Stammdaten

Register
Amtsgericht Recklinghausen HRB 4380
Eingetragen
15.5.2000
Branche
Großhandel mit Mehl und GetreideproduktenGroßhandel mit sonstigen Nahrungs- und Genussmitteln a. n. g.Großhandel mit Fisch und Fischerzeugnissen
Gegenstand
der Groß- und Einzelhandel mit Lebensmitteln aller Art, soweit hierfür keine behördliche Erlaubnis erforderlich ist.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Michael Schiwek
seit 9.9.2019
Prokura
Philipp Rhode
seit 25.7.2003
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter
Beta

Name
Ort
Anteil
Bread & Butter GmbH
Germany
90.00%
P****** R****
10.00%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Pro Food GmbH

Recklinghausen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

I. Geschäftsentwicklung

1. Entwicklung der Branche

Die Fleischproduktion in Deutschland ist im Jahr 2023 erneut deutlich zurückgegangen. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) produzierten die gewerblichen Schlachtunternehmen 2023 nach vorläufigen Ergebnissen 6,8 Mio. t Fleisch. Das waren 4,0 % oder 280.200 t weniger als im Vorjahr. Damit sank die inländische Fleischproduktion seit ihrem Höchststand im Jahr 2016 (8,25 Mio. t) im siebten Jahr in Folge. Nach vergleichsweise leichten Rückgängen ab 2017 war die Fleischproduktion im Jahr 2022 um 8,1 % gegenüber dem Vorjahr gesunken, nun ging die Fleischproduktion im Jahr 2023 nochmals deutlich zurück. Insgesamt wurden 2023 in den Schlachtbetrieben 47,9 Mio. Schweine, Rinder, Schafe, Ziegen und Pferde sowie 702,2 Mio. Hühner, Puten und Enten geschlachtet.

Mit 43,8 Mio. geschlachteten Tieren im Jahr 2023 ging die Zahl der geschlachteten Schweine gegenüber dem Vorjahr um rund 7,0 % oder 3,3 Mio. zurück. Dabei verringerte sich die Anzahl der geschlachteten Schweine inländischer Herkunft um 7,7 % auf knapp 42,3 Mio. Tiere. Die Anzahl importierter Schweine aus den Nachbarländern, die in deutschen Betrieben geschlachtet wurden, stieg dagegen um 19,5 % auf 1,5 Mio. Tiere. Deren Anteil blieb jedoch mit etwa 3,5 % gering. Insgesamt produzierten die Schlachtunternehmen 2023 rund 4,2 Mio. t Schweinefleisch. Das waren 6,8 % oder 306.500 t weniger als 2022. Im Vergleich zum Rekordjahr 2016 wurden 2023 etwa 1,4 Mio. t weniger Schweinefleisch erzeugt, was einem Rückgang von gut einem Viertel (-25,1 %) entspricht. Ein Grund für die sinkende Schweinefleischproduktion sind die bis Mai 2023 ebenfalls rückläufigen Schweinebestände in Deutschland.

Export rückläufig

Der deutsche Außenhandel mit Fleisch und Fleischwaren war im Jahr 2023 weiter rückläufig. Auf der Importseite blieb die Nachfrage trotz deutlicher Erholung von den Corona Schutzmaßnahmen durch die anhaltend hohe Inflation etwas gedämpft. Beim Export sorgten die nach wie vor bestehenden Einfuhrsperren wichtiger Drittländer für einen weiteren Rückgang der Schweinefleischexporte. Zudem konnte der kräftige Rückgang der Schweinefleischausfuhren in Drittländer (-22,5 %) das zweite Jahr in Folge nicht mehr durch den Binnenmarktabsatz kompensiert werden, da die Importnachfrage nach Schweinefleisch in anderen EU-Ländern im vergangenen Jahr ebenfalls stark rückläufig war (-15 %). Die Ausfuhr von Schlachtnebenerzeugnissen ging prozentual ähnlich stark zurück wie bei Schweinefleisch, da diese Produkte meist nur in Drittländern abgesetzt werden können.

