Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 266001
Vorher
heptus 399. GmbHapetito convenience GmbH
Eingetragen
10.5.2021
Branche
Herstellung von FertiggerichtenGroßhandel mit Mehl und GetreideproduktenGroßhandel mit Fleisch und Fleischwaren
Gegenstand
Herstellung bzw. Verarbeitung und Vertrieb und Handel von Lebensmitteln aller Art, insbesondere von Tiefkühlkost, Menü-Gerichten und ähnlichen Produkten

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Michael Pfüller
seit 16.8.2021
Geschäftsführer
Stefan Asche
seit 16.8.2021
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
CMP GOF III Holding S.á.r.l.LUX
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
30.000 €
100.00%

Beteiligungen

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

UNIQFOOD GmbH

München

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Lagebericht 2022

UNIQFOOD GmbH

Geschäftsmodell der UNIQFOOD GmbH

Geschäftsbereiche und Produkte

Die UNIQFOOD GmbH ist ein Produktionsbetrieb zur Herstellung von tiefgekühlten Fertig- und Teilfertiggerichten. Die Produkte werden vornehmlich unter Eigenmarken durch den Lebensmitteleinzelhandel (LEH) und den Tiefkühlheimdiensten an Endverbraucher vertrieben. Des Weiteren werden Pfannkuchen, Omeletts und in Teilen auch Fertiggerichte an den Fachgroßhandel für den Außer-Haus-Markt produziert und verkauft.

Standorte

Der rechtliche Sitz der Gesellschaft befindet sich in München. Der Sitz der Geschäftsführung sowie einziger Standort (Produktion, Vertrieb, Verwaltung) liegt in Hilter am Teutoburger Wald, Deutschland.

Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Die deutsche Wirtschaft hat sich im Jahr 2022 trotz Nachwirkungen der Corona-Pandemie und dem Beginn des Ukraine-Krieges im Februar im Vergleich zu 2021 positiv entwickelt. Nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamts ist das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahr 2022 um 1,9 Prozent höher als im Vorjahr 1 . Im Vergleich zum Jahr 2019, dem Jahr vor der Corona-Pandemie war das BIP noch nun um 0,7 Prozent höher. Die konjunkturelle Entwicklung in 2022 war geprägt vom Ukraine-Krieg, welches zu massiven Energiepreissteigerungen sowie verschärften Material- und Lieferengpässen sowie massiven Preissteigerungen für Lebensmittel geführt hat.

Die Inflationsrate erhöhte sich in 2022 stark um 7,9 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum 2 . Auch hier wirken sich die extremen Preisanstiege von Energie und Nahrungsmittel seit Beginn des Krieges in der Ukraine aus und führen zu dieser historisch hohen Inflationsrate.

Die Produktion im verarbeitenden Gewerbe sank im Jahr 2022 gegenüber dem Vorjahr um 0,6 % und lag damit um 5,0 % niedriger als im Vor-Corona-Jahr 2019 3 . Auch hier spielten die o.g. Themen der Energiekosten, aber auch der Material- und Lieferengpässe eine entsprechende Rolle. Zudem sind einige Exporte aufgrund von Sanktionen gegen Russland zurückgegangen. In der Nahrungsmittelindustrie wirkten sich ebenfalls die Folgen des Krieges aus, der Konsum in Deutschland für Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke ging um 4,4 % gegenüber 2021 zurück, wobei die Haushalte aufgrund der o.g. Preisentwicklung dafür 7,8 % mehr Geld ausgaben 4 .

Branchenspezifische Rahmenbedingungen in Deutschland

Das Segment der tiefgekühlten Fertiggerichte ist in Deutschland in den letzten Jahren gewachsen. Im Jahr 2022 ist das Segment im Umsatz weiterhin um 5 % gewachsen, jedoch ohne Preisbereinigung, was mengenmäßig auf einen Rückgang schließen lässt. Hier ist die Annahme, dass es aufgrund der enormen Preissteigerungen in 2022 zu einem veränderten Käuferverhalten gekommen ist. Ein wichtiger Trend ist eine Verschiebung der Umsätze von Markenprodukten hin zu den Eigenmarken der LEH-Kunden. Hiervon profitiert UNIQFOOD als Private-Label-Produzent. Die Versorgungssicherheit ist ein primäres Ziel der Handelskunden, Systeme und Prozesse von Herstellern sind auf weiteres Wachstum auszurichten.

Geschäftsverlauf

Das Kalenderjahr 2022 begann mit der Erwartung, wieder Normalität in allen Lebenslagen zu erreichen. Ein Ende der Corona-Pandemie gab Aussicht auf ein Wiederanlaufen des öffentlichen Lebens, mit Bürotagen beim Arbeitgeber und dem Ende von Zugangsbeschränkungen oder Lockdowns für gastronomische Betriebe, Freizeitaktivitäten oder kultureller Veranstaltungen. Am Ende des Jahres bleibt festzuhalten, dass nach Corona der nächste externe Schock, der russische Angriffskrieg in der Ukraine, die wirtschaftliche Entwicklung maßgeblich beeinflusst hat.

Das Umsatzniveau für Tiefkühlfertiggerichte ist weiterhin hoch. Der Geschäftsbereich Lebensmitteleinzelhandel erreichte in 2022 eine Steigerung zum Vorjahr, ebenso wie der Bereich Heimdienste, der trotz einem höheren Preisniveau seinen Markterfolg weiter ausbauen und erneut steigende Umsätze generieren konnte. Im Bereich der Großverbraucher ist nach den Corona-Jahren und einem niedrigen Niveau ein Wachstum im zweistelligen Prozentbereich erreicht worden, jedoch liegt dieser weiterhin unterhalb des Vor-Corona-Niveaus von 2019.

