Bellevue Investments Verwaltungs GmbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Uwe Bernhard Wache seit 23.2.2024 | Geschäftsführer |
Hagen Hirche seit 18.7.2018 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
3 Gesellschafter
GmbH-Struktur
2 von 3 angezeigt
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
MAGIX Beteiligungs-GmbHBerlinKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.10.2020 bis zum 30.09.2021KONZERNLAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2020/211. Kurzüberblick über das Geschäftsjahr 2020/21 Die MAGIX Beteiligungs-GmbH (kurz MBG) ist zusammen mit ihren Tochtergesellschaften (MAGIX-Konzern, MAGIX-Gruppe oder kurz MAGIX), ein international tätiger Anbieter von Video-, Foto- und Musiksoftware für professionelle und semi-professionelle Anwender. Das Produktspektrum umfasst über den PC hinaus nahtlos integrierte Online- und Cloud-Dienste sowie digitale Inhalte. Die Steuerung des Konzerns erfolgt anhand KPIs im Bereich Umsatz, Performance Marketing - und Kosten. Die KPIs werden regelmäßig mit den Planwerten abgeglichen und deren Entwicklung im Geschäftsverlauf fortlaufend überwacht. Dabei handelt es sich insbesondere um die Umsatzentwicklung je Geschäftsbereich, Region, und Produkt, die Konvertierungsraten im Onlinebereich (Käufe im Verhältnis zu Kontakten) sowie die Entwicklung von Bruttomarge und Cash-EBITDA. Im Geschäftsjahr 2021/22 lag der Konzernumsatz bei EUR 32,2 Mio. und damit EUR 1,2 Mio. (3,8 %) höher als im Vorjahr. Dabei entstanden Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen in Höhe von EUR 4,3 Mio. Das Bruttoergebnis vom Umsatz belief sich auf EUR 27,9 Mio. (86,6 %) und konnte sich im Vergleich zum Vorjahr um 4,9 % steigern. Die Betriebsaufwendungen (vor sonstigen betrieblichen Erträgen und Aufwendungen sowie Abschreibungen auf den Firmenwert) betrugen EUR 24,2 Mio. Davon entfielen EUR 5,4 Mio. auf Abschreibungen und EUR 18,6 Mio. auf operative Kosten. Der Konzern erzielte ein Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) in Höhe von EUR 10,7 Mio. Die Abschreibungen auf den Firmenwert betrugen EUR 8,2 Mio. Damit belief sich das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) auf EUR -2,9 Mio. Das Finanzergebnis betrug EUR -2,8 Mio. 2. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen 2.1 Gesamtwirtschaftliches Umfeld Im Jahr 2021 hat sich die Weltwirtschaft gegenüber dem coronabedingten Vorjahr erholt. Nach dem Plus von 2,8 % in 2019 und dem Rückgang um -3,1 % in 2020 sieht der Internationale Währungsfonds (IWF) in 2021 ein Wachstum der weltweiten Wirtschaftsleistung von 5,9 % (Stand Oktober 2021). Für das Jahr 2022 geht der IWF von einer weiteren weltweiten Erholung mit einem Wachstum von rd. 4,9 % aus. Allerdings sind auch die Wachstumsprognosen für 2022 weiterhin mit Unsicherheiten behaftet, wie der Verlauf der Corona-Pandemie mit möglichen weiteren Mutationen zeigt. Für die deutsche Wirtschaft gehen die Wachstumsprognosen der Deutschen Bundesbank (aus 06/2021) für 2022 von einer weiteren Erholung und einem Wachstum von 5,2 % aus. 2.2 Branchenentwicklung Nach dem moderaten Wachstum um 0,9 % in 2020 soll der globale IT-Markt 2021 wieder kräftiger um 9,5 % wachsen (Gartner, Stand 10/2021). Für das Jahr 2022 geht das Marktforschungsunternehmen Gartner von weiterem Wachstum der weltweiten IT-Umsätze um 5,5 % aus (Stand 10/2021). Nachdem die Ausgaben für Informationstechnologie, Telekommunikation und Unterhaltungselektronik in Deutschland bedingt durch die Corona-Krise stagnierten (+0,1 %), ist für 2021 wieder Wachstum zu erwarten (+4,4 %, laut Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e. V./ BITKOM Stand Juli/2021). Im Software-Segment soll der Markt 2021 mit +6,0 % stärker und im Segment IT-Services mit 3,7 % etwas schwächer wachsen. Im Vorjahr waren hier mit -1,0 % im Software- und -3,2 % im IT-Services-Segment Rückgänge zu verzeichnen (BITKOM, Stand 07/2021). Für den deutschen ITK-Markt prognostiziert der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e. V. (BITKOM) ein Wachstum von 3,4 % in 2022. Zu berücksichtigen ist, dass der Markt für Anwendungssoftware - in dem die MAGIX Gruppe überwiegend tätig ist - etwa 12 % (Quelle: Gartner Oktober 2019) des gesamten Softwaremarktes ausmacht. Die Marktentwicklung im Bereich der Anwendungssoftware wird 2022 insbesondere von
Insgesamt geht die Geschäftsführung von einer anhaltend volatilen Marktentwicklung in 2022 aus. 3. Geschäftsverlauf 3.1 Ertragslage Ergebnisentwicklung Der Konzern erzielte ein Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) in Höhe von EUR 10,7 Mio. und ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) von EUR -2,9 Mio. Das Finanzergebnis betrug EUR -2,8 Mio. Umsatz MAGIX erwirtschaftete einen Konzernumsatz von EUR 32,2 Mio. Das Wachstum gegenüber dem Vorjahr (EUR 31,0 Mio.) ist im Wesentlichen auf die positive Entwicklung im Indirect Vertriebskanal zurückzuführen. Der Directbereich verliert gegenüber dem coronabedingten sehr starken Vorjahresumsätzen EUR -2,5 Mio. Der IndirectBereich hingegen kann gegenüber dem Vorjahr mit coronoabedingt erhöhten Retourenaufkommen ein Wachstum von EUR 4,6 Mio. verzeichnen. Umsatz nach Geschäftsbereichen 1. Direct Der Bereich Direct generiert seine Umsätze unmittelbar mit Kunden über eigene Webseiten und Shop Systeme wie z.B.:
2. Indirect und B2B Diese Vertriebskanäle umfassen Umsätze, welche MAGIX z.B. mittelbar erzielt über:
