Stammdaten

Register
Amtsgericht Hannover HRB 61468
Vorher
Sensus Metering Systems GmbH Hannover
Eingetragen
15.12.2003
Branche
Herstellung von PrüfmaschinenBeteiligungsgesellschaftenHerstellung von sonstigen Armaturen
Gegenstand
Gegenstand von Amts wegen berichtigt, nun: Die Herstellung und der Vertrieb von Messapparaten, deren Zubehör sowie Dienstleistungen, Systemlösungen u.a. im Bereich der Wasserversorger. Beteiligung an anderen Unternehmen gleicher oder ähnlicher Art.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Anna-Lena Sauer
seit 29.7.2025
Prokura
Maximilian Tedja
seit 25.6.2025
Prokura
Lutz Krause
seit 25.6.2025
Prokura
Jens Christian Schulz
seit 25.6.2025
Prokura
Jennifer Schulze
seit 7.4.2022
Geschäftsführer
Thomas Helf
seit 17.3.2022
Geschäftsführer
Bernd Jäger
seit 26.3.2013
Prokura
Thomas Stiegler
seit 8.3.2006
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Sensus GmbH
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Sensus GmbH
Germany
4.320.050 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Sensus GmbH Hannover

Hannover

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

Grundlagen des Unternehmens

Die Sensus GmbH Hannover als Teil des Xylem-Konzerns verpflichtet sich, im Rahmen der Nachhaltigkeit in jedem Jahr bestimmte Ziele zu erreichen. Zu diesen gehören die Reduzierung von Wasserverlusten, Menschen den Zugang zu sauberem Wasser und sicheren sanitären Einrichtungen zu ermöglichen, Wasserverschmutzung durch Überflutungen zu verhindern sowie Mitarbeiterressourcen und Unternehmensgewinne in Wasserprojekte zu investieren.

Des Weiteren passen wir unsere Unternehmensziele den UN-Zielen für nachhaltige Entwicklung (UN ́s Sustainable Development Goals/"UNSDGs") an. Ziel ist die Schaffung einer gerechteren und nachhaltigeren Welt bis 2030.

Die UNSDGs decken Herausforderungen ab, die von der Beendigung von Hunger und Armut bis hin zur Bekämpfung des Klimawandels reichen. Vom Anbau von Nahrungsmitteln über den Schutz der Gesundheit bis hin zum Gedeihen der Gemeinden ist jede der UNSDGs von Wasser betroffen. Als Teil einer weltweit agierenden Unternehmensgruppe für reine Wassertechnologie haben wir die große Chance, diese globalen Ziele und den Fortschritt voranzutreiben.

Xylem 2025 Nachhaltigkeitsziele:

Mehr als 3,5 Milliarden Kubikmeter Wasser einsparen mit Hilfe von Technologien, die Wasserverluste verhindern

Mehr als 13 Milliarden Kubikmeter Wasser aufbereiten, um es wiederzuverwenden

Verhindern, dass mehr als 7 Milliarden Kubikmeter verschmutztes Wasser Gemeinden überfluten oder in die Wasserversorgung gelangen

20 Millionen Menschen Zugang zu sauberem Wasser und sanitären Einrichtungen ermöglichen

Sicherstellen, dass 100% der Xylem Mitarbeiter Zugang zu sauberem Wasser und sicheren sanitären Einrichtungen haben

100% erneuerbare Energien und Prozesswasser Recycling in Xylems größten Einrichtungen

1% der Zeit der Mitarbeiter und 1% der Unternehmensgewinne für Ausbildung und Unterstützung im Rahmen von Wasserprojekten verwenden

Xylem investiert kontinuierlich erhebliche Beträge in die Entwicklung neuer ressourcenschonender Technologien. Für Sensus steht hier zum Beispiel die Entwicklung des neuen Ultraschall Großwasserzählers "Cordonel", mit dessen wegweisender Technologie selbst geringe Mengen an Wasserverlusten erkannt werden können. Hierdurch werden Leckagen schneller erkannt und können behoben werden, bevor größere Verluste entstehen.

Für Sensus bildet die Zählerlieferung in den Bereichen Wasser und thermische Energie weiterhin die wesentliche Geschäftsgrundlage. Sie wird vor dem Hintergrund sich verändernder Märkte und deren Anforderungen zunehmend durch weitere Leistungen flankiert und ergänzt. So lag im vergangenen Jahr weiterhin ein Fokus auf der Stärkung des Geschäftsfelds für intelligente Zähler und Dienstleistungen (auch "smart metering" genannt).

Forschung und Entwicklung

1. Januar bis 31. Dezember 2023
Mio €
1. Januar bis 31. Dezember 2022
Mio €
Forschungs- und Entwicklungskosten 2,6 2,2
in % vom Umsatz 9,3 7,4

Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung (F&E) liegen in Relation zu den Umsatzerlösen über dem Vorjahresniveau.

Der Schwerpunkt der Entwicklungstätigkeit lag in der Erweiterung der Produktreihe des neuen statischen Großwasserzählers Cordonel. Die Nennweite DN 40/50 wurde am 12. September 2019 vorgestellt und ging Ende 2020 in Serienproduktion. Die Nennweiten DN 65, 80 und 100 wurden entwickelt, getestet sowie zugelassen und wurden im Juli 2022 in die Serienfertigung überführt. Des Weiteren wurde die Machbarkeitsstudie für die Entwicklung der Nennweiten 150 bis 300 durchgeführt und abgeschlossen. Im Jahr 2023 wurde weiterhin an einer Überführung der Nennweite DN 150 bis 300 gearbeitet. Wir beabsichtigen, weitere Nennweiten im Verlauf des aktuellen Geschäftsjahres sowie in den folgenden Jahren in die Serienfertigung zu überführen.

Zweigniederlassungen

Zweigniederlassungen bestehen nicht.

Wirtschaftsbericht 2023

Wirtschaftliches Umfeld
Gesamtwirtschaftliche Entwicklung 1

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2023 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 0,3 % niedriger als im Vorjahr. Kalenderbereinigt betrug der Rückgang der Wirtschaftsleistung 0,1 %. "Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland kam im Jahr 2023 im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken", sagte Ruth Brand bei der Pressekonferenz "Bruttoinlandsprodukt 2023 für Deutschland" in Berlin. "Die trotz der jüngsten Rückgänge nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen dämpften die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort", so Brand weiter. Im Vergleich zu 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie, war das BIP 2023 um 0,7 % höher.

Die Entwicklung der Bruttowertschöpfung verlief im Jahr 2023 in den einzelnen Wirtschaftsbereichen unterschiedlich: Die Wirtschaftsleistung im Produzierenden Gewerbe (ohne Baugewerbe) ging insgesamt deutlich um 2,0 % zurück. Entscheidend dafür war eine sehr viel niedrigere Produktion im Bereich Energieversorgung. Das Verarbeitende Gewerbe, das fast 85 % des Produzierenden Gewerbes (ohne Bau) ausmacht, war im Jahr 2023 preisbereinigt ebenfalls im Minus (-0,4 %). Positive Impulse kamen hier vorrangig aus der Automobilindustrie und dem sonstigen Fahrzeugbau. Dagegen sanken Produktion und Wertschöpfung in den energieintensiven Industriezweigen wie der Chemie- und Metallindustrie erneut, nachdem die Wirtschaftsleistung in diesen Branchen bereits 2022 besonders stark auf die steigenden Energiepreise reagiert hatte.

Im Baugewerbe machten sich neben den weiterhin hohen Baukosten und dem Fachkräftemangel insbesondere die zunehmend schlechteren Finanzierungsbedingungen bemerkbar. Hiervon war vor allem der Hochbau betroffen. Dagegen konnte die Produktion im Tiefbau und im Ausbaugewerbe gesteigert werden. Insgesamt erreichte das Baugewerbe 2023 preisbereinigt ein kleines Plus von 0,2 %.

