Stammdaten

Register
Amtsgericht Mannheim HRB 703740
Eingetragen
28.1.2008
Branche
Spezialisierte Bautätigkeiten im TiefbauRohrleitungstiefbau, Brunnenbau und KläranlagenbauSonstiger Tiefbau a. n. g. (ohne Bau von Industrieanlagen)
Gegenstand
Gegenstand geändert; nun: Gegenstand des Unternehmens sind Arbeiten im Hoch- und Tiefbau, Straßenbau, Kabel- und Rohrleitungsbau.

Finanzübersicht

Historie

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Wirtschaftlich Berechtigte

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Bachwiesenstr. 38, 59469 Weinheim
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Altindal Bau GmbH

Weinheim

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2021

Altindal Bau GmbH, Weinheim

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

Die Altindal Bau GmbH übernimmt ausführende Bautätigkeiten im Bereich der Telekommunikation. Insbesondere betreffen diese Projekte den Ausbau der passiven Infrastruktur für das deutschlandweite und flächendeckende Breitbandnetz.

In den vergangenen Jahren war das Unternehmen überwiegend im Bereich FTTC- Ausbau (Fiber to the curb, Glasfaser bis zum Straßenrand) tätig. In den Jahren ab 2017 gewann der FTTB-Ausbau (Fiber to the building, Glasfaser ins Haus) immer mehr an Bedeutung, so dass sich die Gesellschaft auch zukünftig auf den Ausbau im FTTB-Bereich fokussiert. Diese Entwicklung ist mittlerweile auch durch die Politik (durch entsprechende Ausbauziele bis 2025) vorgegeben. Darüber hinaus hat sich noch ein weiterer Markt im Bereich des 5G-Netz-Ausbaus ergeben.

Das Leistungsangebot der Gesellschaft umfasst die Ausführung aller Gewerke, die zur Erstellung der passiven Infrastruktur notwendig sind, einschließlich der Errichtung dieser Netze als Generalunternehmer. Von der Planung über den Bau der Tiefbautrassen in den verschiedensten Bautechniken und der notwendigen Kabelarbeiten inklusive deren Montage sowie die Dokumentation dieser Leistungen bietet die Altindal Bau GmbH als Dienstleister alle Leistungen "schlüsselfertig" aus einer Hand an.

2. Forschung und Entwicklung

Die Gesellschaft ist stets bemüht ihre Kompetenzen im Bereich Ausbau anhand diversifizierter Ausbaumethoden und -techniken zu verbessern bzw. weiter zu entwickeln. Insbesondere wird hierzu in moderne, IT-gestützte, Planungs- und Dokumentations-Tools investiert.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen

Gegenüber dem Vorjahr hat sich das deutsche Bruttoinlandsprodukt um 2,7% erhöht. Trotz der andauernden Pandemiesituation und zunehmender Liefer- und Materialengpässe, konnte sich die deutsche Wirtschaft erholen, wenn auch nicht auf das Vorkrisenniveau.

Der deutsche Breitbandmarkt ist demgegenüber weiterhin geprägt von einem überschaubaren Wachstum. Die Corona-Pandemie zeigt immer mehr, wie wichtig eine belastbare und zukunftsfähige Breitbandinfrastruktur für alle Bereiche des gesellschaftlichen Lebens ist. Eine flächendeckende Versorgung mit schnellem Internet ist Voraussetzung für digitale Anwendungen und ganz entscheidend für die weitere erfolgreiche Entwicklung der Republik.

2. Geschäftsverlauf

Die Umsatzerlöse sind im Geschäftsjahr 2021 gegenüber dem Vorjahr gesunken. Der Jahresüberschuss beträgt rund 1,8 Mio€ und hat sich somit um 207 T€ gegenüber dem Vorjahr erhöht.

Die Planung für das Geschäftsjahr 2021 ging von einem leichten Rückgang der Umsatzerlöse sowie einer leichten Steigerung des Jahresüberschusses aus. Die Planung konnte somit im Wesentlichen erreicht werden.

