Rieter Components Germany GmbH

Fuldaer Straße 19, 97762 Hammelburg, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Schweinfurt HRB 8636
Eingetragen
13.10.2021
Branche
Herstellung von Maschinen für die Metallerzeugung, von Walzwerkseinrichtungen und GießmaschinenHerstellung von Maschinen für die Textil- und Bekleidungsherstellung und die LederverarbeitungGroßhandel mit industriellen Textil-, Näh- und Strickmaschinen
Gegenstand
Entwicklung, Produktion und der Handel von Maschinen und Anlagen einschließlich zugehöriger Ausrüstungen, Maschinenkomponenten, Roh-, Hilfs- und Betriebsmittel für diesen Zweck; Originalteilen als Ersatz von Maschinen -Komponenten insbesondere von Verschleißteilen, Systemen zur Automatisierung von Maschinen und kompletten Anlagen; die Entwicklung und Verwertung von Rechten an geistigem Eigentum (einschließlich Warenzeichen), Schutzrechtspositionen und Know-how auf den vorgenannten Gebieten; die Erbringung von entsprechenden Dienstleistungen jeglicher Art.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Janis Natzke
seit 3.9.2025
Geschäftsführer
Marc op de Bekke
seit 4.6.2025
Prokura
Prokura
Jörg Spahlinger
seit 10.2.2022
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Rieter Holding AGCHE
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Rieter Holding AG
Switzerland
1.000.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Rieter Components Germany GmbH

Hammelburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

Inhaltsverzeichnis

1. Allgemeines

2. Forschung und Entwicklung

3. Rahmenbedingungen

4. Ertragslage

5. Darstellung der Lage und Kennzahlen

6. Vermögens- und Kapitalstruktur

7. Investitionen

8. Finanzierung und Liquidität

9. Personal

10. Chancen und Risiken

11. Ausblick

1. Allgemeines

Am 13. August 2021 haben Rieter Holding AG, Winterthur/Schweiz, Saurer Intelligent Technology Co. Ltd, Urumqi/China, Saurer Hong Kong Machinery Company Ltd, Hong Kong/China, und Saurer Netherlands Machinery Company B.V., Amsterdam/Niederlande, eine Vereinbarung unter anderem zur Übernahme der Geschäftsbereiche Elastomer Components am Standort Münster (Accotex) und Engineered Bearings Solutions am Standort Hammelburg (Temco) von Saurer Netherlands Machinery Company B.V., Amsterdam/Niederlande, durch Rieter unterzeichnet. Saurer Netherlands Machinery Company B.V. ist die Muttergesellschaft von Saurer Technologies GmbH & Co. KG, Krefeld/Deutschland. Aus der Saurer Technologies GmbH & Co. KG wurden im Zuge dieser Transaktion per 1. Dezember 2021 die Geschäftsbereiche Elastomer Components (Accotex) und Engineered Bearings Solutions (Temco) in die Rieter Components Germany GmbH übernommen.

Der vorliegende Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 umfasst den Zeitraum vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023.

Die Rieter Components Germany GmbH mit Sitz in 97762 Hammelburg/Deutschland, geführt beim Amtsgerichts Schweinfurt unter HRB 8636, ist eine Tochtergesellschaft der Rieter Holding AG. Zur Gesellschaft gehört die Rieter Components Germany GmbH Zweigniederlassung in Münster.

Der Bereich Accotex entwickelt, produziert und vertreibt garnberührende Komponenten auf Polymerbasis an dem Standort Münster unter dem Markennamen Accotex. Accotex ist spezialisiert auf Komponenten wie Röllchen und Riemchen für den Spinnprozess. Der Bereich Temco unter gleichnamiger Marke entwickelt, produziert und verkauft Lagerungen, Friktionsscheiben und Spindeln am Standort Hammelburg und zielt überwiegend auf den Chemiefasermarkt ab.

2. Forschung und Entwicklung

Im Geschäftsjahr 2023 betrug der Aufwand für Forschung und Entwicklung 1.997 Tsd. EUR (Vorjahr: 1.959 Tsd. EUR). Schwerpunkt der Entwicklung ist sowohl die Weiterentwicklung der bestehenden Produkte als auch die Entwicklung neuer Produkte. Es erfolgte keine Aktivierung von Forschungs- und Entwicklungskosten.

3. Rahmenbedingungen

Interne Untersuchungen ergaben, dass sich die Markterholung der Vorjahre verlangsamte. Dies war hauptsächlich auf den fortwährenden Konflikt zwischen der Ukraine und Russland, das Erdbeben im Februar 2023 in der Türkei sowie die jüngsten Auseinandersetzungen im Nahen Osten zurückzuführen. Diese Ereignisse führten zu Unsicherheit und Zurückhaltung auf den internationalen Märkten. Als Folge der beginnenden konjunkturellen Abschwächung entspannten sich die Kostensteigerungen für Material und Transport, die in den Vorjahren verzeichnet wurden.

4. Ertragslage

Die bedeutsamsten Steuerungsgrößen für die Gesellschaft sind Umsatzerlöse und EBIT-Marge.

Der Umsatz nach Geschäftsbereichen der Rieter Components Germany GmbH für das Geschäftsjahr 2023 betrug:

Tsd. EUR 2023 2022
Accotex 36.529 36.378
Temco 34.275 36.713
Total 70.804 73.091

Die Umsatzerlöse lagen im Jahr 2023 mit 70.804 Tsd. EUR um 3,1 % leicht unter dem Vorjahr. Der Rückgang des Umsatzes stammt aus Umsatz mit Unternehmen des Rieter-Konzerns, während der Umsatz aus dem Geschäft mit Drittkunden kaum Veränderung zeigt. Die Prognose aus dem letzten Lagebericht erwartete eine leichte Steigerung im unteren einstelligen Prozentbereich auf Stufe Umsatz, was aufgrund der verschlechterten Rahmenbedingungen nicht erreicht werden konnte.

Accotex hat einen Umsatz von 36.529 Tsd. EUR verzeichnet, welcher um 0,4 % über dem Vorjahr lag. Der Umsatz wurde zu 88,3 % im Ausland und mit einem Anteil von 76,4 % mehrheitlich mit Spinnereien erzielt. Für Accotex sind OEM-Kunden in Europa weiterhin bedeutend, der US-Amerikanische Markt und die Türkei bleiben wichtige Kernmärkte. Auch China und Indien sind bedeutend. Die Umsätze an Dritte betrugen 31.991 Tsd. EUR (Vorjahr: 30.687 Tsd. EUR). Hinzu kamen Lieferungen von Accotex an verbundene Unternehmen des Rieter-Konzerns in Höhe von 4.538 Tsd. EUR (Vorjahr: 5.691 Tsd. EUR).

