Stammdaten

Register
Amtsgericht Steinfurt HRB 5701
Eingetragen
4.1.1999
Branche
Bau von Industrieanlagen, außer GebäudenBau von Gebäuden (ohne Fertigteilbau)Herstellung von vorgefertigten Bauelementen und Gebäuden aus Beton, Zement oder Kalksandstein
Gegenstand
Erstellung von Industriehallen, Gewerbebauten, Fassaden (Industrie) aus vorgefertigten Elementen bzw. vorgefertigten Formteilen und damit verbundene Geschäfte; ferner der Handel mit Fremdgewerken zur Erstellung von Industriebauten.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Sven Borgel
seit 4.4.2022
Geschäftsführer
Niels Borgel
seit 4.4.2022
Geschäftsführer
Matthias Kollwer
seit 30.6.2020
Prokura
Stefan Wagener
seit 23.12.2016
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (2)

NameAnteil
Niels BorgelBorgel Immobilien und Beteiligungen GmbH & Co. KG
50.00%
Sven BorgelBorgel Immobilien und Beteiligungen GmbH & Co. KG
50.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Borgel Elementbau GmbH

Hörstel

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

1. Grundlagen des Unternehmens

Geschäftsmodell des Unternehmens

Die Borgel Elementbau GmbH ist auf die Planung und Ausführung von Gebäudehüllen in Metallleichtbauweise spezialisiert. Unser Unternehmenszweck besteht darin, innovative und hochwertige Lösungen für die Bedachung und Verkleidung von Industriegebäuden anzubieten. Diese Spezialisierung ermöglicht es uns, maßgeschneiderte Konstruktionen zu liefern, die speziell auf die Anforderungen und Wünsche unserer Kunden in unseren Hauptmärkten - Rechenzentren, Kraftwerken und der Papierindustrie - zugeschnitten sind.

Als einer der führenden Anbieter in Europa verfügt die Borgel Elementbau GmbH über eine umfangreiche Expertise im Bereich des Metallleichtbaus. Diese Expertise erlaubt es uns, Projekte jeder Größe, von kleinen individuellen Anlagen bis hin zu großen industriellen Komplexen, mit höchster Präzision und Qualität umzusetzen. Durch unsere fachliche Kompetenz und das Engagement unseres Teams gewährleisten wir die Langlebigkeit und Funktionalität der von uns erstellten Bauten.

Forschung und Entwicklung

Die stetige Weiterentwicklung unserer Technologien und Verfahren steht im Einklang mit unserem Streben, stets die besten Lösungen für unsere Kunden bereitzustellen und dabei umweltfreundliche sowie nachhaltige Baupraktiken zu fördern.

Besonders hervorzuheben ist die Weiterentwicklung der BIM-Methode (Building Information Modeling), die es uns ermöglicht, Planungsprozesse effizienter und präziser zu gestalten. Durch unsere aktive Leitung eines Forschungskreises beim internationalen Verband für den Metallleichtbau (IFBS) konnten wir zudem wertvolle Erkenntnisse gewinnen und innovative Lösungen für den Metallleichtbau erarbeiten. Diese Initiativen stärken unsere Position als ein führender Anbieter in unseren Hauptmärkten und unterstreichen unser Engagement für Qualität und Innovation. Aktuell beschäftigen sich 4 Mitarbeiter aktiv mit der Weiterentwicklung der BIM Methode.

Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen und Baubranche 2023

Mit dem Angriff Russlands auf die Ukraine im Februar 2022 begann die Trendwende in der bis data florierenden deutschen Baukonjunktur. Den enormen Anstieg der Energiepreise, Sanktionen gegen Russland und Produktionsausfalle in der Ukraine hatte die deutsche Bauwirtschaft vielleicht - wie vorher die Coronakrise - meistern können; gleichzeitig sind jedoch die stabilen politischen Rahmenbedingungen weggefallen, die den Bauboom jahrelang gestützt haben:

• Das sprunghafte Anziehen der Bauzinsen ab April 2022 von 1% auf 4%,

• eine hohe Inflation und damit steigende Lebenshaltungskosten, die den Spielraum der Verbraucher und Bauherren deutlich einengen,

• unaufhaltsam steigende Material- und Energiepreise, verstärkt durch das politische Vorantreiben der Klimawende,

• sich ständig ändernde Förderrichtlinien im Gebäudebereich, Stopps gerade erst neuaufgelegter Fördermittel und der fast vollständige Wegfall der Neubauforderung sowie

• die Unsicherheiten bei der Budgetierung der Haushaltsmittel.

