mayer-bestpac GmbH
Selbe AdresseHerstellung von Verpackungsmitteln aus Kunststoffen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Stefan Buchenau seit 17.4.2023 | Geschäftsführer |
Klaus Josef Hennig seit 4.1.2022 | Geschäftsführer |
Paul Cerny seit 7.12.2020 | Prokura |
Thomas Schwarz seit 28.11.2013 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 2.60% | |
| 2.50% |
| Name | Anteil |
|---|---|
Nobilis Stiftung | 94.90% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Mayer-Kuvert-network GmbHHeilbronnKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 1. Januar bis 31. Dezember 2022der Mayer-Kuvert-network GmbH, HeilbronnI. Grundlagen des Konzerns Die Mayer-Kuvert-network GmbH (nachfolgend MKn GmbH) ist die Dachgesellschaft der Mayer-Gruppe und hat ihren Geschäftssitz in Heilbronn. Sie hält direkt Anteile an den wesentlichen Konzerngesellschaften, die das operative Geschäft des Konzerns in den einzelnen Ländern betreiben. Insgesamt gehörten am Bilanzstichtag 36 unmittelbare und mittelbare Tochterunternehmen zum Konsolidierungskreis der MKn GmbH. Zudem wurden zehn assoziierte Unternehmen in den Konzernabschluss der MKn GmbH einbezogen. Die operative Geschäftstätigkeit der Mayer-Gruppe wird in den Geschäftsfeldern "Briefumschläge & Versandtaschen", "Leichtverpackungen aus Papier" und "Neue Medien & Digitalisierung" geführt. Das Kerngeschäft stellt das Geschäftsfeld "Briefumschläge & Versandtaschen" dar, in dem wir zu einem der führenden Hersteller in Europa gehören. Die übrigen zwei Geschäftsfelder sind Teil unserer Strategie zur Diversifizierung unserer unternehmerischen Aktivitäten und werden durch gezielte Investitionen sukzessive ausgebaut. Die zur Mayer-Gruppe gehörenden Unternehmen sind ausschließlich in Europa ansässig, wo sich auch der Schwerpunkt des Absatzmarktes befindet. II. Wirtschaftsbericht 1. Rahmenbedingungen Gesamtwirtschaftliche Situation Im Berichtsjahr wurde die Weltwirtschaft stark durch den russischen Krieg in der Ukraine und global kräftig steigende Inflationsraten beeinflusst. Infolge des Kriegs und der resultierenden Sanktionen gegen Russland verschärften sich die Lieferkettenprobleme weiter und ein massiver Anstieg von Energie-, Rohstoff- und Nahrungsmittelpreisen sorgte für zunehmenden Preisdruck. Hinzu kamen wiederholt weitreichende Beschränkungen in China im Rahmen der Null-COVID-Politik, wodurch immer wieder bedeutende Teile der chinesischen Wirtschaft beeinträchtigt wurden. Dies trug dazu bei, dass globale Lieferketten zusätzlich belastet wurden. Lieferengpässe bei wichtigen Vorprodukten der Briefhüllen- und Papierverpackungsindustrie gab es analog zum Vorjahr insbesondere im Bereich der Papierbeschaffung. Um dem Inflationsanstieg entgegenzuwirken, erhöhte die Mehrzahl der großen Zentralbanken (mit Ausnahme Chinas) ihre Leitzinsen im Lauf des Jahres deutlich. Dies belastete die Weltwirtschaft, was im Vergleich zum Vorjahr zu einem geringeren Wachstum führte. In der Eurozone waren die Auswirkungen des Kriegs in der Ukraine besonders ausgeprägt. Im ersten Halbjahr konnte die Region dennoch ein überraschend starkes Wachstum verzeichnen, getrieben vor allem durch die Erholung des Dienstleistungssektors nach der weitgehenden Abschaffung von COVID-Maßnahmen. Jedoch nahmen die Belastungen durch hohe Energie- und Nahrungsmittelpreise im Jahresverlauf stark zu, und die hohe Unsicherheit bei der Energieversorgung belastete die Stimmung von Unternehmen und Verbrauchern zunehmend. Dies führte dazu, dass sich die Wachstumsdynamik am Jahresende deutlich abschwächte. Mit großen Unterschieden zwischen den einzelnen Mitgliedsstaaten stiegen die Verbraucherpreise im Jahresdurchschnitt deutlich um +8,4% gegenüber dem Vorjahr an. Im vierten Quartal erreichte die Inflationsrate sogar ein zweistelliges Niveau. Die Europäische Zentralbank beendete ihre Nullzinspolitik im zweiten Halbjahr und erhöhte die Leitzinsen auf 2,5% zum Jahresende. Das weltweite reale Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) betrug im Jahr 2022 gemäß den Berechnungen des Internationalen Währungsfonds (IWF) +3,4 % (Vorjahr: +5,9 %). Unsere Hauptmärkte zeigten folgende Entwicklungen: Die Eurozone wuchs beim BIP um +3,6 % (Vorjahr: +5,2 %). Auf Deutschland entfällt eine Steigerung von +1,8 % (Vorjahr: +2,7%), auf Frankreich von +2,6 % (Vorjahr: +6,7 %) und auf Polen von +4,9 % (Vorjahr +5,2 %). Auch die Wirtschaft in Großbritannien zeigte mit +4,0% (Vorjahr: +7,2 %) einen deutlichen Anstieg des BIP (Quelle: IWF, World Economic Outlook, April 2023). Branchenentwicklung Der Markt für Briefumschläge und Versandtaschen ist aufgrund der fortschreitenden Digitalisierung seit Jahren schrumpfend. Laut FEPE-Statistik (Europäischer Verband der Briefumschlagindustrie) sind die Absatzmengen der Mitgliedunternehmen in Europa, dem für die Mayer-Gruppe wesentlichen Absatzmarkt, seit 2010 um rund 39 Mrd. Stück auf 37 Mrd. Stück im Jahr 2022 gesunken. Dies entspricht in diesem Zeitraum einem durchschnittlichen Rückgang von jährlich -5,9 %. Im Berichtsjahr ist der Markt für Briefumschläge um -6,4% geschrumpft, wo im Vorjahr noch ein Zuwachs von +1,1 % zu verzeichnen war. Die Marktentwicklung der letzten drei Jahre zeigt mit durchschnittlich - 7,2 % einen stärkeren Rückgang als dies der Trend der letzten 13 Jahre widerspiegelt (Quelle: FEPE - Statistics 2023-03). Das Geschäftsfeld Leichtverpackungen ist ein Wachstumsmarkt. Bei Beuteln und Taschen aus Papier ist je nach Region im Durchschnitt von einem jährlichen Wachstum von +2,1 % auszugehen. Zusätzliches Wachstumspotenzial von +6,5% pro Jahr ergibt sich aus der Substitution von Kunststoff zugunsten von Papier. Bei E-Commerce Verpackungen ist ebenfalls ein klarer Trend hin zu Papierverpackungen mit Wachstumsraten von bis zu 20% pro Jahr zu verzeichnen. Getrieben wird dies durch die europaweiten gesetzlichen Regelungen zur Substitution von Kunststoff einerseits und das steigende Umweltbewusstsein von Endverbrauchern andererseits (Quelle: AFRY, Paper Bag Market Research, 2020-06; Smithers, The European E-Commerce Envelopes Market to 2027, 2022-09). 