Die Materialaufwendungen sind trotz rückläufiger Umsätze um rund 0,1 Mio€ (bzw. 2,7 %) auf 5,1 Mio€ gestiegen. Hier wirkte sich insbesondere ein Anstieg der Aufwendungen für bezogenen Leistungen (Fremdarbeit) aus.

Negativ entwickelten sich die Personal- und die KfZ-Kosten. Gerade bei den KfZ-Kosten versucht die Gesellschaft durch effizientere Planung und Ressourcenverwaltung entgegen zu wirken. Zudem wird ständig daran gearbeitet, die sonstigen Aufwendungen zu optimieren.

3. Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage

Die Umsatzerlöse sind gegenüber dem Vorjahr um 2,7 Mio€ bzw. 14,8 % gesunken. Die Gesamtleistung lag im Geschäftsjahr 2021 bei 20,2 Mio€ (Vj. 17,5 Mio€) und ist damit gegenüber dem Vorjahr leicht gestiegen.

Die Materialaufwendungen sind mit 5,1 Mio€ nahezu unverändert.

Der Personalaufwand ist, bei gleichzeitig gestiegenen Umsätzen gegenüber dem Vorjahr ebenfalls gestiegen. Hier wirkt sich insbesondere der Fachkräftemangel und die damit einhergehenden höheren Personalaufwandskosten aus. Die Anzahl der im Geschäftsjahr durchschnittlich beschäftigten Mitarbeiter war mit 153 nahezu unverändert. Im Bereich der Verwaltung entstanden Kostensteigerungen auf Grund einer Anhebung des Qualifizierungsniveaus des Personal. Diese Maßnahmen sollen die Qualität und die Entwicklung interner Prozesse deutlich verbessern.

In den Abschreibungen sind Forderungsausfälle (279 T€) gegen eine Gesellschaft aus der "Altindal-Gruppe" enthalten.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich gegenüber dem Vorjahr mit einem Anstieg von 2,0 Mio€ deutlich erhöht. Negativ wirkten hier insbesondere höhere Aufwendungen für Mieten, Kfz- und Maschinenkosten.

Zum Stichtag liegt die Bilanzsumme mit 17,8 Mio€ um 3,3 Mio€ über dem Wert des Vorjahres. Dies wird insbesondere durch einen Anstieg der unfertigen Leistungen (+4,5 Mio€) begründet. Gegenläufig wirkte eine Reduzierung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (./.0,9 Mio€).

Das Eigenkapital hat sich um 1,8 Mio€ bzw. um 24,6 % auf 9,3 Mio€ erhöht. Die Eigenkapitalquote liegt bei 52,6 % (51,7 %).

Die Verbindlichkeiten haben sich gegenüber dem Vorjahr um 1,4 Mio € erhöht. Hierbei wurden bei Kreditinstituten überwiegend neue Darlehen zur Finanzierung von Anlagegütern (+1,0 Mio€) sowie öffentlich geförderte Corona-Betriebsmittelkredite (+1,1 Mio€) aufgenommen.

Die Vermögenslage war sowohl am Bilanzstichtag als auch im Berichtsjahr 2021 stets geordnet.

Die flüssigen Mittel betrugen zum Stichtag 334 T€ (Vj. 189 T€).

Die Gesellschaft war im Geschäftsjahr 2021 wie im Vorjahr jederzeit in der Lage, ihre Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen.

4. Finanzielle Leistungsindikation

Für die interne Unternehmenssteuerung ziehen wir folgende Leistungsindikatoren, die wir regelmäßig zum Vergleich ermitteln, heran:

Eigenkapitalrendite 19,8 % (Vj. 21,9 %)
(Jahresüberschuss / Eigenkapital)      
Gesamtkapitalrendite vor Zinsen und Steuern 15,1 % (Vj. 16,9 %)
((Jahresüberschuss + Zinsen + Ertragssteuern) / Gesamtkapital)      
EBIT 2.683 T€ (Vj. 2.453 T€)
(Jahresüberschuss + Zinsergebnis + Ertragsteuern)      
EBITDA 3.231 T€ (Vj. 3.110 T€)
(Jahresüberschuss + Zinsergebnis + Ertragsteuern + Abschreibungen)      
Rohergebnisrendite 169,1 % (Vj. 203,4 %)
(Jahresüberschuss / Rohergebnis)      

5. Gesamtaussage

Unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage schätzen wir als stabil ein.

