Stammdaten

Register
Amtsgericht Hof HRB 1534
Eingetragen
10.1.1990
Branche
BeteiligungsgesellschaftenManagementtätigkeiten von sonstigen HoldinggesellschaftenManagementtätigkeiten von Holdinggesellschaften mit überwiegend finanziellem Anteilsbesitz
Gegenstand
1. Der Betrieb eines Hobelwerkes sowie eines Holzfachmarktes. 2. Die Gesellschaft kann andere Geschäfte betreiben. Sie kann im In- und Ausland weitere Unternehmen erwerben, veräußern, pachten, verpachten oder sich an solchen beteiligen, Zweigniederlassungen errichten und alle Geschäfte betreiben, die geeignet sind, den Zweck der Gesellschaft und ihrer Unternehmen zu fördern. 3. Die Gesellschaft kann auch die Geschäftsführung und Vertretung sowie die Stellung als persönlich haftende Gesellschafterin in anderen Gesellschaften übernehmen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Martin Bruns
seit 21.5.2008
Geschäftsführer
Marina Saalfrank
seit 16.3.2005
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert0.72% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
1.030.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Wurzbacher GmbH

Hof / Saale

Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023

LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

WURZBACHER GMBH, HOF/SAALE

1. Grundlagen des Unternehmens

Die Wurzbacher GmbH handelt mit Holz, Holzwerkstoffen und Baustoffen, sowie den dazugehörigen Zubehörsortimenten im Groß- und Einzelhandel. Zielgruppen im Großhandel sind die Branchen Zimmerei, Tischlerei/Schreinerei und Dachdeckerei. Neben dem Großhandel wird auch an allen Niederlassungen Einzelhandel betrieben. Für den Privatkunden bietet die Firma Wurzbacher kompetente Beratung, Bemusterung und Verkauf rund ums Bauen, Sanieren und Modernisieren.

Das Absatzgebiet der Firma Wurzbacher erstreckt sich über Oberfranken, Südsachsen und Ostthüringen. Der Markt in diesem Absatzgebiet wird von unseren beiden Niederlassungen in Hof und in Plauen aus bearbeitet. Das Unternehmen ist Gesellschafter der Einkaufskooperation "hagebau Handelsgesellschaft für Baustoffe" in Soltau.

2. Wirtschaftsbericht

2.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Das Bruttoinlandsprodukt in Deutschland ist, laut Informationen des Statistischen Bundesamtes (https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/01/PD24_019_811.html) im Jahr 2023 real um 0,3% gesunken. Deutschland befindet sich damit in der Rezession. Der Bausektor ist überproportional stark von dieser Entwicklung betroffen.

Nach den für den Holz- und Baustoffhandel außergewöhnlich erfolgreichen Jahren 2020-2022 verstärkt der Basiseffekt den prozentualen Rückgang in dieser Branche.

Der Holzhandel im Speziellen verzeichnete im Jahr 2023 einen Umsatzrückgang von 15% (https://www.gdholz.de/wp-content/uploads/2024/01/PM_03_Holzhandel_Umsatz_2023.pdf). Aus der veröffentlichten Pressemitteilung geht hervor, dass ein Großteil der Unternehmen im Holzhandel auch für 2024 von rückläufigen Umsätzen ausgeht. Gleichzeitig steigt der Kostendruck durch steigende Personalkosten, Bürokratieaufwendungen, Maut und CO 2 -Besteuerung.

2.2. Geschäftsverlauf

Das Geschäftsjahr 2023 begann äußerst schleppend. Aufgrund des bereits beschriebenen Basiseffekts, dem Preisverfall in vielen Kernsortimenten und der Verunsicherung der Verbraucher durch die Heizungsgesetzgebung unserer Bundesregierung, waren wir im ersten Halbjahr mit Umsatzrückgängen von knapp 25 % konfrontiert. Auch die schlechte Witterung ließen das Baugewerke in diesem Jahr später als im Vorjahr starten. Im zweiten Halbjahr konnten wir den Rückstand etwas aufholen, aber mussten in dem Geschäftsjahr letztendlich einen Umsatzrückgang von 17 % hinnehmen. Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken, wurde Personal in Summe abgebaut, wobei dies mit natürlicher Fluktuation und Renteneintritte erreicht wurde. Allerdings konnten Aufgrund der Personalkostensteigerungen mit dieser Maßnahme lediglich die Personalkosten konstant gehalten werden und nicht reduziert werden.