Temco hat einen Umsatz von 34.275 Tsd. EUR verzeichnet, welcher um 6,6 % unter dem Vorjahr lag. Der Umsatz wurde zu 70,6 % im Ausland und mit einem Anteil von 51,0 % mehrheitlich mit OEM-Kunden erzielt. Temco verzeichnete seinen wichtigsten Absatzraum in China und Europa, da hier wichtige OEM-Kunden ihren Sitz haben. Mit dem wichtigsten OEM-Kunden wurden Umsätze von 5.321 Tsd. EUR (Vorjahr: 7.194 Tsd. EUR) erzielt.

Für das Geschäftsjahr 2023 wurde bei einem Umsatz von 70.804 Tsd. EUR (Vorjahr: 73.091 Tsd. EUR) und einer Gesamtleistung (Umsatz + Bestandsveränderungen + sonstige betr. Erträge) von 70.955 Tsd. EUR (Vorjahr: 76.255 Tsd. EUR) ein Verlust vor Zinsen und Steuern von -9.146 Tsd. EUR (Vorjahr: -4.518 Tsd. EUR) erzielt. Die EBIT-Marge lag bei -12,9 % (Vorjahr: -6,2 %) bezogen auf den Umsatz und bei -12,9 % (Vorjahr: -5,9 %) bezogen auf die Gesamtleistung. Die EBIT-Marge auf Umsatz lag im Jahr 2023 insbesondere aufgrund von tiefer realisierten Umsatzerlösen sowie periodenfremden Aufwendungen (Abschreibungen) aus der Neubewertung und Umgliederung in der Kaufpreisallokation deutlich unter Vorjahr. Die prognostizierte deutliche Verbesserung in der EBIT-Marge wurde verfehlt.

Der Materialaufwand lag bei 46,9 % (Vorjahr: 47,4 %) der Gesamtleistung und konnte durch abflachende Kostenerhöhungen im Vergleich zum Vorjahr gesenkt werden.

Der Personalaufwand lag bei 28,7 % (Vorjahr: 27,4 %) der Gesamtleistung und hat sich gegenüber Vorjahr um -2.7 % gesenkt.

Die Abschreibungen lagen bei 16,7 % (Vorjahr: 13,7 %) der Gesamtleistung und haben sich gegenüber dem Vorjahr um 13,2 % erhöht insbesondere aufgrund periodenfremder Abschreibungen aus den Berichtsperioden 2021 und 2022 in Höhe von insgesamt 2.240 Tsd. EUR.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen lagen bei 20,7 % (Vorjahr: 17,4 %) der Gesamtleistung und haben sich im Vergleich zum Vorjahr um 1.424 Tsd. EUR erhöht. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzten sich insbesondere aus Aufwendungen für Provisionen, Managementleistungen, Restrukturierungskosten, Mieten und Fracht/Verpackung zusammen. Die Erhöhung zum Vorjahr resultiert vorwiegend aus höheren Restrukturierungskosten.

Das Jahresergebnis lag mit -9.611 Tsd. EUR deutlich unter dem Vorjahr (-5.203 Tsd. EUR).

Insgesamt liegt der Verlauf des Geschäftsjahres aus Sicht der Geschäftsführung gemessen an den bedeutsamsten Steuerungsgrößen sowohl auf Stufe Umsatzerlöse sowie auch in der deutlich tieferen EBIT-Marge stark unter den Erwartungen.

5. Darstellung der Lage und Kennzahlen

Die Geschäftsleitung analysiert und beurteilt die Geschäftsentwicklung und die Lage der Gesellschaft anhand folgender Kennzahlen, wobei Umsatzerlöse und EBIT-Marge von besonderer Bedeutung sind:

Kennzahl Definition 2023 2022
Umsatzerlöse Gemäß § 277 Abs.1 HGB 70.804 Tsd. EUR 73.091 Tsd. EUR
EBIT Ergebnis vor Zinsen und Steuern -9.146 Tsd. EUR -4.518 Tsd. EUR
In % der Umsatzerlöse -12,9 % -6,2 %
Jahresüberschuss+/-fehlbetrag Gemäß § 275 HGB -9.611 Tsd. EUR -5.203 Tsd. EUR
Bilanzsumme 106.108 Tsd. EUR 118.484 Tsd. EUR
Eigenkapital Gemäß § 266 HGB 89.017 Tsd. EUR 98.628 Tsd. EUR
Eigenkapitalquote Eigenkapital/Bilanzsumme 83,9 % 83,2 %
Mitarbeitende (Durchschnitt) Gemäß § 285 Nr. 7 HGB 356 345

6. Vermögens- und Kapitalstruktur

Die Bilanzsumme verringerte sich gegenüber 2022 um 12.376 Tsd. EUR auf 106.108 Tsd. EUR.

Die immateriellen Vermögensgegenstände haben sich um 13.508 Tsd. EUR auf 63.029 Tsd. EUR verringert. Dies ist mehrheitlich auf die im Geschäftsjahr erfolgte rückwirkende Anpassung des Geschäfts- oder Firmenwertes zurückzuführen (siehe dazu die Ausführungen im Anhang). In diesem Zusammenhang haben sich auch die Sachanlagen um 4.629 Tsd. EUR auf insgesamt 16.933 Tsd. EUR erhöht. Die Vorräte konnten um 2.958 Tsd. EUR auf 16.581 Tsd. EUR verringert werden. Dies ist auf den Abbau erhöhter Lagerbestände aus dem Vorjahr zurückzuführen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben sich nicht wesentlich verändert und liegen bei 9.418 Tsd. EUR.

Das Eigenkapital verringerte sich um den Jahresfehlbetrag aus der Berichtsperiode. Die Pensionsrückstellungen betrugen 6.634 Tsd. EUR (Vorjahr: 6.736 Tsd. EUR). Die sonstigen Rückstellungen beliefen sich auf 2.668 Tsd. EUR (Vorjahr: 3.142 Tsd. EUR). In den Verbindlichkeiten verzeichnet die Gesellschaft einen Rückgang auf 7.789 Tsd. EUR (Vorjahr: 9.979 Tsd. EUR) insbesondere aufgrund reduzierter Anzahlungen auf Bestellungen und tieferer Verbindlichkeiten gegen verbundene Unternehmen.