Unsere Umsatz- und Ergebnisentwicklung ist gegenüber dem Vorjahr rückläufig. Da dies im Wesentlichen auf eine rein stichtagsbedingte Betrachtung zurückzuführen ist, sieht die Gesellschaft sich dennoch auf einem guten Weg.

Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen.

Die kurzfristigen Verbindlichkeiten sowie die Rückstellungen sind durch liquide Mittel und kurzfristige Vermögenswerte gedeckt.

III. Prognosebericht

Durch politisch vorgegebene Ausbauziele (flächendeckender FTTB-Ausbau bis 2025) und den daraus resultierenden Zeithorizonten in Verbindung, mit fehlenden Ressourcen bei den TK-Netzbetreibern, sieht sich die Gesellschaft insgesamt in einer guten Position.

Die Perspektive für unser Unternehmen ist als ausgesprochen positiv zu bezeichnen. Die momentane und auch die zukünftige überschaubare Marktsituation (bis 2030) ist eine hervorragende Basis für unser Unternehmen.

Auch nach der Ausbauphase sehen wir viele Tätigkeitsfelder in der Telekommunikation, die wir, bei entsprechender Entwicklung unseres Unternehmens, besetzen können.

Für das Jahr 2022 ergibt sich eine steigende Nachfrage nach unseren angebotenen Leistungen. Die Quantität ist allerdings aufgrund des immer drastischer werdenden Fachkräftemangels auch limitiert. Dies gilt für alle Gewerke die zur Erstellung des passiven Netzwerkes notwendig sind. Weiterhin müssen wir beachten, dass die Anforderungen an die Qualifikation unserer Mitarbeiter im FTTB-Bereich weitaus höher sind als im FTTC-Bereich.

Um unsere Reputation und die damit zusammenhängende Nachhaltigkeit für unser Unternehmen sicherzustellen, müssen und werden wir im Jahr 2022 und in den Folgejahren sehr genau darauf achten, dass die Qualifikation unserer Mitarbeiter ggfs. über Weiter- und Fortbildungsmaßnahmen den Anforderungen standhält. Das priorisierte Ziel für unser Unternehmen ist die Nachhaltigkeit.

Unseren Mitarbeitereinsatz können wir durch unser Angebot flexibler Arbeitszeitmodelle in der Technik und in der Verwaltung aufrechterhalten.

Für das Jahr 2022 erwarten wir eine deutliche Steigerung der Umsatzerlöse sowie eine leichte Steigerung des Jahresüberschusses.

Trotz des weiterhin vorherrschenden Corona-Viruses, konnte die deutsche Wirtschaft den negativen Trend aus dem Vorjahr stoppen. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2021 nach den Berechnungen des Statistischen Bundesamtes um 2,8 % höher als im Vorjahr. Der konjunkturelle Einbruch aus 2020 konnte somit gestoppt werden.

Unmittelbare negative Auswirkungen des Corona-Virus auf den deutschen Breitbandmarkt sind nicht erkennbar. Es hat sich gezeigt, dass dementgegen sogar positive Impulse auftreten. Der Ausbau des Breitbandnetzes wird, insbesondere auch durch die deutliche Zunahme an Home-Office-Arbeitsplätzen, verstärkt nachgefragt.

