WESSEL GmbH Kessel- und Apparatebau

Birtener Ring 30, 46509 Xanten, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Kleve HRB 7013
Eingetragen
18.1.1999
Branche
Herstellung von Dampfkesseln und Kesseln zum Erzeugen von überhitztem WasserHerstellung von Heizkörpern für ZentralheizungenWärme- und Kältehandel
Gegenstand
Herstellung und der Vertrieb von Dampf und Heißwassererzeugern, Abhitze- und sonstige Industriekesseln, Behältern, Bauteilen für Wasserrohrkessel, Überhitzern, Speisewasservorwärmern, Sammlern und sonstigen Heizflächen sowie Apparaten jeder Art einschließlich der Sanierung und Wartung von Kesselanlagen, Industrieöfen und Apparaten. Zum Gegenstand der Gesellschaft gehören ferner sämtliche artverwandten Geschäfte.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Patrick Lensing
seit 2.9.2011
Geschäftsführer
Karen Wessel-Herzog
seit 2.9.2011
Prokura
Josef Pottbäcker
seit 4.1.2005
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
1.000.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

WESSEL GmbH Kessel- und Apparatebau

Xanten

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

I. Grundlagen des Unternehmens

Als Kesselbauer im Bereich der Abfallverwertung, der Ersatzbrennstoffe (EBS) und der Energieversorgung sind wir seit 40 Jahren der kompetente Partner für Fertigung, Umbau, Sanierung und Wartung von Kesselanlagen.

Nach Eingliederung der WMA Maschinen- und Apparatebau GmbH im Jahre 2001 stehen wir Ihnen auch im Bereich Pelletieranlagen (Holz, Recycling), Fördertechnik und Sondermaschinen kompetent zur Seite.

Unser Unternehmen befindet sich in Xanten am Niederrhein und ist ein mittelständischer Familienbetrieb. Wir erhöhen seit über 35 Jahren kontinuierlich unsere Kapazitäten. Dies betrifft den Ausbau unserer Hallenflächen auf mittlerweile 15200 qm ebenso wie die Qualifikationen unserer 200 Mitarbeiter im Umgang mit neuen Materialien und Fertigungstechniken.

Alle von uns angebotenen Kesselteile werden in Xanten gefertigt und unterliegen somit unserem direkten Einfluss, was sich positiv auf unsere Flexibilität und unseren hohen Qualitätsanspruch auswirkt. Durch unseren direkten Einfluss auf die gesamte Produktionskette steht unser Name für Qualität und Termintreue.

II. Wirtschaftsbericht

1. Darstellung des Geschäftsverlaufs und der branchenbezogenen Rahmenbedingungen

Wie bereits in den Vorjahren, behauptet die Gesellschaft weiterhin eine gute Stellung am Markt.

Durch zahlreiche klimapolitische Neuregelungen auf nationaler und europäischer Ebene, die sich durch das Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz auch auf mittelständische Unternehmen auswirken, haben wir unsere Umwelt- und Energiepolitik verbessert, um auch weiterhin konkurrenzfähig zu bleiben und allen gesetzlichen Verpflichtungen nachzukommen.

Im Branchenvergleich liegen wir mit unserem Cashflow deutlich über dem Branchendurchschnitt und auch über dem Durchschnitt der "Best 25%".

Mit unserem Umsatzwachstum und unserer Eigenkapitalquote liegen wir leicht unterhalb der "Best 25%", aber immer noch deutlich über dem Branchendurchschnitt.

Als einzige Kennzahl liegt unsere Cashflowrendite unter der des Branchendurchschnitts.

2. Lage des Unternehmens

a) Ertragslage

Die betriebliche Leistung ist zwar im Vergleich zum Vorjahr um T€ 446,5 auf T€ 44.293,8 gesunken, da es wie im Vorjahr zu einer Verlagerung der Fertigstellungszeitpunkte mehrerer Großaufträge in das Jahr 2024 kam. Mit T€ 1.160,7 liegt der weiterhin steigerungsfähige Jahresüberschuss auf Grund gesunkener sonstiger betrieblicher Aufwendungen um T€ 931,2 trotzdem deutlich über dem Jahresüberschuss des Vorjahres von T€ 229,5. Abgesehen davon, kommt es durch die Verschiebung der Fertigstellungszeitpunkte nur zu einer temporären Verlagerung der Ergebnisse. Der EBITDA (Ergebnis vor Ertragsteuern, Zinsen und Abschreibungen) steigt von T€ 1.004,1 im Vorjahr um T€ 886,1 auf T€ 1.890,2.