3. Sonstige Hierunter fallen Umsätze, die keinem der oben genannten Geschäftsbereiche zuzuordnen sind wie z. B. Bundlings. Die Umsatzentwicklung im Hinblick auf die Geschäftsbereiche gestaltete sich folgendermaßen:
Umsatz nach Regionen Die regionale Umsatzentwicklung gestaltete sich wie folgt:
Bruttomarge Die Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen beliefen sich auf EUR 4,3 Mio. Das Bruttoergebnis vom Umsatz erreichte einen Wert von EUR 27,9 Mio. und lag damit um EUR 1,3 Mio. (4,9 %) über dem Vorjahr. Trotz höherem Umsatz konnte der Wareneinsatz absolut gesehen um 2,9 % gesenkt werden, die Rohmarge stieg um 0,9 %-Punkte. Neben fremdbezogenen Hardwarekomponenten, die zusammen mit der Software von MAGIX in unseren Applikationen enthalten sind, beinhalten die Umsatzkosten im Wesentlichen Materialkosten sowie Drittlizenzen, insbesondere für sogenannte Codecs. Hierbei handelt es sich um Standardmedienformate wie beispielsweise das MPG-Format. Da es nicht sinnvoll ist, solche Standards selbst zu entwickeln, werden für deren Verwendung Lizenzgebühren entrichtet. Kostenstruktur Die Betriebsaufwendungen (vor sonstigen betrieblichen Erträgen und Aufwendungen sowie Abschreibungen auf den Firmenwert) betrugen EUR 24,1 Mio. Davon entfielen EUR 5,4 Mio. auf Abschreibungen und EUR 18,6 Mio. auf operative Kosten. Die Entwicklung der operativen Kosten in den Bereichen Vertrieb, Verwaltung sowie Forschung und Entwicklung (F&E) stellt sich wie folgt dar:
Die Vertriebskosten (ohne Abschreibungen) liegen insgesamt unter den Kosten des Vorjahres, das im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie außerordentliche Einmaleffekte auswies und beliefen sich auf EUR 7,2 Mio. (Vorjahr EUR 10,2 Mio.). Hierzu zählen Personalkosten für Vertriebsmitarbeiter, Marketingkosten sowie die sonstigen Vertriebskosten. Im Verwaltungsbereich betrugen die Kosten (ohne Abschreibungen) EUR 5,9 Mio. (im Vorjahr EUR 5,9 Mio.). Hierzu zählen neben den Personalkosten des Bereichs auch Aufwendungen für Forderungsverluste sowie sonstige operative Verwaltungskosten. Die Kosten im F&E-Bereich (ohne Abschreibungen) betrugen EUR 5,5 Mio. (im Vorjahr EUR 4,5 Mio.). Hierzu zählen neben Personalkosten des F&E-Bereichs auch sonstige operative Kosten. 3.2 Finanz- und Vermögenslage Bilanz
Die Bilanzsumme lag zum Bilanzstichtag bei EUR 117,9 Mio. und liegt im Wesentlichen aufgrund der Verminderung des Anlagevermögens aufgrund linearer Abschreibungen unter Vorjahr (EUR 127,0 Mio.). Der Wert des Anlagevermögens in Höhe von EUR 104,7 Mio. beruht im Wesentlichen auf dem Wert immaterieller Vermögensgegenstände von EUR 104,4 Mio. Hieran hat der Geschäfts- oder Firmenwert, der aus dem Erwerb der MAGIX Software GmbH und deren Tochtergesellschaften resultierte, sowie der daraus resultierende Kundenstamm und die aufgedeckten Markenwerte mit insgesamt EUR 89,8 Mio. einen wesentlichen Anteil. Des Weiteren bestehen immaterielle Vermögensgegenstände in Form von selbst geschaffenen gewerblichen Schutzrechten und ähnlichen Rechten und Werten in Höhe von EUR 11,0 Mio., entgeltlich erworbenen Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten in Höhe von EUR 2,3 Mio. sowie Anzahlungen für immaterielle Vermögensgegenstände in Höhe von EUR 1,3 Mio. Der Wert des Sachanlagevermögens in Höhe von EUR 0,3 Mio. resultiert aus Mietereinbauten (EUR 0,2 Mio.) sowie anderen Anlagen und Betriebs- und Geschäftsausstattung (EUR 0,1 Mio.). Der Wert des bilanzierten Eigenkapitals betrug EUR 10,8 Mio., was einer Eigenkapitalquote von 9,2 % entspricht. Hierin enthalten ist der Jahresfehlbetrag aus der Berichtsperiode in Höhe von EUR 4,6 Mio., welcher i.W. aus den laufenden (planmäßigen) Abschreibungen (EUR -13,6 Mio.) resultiert. Die Rückstellungen beliefen sich auf EUR 3,4 Mio. Hierbei handelt es sich im Wesentlichen um sonstige Rückstellungen für Personal, Retouren, Lizenzgebühren, Kundenboni und Marketingkosten. Die Verbindlichkeiten in Höhe von EUR 87,6 Mio. stellen überwiegend Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (EUR 10,0 Mio.), Darlehensverbindlichkeiten gegenüber Konzernfremden (EUR 32,2 Mio.) und Darlehensverbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter (EUR 23,8 Mio.) und Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht (EUR 19,5 Mio.), dar. Der passive Rechnungsabgrenzungsposten betrug EUR 0,5 Mio. Die passiven latenten Steuern, die aufgrund von Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen gebildet werden (insbesondere betreffend Marken und Kundenstamm), beliefen sich auf EUR 15,6 Mio. Cashflow Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit belief sich auf EUR 9,1 Mio. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit lag bei EUR -4,9 Mio., insbesondere aufgrund von Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände (i.W. Softwareentwicklung). Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit belief sich auf EUR -3,6 Mio., insbesondere aufgrund von Tilgungen und Zinszahlungen im laufenden Geschäftsjahr. Die Finanzierung der MAGIX-Gruppe ist durch die bestehenden Kreditlinien sichergestellt. MAGIX war im Geschäftsjahr 2020/2021 jederzeit in der Lage, bestehende finanzielle Verpflichtungen zu erfüllen. 3.3 Forschung & Entwicklung Die von MAGIX entwickelten Produkte bieten Lösungen für B2B, Corporates und Professionals sowie für Consumer an. Die Produkte sind in die Bereiche VIDEO und AUDIO und darunter in die Bereiche Professional und DIY unterteilt.