Diese Entwicklungen haben dem Hochbau, insbesondere dem Wohnungsbau, massiv geschadet. Unsichere oder sich ständig ändernde politische Rahmenbedingungen verhindern Bauprojekte, da diese im Bauwesen über Jahre hinweg geplant und umgesetzt sowie über Jahrzehnte finanziert werden müssen.

Die Bauwirtschaft startete mit einem Auftragsbestand von 68,3 Mrd. € in das Jahr 2023 (nominal +6%, real -9%). Wie von den Spitzenverbanden der Bauwirtschaft prognostiziert, hat die ungünstige Mischung bei den Rahmenbedingungen 2023 zu einem Nachfrageeinbruch nach Bauleistungen geführt: Der Umsatz ist real um 5,3% gesunken. Verantwortlich für diesen Umsatzrückgang ist vor allem der Wohnungsbau, der 2023 real um 12% eingebrochen ist. Der Wirtschaftsbau und der öffentliche Bau trugen jeweils ,,nur" mit real -1% zu dieser krisenhaften Entwicklung bei.

Die Einkaufspreise für Baumaterial verharren weiterhin auf historisch hohem Niveau: Vergleicht man die Jahresmittelwerte der Erzeugerpreisindizes von 2020 mit den laufenden Mittelwerten von 2023, so liegen beispielsweise die Indizes bei Mineralölerzeugnissen per September 2023 um ca. 60% über dem Jahresdurchschnitt von 2020 und bei Bitumen um fast 75%. Dämmstoffe aus Styrol liegen um gut 45% über der Basis von 2020, Betonstahl ebenfalls. Zement, ein energieintensiv hergestellter Baustoff, hat um über 60% zugelegt. Auch die Indizes für Holzprodukte liegen um gut ein Drittel über dem Niveau von 2020. Diese Entwicklung hält auch die Preise für Bauleistungen auf hohem Niveau. Betroffen sind alle Bausparten.

Inzwischen hat die Preisdynamik für Bauleistungen allerdings erkennbar nachgelassen: Für 2023 lag die Preisentwicklung für Bauleistungen bei etwa +7% (nach +16% in 2022), der Umsatz betrug 162,5 Mrd. € (real -5,3%, nominal +1,3%).

Im Wirtschaftshochbau schlägt sich die konjunkturelle Stagnation in Deutschland erkennbar nieder. Zinsen und Energiepreise bremsen die Investitionsneigung der Unternehmen. Für Baumaßnahmen in und an Wirtschaftsbauten fehlen Genehmigungen über insgesamt ca. 3 Mrd. Euro (nominal -10% ggü. Vorjahr). Die Auftragseingänge lagen 2023 im Wirtschaftshochbau im Minus, die Auftragsbestände sind gegenüber dem Vorjahr geschmolzen.

Für 2023 lag der Umsatz im Wirtschaftshochbau bei 32,4 Mrd. Euro (real -6%).

2. Geschäftsverlauf der Borgel Elementbau GmbH

Insgesamt ist die Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft geordnet. Nach Feststellung des Jahresabschlusses 2022 im Sommer 2023 hat sich die Gesellschaft einem Unternehmensrating durch die Sparkasse unterzogen. Die Sparkasse erteilte der Borgel Elementbau GmbH die Note sehr gut. Im Dezember 2023 fand das turnusmäßige Überwachungsaudit durch die Zertifizierung SCC statt. Dabei wurden wie in den vergangenen Jahren die hohen Standards der Arbeitssicherheit bestätigt. Insgesamt bestätigt die derzeitige Marktlage eine gute Marktpositionierung der Gesellschaft durch die Marktsegmente:

• Rechenzentren

• Kraftwerke

• Papierindustrie

Durch unsere klare Spezialisierung konnten wir uns weiterhin erfolgreich vom Wettbewerb absetzen.

Im Jahr 2023 setzte die Borgel Elementbau GmbH seine positive Unternehmensentwicklung weiter fort, indem zahlreiche bedeutende Projekte erfolgreich abgeschlossen wurden, die sowohl unsere Kompetenz in der Metallleichtbauweise unter Beweis stellten als auch unsere Unternehmensziele vollständig erfüllten. Insgesamt wurden 34 Projekte abgeschlossen.