Die Ausfuhrmenge von Fleisch und Schlachtnebenerzeugnissen ist mit einem Gesamtvolumen von rund 2,5 Mio. t im Vergleich zum Vorjahr um rund 14 % gesunken. Der Exportwert wuchs wegen gestiegener Preise minimal um rund 1 % auf 7,6 Mrd. Euro. Die Ausfuhren von Fleischwaren gingen in der Menge gegenüber dem Vorjahr um 3,3 % zurück und machten mit rund 529.000 t etwa 17 % der Ausfuhrmenge im Fleischsektor aus. Im Wert erhöhte sich der Anteil der Fleischwaren jedoch um drei Prozentpunkte auf nun rund 28 %. Der Gesamtwert aller Exporte im Fleischsektor belief sich auf gut 10,5 Mrd. Euro und damit 2,1 % mehr als im Jahr zuvor. Mindestens drei Viertel aller Fleischausfuhren entfallen jährlich auf den Schweinefleischsektor. Die Exporte von frischem und gefrorenem Schweinefleisch gingen auf ein Gesamtvolumen von gut 1,23 Mio. t zurück (-16 %). Dabei fielen die Drittlandexporte im Jahresvergleich um gut ein Fünftel zurück (-22,5 %). Im Jahr 2022 war der Rückgang der Drittlandexporte mit -33% deutlich höher. Der Grund für die Entspannung waren erfolgreiche Verhandlungen vor allem mit Südkorea über eine ASP-Regionalisierung und Neuaufnahme von Betriebszulassungen. Stark rückläufig war auch die Ausfuhr von Nebenprodukten mit einem Minus von insgesamt 19,1 %. Hauptursache hierfür ist die ASP-bedingte Einfuhrsperre vieler wichtiger Absatzmärkte (vor allem in Asien). Die Nachfrage nach diesen Produkten im Binnenmarkt ging um mehr als ein Fünftel zurück. Daher bleibt der Absatz dieser Produkte auf Drittlandsmärkten unverzichtbar.

Die Ausfuhren von Geflügelfleisch nahmen 2023 mit einem Gesamtvolumen von 430.318 t gegenüber dem Vorjahr um 14 % ab. Der Rückgang der Lieferungen wurde ausschließlich im Binnenmarkt verzeichnet. Beim Export in Drittländer wurde eine leichte Ausdehnung um 3,5 % erzielt. Hauptzielland für deutsches Geflügelfleisch innerhalb der EU blieben mit großem Abstand die Niederlande (44 %), wobei ein Großteil der Ware sehr wahrscheinlich über Rotterdam in Drittländer verschifft wurde. Wichtiges Importland außerhalb der EU ist seit dem Brexit das Vereinigte Königreich mit einem Anteil von gut 2,5 % an den deutschen Geflügelfleischexporten.

Import von Fleisch u. Fleischwaren

Die Einfuhrmenge von Fleisch- und Schlachtnebenerzeugnissen ging nach den vorläufigen Zahlen gegenüber dem Vorjahr um 77.788 t bzw. 3,7 % auf ein Gesamtvolumen von 2,02 Mio. t zurück. Die Fleischwareneinfuhr erholte sich im Jahr 2023 weiter vom kräftigen Rückgang des Jahres 2020 und stieg gegenüber 2022 um rund 2 % bzw. 7.000 t auf etwa 388.000 t an.

Der Einfuhrwert von Fleisch und Fleischwaren erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr auf ein Gesamtvolumen von knapp 10 Mrd. Euro (+2,5 %). Mehr als ein Fünftel (23 %) des Importwertes entfiel auf Fleischwaren. Dieser Anteil stieg gegenüber dem Vorjahr nur leicht an.