IV. Chancen- und Risikobericht

1. Risikobericht

a) Branchenspezifische Risiken:

Als wesentliche branchenspezifische Risiken wurden die Risiken des Projektgeschäftes identifiziert, hierbei sprechen wir vor allem von Kalkulations-, Kredit- und Ausführungsrisiken. Diese Risiken werden durch konsequente Umsetzung der Genehmigungsverfahren und monatliche Projektreviews während der Ausübungsphase (kaufmännisches und technisches Projektcontrolling) minimiert. Hier werden individuelle Projektrisiken besprochen und in der laufenden Projektkalkulation berücksichtigt. Durch eine weitere Intensivierung des kaufmännischen und technischen Projektcontrollings und Verbesserung der Projektmanagementqualität werden die Risiken frühzeitig identifiziert und bewältigt.

b) Ertragsorientierte Risiken:

Um ertragsorientierte Risiken besser erkennen und handhaben zu können, wird auf eine kontinuierliche Schulung vorgenommen, welche sich schwerpunktmäßig an Projekt- und Bauleiter richtet.

Risiken der künftigen Entwicklung sehen wir zudem darin, dass der Arbeitsmarkt kaum mehr geeignetes Fachpersonal zur Verfügung stellen kann. Um dieses Risiko in einem vertretbaren Maß zu halten, werden derzeit gezielt Weiter- und Fortbildungsmaßnahmen für unsere Mitarbeiter angeboten.

c) Finanzwirtschaftliche Risiken:

Durch umfangreiche Bonitätsbeurteilung im Neukundengeschäft sowie laufendes Reporting unserer Stammkunden versuchen wir das Risiko von Forderungsausfällen und Bonitätsrisiken zu reduzieren.

Währungsrisiken durch Auslandsgeschäfte sind bei uns nur marginal gegeben.

Die gestiegenen Rohstoff- und Energiekosten werden an die Auftraggeber weitergegeben.

Vor dem Hintergrund unserer finanziellen Stabilität sehen wir keine Risiken, die unsere Entwicklung beeinträchtigen oder unseren Bestand gefährden.

2. Chancenbericht

Der Ausbau des Breitbandnetzes geht bei Weitem nicht mit der Geschwindigkeit vonstatten, die die europäische und die bundesdeutsche Politik vorgegeben hat. Dieser Markt bietet auf mittelfristige und langfristige Sicht noch sehr gute Auftragschancen, sowie die Chance, durch entsprechende Anpassung, sich auch für die Zeit nach dem Ausbau entsprechende Marktanteile zu sichern.

Darüber hinaus sehen wir aufgrund unserer eigenen hohen Qualitätsansprüche sehr gute Chancen am Markt zu bestehen. Wir müssen dem Wettbewerb am Markt mit unseren Erfahrungen, unserer Zuverlässigkeit und unserer hohen Qualität begegnen. Im Hinblick auf die Herausforderungen der Energiewende in Deutschland sehen wir Chancen durch unser breites Spektrum und die Größe der Altindal-Gruppe in Deutschland.

Auch vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie wird der Ausbau des Breitbandnetzausbaus stärker als zuvor benötigt. Dies ergibt sich sowohl aus politischen als auch privatwirtschaftlichen Motiven (wie zum Beispiel der verstärkten Nachfrage nach Heimarbeitsplätze mit einer entsprechenden Infrastruktur).

V. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten.

Die Gesellschaft verfügt über einen solventen und bonitätsstarken Kundenstamm. Forderungsausfälle sind selten. Zudem besteht eine langjährige Zusammenarbeit mit dem Großteil der Kunden.

 

Weinheim, den 9. November 2022

Ömer Altindal, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

31.12.2021
EUR
31.12.2020
EUR
A. Anlagevermögen 1.594.026,00 2.389.291,00
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 255,00 8.698,00
II. Sachanlagen 1.464.471,00 2.251.293,00
III. Finanzanlagen 129.300,00 129.300,00
B. Umlaufvermögen 16.184.698,65 12.112.707,04
I. Vorräte 4.579.876,15 142.945,28
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 11.270.971,13 11.780.632,59
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 333.851,37 189.129,17
C. Rechnungsabgrenzungsposten 0,00 5.498,89
Aktiva 17.778.724,65 14.507.496,93

Passiva

   
31.12.2021
EUR
31.12.2020
EUR
A. Eigenkapital 9.345.925,48 7.498.238,78
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Gewinnvortrag 7.473.238,78 5.832.911,60
III. Jahresüberschuss 1.847.686,70 1.640.327,18
B. Rückstellungen 250.840,77 184.986,95
C. Verbindlichkeiten 8.181.958,40 6.824.271,20
Passiva 17.778.724,65 14.507.496,93