Eine wesentliche Neuerung in unserer betrieblichen Infrastruktur war die Einführung einer fortschrittlichen Softwarelösung in der Finanzbuchhaltung. Diese Implementierung hat zu einer umfangreichen Digitalisierung unserer Prozesse geführt, was die Effizienz steigert und die Fehlerquote in der Datenverarbeitung signifikant reduziert. Zudem haben wir in eine Erweiterung der Bürokapazitäten um 15% investiert, um den wachsenden Anforderungen unserer Belegschaft gerecht zu werden und die Basis für zukünftige Expansion zu schaffen.

Die Borgel Elementbau GmbH beschäftigte 2023 durchschnittlich 55 Arbeitnehmer. Die Geschäftsleitung hebt hervor, dass für eine gute Wettbewerbsposition in erster Linie hervorragend ausgebildete und stets aktuell geschulte Mitarbeiter nötig sind. Den Schwerpunkt in der Fortbildung der Mitarbeiter bildete 2023 das Thema Qualität mit seinen vielen Facetten. Insgesamt sind wir mit der Entwicklung der Gesellschaft im Jahr 2023 zufrieden. Unsere wirtschaftliche Lage ist nach wie vor gut. Durch unsere Investitionen der letzten Jahre in Strukturen, Prozessmanagement und IT sowie aktuell die Fokussierung auf anspruchsvolle Projekte sehen wir uns gut aufgestellt für das Jahr 2024.

Trotz dieser positiven Entwicklungen standen wir vor der Herausforderung, qualifiziertes Fachpersonal zu finden, das den hohen Anforderungen unserer spezialisierten Projekte gerecht wird. Die Lösung fanden wir in der Entwicklung eines umfangreichen Schulungsprogramms, das dazu dient, die Fähigkeiten unserer neu eingestellten Mitarbeiter zu verbessern und sie schnell auf ein höheres Kompetenzniveau zu bringen.

Ertragslage

Das Ergebnis für 2023 war außerordentlich positiv. Die Kennzahlen der Ertragslage spiegeln die erfolgreiche Umsetzung unserer strategischen Initiativen und die hohe Nachfrage nach unseren spezialisierten Bauleistungen wider.

Insgesamt führte die Geschäftstätigkeit 2023 zu einer Gesamtleistung von 36 Mio. € (prognostiziert: 35 Mio. € / 2022: 29 Mio. €). Der Jahresüberschuss belief sich auf 1,9 Mio. € (nach Steuern), das entspricht 5,2% der Gesamtleistung (prognostiziert: 4,0 %). Dies stellt eine Steigerung von 985 T€ gegenüber dem Vorjahr dar (2022: 887 T€ nach Steuern).

In der folgenden Übersicht sind die wesentlichen Unternehmensergebnisse den Vorjahreswerten gegenübergestellt:

Geschäftsjahr Vorjahr Veränderung
T€ T€ T€ %
Rohergebnis 9.142 6.518 2.624 40,3
Betriebsergebnis 2.786 1.272 1.514 119,0
Zinsergebnis -21 -37 16 43,2
Steuerergebnis -893 -348 -545 -156,6
Jahresergebnis 1.872 887 985 111,0

Vermögenslage

Die Vermögenslage ergibt sich aus der folgenden Übersicht:

Geschäftsjahr Vorjahr Veränderung
T€ T€ T€ %
Aktiva
Anlagevermögen 511 377 134 35,5
Umlaufvermögen 12.001 6.820 5.181 76,0
- Vorräte 364 384 -20 -5,2
- Bestand unfertige Arbeiten 16.965 16.496 469 2,8
- erhaltene Anzahlungen -16.965 -16.077 -888 5,5
- Forderungen und sonstige Vermögengegenstände 4.451 3.475 976 28,1
- liquide Mittel 7.185 2.542 4.643 182,7
Passiva
Eigenkapital 6.290 4.668 1.622 34,7
Rückstellungen (inkl. passive latente Steuern) 1.463 635 828 130,6
Verbindlichkeiten 4.804 1.929 2.875 149,0
Bilanzsumme 12.557 7.232 5.325 73,6

Im Geschäftsjahr 2023 wurden Investitionen von insgesamt 361 T€ getätigt. Unter Berücksichtigung der Abschreibungen in Höhe von 131 T€ und der Abgänge (96 T€) hat sich das Anlagevermögen um 134 T€ erhöht und beträgt 511 T€. Die größten Positionen sind der Fuhrpark mit 231 T€, die Betriebsausstattung mit 139 T€ und die Büroeinrichtung mit 81 T€.