2.3 Lage

2.3.1. Ertragslage

Das Berichtsjahr wurde mit einem Jahresüberschuss von i. H. v. 202 T€ abgeschlossen. Damit sind wir im Ergebnis wieder auf dem Vor-Corona-Niveau angekommen.

Jahr Jahresüberschuss
in T€
2018 210
2019 269
2020 895
2021 1.426
2022 1.480
2023 202

Das Betriebsergebnis entwickelt sich damit wie folgt:

Jahr Betriebsergebnis
in T€
2018 360
2019 381
2020 1.318
2021 2.089
2022 2.118
2023 282

Für 2024 kann aufgrund der in 2.1. berichteten rückläufigen Branchenerwartung nicht mit einer Ergebnisverbesserung gerechnet werden, sondern eher mit einem weiteren Konsolidierungsjahr.

2.3.2. Finanzlage

Kapitalstruktur

Das Eigenkapital ist von 7.163 T€ auf 7.365 T€ gestiegen. Die Eigenkapitalquote ist auf 76,6 % angestiegen. Wir konnten uns weiter entschulden und die Investitionen aus dem Cashflow ohne neues Fremdkapital stemmen. Durch dieses stabile Fundament sehen wir uns auch für die kommenden Jahre stabil aufgestellt, auch wenn wir vor 2025 voraussichtlich keine Belebung in unserer Branche erwarten können.

Investitionen

Im Jahr 2023 wurden diverse Ersatzinvestitionen in der Logistik und Fuhrpark vorgenommen (LKWs, Mitnahmestapler, Außendienstfahrzeuge).

Außerdem wurde in die Netzwerkinfrastruktur und Gebäudesicherheit (Videoüberwachung) investiert.

Liquidität

Grundsätzlich ist die Geschäftsführung bestrebt, mit den finanzierenden Banken ein langfristig vertrauensvolles Verhältnis aufzubauen. Im Jahr 2023 bestanden solche Geschäftsverbindungen mit der VR Bank BayreuthHof, der Commerzbank in Hof und der Sparkasse Vogtland. Eine Neuaufnahme von Fremdkapital war in diesem Jahr nicht notwendig.

Der Jahrescashflow entwickelte sich wie folgt:

Jahr Jahrescashflow
in T€
2018 556
2019 645
2020 1.273
2021 1.890
2022 1.936
2023 644

2.3.3. Vermögenslage

Die Bilanzsumme ist von 10.230 T€ auf 9.619 T€ gesunken.

Im Wesentlichen ist die Vermögensstruktur durch den überwiegenden Anteil des Umlaufvermögens, mit 78,0 % an der Bilanzsumme, gekennzeichnet.

Das Anlagevermögen verzeichnet einen Anstieg in Höhe von 171 T€.

Die Liquidität war trotz schwerer Rahmenbedingungen zu jedem Zeitpunkt ausreichend vorhanden und hat sich im Vergleich zum Vorjahr nur geringfügig um 61 T€ reduziert.

Das Warenlager stellt mit 4.292 T€ die größte Bilanzposition dar. Die Reduktion zum Vorjahr um 858 T€ kommt sowohl aus dem Preisverfall in einigen unserer Hauptsortimente als auch einer mengenmäßigen Lagerreduktion, da es in Zeiten fallender Preise nur bedingt sinnvoll ist, größere Lagerbestände zu halten.

2.4 Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

2.4.1. Finanzielle Leistungsindikatoren

Die Leistungskennzahlen entwickelten sich wie folgt:

Umsatzrentabilität

Jahr Umsatzrentabilität
2018 1,8%
2019 2,0%
2020 5,0%
2021 6,8%
2022 6,9%
2023 1,2%

Eigenkapitalrentabilität

Jahr Eigenkapitalrentabilität
2018 6,8%
2019 8,0%
2020 21,0%
2021 25,1%
2022 20,7%
2023 2,7%

Gesamtkapitalrentabilität

Jahr Gesamtkapitalrentabilität
2018 6,1%
2019 6,3%
2020 17,1%
2021 21,7%
2022 21,4%
2023 3,4

2.4.2. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Die hohen Energiekosten sind eine Gefahr für die gesamte Wirtschaft. An unserem größeren Standort Plauen können wir dieser Belastung ein Stück weit entgehen, da wir den gesamten Standort mit Abwärme der Schwesterfirma MarTec heizen und ebenfalls bei MarTec einen Großteil des Strombedarfs selbst produzieren.

