KMBH GmbH
Selbe AdresseRückgewinnung sortierter Werkstoffe
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Janis Natzke seit 3.9.2025 | Geschäftsführer |
Marc op de Bekke seit 4.6.2025 | Prokura |
Marcus Fritz Karl Kortendick seit 4.6.2025 | Prokura |
Jörg Spahlinger seit 10.2.2022 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Rieter Holding AG | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Rieter Components Germany GmbHHammelburgJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023Inhaltsverzeichnis 1. Allgemeines 2. Forschung und Entwicklung 3. Rahmenbedingungen 4. Ertragslage 5. Darstellung der Lage und Kennzahlen 6. Vermögens- und Kapitalstruktur 7. Investitionen 8. Finanzierung und Liquidität 9. Personal 10. Chancen und Risiken 11. Ausblick 1. Allgemeines Am 13. August 2021 haben Rieter Holding AG, Winterthur/Schweiz, Saurer Intelligent Technology Co. Ltd, Urumqi/China, Saurer Hong Kong Machinery Company Ltd, Hong Kong/China, und Saurer Netherlands Machinery Company B.V., Amsterdam/Niederlande, eine Vereinbarung unter anderem zur Übernahme der Geschäftsbereiche Elastomer Components am Standort Münster (Accotex) und Engineered Bearings Solutions am Standort Hammelburg (Temco) von Saurer Netherlands Machinery Company B.V., Amsterdam/Niederlande, durch Rieter unterzeichnet. Saurer Netherlands Machinery Company B.V. ist die Muttergesellschaft von Saurer Technologies GmbH & Co. KG, Krefeld/Deutschland. Aus der Saurer Technologies GmbH & Co. KG wurden im Zuge dieser Transaktion per 1. Dezember 2021 die Geschäftsbereiche Elastomer Components (Accotex) und Engineered Bearings Solutions (Temco) in die Rieter Components Germany GmbH übernommen. Der vorliegende Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 umfasst den Zeitraum vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023. Die Rieter Components Germany GmbH mit Sitz in 97762 Hammelburg/Deutschland, geführt beim Amtsgerichts Schweinfurt unter HRB 8636, ist eine Tochtergesellschaft der Rieter Holding AG. Zur Gesellschaft gehört die Rieter Components Germany GmbH Zweigniederlassung in Münster. Der Bereich Accotex entwickelt, produziert und vertreibt garnberührende Komponenten auf Polymerbasis an dem Standort Münster unter dem Markennamen Accotex. Accotex ist spezialisiert auf Komponenten wie Röllchen und Riemchen für den Spinnprozess. Der Bereich Temco unter gleichnamiger Marke entwickelt, produziert und verkauft Lagerungen, Friktionsscheiben und Spindeln am Standort Hammelburg und zielt überwiegend auf den Chemiefasermarkt ab. 2. Forschung und Entwicklung Im Geschäftsjahr 2023 betrug der Aufwand für Forschung und Entwicklung 1.997 Tsd. EUR (Vorjahr: 1.959 Tsd. EUR). Schwerpunkt der Entwicklung ist sowohl die Weiterentwicklung der bestehenden Produkte als auch die Entwicklung neuer Produkte. Es erfolgte keine Aktivierung von Forschungs- und Entwicklungskosten. 3. Rahmenbedingungen Interne Untersuchungen ergaben, dass sich die Markterholung der Vorjahre verlangsamte. Dies war hauptsächlich auf den fortwährenden Konflikt zwischen der Ukraine und Russland, das Erdbeben im Februar 2023 in der Türkei sowie die jüngsten Auseinandersetzungen im Nahen Osten zurückzuführen. Diese Ereignisse führten zu Unsicherheit und Zurückhaltung auf den internationalen Märkten. Als Folge der beginnenden konjunkturellen Abschwächung entspannten sich die Kostensteigerungen für Material und Transport, die in den Vorjahren verzeichnet wurden. 4. Ertragslage Die bedeutsamsten Steuerungsgrößen für die Gesellschaft sind Umsatzerlöse und EBIT-Marge. Der Umsatz nach Geschäftsbereichen der Rieter Components Germany GmbH für das Geschäftsjahr 2023 betrug:
Die Umsatzerlöse lagen im Jahr 2023 mit 70.804 Tsd. EUR um 3,1 % leicht unter dem Vorjahr. Der Rückgang des Umsatzes stammt aus Umsatz mit Unternehmen des Rieter-Konzerns, während der Umsatz aus dem Geschäft mit Drittkunden kaum Veränderung zeigt. Die Prognose aus dem letzten Lagebericht erwartete eine leichte Steigerung im unteren einstelligen Prozentbereich auf Stufe Umsatz, was aufgrund der verschlechterten Rahmenbedingungen nicht erreicht werden konnte. Accotex hat einen Umsatz von 36.529 Tsd. EUR verzeichnet, welcher um 0,4 % über dem Vorjahr lag. Der Umsatz wurde zu 88,3 % im Ausland und mit einem Anteil von 76,4 % mehrheitlich mit Spinnereien erzielt. Für Accotex sind OEM-Kunden in Europa weiterhin bedeutend, der US-Amerikanische Markt und die Türkei bleiben wichtige Kernmärkte. Auch China und Indien sind bedeutend. Die Umsätze an Dritte betrugen 31.991 