I-man GmbH
Selbe AdresseGroßhandel mit Textilien
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Marc Philip Padwe seit 18.2.2025 | Geschäftsführer |
Thomas Rosenkranz seit 27.12.2023 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
123-Reg. Limited | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
HOST Europe GmbHKölnJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die HOST Europe GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der HOST Europe GmbH, Köln, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der HOST Europe GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Köln, 28. Juni 2024 EY
GmbH & Co. KG
Ueberschär, Wirtschaftsprüfer Ormanns, Wirtschaftsprüfer Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023
Anhang für 2023Allgemeine Hinweise Der vorliegende Jahresabschluss der HOST Europe GmbH (im Folgenden kurz: "HE"), Köln, wurde gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Für das Geschäftsjahr 2023 gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften i. S. d. § 267 Abs. 3 HGB. Die gesetzlichen Gliederungsschemata der §§ 266 und 275 Abs. 2 HGB wurden angewandt. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren i. S. d. § 275 Abs. 2 HGB gegliedert. Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, wurden die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und Davon-Vermerke größtenteils im Anhang gemacht. Registerinformationen Die Gesellschaft ist unter der Firma HOST Europe GmbH mit Sitz in Köln im Handelsregister des Amtsgerichts Köln unter der Nr. HRB 28495 eingetragen. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden, zum Vorjahr unveränderten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgeblich. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen nach der linearen Methode vermindert. Kundenstämme wie auch Geschäfts- oder Firmenwerte werden über einen Zeitraum von jeweils sechs (Kundenstämme) bzw. fünf (Firmenwerte) Jahren abgeschrieben. Lizenzen werden über drei Jahre abgeschrieben. Generische IP-Adressen unterliegen keiner Abnutzung und werden entsprechend nicht abgeschrieben. Für diese Vermögensgegenstände erfolgt eine regelmäßige Werthaltigkeitsüberprüfung. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- und Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Server sowie andere Anlagen werden über drei Jahre abgeschrieben. Betriebs- und Geschäftsausstattung wird über drei bis sieben Jahre abgeschrieben. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Die Abschreibungen werden nach der linearen Methode pro rata temporis vorgenommen. Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 800 sind im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst worden; ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden im Übrigen zeitanteilig vorgenommen. Bei den Finanzanlagen werden die Anteilsrechte zu Anschaffungskosten bzw. niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Liquide Mittel, Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde für das allgemeine Kreditrisiko zusätzlich eine Pauschalwertberichtigung vorgenommen. Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken, ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d. h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit einem laufzeitadäquaten Rechnungszinssatz abgezinst. Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Als passive Rechnungsabgrenzungsposten werden im Voraus geleistete Kundenzahlungen ausgewiesen, die einen Ertrag für eine bestimmte Zeit nach Bilanzstichtag darstellen. Aufgrund der mit der GoDaddy Deutschland GmbH, Köln, (im Folgenden: "GDD") als Organträger bestehenden ertragsteuerlichen Organschaft wird dieser das Einkommen der HE als Organgesellschaft zugerechnet. Die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge erfolgt auf Ebene der Organgesellschaft, wohingegen die hieraus resultierenden künftigen Steuerbe- oder -entlastungen im Jahresabschluss des Organträgers als Steuersubjekt berücksichtigt werden. Ein Ansatz latenter Steuern im Jahresabschluss der Organgesellschaft unterbleibt insoweit. Die Pflicht zur Anhangangabe nach § 285 HGB 30a, die sich aus dem deutschen Mindeststeuergesetz ergibt, entfällt somit. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet. Die Erfassung der Umsatzerlöse erfolgt grundsätzlich dann, wenn die Leistung abschließend erbracht wurde. Bei Verträgen mit einer längeren Laufzeit werden die Umsatzerlöse über die Laufzeit des Vertrags passiv abgegrenzt und leistungsgerecht ertragswirksam erfasst. Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt (siehe letzte Seite des Anhangs). Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände beinhalten, unverändert zum Vorjahr, im Wesentlichen Abschreibungen auf erworbene Softwarelizenzen. Die Zugänge im Kundenstamm der immateriellen Vermögensgegenstände sind auf den Übergang von Kunden der Tochtergesellschaft Host Europe Suisse AG auf die Host Europe GmbH (TEUR 1.026) zurückzuführen. Finanzanlagen Angaben zum Anteilsbesitz
Umrechnungskurs EUR/CHF per 31.12.2023 = 1,076576
* vorläufiges Eigenkapital und Ergebnis vor
Steuern (EBT)