Forschung und Entwicklung

Nach den Corona-Jahren waren sowohl im LEH als auch im Heimdienst wieder vermehrt Angebotskonzepte gefragt, um die verlagerte Verpflegung von Betriebskantinen und Schulen nach Hause zu erfüllen. Die Produkte der UNIQFOOD GmbH mit Teilfertiggerichten sowie vollständigen Pfannengerichten im Schlauchbeutel werden hier stetig mit neuen Rezepturen weiterentwickelt.

Das Unternehmen bietet den Handelskunden nicht nur klassische "me too"-Varianten der Markenhersteller an, sondern hat hier innovative Neukonzepte im Angebot.

Die Produktentwicklung erarbeitet auf den Kunden individuell zugeschnittene Category-Konzepte mit trendorientierter Ausrichtung, beispielsweise zu alternativen Rohstoffen oder auch frische Varianten von traditionellen Gerichten, etc.

Auch fleischlose Mahlzeiten oder vegane Fleischersatz-Gerichte fanden Eingang in die Entwicklungsarbeit und wurden erfolgreich umgesetzt.

Neben dieser Rezeptur- und Produktentwicklung wurde im letzten Jahr gemeinsam mit Lieferanten die Entwicklung nachhaltigerer Verpackungslösungen vorangetrieben. Hier wurde sowohl die Recycelbarkeit als auch der CO 2 -Fußabdruck der Verpackungslösungen berücksichtigt.

Darüber hinaus wurden auch in 2022 die Produktionsprozesse stetig verbessert. Im Fokus stand hier durch die enormen Preissteigerungen im Energiesektor insbesondere Energieeinsparmaßnahmen und entsprechende Effizienzverbesserungen.

Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage

Geschäftsentwicklung

Nach dem Gesellschafterwechsel in 2021 und der damit einhergehenden "Anwachsung" des Geschäftsbetriebs in die heutige Gesellschaft, welche seit dem 03.05.2022 unter UNIQFOOD GmbH firmiert, bildet das Jahr 2022 das erste volle Geschäftsjahr. Da das Vorjahr als Rumpfgeschäftsjahr den Zeitraum vom 10.05.2021 bis 31.12.2021 umfasst, sind die Zahlen des Geschäftsjahres 2022 zu 2021 nur bedingt vergleichbar.

Finanzielle Leistungsindikatoren sind die Umsatzerlöse, die EBITDA-Marge sowie das Jahresergebnis.

Ertragslage

Für den Zeitraum Ihres Bestehens blickt die UNIQFOOD GmbH auf eine positive Ertragslage, welche sich wie folgt darstellt:

2022 2021
T€ % T€ %
Umsatzerlöse 124.748 97,3 49.198 106,1
Bestandsveränderungen 3.465 2,7 -2.833 -6,1
Gesamtleistung 128.213 100,0 46.365 100,0
Materialaufwand -94.722 -73,9 -33.361 -72,0
Rohertrag 33.491 26,1 13.004 28,0
Personalaufwand -16.712 -13,0 -6.302 -13,6
Sonstige betriebliche Aufwendungen -13.809 -10,8 -6.013 -13,0
Sonstige betriebliche Erträge 150 0,1 5.745 12,4
EBITDA 3.120 2,4 6.434 5,0
Abschreibungen -1.763 -1,4 -826 -1,8
Operatives Ergebnis 1.357 1,1 5.608 12,1
Zins- und Beteiligungsergebnis -707 -0,6 -399 -0,9
Ergebnis vor Steuern 650 0,5 5.209 11,2
Ertragssteuern -123 -0,1 -1.500 -3,2
Sonstige Steuern -259 -0,2 -15 0,0
Jahresüberschuss 268 0,2 3.694 8,0

Umsatzentwicklung

Der Umsatz im Geschäftsjahr 2022 lag über dem erwarteten Niveau, was jedoch im Wesentlichen auf die erzielten absatzseitigen Preiserhöhungen im 2. Halbjahr zurückzuführen ist. Der Bereich Großverbraucher erzielte dabei das größte Wachstum, da dort das Auslaufen der Corona-Situation die größten Auswirkungen gehabt hat. In 2022 gliederten sich die Umsatzerlöse wie folgt auf: Produzierte Tiefkühlwaren 83,6%, Handelswaren 16,1% und Sonstige und Übrige Umsatzerlöse 0,4%.

Ergebnisentwicklung

Im Jahr 2022 war das Ergebnis wesentlich von den externen Faktoren beeinflusst, insbesondere die starken Kostensteigerungen für nahezu alle Rohmaterialien sowie für Energie belasteten das Ergebnis, da diese nur zeitverzögert an die Kunden weitergegeben werden konnten. Dies war in der zweiten Jahreshälfte möglich, so dass sich das Ergebnis entsprechend verbesserte und für das Gesamtjahr noch ein Jahresüberschuss in Höhe von T€ 268 erzielt werden konnte.

Das Ergebnis in 2022 war ebenfalls beeinflusst von einem Cyberangriff auf den IT-Dienstleister der UNIQFOOD im Juni 2022 was zu einem ca. 14-tägigen Produktionsausfall führte und zudem deutliche Mehraufwände nach sich zog, da viele Tätigkeiten durch die enorme Einsatzbereitschaft der Mitarbeiter manuell ausgeführt werden mussten, mit dem Ziel, die Lieferausfälle für die Kunden auf ein Mindestmaß zu begrenzen. In diesem Zusammenhang ist zu berichten, dass dabei Teile des Belegarchives unwiederbringlich zerstört wurden, so dass die Gesellschaft ihren gesetzlichen Aufbewahrungspflichten nicht vollständig nachkommen kann. Neben diesem Archivverlust und den o.g. Mehraufwänden, welche im Jahresabschluss verarbeitet sind, sind der Gesellschaft jedoch keinerlei weiteren Verstöße oder nachhaltige Folgewirkungen (bspw. Kundenverlust) in Zusammenhang mit dem Cyberangriff bekannt geworden.

