Sumitomo Rubber Europe GmbH
Selbe AdresseHerstellung von Kautschuk, Kautschukmischungen und Halbzeug daraus
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Maurice Hasani seit 25.2.2025 | Geschäftsführer |
Toru Saito seit 25.2.2025 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Sumitomo Rubber Rubber Industries Ltd. | 100.00% |
Eigentümerstruktur und Kapitalverteilung des Unternehmens
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Dunlop TECH GmbHHanauJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Dunlop TECH GmbH, Hanau Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Dunlop TECH GmbH, Hanau, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Dunlop TECH GmbH, Hanau, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Der gesetzliche Vertreter ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der gesetzliche Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Frankfurt am Main, den 29. Mai 2024 HSA
Frankfurt GmbH
Veronika Leja, Wirtschaftsprüferin Ulrike Antosch, Wirtschaftsprüferin Bei Veröffentlichungen oder Weitergabe des Jahresabschlusses und/oder des Lageberichtes in einer von der bestätigten Fassung abweichenden Form bedarf es zuvor unserer erneuten Stellungnahme, sofern hierbei unser Bestätigungsvermerk zitiert oder auf unsere Prüfung hingewiesen wird; wir weisen insbesondere auf § 328 HGB hin. Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023I. Allgemeines Die Dunlop Tech GmbH hat ihren Sitz in Hanau und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Hanau (HRB 5858). Die Dunlop Tech GmbH ist zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 HGB. Der Jahresabschluss wird nach den Rechnungslegungsvorschriften für Kapitalgesellschaften des Handelsgesetzbuches (HGB) unter Berücksichtigung des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt. Für die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung wird das Gesamtkostenverfahren angewandt. Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang anzubringen sind, weitestgehend im Anhang aufgeführt. II. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Der Ansatz des Anlagevermögens erfolgt zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige und - sofern erforderlich - außerplanmäßige Abschreibungen. Außerplanmäßige Abschreibungen werden bei dauernder Wertminderung vorgenommen. Soweit die Gründe für dauernde Wertminderung entfallen, werden Zuschreibungen bis zu den fortgeführten Anschaffungskosten vorgenommen. Software wird planmäßig über eine Nutzungsdauer von drei bis fünf Jahren unter Anwendung der linearen Methode abgeschrieben. Die planmäßige Abschreibung der "Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken" sowie der "technischen Anlagen und Maschinen" wird linear über eine Nutzungsdauer von fünf bis 33 Jahren vorgenommen; der linearen Abschreibung der "anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung" liegt eine Nutzungsdauer von zwei bis zehn Jahren zugrunde. Geleistete Anzahlungen werden mit dem Nennwert angesetzt. Geringwertige Vermögensgegenstände des Anlagevermögens im Einzelwert bis 800,- EUR werden sofort in den Aufwand gebucht. Ein Sammelposten wird nicht gebildet. Finanzanlagen sind mit Anschaffungskosten, gegebenenfalls - bei voraussichtlich dauerhafter oder vorübergehender Wertminderung - unter Vornahme außerplanmäßiger Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert ausgewiesen. Bei Wegfall der Gründe für Abschreibungen werden entsprechende Zuschreibungen vorgenommen. Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Waren erfolgt zu durchschnittlichen Anschaffungskosten bzw. zu den niedrigeren beizulegenden Werten am Abschlussstichtag. Die Bewertung der unfertigen Erzeugnisse/Leistungen und fertigen Erzeugnisse erfolgt auf Basis von Einzelkalkulationen zu Herstellungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips. Diese enthalten Materialkosten, variable Fertigungskosten, Sondereinzelkosten der Fertigung und anteilige Gemeinkosten sowie Abschreibungen des Anlagevermögens, soweit diese durch Fertigung veranlasst sind. Fremdkapitalzinsen werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Abwertungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert werden vorgenommen. Risiken aus überdurchschnittlicher Lagerdauer und/oder geminderter Verwendbarkeit werden durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zum Nennwert angesetzt, soweit nicht in Einzelfällen ein niedrigerer Wertansatz geboten ist. Den Risiken im Forderungsbestand wird durch die Bildung von Einzel- und Pauschalwertberichtigungen in ausreichendem Maße Rechnung getragen. Die liquiden Mittel (Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten) werden zum Nennwert angesetzt. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthält Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwendungen für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Das gezeichnete Kapital ist zum Nennwert bilanziert. Der versicherungsmathematische Wert der Pensionsrückstellungen wurde gutachterlich unter Anwendung des Anwartschaftsbarwertverfahrens ermittelt. Die Abzinsung der Rückstellungen erfolgte gemäß § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB mit dem durchschnittlichen Marktzins der vergangenen zehn Jahre und unter Inanspruchnahme des Wahlrechts gemäß § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB für eine angenommene Laufzeit von 15 Jahren. Bei der Berechnung der Rückstellung wurden wie im Vorjahr die Heubeck-Richttafeln 2018 G, ein Rechnungszinsfuß von 1,82 % p.a. (Vorjahr 1,78 % p.a.), ein Rententrend von 2,00 % p.a. (Vorjahr 2,00 % p.a.) und spezifische Fluktuationswahrscheinlichkeiten zugrunde gelegt. Der Pensionsplan ist geschlossen. Erfolgswirkungen aus einer Änderung des Abzinsungssatzes werden im Finanzergebnis ausgewiesen. Die Verwendung des durchschnittlichen Marktzinses von zehn Jahren (1,82 % p.a.) anstatt des durchschnittlichen Marktzinses von sieben Jahren 1,74 % p.a. (Vorjahr 1,44 % p.a.) ergibt einen Unterschiedsbetrag von € 47.143, der ausschüttungsgesperrt ist. Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Sie wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Die Jubiläumsrückstellungen wurden nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren mit einem Zinsfuß von 1,74 % p.a. (Vorjahr 1,44 % p.a.) unter Anwendung der Heubeck-Richttafeln 2018 G wie im Vorjahr, einem Gehaltstrend von 2,5 % p.a. (Vorjahr 2,5 % p.a.), einer Fluktuation von 1,7 % p.a. (Vorjahr 4,5 % p.a.) sowie einem Anstieg der Beitragsbemessungsgrenze von 2,5 % p.a. (Vorjahr 2,5 % p.a.) gutachterlich ermittelt. Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung wurden gemäß § 256a HGB am Bilanzstichtag mit dem Devisenkassamittelkurs des Bilanzstichtages umgerechnet, da die auf fremde Währung lautenden Forderungen und Verbindlichkeiten eine Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger haben. Langfristige Fremdwährungsposten bestehen nicht. Aktive und passive latente Steuern werden saldiert ausgewiesen. Im Falle eines Aktivüberhangs der latenten Steuern zum Bilanzstichtag wird von dem Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 S. 2 HGB kein Gebrauch gemacht. Der Aktivüberhang beruht im Wesentlichen auf den abweichenden Wertansätzen der Pensionsrückstellungen. Der Berechnung der latenten Steuern liegt ein effektiver Steuersatz von 30,875 % zugrunde (15,825 % für die Körperschaftsteuer einschließlich Solidaritätszuschlag und 15,05 % für die Gewerbesteuer), der sich voraussichtlich im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen ergeben wird. Der Steuersatz für die Gewerbesteuer ergibt sich aus dem Gewerbesteuerhebesatz von 430 %. III. Erläuterungen zur Bilanz Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens während des Geschäftsjahres 2023 ist im Anlagenspiegel als Anlage zum Anhang dargestellt. Die im Vorjahr ausgewiesenen Ausleihungen an Gesellschafter resultierten in voller Höhe aus einer Darlehensgewährung. Im aktuellen Abschluss wird das Darlehen (T€ 5.749; Vorjahr T€ 23.267) aufgrund seiner Fristigkeit in die Forderungen gegen Gesellschafter umgegliedert. Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben unverändert zum Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren ausschließlich aus Lieferungen und Leistungen. Die Forderungen gegen den Gesellschafter resultieren in Höhe von T€ 389 (Vorjahr T€ 162) aus der Abrechnung von konzerninternen Dienstleistungen. Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten im Wesentlichen Forderungen aus abzugsfähiger Vor- und Einfuhrumsatzsteuer, sowie Erstattungsansprüche aus Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag für Vorjahre von insgesamt T€ 992 (Vorjahr T€ 338). Die Gewinnrücklagen entfallen vollständig auf andere Gewinnrücklagen. Der anteilig nicht ausgeschüttete Jahresüberschuss aus 2022 wurde in den Gewinnvortrag eingestellt. Die in 2023 erfolgte Ausschüttung beläuft sich auf T€ 19.335. Rückstellungspflichtige Pensionsverpflichtungen bestehen zum Bilanzstichtag in Höhe von T€ 5.206 (Vorjahr T€ 5.485). Die sonstigen Rückstellungen enthalten unter anderem Rückstellungen für Reklamationsaufwendungen (T€ 3.200; Vorjahr T€ 60), personalbezogene Rückstellungen für Urlaubstage und Gleitzeitguthaben der Mitarbeiter sowie Bonus- und Tantieme-Verpflichtungen (T€ 153; Vorjahr T€ 511), Rückstellungen für ausstehende Rechnungen (T€ 297; Vorjahr T€ 141) sowie für Dienstjubiläen (T€ 112; Vorjahr T€ 116). Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sowie die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter entfallen ausschließlich auf Lieferungen und Leistungen. Alle Verbindlichkeiten sind unverändert zum Vorjahr ausschließlich innerhalb eines Jahres fällig. IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt auf: Geschäftsbereiche
Geographische Lage
Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten im Berichtsjahr Erträge aus Währungsumrechnung von T€ 227 (Vorjahr T€ 742), sowie Wertberichtigungsauflösungen T€ 10 (Vorjahr T€ 0). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten im Wesentlichen Aufwendungen aufgrund von Kundenreklamationen (T€ 3.200), Raum- und Fahrzeugkosten in Höhe von T€ 234 (Vorjahr T€ 173) und Aufwendungen für bezogene Dienstleistungen in Höhe von T€ 1.256 (Vorjahr T€ 821). Zudem berücksichtigt der Posten Reise- und Bewirtungsaufwendungen von T€ 391 (Vorjahr T€ 146), Beratungsaufwendungen in Höhe von T€ 109 (Vorjahr T€ 130). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten im Geschäftsjahr 2023 Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von T€ 328 (Vorjahr T€ 445). Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag entfallen in Höhe von T€ 559 auf Steuerforderungen aus Verlustrücktrag. V. Sonstige Angaben Verpflichtungen aus § 285 Nr. 3 und 3a HGB ergeben sich im Wesentlichen aus Miet- und Leasingverträgen sowie fixen Serviceverträgen wie folgt:
Das berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers für das abgeschlossene Geschäftsjahr teilt sich wie folgt auf:
Im Jahr 2023 betrug die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter ohne Auszubildende und Leitungsorgane insgesamt 65 (Vorjahr 64); hiervon waren 54 (Vorjahr 52) Angestellte sowie 11 (Vorjahr 12) gewerbliche Arbeitnehmer beschäftigt. Ergebnisverwendung Die Geschäftsführung schlägt vor, den Bilanzgewinn von T€ 1.726, der sich aus dem Jahresfehlbetrag von T€ 2.681 und dem Gewinnvortrag von T€ 4.407 ergibt, auf neue Rechnung vorzutragen. Folgende Herren waren im Jahr 2023 als Geschäftsführer bestellt:
Auf die Angabe der Bezüge der Geschäftsführer wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Sumitomo Rubber Industries Ltd., Kobe/ Japan, einbezogen, die diesen für den größten und kleinsten Kreis verbundener Unternehmen aufstellt. Der Konzernabschluss ist am Sitz des Mutterunternehmens erhältlich. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag gemäß § 285 Nr.33 HGB lagen nicht vor.
Hanau, den 29. Mai 2024 Dunlop TECH GmbH Geschäftsführung Bernd Schuchhardt Hirokazu Nishimori Entwicklung des Anlagevermögens in 2023
Lagebericht für das Geschäftsjahr 20231. Grundlagen der Gesellschaft Geschäftsmodell Die Dunlop TECH GmbH, Hanau, ist ein Tochterunternehmen (100%) der Sumitomo Rubber Industries Ltd., Kobe/Japan (SRI). Im Geschäftsjahr 2023 waren die Geschäftsbereiche "Instant Mobility System" (IMS; Reifenpannensysteme) und "Deflation Warning System" (DWS; indirekte Reifendruckwarnsysteme) wesentlicher Bestandteil der geschäftlichen Aktivitäten der Dunlop TECH GmbH. Forschung und Entwicklung Im Bereich DWS wird seitens der Forschung und Entwicklung zusammen mit dem Mutterkonzern SRI kontinuierlich an einer optimierten und kostengünstigeren Applikation der Software an Serienfahrzeugen gearbeitet. Mehrere Serienprojekte (laufende