Der operative Bereich des Unternehmens erwirtschaftete im Wirtschaftsjahr 2023 eine Umsatzrendite in Höhe von 2,37%. Gegenüber dem Vorjahr konnte die Umsatzrendite somit von 0,59% auf aktuell 2,37% um 1,78 Prozentpunkte deutlich gesteigert werden.

Die Gesamtkapitalrendite, die als Verhältnis des Erfolgs zur Bilanzsumme errechnet wird, liegt mit 7,45% deutlich über dem Wert des Vorjahres von 1,47%.

Der Materialaufwand hat mit 54,59% im Jahr 2023 den höchsten Anteil der betrieblichen Kosten im Verhältnis zur Gesamtleistung. Im Vergleich zum Vorjahr ist er von 54,84% auf 54,59% nur geringfügig zurückgegangen.

Die Begründung für den geringeren Anteil liegt darin, dass der Materialaufwand durch materialschonendere Fertigungsprozesse (aktuell 24.181.528 Euro nach 24.536.058 Euro im Vorjahr) um 1,44% stärker abnahm als die Gesamtleistung mit 1,00%. Weiterhin konnten Preiserhöhungen am Absatzmarkt durchgesetzt werden.

b) Finanzlage

Das Eigenkapital hat sich von T€ 9.749,0 auf T€ 10.909,7 Euro erhöht. Bei gleichzeitig gestiegener Bilanzsumme ist damit die Eigenkapitalquote von 49,30% auf 55,20% gestiegen.

Bei insgesamt gesunkenem Fremdkapital hat sich der Anteil des langfristigen Fremdkapitals auf Grund der Auflösung des Deckungsvermögens und dem somit unsaldierten Ausweis der Pensionsrückstellung erhöht, wobei der Schwerpunkt nach wie vor im kurzfristigen Bereich liegt.

Innerhalb der kurzfristigen Verbindlichkeiten haben weiter die übrigen Gläubiger den größten Anteil.

Die Betrachtung der Verbindlichkeiten (außer Rückstellungen) nach Gläubigergruppen zeigt eine höhere Beanspruchung der Lieferanten.

Die Finanzmittel und die kurzfristig realisierbaren Forderungen decken die kurzfristig zu bedienenden Verbindlichkeiten und den überwiegenden Teil der Rückstellungen.

Die Nettoverschuldung betrug im Jahr 2023 T€ 6.842,0, der entsprechende Vorjahreswert T€ 9.235,5. Damit ergibt sich eine deutliche Abnahme der Netto-Verschuldung um T€ 2.393,6, wodurch wir besser in der Lage ist, auf Krisen des Finanzmarktes bzw. Druck von Fremdkapitalgebern zu reagieren.

c) Vermögenslage

Das Anlagevermögen und die Vorräte sind durch das Eigenkapital gedeckt.

Die flüssigen Mittel sind aufgrund gesunkener Forderungen aus Lieferung und Leistung und niedrigerer Vorräte um T€ 1.262,4 gestiegen.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind auf T€ 6.821,9 gesunken.

Die Einzel- und Pauschalwertberichtigungen konnten aufgrund eines aktiven Debitorenmanagements auch im Geschäftsjahr sehr niedrig gehalten werden.

3. Gesamtaussage

Die Vermögens- und Finanzlage ist nach wie vor zufriedenstellend stabil.

Unsere Umsatz- und Ergebnisentwicklung ist konstant.

Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Wir konnten im Berichtsjahr bei allen Lieferverbindlichkeiten durch kurzfristige Zahlungen Skontoabzüge realisieren.

Die kurzfristigen Verbindlichkeiten sowie die Rückstellungen sind durch liquide Mittel und kurzfristige Vermögenswerte gedeckt.

