveaus der Qualitätssicherung eine weitere Verbesserung der Kundenbindung bewirkt werden. Zu den Großkunden bestehen intensive Kontakte mit unterjährig mehrfachen Besuchen in den Zentralbereichen als auch auf weltweiter Werksebene. Die Form der Abwicklung von Aufträgen und die dazu notwendigen Prozesse sind in einem Management-Handbuch beschrieben. Das Unternehmen ist zertifiziert nach DIN ISO 9002 und IATF 16949. Ebenso wurde ein Umweltmanagementsystem eingeführt und nach DIN 14001 zertifiziert. Es wurde gegen Ende des Kalenderjahres 2018 erkennbar, dass eine Verschärfung der Liquiditätslage mit Zahlungsrückständen bei Lieferanten resultierte. Um diesem abzuhelfen wurde im Frühjahr 2019 ein Konzept zur finanziellen Neustrukturierung der Kolb GmbH erarbeitet. Dieses sah vor, in einem ersten Schritt die Liquidität durch Neuaufnahme von Darlehen zu verbessern. Die Hausbank willigte im Mai 2019 ein, den Kontokorrentrahmen von T€ 500 auf T€ 700 zu erhöhen, befristet bis zum 31.12.2019. Ergänzend gewährte der Hauptgesellschafter der Muttergesellschaft im Mai 2019 ein weiteres unbefristetes und tilgungsfreies Gesellschafterdarlehen in Höhe von T€ 100. Aufgrund der damaligen Planung erwarteten wir, dass wir so unseren Zahlungsverpflichtungen nachkommen können. Allerdings zeigten sich im weiteren Verlauf des Jahres 2019 Marktverschiebungen im Automobilmarkt, die den Absatz unseres Hauptprodukts um 15% reduziert haben. Daraus resultierten erneut Ertrags- und Liquiditätsprobleme, so dass wir die zweite Stufe des Restrukturierungsplans umsetzen mussten. So wurde im Rahmen eines "Sale and Lease Back"-s Geschäftes der Maschinenpark zum 30.09.2019 veräußert. Um die Erhöhung des Kontokorrentkredits plangemäß zum 31.12.2019 zurückführen zu können, wurde außerdem ein separat stehendes Bürogebäude im Dezember 2019 veräußert und langfristig zurückgemietet. Die durchgeführten Maßnahmen zur Kostensenkung zeigten Wirkung. Am 03.03.2020 wurde der bestehende Kontokorrentrahmen von T€ 500 bis zum 31.10.2021 prolongiert. In der zweiten Märzhälfte wurden die Auswirkungen der Corona-Krise spürbar, was die Umsatzzahlen im April 2020 auf 50% des bisherigen Niveaus absinken ließ. Im Mai 2020 lagen die Umsatzzahlen bei nur noch 45%. Trotz sofort eingeleiteter Inanspruchnahme von Kurzarbeit waren Verluste im April und Mai nicht vermeidbar. Das Bestellverhalten unserer Hauptkunden hat außerdem zu einem Aufbau von Beständen an Fertigwaren geführt, so dass liquide Mittel in einer Höhe von ca. T€ 900 gebunden wurden. Diese "Über"-Bestände werden erst in den Folgemonaten wieder zu Liquidität werden. Wir haben deshalb in den letzten Tagen des Aprils einen Überbrückungskredit mit entsprechender Bürgschaftsübernahme durch die Bürgschaftsbank NRW beantragt. Für den Fall einer positiven Entscheidung wäre frühestens im Juli 2020 mit einer Finanzhilfe zu rechnen. Zurzeit haben wir den Tiefpunkt der Liquiditätsentwicklung erreicht, was nur mit dem Wohlwollen und Vertrauen unserer wichtigen Lieferanten möglich ist. Zahlungsverzögerungen gegenüber den ursprünglichen Planungen werden akzeptiert. Sollte der Gesellschaft der Überbrückungskredit nicht gewährt werden, ist der Fortbestand der Gesellschaft gefährdet.