2. Geschäftsverlauf Leistungsindikatoren Für die operative finanzielle Leistungsmessung der Ertragslage ziehen wir bei der Mayer-Gruppe neben dem Umsatz, die Rohertragsquote (Verhältnis von Rohertrag zu Gesamtleistung) sowie das EBIT (Jahresüberschuss vor Ertragsteuern und Zinsen) heran. Als Steuerungsgröße für die Entwicklung der Finanzlage haben wir die Nettoliquidität identifiziert. Diese ergibt sich als Bestand der bilanziellen Zahlungsmittel, Zahlungsmitteläquivalente sowie der verzinslichen Wertpapiere und ähnlichen Geldanlagen abzüglich der verzinslichen kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten. Als bedeutsamsten nichtfinanziellen Leistungsindikator betrachten wir den Absatz unserer Produkte, den wir auch als Basis für unsere Kapazitäts- und Personalplanung einsetzten. Umsatz- und Absatzentwicklung Der Nettoumsatz der Mayer-Gruppe ist im Geschäftsjahr 2022 um +29,6 % auf TEUR 288.283 gestiegen (Vorjahr TEUR 222.489), womit der Planansatz um über 11,6 % übertroffen wird. Die Absatzmenge ist im Berichtszeitraum um 6,8 % auf 15,3 Mrd. Stück gesunken (Vorjahr 16,4 Mrd. Stück). Personalbereich Im Jahr 2022 wurden durchschnittlich 1.677 Mitarbeiter beschäftigt, was einem Rückgang von -4,8 % gegenüber dem Vorjahresstand entspricht (Vorjahr 1.762 Mitarbeiter). Darin enthalten sind 64 Leiharbeiter (Vorjahr 91). Der Schwerpunkt der Personalanpassung entfällt auf die Produktionsstandorte in Deutschland, Belgien und Polen. Produktion und Beschaffung Die Covid-19-Pandemie hatte im Geschäftsjahr nur noch wenig Einfluss auf die Produktion und Beschaffung der Mayer-Gruppe. Bis ins letzte Quartal waren allerdings auf der Beschaffungsseite die Nachwirkungen des Rückzugs von Stora Enso aus der Produktion fürs grafische Papier spürbar, der bereits Ende des Jahres 2021 eingeleitet worden war. Engpässe in der Papierbeschaffung führten zu massiven Verwerfungen in den Lieferketten, was zu Anstiegen der Beschaffungspreise für Papier von bis zu +300 % führte. Der russische Angriffskrieg auf die Ukraine führte darüber hinaus zur Energieknappheit, wodurch die Preise für Strom und Gas spürbar angestiegen sind. Letzteres hat sich auch auf die Bezugspreise für sämtliche Rohmaterialien sowie die eigenen Produktionskosten negativ ausgewirkt. 3. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage Ertragslage Die folgende Tabelle zeigt die Entwicklung wesentlicher Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung:
Das Geschäftsjahr 2022 ist durch ein deutliches Plus von knapp 30 % sowohl im Umsatz als auch in der Gesamtleistung geprägt. Die Umsatzerwartungen werden damit übertroffen. Der Großteil der Abweichung entfällt auf positive Preiseffekte aus gestiegenen Verkaufspreisen. Positiv wirkt zudem der Hochlauf unseres Geschäftsfeldes Leichtverpackungen. Die Rohertragsquote beträgt 34,6 % (Vorjahr 43,0 %), womit der Planansatz verfehlt wird. Der Vorjahreswert wird um über 19,5 % unterschritten. Auch im Berichtsjahr konnten wir nur einen Teil der gestiegenen Beschaffungspreise für Rohstoffe und Energie auf unsere Verkaufspreise umlegen. Zusätzlich wirkten die noch nicht abgeschlossenen Hochläufe in den Produktionen an den Standorten in Deutschland (Erweiterung) und Polen (Neuanlauf) belastend, da Effizienzpotentiale noch nicht vollständig gehoben werden konnten. Die Personalaufwandsquote sinkt um 8,1%-Punkte auf 22,6 % (Vorjahr 30,7 %), da im Berichtsjahr spürbar weniger Aufwendungen für Restrukturierung verarbeitet worden sind. Der Anstieg im sonstigen betrieblichen Ergebnis liegt im Wesentlichen in höheren Erträgen aus der Auflösung von Rückstellungen begründet. Gegenläufig haben sich operativ schwerpunktmäßig die erhöhten Kosten für Transport, negative Effekte aus der Währungsumrechnung sowie gestiegene Prämien für Sachversicherungen entwickelt. Die Abschreibungen sinken auf TEUR 11.098 (Vorjahr TEUR 13.119); im Vorjahr waren hier mit rund EUR 2,5 Mio größere Sonderabschreibungen aus Restrukturierungsmaßnahmen enthalten, die im Berichtsjahr kein wesentliches Volumen erreichen. Die Verluste beim EBIT und Jahresergebnis fallen niedriger aus als geplant. Die Maßnahmen zur Neuausrichtung der Mayer-Gruppe werden konsequent weiterverfolgt. Finanzlage Im Geschäftsjahr 2022 haben wir TEUR 30.471 (Vorjahr TEUR 28.275) investiert (Sachanlagenzugang). Der Schwerpunkt der Investitionstätigkeit entfällt unverändert auf die Erweiterung von Produktions- und Logistikkapazitäten an den Standorten in Deutschland, Polen und Frankreich. Die Investitionsphase der letzten Jahre ist damit nahezu beendet, im Folgejahr wird es vereinzelt noch nachlaufende Abschlussinvestitionen geben. Als Finanzierungsholding steuert die MKn-GmbH die Liquidität der Gruppenunternehmen. Die Refinanzierung erfolgt im Wesentlichen über von den Gesellschaftern nahestehenden Personen zu Verfügung gestellten Kreditmittel, die zu marktüblichen Konditionen und mit langfristigen Laufzeiten abgeschlossen worden sind. Darüber hinaus gibt es in lokalen Einheiten zum Teil individuelle Finanzierungen und Kreditlinien, die durch Kreditinstitute zur Verfügung gestellt werden. Zudem nutzen wir erstmals Factoring, zur teilweisen Abdeckung der Finanzierung des Working Capital. Es standen zur jeder Zeit ausreichend Geldmittel zur Verfügung, um unseren Zahlungsverpflichtungen fristgerecht nachkommen zu können. Zum 31. Dezember 2022 bestanden nicht ausgenutzte Kreditlinien in Höhe von TEUR 24.000. Die Nettoliquidität per 31. Dezember 2022 in Höhe von TEUR 323 (Vorjahr TEUR -3.079) bestand aus Forderungen aus Kassen- und Bankguthaben von TEUR 15.950 (Vorjahr TEUR 7.357) sowie kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten von TEUR 15.627 (Vorjahr TEUR 10.436). Die Entwicklung der Nettoliquidität übertrifft die Erwartungen. Vermögenslage Die folgende Tabelle zeigt die Entwicklung wesentlicher Bilanzpositionen:
Die Bilanzsumme wächst einerseits als Folge der Investitionen in die Erweiterung von Produktions- und Lagerkapazitäten (vgl. auch Ausführungen zur Finanzlage). Andererseits wird der Anstieg durch eine erhöhte Kapitalbindung im Working Capital beeinflusst. Ein Treiber hier ist die Bewertung der Vorräte zu im Vergleich zum Vorjahr erhöhten (durchschnittlichen) Beschaffungspreisen. Die Finanzierung des Zuwachses beim Anlage- und Umlaufvermögen sowie des Jahresverlustes fand schwerpunktmäßig durch die Inanspruchnahme der zur Verfügung stehenden Kreditrahmen statt. Ein Teil der Finanzierung fand auch über Factoring statt. Durch den erstmaligen Verkauf von Forderungen bei den Vertriebsgesellschaften in Deutschland wurden zum Bilanzstichtag liquide Mittel von rund EUR 9 Mio. freigesetzt. Das wirtschaftliche Eigenkapital (Summe aus Eigenkapital und nachrangigen von Gesellschaftern zur Verfügung gestellten bzw. besicherten Darlehen) liegt mit 69,2 % (Vorjahr 69,3 %) annähernd am Vorjahresniveau. Die Ertragssituation fällt besser aus als geplant. Für die Finanzierung stehen ausreichend vertraglich vereinbarte Darlehensrahmen zur Verfügung. Wir beurteilen die finanzielle Lage der Mayer-Gruppe vor diesem Hintergrund als stabil. III. Prognose-, Chancen- und Risikobericht 1. Prognose Für das Jahr 2023 prognostiziert der IWF das weltweite Wachstum des realen BIP mit +2,8 % und damit zum Vorjahr abgeschwächt (Vorjahr: +3,4 %). Als unsicher für die wirtschaftliche Entwicklung werden insbesondere die Turbulenzen im Finanzsektor, die hohe Inflation, die anhaltenden Auswirkungen der russischen Invasion in der Ukraine und die drei Jahre Corona-Pandemie beurteilt. Das Wachstum in Europa wird bei +0,8 % gesehen, die deutsche Wirtschaft wird mit -0,1 % leicht schrumpfend eingestuft (Quelle: IWF, World Economic Outlook, April 2023). Wir gehen davon aus, dass die hohen Inflationsraten in großen Teilen der Welt zu zusätzlichen Zinserhöhungen führen werden. Ungünstigere Finanzierungsbedingungen, sinkende Realeinkommen und anhaltend hohe Preise für Energie und Nahrungsmittel werden voraussichtlich den privaten Verbrauch und die Unternehmenstätigkeit bremsen. Wir erwarten zwar eine Verbessrung der Lieferketten und Einkaufspreise insbesondere bei der Papierbeschaffung. Aufgrund der hohen Unsicherheiten bei den meisten Marktteilnehmern sowie der geldpolitischen Straffung der EZB rechnen wir allerdings mit einer hohen Nachfragezurückhaltung. Neben der COVID-19-Pandemie beschleunigt nun auch die Verteuerung unserer Produkte infolge der hohen Inflation die Digitalisierung, was zu einem wachsenden Rückgang beim Bedarf für Briefumschläge für transaktionale Kommunikation (Rechnungshüllen) sowie beim Bedarf für Werbehüllen zugunsten von Online-Newslettern und Online-Werbung führen wird. Eine Studie von von Copenhagen Economics aus dem Jahre 2017 prognostizierte die Volumina für Briefsendungen für die Jahre 2017 bis 2025 und hat zwei Szenarien abgebildet, eines stärker papierbasiert (best case) und eines mit einer erhöhten Digitalisierungsrate (worst case). Der Trend stellt sich seither leicht über dem worst case Szenario ein. Dem aktuellen Trend folgend ergibt sich im Jahr 2025 ein Marktvolumen von rund 34 Mrd. Stück. Im Geschäftsfeld Leichtverpackungen gehen wir im Bereich Beutel- und Taschenfertigung von jährlichen Steigerungsraten des Absatzvolumens zwischen +2,1 % und +8,6 % und bei der Herstellung von papierbasierten E-Commerce Verpackungen von bis zu +20% aus. Für das Jahr 2023 gehen wir für die Mayer-Gruppe von einem Umsatz sowie Absatz deutlich über Vorjahresniveau aus und streben an, den Break-Even zu erreichen. Die Rohertragsquote erwarten wir etwas über dem Vorjahresniveau und wir gehen von einem positiven EBIT aus. Die Nettoliquidität zeigt in der Planung für das Jahr 2023 einen Stand leicht unter Vorjahr. Positive Liquiditätseffekte erwarten wir aus dem zwischenzeitlich in Deutschland eingeführten Factoring, das nicht Bestandteil der Planung war. 2. Chancen und Risiken a. Chancen Markt und Investitionen Durch gezielte Investitionen in digitale Druckkapazität als auch in hochmoderne Fertigungslinien zur Herstellung von Kuvertierhüllen und Werbebriefumschlägen sowie die Verlagerung von Fertigungskapazitäten an günstige Produktionsstandorte in Ostdeutschland und Polen und die ablauftechnische Optimierung und Automatisierung von Arbeits- und Logistikprozessen haben wir unsere Wettbewerbsfähigkeit im Geschäftsfeld "Briefumschläge & Versandtaschen" nachhaltig gestärkt. Ebenso haben wir im Geschäftsfeld "Leichtverpackungen" erheblich investiert, um unser strategisches Produktportfolio an das zunehmende Umweltbewusstsein von Endverbrauchern und den gesetzlichen Vorgaben in Bezug auf die Reduktion von Einweg-Plastikverpackungen anzupassen und darauf abgestimmte Produkte im Markt anbieten zu können. Die Investitionsphase in neue Produktionsstandorte mit Fertigungskapazitäten für