RoweMed AG - Medical 4 Life

Juri-Gagarin-Ring 4, 19370 Parchim, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Schwerin HRB 7789
Eingetragen
28.10.2002
Branche
Herstellung von Bestrahlungs- und Elektrotherapiegeräten und elektromedizinischen GerätenForschung und Entwicklung im Bereich BiotechnologieGroßhandel mit medizinischen und orthopädischen Artikeln, Dental- und Laborbedarf
Gegenstand
Die Gesellschaft befasst sich mit Anwendungsmöglichkeiten von Spezial-Medical Produkten für die Medizintechnik. Dabei handelt es sich um Spezial-Dosier-, Misch- und Übertragungssysteme sowie Zubehör. Die Gesellschaft will Anwendungsmöglichkeiten in Form spezieller Dosier-, Misch- und Übertragungssysteme für neue Medikamente und Therapieformen entwickeln, herstellen und vertreiben. Die Systeme dienen der Flüssigkeits- und Gasübertragung im Life Science-Markt. Die Gesellschaft befasst sich auch mit allen in Verbindung und in Zusammenhang stehenden Geschäfte.

Finanzübersicht

Historie

Keine Bekanntmachungen für diesen Filter verfügbar

Management

NameRolle
Frank Dietrich
seit 8.9.2011
Vorstandsmitglied
Dirk Dr. Forberger
seit 21.7.2009
Vorstandsmitglied

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

RoweMed AG - Medical 4 Life

Parchim

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

Allgemeine Angaben

Die RoweMed AG mit Sitz in Parchim (Amtsgericht Schwerin, HRB 7789) ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 Abs. 1 HGB. Die Aufstellung des Jahresabschlusses einschließlich des Anhangs erfolgen nach den Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften.

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften des Dritten Buches des HGB (§§ 238 ff.) unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff. HGB) und des AktG aufgestellt. Erleichterungen werden teilweise in Anspruch genommen.

Die Gliederung des Jahresabschlusses entspricht den Vorschriften des HGB. Die Bilanzierungsmethoden des Vorjahres wurden unverändert übernommen.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Gewinn- und Verlustrechnung der Gesellschaft wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Anlagevermögen

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten, abzüglich Abschreibungen, bewertet. Sie wurden linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer abgeschrieben.

Sachanlagen wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wurden, sofern abnutzbar, um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert.

Geringwertige Vermögensgegenstände des Anlagevermögens mit Anschaffungskosten bis zu EUR 800,00 wurden im Geschäftsjahr sofort abgeschrieben.

Vorräte

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. zu Herstellungskosten angesetzt. Die Bewertung der Herstellungskosten erfolgte mit den Material- und Fertigungseinzelkosten sowie angemessener Teile der Gemeinkosten. In den Herstellungskosten sind Fremdkapitalzinsen für die Finanzierung der Produktionsmaschinen enthalten.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zu Nennwerten bilanziert. Sämtliche Forderungen sind innerhalb eines Jahres zur Zahlung fällig.

Auf die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde eine pauschale Wertberichtigung in Höhe von 1,0 % des nicht einzelwertberichtigten Nettoforderungsbestandes vorgenommen.

Rechnungsabgrenzungsposten

Die getätigten Zahlungen für Folgeperioden wurden aktiviert und über die Laufzeit der zu Grunde liegenden Verträge linear aufgelöst.

Sonderposten

Für Investitionszulagen und Investitionszuschüsse wurde ein Sonderposten gebildet, der über die Nutzungsdauer der einzelnen Wirtschaftsgüter aufgelöst wird.

Rückstellungen

Für ungewisse Verbindlichkeiten wurden Rückstellungen in dem Umfang gebildet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist und es sind grundsätzlich zukünftige Preis- und Kostensteigerungen mit einbezogen. Die Bewertung erfolgte mit dem Erfüllungsbetrag.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten wurden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Verbindlichkeiten, die in fremder Währung lauten, wurden zum Stichtag, soweit erforderlich, mit dem höheren Wechsel-kurs bewertet.

Erläuterungen zur Bilanz

Zur Entwicklung des Anlagevermögens verweisen wir auf die Darstellung auf Seite 5 dieser Anlage.