Die meisten Dienstleistungsbereiche konnten ihre wirtschaftlichen Aktivitäten im Vorjahresvergleich erneut ausweiten und stützten die Wirtschaft im Jahr 2023. Der Anstieg fiel aber insgesamt schwächer aus als in den beiden vorangegangenen Jahren. Den größten preisbereinigten Zuwachs verzeichnete der Bereich Information und Kommunikation mit +2,6 % und knüpfte damit an seine langjährige, nur im ersten Corona-Jahr 2020 gebremste Wachstumsgeschichte an. Der Bereich Öffentliche Dienstleister, Erziehung, Gesundheit (+1,0 %) und die Unternehmensdienstleister (+0,3 %) konnten ebenfalls leicht zulegen. Dagegen ging die preisbereinigte Bruttowertschöpfung im zusammengefassten Wirtschaftsbereich Handel, Verkehr und Gastgewerbe (-1,0 %) zurück. Das lag vor allem am Groß- und am Einzelhandel, die deutlich nachgaben, während der Kraftfahrzeughandel und der Verkehrsbereich zulegten. Insgesamt ging die preisbereinigte Bruttowertschöpfung im Jahr 2023 leicht zurück (-0,1 %).

Die Wirtschaftsleistung wurde im Jahr 2023 von durchschnittlich 45,9 Millionen Erwerbstätigen mit Arbeitsort in Deutschland erbracht. Das waren 0,7 % oder 333 000 Personen mehr als im Jahr zuvor und so viele wie noch nie in Deutschland. Die Beschäftigung nahm im Jahr 2023 unter anderem durch die Zuwanderung ausländischer Arbeitskräfte zu. Hinzu kam eine steigende Erwerbsbeteiligung der inländischen Bevölkerung. Diese positiven Effekte überwogen die dämpfenden Effekte des demografischen Wandels. Der Beschäftigungsaufbau fand 2023 fast ausschließlich in den Dienstleistungsbereichen statt.

Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist im 1. Quartal 2024 gegenüber dem 4. Quartal 2023 - preis-, saison- und kalenderbereinigt - um 0,2 % gestiegen, nachdem es zum Jahresende 2023 zurückgegangen war (revidiert -0,5 % im 4. Quartal 2023 zum Vorquartal; bisher: -0,3 %). Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, wurde das leichte Wachstum von Anstiegen der Bauinvestitionen und der Exporte getragen. Die privaten Konsumausgaben gingen dagegen zurück.

Unter Unternehmen und Haushalten ist die Stimmung schlecht und die Unsicherheit hoch. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt wird in diesem Jahr nur um 0,2% im Vergleich zum Vorjahr zunehmen. Im kommenden Jahr wird die Wirtschaftsleistung dann um 0,9% zulegen. Damit wurde die Wachstumsprognose für das laufende Jahr im Vergleich zur ifo Konjunkturprognose Winter 2023 deutlich herabgesetzt (0,7 Prozentpunkte) und für das Jahr 2025 leicht angehoben (0,2 Prozentpunkte). Anders als erwartet, befindet sich die deutsche Wirtschaft im Winterhalbjahr 2023/24 in einer Rezession. Insbesondere die Erholung der Industriekonjunktur setzt erst später ein.

Die Inflationsrate wird weiter zurückgehen von durchschnittlich 5,9% im vergangenen Jahr auf 2,4% in diesem und 2,1% im kommenden Jahr. Insbesondere die Gas- und Strompreise werden für die Verbraucher günstiger werden. Daher dürfte die Energiekomponente im Prognosezeitraum den Preisauftrieb senken. Die Kerninflationsrate (also der Anstieg der Verbraucherpreise ohne Preise für Nahrungsmittel und Energie) wird sich langsamer zurückbilden und in diesem und im kommenden Jahr mit 3,0% und 2,4% über der Gesamtinflationsrate liegen. Insbesondere die Teuerung bei den arbeitsintensiven Dienstleistern wird nur langsam zurückgehen, weil steigende Lohnkosten den Preisdruck hochhalten.

Die deutsche Wirtschaftsleistung wird in diesem Jahr laut aktueller Prognose des ifo Instituts um 0,4 Prozent schrumpfen. Im Frühjahr hatte das Institut nur einen Rückgang um 0,1 Prozent erwartet.

Die Risiken für die vorliegende Prognose sind mannigfaltig. Vor allem von der weiteren Entwicklung der Energiepreise geht hohe Unsicherheit aus. Bislang wird davon ausgegangen, dass sich die Preise für Rohöl, Strom und Erdgas im Prognosezeitraum gemäß den Kursen an den Terminmärkten entwickeln werden. Demnach haben die jüngsten Preisrückgänge Bestand und die Preise pendeln sich nur knapp oberhalb des Niveaus ein, das in den Jahren vor der Coronakrise zu beobachten war. Hiervon dürften die Industrie- und Konsumkonjunktur profitieren. Jedoch hängt der weitere Verlauf entscheidend von den geopolitischen Umständen ab, die sich jederzeit ändern können und damit erheblichen Einfluss auf die konjunkturelle Entwicklung der deutschen Wirtschaft haben.

1 Destatis: Pressemitteilung vom 15. Januar 2024 - 019/24, Pressemitteilung vom 30. April 2024 - 173/24 sowie ifo Institut: ifo Konjunkturprognose - 06. März 2024, sowie https://www.sachverstaendigenrat-wirtschaft.de/fruehjahrsgutachten-2024.html (aufgerufen am 05. Juni 2024).

Branchenentwicklung

Im Jahr 2023 hat sich der Bedarf in der Wasserzählerindustrie insgesamt normalisiert, obwohl einige Nachholeffekte aus den vorhergehenden Jahren zu verzeichnen waren. Dabei verstärken sich Trends zu neuen und innovativen Lösungen. Der geschätzte Marktwert für Wasserzähler erreichte global 5,3 Milliarden US-Dollar, was einem Wachstum von 5,3 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. 2

Technologie

Während in den zurückliegenden Jahren mechanische Messgeräte weiterhin gefragt waren, geht der Trend zunehmend in Richtung vollelektronischer, statischer Messgeräte. Diese haben sich insbesondere bei Hauswasserzählern durchgesetzt und verbreiten sich nun auch bei kommerziellen und industriellen Zählern. Geräte, die mit Ultraschall- oder magnetisch-induktiver Messtechnik arbeiten, sind etabliert, um die Genauigkeit und Effizienz der Wasserzähler zu verbessern. Die Langzeitstabilität ohne mechanischen Verschleiß ist ein weiterer Vorteil dieser Geräte. Neben Sensus bieten auch andere Wettbewerber diese Technologien an, was zusätzliches Vertrauen in diese Lösungen erzeugt.

Intelligente Zähler

Bei Großwasserzählern, die früher ohne Kommunikationsmöglichkeiten auskamen, hat sich der Trend gewandelt. Diese Zähler werden entweder per Kabel an Fernwirksysteme angebunden oder verfügen über integrierte Datenkommunikationsmöglichkeiten. Funkübertragung setzt sich dabei als einfach zu installierende Lösung durch. Neben Verbrauchswerten erfassen diese Zähler auch aktuelle Durchflussmengen, Alarme und andere Ereignisse, die übertragen werden. Dies kennzeichnet den Trend zu Smartmetern, die sowohl elektronisch messen als auch intelligent Daten erfassen und übermitteln.

Datenkommunikation

Die von den Zählern ermittelten Daten müssen für die Versorgungsunternehmen nutzbar gemacht und weiterverarbeitet werden. Dabei ist die technische Einbindung in Übertragungsnetze ein wichtiges Kriterium. Während mobile Datenausleselösungen wie wM-Bus bislang dominierten, sind nun weiterreichende Funktechnologien gefragt. Im Jahr 2023 wurden insbesondere LoRaWAN-Netze und Mobilfunknetze (NB-IoT) eingebunden. Der Anteil der Zähler mit Übertragungstechnik stieg überdurchschnittlich von 11,6 % auf 19,4 %, insbesondere in der EMEA-Region. 2 Der Vorteil liegt in der zeitnahen Erkennung und Behebung von Störungen wie Leckagen oder Rohrbrüchen.

2 Omdia Water Meters Report 2023, herausgegeben von OMDIA (https://omdia.tech.informa.com/)

Datenanalyse

Die Auswertung der erfassten Daten, um entsprechende Maßnahmen einleiten zu können, wird immer wichtiger. Durch die Partnerschaft mit IDRICA bietet Sensus Analysesoftware unter dem Namen Xylem Vue powered by Go Aigua (XVPGA) an. Nachhaltigkeit und Effizienz

Die Industrie konzentriert sich auf nachhaltige Lösungen, die nicht nur die Wassermessung optimieren, sondern auch zur Reduzierung von Wasserverlusten beitragen. Diese Lösungen zielen darauf ab, den Wasserverbrauch effizienter zu gestalten und langfristig Ressourcen zu schonen. Kunden legen zunehmend Wert auf die Nachhaltigkeit der Messgeräte, einschließlich Design, Produktion, Transport und Entsorgung.