Am Standort Hof ist ebenfalls eine PV-Anlage in Planung, die einen wesentlichen Teil des Strombedarfes dort decken wird.

3. Prognosebericht

Eine langfristige Prognose ist in diesen bewegten Zeiten kaum möglich. Der Wirtschaftsstandort Deutschland wird unter der aktuellen Regierung weiter geschwächt werden. Auch die weltpolitische Lage mit den vielen akuten Brennpunkten in der Ukraine und im Nahen Osten stellen Unsicherheitsfaktoren dar, die massive Einflüsse auf unsere Volkswirtschaft haben können.

Die Preise für Baumaterialien sind zwar wieder etwas weniger volatil, aber an den strukturellen Problemen der Bauwirtschaft hat sich nichts geändert und wird sich auch auf absehbare Zeit nichts ändern. Genehmigungsverfahren bleiben aufwendig und der Fachkräftemangel am Bau ist nach wie vor ein wichtiges Thema.

Erschwerend kommt hinzu, dass entgegen aller Beteuerungen aus der Politik die Aufwendungen in den Unternehmen für Bürokratie immer größer werden. Für familiengeführte mittelständische Unternehmen wird es immer schwerer, alle Auflagen, Dokumentationspflichten und benötigten Reportings zu erfüllen oder sie auch nur in der Tiefe detailliert zu kennen. Als Beispiel sei hier das EUDR angeführt, das nach heutigem Stand 2025 eingeführt werden soll. Zur Dokumentation "entwaldungsfreier Lieferketten" wird hier eine ganze neue Branche geschaffen, die nichts anderes tut als zu dokumentieren, aus welchem Wald, welches Holz geerntet wurde und was daraus entsteht. Ein Beitrag zur Wertschöpfung wird dabei nicht geleistet. Der inländische Holzhandel ist bei dem Problem der Entwaldung jedoch kein entscheidender Faktor, da in Deutschland seit vielen Jahren nachhaltige Forstwirtschaft betrieben wird. Zielsetzung des Gesetzes ist vielmehr Entwaldungen von Urwäldern in Entwicklungsländern zugunsten Landwirtschaft, Viehzucht oder nicht nachhaltigen Holzeinschlag zu verhindern. Die Kosten dafür werden jedoch für ein KMU-Unternehmen wie das unsere deutlich fünfstellig pro Jahr sein. Offiziell müssen KMU-Unternehmen zwar nur sehr rudimentäre Anforderungen erfüllen, jedoch steht zu befürchten, dass auch KMU-Unternehmen durch Kaskadeneffekte faktisch die gleichen Dokumentationspflichten haben werden wie Großunternehmen, wenn sie auch weiterhin an Großunternehmen Waren und Dienstleistungen verkaufen möchten.

Aufgrund der wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen, der Energiepolitik, der rückläufigen Zahl von Baugenehmigungen (-26,6 %; Quelle DESTATIS Pressemitteilung Nr. 074 vom 29.02.2024) und der allgemeinen Verunsicherung wegen der Heizgesetzgebung steht zu befürchten, dass wir kurzfristig keine positiven Impulse vom Markt bekommen werden. Für das Jahr 2024 wird mit einem ähnlich verhaltenen Geschäftsverlauf gerechnet. Frühestens im Jahr 2025 könnte wieder etwas Belebung in der Baukonjunktur erwartet werden.

4. Risikobericht

Es muss davon ausgegangen werden, dass der klassische Einfamilienhausneubau in unserer Region auf ein Minimum zurückgehen wird. In diesem stark zurückgehenden Nachfrageumfeld wird in den kommenden Monaten und Jahren der Wettbewerbsdruck wieder stark ansteigen und die Margen sinken. Die Marktteilnehmer werden wieder intensiver als in den Vorjahren um die Aufträge, die noch im Markt sind, kämpfen. Wir haben uns daher entschlossen, keine Einsparungen im Vertrieb vorzunehmen, da wir überzeugt sind, dass Vertrieb nun wichtiger denn je ist und wir bei einem Aufschwung in der Zukunft weiterhin auf erfahrene und kompetente Fachkräfte zurückgreifen wollen. Dem Bericht ist zu entnehmen, dass das Unternehmen finanziell auf sehr stabilen Füßen steht und wir auch eine längere konjunkturelle Schwächephase gut durchhalten können. Natürlich muss dabei dennoch auf grundsätzliche Marktveränderungen reagiert werden und ggfs. Anpassungen am Geschäftsmodell vorgenommen werden.