Die Rohertragsquote lag im Geschäftsjahr 2022 mit 26,1 % unterhalb des Vorjahres (28,0 %), da sich hier insbesondere die deutlich gestiegene beschaffungsseitige Kostensituation für Rohstoffe und die verzögerte absatzseitige Weitergabe im Verkaufspreis an die Kunden ausgewirkt hat.

Der Personalaufwand ist zu 2021 nicht nur aufgrund der unterschiedlichen Perioden erhöht. Im Rahmen des Carve-Outs aus der apetito AG wurden bei UNIQFOOD der Personalbestand erhöht und entsprechende Übergangs-Dienstleistungen der apetito AG beendet.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten im Schwerpunkt Kosten für Warenausgangsfrachten und Kommissionierung in Höhe von T€ 4.013, für Rechts- und Beratungskosten T€ 3.170, Mieten und Pachten T€ 2.600 und Aufwand für Reparatur und Instandhaltung T€ 1.355. Der Rückgang der sonstigen betrieblichen Erträge resultiert im Wesentlichen aus den im Vorjahr enthaltenen Erträgen aus der Anwachsung der apetito convenience AG & Co. KG in Höhe von T€ 5.314.

Die EBITDA-Marge beläuft sich nach alledem auf 2,4 % und liegt damit 1,9 Prozentpunkte über dem erwarteten Niveau.

Vermögenslage

Die Vermögensstruktur der UNIQFOOD GmbH stellt sich folgendermaßen dar:

31.12.2022 31.12.2021
T€ % T€ %
Langfristig gebundenes Vermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände 356 1,0 256 0,8
Sachanlagen 8.574 24,9 9.222 28,0
Finanzanlagen 56 0,2 56 0,2
8.986 26,1 9.534 29,0
Kurzfristig gebundenes Vermögen
Vorräte 19.645 57,0 15.191 46,2
Forderungen aus Lieferung und Leistung 846 2,5 5.904 17,9
Sonstige Forderungen und Abgrenzungen 944 2,7 487 1,5
Liquide Mittel 4.027 11,7 1.790 5,4
25.462 73,9 23.372 71,0
Bilanzsumme 34.448 100 32.906 100

Die Vermögensstruktur der UNIQFOOD hat sich im Jahr 2022 leicht von langfristigem Vermögen in kurzfristiges Vermögen gewandelt. Nach den enormen Kostensteigerungen, insbesondere im 2. Quartal wurden geplante Investitionsvorhaben zunächst gestoppt, da der Fokus zunächst vollständig auf der Ergebnissicherung und der Lösung operativer Themen wie Verhandlungen mit Kunden- und Lieferanten lag. Das gestiegene Vorratsvermögen Ende 2022 im Vergleich zum Vorjahr verdeutlicht den erheblichen beschaffungsseitigen Kostenanstieg in Rohwaren und damit auch Fertigwaren, welchen die externen Faktoren ausgelöst hatten.

Die Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände betrugen daher im Berichtszeitraum T€ 1.215. Die Investitionssumme wurde im Wesentlichen für Ersatzinvestitionen aufgewandt.

Das kurzfristig gebundene Vermögen bildet rund 74 % der Bilanzsumme und wird maßgeblich durch den Anteil der Vorräte beeinflusst. Diese sind aufgrund der weiterhin vorhandenen Lieferengpässe sowie die beschaffungsseitigen Kostensteigerungen im Vergleich zum Vorjahr deutlich erhöht. Weiterhin ist auf den Rückgang der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen hinzuweisen, welcher im Wesentlichen auf das Factoring zuzrückzuführen ist.

Finanzlage

Für das Geschäftsjahr 2022 ergibt sich folgendes Bild der Finanzlage:

2022
T€
Mittelzuflüsse /-abflüsse
Mittelzuflüsse aus der laufenden Geschäftstätigkeit 4.159
Mittelabflüsse aus der Investitionstätigkeit -1.215
Mittelabflüsse aus der Finanzierungstätigkeit -707
2.237

Ausgehend vom Jahresüberschuss in Höhe von T€ 268 ergibt sich ein Mittelzufluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit von T€ 4.159. Factoring-Vereinbarungen wirkten sich im Berichtszeitraum positiv auf den Mittelzufluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit aus.

Die Mittelabflüsse aus der Investitionstätigkeit betragen T€ -1.215. Diese resultieren im Wesentlichen aus Investitionen in das Sachanlagevermögen. Die Mittelabflüsse aus der Finanzierungstätigkeit betragen T€ -707 und resultieren im Wesentlichen aus gezahlten Zinsen.

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestanden im Geschäftsjahr nicht. Die bilanziellen Finanzverbindlichkeiten bestehen zum 31.12.2022 ausschließlich in Form des Gesellschafterdarlehens über € 5,0 Mio., welches langfristigen Charakter hat (> 1 Jahr Restlaufzeit).

Die Werte für das Vorjahr 2021 sind aufgrund der in 2021 stattgefundenen Anwachsung des Geschäftsbetriebs in die Gesellschaft nur bedingt vergleichbar.

Die Liquiditätssituation der Gesellschaft stellt sich Ende des Jahres sehr positiv dar. Das Bankguthaben bei den Kreditinstituten betrug rund € 4,0 Mio. Die Zahlungsfähigkeit der UNIQFOOD war daher zu jeder Zeit gegeben.