Gesetzliche Rahmenbedingungen

Die rechtlichen Anforderungen an Wasserzähler, insbesondere die Eichpflicht, die eine genaue Messung über sechs Jahre sicherstellen soll, bleiben bestehen. Diese Vorschriften sind notwendig, um Verbraucher vor fehlerhaften Messungen zu schützen und einen fairen Verbrauch abzurechnen. Weitere Vorgaben in Bezug auf Hygiene und funktechnische Normen stellen hohe Ansprüche an die Produkte.

Marktentwicklung

Etablierte Unternehmen erhalten insbesondere im Haus- und Wohnungszählerbereich zunehmend Konkurrenz durch neue Marktteilnehmer, die z. B. aus dem Kommunikationsbereich kommen und ebenfalls Messgeräte anbieten, wie Sagemcom. Diese Entwicklung ist jedoch bei industriellen Zählern noch nicht zu beobachten. Insgesamt zeigte sich die Wasserzählerindustrie 2023 zukunftsorientiert, mit einem klaren Fokus auf technologische Innovationen, Nachhaltigkeit und die Einhaltung gesetzlicher Vorgaben. Fortschrittliche Unternehmen erkennen den Bedarf an detaillierten Messinformationen, auch im Hinblick auf die Folgen des Klimawandels. Die zuverlässige Wasserversorgung der Bevölkerung bleibt die wesentliche Aufgabe unserer Kunden. In Luxemburg wurde beispielsweise beschlossen, Wasserzähler künftig täglich auszulesen, um ein verbessertes Monitoring und damit die Sicherstellung der Daseinsvorsorge zu ermöglichen.

Absatzmärkte

An der Struktur der Märkte für Großwasserzähler ergaben sich wenige Änderungen. Einige langfristige Verträge aus den Vorjahren wurden weiterhin beliefert, beispielsweise PUB Singapur. Weitere Großkunden im Jahr 2023 waren Joat Südafrika, Aguas Andinas Chile, Arqiva (Thames Water) UK, Amiacque Italien und Madey Vered Israel. Neue Aufträge, insbesondere für die neue Cordonel-Baureihe, kamen aus Australien. Der nordamerikanische Markt hat eigene technische Standards, daher werden die Cordonel-Zähler dort erst ab 2024 geliefert. Bis dahin wird der bisherige OMNI-Zähler verwendet.

Durch Änderungen innerhalb der XYLEM-Gruppe und die Nutzung der Vertriebsstruktur von Xylem ergaben sich zusätzliche Absatzmöglichkeiten für Sensus-Produkte, auch über die Wasserversorgung hinaus bei Wasserförderung, -aufbereitung, Abwasserbewirtschaftung, industriellen Anwendungen und in der Landwirtschaft. Deshalb wurden zusätzliche Schulungen für den XYLEM-Vertrieb durchgeführt.

Wettbewerb

Sensus erreicht durch die weiterhin verfügbaren mechanischen Wasserzähler und den Ausbau der Cordonel-Baureihe sowohl bisherige als auch potenziell neue Kunden. Im Bereich der neuen Zählertechnologien herrscht Wettbewerb verschiedener Hersteller. ARAD hat sich als signifikanter Mitbewerber bei statischen Großwasserzählern etabliert. DIEHL hat seine Hydrus II-Baureihe auf größere Nennweiten erweitert und kann somit ein breiteres Angebot darstellen. Weitere wichtige Wettbewerber sind INTEGRA und Kamstrup, die ebenfalls ihr Angebot um weitere Nennweiten ergänzt haben.

Geschäftsentwicklung

Das globale Branchenwachstum lt. OMDIA 3 von 2022 zu 2023 betrug 3,4 % in Stückzahlen und 5,3 % im Umsatz. Der Trend zu höherwertigen Zählern mit Kommunikationstechnik setzt sich fort, sodass der Umsatz stärker wächst als die Stückzahlen.

Für Sensus werden sich Investitionen in die Entwicklung und Fertigung der neuen statischen Zähler sowie die Verfügbarkeit weiterer Nennweiten langfristig positiv auswirken. Im Jahr 2023 wurde die Nennweite DN100 ergänzt, und in 2024 wird dies mit Nennweiten bis DN150 fortgesetzt. Die neu eröffnete Prüfstation wird es ermöglichen, auch große Nennweiten präzise und effizient zu prüfen, was die Wettbewerbsfähigkeit gegenüber Herstellern wie ARAD und DIEHL erhöht.

Die Verlagerung vom Sensus-Standort Fuzhou zum Xylem-Standort Nanjing verbessert die Effektivität der Fertigung in China. Die Möglichkeit, Zähler nach ISO 4064 zu liefern, ermöglicht nun auch die Belieferung asiatischer Märkte sowie von Ozeanien mit Neuseeland und Australien, die diese Standards erfordern.

Die Investitionen in die Erweiterung der Cordonel-Reihe, einschließlich der Entwicklung größerer Nennweiten und Prüfkapazitäten, lassen eine positive Entwicklung erwarten. Die Weiterentwicklung der elektronischen Übertragungsmöglichkeiten mit modernen, internetbasierten Funklösungen wie NB-IoT ermöglicht die Bereitstellung von Daten des Cordonel. Erweiterungen der Softwaresysteme, wie DIAVASO, und Partnerschaften mit IDRICA und der Analysesoftware GoAigua bieten den Kunden Vorteile bei der Überwachung und Optimierung im Vergleich zu bisherigen Lösungen.

3 Omdia Water Meters Report 2023, herausgegeben von OMDIA (https://omdia.tech.informa.com/)

Ertragslage

Wir gehen im Folgenden auf die für uns zur Steuerung des Unternehmens wichtigen Kennzahlen bzw. finanziellen Leistungsindikatoren "Umsatzerlöse" und "Jahresergebnis" ein.

Umsatz nach Regionen (in TEUR):

1. Januar bis 31. Dezember 2023 1. Januar bis 31. Dezember 2022
Deutschland 1.218 4 % 959 3 %
Westeuropa 1.133 4 % 1.538 5 %
Osteuropa 959 3 % 942 3 %
Asien 865 3 % 4.229 15 %
Naher u. Mittlerer Osten 564 2 % 990 3 %
Nordamerika 120 0 % 259 1 %
Australien / Ozeanien 94 0 % 365 1 %
Südamerika 40 0 % 138 0 %
Summe Externer Umsatz 4.992 18 % 9.420 32%
Verbundene Unternehmen 22.477 82% 19.594 68%
Summe Umsatz 27.469 100% 29.014 100%

Im Geschäftsjahr 1. Januar bis 31. Dezember 2023 erzielte die Sensus GmbH Hannover einen Umsatz von TEUR 27.469 und lag damit weit unter Prognosewerten für den entsprechenden Zeitraum. Dies lag unter anderem an der wirtschaftlichen Situation der Kunden, die sehr zurückhaltend in ihrer Nachfrage waren.

Der Materialaufwand ist mit TEUR 12.896 im Verhältnis zu den Umsatzerlösen nahezu gleichgeblieben. Die Materialaufwandsquote (Materialaufwand zuzüglich Bestandsveränderung in Relation zu den Umsatzerlösen) liegt bei 47 % des Umsatzes (Vorjahr: 47 %). Die Verschlechterung des Jahresergebnisses vor Verlustübernahme resultiert daher insbesondere aus den insgesamt gesunkenen Umsatzerlösen (-TEUR 1.545) bei höherem Personalaufwand (Anstieg um TEUR 1.035 auf TEUR 11.701). Der im Vergleich zum Vorjahr höhere Personalaufwand resultiert vorwiegend aus gestiegenen Lohn- und Gehaltskosten sowie Bonuszahlungen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen aufgrund höherer Aufwendungen für Instandhaltung (+TEUR 406), erhöhten Aufwendungen für Entwicklungstätigkeiten (+TEUR 103), Reisekosten (+TEUR 49) und Garantiekosten (TEUR +200), denen niedrigere Aufwendungen für Personalleasing (-TEUR 182) und Beratungskosten IT (-TEUR 108) gegenüberstehen.

Ergebnis

Der ausgewiesene Verlust vor Verlustübernahme in Höhe von TEUR 3.902 (Vorjahr: TEUR 1.729) wurde aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrages von der Sensus GmbH Ludwigshafen, Ludwigshafen am Rhein, ausgeglichen.