Systemanpassungen bedingt durch neue PKW- Modellreihen unserer Kunden) konnten erfolgreich in den Markt eingeführt sowie Aufträge für neue Modellreihen gewonnen werden. In Zusammenarbeit mit dem Mutterkonzern SRI werden kontinuierlich Funktionsverbesserungen entwickelt und bei Dunlop TECH erprobt. Der Mutterkonzern hat das DWS-System zu einem mehrfunktionalen Informationssystem weiterentwickelt, das sogenannte Sensing Core System (SC). Dieses ist im japanischen Markt erprobt worden und wird im asiatischen Raum mit einem Fahrzeughersteller in Serie eingesetzt. Im Bereich IMS hat sich die Entwicklung aufgrund einer Feldreklamation auf eine verbesserte Konstruktion der Entleervorrichtung konzentriert. Im Innovationskernteam wird an der Gründung neuer Geschäftsbereiche gearbeitet. Zahlreiche Innovationsideen konnten bereits in den Status der Projektverfolgung, mit dem Ziel der Serienproduktion überführt werden. Die Forschungs- und Entwicklungskosten betragen im Jahr 2023 T€ 1.923. Es sind 18 Mitarbeiter in diesem Bereich beschäftigt. Leistungsindikatoren Als wesentliche finanzielle Leistungsindikatoren werden die Umsatzerlöse, der Deckungsbeitrag (Rohergebnis) und das Ergebnis vor Steuern zugrunde gelegt. Der zentrale nicht finanzielle Leistungsindikator ist für das Management die Arbeitssicherheit. Eine Kennzahl dazu ist die Unfallstatistik. Der Krankenstand ist ein weiterer zentraler nicht finanzieller Indikator. 2. Wirtschaftsbericht Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen Die deutsche Wirtschaft war im gesamten Jahresverlauf 2023 von einer wirtschaftlichen Stagnation bei gleichzeitig hohen, wenn auch rückläufigen Inflationsraten geprägt. Ursächlich für diese schwächer als zu Jahresbeginn allgemein erwartete Entwicklung waren vor allem die Nachwirkungen der massiven Kaufkraftverluste im Zuge der Energiepreiskrise, die den privaten Konsum geschwächt haben. Hinzu kommen die deutlich geringere Wachstumsdynamik der Weltwirtschaft sowie die dämpfenden Effekte der geopolitischen Spannungen und Krisen. Das BIP der deutschen Wirtschaft schrumpfte in 2023 um 0,3%. Die Inflationsrate hatte sich seit Jahresbeginn 2023 etwa halbiert. In den einzelnen Wirtschaftszweigen der Industrie waren unterschiedliche Entwicklungen zu verzeichnen: Während der Bereich Kfz und Kfz-Teile einen Anstieg seiner Ausbringung meldete, kam es in den Bereichen Maschinenbau und elektrische Ausrüstungen zu Rückgängen. Die Neuzulassungen von Pkw durch Privatpersonen sind zurückgegangen. Gegen Jahresende kam es aufgrund des für 2024 zu erwartenden Wegfalls der Umweltprämie für Elektrofahrzeuge zu einem kurzfristigen Nachfrageschub. Insgesamt wurden die Pkw-Zulassungszahlen der Vor-Corona-Zeit (vor 2020) nicht erreicht (2017 79.6 Mio. Kfz / 2018 78.9 Mio. Kfz). Die Pkw-Neuzulassungen von Unternehmen und Selbstständigen in Deutschland waren in 2023 seit September rückläufig. Die großen internationalen Automobilmärkte (USA, China, Europa) haben im Gesamtjahr 2023 einen deutlichen Anstieg der Neuzulassungen gegenüber 2022 verzeichnet (weltweit gesamt: 75.3 Mio. Kfz zu 67.3 Mio. Kfz). Im Vergleich zum Jahr 2022 war die Fahrzeugverfügbarkeit deutlich verbessert, was sich positiv auf den Pkw-Absatz in 2023 auswirkte. Dennoch bleibt das Geschäftsumfeld für die Automobilwirtschaft herausfordernd: Insbesondere in Europa, aber auch in anderen Weltregionen, kam es infolge von geopolitischen und gesamtwirtschaftlichen Unsicherheiten zuletzt zu einer gedämpften gesamtwirtschaftlichen Nachfrage und damit zu einem verhaltenen Wirtschaftswachstum. Auch die nach wie vor hohen Energie- und Verbraucherpreise wirken sich negativ auf die gesamtwirtschaftliche Nachfrage aus. Branchenbezogene Rahmenbedingungen Im Jahr 2023 wurden auf dem europäischen Pkw-Markt 10,5 Mio. Neufahrzeuge zugelassen, rund 14 % mehr als im Vorjahr. Damit blieb auch im vergangenen Jahr bezogen auf die Zulassungszahlen von 2019 (15,3 Mio. Neufahrzeuge) die Erholung von den pandemiebedingten Rückgängen der Vorjahre aus. Im Vergleich zum Vorkrisenjahr 2019 war der Absatz im zurückliegenden Jahr um 31,4 % reduziert. Geschäftsentwicklung Zum Geschäftsverlauf und zur Lage der Gesellschaft wird im Einzelnen ausgeführt: Die Aktivitäten der TirePressureMonitoringSystem-Applikation