Das Umlaufvermögen hat zum 31. Dezember 2023 einen Wert von 12.001 T€. Die Vorräte summieren sich auf 364 T€, die im Bau befindlichen Aufträge nach Abzug der Anzahlungen auf 0 T€ und die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände betragen 4.451 T€. Die liquiden Mittel haben sich deutlich erhöht und betragen zum Stichtag 7.185 T€.

Das Eigenkapital hat sich um 1.622 T€ bzw. 34,7% auf 6.290 T€ erhöht. Die Quote zur Bilanzsumme beträgt 50,1% und liegt im Vergleich zu vielen anderen Unternehmen dieser Größe und Branche im oberen Bereich. Die durchschnittliche Eigenkapitalquote des Bauhauptgewerbes lag 2022 bei 19,6%.

Die Rückstellungen haben sich um 828 T€ deutlich auf 1.464 T€ erhöht. Ursache sind vorrangig die gestiegenen Rückstellungen für Gewerbe- und Körperschaftsteuer und fertige Bauvorhaben.

Die Verbindlichkeiten erhöhten sich insbesondere aufgrund von erhaltenen Anzahlungen, die den Bestand an unfertigen Arbeiten übersteigen.

Finanzlage

Wie in der Branche üblich wird ein Großteil der Projekte durch Abschlagszahlungen der Auftraggeber finanziert. Dies verhindert, dass die Finanzierung der kurz- bis mittelfristigen Projekte über Kredite erfolgen muss und hohe Finanzierungskosten entstehen. Die laufenden Kosten können durch den Bestand an liquiden Mitteln gut gedeckt werden. Darüber hinaus stehen ausreichend Kreditlinien bei den Hausbanken zur Verfügung. In der Regel werden diese nur selten und wenn in eher geringem Maße in Anspruch genommen. Die Gesellschaft war jederzeit in der Lage allen Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. Wo immer möglich, wurden Zahlungen unter Skontoabzug ausgeführt.

Finanzielle Leistungsindikatoren

Bei den finanziellen Leistungsindikatoren liegt der Fokus auf den Liquiditätskennziffern, dem Cashflow sowie der Rentabilität.

Der Liquiditätsgrad 3 oder das Working Capital (Verhältniszahl des Umlaufvermögens zu den kurzfristigen Verbindlichkeiten) betrug zum 31.12.2023 198% und liegt um 70%-Punkte unter dem Vorjahresniveau. Das Umlaufvermögen übersteigt die kurzfristigen Verbindlichkeiten deutlich. Auch der Liquiditätsgrad 2 (Verhältnis der liquiden Mittel und kurzfristigen Forderungen zu den kurzfristigen Verbindlichkeiten) ist weiterhin sehr positiv.

Der Cashflow (Jahresergebnis zzgl. Abschreibungen) konnte im Berichtsjahr 2023 im Vergleich zu 2022 deutlich gesteigert werden. Er erhöhte sich von 1.036 T€ (Vorjahr) um 967 T€ oder 93% auf 2.003 T€.

In Folge des besseren Ergebnisses erhöhte sich die Gesamtkapitalrentabilität im Berichtsjahr von 12% auf 15%.

Gleiches gilt für die Eigenkapitalrendite. Diese erhöhte sich von 19% (Vorjahr 2022) auf 30% (Berichtsjahr 2023).

Gesamtaussage

Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft ist als sehr positiv anzusehen. Die Umsatz- und Ergebnisentwicklung konnte die Prognose des Vorjahres übertreffen.

Das Finanzmanagement der Gesellschaft ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen.

Im Berichtsjahr konnten bei allen entsprechenden Lieferverbindlichkeiten durch kurzfristige Zahlungen Skontoabzüge realisiert werden.

Die kurzfristigen Verbindlichkeiten sowie die Rückstellungen sind durch liquide Mittel und kurzfristige Vermögenswerte deutlich gedeckt.