Die Entwicklungsschwerpunkte waren, wie in den Vorjahren, Neureleases mit wesentlichen Verbesserungen der Funktionalitäten in den Produktlinien:
Darüber hinaus wurden Investitionen für Technologien in den Ausbau des Subscription-Geschäfts sowie Tools zur Unterstützung kollaborativer Arbeit und Cloudanwendungen getätigt. Im Geschäftsjahr 2020/21 wurden Entwicklungskosten selbstgeschaffener immaterieller Vermögensgegenstände in Höhe von EUR 4,6 Mio. (inkl. selbst geschaffene Vermögensgegenstände in geleistete Anzahlungen) aktiviert. Auf die aktivierten Entwicklungskosten wurden im Berichtszeitraum EUR 4,8 Mio. lineare Abschreibungen vorgenommen. 3.4 Mitarbeiter Als kreativinnovatives Unternehmen setzt MAGIX auf Mitarbeiter, die neben fachlicher Kompetenz auch Leidenschaft für Audio und Video mitbringen. Das Team ist in einer sich immer schneller verändernden Umgebung der Garant dafür, dass MAGIX international nicht nur Schritt hält, sondern weiter als Trendsetter agiert. Im Fokus der Personalstrategie steht deshalb die permanente Ausbildung der Mitarbeiter, die agile Arbeitsweise und das vernetzte Arbeiten. MAGIX unterstützt dies durch entsprechende Maßnahmen und den Einsatz modernster Technologie. So wurden in 2020 die Bereiche Design, Marketing und Support agil den einzelnen UNITS zugeordnet. MAGIX ist gekennzeichnet durch ein hohes Engagement für die Berufsausbildung junger Menschen. Zum 30. September 2021 waren 48 Auszubildende im MAGIX-Konzern beschäftigt. Insgesamt beschäftige MAGIX im Jahresdurchschnitt (FTE) 223 Angestellte und 41 Auszubildende. Die Mitarbeiterzahl zum Ende des Geschäftsjahres (hier und im Folgenden jeweils umgerechnet in Vollzeitbeschäftigte) lag bei 274. Der Personalaufwand lag im Berichtsjahr bei EUR 12,3 Mio. Mitarbeiterübersicht für den Konzern (umgerechnet in Vollzeitbeschäftigte)
3.5 Konzernstruktur Der Hauptsitz der MAGIX Beteiligungs-GmbH ist in Berlin. Die Gesellschaft verfügt über Tochtergesellschaften in Deutschland, den USA, China und den Niederlanden. Die Forschungszentren befinden sich in Dresden, Hangzhou/China sowie Madison, USA. Die nachfolgende Übersicht zeigt die Tochtergesellschaften am 30. September 2021:
Über die Tochtergesellschaft MAGIX HoldCo GmbH verfügte die MAGIX Beteiligungs-GmbH über eine indirekte Beteiligung an der MAGIX Software GmbH, die wiederum an den folgenden Gesellschaften beteiligt ist:
Die im Geschäftsjahr 2018/19 in China gegründete Tochtergesellschaft leistet einen wichtigen Beitrag zur Erschließung des Pro/Broadcast-Bereiches in Asien. Das ebenfalls in 2018/2019 zusammen mit einem Partner gegründete Joint-Venture MA-FX dient der Bündelung unterschiedlicher technologischer Kompetenzen in der Video "Post-Production", welche direkt in die Entwicklung unserer Produkte mit Schwerpunkt VEGAS eingehen. 4. Nachtragsbericht Im Zeitraum zwischen dem Bilanzstichtag und der Aufstellung des Jahres-/ Konzernabschlusses kam es zu keinen weiteren nennenswerten Ereignissen. 5. Chancen und Risikobericht 5.1 Risikomanagement Die Märkte für Anwender-Softwareprodukte sind in einem besonderen Maße dem Wandel von Technologien unterworfen. Der Erfolg von MAGIX hängt davon ab, neue Trends und Entwicklungen vorauszusehen, die sich daraus ergebenden Chancen und Risiken zu bewerten und darauf basierend bestehende Produkte laufend zu verbessern und neue Produkte rechtzeitig zu entwickeln und einzuführen. Das Risikomanagementsystem beinhaltet die Gesamtheit aller organisatorischen Regelungen und Maßnahmen zur Risikoerkennung und zum Umgang mit den Risiken unternehmerischer Betätigung. Es ist darauf ausgerichtet, Risiken systematisch zu erfassen, um geeignete Maßnahmen zur Vermeidung bzw. Reduzierung der möglichen Risiken einzuleiten. Die einzelnen Bereiche des Risikomanagementsystems werden auf Ebene der Geschäftsführer zusammengeführt und dort fortlaufend überwacht. Innerhalb des Risikomanagements werden insbesondere folgende Maßnahmen bei Entscheidungsprozessen durchgeführt:
5.2 Chancenmanagement MAGIX agiert in einem dynamischen Marktumfeld, in welchem sich für die Unternehmensgruppe fortwährend neue Chancen ergeben. Diese systematisch zu erkennen, zu bewerten und zu nutzen und dabei Risiken zu vermeiden bzw. zu minimieren, ist ein wichtiger Faktor für das nachhaltige Unternehmenswachstum. Um ein erfolgreiches Chancenmanagement zu ermöglichen, zieht die Geschäftsführung Markt- und Wettbewerbsanalysen heran und befasst sich mit der Ausrichtung des Produktportfolios, den Kostentreibern sowie den kritischen Erfolgsfaktoren der Branche. Daraus werden konkrete Marktchancen und Initiativen abgeleitet, welche die Geschäftsführung regelmäßig mit den Anteilseignern abstimmt. Im Hinblick auf konkrete Chancen, die sich MAGIX gegenwärtig bieten, sei auf die im Prognosebericht erörterte Strategie verwiesen. 