Winklhofer Geschäftsführungs SE
Selbe AdresseHerstellung von handgeführten Werkzeugen mit Motorantrieb
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Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
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Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
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Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
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Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
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Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
iwis SE & Co. KG (vormals: Joh. Winklhofer Beteiligungs GmbH & Co. KG)MünchenKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022KONZERNLAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2022IWIS SE & CO. KG, MÜNCHENGrundlagen Die iwis SE & Co. KG ist die Holdinggesellschaft der iwis - Gruppe. Die iwis - Gruppe ist in drei Divisionen aufgeteilt: mechatronics, antriebssysteme und mobility systems. iwis strebt in allen drei Divisionen die Marktführerschaft an. Im Bereich antriebssysteme entwickeln und liefern wir weltweit aus verschiedensten Standorten unseren Kunden innovative Produkte basierend auf industriellen Rollenketten. Dabei sind wir in unterschiedlichen Branchen wie die Landmaschinenindustrie, Fördertechnik, Anlagenbau, Medizintechnik, Verpackungsindustrie und vielen weiteren, sehr diversifizierten Industrien, tätig. Über die Division mechatronics beliefern wir unterschiedliche Industrien mit komplexen Baugruppen aus Kunststoff und Metall, sowie mit Präzisionskunststoffteilen. Im Bereich Präzisionsstanzen, innovative IDC-Anwendungen und Einpresskontaktierungen bedienen wir Zukunftsmärkte wie Green Energy, e-mobilität und autonomes Fahren sowie weitere Industrien. Die Division mobility systems beliefert als weltweit tätiger Systemlieferant internationale Automobilhersteller. iwis ist weltweit in allen für uns wichtigen Märkten mit Tochtergesellschaften vertreten. Für unsere Teams in Forschung und Entwicklung stehen kundenorientierte und individuelle Innovation neben laufender Optimierung vorhandener Produkte im Fokus. Energieeinsparungen, CO 2 Reduzierung und Kostenreduzierungen werden in den operativen Divisionen von mehr als 200 Ingenieuren, Physikern und Materialwissenschaftlern in Kundenprojekten umgesetzt. Unsere Entwicklungsteams arbeiten stetig an der Verbesserung des bestehenden Produktprogramms. Dabei schaut iwis auch über das Gebiet der bekannten Anwendungen hinaus und sucht nach neuen Einsatzfeldern mit innovativen Produkten. Als diversifizierter Mischkonzern bedienen wir gerne und erfolgreich technologisch innovative Branchen. Erneuerbare Energien, sowie die Landmaschinen- und Automobilindustrie sind unsere Fokusbranchen. Wirtschaftsbericht Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen Die wirtschaftliche Entwicklung war weiterhin durch Ausfälle der globalen Lieferketten und dem Anstieg der Energiepreise beeinflusst. Die Auswirkungen der Corona Pandemie haben sich dagegen verringert. Die Inflation ist stark angestiegen. Eine befürchtete Rezession blieb dagegen aus. In der zweiten Jahreshälfte stagnierte die wirtschaftliche Entwicklung. Aus einer ersten Schätzung des Statistischen Bundesamts geht hervor, dass das Bruttoinlandsprodukt um rund 1,9% (Vj. 2,7%) gewachsen ist, dies liegt unter dem Wachstum dem Wachstum der Weltwirtschaft von 3,3%. Geschäftsverlauf iwis verzeichnete im Jahr 2022 einen Rekordumsatz von 793 Mio. EUR. Alle Divisionen konnten im Vergleich zum Jahr 2021 vor Berücksichtigung von Konsolidierungseffekten zwischen den Divisionen Umsatzanstiege erzielen. Die Division mechatronics steigerte den Umsatz um 158 Mio. EUR gegenüber 2021. Im Jahr 2022 wurde die iwis mechatronics GmbH & Co. KG und deren Tochtergesellschaften erstmalig vollständig für das gesamte Geschäftsjahr in den Konzernabschluss einbezogen. Vergleichbar ist der Umsatz der Division mechatronics um 73 Mio. EUR gestiegen. Unsere Division antriebssysteme erreichte einen Umsatzanstieg von 61 Mio. EUR. Im Bereich mobility systems stiegen die Umsätze um 8 Mio. EUR. Der Gewinn vor Steuern ist auf 40 Mio. EUR angestiegen. Das Wachstum geht auf den deutlichen Anstieg bei den Verkaufspreisen und den Volumen zurück. Daneben stiegen die Sach- und Personalaufwendungen nur unterproportional. Die Reaktionen auf die Volumenanstiege und das Management der teilweise schwierigen Materialverfügbarkeit standen