7. Investitionen

Im Geschäftsjahr 2023 wurden Investitionen in Höhe von 2.943 Tsd. EUR (Vorjahr: 2.326 Tsd. EUR) getätigt. Der größte Anteil entfällt dabei mit 1.495 Tsd. EUR auf technische Anlagen und Maschinen. Die größten Einzelpositionen waren hierunter eine Drehmaschine mit Roboter im Wert von 364 Tsd. EUR, zwei Schleifmaschinen im Wert von 343 Tsd. EUR bzw. 214 Tsd. EUR sowie eine Anlage im Bereich des Extrudierens im Wert von 135 Tsd. EUR. Daneben entfallen 753 Tsd. EUR auf Anzahlungen für Maschinen, die im Jahr 2024 geliefert werden. Darüber hinaus wird in der Position "Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung" insbesondere die Modernisierung einer Filteranlage im Bereich Drehen im Wert von 179 Tsd. EUR geführt. Die sonstigen Investitionen verteilen sich auf IT, Büroeinrichtungen, Werkzeuge, Messequipment und Vorrichtungen.

8. Finanzierung und Liquidität

Die Veränderung des Finanzmittelbestandes belief sich in Summe auf +951 Tsd. EUR in 2023. Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit belief sich auf +4.352 Tsd. EUR. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit betrug -2.943 Tsd. EUR. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit betrug -458 Tsd. EUR.

Die laufende Finanzierung wurde im Rahmen eines Darlehens (3.000 Tsd. EUR mit einer Laufzeit bis zum 21. November 2024) und eines Cashpool (und innerhalb des eingeräumten Kreditlimits von 8.000 Tsd. EUR) mit der Rieter Holding AG abgewickelt. Der Saldo des Cashpools belief sich zum Jahresende 2023 auf -330 Tsd. EUR (Vorjahr: -1.533 Tsd. EUR) zu Gunsten der Rieter Components Germany GmbH. Aufgrund der Finanzierung mittels Cashpool reduzierten sich die flüssigen Mittel auf Bankkonten im Vergleich zum Vorjahr auf 70 Tsd. EUR (Vorjahr: 322 Tsd. EUR).

Die Gesellschaft finanziert sich zum 31. Dezember 2023, wie im Vorjahr, aus selbst erwirtschafteten Mitteln und Konzernmitteln. Die Rieter Holding AG hat sich am 19. Juli 2024 in Form einer Patronatserklärung verpflichtet, die Gesellschaft mit Liquidität auszustatten, so dass diese jederzeit in der Lage ist, ihren Verpflichtungen nachzukommen. Die Patronatserklärung hat eine Laufzeit von 18 Monaten.

Die Eigenkapitalquote lag im Berichtsjahr auf Vorjahresniveau bei 83,9 % (Vorjahr: 83,2 %). Das langfristig gebundene Vermögen ist wie im Vorjahr vollständig durch Eigenkapital gedeckt.

9. Personal

Zum 31. Dezember 2023 werden 326 Mitarbeitende beschäftigt.

10. Chancen und Risiken

Die Gesellschaft ist in das Risikomanagement des Rieter-Konzerns eingebunden. Die verschiedenen Risiken werden entsprechend Eintrittswahrscheinlichkeit und möglichem Einfluss und hieraus sich ergebendem Koeffizienten bewertet. Als hohes Risiko wird ein Risiko gesehen, bei dem drohende Mittelabflüsse über 10 Prozent des Eigenkapitals liegen.

Risikomanagement

Die Geschäftsleitung hat für das Geschäft bedeutsame Risiken identifiziert. Diese werden in Geschäftsleitungssitzungen regelmäßig analysiert, ihre Eintrittswahrscheinlichkeit und die möglichen Auswirkungen beurteilt. Erforderlichenfalls werden Gegenmaßnahmen definiert und umgesetzt.

Allgemeine Marktrisiken (mittel)

Allgemeine Marktrisiken bestehen insbesondere durch sinkende Margen und Nachfrageschwankungen in den für die Gesellschaft bedeutenden Absatzmärkten. Das Risiko auf Nachfrageschwankungen nicht angemessen reagieren zu können, in einem sich möglicherweise weiter abschwächenden Markt, hat an Bedeutung gewonnen. Nachfrageschwankungen werden über die Analyse der Auftragseingänge durchgängig beobachtet, um entsprechende Maßnahmen frühzeitig zu adressieren. Auf Nachfrageschwankungen reagiert die Gesellschaft insbesondere durch Beschäftigung von Leiharbeitskräften sowie Kurzarbeit.

Risiko aus Preisveränderungen für Rohmaterial (mittel)

Veränderungen der Preise für Rohmaterial waren in der Berichtsperiode 2023 eine große Herausforderung und haben sich aus 2022 fortgesetzt. Diesem Risiko wird insbesondere durch ein verbessertes Lieferantenmanagement und die Erschließung von Zweitlieferanten begegnet.

Forderungsausfallrisiko (gering)

Um Ausfallraten auf geringem Niveau zu halten, werden Bonitätsprüfungen bei Neukunden durchgeführt. Außerdem wird diesem Risiko mit einer konsequenten und laufenden Forderungsüberwachung sowie einem restriktiven Mahnwesen begegnet. Ein großer Teil der Forderungen ist über Akkreditive gesichert. Für Kunden mit offenem Zahlungsziel wird eine Kreditversicherung angestrebt. Es entstand kein nennenswerter Aufwand aus Forderungsverlusten und Wertberichtigungen im Berichtsjahr.

Liquiditätsrisiko (mittel)

Die Liquidität ist gesichert durch ein Darlehen mit der Gesellschafterin und die Einbindung in den Cashpool des Rieter-Konzerns mit einer entsprechenden vertraglich vereinbarten Kreditlinie. Zudem hat sich die Rieter Holding AG am 19. Juli 2024 in Form einer Patronatserklärung verpflichtet, die Gesellschaft für eine Laufzeit von 18 Monaten mit Liquidität auszustatten.

Gesamtaussage

Insgesamt werden von der Geschäftsleitung aktuell keine bestandsgefährdenden Risiken identifiziert. Die grundsätzliche Risikolage ist gegenüber dem Vorjahr weitgehend unverändert wobei die geopolitischen Einflussfaktoren (Ukraine/Russland, Naher Osten, China/Taiwan) weiter die Einschätzung der Risikolage bestimmen. Der aktuellen Marktschwäche begegnet die Gesellschaft mit vorübergehender Kurzarbeit.