Erläuterungen zur Vermögens- und Finanzlage

Die Bilanzsumme der Gesellschaft beträgt TEUR 27.284 nach TEUR 26.074 im Vorjahr.

Die Eigenkapitalquote liegt bei einer um TEUR 1.210 höheren Bilanzsumme mit rd. 18 Prozent (Vorjahr 19 Prozent) unter dem Niveau des Vorjahres.

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sind im Wesentlichen bedingt durch den geringeren Rechnungszins moderat auf TEUR 17.409 angestiegen (Vorjahr TEUR 17.061). Weiterhin haben sich die sonstigen Rückstellungen - insbesondere durch die Zuführung zur Rückstellung für Altersteilzeit und Abfindungen - auf TEUR 1.591 (Vorjahr TEUR 1.321) erhöht.

Die Veränderungen der Forderungen und Verbindlichkeiten sind im Wesentlichen auf stichtagsbedingte Effekte zurückzuführen.

Alle deutschen Gesellschaften sind einem Cash-Pool-Management angeschlossen. Cashpool-Führer ist die Xylem Europe GmbH, Schaffhausen/Schweiz, mit der seit dem 20. Januar 2017 eine Cashpool-Vereinbarung besteht.

Die Sensus GmbH Hannover hat am 31. Dezember 2023 Forderungen aus dem Cash-Pool in Höhe von TEUR 7.213 (Vorjahr TEUR 9.200). Dies bedeutet gegenüber dem Vorjahr eine Reduzierung in Höhe von TEUR 1.987.

Aufgrund der finanziellen Absicherung über den Konzern ist die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft in ausreichendem Maße gegeben. Langfristige sich abzeichnende Vermögensverluste sind nicht zu erwarten. Durch das Finanzclearing werden erhebliche Zins- und Liquiditätsvorteile genutzt.

Investitionen

Die Investitionen in das Sachanlagevermögen und in immaterielle Vermögensgegenstände betrugen im Geschäftsjahr TEUR 1.052 (Vorjahr TEUR 2.513) und lagen damit weit unter dem Vorjahresniveau. Der Schwerpunkt entfiel in diesem Jahr auf den Kauf weiterer Werkzeuge und Modelle für die Produktion für die in der Entwicklung befindlichen statischen Großwasserzähler mit größeren Nennweiten.

Mitarbeiter

Im Jahresdurchschnitt waren bei der Gesellschaft 137 Mitarbeiter (Vorjahr: 133) beschäftigt. Der Personalaufwand stieg im Geschäftsjahr um 9,7 Prozent auf TEUR 11.701 (Vorjahr TEUR 10.666) durch die gestiegenen Lohn- und Gehaltskosten sowie Zuführungen für die Altersteilzeit und Abfindungen.

Mit einem umfangreichen Maßnahmenkatalog haben wir im Geschäftsverlauf vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 das Leistungspotential unserer Mitarbeiter gefördert. Interne sowie externe Weiterbildungsprogramme trugen dazu bei, Qualifizierung und Eigenverantwortung zu erweitern und zu stärken.

Risikobericht

Ziel der Risikopolitik und damit auch Teil der Unternehmensstrategie ist es, den Bestand des Unternehmens zu sichern und dabei den Unternehmenswert systematisch und kontinuierlich zu steigern, bestehende Risiken frühestmöglich zu identifizieren und durch rechtzeitiges Einleiten von Gegensteuerungsmaßnahmen wirtschaftliche Einbußen zu vermeiden bzw. zu begrenzen. Im Rahmen der Risikostrategie werden einerseits die Risiken bewertet und andererseits die mit ihnen verbundenen Chancen beurteilt. In den Kernkompetenzen werden angemessene, überschaubare und beherrschbare Risiken bewusst eingegangen, wenn sie einen angemessenen Ertrag erwarten lassen.

Risikomanagement

Es besteht eine Vielzahl von Kontrollmechanismen, die ein frühzeitiges Erkennen sämtlicher Risiken sowie die Entwicklung effektiver Maßnahmen zur Risikominimierung ermöglichen sollen. Bei der Überwachung und Kontrolle der wirtschaftlichen Risiken des laufenden Geschäfts kommt dem Berichtswesen eine besondere Bedeutung zu. Es muss sicherstellen, dass der Geschäftsverlauf nach einheitlichen Richtlinien abgebildet und erläutert wird. Die Geschäftsführung und die verschiedenen Managementebenen werden frühzeitig über mögliche Risiken informiert. Dabei unterstützen Unternehmensrechnung und Controlling die zeitnahe Optimierung und Steigerung der Effizienz des Berichtswesens. Hier werden Steuerungs- und Kontrollmechanismen unter Anwendung etablierter Standardsoftware eingesetzt, permanent weiterentwickelt und bei sich änderndem Umfeld angepasst.

Im Folgenden werden die Risiken in absteigender Reihenfolge ihrer Bedeutung für die Gesellschaft dargestellt.

Gesamtwirtschaftliche Risiken 4

Die Entwicklung der deutschen Wirtschaft wird von einer schwachen gesamtwirtschaftlichen Nachfrage geprägt. "Die privaten Haushalte konsumieren aktuell noch zurückhaltend, die Industrie und die Baubranche verzeichnen nur geringfügig neue Aufträge", erklärt Martin Werding, Mitglied im Sachverständigenrat Wirtschaft. "Wir erwarten allerdings, dass die deutsche Wirtschaft im Verlauf des Jahres 2024 etwas an Fahrt gewinnt." Der private Konsum beginnt voraussichtlich im Jahresverlauf die Konjunktur zu stützen, da die Realeinkommen deutlich steigen dürften. Insgesamt rechnet der Sachverständigenrat für dieses Jahr nur mit einem Wachstum des Bruttoinlandsprodukts von 0,2 Prozent. Im nächsten Jahr dürfte die deutsche Volkswirtschaft um 0,9 Prozent wachsen.

Im Verlauf des Jahres 2024 dürften der Welthandel und die globale Industrieproduktion zunehmen. "Im laufenden und im kommenden Jahr werden die deutschen Exporte vom steigenden Welthandel profitieren. Allerdings sehen sich die exportorientierten Unternehmen mit einem scharfen Wettbewerb, steigenden Arbeitskosten und weiterhin erhöhten Energiepreisen konfrontiert", sagt Veronika Grimm, Mitglied im Sachverständigenrat Wirtschaft.

Die Teuerung in Deutschland wird sich weiter verlangsamen. Der Sachverständigenrat Wirtschaft rechnet in den Jahren 2024 und 2025 mit einer Inflationsrate von 2,4 Prozent respektive 2,1 Prozent. Die steigenden Arbeitskosten und das geringe Produktivitätswachstum verlangsamen den weiteren Rückgang der Inflation. "Wir gehen davon aus, dass die EZB noch in diesem Sommer die Leitzinsen senken wird. Die damit verbesserten Finanzierungsbedingungen für Unternehmen werden die privaten Investitionen ankurbeln", erläutert Ulrike Malmendier, Mitglied im Sachverständigenrat Wirtschaft. Die Zinssenkung dürfte jedoch frühestens im Jahr 2025 die gesamtwirtschaftliche Nachfrage stützen.

Die geopolitische Unsicherheit stellt ein erhebliches Risiko für die wirtschaftliche Entwicklung und die Inflation dar. Unsicherheitsfaktoren sind insbesondere der andauernde Krieg in der Ukraine und der Nahostkonflikt infolge des Terrorangriffs der Hamas auf Israel. Eine Ausweitung des Nahostkonflikts könnte die Energiepreise erneut ansteigen lassen.

4 Sachverständigenrat der deutschen Wirtschaft: Frühjahrsgutachten-2024 - Mai 2024

Branchenrisiko

Umsatz und Ergebnis der Gesellschaft unterliegen den Konjunkturzyklen ihrer Abnehmerbranchen sowie der Wettbewerbsfähigkeit ihrer Produkte. Hier versuchen wir, Marktbedürfnisse frühzeitig zu erkennen und umzusetzen.

Forderungsausfall- und Liquiditätsrisiko

Da die Umsätze zu über 80 % mit verbunden Unternehmen bestehen, liegt bei der Sensus GmbH Hannover kein erhöhtes Forderungsausfallrisiko vor. Die restlichen Umsätze werden durch Kommunen abgesichert. Daher schätzt das Management das Forderungsausfallrisiko als gering ein.