waren von wirtschaftlichen Beeinträchtigungen weitestgehend unberührt. Bedingt durch Reklamationen wegen ausgelaufener Flaschen sind ab April die Warenabrufe der IMS Pannenkits bei einigen Kunden reduziert worden. Mit der Reklamation verbundene Austausch- und Rückrufaktionen sowie Sondertransporte zur Aufrechterhaltung der Lieferketten führten zu einem Umsatzrückgang im Vergleich zu 2022 um etwa 5 Mio. €. Die geplanten Umsatzziele konnten nicht erreicht werden. Durch die Reklamationen wurden in den Bereichen Entwicklung, Qualitätssicherung und Logistik erhöhte Kosten ausgelöst, die dazu führten, dass das Geschäftsergebnis weit hinter den Erwartungen blieb. Das Jahresergebnis wurde erheblich belastet und war erstmalig in der Geschichte von DUNLOP Tech negativ. Ein Zugewinn von Marktanteilen war in 2023 nicht möglich. Insgesamt ist die Akquirierung von neuen Aufträgen bei Bestandskunden generell schwierig und nur vor dem Hintergrund der Kostenreduzierung oder der Einführung innovativer Produkte möglich. Das Ziel der Deckungsbeitragserhöhung durch das Zusammenarbeiten von Forschung und Entwicklung, Einkauf und Produktions- wie auch Logistikoptimierung wurde im Jahr 2023 leider nicht erreicht. Mit einem gesonderten Programm ("recovery plan") wird in den nächsten Jahren weiterhin das Ziel der Deckungsbeitragserhöhung verfolgt. Der seit dem 01.03.2014 bestehenden Servicevertrag zwischen Dunlop TECH und der Sumitomo Rubber Europe GmbH, Hanau (SREU), über den von Dunlop TECH erbrachte Dienstleistungen abgerechnet werden, besteht weiterhin. Im Jahr 2023 wurden alle geforderten Qualitätszertifizierungen erfolgreich abgeschlossen. Die Gesellschaft ist u.a. nach IATF 16949 und ISO 14001 zertifiziert. In 2023 wurde begonnen, die Gesellschaft auf die Erreichung eines TISAX Zertifikates (Kundenvorgabe) vorzubereiten. Ertragslage Die Gesellschaft erzielte im Geschäftsjahr 2023 bei einem Gesamtumsatz von T€ 42.095 (Vorjahr T€ 46.065) einen Jahresfehlbetrag von T€ 2.681 gegenüber einem Jahresüberschuss in Höhe von T€ 1.335 im Vorjahr. Der Umsatz des Geschäftsbereichs DWS, der auf Basis eines Cost-Plus-Modells ermittelt und an die Muttergesellschaft SRI abgerechnet wird, betrug im Geschäftsjahr 2023 T€ 2.451 und lag absolut um T€ 395 höher verglichen zum Vorjahresniveau. Grund dafür sind anlaufende Entwicklungstätigkeiten im neu geschaffenen Teilbereich Sensing Core. Der Geschäftsbereich IMS hat im Geschäftsjahr 2023 einen Umsatz von T€ 37.746 (Vorjahr T€ 42.187) zu verzeichnen. Der Umsatz bei IMS ist gegenüber 2022 gefallen, der Rückgang betrug im Vergleich zum Vorjahr T€ 4.441 oder 10,5 %. Dieser Wert liegt leicht oberhalb der Planzahlen für 2023, da durch den Abbau von Lieferkettenschwierigkeiten die Kunden ihre Abrufe aus 2022 nachholten und somit die Aufträge steigerten. Die Prognosen aus 2022 für 2023, die eine erhebliche Steigerung der Fahrzeugproduktion auf ein Vor-Corona-Niveau erwarteten, trafen nicht ein. Zum Umsatz der Dunlop TECH trug der Bereich Services-Dienstleistung (Administration) mit T€ 1.898 (Vorjahr T€ 1.822) bei. Die Gesamtleistung (Umsatzerlöse zuzüglich Bestandsveränderung) verminderte sich um rund T€ 4.759 oder rund 10,3 % auf T€ 41.624 (Vorjahr T€ 46.383) aufgrund geringerer Abrufaufträge und Ersatzlieferungen wegen einer Feldreklamation. Die Materialeinsatzquote (Verhältnis Materialaufwand zur Gesamtleistung) ist von ca. 79,0 % auf 76,2, % gesunken. Der Rohertrag (Gesamtleistung inkl. sonstiger betrieblicher Erträge abzgl. Materialaufwand) zum Vorjahr sank um insgesamt rund T€ 497 auf T€ 10.175 wegen gestiegener Beschaffungspreise und Logistikkosten, welche nicht in vollem Umfang an Endkunden weitergegeben werden konnten. Die sonstigen betrieblichen Erträge verringerten sich von T€ 942 im Vorjahr auf rund T€ 264 und beinhalten im Geschäftsjahr 2023 insbesondere Erträge aus Kursdifferenzen. Der Personalaufwand reduzierte sich im Jahr 2023 insbesondere aufgrund der Entwicklung der Pensionsrückstellungen von T€ 5.400 auf T€ 5.184. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen lagen insbesondere aufgrund erhöhter Rückstellungen infolge der Feldreklamation im Geschäftsjahr 2023 mit insgesamt T€ 7.889 (Vorjahr T€ 2.588) über dem Vorjahr. Infolge der beschriebenen Effekte ergibt sich nach Berücksichtigung der Zinserträge und Zinsaufwendungen ein Ergebnis aus gewöhnlicher Geschäftstätigkeit in Höhe von T€ - 3.197 (Vorjahr T€ 1.914). Das Ergebnis nach Steuern beläuft sich auf T€ -2.637 (Vorjahr T€ 1.377). Nach Abzug der sonstigen Steuern ergibt sich ein Jahresfehlbetrag in Höhe von T€ 2.681 (Vorjahr Jahresüberschuss T€ 1.335). Insgesamt beurteilen wir den Geschäftsverlauf 2023 als nicht zufriedenstellend. Die im Lagebericht 2022 abgegebene Prognose hinsichtlich der Umsatzerlöse konnte erreicht werden. Das Betriebsergebnis wurde nicht erreicht, da die Reklamation stark kostenerhöhend wirkte. Hinsichtlich non-monetärer Aspekte wurden die Planwerte erfüllt, es wurde ein Arbeitsunfall verzeichnet. Vermögens- und Finanzlage Die Bilanzsumme verringerte sich im Geschäftsjahr von T€ 56.060 auf T€ 37.335. Auf der Aktivseite veränderte sich das Anlagevermögen des Vorjahres in Höhe von T€ 11.814, unter Berücksichtigung der durchgeführten Investitionen von T€ 541 und den planmäßigen Abschreibungen von T€ 709 auf T€ 11.587. Die Investitionen wurden, wie im Vorjahr eigenfinanziert. Das Vorratsvermögen reduzierte sich gegenüber dem Vorjahr um T€ 31 auf T€ 9.215. Innerhalb des Vorratsvermögens erhöhten sich im Geschäftsjahr 2023 die Vorräte der Rohstoffe um T€ 75 und der Handelswaren um T€ 365. Dem Gegenüber reduzierten sich die Halbfertigwaren um T€ 132 und die Fertigwaren um T€ 340. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von T€ 11.221 verringerte sich im Vergleich zum Vorjahr mit T€ 28.936 um T€ 17.715 aufgrund der Verrechnung eines konzerninternen kurzfristigen Darlehens. Im Geschäftsjahr haben sich die liquiden Mittel um T€ 709 auf T€ 5.278 verringert. Der Anteil der liquiden Mittel an der Bilanzsumme beträgt rund 14,1 % (Vorjahr 10,7 %). Der Rückgang der liquiden Mittel lässt sich zurückführen auf die erhöhten Aufwendungen im Zuge der Reklamation, sowie der Zahlung einer Dividende an den Mutterkonzern. Die Finanzierung der Investitionen sowie des operativen Geschäftsbetriebs der Gesellschaft erfolgte aus dem Cashflow der operativen Geschäftstätigkeit. Auf der Passivseite verringerte sich die Bilanzsumme insbesondere aufgrund der Entwicklung des Eigenkapitals. Die ausgeschüttete Dividende aus dem Geschäftsjahr 2022 in Höhe von T€ 1.335 und die Ausschüttung der Gewinnrücklagen durch Verrechnung mit den Forderungen gegenüber SRI aus dem CMS in Höhe von T€ 18.000 verringerte das Eigenkapital auf T€ 25.395. Die Eigenkapitalquote veränderte sich dadurch merklich von rund 84,6 % im Vorjahr auf jetzt 68,1 %. Investitionen Die Investitionen betrugen im Geschäftsjahr 2023 T€ 530 (Vorjahr T€ 745). Investitionen wurden moderat im Sinne von Ersatz- und punktuellen Erweiterungsinvestitionen getätigt. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Im Jahr 2023 wurde ein meldepflichtiger Arbeitsunfall registriert. Im Vorjahr gab es keine meldepflichtigen Arbeitsunfälle. Die Dunlop TECH GmbH hatte in 2023 818 Krankheitstage (Vorjahr 889) bei einer durchschnittlichen Beschäftigung von 65 Mitarbeitern (Vorjahr 64). Bei der Annahme von 220 Arbeitstagen pro Mitarbeiter sind dies 5,6 %; im Vorjahr waren es 6,3 %. Mitarbeiter Die Mitarbeiterzahl (inklusive angestelltem Geschäftsführer) betrug zum Geschäftsjahresende 67 Personen (Vorjahr 60). 3. Risiken, Chancen und Prognosebericht Risikobericht Die einzelnen Risiken werden nachfolgend entsprechend ihrer Bedeutung in absteigender Reihenfolge dargestellt: Wie in den Jahren zuvor besteht eine Abhängigkeit von einigen wenigen Kunden; über 40 % des Umsatzes wird im Bereich IMS mit einem asiatischen Kunden erwirtschaftet. Die restlichen Anteile werden u.a. von namhaften europäischen Herstellern getragen. Die Projekte im Bereich DWS werden über SRI abgerechnet. Abnehmer des indirekten Systems sind u.a. europäische und asiatische Fahrzeughersteller. Der Mutterkonzern SRI hat die Reifenluftdrucküberwachung DWS weiterentwickelt zu einem System, welches zusätzlich die Fahrbahnoberfläche, die Reifenalterung, den Radmutternsitz und andere Features überwacht. Diese Weiterentwicklung des bekannten DWS-Systems hin zu einem sogenannten Smart Tyre Konzept ist erfolgreich. Die Markteinführung erfolgte bereits in Japan und einem anderen