III. Voraussichtliche Entwicklung mit ihren wesentlichen Chancen und Risiken

1. Prognosebericht

Wir sind zuversichtlich, dass die konsequente Umsetzung unserer Unternehmenspolitik und die uneingeschränkte Unterstützung aller Beschäftigten dazu beitragen werden, langfristig und erfolgreich am Markt zu bestehen.

Um die positive Entwicklung des Unternehmens weiter zu forcieren, wird auf eine verstärkte Kundenakquisition gesetzt.

Nach wie vor ist das Unternehmen mit den angebotenen Leistungen am Markt gut aufgestellt.

Durch Qualitätssicherungsmaßnahmen wird dafür gesorgt, dass wir den immer weiter steigenden Kundenansprüchen hinsichtlich der Qualität unserer Produkte als auch im Bereich des Kundenservice gerecht werden.

Nach unserer vorgenommenen Firmensitzverlagerung an unsere alte Zweigniederlassung in Birten werden wir zukünftig in der Lage sein durch eine bessere Infrastruktur unsere Produktionsabläufe schneller zu koordinieren und Kosten einzusparen.

Die aktuelle wirtschaftliche Lage und unser Auftragsbestand sind äußerst positiv und lassen für die kommenden Jahre eine gute Auslastung sowohl unserer Produktion als auch der Montageabteilung erwarten.

2. Risiko- und Chancenbericht

Wir sind gesetzlich verpflichtet, auf wesentliche Risiken der künftigen Entwicklung, die bestandsgefährdende oder wesentliche Einflüsse auf die Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage haben können, hinzuweisen.

Alle uns bekannten Risiken sind nach derzeitigem Erkenntnisstand durch entsprechende Rückstellungen ausreichend abgedeckt. Im Übrigen lässt sich der Einfluss der genannten Risiken auf unsere wirtschaftliche Lage nicht hinreichend quantifizieren. Bestandsgefährdende Risiken sind nach unseren Erkenntnissen aber nicht gegeben.

Risiken aus Wechselkursschwankungen bestehen nicht, da grundsätzlich alle Geschäfte in EURO Währung abgewickelt werden.

Markt-, Beschaffungs- und Qualitätsrisiken werden ebenso wie Personalrisiken laufend identifiziert und ihnen wird aktiv vorgebeugt.

Anhand ausgewählter operativer Frühindikatoren versuchen wir voraussichtliche Entwicklungen in unserer Geschäftsplanung zu berücksichtigen und unsere Kapazitäten zu steuern.

Engpässe sind nicht zu erwarten.

Zur Identifikation und Bewertung wesentlicher Risiken haben wir ein umfassendes Kontroll- und Risikomanagementsystem als Bestandteil der Unternehmensplanung implementiert. Dieses System wird zur Anpassung an neue Erkenntnisse fortlaufend weiterentwickelt.

Weiterhin erstellen wir quartalsweise Zwischenabschlüsse und Planrechnungen um schnell auf eventuelle Risiken und Abweichungen reagieren zu können.

Durch die Festlegung der Abläufe und Aufgaben in unserem Unternehmen wird die geforderte Sicherung der Produkt- und Prozessqualität ebenso erreicht, wie der sinnvolle und notwendige Schutz unserer Umwelt. Das sich hieraus ergebende prozessorientierte, integrierte Managementsystem ist in einer geeigneten Software sowie weiteren begleitenden Dokumenten festgelegt und beschrieben.

Jeder Mitarbeiter hat in seinem Arbeitsbereich qualitäts- und umweltsichernde Aufgaben. Es ist seine Pflicht, diese Aufgaben nach den vorgegebenen Richtlinien und Prozessbeschreibungen auszuführen und so unnötige Umweltbelastungen ebenso zu vermeiden, wie Kundenreklamationen. Darüber hinaus ist es uns sehr wichtig, dass unsere Mitarbeiter ihr Wissen zur Energieeffizienz kontinuierlich und beständig auf den neuesten Stand bringen.

Die Beschaffung von energieeffizienten Produkten und Dienstleistungen wird unterstützt. Die Verbesserung der energiebezogenen Leistung bei Auslegung neuer, veränderter oder renovierter Anlagen/ Standorte, Einrichtungen, Systeme und energienutzender Prozesse wird angestrebt.