5.3 Einzelrisiken Risiken der Geschäftstätigkeit Die Entwicklung der Geschäftstätigkeit des Unternehmens ist abhängig von der allgemeinen Entwicklung des Marktes, insbesondere für Anwendungssoftware für professionelle und semi-professionelle Anwender. Dessen Wachstum wird wesentlich von technologischen und wirtschaftlichen Faktoren gefördert, die sich einer Kontrolle durch das Unternehmen entziehen. Hinzu kommt, dass das Marktumfeld einer hohen Dynamik unterliegt. MAGIX investiert kontinuierlich in neue Produkte und Dienste, ein breites Angebotsportfolio sowie in die Erschließung neuer Anwendergruppen und geographischer Märkte. Die Abhängigkeit von Entwicklungen in Teilbereichen des Marktes wird durch diese breit angelegten Aktivitäten in allen bestehenden Segmenten minimiert. Zusätzlich investiert MAGIX verstärkt in den Vertrieb über Subscriptionmodelle bei denen der Kunde die Software nicht zu einem Zeitpunkt fest kauft (,Perpetual') sondern über einen längeren Zeitraum (in der Regel 1 Jahr) als Abonnent einen Vertrag abschließt. Dies führt zu Beginn der Umstellung üblicherweise zu etwas geringeren Umsätzen, da die Beträge monatlich abgegrenzt fakturiert, vereinnahmt und verbucht werden. Der Erfolg der Subscriptionangebote ist neben den anderen genannten Faktoren maßgeblich für den weiteren Erfolg der MAGIX. Es ist zu erwarten, dass:
im Geschäftsjahr 2021/2022 für Wachstum sorgen werden. Unabhängig davon hängt die Umsatz- und Ertragslage von MAGIX wesentlich vom Markterfolg der neuen Produkte sowie der Beherrschung sich neu entwickelnder Technologien ab. Weiterhin bleibt abzuwarten wie schnell sich einzelne geographische Teilmärkte von der weltweiten Rezession in Folge der Corona-Pandemie erholen werden. Diesbezüglich besteht das Risiko, dass die weltweite Rezession länger bzw. stärker wirken könnte als prognostiziert (siehe Wachstumsprognosen im vorderen Berichtsteil). Das Marktrisiko für das kommende Geschäftsjahr wird daher höher eingeschätzt als in den Vorjahren. Wettbewerbsrisiken Der für MAGIX relevante Markt ist von globalem Wettbewerb geprägt. Einige der derzeitigen und potenziellen Wettbewerber verfügen dabei über umfangreichere finanzielle, technologische und personelle Ressourcen sowie eine größere Reichweite und/oder mehr Nutzer. Rechtliche und Lizenzrisiken MAGIX ist bei Entwicklung und Vertrieb von den jeweils geltenden rechtlichen Rahmenbedingungen abhängig. Mit Einführung der DSGVO wurde im Mai 2018 eine wesentliche Neuerung auch für MAGIX relevant, Restriktionen im Bereich zulässigen Trackings von Usern und dem Einsatz von Cookies oder der Speicherung von Daten außerhalb Europas führen zu weiteren Beschränkungen. Ebenfalls werden durch die marktbeherrschenden Firmen wie Google, Apple und anderen regelmäßig Veränderungen an deren Systemen für Rankings und den Möglichkeiten der Nachverfolgung des Kundenverhaltens vorgenommen. Es ist zu erwarten, dass diese Einschränkungen zunehmen werden. Erstmals im abgelaufenen Geschäftsjahr waren durch diese Einschränkungen und Änderungen spürbar negative Auswirkungen auf das Direct-Geschäft von MAGIX zu erkennen. Es gab direkt zuordenbare Umsatzeinbußen durch Google Core Updates aus dem Juli 2021 sowie Verschärfungen bei dem sogenannten Consent Management. Es ist zu erwarten, dass es künftig noch weitere Restriktionen im Tracking geben wird. Dies beeinflusst die Möglichkeit der gezielten Analyse der Wirksamkeit von Werbemaßnahmen und wird tendenziell zu steigenden Kosten im Bereich der Direct-Werbung führen. Weitere Änderungen dieser oder anderer gesetzlicher Rahmenbedingungen können für MAGIX zu weiteren spürbaren Nachteilen führen. Aufgrund des globalen Marktes besteht die Möglichkeit, dass die MAGIX-Gruppe mit ihren Entwicklungen unwissentlich das geistige Eigentum Dritter verletzt. Mit Hilfe einer umfangreichen Überprüfung der eigenen Produkte durch die Rechtsabteilung hat das Unternehmen die erforderlichen Schritte unternommen, um dieses Risiko weitestgehend zu minimieren. Aufgrund des globalen Vertriebes von Online-Produkten können steuerliche Restriktionen die Profitabilität negativ beeinflussen. In der Vergangenheit betraf dies u.a. die umsatzsteuerliche Behandlung von Umsätzen. Personelle Risiken Die Produkte und Dienstleistungen von MAGIX erfordern qualifizierte Mitarbeiter in den Bereichen F&E, Marketing und Vertrieb. Ohne einen entsprechenden Personalstamm können die strategischen und wirtschaftlichen Ziele von MAGIX möglicherweise nicht erreicht werden. Es ist im Jahr 2021 zu erkennen, dass der Wettbewerb um qualifiziertes Personal gestiegen ist. Daher erwarten wir in den Folgejahren steigende Personalkosten. Finanzwirtschaftliche Risiken MAGIX ist Ausfallrisiken bezogen auf Kundenforderungen sowie aufgrund des hohen Anteils an Auslandsumsätzen auch Währungsrisiken ausgesetzt. Zur Absicherung von Ausfallrisiken hat die Gesellschaft eine Warenkreditversicherung (mit entsprechendem