Ausblick auf die Fleischmärkte International

Die Food and Agriculture Organisation der UN (FAO) und die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) haben ihre Vorausschau auf die internationalen Agrarmärkte aktualisiert. Bei dem vor kurzem veröffentlichten Bericht wird davon ausgegangen, dass sich die weltweite Produktion und Verbrauch von Fleisch langsamer entwickeln werden als in der vorherigen Dekade. So wird die weltweite Fleischproduktion bis 2033 voraussichtlich um 12 % oder 41 Mio. t auf geschätzte 388 Mio. t SG-Äquivalent ansteigen. Der größte Teil des Wachstums wird in Asien stattfinden. Weltweit wird der Anstieg vor allem durch eine Ausdehnung der Geflügelproduktion um 19 Mio. t angekurbelt. In China wird die Erholung der Schweinefleischproduktion nach dem jüngsten ASP-Ausbruch den prognostizierten Rückgang der europäischen Schweineproduktion ausgleichen. Mehrere Faktoren bleiben für die EU-Produktion weiterhin hemmend, darunter gesellschaftliche Kritik, ASP-Ausbrüche sowie strengere Umweltgesetze und Tierschutzbestimmungen. Aufgrund günstigerer Wettbewerbsbedingungen wird der Produktionsanteil des Fleischangebots aus Lateinamerika weiter steigen. Der weltweite Konsum von Geflügel-, Schweine-, Rind- und Schaffleisch wird bis 2033 voraussichtlich um 16 %, 8 %, 11 % bzw. 16 % steigen. Der Pro-Kopf-Fleischkonsum wird laut Bericht bis 2033 um 2 %, also nur um 0,5 kg/Jahr/Person auf der Basis des Einzelhandelsgewichtsäquivalents (rwe) auf gut 28,6 kg/Jahr/Person steigen. Dies ist nur ein Drittel der Wachstumsrate des letzten Jahrzehnts. Der Konsum in den meisten Ländern mit hohem Einkommen wird weiterhin stagnieren und seine Zusammensetzung wird sich je nach Art und Qualität des konsumierten Fleisches ändern. Im Jahr 2023 machten die Länder mit hohem Einkommen gut 32 % des gesamten Fleischkonsums aus, wobei diese lediglich 16 % der gesamten Weltbevölkerung repräsentieren. Der jüngste Rückgang der Futterkosten und der allgemeinen Inflation in vielen Teilen der Welt konnten andere höhere Produktionskosten nicht vollständig ausgleichen. Daher bleiben die aktuell relativ hohen Einzelhandelspreise eine deutliche Bremse für das Nachfragewachstum. Darüber hinaus wird ein geringeres Bevölkerungswachstum und weitere demografische Aspekte nach Ansicht der FAO/OECD-Marktbeobachter das Wachstum der Gesamtnachfrage nach Fleisch beschränken. Der weltweite Fleischkonsum wird - wie die Fleischproduktion - voraussichtlich bis 2033 im Vergleich zum Basiszeitraum 2021-23 aber um 12% steigen. Der Fleischhandel war 2020-2021 auf einem historischen Höchststand, der größtenteils auf die hohe Importnachfrage Chinas während des ASP-Ausbruchs zurückzuführen ist, als China fast ein Viertel der weltweiten Importe ausmachte. China wird weiterhin versuchen, die eigene Produktion von Schweine- und Geflügelfleisch zu stützen, um die Selbstversorgung weitgehend zu sichern. Dies war jedoch nicht immer möglich, da beide Sektoren von der ASP bzw. HPAI deutlich beeinträchtigt wurden. Angesichts der Bedeutung des chinesischen Handels wird der globale Fleischhandel im ersten Jahr des Ausblicks weiter zurückgehen. Dennoch wird der Handel laut Prognose mit dem zugrundeliegenden Wachstum auf den afrikanischen Märkten wieder auf das Niveau von 40 Mio. t SG-Äquivalent zurückkehren, das zuletzt im Jahr 2021 erreicht wurde. Gute Aussichten auf Ausdehnung der Fleischexporte werden u. a. für Nord- und Südamerika prognostiziert. Die Exportländer dort werden voraussichtlich bis 2033 mehr als die Hälfte (56 %) der weltweiten Fleischexporte ausmachen. Der Anteil dieser Region wird im Prognosezeitraum weitgehend auf hohem Niveau stabil bleiben. Der Anteil der beiden größten Exporteure Brasilien und die Vereinigten Staaten, die jeweils 20 % ausmachen, wird im Prognosezeitraum ebenfalls auf hohem Niveau stabil bleiben. Der Anteil der Europäischen Union am weltweiten Fleischexport wird seinen Rückgang fortsetzen, der 2021 begann und 2033 nur noch 15 % erreichen wird. Das stärkste Wachstum der Importnachfrage kommt aus Afrika, das 73 % der zusätzlichen Importe aller Fleischsorten ausmachen wird. Während die chinesischen Fleischimporte im frühen Teil des Prognosezeitraums hoch bleiben, wird ein allmählicher Rückgang prognostiziert, da sich die Geflügel- und Schweinefleischproduktion von den Seuchenausbrüchen erholt. Was die Zusammensetzung betrifft, wird Geflügel 72 % der zusätzlichen Fleischimporte ausmachen, wodurch sein Anteil an den gesamten Fleischimporten bis 2033 auf 41 % steigen wird.