Die Kapitalstruktur der UNIQFOOD GmbH wird in der folgenden Tabelle dargestellt:

31.12.2022 31.12.2021
Eigenkapital T€ % T€ %
Gezeichnetes Kapital 25 0,1 25 0,1
Gewinnvortrag 3.694 10,7 0 0,0
Jahresüberschuss 268 0,8 3.694 11,2
3.987 11,6 3.719 11,3
Rückstellungen
Rückstellungen für Pensionen 5.621 16,3 5.750 17,5
Steuerrückstellung 649 1,9 247 0,8
Sonstige Rückstellungen 3.601 10,5 3.962 12,0
9.871 28,7 9.959 30,3
Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 10.148 29,5 8.885 27,0
Verbindlichkeiten ggü. verbundenen Unternehmen 5.898 17,1 5.678 17,3
Sonstige Verbindlichkeiten 3.504 10,2 3.490 10,6
Passive latente Steuern 1.040 3,0 1.175 3,6
20.590 59,8 19.228 58,4
Bilanzsumme 34.448 100 32.906 100

Durch positiven Jahresüberschuss des Jahres 2022 konnte das Eigenkapital der Gesellschaft leicht verbessert werden. In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen ist ein Gesellschafterdarlehen in Höhe von € 5,0 Mio. enthalten. Addiert man dies, so ergibt sich eine wirtschaftliche Eigenkapitalquote von 26,1 %.

In den sonstigen Rückstellungen sind neben den Personalrückstellungen (T€ 1.345 - vorrangig nicht genommene Freizeiten) im Wesentlichen Rückstellungen für ausstehende Rechnungen (T€ 1.082) und für Erlösschmälerungen (T€ 424) sowie ein Rückstellungsbetrag für drohende Verluste in Höhe von T€ 324 enthalten.

Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten im Wesentlichen eine noch zu transferierende Abfindungszahlung im Zusammenhang mit der Anwachsung des Geschäftsbetriebs im Jahre 2021.

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Im Durchschnitt des Geschäftsjahres waren bei der UNIQFOOD GmbH 325 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt.

Im Fokus unserer Personalarbeit stand neben der Gewinnung neuer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, insbesondere für den Stellenaufbau im Rahmen des Carve-Outs aus der apetito AG, die Bindung der qualifizierten Fach- und Führungskräfte an das Unternehmen.

Im Recruiting wurden dabei neue Kampagnen entwickelt, um im starken Wettbewerb um qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Region neue Akzente zu setzen. Der im Mai 2022 initiierte moderne Auftritt des Unternehmens als UNIQFOOD konnte dabei positiv genutzt werden.

Ein weiterer, wichtiger Bestandteil war und ist dabei auch die Ausbildung eigener Fachkräfte. Im Berichtsjahr wurden 10 junge Menschen in 3 verschiedenen Berufen ausgebildet.

Ebenso wichtig für den Erfolg des Unternehmens ist das Engagement, das Wissen und die Leistung der bestehenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Um qualifiziertes Personal zu halten und zu binden, bietet das Unternehmen zahlreiche Zusatz- und Gesundheitsleistungen an. Ebenso werden Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern durch regelmäßige Schulungen und Weiterbildungen qualifiziert und gefördert, sich im Unternehmen weiterzuentwickeln.

Chancen- und Risikobericht

Das interne Steuerungs- und Kontrollsystem der UNIQFOOD wird durch das Controlling in Zusammenarbeit mit allen Fachabteilungen umgesetzt. Die wichtigsten finanziellen Leistungsindikatoren sind dabei der Umsatz sowie die Profitabilität (EBITDA-Marge und Jahresergebnis). Die dafür relevanten Kennzahlen und die damit verbundenen Prozesse und Treiber werden in regelmäßigen Rhythmen (täglich, wöchentlich, monatlich) über entsprechende Analysen und Berichte erarbeitet und in den jeweiligen Abteilungen und Teams besprochen und entsprechende Ableitungen getroffen.

Die Chancen und Risiken werden nach absteigender Bedeutung angegeben.

Wesentliche Risiken

Das größte Risiko im Geschäftsmodell der UNIQFOOD sind nach wie vor die volatilen Rohstoff- und Energiemärkte. Auch wenn in 2022 mit den Kunden auf die Situation angepasste Vereinbarungen, insbesondere bezüglich der Kontraktlaufzeiten, getroffen werden konnten, bleibt dies auch zukünftig risikobehaftet, da von zahlreichen nicht beeinflussbaren externen Faktoren und aktuellen Entwicklungen abhängig, wie in 2022 insbesondere mit dem Beginn des Ukraine-Kriegs und den entsprechenden Auswirkungen leidvoll zu sehen war. Das Unternehmen setzt dabei auf den engen Austausch mit Kunden und Lieferanten und hat zudem seine Prognosefähigkeiten deutlich verbessert, so dass zukünftige Entwicklungen besser einschätzt und möglichst rasch reagiert werden kann.

Die Planbarkeit der Absätze der Kunden ist im Vergleich zu den Vor-Corona-Zeiträumen weiterhin eingeschränkt, da in 2022 die Einflüsse des Endes der Pandemie, der Beginn des Ukraine-Kriegs sowie dessen Folgen auf Preisentwicklungen im Bereich der Rohstoffe aber insbesondere für Privathaushalte in zahlreichen Ausprägungen zu deutlichen Verschiebungen in den Produktgruppen geführt hat. Die Sicherstellung der Warenverfügbarkeit stellt sich somit auch zukünftig als herausfordernd dar, ist jedoch weiterhin ein sehr wichtiges Ziel des Unternehmens.

Der Mangel an Fachkräften sowie qualifiziertem Personal verstärkt - bei steigender Nachfrage des Lebensmittelhandels - zusätzlich die Anforderungen an die Produktivität und Leistungsfähigkeit in der Herstellung und somit an die Aufrechterhaltung permanenter Lieferbereitschaft.

Produktrisiken werden durch die Qualitätskultur bei UNIQFOOD sowie die entsprechenden Prozesse in Qualität und Lebensmittelsicherheit minimiert. Die Qualitätskontrollen können, trotz aller Sorgfalt, keine 100 prozentige Sicherheit gewährleisten, insbesondere im Bereich der Rohwaren. Hier bemerken wir durch die Knappheit einiger Rohstoffe ein teilweise erhöhtes Risiko, welches dem Unternehmen mit erhöhten Kontrollen und Audits sowie der Auswahl der Lieferanten entgegenwirkt.