im Mittelpunkt der Aktivitäten aller Divisionen. Im Jahresdurchschnitt waren im Unternehmen 3.147 (Vj. 3.202) Mitarbeitende beschäftigt. Im Rahmen der Personalentwicklung wurden interne wie auch externe Schulungen zielorientiert durchgeführt. Aufgrund der aktuellen Lage wurden viele dieser Schulungen mit digitalen Medien umgesetzt. Zusätzlich bieten wir der Belegschaft unter dem Dach des Gerhard Winklhofer Bildungswerk e.V. (GWB) verschiedenste Weiterbildungsmöglichkeiten an. Lage Ertragslage Mit Blick auf die herausfordernden Rahmenbedingungen hat die iwis-Gruppe aus Sicht des Vorstandes das Geschäftsjahr 2022 insgesamt gut abgeschlossen. Im Jahr 2022 erzielte iwis einen Umsatz von 793 Mio. EUR. Alle Unternehmensbereiche haben zum deutlichen Wachstum von 214 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahr (579 Mio. EUR) beigetragen. Wir liegen somit deutlich über der Prognose, in der wir mit einem schwächeren Umsatzanstieg gerechnet hatten. Die Materialkosten sind aufgrund deutlich steigender Rohmaterialpreise und höherer Volumina insgesamt auf 452 Mio. EUR (Vj. 319 Mio. EUR) angestiegen. Mit unseren Kunden haben wir Preisanpassungsklauseln für Material und Energie verhandelt, um diese Kostensteigerung auszugleichen. Die Rohmarge (Umsatzerlöse zuzüglich Bestandveränderung und Anderer aktivierter Eigenleistungen, abzüglich Materialaufwand) hat sich mit 45,3% (Vj. 48,5%) verschlechtert. Der Rohgewinn ist um 79 Mio. EUR auf 359 Mio. EUR gestiegen. Die sonstigen betrieblichen Erträge sind auf 10 Mio. EUR (Vj. 8,3 Mio. EUR) gewachsen. Der Personalaufwand stieg im Wesentlichen durch umsatzbedingten Mitarbeiteraufbau auf 194 Mio. EUR (Vj. 155 Mio. EUR) an. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen um 30 Mio. EUR auf 99 Mio. EUR, im Wesentlichen wurde dies durch das höhere Geschäftsvolumen verursacht. Darüber hinaus sind Stromkosten stark angestiegen. Die saldierten Aufwendungen und Erträge aus Wechselkurseinflüssen waren nicht wesentlich. Die Abschreibungen betrugen 31 Mio. EUR (Vj. 26 Mio. EUR). Der Anstieg ergibt sich insbesondere aus dem starken Anstieg der Investitionen. Zudem sind in beiden Jahren Abschreibungen auf den aktivierten Kundenstamm zum Erwerb der iwis smart connect GmbH in 2018 in Höhe von insgesamt 2,7 Mio. EUR berücksichtigt Der Vorsteuergewinn für 2022 beträgt 40 Mio. EUR (Vj. 35 Mio. EUR), die Rendite lag somit bei 5,1% vom Umsatz. Der Konzernjahresüberschuss lag mit 27 Mio. EUR auf dem Niveau des Vorjahres (27 Mio. EUR) und unter unserer Prognose aus dem Vorjahr, als wir von einem geringen Ergebnisanstieg ausgegangen waren. Im Wesentlichen liegt dies an einer deutlichen Steigerung des Steueraufwandes. iwis verwendet den ROCE (Return on Capital Employed) zur Beurteilung der Unternehmensleistung. Diese Kennzahl steigt von 11,2 % auf 11,4 %. Der Anstieg ist im Wesentlichen auf eine Steigerung der Erträge zurückzuführen. Finanzlage Unsere Finanzlage ist als sehr stabil zu bezeichnen. Das iwis-Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit beträgt 26 Mio. EUR (Vj. 25 Mio. EUR). Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit ist von -57 Mio. EUR im Vorjahr auf -34 Mio. EUR gesunken. Die saldierte Bankverschuldung stieg im laufenden Berichtsjahr von 133 Mio. EUR auf 153 Mio. EUR. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit ist von -1,2 Mio. EUR im Vorjahr auf nun -5,2 Mio. EUR gestiegen. Der saldierte Zinsaufwand hat sich entsprechend von 3,7 Mio. EUR auf 5,6 Mio. EUR erhöht. Eine ausreichende Liquidität war durch die Eigenkapitalausstattung, Gesellschafterdarlehen und langfristig vereinbarte Kreditlinien jederzeit uneingeschränkt gewährleistet. Darüber hinaus bestanden im Konzern weitere nicht ausgenutzte bilateral zugesagte Kreditlinien. Der Verschuldungsgrad ist von 223 % auf 218 % gesunken. Vermögenslage Die Bilanzsumme stieg um 58 Mio. EUR auf 479 Mio. EUR (Vj. 421 Mio. EUR). Ursächlich hierfür ist der Anstieg bei den Vorräten und Forderungen aus Lieferung und Leistungen in Höhe von 33 Mio. EUR bzw. 21 Mio. EUR. Das Eigenkapital beträgt 150 Mio. EUR (Vj. 130 Mio. EUR). Die Eigenkapitalquote hat sich 2022 auf 31,3 % (Vj. 30,9 %) erhöht. Die Eigenmittelquote (Eigenkapital inkl. Verbindlichkeiten/Forderungen gegen Gesellschafter) liegt bei 37,3 % (Vj. 37,4 %). Die Bindungsdauer der bilanzierten Bestände beträgt, auf Grund der verlängerten Transportzeiten und angestiegenen Materialkosten 92 Tage. Die operativen Investitionen liegen mit 38 Mio. EUR deutlich über dem