3. Prognosebericht

Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen und Branchenaussichten 2024

Die gesamtwirtschaftlichen Bedingungen in der Baubranche zeigen für das Jahr 2024 ein gemischtes Bild. Die nachlassende Dynamik bei den Einkaufspreisen und der zunehmende Wettbewerb um Aufträge führen allmählich zu einem Rückgang des Drucks auf die Baupreise. Trotzdem verbleiben die Einkaufspreise auf einem hohen Niveau. Zusätzliche Kostensteigerungen durch erhöhte Mautgebühren und CO 2 -Aufschläge sowie anstehende Tarifverhandlungen könnten die Kosten weiter in die Höhe treiben. Dennoch rechnen die Spitzenverbände der Bauwirtschaft mit einem leichten Preisrückgang bei Bauleistungen um 2% im Jahr 2024.

Die deutschen Wirtschaftsbau- und Tiefbau-Sektoren zeigen unterschiedliche Aussichten. Im Wirtschaftsbau wird 2024 ein Umsatz von etwa 60 Mrd. Euro erwartet, was einem nominalen Anstieg von knapp 1% und einem realen Zuwachs von etwa 3% entspricht. Getragen wird diese positive Entwicklung vom Tiefbau, der voraussichtlich fast 29 Mrd. Euro erreichen wird, was einer realen Zunahme von 7% entspricht.

Die konjunkturellen Aussichten bleiben verhalten, da die Bundesregierung nur ein geringes Wachstum des BIP von 0,3% für 2024 prognostiziert. Trotz der anhaltend prekären Finanzsituation vieler Kommunen, die größere Investitionsanstrengungen zum Abbau des Investitionsstaus nicht zulassen, bleibt der Gesamtausblick für die öffentlichen Bauaktivitäten moderat positiv.

Die Branche sieht sich weiterhin mit einer herausfordernden Konjunkturlage konfrontiert, doch die fortlaufenden Projekte und Entwicklungen bieten trotzdem Grund zur vorsichtigen Zuversicht für das kommende Jahr.

Aussichten für die Borgel Elementbau GmbH

Wettertechnisch war es ein milder und sehr nasser Winter, eine Herausforderung für die Dachabdichtung. Dadurch werden einige Dachabdichtungsarbeiten nur verzögert mit mehr Aufwand fertiggestellt.

Der Auftragsbestand für das Jahr 2024 ist gesichert und der Vertrieb konzentriert sich auf den Auftragseingang für das Jahr 2025. Insgesamt haben sich die Vorlaufzeiten erhöht.

Die Gesellschaft ist personell, finanziell und technisch solide aufgestellt. Die aktuellen Auftragsverhandlungen und die Projektentwicklung bei unseren Stammkunden veranlassen uns daher, trotz schwacher Konjunkturaussichten auch für 2024 von einer moderat positiven Geschäftsentwicklung auszugehen.

Der Investitionsplan sieht für das Jahr 2024 Ersatzanschaffungen für die IT-Infrastruktur vor. Die Finanzierung erfolgt aus dem laufenden Cash-Flow. Zudem soll die Bürofläche um 24 Arbeitsplätze erweitert werden. Für diese Investition wird eine Finanzierung angefragt. Weiteren Fremdkapitalbedarf sehen wir aktuell nicht.

Das Thema ,,nachhaltiges Unternehmen" werden wir 2024 weiter bearbeiten. Näheres dazu im Chancen- und Risikobericht (Nachhaltigkeit).

Für das laufende Geschäftsjahr 2024 wird für die Borgel Elementbau GmbH ein Rohertrag in Höhe von 9 bis 12 Mio. € und ein Jahresüberschuss in Höhe von ca. 2 Mio. € erwartet. Mit einem Auftragsvolumen und einem Bestand an teilfertigen Arbeiten über dem Durchschnitt der Vorjahre bleibt die Gesellschaft somit führend in den Märkten, ein kompetenter und zuverlässiger Partner für die Kunden und ein Unternehmen mit guten Perspektiven.

Gesamtaussage Prognose

Für das kommende Jahr 2024 und darüber hinaus setzen wir uns das Ziel, unser Wachstum weiter zu steigern und dabei eine stabile Rendite zu sichern. Wir planen, unsere Marktpräsenz durch die Erschließung neuer strategischer Felder auszubauen und weitere Fachkräfte einzustellen, die unsere Kapazitäten und unser Know-how erweitern.

4. Chancen- und Risiken-Bericht

Die Borgel Elementbau GmbH hat seit mehreren Jahren personelle und organisatorische Vorkehrungen getroffen für ein Risikomanagement, das sie in die Lage versetzt, eventuell auftretende Risiken rechtzeitig erkennen zu können.