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren im Wesentlichen aus kurzfristigen Darlehen inklusive angefallener Zinsen (TEUR 51.462, Vorjahr: TEUR 34.514), sowie aus Leistungsbeziehungen (TEUR -270, Vorjahr: TEUR 19.708). Hiervon entfallen TEUR 24.975 (Vorjahr: TEUR 28.470) gegen die Gesellschafterin GDD. Die Darlehensforderungen gegenüber GDD beinhalten die Forderung aus Ergebnisübernahme (TEUR 10.108, Vorjahr: TEUR 8.656). Aufgrund bestehender Aufrechnungsvereinbarungen wurden einander gegenüberstehende Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen verbundenen Unternehmen bilanziell aufgerechnet. Daher sind negative Salden für einzelne Positionen möglich. Die sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 1.723 (Vorjahr: TEUR 2.277) sind im Jahresvergleich gesunken. Sie enthalten verfügungsbeschränkte Sicherheitsleistungen mit einer unbestimmten Restlaufzeit von TEUR 1.059 (Vorjahr: TEUR 1.551). Der Rückgang resultiert im Wesentlichen aus Bankbürgschaften in Höhe von TEUR 364, die aufgrund von Bankenwechsel an die Host Europe GmbH zurückgezahlt und von einer Schwestergesellschaft wieder eingezahlt worden sind. Darüber hinaus enthalten die sonstigen Vermögensgegenstände Beträge in Höhe von TEUR 600 (Vorjahr: TEUR 653), die erst nach dem Abschlussstichtag rechtlich entstehen. Es handelt sich dabei um Warenrückvergütungen. Weiterhin enthalten sind Forderungen gegenüber Zahlungsabwicklungsdienstleistern in Höhe von TEUR 154 (Vorjahr: TEUR 89). Alle Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben unverändert zum Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Kapitalrücklage Die Kapitalrücklage beträgt TEUR 853 (Vorjahr: TEUR 542). Die Veränderung liegt in der Finanzierung der aktienbasierten Vergütung, sog. Restricted Stock Units (RSU), über die Kapitalrücklage begründet. Diese Einlage in die Kapitalrücklage in i. H. v. TEUR 311 wurde durch den Gesellschafterbeschluss vom 12. Juni 2024 beschlossen. RSUs sind eine Zusage des Unternehmens, Mitarbeiter zu einem zukünftigen Zeitpunkt Aktien des Unternehmens zu übergeben, sofern bestimmte Bedingungen wie z.B. das Verbleiben im Unternehmen für eine bestimmte Dauer erfüllt werden. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 2.630 (Vorjahr: TEUR 1.974) wurden wie im Vorjahr im Wesentlichen für personalbezogene Rückstellungen wie Boni und Urlaub sowie Rückstellungen für ausstehende Eingangsrechnungen gebildet. Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus gestiegenen Bonuszahlungen für Mitarbeiter (TEUR +247) sowie Rückbauverpflichtungen (TEUR +261). Verbindlichkeiten Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten sind im Verbindlichkeitenspiegel im Einzelnen dargestellt.
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren aus Leistungsbeziehungen (TEUR 13.730, Vorjahr: TEUR 22.821), sowie aus kurzfristigen Darlehen inklusive aufgelaufener Zinsen (TEUR 38.963, Vorjahr: TEUR 34.010). Einander gegenüberstehende Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen verbundenen Unternehmen wurden bilanziell aufgerechnet. Beim passiven Rechnungsabgrenzungsposten (TEUR 7.336, Vorjahr: TEUR 7.839) handelt es sich um erhaltene Vorauszahlungen von Kunden für Dienstleistungen, die erst nach dem Stichtag bereitgestellt werden. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse von insgesamt TEUR 46.385 (Vorjahr: TEUR 53.592) wurden im Wesentlichen durch das Kerngeschäft des Internet-Hostings erwirtschaftet. Von den Umsatzerlösen wurden TEUR 38.280 (Vorjahr: TEUR 40.024) im Inland, TEUR 3.217 (Vorjahr: TEUR 5.052) im europäischen Ausland sowie TEUR 4.888 (Vorjahr: TEUR 8.515) in Drittländern erzielt. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge sind insgesamt von TEUR 1.412 auf TEUR 919 gesunken. Im Wesentlichen ergibt sich der Rückgang aus der Währungsumrechnung (TEUR 988, Vorjahr: TEUR 1.306). Diese Position enthält sowohl unterjährig bereits realisierte Erträge als auch Erträge aus der Währungsumrechnung nach § 256a S. 2 HGB. Personalaufwand Der Personalaufwand betrug insgesamt TEUR 17.234 (Vorjahr: TEUR 16.900). Im Wesentlichen handelt es sich dabei um Gehälter (TEUR 15.239, Vorjahr TEUR 14.693) sowie Steuern und Sozialabgaben in Höhe von TEUR 1.995 (Vorjahr: TEUR 2.208). Außerdem enthalten sind Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von TEUR 11 (Vorjahr: TEUR 13). Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten TEUR 536 (Vorjahr: TEUR 1.768) aus unterjährig bereits realisierter als auch unrealisierter Aufwendungen aus der Währungsumrechnung nach § 256a S. 2 HGB. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind insgesamt von TEUR 10.361 auf TEUR 8.173 gesunken. Der Rückgang resultiert im Wesentlichen aus niedrigeren Marketing-Aufwendungen (TEUR -551) sowie gesunkenen Aufwendungen aus Währungsumrechnung. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge enthalten solche gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 1.231 (Vorjahr: TEUR 657). Zinsen und ähnliche Aufwendungen Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen beinhalten solche an verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 1.715 (Vorjahr: TEUR 1.576). Ferner sind in den Zinsaufwendungen solche aus der Abzinsung in Höhe von TEUR 6 (Vorjahr: TEUR 8) enthalten. Außerbilanzielle Geschäfte und sonstige finanzielle Verpflichtungen Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Zahlungsverpflichtungen im Wesentlichen für Miet-, Pacht-, Leasing-, Wartungs- und Serviceverträge in Höhe von insgesamt TEUR 486 (Vorjahr: TEUR 3.051). Davon sind binnen eines Jahres TEUR 486 (Vorjahr: TEUR 1.102) und in den darauffolgenden vier Jahren TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 603) und die verbleibenden TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 1.345) sind in mehr als fünf Jahren fällig. Der Rückgang der sonstigen finanziellen Verpflichtungen im Vergleich zum Vorjahr liegt in der frühzeitigen Beendigung eines Mietverhältnisses begründet. Die Miet- und Leasingverträge dienen dem Zweck der Schonung der Liquidität bzw. der zeitlichen Verteilung der Auszahlungen über den Zeitraum der Nutzung. Diesem Vorteil steht das Risiko der Bindung an eine festgelegte Vertragslaufzeit gegenüber. Sonstige Angaben Die HE ist über einen Ergebnisabführungsvertrag mit deren Alleingesellschafterin, der GDD verbunden. Während der Vertragsdauer ist die Gesellschaft verpflichtet, ihren ganzen Gewinn an die GDD abzuführen und Letztere verpflichtet, jedweden Verlust auszugleichen. Hierbei handelt es sich um eine ertragsteuerliche Organschaft. Geschäftsführung Thomas Rosenkranz, Geschäftsführer, München (seit 30. November 2023) Paul Ashcroft, Geschäftsführer, Krefeld (bis 30. März 2023) Nicholas Daddario, Geschäftsführer, Scottsdale/Arizona, Vereinigte Staaten Michele Lau, Geschäftsführerin, Seattle/Washington, Vereinigte Staaten (bis 17. November 2023) Muazzez Özbek, Geschäftsführerin, Berlin, (30. März bis 30. November 2023) Die Geschäftsführer sind stets alleinvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Gesamtbezüge der Geschäftsführung Durch die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung und aufgrund der Struktur der Geschäftsführeranstellungen wäre es möglich, Rückschlüsse auf ein einziges Gehalt zu ziehen. Daher verzichtet die Gesellschaft nach § 286 Abs. 4 HGB auf die Angabe der Geschäftsführergehälter. Mitarbeiter Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter:
Konzernzugehörigkeit Die GoDaddy Inc., Tempe/Arizona, USA, stellt einen Konzernabschluss sowohl für den kleinsten als auch für den größten Kreis von Unternehmen auf, in den der Jahresabschluss der Gesellschaft einbezogen wird. Unter Berücksichtigung der Befreiungsvorschrift des § 292 HGB verzichtet die HE auf die Aufstellung eines eigenen Konzernabschlusses und Lageberichts, da die Gesellschaft in den befreienden Konzernabschluss der GoDaddy Inc. zum 31. Dezember 2023 einbezogen wird. Der Konzernabschluss der GoDaddy Inc. wurde in Übereinstimmung mit § 292 HGB auf Grundlage der US-amerikanischen Generally Accepted Accounting Principles (US-GAAP) erstellt und von einem zugelassenen Abschlussprüfer geprüft. Darüber hinaus erfüllt der Abschluss die Bilanzierungs- und Berichterstattungsanforderungen der US-amerikanischen Börsenaufsichtsbehörde (Securities and Exchange Commission - SEC), zu denen die GoDaddy Inc. einhergehend mit der Börsennotierung in den USA verpflichtet ist. Der Konzernabschluss, der Konzernlagebericht und der Bestätigungsvermerk wurden in englischer Sprache im Unternehmensregister offengelegt. Der befreiende Konzernabschluss unterscheidet sich dabei von einem Konzernabschluss nach deutschem Handelsrecht im Wesentlichen in folgenden Punkten: Nach US GAAP werden Geschäfts- oder Firmenwerte nach dem sogenannten impairment-only approach bewertet und bei Vorliegen eines Impairments außerplanmäßig abgeschrieben. Nach deutschem Handelsrecht werden dagegen Geschäfts- oder Firmenwerte planmäßig über ihre Nutzungsdauer abgeschrieben. Operating Leasingverträge werden nach US GAAP bilanziell erfasst, in dem ein Nutzungsrecht durch den Leasingnehmer aktiviert wird und die zukünftigen Zahlungsströme aus der Leasingverpflichtung als abgezinste Verbindlichkeit passiviert werden. Das Nutzungsrecht wird dabei über die geplante Nutzungsdauer abgeschrieben und die Verbindlichkeit aufgezinst. Ausnahmen bestehen bei geringen Laufzeiten und geringwertigen Verträgen. Nach HGB werden regelmäßigen Kosten aus den operativen Leasingverträgen einzig als laufender Aufwand im Zeitpunkt der Entstehung erfasst. Nach US GAAP wird die Veränderung des Eigenkapitals durch das "comprehensive income" und der Kapitalbewegungen mit Anteilseignern dargestellt. Die Position "comprehensive income" beinhaltet demnach alle Veränderungen im Eigenkapital während einer Periode, die nicht aus Einlagen oder Entnahmen der Eigner stammen. Die Eigenkapitalveränderungsrechnung nach HGB enthält alle Kapitalveränderungen, die sowohl aus erfolgswirksamen Verrechnungen als auch aus erfolgsneutralen Bewertungsanpassungen resultieren. Rückbaurückstellungen werden nach US GAAP zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Die Kosten für den Rückbau werden bei erstmaligem Ansatz aktiviert und erhöhen den Buchwert des zugehörigen langfristigen Vermögensgegenstands. In gleicher Höhe wird eine Rückstellung gebildet. Der Vermögensgegenstand wird über die Nutzungsdauer abgeschrieben, gleichzeitig wird die Rückstellung aufgezinst. Nach HGB wird eine Rückstellung in Höhe der voraussichtlichen Kosten gebildet. Die Rückstellung wird sukzessive über die Dauer bis zur Erfüllung der Verpflichtung aufwandswirksam erhöht. Prüfungs- und Beratungsgebühren Das für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers beträgt für Abschlussprüfungsleistungen TEUR 105 (Vorjahr: TEUR 100). Nachtragsbericht Seit Beginn des Geschäftsjahres 2024 haben sich keine wesentlichen Änderungen der Unternehmenssituation oder des Branchenumfelds ergeben. Weiterhin verweisen wir auf die Ausführungen im Lagebericht.