Vorjahr (25 Mio. EUR). Die Nettobankverbindlichkeiten (Saldo aus Guthaben und Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten) sind konstant bei 32 % der Bilanzsumme geblieben (Vj. 32 %). Prognose-, Risiko- und Chancenbericht Prognosebericht Die Rahmenbedingungen für das weltweite Wirtschaftsgeschehen sind nach wie vor von Unsicherheit geprägt. Ungeachtet der gesamtwirtschaftlichen Unsicherheiten erwarten wir für das kommende Jahr ein Umsatzwachstum von ca. 4 %. Im Geschäftsjahr 2023 werden die Aktivitäten zur Volumenanpassungen weiterhin einen großen Anteil der Aufmerksamkeit des Managements beanspruchen. Die Implementierung der dafür notwendigen Strukturen in den Standorten wurde im Jahr 2022 gestartet. In der Division mechatronics werden die begonnen Wachstumsinitiativen weitergeführt. Schwerpunkt ist hierbei der Bereich Green Energy. An Standorten mit geringem Wachstum wird die Kostenstruktur neu definiert. Die Division antriebssysteme konzentriert sich auf die Flexibilisierung der Produktionsleistung in China, den Aufbau neuer Märkte und die Sicherung der Lieferketten. In der Division mobility systems steht die Optimierung der Kostenstruktur und die Steigerung unserer Nachmarktaktivitäten im Vordergrund. Die Investitionen werden sich im Wesentlichen auf Kapazitätsausweitung konzentrieren, sie liegen über dem Niveau des abgelaufenen Geschäftsjahres. Der Konzernjahresüberschuss 2023 wird leicht über dem Niveau des aktuellen Geschäftsjahres liegen. Für 2023 erwarten wir einen weiteren leichten Umsatzanstieg. Wir gehen davon aus, dass die wirtschaftliche Entwicklung in allen drei Weltregionen im Vergleich zu 2023 wieder ansteigen wird. Unser Investitionsverhalten werden wir den notwendigen Gegebenheiten und Chancen entsprechend anpassen. Beabsichtigt ist weiterhin, neben dem organischen Wachstum, die Position der Gesamtgruppe durch Akquisitionen weiter zu stärken und auf die Zukunft auszurichten. Wir ergreifen deshalb alle notwendigen Maßnahmen, die eine Fortsetzung unseres bisherigen Erfolges ermöglichen werden. Risikobericht Das Unternehmen und seine Tochtergesellschaften stehen als Partner der Automobilindustrie, des Maschinenbaus und der Landmaschinenhersteller im täglichen Geschäft einer Reihe unterschiedlichster Risiken gegenüber. Als Risiko versteht das Management der iwis Gruppe negative Abweichungen von Unternehmenszielen und Kennzahlen. Dies impliziert sowohl die Möglichkeit eines Verlustes als auch die Gefahr, potenzielle Gewinnmöglichkeiten nicht wahrnehmen zu können. Im Wesentlichen konzentrieren sich diese Risiken auf den Bereich der Globalisierung und der Produktqualität. Das Agieren in unterschiedlichen Wirtschaftsräumen kann neben politischen Risiken auch Einflüssen aus Wechselkursen mit sich bringen. Durch den Corona Virus und die Unsicherheiten bei den Transportwegen und die damit verbundene weltweite Gefahr von Werksschließungen kann es weiterhin zu Umsatz- und Ergebnisrückgängen kommen. Einem Anstieg der Energiepreise begegnen wir mit dem Ausbau von Photovoltaik in allen unserer Standorte. Über Klauseln zur fairen Kostenverteilung beteiligen wir Kunden an den Preissteigerungen. In einem Bündel definierte Einzelrisiken werden von Fachabteilungen auf Konzernebene überwacht und im erforderlichen Maße abgesichert. Durch die verstärkt überregionale Ausweitung des Unternehmens sollen lokale Risiken balanciert werden. Grundlage der organisatorischen Einbindung des Managements in die betrieblichen Abläufe sind vor allem die Managementstruktur, das Planungssystem, sowie detaillierte Berichts- und Informationssysteme. Aus der Geschäftstätigkeit des iwis - Konzerns resultieren Gewährleistungsrisiken. Spezifische Haftungsrisiken und Schadensfälle sind versichert, die finanzielle Auswirkung auf Liquidität, Finanzlage und Ertragslage wird somit begrenzt. iwis mobility systems liefert heute Systeme für Verbrennungsmotoren; die langfristigen Erwartungen gehen von einem Rückgang dieser Märkte aus. Die Transformation dieser Division ist Kernaufgabe des Managements. Neue Produktideen sind definiert und ermöglichen Wachstum mit Produkten für die elektrifizierte Mobilität von morgen. Hier arbeiten die iwis Divisionen eng zusammen. iwis mechatronics ist mit seinem Produktportfolio anerkannter Partner seiner Kunden weltweit. Neue innovative Produktentwicklungen mit Alleinstellungsmerkmalen werden eine neue Wachstumsdynamit auslösen. iwis antriebssysteme hat ein außerordentlich stabiles Geschäftsmodell, ist weltweit mit