Bauverträge werden im Vorfeld regelmäßig juristisch überprüft, die Bonität der Auftraggeber während der Bauzeit von einer Wirtschaftsauskunftei überwacht.

Für das Geschäftsjahr hat die Gesellschaft einen Liquiditätsplan und einen Rentabilitätsplan aufgestellt, deren Einhaltung anhand quartalsweise erstellter Soll-lst-Vergleiche kontrolliert wurde. Mit Hilfe monatlicher Leistungsmeldungen und Projektabrechnungen sowie wöchentlicher Baubesprechungen, in denen auch der Zahlungsstand der Projekte systematisch überprüft wird, werden die Bauvorhaben gesteuert und kontrolliert. Die Qualität von Lieferanten und Nachunternehmern unterliegt einer regelmäßigen Bewertung durch Bauleiter. Die wichtigsten Risiken wie Kalkulationsfehler, Verzug bei der Fertigstellung, Kostenüberschreitungen, Mängel sowie ausbleibende Zahlungseingänge, sind auf diese Weise beherrschbar.

Der starke Wettbewerb erfordert aktuell eine äußerst sorgfältige Kalkulation der Projekte, um bei Ausschreibungen erfolgreich zu sein. Das Vieraugenprinzip und gründliche Abstimmung rund um die Verhandlungstermine sichern die Auskömmlichkeit der Vertragsabschlüsse.

Die Borgel Elementbau GmbH hat sich in den letzten 5 Jahren das Know-how erarbeitet, BIM-Projekte auszuführen. Das ist nach wie vor ein Nischengeschäft. Wir gehen davon aus, dass das Thema BIM 2025 an Fahrt gewinnt.

Aus der anhaltenden Diskussion um den Klimawandel und der daraus erwachsenden Notwendigkeit, den privaten, öffentlichen und gewerblichen Gebäudebestand energetisch zu sanieren, ergeben sich erhebliche Wachstumschancen für die Branche. Da die Gesellschaft in der energetischen Sanierung bereits erste Erfahrung gesammelt hat, sieht die Geschäftsleitung dort ein großes Potenzial für das Unternehmen.

Die Borgel Elementbau GmbH selbst hat sich das Ziel gesetzt, bis 2030 nachhaltig zu werden. Nach einem Workshop im Februar 2024 haben wir im März 2024 in Gesprächen mit Mitarbeitern, Kunden, Lieferanten und der Hausbank den Status Quo festgestellt und die für das Unternehmen wesentlichen Nachhaltigkeitsthemen herausgefiltert. Diese sind: CO 2 -Emissionen und Energieverbrauch, Fachkräftesicherung, Arbeitssicherheit und Gesundheit, Innovation und Digitalisierung sowie Abfall und Kreislaufwirtschaft. Wir haben erste Maßnahmen eingeleitet, die uns besonders wichtig erschienen, und sind aktuell dabei, übergeordnete Nachhaltigkeitsziele zu formulieren sowie aussagekräftige Kennzahlen dafür zu finden. Über Zwischenschritte und Ergebnisse informieren wir die Belegschaft umfassend. Unser Engagement für Nachhaltigkeit und soziale Verantwortung wird durch die Bemühungen um eine ESG-Zertifizierung weiter verstärkt. Diese Zertifizierung wird unsere Verpflichtungen in den Bereichen Umwelt, Soziales und Governance offiziell anerkennen und ist ein wichtiger Schritt in unserem Bestreben, verantwortungsvoll und nachhaltig zu wirtschaften.

Die Transformation hin zu mehr Nachhaltigkeit ist personalintensiv und schlägt sich bislang nicht in geringeren Kosten nieder.

Durch die Digitalisierung zahlreicher betrieblicher Prozesse haben wir deutliche Effizienzvorteile erzielt, die uns helfen, die Qualität zu verbessern, Abstimmungsdefizite zu vermeiden und gleichzeitig Zeit und Kosten zu sparen.

Aufgrund der engen Zusammenarbeit mit unserem IT-Dienstleister und jährlichen Schulungen sehen wir die IT-Sicherheit bei der Borgel Elementbau GmbH momentan als gewährleistet an.