Risiken des Forderungsausfalls werden bei der UNIQFOOD GmbH schon aufgrund der Kundenstruktur mit den großen Lebensmitteleinzelhändlern als gering eingeschätzt. Durch die Kreditversicherungen im Rahmen des Factorings, ein professionelles Debitorenmanagement und ein straff organisiertes Mahnwesen konnten größere Zahlungsausfälle vermieden werden. Insolvenzen im großen Umfang blieben sowohl bei Lieferanten als auch bei Kunden aus. Auf der Lieferantenseite wird diesem mit einer Zwei-Lieferantenstrategie bzw. dem Vorhalten von entsprechenden Backup- und Notfalllösungen Rechnungen getragen.

Im Bereich der IT gewinnen Cyber-Angriffe zunehmend an Bedeutung, wie auch die Gesellschaft im Geschäftsjahr erfahren musste. Im Rahmen des aktuellen Carve-Outs besteht jedoch die Möglichkeit, dass neu aufzubauende Netzwerk nach den heutigen technischen Standards aufzubauen, so dass davon auszugehen ist, dass zukünftig das Risiko geringer ist als in der Vergangenheit. Es sind jedoch stets erhebliche Anstrengungen erforderlich, um diese Risiken zu minimieren.

Im Geschäftsjahr 2023 soll die Unternehmensfinanzierung neu aufgestellt werden. Hierfür laufen Gespräche mit Finanzierungspartnern. Obwohl die Unternehmensentwicklung und die Unternehmenskennzahl ein positives Bild vermitteln, besteht aufgrund des allgemeinen, gesamtwirtschaftlichen Umfeld eine gewisse Unsicherheit über die Finanzierungsbereitschaft der Finanzierungspartner.

Wesentliche Chancen

Das Marktvolumen für tiefgekühlte Fertiggerichte wächst im mehrjährigen Mittel seit einigen Jahren. Die Erhöhung der Produktionskapazität durch die geplante Investition in eine weitere Produktionsanlage sowie die Stärkung des Vertriebs macht es möglich, insbesondere im stark wachsenden Segment der IQF-Artikel an diesem Trend zu partizipieren.

Durch die vollständige Umsetzung des Carve-Outs aus der apetito AG ist die vollständige Ausrichtung aller Abteilungen auf das Geschäft der UNIQFOOD gegeben. Hieraus ergeben sich weitere Potentiale in Bezug auf Kosten und Effizienzen.

Zusätzlich sorgt die nach Ukraine-Krieg und Cyberangriff wieder erreichte Liefertreue und langjährige Zuverlässigkeit sowie die hohe Produktqualität für eine positive Kundenreputation. Gepaart mit einer starken Produktentwicklungsarbeit und der daraus resultierenden Vermarktungsmöglichkeit von "customized Products" sorgt diese für eine gute Marktposition - mit den sich daraus ergebenden Wachstumschancen.

Gesamtbeurteilung der Risiko- und Chancensituation

In der Zusammenfassung stellen sich die erläuterten Einzelrisiken im Unternehmen als bekannt, transparent und steuerbar dar. Hierbei liegt der bedeutendste Fokus auf den volatilen Preisentwicklungen und Versorgungsrisiken auf der Rohstoffseite. Die Vorhersage von Entwicklungen und Preistrends bleibt jedoch aufgrund zahlreicher externer Einflussfaktoren weiterhin herausfordernd.

Die positive Marktwahrnehmung des Unternehmens - sowohl auf Kunden- als auch auf Endverbraucherseite - gemeinsam mit dem Potential der Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie den Produktionsvoraussetzungen wird als großen Chance mit starkem Potenzial gesehen. Die Erweiterung von Produktionskapazität, die kundenindividuelle Entwicklung von Produkten sowie die Abbildung einer flexiblen Produktvielfalt im "Regal" sichern die zukünftige Wachstumsentwicklung und unseren Anspruch als kompetenter Partner unserer Kunden.

Als Ergebnis der Risikoanalyse inkl. der Berücksichtigung geeigneter und bereits eingeleiteter Gegenmaßnahmen, Vorsorgen und Absicherungen sehen wir auf Basis der aktuellen Risikobewertung keine konkreten bestandsgefährdenden Risiken.

Prognosebericht

Für das kommende Geschäftsjahr 2023 sehen wir weiterhin eine positiv stabilisierte Lage. Die weiterhin hohen Rohstoffpreise sorgen für ein hohes Umsatzniveau. Für das Geschäftsjahr 2023 wird mit einem Umsatz in Höhe von rd. € 152 Mio. geplant. Durch sich beruhigende Rohstoffmärkte und gleichzeitig veränderten Kontraktlaufzeiten gehen wir von stabilen Margen aus, so dass für das Gesamtjahr mit einer EBITDA-Marge von 2,9 % sowie einem Jahresüberschuss in Höhe von ca. € 1,0 Mio. geplant wird.

Für 2023 wird damit gerechnet, dass sich einige Rohstoffpreise sowie Energiekosten wieder reduzieren. Gleichzeitig werden sich die Lohnsteigerungen aus 2022 in vielen Branchen auswirken, so dass grundsätzlich mit einem höheren Preisniveau in vielen Bereichen zu rechnen ist. Gleichzeitig wird insbesondere bei den pflanzlichen Rohstoffen die Ernteerträge und evtl. Ausfälle durch Klimaauswirkungen Preise weiterhin stark und ggf. auch Verfügbarkeiten beeinflussen. Wir halten diese Effekte jedoch für steuerbar. Entsprechende Preisreduzierungen werden an die Kunden weitergegeben, um die Wettbewerbsfähigkeit der Gesellschaft im Markt zu erhalten.