2. Entwicklung des Unternehmens

Die Gesellschaft erzielte im Berichtsjahr 2023 gesunkene Umsätze in Höhe von 43.795T€ (Vorjahr 48.484T€). Dies entspricht einer Veränderungsrate von 9,7%. Der Rückgang der Umsätze im Berichtsjahr 2023 vollzog sich insbesondere in der häufig umsatzstärkeren zweiten Jahreshälfte und ging mit einem Rückgang des mengenmäßigen Absatzes um 20,00% einher.

Der Rückgang der Umsätze basiert auf einem Nachfragerückgang insbesondere in den asiatischen Zielmärkten. In anderen Absatzmärkten blieben die Exporte weitgehend konstant oder konnten leicht ausgeweitet werden. Die Beschaffung von Schweine- und Geflügelfleisch außerhalb Deutschlands gewinnt für die Gesellschaft immer mehr an Bedeutung und hat auch im Berichtsjahr Marktanteile in Drittländern gesichert. Die Einschränkungen im Export für deutsches Schweine- und Geflügelfleisch zeigen nach wie vor Ihre Auswirkungen und schränken die Vertriebsmöglichkeiten nahezu unverändert ein.

Die Risiken eines Preisverfalls wurden von der Gesellschaft sehr genau beobachtet.

Die Exporte in von der Gesellschaft favorisierte Absatzmärkte ermöglichten einen zufriedenstellenden Umschlag der Warenbestände. Die Risikobeurteilung einzelner Abnehmer und Geschäfte wird weiterhin vorsichtig und in Abschätzung zu Chancen und Risiken betrieben.

Die Unternehmen der Gruppe erzielten im Jahr 2023 nachfolgende Ergebnisse:

• Zeimex Protein GmbH 26T€ und

• Pro Food Bulgaria EOOD -18T€.

II. Vermögenslage

Die Vermögenslage der Gesellschaft ist dem Geschäftsumfang angemessen. Die Bilanzsumme ist im Berichtsjahr um 1.185 T€ auf 14.192 T€ gestiegen. Im Berichtsjahr erhöhte sich das Sachanlagevermögen um 6 T€ auf 70 T€. Der Warenbestand erhöhte sich um 62 T€ auf 3.298 T€ (Vorjahr 3.236 T€), und die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich stichtagsbedingt auf 9.271 T€ (Vorjahr 8.238 T€). Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen nahmen um 187 T€ auf 163 T€ ab. Die sonstigen Vermögengegenstände sind gegenüber dem Vorjahr auf 1.075 T€ gestiegen.

Aufgrund der gestiegenen Bilanzsumme und der vorgenommenen Gewinnausschüttung verringerte sich die Eigenkapitalquote von 59,0 % auf 51,4 %.

Die Abnahme des Eigenkapitals resultiert aus der erfolgten Ausschüttung in Höhe von 1.100 T€ bei einem Jahresüberschuss von 725 T€.

Die Steuerrückstellungen verringerten sich um 194 T€ auf 382 T€. Es handelt sich um nicht veranlagte Steuern aus dem Vorjahr. Die Erhöhung der sonstigen Rückstellungen in Höhe von 181 T€ ist aufgrund eines Lagerschadens zurückzuführen. Die Verbindlichkeiten erhöhten sich um 1.574 T€ auf 5.061 T€. Die Inanspruchnahme eines Kontokorrentkredites in Höhe von 2.000 T€ und gestiegene Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (+ 1.576 T€) führten zu dieser Entwicklung. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen verringerten sich stichtagsbedingt um 979 T€ auf 604 T€.