Tsd. EUR (Vorjahr: 30.687 Tsd. EUR). Hinzu kamen Lieferungen von Accotex an verbundene Unternehmen des Rieter-Konzerns in Höhe von 4.538 Tsd. EUR (Vorjahr: 5.691 Tsd. EUR). Temco hat einen Umsatz von 34.275 Tsd. EUR verzeichnet, welcher um 6,6 % unter dem Vorjahr lag. Der Umsatz wurde zu 70,6 % im Ausland und mit einem Anteil von 51,0 % mehrheitlich mit OEM-Kunden erzielt. Temco verzeichnete seinen wichtigsten Absatzraum in China und Europa, da hier wichtige OEM-Kunden ihren Sitz haben. Mit dem wichtigsten OEM-Kunden wurden Umsätze von 5.321 Tsd. EUR (Vorjahr: 7.194 Tsd. EUR) erzielt. Für das Geschäftsjahr 2023 wurde bei einem Umsatz von 70.804 Tsd. EUR (Vorjahr: 73.091 Tsd. EUR) und einer Gesamtleistung (Umsatz + Bestandsveränderungen + sonstige betr. Erträge) von 70.955 Tsd. EUR (Vorjahr: 76.255 Tsd. EUR) ein Verlust vor Zinsen und Steuern von -9.146 Tsd. EUR (Vorjahr: -4.518 Tsd. EUR) erzielt. Die EBIT-Marge lag bei -12,9 % (Vorjahr: -6,2 %) bezogen auf den Umsatz und bei -12,9 % (Vorjahr: -5,9 %) bezogen auf die Gesamtleistung. Die EBIT-Marge auf Umsatz lag im Jahr 2023 insbesondere aufgrund von tiefer realisierten Umsatzerlösen sowie periodenfremden Aufwendungen (Abschreibungen) aus der Neubewertung und Umgliederung in der Kaufpreisallokation deutlich unter Vorjahr. Die prognostizierte deutliche Verbesserung in der EBIT-Marge wurde verfehlt. Der Materialaufwand lag bei 46,9 % (Vorjahr: 47,4 %) der Gesamtleistung und konnte durch abflachende Kostenerhöhungen im Vergleich zum Vorjahr gesenkt werden. Der Personalaufwand lag bei 28,7 % (Vorjahr: 27,4 %) der Gesamtleistung und hat sich gegenüber Vorjahr um -2.7 % gesenkt. Die Abschreibungen lagen bei 16,7 % (Vorjahr: 13,7 %) der Gesamtleistung und haben sich gegenüber dem Vorjahr um 13,2 % erhöht insbesondere aufgrund periodenfremder Abschreibungen aus den Berichtsperioden 2021 und 2022 in Höhe von insgesamt 2.240 Tsd. EUR. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen lagen bei 20,7 % (Vorjahr: 17,4 %) der Gesamtleistung und haben sich im Vergleich zum Vorjahr um 1.424 Tsd. EUR erhöht. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzten sich insbesondere aus Aufwendungen für Provisionen, Managementleistungen, Restrukturierungskosten, Mieten und Fracht/Verpackung zusammen. Die Erhöhung zum Vorjahr resultiert vorwiegend aus höheren Restrukturierungskosten. Das Jahresergebnis lag mit -9.611 Tsd. EUR deutlich unter dem Vorjahr (-5.203 Tsd. EUR). Insgesamt liegt der Verlauf des Geschäftsjahres aus Sicht der Geschäftsführung gemessen an den bedeutsamsten Steuerungsgrößen sowohl auf Stufe Umsatzerlöse sowie auch in der deutlich tieferen EBIT-Marge stark unter den Erwartungen. 5. Darstellung der Lage und Kennzahlen Die Geschäftsleitung analysiert und beurteilt die Geschäftsentwicklung und die Lage der Gesellschaft anhand folgender Kennzahlen, wobei Umsatzerlöse und EBIT-Marge von besonderer Bedeutung sind:
6. Vermögens- und Kapitalstruktur Die Bilanzsumme verringerte sich gegenüber 2022 um 12.376 Tsd. EUR auf 106.108 Tsd. EUR. Die immateriellen Vermögensgegenstände haben sich um 13.508 Tsd. EUR auf 63.029 Tsd. EUR verringert. Dies ist mehrheitlich auf die im Geschäftsjahr erfolgte rückwirkende Anpassung des Geschäfts- oder Firmenwertes zurückzuführen (siehe dazu die Ausführungen im Anhang). In diesem Zusammenhang haben sich auch die Sachanlagen um 4.629 Tsd. EUR auf insgesamt 16.933 Tsd. EUR erhöht. Die Vorräte konnten um 2.958 Tsd. EUR auf 16.581 Tsd. EUR verringert werden. Dies ist auf den Abbau erhöhter Lagerbestände aus dem Vorjahr zurückzuführen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben sich nicht wesentlich verändert und liegen bei 9.418 Tsd. EUR. Das Eigenkapital verringerte sich um den Jahresfehlbetrag aus der Berichtsperiode. Die Pensionsrückstellungen betrugen 6.634 Tsd. EUR (Vorjahr: 6.736 Tsd. EUR). Die sonstigen Rückstellungen beliefen sich auf 2.668 Tsd. EUR (Vorjahr: 3.142 Tsd. EUR). In den Verbindlichkeiten verzeichnet die Gesellschaft einen Rückgang auf 7.789 Tsd. EUR (Vorjahr: 9.979 Tsd. EUR) insbesondere aufgrund reduzierter Anzahlungen auf Bestellungen und tieferer Verbindlichkeiten gegen verbundene Unternehmen. 