Generell ist das Thema Energiekosten ein entscheidender Risikofaktor für die Branche sowie auch für die Gesamtwirtschaft. Sollte die aktuelle Regierung ihren bisherigen Kurs beim Thema Energie beibehalten, so muss auch mit einer längerfristigen Rezession in Deutschland gerechnet werden. Die CO 2 -Bepreisung und Mauterhöhung verschärften die Situation zusätzlich. Wir werden versuchen, uns weiter unabhängig zu machen, um die direkten Energiekosten für unser Unternehmen in einem verträglichen Maß zu halten. Wie bereits berichtet, ist ein PV-Anlage für den Standort Hof in Planung.

Allerdings belastet uns der indirekte Effekt, dass unsere Kunden mehr Geld für Energie ausgeben müssen, und damit weniger zum Investieren in Wohnraum oder zum Konsum zur Verfügung haben, stärker als die direkten Kosten. Gegen diesen Effekt kann von unserer Seite leider nichts aktiv unternommen werden. Auch, dass Verbraucher jetzt gezwungenermaßen in Heizungstechnik und Haustechnik investieren müssen, entzieht dem Markt Kaufkraft für Produkte und Dienstleistungen aus unserem Sortiment.

Weiterhin muss der Fachkräftemangel als dauerhafter Risikofaktor angesehen werden. Unser Geschäftsmodell basiert auf Beratung und komplexen Problemlösungen am Bau. Dazu benötigt man Stand heute Mitarbeiter, die über ein spezielles Fachwissen und Kommunikationsfähigkeiten verfügen. Durch Digitalisierung kann man viele Aufgaben automatisieren und auch die Möglichkeiten der künstlichen Intelligenz werden hier mittelfristig in vielen Bereichen zur Entspannung der Lage beitragen. Aufgrund der aktuellen Rezession in Deutschland ist es vorübergehend wieder etwas leichter geworden, geeignetes Personal zu finden. Dies ändert jedoch nichts an den demographischen Herausforderungen, die wir in unserem Markt haben und sollte die Konjunktur wieder anziehen, wird es auch sehr schnell wieder schwerer werden.

5. Chancenbericht

Trotz nachlassender Baukonjunktur steht Bauen mit Holz hoch im Trend. Die Vorteile dieses Baustoffs gegenüber klassischen Baustoffen wie Ziegeln und Zement greifen in der gegenwärtigen CO 2- und Nachhaltigkeitsdebatte besonders.

Auch wenn der Neubau weitestgehend zum Erliegen kommen sollte, haben wir in unserem Sortiment mit allen Arten von Dämmstoffen, Fassaden, Photovoltaik, Fenstern und Türen die Produkte am Lager, welche in der Bestandssanierung benötigt werden, um Häuser auf einen nachhaltigen Energiestandard zu heben, der es ermöglicht, das Haus ggfs. auch mit einer Wärmepumpe zu heizen. Die Nachfrage nach Sanierungsprodukten wird aufgrund der Energiepreise und der aktuellen Gesetzgebung voraussichtlich auf Jahre noch hoch bleiben.

Die Bundesregierung hat sich bekanntlich auch zum Ziel gesetzt, bezahlbaren Wohnraum zu schaffen und möchte p. a. 400.000 Wohneinheiten fertig stellen. Mit diesem Ziel ist die Regierung im abgelaufenen Jahr (wieder) krachend gescheitert und konnte 2023, wie in den Vorjahren auch, nur knapp unter 300.000 Wohneinheiten fertig stellen (Quelle: DESTATIS Pressemitteilung 203 vom 23.05.2024). Der Bedarf für Wohnraum ist jedoch nicht weniger geworden, sodass inzwischen eigentlich deutlich mehr als 400.000 Wohneinheiten p. a. fertiggestellt werden müssten, um die Zielverfehlungen der Vorjahre aufzuholen. Insofern werden wohl auch im Neubau früher oder später wieder Förderprogramme aufgesetzt, damit mehr Wohnraum entsteht. Ob das kurzfristig umsetzbar und erreichbar (und vor allem finanzierbar) ist, wird sich zeigen. Ebenso wird sich erst zeigen, ob dieser Wohnraum ausschließlich im sozialen Wohnungsbau in den Ballungszentren entsteht oder ob auch hochwertiger Wohnraum auf dem Land von Förderungen profitieren wird.