III. Finanz- und Liquiditätslage

Das Umlaufvermögen der Gesellschaft erhöhte sich von 12.626 T€ auf 13.808 T€ (9,4 %).

Das kurzfristige Fremdkapital stieg um 1.560 T€ an. Es ergibt sich ein Netto-Umlaufvermögen (Net Working Capital) von 6.911 T€ (Vorjahr: 7.289 T€); das Netto-Umlaufvermögen hat sich um -5,2 % verringert. Es ergibt sich aus dem Umlaufvermögen abzüglich sämtlicher kurzfristiger Rückstellungen und Verbindlichkeiten. Es bestehen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2.402 T€, um kurzfristige Liquiditätsengpässe abzudecken. Die Guthaben bei Kreditinstituten betragen zum Bilanzstichtag 0 T€ (Vorjahr: 0 T€).

IV. Darstellung des Geschäftsergebnisses - Ertragslage

Die für die Gesellschaft wesentlichen Faktoren haben sich in 2023 gegenüber der Vorperiode wie folgt entwickelt:

Der Umsatz verminderte sich um -4.689 T€ (-9,7 %) auf 43.795 T€ bei einem um -1.051 T€ auf 33.780 T€ (-3,0 %) gesunkenem Wareneinsatz. Der Rohertrag verminderte sich von 13.653 T€ auf 10.015 T€. Die Rohertragspanne beträgt 22,9 % (Vorjahr: 31,2 %).

Die sonstigen betrieblichen Erträge betrugen im Geschäftsjahr 681 T€ (Vorjahr: 1.348 T€) und verminderten sich gegenüber dem Vorjahr um -49,5 %. Die Abweichung resultiert im Wesentlichen aus Erträgen aus Währungsumrechnung, die gegenüber dem Vorjahr um 743 T€ auf 417 T€ gesunken sind. Den Erträgen aus der Währungsumrechnung stehen Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von 728 T€ gegenüber. Für das Geschäftsjahr ergibt sich somit ein negativer Saldo aus der Währungsumrechnung in Höhe von -311 T€ (Vorjahr: 492 T€).

Die Personalkosten verringerten sich um -30 T€ auf 1.245 T€. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen verringerten sich um -2.993 T€ auf 8.151 T€. Die Minderung der sonstigen betrieblichen Aufwendungen resultiert im Wesentlichen aus den Kosten für Schadensersatz in Höhe von 850 T€, die im Vorjahr zurück gestellt wurden und in diesem Jahr nochmals um TEUR 300 erhöht wurden. Die Abschreibungen erhöhten sich um 39 T€ auf 55 T€.

Das Betriebsergebnis verminderte sich um -1.321 T€ auf 1.244 T€, in Relation zur Gesamtleistung beträgt das Betriebsergebnis 2,8 % (Vorjahr: 5,3 %).

Nach Abzug der Ertragsteuern ergibt sich ein um 938 T€ gesunkener Jahresüberschuss in Höhe von insgesamt 726 T€.

V. Risiko- und Chancenbericht

Das Auftreten der ASP in Deutschland hat den Export von deutschem Schweinefleisch in Drittländer nachhaltig beeinflusst. Wichtige Absatzmärkte für den Export von deutschem Schweinefleisch haben mit Ausbruch der ASP den Import von deutschem Schweinefleisch untersagt. Nur wenige Drittländer haben bisher Ihre Restriktionen beim Import von Schweinefleisch aus Deutschland aufgehoben. Künftige Lockerungen der gegenwärtig geltenden Restriktionen sind nur zu erwarten, wenn Abnehmerländer einer Regionalisierung in der Beurteilung des Seuchengeschehens zustimmen. Nach wie vor sind die Erfolge eine Rücknahme von Importrestriktionen einzelner Drittländer zu erreichen sehr gering.