Selbstbehalt) abgeschlossen. Zur Absicherung von Währungsrisiken werden derzeit keine Sicherungsinstrumente eingesetzt. Für die Fortführung und den Ausbau des Geschäftes ist die Gesellschaft auf die fortgesetzte Bereitstellung von Fremdfinanzierung angewiesen. Weiterhin hat die Gesellschaft aufgrund bestehender Finanzverträge bestimmte finanzielle Kennzahlen einzuhalten. Die Einhaltung dieser Kennzahlen hängt ganz wesentlich von der weiteren Umsatzentwicklung ab. Gesamtrisiko Der Ausbau im Bereich Corporate und B2B-Lösungen sowie die weitere Internationalisierung des Geschäfts führt einerseits zu einer Diversifikation des Risikos, andererseits zu einer Erhöhung der unternehmerischen Risiken aufgrund der getätigten Investitionen die sich erst amortisieren müssen sowie der zusätzlichen möglichen Risikofaktoren hieraus. Die Risikolage der Unternehmensgruppe wird derzeit insgesamt als stabil eingeschätzt. Es bestehen keine bestandsgefährdenden Risiken. 6. Prognosebericht 6.1 Strategie der MAGIX-Gruppe "MAGIX is a highly profitable, leading provider of integrated, advanced video and audio solutions for professionals and corporates in the fastest growing territories Northern Americas, Europe and Asia." Von dieser Vision und Strategie wird MAGIX auf klarem Kurs gehalten. Ziel ist es, für unsere Anwender eine Rundumlösung für digitale Inhalte aus einer Hand zur Verfügung zu stellen. Um die Bedürfnisse der Kunden antizipieren, wecken, ansprechen und letztlich befriedigen zu können, ist Innovation ein fest verankerter Bestandteil der Unternehmenskultur. Zur technischen Umsetzung wird die Software von MAGIX soweit wie möglich auf eine gemeinsame technologische Plattform gestellt - dies gilt plattformübergreifend. Dadurch werden Innovationen schnell und universell verfügbar: Sie werden zeitnah und reibungslos von einem Produkt auf andere übertragbar. DIY-Produkte profitieren von Entwicklungen aus dem PRO-Bereich. Direkter Vertriebskanal Das Direktgeschäft hat sich über die letzten Jahre hinweg als wichtigster Vertriebsbereich etabliert. Da die komplette Bandbreite der Software über die unternehmenseigenen Webseiten vertrieben wird, profitiert der Bereich unmittelbar von den Neu- und Weiterentwicklungen. Parallel dazu werden die Webseiten des Unternehmens informativer gestaltet, Power-User und Testimonials werden zunehmend eingebunden, der Markenauftritt an die zunehmend professionelle Kundschaft angepasst. Mit Produktschulungen, Workshops und zertifizierten Lehrgängen unterstützt die MAGIX Akademie aktiv den Direct-Channel. Sie dient der Verstärkung der Kundenbindung sowie der Vernetzung der Kunden untereinander und liefert zusätzliche Direktumsätze. Indirekter / B2B Vertriebskanal Im indirekten und B2B-Vertriebskanal wird der Ausbau des Corporate-Bereichs vorangetrieben. Das Partner- und Resellergeschäft, insbondere in Asien und USA, ist ein fester Bestandteil dieses Vertriebskanals. Ein weiterer wichtiger Vertriebsbereich sind Internethändler und Handelsplattformen, wie z.B. STEAM, ebay, Amazon. Die Bedeutung des stationären Einzelhandels wird in Folge von Ladenschließungen und Lockdowns durch die Corona-Pandemie mittelfristig weiter an Bedeutung verlieren. Dem trägt die Geschäftsführung mit organisatorisch angepassten Strukturen mit stärkerem Fokus auf Corporates und B2B Rechnung. 6.2 Erwartete Ertragslage Mit der dargestellten strategischen Ausrichtung sowie einer gut gefüllten Produktpipeline sieht sich MAGIX gut aufgestellt. Die Erwartungen zum Geschäftsverlauf für 2021/2022 fallen damit positiv aus. Sofern vom exogenen Umfeld keine außerordentlich negativen Impulse ausgehen, wird für das kommende Geschäftsjahr ein Umsatzwachstum erwartet. Dies setzt voraus, dass sich die Weltwirtschaft in 2022 von den Folgen der Corona-Pandemie erholen wird, sowie keine negativen Auswirkungen durch z. B. Handelshemmnisse oder Restriktionen in Asien für Software- oder Medienunternehmen eintreten. Insgesamt wird im Hinblick auf die Kostensituation eine unverändert hohe prozentuale Bruttomarge prognostiziert. Die Personalkosten werden in 2022 spürbar steigen, die Marketingkosten werden entsprechend der Umsatzentwicklung, aufgrund intensivierter Neukundenakquisition sowie sich verschärfender CIR steigend prognostiziert. Insgesamt wird davon ausgegangen, dass aufgrund der hohen Bruttomarge ein deutliches Ergebniswachstum generiert wird und sich die Finanzlage des Unternehmens positiv entwickelt. 6.3 Gesamtaussage Für die gegenwärtigen und zukünftigen Herausforderungen sieht sich MAGIX durch die Ausrichtung auf end-to-end Lösungen im Audio- und Videobereich mit der angepassten Organisations- und Führungsstruktur gut gerüstet. Das technologische Knowhow und die nachhaltig hohe Ertragskraft werden es MAGIX weiterhin ermöglichen, seine Position im Bereich der Anwendungssoftware gegen den internationalen Wettbewerb zu behaupten.