7. Investitionen Im Geschäftsjahr 2023 wurden Investitionen in Höhe von 2.943 Tsd. EUR (Vorjahr: 2.326 Tsd. EUR) getätigt. Der größte Anteil entfällt dabei mit 1.495 Tsd. EUR auf technische Anlagen und Maschinen. Die größten Einzelpositionen waren hierunter eine Drehmaschine mit Roboter im Wert von 364 Tsd. EUR, zwei Schleifmaschinen im Wert von 343 Tsd. EUR bzw. 214 Tsd. EUR sowie eine Anlage im Bereich des Extrudierens im Wert von 135 Tsd. EUR. Daneben entfallen 753 Tsd. EUR auf Anzahlungen für Maschinen, die im Jahr 2024 geliefert werden. Darüber hinaus wird in der Position "Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung" insbesondere die Modernisierung einer Filteranlage im Bereich Drehen im Wert von 179 Tsd. EUR geführt. Die sonstigen Investitionen verteilen sich auf IT, Büroeinrichtungen, Werkzeuge, Messequipment und Vorrichtungen. 8. Finanzierung und Liquidität Die Veränderung des Finanzmittelbestandes belief sich in Summe auf +951 Tsd. EUR in 2023. Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit belief sich auf +4.352 Tsd. EUR. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit betrug -2.943 Tsd. EUR. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit betrug -458 Tsd. EUR. Die laufende Finanzierung wurde im Rahmen eines Darlehens (3.000 Tsd. EUR mit einer Laufzeit bis zum 21. November 2024) und eines Cashpool (und innerhalb des eingeräumten Kreditlimits von 8.000 Tsd. EUR) mit der Rieter Holding AG abgewickelt. Der Saldo des Cashpools belief sich zum Jahresende 2023 auf -330 Tsd. EUR (Vorjahr: -1.533 Tsd. EUR) zu Gunsten der Rieter Components Germany GmbH. Aufgrund der Finanzierung mittels Cashpool reduzierten sich die flüssigen Mittel auf Bankkonten im Vergleich zum Vorjahr auf 70 Tsd. EUR (Vorjahr: 322 Tsd. EUR). Die Gesellschaft finanziert sich zum 31. Dezember 2023, wie im Vorjahr, aus selbst erwirtschafteten Mitteln und Konzernmitteln. Die Rieter Holding AG hat sich am 19. Juli 2024 in Form einer Patronatserklärung verpflichtet, die Gesellschaft mit Liquidität auszustatten, so dass diese jederzeit in der Lage ist, ihren Verpflichtungen nachzukommen. Die Patronatserklärung hat eine Laufzeit von 18 Monaten. Die Eigenkapitalquote lag im Berichtsjahr auf Vorjahresniveau bei 83,9 % (Vorjahr: 83,2 %). Das langfristig gebundene Vermögen ist wie im Vorjahr vollständig durch Eigenkapital gedeckt. 9. Personal Zum 31. Dezember 2023 werden 326 Mitarbeitende beschäftigt. 10. Chancen und Risiken Die Gesellschaft ist in das Risikomanagement des Rieter-Konzerns eingebunden. Die verschiedenen Risiken werden entsprechend Eintrittswahrscheinlichkeit und möglichem Einfluss und hieraus sich ergebendem Koeffizienten bewertet. Als hohes Risiko wird ein Risiko gesehen, bei dem drohende Mittelabflüsse über 10 Prozent des Eigenkapitals liegen. Risikomanagement Die Geschäftsleitung hat für das Geschäft bedeutsame Risiken identifiziert. Diese werden in Geschäftsleitungssitzungen regelmäßig analysiert, ihre Eintrittswahrscheinlichkeit und die möglichen Auswirkungen beurteilt. Erforderlichenfalls werden Gegenmaßnahmen definiert und umgesetzt. Allgemeine Marktrisiken (mittel) Allgemeine Marktrisiken bestehen insbesondere durch sinkende Margen und Nachfrageschwankungen in den für die Gesellschaft bedeutenden Absatzmärkten. Das Risiko auf Nachfrageschwankungen nicht angemessen reagieren zu können, in einem sich möglicherweise weiter abschwächenden Markt, hat an Bedeutung gewonnen. Nachfrageschwankungen werden über die Analyse der Auftragseingänge durchgängig beobachtet, um entsprechende Maßnahmen frühzeitig zu adressieren. Auf Nachfrageschwankungen reagiert die Gesellschaft insbesondere durch Beschäftigung von Leiharbeitskräften sowie Kurzarbeit. Risiko aus Preisveränderungen für Rohmaterial (mittel) Veränderungen der Preise für Rohmaterial waren in der Berichtsperiode 2023 eine große Herausforderung und haben sich aus 2022 fortgesetzt. Diesem Risiko wird insbesondere durch ein verbessertes Lieferantenmanagement und die Erschließung von Zweitlieferanten begegnet. Forderungsausfallrisiko (gering) Um Ausfallraten auf geringem Niveau zu halten, werden Bonitätsprüfungen bei Neukunden durchgeführt. Außerdem wird diesem Risiko mit einer konsequenten und laufenden Forderungsüberwachung sowie einem restriktiven Mahnwesen begegnet. Ein großer Teil der Forderungen ist über Akkreditive gesichert. Für Kunden mit offenem Zahlungsziel wird eine Kreditversicherung angestrebt. Es entstand kein nennenswerter Aufwand aus Forderungsverlusten und Wertberichtigungen im Berichtsjahr. Liquiditätsrisiko (mittel) Die Liquidität ist gesichert durch ein Darlehen mit der Gesellschafterin und die Einbindung in den Cashpool des Rieter-Konzerns mit einer entsprechenden vertraglich vereinbarten Kreditlinie. Zudem hat sich die Rieter Holding AG am 19. Juli 2024 in Form einer Patronatserklärung verpflichtet, die Gesellschaft für eine Laufzeit