Auch das Liquiditätsrisiko wird als gering eingeschätzt, da die Sensus GmbH Hannover an einem Cash-Pool-Management angeschlossen ist. Aufgrund der finanziellen Absicherung über den Konzern ist die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft in ausreichendem Maße gegeben.

Währungs- und Zinsrisiko

Das Währungsrisiko existiert nur in einem überschaubaren Rahmen. Der Gesellschaft stehen im Rahmen des Euro Cash-Pools und der Konzernzugehörigkeit diverse Finanzinstrumente zur Verfügung. Diese werden entsprechend der jeweiligen Risikoeinschätzung und unter Beachtung detaillierter Richtlinien und Vorgaben auf Ebene des obersten Mutterunternehmens in den USA bei Bedarf eingesetzt.

Produkt- und Umweltschutzrisiken

Produkt- und Umweltschutzrisiken tragen wir durch entsprechende Maßnahmen zur Qualitätssicherung Rechnung. Hierzu gehört die Zertifizierung unserer Aktivitäten nach internationalen Normen, die ständige Verbesserung von Anlagen und Verfahren sowie die Neu- oder Weiterentwicklung von Produkten.

Für Haftungsrisiken und Schadensfälle bestehen Konzernversicherungspolicen, um die möglichen Folgen von im Unternehmen verbleibenden Risiken in Grenzen zu halten bzw. sie ganz auszuschließen. Der Umfang dieser Versicherungen wird kontinuierlich überprüft.

Rechtliche Risiken

Sofern sich rechtliche Risiken auf vergangene Sachverhalte beziehen, bilden wir die dafür erforderlichen bilanziellen Rückstellungen und prüfen deren Angemessenheit in regelmäßigen Abständen.

Am Abschlussstichtag liegen keine nennenswerten gerichtlichen Auseinandersetzungen vor. Die relevanten gesetzlichen Vorschriften und internen Konzernrichtlinien werden eingehalten und von der Konzernmutter regelmäßig überprüft. Weiterhin werden die Mitarbeiter in den relevanten Bereichen kontinuierlich geschult.

IT-Risiken

Für den ordnungsgemäßen Geschäftsbetrieb des Unternehmens sind die Verfügbarkeit und Verlässlichkeit der IT-Systeme sowie die ausfallsichere Vernetzung der einzelnen Unternehmenseinheiten ein kritischer Erfolgsfaktor. Aufgrund des daraus resultierenden Risikopotentials genießt die IT-Sicherheit und das IT-Risikomanagement bei Sensus seit Jahren höchste Priorität.

In regelmäßigen Abständen finden u.a. im Rahmen der SOX-Anforderungen interne Prüfungen statt, die die Einhaltung der Sicherheitsstandards kontrollieren und sicherstellen. Sollte es trotz der getroffenen Vorkehrungen zu einer schwerwiegenden Störung im Rechenzentrum kommen, existiert ein spezieller Notfallplan, der den eingeschränkten Wiederanlauf der Kernsysteme innerhalb tolerierbarer Ausfallzeiten sicherstellt.

Personalrisiken

Es ist essenziell für das laufende Geschäft sowie die Unternehmensentwicklung, jederzeit möglichst über die benötigte Anzahl an entsprechend qualifizierten Mitarbeitern verfügen zu können. Der aktuelle Engpass an Fach- und Führungskräften sowie eine geringe Arbeitslosigkeit erschweren den Zugang zu geeigneten Mitarbeitern.

Mittels attraktiver Arbeitsbedingungen und Gehältern (Tarifvertrag), bedarfsgerechter Mitarbeiterförderung sowie umfangreichen Rekrutierungsmaßnahmen versucht die Sensus GmbH Hannover, neue Mitarbeiter zu gewinnen und bestehende Mitarbeiter langfristig zu binden. Zudem ist die Sensus GmbH seit Jahren Ausbildungsbetrieb und bildet Auszubildende in den Bereichen Industriekaufmann bzw. Industriekauffrau, Industriemechaniker*in und Elektroniker*in aus.

Sonstige Risiken

Basierend auf den dargestellten Einzelrisiken und der derzeitigen Entwicklung des operativen Geschäfts unterliegt der Geschäftsbetrieb der Gesellschaft keinen existenzgefährdenden Risiken.

Chancen- und Prognosebericht
Chancenbericht

Im Folgenden werden die Chancen in absteigender Reihenfolge ihrer Bedeutung für die Gesellschaft dargestellt.

Die Sensus GmbH Hannover bietet weiterhin die bewährten mechanischen Messgeräte an, um sie sukzessive durch die immer stärker nachgefragten Statischen Messgeräte zu ergänzen. Damit wird sichergestellt, dass der Kundenbasis eine Palette an Produkten entsprechend deren Bedarf und technologischer Entwicklung zur Verfügung gestellt werden kann. Die Erweiterung des Portfolios der statischen Zählerreihe Cordonel mit weiteren Nennweiten mit DN 100 in 2023 und den weiteren Nennweiten in 2024 verbessern die Möglichkeiten insbesondere im Tender-Geschäft wesentlich. Dazu kommen die Systemtechnik mit Fernübertragung und Softwarelösungen mit neuen Analysemöglichkeiten wie XVPGA (Xylem Vue powered by GoAigua) die dem Kunden Ende-zu-Ende Lösungen bieten. Zusätzliche Angebote wie Dienstleistungen runden die Palette ab.

Im Jahr 2023 wurde die Produktion der mechanischen Zähler für die Emerging Markets von Fuzhou nach Nanjing verlagert. Neben der nunmehr effizienteren Fertigung wurde die Zertifizierung nach Modul B erreicht. Damit können nun auch andere Regionen in den Emerging Markets aus dem Werk in China bedient werden, die Zähler verlangen, die der ISO 4064 entsprechen.

Synergien in der Xylem Organisation, nunmehr im Vertrieb, ergeben Möglichkeiten, den Markt noch besser zu adressieren und damit ebenfalls Wachstum zu generieren.

Adressierung von wichtigen Kunden über XYLEM Key Account Manager ermöglichen eine gezielte Kundenbetreuung.

Die Sensus GmbH Hannover feierte im Jahr 2023 das 180 jährige Bestehen und zeigt fortwährend, wie Tradition und Innovation eng verknüpft sind.

Prognosebericht

Gesamtwirtschaftliche Entwicklung 5

Nachdem das Bruttoinlandsprodukt (BIP) der deutschen Volkswirtschaft im vergangenen Jahr preisbereinigt um 0,2 % zurückgegangen ist, erwartet der Sachverständigenrat für dieses Jahr nur ein geringes BIP-Wachstum von 0,2 %. Allerdings ist davon auszugehen, dass die deutsche Wirtschaft im Jahresverlauf etwas an Fahrt gewinnt. So dürften die Inflation zurückgehen und die Nominallöhne steigen, sodass ein anhaltendes Wachstum der Realeinkommen im Verlauf des Jahres 2024 zu einer moderaten Belebung der privaten Konsumausgaben führt. Im Jahr 2025 ist darüber hinaus damit zu rechnen, dass die Investitionen das Wachstum stützen und die deutsche Volkswirtschaft um 0,9 % wachsen dürfte.

Die Verbraucherpreisinflation in Deutschland hat sich weiter verlangsamt. Vor allem die Energie- und Importpreise sind deutlich gesunken, und die Geldpolitik wirkt restriktiv auf die gesamtwirtschaftliche Nachfrage. Der Sachverständigenrat rechnet beim nationalen Verbraucherpreisindex in den Jahren 2024 und 2025 mit Steigerungsraten von 2,4 % bzw. 2,1 %, nachdem die Inflation im vergangenen Jahr noch bei 5,9 % lag. Der erhöhte heimische Preisdruck infolge gestiegener Arbeitskosten verhindert allerdings eine schnellere Normalisierung der Inflationsraten. Bei der Kerninflation ist mit Raten von 3,0 % im Jahr 2024 und 2,4 % im Jahr 2025 zu rechnen. Die Inflation im Euro-Raum ist ebenfalls deutlich zurückgegangen. Daher ist davon auszugehen, dass die geldpolitische Straffung ihren Höhepunkt erreicht hat und es im Jahresverlauf zu ersten Zinssenkungen kommen wird. Damit dürften sich die Finanzierungsbedingungen im Prognosehorizont verbessern.