Köln, den 25. Juni 2024 Die Geschäftsführung Thomas Rosenkranz Nicholas Daddario Entwicklung des Anlagevermögens 2023
Lagebericht für das Geschäftsjahr 20231. Geschäft und Rahmenbedingungen 1.1 Geschäftstätigkeit der Gesellschaft Die HOST Europe GmbH, Köln, (im Folgenden kurz: "HE") ist im Hosting-Markt tätig und vermarktet zuverlässige und innovative Internet-Services für Privat- und Geschäftskunden in Deutschland, Österreich, der Schweiz und in weiteren Ländern Europas. Die HE ist im Wesentlichen im Mass-Hosting-Markt aktiv und bietet ihren Kunden unter anderem Domains, Shared-Webhosting-Pakete sowie Cloud/Virtual-Server wie auch Value-Added-Services, wie zum Beispiel E-Commerce-Lösungen, an. Die HE ist über einen Ergebnisabführungsvertrag mit ihrer Alleingesellschafterin, der GoDaddy Deutschland GmbH, Köln, (im Folgenden kurz: "GDD") verbunden. Während der Vertragsdauer ist die Gesellschaft verpflichtet, ihren ganzen Gewinn an die GDD abzuführen, und Letztere ist verpflichtet, jedweden Verlust auszugleichen. Über die GDD ist die Gesellschaft zudem Teil der GoDaddy-Gruppe, Tempe/Arizona, USA. Die HE greift für ihre Geschäftstätigkeit auf das Rechenzentrum ihrer Tochtergesellschaft DataDock SARL in Straßburg/Frankreich sowie das eigene Rechenzentrum in Köln zurück. 1.2 Gesamtwirtschaftliche Entwicklung Die hohen Inflationsraten und die geldpolitische Straffung belasten die Weltwirtschaft im Jahr 2023. Die USA weist ein robustes Wachstum auf, China hingegen bleibt hinter dem erwarteten Wachstum zurück. Insgesamt ist die Konjunktur auch in den anderen Volkswirtschaften gedämpft. Für das Geschäftsjahr 2023 erwartet der Sachverständigenrat ein Wachstum des weltweiten Bruttoinlandsprodukts von 2,7 %. 1 Die wirtschaftliche Lage im Euro-Raum zeigt sich ebenfalls geschwächt, sodass die Prognose für das BIP-Wachstum für 2023 insgesamt bei 0,6 % liegt. Dabei hat sich die deutsche Wirtschaft im europäischen Vergleich besonders stark abgekühlt. Grund dafür ist die Reduktion der Konsumausgaben von Privathaushalten und Staat. Industrie und Bauwesen zehren zwar noch von einem erhöhten Auftragsbestand, aber auch diese und die Neuaufträge gehen deutlich zurück. Außerdem können die Engpässe aufgrund fehlender Arbeitskräfte nur schwer kompensiert werden. Erwartungsgemäß wird in 2023 das Bruttoinlandsprodukt der deutschen Volkswirtschaft kalenderbereinigt um 0,4 % sinken. 2 Passend zu dieser Entwicklung stieg im Jahr 2023 die Arbeitslosigkeit in Deutschland auf rund Mio. 2,61 Arbeitslose an, wobei die Zahl gemeldeter offener Stellen auf 761.000 sank. 3 1.3 Branchenentwicklung Gegensätzlich zur gesamtkonjunkturellen Entwicklung weist der deutsche Markt für Informations- und Telekommunikationstechnik (ITK-Markt) im Jahr 2023 ein deutliches Wachstum vor. Vor allem aufgrund des stärkeren Geschäfts mit IT- und Telekommunikationsdienstleistungen sowie Hardware sind die Branchenumsätze 2023 um 12,6 % auf Mrd. EUR 215 gestiegen. Informationstechnologie war 2023 mit einem Umsatzanstieg im Vorjahresvergleich von 16,8 % auf Mrd. EUR 142,9 größtes Branchensegment. Das Branchensegment Telekommunikation zeigte einen Umsatzanstieg von 4,4 % im Vorjahresvergleich bei Mrd. EUR 72,1. 4 Die Zahl der Beschäftigten in der ITK-Branche wird im Jahr 2023 voraussichtlich um Tsd. 34 auf Mio. 1,3 ansteigen. 5 2. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage 2.1 Ertragslage Der Jahresumsatz ist im Vergleich zum vorangegangenen Geschäftsjahr um 13,5 % auf TEUR 46.385 (Vorjahr: TEUR 53.592) gesunken. Der Rückgang liegt im Wesentlichen im Bereich Hosting (TEUR -3.069) begründet, was einerseits auf die konjunkturelle Entwicklung und das damit einhergehende zurückhaltende Konsumverhalten der Kunden zurückzuführen ist. Andererseits werden aufgrund der Vereinheitlichung des globalen GoDaddy-Produktportfolios lokale Produkte nicht mehr angeboten und können zu einer Abwanderung von Kunden führen. Hinzu kommen geringere Umsätze aus Nutzungsgebühren von der HEG US Inc. (TEUR - 2.904), die zum 30. Juni 2023 aus der GoDaddy-Unternehmensgruppe ausgeschieden ist. Der Materialaufwand ist auf TEUR 30.905 gesunken (Vorjahr: TEUR 34.525). Die Materialaufwandsquote (Materialaufwand in Prozent der Umsatzerlöse) liegt bei 67 % (Vorjahr: 64 %). Der Rückgang ist auf eine niedrigere Weiterbelastung von Rechenzentrumskosten durch die Tochtergesellschaft DataDock SARL (TEUR -2.348) sowie, einhergehend mit dem Umsatzrückgang im Bereich Hosting, niedrigere Aufwendungen für Hosting-Lizenzen (TEUR - 1.135) zurückzuführen. Der Personalaufwand ist im Berichtsjahr von TEUR 16.900 auf TEUR 17.234 gestiegen, hauptsächlich aufgrund gestiegener Bonuszahlungen für Mitarbeiter (TEUR +247). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Berichtsjahr von TEUR 10.361 auf TEUR 8.173 gesunken. Der Rückgang resultiert im Wesentlichen aus niedrigeren Marketing-Aufwendungen (TEUR -511) sowie gesunkenen Aufwendungen aus Währungsumrechnung (TEUR -1.037). Aufgrund des mit der GDD bestehenden Ergebnisabführungsvertrags erfolgt die Besteuerung der HE auf Ebene der GDD als Organträger. Das bereinigte EBITDA beträgt TEUR -9.008 (Vorjahr: TEUR -6.783). Die bereinigte EBITDA-Marge beläuft sich auf -19,42 % (Vorjahr: -12,65 %). Der Rückgang ist im Wesentlichen auf die Umsatzeinbußen im Bereich Hosting und Nutzungsentgelte und die anhaltend hohen Kosten der Betriebsführung zurückzuführen. Die für die Steuerung der Gesellschaft maßgeblichen finanziellen Leistungsindikatoren sind Umsatzerlöse und EBITDA. Der Leistungsindikator EBITDA leitet sich wie folgt her (in TEUR):
Der ermittelte Umsatz sowie das EBITDA des Geschäftsjahres 2023 stellen sich im Vergleich zur letztjährigen Prognose bzw. Budget wie folgt dar: Ist-Umsatz TEUR 46.385 gegenüber Plan-Umsatz TEUR 51.312. Der Ist-Umsatz fällt gegenüber letzter Prognose niedriger aus, da aufgrund der anhaltend hohen Inflation das Konsumverhalten der Kunden weiterhin zurückhaltend ist. Zudem werden wegen der Vereinheitlichung des globalen GoDaddy-Produktportfolios lokale Produkte nicht mehr angeboten und führten zu einer Abwanderung von Kunden. Außerdem wurden die geringeren Umsätze aus Nutzungsgebühren von der HEG US Inc. (TEUR -2.904), die zum 30. Juni 2023 aus der GoDaddy-Unternehmensgruppe ausgeschieden ist, nicht im Plan berücksichtigt. Des Weiteren beträgt das Ist-EBITDA TEUR - 9.008 gegenüber dem Plan-EBITDA von TEUR -6.775. Die Veränderung liegt im Wesentlichen im höheren Ertrag aus Verlustübernahme durch Umsatzeinbußen und hohe Kosten der Betriebsführung sowie wechselkursbedingt höheren Zinserträgen begründet. Die Geschäftsführung erkennt an, dass das Ergebnis weiterhin negativ ist. 2.2 Finanzlage Die HE finanziert sich über den Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit sowie bei Bedarf aus konzerninternen Darlehen. Der Bestand an Barmitteln betrug zum Bilanzstichtag TEUR 3.026 (Vorjahr: TEUR 2.536). Der Anstieg ist maßgeblich auf die erhaltenen Zahlungen aus Kundenforderungen sowie aus Forderungen gegen verbundene Unternehmen zurückzuführen. Die HE ist basierend auf dem Bestand der liquiden Mittel und der Forderungen bei kurzen Zahlungszielen bzw. im Voraus geleisteten Kundenzahlungen uneingeschränkt in der Position, ihren Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. Die sonstigen Rückstellungen haben sich im Berichtsjahr um TEUR 656 auf TEUR 2.630 erhöht. Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus gestiegenen Bonuszahlungen für Mitarbeiter (TEUR +247) sowie Rückbauverpflichtungen (TEUR +261). Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben sich um TEUR 99 auf insgesamt TEUR 667 erhöht. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betrugen zum Bilanzstichtag TEUR 52.693 (Vorjahr: TEUR 56.830). Der Rückgang der Verbindlichkeitsposition gegenüber verbundenen Unternehmen nach Aufrechnungen mit den Forderungen gegen verbundene Unternehmen um TEUR 4.137 ist maßgeblich auf die Rückzahlung von kurzfristigen Darlehen zurückzuführen. Der passive Rechnungsabgrenzungsposten ist im Geschäftsjahr um TEUR 502 auf TEUR 7.336 gesunken. Maßgeblich für diese Entwicklung sind weniger Kundenverträge, deren Laufzeiten sich über das Ende des Geschäftsjahres erstrecken. Über eine weiche Patronatserklärung mit der GoDaddy Inc. kann die HE jederzeit auf Zahlungsmittel durch die Aufnahme von Darlehen zugreifen. Die Geschäftsführung ist daher zuversichtlich, dass die Gesellschaft in der Lage ist, Verbindlichkeiten gegenüber Dritten fristgerecht zu begleichen, und betrachtet die Finanzlage als zufriedenstellend. 