Das Private-Label-Geschäft profitiert von der aktuellen gesamtwirtschaftlichen Lage, so dass auch wir davon ausgehen, weiteres Wachstum in einigen Produktfeldern generieren zu können. Dabei wird auch die Investitionsstrategie in die Modernisierung und Ausweitung der Marktpräsenz fortgesetzt.

 

München, den 2. Juni 2023

Bettina Fürstenberg

Andreas Schulig

Stefan Asche

Michael Pfüller

1 Vgl. Pressemitteilung Nr. 020 vom 13. Januar 2023, Statistisches Bundesamt.
2 Vgl. Pressemitteilung Nr. 022 vom 17. Januar 2023, Statistisches Bundesamt.
3 Vgl. Pressemitteilung Nr. 049 vom 7. Februar 2023, Statistisches Bundesamt.
4 Vgl. Pressemitteilung Nr. 106 vom 15. März 2023, Statistisches Bundesamt.

Bilanz zum 31. Dezember 2022

Aktiva

31.12.2022
31.12.2021
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 356.036,00 88.565,00
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 167.532,52
356.036,00 256.097,52
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.750.540,67 1.850.157,67
2. Technische Anlagen und Maschinen 5.342.373,00 6.453.118,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 752.826,00 830.815,00
4. Geleistete Anzahlungen 728.372,74 88.358,21
8.574.112,41 9.222.448,88
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 55.600,00 55.600,00
8.985.748,41 9.534.146,40
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 9.594.518,62 8.630.481,36
2. Fertige Erzeugnisse und Waren 10.050.896,77 6.560.886,89
19.645.415,39 15.191.368,25
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 846.101,10 5.903.508,78
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 0,00 375,80
3. Sonstige Vermögensgegenstände 911.394,17 470.908,57
1.757.495,27 6.374.793,15
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 4.026.841,95 1.789.891,81
25.429.752,61 23.356.053,21
C. Rechnungsabgrenzungsposten 32.833,00 15.848,36
34.448.334,02 32.906.047,97

Passiva

31.12.2022
31.12.2021
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Gewinnvortrag 3.693.659,68 0,00
III. Jahresüberschuss 267.709,86 3.693.659,68
3.986.369,54 3.718.659,68
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 5.620.978,00 5.750.468,00
2. Steuerrückstellungen 649.600,00 247.000,00
3. Sonstige Rückstellungen 3.601.286,89 3.961.738,64
9.871.864,89 9.959.206,64
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 10.148.033,44 8.885.307,03
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 5.897.935,21 5.678.104,14
3. Sonstige Verbindlichkeiten 3.504.330,94 3.489.670,48
19.550.299,59 18.053.081,65
D. Passive latente Steuern 1.039.800,00 1.175.100,00
34.448.334,02 32.906.047,97

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022

2022
10.05. - 31.12.2021
1. Umsatzerlöse 124.748.340,38 49.198.326,19
2. Erhöhung/Verminderung des Bestands an fertigen Erzeugnissen 3.465.434,46 -2.833.226,10
3. Sonstige betriebliche Erträge 150.474,23 5.745.458,75
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie
für bezogene Waren 92.464.371,41 32.281.724,97
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 2.257.428,73 1.079.601,57
94.721.800,14 33.361.326,54
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 13.844.280,98 5.119.199,61
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 2.868.180,55 1.183.093,55
16.712.461,53 6.302.293,16
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1.763.028,23 826.233,02
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 13.808.795,31 6.012.615,47
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 707.413,48 398.654,43
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 123.391,48 1.499.791,50
10. Ergebnis nach Steuern 527.358,90 3.709.644,72
11. Sonstige Steuern 259.649,04 15.985,04
12. Jahresüberschuss 267.709,86 3.693.659,68

Anhang für das Geschäftsjahr 2022

Grundlagen

Die UNIQFOOD GmbH, München, ist beim Registergericht München unter der Handelsregisternummer HRB 266001 gemeldet.

Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 3 HGB. Der Jahresabschluss wurde auf der Grundlage des Handelsgesetzbuches erstellt. Ergänzend waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten.

Für die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit wurden die Vermerke, die wahlweise in Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang zu machen sind, insgesamt im Anhang aufgeführt.

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die Bewertung erfolgte nach den allgemeinen Bestimmungen der §§ 252 bis 256a HGB unter Berücksichtigung der ergänzenden Vorschriften für Kapitalgesellschaften.

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Die Abschreibungen erfolgen grundsätzlich nach der linearen Methode über eine Nutzungsdauer zwischen drei und fünf Jahren.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer angesetzt. Die Abschreibungen werden bei Gebäuden linear sowie beim beweglichen Anlagevermögen linear vorgenommen. Die Abschreibungen auf Sachanlagen werden über Nutzungsdauern zwischen drei und 40 Jahren vorgenommen. Die zugrunde gelegten Nutzungsdauern liegen für Gebäude zwischen 33 und 40 Jahren, für Außenanlagen bei 15 Jahren und für technische Anlagen, Maschinen sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung zwischen drei und 15 Jahren.

Die geleisteten Anzahlungen werden mit dem Nennbetrag bewertet.

Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis € 800,00 wurden zum Zeitpunkt des Zugangs in voller Höhe abgeschrieben.

Die Anteile an verbundenen Unternehmen sind zu Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, gegebenenfalls zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Die Anschaffungskosten der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind grundsätzlich zu den Anschaffungskosten unter Anwendung der fortlaufenden Durchschnittsmethode bewertet. Die Herstellungskosten umfassen neben den Einzelkosten auch anteilige angemessene Gemeinkosten sowie den Werteverzehr des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist.

Fremdkapitalzinsen wurden nicht einbezogen. Ein Teil des Vorratsbestands wird zu Festwerten bilanziert.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden grundsätzlich zu Nennwerten angesetzt. Erkennbare Ausfallrisiken wurden durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko wurde bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen durch eine Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen.