Der andauernde Krieg in der Ukraine und der Konflikt im Nahen Osten stellen erhebliche Risikofaktoren für die Weltwirtschaft dar. Neben der Gefahr, dass die Energiepreise erneut steigen, ist die weitere geld- und fiskalpolitische Ausrichtung unsicher. Sollte sich der Rückgang der Inflation im Euro-Raum verlangsamen, könnte dies die EZB veranlassen, die ersten Leitzinssenkungen zu verschieben. Gleichzeitig könnten bei der Planung der öffentlichen Haushalte zusätzliche Konsolidierungen für das Jahr 2025 notwendig sein. In beiden Fällen dürfte sich die wirtschaftliche Erholung erneut verzögern, nicht zuletzt, da ein weiterer Anstieg der wirtschaftlichen Unsicherheit das Investitionsklima zusätzlich belasten dürfte.

5 https://www.sachverstaendigenrat-wirtschaft.de/fruehjahrsgutachten-2024.html (aufgerufen am 05. Juni 2024).

Geschäftsentwicklung

Für das aktuelle Geschäftsjahr haben wir unser Unternehmen auf die zu erwartende gesamtwirtschaftliche Entwicklung eingestellt.

Für das Geschäftsjahr 2024 rechnen wir aufgrund von gesteigerten Umsatzerlösen mit dem neuen Zähler Cordonel mit einem Umsatzanstieg in Höhe von insgesamt ca. +Mio. EUR 2 mit einer leicht verbesserten Ergebnissituation, wobei das Ergebnis vor Verlustübernahme weiterhin deutlich negativ sein wird.

Schwerpunkt der Forschungs- und Entwicklungstätigkeit wird weiterhin die Entwicklung der großen Nennweiten des neuen statischen Großwasserzählers sein. Das Gesamtprojekt umfasst eine global zu vermarktende Produktlinie, die nach unserer Erwartung bei wesentlich verbesserten Leistungsdaten unser Portfolio straffen und zu erheblichen Kostenreduzierungen führen wird. Der Bau und die Eröffnung eines weiteren Gebäudes mit einem modernen Prüfstand mit hoher Messgenauigkeit für Zähler der Nennweite 150 bis 300 und einem Volumenstrom von 0,1 bis 2.700m 3 /h erlaubt Sensus, die Entwicklung und Prüfung von Großwasserzählern am Standort Deutschland. Dies ist ein Alleinstellungsmerkmal innerhalb der Wasserzähler-Industrie.

Wir erwarten, dass diese Produktinnovation in den darauffolgenden Geschäftsjahren eine erhebliche Steigerung des Umsatzeses zur Folge haben wird. Aufgrund höherer Verkaufserlöse und einer verbesserten Materialmarge erwarten wir eine deutliche Verbesserung der zukünftigen Jahresergebnisse.

Darüber hinaus werden Kostenreduzierungsprogramme implementiert sowie Synergieeffekte, die sich durch den Verkauf an die Xylem Inc. ergeben können, kontinuierlich geprüft und ggf. umgesetzt.

Die Investitionen des Geschäftsjahres 2023 lagen weit unter dem Niveau des Geschäftsjahres 2022 (TEUR 2.513). Das liegt unter anderem daran, dass die Sensus GmbH Hannover in dem Vorjahr in die neue Prüfstation mit dazugehörigem Gebäude investiert hat. Für 2024 rechnen wir mit Investitionen, die leicht unter dem Niveau von 2023 liegen.

Die mittelfristige Absatz- und Ergebnisentwicklung der Sensus GmbH Hannover steht in enger Korrelation zur allgemeinen konjunkturellen Entwicklung sowie der Branchenentwicklung.

Dieser Bericht enthält Aussagen zum künftigen Geschäftsverlauf der Sensus GmbH, Hannover. Diesen Aussagen liegen Annahmen zur Entwicklung der Wirtschaft einzelner Länder und des Wasserzählermarktes zugrunde, die wir auf Basis der uns vorliegenden Informationen getroffen haben und die wir zurzeit als realistisch ansehen. Die Einschätzungen sind mit Risiken behaftet und die tatsächliche Entwicklung kann von der erwarteten Entwicklung abweichen. Sollte es daher in unseren wichtigsten Absatzmärkten, insbesondere Deutschland, zu unerwarteten Nachfragerückgängen kommen, wird das unsere Geschäftsentwicklung entsprechend beeinflussen. Die Entwicklung der Gesellschaft hängt demnach von ihrer Fähigkeit ab, sich diesen veränderten Marktbedingungen stets anzupassen.

 

Hannover, den 21. Oktober 2024

Die Geschäftsführung

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023
EUR
Vorjahr
TEUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 429.406,00 518
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 0
3. In Entwicklung befindliche selbst geschaffene Software 100.668,00 64
530.074,00 582
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.161.067,61 522
2. Technische Anlagen und Maschinen 717.879,00 803
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.849.993,02 1.452
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 461.039,93 2.189
5.189.979,56 4.966
5.720.053,56 5.548
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 2.519.969,13 1.971
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 490.066,33 432
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 299.247,18 375
3.309.282,64 2.778
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.715.952,11 3.140
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 16.167.702,94 14.269
3. Sonstige Vermögensgegenstände 321.180,27 322
18.204.835,32 17.731
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 312,25 0
21.514.430,21 20.509
C. Rechnungsabgrenzungsposten 49.956,59 17
27.284.440,36 26.074

Passiva

31.12.2023
EUR
Vorjahr
TEUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 4.320.050,00 4.320
II. Kapitalrücklage 432.000,74 432
III. Gewinnrücklagen
Andere Gewinnrücklagen 80.834,00 81
IV. Gewinnvortrag 1.700,46 2
4.834.585,20 4.835
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 17.408.907,00 17.061
2. Sonstige Rückstellungen 1.590.812,90 1.321
18.999.719,90 18.382
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.039.856,49 2.518
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 290.546,89 218
3. Sonstige Verbindlichkeiten 119.731,88 121
davon aus Steuern: EUR 105.540,37 (Vorjahr: TEUR 109)
3.450.135,26 2.857
27.284.440,36 26.074

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

2023
EUR
Vorjahr
TEUR
1. Umsatzerlöse 27.468.978,27 29.014
2. Erhöhung oder Verminderung (-) des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 23.805,57 -71
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 71.820,00 78
4. Sonstige betriebliche Erträge 168.689,95 323
davon aus Währungsumrechnung EUR 130.792,54 (Vorjahr: TEUR 212)
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 12.664.217,08 13.500
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 232.023,14 185
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 9.415.845,66 8.446
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 2.284.743,82 2.220
davon für Altersversorgung EUR 705.293,57 (Vorjahr: TEUR 714)
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 879.838,84 814
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen 5.964.135,60 5.632
davon aus Währungsumrechnung EUR 29.755,28 (Vorjahr: TEUR 89)
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 152.749,10 76
davon aus verbundenen Unternehmen EUR 152.749,10 (Vorjahr: TEUR 76)
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 320.242,00 328
davon aus Aufzinsung EUR 320.242,00 (Vorjahr: TEUR 328)
11. Ergebnis nach Steuern -3.875.003,25 -1.705
12. Sonstige Steuern 27.068,96 24
13. Erträge aus Verlustübernahme 3.902.072,21 1.729
14. Jahresüberschuss/-fehlbetrag 0,00 0

Anhang für das Geschäftsjahr 01.01. bis zum 31.12.2023

Allgemeine Hinweise

Die Sensus GmbH Hannover hat ihren Sitz in Hannover und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Hannover (HR B Reg. Nr. 61468). Der Jahresabschluss wird nach den Rechnungslegungsvorschriften für Kapitalgesellschaften des Handelsgesetzbuches (HGB) unter Berücksichtigung des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt.

Die Gesellschaft erfüllt die Größenkriterien einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft gem. § 267 Abs. 2 HGB.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierung und Bewertung der Jahresabschlussposten

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sind zu Herstellungskosten aktiviert. Die aktivierten Herstellungskosten betreffen ausschließlich Entwicklungskosten. Die Abschreibung erfolgt entsprechend der erwarteten Nutzungsdauer planmäßig linear über sieben Jahre.

Entgeltlich erworbene Immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden entsprechend ihrer Nutzungsdauer von 3 bis 5 Jahren um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert.