2.3 Vermögenslage Die Bilanzsumme der HE hat sich im Berichtsjahr von TEUR 69.980 auf TEUR 65.975 reduziert. Ursächlich für den Rückgang von TEUR 4.006 sind im Wesentlichen auf der Aktivseite ein Rückgang der Forderungen gegen verbundene Unternehmen um TEUR 3.031. Auf der Passivseite ist die Rückzahlung von kurzfristigen Darlehen ursächlich für die Veränderung (TEUR -4.137). Das Sachanlagevermögen und die immateriellen Vermögensgegenstände sind um TEUR 181 auf TEUR 4.644 (Vorjahr: TEUR 4.825) gesunken. Die Gesamtinvestitionen des Berichtsjahres betrugen TEUR 1.400 (Vorjahr: TEUR 377), die Abgänge TEUR 971 (Vorjahr: TEUR 69), während sich die Abschreibungen auf TEUR 610 (Vorjahr: TEUR 946) beliefen. Die Zugänge im Kundenstamm der immateriellen Vermögensgegenstände sind auf den Übergang von Kunden der Tochtergesellschaft Host Europe Suisse AG auf die Host Europe GmbH (TEUR 1.026) zurückzuführen Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind im Vorjahresvergleich um TEUR 801 gesunken. Ursächlich dafür ist im Wesentlichen der Verkauf des Deutschlandgeschäfts der Marken server4you und Serverloft ("BSB"), die ebenfalls zum 30. Juni 2023 aus der GoDaddy-Unternehmensgruppe ausgeschieden sind, sowie der konjunkturbedingte Rückgang in den Umsatzerlösen der HE. Die sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 1.723 (Vorjahr: TEUR 2.277) sind gegenüber dem Vorjahr um TEUR 555 gesunken. Der Rückgang resultiert im Wesentlichen aus Bankbürgschaften in Höhe von TEUR 364, die aufgrund von Bankenwechsel an die Host Europe GmbH zurückgezahlt und von einer Schwestergesellschaft wieder eingezahlt worden sind. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten ist im Geschäftsjahr von TEUR 2.720 auf TEUR 2.792 leicht angestiegen. Zum Bilanzstichtag beschäftigte die HE 185 Mitarbeiter (Vorjahr: 209 Mitarbeiter). Der Mitarbeiterbestand zum Stichtag ist rückläufig. Im Berichtsjahr ergab sich jedoch keine nennenswerte Mitarbeiterfluktuation. Damit kann die HE weiterhin auf wesentliche Know-how-Träger zurückgreifen und die in der Vergangenheit aufgebauten Kundenbeziehungen weiter vertiefen. Die Geschäftsführung beurteilt die Vermögenslage als angemessen. 3. Risikobericht 3.1 Risikomanagement Die deutschen Gesellschaften der GDD-Gruppe sind in das konzernweite Beteiligungscontrolling und Risikomanagementsystem der Gruppe eingebunden. Grundlage des Risikomanagementsystems der Gesellschaft ist die Einbeziehung des Risikomanagementprozesses in die bestehenden Planungs-, Steuerungs-, Kontroll- und Berichtserstattungsabläufe. Letztere sorgen mit standardisierten Auswertungen dafür, den Geschäftsverlauf transparent darzulegen. So werden beispielsweise alle relevanten Parameter zur Darstellung der aktuellen Liquiditäts- und Ertragslage erfasst und ausgewertet. Gleichzeitig basiert die Unternehmenssteuerung neben den wertorientierten Kennzahlen Umsatzerlöse und EBITDA auf unternehmensrelevanten Kennzahlen (z.B. Kennzahlen zu den Vertragsabschlüssen, Durchschnittsumsätze je Vertrag und Kunde, Kündigungsquoten, Kostenverhältnisprüfungen etc.). Die Zielsetzung des Risikomanagements des Unternehmens ist somit die Früherkennung von Chancen und Risiken, die verbesserte Abschätzung ihrer Auswirkungen sowie die Einleitung geeigneter Vorsorge- und Sicherungsmaßnahmen. Auf diesem Wege wird die Basis für verantwortliches unternehmerisches Handeln im Sinne einer Balance zwischen Sicherheitsinteressen und Wertschöpfungszielen geschaffen. 