Die liquiden Mittel wurden mit den Nominalwerten aktiviert.

Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert.

Für die Abzinsung der Pensionsverpflichtung wird der nach § 253 Abs. 2 HGB veränderte Rechnungszins auf Basis der letzten 10 Jahre, welcher sich für 2022 auf 1,78 % beläuft, zugrunde gelegt. Die Pensionsrückstellungen wurden durch versicherungsmathematische Gutachten belegt. Im Geschäftsjahr wurden die Rückstellungen nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren berechnet. Dabei wurden als Rechnungszins 1,78 % gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung, als Rententrend 2 % p.a., als Gehaltstrend 0 % p.a., als erwartete Fluktuation 0 % sowie die Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck zugrunde gelegt. Der in der Rückstellungsdotierung enthaltene Zinsanteil in Höhe von T€ 104 wird nicht im Personalaufwand, sondern gesondert im Zinsaufwand ausgewiesen. Der Unterschiedsbetrag im Sinne von § 253 Abs. 6 Satz 1 HGB zum 31. Dezember 2022 in Höhe von T€ 248 unterliegt einer Ausschüttungssperre gemäß § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB.

Jubiläumszahlungen erfolgen bei 10-, 25-, 35- und 45-jähriger Betriebszugehörigkeit von Mitarbeitern. Die Berechnung der entsprechenden Rückstellung erfolgt nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren mit einem Rechnungszinsfuß von 1,44 %. Zur Berücksichtigung der Fluktuation wird ein 10-%iger Abschlag auf den Wert Anwartschaftsbarwert vorgenommen.

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen sind zu dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt.

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Latente Steuern werden für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungspostender der UNIQFOOD GmbH ermittelt. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt dabei auf Basis des kombinierten Ertragssteuersatzes von aktuell rd. 29,0 %, der Körperschaftsteuer, Gewerbeertragsteuer und des Solidaritätszuschlags. Zum Bilanzstichtag ergab sich insgesamt ein passiver Überhang latenter Steuern, der entsprechend passiviert wurde.

Erläuterungen zur Bilanz

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist im beigefügten Anlagengitter (Anlage zum Anhang) dargestellt.

Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks

Die Guthaben bei Kreditinstituten betragen T€ 4.027 (Vorjahr T€ 1.790). Davon sind Teile in Höhe von T€ 2.169 (Vorjahr T€ 1.501) im Rahmen eines Factoringvertrages bis zum Zahlungseingang der verkauften Forderungen zur Auszahlung gesperrt.

Latente Steuern

Aktive latente Steuern resultieren aus unterschiedlichen Wertansätzen in der Steuer- und Handelsbilanz in Bezug Pensionsrückstellungen (T€ 726), Drohverlustrückstellungen (T€ 94) und sonstigen Rückstellungen (T€ 81).

Passive latente Steuern resultieren aus unterschiedlichen Wertansätzen in der Steuer- und Handelsbilanz in Bezug auf Vorräte (T€ 16), immaterielle Vermögensgegenstände (T€ 33) und Sachanlagevermögen (T€ 1.892).

Die latenten Steuersalden und deren Änderungen im Geschäftsjahr 2022 sind nachfolgend dargestellt:

31.12.2021
T€
Zugang
T€
Abgang
T€
31.12.2022
T€
Aktive latente Steuern 1.201 21 321 901
Passive latente Steuern 2.376 27 462 1.940
Saldo zum 31.12.2021 1.175 Saldo zum 31.12.2022 1.039

Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital beträgt T€ 25. Das Kapital wurde in voller Höhe eingezahlt.

Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen wurden u.a. für Gratifikationen, Resturlaubsansprüche, Gleitzeitkonten, Abfindungen, Jubiläumszahlungen, ausstehende Rechnungen, Jahresabschlusskosten, drohende Verluste und andere ungewisse Verbindlichkeiten gebildet.

Verbindlichkeiten

31.12.2022
T€
davon mit einer Restlaufzeit von bis zu 1 Jahr
T€
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr
T€
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 10.148 10.148 0
(im Vorjahr) (8.885) (8.885) (0)
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unterternehmen 5.898 5.898 0
(im Vorjahr) (5.678) (678) (5.000)
Sonstige Verbindlichkeiten 3.504 3.504 0
(im Vorjahr) (3.490) (240) (3.250)
davon aus Steuern: T€ 172 (im Vorjahr T€ 148)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit T€ 17 (im Vorjahr T€ 0)
19.550 14.550 5.000
(18.053) (14.803) (3.250)

Es bestehen keine Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren.

Von den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen T€ 851 (Vorjahr T€ 0) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und T€ 5.047 (Vorjahr T€ 5.678) sonstige Verbindlichkeiten, davon Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern betrugen T€ 5.000 (Vorjahr T€ 5.000). Die Laufzeit dieses Gesellschafterdarlehens wurde am 23. März 2023 verlängert bis zum 30 Juni 2024.

Aus der Bilanz nicht ersichtliche sonstige finanzielle Verpflichtungen nach § 285 Nr. 3a HGB

Es bestehen Leasing-, Miet- und Wartungsverträge. Daraus ergeben sich mittel- bis langfristig folgende jährliche Verpflichtungen:

Leasing
T€
Miete
T€
Wartung, Dienstleistung
T€
Summe
T€
2023 295 48 153 496
2024 185 48 15 248
2025 161 48 4 213
2026 68 48 4 120
2027 37 48 4 89
746 240 180 1.166

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse der UNIQFOOD GmbH gliedern sich wie folgt:

2022
T€
1.5.2021-31.12.2021
T€
Tiefkühlwaren 104.266 40.484
Erlöse Handelswaren 20.039 8.484
Sonstige Umlagen 147 95
Übrige 296 135
124.748 49.198

Die Umsatzerlöse wurden weit überwiegend im Inland erzielt.