In Entwicklung befindliche selbst geschaffene Software wurde im Rumpfgeschäftsjahr vom 1. April bis zum 31. Dezember 2016 erstmalig aktiviert. Die aktivierten Herstellungskosten betreffen ausschließlich Entwicklungskosten. Die Forschungs- und Entwicklungskosten des Geschäftsjahres haben insgesamt TEUR 2.568 betragen (davon entfallen auf die Aktivierung von Entwicklungskosten: TEUR 37). Der Ausweis der Software erfolgt unter Anwendung des § 265 Abs. 5 HGB unter dem zusätzlichen Posten "In Entwicklung befindliche selbst geschaffene Software".

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen angesetzt. In die Herstellungskosten selbsterstellter Anlagen sind neben den Einzelkosten auch anteilige Gemeinkosten und durch die Fertigung veranlasste Abschreibungen einbezogen. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer von 3 bis 50 Jahren abgeschrieben. Bewegliche Gegenstände des Sachanlagevermögens werden im Jahr des Zu-bzw. Abgangs pro rata temporis abgeschrieben.

In Bezug auf die Bilanzierung geringwertiger Wirtschaftsgüter wird seit dem 1. Januar 2018 handelsrechtlich die steuerrechtliche Regelung des § 6 Abs. 2 EStG angewendet. Anschaffungs- oder Herstellungskosten von abnutzbaren beweglichen Wirtschaftsgütern des Anlagevermögens, die einer selbständigen Nutzung fähig sind, werden im Wirtschaftsjahr der Anschaffung, Herstellung oder Einlage in voller Höhe abgeschrieben, wenn die Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag, für das einzelne Wirtschaftsgut EUR 800 nicht übersteigen.

Bei voraussichtlich dauerhafter Wertminderung werden außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen.

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind zu durchschnittlichen Anschaffungskosten oder erforderlichenfalls unter Beachtung des Niederstwertprinzips zu niedrigeren Tageswerten am Abschlussstichtag angesetzt.

Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sowie die unfertigen Leistungen sind zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Werteverzehrs des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist berücksichtigt werden. Kosten der allgemeinen Verwaltung sowie produktionsbezogene Fremdkapitalzinsen wurden nicht aktiviert.

Waren sind zu Anschaffungskosten oder erforderlichenfalls zu niedrigeren Marktpreisen bilanziert.

Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer oder geminderter Verwertbarkeit ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt. Unverzinsliche Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem laufzeitadäquaten Zinssatz abgezinst.

Die liquiden Mittel werden mit ihrem Nominalwert angesetzt.

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Aufwendungen für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. Sie werden zum Nominalwert angesetzt.

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert.

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nach der Anwartschaftsbarwertmethode (Projected-Unit-Credit-Methode) unter Verwendung der "Richttafeln 2018 G" von Dr. Klaus Heubeck ermittelt. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank im Monat Dezember veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB). Dieser Zinssatz beträgt 1,83 % (Vorjahr 1,79 %). Der Effekt aus der Zinssatzänderung wird unter dem Posten "Zinsen und ähnliche Aufwendungen" gezeigt. Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden jährliche Lohn- und Gehaltssteigerungen von 3,0 % (Vorjahr 2,25 %) und Rentensteigerungen von jährlich 2,2 % zugrunde gelegt, sowie eine Fluktuation in Höhe von 2,5 % p.a. unterstellt.

Der Unterschiedsbetrag zwischen der Bewertung der Pensionsrückstellung basierend auf dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und der Bewertung der Pensionsrückstellung basierend auf dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren beträgt TEUR 179 (Vorjahr TEUR 917). Gemäß § 253 Abs. 6 S. 2 HGB dürfen Gewinne nur ausgeschüttet werden, wenn die nach einer Ausschüttung verbleibenden frei verfügbaren Rücklagen zuzüglich eines Gewinnvortrags abzüglich eines Verlustvortrags mindestens dem Unterschiedsbetrag entsprechen (Ausschüttungssperre).

Unter Inanspruchnahme des Wahlrechts nach Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB wird der sich aus der Änderung der Rückstellungsbilanzierung nach §§ 249 Abs. 1 Satz 1, 253 Abs. 1 Satz 2, Abs. 2 HGB durch das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG) ergebende Zuführungsbetrag über den Höchstzeitraum von 15 Jahren gleichmäßig verteilt. Der Zuführungsbetrag beträgt jährlich TEUR 153 und wird unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst. Demnach sind der Rückstellung bis zum 31.12.2024 noch TEUR 153 zuzuführen.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d.h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit einem fristenkongruenten Zinssatz abgezinst. Für die Bewertung der Altersteilzeit- sowie Jubiläumsrückstellungen werden ebenfalls versicherungsmathematische Gutachten herangezogen. Die Altersteilzeitrückstellungen werden nach Maßgabe des Blockmodells gebildet. Die Bewertung der Rückstellungen erfolgt unter Verwendung der "Richttafeln 2018 G" von Dr. Klaus Heubeck unter Zugrundelegung eines Zinssatzes von 1,76 % (durchschnittlicher Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren). Erwartete Gehaltssteigerungen wurden mit 3,00 % berücksichtigt. Die Rückstellungen für Jubiläumszuwendungen werden nach der Anwartschaftsbarwertmethode (Projected-Unit-Credit-Methode) unter Verwendung der "Richttafeln 2018 G" von Dr. Klaus Heubeck ermittelt. Die Abzinsung erfolgte unter Zugrundelegung eines Zinssatzes von 1,76 % (durchschnittlicher Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren). Erwartete Gehaltssteigerungen wurden mit 3,0 % (Vorjahr 2,25 %) und die Fluktuation mit einer Rate von 2,50 % berücksichtigt. Effekte aus Änderungen des Abzinsungszinssatzes oder der Schätzung der Restlaufzeit werden im Finanzergebnis ausgewiesen. Rückstellungen mit einer Laufzeit von unter einem Jahr werden nicht abgezinst.

Vermögensgegenstände, die dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind und ausschließlich der Erfüllung von Schulden aus Altersteilzeitverpflichtungen dienen (sogenanntes Deckungsvermögen), sind nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit diesen Verpflichtungen zu verrechnen. Das Deckungsvermögen besteht aus Termingeld und wurde gemäß § 253 Abs. 1 Satz 4 HGB zum beizulegenden Zeitwert bewertet und entspricht dem Marktwert. Aufwendungen und Erträge aus der Abzinsung werden mit den Aufwendungen und Erträgen der verrechneten Vermögensgegenstände im Finanzergebnis saldiert.

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden diese mit den erwarteten unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung nicht abgezinst. Die Gesellschaft ist in den ertrags- und umsatzsteuerlichen Organkreis der Sensus GmbH Ludwigshafen, Ludwigshafen am Rhein, eingebunden. Aktive und passive Steuerlatenzen der Sensus GmbH Hannover werden auf Ebene ihrer Organträgerin erfasst und ggf. verrechnet.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet.

Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Sämtliche Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 1.716; Vorjahr TEUR 3.140) sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten Forderungen gegen die Gesellschafterin in Höhe von TEUR 8.918 (Vorjahr TEUR 6.688), davon TEUR 5.016 (Vorjahr TEUR 4.959) aus Cashpool und TEUR 3.902 aus der Verlustübernahme (Vorjahr TEUR 1.729), sowie Forderungen gegen Xylem Europe in Höhe von TEUR 2.197 (Vorjahr TEUR 4.242), davon TEUR 2.197 (Vorjahr TEUR 4.242) aus Cashpool. Des Weiteren enthalten sie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 5.053 (Vorjahr TEUR 3.340). Sämtliche Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig.

Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten in Höhe von TEUR 154 (Vorjahr TEUR 196) Posten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

Eigenkapital

Das Stammkapital ist voll eingezahlt. Alleinige Gesellschafterin ist die Sensus GmbH Ludwigshafen, Ludwigshafen am Rhein.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen: Altersteilzeit in Höhe von TEUR 183 (Vorjahr TEUR 181), Abfindungen TEUR 377 (Vorjahr TEUR 0), zukünftige Jubiläumsgelder in Höhe von TEUR 210 (Vorjahr TEUR 197), Gewährleistungsverpflichtungen in Höhe von TEUR 190 (Vorjahr TEUR 136), ausstehende Rechnungen in Höhe von TEUR 175 (Vorjahr TEUR 265), ausstehenden Urlaub und Urlaubsgeld TEUR 130 (Vorjahr TEUR 135) sowie Rückstellungen für Tantiemen in Höhe von TEUR 166 (Vorjahr 156).