3.2 Risiken der künftigen Geschäftsentwicklung Die Gesellschaft ist einer Vielzahl von Risiken ausgesetzt. Die zentralen Risikofelder betreffen: Markt Die Gesellschaft bewegt sich in wettbewerbsintensiven Wachstumsmärkten mit einer Vielzahl von nationalen und internationalen Wettbewerbern. Einige dieser Wettbewerber können aus einer größeren Marktstellung heraus agieren und könnten ihre Angebote weiter in Richtung Hosting- oder Breitbanddienste diversifizieren, was zu Marktanteilsverlusten führen könnte. Gleichzeitig würden dadurch die Wachstumschancen entsprechend beschnitten. Aufgrund des Geschäftsmodells ist Energie einer der wesentlichen Inputfaktoren im Leistungserstellungsprozess. Energiekostensteigerungen können in dem äußerst wettbewerbsintensiven Umfeld, in dem die Gesellschaft tätig ist, zu rückläufigen Margen und Ergebnissen führen. Diesem Risiko wird durch Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz sowie durch die Evaluierung von alternativen Rechenzentrumsstandorten begegnet. Die HE verfügt mit dem Rechenzentrum am Standort in Straßburg/Frankreich über ein energieeffizientes Rechenzentrum in Europa. Die kostengünstigen Rahmenbedingungen zum Betrieb dieses Rechenzentrums im Dauerbetrieb (365 Tage/24 Stunden), liegen insbesondere in der innovativen Grundwasserkühlung sowie den Kostenvorteilen für Energie, die auch aus regenerativen Quellen bezogen und von französischen Versorgungsunternehmen bereitgestellt werden. Durch technologischen Wandel in den Märkten für Hosting- und Zugangsdienste besteht die Möglichkeit, dass Neuentwicklungen zu spät auf den Markt kommen oder nicht den gewünschten Markterfolg erzielen. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass Neuentwicklungen, trotz umfangreicher Tests, Fehler oder Sicherheitslücken enthalten, die den Markterfolg dieser und anderer Dienstleistungen der Gesellschaft schädigen können. Es sind auch Entwicklungsarbeiten denkbar, die gar nicht erst in marktreife Produkte oder Dienstleistungen münden. Diesen Risiken versucht die Gesellschaft durch aktives Produktmanagement sowie durch sorgfältige Entwicklung von neuen, innovativen Produkten und Dienstleistungen entgegenzuwirken. Finanzierung Die Gesellschaft ist in die Konzernfinanzierung eingebunden und kann sich bei Bedarf kurzfristig über konzerninterne Darlehen finanzieren. Trotz des negativen Ergebnisses im Geschäftsjahr 2023 und des prognostizierten negativen Ergebnisses im Geschäftsjahr 2024 ist das Unternehmen weiterhin in der Lage seine Verbindlichkeiten fristgerecht zu begleichen, welches insbesondere aufgrund des Ergebnisabführungsvertrags mit der Muttergesellschaft GoDaddy Deutschland GmbH und einer weichen Patronatserklärung der Konzernmuttergesellschaft GoDaddy Inc. sichergestellt ist. Im Übrigen wird auf die Ausführungen zur Finanzlage verwiesen. Infrastruktur Der Leistungserstellungs- und Bereitstellungsprozess der Gesellschaft erfolgt im oder mithilfe des Internets sowie durch Informations- und Telekommunikationstechnologien, die sich des Internets bedienen. Durch allgegenwärtige Bedrohungen aus dem Internet könnten die Verfügbarkeit, Vertraulichkeit, Integrität und Authentizität der Systeme oder der darin gespeicherten oder verarbeiteten Daten gefährdet sein. Die Komplexität der technischen Infrastruktur sowie entsprechender Softwaresysteme, die im Leistungserstellungsprozess eingesetzt werden, nimmt aufgrund interner und externer Erfordernisse stetig zu. Zusätzlich ist die Infrastruktur dem Risiko gezielter Angriffe ausgesetzt. Auch hier besteht das Risiko, dass Störungen oder Systemausfälle die Leistungserstellung ganz oder vorübergehend beeinträchtigen könnten. Die Gesellschaft setzt auf eine Kombination aus organisatorischen, manuellen sowie diversen technischen Kontrollmechanismen, um diesen Risiken zu begegnen. Personal Hochqualifiziertes Personal mit spezialisiertem Fach- und Technologiewissen, insbesondere in den Bereichen Entwicklung, Betrieb und Kundenbetreuung, ist für den nachhaltigen Erfolg der Gesellschaft unabdingbar. Die wachsende Nachfrage nach Spezialisten im IT-Bereich macht den Fachkräftemangel spürbar und den Wettbewerb um Mitarbeiter intensiv. Es besteht das Risiko, dass es der Gesellschaft nicht gelingt, hochqualifizierte Fach- und Führungskräfte zu gewinnen und/oder zu halten. Zusammenfassend liegen nach Einschätzung der Geschäftsführung die