asiatischen Land und ist für Europa geplant. Teilweise sind die oben genannten Funktionalitäten durch die Sensorik in den Fahrzeugen bereits vorhanden, so dass nicht das komplette System vom Kunden gewünscht wird. Konkurrierendes System ist der seit Jahren propagierte Chip im Reifen, der jedoch seitdem auf eine Marktdurchdringung wartet. Auch namhafte Mitbewerber im Bereich des indirekten Reifenluftdruckwarnsystems offerieren die oben genannten und andere Funktionen bereits. Für den Bereich IMS bestehen Risiken aus einem weitestgehend nur über den Preis definierten Absatzkontingent bei OEMs, die wenigen großen OEMs drücken die Lieferanten im Preis nach unten. (OEM = Original Equipment Manufacturer). Die Erweiterung des Kundenkreises ist nur bedingt darstellbar und kann nur durch Verdrängung von Mitbewerbern gelingen. Steigende Rohstoffpreise im IMS-Bereich könnten die Ertragslage der Gesellschaft unter den derzeitigen wirtschaftlichen und politischen Bedingungen stark belasten. Die Abhängigkeit von asiatischen Lieferanten im Bereich von Zukaufteilen schwächt die Stabilität der Lieferketten durch lange Transportzeiten mit damit verbundenen erhöhten Kosten. Zu diesen genannten Risiken kommt die durch geopolitische Unwägbarkeiten (Krieg Russland/Ukraine und politische Differenzen im asiatischen Raum; speziell zwischen China und Taiwan) schwer einzuschätzende zukünftige Lieferkettensituation hinzu: Ob Waren, die vermeintlich günstig im asiatischen Raum produziert und weltweit versandt werden, in den nächsten Jahren noch Bestand haben, ist schwer abzuschätzen. Deshalb werden Alternativen auf dem Gebiet der Rohstoff-, Halbzeug und Fertigteilelieferanten gesucht und sind in Form von geographisch anders gelegenen Lieferanten und alternativer Produktionsmittel sowie Rohstoffen zum Teil bereits gefunden. Erschwerend kommen Forderungen seitens des Gesetzgebers hinzu. CSRD (Corporate Sustainability Reporting Directive) und Nachhaltigkeitsforderungen seitens der EU verzerren die Wettbewerbsfähigkeit zu Gunsten asiatischer Mitbewerber in unakzeptablem Maße. Geostrategische Überlegungen der Handelspartner USA und China müssen hierbei beachtet werden; insbesondere sich abzeichnende aufkommende Abgrenzungen durch Zölle und Importbeschränkungen. Außerdem ist eine zunehmende Ausgrenzung chinesischer Lieferanten seitens der Kundschaft bemerkbar und Gegenstand von Nominierungen. Die Möglichkeit der Belieferung der Kunden durch Komponenten verschiedener Lieferanten wurde deshalb auch im Jahr 2023 weiter ausgebaut und wird in den Folgejahren fortgesetzt. Lieferantendiversifikation sowie Automatisierung tragen wie auch in den Vorjahren kontinuierlich zur weiteren Kostensenkung bei. Sie sind auch das Ziel für die kommenden Jahre. Die Dunlop TECH unterliegt grundsätzlich Währungsrisiken; da sich durch Währungsschwankungen (insbesondere USD-EUR) Auswirkungen auf unsere Ertragslage ergeben können. Die Gesellschaft erwartet bezüglich ihrer Finanzinstrumente, die im Geschäftsjahr im Wesentlichen Forderungen, Guthaben bei Kreditinstituten, sonstige Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten betreffen, keine signifikanten Preisänderungs-, Zahlungsstrom-, Ausfall- oder Liquiditätsrisiken. Das Geschäftsmodell der Gesellschaft birgt keine erkennbaren Umweltrisiken. Bezüglich möglicher Forderungsausfälle findet eine wöchentliche Betrachtung der Außenstände statt. Ein enger Kontakt mit unseren Kunden ist gewährleistet, um das Zahlungsausfallrisiko zu minimieren. Engmaschige Prozesse zur Liquiditätsüberwachung der Lieferanten und der Kunden wurden etabliert. Wöchentliche Betrachtungen zum Stand der Zuliefererketten, Rohstoffe, Halbzeuge und Fertigartikel in Verbindung mit der Auslastung der wesentlichen Zulieferer wurden installiert. Die Liquidität der Gesellschaft ist aufgrund der vorangegangenen Geschäftsjahre und der daraus einbehaltenen Gewinne gesichert. Zur Aufrechterhaltung der Lieferfähigkeit werden frühzeitig Vorräte produziert, die einen Produktionsausfall von mehreren Wochen überbrücken können. Die Vorratshaltung wird wöchentlich den Aufträgen gegenübergestellt, so dass es nicht zu einer unverhältnismäßigen Bestandsüberhöhung kommt. Zur Vermeidung von bestandsgefährdenden Risiken wurden beim IMS Pannenkit