Grundsätzlich sind wir überzeugt, dass wir uns in den letzten Jahren eine Ausgangssituation erarbeitet haben, in der wir auch in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten erfolgreich am Markt agieren können.

 

Hof, den 11.09.2024

Marina Saalfrank, Geschäftsführerin

Martin Bruns, Geschäftsführer

BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2023

WURZBACHER GMBH, HOF/SAALE

AKTIVA

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN 2.103.091,57 1.932.424,36
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 50.937,00 71.869,00
II. Sachanlagen 1.589.437,62 1.426.387,00
III. Finanzanlagen 462.716,95 434.168,36
B. UMLAUFVERMÖGEN 7.506.223,51 8.297.995,97
I. Vorräte 4.292.364,46 5.150.285,87
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 2.067.870,88 1.940.630,41
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 1.145.988,17 1.207.079,69
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 9.925,00 0,00
9.619.240,08 10.230.420,33

PASSIVA

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. EIGENKAPITAL 7.365.260,29 7.163.307,47
I. Gezeichnetes Kapital 1.030.000,00 1.030.000,00
II. Kapitalrücklage 7.890,36 7.890,36
III. Gewinnvortrag 6.125.417,11 4.645.428,50
IV. Jahresüberschuss 201.952,82 1.479.988,61
B. RÜCKSTELLUNGEN 277.037,20 334.904,00
C. VERBINDLICHKEITEN 1.976.942,59 2.732.208,86
9.619.240,08 10.230.420,33

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

2023
EUR
2022
EUR
1. Rohergebnis 7.393.559,18 9.202.263,24
2. Personalaufwand -3.922.367,87 -3.931.014,91
a) Löhne und Gehälter -3.264.104,05 -3.284.834,67
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -658.263,82 -646.180,24
3. Abschreibungen -394.104,76 -460.689,96
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen -2.772.916,52 -2.643.525,64
5. Erträge aus Beteiligungen 28.743,49 26.599,56
6. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 6.720,77 2.472,84
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -30.849,34 -60.887,72
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -97.486,13 -646.845,80
9. Ergebnis nach Steuern 211.298,82 1.488.371,61
10. Sonstige Steuern -9.346,00 -8.383,00
11. Jahresüberschuss 201.952,82 1.479.988,61

ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

WURZBACHER GMBH, HOF/SAALE

AMTSGERICHT HOF, HRB 1534

A. Allgemeine Angaben zum Unternehmen

Die Wurzbacher GmbH mit Sitz in Hof, Bayern, ist im Handelsregister des Amtsgerichts Hof unter HRB 1534 eingetragen.

B. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs über die Rechnungslegung von Kapitalgesellschaften, den ergänzenden Vorschriften des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung sowie den Regelungen des Gesellschaftsvertrags aufgestellt.

Auf die Rechnungslegung der Gesellschaft finden die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB Anwendung.

Der Jahresabschluss wurde unter Beachtung der generellen Ansatzvorschriften der §§ 246-251 HGB sowie unter Berücksichtigung der besonderen Ansatzvorschriften für Kapitalgesellschaften, §§ 264-266, 268-274a, 276-277 HGB, und unter Beachtung der Bewertungsvorschriften der §§ 252-256a HGB, erstellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

C. Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungsmethoden

Es wurden keine Ansatzwahlrechte ausgeübt.

2. Bewertungsmethoden

Die Bewertungsmethoden wurden gegenüber dem Vorjahr unverändert angewandt.

Im Einzelnen erfolgte die Bewertung wie folgt:

ANLAGEVERMÖGEN

Die Gegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten, vermindert um die Abschreibungen, angesetzt. Bei Gegenständen, deren Nutzung zeitlich begrenzt ist, werden die Abschreibungen planmäßig unter Anwendung der linearen Abschreibungsmethode ermittelt. Die Abschreibungen erfolgen pro rata temporis.

Die nach den steuerlichen Vorschriften gebildeten Sammelposten für geringwertige Vermögensgegenstände zwischen 250,01 € bis 1.000,00 € wurde in die Handelsbilanz übernommen bzw. dort fortgeführt, da die vorliegenden Sammelposten für das Unternehmen von untergeordneter Bedeutung sind.