Chancen

Chancen für das weitere Wachstum der Gesellschaft ergeben sich aufgrund von neuen Produkten sowie höherem Umsatz mit Konzerngesellschaften aufgrund von Produktinnovationen. Darüber hinaus werden sich abzeichnende tiefere Kosten für Material positiv auswirken.

11. Ausblick

Bedingt durch den aktuell geringeren Auftragseingang und den reduzierten Auftragsbestand bei weiterhin zurückhaltenden Märkten erwartet die Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2024 einen tieferen Umsatz im Vergleich zu den Vorjahren.

Die Rieter Components Germany GmbH rechnet für das Gesamtjahr 2024 aufgrund der aktuellen Investitionszurückhaltung der Absatzmärkte mit einem Umsatzrückgang gegenüber dem Jahr 2023 im oberen einstelligen Prozentbereich. Das Management geht unter anderem auch aufgrund positiver Effekte aus sinkenden Materialeinkaufskosten von einer stark verbesserten jedoch weiterhin negativen EBIT-Marge im Vergleich mit dem Geschäftsjahr 2023 aus.

 

Hammelburg, den 11. November 2024

Jörg Spahlinger, Geschäftsführer

Marcel Kohler, Geschäftsführer

Michael Glomp, Geschäftsführer

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

2023
EUR
2022
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbende Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Werten und Rechten 23.470.514,87 6.981.318,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 39.558.964,99 69.556.190,00
63.029.479,86 76.537.508,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 545.540,00 221.687,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 13.090.619,25 8.654.306,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.150.345,00 1.989.886,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.146.419,22 1.437.718,76
16.932.923,47 12.303.597,76
79.962.403,33 88.841.105,76
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 6.136.390,06 8.770.040,81
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 3.803.622,45 4.194.965,67
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 6.640.941,11 6.574.150,62
16.580.953,62 19.539.157,10
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 7.171.123,44 6.848.165,19
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 824.326,62 1.042.872,95
3. Sonstige Vermögensgegenstände 1.422.789,01 1.857.243,31
9.418.239,07 9.748.281,45
III. Guthaben bei Kreditinstituten 69.805,10 322.028,08
C. Rechnungsabgrenzungsposten 76.889,16 33.651,37
Summe Aktiva 106.108.290,28 118.484.223,76

Passiva

2023
EUR
2022
EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 1.000.000,00 1.000.000,00
II. Kapitalrücklagen 104.054.813,00 104.054.813,00
III. Verlustvortrag -6.427.242,54 -1.224.430,86
IV. Jahresfehlbetrag -9.611.064,68 -5.202.811,68
89.016.505,78 98.627.570,46
83,89% 83,24%
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen 6.634.449,02 6.735.530,02
2. Sonstige Rückstellungen 2.668.450,52 3.142.179,55
9.302.899,54 9.877.709,57
C. Verbindlichkeiten
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 862.144,84 2.072.646,61
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.475.489,16 2.517.186,09
3. Verbindlichkeiten gegen verbundene Unternehmen 3.948.871,84 5.073.318,61
4. Sonstige Verbindlichkeiten 502.379,12 315.792,42
7.788.884,96 9.978.943,73
Summe Passiva 106.108.290,28 118.484.223,76

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

2023
EURO
2022
EURO
1. Umsatzerlöse 70.803.547,87 73.091.469,43
2. Erhöhung oder Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -324.552,73 2.375.885,31
3. Sonstige betriebliche Erträge 475.995,82 787.595,18
70.954.990,96 76.254.949,92
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -31.137.084,10 -33.849.714,29
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -2.125.407,56 -33.262.491,66 -2.314.437,49 -36.164.151,78
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -16.744.496,74 -16.952.204,07
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorg.u.Unterstützung -3.596.052,85 -20.340.549,59 -3.962.937,66 -20.915.141,73
6. Abschreibungen auf imm.VG und Sachanlagen -11.814.336,36 -10.433.763,64
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -14.683.493,81 0,00 -13.259.497,92
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 121.080,40 17.116,56
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -579.280,89 -697.341,58
10. Ergebnis nach Steuern -9.604.080,95 -5.197.830,17
11. Sonstige Steuern -6.983,73 -4.981,51
12. Jahresfehlbetrag -9.611.064,68 -5.202.811,68

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

Inhaltsverzeichnis

1. Allgemeine Angaben

2. Angaben zu Bilanzierungs-, Bewertungs- und Umrechnungsgrundsätzen

3. Erläuterungen zur Bilanz

3.1. Anlagevermögen

3.2. Vorräte

3.3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

3.4. Eigenkapital

3.5. Rückstellungen

3.6. Verbindlichkeiten

4. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

4.1. Umsatzerlöse

4.2. Sonstige betriebliche Erträge

4.3. Personalaufwand

4.4. Abschreibungen

4.5. Sonstige betriebliche Aufwendungen

4.6. Zinsergebnis

4.7. Derivative Finanzinstrumente

5. Ergänzende Angaben

5.1. Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen

5.2. Konzernverhältnisse

5.3. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

5.4. Angaben zu Mitarbeitenden

5.5. Gesamthonorar des Abschlussprüfers

5.6. Ergebnisverwendungsvorschlag

5.7. Nachtragsbericht (§ 285 Nr. 33 HGB)

5.8. Angaben zu den Gesellschaftsorganen

1. Allgemeine Angaben

Die Rieter Components Germany GmbH mit Sitz in 97762 Hammelburg (Deutschland), geführt beim Amtsgerichts Schweinfurt unter HRB 8636 ist zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 HGB.

Der Jahresabschluss wurde nach den Rechnungslegungsvorschriften für Kapitalgesellschaften des Handelsgesetzbuches (HGB) unter Berücksichtigung des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt. Der Jahresabschluss wurde unter Annahme der Unternehmensfortführung (Going-Concern) erstellt.

Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung anzubringen sind, im Anhang aufgeführt.

Die Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt nach den Vorschriften der §§ 266 und 275 HGB unter Anwendung des Gesamtkostenverfahrens.