In diesem Sinne ist es Aufgabe der Geschäftsleitung und aller Führungskräfte, unsere Organisation und unsere Mitarbeiter zur Qualitätsleistung zu verpflichten, das notwendige interne Umfeld zu schaffen und die Grundlage für sachbezogene Entscheidungen vorzubereiten.

Wir verpflichten uns zur Einhaltung aller zutreffenden Gesetze, Richtlinien und Verordnungen sowie aller anderen Anforderungen, zu welchen wir uns bekennen.

Die dazu betriebene Qualitätssicherung ist ein systematischer Prozess, der, beginnend mit einer geeigneten Rohmaterialbeschaffung, über die unterschiedlichen Stufen der sorgfältigen Weiterverarbeitung, bis zum pünktlichen Eintreffen unserer Produkte beim Kunden, alle Unternehmensleistungen einbezieht und überwacht.

Bereits seit mehr als 20 Jahren ist unser Unternehmen nach der DIN EN ISO 9001 zertifiziert.

Als Teilbereich unseres Gesamtmanagements haben wir ein Umwelt- und Energiemanagementsystem mit der Aufgabe installiert, unsere eigenen Ansprüche an ein umweltverträgliches Handeln sicherzustellen, die Erfüllung der behördlichen/gesetzlichen Anforderungen hinsichtlich der Umweltverträglichkeit aller betrieblichen Prozesse, Produkte und Dienstleistungen durch unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu gewährleisten sowie eine Verbesserung der energiebezogenen Leistungen, einschließlich Energieeffizienz, Energieeinsatz und Energieverbrauch zu erreichen. Alle wesentlichen Punkte sind in unserem integrierten Qualitäts- und Umwelthandbuch beschrieben.

Wegen des anhaltend wachsenden Energiebedarfs und des sinkenden Anteils der Energieerzeugung durch die Großdampferzeuger sowie der Wegfall von Atomkraftwerken wird die Bedeutung der Betreiber kleiner, dezentraler Anlagen für die Versorgungssicherheit weiter zunehmen. Diese Entwicklung sollte für uns im Hinblick auf die Gewinnung weiterer Marktanteile positiv sein. Bereits heute gehören die Betreiber von Biomasse- und Müllverbrennungsanlagen zu unseren Hauptkunden.

Auf dem Gebiet der Forschung sind wir nach wie vor nicht tätig.

Weitere Geschäftsvorfälle von besonderer Bedeutung haben sich nach Abschluss des Geschäftsjahres nicht ereignet.

 

Xanten, den 20. Mai 2024

WESSEL GmbH Kessel- und Apparatebau

Dipl.-Ing. EWE Patrick Lensing

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 7.668,00 7.668,00
I. Sachanlagen 7.368,00 7.368,00
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1,00 1,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 7.367,00 7.367,00
II. Finanzanlagen 300,00 300,00
B. Umlaufvermögen 19.716.467,66 19.727.247,28
I. Vorräte 7.906.202,03 9.267.174,43
1. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 4.395.133,20 8.338.092,73
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 9.765.326,82 9.677.557,27
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 2.281.562,04 597.541,25
2. sonstige Vermögensgegenstände 7.483.764,78 9.080.016,02
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 2.044.938,81 782.515,58
C. Rechnungsabgrenzungsposten 72.459,68 32.133,84
Aktiva 19.796.595,34 19.767.049,12

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 10.909.690,80 9.749.000,65
I. Gezeichnetes Kapital 1.000.000,00 1.000.000,00
II. Gewinnvortrag 8.749.000,65 8.519.496,07
III. Jahresüberschuss 1.160.690,15 229.504,58
B. Rückstellungen 3.341.685,25 3.263.858,40
C. Verbindlichkeiten 5.544.787,99 6.754.190,07
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 5.544.787,99 6.754.190,07
D. Rechnungsabgrenzungsposten 431,30
Passiva 19.796.595,34 19.767.049,12