Die Verfügbarkeit von Seecontainern und LKW-Transporten haben sich im Jahr 2023 normalisiert. Ein zügiger Umschlag der Warenbestände ist leichter geworden. Die Laufzeiten von Containern bis zum Bestimmungshafen haben sich gegenüber Vorjahren nicht verbessert und bedeuten nach wie vor längere Laufzeiten als noch vor einigen Jahren.

Das im Jahr 2022 und 2023 gestiegene Preisniveau für Fleischwaren hat Einfluss auf den Fleischmarkt. In Drittländern mit geringerer Kaufkraft wird die Nachfrage stark vom Preisniveau des Lebensmittels Fleisch beeinflusst. Hochpreisige Artikel lassen sich deshalb nur eingeschränkt vermarkten.

Insbesondere in Asien haben sich die Absatzmöglichkeiten von Schweine-, Rind- und Geflügelfleisch deutlich erschwert. Auch im Jahr 2023 sind einige in der Vergangenheit lukrative Absatzmärkte durch Handelsbeschränkungen (Einfuhrverbote, Schutzzölle) verloren gegangen. Andere wichtige Märkte wie die Volksrepublik China, haben Ihr Defizit in der Selbstversorgung ausgleichen können und haben nur noch deutlich reduzierten Importbedarf.

Ist der Anteil an Drittländern, die weiterhin die Einfuhr von deutschem Schweinefleisch zulassen deutlich reduziert, so bestehen jedoch weiterhin Wachstumschancen in einzelnen Absatzmärkten. Die Gesellschaft hat bereits in den Vorjahren vermeintlich unattraktive Absatzmärkte neu erschlossen und dadurch profitable neue Märkte bedienen können. Einigen dieser Drittländer kommt seit Ausbruch der ASP eine besondere Bedeutung zu und die Gesellschaft kann von Ihren langjährigen Handelsbeziehungen in diesen Märkten profitieren.

Viele Absatzmärkte im Drittland haben seit Ausbruch der ASP und Vogelgrippe in Deutschland einen wichtigen Lieferanten für Schweine- und Geflügelfleisch verloren. Bereits in den vergangenen Jahren hat die Gesellschaft Ihre Beschaffung auf andere EU-Länder und Drittländer ausgeweitet. Diese Verbindungen im Einkauf werden ausgeweitet und tragen dazu bei, auch zukünftig Handelsbeziehungen mit Abnehmern im Drittland aufrecht zu erhalten, die mit Schweinefleisch und Geflügel aus Deutschland nicht mehr beliefert werden können.

Für das Unternehmen besteht weiterhin die Chance, durch eine Ausweitung seiner Vertriebs- und Beschaffungsstrukturen in neuen Märkten, sowie der Stärkung und Erweiterung seiner bestehenden Strukturen, seine Position auszubauen und zu festigen. Die Ausweitung der Vertriebs- und Beschaffungsstrukturen bietet weitere Chancen zur Diversifikation von Risiken und neues Wachstum zu erschließen. Die hohe Agilität des mittelständischen Unternehmens ermöglicht es, schnell und flexibel auf Veränderungen im Markt zu reagieren und so seine Wettbewerbsposition zukünftig weiter auszubauen.

Die Lieferungen in die von der Gesellschaft favorisierten Zielmärkte werden größtenteils in Fremdwährung fakturiert. Die Absicherung von Risiken aus Fremdwährungslieferungen erfolgt fallweise in pauschaler Höhe, so dass keine Bewertungseinheiten gebildet werden können.

VI. Prognosebericht

Das Engagement der Gesellschaft in Exportmärkten wird auch künftig in Abwägung zu Chancen und Risiken betrieben und durch die Entwicklung der Weltwirtschaft geprägt werden. Durch das starke Vertriebsnetz der Gesellschaft in favorisierten Zielmärkten sollte es gelingen, die Wettbewerbsposition zu verteidigen.