Der Fachkräftemangel und die rückläufige Baukonjunktur bleiben die größten Risiken für unser Unternehmen. Um diesen entgegenzuwirken, haben wir nicht nur lokale, sondern auch internationale Talente angeworben und spezielle Programme entwickelt, die es uns ermöglichen, potenzielle Fachkräfte effektiv zu schulen und weiterzubilden. Gleichzeitig adressieren wir die Herausforderungen der Baukonjunktur durch die Diversifikation in Märkte, die weniger stark betroffen sind.

Rechtsstreitigkeiten bestehen aktuell nicht.

Die hier im Lagebericht dargestellten Risiken haben derzeit weder einzeln noch kumuliert bestandsgefährdenden Charakter.

 

Hörstel, 12.06.2024

gez. Niels Borgel

gez. Stefan Wagener

gez. Sven Borgel

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 511.042,00 377.402,00
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 10.111,00 7.515,00
II. Sachanlagen 500.931,00 369.887,00
1. technische Anlagen und Maschinen 3.738,00 4.984,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 497.193,00 364.903,00
B. Umlaufvermögen 12.001.026,57 6.819.617,23
I. Vorräte 364.328,90 803.473,59
1. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 16.964.809,88 16.076.946,10
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 4.451.492,79 3.474.530,68
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 7.185.204,88 2.541.612,96
C. Rechnungsabgrenzungsposten 44.757,18 34.709,30
Aktiva 12.556.825,75 7.231.728,53

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 6.289.678,51 4.667.914,76
I. Gezeichnetes Kapital 26.000,00 26.000,00
II. Bilanzgewinn 6.263.678,51 4.641.914,76
B. Rückstellungen 1.455.948,79 625.572,36
C. Verbindlichkeiten 4.803.532,85 1.928.518,36
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 205.330,00
2. sonstige Verbindlichkeiten 4.598.202,85 1.928.518,36
D. Passive latente Steuern 7.665,60 9.723,05
Passiva 12.556.825,75 7.231.728,53

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 9.141.721,29 6.518.167,51
2. Personalaufwand 3.929.546,95 3.410.273,27
a) Löhne und Gehälter 3.326.193,12 2.943.903,35
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 603.353,83 466.369,92
davon für Altersversorgung 7.189,15 19.556,76
3. Abschreibungen 131.584,62 149.268,91
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 131.584,62 149.268,91
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 2.288.882,39 1.686.899,61
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 157,27 1.271,98
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 3.701,43 3,00
6. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 1.620,13 1.869,63
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 23.423,56 34.913,37
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 893.060,42 347.815,56
davon Erträge aus der Zuführung und Auflösung von latenten Steuern 2.057,45 4.577,65
9. Ergebnis nach Steuern 1.877.304,65 887.130,16
10. sonstige Steuern 5.540,90
11. Jahresüberschuss 1.871.763,75 887.130,16
12. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 4.641.914,76 4.254.784,60
13. Ausschüttung 250.000,00 500.000,00
14. Bilanzgewinn 6.263.678,51 4.641.914,76

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

der Borgel Elementbau GmbH

I. Allgemeine Angaben zum Unternehmen

Die Borgel Elementbau GmbH hat ihren Sitz in Hörstel. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Steinfurt unter HR B 5701 eingetragen.

II. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss der Borgel Elementbau GmbH ist auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs aufgestellt.

Ergänzend zu diesen Vorschriften sind die Regelungen des GmbH-Gesetzes beachtet worden.

Angaben, die wahlweise in der Bilanz, in der Gewinn- oder Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind überwiegend im Anhang aufgeführt.

Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. Von den größenabhängigen Erleichterungen gem. §§ 274a und 288 HGB wurde Gebrauch gemacht.

III. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Die erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände sowie das Sachanlagevermögen wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen.

Geringwertige Vermögensgegenstände mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis zu 800,00 € wurden im Geschäftsjahr voll abgeschrieben.

Die Vorräte sind mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Bei der Bewertung der unfertigen Erzeugnisse wurde von dem Bewertungswahlrecht bzgl. der allgemeinen Verwaltungskosten sowie der angemessenen Aufwendungen für soziale Einrichtungen des Betriebs, für freiwillige soziale Leistungen und für die betriebliche Altersversorgung Gebrauch gemacht. Zinsaufwendungen wurden nicht aktiviert. Vorhersehbare Verluste wurden bereits zum Abschlussstichtag berücksichtigt.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden mit ihrem Nominalwert angesetzt. Wertberichtigungen wurden nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung gebildet. Für nicht einzelwertberichtigte Forderungen wurde eine pauschale Wertberichtigung in Höhe von 1 % der verbleibenden Nettoforderungen berücksichtigt.