Papierpolstertaschen, eCommerce-Versandtaschen, Papiertragetaschen und Brot- und Bäckerbeutel (Seitenfaltenbeutel) wurde im ersten Halbjahr 2022 abgeschlossen und anschließend mit dem Hochlauf der Produktion begonnen. Die Exklusivvertriebsrechte für das Marketingportal "Wunderhub" in unserem Geschäftsfeld "Neue Medien & Digitalisierung", mit dem Beschaffungsprozesse im Bereich Marketing bei größeren Bestands- als auch Neukunden erheblich vereinfacht und standardisiert werden können, und runden unser strategisches Produktportfolio ab und unterstützen die Erschließung neuer Marktpotenziale. Kapitalstruktur und Finanzierung Die Mayer-Gruppe befindet sich seit 2018 in einer Phase der Neuausrichtung. Wir planen diese bis Ende 2024 mit den wesentlichen Maßnahmen abzuschließen. Die Eigenkapitalausstattung der Mayer-Gruppe ist mit einer wirtschaftlichen Eigenkapitalquote von 69,2 % gut. Wir sind schwerpunktmäßig über unsere Gesellschafter und diesen nahestehenden Personen und folglich bankenunabhängig finanziert. Die Liquidität ist sowohl während der Phase der Neuausrichtung als auch darüber hinaus durch Eigenmittel sowie ausreichende durch die Gesellschafter abgesicherte Kreditmittel abgedeckt. IT-Infrastruktur Auch im abgelaufenen Berichtsjahr haben wir an der Weiterentwicklung unserer gruppenweiten IT-Infrastruktur gearbeitet. Alle deutschen Gesellschaften der Mayer-Gruppe arbeiten mittlerweile mit "SAP/4 HANA" und die Optimierung und Vereinfachung der Benutzeroberfläche mittels "SAP Fiori" Anwendungen wurde initiiert. Als gruppenweites Managementinformations- und Berichtsystem zur Erstellung der Monats- und Jahresabschlüsse wird von uns "LucaNet" eingesetzt. Alle Kennzahlen aus Nicht-SAP-Systemen unserer wesentlichen ausländischen Werke wurden ebenfalls integriert. Zusammen mit der im Vorjahr eingeführten Analysesoftware "SAP Analytics Cloud" können nun für nahezu alle Gesellschaften und Unternehmensbereiche Kennzahlen zur effizienten und effektiven Steuerung der operativen Einheiten ermittelt werden. b. Risiken Gesamtwirtschaftliche Entwicklung Sollte der Russland-Ukraine-Krieg weiter anhalten und sich die Inflation auf dem aktuellen Niveau einpendeln, dann würde sich dies auf das Konsumverhalten nachhaltig auswirken und es würde zu verstärkten Absatzrückgängen für alle Geschäftsfelder und Produktsegmente kommen. Ebenso würden verstärkte Kosteneinsparmaßnahmen auf Seiten unserer Kunden in den Bereich Werbung und transaktionale Kommunikation zu einer verstärkten Digitalisierung führen, sodass die fehlendenden Absatzvolumen für Produkte, die nicht für Waren-Sendungen eingesetzt werden können, dauerhaft verloren wären. Einkauf Der Beschaffungsmarkt für Papier war über Monate sehr angespannt. Seit Ende des Jahres 2022 zeichnet sich eine Entspannung in den Lieferketten und damit bei den Bezugspreisen für Rohmaterialien ab. Ebenso lässt sich bei den Energiekosten zu Beginn des Jahres 2023 eine Preisreduktion erkennen. Da wir in den für uns wesentlichen Rohstoffen Liefervereinbarungen geschlossen haben, gehen wir für das laufende Geschäftsjahr von einer problemlosen Beschaffungssituation mit tendenziell reduzierten Preisen aus. Weiterhin gibt es Währungsrisiken, da Produktionsaufträge bei Gesellschaften der Mayer-Gruppe in der Währung Euro platziert werden, diese jedoch nicht im EURO-Raum fertigen. Wir managen diese Risiken, indem wir die Beschaffung der Rohstoffe in EUR abschließen mit dem Ziel, die wechselseitigen Währungsflüsse annährend auszugleichen. Markt Der Briefhüllenmarkt wird aufgrund der fortschreitenden Digitalisierung weiterhin rückläufig sein und die Margen werden weiter unter Druck stehen. Aus diesem Grund wird es in diesem Segment auch zu weiteren Kapazitätsanpassungen kommen müssen. In den Geschäftsfeldern "Leichtverpackungen" (E-Commerce Versandtaschen, Papiertragetaschen, Brot- und Bäckerbeutel sowie Papierpolstertaschen) und "Neue Medien & Digitalisierung" sehen wir gute Zukunfts- und Wachstumsperspektiven. Kunden Aufgrund der gesamtwirtschaftlichen Situation und der Zurückhaltung von Kreditversicherungsunternehmen die Ausfallrisiken zu versichern, besteht nach wie vor ein erhöhtes Risiko von Forderungsausfällen aus Lieferungen und Leistungen. In Teilen sind wir daher gezwungen interne Limits für Kunden festzulegen, die wir über ein striktes Forderungsmanagement überwachen, so dass wir auf verschlechterte Kundenbonität schnell reagieren können. Weiterhin arbeiten wir proaktiv und vertrauensbildend mit unseren Partnern der Kreditversicherungen zusammen, um eine Erhöhung der Versicherungsbereitschaft zu erwirken. Zinsänderungsrisiko Ein Großteil der durch den Hauptgesellschafter verbürgten Finanzierung ist variabel an die Entwicklung des 3-Monats-Euribor gebunden. Deshalb haben wir hieraus das Risiko, dass der Referenzzins in Folge von Zinserhöhungen der Leitzinsen der Europäischen Zentralbank weiter steigt. Ausgehend von der Verschuldung per Ende des Berichtsjahres 2022 würde eine Veränderung des 3-Monats-Euribor um 1%-Punkt p.a. zu einer Veränderung des Zinsergebnisses pro Jahr um rund EUR 1,8 Mio. führen. Gewährleistung Gewährleistungsrisiken können im Fall von Reklamationen bei Handelsware durch entsprechende Regressforderungen an die jeweiligen Hersteller weitergeben werden. Gewährleistungsrisiken für die eigengefertigten Produkte werden durch unser integriertes Managementsystem IMS (Qualitätsmanagement nach ISO 9001, Umweltmanagement nach 14001, Energiemanagement nach 50001 sowie unser nicht zertifiziertes Arbeitssicherheitsmanagement) weitestgehend minimiert. Risiken, die den Bestand der Gesellschaft gefährden könnten, sehen wir derzeit nicht.