Für 2024 rechnet die Gesellschaft mit überwiegend stagnierender Nachfrage nach Fleisch- und Fleischwaren in Ländern der EU, Afrika und Asien. Das Preisniveau für Schweine- und Geflügelfleisch im Export sollte sich auf einem hohen Niveau stabilisieren. In einzelnen Zielmärkten erwartet die Gesellschaft gesteigerte Umsätze da aufgrund lokaler Einschränkungen ein erhöhter Importbedarf besteht. Andere Zielmärkte, insbesondere in Asien, können nur noch sehr eingeschränkt oder gar nicht mehr beliefert werden und werden sich im Jahr 2024 negativ auf die Umsatzentwicklung auswirken. Aufgrund eines hochpreisig stagnierenden Marktniveaus, sowie den ASP / Vogelgrippe bedingten Einschränkungen und reduzierter Nachfrage in einigen Zielmärkten Asiens, erwartet die Berichtsgesellschaft im Geschäftsjahr 2024 reduzierte Erlöse gegenüber dem Vorjahr. Die Gesellschaft rechnet mit einem soliden positiven Betriebsergebnis.

 

Recklinghausen, den 10. September 2024

der Geschäftsführer

gez. Philipp Rhode

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 349.197,00 343.583,00
I. Sachanlagen 70.186,00 64.572,00
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 70.186,00 64.572,00
II. Finanzanlagen 279.011,00 279.011,00
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 279.011,00 279.011,00
B. Umlaufvermögen 13.808.328,58 12.626.085,42
I. Vorräte 3.298.412,82 3.236.507,95
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 10.509.915,76 9.389.303,65
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 163.212,01 350.548,09
2. sonstige Vermögensgegenstände 10.346.703,75 9.038.755,56
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 273,82
C. Rechnungsabgrenzungsposten 34.365,65 37.503,55
Summe Aktiva 14.191.891,23 13.007.171,97

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 7.295.036,26 7.670.209,34
I. Gezeichnetes Kapital 200.000,00 200.000,00
II. Gewinnrücklagen 100.000,00 100.000,00
III. Bilanzgewinn 6.995.036,26 7.370.209,34
davon Gewinnvortrag 7.370.209,34 7.705.496,64
B. Rückstellungen 1.835.854,39 1.849.610,10
C. Verbindlichkeiten 5.061.000,58 3.487.352,53
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2.401.579,28 1.269.705,58
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.925.177,18 349.913,48
3. sonstige Verbindlichkeiten 734.244,12 1.867.733,47
Summe Passiva 14.191.891,23 13.007.171,97

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 10.696.022,75 15.001.635,94
2. Personalaufwand 1.245.234,78 1.275.094,31
a) Löhne und Gehälter 1.094.624,54 1.101.600,29
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 150.610,24 173.494,02
3. Abschreibungen 55.264,68 15.791,90
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 16.814,62 15.791,90
b) auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen überschreiten 38.450,06
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 8.151.550,76 11.143.798,11
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 728.386,58 669.175,06
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 52.584,77 73.947,10
davon aus verbundenen Unternehmen 52.569,77 64.350,79
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 191.082,13 27.594,48
davon an verbundene Unternehmen 56.955,08 431,51
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 379.356,25 947.204,54
davon Erträge aus der Zuführung und Auflösung von latenten Steuern 76.135,38
8. Ergebnis nach Steuern 726.118,92 1.666.099,70
9. sonstige Steuern 1.292,00 1.387,00
10. Jahresüberschuss 724.826,92 1.664.712,70
11. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 7.370.209,34 7.705.496,64
12. Ausschüttung 1.100.000,00 2.000.000,00
13. Bilanzgewinn 6.995.036,26 7.370.209,34

Anhang

I. Allgemeine Angaben zum Unternehmen

Die Pro Food GmbH hat ihren Sitz in Recklinghausen. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Recklinghausen unter HRB 4380 eingetragen.

II. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses

Bei der Gesellschaft handelt es sich um eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB. Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches sowie den relevanten Vorschriften des GmbH-Gesetzes erstellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr.

III. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die immateriellen Vermögensgegenstände wurden nach ihrer voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben.

Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten - soweit es sich um abnutzbare Gegenstände handelt - reduziert um planmäßige Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen auf Zugänge des Geschäftsjahres werden grundsätzlich pro rata temporis linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer vorgenommen.

Die Finanzanlagen werden mit den Anschaffungskosten bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Die Vorräte werden zu Anschaffungskosten bzw. Herstellungskosten angesetzt. Soweit erforderlich, werden Abwertungen auf den niedrigeren beizulegenden Zeitwert vorgenommen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nominalwert angesetzt. Den in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthaltenen Risiken wird durch Bildung angemessen dotierter Einzel-und Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen.