grundlegende Designänderungen in Abstimmung mit den Kunden durchgeführt. In der Prozess- und Lieferkette wurden zusätzliche Qualitätssicherungsmaßnahmen ergriffen. Risikomanagementziele und -methoden Aufgrund der transparenten und schlanken Hierarchie im Unternehmen ist ein gezieltes und flexibles Risikomanagement gewährleistet. Die permanente direkte Kommunikation zwischen Bereichs- und Geschäftsleitung stellt eine kurze Reaktionszeit und unmittelbare Entscheidungswege sicher. Es werden detaillierte Budgets (Umsatz- und Ergebnisplanung) erstellt, die auf regelmäßiger Basis zu den Istwerten verglichen und kommentiert werden. Darüber hinaus werden die Finanzzahlen monatsweise an die japanische Muttergesellschaft berichtet sowie in monatlich stattfindenden Business Review-Meetings betrachtet (BRM). Auf Projekt- und Arbeitsebene werden sowohl intern als auch mit dem Kunden und auch mit der Muttergesellschaft Arbeitspakete regelmäßig in Jour Fixe abgestimmt. Quartalsmäßig werden in BoD (Board of Directors) Besprechungen strategische Ziele bestimmt. Chancenbericht Für den Bereich DWS liegt das wesentliche Chancenpotential nach wie vor in den in Europa seit November 2014 geltenden gesetzlichen Rahmenbedingungen. Weltweit gesehen haben Europa, Nordamerika, Südkorea sowie China gesetzliche Rahmenbedingungen umgesetzt, die den Einsatz eines Reifenluftdruckwarnsystems vorschreiben. Eine weitere Chance für den DWS-Bereich besteht in der Weiterentwicklung des Systems zum Zwecke der Erkennung von reifentypischen Charakteristika. Ein Vorteil des indirekt messenden Systems ist seine Universalität im Hinblick auf die zukünftige Entwicklung der Fahrzeuge: Antriebskonzepte spielen bei der Verwendung keine Rolle. Im Hinblick auf die in vielen Bereichen geforderte CO 2 -Neutralität in der Produktion kann das softwarebasierte System seine Stärken in Zukunft noch mehr ausspielen. Die Weiterentwicklung des Systems durch Integration in das Smart Tyre Concept eröffnet vielfältige Anwendungschancen. Für die zukünftig geforderte CSRD-Regulierung wird das indirekte Reifenluftdrucküberwachungssystem innerhalb des Konzerns eine wichtige Rolle spielen (Sensing Core Concept). Softwarebasierende Systeme haben bezüglich der Nachhaltigkeit einen großen Vorteil gegenüber den hardwarebasierenden Systemen. Das Geschäftsfeld IMS wird im Jahr 2024 seine Aktivitäten darauf ausrichten, die durch die Reklamationen entstandenen Verluste auszugleichen und intensiv versuchen, neue Marktanteile zu generieren. In Asien sowie im amerikanischen Raum ist ebenfalls mit einer Erhöhung des Marktanteils zu rechnen, und der Ausbau der Geschäftstätigkeiten speziell im chinesischen Raum wird aktiv von der Muttergesellschaft vorangetrieben. Strategische Kooperationen mit asiatischen Firmen sind geplant und auch die Nutzung der Sumitomo-konzerneigenen Vertriebskanäle, um dem Wachstumsmarkt für das Reifendichtmittel speziell im chinesischen Markt gerecht zu werden. Es ist für 2024 und danach geplant, die Geschäftstätigkeiten auf dem Nachrüstmarkt innerhalb und außerhalb Europas zu erweitern. Es ist geplant, das Reifendichtmittel für andere Zwecke als die des Pkw-Reifenabdichtens anzubieten. Prognosebericht Im Bereich DWS ist mit einem leichten Umsatzplus aufgrund der weiter gestiegenen Anzahl der neuen Projekte zu rechnen. Im Bereich Administration wird mit konstanten Umsatzerlösen gerechnet. Im Bereich IMS wird mit einem leicht steigenden Umsatz im einstelligen Prozentbereich gerechnet, allerdings auch mit leicht steigenden Kosten. Insgesamt wird vor dem Hintergrund der aktuellen Entwicklungen für die Dunlop TECH GmbH im Jahr 2024 mit leichten Steigerungen bei den Umsatz- und Rohergebniszahlen, jedoch mit einem leicht positiven Ergebnis vor Steuern im Vergleich zum Geschäftsjahr 2023 gerechnet. Bezüglich des wesentlichsten nichtfinanziellen Leistungsindikators Unfallhäufigkeit (meldepflichtige Arbeitsunfälle) soll im Jahr 2024 das Ziel erreicht werden, keine Unfälle in der Firma verzeichnen zu müssen. Des Weiteren ist es Ziel, die Krankheitstage um mindestens 160 Tage im Jahre 2024 zu reduzieren auf unter 650.
Hanau, den 29. Mai 2024 Die Geschäftsführung Bernd Schuchhardt Hirokazu Nishimori |
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