von 18 Monaten mit Liquidität auszustatten. Gesamtaussage Insgesamt werden von der Geschäftsleitung aktuell keine bestandsgefährdenden Risiken identifiziert. Die grundsätzliche Risikolage ist gegenüber dem Vorjahr weitgehend unverändert wobei die geopolitischen Einflussfaktoren (Ukraine/Russland, Naher Osten, China/Taiwan) weiter die Einschätzung der Risikolage bestimmen. Der aktuellen Marktschwäche begegnet die Gesellschaft mit vorübergehender Kurzarbeit. Chancen Chancen für das weitere Wachstum der Gesellschaft ergeben sich aufgrund von neuen Produkten sowie höherem Umsatz mit Konzerngesellschaften aufgrund von Produktinnovationen. Darüber hinaus werden sich abzeichnende tiefere Kosten für Material positiv auswirken. 11. Ausblick Bedingt durch den aktuell geringeren Auftragseingang und den reduzierten Auftragsbestand bei weiterhin zurückhaltenden Märkten erwartet die Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2024 einen tieferen Umsatz im Vergleich zu den Vorjahren. Die Rieter Components Germany GmbH rechnet für das Gesamtjahr 2024 aufgrund der aktuellen Investitionszurückhaltung der Absatzmärkte mit einem Umsatzrückgang gegenüber dem Jahr 2023 im oberen einstelligen Prozentbereich. Das Management geht unter anderem auch aufgrund positiver Effekte aus sinkenden Materialeinkaufskosten von einer stark verbesserten jedoch weiterhin negativen EBIT-Marge im Vergleich mit dem Geschäftsjahr 2023 aus.
Hammelburg, den 11. November 2024 Jörg Spahlinger, Geschäftsführer Marcel Kohler, Geschäftsführer Michael Glomp, Geschäftsführer Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023Inhaltsverzeichnis 1. Allgemeine Angaben 2. Angaben zu Bilanzierungs-, Bewertungs- und Umrechnungsgrundsätzen 3. Erläuterungen zur Bilanz 3.1. Anlagevermögen 3.2. Vorräte 3.3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 3.4. Eigenkapital 3.5. Rückstellungen 3.6. Verbindlichkeiten 4. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung 4.1. Umsatzerlöse 4.2. Sonstige betriebliche Erträge 4.3. Personalaufwand 4.4. Abschreibungen 4.5. Sonstige betriebliche Aufwendungen 4.6. Zinsergebnis 4.7. Derivative Finanzinstrumente 5. Ergänzende Angaben 5.1. Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen 5.2. Konzernverhältnisse 5.3. Sonstige finanzielle Verpflichtungen 5.4. Angaben zu Mitarbeitenden 5.5. Gesamthonorar des Abschlussprüfers 5.6. Ergebnisverwendungsvorschlag 5.7. Nachtragsbericht (§ 285 Nr. 33 HGB) 5.8. Angaben zu den Gesellschaftsorganen 1. Allgemeine Angaben Die Rieter Components Germany GmbH mit Sitz in 97762 Hammelburg (Deutschland), geführt beim Amtsgerichts Schweinfurt unter HRB 8636 ist zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 HGB. Der Jahresabschluss wurde nach den Rechnungslegungsvorschriften für Kapitalgesellschaften des Handelsgesetzbuches (HGB) unter Berücksichtigung des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt. Der Jahresabschluss wurde unter Annahme der Unternehmensfortführung (Going-Concern) erstellt. Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung anzubringen sind, im Anhang aufgeführt. Die Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt nach den Vorschriften der §§ 266 und 275 HGB unter Anwendung des Gesamtkostenverfahrens. Am 13. August 2021 haben Rieter Holding AG, Winterthur/Schweiz, Saurer Intelligent Technology Co. Ltd, Urumqi/China, Saurer Hong Kong Machinery Company Ltd, Hong Kong/China, und Saurer Netherlands Machinery Company B.V., Amsterdam/Niederlande, eine Vereinbarung unter anderem zur Übernahme der Geschäftsbereiche Elastomer Components am Standort Münster (Accotex) und Engineered Bearings Solutions am Standort Hammelburg (Temco) von Saurer Netherlands Machinery Company B.V., Amsterdam/Niederlande, durch Rieter unterzeichnet. Saurer Netherlands Machinery Company B.V. ist die Muttergesellschaft von Saurer Technologies GmbH & Co. KG, Krefeld/Deutschland. Aus der Saurer Technologies GmbH & Co. KG wurden im Zuge dieser Transaktion per 1. Dezember 2021 die Geschäftsbereiche Elastomer Components (Accotex) und Engineered Bearings Solutions (Temco) in die Rieter Components Germany GmbH übernommen. Der vorliegende Jahresabschluss umfasst den Zeitraum vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023. 2. Angaben zu Bilanzierungs-, Bewertungs- und Umrechnungsgrundsätzen Entgeltlich von Dritten erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten aktiviert und ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer entsprechend linear, im Zugangsjahr zeitanteilig, abgeschrieben. Die den Abschreibungen zugrunde gelegten Nutzungsdauern bewegen sich zwischen einem und fünfzehn Jahren. Erworbene Geschäfts- oder Firmenwerte werden planmäßig über die voraussichtliche Nutzungsdauer von zehn Jahren abgeschrieben. Im Rahmen der Beurteilung der Werthaltigkeit der erworbenen Geschäfts- oder Firmenwerte wurde für das Unternehmen eine Bewertung auf der Basis einer Discounted-Cash-Flow-Berechnung durchgeführt. Diese Bewertung basiert auf dem durch den Verwaltungsrat der Muttergesellschaft verabschiedeten Budget und der durch die Geschäftsleitung erstellten strategischen Planung für weitere vier Jahre. Die Planung berücksichtigt eine Erholung der Nachfrageschwäche ab 2024, welche sich insbesondere in 2025 und 2026 materialisieren soll. Im weiteren Planungszeitraum wird erwartet, dass sich die Wachstumsraten wieder rückläufig entwickeln sollen. In 2024 geht die Planung davon aus, dass eine Margensteigerung insbesondere aufgrund von sinkenden Materialeinkaufspreisen erfolgt. Nebst dem volumenbasierten Beitrag soll die Marge über die weiteren Planjahre über die Einführung von neuen margenstärkeren Produkten sowie kontinuierliche Einkaufspreis-Kostensenkungen weiter gesteigert werden können. Die Festlegung der Wachstumsannahmen im Planungszeitraum ist stark ermessensbehaftet. Das größte Ermessen liegt in der Annahme einer Ergebnisrendite (EBITDA) von 19,4% in der ewigen Rente. Sofern diese um mehr als 2,3-Prozentpunkte geringer wäre, würde der Werthaltigkeitstest c.p. zu einem Wertberichtigungsbedarf führen. Der Free Cash Flow wurde auf den Bilanzstichtag mit einem nach Steuern ermittelten Diskontierungsfaktor von 10,6 % abgezinst. In der ewigen Rente wurde ein mit der langfristigen Inflationsrate übereinstimmendes Umsatzwachstum von 1,9 % unterlegt. In der Berichtsperiode erfolgte eine rückwirkende Anpassung des Geschäfts- oder Firmenwertes. Hierbei wurden zum Zeitpunkt der Übernahme der Geschäftsbereiche Accotex und Temco per 1. Dezember 2021 einzeln identifizierte Vermögensgegenstände gesondert bilanziert und entsprechend einer Folgebewertung unterzogen, sofern die Ansatzkriterien eines Vermögensgegenstandes erfüllt waren. In den immateriellen Vermögensgegenständen und den Sachanlagen wurden dabei Vermögensgegenstände eingebucht und periodenfremde Abschreibungen aus den Berichtsperioden 2021 und 2022 nachgeholt. Entsprechende Anpassungen führen zu einer Reduzierung des Geschäfts- oder Firmenwertes. Zur Darstellung der einzelnen Effekte verweisen wir auf den Anlagenspiegel. Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten enthalten neben Material- und Fertigungseinzelkosten angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten. Vermögensgegenstände des Anlagevermögens, deren Nutzung zeitlich begrenzt ist, werden entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer planmäßig linear abgeschrieben. Die den Abschreibungen zugrunde gelegten Nutzungsdauern bewegen sich zwischen einem und 20 Jahren. Die Vorräte werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten oder mit den niedrigeren beizulegenden Werten am Abschlussstichtag angesetzt. Die Herstellungskosten umfassen neben den Einzelkosten angemessene Teile der Fertigungs- und Materialgemeinkosten. Allgemeine Verwaltungskosten sowie Aufwendungen für soziale Einrichtungen des Betriebs, für freiwillige soziale Leistungen und für betriebliche Altersversorgung werden nicht aktiviert. Auf die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie die fertigen Erzeugnisse wurden Reichweiten- sowie Niederstwertabwertungen vorgenommen. Zum Bilanzstichtag wurden Reichweiten- bzw. Gängigkeitsabwertungen in Höhe von insgesamt 1.827 Tsd. EUR vorgenommen. Des Weiteren wurden Niederstwertabwertungen in Höhe von 311 Tsd. EUR durchgeführt. Die unfertigen Erzeugnisse werden entsprechend ihrem Bearbeitungsfortschritt mit den Herstellungskosten angesetzt. Die Herstellungskosten enthalten die nach § 255 Abs. 2 HGB aktivierungspflichtigen Bestandteile. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind grundsätzlich zum Nennwert bilanziert. Ausfallrisiken werden durch Einzel- und Pauschalabwertungen abgedeckt. Flüssige Mittel sind zu Nennwerten bilanziert. Die Umrechnung von Fremdwährungsbeständen erfolgt zum Stichtagskurs. Ausgaben, die Aufwendungen für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen, sind im aktiven Rechnungsabgrenzungsposten abgegrenzt. Das Eigenkapital wird zum Nennwert angesetzt. Die Kapitalrücklage in Höhe von 104.055 Tsd. EUR resultiert aus einer Forderungsabtretung ohne Gegenleistung seitens des ehemaligen Gesellschafters im Rahmen einer Zuführung in die frei verfügbare Kapitalrücklage. Die Abtretung erfolgte im Rahmen des Erwerbsvorgangs im August 2021 (siehe Kapitel 1). Rückstellungen für Pensionen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Gutachten nach dem versicherungsmathematischen Anwartschaftsbarwertverfahren unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Heubeck bewertet. Die Pensionsrückstellungen wurden pauschal mit einem durchschnittlichen Marktzins der vergangenen zehn Geschäftsjahre für eine Restlaufzeit von 15 Jahren (Rechnungszins für Altersversorgungsverpflichtungen) von 1,83 % (Vorjahr: 1,78 %) ermittelt. Bezogen auf die letzten sieben Geschäftsjahre für eine Restlaufzeit von 15 Jahren betrug dieser Zinssatz 1,75 % (Vorjahr: 1,44 %). Der Faktor für die Anpassung der laufenden Renten belief sich auf 2,25 % (Vorjahr: 2,25 %). Die abweichende Bewertung zwischen dem 10-Jahres- und dem 7-Jahres-Durchschnittszinssatz führt zu einem Unterschied zwischen diesen beiden Wertansätzen in Höhe von 66 Tsd. EUR (Vorjahr: 187 Tsd. EUR). Dieser Betrag ist gem. § 253 Abs. 6 S. 2 HGB ausschüttungsgesperrt. Ein Teil der Pensionsverpflichtungen wird als unmittelbare Pensionszusage über ein im Insolvenzfall abgesichertes Contractual Trust Agreement (CTA) finanziert, dem die Arbeitgeberbeiträge und Arbeitnehmerzuschüsse zugeführt werden. Das dadurch vorhandene Deckungsvermögen in Höhe von 2.508 Tsd. EUR wird mit den Rückstellungen für Pensionen verrechnet. Die Bewertung des Deckungsvermögens erfolgte zum beizulegenden Zeitwert. Im Geschäftsjahr 2023 haben im Rahmen der Bewertung Aufwendungen in Höhe von 11 Tsd. EUR das Deckungsvermögen reduziert. Rückstellungen für Altersteilzeit werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Gutachten nach dem versicherungsmathematischen Anwartschaftsbarwertverfahren unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Heubeck bewertet. Die Rückstellungen für Altersteilzeit wurden mit dem Rechnungszins zum Ende des Geschäftsjahres in Höhe von 0,99 % (Vorjahr: 0,59 %) ermittelt. Der Faktor für die Dynamik der anrechenbaren Bezüge belief sich auf 3,00 % (Vorjahr: 2,50 %). Es handelt sich um Verpflichtungen gegenüber Mitarbeitenden, die entweder bereits in die Altersteilzeit eingetreten sind oder mit denen ein solches Arbeitsverhältnis vertraglich vereinbart wurde. Rückstellungen für Jubiläumszahlungen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Gutachten nach dem versicherungsmathematischen Anwartschaftsbarwertverfahren unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Heubeck bewertet. Die Rückstellungen für Altersteilzeit wurden mit dem Rechnungszins zum Ende des Geschäftsjahres in Höhe von 1,75 % (Vorjahr: 1,44 %) ermittelt. Der Faktor für die Dynamik der anrechenbaren Bezüge belief sich auf 3,00 % (Vorjahr: 2,50 %). Die sonstigen Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages gebildet. Sie berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem laufzeitadäquaten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre, der von der Deutschen Bundesbank ermittelt und bekannt gegeben wird, abgezinst. Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert. Die Wertansätze der Haftungsverhältnisse entsprechen dem am Bilanzstichtag bestehenden Haftungsumfang. Währungsumrechnung Forderungen und Verbindlichkeiten, sowie flüssige Mittel in fremder Währung werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Tag des Geschäftsvorfalls erfasst. Langfristige Fremdwährungsforderungen werden zum Devisenbriefkurs bei Entstehung der Forderung oder zum niedrigeren beizulegenden Wert, unter Zugrundelegung des Devisenkassamittelkurses am Abschlussstichtag, angesetzt (Imparitätsprinzip). Kurzfristige Fremdwährungsforderungen (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) sowie liquide Mittel oder andere kurzfristige Vermögensgegenstände in Fremdwährungen werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Langfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten werden zum Devisengeldkurs bei Entstehung der Verbindlichkeit oder zum höheren Stichtagskurswert, unter Zugrundelegung des Devisenkassamittelkurses am Abschlussstichtag, bewertet (Imparitätsprinzip). Kurzfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Devisentermingeschäfte werden einzeln mit dem Terminkurs am Bilanzstichtag bewertet. Die Terminkurse richten sich nach den Kassakursen unter Berücksichtigung von Terminauf- und -abschlägen. Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 lagen wie im Vorjahr keine Devisentermingeschäfte vor. 3. Erläuterungen zur Bilanz 3.1. Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023 ist aus dem Anlagenspiegel (Anlage) ersichtlich. 3.2. Vorräte
Der Wert der Vorratsbestände sank im Vergleich zum Vorjahr um 15 % bzw. -2.958 Tsd. EUR (Vorjahr: +6.156 Tsd. EUR). Grund hierfür ist im Wesentlichen eine geringere Lagerhaltung an Rohstoffen, aufgrund abgeschwächter Lieferrisiken an den Beschaffungsmärkten. 3.3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Zum Bilanzstichtag setzen sich die Forderungen gegen verbundene Unternehmen wie folgt zusammen:
Die dargestellten Forderungen beziehen sich wie im Vorjahr im Wesentlichen auf Lieferungen und Leistungen. Die Forderung gegenüber der Rieter Holding AG resultiert aus dem Cashpool zu Gunsten der Rieter Components Germany GmbH. 3.4. Eigenkapital Das zum Nennwert bilanzierte Kapital beträgt 105.055 Tsd. EUR und wird von der Rieter Holding AG, Winterthur, Schweiz gehalten. Das Eigenkapital teilt sich auf in Stammkapital in Höhe von 1.000 Tsd. EUR und in Kapitalrücklage in Höhe von 104.055 Tsd. EUR. Die Geschäftsführung schlägt vor den Jahresfehlbetrag des Geschäftsjahres 2023 auf neue Rechnung vorzutragen. 3.5. Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen beinhalten als wesentliche Einzelposten Beträge für Restrukturierung (909 Tsd. EUR; Vorjahr: 49 Tsd. EUR), hierbei handelt es sich um Abfindungen und laufende Gehälter und Löhne bis zur finalen Ausscheidung des Mitarbeiters, Verpflichtungen aus Vertreteransprüchen (339 Tsd. EUR; Vorjahr: 569 Tsd. EUR), Jubiläumsverpflichtungen (331 Tsd. EUR; Vorjahr: 334 Tsd. EUR), Mitarbeiterboni (262 Tsd. EUR; Vorjahr: 221 Tsd. EUR), Gleitzeitabgrenzung (191 Tsd. EUR; Vorjahr: 407 Tsd. EUR), sowie Rückstellungen für Beratungskosten (122 Tsd. EUR; Vorjahr: 76 Tsd. EUR). 3.6. Verbindlichkeiten Sämtliche Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr und sind nicht besichert. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen entfallen auf eine Darlehensverbindlichkeit gegenüber der Gesellschafterin in Höhe von 3.000 Tsd. EUR (Vorjahr: 3.000 Tsd. EUR) sowie im Übrigen, wie im Vorjahr, auf Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen enthalten keine Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin (Vorjahr: 6 Tsd. EUR). 4. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung 4.1. Umsatzerlöse Nach Geschäftsbereichen ergibt sich nachfolgende Gliederung der Umsatzerlöse:
Die Umsatzerlöse gliedern sich nach geographischen Märkten wie folgt:
4.2. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten insbesondere Erträge aus Währungsumrechnung in Höhe von 243 Tsd. EUR (Vorjahr: 331 Tsd. EUR) sowie aus Gutschriften für Stahlspäne in Höhe von 132 Tsd. EUR (Vorjahr: 186 Tsd. EUR). 4.3. Personalaufwand Im Personalaufwand sind Aufwendungen für die Altersversorgung in Höhe von 153 Tsd. EUR (Vorjahr: 583 Tsd. EUR) enthalten. 4.4. Abschreibungen Im Rahmen der Anpassung des Geschäfts- oder Firmenwertes wurden in den immateriellen Vermögensgegenständen und den Sachanlagen periodenfremde Abschreibungen aus den Berichtsperioden 2021 und 2022 in Höhe von insgesamt 2.240 Tsd. EUR nachgeholt. 4.5. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten im Wesentlichen Aufwendungen für Managementleistungen in Höhe von 2.061 Tsd. EUR (Vorjahr: 1.360 Tsd. EUR), Restrukturierungskosten in Höhe von 1.688 Tsd. EUR (Vorjahr: 0 Tsd. EUR), Leiharbeitnehmer in Höhe von 487 Tsd. EUR (Vorjahr: 629 Tsd. EUR), interne Kostenverrechnung aus verbundenen Unternehmen in Höhe von 453 Tsd. EUR (Vorjahr: 519 Tsd. EUR), aus Währungsumrechnung in Höhe von 376 Tsd. EUR (Vorjahr: 367 Tsd. EUR) sowie für externe IT-Dienstleistungen in Höhe von 169 Tsd. EUR (Vorjahr: 300 Tsd. EUR). Der Anstieg in den Managementleistungen gegenüber dem Vorjahr resultiert vorwiegend aus einer Erhöhung für Marketing von 338 Tsd. EUR, allgemeine Managementkosten von 298 Tsd. EUR und Kostenverrechnung IT-Dienstleistungen von 193 Tsd. EUR. 4.6. Zinsergebnis Die sonstigen Zinsen und ähnliche Erträge in Höhe von 121 Tsd. EUR (Vorjahr: 17 Tsd. EUR) betreffen insbesondere Zinserträge von verbundenen Unternehmen (Cashpool-Zinsen). Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen in Höhe von 579 Tsd. EUR (Vorjahr: 697 Tsd. EUR) enthalten im Wesentlichen Aufwendungen an verbundene Unternehmen in Höhe von 269 Tsd. EUR (Vorjahr: 75 Tsd. EUR) sowie Aufwendungen für Zinsen aus Aufzinsung in Höhe von 138 Tsd. EUR (Vorjahr: 508 Tsd. EUR).