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2021 - 31.12.2021
EUR
1.1.2020 - 31.12.2020
EUR
1. Rohergebnis 16.232.399,46 13.313.289,45
2. Personalaufwand 5.685.986,48 5.006.380,96
a) Löhne und Gehälter 4.124.318,86 3.668.910,69
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.561.667,62 1.337.470,27
davon für Altersversorgung 609.268,35 508.730,52
3. Abschreibungen 853.143,70 789.540,38
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 547.680,68 657.452,82
b) auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen überschreiten 305.463,02 132.087,56
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 6.997.960,41 5.041.696,97
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 62.073,07 8.571,93
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 157.474,43 134.795,14
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 739.781,81 686.099,08
8. Ergebnis nach Steuern 1.860.125,70 1.663.348,85
9. sonstige Steuern 12.439,00 23.021,67
10. Jahresüberschuss 1.847.686,70 1.640.327,18

Anhang für das Geschäftsjahr 2021

Altindal Bau GmbH, Weinheim

A. Grundlegende Angaben zum Unternehmen und zur Bilanzierung

I. Allgemeine Angaben zum Unternehmen

Der Jahresabschluss der Altindal Bau GmbH mit Sitz in Weinheim (Amtsgericht Mannheim, HRB 703740) wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff. HGB) sowie des GmbHG aufgestellt.

Die Gesellschaft nimmt die größenabhängigen Erleichterungen des § 288 Abs. 2 HGB in Anspruch.

Die Gesellschaft ist zum Bilanzstichtag 31.12.2021 eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren nach § 275 Abs. 2 HGB gegliedert.

Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

II. Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Das Anlagevermögen wird zu Anschaffungskosten einschließlich Nebenkosten oder Herstellungskosten (gemäß § 255 I bis III HGB) bilanziert.

Die immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen (bei einer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer von bis zu fünf Jahren), bewertet.

Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen (Nutzungsdauern zwischen fünf und 10 Jahren) angesetzt. Die Herstellungskosten der Sachanlagen werden i. H. der handelsrechtlichen Untergrenze bemessen (Einzelkosten, angemessene Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie Werteverzehr des Anlagevermögens, soweit durch die Fertigung veranlasst). Die Wertentwicklung wird in der Anlagenbuchhaltung nachgewiesen.

Steuerlich sogenannte geringwertige Wirtschaftsgüter bis zu 800,00 € werden im Zugangszeitpunkt sofort vollständig abgeschrieben.

Die Anteile an verbundenen Unternehmen werden mit den Anschaffungskosten, bei voraussichtlich dauernder Wertminderung abzüglich außerplanmäßiger Abschreibungen, bilanziert.

Für Rohstoffe werden die Anschaffungs- oder Herstellungskosten nach der Lifo-Methode, für Hilfs- und Betriebsstoffe überwiegend nach der Durchschnittskostenmethode ermittelt.

Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten (Einzelkosten, angemessene Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie Werteverzehr des Anlagevermögens, soweit durch die Fertigung veranlasst) bewertet, sofern nicht nach § 253 IV HGB um noch anfallende Aufwendungen geminderte Verkaufswerte anzusetzen sind.

Bei den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen werden erkennbare Einzelrisiken durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird zusätzlich durch eine ausreichend bemessene Pauschalwertberichtigung von 0,5 % auf die Nettoforderungen Rechnung getragen.

Kassenbestände und Bankguthaben werden jeweils zum Nennwert angesetzt.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

Das gezeichnete Kapital wurde zum Nennwert bilanziert.

Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen werden i. H. des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags passiviert.

Die pauschale Ermittlung der Rückstellung für Gewährleistung wurde modifiziert. Statt eines einheitlichen Prozentsatzes wurde ein auf Vergangenheitswerten basierender Festwert ermittelt.

Die Verbindlichkeiten werden mit den Erfüllungsbeträgen angesetzt.

III. Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlich übernommen werden.

Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt.