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 20.444.044,79 20.598.529,69
2. Personalaufwand 13.430.993,56 13.128.337,89
a) Löhne und Gehälter 10.909.538,51 10.646.199,01
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 2.521.455,05 2.482.138,88
davon für Altersversorgung 78.510,40 81.254,29
3. Abschreibungen 88.067,09 591.176,95
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 88.067,09 62.791,95
b) auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen überschreiten 528.385,00
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 5.177.040,65 6.417.282,23
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 9.472,62 9.699,75
davon Aufwendungen nach Artikel 67 Absatz 1 und 2 EGHGB 2.393,00 2.393,00
5. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 1.953,00
6. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 80.387,80 39.123,52
davon aus verbundenen Unternehmen 37.768,60 9.066,15
7. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 42.199,25
davon außerplanmäßige Abschreibungen auf Finanzanlagen 42.199,25
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 39.385,77 63.918,69
davon an verbundene Unternehmen 6.604,68 47.560,85
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 602.009,21 119.535,95
10. Ergebnis nach Steuern 1.186.936,31 277.155,25
11. sonstige Steuern 26.246,16 47.650,67
12. Jahresüberschuss 1.160.690,15 229.504,58

Anhang

A. ANGABEN ZUR BILANZ

Die maßgebenden Rechnungslegungsgrundsätze des Jahresabschlusses waren die Rechnungslegungsvorschriften der §§ 242 bis 256a und der §§ 264 bis 288 HGB sowie die Sondervorschriften des GmbH-Gesetzes.

Die Gliederung der Bilanz entspricht den gesetzlichen Bestimmungen des § 266 HGB.

Die Gesellschaft hat den Bestimmungen in § 284 Abs. 3 HGB Rechnung tragend die Entwicklung des Anlagevermögens sowie die Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel als Anlage 4 dargestellt.

Die Forderungen gegenüber der Alleingesellschafterin, der WESSEL Apparate- und Rohrleitungsbau GmbH, betrugen zum Bilanzstichtag T€ 2.281,6 (Vj.: T€ 597,5). Sie wurden vertragsgemäß verzinst.

Es bestanden zum Bilanzstichtag weder Fremdwährungsforderungen noch Fremdwährungsverbindlichkeiten.

Vom Wahlrecht "Aktive latente Steuern" zu aktivieren wurde kein Gebrauch gemacht.

Nach dem im Jahr 2009 beschlossenen Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG) müssen Pensionsverpflichtungen in der Handelsbilanz mit dem sog. Erfüllungsbetrag angesetzt werden. Hierzu sind die Verpflichtungen mit dem von der Deutschen Bundesbank aufgrund einer Rechtsverordnung veröffentlichten Zins und ggf. unter Verwendung realistischer Trendannahmen zu bewerten. Der Erfüllungsbetrag der nach § 249 Abs. 1 HGB zu passivierenden Pensionsverpflichtungen wurde nach der sog. "Projected Unit Credit Method" (PUC-Methode) bewertet. Unter Berücksichtigung der betriebsspezifischen Trends und Anwendung der Richttafeln 2018 G von Klaus Heubeck, Köln betrug der Wert basierend auf einem zehnjährigen Durchschnittszinssatz von 1,82 v. H. T€ 880,1 (Vj.: T€ 898,8). Der Referenzwert - basierend auf einem siebenjährigen Durchschnittszinssatz von 1,74 v. H. - beträgt T€ 888,1. Gemäß § 253 HGB ist der Differenzbetrag von T€ 8,0, der sog. "Bewertungsgewinn", ausschüttungsgesperrt.

Von dem zum 01. Januar 2010 ermittelten Zuführungsbetrag i. S. d. § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB i. H. v. T€ 35,9 wurden wiederum 1/15 oder T€ 2,4 den Rückstellungen zugeführt. Der nicht bilanzierte Teil des Zuführungsbetrags betrug somit T€ 2,3 (Vj.: T€ 4,7).

Der Zeitwert des mit den Pensionsverpflichtungen zu saldierenden Deckungsvermögens i. S. d. § 246 Abs. 2 HGB, das an die Pensionsberechtigten zur Sicherung ihrer Ansprüche verpfändet ist, betrug T€ 0,0 (Vj.: T€ 663,2), da die Verpfändung aufgehoben und das Wertpapierdepot veräußert wurde.

Verbindlichkeiten mit einer Laufzeit von über fünf Jahren bestanden zum Bilanzstichtag nicht.

B. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN

Die allgemeinen Bewertung erfolgte nach den Vorschriften des § 252 HGB.