Die flüssigen Mittel wurden zu Nominalwerten angesetzt.

Rechnungsabgrenzungsposten wurden nur im Rahmen der Bestimmungen des § 250 HGB gebildet.

Die Rückstellungen wurden für alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Sie wurden mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

IV. Erläuterungen zur Bilanz

Anlagenspiegel

Die Aufgliederung und Entwicklung des Anlagevermögens ist im Anlagenspiegel aufgeführt, der als Anlage zum Anhang beigefügt ist.

Eigenkapital

Im Bilanzgewinn ist ein Gewinnvortrag in Höhe von € 4.641.914,76 (Vj.: € 4.254.784,60) enthalten.

Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen nachlaufende Kosten für fertige Bauvorhaben (711 T€), Rückstellungen für Gewährleistungen (100 T€), Rückstellungen für Personalkosten (102 T€), Rückstellungen für die Aufbewahrung der Geschäftsunterlagen (30 T€) sowie sonstige Kosten (19 T€).

Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten sind dem nachfolgenden Verbindlichkeitenspiegel zu entnehmen. Die Vorjahresbeträge sind zu Vergleichszwecken angegeben.

Restlaufzeit
Verbindlichkeiten bis zu 1 Jahr über 1 Jahr über 5 Jahre
GJ
T€
VJ
T€
GJ
T€
VJ
T€
T€
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 41 0 165 0 0
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 2.019 0 0 0 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.028 1.383 0 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten 551 545 0 0 0
Gesamt 4.639 1.928 165 0 0

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten waren durch Pfandrechte besichert.

Passive latente Steuern

Die passiven latenten Steuern haben sich wie folgt entwickelt:

Stand 01.01.2023
T€
Veränderung
T€
Stand 31.12.2023
T€
Passive latente Steuern 10 -2 8

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Aus Leasingverträgen bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von 205 T€.

V. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Einstellungen in die Wertberichtigung zu Forderungen in Höhe von 413 T€ enthalten.

VI. Sonstige Pflichtangaben

Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr durchschnittlich 55 Arbeitnehmer beschäftigt, davon 38 Vollzeitkräfte und 17 Teilzeitkräfte.

Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Geschäfte des Unternehmens geführt durch:

Stefan Wagener, Projektleitung, Geschäftsführer

Niels Borgel, Geschäftsführer

Sven Borgel, Geschäftsführer

Die Geschäftsführer sind alleinvertretungsberechtigt und befugt, im Namen der Gesellschaft mit sich im eigenen Namen oder als Vertreter eines Dritten Rechtsgeschäfte vorzunehmen. Auf die Angabe der Geschäftsführer-Vergütungen wird gem. § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Hörstel, 12.06.2024

gez. Niels Borgel

gez. Stefan Wagener

gez. Sven Borgel

Entwicklung der Anschaffungswerte
01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 107.426,55 7.579,78 115.006,33
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 107.426,55 7.579,78 0,00 115.006,33
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 8.100,00 8.100,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.096.039,14 353.418,84 -150.033,93 1.299.424,05
Summe Sachanlagen 1.104.139,14 353.418,84 -150.033,93 1.307.524,05
Summe Anlagevermögen 1.211.565,69 360.998,62 -150.033,93 1.422.530,38
Entwicklung der Abschreibungen
01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 99.911,55 4.983,78 104.895,33
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 99.911,55 4.983,78 0,00 104.895,33
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 3.116,00 1.246,00 4.362,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 731.136,14 125.354,84 -54.259,93 802.231,05
Summe Sachanlagen 734.252,14 126.600,84 -54.259,93 806.593,05
Summe Anlagevermögen 834.163,69 131.584,62 -54.259,93 911.488,38
Buchwerte
31.12.2022
EUR
31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 7.515,00 10.111,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 7.515,00 10.111,00
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 4.984,00 3.738,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 364.903,00 497.193,00
Summe Sachanlagen 369.887,00 500.931,00
Summe Anlagevermögen 377.402,00 511.042,00

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 13.06.2024 festgestellt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Borgel Elementbau GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Borgel Elementbau GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Borgel Elementbau GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Ibbenbüren, 13.06.2024

Feldkämper GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Moritz Feldkämper, Wirtschaftsprüfer

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