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (T€ 106) sowie Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen (T€ 24).

Personalaufwand

In den sozialen Abgaben werden Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von T€ 89 (Vorjahr T€ 155) ausgewiesen.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Aufwendungen aus der Fremdwährungsumrechnung in Höhe von T€ 7 (Vorjahr T€ 0).

Zinsaufwendungen

Von den Zinsaufwendungen betreffen T€ 406 (Vorjahr T€ 121) verbundene Unternehmen sowie T€ 107 (Vorjahr T€ 142) die Aufzinsung von langfristigen Rückstellungen.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Der Ertrag aus der Veränderung der latenten Steuern beträgt T€ 135 (Vorjahr T€ -1.175).

Gewinnverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Gewinn auf neue Rechnung vorzutragen.

Weitere Angaben und Erläuterungen

Aufstellung des Anteilsbesitzes

Nr. Name und Sitz der Gesellschaft Quote Eigenkapital
T€
Ergebnis 2022
T€
1. hansa Tiefkühlmenü GmbH, München 100 % 24 -1
2. Menü-Variant GmbH, München 100 % 24 -1

Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt

2022 2021
Angestellte 87 71
Gewerbliche Arbeitnehmer 197 200
Befristet Beschäftigte 31 18
315 289
Auszubildende 10 7
325 296

Mitglieder der Geschäftsführung

 

Stefan Poppinga, Kaufmännischer Geschäftsführer, Ritterhude OT Stendorf (bis August 2022)

 

Stefan Asche, Vertriebsgeschäftsführer, Oldenburg

 

Bettina Fürstenberg, Vorsitzende der Geschäftsführung, Kaarst (seit Dezember 2022)

 

Michael Pfüller, Technischer Geschäftsführer, Sassenberg

 

Andreas Schulig, Kaufmännischer Geschäftsführer, Berlin; (seit August 2022)

Die Bezüge der Geschäftsführung betrugen im Geschäftsjahr 2022 T€ 469.

Außerbilanzielle Geschäfte

Die Gesellschaft nimmt an einem Factoring-Programm teil. Das Programm hat eine Laufzeit bis zum 31.12.2023 und eine Volumenhöhe von bis zu € 25,0 Mio. Der Rahmen wird zum Bilanzstichtag etwa zur Hälfte ausgeschöpft. Mit diesem Programm werden die Liquidität und der Finanzmittelfond gestärkt sowie die Finanzierungskanäle erweitert. Das Risiko von Forderungsausfällen (Delkredererisiko) geht auf den Faktor über. Daher werden die Forderungen ab Kauf durch den Faktor nicht mehr beim Unternehmen bilanziert.

Honorar des Abschlussprüfers

Das im Aufwand des Geschäftsjahres enthaltene Honorar des Abschlussprüfers beträgt T€ 46 und bezieht sich ausschließlich auf Abschlussprüfungsleistungen.

Konzernverhältnisse

Die GETI WILBA Holding GmbH, München, stellt als Muttergesellschaft im Sinne des § 290 Abs.1 HGB einen Konzernabschluss und -lagebericht für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen auf, der im Bundesanzeiger offengelegt wird. In diesen Konzernabschluss wird die UNIQFOOD GmbH als Tochtergesellschaft einbezogen.

 

München, den 2. Juni 2023

Bettina Fürstenberg

Andreas Schulig

Stefan Asche

Michael Pfüller

Entwicklung des Anlagevermögens

Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
01.01.2022
Zugänge
Umbuchungen
Abgänge
31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 102.714,00 128.514,28 167.532,52 0,00 398.760,80
2. Geleistete Anzahlungen 167.532,52 0,00 -167.532,52 0,00 0,00
270.246,52 128.514,28 0,00 0,00 398.760,80
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.887.487,19 0,00 0,00 19.389,41 1.868.097,78
2. Technische Anlagen und Maschinen 6.934.714,12 214.083,16 69.469,17 168.226,83 7.050.039,62
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 906.812,49 151.250,68 11.715,42 5.500,00 1.064.278,59
4. Geleistete Anzahlungen 88.358,21 721.199,12 -81.184,59 0,00 728.372,74
9.817.372,01 1.086.532,96 0,00 193.116,24 10.710.788,73
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 55.600,00 0,00 0,00 0,00 55.600,00
10.143.218,53 1.215.047,24 0,00 193.116,24 11.165.149,53
Abschreibungen
01.01.2022
Zugänge
Abgänge
31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 14.149,00 28.575,80 0,00 42.724,80
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
14.149,00 28.575,80 0,00 42.724,80
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 37.329,52 99.617,00 19.389,41 117.557,11
2. Technische Anlagen und Maschinen 481.596,12 1.393.880,33 167.809,83 1.707.666,62
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 75.997,49 240.955,10 5.500,00 311.452,59
4. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
594.923,13 1.734.452,43 192.699,24 2.136.676,32
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
609.072,13 1.763.028,23 192.699,24 2.179.401,12
Restbuchwerte
31.12.2022
31.12.2021
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 356.036,00 88.565,00
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 167.532,52
356.036,00 256.097,52
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.750.540,67 1.850.157,67
2. Technische Anlagen und Maschinen 5.342.373,00 6.453.118,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 752.826,00 830.815,00
4. Geleistete Anzahlungen 728.372,74 88.358,21
8.574.112,41 9.222.448,88
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 55.600,00 55.600,00
8.985.748,41 9.534.146,40

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die UNIQFOOD GmbH, München

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der UNIQFOOD GmbH, München, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der UNIQFOOD GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Osnabrück, den 2. Juni 2023

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Stefan Geers, Wirtschaftsprüfer

ppa. David Benjamin Lecomte, Wirtschaftsprüfer

Der Jahresabschluss zum 31.12.2022 wurde am 23.6.2023 festgestellt.

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