Die Bewertung der Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens erfolgte gemäß § 253 Abs. 1 HGB zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten. Bei der Ermittlung der Herstellungskosten wurden Fremdkapitalzinsen nicht einbezogen. Die Abschreibungsraten für Neuzugänge wurden unter Beachtung der Bestimmungen des § 6 Abs. 2 EStG berechnet. Die Bewertung der Vorräte erfolgte gemäß § 253 Abs. 4 HGB zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips. Bei der Bewertung der Forderungen wurde erkennbaren Risiken Rechnung getragen. Die übrigen Vermögensgegenstände wurden zu Nennwerten bilanziert. Rechnungsabgrenzungsposten sind nach den Vorschriften des § 250 HGB gebildet worden. Vom Wahlrecht der Aktivierung latenter Steuern wurde kein Gebrauch gemacht. Die sonstigen Rückstellungen wurden gemäß § 253 Abs. 2 HGB in Höhe der nach kaufmännischer Beurteilung zu erwartenden Inanspruchnahme bemessen und tragen allen erkennbaren Risiken ausreichend Rechnung. Die Verbindlichkeiten sind mit dem jeweiligen Erfüllungsbetrag passiviert. Passive latente Steuern waren nicht zu bilden.

C. ANGABEN ZU POSITIONEN DER GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

Die Gewinn- und Verlustrechnung entspricht hinsichtlich der Gliederung den gesetzlichen Bestimmungen der §§ 275, 265 Abs. 5 HGB.

Die Gesamtpachtaufwendungen für das Anlagevermögen an die Muttergesellschaft WESSEL Apparate- und Rohrleitungsbau GmbH haben das Ergebnis mit T€ 1.007,1 belastet und sind zusammen mit den Pachtaufwendungen für das Grundstück an Frau Hella Wessel mit T€ 600,0 gemäß § 285 Nr. 3a HGB als sonstige Verpflichtung wesentlich für die Beurteilung der Finanzlage. Die Pachtverträge sind auf unbestimmte Zeit geschlossen, können aber in beiderseitigem Einverständnis jederzeit gekündigt werden.

Zu den sonstigen finanziellen Verpflichtungen i.S.d. § 285 Nr. 3a HGB zählen Leasingaufwendungen für die Büroausstattung i.H.v. T€ 5,9 mit Laufzeiten von bis zu 3,5 Jahren. Weiterhin haben Mietaufwendungen für ein Büro in Düsseldorf das Ergebnis mit T€ 23,9 und Mietaufwendungen für angemietete Lagerflächen mit T€ 174,9 mit einer Laufzeit bis zum 31.12.2024 das Ergebnis belastet.

Die Mietaufwendungen für z.B. Kräne, Container usw. haben das Ergebnis mit T€ 706,0 belastet liegen im Rahmen des üblichen Geschäftsverkehrs und sind im kurzfristigen Bereich anzusiedeln.

Der unter den sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen (Vj.: sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen) ausgewiesene Saldo aus der Verrechnung von Aufwendungen aus der Abzinsung der Pensionsverpflichtungen in Höhe von T€ 15,5 (Vj.: T€ 16,4) und Erträge aus dem zu verrechnenden Deckungsvermögen T€ 34,1 (Vj.: T€ 23,0) mit den Erträgen in Höhe von T€ 5,0 (Vj.: T€ 4,8) aus dem zu verrechnenden Deckungsvermögen beträgt T€ 23,7 (Vj.: T€ 11,4).

Der Jahresüberschuss beläuft sich auf T€ 1.160,7 (Vj.: T€ 229,5). Steuern vom Einkommen und vom Ertrag haben den Jahresüberschuss der Gesellschaft mit T€ 602,0 belastet (Vj.: T€ 119,5).

D. SONSTIGE ANGABEN UND ERLÄUTERUNGEN

Die WESSEL GmbH Kessel- und Apparatebau mit Sitz in Xanten ist im Handelsregister des zuständigen Amtsgerichts Kleve unter HRB 7013 eingetragen. Alleiniger Geschäftsführer im Berichtsjahr ist Herr Dipl.-Ing. EWE (European Welding Engineer) Patrick Lensing, Schermbeck. Er vertritt die Gesellschaft allein, solange kein weiterer Geschäftsführer bestellt ist. Sind mehrere Geschäftsführer bestellt, vertreten diese die Gesellschaft gemeinschaftlich oder in Gemeinschaft mit einem Prokuristen. Zu Prokuristen bestellt sind Frau Karen Wessel-Herzog, Schermbeck und Herr Josef Pottbäcker, Wesel, die die Gesellschaft gemeinsam oder mit einem weiteren Geschäftsführer vertreten.