Berlin, 30. November 2021 gez. Klaus Schmidt, Geschäftsführer KONZERNBILANZ ZUM 30. SEPTEMBER 2021MAGIX BETEILIGUNGS-GMBH, BERLINAKTIVA
KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2020/21
KONZERNANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2020/21MAGIX BETEILIGUNGS-GMBH, BERLINI. Allgemeine Hinweise Die MAGIX Beteiligungs-GmbH mit Sitz in 10589 Berlin, Quedlinburger Straße 1, wird beim Amtsgericht Charlottenburg unter dem Registerblatt HRB 198153 geführt. Als Geschäftsführer der MAGIX Beteiligungs-GmbH ist Herr Klaus Schmidt bestellt. Die Gesellschaft wird von einem Geschäftsführer vertreten. Gegenstand des Unternehmens sind der Erwerb, das Halten, das Verwalten und die Veräußerung von Kapitalbeteiligungen an anderen Unternehmen, insbesondere von Beteiligungen an Gesellschaften, die im Bereich der Herstellung, der Entwicklung und des Vertriebs von Software, Audio-, Foto- und Video-Inhalten, Internet-Diensten im Bereich Video und Audio sowie im E-Commerce sowie aller damit zusammenhängenden Dienstleistungen tätig sind, sowohl im eigenen Namen, für eigene Rechnung und für Dritte sowie die Erbringung von Management- und administrativen Leistungen gegenüber Tochter- und Enkelgesellschaften sowie gegenwärtigen und künftigen weiteren Beteiligungsgesellschaften der Gesellschaft (insgesamt "Gesellschafts-Beteiligungen"). Die Gesellschaft ist eine Kleinst-Kapitalgesellschaft i.S.d. § 267a Abs. 1 HGB. Das Geschäftsjahr der MAGIX Beteiligungs-GmbH endet jeweils zum 30. September des Kalenderjahres. II. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Im Folgenden werden die wesentlichen bei der Erstellung des vorliegenden Konzernabschlusses angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden erörtert. Sofern nichts anderes angegeben ist, wurden die beschriebenen Methoden stetig auf die dargestellte Berichtsperiode angewandt. 1. Grundlagen der Abschlusserstellung Die MAGIX Beteiligungs-GmbH hat den Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2020/2021 gemäß §§ 290 ff. HGB und den ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes unter der Annahme der Unternehmensfortführung aufgestellt. Die Erstellung des Konzernabschlusses erfolgte grundsätzlich unter Anwendung des Anschaffungskostenprinzips. Der Konzernabschluss wird in Euro aufgestellt. Sofern nichts anderes angegeben ist, werden sämtliche Werte auf Tausend Euro (TEUR) gerundet. Die Gliederung der Konzernbilanz erfolgt nach der Vorgabe des § 266 HGB. Die Konzerngewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Umsatzkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 3 HGB aufgestellt. 2. Konsolidierung 2.1 Konsolidierungsgrundsätze und -methoden Der Konzernabschluss umfasst den Abschluss der MAGIX Beteiligungs-GmbH und ihrer Tochterunternehmen zum 30. September eines jeden Geschäftsjahres. Die Abschlüsse der Tochterunternehmen werden unter Anwendung einheitlicher Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden grundsätzlich zum gleichen Bilanzstichtag aufgestellt wie der Abschluss des Mutterunternehmens. Bei einem abweichenden Bilanzstichtag wird für das Tochterunternehmen ein Zwischenabschluss aufgestellt. Das Realisations- sowie das Imparitätsprinzip wurden dabei beachtet. Die Kapitalkonsolidierung für Unternehmen, die aufgrund eines Erwerbs erstmals konsolidiert wurden, wurde nach der Neubewertungsmethode zum Zeitpunkt, zu dem das Unternehmen Tochterunternehmen geworden ist, vorgenommen. Dabei wird der Wertansatz der dem Mutterunternehmen gehörenden Anteile mit dem auf diese Anteile entfallenden Betrag des Eigenkapitals des Tochterunternehmens verrechnet. Das Eigenkapital wird mit dem Betrag angesetzt, der dem zum Konsolidierungszeitpunkt beizulegenden Zeitwert der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten und Sonderposten entspricht. Ein nach der Verrechnung verbleibender Unterschiedsbetrag wird, wenn er auf der Aktivseite entsteht, als "Geschäfts- oder Firmenwert" und, wenn er auf der Passivseite entsteht, unter dem Posten "Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung" ausgewiesen. Der für die Bestimmung des Zeitwerts der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten und Sonderposten und der für die Kapitalkonsolidierung maßgebliche Zeitpunkt ist grundsätzlich der, zu dem das Unternehmen Tochterunternehmen geworden ist. Alle konzerninternen Salden, Transaktionen, Erträge, Aufwendungen, Gewinne und Verluste aus konzerninternen Transaktionen werden gemäß §§ 303, 304 und 305 HGB in voller Höhe eliminiert. 2.2 Konsolidierungskreis Tochtergesellschaften werden zum Zeitpunkt des beherrschenden Einflusses in den Konzernabschluss einbezogen. Die folgenden Gesellschaften gehören zur MAGIX-Gruppe und wurden neben der MAGIX Beteiligungs-GmbH in den Konzernabschluss einbezogen:
Über die Tochtergesellschaft MAGIX HoldCo GmbH verfügte die MAGIX Beteiligungs-GmbH über eine indirekte Beteiligung an der MAGIX Software GmbH, die wiederum an den folgenden Gesellschaften beteiligt ist:
Die Anteile an der MA-FX GmbH, Berlin, (50 %) werden nach der Equity-Methode bewertet. 3. Währungsumrechnung Der Konzernabschluss wird in Euro, der funktionalen Währung der MAGIX Beteiligungs-GmbH und der Darstellungswährung des Konzerns, aufgestellt. Die im Abschluss des jeweiligen Unternehmens enthaltenen Fremdwährungs-Posten werden unter Verwendung dieser funktionalen Währung bewertet. Fremdwährungstransaktionen werden zunächst zum - am Tag des Geschäftsvorfalls - gültigen Kassakurs umgerechnet. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 298 Abs. 1 i.V. m. § 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 298 Abs. 1 i. V. m. § 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet. Die Aktiv- und Passivposten der in ausländischer Währung aufgestellten Jahresabschlüsse wurden, mit Ausnahme des Eigenkapitals (gezeichnetes Kapital, Rücklagen, Ergebnisvortrag zu historischen Kursen) zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag in Euro umgerechnet. Die Posten der Konzerngewinn- und Verlustrechnung werden zum Durchschnittskurs in Euro umgerechnet. Die sich ergebende Umrechnungsdifferenz wird innerhalb des Konzerneigenkapitals ausgewiesen. 