vielen Tochtergesellschaften gut aufgestellt. Als europäischer Marktführer und weltweite Nr. 2 bei industriellen Rollenketten und industriellen Kettensystemen treiben wir die Entwicklung neuer Produkte und auf neuen Märkten nachhaltig voran. Aus heutiger Sicht sind keine unternehmensgefährdenden Risiken sichtbar. Unser Risikomanagementsystem ist etabliert und wird sehr gut gelebt. Maßnahmen- und Notfallpläne sind ausgearbeitet und hinterlegt. Die Unwägbarkeiten der konjunkturellen Entwicklung in den kommenden Jahren erfordern jedoch erhöhte Wachsamkeit sowie ein schnelles und konsequentes Management. In Russland haben wir keine Aktivitäten. Die Herausforderungen der Weltwirtschaft sehen wir. Ziel ist es in allen Regionen in denen wir tätig sind die Herstellung der Produkte sicherzustellen. Besondere Herausforderungen bestehen für die weitere Entwicklung in Deutschland. Hohe Energie- und Materialpriese, sowie im Wettbewerb mit anderen Staaten steigende Personalkosten führen zu Investitionsentscheidungen außerhalb von Deutschland. Seit der Unterzeichnung des Inflation Reduction Act in USA (Sept. 2022) sind Verlagerungen aus Deutschland in die USA wichtiger Bestandteil der Unternehmensstrategie. Chancenbericht Als Chance versteht das Management von iwis die positive Abweichung von Unternehmenszielen und Kennzahlen. Wettbewerb am Markt werden wir weiterhin durch Innovationen und ein hohes Maß an Qualität begegnen. In der Zusammenarbeit mit internen und externen Zulieferern ergeben sich Vorteile, die unsere Wettbewerbssituation verbessern. Der Vertriebs-Fokus ist weiterhin auf neue Produkte mit hochtechnologischem Anspruch gerichtet, um auch den Branchenmix im Unternehmen voranzutreiben. Diese Strategie hat sich bewährt und bietet vielfältige Zukunftschancen. Unser Agieren in allen drei großen Wirtschaftsräumen hilft Chancen und Risiken zu balancieren. Durch ein breites Kundenspektrum können Risiken minimiert werden. Durch die Erschließung neuer Märkte und durch neue Produktfelder besteht die Chance für zusätzliches Wachstum. Das Wachstum im Bereich der Photovoltaik wird fortgesetzt. Der Ausbau unserer Marktposition in Bereich der E-Mobilität verbreitert unser Produktspektrum. Um dem stets anhaltenden Preisdruck seitens der Kunden zu begegnen, sollen durch Prozessoptimierungen in der Fertigung die Produktionskosten bei angestammten Produkten reduziert und die Produktivität erhöht werden. Hierdurch besteht die Chance auf künftig steigende Erträge. Wir sind dabei unsere Lieferquellen zu diversifizieren und Abhängigkeiten von einzelnen Ländern zu reduzieren. Das Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz wird gelebt. Und unser Reporting zur Corporate Social Responsibility sowie zur Nachhaltigkeit ist 2023 in Vorbereitung. Der Ausbau von Photovoltaik an allen Standorten wird iwis langfristig unabhängiger von Marktpreisänderungen machen und den CO 2 Ausstoß verringern. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten iwis bewertet das laufende Finanzrisiko über ein stringentes Controlling. Nach einheitlichen Kriterien werden der wirtschaftliche Erfolg sowie die Abweichungen zu den Planwerten gemessen und bewertet. Derivative Finanzinstrumente werden grundsätzlich nicht zu Handels- oder Spekulationszwecken gehalten. Sämtliche verwendeten Finanzinstrumente betreffen die Absicherung des laufenden operativen Geschäfts der Unternehmensgruppe. Der Abschluss jeglicher Sicherungsgeschäfte innerhalb der Gruppe wird durch die Holding gesteuert. Das Bonitätsrisiko der Kunden wird in einem engen Zeitfenster durch ein straffes Debitorenmanagement überwacht und als gering eingeschätzt. Es gibt nur minimale Forderungsausfälle von Kunden im abgelaufenen Geschäftsjahr. Ausfall- und Bonitätsrisiken wurden im Rahmen von Wertberichtigungen berücksichtigt. Erträge und Aufwendungen in unterschiedlichen Währungen werden im Regelfall balanciert. Spitzenbelastungen werden durch geeignete Sicherungsgeschäfte weiterhin minimiert oder wissentlich eingegangen. Das Zinsrisiko ist definiert als das Risiko steigender Aufwands- und sinkender Ertragszinsen aus Finanzpositionen. Generell wird das Zinsrisiko als nicht wesentlich bezeichnet, da verstärkt langfristige und zinsfixierte Darlehensverträge abgeschlossen wurden. Die Holding übernimmt als Dienstleister diese Aktivitäten für die Tochtergesellschaften. Zur Absicherung der Liquiditätsrisiken werden regelmäßig Liquiditätspläne erstellt, die einen Überblick über die Geldausgänge und -eingänge vermitteln.