Grundkapital

Das Grundkapital ist in 101.500 Stamm-Stückaktien ausgegeben.

Gewinnvortrag

Der Gewinnvortrag entwickelt sich wie folgt: EUR EUR
Gewinnvortrag am 01.01.2023 738.726,22
Erhöhung aus Jahresüberschuss 2022 3.591.926,21
Ausschüttung -4.060.000,00 -468.073,79
Gewinnvortrag am 31.12.2023 270.652,43

Verbindlichkeiten

In den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind Verbindlichkeiten in Höhe von EUR 3.274.760,08 (Vj. TEUR 3.731) mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr enthalten.

Es bestehen Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren in Höhe von EUR 1.709.658,01 (Vj. TEUR 2.048), die ausschließlich die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betreffen.

Besicherung der Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten Sicherung

Sparkasse Parchim-Lübz (TEUR 1.626) Sicherungsübereignung Reinraumtechnik, Maschinen und sonstige Anlagegüter
LBBW (TEUR 1.984) Grundschuld

Erläuterung zur Gewinn- und Verlustrechnung

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen in Höhe von TEUR 144 p.a.

Sonstige Angaben

Ergebnisverwendungsvorschlag

Der Vorstand wird vorschlagen, das Ergebnis auf neue Rechnung vorzutragen.

Geschäftsführung

Zu alleinvertretungsberechtigten Vorständen waren Herr Dr. Dirk Forberger (Vorsitzender) und Herr Frank Dietrich bestellt, die diese Tätigkeit hauptberuflich ausüben.

Gemäß § 286 Abs. 4 HGB unterbleibt die Angabe der Gesamtbezüge der Vorstände.

Aufsichtsrat

Gemäß § 12 der Satzung hat der Aufsichtsrat 3 Mitglieder.

Mitglieder des Aufsichtsrates waren im Geschäftsjahr 2023 wie folgt:

Name/Wohnort Beruf/Tätigkeit Zugehörigkeit
Dr. Karl J. Werner, Schwerin Geschäftsführer
(Vorsitzender) HN Holding GmbH 01.01.-31.12.2023
Jakob-Hinrich Leverkus, Hamburg Kaufmann 01.01.-31.12.2023
(stellvertretender Vorsitzender)
Dr. Kerstin Wex, Lübow Leitende Angestellte 01.01.-31.12.2023
IT Dr. Gambert GmbH

Der Aufsichtsrat erhielt für 2023 eine Vergütung von insgesamt 17.500 EUR.

Arbeitnehmer

Die Gesellschaft beschäftigte im Geschäftsjahr 2023 durchschnittlich 161 Arbeitnehmer (Vj. 147) - davon 38 Angestellte, 120 gewerbliche Mitarbeiter und 1 Auszubildender.

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Es gibt keine Ereignisse nach dem Bilanzstichtag, die einen wesentlichen Einfluss auf die Geschäftsentwicklung haben.

 

Parchim, 10. Mai 2024

Dr. Dirk Forberger, Vorstandsvorsitzender

Frank Dietrich, Vorstand

Bericht des Aufsichtsrates zum Geschäftsjahr 2023

Das Geschäftsjahr 2023 verlief bei der RoweMed AG - Medical 4 Life sehr erfolgreich. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage waren durchweg positiv. Die Bilanzstruktur ist gekennzeichnet durch eine hohe Eigenkapitalquote.

Der Aufsichtsrat stand im Berichtsjahr in ständigem Kontakt mit dem Vorstand und hat ihn bei der Leitung des Unternehmens regelmäßig beraten sowie seine Geschäftsführung kontinuierlich überwacht, insbesondere durch intensive Kontrolle der Finanzkennzahlen, der Vorstandsberichte sowie durch gemeinsame vierteljährliche Sitzungen mit dem Vorstand. Dabei hat sich der Aufsichtsrat von der Recht-, Zweck- und Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung des Vorstandes überzeugt.

Der Vorstand ist seinen Informationspflichten nachgekommen und hat den Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend in standardisierter schriftlicher und mündlicher Form über die für das Unternehmen relevanten Ereignisse und Maßnahmen unterrichtet. Der Vorstand ging dabei auch auf die aufgetretenen positiven Planungsabweichungen ein und erläuterte die erfolgten Maßnahmen.

Der Aufsichtsrat hatte stets ausreichend Gelegenheit, sich mit den Berichten und Beschlussvorlagen des Vorstandes kritisch auseinander zu setzen sowie selbst Anregungen einzubringen. Darüber hinaus wurden vom Vorsitzenden des Aufsichtsrates mit den Mitgliedern des Vorstandes fachbezogene Einzelgespräche geführt. Der Aufsichtsrat war in alle Entscheidungen von wesentlicher Bedeutung für das Unternehmen eingebunden und hat, soweit nach Gesetz, Satzung bzw. Geschäftsordnung für den Vorstand erforderlich, seine Zustimmung erteilt.

Im Geschäftsjahr 2023 kam der Aufsichtsrat wie in den Vorjahren zu insgesamt vier Sitzungen zusammen, zu denen der Aufsichtsrat wie auch der Vorstand jeweils vollzählig vertreten waren.

Termin Datum Ort
1. Aufsichtsratssitzung 2023 21.02.2023 "Casino", Johannes-Stelling-Straße 19, 19053 Schwerin
2. Aufsichtsratssitzung 2023 07.06.2023 Casino", Johannes-Stelling-Straße 19, 19053 Schwerin
3. Aufsichtsratssitzung 2023 13.09.2023 Casino", Johannes-Stelling-Straße 19, 19053 Schwerin
4. Aufsichtsratssitzung 2023 28.11.2023 "Casino", Johannes-Stelling-Straße 19, 19053 Schwerin

In den Aufsichtsratssitzungen wurden regelmäßig die Umsatz- und Ergebnisentwicklung der Gesellschaft sowie die Finanzlage und Personalsituation beraten. Ferner sandte der Vorstand dem Aufsichtsrat monatlich die Betriebswirtschaftliche Auswertung (BWA) zu.

Am 07.06.2023 fand die ordentliche Hauptversammlung im Anschluss an die zweite Aufsichtsratssitzung des Geschäftsjahres 2023 statt.

In der 4. Aufsichtsratssitzung am 28.11.2023 wurde die Jahresplanung für das Geschäftsjahr 2024 diskutiert und verabschiedet.

Alle Mitglieder des Aufsichtsrates sowie des Vorstandes haben ihre Pflichten engagiert sowie mit hohem Verantwortungsbewusstsein wahrgenommen.

Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Baker Tilly, Schwerin hat den Jahresabschluss der RoweMed AG - Medical 4 Life für das Geschäftsjahr 2023 geprüft und einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt. Den Jahresabschluss und Prüfbericht des Abschlussprüfers haben alle Mitglieder des Aufsichtsrates rechtzeitig erhalten und die Dokumente eingehend geprüft. Der Aufsichtsrat hat sich nach eigener Prüfung der Unterlagen dem Ergebnis des Abschlussprüfers angeschlossen und sieht keinen Anlass Einwendungen zu erheben. Er billigt den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss der RoweMed AG - Medical 4 Life zum 31. Dezember 2023 und stellte ihn damit fest.

Der Aufsichtsrat stimmt nach eigener Prüfung dem Vorschlag des Vorstands zur Verwendung des Bilanzgewinns zu, der Gewinn soll in voller Höhe auf neue Rechnung in das Geschäftsjahr 2024 vorgetragen werden.

Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für Ihr Engagement, mit dem sie zu einem erfolgreichen Geschäftsjahr der RoweMed AG - Medical 4 Life beigetragen haben.

 

Schwerin, den 05.06.2024

Für den Aufsichtsrat

Dr. Karl J. Werner, Aufsichtsratsvorsitzender

In dem beigefügten, zur Offenlegung bestimmten verkürzten Jahresabschluss wurden die größenabhängigen Erleichterungen § 276 und § 327 HGB in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde folgender Bestätigungsvermerk erteilt:

"BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die RoweMed AG - Medical 4 Life, Parchim

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der RoweMed AG - Medical 4 Life, Parchim - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der RoweMed AG - Medical 4 Life, Parchim, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen."

 

Schwerin, den 10. Mai 2024

Baker Tilly GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
(Düsseldorf)

Dr. Siegfried Friedrich, Wirtschaftsprüfer

Anja Rodenberg, Wirtschaftsprüferin

Die Feststellung des Jahresabschlusses erfolgte am 05.06.2024.

Ergebnisverwendung lt. HV-Beschluss vom 05.06.2024 und 17.09.2024:

Die Versammlungen beschlossen über Ausschüttungen in Höhe von insgesamt EUR 5.075.000,00, die Einstellung eines Betrags in Höhe von EUR 1.012.177,60 des Bilanzgewinns in die "Anderen Gewinnrücklagen" und den verbleibenden Betrag als Gewinn vorzutragen.

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

1 Grundlagen des Unternehmens

Die RoweMed ist ein mittelständisches Medizintechnikunternehmen. Die Kernkompetenz liegt in der Entwicklung und Produktion von kundenspezifischen medizinischen Einmalartikeln. Bedient werden Kunden aus den Bereichen Medizintechnik, Pharma und Biotechnologie. Hier ist RoweMed in der Lage, komplette Projekte anzubieten, von der Produktentwicklung über die Zulassung bis hin zur Serienfertigung.

Zum Produktprogramm gehören medizinische Einmalartikel für die Zubereitung und Verabreichung von Medikamenten (Medical disposables). Beispiele hierzu sind Infusionsfilter, Spikes für Medikamentenvials und Infusionsleitungen. Für jedes dieser Produkte unterhält RoweMed eine Zulassung als Medizinprodukt (CE-Kennzeichnung). Sie werden unter der eigenen Marke RoweMed vertrieben. Dazu bedient sich das Unternehmen eines mehrstufigen Absatzkanals, der in vielen Jahren kontinuierlich aufgebaut wurde. Über ein europaweites Netz von Krankenhaushändlern werden die Produkte vertrieben.

Der zweite wesentliche Bestandteil des Produktprogrammes ist das OEM-Geschäft oder Industriegeschäft. Dabei handelt es sich um kundenspezifische medizinische Kunststoff-Komponenten und -systeme für Industrie-Kunden in den Bereichen Medizintechnik, Pharma und Biotechnologie. Die Realisierung erfolgt in enger Zusammenarbeit mit den jeweiligen Industriekunden. Hier bietet RoweMed komplette Projekte an, von der Produktentwicklung bis hin zur Serienfertigung. Die Verantwortung für die Zulassung der Produkte (Regulatories) liegt bei diesen Projekten in der Regel bei den Kunden. Dennoch ist von RoweMed auch eine umfangreiche Projektdokumentation gefordert.

Die Zusammenarbeit mit Forschungsinstitutionen ist ein wesentlicher Erfolgsfaktor für die Geschäftsentwicklung. Auch im Geschäftsjahr 2023 wurde die Vernetzung des Unternehmens mit wichtigen Forschungsinstitutionen weiter vorangetrieben. Eine zentrale Rolle spielen dabei die Hochschulen und Kliniken in der Region. RoweMed ist in einer Reihe von Verbundprojekten aktiv und engagiert sich darüber hinaus in verschiedenen Netzwerken, Arbeitsgruppen und Verbänden. Die bestehenden Forschungsprojekte werden planmäßig abgearbeitet.

2 Wirtschaftsbericht

2.1 Branchenspezifische und gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Die von RoweMed bearbeiteten Marktsegmente in den Bereichen Medizintechnik, Pharma und Biotechnologie zeichnen sich durch eine hohe Marktattraktivität und ein hohes Marktwachstum aus. Durch den rasanten wissenschaftlich-technischen Fortschritt in diesen Marktsegmenten entsteht eine Vielzahl an attraktiven Markt-Nischen, wie z.B. in der Zell- und Gen-Therapie. In diesen Marktnischen entsteht ein hoher und wachsender Bedarf an spezifischen auf die konkrete Anwendung zugeschnittenen single-use-Systemen. Genau auf diese Situation ist die RoweMed AG mit ihrem Leistungsspektrum strategisch ausgerichtet.

Die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen stellen die RoweMed wie die gesamte Industrie vor eine Reihe von Herausforderungen. Das Umfeld ist generell gekennzeichnet durch eine hohe Dynamik und eine Reihe von negativen Tendenzen. Hervorzuheben sind hier politische und rechtliche Rahmenbedingungen, der demografische Wandel, diverse Kostensteigerungen, sowie die Inflation und Zinsentwicklung.

2.2 Überblick über den Geschäftsverlauf

Der Verlauf des Geschäftsjahres 2023 war durchweg positiv. Die Auftragslage war über das gesamte Geschäftsjahr sehr gut. Die Produktionskapazität war dementsprechend komplett ausgelastet.

Die Umsatz- und Ertragsziele konnten deutlich übertroffen werden.

Die Belegschaft wurde von 151 auf 161 Mitarbeiter aufgestockt (Stand 31.12.2023).

2.3 Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage im Geschäftsjahr 2023 waren positiv. Das Katalog-Geschäft mit den Krankenhaushändlern (Medical disposables) entwickelte sich stabil.

Die Schlüsselkunden im Bereich Industrieprojekte entwickelten sich sehr gut und haben so maßgeblich zur positiven Entwicklung von Umsatz und Ertrag beigetragen. Die internen finanziellen Leistungsindikatoren, auf deren Basis die Steuerung des Unternehmens erfolgt, sind Umsatz, Gesamtleistung, EBIT, EBT und Cashflow.

Ertragslage: Das Rohergebnis konnte um 37 % von 13,8 Mio. EUR in 2022 auf 19,0 Mio. EUR gesteigert werden. Der Personalaufwand ist aufgrund von Neueinstellungen und Lohn- und Gehaltssteigerungen um rd. 21 % gestiegen. Es konnte ein außergewöhnlich gutes Vorsteuerergebnis (EBT 2023: 8.270 TEUR, Vorjahr 4.975 TEUR) erzielt werden.

Vermögenslage: Die Bilanzsumme hat sich leicht erhöht auf 15.948 TEUR (2022: 14.629 TEUR).

Die Eigenkapitalquote ist mit 52 % auf einem hohen Niveau (Vorjahr 44 %). Das Eigenkapital beträgt 8.235,0 TEUR (Vorjahr 6.393,6 TEUR).

Finanzlage: Die Liquiditätslage ist weiterhin positiv. Der Liquiditätspuffer bleibt auf hohem Niveau mit Finanzmitteln in Höhe von 3.829 TEUR (Vorjahr 2.799 TEUR). Weiterhin stehen dem Unternehmen Kontokorrentlinien im Gesamtumfang von 2.850 TEUR zur Verfügung, von denen zum Bilanzstichtag 0 TEUR in Anspruch genommen wurden. Das Unternehmen war und ist jederzeit in der Lage, alle fälligen Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen.

Investition: Im Jahr 2023 wurden 803 TEUR in Sachanlagen investiert. Alle Investitionen wurden plankonform realisiert.

Finanzierung: Die Finanzierungsstruktur der RoweMed bleibt stabil mit 4 beteiligten Banken. Für die Erweiterungen der Fertigung wurden Fördermittel in Anspruch genommen.

Im Jahr 2023 wurden Tilgungen in Höhe von 453 TEUR geleistet.

Das Zinsniveau ist aufgrund langfristiger Zinsbindungen stabil. Dividendenzahlungen an Gesellschafter erfolgten in Höhe von 4.060 TEUR.

3 Prognosebericht

Die Aussichten für das Geschäftsjahr 2024 sind gut. Allerdings gibt es Anzeichen für eine gewisse Abkühlung der Auftragslage. Wesentliche Ursache dafür sind diverse allgemeine negative wirtschaftliche Tendenzen, die auch den Life Science-Bereich erreicht haben.

Der Start in das Geschäftsjahr 2024 erfolgt mit einem Auftragsbestand in Höhe von 21,7 Mio. EUR (inkl. Rahmenverträge). Es wird weiterhin von einer kontinuierlichen positiven Unternehmensentwicklung ausgegangen. Bei einigen Kunden und Projekten wird aber insbesondere für das zweite Halbjahr 2024 mit einem Rückgang des Auftragsvolumens gerechnet.

Die Strategie der Besetzung attraktiver Marktnischen im Bereich medizinischer Einmalartikel wird weiterhin intensiv verfolgt. Hier bearbeitet RoweMed eine Reihe von aussichtsreichen Projekten, die auch für die kommenden Jahre eine weiterhin positive Unternehmensentwicklung absichern sollen. Es ist zu erwarten, dass einige Projekte aus der Entwicklungsphase in die Serienfertigung überführt werden. Einige Projekte befinden sich beim Kunden in späten Phasen der klinischen Erprobung. Nach erteilter Zulassung ist von einem dynamischen Wachstum bei den Anwendungen zu rechnen.

In allen bearbeiteten Marktsegementen bestehen stark wachsende regulatorische Anforderungen sowie spezielle Kundenanforderungen, vor allem bei den hygienischen Standards. Dazu gehören u.a. die Anforderungen gemäß GMP (Good Manufacturing Practice) sowie die Anforderungen gemäß neuer Medizinprodukte-Verordnung MDR (Medical Device Regulation). Die Erfüllung dieser komplexen Anforderungen bindet Ressourcen und verursacht Kosten.

Es wird insgesamt für das Geschäftsjahr 2024 ein kontinuierlicher aber im Vergleich zu dem außergewöhnlich guten Vorjahr wieder normaler Geschäftsverlauf erwartet, der an den entsprechenden Vorjahren anknüpft.

Mit einem hohen Material- und Personaleinsatz wird ein Vorsteuerergebnis auf einem Niveau von 1,9 Mio. EUR erwartet (Vorjahr 8,3 Mio. EUR).

4 Chancen- und Risikobericht

RoweMed bewegt sich in einem attraktiven dynamischen Marktumfeld. Chancen ergeben sich insbesondere durch den medizinischen Fortschritt. Dieser führt dazu, dass Medizintechnik weiterhin ein dynamischer Wachstumsmarkt bleibt.

Durch die Vielfalt an Aktivitäten in der Medizintechnik sowie in den angrenzenden Bereichen Pharmaindustrie und Biotechnologie ergeben sich eine Vielzahl an attraktiven Marktnischen für RoweMed. Der Bedarf an innovativen kundenspezifischen medizinischen Einmalartikeln ist in diesen Bereichen groß. In der Identifikation und Besetzung dieser Marktnischen liegt die zentrale Chance für die erfolgreiche Weiterentwicklung des Geschäftes der RoweMed. Zentraler Erfolgsfaktor ist die konsequente Positionierung als kompetenter Partner innovativer Unternehmen, der sowohl Kompetenz für die Produktentwicklung als auch für die professionelle Serienfertigung einbringen kann.

Durch das dynamische Marktumfeld ergeben sich neben den dargestellten Chancen allerdings auch Risiken für die Unternehmensentwicklung. Die rechtlichen Rahmenbedingungen für Medizinprodukte befinden sich in einem starken Wandel, ein Beispiel dafür ist die neue Medizinprodukte-Verordnung Medical Device Regulation (MDR). Durch die veränderte Rechtslage ergeben sich Unsicherheiten und Risiken bezüglich der Verkaufsfähigkeit eines Teiles des bestehenden Produktprogramms auf verschiedenen Ländermärkten. Auf der anderen Seite steigt sowohl bei Projekten für die Neuentwicklung von Medizinprodukten als auch bei der Pflege des bestehenden Produktprogramms der Aufwand für Marktüberwachung, Dokumentation und Zulassung.

Die für das Geschäftsjahr 2023 geplante Zertifizierung des Unternehmens nach MDR konnte nicht abgeschlossen werden. Ursache dafür ist die Überlastung der benannten Stelle und die damit verbundenen zeitlichen Verzögerungen.

Die Verkaufsfähigkeit des Produktprogrammes ist jedoch durch eine grundsätzliche Übergangsregelung gesichert.

Für das Geschäftsjahr 2024 erwartet RoweMed die erfolgreiche Umstellung des Unternehmens und der Produkte von der alten Medizinprodukte-Richtlinie MDD auf die neue Medizinprodukte-Verordnung MDR.

Weitere Risiken entstehen bei hoch innovativen Projekten, z.B. in den Bereichen Gen- und Zelltherapie. RoweMed steigt in der Regel zu einem frühen Zeitpunkt der Entwicklung in die Projekte ein. Die Folge sind lange Projektlaufzeiten und hohe Entwicklungsaufwendungen, bis die Produkte zur Marktreife gelangen. Weitere Unsicherheiten bestehen in den komplexen Zulassungsverfahren der Produkte. Nicht alle Entwicklungsprojekte werden erfolgreich umgesetzt. Die Amortisation ist langfristig und mit Risiken behaftet.

Auch durch den weltweiten Wettbewerb im Bereich Medizintechnik entstehen Risiken, die jedoch je nach Produkt und Projekt unterschiedlich ausgeprägt sind. Auf der einen Seite erhöht sich bei den Spezialprodukten im Industriegeschäft der Wettbewerbsdruck, da auch andere Marktteilnehmer zunehmend das komplette Spektrum von Entwicklung bis Serienproduktion abdecken können bei einem gleichzeitig hohen Niveau an Flexibilität und Geschwindigkeit. Auf der anderen Seite besteht bei Standard-Produkten ein hoher Wettbewerbsdruck, der im Wesentlichen durch das aggressive Vorgehen der großen internationalen Hersteller und den Kostendruck im Gesundheitssystem verursacht wird.

Die Versorgung mit Rohmaterialien und Komponenten hat sich normalisiert. Allerdings sorgen lange Lieferzeiten bei einigen Komponenten und Rohmaterialien für Verzögerungen bei den Projekten.

Ein weiteres Risiko für die zukünftige Geschäftsentwicklung ergibt sich aus signifikanten Kostensteigerungen bei Löhnen und Gehältern, Rohmaterialien und Komponenten sowie Energie. Hier wurden bereits entsprechende Gegenmaßnahmen ergriffen, insbesondere bei der Einkaufspolitik, Bevorratung, Kalkulation und Kundenverträgen. Dennoch belasten die hohen Kosten die Produkt-Kalkulationen und führen weltweit zu einer abnehmenden Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens.

Die identifizierten Herausforderungen sind beherrschbar, es wird Ihnen mit entsprechenden Maßnahmen begegnet. Insgesamt bestehen für das Unternehmen keine existenzbedrohenden Risiken.

5 Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Wir verweisen auf die Darstellung im Anhang.

6 Forschung und Entwicklung

Forschung und Entwicklung gehören weiterhin zu den Kernkompetenzen der RoweMed. In enger Zusammenarbeit mit den Kunden und den kooperierenden Forschungsinstitutionen entwickelt das Unternehmen in komplexen Entwicklungsprojekten spezifische Einmalprodukte für anspruchsvolle medizinische und medizinnahe Anwendungen. Die Entwicklungsergebnisse werden im Anschluss in die Serienfertigung überführt und steuern dann einen signifikanten Anteil zu der Umsatz- und Ertragsentwicklung des Unternehmens bei.

In der Entwicklungsabteilung der RoweMed AG waren im Geschäftsjahr 2023 7 Mitarbeiter beschäftigt.

In den komplexen Projekten arbeiten auch die anderen Unternehmensbereiche intensiv zusammen, insbesondere Vertrieb, Produktion, Produktmanagement und Regulatory Affairs.

 

Parchim, 10. Mai 2024

Dr. Dirk Forberger, Vorstandsvorsitzender

Frank Dietrich, Vorstand

Bilanz zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

EUR EUR TEUR
31.12.2023 (31.12.2022)
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 133.991,75 54
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 2.540.778,85 2611
2. Mietereinbauten 231.570,10 286
3. Technische Anlagen und Maschinen 2.898.181,72 2.888
4. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 848.195,19 726
5. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 198.875,26 162
6.717.601,12 6.673
6.851.592,87 6.727
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 1.613.204,38 2.322
2. Unfertige Erzeugnisse 448.714,57 253
3. Fertige Erzeugnisse 913.141,16 733
4. Geleistete Anzahlungen 12.500,00 0
5. Erhaltene Anzahlungen -3.126,73 -41
2.984.433,38 3.267
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.118.159,91 1.656
2. Sonstige Vermögensgegenstände 132.591,90 139
2.250.751,81 1.795
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 3.829.399,10 2.800
9.064.584,29 7.862
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 31.347,48 40
15.947.524,64 14.629

PASSIVA

EUR EUR TEUR
31.12.2023 (31.12.2022)
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 507.500,00 507
II. Kapitalrücklage 1.067.585,10 1.068
III. Andere Gewinnrücklage 487.822,40 488
IV. Gewinnvortrag 270.652,43 739
V. Jahresüberschuss 5.901.473,93 3.592
8.235.033,86 6.394
B. SONDERPOSTEN FÜR INVESTITIONS-
ZULAGEN UND INVESTITIONSZUSCHÜSSE 887.922,61 833
C. RÜCKSTELLUNGEN
1. Steuerrückstellungen 633.396,57 1.199
2. Sonstige Rückstellungen 1.904.241,90 1.525
2.537.638,47 2.724
D. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 3.609.786,62 4.062
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 422.746,44 387
3. Sonstige Verbindlichkeiten 254.396,64 229
- davon aus Steuern: EUR 237.099,91 (Vj: TEUR 163) - 4.286.929,70 4.678
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 15.737,29 (Vj: TEUR 38) - 15.947.524,64 14.629

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2023

2023 (2022)
EUR EUR TEUR
Rohertrag 19.045.941,91 13.881
Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -6.436.607,97 -5.293
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -1.203.689,29 -1.025
- davon für Altersversorgung: EUR 76.819,10 (Vj: TEUR 68) - -7.640.297,26 -6.318
Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -788.484,13 -677
Sonstige betriebliche Aufwendungen -2.348.737,17 -1.831
- davon aus Währungsumrechnung EUR 1.273,60 (Vj: TEUR 6) -
Zinsen und ähnliche Erträge 70.648,51 4
- davon aus Abzinsung EUR 5.048,95 (Vj: TEUR 2) -
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -63.262,96 -79
- davon aus Aufzinsung: EUR 1.545,69 (Vj: TEUR 1) -
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -2.368.656,93 -1.383
Ergebnis nach Steuern 5.907.151,97 3.597
Sonstige Steuern -5.678,04 -5
Jahresüberschuss 5.901.473,93 3.592

Zusammensetzung und Entwicklung des Anlagevermögens für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand 01.01.2023 Zugänge Umbuchungen Abgänge
EUR EUR EUR EUR
Immaterielle Vermögensgegenstände
Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 268.346,68 110.514,48 0,00 0,00
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 2.753.434,57 18.363,93 0,00 0,00
Mietereinbauten 849.490,01 0,00 0,00 0,00
Technische Anlagen und Maschinen 4.987.049,54 164.180,24 241.066,82 0,00
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.678.258,46 222.934,11 119.882,52 2.316,48
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 162.404,40 397.420,20 -360.949,34 0,00
11.430.636,98 802.898,48 0,00 2.316,48
Gesamt 11.698.983,66 913.412,96 0,00 2.316,48
Anschaffungs- und Herstellungskosten Kumulierte Abschreibungen
Stand 31.12.2023 Stand 01.01.2023 Zugänge Abgänge Stand 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
Immaterielle Vermögensgegenstände
Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 378.861,16 214.357,08 30.512,33 0,00 244.869,41
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 2.771.798,50 142.553,06 88.466,59 0,00 231.019,65
Mietereinbauten 849.490,01 563.816,71 54.103,20 0,00 617.919,91
Technische Anlagen und Maschinen 5.392.296,60 2.099.061,01 395.053,87 0,00 2.494.114,88
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.018.758,61 1.952.531,76 220.348,14 2.316,48 2.170.563,42
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 198.875,26 0,00 0,00 0,00 0,00
12.231.218,98 4.757.962,54 757.971,80 2.316,48 5.513.617,86
Gesamt 12.610.080,14 4.972.319,62 788.484,13 2.316,48 5.758.487,27
Bilanzwerte
Buchwert 31.12.2023 Buchwert 31.12.2022
EUR EUR
Immaterielle Vermögensgegenstände
Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 133.991,75 53.989,60
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 2.540.778,85 2.610.881,51
Mietereinbauten 231.570,10 285.673,30
Technische Anlagen und Maschinen 2.898.181,72 2.887.988,53
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 848.195,19 725.726,70
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 198.875,26 162.404,40
6.717.601,12 6.672.674,44
Gesamt 6.851.592,87 6.726.664,04

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck
Die Informationen auf dieser Seite stammen aus öffentlichen Quellen, offiziellen Registern oder werden von Drittanbietern bereitgestellt. Fusionbase übernimmt keine Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der Daten. Melde dich bei Fragen oder Anregungen über unser Kontaktformular.