4.7. Derivative Finanzinstrumente Zum Bilanzstichtag vom 31. Dezember 2023 lagen wie im Vorjahr keine derivativen Finanzinstrumente vor. 5. Ergänzende Angaben 5.1. Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen Im Rahmen der normalen Geschäftstätigkeit unterhält die Gesellschaft Geschäftsbeziehungen zu ihrer Muttergesellschaft und anderen verbundenen Unternehmen, die als nahestehende Unternehmen gelten. Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen umfassen den Finanz- sowie den Lieferungs- und Leistungsverkehr. Außer den Vergütungen für die Geschäftsführung bestehen keine Geschäftsbeziehungen zu nahestehenden Personen. 5.2. Konzernverhältnisse Als Mitglied des Rieter-Konzerns wird die Rieter Components Germany GmbH in den Konzernabschluss der Rieter Holding AG, Winterthur/Schweiz, einbezogen. Der Konzernabschluss der Rieter Holding AG stellt den kleinsten und größten Konzernkreis dar. Er wird veröffentlicht und in gedruckter Form den Aktionären und Interessenten der Rieter Holding AG, Klosterstraße 32, CH-8406 Winterthur, zugesandt. Er ist zudem im Internet unter www.rieter.com abrufbar. 5.3. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen der Gesellschaft ergeben sich aus den bestehenden Miet- und Leasingverträgen. Die Mietverträge umfassen im Wesentlichen die Gebäudemieten für die Standorte Hammelburg und Münster mit Mietaufwendungen ohne Nebenkosten in Höhe von 1.345 Tsd. EUR für 2023. Die sonstige finanzielle Verpflichtung bis zum Ende der jeweiligen Mietvertragslaufzeiten beläuft sich auf 9.225 Tsd. EUR. Bei den Leasingverträgen handelt es sich in erster Linie um Verträge für Kfz-Leasing. Per 31. Dezember 2023 bestanden 13 laufende Verträge für Kfz-Leasing mit Leasingaufwendungen in Höhe von 75 Tsd. EUR. Die entsprechende sonstige finanzielle Verpflichtung bis zu den jeweiligen Vertragsenden beläuft sich auf 213 Tsd. EUR. Darüber hinaus bestehen weitere Leasingverträge (Druckluft, IT-Hardware und Wasserspender) mit geringfügigen Verpflichtungen. 5.4. Angaben zu Mitarbeitenden Rieter Components Germany GmbH beschäftigte durchschnittlich:
5.5. Gesamthonorar des Abschlussprüfers Das Gesamthonorar des Abschlussprüfers für Abschlussprüfungsleistungen beträgt 80 Tsd. EUR. 5.6. ErgebnisverwendungsvorschlagDie Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresfehlbetrag auf neue Rechnung vorzutragen. 5.7. Nachtragsbericht (§ 285 Nr. 33 HGB) Bis zum Zeitpunkt dieses Berichtes sind keine wesentlichen Ereignisse eingetreten, die auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zum Bilanzstichtag bedeutsamen Einfluss haben. 5.8. Angaben zu den Gesellschaftsorganen Die Geschäftsführer in der Berichtsperiode und bis zum Zeitpunkt der Aufstellung des Jahresabschlusses waren: • Jörg Spahlinger, Managing Director, Oberthulba • Marcel Kohler, Managing Director, Herrliberg/Schweiz • Michael Glomp, Managing Director, Göteburg/Schweden (ab 16. April 2024) • Christof Böddeker, Managing Director, Xanten (bis 6. Dezember 2023) Hinsichtlich der Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wird die Befreiung nach § 286 Abs. 4 HGB in Anspruch genommen. Die in § 285 Nr. 9b HGB verlangten Angaben unterbleiben gemäß § 286 Abs. 4 HGB.
Hammelburg, den 11. November 2024 Jörg Spahlinger, Geschäftsführer Marcel Kohler, Geschäftsführer Michael Glomp, Geschäftsführer Entwicklung des Anlagevermögens 2023
Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Rieter Components Germany GmbH, Hammelburg Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss derRieter Components Germany GmbH, Hammelburg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Rieter Components Germany GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der Geschäftsführung für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die Geschäftsführung ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist die Geschäftsführung verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist die Geschäftsführung dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem ist die Geschäftsführung verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist die Geschäftsführung verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Nürnberg, den 26. November 2024 KPMG
AG
Mayran, Wirtschaftsprüferin Fuchsberger, Wirtschaftsprüfer |
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