wesentlichen Risiken in den Bereichen Markt und Infrastruktur. Durch die fortlaufende Optimierung des gruppenweiten Risikomanagementsystems einhergehend mit konkreten Maßnahmen werden diese Risiken, soweit möglich, auf ein Minimum reduziert. Bestandsgefährdende Risiken waren im Geschäftsjahr 2023 sowie im Abschlusserstellungszeitraum weder aus Einzelrisikopositionen noch aus der Gesamtrisikoposition zu erkennen. Ein entwicklungsbeeinträchtigendes Risiko besteht hinsichtlich des negativen Jahresergebnisses und der Abhängigkeit vom Ergebnisabführungsvertrag mit der GoDaddy Deutschland GmbH sowie der Notwendigkeit zur Aufnahme kurzfristiger Darlehen von der Konzernmutter. 4. Chancen- und Prognosebericht Insgesamt wird erwartet, dass sich die deutsche Volkswirtschaft im Jahr 2024 allmählich wieder erholt. Außenpolitische Spannungen werden sich vermutlich nur langsam verbessern und die Geldpolitik die Vergabe von Krediten weiter bremsen. Der Rückgang der Inflation und die hohen Lohnabschlüsse dürften jedoch zu Realeinkommenssteigerungen führen. Das könnte den Privatkonsum beleben. Konträr dazu kann eine ausbleibende Erholung der chinesischen Volkswirtschaft, eine Verschärfung der weltpolitischen Lage, erneut hohe Energiepreise, eine stärkere Dämpfung der Nachfrage durch die Geldpolitik oder ein verhaltener Konsum das Wachstum bremsen. Deshalb erwartet der Sachverständigenrat für 2024 ein marginales Wachstum des deutschen BIP von 0,7 % (Euro-Raum: 1,1%). Die Inflationsrate in Deutschland und im Euro-Raum ist zwar dabei sich zu normalisieren, bleibt jedoch bis 2025 auf einem hohen Niveau. Im Jahr 2024 wird im Euro-Raum mit einer Inflation von 2,9 % (2023: 5,6 %) gerechnet, in Deutschland von 2,6 % (2023: 6,1 %). Der Rückgang ist im Wesentlichen auf geringere Preissteigerungen bei allen Gütern ohne Nahrungsmittel und Energie zurückzuführen. Faktoren wie verzögerte Kostenüberwälzungen, Lohnentwicklungen und die Geldpolitik beeinflussen diese Entwicklungen jedoch maßgeblich. Aufgrund der anhaltend hohen Inflation hat die Europäische Zentralbank (EZB) im September 2023 die Leitzinsen zum zehnten Mal in Folge angehoben (+4,5 Prozentpunkte). Dies führte zu einem starken Anstieg der Marktzinsen und einer Abkühlung der Kreditvergabe an Unternehmen und Privathaushalte, ebenso der Nachfrage nach Bauinvestitionen. Die globale Industrieproduktion und der Warenhandel entwickelten sich nur schwach. Außenwirtschaftliche Impulse von den USA oder China bleiben gedämpft. Insgesamt wird in 2024 mit einem globalen BIP-Wachstum von 2,2 % gerechnet. Des Weiteren könnten geopolitische Risiken wie eine Eskalation des Nahost-Konflikts oder eine weitere Verknappung des Energieangebots aufgrund des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine zu neuen Energiepreisschüben führen. 6 Die Gesellschaft rechnet auf Basis des Geschäftsmodells und der angebotenen Produkte nur mit mäßigen Auswirkungen des Krieges in der Ukraine und im Nahen Osten auf die Umsatzerlöse und das EBITDA der Gesellschaft. Auf Basis der derzeitigen Geschäftsentwicklung plant die Geschäftsführung für das Jahr 2024 mit einem Umsatz von bis zu Mio. EUR 42,7 und einem EBITDA von Mio. EUR -8,3. Aufgrund oben genannter weicher Patronatserklärung mit der Konzernmutter und dem Ergebnisabführungsvertrag mit der GoDaddy Deutschland GmbH sieht die Geschäftsführung die Fortführung der Unternehmenstätigkeit als gegeben an. Die HE ist jederzeit in der Lage, ihren Verbindlichkeiten gegenüber Dritten fristgerecht über die Aufnahme kurzfristiger Darlehen nachzukommen. Das EBITDA wird im folgenden Jahr weiterhin negativ sein, da die Gesellschaft Personal- und infrastrukturbezogene Investitionen tätigen wird, um zukünftiges Wachstum sowie Effizienzgewinne zu ermöglichen. Die Geschäftsführung erwartet, dass sich diese Entwicklung in naher Zukunft fortsetzen wird. Langfristig geht die Geschäftsführung davon aus, dass die Gesellschaft in die Gewinnzone zurückkehren wird.
Köln, den 25. Juni 2024 Die Geschäftsführung Thomas Rosenkranz Nicholas Daddario |
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