Heilbronn, den 25. Juli 2023 gez. Thomas Schwarz, Geschäftsführer gez. Klaus Hennig, Geschäftsführer gez. Paul Cerny, Geschäftsführer KonzernbilanzAktiva
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
Konzernkapitalflussrechnung
Konzerneigenkapitalspiegel
Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2022I. Allgemeine Angaben und Erläuterungen zum Konzernabschluss (1) Die Mayer-Kuvert-network GmbH hat ihren Sitz in Heilbronn. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Stuttgart unter HRB 107111 eingetragen. Der Konzernabschluss der Mayer-Kuvert-network GmbH für das Geschäftsjahr 2022 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und den ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes (GmbHG) aufgestellt. Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren nach § 275 Abs. 2 HGB gegliedert, was der bisherigen Handhabung entspricht. Um die Klarheit und Übersichtlichkeit der Darstellung im Konzernabschluss zu verbessern, werden die Davon-Vermerke der Konzernbilanz und Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung einheitlich im Anhang gemacht. (2) In den Konzernabschluss werden 21 inländische sowie 25 ausländische Unternehmen einbezogen und konsolidiert. Soweit keine Prozentangaben erfolgen, handelt es sich um 100 %-ige Tochterunternehmen der Mayer-Kuvert-network GmbH. Die nachfolgend aufgeführten Gesellschaften wurden im Wege der Vollkonsolidierung einbezogen (Konsolidierungskreis): 1. Mayer-Kuvert-network GmbH, Heilbronn 2. Mayer-Kuvert GmbH & Co. KG, Heilbronn 3. mayer-technology GmbH & Co. KG, Heilbronn 4. mayer-network GmbH, Heilbronn 5. Torgau-Kuvert GmbH & Co. KG, Dreiheide 6. Trebbin-Kuvert GmbH & Co. KG, Trebbin 7. mayer-network - print services GmbH & Co. KG, Heilbronn 8. mayer-digital GmbH & Co. KG, Heilbronn 9. MKn-Logistics GmbH, Heilbronn 10. BlessOF GmbH & Co. KG, Heilbronn 11. bestpac GmbH, Heilbronn 12. Quadri-Kuvert DVE GmbH, Heilbronn 13. Mayer-Kuvert Int. GmbH, Heilbronn 14. mayer-technology Beteiligungsgesellschaft mit beschränkter Haftung, Heilbronn 15. Torgau - Kuvert Verwaltungs-GmbH, Dreiheide 16. Trebbin-Kuvert Verwaltungs GmbH, Trebbin 17. print services Verwaltungs-GmbH, Heilbronn 18. mayer-digital Verwaltungs-GmbH, Heilbronn 19. BlessOF Verwaltungs-GmbH, Heilbronn 20. GPV France SAS, Saint-Amarin, Frankreich 21. Envelnor Kuvert SAS, Clarques, Frankreich 22. Envelnor Packaging SAS, Clarques, Frankreich 23. Lion Enveloppe SN SAS, Mably, Frankreich 24. Imprimerie Jean Fort SAS, Saint Thibault des Vignes, Frankreich 25. Heritage Envelopes Ltd., Blackburn, Großbritanien 26. bestpac UK Ltd., Blackburn, Großbritannien 27. De Vroede Enveloppen B.V.B.A., Nijlen, Belgien 28. GPV Romania S.R.L., Cluj, Rumänien 29. Romkuvert Ind. S.R.L., Bukarest, Rumänien 30. LOIM Sp. z o.o., Konstantynow Lodz, Polen 31. mayer polska Sp. z o.o., Konstantynow Lodz, Polen 32. bestpac polska Sp. z o.o., Konstantynow Lodz, Polen 33. Trimfold Envelopes Ltd., Trim, Irland 34. Kuvert Polska Sp. z o.o., Zbaszyn, Polen (58,0 %) 35. NC Koperty Sp. z o.o., Goldap, Polen (58,0 %) 36. Ecobag Network Sp. z o.o., Zbaszyn, Polen (58,0 %) 37. Packair Sp. z o.o., Janikowo, Polen (58,0 %) (3) Die nachfolgend aufgeführten Gesellschaften wurden nach der Equity-Methode in Form der Buchwertmethode (§ 312 Abs. 1 Nr.1 HGB) in den Konzernabschluss einbezogen, da die Mayer-Kuvert-network GmbH unmittelbar oder mittelbar an diesen bis zu 50,0 % der Anteile hält und einen maßgeblichen Einfluss gemäß § 311 HGB ausübt. Die Prozentangaben beziehen sich - mit Ausnahme der Novadex GmbH (44.) - auf die Mayer-Kuvert-network GmbH. 38. Kuvert-Ukraine, Iwano-Frankiwsk, Ukraine (50,0 %) 39. ETCO Network S.R.L., Bukarest, Rumänien (50,0 %) 40. Harmanec-Kuvert Spol. Sr.o., Brezno, Slowakei (50,0 %) 41. ECO-BAGS s.r.o., Myjava, Slowakei (50,0 %) 42. Novadex GmbH, Ludwigsburg (50,0 %) 43. A-Mail Holding A/S, Vejle, Dänemark (49,9 %) 44. Romkuvert S.R.L., Bukarest, Rumänien (30,0 %) 45. Addbrand Holding AB, Bankeryd, Schweden (25,0 %) Die Angaben für ein assoziiertes Unternehmen (46.) werden entsprechend § 313 Abs. 3 HGB nicht gemacht. (4) Die nachfolgend aufgeführten Gesellschaften wurden, wie bereits im Vorjahr, aufgrund ihrer untergeordneten Bedeutung für die Darstellung der Vermögens- Finanz- und Ertragslage des Konzerns entsprechend nach §§ 296 Abs. 2, 311 Abs. 2 HGB nach der Anschaffungskostenmethode einbezogen. 47. GPV-Kuvert ocd, Sofia, Bulgarien Die Angaben nach § 313 Abs. 2 HGB werden entsprechend § 313 Abs. 3 HGB nicht gemacht, um das Entstehen erheblicher Nachteile für die Unternehmen der Gruppe zu verhindern. (5) Der Konsolidierungskreis hat sich im Berichtsjahr wie folgt geändert: Die Falkensee-Kuvert GmbH, Trebbin, die Mayer-Kuvert (UK) Holdings Ltd., Edinburgh, Schottland, sowie die Fasto Kuvert B.V., Venlo, Niederlande, wurden im Berichtsjahr liquidiert. Die mayer-network - direct marketing GmbH, Hamburg, wurde auf die mayer-network GmbH, Heilbronn, verschmolzen. II. Konsolidierungsgrundsätze (6) Der Konzernabschluss basiert auf den nach konzerneinheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden erstellten und von unabhängigen Abschlussprüfern testierten Abschlüssen der Gesellschaften des Konsolidierungskreises. Die im Konzernabschluss angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen denen des Mutterunternehmens. (8) Im Rahmen der Kapitalkonsolidierung der Tochtergesellschaften wurden Kapitalverflechtungen zwischen den Konzernunternehmen, die bis 