München, im März 2023 iwis
SE & Co. KG
Vorstand Johannes Winklhofer, Vorsitzender des Vorstandes Uwe Kastner, Mitglied des Vorstandes KONZERNBILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2022IWIS SE & CO. KG, MÜNCHENAKTIVA
KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2022
Konzern-Eigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr 2022
KONZERNANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2022IWIS SE & CO. KG, MÜNCHENI. Allgemeine Angaben zum Konzernabschluss Die iwis SE & Co. KG hat ihren Sitz in München und ist unter der Nummer HRA 89115 in das Handelsregister beim Amtsgericht München eingetragen. Der vorliegende Konzernabschluss wurde gemäß §§ 290 ff. HGB aufgestellt. Die Gliederung der Konzernbilanz entspricht § 266 Abs. 2 und 3 HGB. Die Gliederung der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung folgt dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB. Das Geschäftsjahr für den Konzern und für alle konsolidierten Unternehmen entspricht dem Kalenderjahr. II. Konsolidierungskreis Der Konzernabschluss umfasst die iwis SE & Co. KG sowie zwölf inländische und dreiundzwanzig ausländische Tochterunternehmen. Im Folgenden werden die Angaben zu den Tochterunternehmen zusammengefasst:
Entsprechend dem Wahlrecht nach § 311 Abs. 2 HGB ist das assoziierte Unternehmen Thien eDrives Ges.m.b.H., Lustenau/Österreich (Anteilsbesitz 33,33 %), aufgrund untergeordneter Bedeutung nicht nach der at Equity-Methode bilanziert worden. III. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Die Abschlüsse der in den Konzernabschluss der iwis SE & Co. KG einbezogenen Unternehmen wurden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen erstellt. Für die Aufstellung des Konzernabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. 1. Immaterielle Vermögensgegenstände Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von drei bis elf Jahren planmäßig linear abgeschrieben. Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden nicht aktiviert. Im Zuge des Erwerbs der iwis smart connect GmbH im Mai 2018 entstand ein Firmenwert in Höhe von TEUR 1.786. Aufgrund des stabilen Geschäftsumfelds und langfristiger Kundenbeziehungen wird dieser Firmenwert über einen Zeitraum von zehn Jahren linear abgeschrieben. Im Geschäftsjahr 2022 betrug die Abschreibung auf den Firmenwert TEUR 179. Der Restbuchwert zum 31. Dezember 2022 beträgt TEUR 953. 2. Sachanlagen Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Abschreibungen werden entsprechend den betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern vorgenommen:
Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Wert von netto EUR 250,00 werden im Zugangsjahr als Aufwand erfasst. Geringwertige Anlagegüter mit Einzelanschaffungskosten über netto EUR 250,00 und bis zu netto EUR 800,00 werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben und als Abgang berücksichtigt. 3. Finanzanlagen Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert. 4. Vorräte Die Vorräte werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips angesetzt. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind auf der Basis von Einzelkalkulationen, die auf der aktuellen Betriebsabrechnung beruhen, zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen berücksichtigt werden. Kosten der allgemeinen Verwaltung wurden nicht aktiviert. Fremdkapitalzinsen wurden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter. 5. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind mit ihren Nominalwerten bilanziert. Für das allgemeine Kreditrisiko im Forderungsbestand sowie für erkennbare Einzelrisiken wurden angemessene Wertberichtigungen gebildet. 6. Liquide Mittel Die liquiden Mittel sind mit den Nennwerten angesetzt. Liquide Mittel in Fremdwährung werden mit dem Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag bewertet. 7. Rechnungsabgrenzungsposten Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite Auszahlungen vor dem Stichtag ausgewiesen, soweit sie einen Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Auf der Passivseite werden Einzahlungen vor dem Stichtag als Rechnungsabgrenzungsposten ausgewiesen, soweit sie Erträge für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. 8. Latente Steuern Latente Steuern werden in Bezug auf erfolgswirksame Konsolidierungsmaßnahmen gebildet, nicht jedoch auf Differenzen aus dem erstmaligen Ansatz eines Geschäfts- oder Firmenwerts bzw. eines negativen Unterschiedsbetrags aus der Kapitalkonsolidierung. Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Ein Überhang von aktiven latenten Steuern wird nicht bilanziert. 9. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung Die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungsverpflichtungen dienenden, dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogenen, Vermögensgegenstände (Deckungsvermögen i. S. d. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB) werden mit ihrem beizulegenden Zeitwert bewertet. Erträge und Aufwendungen aus diesen Vermögensgegenständen werden mit dem Aufwand aus der Aufzinsung der entsprechenden Verpflichtung saldiert und im Finanzergebnis ausgewiesen. Übersteigt der Wert der Vermögensgegenstände die Altersversorgungsverpflichtungen, erfolgt ein Ausweis als "Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung"; ergibt sich ein Verpflichtungsüberhang, wird dieser unter den Rückstellungen erfasst. 10. Ausgleichsposten für aktivierte eigene Anteile Für Anteile an der aktuellen und der ehemaligen Komplementärgesellschaft bestehen Ausgleichsposten gem. § 264c Abs. 4 S. 2 HGB in Höhe von gesamt TEUR 135. 11. Sonderposten für Investitionszuschüsse Der Posten beinhaltet erhaltene Investitionszuschüsse für Anlagevermögen. Er wird pro rata temporis über die jeweilige Laufzeit der geförderten Projekte reduziert. 12. Rückstellung für Pensionen Die Rückstellung für Pensionen wurde nach anerkannten versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Anwendung der "Projected Unit Credit Methode" ermittelt. Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die "Richttafeln 2018 G" von Klaus Heubeck zugrunde gelegt. Für die Abzinsung wurde pauschal eine durchschnittliche Restlaufzeit von 15 Jahren unterstellt und dafür der von der Deutschen Bundesbank auf den Bilanzstichtag ermittelte durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre von 1,78 % angesetzt (Vorjahr: 1,87 %). Erwartete Gehaltssteigerungen wurden mit 1,0 % und erwartete Rentensteigerungen mit 2,0 % berücksichtigt. Die Fluktuation wurde mit einer Rate von 0,0 % berücksichtigt. 13. Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen Die Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften und sind jeweils in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d. h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit einem Zinsfuß von 0,29 % und 1,44 % abgezinst. Die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungsverpflichtungen dienenden, dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogenen, Vermögensgegenstände (Deckungsvermögen i. S. d. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB) wurden mit ihrem beizulegenden Zeitwert mit den Rückstellungen verrechnet. 14. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten wurden mit den Erfüllungsbeträgen angesetzt. 15. Fremdwährungsumrechnung Die Bilanzposten der in ausländischer Währung aufgestellten Jahresabschlüsse der Konzernunternehmen werden mit Ausnahme des Eigenkapitals, das zu historischen Kursen umgerechnet wird, mit dem jeweiligen Devisenkassamittelkurs des Bilanzstichtags in Euro umgerechnet. Die Aufwendungen und Erträge der in ausländischer Währung aufgestellten Jahresabschlüsse der Konzernunternehmen werden mit den monatlichen Durchschnittskursen des Geschäftsjahres umgerechnet. Die sich ergebenden Umrechnungsdifferenzen werden erfolgsneutral innerhalb des Konzerneigenkapitals im Posten "Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung" ausgewiesen. Die Umrechnung von Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung erfolgt grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag. Bei Vermögensgegenständen und Schulden mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden das Realisations- und Anschaffungskostenprinzip beachtet. IV. Konsolidierungsgrundsätze Die Kapitalkonsolidierung für Gesellschaften, die erstmals konsolidiert werden, wird nach der Neubewertungsmethode zum Erwerbszeitpunkt vorgenommen. Dabei wird der Wertansatz der dem Mutterunternehmen gehörenden Anteile mit dem auf diese Anteile entfallenden Betrag des Eigenkapitals des Tochterunternehmens verrechnet. Hierbei wird das Eigenkapital mit dem Betrag angesetzt, der dem zum Konsolidierungszeitpunkt beizulegenden Zeitwert der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten und Sonderposten entspricht. Ein nach der Verrechnung verbleibender Unterschiedsbetrag wird, wenn er auf der Aktivseite entsteht, als Geschäfts- oder Firmenwert und, wenn er auf der Passivseite entsteht, grundsätzlich unter dem Posten "Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung" nach dem Eigenkapital ausgewiesen. Die in der Vergangenheit bei der Kapitalkonsolidierung entstandenen passivischen Unterschiedsbeträge erfassten wir aufgrund ihres Eigenkapitalcharakters innerhalb des Eigenkapitals. Forderungen und Verbindlichkeiten, Umsätze, Aufwendungen und Erträge sowie Zwischenergebnisse innerhalb des Konsolidierungskreises wurden eliminiert. Auf erfolgswirksame Konsolidierungsmaßnahmen werden latente Steuern gebildet. V. Erläuterungen zur Konzernbilanz 1. Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt.