Wuppertal, 4. Juni 2020 Bernd Schweighöfer Thomas Fendt BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangI. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Die Kolb GmbH hat ihren Sitz in Wuppertal und ist eingetragen in das Handelsregister mit der Register-Nr. HB 9080 in der Abteilung 3 beim Amtsgericht Wuppertal. Der Jahresabschluss zum 30. September 2018 der Kolb GmbH, Wuppertal, wurde auf Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches und unter Berücksichtigung der besonderen Vorschriften des GmbH-Gesetzes sowie der Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung aufgestellt. Die Bilanz wurde entsprechend dem Gliederungsschema nach § 266 Abs. 2 und Abs. 3 HGB aufgestellt, welches gemäß § 265 Abs. 5 S. 1 HGB erweitert wurde. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften. Von den Erleichterungen gemäß § 288 Abs. 2 HGB wurde (teilweise) Gebrauch gemacht. II. Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Der Jahresabschluss wurde nach den Rechnungslegungsvorschriften der § 238 ff. HGB unter Berücksichtigung der Besonderheiten für Kapitalgesellschaften nach § 264 ff. HGB aufgestellt. Bei der Bewertung wurde von der Fortführung des Unternehmens ausgegangen. Im Einzelnen wird ausgeführt: 1. Erläuterungen zur Bilanz Immaterielle Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten bzw. Herstellkosten bewertet. Die Abschreibungen wurden ab dem Zugangsmonat linear nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer vorgenommen. Das Sachanlagevermögen wird mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibung entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer angesetzt. Es wird weitgehend linear mit Nutzungsdauern zwischen 3 und maximal 14 Jahren abgeschrieben. Finanzanlagen sind mit den Anschaffungskosten angesetzt. Vorräte werden mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bewertet, erforderliche Bewertungsabschläge wurden bei niedrigerem Marktpreis und bei Ungängigkeit vorgenommen. Die Forderungen sind mit den Nennwerten, vermindert um Pauschalwertberichtigungen angesetzt, soweit keine Abwertung auf den niedrigeren Wert vorzunehmen ist. Beiträge in fremder Währung wurden mit dem Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag umgerechnet. Sonstige Vermögensgegenstände, Geldbestände und Bankguthaben werden mit ihren nominalen Werten angesetzt. Die Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Zahlungen im Geschäftsjahr, die erst später zu Aufwand werden. Die Pensionsrückstellungen enthalten Direktzusagen und mittelbare Pensionsverpflichtungen. Die Direktzusagen sind mit ihrem versicherungsmathematischen Barwert angesetzt. Es wurden die Sterbetafeln von Dr. Klaus Heubeck 2005 G unter Anwendung eines Zinssatzes für eine Restlaufzeit von 15 Jahren in Höhe von 3,34 % verwendet. Der angenommene Rententrend beträgt 1,0 %. Gemäß des ausgeübten Wahlrechts aus Art. 67 Abs. 1 S. 1 EGHGB wird im Geschäftsjahr 2017/18 nicht mehr 1/15 der gesamten durch den Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes notwendigen Zuführungsbedarf in die mittelbare Pensionsrückstellung eingestellt, sondern der gesamte restliche Zuführungsbedarf. Für die Gesellschaft besteht im Geschäftsjahr 2017/18 aus den unterschiedlichen Marktzinssätzen der vergangenen 10 bzw. 7 Jahre der folgende ausschüttungsgesperrte Differenzbetrag:
Die sonstigen Rückstellungen wurden mit ihrem Erfüllungsbetrag bewertet. Die sonstigen Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages gebildet. Sie beinhalten im Wesentlichen Verpflichtungen aus Überstundenausgleich, anteiliges Urlaubs- und Weihnachtsgeld/-entgelt und Garantievorsorge. Alle Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Die Restlaufzeiten betragen bis zu einem Jahr. 2. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Erträge aus Währungsumrechnung betragen T€ 0,2 (Vorjahr T€ 3,5); die Aufwendungen aus Währungsumrechnung Betragen T€ 0,3 (Vorjahr: T€ 11,1). Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten außerordentliche Erträge in Höhe von T€ 20,0 (Vorjahr: T€ 26,5). In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von T€ 1,2 (Vorjahr: T€ 8,0) ausgewiesen, sowie außerordentliche Aufwendungen in Höhe von T€ 124,2 (Vorjahr: T€ 15,5) infolge der höheren Bewertung von Pensionsrückstellungen aufgrund der in 2019 durchgeführten vollständigen Zuführung des restlichen Betrages aus dem Ansammlungswahlrechtes gemäß Art. 67 EGHGB aus dem Übergang auf das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz. III. Sonstige Angaben 1. Zahl der Mitarbeiter Die Zahl der Mitarbeiter betrug:
Die durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer betrug im Wirtschaftsjahr 2017/18: 61. 2. Muttergesellschaft FATEC-Befestigungselemente GmbH, Wuppertal (zu 100 % der Anteile) 3. Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen sowie Haftungsverhältnisse Sonstige finanzielle Verpflichtungen: Leasingverhältnisse
Haftungsverhältnisse: Es bestehen Haftungsverhältnisse in Höhe von T€ 20,0. 4. Ausschüttungsgesperrte Beträge Für die selbst erstellten immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens (T€ 7,2) sowie im Bereich der Pensionsverpflichtungen bestehen Ausschüttungssperren in Höhe von insgesamt T€ 205,4 (Vorjahr: T€ 194,9), die aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrages dem Mutterunternehmen Fatec-Befestigungselemente GmbH zugerechnet werden. 5. Geschäftsführung Die Geschäftsführer der Gesellschaft sind: Herr Dipl.-Ing. Bernd Schweighöfer, Gesamtgeschäftsführer Herr Thomas Fendt, Bereich Finanzen, ab dem 10. September 2019 Herr Dipl.-Ing Andreas Siewert, Bereich Technik bis 02. April 2019 Die Angabe der Geschäftsführergehälter unterbleibt nach § 268 Abs. 4 HGB. 6. Ergebnisverwendung Entsprechend dem zum 30. September 2002 abgeschlossenen Ergebnisabführungsvertrages wurde der Gewinn an die Alleingesellschafterin, die Fatec Befestigungselemente GmbH abgeführt. 7. Nachtragsbericht Die Gesellschaft ist, wie die gesamte Automobilzuliefererbranche, von den Auswirkungen der Corona-Krise betroffen. Aufgrund des temporären Produktionsstopps der Kunden der Gesellschaft ist mit Umsatz- und Ergebniseinbußen zu rechnen. Die Auswirkungen sind aufgrund des Andauerns der Krise derzeit noch nicht quantifizierbar. Für die Gesellschaft ergibt sich ein zusätzlicher Finanzierungsbedarf zur Sicherung des Fortbestandes.
Wuppertal, 4. Juni 2020 gez. Bernd Schweighöfer gez. Thomas Fendt Anlagespiegel
BestätigungsvermerkDer vorstehende zur Offenlegung bestimmte und nach § 327 HGB verkürzte Jahresabschluss entspricht den gesetzlichen Vorschriften. Zu dem vollständigen Jahresabschluss mit dem Lagebericht wurde der folgende Bestätigungsvermerk erteilt: Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der KOLB GmbH, Wuppertal, für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2017 bis 30. September 2018 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Wir gewinnen ein Verständnis von dem für die Abschlussprüfung relevanten internen Kontrollsystem, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit des internen Kontrollsystems der Gesellschaft abzugeben. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Ohne unsere Beurteilung einzuschränken, weisen wir auf die Ausführungen im Lagebericht unter Punkt "Chancen und Risikobericht" hin. Dort ist aufgeführt, dass der Fortbestand der Gesellschaft von der Gewährung weiterer Kredite abhängt, da die Corona-Krise zu erheblichen Umsatzverlusten geführt hat. Die bereits zuvor angespannte Liquiditätslage wurde durch die Corona-Krise noch einmal deutlich verschärft.
Köln, 12. Juni 2020 Sauerland
Rybka und Partner mbB
Wolfgang Rogalli, Wirtschaftsprüfer Philipp Heimbach, Wirtschaftsprüfer Sonstiger BerichtsteilDer Jahresabschluss wurde am 19. Juni 2020 festgestellt. |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Neueste Nachrichtenartikel und Medienerwähnungen
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Weitere Unternehmen an oder nahe dieser Geschäftsadresse
1 nahegelegene Organisation
Herstellung von Schrauben und Nieten
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen