Stammdaten

Register
Amtsgericht Charlottenburg (Berlin) HRB 174916
Eingetragen
3.3.2016
Branche
Filmverleih und -vertrieb, nicht an private HaushalteBeteiligungsgesellschaftenTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Kraftwagen
Gegenstand
Der Erwerb und die Vermarktung von Filmrechten für eigene Rechnung und für Dritte, der Filmverleih sowie sämtliche mit dem Filmgeschäft zusammenhängenden Aktivitäten.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Magnus Vortmeyer
seit 5.9.2023
Geschäftsführer
Timm Oberwelland
seit 3.3.2016
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Tobis Holding GmbH
Germany
665.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

TPT Film Beteiligungs GmbH & Co. KG

Berlin

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021

Bilanz zum 31. Dezember 2021

AKTIVA

Vorjahr
T€
A. Anlagevermögen
I. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 195.978,18 224
II. Finanzanlagen
1. Sonstige Ausleihungen 775,00 1
196.753,18 225
B. Umlaufvermögen
I. Filmvermögen
1. Filmrechte 25.627.107,20 26.067
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 5.996.805,55 6.311
d. m. RLZ von mehr als 1 Jahr T€ 113
2. Sonstige Vermögensgegenstände 3.192.202,72 4.121
9.189.008,27 10.432
III. Kassenbestand. Bundesbankguthaben. Guthaben bei Kreditinstituten 986.546,38 490
C. Rechnungsabgrenzungsposten 25.389,09 57
36.024.804,12 37.271

PASSIVA

Vorjahr
T€
A. Eigenkapital
I. Kommanditkapital 9.624.177,69 9.401
II. Jahresüberschuss 2.091.814,50 810
11.715.992,19 10.211
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 565.345,32 154
2. sonstige Rückstellungen 2.152.550,00 1.573
2.717.895,32 1.727
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 11.084.474,42 12.853
2. Erhaltene Anzahlungen 1.297.335,00 758
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.916.261,73 3.080
4. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern RLZ bis 1 Jahr 0,00 1.500
5. sonstige Verbindlichkeiten 6.292.845,46 7.142
- davon aus Steuern T€ 255 21.590.916,61 25.333
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit T€ 37
36.024.804,12 37.271

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021

Vorjahr
T€
1 Umsatzerlöse 24.433.617,92 27.636
2 Filmaufwendungen -17.042.879,95 -22.354
3 Rohergebnis 7.390.737,97 5.282
4 Sonstige betriebliche Erträge 89.127,89 530
5 Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -2.374.140,72 -2.152
b) Soziale Abgaben -552.635,47 -2.926.776,19 -498
6 a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und auf Sachanlagen -72.435,03 -51
b) Abschreibungen auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens -133.333,33 -133
7 Sonstige betriebliche Aufwendungen -1.257.281,32 -1.222
8 sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 3,68 2
9 Zinsen und ähnliche Aufwendungen -649.869,46 -782
10 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -346.770,21 -164
11 Ergebnis nach Steuern 2.093.404,00 812
12 Sonstige Steuern -1.589,50 -2
13 Jahresüberschuss 2.091.814,50 810

Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2021

I. Allgemeine Angaben

Die TPT Film Beteiligungs GmbH & Co. KG (Amtsgericht Charlottenburg, HRA 51102) hat mit Wirkung zum 15.07.2015 sämtliche Geschäftsanteile der TOBIS Holding GmbH erworben.

Die persönlich haftende Gesellschafterin ist die TAO Holding GmbH (Amtsgericht Charlottenburg, HRB 169316 B, gezeichnetes Kapital: T€ 50).

Die TPT Film Beteiligungs GmbH & Co. KG hält die Mehrheit der Stimmrechte an mehreren Tochterunternehmen und stellt einen befreienden Konzernabschluss samt Konzernlagebericht zum 31.12.2021 auf. Der vorliegende Konzernabschluss ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt.

Den Jahresabschlüssen der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen liegen einheitliche Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden zugrunde. Die Einzelabschlüsse sind auf den Stichtag des Konzernabschlusses (31. Dezember 2021) aufgestellt.

Gegenstand des Unternehmens

Gegenstand des Unternehmens der Muttergesellschaft ist der Erwerb und die Verwaltung von Unternehmen, insbesondere aus dem Bereich der Medienbranche, Filmproduktion und Filmverwertung sowie die Übernahme der Geschäftsführung solcher Unternehmen.

Die konsolidierten Tochterunternehmen sind im Medienbereich tätig, wobei die Tätigkeitsfelder von der Filmproduktion bis zur Auswertung der Filmrechte im Kino, Fernsehen und Video/VoD reichen.

Konsolidierungskreis

In den Konsolidierungskreis sind die TPT Film Beteiligungs GmbH & Co. KG und deren Tochterunternehmen einbezogen. Die Konsolidierung erfolgt nach § 301 HGB, erstmalig zum 31.12.2015.

Der Konzern umfasst nachfolgende Gesellschaften, an denen die TPT Film Beteiligungs GmbH & Co. KG zum 31. Dezember 2021 unmittelbar oder mittelbar beteiligt ist und befreit diese von der Offenlegung eines Einzelabschlusses.

%
Tobis Film GmbH 100%
Tobis Film Management GmbH i. L. 100%
Modern Times GmbH 100%
Tobis Filmproduktion GmbH 100%
Tobis Filmproduktion Management GmbH i. L 100%
Tobis Filmproduktion München GmbH 100%
Tobis Home Entertainment GmbH 100%
Tobis Holding GmbH 100%

Befreiung nach § 264 HGB

Von der Offenlegung nach § 264 Abs. 3 Satz 2 HGB werden die nachfolgenden Firmen befreit: Tobis Holding GmbH, Tobis Film GmbH, Tobis Home Entertainment GmbH, Tobis Filmproduktion GmbH und Tobis Filmproduktion München GmbH.

Konsolidierungsmethoden

Der Konzernabschluss basiert auf den nach einheitlichen Regeln zum 31. Dezember 2021 aufgestellten Jahresabschlüssen.

Für die einbezogenen Tochterunternehmen wurde die Kapitalkonsolidierung nach der Neubewertungsmethode gemäß § 301 Abs. 1 HGB durchgeführt. Als Zeitpunkt der Erstkonsolidierung wurde der 31. Dezember 2015 gewählt.

Konzerninterne Umsätze, Aufwendungen und Erträge sowie alte Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den konsolidierten Gesellschaften wurden eliminiert. Wegen der untergeordneten Bedeutung wurde auf die Eliminierung von Zwischenergebnissen aufgrund konzerninterner Lieferungen und Leistungen verzichtet.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Sachanlagevermögen

Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden zu Anschaffungskosten abzüglich Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen werden nach der linearen Abschreibungsmethode vorgenommen.

Filmrechte

Das Vorratsvermögen enthält erworbene Filmrechte. Diese werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, abzüglich kumulierter Abschreibung angesetzt.

Die Abschreibung der Filmrechte erfolgt in Höhe von 100 % in den einzelnen Stufen der Verwertung des jeweiligen Filmrechts. Die einzelnen Stufen der Verwertungskette umfassen hauptsächlich die Auswertungsarten Kino, Video/VoD und Fernsehen.

Die investierten Eigenmittel in Koproduktionen sind als Aufwand im Berichtsjahr gebucht.

Über diese zu leistenden Beträge hinaus, sind keine weiteren Haftungsrisiken zu erwarten.

Vorräte

Die im Vorratsvermögen gehaltenen Filmverwertungsrechte setzen sich wie folgt zusammen:

T€
Filmlizenzen für 2022/2023 2.345
Sonstige Lizenzen 23.282
25.627

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit ihrem Nennwert abzüglich Pauschalwertberichtigungen angesetzt.

Rückstellungen

Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Verpflichtungen. Sie sind in Höhe des wahrscheinlichen Betrages angesetzt.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungs- bzw. Rückzahlungsbetrag angesetzt.

Umsatzrealisation

Die Umsatzerlöse aus der Kinoauswertung werden ab Kinostart entsprechend der Theaterabrechnungen realisiert. Die Höhe des Umsatzes ist direkt abhängig von den an den Kinokassen erzielten Einspielergebnissen. Die Umsatzrealisierung für Video/VoD erfolgt entsprechend über den Auswertungszeitraum. Sofern lizensiert, werden die Erlöse aus TV (Pay- TV und Free-TV) und SVoD bei jeweiligem Lizenzbeginn realisiert.

Filmaufwendungen

Die Filmaufwendungen enthalten im Wesentlichen die geleisteten Garantiezahlungen für den Erwerb der Lizenzrechte und Ergebnisbeteiligung an Lizenzgeber. Des Weiteren Entwicklungs- und Herstellkosten bei Eigenproduktionen, Beteiligungen an Koproduktionen und Herausbringungskosten.

Fremdwährung

Auf fremde Währung lautende Posten werden mit dem Kurs des Einbuchungstages oder bei Forderungen mit dem niedrigeren Kurs und bei Verbindlichkeiten mit dem höheren Kurs des Bilanzstichtages bewertet.

III. Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Zur Darstellung der Entwicklung des Anlagevermögens verweisen wir auf den folgenden Anlagespiegel:

Entwicklung des Konzernanlagevermögens in der Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021

Historische Anschaffungskosten
Stand zum 31.12.2020 Zugänge Abgänge Stand zum 31.12.2021
T€ T€ T€ T€
I. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 628 25 0 653
2. Geringwertige Wirtschaftsgüter 3 17 0 20
SUMME 631 42 0 673
Kumulierte Abschreibungen
Stand zum 31.12.2020 Zugänge Abgänge Stand zum 31.12.2021
T€ T€ T€ T€
I. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 404 54 0 457
2. Geringwertige Wirtschaftsgüter 3 17 0 20
SUMME 407 71 0 477
Buchwerte
Stand zum 31.12.2021 Stand zum 31.12.2020
T€ T€
I. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 196 224
2. Geringwertige Wirtschaftsgüter 0 0
SUMME 196 224

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen enthalten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr in Höhe von T€ 114.

Eigenkapitalspiegel

Kapitalanteile/Stand Kommanditkapital Rücklagen Jahresüberschuss
T€ T€ T€
31.12.2020 9.402 0 810
31.12.2021 9.624 0 2.092

Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten Rückstellungen für Abrechnungsverpflichtungen aus bereits erhaltenen TV, Video und VOD-Erlösen gegenüber Lizenzgebern.

Verbindlichkeiten

davon mit einer Restlaufzeit
bis 1 Jahr 1 - 5 Jahre über 5 Jahre
T€ T€ T€
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 8.971 2.114 0
(Vorjahr) (11.747) (1.106) (0)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.916 0 0
(Vorjahr) (3.275) (0) (0)
Verbindl. gegen Gesellschafter 0 0 0
(Vorjahr) (1.500) (0) (0)
Sonstige Verbindlichkeiten 1.205 5.000 0
(Vorjahr) (1.142) (5.000) (1.000)

Zur Besicherung der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind Ansprüche aus Forderungen aus diversen TV- und Home Entertainment Verträgen an den Darlehensgeber, in diesem Fall die Commerzbank AG, im Rahmen einer Globalzession abgetreten.

Bei den sonstigen Verbindlichkeiten wird ein für die Akquisition der Unternehmensanteile verwendetes Darlehen bilanziert. Das Darlehen valutiert zum 31.12.2021 mit T€ 6.000.

Zur Besicherung der Ansprüche des Darlehensgebers wurde der Geschäftsanteil an der Tobis Holding GmbH verpfändet - die Verpfändung dient der Sicherung aller Ansprüche des Darlehensgebers. Die Verbindlichkeiten gegenüber dem Finanzamt sind gegenüber der erhöht/nicht saldiert ausgewiesen.

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt:

T€
Erlöse aus Fernsehrechten 3.935
Erlöse aus Videorechten 2.196
Erlöse aus VoD Rechten 6.839
Leihmieten von Filmtheatern inkl. Auslands- und Nebenerlöse 3.912
Koproduktionsbeiträge/Verleihgaratien 1.803
Fördermittel 3.085
Sonstige 2.664
24.434

Die Umsatzerlöse des Vorjahres belaufen sich auf T€ 27.637. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von T€ 1.257 beinhalten Aufwendungen aus der Währungsumrechnung von T€ 4.

Die geschäftsführenden Gesellschafter haben in 2021 einen laufenden Gewinnvoraus in Höhe von T€ 720 erhalten.

V. Kapitalflussrechnung

Die konsolidierte Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2021 nach der indirekten Methode stellt sich folgendermaßen dar:

T€
Periodenergebnis (Konzernjahresüberschuss) 2.091
Abschreibungen/Zuschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens/UV 53
Zunahme/Abnahme von Rückstellungen 992
Zunahme/Abnahme der Vorräte, Forderungen aus L + L und andere Aktiva, soweit nicht Investitions- oder Finanzierungstätigkeit 1.569
Zunahme/Abnahme der Verb. L+L sowie and. Passiva, soweit nicht I. o. F 525
Zinsaufwendungen/Zinserträge 650
Ertragsteueraufwand/ertrag 346
Ertragsteuerzahlungen -64
Cash-Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 6.162
Auszahlungen für Inv. des Sach AV -25
Cash Flow aus der Investitionstätigkeit -25
Einzahlungen aus der Aufnahme von Krediten -1.769
Auszahlungen aus der Tilgung von Darlehen -1.000
Einzahlungen aus der Aufnahme von Gesellschafterdarlehen -1.500
gezahlte Zinsen -650
Zahlungen an Gesellschafter -720
Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit -5.639
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds 498
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 489
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 987

VI. Sonstige Angaben

Sonstige Verpflichtungen

Weiterhin hat die Gesellschaft Verpflichtungen aus dem Mietvertrag der Büroräume Kurfürstendamm 68 in Höhe von jährlich 420.000 €. Der Mietvertrag hat eine Laufzeit bis 2028 mit einem einmaligen Sonderkündigungsrecht zum Ende des Jahres 2023. Aus Kfz-Leasingverträgen bestehen Verpflichtungen bis 2022 i.H.v. 31.960,32 €, bis 2023 i.H.v. 19.241,62 € bis 2024 i.H.v. 7.188 € und bis 2025 i.H.v. 2.988 €

Außerdem es besteht eine Bankgarantie gegenüber der Europäischen Commission im Rahmen einer zugestandenen Filmverleihförderung in Höhe von 41.500,35.

Das Honorar für die Prüfung des Jahresabschlusses betrug 36.000 € für die Steuerberatung 26.726 €

Geschäftsführung

Die Gesellschaft wird von Timm Oberwelland und Theodor Gringel jeweils alleinvertretungsberichtigt geführt.

Arbeitnehmer

Im Jahresdurchschnitt 2021 waren im Konzern 46 Mitarbeiter als Angestellte beschäftigt.

 

Berlin, den 07. September 2023

Timm Oberwelland

Theodor Gringel

Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2021

Tobis Film ist ein Unternehmen der Medienbranche und zählt zu den ältesten unabhängigen Filmverleihern in Deutschland. Zu den Geschäftsfeldern der Tobis Film gehören neben der Auswertung internationaler Filme im Bereich Kino und Home Entertainment der Handel mit Fernsehrechten sowie die Entwicklung, Produktion und Koproduktion von deutschsprachigen Spielfilmen und Serien.

Als Obergesellschaft ist die TPT Film Beteiligungs GmbH & Co. KG die konzernleitende Muttergesellschaft. Mit den Bereichen Finanzen, Rechnungswesen, Controlling, Personal und Recht erbringt sie konzerninterne Dienstleistungen. Ihr obliegt die strategische Steuerung des Konzerns.

Über die geschlossenen Ergebnisabführungsverträge gehen die Einzelergebnisse der TOBIS Gesellschaften direkt auf den Einzelabschluss der TPT Film Beteiligungs GmbH & Co. KG ein.

Die gesamte Geschäftstätigkeit der TOBIS wird am Firmensitz in Berlin getätigt; für die Kinoauswertung in Österreich unterhält die Tobis Film GmbH eine Betriebsstätte in Wien.

Zudem wurde im Geschäftsjahr 2021 eine neue Firma, die Tobis Filmproduktion München GmbH, mit Sitz in München gegründet.

Die wesentlichen Leistungs- und Erfolgsfaktoren der TOBIS sind:

Die Anzahl der Kinozuschauer in Deutschland, Österreich und der Schweiz, die ein Film generiert, da sich der Kinoerfolg in der Regel auch auf die nachfolgenden Auswertungsstufen auswirkt.

Der Erwerb von Verfilmungsrechten an literarischen Vorlagen und Drehbüchern, der einem starken Wettbewerb ausgesetzt ist.

Die Entwicklung künstlerisch und kommerziell wertvoller Inhalte für die Auswertung als Film oder Serie.

Darüber hinaus sind ein ausgeprägtes Kontaktnetz sowie enge und vertrauensvolle Beziehungen zu den Geschäftspartnern wichtige Voraussetzungen für den Erfolg der Unternehmensgruppe.

A. Wirtschaftsbericht

Nach Angaben des Internationalen Währungsfonds (IWF) liegt die weltweite Wirtschaftsleistung 2021 mit 4,2% weit vor dem Vorjahresniveau. Als Grund dafür können die gelockerten Maßnahmen zur Bekämpfung der Covid-19 Pandemie genannt werden. Dank umfassender, staatlicher Hilfen für Kinos und Verleiher konnte die Unterhaltungswirtschaft positive Entwicklungen beobachten.

In der gesamten EURO-Zone gab es ein Konjunktur-Wachstum von 5,3%

Die Entwicklung der deutschen Wirtschaft lag 2021 bei 2,6% höher als im Vorjahresvergleich. Außerdem stieg der Privatkonsum um 3,5%. Die Bruttoanlageinvestitionen sind um 6,4% gestiegen. Das gesamt deutsche BIP wuchs im Vergleich zum Vorjahr um 2,6%.

Die deutsche Medien und Unterhaltungslandschaft ist eng an die Entwicklung der gesamten deutschen Wirtschaft gekoppelt.

In den vergangenen Jahren konnte hier ein moderates, aber stetiges Wachstum festgestellt werden. Nicht zuletzt durch die Verbreitung mobiler Endgeräte, sowie den Ausbau von Breitband-Technologien und digitaler Infrastruktur. Nachdem der Aufwärtstrend im Jahr 2020 nicht fortgesetzt werden konnte, ist im Jahr 2021 eine starke Erholung mit dem Anstieg des Branchenumsatzes bereits deutlich sichtbar.

Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PWC rechnet mit einem Umsatz-Aufschwung von 10,7% Umsatz für den gesamten Unterhaltungs- und Medienmarkt auf 63,5 Mrd. € (VJ: 55,4 Mrd. €).

Nach erheblichen Umsatzeinbrüchen im Jahr 2020 wuchs der Bereich Kino 2021 um 20,6% auf 405 Millionen Euro; liegt damit aber weiterhin deutlich hinter dem Vorpandemieniveau von 1,1 Milliarden Euro. Der Bereich Internetvideo konnte 2021 sein dynamisches Wachstum fortsetzen. Die Umsätze stiegen auf 2,4 Milliarden Euro - ein Umsatzplus von 26,1%.

Bis 2026 geht die PWC von einem Gesamtwachstum von 3,4% pro Jahr der Medien und Unterhaltungsbranche aus. Klarer Gewinner dieser Entwicklung sind jedoch diejenigen, die großen Fokus auf digitale Aufbereitung ihrer Inhalte legen.

Die Zahl der Kinostandorte, also der Städte und Gemeinden mit einem eigenen Kino, ist im Jahr 2021 leicht um 0,4% gesunken und liegt bei 939 (2020: 943). Jedoch immer noch deutlich über 900. Die Zahl der Leinwände ist von 4.926 im Jahr 2020 auf 4931 im Jahr 2021 gestiegen. 2021 kommen auf jede Leinwand knapp 16900 Einwohner und ist somit ist das Verhältnis zum Vorjahr gleichgeblieben.

Pandemiebedingte Hygieneauflagen und die zunehmende Konkurrenz durch das Angebot von Streaminganbietern verschärften die Situation an den Kinokassen trotz Aufhebung der Kinoschließungen. Zwar konnten die Umsätze an den Kinokassen gegenüber dem Krisenjahr 2020 ein Umsatzplus von 17,4% verzeichnen, jedoch reichen sie nicht an die Umsätze aus 2019 in Höhe von 1,0 Milliarden Euro heran. Insgesamt wurden im Jahr 2021 373 Millionen Euro an den Kinokassen erzielt. 2021 konnten 42 Millionen Kinobesuchern erfasst werden - gegenüber dem Vorjahr ein leichtes Plus von knapp 3 Millionen Besuchern. Ebenso stieg der durchschnittliche Eintrittspreis um 6,2% auf 8,87 Euro gegenüber 2020.

Die erfolgreichsten, deutschen Kinostarts im Jahr 2020 waren: "James Bond: Keine Zeit zu sterben" mit ca. 5,9 Mio. verkauften Tickets in nur drei Monaten und Spider-man: No way Home mit 2,6 Millionen Besuchern innerhalb von zwei Wochen.

Im deutschen Home-Entertainment-Gesamtmarkt setzte sich auch im vergangenen Jahr die ansteigende Tendenz des SVoD-Geschäfts (Subscription-Video-on-Demand) fort und konnte mit einem Umsatz von 1,9 Mrd. EUR ein Plus von 32 % gegenüber dem Vorjahr (1,57 Mrd. EUR) verzeichnen.

Weiterhin im Aufwärtstrend blieben auch die digitalen Auswertungsformen (Electronic-Sell-Through und Transactional-Video-on-Demand). Dort stiegen die Umsatzerlöse auf ein Gesamtvolumen von 482 Millionen Euro - ein Zuwachs um 6,9%.

Bei den physischen Medien hingegen setzt sich die rückläufige Tendenz weiter fort, natürlich auch bestärkt durch Nachwirkungen der Pandemiebedingungen. Im vergangenen Jahr reduzierte sich der Umsatz um 21 % auf Euro 0,548 Mrd. Dieser Trend hat sich im Jahr 2021 leider fortgesetzt.

Im Berichtsjahr konnte der fortführende Umsatzanstieg der S-VOD Auswertungsform den Rückgang bei den physischen Trägermedien kompensieren und führte für den Gesamtmarkt zu einem Plus um 3,6%.

C. Hinweise auf Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung

a) Chancen

Für die TOBIS Gruppe ergeben sich zusätzliche Erlöschancen aus den weiterhin wachsenden Umsatzerlösen auf Onlineplattformen, die sich aus der Digitalisierung und der Umgestaltung der Medienwelt entwickeln.

Die Geschäftsführung sieht in dem Trend des Mediennutzungsverhaltens der Konsumenten zu Videoinhalten und seriellen Formaten eine große Chance in der Produktion solcher Inhalte für Onlineplattformen und TV-Sender.

Durch die fortschreitende Digitalisierung verändert sich auch die Frequenz der Mediennutzung der Menschen durchgreifend. Der physische Bildtonträger wird zunehmend durch digitale Konsumformen abgelöst.

Es ist anzunehmen, dass die Investitionen neuer Marktteilnehmer in digitale HE Inhalte in Verbindung mit den daraufhin steigenden Investitionen etablierter Anbieter, zu einem insgesamt höheren Marktvolumen führt. Daher bestehen Chancen, dass der fortschreitende digitale Umbruch schneller zu mehr Umsatz führt, als erwartet.

Weitere Chancen ergeben sich durch den Aufbau neuer Partnerschaften sowie neuer Geschäftsfelder. So wird TOBIS neben Eigenproduktionen im Bereich Spielfilm und TV-Serie zukünftig auch Non-Fiction Formate produzieren.

Tobis konnte mit der amerikanischen Filmproduktionsgesellschaft Legendary Entertainment mit Sitz in Kalifornien ein gemeinsames Joint Venture Tobis Legendary TV GmbH im Juli 2022 am Standort München gründen, um deutsche Serienproduktionen für Streaming Anbieter und TV Sender herzustellen.

b) Risiken

Aus den betrieblichen Geschäftstätigkeiten und den Finanzierungstätigkeiten ergeben sich verschiedenste finanzielle Risiken. Die Finanzrisiken lassen sich nach den Kategorien Liquiditätsrisiken, Kreditrisiken und Marktrisiken (einschließlich Währungsrisiken und Zinsrisiken) untergliedern.

Das Geschäftsmodell der TOBIS Gruppe ist von der Gesetzgebung, Rechtsprechung und regulatorischen Eingriffen der öffentlichen Verwaltung abhängig. Risiken ergeben sich möglicherweise aus der anstehenden Novellierung des Filmförderungsgesetzes und einer Änderung des Rundfunkstaatsvertrages der Länder. Eventuelle Änderungen können sich negativ auf die Kosten und Erlössituation auswirken und zur Zurückhaltung in der Filmproduktion und bei Lizenzeinkäufen führen.

Risiken, die sich aus dem Geschäftsmodell direkt ergeben, insbesondere der Zugang zu Filmrechten und Inhalten sowie Absatzrisiken, nimmt die Gesellschaft bewusst in Kauf. Die Geschäftsführung ist der Überzeugung, dass diese Risiken im Verhältnis zu den Ertragsmöglichkeiten überschaubar sind.

Weitere, speziell pandemiebedingte Risiken sind unter anderem die unklare Infektionslage, welche kurz- und mittelfristig zu einer erneuten Schließung der Kinos und somit zu erneuten Umsatzeinbußen führen können. Darüber hinaus herrscht seit Öffnung der Kinos eine erhöhte Kinofilmfrequenz, was die Besucherzahlen von Tobis Filmen negativ beeinflusst hat.

c) Prognose

Die weitere Entwicklung im Kinomarkt wird voraussichtlich von geringen Steigerungen der Umsätze gekennzeichnet sein. So wird für den deutschen Kinomarkt bis 2023 ein durchschnittliches jährliches Wachstum des Umsatzes von 0,3 % erwartet. Für den linearen Fernsehmarkt wird ebenfalls eine relativ konstante Entwicklung auf vergleichsweise niedrigem Niveau vorhergesagt. Der durchschnittliche jährliche Anstieg soll sich bis 2023 auf 0,8 % belaufen.

Während sich der negative Trend im physischen Home-Entertainment-Markt weiterhin fortsetzen dürfte, sind die Wachstumsaussichten im digitalen Bereich des Home-Entertainment-Markts unverändert sehr positiv. So wird bis 2023 für den gesamten VoD-Markt ein Volumen von rund 1,6 Milliarden Euro erwartet, was einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate von 9,3 % entspricht. Das S-VoD-Segment wird hierbei mit einer jährlichen Steigerung von 11,3 % erwartungsgemäß über der voraussichtlichen Wachstumsrate im T-VoD-Segment (4,8%) liegen.

Quelle: PwC German Entertainment and Media Outlook 2019-2023

Die Geschäftsführung erwartet in dem nur leicht wachsenden Markt den Marktanteil der TOBIS Gruppe jährlich um 5 bis 10% zu erhöhen. Gleichzeitig wird ein großes Augenmerk auf die Konsolidierung und Optimierung der Kostenstruktur gelegt.

Die TOBIS Gruppe plant im laufenden Geschäftsjahr sechs Filme in Filmtheatern auszuwerten. Die Rechte für das Programm 2022 sind vollständig erworben und auch für das Folgejahr ist bereits ein Großteil der Filme eingekauft.

Die Geschäftsbereiche Verleih, Produktion und Koproduktion werden weiter nachhaltig ausgebaut.

Im Zentrum der Geschäftsstrategie der TOBIS soll weiterhin der Einkauf konkurrenzfähiger internationaler und nationaler Spielfilmproduktionen und deren kostenbewusste Vermarktung liegen. Zusätzlich werden die Erweiterung unserer Wertschöpfungskette in Richtung der Entwicklung und Produktion von seriellen Formaten, sowie die Vertriebs- und Verwertungsformen der Online-Distribution und die nachhaltige Auswertung der Film-Library im Fokus der Geschäftsleitung stehen.

Die Umsatzprognose für das Jahr 2020 konnte aufgrund noch andauernder Corona Bedingungen nicht erreicht werden.

Wir erwarten im Geschäftsjahr 2022 einen Umsatz zwischen T€ 14.000 und T€ 16.000.

Die Umsatz- und Erlössituation wird im Folgejahr nachhaltig verbessert.

 

Berlin, im September 2022

Die Geschäftsführung

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die TPT Film Beteiligungs GmbH & Co. KG, Berlin

Prüfungsurteile

Ich habe den Konzernabschluss der TPT Film Beteiligungs GmbH & Co. KG, Berlin, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) bestehend aus der Konzernbilanz zum 31.12.2021, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus habe ich den Konzernlagebericht der TPT Film Beteiligungs GmbH & Co. KG, Berlin, für das Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021 geprüft.

Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31.12.2021 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Ich habe meine Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Ich bin von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung übe ich pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifiziere und beurteile ich die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht, plane und führe Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinne ich ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

beurteile ich die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehe ich Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls ich zu dem Schluss komme, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, bin ich verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, mein jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Ich ziehe meine Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteile ich die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäfsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

hole ich ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Ich bin verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteile ich den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führe ich Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehe ich dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteile die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen gebe ich nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Ich erörtere mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die ich während meiner Prüfung feststelle.

Diese Bestätigung erteile ich aufgrund meiner am 11.10.2022 abgeschlossenen Abschlussprüfung und meiner Nachtragsprüfung, die sich auf die Posten "Sonstige Vermögensgegenstände" sowie "Sonstige Verbindlichkeiten" bezog. Auf die Begründung der Gesellschaft im geänderten Anhang unter dem Abschnitt "Verbindlichkeiten" wird hingewiesen.

 

Berlin, den 08.09.2023

Ferdinand, Wirtschaftsprüfer

Konzern-Kapitalflussrechnung

Cash-Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit T€
Periodenergebnis (Konzernjahresüberschuss) 2.091
Abschreibungen/Zuschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens/UV 53
Zunahme/Abnahme von Rückstellungen 992
Zunahme/Abnahme der Vorräte, Forderungen aus L + L und andere Aktiva, soweit nicht Investitions- oder Finanzierungstätigkeit 1.569
Zunahme/Abnahme der Verb. L+L sowie and. Passiva, soweit nicht 1. o. F 525
Zinsaufwendungen/Zinserträge 650
Ertragsteueraufwand/ertrag 346
Ertragsteuerzahlungen -64
1. Cash-Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 6.162
Cash-Flow aus der Investitionstätigkeit
Auszahlungen für Inv. des Sach AV -25
2. Cash Flow aus der Investitionstätigkeit -25
Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit
Auszahlungen aus der Tilgung von Krediten -1.769
Auszahlungen aus der Tilgung von Darlehen -1.000
Auszahlung aus der Rückführung von Gesellschafterdarlehen -1.500
gezahlte Zinsen -650
Zahlungen an Gesellschafter -720
3. Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit -5.639
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds 498
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 489
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 987

Konzerneigenkapitalspiegel zum 31. Dezember 2021

Kapitalanteile Einstellung in Rücklagen Gewinnvortrag Jahresüberschuss /- fehlbetrag Summe
31.12.2020 9.401.543 0 0 810.118 10.211.661
31.12.2021 9.624.178 0 0 2.091.814 11.715.992

Die Gewinne werden den Kapitalanteilen der Kommanditisten gutgeschrieben. Unter Hinweis auf § 264 c HGB und § 268 HGB erfolgt eine Aufstellung der Bilanz unter vollständiger Verwendung des Jahresergebnisses.

Es erfolgt kein Ausweis von Gewinnvorträgen, wegen des Ausweises des Jahresergebnisses unter dem Kommanditkapital.

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