Geschäftsvorfälle in fremder Währung wurden zum jeweiligen Tageskurs eingebucht. Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, wurden mit dem Euroreferenzkurs am Bilanzstichtag bewertet (§ 256a HGB). Gewinne und Verluste aus der Umrechnung von Fremdwährungsgeschäften werden erfolgswirksam erfasst.

Die flüssigen Mittel sind zu Nominalwerten bilanziert.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet Aufwendungen, die das Folgejahr betreffen.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verpflichtungen. Sie werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist.

Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag bilanziert.

Latente Steuern werden gemäß § 274 HGB auf temporäre Differenzen zwischen handels- und steuerlichen Wertansätzen ermittelt. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt auf Basis eines im Zeitpunkt des voraussichtlichen Abbaus von temporären Differenzen geltenden Steuersatzes und werden grundsätzlich mit einem Prozentsatz von 34,03 % für Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer bewertet. Im Geschäftsjahr 2023 ergibt sich ein Überhang aktiver Steuerlatenzen in Höhe von TEUR 81 aus temporären Differenzen zwischen handels- und steuerrechtlichen Wertansätzen. Diese basieren auf unterschiedlichen Methoden der Währungsumrechnung von Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Von dem Ansatzwahlrecht gem. § 274 Abs. 1 S. 2 HGB wird kein Gebrauch gemacht.

Hinsichtlich der Entwicklung des Sachanlagevermögens wird auf den beigefügten Anlagenspiegel verwiesen, der Bestandteil dieses Anhangs ist.

Bewegliche Vermögensgegenstände des Anlagevermögens, deren Anschaffungskosten € 800,00 nicht übersteigen, wurden in voller Höhe abgeschrieben (Geringwertige Wirtschaftsgüter).

Forderungen haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

Die Gesellschaft verfügt wie im Vorjahr über ein Stammkapital von € 200.000,00.

Sonstige Rückstellungen wurden für die Inanspruchnahme aus dem Schadenfall im Hafen von Thailand gebildet. Desweiteren wurden sie für Personalkosten (u.a. Sonderzahlungen, Urlaubsverpflichtungen, Berufsgenossenschaft) sowie Jahresabschluss- und Prüfungskosten gebildet.

Alle Verbindlichkeiten haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

V. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von € 417.370,72 (Vorjahr: € 1.160.710,27) enthalten.

Der GuV-Posten "sonstige betriebliche Aufwendungen" enthält Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von € 728.386,58 (Vorjahr: € 669.175,06).

VI. Sonstige Angaben

Anteile an verbundenen Unternehmen:

Firmenname / Sitz Anteilshöhe
%
Eigenkapital
T€
Jahresergebnis
T€
Jahr
Zeimex Protein GmbH, Recklinghausen 100,00 1.033 26 2023
Pro FOOD Bulgaria EOOD, Sofia/Bulgarien 100,00 6 -17 2023

Die Gesellschaft beschäftigte im Geschäftsjahr 2023 durchschnittlich 11 (VJ: 11) Arbeitnehmer.

Geschäftsführer war im Geschäftsjahr Herr Philipp Rhode, Bochum. Er ist einzelvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

Die Pro Food GmbH macht von dem Wahlrecht nach § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch und verzichtet auf die Angabe der Geschäftsführungsbezüge.

Die Angabe vom im Geschäftsjahr berechneten Honorar des Abschlussprüfers unterbleibt gem. § 285 Nr. 17 HGB.

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss 2023 auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Recklinghausen, den 26. August 2024

Philipp Rhode, Geschäftsführer

Bericht des Aufsichtsrats

n.a.

sonstige Berichtsbestandteile

 

Recklinghausen, den 11. Oktober 2024

gez. Philipp Rhode

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 11.10.2024 festgestellt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Pro Food GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Pro Food GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Pro Food GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hilden, 30. September 2024

WGS Sommermeier GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

gez. Sommermeier, Wirtschaftsprüfer

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