Am 13. August 2021 haben Rieter Holding AG, Winterthur/Schweiz, Saurer Intelligent Technology Co. Ltd, Urumqi/China, Saurer Hong Kong Machinery Company Ltd, Hong Kong/China, und Saurer Netherlands Machinery Company B.V., Amsterdam/Niederlande, eine Vereinbarung unter anderem zur Übernahme der Geschäftsbereiche Elastomer Components am Standort Münster (Accotex) und Engineered Bearings Solutions am Standort Hammelburg (Temco) von Saurer Netherlands Machinery Company B.V., Amsterdam/Niederlande, durch Rieter unterzeichnet. Saurer Netherlands Machinery Company B.V. ist die Muttergesellschaft von Saurer Technologies GmbH & Co. KG, Krefeld/Deutschland. Aus der Saurer Technologies GmbH & Co. KG wurden im Zuge dieser Transaktion per 1. Dezember 2021 die Geschäftsbereiche Elastomer Components (Accotex) und Engineered Bearings Solutions (Temco) in die Rieter Components Germany GmbH übernommen.

Der vorliegende Jahresabschluss umfasst den Zeitraum vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023.

2. Angaben zu Bilanzierungs-, Bewertungs- und Umrechnungsgrundsätzen

Entgeltlich von Dritten erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten aktiviert und ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer entsprechend linear, im Zugangsjahr zeitanteilig, abgeschrieben. Die den Abschreibungen zugrunde gelegten Nutzungsdauern bewegen sich zwischen einem und fünfzehn Jahren.

Erworbene Geschäfts- oder Firmenwerte werden planmäßig über die voraussichtliche Nutzungsdauer von zehn Jahren abgeschrieben.

Im Rahmen der Beurteilung der Werthaltigkeit der erworbenen Geschäfts- oder Firmenwerte wurde für das Unternehmen eine Bewertung auf der Basis einer Discounted-Cash-Flow-Berechnung durchgeführt. Diese Bewertung basiert auf dem durch den Verwaltungsrat der Muttergesellschaft verabschiedeten Budget und der durch die Geschäftsleitung erstellten strategischen Planung für weitere vier Jahre. Die Planung berücksichtigt eine Erholung der Nachfrageschwäche ab 2024, welche sich insbesondere in 2025 und 2026 materialisieren soll. Im weiteren Planungszeitraum wird erwartet, dass sich die Wachstumsraten wieder rückläufig entwickeln sollen. In 2024 geht die Planung davon aus, dass eine Margensteigerung insbesondere aufgrund von sinkenden Materialeinkaufspreisen erfolgt. Nebst dem volumenbasierten Beitrag soll die Marge über die weiteren Planjahre über die Einführung von neuen margenstärkeren Produkten sowie kontinuierliche Einkaufspreis-Kostensenkungen weiter gesteigert werden können. Die Festlegung der Wachstumsannahmen im Planungszeitraum ist stark ermessensbehaftet. Das größte Ermessen liegt in der Annahme einer Ergebnisrendite (EBITDA) von 19,4% in der ewigen Rente. Sofern diese um mehr als 2,3-Prozentpunkte geringer wäre, würde der Werthaltigkeitstest c.p. zu einem Wertberichtigungsbedarf führen. Der Free Cash Flow wurde auf den Bilanzstichtag mit einem nach Steuern ermittelten Diskontierungsfaktor von 10,6 % abgezinst. In der ewigen Rente wurde ein mit der langfristigen Inflationsrate übereinstimmendes Umsatzwachstum von 1,9 % unterlegt.

In der Berichtsperiode erfolgte eine rückwirkende Anpassung des Geschäfts- oder Firmenwertes. Hierbei wurden zum Zeitpunkt der Übernahme der Geschäftsbereiche Accotex und Temco per 1. Dezember 2021 einzeln identifizierte Vermögensgegenstände gesondert bilanziert und entsprechend einer Folgebewertung unterzogen, sofern die Ansatzkriterien eines Vermögensgegenstandes erfüllt waren. In den immateriellen Vermögensgegenständen und den Sachanlagen wurden dabei Vermögensgegenstände eingebucht und periodenfremde Abschreibungen aus den Berichtsperioden 2021 und 2022 nachgeholt. Entsprechende Anpassungen führen zu einer Reduzierung des Geschäfts- oder Firmenwertes.

Zur Darstellung der einzelnen Effekte verweisen wir auf den Anlagenspiegel.

Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten enthalten neben Material- und Fertigungseinzelkosten angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten. Vermögensgegenstände des Anlagevermögens, deren Nutzung zeitlich begrenzt ist, werden entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer planmäßig linear abgeschrieben. Die den Abschreibungen zugrunde gelegten Nutzungsdauern bewegen sich zwischen einem und 20 Jahren.

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten oder mit den niedrigeren beizulegenden Werten am Abschlussstichtag angesetzt. Die Herstellungskosten umfassen neben den Einzelkosten angemessene Teile der Fertigungs- und Materialgemeinkosten. Allgemeine Verwaltungskosten sowie Aufwendungen für soziale Einrichtungen des Betriebs, für freiwillige soziale Leistungen und für betriebliche Altersversorgung werden nicht aktiviert.

Auf die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie die fertigen Erzeugnisse wurden Reichweiten- sowie Niederstwertabwertungen vorgenommen. Zum Bilanzstichtag wurden Reichweiten- bzw. Gängigkeitsabwertungen in Höhe von insgesamt 1.827 Tsd. EUR vorgenommen. Des Weiteren wurden Niederstwertabwertungen in Höhe von 311 Tsd. EUR durchgeführt.

Die unfertigen Erzeugnisse werden entsprechend ihrem Bearbeitungsfortschritt mit den Herstellungskosten angesetzt. Die Herstellungskosten enthalten die nach § 255 Abs. 2 HGB aktivierungspflichtigen Bestandteile.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind grundsätzlich zum Nennwert bilanziert. Ausfallrisiken werden durch Einzel- und Pauschalabwertungen abgedeckt.

Flüssige Mittel sind zu Nennwerten bilanziert. Die Umrechnung von Fremdwährungsbeständen erfolgt zum Stichtagskurs.

Ausgaben, die Aufwendungen für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen, sind im aktiven Rechnungsabgrenzungsposten abgegrenzt.

Das Eigenkapital wird zum Nennwert angesetzt. Die Kapitalrücklage in Höhe von 104.055 Tsd. EUR resultiert aus einer Forderungsabtretung ohne Gegenleistung seitens des ehemaligen Gesellschafters im Rahmen einer Zuführung in die frei verfügbare Kapitalrücklage. Die Abtretung erfolgte im Rahmen des Erwerbsvorgangs im August 2021 (siehe Kapitel 1).