B. Weitere Angaben zur Bilanz

I. Entwicklung der Posten des Anlagevermögens

Anschaffungskosten/Herstellungskosten
Stand 01.01.2021
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Stand 31.12.2021
EUR
A. Anlagevermögen        
Immaterielle Vermögensgegenstände        
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 65.918,82 0,00 0,00 65.918,82
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 65.918,82 0,00 0,00 65.918,82
I. Sachanlagen        
1. technische Anlagen und Maschinen 1.291.084,01 57.825,30 84.080,00 1.264.829,31
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.669.013,02 386.969,38 1.304.264,11 2.751.718,29
2. geleistete Anzahlungen und Anlagen in Bau 0,00 5.000,00 0,00 5.000,00
Summe Sachanlagen 4.960.097,03 449.794,68 1.388.344,11 4.016.547,60
II. Finanzanlagen        
1. Beteiligungen 547.402,34 0,00 0,00 547.402,34
2. Genossenschaftsanteile 300,00 0,00 0,00 300,00
Summe Finanzanlagen 547.702,34 0,00 0,00 547.702,34
Summe Anlagevermögen 5.573.718,19 449.794,68 1.388.344,11 4.630.168,76
Abschreibungen
Stand 01.01.2021
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Stand 31.12.2021
EUR
A. Anlagevermögen        
Immaterielle Vermögensgegenstände        
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 57.220,82 8.443,00 0,00 65.663,82
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 57.220,82 8.443,00 0,00 65.663,82
I. Sachanlagen        
1. technische Anlagen und Maschinen 660.598,01 151.178,30 8.415,00 803.361,31
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.048.206,02 388.059,38 682.550,11 1.753.715,29
2. geleistete Anzahlungen und Anlagen in Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Sachanlagen 2.708.804,03 539.237,68 690.965,11 2.557.076,60
II. Finanzanlagen        
1. Beteiligungen 418.402,34 0,00 0,00 418.402,34
2. Genossenschaftsanteile 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 418.402,34 0,00 0,00 418.402,34
Summe Anlagevermögen 3.184.427,19 547.680,68 690.965,11 3.041.142,76
Buchwerte
Stand 31.12.2021
EUR
Stand 31.12.2020
EUR
A. Anlagevermögen    
Immaterielle Vermögensgegenstände    
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 255,00 8.698,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 255,00 8.698,00
I. Sachanlagen    
1. technische Anlagen und Maschinen 461.468,00 630.486,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 998.003,00 1.620.807,00
2. geleistete Anzahlungen und Anlagen in Bau 5.000,00 0,00
Summe Sachanlagen 1.464.471,00 2.251.293,00
II. Finanzanlagen    
1. Beteiligungen 129.000,00 129.000,00
2. Genossenschaftsanteile 300,00 300,00
Summe Finanzanlagen 129.300,00 129.300,00
Summe Anlagevermögen 1.594.026,00 2.389.291,00

I. Angaben zu Finanzanlagen

1. Beteiligungsbesitz "Altindal Grup Inssat AG"

Die unter den Finanzanlagen ausgewiesenen Anteile an verbundenen Unternehmen setzen sich wie folgt zusammen:

50% Anteil an: Altindal Grup Insaat AS mit Sitz in Istanbul/Türkei, hat zum 31. Dezember 2021 ein Eigenkapital in Höhe von TL 3.700.000,00 (umgerechnet 242.885,75 €) und in 2021 einen Jahresfehlbetrag von umgerechnet -3.277,35 € erzielt.

II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

1. Forderungen gegen Gesellschafter

Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten 3.238.057,49 € (Vorjahr: 2.902.254,62 €) Forderungen gegen Gesellschafter. Es handelt sich im Wesentlichen um Forderungen aus USt-Voranmeldungen, die im Rahmen des Konsolidierungskreises bei dem Gesellschafter Ömer Altindal gutgeschrieben wurden.

Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind innerhalb eines Jahres fällig.

III. Eigenkapital

Im Posten Eigenkapital ist der Gewinnvortrag des Vorjahres i. H. von 7.473.238,78 € enthalten.