Angaben zur Verrechnung nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB:

TEUR
Erfüllungsbetrag der verrechneten Schulden 891
Anschaffungskosten der Vermögensgegenstände 708
Beizulegender Zeitwert der Vermögensgegenstände 708
Verrechnete Aufwendungen 0
Verrechnete Erträge 0

Verbindlichkeiten

Restlaufzeit
bis zu 1 Jahr
TEUR
über 1 Jahr
TEUR
Über 1 Jahr; davon mehr als 5 Jahre
TEUR
Insgesamt
TEUR
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.040 0 0 3.040
Vorjahr 2.518 0 0 2.518
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 291 0 0 291
Vorjahr 218 0 0 218
Sonstige Verbindlichkeiten 120 0 0 120
Vorjahr 121 0 0 121
Summe Verbindlichkeiten 3.450 0 0 3.450
Vorjahr 2.857 0 0 2.857

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen enthalten Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten aus der Finanzierung von Lieferantenverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 1.088 (Vorjahr TEUR 616). Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten solche aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 291 (Vorjahr TEUR 218).

Es wurden keine Sicherheiten für die Verbindlichkeiten bestellt.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von TEUR 2.360 (Vorjahr: TEUR 2.457). Im Wesentlichen betreffen diese Verpflichtungen aus einem im Grundbuch eingetragenen Erbbaurecht (Restlaufzeit > 10 Jahre) in Höhe von TEUR 2.152 und Verpflichtungen aus diversen Mietverträgen für Verwaltungs-, Lager- sowie Vertriebsbürogebäude. Die Sensus GmbH Hannover hat darüber hinaus Leasingverträge für Fahrzeuge und Maschinen mit Restlaufzeiten zwischen einem und fünf Jahren abgeschlossen.

TEUR
Geschäftsjahr 2024 145
Geschäftsjahr 2025 135
Geschäftsjahr 2026 133
Geschäftsjahr 2027 119
Geschäftsjahr 2028 86
Folgejahre 1.742
2.360

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (TEUR 0; Vorjahr TEUR 63) und der Erstattung von Stromsteuer (TEUR 10; Vorjahr TEUR 10) enthalten, sowie Erträge aus Währungsdifferenzen (TEUR 123; Vorjahr TEUR 200).

Sonstige betriebliche Aufwendungen

In dem Posten werden Aufwendungen nach Artikel 67 Abs. 1 und 2 EGHGB in Höhe von TEUR 153 (Vorjahr TEUR 153) ausgewiesen.

Sonstige Angaben

Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen

Es wurden keine Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen zu nicht marktüblichen Bedingungen durchgeführt.

Organe
Geschäftsführung

Herr Bernd Raade, Haste

Herr Thomas Helf, Kallstadt

Frau Jennifer Schulze, Hannover

Die Geschäftsführenden Herren Thomas Helf und Bernd Raade sowie Frau Jennifer Schulze vertreten die Gesellschaft jeweils allein. Die Geschäftsführer sind von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

Herr Helf ist als Director Operations bei der Sensus GmbH Ludwigshafen, Ludwigshafen am Rhein, beschäftigt, bei der er auch die Geschäftsführung ausübt. Des Weiteren hat er die Position des Director Operations Europe (EMEA & AP) inne.

Herr Raade ist bei der Sensus GmbH Hannover, Hannover, beschäftigt. Des Weiteren hat er die Position des Director Quality Europe Middle East Africa und Asia Pacific (EMEA&AP) inne.

Frau Schulze ist bei der Sensus GmbH Hannover, Hannover beschäftigt. Des Weiteren hat sie die Position des Finance Manager and Controller Ludwigshafen und Hannover inne.

Gesamtbezüge der Geschäftsführung

Die Gesellschaft verzichtet gemäß § 286 Abs. 4 HGB auf die Angabe der Bezüge der Geschäftsführung.

Die Gesamtbezüge der ehemaligen Mitglieder der Geschäftsführung und ihrer Hinterbliebenen beliefen sich im Geschäftsjahr auf TEUR 283.

Die Pensionsrückstellungen für ehemalige Mitglieder der Geschäftsführung und ihrer Hinterbliebenen belaufen sich zum 31. Dezember 2023 auf TEUR 4.956 und der Betrag, welcher aufgrund der Übergangsregelung des Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB noch nicht zugeführt wurde, auf TEUR 55.

Arbeitnehmer

Im Durchschnitt wurden beschäftigt: 01.01.2023 - 31.12.2023 Personen 01.01.2022 - 31.12.2022 Personen
Gewerbliche Arbeitnehmer 84 81
Angestellte 53 52
137 133

Ausschüttungssperre

Der Gesamtbetrag der im Sinn des § 268 Abs. 8 HGB für die Ausschüttung gesperrten Beträge beträgt TEUR 530 (Vorjahr: TEUR 582) und betrifft in voller Höhe selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens.

Ereignisse nach dem Stichtag

Es sind nach Abschluss des Geschäftsjahres keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die Einfluss auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des Unternehmens haben können.

Konzernverhältnisse

Mutterunternehmen

Alleinige Gesellschafterin der Sensus GmbH Hannover ist die Sensus GmbH Ludwigshafen, Ludwigshafen am Rhein.

Seit dem 1. November 2016 wird der Jahresabschluss der Gesellschaft in den Konzernabschluss des obersten Mutterunternehmens, der Xylem Inc., Rye Brook, New York, USA, einbezogen, welche den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen aufstellt. Dieser wird bei der Securities and Exchange Commission, Washington, D.C., USA, unter der Index-Nr. CIK 0001524472 offengelegt.

 

Hannover, den 21. Oktober 2024

Thomas Helf, Geschäftsführer

Bernd Raade, Geschäftsführer

Jennifer Schulze, Geschäftsführerin

Entwicklung des Anlagevermögens Geschäftsjahr 2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 621.900,00 0,00 0,00 0,00 621.900,00
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 228.528,05 0,00 911,27 0,00 227.616,78
3. In Entwicklung befindliche selbst geschaffene Software 63.930,00 36.738,00 0,00 0,00 100.668,00
914.358,05 36.738,00 911,27 0,00 950.184,78
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich Bauten auf fremden Grundstücken 5.308.465,78 24.537,06 0,00 768.516,85 6.101.519,69
2. Technische Anlagen und Maschinen 4.980.824,39 6.926,50 0,00 0,00 4.987.750,89
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 15.357.928,38 627.085,21 66.668,61 1.316.621,22 17.234.966,20
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 2.189.161,29 357.016,71 0,00 -2.085.138,07 461.039,93
27.836.379,84 1.015.565,48 66.668,61 0,00 28.785.276,71
28.750.737,89 1.052.303,48 67.579,88 0,00 29.735.461,49
Kumulierte Abschreibungen Buchwerte Buchwerte
01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2023
EUR
31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 103.651,00 88.843,00 0,00 192.494,00 429.406,00 518.249,00
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 228.528,05 0,00 911,27 227.616,78 0,00 0,00
3. In Entwicklung befindliche selbst geschaffene Software 0,00 0,00 0,00 0,00 100.668,00 63.930,00
332.179,05 88.843,00 911,27 420.110,78 530.074,00 582.179,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich Bauten auf fremden Grundstücken 4.786.324,17 154.127,91 0,00 4.940.452,08 1.161.067,61 522.141,61
2. Technische Anlagen und Maschinen 4.178.120,39 91.751,50 0,00 4.269.871,89 717.879,00 802.704,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 13.906.525,36 545.116,43 66.668,61 14.384.973,18 2.849.993,02 1.451.403,02
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 461.039,93 2.189.161,29
22.870.969,92 790.995,84 66.668,61 23.595.297,15 5.189.979,56 4.965.409,92
23.203.148,97 879.838,84 67.579,88 24.015.407,93 5.720.053,56 5.547.588,92

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Sensus GmbH Hannover, Hannover

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Sensus GmbH Hannover, Hannover, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Sensus GmbH Hannover, Hannover, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hannover, den 21. Oktober 2024

Deloitte GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Michael Kritzer, Wirtschaftsprüfer

Dirk Hetebrügge, Wirtschaftsprüfer

Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 wurde mit Gesellschafterbeschluss am 19. November 2024 festgestellt.

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