Rückstellungen für Pensionen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Gutachten nach dem versicherungsmathematischen Anwartschaftsbarwertverfahren unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Heubeck bewertet. Die Pensionsrückstellungen wurden pauschal mit einem durchschnittlichen Marktzins der vergangenen zehn Geschäftsjahre für eine Restlaufzeit von 15 Jahren (Rechnungszins für Altersversorgungsverpflichtungen) von 1,83 % (Vorjahr: 1,78 %) ermittelt. Bezogen auf die letzten sieben Geschäftsjahre für eine Restlaufzeit von 15 Jahren betrug dieser Zinssatz 1,75 % (Vorjahr: 1,44 %). Der Faktor für die Anpassung der laufenden Renten belief sich auf 2,25 % (Vorjahr: 2,25 %). Die abweichende Bewertung zwischen dem 10-Jahres- und dem 7-Jahres-Durchschnittszinssatz führt zu einem Unterschied zwischen diesen beiden Wertansätzen in Höhe von 66 Tsd. EUR (Vorjahr: 187 Tsd. EUR). Dieser Betrag ist gem. § 253 Abs. 6 S. 2 HGB ausschüttungsgesperrt.

Ein Teil der Pensionsverpflichtungen wird als unmittelbare Pensionszusage über ein im Insolvenzfall abgesichertes Contractual Trust Agreement (CTA) finanziert, dem die Arbeitgeberbeiträge und Arbeitnehmerzuschüsse zugeführt werden. Das dadurch vorhandene Deckungsvermögen in Höhe von 2.508 Tsd. EUR wird mit den Rückstellungen für Pensionen verrechnet. Die Bewertung des Deckungsvermögens erfolgte zum beizulegenden Zeitwert. Im Geschäftsjahr 2023 haben im Rahmen der Bewertung Aufwendungen in Höhe von 11 Tsd. EUR das Deckungsvermögen reduziert.

Rückstellungen für Altersteilzeit werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Gutachten nach dem versicherungsmathematischen Anwartschaftsbarwertverfahren unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Heubeck bewertet. Die Rückstellungen für Altersteilzeit wurden mit dem Rechnungszins zum Ende des Geschäftsjahres in Höhe von 0,99 % (Vorjahr: 0,59 %) ermittelt. Der Faktor für die Dynamik der anrechenbaren Bezüge belief sich auf 3,00 % (Vorjahr: 2,50 %).

Es handelt sich um Verpflichtungen gegenüber Mitarbeitenden, die entweder bereits in die Altersteilzeit eingetreten sind oder mit denen ein solches Arbeitsverhältnis vertraglich vereinbart wurde.

Rückstellungen für Jubiläumszahlungen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Gutachten nach dem versicherungsmathematischen Anwartschaftsbarwertverfahren unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Heubeck bewertet. Die Rückstellungen für Altersteilzeit wurden mit dem Rechnungszins zum Ende des Geschäftsjahres in Höhe von 1,75 % (Vorjahr: 1,44 %) ermittelt. Der Faktor für die Dynamik der anrechenbaren Bezüge belief sich auf 3,00 % (Vorjahr: 2,50 %).

Die sonstigen Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages gebildet. Sie berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem laufzeitadäquaten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre, der von der Deutschen Bundesbank ermittelt und bekannt gegeben wird, abgezinst.

Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert.

Die Wertansätze der Haftungsverhältnisse entsprechen dem am Bilanzstichtag bestehenden Haftungsumfang.

Währungsumrechnung

Forderungen und Verbindlichkeiten, sowie flüssige Mittel in fremder Währung werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Tag des Geschäftsvorfalls erfasst. Langfristige Fremdwährungsforderungen werden zum Devisenbriefkurs bei Entstehung der Forderung oder zum niedrigeren beizulegenden Wert, unter Zugrundelegung des Devisenkassamittelkurses am Abschlussstichtag, angesetzt (Imparitätsprinzip). Kurzfristige Fremdwährungsforderungen (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) sowie liquide Mittel oder andere kurzfristige Vermögensgegenstände in Fremdwährungen werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

Langfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten werden zum Devisengeldkurs bei Entstehung der Verbindlichkeit oder zum höheren Stichtagskurswert, unter Zugrundelegung des Devisenkassamittelkurses am Abschlussstichtag, bewertet (Imparitätsprinzip).

Kurzfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

Devisentermingeschäfte werden einzeln mit dem Terminkurs am Bilanzstichtag bewertet. Die Terminkurse richten sich nach den Kassakursen unter Berücksichtigung von Terminauf- und -abschlägen. Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 lagen wie im Vorjahr keine Devisentermingeschäfte vor.

3. Erläuterungen zur Bilanz

3.1. Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023 ist aus dem Anlagenspiegel (Anlage) ersichtlich.

3.2. Vorräte

Tsd. EUR 2023 2022
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 6.136 8.770
Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 3.804 4.195
Fertige Erzeugnisse und Waren 6.641 6.574
Total 16.581 19.539

Der Wert der Vorratsbestände sank im Vergleich zum Vorjahr um 15 % bzw. -2.958 Tsd. EUR (Vorjahr: +6.156 Tsd. EUR). Grund hierfür ist im Wesentlichen eine geringere Lagerhaltung an Rohstoffen, aufgrund abgeschwächter Lieferrisiken an den Beschaffungsmärkten.

3.3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Zum Bilanzstichtag setzen sich die Forderungen gegen verbundene Unternehmen wie folgt zusammen:

Tsd. EUR 2023 2022
Bräcker AG, Schweiz 75 148
European Excellent Textile Components Co. Ltd., China 275 496
Maschinenfabrik Rieter AG, Schweiz 7 1
Rieter China Textile Instruments Co. Ltd., China 2 -
Rieter CZ s.r.o., Tschechische Republik 100 3
Rieter Holding AG, Schweiz (Gesellschafterin) 244 11
Rieter India Pvt. Ltd., Indien 113 340
Rieter Ingolstadt GmbH, Deutschland - 7
Rieter Management AG, Schweiz - 7
SSM Schärer Schweiter Mettler AG, Schweiz - 6
SSM Italy S.r.l., Italien 8 15
Spindelfabrik Suessen GmbH, Deutschland - 8
Total 824 1.043

Die dargestellten Forderungen beziehen sich wie im Vorjahr im Wesentlichen auf Lieferungen und Leistungen. Die Forderung gegenüber der Rieter Holding AG resultiert aus dem Cashpool zu Gunsten der Rieter Components Germany GmbH.