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss i. H. von 1.847.686,70 € auf neue Rechnung vorzutragen.

IV. Sonstige Rückstellungen

In den sonstigen Rückstellungen sind insbesondere Rückstellungen für Personalkosten i. H. von 48.998,08 € (Vorjahr: 79.636,36 €) enthalten.

V. Verbindlichkeiten

Verbindlichkeitenspiegel

Stand 31.12.2021
(€)
Restlaufzeit bis 1 Jahr(€) Restlaufzeit von 1 bis 5 Jahre
(€)
Restlaufzeit über 5 Jahre
(€)
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 3.688.089,92 2.417.495,12 982.573,16 268.341,73
(Vorjahr) (3.751.365,50) (2.382.607,14) (268.758,36) (1.100.000)
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.557.505,12 3.557.505,12 0,00 0,00
(Vorjahr) (2.448.896,57) (2.448.896,57) (0,00) (0,00)
3. Sonstige Verbindlichkeiten 936.363,36 936.363,36 0,00 0,00
• davon aus Steuern (624.009,13) (624.009,13) (0,00) (0,00)
  305.759,88 305.759,88 0,00 0,00
• davon im Rahmen der sozialen Sicherheit (194.936,49) (194.936,49) (0,00) (0,00)
  248.433,06 248.433,06 0,00 0,00
(Vorjahr) (89.832,63) (89.832,63) (0,00) (0,00)

Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern bestehen keine.

Der unter dem Posten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesene Betrag ist teilweise durch übliche Eigentumsvorbehalte von Lieferanten besichert.

C. Weitere Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

I. Sonstige betriebliche Erträge, sonstige betriebliche Aufwendungen

Innerhalb der sonstigen betrieblichen Erträge sind außergewöhnliche Erträge i. H. von 49.378,55 € (Vorjahr: 121.446,89 €) enthalten. Sie stehen im Zusammenhang mit einem Schadensfall.

D. Sonstige Angaben

I. Anzahl der Mitarbeiter

Im Geschäftsjahr wurden durchschnittlich beschäftigt:

Anzahl
Arbeiter 125
Angestellte 28
Gesamt 153

II. Angaben zu den Mitgliedern der Geschäftsführung

Mitglieder der Geschäftsführung sind:

Ömer Altindal, Weinheim

Die Bezüge der Geschäftsführung für das abgelaufene Geschäftsjahr unterliegen der Schutzklausel gem. § 286 Abs 4 HGB.

III. Haftungsverhältnisse

Die Gesellschaft stellt eine Bürgschaft in Höhe von 525 T€ als Sicherheit an fremde Dritte.

IV. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die Nutzung der benötigten technischen Anlagen und Maschinen wird zum Teil durch Leasingverträge sichergestellt. Deren Laufzeit beträgt noch fünf Jahre. Aus den abgeschlossenen Leasingverträgen resultiert eine finanzielle Belastung von 123.631,53 € p. a. Die Leasinggeschäfte verringern insbesondere die Kapitalbindung und verbessern die Eigenkapitalquote, führen aber während der Vertragslaufzeit auch zur Bindung an die geleasten technischen Anlagen und Maschinen.

V. Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen

Marktunübliche Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen sind im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht erfolgt.

VI. Ereignisse nach dem Abschlussstichtag

Es sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung bekannt, die nach dem Schluss des Geschäftsjahrs eingetreten und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind. Dies gilt auch in Bezug auf die ausklingende Pandemie sowie die aktuellen kriegerischen Auseinandersetzungen in der Ukraine.

 

Weinheim, den 9. November 2022

Ömer Altindal, Geschäftsführer

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 19.04.2023 festgestellt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Altindal Bau GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Altindal Bau GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Altindal Bau GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2021 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen/falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen/falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen/dolosen Handlungen oder Unrichtigkeiten/Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - / falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht,/ aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass / aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten/höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da Verstöße betrügerisches/dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses/Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger / bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Frankfurt am Main, den 6. April 2023

HEIM HONERMEIER GmbH
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