Geringwertige Vermögensgegenstände bis 250,00 Euro wurden sofort als Aufwand erfasst.

UMLAUFVERMÖGEN

Vorräte sind unter Beachtung des Niederstwertprinzips mit den Anschaffungskosten oder den niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind mit ihrem Nominalwert angesetzt. Erkennbare und latente Risiken sind mit Einzelwertberichtigungen erfasst. Dem allgemeinen Ausfall und Kreditrisiko wurde durch eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 3 % auf die Netto-Forderungen Rechnung getragen.

Forderungen gegen verbundene Unternehmen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit ihren Nominalwerten angesetzt.

Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert bewertet.

EIGENKAPITAL

Gezeichnetes Kapital

Das gezeichnete Kapital ist zum Nennbetrag angesetzt.

Kapitalrücklage

Ausgewiesen ist eine Zuzahlung des Gesellschafters gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB zum Nominalwert.

RÜCKSTELLUNGEN

Steuerrückstellungen beinhalten die im Folgejahr fälligen Steuern.

Sonstige Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages dotiert und berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

VERBINDLICHKEITEN sind zu Erfüllungsbeträgen angesetzt.

D. Angaben zu den Posten der Bilanz

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung der Bilanzposten immaterielle Vermögensgegenstände, Sachanlagen und Finanzanlagen im Geschäftsjahr ist im Anlagenspiegel dargestellt, der Bestandteil dieses Anhangs ist.

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind, wie im Vorjahr, innerhalb eines Jahres fällig.

In den Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen sind Forderungen gegenüber Gesellschaftern in Höhe von TEUR 47 (Vorjahr: TEUR 174) enthalten.

3. Verbindlichkeiten

3.1 Mitzugehörigkeit zu anderen Posten

Bei den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (TEUR 242) handelt es sich in Höhe von TEUR 199 (Vorjahr: TEUR 271) um Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern.

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von TEUR 49 (Vorjahr: TEUR 45) enthalten.

3.2 Restlaufzeiten und Angaben zur Besicherung

Art der Verbindlichkeit zum 31.12.2023 Gesamtbetrag davon mit einer Restlaufzeit von
EUR < 1 J.
EUR
1-5 J.
EUR
> 5 J.
EUR
Einlage typisch stiller Gesellschafter 408.800,00 408.800,00 0,00 0,00
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 170.716,06 138.156,10 32.559,96 0,00
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 991.080,30 991.080,30 0,00 0,00
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 241.682,45 241.682,45 0,00 0,00
Sonstige Verbindlichkeiten 164.663,78 164.663,78 0,00 0,00
Summe 1.976.942,59 1.944.382,63 32.559,96 0,00

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in Höhe von TEUR 171 durch Grundschulden, Bürgschaften, Sicherungsübereignungen und gesamtschuldnerische Mithaftung besichert. Für die Betriebsmittelfinanzierung wurde allen Finanzpartnern gegenüber eine Negativerklärung abgegeben, sodass alle Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie der Warenbestand allen Geldgebern gleichermaßen als Sicherheiten dienen.

Art der Verbindlichkeit zum 31.12.2022 Gesamtbetrag davon mit einer Restlaufzeit von
EUR < 1 J.
EUR
1-5 J.
EUR
> 5 J.
EUR
Einlage typisch stiller Gesellschafter 477.100,00 477.100,00 0,00 0,00
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 893.478,96 721.619,58 171.859,38 0,00
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 787.966,45 787.966,45 0,00 0,00
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 339.602,64 339.602,64 0,00 0,00
Sonstige Verbindlichkeiten 234.066,27 234.066,27 0,00 0,00
Summe 2.732.214,32 2.560.354,94 171.859,38 0,00

E. Angaben zu Gewinn- und Verlustrechnung

1. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

In der Position sonstige Zinsen und ähnliche Erträge sind Zinsen aus Abzinsungen in Höhe von TEUR 447 (Vorjahr: TEUR 469) enthalten.

F. Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Bilanzstichtag zum 31.12.2023 bestanden und weder in der Bilanz noch in der Gewinn und Verlustrechnung berücksichtigt wurden, ergeben sich aus einem umfassenden Cyberangriff, den die Firmengruppe Ende Februar 2024 erlitt. In Zusammenarbeit mit der Cyberversicherung konnten alle Systeme zum Veröffentlichungszeitpunkt wiederhergestellt werden und kein Datenverlust festgestellt werden. Die umfassende Bewältigung des Cyberangriffs dauerte ca. 6 Monate und ist der Grund für die relativ späte Erstellung des Jahresabschlusses in diesem Jahr.