4. Immaterielle Vermögensgegenstände Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten angesetzt und entsprechend ihrer Nutzungsdauer über 3 bis 8 Jahre abgeschrieben. Selbst erstellte immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden mit ihren Herstellungskosten angesetzt und entsprechend ihrer Nutzungsdauer über 5 Jahre abgeschrieben. 4.1 Geschäfts- oder Firmenwert, Kundenstamm sowie Marken Der Geschäfts- oder Firmenwert, Kundenstamm sowie die Marken sind aus der Kaufpreisallokation des Anteilskaufs im Rahmen der erstmaligen Kapitalkonsolidierung der MAGIX Software GmbH durch die MAGIX HoldCo GmbH entstanden. Es wurden die handelsrechtlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewendet. Die Nutzungsdauern sind auf 15 Jahre festgelegt worden; es wird die lineare Abschreibungsmethode angewendet. 4.2 Software und Schutzrechte Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden beim erstmaligen Ansatz zu Anschaffungskosten bewertet. Die Folgebewertung erfolgt zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter linearer Abschreibungen und etwaiger Wertminderungsaufwendungen. 4.3 Forschungs- und Entwicklungskosten Forschungskosten werden als Aufwand in der Periode erfasst, in der sie angefallen sind. Ein immaterieller Vermögensgegenstand, der aus der Entwicklung im Rahmen eines einzelnen Projekts entsteht, wird nur dann erfasst, wenn die MAGIX-Gruppe die technische Realisierbarkeit der Fertigstellung des immateriellen Vermögensgegenstands, damit dieser zur internen Nutzung oder zum Verkauf zur Verfügung steht, sowie die Absicht, den immateriellen Vermögensgegenstand fertig zu stellen und ihn zu nutzen oder zu verkaufen, nachweisen kann. Ferner muss der Konzern die Generierung eines künftigen wirtschaftlichen Nutzens durch den Vermögensgegenstand, die Verfügbarkeit von Ressourcen zur Vollendung des Vermögensgegenstands und die Fähigkeit, die dem immateriellen Vermögensgegenstand während seiner Entwicklung zurechenbaren Ausgaben zuverlässig ermitteln zu können, belegen. Nach erstmaligem Ansatz der Entwicklungskosten wird das Anschaffungskostenmodell angewendet, nach dem der Vermögensgegenstand zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen und kumulierter Wertminderungsaufwendungen anzusetzen ist. Die aktivierten Beträge werden über die Nutzungsdauer planmäßig linear abgeschrieben. Die zu Grunde gelegte Nutzungsdauer entspricht dem Zeitraum, über den die Erzielung von Umsätzen aus dem jeweiligen Projekt erwartet wird. Die Software-Entwicklungskosten enthalten im Wesentlichen die Kosten für 7 Softwareplattformen (Produktlinien) sowie die im Rahmen von Unternehmenserwerben erlangten Softwareprodukte. Die technologische Reife dieser Plattformen kann durch die erfolgreiche Vermarktung in den vergangenen Jahren nachgewiesen werden. Die aktivierten Software-Entwicklungskosten werden basierend auf den Verkaufserfahrungen der Vergangenheit und den erwarteten Verkaufserlösen für die Zukunft über eine erwartete Nutzungsdauer von 5 Jahren abgeschrieben. 5. Sachanlagen Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten angesetzt und um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit einem Wert von EUR 251,00 bis EUR 800,00, die ab dem 01.01.2018 angeschafft worden sind, werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben und im gleichen Geschäftsjahr als Abgang gezeigt. 6. Vorräte Die Vorräte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips angesetzt. Die fertigen Erzeugnisse werden mit den Herstellungskosten bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Die angesetzten Herstellungskosten enthalten die Fertigungs- und Materialeinzelkosten sowie ferner angemessene Teile der Fertigungs- und Materialgemeinkosten. Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen werden zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag aktiviert. Handelswaren werden zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Marktpreisen bewertet. 7. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten wird durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko wird durch pauschale Abschläge berücksichtigt. In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, i.H.v. TEUR 161 enthalten. 8. Guthaben bei Kreditinstituten und Kassenbestand Guthaben bei Kreditinstituten und Kassenbestand werden zum Nominalwert bewertet. 9. Rückstellungen Die Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d. h. einschließlich zukünftiger Kosten und Preissteigerungen) angesetzt. Die Retourenrückstellung wurde anhand von ermittelten Rücksendequoten aufgrund von Erfahrungswerten gebildet. Die Rückstellung betrifft insbesondere Retouren im Bereich B2C indirect (Retail-Geschäft). Die Umsatzrealisierung berücksichtigt angemessene Rückstellungen in Höhe der zu erwartenden Retouren. Die Rückstellungsbildung erfolgt nach der Bruttomethode, nach der die Zuführung zur Retourenrückstellung (unter Berücksichtigung des Materialaufwandes der zu erwartenden Retoure, zuzüglich zugehöriger Kosten) umsatzmindernd berücksichtigt wird. Die Bewertung der Retourenrückstellung wurde per 30.09.2021 an die aktuelle Entwicklung im Einzelhandel auf Basis der Auswirkungen der Corona-Pandemie angepasst. Hierdurch hat sich die Rückstellung ggü. Vorjahr (TEUR 1.390) auf TEUR 750 reduziert. 10. Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. III. Erläuterungen zur Bilanz 1. Anlagevermögen 1.1. Immaterielle Vermögensgegenstände Die Entwicklung der einzelnen Positionen der immateriellen Vermögensgegenstände der MAGIX-Gruppe ist im Anlagenspiegel dargestellt. Der Posten "Geleistete Anzahlungen" unter den immateriellen Vermögensgegenständen beinhaltet auch in Entwicklung befindliche selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände. Im Geschäftsjahr 2020/2021 wurden Entwicklungskosten selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 4.590 (inkl. geleistete Anzahlungen) aktiviert. 