2. Latente Steuern Die aktiven latenten Steuern nach § 306 HGB resultieren im Wesentlichen aus Zwischenergebniseliminierungen. Die passiven latenten Steuern resultieren aus im Rahmen von Unternehmenserwerben aufgedeckten stillen Reserven, insbesondere im Bereich Kundenstamm und Sachanlagen. Der Berechnung wurde für inländische Steuern der unternehmensindividuelle Steuersatz zugrunde gelegt (Personengesellschaften zwischen 13,3 % und 17,2 %). Die aktiven latenten Steuern haben sich im Geschäftsjahr von TEUR 398 um TEUR 183 auf TEUR 581 erhöht, die passiven latenten Steuern haben sich von TEUR 5.234 um TEUR 809 auf TEUR 4.425 verringert. Aktive latente Steuern nach § 274 HGB werden nicht angesetzt. Im Wesentlichen bestehen Abweichungen zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen bei den Pensionsrückstellungen, den sonstigen Rückstellungen, erhaltenen Zuschüssen sowie im Anlagevermögen. 3. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung Der aktive Unterschiedsbetrag resultiert aus der Saldierung nach § 298 Abs. 1 i. V. m. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB von Altersversorgungsverpflichtungen mit Vermögensgegenständen, die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungsverpflichtungen dienen und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind (Deckungsvermögen i. S. d. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB). Bei den Vermögensgegenständen handelt es sich um Wertpapiere. Angaben zur Verrechnung nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB:
Als beizulegender Zeitwert der Vermögensgegenstände wurde der Wert der Anschaffungskosten der Rückdeckungsversicherung angenommen. 4. Eigenkapital Das Kommanditkapital in Höhe von TEUR 500 entspricht dem Kapital laut Gesellschaftsvertrag der Konzernmuttergesellschaft sowie dem Handelsregistereintrag und ist vollständig eingezahlt. Die Rücklagen resultieren aus der bei Konzernbegründung erfolgten Einbringung von Beteiligungen und enthalten zusätzlich thesaurierte Konzernergebnisse der Vorjahre. Darüber hinaus enthält das Eigenkapital Eigenkapitaldifferenzen aus der Währungsumrechnung. 5. Passiver Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung Im Geschäftsjahr 2021 wurden sämtliche Anteile der iwis mechatronics GmbH & Co. KG (ehemals Walter Söhner GmbH & Co. KG) erworben. Die sich nach einer Neubewertung der Vermögensgegenstände und Schulden im Vergleich zum Kaufpreis ergebende Differenz in Höhe von TEUR 2.874 wurde als passiver Unterschiedsbetrag mit Eigenkapitalcharakter bilanziert. Dieser wird über die gewichtete durchschnittliche Restnutzungsdauer der erworbenen abnutzbaren Vermögensgegenstände von 8,5 Jahren aufgelöst. In 2022 betrug die Höhe der Auflösung 351 TEUR. 6. Rückstellungen für Pensionen Aus der Abzinsung der Rückstellung für Pensionen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre ergibt sich im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre ein Unterschiedsbetrag in Höhe von TEUR 17. 7. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen gliedern sich wie folgt:
Einem Erfüllungsbetrag von TEUR 953 aus Rückstellungen für Altersteilzeitverpflichtungen steht ein zu verrechnendes Deckungsvermögen zum Stichtag von TEUR 1.427 gegenüber. 8. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten, gegliedert nach Restlaufzeiten, setzen sich wie folgt zusammen:
Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind insgesamt TEUR 1.827 durch Bürgschaften gesichert. Von den langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind TEUR 12.187 durch Grundschulden in Höhe von nominal TEUR 12.187 gesichert. 9. Außerbilanzielle Geschäfte
10. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Es bestehen in Höhe von TEUR 59.349 sonstige finanzielle Verpflichtungen. Im Einzelnen betreffen diese Verpflichtungen u. a. folgende Sachverhalte:
11. Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen Mit nahestehenden Unternehmen und Personen wurden keine Geschäfte zu nicht marktüblichen Bedingungen durchgeführt. VI. Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung 1. Umsatzerlöse