31. Dezember 2009 im Rahmen der Vollkonsolidierung einzubeziehen waren, nach der Buchwertmethode (§ 301 Abs. 1 Nr. 1 HGB) eliminiert (Vollkonsolidierung mit Minderheitenausweis). Die Kapitalkonsolidierung für Erwerbsvorgänge, die ab dem 1. Januar 2010 erfolgt sind, wird gemäß § 301 Abs. 1 Satz 2 HGB nach der Neubewertungmethode durchgeführt. Dabei wird der Wertantsatz der dem Mutterunternehmen gehörenden Anteile mit dem auf diese Anteile entfallenden Betrag des Eigenkapitals der Tochtergesellschaften verrechnet. Das Eigenkapital ist dabei entsprechend der Neubewertungsmethode mit dem Betrag anzusetzen, der dem Wert der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten und Sonderposten entspricht, der diesen zum Erstkonsolidierungszeitpunkt beizulegen ist. (9) Die aus der Kapitalkonsolidierung resultierenden aktivischen Unterschiedsbeträge wurden bei der Buchwertmethode entsprechend § 301 Abs. 3 HGB a. F. als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen. Sich ergebende passivische Unterschiedsbeträge wurden als Unterschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung im Eigenkapital als separater Posten dargestellt. In den Vorjahren wurden Firmenwerte aus der Erstkonsolidierung mit passivischen Unterschiedsbeträgen verrechnet. Die verbleibenden passivischen Unterschiedsbeträge wurden in Vorjahren infolge Anfall der Aufwendungen erfolgswirksam aufgelöst. Die im Rahmen der Erstkonsolidierung des Teilkonzerns Kuvert Polska Sp. z o.o. sowie der Erstkonsolidierung der Trimfold Envelopes Ltd. entstandene passiven Unterschiedsbeträge wurde erfolgswirksam aufgelöst. Der bei der erstmaligen Aufstellung des Konzernabschlusses ermittelte passivische Unterschiedsbetrag wurde als Kapitalrücklage in das Eigenkapital eingestellt. (10) Die Aufstockung der Anteile an einem Tochterunternehmen wurde als Kapitalvorgang abgebildet. Die Anschaffungskosten für die neuen Anteile wurden dabei mit dem Anteil anderer Gesellschafter am Eigenkapital und darüber hinaus mit dem Konzerneigenkapital verrechnet. (11) Die Einbeziehung von assoziierten Unternehmen erfolgt ab dem Zeitpunkt des Erwerbs der Anteile durch den Konzern. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden der nach der Equity-Methode einbezogenen inländischen Gesellschaften entsprechen weitgehend jenen des Mutterunternehmens. Bei den ausländischen Beteiligungen an assoziierten Unternehmen wurde eine Anpassung an die konzerneinheitlichen Bewertungsmethoden nicht vorgenommen. Sofern von den assoziierten Unternehmen ein Konzernabschluss zum 31. Dezember 2022 aufgestellt wurde, ist dieser der Konsolidierung zugrunde gelegt worden. In allen anderen Fällen war der von den assoziierten Unternehmen erstellte Einzelabschluss Basis der Konsolidierung nach § 312 HGB. (12) Umsätze, Aufwendungen und Erträge sowie Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den vollkonsolidierten Unternehmen wurden gegeneinander verrechnet und eliminiert. (13) Zwischenergebnisse aufgrund von Lieferungen und Leistungen zwischen den in den Konzernabschluss im Wege der Vollkonsolidierung einbezogenen Unternehmen wurden gemäß § 304 Abs.1 HGB eliminiert. Für die erfolgswirksamen Zwischenergebniseliminierungen wurden latente Steuerabgrenzungen gebildet. Zwischenergebnisse zwischen dem Mutterunternehmen und assoziierten Unternehmen wurden auf Basis des Wahlrechts gemäß § 304 Abs. 2 HGB aufgrund von Wesentlichkeitsgesichtspunkten nicht eliminiert. (14) Die Aufwendungen und Erträge vollkonsolidierter Unternehmen werden ab dem Zeitpunkt des Erwerbs der Anteile einbezogen. III. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden (15) Die Bilanzierungs-, Bewertungs- und Konsolidierungsmethoden sind gegenüber dem Vorjahr unverändert. (16) Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen vermindert. (17) Die Bewertung des Sachanlagevermögens erfolgt zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, gekürzt um Investitionszuschüsse und, soweit abnutzbar, vermindert um planmäßige Abschreibungen. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear und degressiv vorgenommen. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden im Übrigen zeitanteilig vorgenommen. (18) Bei den Finanzanlagen werden die Anteilsrechte und Wertpapiere zu Anschaffungskosten bzw. niedrigeren beizulegenden Werten und die Ausleihungen grundsätzlich zum Nennwert angesetzt. (19) Bei Beteiligungen an assoziierten Unternehmen erhöhen anteilige Jahresüberschüsse die Beteiligungsansätze. Anteilige Jahresfehlbeträge, Dividendenausschüttungen sowie Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte vermindern diese. Daneben ergeben sich Veränderungen durch Währungseffekte und sonstige neutrale Eigenkapitaltransaktionen. Der Beteiligungsansatz hat sich im Geschäftsjahr im Wesentlichen durch die anteiligen Jahresüberschüsse der Gesellschaften (TEUR 3.020), die vorgenommenen Ausschüttungen (TEUR 298) sowie die vorgenommenen Abschreibungen der Beteiligungsbuchwerte (TEUR 300) verändert. (20) Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Waren werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, ggf. zu niedrigeren Tages- bzw. Realisationswerten am Bilanzstichtag unter Berücksichtigung von Bestandsrisiken bewertet. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind auf der Basis von Einzelkalkulationen zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen berücksichtigt werden. Geleistete Anzahlungen sind mit ihrem Nominalwert angesetzt worden. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Die erhaltenen Anzahlungen werden gemäß § 268 Abs. 5 Satz 2 offen von den Vorräten abgesetzt. (21) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nominalwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt. Unverzinsliche oder niedrig verzinsliche Forderungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr sind abgezinst. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in fremder Währung in den Einzelabschlüssen der Konzernunternehmen werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. (22) Der Kassenbestand, die Guthaben bei Kreditinstituten und die Rechnungsabgrenzungsposten sind mit dem Nominalbetrag bilanziert. (23) Die latenten Steuern wurden entsprechend § 306 HGB saldiert unter den aktiven latenten Steuern ausgewiesen. Bei der Berechnung wurde ein Steuersatz von 30 % angewandt. Der Steuersatz von 30 % beinhaltet die Körperschaftsteuer von 15 %, den Solidaritätszuschlag und die Gewerbesteuer. Für Steuersachverhalte, die ausschließlich Polen betreffen, wurde bei der Berechnung der latenten Steuern der dort geltende Steuersatz von 19 % angewandt. Das Wahlrecht zur Aktivierung latenter Steuern wird in der Konzernbilanz abweichend vom Bilanzierungswahlrecht des Mutterunternehmens nach § 308 Abs. 1 S. 2 HGB dahingehend ausgeübt, dass ein sich ergebender Aktivüberhang aus den HB II in der Konzernbilanz abgebildet wird. Die aktiven latenten Steuern sind in erster Linie auf die Eliminierung von Zwischengewinnen und Differenzen bei Pensionsrückstellungen zurückzuführen. Die verrechneten passiven latenten Steuern betragen TEUR 375 und resultieren aus den aufgedeckten stillen Reserven im Rahmen der Erstkonsolidierung der Romkuvert Ind. S.R.L., der Trimfold Envelopes Ltd., der Kuvert Polska Sp. z o.o., der NC Koperty Sp. z o.o. und der Ecobag Network Sp. z o.o. (24) Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags, d. h., einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden abgezinst. (25) Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nach der "Projected Unit Credit Method" unter Verwendung der "Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck" bewertet. Für die Abzinsung wurde der durchschnittliche Marktzinssatz bei einer Laufzeit von 15 Jahren von 1,78 % (Vorjahr: 1,87 %) herangezogen. Der sich aus der Änderung durch das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz ergebende Zuführungsbetrag wurde in Vorjahren in voller Höhe zurückgestellt. Aus der Abzinsung der Pensionsrückstellungen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre ergibt sich im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre ein Unterschiedsbetrag in Höhe von TEUR 186. (26) Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in fremder Währung in den Einzelabschlüssen der Konzernunternehmen werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. (27) Die in den Konzernabschluss einbezogenen Auslandsgesellschaften betreiben ihre Geschäfte selbständig in ihrer Landeswährung. Die funktionale Währung des Konzerns, die der Berichtswährung entspricht, ist Euro. Die Währungsumrechnung im Konzern erfolgt nach dem Konzept der modifizierten Stichtagsmethode. Im Konzernabschluss erfolgte die Umrechnung der Bilanzposten (mit Ausnahme des Eigenkapitals) von der Landeswährung in Euro zum Umrechnungskurs der EZB am Bilanzstichtag. Die Umrechnung des Eigenkapitals erfolgte zu historischen Kursen. Die Umrechnung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde zu Durchschnittskursen vorgenommen. Folgende Kurse kamen zur Anwendung:
Die ergebnisneutral im Eigenkapital berücksichtigten Währungsumrechnungsdifferenzen beliefen sich im Berichtsjahr auf TEUR -1.153. IV. Angaben und Erläuterungen zur Konzernbilanz sowie zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung (28) Die Entwicklung der einzelnen Posten des Konzernanlagevermögens ist dem in der Anlage beigefügten Konzernanlagespiegel zu entnehmen. (29) Von den sonstigen Vermögensgegenständen haben TEUR 57 (Vorjahr: TEUR 80) eine Restlaufzeit von über einem Jahr. Die übrigen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben grundsätzlich wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Die Forderungen gegen assoziierte Unternehmen resultieren im Wesentlichen aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr. Unter den sonstigen Vermögensgegenständen sind TEUR 277 (Vorjahr: TEUR 103) ausgewiesen, die rechtlich erst im Folgejahr entstehen. (30) Der aus der Kapitalkonsolidierung resultierende aktive Unterschiedsbetrag (Erstkonsolidierungen vor dem 1. Januar 2016) wurde als Geschäfts- oder Firmenwert planmäßig über eine Nutzungsdauer von 5 Jahren abgeschrieben. (31) Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthält kein Disagio. (32) Die sonstigen Rückstellungen beinhalten hauptsächlich Rückstellungen für ausstehende Rechnungen, Schließungskosten, Personalkosten sowie noch nicht ausbezahlte Bonusgutschriften. (33) Die Fälligkeitsstruktur der Verbindlichkeiten stellt sich wie folgt dar:
(34) Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen die branchenüblichen Eigentumsvorbehalte. Die Verbindlichkeiten gegenüber assoziierten Unternehmen resultieren, wie im Vorjahr, aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr. In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten aus Steuern i. H. v. TEUR 3.771 (Vorjahr: TEUR 1.930) im Rahmen sozialer Sicherheit i. H. v. TEUR 1.920 (Vorjahr: TEUR 2.824) enthalten. Von den sonstigen Verbindlichkeiten bestehen TEUR 7.980 (Vorjahr: TEUR 7.960) gegenüber Gesellschaftern. Diese resultieren fast ausschließlich aus gewährten Darlehen. (35) Von den Umsatzerlösen vor Erlösschmälerungen entfallen Mio. EUR 188,9 (Vorjahr: Mio. EUR 159,1) auf ausländische und Mio. EUR 102,3 (Vorjahr: Mio. EUR 66,7) auf inländische Umsätze. Dazu kommen Erlöse aus Abfallverwertung in Höhe von TEUR 4.807 (Vorjahr: TEUR 2.972). (36) In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 7.960 (Vorjahr: TEUR 20.141) enthalten. Diese betreffen im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen sowie Zuschreibung von Anlagevermögen. (37) Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten TEUR 427 (Vorjahr: TEUR 726) aus der Währungsumrechnung. (38) Von den sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung entfallen TEUR 543 (Vorjahr: TEUR 403) auf die Altersversorgung. (39) Periodenfremde Aufwendungen sind in Höhe von TEUR 1.108 (Vorjahr: TEUR 15.468) in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten. Hierbei handelt es sich um Forderungsverluste, Aufwendungen aus dem Abgang von Anlagevermögen sowie Wertberichtigungen auf Forderungen. (40) In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen in Höhe von TEUR 889 (Vorjahr: TEUR 314) aus der Währungsumrechnung enthalten. (41) In den sonstigen Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind Aufwendungen in Höhe von TEUR 72 (Vorjahr: TEUR 84) aus der Aufzinsung von Rückstellungen enthalten. (42) Die Veränderung der latenten Steuern im Berichtsjahr führte zu einer Verringerung des Konzernsteueraufwands in Höhe von TEUR 20 (Vorjahr: TEUR 60). V. Ergänzende Angaben (43) Im Geschäftsjahr waren durchschnittlich 1.677 Mitarbeiter (Vorjahr: 1.762 Mitarbeiter), ohne Geschäftsführer, im Konzern tätig. (44) Haftungsverhältnisse bestanden zum Abschlusszeitpunkt nicht. (45) Sonstige finanzielle Verpflichtungen, die nicht in der Bilanz ausgewiesen sind und die für die Beurteilung der Lage des Konzerns von Bedeutung sind, bestanden am Abschlussstichtag aus:
(46) Derivative Finanzinstrumente bestehen zum Bilanzstichtag nicht. (47) Vom Abschlussprüfer berechnetes Gesamthonorar: Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Honorar setzt sich wie folgt zusammen:
(48) Angaben zu nahestehenden Unternehmen und Personen Nachfolgend sind die im Berichtszeitraum getätigten wesentlichen Geschäfte mit nahestehenden Personen aufgeführt, die für die Beurteilung der Finanzlage wesentlich sind.
(49) Angaben zum Konzerneigenkapitalspiegel nach DRS 7: Zum Bilanzstichtag steht den Gesellschaftern der Mayer-Kuvert-network GmbH kein Bilanzgewinn für Ausschüttungen zur Verfügung. Gesetzliche Ausschüttungssperren bestehen darüber hinaus aus der Abzinsung der Pensionsrückstellungen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinsatz der vergangenen sieben Jahre in Höhe von TEUR 186. (50) Angaben zur Kapitalflussrechnung nach DRS 21: Der Finanzmittelfonds setzt sich zusammen aus den Kassenbeständen und den jederzeit verfügbaren Guthaben bei Kreditinstituten. Er entspricht den auf der Aktivseite der Bilanz ausgewiesenen flüssigen Mitteln in Höhe von TEUR 15.950 abzüglich den bestehenden Kontokorrentverbindlichkeiten über TEUR 15.627. (51) Befreiung von der Pflicht zur Aufstellung eines Jahresabschlusses nach den für Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften: Folgende inländische Konzerngesellschaften in der Rechtsform der Personengesellschaft machen von der Befreiungsvorschrift (Offenlegung) des § 264b HGB Gebrauch:
Folgende inländische Konzerngesellschaften in der Rechtsform der Kapitalgesellschaft machen von der Befreiungsvorschrift (Offenlegung) des § 264 Abs. 3 HGB Gebrauch:
(52) Geschäftsführer des Mutterunternehmens im Berichtsjahr waren: - Herr Thomas Schwarz, Leonberg, Diplom-Wirtschaftsingenieur (FH) - Herr Klaus Hennig, Möckmühl (seit 1. Januar 2022) - Herr Paul Cerny (seit 02. Juli 2023) Die ausgeübten Berufe der Geschäftsführer entsprechen ihrer Organstellung. Auf die Berichterstattung im Anhang gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 6a und b HGB über die Gesamtbezüge der Geschäftsführer wird unter analoger Anwendung der mittelbaren Schutzwirkung des § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. (53) Nachtragsbericht: Sonstige Vorgänge von wesentlicher Bedeutung, welche Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben, sind nach dem Bilanzstichtag nicht eingetreten.
Heilbronn, den 25. Juli 2023 Mayer-Kuvert-network GmbH gez. Thomas Schwarz, Geschäftsführer gez. Klaus Hennig, Geschäftsführer gez. Paul Cerny, Geschäftsführer Konzernanlagespiegel
sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 26.07.2023 festgestellt. Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Mayer-Kuvert-network GmbH, Heilbronn Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der Mayer-Kuvert-network GmbH, Heilbronn, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkaptalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Mayer-Kuvert-network GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzern zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 und • vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. • holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile. • beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Neckarsulm, den 25. Juli 2023 REVISA
Treuhand GmbH
Schwarz, Wirtschaftsprüfer Wörner, Wirtschaftsprüfer |
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