Weiterhin bestehen Risiken durch den noch immer tobenden Krieg zwischen der Ukraine und Russland. Nachdem sich die Lieferketten jedoch bereits weitestgehend an diese Situation angepasst haben, wird das Risiko für uns als gering eingeschätzt.

G. Sonstige Angaben

1. Haftungsverhältnisse

Es bestehen folgende Haftungsverhältnisse:

31.12.2023
TEUR
Vorjahr
TEUR
Haftungsverhältnisse aus der Bestellung von Sicherheiten für Verbindlichkeiten der Wurzbacher Holding GmbH & Co. KG 469 614

Eine Inanspruchnahme ist derzeit unwahrscheinlich.

2. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen folgende sonstige finanzielle Verpflichtungen:

bis 1 Jahr
TEUR
Verpflichtungen aus mehrjährigen Pachtverträgen (gegenüber verbundenen Unternehmen) 978

3. Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer nach Gruppen

Angestellte (ohne Geschäftsführung) 85
Aushilfen 0
Auszubildende 6
Mitarbeiter 91

4. Gesellschaftsorgane

4.1 Geschäftsführung

Geschäftsführer der Gesellschaft waren im Berichtsjahr:

Frau Marina Saalfrank, Dipl.-Betriebswirtin (BA)

Herr Martin Bruns, Dipl.-Kaufmann (Univ.)

5. Vorschlag für die Verwendung des Ergebnisses

Die gesetzlichen Vertreter werden der Gesellschafterversammlung vorschlagen, das zum 31. Dezember 2023 ausgewiesene Jahresergebnis auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Hof/Saale, den 11.09.2024

Wurzbacher GmbH, Hof

gez. Marina Saalfrank, Geschäftsführerin

gez. Martin Bruns, Geschäftsführer

ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
1. Jan. 2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31. Dez. 2023
EUR
ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 434.274,60 19.009,80 0,00 453.284,40
434.274,60 19.009,80 0,00 453.284,40
II. Sachanlagen
Technische Anlagen und Maschinen 123.065,47 0,00 0,00 123.065,47
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.812.148,13 531.917,28 290.704,35 5.053.361,06
4.935.213,60 531.917,28 290.704,35 5.176.426,53
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 434.018,36 28.548,59 0,00 462.566,95
Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 150,00 0,00 0,00 150,00
434.168,36 28.548,59 0,00 462.716,95
5.803.656,56 579.475,67 290.704,35 6.092.427,88
KUMULIERTE ABSCHREIBUNGEN
1. Jan. 2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31. Dez. 2023
EUR
ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 362.405,60 39.941,80 0,00 402.347,40
362.405,60 39.941,80 0,00 402.347,40
II. Sachanlagen
Technische Anlagen und Maschinen 118.448,47 1.331,00 0,00 119.779,47
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.390.378,13 352.831,96 276.000,65 3.467.209,44
3.508.826,60 354.162,96 276.000,65 3.586.988,91
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
3.871.232,20 394.104,76 276.000,65 3.989.336,31
NETTOBUCHWERTE
31. Dez. 2023
EUR
31. Dez. 2022
EUR
ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 50.937,00 71.869,00
50.937,00 71.869,00
II. Sachanlagen
Technische Anlagen und Maschinen 3.286,00 4.617,00
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.586.151,62 1.421.770,00
1.589.437,62 1.426.387,00
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 462.566,95 434.018,36
Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 150,00 150,00
462.716,95 434.168,36
2.103.091,57 1.932.424,36

Der Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers bezieht sich auf den Jahresabschluss in der aufgestellten Form. Die Offenlegung erfolgt in verkürzter Form gemäß §§ 325 ff. HGB.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Wurzbacher GmbH, Hof/Saale

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Wurzbacher GmbH, Hof/Saale, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Wurzbacher GmbH, Hof/Saale, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hof, 11. September 2024

SGH Treuhand GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

André Lorenz, Wirtschaftsprüfer

Josef Hauke, Wirtschaftsprüfer

Ergebnisverwendungsbericht:

Der ausgewiesene Jahresüberschuss wird in voller Höhe auf neue Rechnung vorgetragen.

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 23.12.2024 festgestellt.

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