1.2. Sachanlagen Die Entwicklung der einzelnen Positionen des Sachanlagevermögens der MAGIX-Gruppe ist im Anlagenspiegel dargestellt. 2. Umlaufvermögen Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Alle Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. 3. Eigenkapital Die Entwicklung der einzelnen Positionen des Eigenkapitals der MAGIX-Gruppe ist im Eigenkapitalspiegel dargestellt. Das gezeichnete Kapital der MAGIX-Gruppe entspricht zum 30. September 2021 dem gezeichneten Kapital der MAGIX Beteiligungs-GmbH von TEUR 100. 4. Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 3.341 wurden im Wesentlichen für Personal (TEUR 547), Kundenboni (TEUR 320), Lizenzgebühren (TEUR 530), Retourenrisiken (TEUR 750), Marketingkosten (TEUR 144) sowie für Abschluss- und Prüfungskosten (TEUR 118) gebildet. 5. Verbindlichkeiten Die Restlaufzeiten und die Besicherung der Verbindlichkeiten werden im Verbindlichkeitenspiegel im Einzelnen dargestellt. Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte aus der Lieferung von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen. Darüber hinaus bestehen bei den Verbindlichkeiten keine Sicherheiten. Verbindlichkeitenspiegel in TEUR zum 30.09.2021:
Die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, enthalten sonstige Verbindlichkeiten und betreffen Gesellschafter. Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern (TEUR 23.787; VJ: TEUR 23.669). 6. Latente Steuern Die aus der Kapitalkonsolidierung entstandenen Positionen (Kundenstamm und Marken) sind mit passiven latenten Steuern belastet. Im Rahmen der Erstkonsolidierung ergaben sich passive latente Steuern von EUR 18,4 Mio. Die passiven latenten Steuern auf Kundenstamm und Marken verminderten sich im Geschäftsjahr in Höhe von EUR 1,2 Mio. Die passiven latenten Steuern auf selbsterstellte immaterielle Vermögensgegenstände haben sich im Geschäftsjahr um EUR 0,3 Mio. vermindert. Weitere EUR 2,5 Mio. passive latente Steuern ergeben sich aus der Aktivierung der selbst entwickelten Software bzw. der Fortschreibung aufgrund der ratierlichen Abschreibung dieser Vermögensgegenstände. Der zugrunde gelegte Steuersatz beläuft sich auf 30 %. 7. Sonstige finanzielle Verpflichtungen nach § 314 Abs. 1 Nr. 2a HGB
8. Geschäfte mit nahestehenden Personen Die Geschäfte mit nahestehenden Personen und Unternehmen werden zu denselben Konditionen wie mit fremden Dritten abgewickelt. IV. Erläuterungen zur Konzerngewinn- und Verlustrechnung 1. Umsatzerlöse Regional gliedern sich die Umsatzerlöse wie folgt:
Nach Bereichen gliedern sich die Umsatzerlöse wie folgt:
2. Herstellungskosten Fremdkapitalzinsen werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Die mit der Forschungs- und Entwicklungstätigkeit im Zusammenhang stehenden Abschreibungen auf Software, Schutzrechte, Software-Entwicklungskosten und sonstige Geschäftsausstattung in Höhe von TEUR 4.796 wurden auf Grund des gesonderten Ausweises der Forschungs- und Entwicklungskosten in der Gewinn- und Verlustrechnung nicht unter den Umsatzkosten, sondern unter den Forschungs- und Entwicklungskosten ausgewiesen. 3. Personalaufwand Der Personalaufwand betrug im abgelaufenen Geschäftsjahr nach Gesamtkostenverfahren TEUR 12.327, davon entfallen auf Löhne und Gehälter TEUR 10.065, auf Sozialabgaben TEUR 2.085 und auf sonstige Personalkosten TEUR 177. 4. Forschungs- und Entwicklungskosten Neben den Vertriebs- und Verwaltungskosten beinhaltet die Gewinn- und Verlustrechnung eine gesonderte Position für Forschungs- und Entwicklungskosten. Dabei handelt es sich um Personalkosten, sonstige Aufwendungen sowie um Abschreibungen auf selbsterstellte Software-Entwicklungen. Durch den differenzierten Ausweis wird der herausragenden Bedeutung des F&E-Bereichs für die MAGIX-Gruppe Rechnung getragen. Die Forschungs- und Entwicklungskosten enthalten neben den planmäßigen Abschreibungen in Höhe von TEUR 4.796 keine außerplanmäßigen Abschreibungen. 5. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten vor allem Erträge aus Währungsumrechnungen in Höhe von TEUR 498. V. Erläuterungen zur Konzernkapitalflussrechnung Der Finanzmittelfonds setzt sich aus den Bilanzposten Kassenbestand, Guthaben bei Kreditins-tituten und Schecks zusammen und unterliegt keinen Verfügungsbeschränkungen. VI. Sonstige Angaben 1. Organe der MAGIX Beteiligungs-GmbH Der Geschäftsführung der MAGIX Beteiligungs-GmbH gehörten im Geschäftsjahr an:
2. Mitarbeiter Die Unternehmensgruppe beschäftigte im Jahresdurchschnitt 223 Angestellte und 41 Auszubildende. 3. Honorar des Abschlussprüfers Im Geschäftsjahr 2020/2021 wurden Prüfungshonorare in Höhe von TEUR 60 erfasst. 4. Ergebnisverwendung der MAGIX Beteiligungs-GmbH (handelsrechtlicher Jahresabschluss) Der Jahresfehlbetrag der MAGIX Beteiligungs-GmbH des Geschäftsjahres 2020/2021 in Höhe von TEUR -314 wird auf neue Rechnung vorgetragen.
Berlin, 30. November 2021 gez. Klaus Schmidt, Geschäftsführer
Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die MAGIX Beteiligungs-GmbH, Berlin Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der MAGIX Beteiligungs-GmbH, Berlin, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 30. September 2021, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2020 bis zum 30. September 2021 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der MAGIX Beteiligungs-GmbH, Berlin, für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2020 bis zum 30. September 2021 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Bad Oeynhausen, 30. Dezember 2021 AUDITAS
GmbH
gez. Dipl.-Kfm. Nils Weinberger, Wirtschaftsprüfer gez. Wilhelm Bollmann, Wirtschaftsprüfer MAGIX BETEILIGUNGS-GMBH, BERLIN KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2020/21
Der Konzernabschluss wurde in der Gesellschafterversammlung vom 18.01.2022 gebilligt. |
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