2. Sonstige betriebliche Erträge Die Auflösung des Sonderpostens mit Rücklageanteil in Höhe von TEUR 18 und des passiven Unterschiedsbetrags in Höhe von TEUR 351 wird unter den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen. In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus Fremdwährungsumrechnung in Höhe von TEUR 1.767 (Vorjahr: TEUR 1.272) enthalten. 3. Sonstige betriebliche Aufwendungen In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind außergewöhnliche Aufwendungen in Höhe von 3.139 TEUR für vorgesehene Restrukturierungsmaßnahmen enthalten. 4. Zinsen und ähnliche Aufwendungen Erträge aus der Zeitkontenrückdeckung (Deckungsvermögen) in Höhe von TEUR 5 wurden mit den Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung der Rückstellungen für Altersteilzeit sowie Pensionsverpflichtungen verrechnet. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus Fremdwährungsumrechnung in Höhe von TEUR 1.771 (Vorjahr: TEUR 878) enthalten. VII. Erläuterungen zur Konzernkapitalflussrechnung Der Finanzmittelfonds setzt sich aus dem Bilanzposten "Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten" sowie aus TEUR 71.410 (Vorjahr: TEUR 54.587) Kontokorrentverbindlichkeiten zusammen, welche in dem Bilanzposten "Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten" enthalten sind. VIII. Erläuterungen zum Konzerneigenkapitalspiegel Das erwirtschaftete Konzerneigenkapital zum 31. Dezember 2022 steht nicht für Ausschüttungen zur Verfügung, da der Gesellschaftsvertrag feste Ausschüttungssperren beinhaltet bzw. Ausschüttungen an bestimmte Bedingungen knüpft, welche am Bilanzstichtag nicht erfüllt sind. IX. Sonstige Angaben 1. Persönlich haftende Gesellschafterin Persönlich haftende Gesellschafterin der iwis SE & Co. KG ist die Winklhofer Geschäftsführungs SE mit einem gezeichneten Kapital in Höhe von TEUR 120. 2. Geschäftsführung Geschäftsführerin der Gesellschaft ist die Winklhofer Geschäftsführungs SE, München. Diese wird vertreten durch die Vorstände: Herr Dipl.-Kfm. Johannes Winklhofer, Kaufmann Herr Dipl.-Kfm. Uwe Kastner, Kaufmann Hinsichtlich der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wird von der Schutzklausel gemäß § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht. 3. Beirat Der Beirat der Gesellschaft setzt sich wie folgt zusammen: Herr Dipl.-Ing. Gerhard Winklhofer, Ehrenvorsitzender Herr Dr. Gerd Sachs, Vorsitzender (ausgeschieden zum 31.12.2022) Frau Dipl.-Ing. Rita Forst, stellvertretende Vorsitzende Herr Dr. Peter Kreisfeld (Beiratsvorsitzender ab 01.01.2023) Herr Prof. Dr. Thomas Meuche Herr Prof. Dr. Wolfgang Ziebart Die für die Tätigkeit des Beirats gewährten Bezüge betrugen TEUR 53. 4. Mitarbeiter Der Konzern beschäftigte während des Geschäftsjahres durchschnittlich 1.871 gewerbliche Mitarbeiter und 1.276 Angestellte. 5. Prüfungs- und Beratungshonorare Das im Geschäftsjahr als Aufwand erfasste Honorar des Abschlussprüfers des Konzerns beträgt für die Abschlussprüfungen, die für das Mutter- oder die Tochterunternehmen erbracht worden sind, TEUR 232. 6. Gewinnverwendung Die Gesellschafterversammlung des Mutterunternehmens hat beschlossen, den Jahresüberschuss zum 31. Dezember 2022 in Höhe von EUR 14.946.255,77 entsprechend dem im Gesellschaftsvertrag festgelegten Verhältnis von 45/55 zu verteilen: Auf Rücklagenkonten werden EUR 6.725.815,10 und auf den Gesellschafterverrechnungskonten der Kommanditisten EUR 8.220.440,67 gutgeschrieben. 7. Offenlegung von Jahresabschlüssen von Tochtergesellschaften Die iwis mobility systems GmbH & Co. KG, die iwis antriebssysteme GmbH & Co. KG, die iwis SE & Co. KG jeweils München, sowie die iwis mechatronics GmbH & Co. KG, Schwaigern, sind gemäß § 264b HGB von der Verpflichtung befreit, einen Jahresabschluss und einen Lagebericht nach den für Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften aufzustellen und offenzulegen. Die iwis smart connect GmbH, Rieden, die iwis e-tec GmbH, Kaufbeuren-Neugablonz, die iwis mechatronics GmbH, München sowie die iwis antriebssysteme GmbH, Wilnsdorf, erfüllen die Voraussetzungen des § 264 Abs. 3 HGB und sind somit von der Verpflichtung befreit, einen Jahresabschluss und einen Lagebericht nach den für Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften aufzustellen und offenzulegen. 8. Nachtragsbericht Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres, die weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind, haben sich nicht ergeben.
München, den 22. März 2023 iwis
SE & Co. KG
Vorstand Johannes Winklhofer, Vorsitzender des Vorstandes Uwe Kastner, Mitglied des Vorstandes Der Konzernabschluss wurde am 14. Juli 2023 gebilligt. Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die iwis SE & Co. KG, München Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der iwis SE & Co. KG, München, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der iwis SE & Co. KG, München, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens, Finanz und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
München, 30. März 2023 GKK
PARTNERS Audit GmbH
Alexander Streidl, Wirtschaftsprüfer Frank Richter, Wirtschaftsprüfer |
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