Der Mitarbeiterbestand hat sich im Berichtszeitraum wie folgt entwickelt:

31.03.23 30.06.23 30.09.23 31.12.23
Angestellte 53 56 54 53
Arbeiter 145 144 143 138
Aushilfen 4 3,5 4,5 4,5
Gesamt 202 203,5 201,5 195,5

Haftungsrisiken bestehen aus Anzahlungs-, Vertragserfüllungs- und Gewährleistungsbürgschaften gegenüber verschiedenen Kunden in Höhe von insgesamt T€ 2.280,9 (Vj.: T€ 4.038,7), die durch Avalbürgschaften unterlegt sind. Darüber hinaus haftet die Gesellschaft durch Abtretung ihrer Außenstände (Globalzession) gegenüber der Sparkasse am Niederrhein, Moers für die Verbindlichkeiten der WESSEL Apparate- und Rohrleitungsbau GmbH, Xanten.

Die Geschäftsführung hat vorgeschlagen, den Jahresüberschuss auf neue Rechnung vorzutragen. Über die Verwendung des verbleibenden Bilanzgewinns i.H.v. € 9.909.690,80 beschließt die ordentliche Gesellschafterversammlung.

Anlagenspiegel zum 31. Dezember 2023

Historische Anschaffungskosten
Stand 1.1.2023
Zugänge
Abgänge
SACHANLAGEN
Bauten auf fremden Grundstücken 111.808,58
Werkzeuge (Festwert) 35.557,17
Geringwertige Wirtschaftsgüter (GwG) 0,00 88.067,09 88.067,09
insgesamt 147.365,75 88.067,09 88.067,09
FINANZANLAGEN
Genossenschaftsanteile 300,00
insgesamt 300,00 0,00 550,00
SUMME ANLAGEVERMÖGEN 147.665,75 88.067,09 88.617,09
Buchwerte Buchwerte
Stand 31.12.2023
Stand 1.1.2023
Zugänge
SACHANLAGEN
Bauten auf fremden Grundstücken 111.808,58 111.807,58
Werkzeuge (Festwert) 35.557,17 28.190,17
Geringwertige Wirtschaftsgüter (GwG) 0,00 0,00 88.067,09
insgesamt 147.365,75 139.997,75 88.067,09
FINANZANLAGEN
Genossenschaftsanteile 300,00 0,00
insgesamt 300,00 0,00 0,00
SUMME ANLAGEVERMÖGEN 147.665,75 139.997,75 88.067,09

Anlagenspiegel zum 31. Dezember 2023

Stand 31.12.2023
Stand 31.12.2022
Geschäftsjahr
SACHANLAGEN
Bauten auf fremden Grundstücken 111.808,58 1,00
Werkzeuge (Festwert) 35.557,17 7.367,00
Geringwertige Wirtschaftsgüter (GwG) 0,00 0,00 88.067,09
insgesamt 147.365,75 7.368,00 88.067,09
FINANZANLAGEN
Genossenschaftsanteile 300,00 300,00
insgesamt 300,00 300,00
SUMME ANLAGEVERMÖGEN 147.665,75 7.668,00 88.067,09

sonstige Berichtsbestandteile

 

Xanten, 25. Juni 2024

gez. Dipl.-Ing. EWE Patrick Lensing, Geschäftsführer

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 25.06.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die WESSEL GmbH Kessel- und Apparatebau

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der WESSEL GmbH Kessel- und Apparatebau - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der dort dargestellten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Wessel GmbH Kessel- und Apparatebau, Xanten, für das Geschäftsjahr vom 01. Januarbis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und wir haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und angemessen sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Der gesetzliche Vertreter ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der gesetzliche Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von dem gesetzlichen Vertreter zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Mülheim an der Ruhr, 31. Mai 2024

Mandt GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Sandra Mandt, Wirtschaftsprüferin

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