3.4. Eigenkapital

Das zum Nennwert bilanzierte Kapital beträgt 105.055 Tsd. EUR und wird von der Rieter Holding AG, Winterthur, Schweiz gehalten. Das Eigenkapital teilt sich auf in Stammkapital in Höhe von 1.000 Tsd. EUR und in Kapitalrücklage in Höhe von 104.055 Tsd. EUR.

Die Geschäftsführung schlägt vor den Jahresfehlbetrag des Geschäftsjahres 2023 auf neue Rechnung vorzutragen.

3.5. Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten als wesentliche Einzelposten Beträge für Restrukturierung (909 Tsd. EUR; Vorjahr: 49 Tsd. EUR), hierbei handelt es sich um Abfindungen und laufende Gehälter und Löhne bis zur finalen Ausscheidung des Mitarbeiters, Verpflichtungen aus Vertreteransprüchen (339 Tsd. EUR; Vorjahr: 569 Tsd. EUR), Jubiläumsverpflichtungen (331 Tsd. EUR; Vorjahr: 334 Tsd. EUR), Mitarbeiterboni (262 Tsd. EUR; Vorjahr: 221 Tsd. EUR), Gleitzeitabgrenzung (191 Tsd. EUR; Vorjahr: 407 Tsd. EUR), sowie Rückstellungen für Beratungskosten (122 Tsd. EUR; Vorjahr: 76 Tsd. EUR).

3.6. Verbindlichkeiten

Sämtliche Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr und sind nicht besichert.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen entfallen auf eine Darlehensverbindlichkeit gegenüber der Gesellschafterin in Höhe von 3.000 Tsd. EUR (Vorjahr: 3.000 Tsd. EUR) sowie im Übrigen, wie im Vorjahr, auf Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen enthalten keine Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin (Vorjahr: 6 Tsd. EUR).

4. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

4.1. Umsatzerlöse

Nach Geschäftsbereichen ergibt sich nachfolgende Gliederung der Umsatzerlöse:

Tsd. EUR 2023 2022
Accotex 36.529 36.378
Temco 34.275 36.713
Total 70.804 73.091

Die Umsatzerlöse gliedern sich nach geographischen Märkten wie folgt:

Tsd. EUR 2023 2022
Deutschland 14.353 15.542
Europa (ohne Deutschland) 7.226 7.910
Asien (inkl. China und Indien) 42.198 38.554
Amerika 6.225 7.111
Übrige 802 3.974
Total 70.804 73.091

4.2. Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten insbesondere Erträge aus Währungsumrechnung in Höhe von 243 Tsd. EUR (Vorjahr: 331 Tsd. EUR) sowie aus Gutschriften für Stahlspäne in Höhe von 132 Tsd. EUR (Vorjahr: 186 Tsd. EUR).

4.3. Personalaufwand

Im Personalaufwand sind Aufwendungen für die Altersversorgung in Höhe von 153 Tsd. EUR (Vorjahr: 583 Tsd. EUR) enthalten.

4.4. Abschreibungen

Im Rahmen der Anpassung des Geschäfts- oder Firmenwertes wurden in den immateriellen Vermögensgegenständen und den Sachanlagen periodenfremde Abschreibungen aus den Berichtsperioden 2021 und 2022 in Höhe von insgesamt 2.240 Tsd. EUR nachgeholt.

4.5. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten im Wesentlichen Aufwendungen für Managementleistungen in Höhe von 2.061 Tsd. EUR (Vorjahr: 1.360 Tsd. EUR), Restrukturierungskosten in Höhe von 1.688 Tsd. EUR (Vorjahr: 0 Tsd. EUR), Leiharbeitnehmer in Höhe von 487 Tsd. EUR (Vorjahr: 629 Tsd. EUR), interne Kostenverrechnung aus verbundenen Unternehmen in Höhe von 453 Tsd. EUR (Vorjahr: 519 Tsd. EUR), aus Währungsumrechnung in Höhe von 376 Tsd. EUR (Vorjahr: 367 Tsd. EUR) sowie für externe IT-Dienstleistungen in Höhe von 169 Tsd. EUR (Vorjahr: 300 Tsd. EUR).

Der Anstieg in den Managementleistungen gegenüber dem Vorjahr resultiert vorwiegend aus einer Erhöhung für Marketing von 338 Tsd. EUR, allgemeine Managementkosten von 298 Tsd. EUR und Kostenverrechnung IT-Dienstleistungen von 193 Tsd. EUR.

4.6. Zinsergebnis

Die sonstigen Zinsen und ähnliche Erträge in Höhe von 121 Tsd. EUR (Vorjahr: 17 Tsd. EUR) betreffen insbesondere Zinserträge von verbundenen Unternehmen (Cashpool-Zinsen).

Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen in Höhe von 579 Tsd. EUR (Vorjahr: 697 Tsd. EUR) enthalten im Wesentlichen Aufwendungen an verbundene Unternehmen in Höhe von 269 Tsd. EUR (Vorjahr: 75 Tsd. EUR) sowie Aufwendungen für Zinsen aus Aufzinsung in Höhe von 138 Tsd. EUR (Vorjahr: 508 Tsd. EUR).

Zinsaufwendungen aus Aufzinsung §277 Abs. 5 Satz 1 HGB
(in Tsd. EUR)
2023 2022
Zinsanteil Aufzinsung Pensionsrückstellungen 137 507
Zinsanteil Aufzinsung Jubiläumsrückstellungen 1 1
Total 138 508

4.7. Derivative Finanzinstrumente

Zum Bilanzstichtag vom 31. Dezember 2023 lagen wie im Vorjahr keine derivativen Finanzinstrumente vor.

5. Ergänzende Angaben

5.1. Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen

Im Rahmen der normalen Geschäftstätigkeit unterhält die Gesellschaft Geschäftsbeziehungen zu ihrer Muttergesellschaft und anderen verbundenen Unternehmen, die als nahestehende Unternehmen gelten. Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen umfassen den Finanz- sowie den Lieferungs- und Leistungsverkehr.

Außer den Vergütungen für die Geschäftsführung bestehen keine Geschäftsbeziehungen zu nahestehenden Personen.

5.2. Konzernverhältnisse

Als Mitglied des Rieter-Konzerns wird die Rieter Components Germany GmbH in den Konzernabschluss der Rieter Holding AG, Winterthur/Schweiz, einbezogen. Der Konzernabschluss der Rieter Holding AG stellt den kleinsten und größten Konzernkreis dar. Er wird veröffentlicht und in gedruckter Form den Aktionären und Interessenten der Rieter Holding AG, Klosterstraße 32, CH-8406 Winterthur, zugesandt. Er ist zudem im Internet unter www.rieter.com abrufbar.

5.3. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen der Gesellschaft ergeben sich aus den bestehenden Miet- und Leasingverträgen. Die Mietverträge umfassen im Wesentlichen die Gebäudemieten für die Standorte Hammelburg und Münster mit Mietaufwendungen ohne Nebenkosten in Höhe von 1.345 Tsd. EUR für 2023. Die sonstige finanzielle Verpflichtung bis zum Ende der jeweiligen Mietvertragslaufzeiten beläuft sich auf 9.225 Tsd. EUR. Bei den Leasingverträgen handelt es sich in erster Linie um Verträge für Kfz-Leasing. Per 31. Dezember 2023 bestanden 13 laufende Verträge für Kfz-Leasing mit Leasingaufwendungen in Höhe von 75 Tsd. EUR. Die entsprechende sonstige finanzielle Verpflichtung bis zu den jeweiligen Vertragsenden beläuft sich auf 213 Tsd. EUR. Darüber hinaus bestehen weitere Leasingverträge (Druckluft, IT-Hardware und Wasserspender) mit geringfügigen Verpflichtungen.

5.4. Angaben zu Mitarbeitenden

Rieter Components Germany GmbH beschäftigte durchschnittlich:

2023 2022
Angestellte 121 133
Gewerbliche 232 212
Auszubildende 3 -
Total 356 345

5.5. Gesamthonorar des Abschlussprüfers

Das Gesamthonorar des Abschlussprüfers für Abschlussprüfungsleistungen beträgt 80 Tsd. EUR.

5.6. Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresfehlbetrag auf neue Rechnung vorzutragen.

5.7. Nachtragsbericht (§ 285 Nr. 33 HGB)

Bis zum Zeitpunkt dieses Berichtes sind keine wesentlichen Ereignisse eingetreten, die auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zum Bilanzstichtag bedeutsamen Einfluss haben.

5.8. Angaben zu den Gesellschaftsorganen

Die Geschäftsführer in der Berichtsperiode und bis zum Zeitpunkt der Aufstellung des Jahresabschlusses waren:

• Jörg Spahlinger, Managing Director, Oberthulba

• Marcel Kohler, Managing Director, Herrliberg/Schweiz

• Michael Glomp, Managing Director, Göteburg/Schweden (ab 16. April 2024)

• Christof Böddeker, Managing Director, Xanten (bis 6. Dezember 2023)

Hinsichtlich der Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wird die Befreiung nach § 286 Abs. 4 HGB in Anspruch genommen.

Die in § 285 Nr. 9b HGB verlangten Angaben unterbleiben gemäß § 286 Abs. 4 HGB.

 

Hammelburg, den 11. November 2024

Jörg Spahlinger, Geschäftsführer

Marcel Kohler, Geschäftsführer

Michael Glomp, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens 2023

Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
01.01.2023
Umgliederung aus Geschäfts- oder Firmenwert
Zugänge
Umbuchungen
Abgänge
31.12.2023
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 7.733.038,69 19.800.000,00 50.733,87 0,00 11.060,02 27.572.712,54
2. Geschäfts- oder Firmenwerte 78.017.403,41 -28.036.403,41 0,00 0,00 0,00 49.981.000,00
85.750.442,10 -8.236.403,41 50.733,87 0,00 11.060,02 77.553.712,54
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstückähnliche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 265.180,17 0,00 16.303,69 338.071,10 26.000,00 593.554,96
2. Technische Anlagen und Maschinen 24.491.203,86 4.900.000,00 1.494.752,32 685.206,62 175.085,31 31.396.077,49
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.708.266,89 100.000,00 627.809,17 21.344,70 207.581,86 5.249.838,90
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.437.718,76 0,00 753.322,88 -1.044.622,42 0,00 1.146.419,22
30.902.369,68 5.000.000,00 2.892.188,06 0,00 408.667,17 38.385.890,57
116.652.811,78 -3.236.403,41 2.942.921,93 0,00 419.727,19 115.939.603,11
Abschreibungen
01.01.2023
Periodenfremd
Zugänge
Abgänge
31.12.2023
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 751.720,69 1.429.999,44 1.931.537,45 11.060,02 4.102.197,56
2. Geschäfts- oder Firmenwerte 8.461.213,41 199.124,12 4.998.101,67 3.236.404,19 10.422.035,01
9.212.934,10 1.629.123,56 6.929.639,12 3.247.464,21 14.524.232,57
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstückähnliche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 43.493,17 0,00 30.521,79 26.000,00 48.014,96
2. Technische Anlagen und Maschinen 15.836.897,86 589.678,03 2.051.167,66 172.285,31 18.305.458,24
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.718.380,89 21.666,00 562.540,20 203.093,19 3.099.493,90
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
18.598.771,92 611.344,03 2.644.229,65 401.379,17 20.277.303,22
27.811.706,02 2.240.467,59 9.573.868,77 3.648.843,38 34.801.535,79
Buchwerte
31.12.2023
31.12.2022
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 23.470.514,87 6.981.318,00
2. Geschäfts- oder Firmenwerte 39.558.964,99 69.556.190,00
63.029.479,86 76.537.508,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstückähnliche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 545.540,00 221.687,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 13.090.619,25 8.654.306,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.150.345,00 1.989.886,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.146.419,22 1.437.718,76
16.932.923,47 12.303.597,76
79.962.403,33 88.841.105,76

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Rieter Components Germany GmbH, Hammelburg

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss derRieter Components Germany GmbH, Hammelburg​, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Rieter Components Germany GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023​ geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften​​ und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB​​ erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB​​ unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung​​​ durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der Geschäftsführung​​ für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die Geschäftsführung ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften​​ in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist die Geschäftsführung verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist die Geschäftsführung dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem ist die Geschäftsführung verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist die Geschäftsführung verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB​​ unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung​ durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von der Geschäftsführung angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von der Geschäftsführung dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von der Geschäftsführung angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von der Geschäftsführung dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von der Geschäftsführung zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Nürnberg, den 26. November 2024

KPMG AG
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